Sonntag, 17. September 2017

Eine weitere Aufmerksamkeit

„Komm, Arya, wir gehen zum Sattler… ich will mal hören, ob bei ihm alles in Ordnung ist.“ Da wir bereits vor dem Haus standen, ich aber nackt, wie mein Herr es zuhause wünscht, erkundigte ich mich lieber, ob ich mir etwas anziehen soll oder so bleiben darf. „Das ist heute nicht nötig, du bist doch nur eine Kajira.“ Klar bin ich das und zwar seine, doch mein Herr hat es nur sehr selten mit diesem schönen Wort „meine“. Leider ergänzte er noch: „ Vielleicht doch, Arya, du könntest ein freie Frauen Kleid anziehen.“

Mist, ich war entsetzt, außerdem hatte ich darauf nun wirklich keine Lust. Da mir allerdings klar ist, dass es nicht nach meinen Wünschen geht, gab ich zu Bedenken, dass ein solches Kleidungsstück nicht in der Kiste mit den Sklavensachen zu finden ist. Außerdem hätte seine Gefährtin bestimmt einiges und noch mehr dagegen, wenn ich mich bei ihren zahlreichen Kleidern bedienen würde. „Hmmm, na gut, du kannst heute ausnahmsweise so bleiben, Arya“, entschied mein Herr sich zum Glück um.


Balduin, der Verrbock und Empfangskomitee des Sattlers meckerte ziemlich beleidigt, als mein Herr ihm im Vorbeigehen einen leichten Tritt verpasste, weil er mitten im Weg stand. Es zeigten sich jedoch weder der Sattler noch seine Kajira oder Weib, sodass mein Herr einen Blick durchs Fenster warf… ich natürlich auch, denn ich gehöre ja an seine Seite. Erst dachte ich, es sei niemand zuhause, doch der Herr hatte anscheinend nur ein kurzes Nickerchen im Sitzen gemacht und öffnete die Haustür, nachdem mein Herr laut „Tal“ rufend an seine Fensterscheibe gebollert und ihn vermutlich geweckt hatte. 

„Tal Hauptmann, welch seltener Besuch… magst du reinkommen?“ Doch mein Herr erkundigte sich erst einmal, was der Sattler zu den Folgen des letzten recht kleinen Nachbebens sagte, bei dem sich der Boden an einigen Stellen erneut verschoben hatte. „Klar habe ich bemerkt, dass es schon wieder gewackelt hat… die Brücken dort unten sind dabei verschwunden. Ich finde es aber eigentlich schöner und praktischer so.“ Der Sattler sprach zwar nicht davon, aber vermutlich dachte er bei der Formulierung „praktisch“ vor allem daran, dass mit dem Verlanden die Gefahr eines unfreiwilligen Bades gebannt ist. Es wäre doch mies, nach ausgiebigem Pagagenuss schlagartig zu ernüchtern… die Brücken waren zum Aufkreuzen auf einem möglicherweise bös schwankenden Nachhauseweg nämlich arg schmal gewesen.
Während ich plötzlich entsetzt den Rücken meines Herrn betrachtete und schockiert tief Luft holte, er trug seine Waffen nämlich nicht, wechselte mein Herr das Thema und erzählte dem Sattler von den neuen Nachbarinnen, nachdem er das große Haus neben dem Gasthaus an zwei Händlerinnen vermietet hatte. 

Allerdings war ich nicht dabei gewesen und da mein Herr es ja nicht so mit Namen hat, konnte er nicht erzählen, woher die beiden Frauen stammen. Naja, mit dem Erinnern an seine Waffen hatte er es zu meinem Leidwesen an diesem Tag ja auch nicht gehabt und wer die Schuld dafür bekommen würde, war mir leider klar.

Nachdem ich mich einigermaßen vom ersten Schock dieser Entdeckung erholt hatte, zupfte ich vorsichtig am Rock meines Herrn und fragte ihn ganz leise: „Mein Herr?“ „WAS IST, ARYA???“ maulte er ungehalten über meine Störung seines Gesprächs mit dem Sattler. 

Wie befürchtet bekam ich einen Anschiss: „Arya, das ist deine Schuld! Du hast mich nicht erinnert. Hol meine Waffen und dann kannst du dich auf die Gerte freuen!“ Das Letzte bekam ich allerdings nicht mehr mit, da ich wie der Blitz sofort los geflitzt war. Doch bei meiner Rückkehr fuchtelte mein Herr mit einer Gerte in der Luft herum, die er sich offensichtlich vom Lederarbeiter geliehenen Gerte hatte.

Selbstverständlich genossen die beiden Herren draußen auf der Bank nicht nur die schöne Aussicht, sondern unterhielten sich weiter über dies und das. Mein Herr erzählte anscheinend auch, dass er mich wieder für einige Zeit auf die Felder schicken wollte und welche „besonderen“ Maßnahmen er sich diesmal für mich überlegt hatte und als Laya und ich schließlich draußen mit dem Paga auftauchten, wurde klar, warum ich um die Gerte herumgekommen war. „Leider kann ich ihr wegen meiner Anweisungen für den Aufseher jetzt nicht den Arsch versohlen… sonst kann sie den Pflug nicht so gut ziehen. Aber sag mal, hast du einen ledernen Keuschheitsgürtel?“

Eigentlich wollte mein Herr seiner Neuen so ein Ding verpassen, damit sie nicht unerwartet ihre weiße Seide verliert, doch nun entschied er, für ihre etwas wuchtigeren Formen wäre ein vom Schmied gefertigter wohl doch  besser. Leider war das Thema Gürtel damit noch nicht erledigt. „Vielleicht wäre es aber gut, Arya einen ledernen Keuschheitsgürtel umzulegen, wenn sie auf den Feldern ist?“ Offensichtlich witterte der Sattler ein Geschäft, denn er schickte seine Kajira ins Haus, um so ein Teil zu holen. Mit Blick auf die ledernen Gurte erkundigte er sich allerdings: „Du willst Arya tatsächlich einen Gürtel anlegen, Hauptmann?“ 
Tja, er wollte tatsächlich. Ich soll die Ledergurte auf den Feldern tragen, damit ich mich noch mehr auf meine Rückkehr nach Hause freue… mal sehen, ob das dem großen blonden Aufseher gefallen wird? ;-)

Dienstag, 12. September 2017

Viel zu lernen noch

Fenris war gerade fertig versorgt, als mein Herr um die Hausecke bog und mir einen kleinen Schrecken einjagte, weil ich seine leisen, herannahenden Schritte im weichen Gras überhaupt nicht gehört hatte. In der nächsten Ihn strahlte ich dann aber und drückte wie meistens bei der Begrüßung meines Herrn meine Lippen sehr sanft auf seine Sandalen. 

Da es noch ein kleines Nachbeben gegeben und sich der Boden erneut etwas angehoben hatte, wollte ich ihm nun unbedingt zeigen, wie toll der vom Schmied umgehend organisierte Trupp Arbeitssklaven den Weg zu seinem und dem Haus meines Herrn geebnet hatte. Ich fand es zwar bedauerlich, dass sich dadurch die Wasserflächen vorm Haus verringert hatten, dafür war aber eine wundervolle Bucht entstanden, in der man bestimmt fantastisch baden kann, wenn sich das Schilf nicht weiter ausbreitet und das werde ich als anerkannte Wasser-Urt sicherlich zu verhindern wissen.

Die Neue meines Herrn hatte ich zuvor zwar eingespannt und sie jede Menge Wasser für den Sleen-Trog vom Brunnen holen lassen, sie danach aber wieder am Sklavenpfahl angekettet. Doch nun bestimmte er, sie habe sich lange genug ausgeruht und befahl mir, ihre Kette zu lösen. Sein Blick fiel dann auf ihr drei Tage altes Branding: „Arya, schau mal, ich glaube ihr Kef hat sich entzündet… es ist knallrot. Wir müssen wohl die Knochensäge holen.“ Während die Sklavin sofort zu jammern begann, er möge ihr Bein nicht absägen, erkundigte ich mich: „ Mein Herr, erlaubst du ihr etwas Heilsalbe drauf zu streichen, denn abgesägt ist weg und außerdem fällt das Bein irgendwann bestimmt von ganz alleine ab, wenn die Salbe nicht hilft."


Er genehmigte diese Maßnahme zwar, wunderte sich aber: „Warum haben wir Heilsalbe im Haus, Arya… damit ihr euch verarzten könnt, wenn ich euch die Kurt gegeben habe?“ Während ich aus der Kiste in der Küche den kleinen Tiegel hervor holte, den ich der Kajira mit der Anweisung reichte, wie sie den Inhalt die nächsten Tage aufzutragen hat, beteuerte ich meinem Herrn, dass ich selbstverständlich nie auf die Idee kommen würde, ohne sein Einverständnis meine Striemen damit zu behandeln. Den Priesterkönigen sei Dank passiert zwar selten etwas, trotzdem muss eine Kriegerkajira leider damit rechnen, dass ihr Herr mal eine schlimme Blessur verpasst bekommt, die vielleicht mit Heilsalbe gelindert werden kann.

Nachdem die Sklavin ihr fies aussehendes Branding eingecremt hatte, nutzte ich die Gelegenheit, ihr die wichtigsten Hausregeln meines Herrn beizubringen. Ich bin mir zwar unsicher, ob sie nicht doch eine 99er ist und er sie behalten wird, doch die wichtigsten Regeln muss sie selbstverständlich kennen. 

Es bleibt wohl abzuwarten, ob es mir tatsächlich gelungen ist ihr klar zu machen, dass Regeln zwar gut und schön sind, man aber immer seinen Kopf einschalten muss, da manches eben je nach Situation mal so oder so zu handhaben ist. Ihre Frage, warum Fenris demnächst an ihr schnuppern wird, ignorierte ich übrigens, damit sie nicht zu nervös wurde und sich besser auf das Merken der Hausregeln konzentrieren konnte.

Insgesamt machte die unausgebildete Barbarin, die noch nicht lange auf Gor ist, aber einen recht gelehrigen Eindruck, war vor allem kein bisschen besserwisserisch oder aufmüpfig, wie leider die meisten angeschwemmten Sammelstücke, sondern bemühte sich, stellte Fragen, war auch nicht zickig und akzeptierte mich ohne Widerworte als erstes Mädchen. 

Während meiner Lektion war ein Paga für meinen Herrn mehr als überfällig geworden und da seine Neue vor kurzem im Gasthaus mitbekommen hatte, wie Laya dem Brauer sein Ale und ich meinem Herrn seinen Paga serviert hatten, bekam sie jetzt die Chance zu zeigen, ob und wie gut sie aufgepasst hatte. Tja… so richtig aufmerksam war sie wohl doch nicht gewesen. Dass sie keinen langen Serve hinlegen würde, war mir klar, aber sich einfach nur an die falsche Seite neben meinen Herrn knien und ihm den nicht mal richtig vollen Pagabecher komplett ohne alles zu reichen, war doch arg wenig und führte zu entsprechendem Gebrumme: „Na, da muss aber jemand noch viel lernen.“ 


Das stimmte leider und da vieles besser verinnerlicht wird, wenn man es zusätzlich gezeigt bekommt, trank mein Herr aus und drückte mir seinen Becher grinsend in die Hand: „Zeig ihr mal, was du eben erklärt hast, Arya. Ich hätte gerne einen vollen Becher und du, Holz, schaust genau zu.“ Nur logisch, dass ich nun die ganz große, dunkelrote Schublade aufzog und meinem Herrn seinen Paga mit aller mir zur Verfügung stehenden Hingabe servierte. Klar war auch, dass sie meine rotseidenen Gefühle nicht nachempfinden konnte und auch nicht, warum die Berührungen meines sichtlich zufriedenen Herrn, den mein Serve nämlich nicht kalt ließ, mein Sklavenfeuer schließlich lichterloh entfachten. 

Doch was soll’s… es ist noch keine Kajira vom Himmel gefallen und das Mädchen kann froh sein, dass mein Herr sie jetzt schon nicht mehr „Holz“ nennt. Leider tat er sich jedoch wieder einmal schwer mit Sklavennamen, sodass es an mir war, ihm ein paar Vorschläge zu machen… er entschied sich für „Nara“.

Samstag, 9. September 2017

Jagdausflug, Branding und herrliche Kriegerarme

„Arya, was trödelst du wieder dort oben herum? Vielleicht sollte ich dich in Zukunft hier unten anketten oder besser noch in einen Käfig sperren… die Fellnähe bekommt dir wohl nicht?!“ brummte es ungehalten von unten. Wahhh, irgendwie leider typisch für meinen Herrn… ohne Sinn für notwendige Haushaltsangelegenheiten, dafür stets eine Unterstellung mit Strafandrohung parat. Ich beeilte mich und lief die Treppe herunter, um ihn darüber zu informieren, dass ich nur seine nach dem nicht geplanten Bad gewaschene und inzwischen getrocknete Kleidung in seiner Kiste verstaut hatte. 

„Soso Arya, nie um eine Ausrede verlegen.“ Dabei sah ich ihn zum Glück schmunzeln, sodass ich erleichtert aufatmete. „Hol mir meine Waffen, wir gehen etwas an die frische Luft“, führte ich selbstverständlich umgehend aus und musste mir auch nichts über meinen von den Hieben geröteten Hintern ziehen, was mir natürlich sehr gut gefiel, denn ich bin gerne nackt. Außerdem kam die schöne neue Bauchkette ohne Kleidung viel besser zur Geltung. Bevor es Richtung Hafen ging, wo wir den Brauer trafen, sah mein Herr noch kurz nach seinem neuesten Sammelstück draußen am Sklavenpfahl. Das Mädchen war jedoch immer noch mit dem Lösen ihrer zahlreichen Zöpfe beschäftigt, die meinem Herrn nicht gefielen, sollte deswegen also nachkommen und verpasste den kleinen Jagdausflug zusammen mit dem Brauereikrieger.


Der Brauer meinte nämlich, auf die Jagd zu gehen sei immer gut und zu viel trinken ungesund, würde von der Gefährtin meines Herrn bestimmt nicht gut geheißen. Naja, ich denke sie bekommt davon nicht viel mit, da sie doch ständig auf irgendwelchen Studienreisen ist und selten zuhause. Laya kam übrigens mit in den Wald, da ihr Herr wohl irgendetwas zu arbeiten hatte, bei dem sie ihm nicht helfen konnte. Etwas eigenartig fand ich, dass sie mich im Gebüsch plötzlich zur Seite zog, kurz sehr angestrengt überlegte und mir schließlich zuflüsterte, was für ihren Herrn angeblich der Grund für seine Gefährtenschaft mit der zickigen Schreiberin gewesen war. Es kam mir fast so vor, als ob sie damit einen Befehl befolgte und irgendetwas damit erreichen wollte… aber vielleicht täuschte ich mich auch. 

Die Priesterkönige müssen den Jägern an diesem Tag besonders wohlgesonnen gewesen sein, denn bald entdeckten die Männer in der Nähe einer der Hütten ein Tabuk, das der treffsichere Brauer gekonnt niederstreckte. Wie befürchtet war es natürlich an mir, das Tier zurück zu schleppen, nachdem mein Herr uns antrieb: „Mädchen, wenn ihr mit dem Rumstehen und Tratschen fertig seid, dann harta! Das Tabuk muss ausgenommen werden und ich kenn da zwei Sklavinnen, die sich freiwillig gemeldet haben.“ Da inzwischen die blonde Entzöpfte mit langen wallenden Haaren aufgetaucht war, durften Laya und ich wählen, welche von uns meinem Herrn beim Branden der Neuen helfen oder das Viech ausnehmen und zerlegen wollte. nett wie ich bin, ließ ich Laya wählen und erhielt dann die Rolle der Schmiede-Aushilfskajira.


Mein Herr hatte sich inzwischen entschieden, dass er die Neue „Holz“ nennen wollte… er fand den Namen schön kurz. Seine Überlegungen, ob nun Schnur, Tür oder Holz bekam die Kajira vermutlich eh nicht mit, da sie bereits wegen des Brandings am Zittern war. Insofern waren die Vorbereitungen in der Schmiede eine gute Ablenkung und ich entkam eine Weile der patschenden Hand meines Herrn, die von meinem doch arg empfindlichen Hinterteil irgendwie magisch angezogen wurde. Nachdem ich Holz erklärt hatte, womit sie das Feuer anheizen soll… schließlich sollte sie ihrem neuen Namen Ehre machen… nutzte sie die Gelegenheit, sich bei mir für meine Fürsprache gegen einen Strafbrand zu bedanken, den mein Herr ihr eigentlich wegen ihrer Lüge hatte verpassen wollen.


Obwohl sie inzwischen vor Angst immer heftiger zitterte, gelang es mir Holz am Brett zu fixieren und mein Herr überlegte fies lachend: „Wir branden sie am besten auf der Brust… was meinst du, Arya?“ „Eigentlich ist es doch üblich, den linken Oberschenkel zu nehmen, mein Herr“, gab ich zu bedenken und sprach damit erneut für das Mädchen. So kam es, dass er ihr das glühende Eisen schließlich doch einige Ihn zischend auf den Schenkel drückte. Holz schrie vor Schmerz natürlich laut auf, war aber dennoch ziemlich tapfer und nun endgültig als Sklavin gezeichnet. Während ich sie wieder losband, gesellte sich Laya dazu, da sie inzwischen mit dem Zerlegen des Tabuk fertig war.


Nachdenklich musterte mein Herr die Neue und befahl ihr schließlich sich umzudrehen. „Arya, Holz bekommt in Zukunft nur halbe Portionen… sie hat einen zu fetten Arsch. Dreht euch alle mal um, damit ich vergleichen kann.“ Ich wies vorsichtig noch darauf hin, dass es sicher Freie gibt, die eine kompaktere Sklavin bevorzugen, sollte mein Herr sie verkaufen wollen. „Hmm… meinst du? Ich finde ihren Hintern trotzdem zu dick. Ich mag deinen mehr, Arya, den kann man besser patschen und kneten.“ Letzteres setzte er dann auch gleich in die Tat um und machte mich ganz verrückt mit dieser Mischung aus sanftem Kneten und den schmerzhaften Nachwirkungen der Gertenhiebe auf meinem empfindlichen Hinterteil. 


Leider war der Test dann viel zu schnell wieder vorbei, als mein Herr entschied, dass es eindeutig bei halben Portionen für Holz bleiben muss und nun Zeit für einen Paga war. Während die Kajira sich auf der Gasthausterrasse für ihren tollen Namen bedankte, durfte ich meinen Herrn ein bisschen verwöhnen, der erneut gezeigt hatte, wie kreativ er bei Sklavennamen sein kann. Zum Glück waren weder die zickige Schreiberin noch eine andere Freie anwesend, die an meinem Tun hätten Anstoß nehmen können. Als Holz schließlich ihre Geschichte erzählte, stellte sich übrigens heraus, dass sie genau wie ich eine Barbarin ist, aber noch nicht lange auf Gor, von weißer Seide und nicht ausgebildet. 


Ich bin gespannt, ob sie die ersten Lektionen bei meinem Herrn wirklich gelernt hat, der ihr nicht nur mit dem Branding sehr deutlich zeigte was sie ist, sondern auch mit der intensiven Ohrenspülung am Brunnen und ihrem Schlafplatz draußen am Sklavenpfahl, während es mir später erneut vergönnt war, eng an ihn geschmiegt in seinen starken Kriegerarmen einzuschlafen. :-)))))

Freitag, 8. September 2017

Zielübungen

„Ich hab da was für dich, Arya.“Mit diesen Worten hielt mein Herr mir eine goldene Kette vors Gesicht, die in regelmäßigen Abständen mit kleinen Steinen verziert war. Wow, ich bekam bestimmt ganz große Augen. Auf jeden Fall war ich komplett sprachlos… so etwas Wunderschönes sollte für mich sein? „Der Verschluss ist verbogen und muss noch gedengelt werden, Arya. Die vorherige Trägerin dieser Bauchkette wollte sie nämlich nicht freiwillig hergeben. Aber das biege ich selber hin… dafür brauchen wir nicht auf den Schmied warten, zieh dir mal etwas an.“

Es ist wohl nachvollziehbar, dass ich mir ohne lange nachzudenken wie der geölte Blitz die erstbeste Tunika überzog, die ich in der Kiste mit den Sklavenklamotten zu fassen bekam. Entsprechend eilig lief ich dann hinter meinem Herrn hinterher, der nun zur Schmiede strebte, sodass ich einen der blöden Stolpersteine auf dem Marktplatz übersah und stolperte. Zum Glück fiel ich aber nicht und der Schmerz im angestoßenen Zeh war nebensächlich, denn mein Herr trug mir nun auf, ihm geeignetes Werkzeug zu holen: „Arya… Hammer groß und klein, Zange.“

Die Bauchkette legte er dabei auf dem Amboss ab. „Angeblich sind das echte Edelsteine, Arya… hat zumindest die Reisesklavin vor ein paar Tagen behauptet, als ich sie einkassiert habe, also die Kette.“ „Ohhh... so kostbar sind die Steine, mein Herr???“ gab ich voller Ehrfurcht mit Blick auf das Schmuckstück mit den kleinen, funkelnden Steinen von mir, während ich meinem Herrn die gewünschten Werkzeuge reichte, von denen ich wusste, dass der Schmied sie für so fummelige Arbeiten benutzt, wie das Herausnehmen eines Stifts aus einem Kragenscharnier. 

Mir war zwar nicht klar, was mein Herr mit dem für so eine filigrane Kette viel zu großen Hammer vorhatte, doch das klärte sich schnell. „Den benötige ich zuerst, Arya… und hol mir noch ein Stück Metall zum Scheppern, damit ich den Brauer ärgern kann.“ Im Eimer mit diversen Metallresten fand ich ein geeignetes Teil, das ich meinem mittlerweile leicht ungeduldigen Herrn reichte. „Gut, schiebe die Kette mal zur Seite und dann hältst du das Metall fest, Arya, damit ich mit dem großen Hammer darauf dengeln kann.“ Während er probehalber mit dem mir jetzt riesig erscheinenden Werkzeug ein paar Trockenübungen durch die Luft machte, griff ich zum Dengelmetall, zog meine Hand dann aber wieder zurück.

„Ich glaube, es klirrt und scheppert viel besser auf dem Amboss, wenn ich nicht festhalte, mein Herr“, versuchte ich mein Tun zu erklären, erntete jedoch Stinkeblicke und ungehaltenes Brummen: „Ja und nach dem zweiten Schlag fällt es herunter! Arya, was ist eine wichtige Aufgabe für eine Sklavin?“ „Zu gehorchen, mein Herr… aber mitdenken ist doch genauso wichtig. Ich kann das heruntergefallene Metall schnell wieder aufheben, wenn es auf dem Boden liegt, damit du erneut dengeln kannst. Vorsicht als Vorsorge gegen nicht platt geklopfte Finger, die dich dann nicht mehr massieren könnten, ist doch nicht verkehrt… oder mein Herr?“

„Ach, missachtest du etwa meinen Befehl, weil du Angst um deine Finger hast?! Muss ich mich wiederholen, Arya?“ grummelte mein Herr nun gefährlich in der Sorte oberdrohend, sodass ich schnell das Metall festhielt und gleichzeitig meine Augen zukniff. Es schepperte ohrenbetäubend, aber besonders schrecklich war, nicht zu sehen, wann der Hammer auf das Metall niedersauste. Puhhh… doch meine Finger blieben heil und den gewünschten Erfolg hatte die Aktion auch. „Tal Hauptmann, ich habe Krach gehört… bist du unter die Schmiede gegangen?“ kam nämlich grinsend vom plötzlich aufgetauchten Brauereikrieger, der jetzt wissen wollte, was es mit dem Lärm in der Schmiede auf sich hatte.


Mein Herr klärte ihn auf und befasste sich dann mit dem verbogenen Verschluss der Bauchkette, während ich los lief, um für ihn und seinen Freund Paga und Ale aus dem Gasthaus zu beschaffen. Bei meiner Rückkehr hatte mein Herr es geschafft, das Verbogene zu richten und befahl wegen einer Anprobe: „Stell dich mal vor mich, Arya.“ Er legte mir die Kette um und ließ den Verschluss mit leisem Klick einrasten. Toll... die passte wie für mich gemacht! „Na, ich bin gespannt, ob ich die Kette wieder aufbekomme“, überlegte er schmunzelnd und patschte dann sichtlich zufrieden mit dem Aussehen seines Eigentums auf mein Hinterteil. „So, sitzt passt und wackelt… Arya, die Bauchkette bleibt erst mal wo sie ist!“ 


Nachdem ich mich mit sehr viel Hingabe für dieses schöne Geschenk bei meinem Herrn bedankt hatte, durfte ich den tollen Schmuck noch dem Brauer präsentieren, bevor es die beiden Männer auf die Gasthausterrasse zog. Die neuen Sitzkissen mussten nämlich eingeweiht und erst mal vom anspruchsvollen Hintern des Brauereikriegers getestet werden. Erstaunlich schnell hatte der Herr jedoch eine geeignete Kuhle im Kissen gefunden und auch der für seine langen Beine erforderliche Abstand zum Tisch passte perfekt, sodass die neue Anschaffung seine kritische Prüfung bestand. 

Während mein Herr beim Servieren seines Pagas verspielt an meiner neuen Kette tüdelte und dabei sanft meinen Bauch berührte, was sich einfach toll anfühlte, berichtete er dem Brauer von seinem Opfer für das Gasthaus… den Strapazen der Sitzproben in Sachen Kissen und der Schlepperei von Tisch und Teppich, was seinem auf Wache befindlichen Freund ja alles entgangen war. Ein Fass Paga aus den Gasthausvorräten war daher mehr als angemessen und wurde vom Brauer, der ja gleichzeitig auch Betreiber des Gasthauses ist, erstaunlicherweise ohne Wimpernzucken akzeptiert. Vielleicht war der Herr aber wegen seiner Frühdienste inzwischen auch schon zu müde, um noch lange zu feilschen, da seine Felle bereits laut nach ihm riefen. 


Nur logisch also, dass ich dieses Pagafass noch am Abend nachhause rollen musste. Zum Glück klappte der nicht gerade leichte Transport ohne Zwischenfall, denn andernfalls wäre meine Strafe zuhause angekommen bestimmt noch unangenehmer gewesen. „Arya, du hast mir vorhin nicht gehorcht, dein Vertrauen in meine Fähigkeiten ist erschütternd. Denkst du etwa, ich weiß nicht was ich tue?“ stellte mein Herr mich zur Rede. Ich versuchte erneut mein Benehmen zu erklären und beteuerte, in Zukunft nicht mehr mitzudenken. „Falsch Arya, erst gehorchen, dann mitdenken. Du hättest festhalten und dabei deine Bedenken äußern können… ich muss dir wohl mal wieder zeigen, wie gut ich zielen kann. Wie viele Zielübungen findest du angemessen, Arya? Nenne mir eine Zahl zwischen 1 und 20!“ 


Kurz zögerte ich, bevor ich leise die Zahl 21 nannte. Damit wollte ich zeigen, wie sehr ich meinen Fehler bedauerte und weil ein Extraschlag ja durchaus üblich ist. Mein Herr war zufrieden mit meinem Vorschlag, der angeblich sogar zur Verbesserung seiner Laune beitrug und ihn zur Verteilung der Gertenhiebe auf mein Hinterteil und die Finger veranlasste. Ich denke, ich muss nicht näher beschreiben, wie fies es weh tat und dass mein Hinterteil vermutlich schon nach dem 5. Schlag anfing zu leuchten. Ich bin mir übrigens sicher, obwohl sie sehr schmerzhaft waren, dosierte mein Herr die Hiebe auf meine Hände weniger hart und dafür war ich ihm natürlich total dankbar. ;-)

Donnerstag, 7. September 2017

Ein arbeitsscheuer Fremder

…oder womöglich ein entlaufener Sklave?

Wirklich gut gelaunt schien mein Herr nicht zu sein, denn so undefinierbar wie er brummte, brachte er offensichtlich wenig Verständnis dafür auf, dass seine verrangelten Felle sich nach dem Aufstehen nicht von alleine richteten. „Soso…Felle richten nennst du das, dich hier herum zu drücken, Arya.“ Umgehend versuchte ich es mit sanftem Anschmiegen an seine Beine, um ihn zu besänftigen. Selbstverständlich drücke ich mich nicht vor Arbeit und Widerspruch ist ein mir vollkommen unbekanntes Fremdwort. Da mein Herr offensichtlich Erklärungsbedarf hatte, erläuterte ich ihm wie schrecklich es doch wäre, wenn er sich auf ein zerrangeltes Fell legen würde und von einer Falte womöglich eine Druckstelle bekäme!

„Arya, dann würdest du ganz etwas anderes bekommen!“ Genau das war mir durchaus klar, denn ich kenne meinen Herrn inzwischen doch schon ziemlich lange und daher ganz gut. Meine Information, dass ich mich gleich früh am Morgen um seinen neuen Wagen gekümmert und nachgeschaut hatte, ob der durch das ungeplante Tauchen gelitten hatte, was zum Glück aber nicht der Fall gewesen war, führte übrigens umgehend zur Verbesserung seiner Stimmung und herrlichem Durchwuscheln meiner Haare. Der Wagen wurde nämlich nicht nur aus gut imprägniertem Holz gebaut, sondern hat auch eine mit reichlich Fett bestens geschmierte Achse, denn so ein Gefährt muss natürlich einen dicken Regenguss aushalten können. 

„Vielleicht ahnte der Hersteller ja, dass nicht jede Kajira gleich so wagentauglich wie die Sattlerkajira ist, mein Herr“, kam mir jetzt in den Sinn, doch mein Herr winkte ab: „Arya, du bist halt etwas Besonderes.“ Dabei strich er wieder wundervoll sanft mit seinen Fingern durch meine Haare und meinte schließlich breit grinsend, wie gut mir das Joch wegen schön betonter Brüste gestanden hatte, weil ich darin meine Arme nach oben strecken musste. Damit war das Thema aber erledigt. Es ging jetzt nämlich zum Hafen, wo mein Herr erneut die Taverneneinrichtung inspizierte, bevor er entschied, einen Tanzkreis und bequeme Sitzkissen in Auftrag zu geben, die auch für den Allerwertesten des Brauereibesitzers geeignet waren.

Wieder vor der Tür, trafen wir einen Fremden, für den das Arbeiten offensichtlich nicht erfunden worden war. Es war ein Bettler, der sich eine Suppe vom Vortag erhoffte. Welche Umstände ihn zum Betteln gebracht hatten oder ob es einfach nur Faulheit war, darüber ließ der Arbeitsscheue allerdings nichts verlauten. Immerhin sah er letztendlich ein, dass es ohne Münzen nur einen vertrockneten Brotknust vom Vorvortag gibt und Wasser aus dem Brunnen. Es folgten zähe Verhandlungen über Essen und Unterkunft mit meinem Herrn und dem eingetroffenen Sattler, bis der Fremde beschloss, sich mit dem Sammeln von Brennholz doch ein paar Münzen zu verdienen. 


Eine ganze Wagenladung Holz war ihm allerdings zu arbeitsintensiv… Ambitionen reich zu werden hat er nämlich keine, sondern bestenfalls Interesse an leichter, möglichst gut bezahlter Arbeit. Übrigens gab die Schreiberin ihrem Gefährten leise den Tipp, sich davon zu überzeugen, dass der Bettler kein entlaufener Sklave ist… unter dem dick um seinen Hals geschlungen Umhang könnte ja ein Kragen verdeckt sein. Pffft, diesen stählernen Schmuck kann man loswerden, nicht jedoch ein Branding, das eigentliche Zeichen eines Sklaven. Aber mich ging das nichts an und auf erste Hilfe wegen Schnappatmung oder Ohnmacht beim Anblick eines nackten Männeroberschenkels war ich nicht erpicht.

Ich war mir jedenfalls ziemlich sicher, die Blaue hätte es nicht geschafft, solange zum anderen Voskufer oder sonst wohin zu schauen. Die Gefährtenschaft scheint ihr wohl nicht sonderlich zu bekommen, denn ich habe das Gefühl, sie ist weiter oberzickig und nimmt sich vielleicht sogar noch wichtiger als vorher… tut so, als wäre mein Herr Luft und kommandiert mich in seinem Beisein wegen eines Getränks herum. Aber ich beklage mich nicht, es gehört zu den Aufgaben einer Sklavin sich nützlich zu machen und nicht nur ihren eigenen Herrn, sondern auch andere Herrschaften zu bedienen. 


Über Freie zu urteilen, steht mir zwar nicht zu, meine Gedanken sind aber frei und solange ich stumm bleibe, bringe ich keine Schande über meinen Herrn. Eine Bemerkung der Sattlergefährtin ließ mich innerlich jedenfalls breit grinsen. Nur knapp schaffte ich es, nicht los zu prusten, als das Weib sich über die von meinem Herrn bestellte Taverneneinrichtung mokierte: "Taverne, natürlich! Wie immer das Wichtigste fürs Mannsvolk!" Die Männer ließen das selbstverständlich von sich abprallen und gingen einfach nicht drauf ein, denn Gor ist nun mal eine vom männlichen Geschlecht dominierte Welt, in der freie Frauen eher wenig bis nichts zu melden haben und fürs Vergnügen haben die Herren ihre Kajirae. ;-)

Mittwoch, 6. September 2017

Die Überraschung

„Arya, ich kenne dich gut und bin mir sicher, du willst wirklich wissen, was das für eine Überraschung ist, die ich heute mit der Sattlerkajira getestet habe. Ich wette, es macht dich halb wahnsinnig, dass du es nicht weißt“, behauptete mein Herr an diesem Abend in der Taverne, an dem Layas Herr mir einen gewissen Unterhaltungswert bescheinigt hatte. Wohlerzogen wie ich nun mal bin, antwortete ich: „Ich denke, ich habe es perfekt im Griff, meine Wissbegierde solange zu zügeln, bis du den Zeitpunkt gekommen siehst, mir etwas zu zeigen, mein Herr, denn darüber habe nicht ich zu entscheiden.“ 

Vielleicht wollte ich mit diesen Worten nicht nur ihn, sondern auch mich selbst überzeugen? Egal, jedenfalls schaffte ich es, dass der Sattler offensichtlich erheitert laut losprustete und ausrief: „Hört… hört… sie weiß es Hauptmann!“ Das Gespräch der beiden Männer wandte sich dann aber erneut meinen Brüsten zu, deren Größe mit der üppigen Oberweite von Laya nicht mithalten kann. Doch mein Herr war sichtlich zufrieden mit dem, was er inzwischen sehr ausgiebig in einer Art und Weise durchknetete, dass ich fast alles um mich herum vergaß.

Der zufriedene Hinweis meines Herrn über die Handvoll Griffigkeit, der er sich gerade widmete, veranlasste den Sattler, ihm Laya anzubieten: „Na ja, wenn du mal mehr in der Hand haben willst, Hauptmann, du weißt, dass du mein Mädchen benutzen darfst.“ „Sattler, es kommt nicht nur darauf an, was man in der Hand hat. Es geht immer um die ganze Sklavin und da bin ich mit Arya sehr zufrieden.“ Natürlich machte mein Kajiraherz bei diesen Worten vor Freude wieder einen kleinen Extrahüpfer. Aber auch Laya lächelte, weil ihr Herr beim Kneten vollere Hände bevorzugt.


Ich vermute übrigens, meinem Herrn ging nicht mehr aus dem Sinn, was ich zu seiner Überraschung sagen würde. Kaum hatte der Sattler sich nämlich auf den Heimweg gemacht, zog es ihn ebenfalls nach Hause. Er machte es allerdings spannend, denn vor der Tavernentür verband er mir die Augen und schloss die Kette an meinem Kragen an, sodass ich blind hinter ihm hinterher tappen musste. Vor seinem Haus angekommen erhielt ich den Befehl mich auszuziehen, was trotz Tuch vor meinen Augen natürlich ohne Probleme klappte, während sich die leisen Schritte meines Herrn hinters Haus entfernten.


Nach seiner Rückkehr packten mich starke Kriegerarme, die mir vorgaben, in welche Richtung ich mich zu bewegen hatte. Als nächstes spürte ich ein Gewicht auf meinen Schultern, meine Hände wurden angehoben, etwas Hartes fixierte sie auf Schulterhöhe und das leise Klirren von Ketten war zu hören… hatte mein Herr mir ein Joch angelegt und mich irgendwo angekettet? Diese Überlegung war noch nicht ganz zu Ende gedacht, als mir auch schon die Augenbinde abgenommen wurde und ich feststellte, dass ich an ein hölzernes Gefährt angekettet war. Oha, das war also die getestete Überraschung?!

Breit grinsend stieg mein Herr auf und ergriff die zum Joch führenden Zügel. „Deine Überraschung ist ein Wagen zum Ausfahren, Arya. Hinten kann man noch eine Sklavin einsperren.“ „Ähmmm… du möchtest, dass ich hiermit deine Sammelkajirae durch die Gegend spazieren fahre, mein Herr?“ erkundigte ich mich vorsichtig, doch er winkte ab, „Nein Arya, man kann hinten auch Gepäck aufladen. Also los jetzt, ich will noch eine Runde fahren!“ Dabei zog er leicht an den Zügeln und ich machte einen ersten vorsichtigen Schritt. Das Joch drückte übrigens unangenehm fies, sodass ich ein leises Keuchen nicht verhindern konnte.

„Wie groß oder klein soll die Runde mit der Überraschung denn sein, mein Herr?“ versuchte ich etwas Zeit zu schinden und das Joch etwas zurecht zu ruckeln. Ich erwartete eigentlich, dass mein Herr mir die Richtung vorgeben würde, doch das tat er leider nicht, sondern brummte nur: „Wenn ich stopp sage, war sie lang genug, Arya.“ Na toll… wie stellte er sich die Ausfahrt denn bitteschön vor, zwischen den zahlreichen, viel zu eng stehenden, großen Bäumen mit weit ausladenden Ästen und den zahlreichen Wasserkanälen? Meine Eifersucht auf die Testkajira dieses Fortbewegungsmittels war wie weggeblasen… sollte sie doch den Wagen mit meinem Herrn ziehen, zumal sie ja eh so eine super Wagenziehkajira ist!

Es kam wie befürchtet… ich verhedderte mich im Dickicht, versuchte den Wagen wieder frei zu bekommen und landete im Wasser, aus dem mein Herr mich allerdings wieder herauszerrte… wie gut, dass ich einigermaßen lange die Luft anhalten kann. „Arya, du musst noch üben! Such dir einen anderen Weg.“ Ok, da Übung bekanntlich den Meister macht, probierte ich es also erneut. Ich mühte mich echt ab eine geeignetere Strecke zu finden, versenkte das zweirädrige Ding aber ein weiteres Mal im nassen Element, aus dem mein Herr und ich zum Glück prustend wieder auftauchten, allerdings pitschenass.


Kleinlaut und arg geknickt über mein fehlendes Können schlug ich vor: „Vielleicht solltest du zukünftig lieber mit Laya ausfahren. Sie kann das ja offensichtlich besser, denn du hast den Wagen mit ihr getestet und für gut befunden, mein Herr. Bitte verzeih mir mein Versagen!“ Kaum ausgesprochen, wurde ich gepackt und geschüttelt, während mein Herr brummte: „Wie kommst du darauf, hab ich so etwas gesagt? Du musst nicht eifersüchtig sein, Arya. Du bist eine sehr schwere Strecke gefahren und bleibst jetzt hier stehen, bis ich ein Seil an den Wagen gebunden habe, damit wir ihn wieder herausziehen können!“

Uff, die Bergung war mühsam, klappte aber tatsächlich und mein Herr sah ein: „Sklaven müssen geführt werden… das hätte ich besser machen sollen!“ Danach gab er die Richtung vor, sodass wir zwar nass, aber heil und vor allem mitsamt Wagen zuhause ankamen. „Ab ins Haus mit dir, Arya. Wir müssen uns abtrocknen!“ Selbstverständlich beeilte ich mich, ihm beim Ausziehen seiner klitschnassen Kleidung zu helfen und ihn mit Handtüchern trocken zu rubbeln. Dabei brummte er grinsend: „Die Überraschung hat dir wohl nicht gefallen… ich dachte eigentlich, du würdest dich mehr freuen, Arya. Aber wir werden ein paar Übungsfahrten machen.“

Meine Erleichterung war unbeschreiblich, denn er war anscheinend nicht wirklich sauer auf mich, und das, obwohl er wirklich keine Bade-Urt ist so wie ich. Später auf seinem großen, weichen Fell zog mein Herr mich vor dem Einschlafen nämlich ganz fest an sich, patschte mir aufs Hinterteil und lachte leise: „Sei froh, dass ich dich aus dem Wasser gezogen habe, Arya. Das Joch hat dir übrigens sehr gut gestanden. Ich mag dich nackt, angebunden, hilflos und anschmiegsam warst du ja schon immer. Das alles gefällt mir gut. Also keine Sorge… du bist mein Mädchen und bleibst es!“ :-)))

Dienstag, 5. September 2017

Ein gewisser Unterhaltungswert

Ich traf meinen Herrn am Hafen im Gespräch mit dem Brauereikrieger. Während ich noch einige Aufgaben zu erledigen hatte, war er nämlich schon zu einem Rundgang aufgebrochen. Die beiden Männer unterhielten sich anscheinend über das Waffentraining, das etwas ins Hintertreffen geraten war. Das Thema wurde bei meinem Eintreffen allerdings beendet. „Arya, ihr Sklaven bekommt demnächst Stöcke, um fette Urts zu erschlagen“, eröffnete mein Herr mir und deutete dabei auf ein besonders dickes Exemplar hinter der Taverne, das keinerlei Anstalten machte, sich zu verdrücken.

Boah, so eine große Monster-Urt hatte ich noch nie gesehen. Sofort kam mir in den Sinn, welch guten Braten das Viech abgeben würde… der Brauer hatte zuvor anscheinend ähnliche Überlegungen angestellt. Auf meine Frage hinsichtlich der Genießbarkeit von Urtfleisch, lehnte mein Herr den Verzehr dieser Spezies jedoch ab: „Arya, ich esse keine Urts, außer es ist Krieg… nur dann schmecken sie.“ Na gut, ich schlug vor, dass Fenris sich das Monster schmecken lassen sollte, denn er kennt selbstverständlich keinen Unterschied zwischen Krieg und Frieden. 


Mein Herr entschied, an seinen Sleen als Vorspeise vor der fetten Urt erst mal das junge Verr zu verfüttern, das Laya wo und wie auch immer eingefangen hatte. Nur logisch also, dass er ihren Herrn darüber Kenntnis setzte, gleich nachdem dieser sich dazu gesellte. Oha, der Sattler fiel aus allen Wolken, denn sein Mädchen hatte ihm weder etwas von dem Verr erzählt, noch über die von meinem Herrn gebotenen 5 Kupfer für das Viech, sodass vorerst alles offen blieb: „Hmmm… 5 Kupfer? Ich muss mir das Tier erst einmal ansehen, Hauptmann. Vielleicht schlachte ich es selbst, sobald genug Fleisch dran ist.“

Laya trug bei ihrem Herrn mit ihren gestammelten, mehr als dürftigen Begründungen über ihren Fang und das angeblich nicht feststellbare Geschlecht des Verrs nicht wirklich zur Verbesserung seiner Laune bei und konnte daher von Glück sagen, dass für die Männer schließlich ein Paga und die Besichtigung der Taverne wichtiger waren. Das Gespräch wandte sich erneut der übergewichtigen Urt zu und mein Herr stellte uns Kajirae für jedes erschlagene Viech eine Süßigkeit in Aussicht… alternativ gäbe es Schläge auf den Allerwertesten.


Zu den Schlägen verkniff ich mir einen Kommentar, fühlte ich mich jedoch verpflichtet darauf hinzuweisen, wie schlecht es für Fenris wäre, wenn ihm das Vergnügen der Jagd auf diese dicken Viecher genommen wird. Zusätzlich gab ich zu bedenken, wie ungesund Süßigkeiten für die Zähne sind und die Sattlerkajira ergänzte, dass sie davon dick wird. Die Lösung war schnell gefunden. Ich bot der recht üppig gebauten Laya an, ihre Süßigkeiten mit zu essen… meine makellosen Zähne konnten das sicherlich vertragen und ich würde vielleicht eine molligere, mehr dem goreanischen Ideal entsprechende Figur bekommen.

Außerdem würde mein Opfer Laya davor bewahren, zu ausladend zu werden oder bei zu viel Zuwachs an Oberweite womöglich sogar vornüber zu fallen. Doch mein Herr hatte noch gar nicht entschieden, wieviel Süßes es geben wird… ob für jede Urt oder erst für 20 dieser Nager eine kleine Süßigkeit, außerdem gefalle ich ihm so wie ich bin. Er wuschelte erst sanft durch meine Haare, knetete dann genüsslich meine Brüste und kündigte schließlich an: „Arya, wenn du zunehmen sollst, steck ich dich mit Schlauch im Mund in einen Käfig zum Mästen.“ Wahhh… darauf kann ich wirklich verzichten.

Letztendlich erschien es mir sinnvoll, nach ausgiebiger Diskussion über unsere Figuren mein Angebot abzuändern: „Laya, am besten ist, du fängst die Urts und ich übernehme dafür deine Süßigkeiten.“ Umgehend stimmte sie zu: „Genau, so machen wir das Arya!“ Unsere Abmachung war perfekt. Selbstverständlich sparte ich nicht mit diversen guten Ratschlägen für eine möglichst effektive Vorgehensweise, bis mein Her plötzlich erwähnte, dass er etwas geliefert bekommen hatte, das er mir noch zeigen wollte: „Laya hat die Überraschung übrigens sehr gefallen. Sie fand die vielen Möglichkeiten richtig toll, Arya.“

Oha… ich war geschockt… mein Herr hatte eine Überraschung für Laya geliefert bekommen? Auch ihr Herr reagierte irritiert: „Laya kennt die Überraschung?“ „Sattler, ich habe nur mit deiner Kajira eine Überraschung für Arya getestet. Hehe, selbst Überraschungen müssen ausprobiert werden, damit ich nicht etwas gekauft habe, das nicht funktioniert!“ Na toll, mein Herr testet meine Überraschungen mit der Kajira eines anderen Herrn und nicht mit mir. Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte, warf Laya vorsorglich erst mal ein paar obergiftige Blicke zu, brachte dann aber heraus: „Wie schön mein Herr, dass du in der Sattlerkajira eine Überraschungstesterin gefunden hast.“

Breit grinsend machte sich nun auch noch der Sattler lustig über mich: „Wie schön, dass deine Kajira Verständnis hat, das ist beruhigend… dein Mädchen soll ja nicht unzufrieden sein, Hauptmann!“ „Ja, meine Sklavin liebt mich halt und wird die Überraschung später noch sehen. Ich glaube, sie ärgert sich, dass Laya etwas weiß und sie nicht… sie ist immer so neugierig.“ Pfft… Neugier steht einer Kajira nicht! Heikel, trotzdem versuchte ich es: „Ich bin nicht neugierig… kein bisschen und das weißt du doch auch, mein Herr!“

Sichtlich gut drauf, wuschelte mein Herr erneut durch meine Haare und lachte leise: „Du bist eifersüchtig, Arya… das ist ein Zeichen von Zuneigung! Nur sollst du nicht lügen, denn sonst zeige ich dir die Überraschung erst später irgendwann.“ Der Sattler klopfte sich grinsend auf den Schenkel: „Der war gut Arya, du hast einen gewissen Unterhaltungswert heute!“ Tja, welch eine riesige Freude für mich, es war mir gelungen zu unterhalten, denn was will eine Kajira mehr als alles andere? Genau… Freie erfreuen! ;-)

Donnerstag, 31. August 2017

Kanusklavin

„Ich bin immer noch satt“, stellte mein Herr fest, denn auf der Feier am Vortag hatte es wirklich reichlich zu essen gegeben, da ich doch nicht ahnen konnte, dass die Blaue nicht erneut ganz Gor einladen würde. Außerdem war der Brauer nicht dabei und mein Herr hatte für ihn mitgegessen… was tut man nicht alles für einen guten Freund und selbstverständlich für seinen Ruf sowieso! Er wiederholte übrigens seine Vermutung, worin in dieser Gefährtenschaft der Vorteil für den Sattler liegen könnte, doch bevor ich Genaueres herausgefunden habe, werde ich hier lieber nichts darüber verlauten lassen. 

„Arya, zieh dir etwas an, wir werden jetzt spazieren gehen.“ Damit waren unsere Spekulationen beendet. Kurz ging es erst noch zum verlassenen Hof, dann aber in den Wald. Satt wie er war, zog mein Herr übrigens nicht seinen Bogen, als ich im dichten Unterholz ein Tarsk entdeckte. Stattdessen gab er ein Brummen der gefährlicheren Sorte von sich und scheuchte das Viech weg: „Wir brauchen heute kein Fleisch!“ Das Tier war tatsächlich schlau genug, eilig das Weite zu suchen und verschwand im Gebüsch. Es landete also nicht auf dem Teller und ich war froh, es nicht nach Hause schleppen zu müssen. 

„Siehst du Arya, Tarsks sind ganz harmlos.“ Diese beruhigenden Worte veranlassten mich, mich weiter umzuschauen, bis ich schließlich eine Hütte entdeckte. Wer auch immer sich dort mal aufgehalten hatte, war offensichtlich schon länger fort, denn die Feuerstelle war kalt. 

Viel interessanter als die Waldhütte fand ich etwas am nahen Voskufer… dort lag nämlich ein Kanu! Meine Freude war logischerweise riesig, denn ich bin eben eine Wasser-Urt und liebe es nicht nur im, sondern auch auf dem Wasser zu sein, kann wirklich ganz gut paddeln und habe dies auch nicht nur in meinem ersten Leben schon oft getan, sondern war früher häufig mit meiner ehemaligen Herrin auf dem Fayheen unterwegs.


„Arya, was machst du da?“ erkundigte sich mein Herr irritiert, als ich das Boot ins Wasser schob, hinein kletterte und vom Ufer abstieß. Ich glaube, meine Begeisterung war sehr ansteckend und er von meinem Können schnell überzeugt… mein Herr ernannte mich nämlich zur Kanusklavin und stieg zu mir ins Boot: „Arya, du wirst mich jetzt paddeln.“ Ein toller Befehl, den ich mir nicht zweimal sagen ließ. Wir entdeckten übrigens noch eine weitere verlassene Hütte und als der Wald lichter wurde und wir schließlich Stimmen hörten, brüllte mein Herr lautstark so richtig hauptmannsmäßig: „Hier kommt der Wasserschutz-Rarius… auf Kontrollfahrt im Dienst! Wehe irgendwer pinkelt ins Wasser!!“

„Hehe… tal Hauptmann”, kam es von oberhalb der steilen Felswand zurück, an der wir entlang paddelten. Der Sattler stand dort oben vor seinem Haus und stellte gerade Überlegungen wegen eines Zauns an, damit niemand aus Versehen die hohe Felskante herunter stürzt, solange sich die städtische Bauschutz- und Absturzkommission die Gefahrstelle noch nicht angesehen hat. Keine Ahnung, warum der Sattler sich nun besorgt erkundigte, ob mein Herr überhaupt schwimmen kann, denn ich hatte im Kanu wirklich alles im Griff und weil mir doch bekannt ist, dass er wie ein Stein schwimmt, hätte ich ihn selbstverständlich gerettet, sollte das Leck größer werden. Es drang nämlich etwas Wasser ins Boot.

Leider bekam mein Herr mit, dass ich mit den Händen ab und an Wasser über Bord schöpfte. „Ahhhh...ich ahnte es, Hauptmann...ihr geht gleich unter!“ Mit diesem Ausruf sorgte der Sattler nicht gerade für Entspannung bei einem gewissen Herrn vor mir im Knau. „Arya, wie kannst du ein Boot mit Leck finden… das ist doch Mist! Wo ist denn das Loch?“ Tja, diese Frage führte dann zum Ende unserer Paddeltour. Nein, um es vorweg zu nehmen… mein Herr fiel nicht über Bord! Aber um ihm zu zeigen, wo das Wasser eindrang, turnte ich in die Mitte des Bootes, wodurch es logischerweise trotz aller Vorsicht ziemlich ins Schwanken kam. 

Das Wackeln war natürlich nicht sonderlich schlimm, denn ich weiß doch, dass man in einem vergleichsweise schmalen Kanu gut aufpassen muss, damit man nicht kentert. Ich schlug vor, meine Kleidung auszuziehen und ins Leck zu stopfen, obwohl das bisschen Wasser im Boot eigentlich noch nicht besorgniserregend war und auch nicht mehr wurde. 

„Wir legen jetzt lieber an“, grummelte mein Herr jedoch und ließ sich davon leider auch nicht mehr abbringen, zumal vom Satter nicht gerade hilfreich zu hören war: „Oho, wir brauchen wohl bald einen neuen Hauptmann!“ 

Wieder festen Boden unter den Füßen, ließ mein Herr sich zu meiner unbeschreiblichen Freude aber darauf ein, dass ich das Kanu noch alleine bis zu seinem Haus paddeln durfte und erhielt außerdem erhielt den Auftrag dafür zu sorgen, dass er die Kanäle das nächste Mal in einem Boot ohne Leck inspizieren kann. ;-)

Mittwoch, 30. August 2017

Kurz und knapp improvisiert

Kaum zu glauben, aber der Sattler entschloss sich zur Gefährtenschaft mit der Schreiberin. Warum, wieso, weshalb? Keine Ahnung. Irgendetwas muss diese Freie haben, die ihre Blicke nicht unter Kontrolle hat und sich spitze Bemerkungen gegenüber sparsam oder gar nicht bekleideten Kajirae eigentlich nie verkneifen kann. Laya tut mir Leid, sollte ihr Herr dieses Weib nicht in ihre Schranken verweisen, denn ich weiß, genau wie mein Herr wünscht auch er seine Mädchen zuhause nackt.

Tagelang beschäftigte ich mich neben meinen sonstigen Aufgaben mit Überlegungen und Vorbereitungen für das Essen, einschließlich einer provisorischen Möblierung der Gasthausterrasse… nach dem Beben waren andere Dinge logischerweise erst mal vorrangiger gewesen. Meine Finger fühlten sich vom Nähen der Sitzkissen zuletzt ganz wund an und Laya ging es vermutlich ähnlich. Vielleicht nachvollziehbar… jedenfalls war ich kurz davor, eine Feder-Allergie zu entwickeln! Obwohl die Ansage meines Herrn anders lautete, habe ich aber selbstverständlich nicht die kompletten Vulos in die Sitzkissen gestopft, sondern nur ihre Federn.


Am Tag der geplanten Vertragsunterzeichnung begrüßte er mich  übrigens entgegen seinen sonstigen Gepflogenheiten mit einem Patscher auf meinen Allerwertesten und der erneuten, eigentlich überflüssigen Frage: „Arya, sind die Vulos in den Kissen?“ „Na klar, mein Herr, allerdings nur ihre Federn“, bestätigte ich eilig und zog mir schnell etwas über, da für die Feier noch einige Vorbereitungen zu treffen waren. Deswegen keimte auch bereits eine leichte Nervosität in mir und wurde mit meinem Eintreffen am Gasthaus nicht wirklich besser. Mist, die beiden Fastgefährten nebst Kajira standen sich dort schon die Beine in den Bauch… ach nee, Laya kniete.

Zum Glück war der provisorische Tisch dann doch recht flott gedeckt und außerdem die Ankündigung meines Herrn eine perfekte Ablenkung: „Tal ihr beiden! Ich habe 17 Seiten Rede und hoffe, das ist euch lang genug?“ „Hauptmann, ich sagte doch „kurz und knapp“… wirf deine 17 Seiten ins Feuer“, forderte der Sattler, da er kein Freund langer Worte ist. Offensichtlich hatte der Herr seiner Zukünftigen auch verwehrt, die Feier gorweit bekannt zu geben, denn nur wegen zwei Unterschriften unter einem Vertrag, der höchstens einen Umlauf Gültigkeit hat, wollte er kein riesiges Bramborium. 


Mit unbekannten Freien, die sich durchfuttern und wie ein Fass ohne Boden saufen, war also nicht zu rechnen, sodass mein Herr wegen der absichtlich klein gehaltenen Feier einlenkte: „Ich kann etwas improvisieren.“ Nach einigem Hin und Her mit der Schreiberin wurde beschlossen, die Vertragsunterzeichnung unter dem großen Baum durchzuführen… mit mir als improvisiertem Tisch, denn warum sollte sich eine gelehrte Schreiberin Gedanken über eine Schreibunterlage machen? Gestärkt von einem ersten leckeren Stück Boskfleisch, baute mein Herr sich dort dekorativ auf und verlangte von mir… ich glaubte mich verhört zu haben… aber er verlangte jetzt tatsächlich seine 31seitige Rede.


Args… wie bitte??? Erschrocken druckste ich herum, denn der schreckliche Gedanke machte sich in mir breit, die Dokumente könnten als Kissenfüllungen hergehalten haben und mir war natürlich klar, wer auch wenn dies nicht passiert war, die Schuld bekommen würde. „WAS, du hast meine Rede nicht… ich muss improvisieren? Das ist schlecht, Arya!“ empörte sich mein Herr, obwohl der doch gerade zuvor erst vom Improvisieren gesprochen hatte, begann aber schließlich doch mit seiner Ansprache. Wie immer ließ ich die Worte weitestgehend an mir vorbeiziehen, weil ich die Gründe für die meisten Gefährtenverträge sowieso nicht verstehe und auch noch nie mitbekommen habe, dass Grund für solch einen Vertrag Liebe war. Ich horchte bei der Begründung des Sattlers in Sachen Kastenwechsel allerdings dann doch auf: "…meine Zukünftige hat mit viel Geld der Stadt ihre Schreiber-Ausbildung absolviert...das kann man nicht wegwerfen, Hauptmann.“


„Das musste jetzt nicht sein!“ kommentierte die Blaue wenig begeistert, während mein Herr erfreut zustimmte: „Ahh, ihr bleibt in euren Kasten… eine gute und sehr einfache Entscheidung!“ Nach der improvisierten Verkürzung auf nun angeblich nur noch drei Seiten Rede besiegelten die beiden mit ihren Zeichen den auf meinem Rücken abgelegten Vertrag über ihre Gefährtenschaft, den der Handwerker übrigens erstaunlich schnell einsteckte, kaum dass die Tinte darauf getrocknet war und tranken dann aus dem von Laya gereichten Kelch einen Schluck Klana, der bei solch einem Anlass als "Wein der Liebe" bezeichnet wird... naja. Auf die nicht zwingend erforderliche Unterschrift meines Herrn als Zeugen wurde übrigens verzichtet.

Puhh, ich war erleichtert, denn das köstliche Essen kam sehr gut an… es war nämlich ein Geschenk meines Herrn für die neuen Gefährten. Ganz besonders gefreut hat mich aber, wie sehr meinem Herrn und dem Sattler meine Tanzeinlage gefiel. Bei der Schreiberin, die sofort begeistert „eine Tanzeinlage?!“ rief, war das leider nicht der Fall, denn ihre leuchtenden Augen verwandelten sich in der nächsten Ihn, in der sie meine nackten Brüste entdeckte, zu missbilligen Schlitzen. Ich hatte mir zwar Tanzseiden angezogen und bunte Bänder um die Handgelenke gebunden, aber ein Oberteil vergessen und dies bei meiner kurzen Probe im Hinterzimmer nicht bemerkt. 

Trotzdem machte die Frau anfangs noch recht gute Miene zu meiner Darbietung. Tja, wie eigentlich immer ging irgendwann jedoch meine rotseidene Veranlagung mehr und mehr mit mir durch. Den wohlwollenden Blicken der Männer auf meinem fast nackten Körper war zwar deutlich zu entnehmen, wie sehr ihnen gefiel, was sie sahen, doch die Schreiberin beschwerte sich schließlich bei ihrem Gefährten über zu viel Haut. Natürlich versuchten mein Herr und der Sattler sie zu beschwichtigen, doch wurden die Blicke dieses Weibs von gewissen Körperstellen besonders magisch angezogen… unerklärlich, aber leider äußerst typisch bei freien Frauen.

Die Krönung war, als ich mich dem begeisterten Sattler noch etwas intensiver widmete und eines meiner Seidenbänder langsam um seinen Hals zog. Dem lächelnden Herrn gefiel das offensichtlich, doch sein Weib giftete wütend: „Nicht auf meiner Feier, Kajira!“ Zusätzlich forderte sie ihren Gefährten auf, mein Tun zu unterbinden. Pfft, dann eben nicht. Ich verkniff mir den Rest und beendete meinen Tanz, denn selbstverständlich wollte ich nicht, dass diese eifersüchtige Frau vor Wut platzte… den Tarskkram hätte bestimmt ich hinterher beseitigen müssen. Selbst schuld, nun wird sie nie erfahren, was ich eigentlich noch vorhatte. ;-)

Dienstag, 29. August 2017

Und nun?

OOC: 
Obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, dass nach über 9 Wochen Pause meine Unlust jetzt wirklich beendet ist, hier weiter über Dinas Erlebnisse auf Gor zu berichten, werde ich trotzdem mal den Versuch einer Fortsetzung starten… erst hinterher ist man eben schlauer.

Sehr sicher bin ich mir allerdings, hier auch weiterhin keine Entschuldigungen für Leserkommentare selbst zu posten und schon gar nicht, wenn die mich nur über Dritte erreichen. Welche anderen Möglichkeiten es gibt, erübrigt sich aufzuzählen.

Vielleicht poste ich nicht mehr so regelmäßig, aber wenn, dann werde ich aus Dinas (IC) Sicht schreiben. Meine Berichte sind auch zukünftig nicht „weichgespült“, um irgendwelche Mimosen zu schonen, die keine Ahnung von Gor haben oder IC und OOC nicht voneinander unterscheiden können, obwohl sie es auf meine OOC-Nachfrage behaupteten.

Also Vorsicht, die Schonzeit ist vorbei! ;-)
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Was geschah in den letzten 9 Hand?

Nachfolgend eine kurze bebilderte Zusammenfassung:

Einer von vielen wunderschönen Abenden mit meinem Herrn am Hafen vor der Taverne...
doch später zuhause beschließt er, mich für 3 Hand auf die Felder zu schicken.
Wie immer war der große blonde Aufseher sehr nett zu mir, die Feldarbeit anstrengend, das Wetter nicht das beste und ich froh, schließlich wieder zuhause abgeliefert zu werden.

Auch wie immer konnte ich es kaum erwarten, auf die Fähre zu kommen, die wie immer drüben am anderen Ufer lag.

Mein Kajiraherz machte beim Anblick meines breit grinsenden Herrn vermutlich einen kleinen Extrahüpfer. Hach, irgendwie hatte ich das für ihn so typische Brummen ein wenig vermisst und sank zu Boden, um zur Begrüßung meine Lippen sehr innig auf seine Sandalen zu drücken.

Auch mein Herr schien sich über meine gesunde Rückkehr zu freuen, denn diesmal erhielt ich keinen Kopfpatscher, sondern wurde übermütig von seinen starken Kriegerarmen hochgehoben, die mich erst an ihn drückten und dann durch die Luft wirbelten.

Leider hatte Merkwürdiges während meiner Abwesenheit begonnen und auch ich konnte es gelegentlich spüren... in der Oberstadt wackelte der Boden.

Dem in der Unterstadt wohnenden Sattler fiel dieses ungewöhnliche Phänomen ebenfalls auf, das sich er und mein Herr sich nicht erklären konnten. Die beiden Männer trafen eine Entscheidung: Um sie zu besänftigen und Jorts Fähre wohlgesonnen zu stimmen, sollte den Priesterkönigen mal wieder ein Opfer gebracht werden . 

Nur wenige Tage später setzte mein Herr den Plan dann auch schon in die Tat um... es ging auf die Jagd. Unser Ausflug in den Wald war anstrengend und nicht ungefährlich, aber zum Glück erfolgreich... mein Herr erlegte nämlich ein Tabuk. Wie immer musste natürlich ich die nicht gerade leichte Beute zurückschleppen, doch war ich voller Hoffnung, dass die Priesterkönige unsere Bemühungen anerkennen würden. Ich konnte natürlich nicht ahnen, was noch auf uns zukam.

Mein Herr opferte diesmal nicht wieder mit Verkostung, Umtrunk und abschließendem Rums eines im Lagerfeuer explodierenden Pagafasses auf der Wiese hinter dem Hof.

Stattdessen legte er das Tabuk mit ein paar feierlichen, ehrfürchtigen Worten auf den Altar und der Bitte, Unheil von seinem Heimstein abzuwenden.

Leider gefiel den Priesterkönigen das Opfer wohl nicht, denn der Boden bebte weiter. Am Schlimmsten war vor allem, das Wackeln wurde von Tag zu Tag stärker… erste Risse bildeten sich in den Wänden der Oberstadthäuser. Da die Katakomben unter der Stadt nicht genug Sicherheit boten, weil die Gefahr verschüttet zu werden, nicht einschätzbar war, gab mein Herr schließlich allen Bewohnern den Befehl zur Flucht auf die Felder, wo hoffentlich niemand von herabstürzendem Gestein getroffen werden konnte.

Es folgten schreckliche Tage in Angst und Bangen, doch irgendwann beruhigte sich der Untergrund. Mein Herr ließ noch einige Zeit verstreichen, bevor er schließlich zusammen mit dem Brauereikrieger in die Stadt zurückkehrte… naja, in das was einmal die Stadt Jorts Fähre gewesen war, die Perle am Vosk. Es gab sie nämlich nicht mehr. Die gesamte Oberstadt war weg. 

Nur in der Unterstadt haben die meisten Häuser das Beben überstanden, allerdings sah es auch dort nicht mehr so aus wie vorher. 

Durch das Beben müssen sich Gesteinsplatten verschoben und angehoben haben. Dazwischen waren tiefe Gräben entstanden, die sich mit dem Wasser des Vosk gefüllt hatten.

Das viele Wasser fand ich ehrlich gesagt nicht schlimm, denn ich habe es nun mal mit Wasser.

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die merkwürdigen Stolpersteine auf dem Marktplatz mit genügend Ausdauer irgendwann platt getreten sein werden und niemand mehr darüber stolpert.

Das einzig Wichtige ist doch eigentlich, dieses schreckliche Beben überlebt zu haben und umziehen wollte mein Herr doch sowieso demnächst in ein anderes Haus. Jetzt ist mein neues Zuhause eben eines mit fantastischem Blick über den Vosk! ;-)