Freitag, 17. Dezember 2010

Noch mal Glück gehabt…

…oder ein grummeliger Schmied.

Der gestrige Tag begann mit schlechter Laune meiner Herrin. Erst konnte sie sich nicht entscheiden, welches ihrer vielen Kleider sie denn nun anziehen wollte. Sie meinte natürlich, dass sie sowieso keine Auswahl hat und eigentlich einkaufen müsste. Davon ist sie zum Glück irgendwann abgekommen. Leider wurde ihre Laune jedoch mit dem gewählten Kleid und einem nachfolgenden kurzen Gespräch über Gefährtenschaften nicht besser.

Als nächstes knöpfte sie sich Kina vor, die bei ihrer Begrüßung einen Fehler gemacht hatte. Ein wenig war es ja auch mein Fehler, da ich Kina diesbezüglich noch nicht unterrichtet hatte. Aber erstens war dazu noch überhaupt keine Gelegenheit gewesen, da ich ja erst wenige Tage von den Feldern zurück bin und zweitens ist Kina eine ausgebildete Sklavin, der dieser Fehler eigentlich nicht hätte passieren dürfen.

Da meine Herrin dann schon dabei war, erkundigte sie sich nach dem Ausbildungsstand von Kina in den Fellen und ich glaubte meinen Ohren nicht, als Kina antwortete, sie sei „ein wenig ausgebildet“ worden. Ich fragte mich fassungslos, was dieses Mädchen denn in den ganzen Jahren in den Fellen der Herren gemacht hatte!? Die Erwiderung meiner Herrin war natürlich, dass „ein wenig ausgebildet“ für ihre Mädchen nicht genug ist und ordnete für Kina vorerst einen Keuschheitsgürtel an. Lina trägt ja sowieso einen… der sollte dann auch gleich getauscht werden. Und mir wollte sie ebenfalls einen verpassen… zum Ausprobieren. Toll… Kina und ich waren begeistert*Augen verdreht*.

Ich sollte das Teil zum Glück nur einen Tag tragen, aber die beiden anderen so lange, bis sie von mir für die Felle ausgebildet und gut genug sind, um als Preis bei einer Verlosung angeboten werden zu können. Leider hat meine Herrin mir bis heute nicht gesagt, was sie unter dieser Ausbildung versteht… und manchmal glaube ich auch, dass sie davon keine Vorstellungen hat. Kann sie ja auch nicht, die olle… ähmm… ach egal… Trockenpflaume. Denn das ist sie ja nun mal, auch wenn sie immer behauptet, sie sei eine ehrbare Freie Frau mit einem „guten“ Ruf, die weiß, was sich geziemt und was nicht! Pöööhhh… die hat davon nun wirklich keine Ahnung! Und ich bin auch nie in den Fellen ausgebildet worden… so ein Quatsch… warum auch!? Das Sklavenfeuer steckt doch in jedem Mädchen und braucht nur von einem HERRN geweckt zu werden… alles andere ergibt sich da ganz von alleine. In einer solchen Situation kommt mir schon mal der Gedanke, ob ich noch erstes Mädchen sein möchte. Aber darüber entscheide ja nicht ich und wenn sie mit mir unzufrieden ist... *bricht ab und seufzt*


Es ging also rüber zum Schmied... wobei die Sache mit den Gürteln dann aber zum Glück eine sehr erfreuliche Wendung nahm. Eigentlich hatte ich gehofft, dass der Herr Schmied vielleicht anderweitig beschäftigt sein würde. Das war zwar auch der Fall, aber zu meinem Bedauern nahm er sich für eine so gute Kundin wie meine Herrin selbstverständlich die Zeit. Kina und mir gefiel dieses Entgegenkommen natürlich überhaupt nicht und ich machte mich ganz klein hinter dem vor der Schmiede stehenden Tisch. Lina war es wohl egal, da sie ja sowieso einen Gürtel trägt. Etwas erleichtert war ich, als meine Herrin meinte, dass Kina zuerst dran sei, damit sie nicht mehr so nackt ist und hoffte innig, dass vielleicht noch was passieren würde, bevor ich das verpasst bekam.

Und so war es!! Kina konnte ihre Begeisterung für das neue „Kleidungsstück“ irgendwie nicht richtig zum Ausdruck bringen, sich einige Widerworte gegenüber meiner Herrin nicht verkneifen und bekam schon wieder einen neuen Namen, nämlich „Mauli“.
Tja und der Herr Schmied musste trotz aller Bemühungen feststellen, dass keiner seiner vorgefertigten Gürtel Mauli passte. Ziemlich zerknirscht gestand er ein, dass es wohl ein Fehler gewesen war, nur Lu als Modell genommen zu haben. Er hatte überhaupt nicht bedacht, dass nicht alle Kajirae den gleichen Körperbau besitzen und vor allem nicht den seiner eigenen, ziemlich groß gewachsenen Sklavin. Grummelnd meinte er, die Dinger erst einmal wohl nur an die Besitzer kräftigerer Mädchen verkaufen zu können und bezeichnete mindestens zwei der Kajirae meiner Herrin als Hungerhaken, die in sein Produkt erst noch hinein gefüttert werden müssten.


Das Vorhaben wurde zu unserer Freude gestern also erst einmal abgeblasen und ich hoffe, trotz meiner etwas weiblicheren Hüften, auch um einen neuen Gürtel herum zu kommen, da mir so ein Ding ja schon mal angepasst worden ist und im Sklavenhaus in der Kiste liegt… leider. :-)

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Sommerwind

Als ich gestern in die Herberge kam, stellte ich zufrieden fest, dass sich Lina und Kina schon nützlich gemacht hatten und alle Herrschaften offensichtlich gut versorgt waren. Zu meinem Erstaunen sah ich jedoch Kina mit einer Tunika bekleidet. Es stellte sich heraus, dass sie diese einfach angezogen hatte, weil ihr so danach war. Weder meine Herrin noch ich hatten ihr dies aber am Vorabend erlaubt und Lina hatte sie auch nicht gefragt. Ohne viel Tamtam befahl ich ihr also, sich zu entkleiden. Zuerst wand sie sich noch ein wenig, aber letztendlich gehorchte sie mir und zog sich zur Freude der anwesenden Herren dann aus.

Selbstverständlich hatte ich bei meinem Befehl bedacht, dass im Raum eine Freie Frau anwesend war. Aber da wir seitlich hinter der Herrin knieten, sah ich in einer nackten Kajira kein Problem für sie. Außerdem war die Herrin eine Heilerin, die also schon von Berufswegen an nackte Sklavinnen gewöhnt sein müsste. Von wegen!! Während ich mir Kinas Striemen anschaute, begann die Heilerin zu meckern... aber nicht mit mir… nein, sie machte ihren Unmut gegenüber dem Regenten und unserem Schmied Luft.

Bei den Antworten der Herren konnte ich mir nur schwer ein zufriedenes Kichern verkneifen, vor allem bei der Verwunderung meines Lieblingsschmieds über die Wahrnehmungsfähigkeit der Heilerin nach hinten. Außerdem mokierte er sich im Gegenzug über ihren Kajirus, ein Seidensklave wie sie stolz erzählte, der mit gespreizten Schenkeln neben ihr kniete und dem Schmied so einen guten Blick auf seine nur knapp bedeckten Wertsachen ermöglichte.

Eigentlich wartete ich ja die ganze Zeit auf einen direkten Befehl der Herrin, denn ich hätte ihr gehorchen müssen, wenn die Herren nichts dazu sagen… nur der kam eben nicht und so blieb Kina nackt. *grinst zufrieden über diesen kleinen Sieg einer Kajira*

So richtig wohl schien sich die Heilerin danach nicht mehr zu fühlen. Vielleicht inspirierte sie aber auch das „wie ein Sommerwind sanfte Lächeln“ ihres Kajirus dazu, sich mit ihrem „ausgebildeten“ Seidensklaven früh auf ihr Herbergszimmer zu verziehen. Irgendwie habe ich ihren Abgang nicht bedauert… aber zu hören war von oben auch nichts… trotz der dünnen Wände und Decken.^^

Komischerweise nutzten die Herren nicht, dass sie alleine, ohne freie Frauen in der Herberge waren. Im Gegenteil… alle dösten und schlafften vor sich hin… dagegen half auch mein Poltern mit dem Geschirr beim Abwaschen nichts. Irgendwie war die Stimmung mit der Ankunft des Schreibers gekippt. Er grinste zwar ununterbrochen zufrieden vor sich hin und ich vermutete, dass dieser Gesichtsausdruck mit der gestrigen Verhandlung zu tun hatte, aber von der hatte ich ja nichts weiter mitbekommen. Und die beiden anderen Herren hatten offensichtlich keine Lust, ihn auf seine gute Laune anzusprechen *zuckt mit den Schultern*.

Kina hatte ich bereits zurück ins Sklavenhaus geschickt, da sie dort noch etwas aufräumen musste und frühes Schlafen bestimmt gut für den Heilungsprozess der Striemen ist, Lu war von ihrem Herrn sowieso schon zum Anwärmen der Felle in die Schmiede geschickt worden und der Regent machte auch Anstalten, sich zurück zu ziehen. Eigentlich hatten Lina und ich auch vor, die Kurve zu kratzen, aber ich musste ja vorher noch fragen, ob die Herren nicht vielleicht doch noch einen Wunsch hatten.

Und was soll ich sagen… sie hatten… und nicht nur den Wunsch nach „sanftem Lächeln wie ein Sommerwind“, sondern nach viel mehr^^. Der Schreiber nahm Lina mit in seine Schreibstube und ich durfte dem Herrn Schmied zeigen, dass ich auf den Feldern nichts von meiner immer in mir schwelenden Sklavenhitze verloren hatte und ihm mit aller Leidenschaft dienen *schaut mit funkelnden Augen zu Georg*.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Begrüßungen

2 Wochen auf den Feldern… 2 Wochen echt harte Knochenarbeit… 2 Wochen stürmischen Winden und furchtbar anstrengendem Wetter ausgesetzt… Ich hatte mich riesig auf das Wiedersehen mit meiner Herrin gefreut, als ich gestern braungebrannt vom Hafen kam, um die Ecke des Sklavenhauses sauste und fast mit ihr zusammen stieß. Sie stand vor ihrer Tür und unterhielt sich gerade mit meinem Lieblingsschmied… eine fremde Kajira neben sich.

Meine leise, freudige Begrüßung schien sie überhaupt nicht zu registrieren und erwiderte nichts, aber muss sie ja auch nicht. Ein Gespräch zwischen Freien ist selbstverständlich immer wichtiger als das Nach-Hause-Kommen einer Sklavin. Ich bin ja nur ihre unbedeutende Kajira, die sie vermutlich gar nicht vermisst hatte. Ersatz kniete ja neben ihr… an MEINEM Platz. Meine überschwängliche Freude wurde jedenfalls abrupt gedämpft und ich kam nicht nur in Kasra an, sondern auch wieder auf dem Boden meines Sklavendaseins.

Gerade, als mir erste Gedanken durch den Kopf gingen, ob ich auf den Feldern dünner geworden war oder sogar unsichtbar, weil meine Herrin immer noch mit keiner Wimper zuckte und sich mit keiner Regung anmerken ließ, ob sie sich über meine Rückkehr denn nun freute, schien sie mich dann aber doch zu bemerken, denn ich bekam plötzlich den Auftrag, alles für die Begrüßung ihrer neuen Kajira vorzubereiten.

Das ließ mich natürlich aufhorchen und die Neue neben ihr neugierig in Augenschein nehmen, bislang hatte ich ja nur Augen für meine Herrin gehabt. Erstaunt stellte ich fest, dass ich das Mädchen aus meiner Zeit in der Tahari bei den Bakah kannte. Was für eine Riesenüberraschung… Gor ist irgendwie doch klein. Sie hat anscheinend eine ganze Weile im Norden irgendwelchen Jarls *verdreht die Augen* gedient und wurde während meines Feldaufenthalts an meine Herrin verkauft. Ich hoffe nur, sie legt irgendwelches Bond-Getue freiwillig schnell ab, sonst muss ich wohl nachhelfen… mir fällt da bestimmt etwas Nettes ein. :-)

Leider überließ meine Herrin die Begrüßung mit der Kurt mir. Ich finde es zwar sehr wichtig, jeder neuen Sklavin mit den traditionellen 10 Schlägen bewusst zu machen, was sie ist und dass sie der Willkür meiner Herrin bedingungslos ausgeliefert ist, aber die Kurt liebe ich dennoch nicht besonders. Nun ja… ich glaube, meine Herrin hatte nichts an meiner Begrüßung auszusetzen… nicht mal, dass ich mir einige ihrer eigenen Begrüßungsworte besonders gut eingeprägt hatte, weil ich die so schön passend fand. Aber eine Bemerkung darüber konnte sie sich natürlich nicht verkneifen^^.

Leider musste sich meine Herrin gestern sehr früh schlafen legen, nämlich gleich nachdem sie ihrer Neuen das Collar umgelegt und sie an ihre Handelskette genommen hatte. Merkwürdigerweise fragte sie MICH, ob sie an die Handels- oder ihre Privatkette soll… SIE ist doch die Herrin! Es wäre mir irgendwie neu, dass sie auf mich hört… oder? *überlegt* Die Entscheidung mit der Handelskette fand ich jedenfalls erst einmal ganz beruhigend… mal sehen, was die Zeit noch bringt bzw. ob Kina es wert ist, an die Privatkette meiner Herrin zu kommen^^. Und dann zeigte meine liebe Herrin doch noch etwas Gefühl mir gegenüber… selbstverständlich nur sehr verhalten! Ich glaube, sie war doch froh, mich wiederzusehen… zumindest etwas *murmelt*.
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OOC: Es ist schöööön wieder „zu Hause in Kasra“ zu sein… ganz besonders habe ich mich über die Begrüßung meines Lieblingswirtes in IM gefreut *strahlt*.

Montag, 6. Dezember 2010

Nikolaus in der Karibik





Es ist supertoll hier... eigentlich würde ich gerne hier weiter faulenzen, baden, segeln, schnorcheln und mir in der Adventszeit die Sonne auf die nackte Haut scheinen lassen... das RL kann soooo schöööööööön sein!!! :-))
Aber leider müssen wir Freitag zurück :-(

Donnerstag, 25. November 2010

Sendepause ;-))

Juhuuu… ich habe Urlaub!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
14 Tage 29°... blauer Himmel... Sonne... vielleicht mal ein kurzer tropischer Schauer... türkisfarbenes, klares, 28° warmes Wasser... weißer Sand... Palmen... baden... schnorcheln..................... :-))
Habe ich noch was vergessen?
Achja... dafür muss ich leider mitten in der Nacht aufstehen, denn der Flieger geht schon kurz nach 7:00 Uhr!

Reise nach Kassau

Gestern reiste eine Delegation aus Kasra unter Führung unseres neuen Regenten nach Kassau. Es ging um Handelsbeziehungen, aber auch um Terminabsprachen wegen unserer geplanten Theatertournee, so dass sich meine Herrin dieser Reise anschloss. Unter Begleitung unserer besten Krieger ging es also in den hohen Norden.
Eigentlich liebe ich ja Reisen, aber gestern bekam ich von meiner Herrin die Order, mich warm anzuziehen, d.h. Schuhe und langer, brauner Umhang. Das gefiel mir natürlich nicht so besonders, denn ich mag eigentlich nicht so viel anhaben… vor allem keine Schuhe. Einzige Ausnahme ist da natürlich der kurze Pelzumhang, den mir meine Herrin vor kurzem erst geschenkt hatte, doch den sollte ich bedauerlicherweise nicht nehmen.
Bis sich der ganze Tross dann endlich vor dem Sklavenhaus versammelt hatte und sich in Richtung Hafen zum Schiff in Bewegung setzte, war ich schließlich mittelprächtig durchgeschwitzt und beneidete Nakisa ein wenig, die noch leicht bekleidet war und sich erst auf dem Schiff umziehen wollte. Aber das würde ich ihr gegenüber ja nie zugeben!^^
Bereits auf dem Schiff, aber noch mehr, als wir schließlich in Kassau ankamen, war ich meiner Herrin dann doch sehr dankbar für die Kleidung und die warmen Schuhe. Auf See ist es ja immer etwas frischer, aber je nördlicher wir kamen, um so kälter wurde es und in Kassau lag sogar Schnee!! Es war so kalt, dass unser Atem als Dampfwolken zu sehen war. Mir war so kalt, dass ich meinen Umhang gar nicht fest genug um mich wickeln konnte. Nur gut, dass meine Füße in den warmen Stiefeln steckten!
Leider stand in Kassau kein Empfangskomitee am Hafen… es war alles irgendwie ausgestorben. Mit vor Kälte klappernden Zähnen fragte ich mich, ob überhaupt über unser Kommen informiert worden war? Keine Ahnung… ist auch egal, unsere Reisegruppe stand jedenfalls erst einmal etwas unschlüssig herum. Leider kam niemand auf die Idee, MICH nach dem Weg zur Herberge zu fragen, denn ich kannte den ja noch aus meiner Zeit bei Kassaus Wirt nach dem Feldzug gegen Lydius... allerdings war es damals nicht so kalt dort gewesen. So dauerte es etwas länger, bis die Herrschaften den Weg gefunden hatten und wir uns endlich aufwärmen konnten.
In der Herberge dann bestätigte sich, dass niemand mit unserer Ankunft gerechnet hatte. Doch es war immerhin ein Herr des hohen Rates anwesend… unser Regent bekam also Gelegenheit seine Anliegen vorzutragen. Dieses Ratsmitglied war auch der Ansprechpartner für Theaterangelegenheiten, so dass ich ihm später noch das Schreiben meiner Herrin mit den Details zur Theateraufführung und möglichen Terminen überreichen konnte. Mal sehen, ob und wann es mit der Aufführung klappt.
Ich glaube unser Schmied war besonders glücklich, dass es in diesem Gasthaus auch Ale gab, muss er sich doch in Kasra inzwischen selbst mit seinem Lieblingsgetränk versorgen. Aber auch sonst waren alle irgendwann mit Lu‘s und meiner Unterstützung mit den gewünschten Getränken versorgt. Bei allem Fleiß waren die beiden Kaussauer Kajirae diesem Gästeansturm nämlich nicht ganz gewachsen. Aber ich kannte sie ja noch vom Feldzug als wirklich liebe Mädchen und nun konnte ich mich mal revanchieren… meine Herrin bekam schnell ihre heiße Milch mit Honig und die Herren ihren Paga.
Nicht ganz klar war mir, ob zwei ziemlich temperamentvolle Rari, die später noch zu uns stießen, auch aus Kasra waren oder ob die nach Kassau gehörten. Zumindest trugen sie die gleichen Tuniken wie unsere Wachen und vervollständigten das nette Bild von „Vulos auf der Stange“, das mir so in den Sinn kam, als ich die Reihe der Rückenschilde an der langen Tafel betrachtete. Leider saß einer aber auf der gegenüberliegenden Seite und unser Herr Hauptmann neben meiner Herrin, sonst wäre es noch eindrucksvoller gewesen^^. Auf jeden Fall waren die beiden unbekannten Krieger sehr höflich, denn als sich meine Herrin zurück ziehen wollte, geleiteten sie sie galant zum Schiff.

Mittwoch, 24. November 2010

Ich habe es wieder…

…das „D“!!!!!!!!!! *strahlt* ich habe es mir verdient… war gar nicht so einfach! ;-)
Die Woche fing also ohne „D“ an… meine Herrin nannte mich „ina“. Leider war sie, wie zu erwarten, sehr konsequent damit und hatte meine Umbenennung auch leider nicht vergessen, während sie die üblichen drei Tage auf ihrem Landsitz weilte, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Zum Glück fand zu Beginn der Woche die turnusmäßige Ratssitzung statt, auf der die Herrschaften natürlich mit anderen Dingen beschäftigt waren, als zu bemerken, dass meine Herrin mir einen anderen Namen gegeben hatte. Da es mir auch gut gelungen ist, mich auf der Sitzung vorbildlich zu benehmen, also nicht aus Versehen mal dazwischen zu plappern, bin ich nicht weiter beachtet worden. Nichtbeachtung kann eben auch mal ganz schön sein. Ich glaube fast, dass niemand meine Namensänderung mitbekommen hat.
Da mir ganz viele Gedanken durch den Kopf gingen wegen dem bevorstehenden Unterricht, plätscherte die Ratssitzung ein wenig an mir vorbei. Ich musste ja auch nicht besonders aufmerksam zuhören, da das Schreiben des Protokolls nach seiner Rückkehr nun wieder in den Händen unseres Schreibers liegt. Trotzdem bekam ich natürlich alles Wichtige mit, nämlich dass Kasra nach Einbürgerung und Heimsteinschwur jetzt einen weiteren Händler hat, der Regentenvertreter nun Regent ist und die Wirtin sich mit ihren peinlichen Worten über Kasras Diplomaten, immerhin ihren Gefährten, ziemlich blamiert hat… oder sollte ich da etwas falsch verstanden haben? Denke ich eigentlich nicht, aber egal, mir steht ja kein Urteil darüber zu.
Die Sitzung dauerte natürlich wieder mal länger als geplant und so rauschte meine Herrin danach gleich ins Sklavenhaus… ich wie immer hinterher. Beim Überqueren des Marktplatzes fiel mir in der Eile jedoch auf, dass auf der Bank immer noch der Herr saß, den ich dort vor der Sitzung bereits bemerkt hatte.

Im Sklavenhaus stellte sich dann bei einem Schluck kühlem Wasser heraus, dass er aus der Tahari angereist war, um von meiner Herrin eine Sklavin zu kaufen. Wobei es sich mir nicht ganz erschlossen hat, wovon er diese bezahlen wollte, denn eine Übernachtung in der Herberge konnte er sich nicht leisten… oder wollte er es nicht? Naja… bei den Wucherpreisen ist das irgendwie zu verstehen, denn darüber haben sich schon viele Freie aufgeregt. Wie meine Herrin nun mit ihm verblieben ist, habe ich dann leider nicht mehr mitbekommen, da mir vor Müdigkeit schon die Augen zufielen und sie mir erlaubte, mich zurückzuziehen.
Der gestrige Tag fing bei mir irgendwie schlecht an… nämlich damit, dass ich nicht ausgeschlafen hatte ((wie fast immer in der Woche^^)). Als nächstes kam dann die Erinnerung an mein verlorenes „D“ wieder in mir hoch… ich war also wirklich nicht in bester Stimmung. Und da ich ja auch nur ein Mensch bin, brauchte ich einen Sündenbock für meine schlechte Laune… also Lina… war die nicht sowieso an meiner Misere schuld? Und nun sollte ich sie auch noch im Tanzen unterrichten… ach nee… durfte! Zum Glück kriegte ich gerade noch rechtzeitig die Kurve, bevor mir ein weiterer Buchstabe oder noch mehr verloren ging. Um meine Herrin friedlich und sanftmütig einzustimmen, bemühte mich zuerst einmal, sie mit einer frisch zubereiteten Milch mit Honig zu erfreuen. Ich glaube, das ist mir tatsächlich auch ein wenig gelungen. Vor allem schien ich die richtigen Worte gefunden zu haben, um ihr meine Demut zu zeigen und wie wichtig es mir ist, sie zu erfreuen. Das kleine Wort „bitte“ wirkte fast wie eine Zauberformel.
Danach kam ich leider trotzdem nicht drum herum, mit dem Unterricht zu beginnen. Ich gebe zu, dass ich mir am Vortag natürlich einige Stichworte überlegt hatte, weil ich Angst hatte, den hohen Ansprüchen meiner Herrin nicht zu genügen. Und mir war bis gestern auch nur klar gewesen, dass ich gerne tanze und meine Tänze sehr gut ankommen, nicht was ich alles übers Tanzen weiß! Jedenfalls habe ich mich ordentlich ins Zeug gelegt… eine stumme Lina sozusagen zugetaktet… hatte nachher einen ganz fusseligen Mund davon. Das Entscheidende aber ist, dass meiner Herrin mein Vortrag offensichtlich gefallen hat, denn sie redete mich danach wieder mit „Dina“ an… ich hatte mir mein „D“ zurückerobert!!!!!!!!!! Und ich bekam noch ein weiteres riesiges Lob von ihr, nämlich dass sie mich so haben will wie ich bin und weiß, warum sie mich als erstes Mädchen an ihrer Privatkette hat!!!!!!!!!!!!!!!
Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich darüber gefreut habe… so etwas Schönes habe ich schon lange nicht mehr von ihr gehört! *strahlt wie ein ganzer Kronleuchter*

Freitag, 19. November 2010

Das verlorene „D“

… oder eine traurige Kajira.

Das Leben einer Sklavin ist schon schwer… vor allem als erstes Mädchen einer Sklavenhändlerin mit hohen Ansprüchen… Ansprüche an die Qualität ihrer Ware und Ansprüche an das erste Mädchen ihrer Kette. Kettenerste einer Sklavenhändlerin heißt Ausbilderin im Haus einer strengen Herrin zu sein. Das ist keine einfache Aufgabe, aber ich versuche ihr ja so gut ich kann nachzukommen. Nur manchmal fällt es mir unendlich schwer, dazu die Lust aufzubringen. Nur geht es hier natürlich nicht nach Lust und Laune einer Sklavin.

Meine Herrin ist ja sehr oft auf Reisen und wenn meine Dienste dann nicht anderweitig benötigt werden, bemühe ich mich auch um die Ausbildung ihrer Handelskette und rede mir den Mund fusselig. Doch was passiert nach der Rückkehr meiner Herrin… da lassen sich diese blöden Weiber von meiner Herrin alles noch einmal erzählen… erwähnen mit keinem Ton, dass ich das Thema schon mit ihnen durchgenommen hatte. Es ist auch frustrierend, Sklavinnen etwas beibringen zu wollen, die eigentlich bereits alles wissen bzw. wissen sollten, weil sie schon lange auf Gor sind, oder noch schlimmer denen, die gar nichts lernen wollen und dann einfach spurlos verschwinden… echt vertane Zeit sowas. Nagut… damit muss ich wohl leben… die Quelle der Prinzessinnen und MöchtegernimMittelpunktSteherinnen wird wohl nie versiegen.

Aber es gibt auch andere, die nicht ganz so hoffnungslos erscheinen. Erstaunlicherweise ist ja sogar eine der Linas wieder aufgetaucht. Da für mich demnächst eine Zeit auf den Feldern ansteht ((2 Wochen Urlaub ;-)), sprach meine Herrin gestern darüber, dass sie vorher noch wünscht Linas Tanzausbildung zu beginnen. Nun gut… die Entscheidung über den richtigen Zeitpunkt steht mir nicht zu und ihr Grundlagen zum Tanzen beizubringen ist eigentlich kein auch Problem für mich, nur war gestern irgendwie nicht so mein Tag… erst war ich fast unsichtbar… dann habe ich zu wenig gesagt und schließlich mich falsch ausgedrückt… dabei war ich eigentlich nur furchtbar erkältet! Aber der Reihe nach…

Der Abend fing gut an, denn ich hatte mich richtig gefreut, meine Herrin nach ihrer Reise wiederzusehen… den einzigen Tag in dieser Hand übrigens, da sie ja ab heute schon wieder auf ihrem Landsitz weilt ;-((. Beim Zubereiten ihrer Milch summte ich noch gut gelaunt leise vor mich hin… passte auf, dass nichts überkochte und verkniff mir sogar das Naschen am Honig, was sie aber bestimmt nicht bemerkt hätte, denn sie war ja mit Lina beschäftigt. Die hatte ihr irgendeinen Zettel gegeben… was das für einer war, wusste ich nicht und hatte ihn auch nie gesehen. Aber warum auch… muss jedenfalls eine wichtige Sache gewesen sein, die mich nichts weiter anzugehen hatte… irgendwas mit „Gefühle einer Kajira… Männern gefallen… unerfüllte Sehnsucht“… da kann ich natürlich nicht mitreden *seufzt*.

Der Zettel war meiner Herrin sogar so wichtig, dass ihr die Milch vollkommen egal war und sie mich nicht weiter beachtete und nur knapp anwies, diese einfach auf den Tisch zu stellen. Auch gut dachte ich mir, dann eben heute ohne einen Wunsch beim Überreichen des Getränkes und stellte das Gefäß einfach schweigend ab. Da eine Kajira mit Nichtbeachtung leben muss, hüllte ich mich ein wenig trübsinnig anschließend einfach in Schweigen.

Zum Glück füllte sich die Herberge mit Gästen, so dass ich von meinen Gefühlen abgelenkt wurde. Da wie fast immer mal wieder keine Herbergskajira da war, bediente ich unseren Herrn Regentenvertreter… leider gezwungenermaßen mit allem Anstand… meine strenge Herrin saß ja am Tisch und ich muss doch aufpassen, sie mit meinem nur schwer zu zügelndem Sklavenfeuer nicht wieder zu verärgern… will ja nicht schon wieder bestraft werden*seufzt mitleiderregend*.

Danach kamen noch zwei Fremde an, von denen ich den Herrn aber bereits aus meiner leider nur sehr kurzen Zeit beim Wirt in Kassau kannte. Er schien sich jedoch nicht mehr an mich zu erinnern… oder sich wegen seiner Begleiterin nicht mehr erinnern zu wollen. Dabei hätte ich doch in ihrer Gegenwart nicht ausgeplaudert, dass er sich damals an meinen weiblichen Reizen und Verführungskünsten durchaus nicht desinteressiert gezeigt hatte. Ich bin nur gespannt, ob ich heute herausbekomme, wie er die Nachwirkungen von Kasras Fischsuppe überstanden hat… die meisten Herrschaften bekommen ja Probleme nach dem Genuss dieser gorweit bekannten Spezialität. Komisch, dass der Wirtin noch nie aufgefallen ist, wie geschäftsschädigend ihre Suppe ist… ich habe sie noch niemandem ein zweites Mal serviert *grinst*.

Irgendwann kam noch unser Herr Schmied dazu. Da Lina mal wieder in geistige Abwesenheit getreten war und nicht mitbekam, dass sie ihn bedienen sollte, nahm ich mich seiner schnell an…wobei ich das bei ihm ja immer sehr gerne tue… vor allem, weil ich ja auch noch Schulden bei ihm abarbeiten muss. Ob mein Dienst in der Herberge dabei auch zählt? Na, gestern bestimmt nicht, denn er war ziemlich schlechter Laune und nahm mich gar nicht richtig wahr. Ich fand jedenfalls, es geschah Lina ganz recht, dass sie seine Bedienung verpasst hat… wo sie ihn doch so anhimmelt. Sie war nämlich die Ursache für seine schlechte Laune.

Worum es dabei ging ist eigentlich unwichtig, nur dass sie anscheinend nicht ganz ausgelastet war, auf blöde Gedanken gekommen ist und hinterher dann auch noch so tat, als ob sie von nichts wüsste. Da meine Herrin sich dann später im Sklavenhaus mit Lina unterhielt wegen der Sache bei dem Schmied, die sie aber offensichtlich nicht schlimm fand, setzte ich mein Schweigen fort… hatte davon ja nichts weiter mitbekommen. Lina erzählt mir sowieso nicht, was sie erlebt hat oder ob sie etwas angestellt hat… bin ja auch nur ihre Erste, die schlimmstenfalls für ihren Mist gerade stehen muss *grummelt*.

Schlimm war erst die zerrissene Tunika, die Lina dann auch noch vorführte. Da nahm meine Herrin mich endlich wieder wahr… allerdings indem sie ihr Missfallen über mein Schweigen ausdrückte. Sie hatte mich doch bislang weder in das Gespräch mit einbezogen noch mir Fragen zu der Sache gestellt… nun missfiel ihr plötzlich, dass ich nicht ungefragt dazwischen redete!

Außerdem meinte sie mich an meine Aufgaben als ihre Erste erinnern zu müssen… kam erneut auf die Tanzausbildung von Lina zu sprechen und formulierte ihre Erwartungen an mich. Tja…dabei ist es mir leider nicht ganz gelungen, meine unendliche Begeisterung zum Ausdruck zu bringen… habe lediglich gesagt, dass ich unterrichten MUSS, wenn meine Herrin es wünscht. Das war ein Fehler! Und was für einer!! Ich hätte erwidern müssen, dass ich unterrichten MÖCHTE, weil ich am liebsten das tue, was meine Herrin möchte!!! Achja… und ich hätte noch vor Begeisterung lächeln müssen!!!!!

Die Strafe meiner Herrin folgte prompt… und zwar eine richtig furchtbare! Ich habe mein „D“ verloren und werde von ihr bis zur nächsten Hand „ina“ genannt… und ob ich es dann wieder bekomme wird sich auch noch zeigen… ich muss es mir erst wieder verdienen!... oder heißt es ich DARF es mir wieder verdienen??? Hoffentlich verliere ich nicht auch noch den Rest, denn eine Sklavin besitzt nichts… nicht einmal ihren Namen.

Menno…so schlecht bin ich noch nie eingeschlafen. Das ist eine wirklich schreckliche Strafe… schockiert wie ich war, habe ich mich mit dem Rücken zu meiner Herrin an ihrem Fußende hin gelegt, damit sie mein Gesicht nicht mehr sehen konnte… hoffentlich war das nicht ein weiterer Fehler!!!!!!!!!

Dienstag, 16. November 2010

Goreanische Männer

Obwohl meine Herrin zurzeit ja leider auf Reisen ist, fing der gestrige Tag irgendwie nett an. Ich erwachte richtig gut ausgeschlafen und schälte mich genüsslich räkelnd unter dem Geschenk meiner lieben Herrin hervor, dem tollen Pelzumhang, der mich die Nacht über an ihrem Fußende so schön gewärmt hatte. Mollig darin eingewickelt, hatte ich so tief und fest geschlafen, dass ich ihren Aufbruch gar nicht mitbekommen hatte, aber wir hatten uns ja am Vorabend schon voneinander verabschiedet.

Nach kurzer Überlegung verzichtete ich schließlich schweren Herzens darauf, mir den Pelzumhang wieder umzulegen, denn er ist ja doch ziemlich warm… zog also nur eine schlichte Tunika an. Ohne es zu diesem Zeitpunkt besser zu wissen, war diese Entscheidung genau richtig, denn mir sollte später noch ordentlich heiß werden. Aber dazu weiter unten… ich machte mich also auf, um Lina zu suchen. Als ich auf den Marktplatz hinaus trat, sah ich über den Platz verteilt verschiedene Freie in kleinen Gruppen stehen und entdeckte auch Lina, die gerade in der Herberge verschwand. Eilig sauste ich hinter ihr her, um zu sehen, was so anlag.

Sie sollte 2 Getränke nach draußen bringen. Bei der Zubereitung plauschten wir noch ein wenig über das Bedienen von Herren, brachen unser Gespräch aber dann ab, um keinen Ärger zu bekommen und machten uns schnell auf, um den Herren das Gewünschte zu servieren… Lina dem Herrn Schmied seinen Paga, den er mangels Ale nun immer notgedrungen trinken muss und ich dem Herrn Regentenvertreter seinen Sul-Paga, den es neuerdings im Feuerkrig ja nun auch gibt. Eigentlich wollte ich mich danach meinen Lieblingsschmied fragen, wie und wann ich denn nun die Schuld bei ihm abarbeiten darf, die seit dem Messerkauf meiner Herrin immer noch über mir schwebt. Doch dazu hatte ich vorerst keine Gelegenheit, denn es kam erst einmal anders.

Kaum hatte der Herr Regentenvertreter bekundet, meine Dienste vorerst nicht mehr zu benötigen, wurde ich stürmisch von unserem neuen Händler empor gerissen und auf den Brunnenrand gesetzt. Ich muss zugeben, das kam so überraschend, dass ich erst einmal erstaunt quietschte und in leichter Panik vor dem tiefen Brunnenschacht hinter mir mich an ihn klammerte… mich dann aber schnell wieder beruhigte, als er begann mein Sklavenfeuer zu entfachen. Ich wunderte mich ein wenig, dass er sich von der Anwesenheit einer fremden freien Frau nicht davon ab halten ließ, ausgiebig meine weiblichen Formen zu erkunden, obwohl er sie bereits ja sehr gut kennt. Zum Glück war die Herrin anscheinend mit ihrer Bestellung von 2 Geschenk-Fässern Fischsuppe (kaum zu glauben!) so abgelenkt, dass sie gar keine Zeit hatte, sich über das Treiben am Brunnen zu mokieren.^^

Schnell stellte sich heraus, dass der Herr Händler meine Dienste wirklich dringend benötigte… für eine „Spezial-Behandlung“, die keinen Aufschub mehr zuließ. Er warf mich kurzerhand über seine muskulöse Schulter und trug mich eilig ins Heilerhaus. Oh ja… die Behandlung war wirklich dringend! Allerdings musste ich ihm versprechen, über Einzelheiten Stillschweigen zu bewahren… halte also jetzt lieber meine Klappe:-).

Nachdem ich das Heilerzimmer und mich wieder soweit hergerichtet hatte, unternahm ich einen erneuten Versuch, vom Schmied zu erfahren, wie und wann ich die Schuld denn nun abarbeiten darf. Ich versuchte es natürlich erst mal wieder mit dem Angebot, seine Schmiede zu fegen oder Wäsche für ihn zu waschen… worauf er sich jedoch wieder nicht einließ… das wären alles Arbeiten, die seine Kajira bereits für ihn erledigt habe… mich wollte er für „gefühlvollere Arbeiten“… da begann es schon wieder in mir zu kribbeln! ;-)

Tja… was soll ich sagen… er bekam bei Kerzenschein und flackernder Feuerschale (in der fensterlosen Privatkammer der Schmiede ist es bei geschlossenem Tor nämlich stockfinster!) eine ganze Menge Gefühl von mir. Ich glaube, das Anzünden der Feuer in seiner Kammer hätte ich mir sparen können… das von ihm in mir entfachte Sklavenfeuer hätte vermutlich auch den Raum erleuchtet.

Die Zeit verlief wie im Flug. Ermattet fragte ich ihn zu später Ahn dann leise, wie viel ich denn von meiner Schuld nun abgearbeitet hatte. Einerseits wollte ich ja gerne hören, dass er zufrieden oder besser noch, sehr zufrieden mit mir war, andererseits hoffte ich aber, noch nicht allzu viel Schuld getilgt zu haben, denn mir hatte diese Form der „Bezahlung“ sehr gefallen! So war ich hin und her gerissen zwischen Freude und Enttäuschung, als er meinte, dass jetzt nur noch 3 Kupfer abzuarbeiten sind.

Ich glaube die Enttäuschung überwog doch etwas und war mir vielleicht auch anzusehen. Allerdings währte sie nicht lange, denn geschäftstüchtig wie er ja nun mal ist, kam er auf die pfiffige Idee, dass es doch nur ein Kupfer gewesen sei, weil er nach so vielen, seit dem Donnermarkt vergangenen Tagen, inzwischen natürlich Anspruch auf Zinsen hat… nun muss ich bei ihm also immer noch 4 Kupfer „mit Gefühl abarbeiten“.
Anscheinend war er sogar so zufrieden mit mir, dass er mich nicht mehr in die kühle Nacht hinaus nach Hause schickte und ich bei ihm übernachten durfte… oder wittert er da ein weiteres Geschäft und berechnet demnächst Übernachtungsgebühren? ;-))

Freitag, 12. November 2010

Eine Reise mit Folgen

…in die Oase der 4 Palmen zur Kunstausstellung.

Nachdem die Reise in der letzten Hand wegen anderer Termine abgesagt werden musste, versammelte sich gestern doch eine ganz ansehnliche kleine Gruppe von Kunstinteressierten, die allerdings bereits am Hafen schon wieder zusammenschrumpfte, weil die Kajira meines Lieblingsschmieds irgendwas mit ihrem Fuß hatte und deswegen anscheinend zuhause bleiben musste.

Ich durfte meine beste rote Tunika tragen. Rot liebe ich sowieso, aber diese Tunika hat einen besonders tiefen Ausschnitt (bringt dadurch meinen kleinen Busen gut zur Geltung^^) und sozusagen als Ausgleich hängt das Tuch vorne und hinten bis fast auf den Boden herab. Nur mit einem einfachen Schal um die Hüften zusammen gehalten, fand ich mich damit für so einen kulturellen Anlass also sehr gut gekleidet... irgendwie elegant, aber doch eigentlich fast nichts an. ;-)

Meine Herrin hatte sich mit einem ihrer neuen Kleider auch wieder richtig fein gemacht und natürlich einen Pelzumhang um die Schultern gelegt. Sie hat immer Angst zu frieren… vor allem, wenn es übers Wasser geht oder mit dem Tarn hoch in die Luft. Ich frage mich jedes Mal, wie sie es so warm gekleidet aushalten kann. Aber das ist wohl alles eine Gewohnheitssache.

Die Reise zur Oase wurde von unserem Regentenvertreter und einer weiteren Wache, leider keiner meiner beiden Lieblingskrieger, sicher zur Oase geleitet und verlief ohne weitere Zwischenfälle. Es fiel weder jemand ins Wasser… auch nicht meine liebe Herrin… noch musste irgendwo Wegezoll gezahlt werden. Unsere achtköpfige Reisegruppe kam also trocken und heil am Ziel an. Wobei Nakisa die ganze Zeit nicht locker ließ und versuchte, mich zu den Gerüchten über die Gefährtenschaft meiner Herrin mit dem Richter auszuhorchen. Sie war in ihrer Neugier kurz vorm Platzen glaube ich. Aber da kann ich ja sowas von stur sein *grinst fies*… denn ich tratsche ja niemals nicht!

Kaum hatte ich mir die ersten Bilder der Ausstellung angeschaut, die mich ehrlich gesagt alle nicht wirklich vom Hocker rissen, entdeckte meine Herrin in ihrem Pelzumhang ein Loch und rief mich missmutig zu sich. Ich fühlte mich jedoch vollkommen unschuldig daran, hatte diesen Umhang doch vor kurzem noch gereinigt und das schöne Fell gebürstet. Dabei war mir nichts aufgefallen. Bei genauerem Hinschauen entdeckte sie dann zu meiner Entlastung zum Glück einige grüne Spuren um das Loch herum. Meine Unschuld war damit also bestätigt… der Schaden muss auf dem Weg in die Oase passiert sein. Ist ja auch eigentlich kein Wunder, so wie der Weg zugewuchert war.

Sie machte einen ziemlichen Aufstand um dieses Loch und dass sie so natürlich nicht herumlaufen könnte… riss sich erbost den Umhang von den Schultern. Leider hatte ich weder Nadel noch Faden zum Reparieren dabei und so machte ich mich schließlich seufzend auf, einen Schneider zu suchen um Nähutensilien zu kaufen. Ich glaube auf zukünftigen Reisen werde ich immer ein Notfallset für alle Fälle in einem kleinen Beutel dabei haben… denn außer einer Freien Frau, die mir nicht helfen konnte, habe ich weder einen Schneider noch sonst jemanden in dieser ausgestorbenen Geisteroase angetroffen, obwohl ich durch alle Gassen marschiert bin. Was tut eine pflichtbewusste Kalira nicht alles für ihre Herrin… und das bei einer solchen Hitze… sie hätte den Umhang auch ohne Loch schon längst nicht mehr getragen!

Nach einer kleinen Rast und kurzem Bad in einem angenehm kühlen See, trödelte ich letztendlich unverrichteter Dinge zurück zu meiner Herrin und der Ausstellung. Vom Trödeln und Baden habe ich natürlich nichts erzählt… sie hat ja nicht gefragt, warum ich so lange weg war… musste ihr aber kleinlaut beichten, dass das Loch mangels Nähzeug vorerst in dem Umhang bleiben muss, dass es ja auch fast nicht auffällt, es sowieso eigentlich viel zu warm ist Ich reichte ihn ihr zurück.

Puhh… ich konnte gerade noch rechtzeitig reagieren… so schnell kam das gelöcherte Teil zurück geflogen. Sie will ihn nicht mit Loch… hat ihn mir GESCHENKT! Nun bin ICH „Besitzerin“ eines Pelzumhangs! Was soll ich sagen… ich glaube ich bin ein ganzes Stück vor Stolz gewachsen… so ein tolles Geschenk von meiner Herrin… ich bin doch nur eine Sklavin!!! Sie hat mir bislang erst ein einziges Mal etwas geschenkt… eine Flasche mit toll duftendem Sklavenparfum, mit dem ich sehr sparsam umgehe und über das ich mich immer noch riesig freue. Eine Kajira besitzt ja nichts… sie ist Besitz… und die Tuniken und die Seiden, die ich manchmal tragen darf, gehören mir ja auch nicht, sondern ihr. Entweder sie stammen noch von meinen früheren Herren oder ich habe sie aus Tüchern genäht, die ich aus dem Fayheen gefischt habe… es schwemmt da ja immer mal wieder das eine oder andere an ;-).

Jedenfalls habe ich mein Geschenk natürlich gleich angezogen… Hitze hin oder her und bin damit auch schlafen gegangen... mal sehen, wie ich das in Zukunft mache. Ich muss ehrlicherweise ja doch eingestehen, dass es sehr warm mit dem Pelzumhang ist... ob ich wohl besser die Tunika darunter ausziehen sollte???

Handwerksmesse

Schon am Vorabend konnte ich trotz der geschlossenen Türen in der Herberge hören, dass draußen auf dem Markt der Aufbau der Messe begonnen hatte. Aber da ich ja von dem Werben des Richters um meine Herrin ziemlich abgelenkt wurde, hatte ich auf die Geräusche nicht weiter geachtet. Umso erstaunter war ich, dass ich in der Nacht auf dem Weg nach Hause ins Sklavenhaus im Slalom laufen musste, weil etliche Ausstellungsgegenstände meinen üblichen Weg versperrten. Leider war es jedoch zu spät und vor allem viel zu Dunkel, um meine Neugier noch befriedigen zu können.

Dies haben meine Herrin und ich gestern dann gleich nach dem Aufstehen nachgeholt. Ich muss sagen, das Warenangebot war wirklich groß. Es gab Kisten, Säcke, Sackkarren, kleine und große Wagen mit und ohne Bosk, Verkaufswagen mit leckeren Fleischereiprodukten, eine Sänfte und und und… das Angebot war wirklich vielfältig… sah aber irgendwie eher nach einer Transportmittel-Messe aus. Nagut, da hatte ich wohl nicht ganz mitbekommen, was die Herrschaften über das Messethema ausgemacht hatten… war mir aber eigentlich auch egal.

Meine Herrin litt anscheinend noch unter leichten Nachwirkungen der Annäherungsversuche des Richters und der Enttäuschung durch ihren Lieblingsnachbarn vom vorherigen Tag… hatte irgendwie schlechte Laune. Erst mokierte sie sich über meine tief ausgeschnittene Tunika, danach bin ich nur knapp drum herum gekommen, einen stinkenden Güllewagen von innen schruppen zu müssen, den meine Herrin für einen Tankwagen mit verdorbener Milch hielt. Wegen des Geruchs meinte sie, dass die stinkende Milch für eine Tankreinigung dringend abgelassen werden müsste. Gut… ich gebe zu, ich hatte auch mal wieder meine besserwisserische Tour… aber ich wusste eben auch einfach besser, was das für ein Wagen war. Gülle stinkt nun mal anders, als vergammelte Milch ;-)

Wenige Ihn später trafen wir auf den Hauptmann, den Schmied und den Herrn Richter, allerdings einen ziemlich erbosten. Er zog nämlich gerade unseren Herrn Hauptmann wegen einer Festnahme beiseite, wobei ich dann ärgerlicherweise nicht mehr verstehen konnte, worum im Einzelnen ging. Die Angelegenheit schien sich jedoch im Sinne des Richters entwickelt zu haben, denn er kam mit wesentlich freundlicherer Miene wieder zurück und begann sofort meiner Herrin, seinem Goldblümchen^^, wieder den Hof zu machen. Galant bot er sich an, sie herum zu führen, brummelte aber gleich, dass sie wohl einen Sleen gefrühstückt hat, als er ihre schlechte Laune bemerkte. Alle seine Bestechungsversuche mit Milch oder einem Räucherfisch zur Verbesserung ihrer Stimmung waren vergebens. Sie wollte sich auch nichts Schönes schenken lassen… gab sich weiter unnahbar.

Schließlich gesellten wir uns zu dem Regentenvertreter und dem Herrn Aussteller, der gerade ein Rad repariert hatte, das ihm auf der Anreise nach Kasra gebrochen war. Meine Herrin unternahm den Versuch, sich mit dem Aussteller zu unterhalten, hatte jedoch nicht die geringste Chance, weil dieser gleich bei der Begrüßung den komischen Dialekt unseres Richters hörte und plötzlich ebenso merkwürdig sprach. Vor lauter Begeisterung darüber ließ der Richter nun meine Herrin ziemlich links liegen und beachtete sie kaum mehr, vor allem, als die beiden Herren vom Aussteller zu Blutwurst und einer Runde Schnaps eingeladen wurden.

Das hochprozentige Zeugs schien den Herrschaften offensichtlich gut zu schmecken und so ließ sich der Herr Aussteller nicht lumpen und gab gleich noch eine weitere Runde aus… auf einem Bein kann man ja auch nicht so gut stehen!^^ Die Wirkung des Alkohols ließ nicht lange auf sich warten… der erste Trinkspruch ging noch auf Kasra… der zweite auf meine Herrin… der dritte dann aber auf die Leiber der heißesten Weiber (oder so ähnlich), so dass sich meine Herrin brüskiert in die Herberge verzog, um dort eine Milch zu trinken.

Es war gerade so viel Zeit verstrichen, wie ich für die Milchzubereitung und das Servieren des Getränkes brauchte, als der Herr Richter sich mit einer ziemlichen Alkoholfahne wieder zu meiner Herrin gesellte… aber nicht, um sich bei ihr zu entschuldigen, dass er sie (wegen der Schnäpse) nicht mehr beachtet hatte… angeblich musste er irgendwelche wichtigen Geschäfte anbahnen. Er versuchte natürlich mit großem Gesäusel bei ihr wieder Schönwetter zu machen. Diesmal ging es ihm jedoch nicht um die Gefährtenschaft, sondern darum, eine ihrer Kajirae auszuleihen, was ihm mit seinem Süßholzgeraspel tatsächlich auch gelungen ist! Da Lina noch am Servieren war und meine Herrin meine Dienste nicht weiter benötigte, fiel die Wahl auf mich. Ich glaube, meine Herrin war ganz froh ihn so schnell wieder los zu werden, denn ihre Stimme klang nach tiefster Eiszeit. Da änderte seine einschmeichelnde Bezeichnung „Schneckchen“ auch nichts dran^^.

Heißblütig, wie ich nun mal bin, war ich natürlich nicht abgeneigt, einem Herrn dienen zu dürfen, auch wenn ich wegen seiner lüsternen Blicke auf meinem Körper nur ahnen konnte, was er vielleicht mit mir vorhatte. Neugierig folgte ich ihm also auf den Marktplatz, wo er mich jedoch losschickte, um den Aussteller zu holen, der gerade im Verkaufsgespräch mit einem Interessenten über eine Sänfte war. Mir wurde langsam klar, es ging also darum, dass die Männer den Tag mit noch mehr kostenlosem Schnaps begießen wollten. Der Herr Aussteller ließ sich auch nicht lange bitten und schenkte dem Richter, dem Regentenvertreter und sich selbst natürlich auch, großzügig eine weitere Runde aus, beachtete die inzwischen eingetroffenen möglichen Kunden gar nicht weiter.

Ordentlich angeheizt von dem vielen kostenlosen Alkohol ging es bei den 3 Herren dann mit viel Gejohle ganz schön hoch her… aber meine Dienste waren dann doch noch gefragt… um ihre anderen Gelüste zu befriedigen *errötet leicht*. Ich glaube, sie plädierten alle dafür, dass in Kasra zukünftig regelmäßig Messen stattfinden sollen und wünschten sich als nächstes eine Spirituosen-Messe mit Verkostung… selbstverständlich nur in Kombination mit so einer heißen Bedienung wie mich^^.

Nachdem ich mich spät in der Nacht dann irgendwann leise am Fußende meiner schlafenden Herrin hingelegt hatte, kam mir vor dem Einschlafen noch der Gedanke. War diese Messe überhaupt ein Erfolg für den Aussteller geworden? Denn er hatte sich bei der Sauferei doch um seine ganze Kundschaft gar nicht mehr kümmern können! Der Regentenvertreter vermutete ja eine Taktik hinter dem Trinkgelage und sinnierte mit seinem angesoffenem Kopf darüber, dass er nach dem Bechern plötzlich im Besitz von 5 Wagen sein könnte und das, wo er nicht einmal eine Garage besitzt. Vielleicht war diese Befürchtung aber auch falsch und der Aussteller nach der Sauferei gar nicht mehr in der Lage, weitere Verkaufsgespräche zu führen. Zum Glück war das nicht mein Problem und müde wie ich war, schlief ich ganz schnell ein.

Mittwoch, 10. November 2010

Er lässt nicht locker…

…meiner lieben Herrin den Hof zu machen… der Herr Richter. Seit seinem letzten Werben um ihre Hand ist bestimmt schon ein halbes Jahr vergangen, als sie ihm sehr freundlich, aber auch ziemlich deutlich klar gemacht hat, dass eine Gefährtenschaft mit ihm für sie nicht in Frage kommt. Anscheinend war sie nicht deutlich genug!

Gestern hat er es wohl nicht mehr ausgehalten und einen neuen Versuch gestartet. Er ließ sich in der Herberge direkt neben ihr in die Kissen plumpsen und schien sie förmlich mit Blicken auszuziehen, während er versuchte ihr mit Worten Honig um den nicht vorhandenen Bart zu schmieren: „Liebste… schöne Lady… wie kann ich dein Herz gewinnen… ich muss immer an dich denken…“ und noch andere Liebenswürdigkeiten. Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob er mit seiner Wilma auch so rumsäuselt oder gesäuselt hat?

Meine Herrin versuchte ihn wie bei seinem letzten Versuch erneut mit „ Schwierigkeiten mit der blauen Kaste… Herzschmerz… Sehnsucht… Schmach…“ abzuweisen. Dabei war eigentlich klar, dass er sofort beteuern würde, ihre Trübsal weg zu machen. Sie hatte mit Seufzern und traurigen Blicken so dick aufgetragen, dass ich den Eindruck bekam, gleich nimmt er sie sogar noch tröstend in den Arm und war vorsorglich schon etwas zurück gerutscht, um dem Verliebten nicht im Wege zu knien. Doch sie schien dies ebenfalls geahnt oder vielmehr befürchtet zu haben und hatte bereits abwehrend eine Hand gehoben… so wurde seine körperliche Annäherung in letzter Ehn nur knapp verhindert.


Er ist so sehr für meine Herrin entflammt, dass er sich sogar mit einem Krieger um sie duellieren würde. Wobei ich bei diesem Duell nicht so genau weiß, welchem der beiden Herren ich mehr Glück wünschen sollte, da der Krieger auch nicht so ganz ohne ist *schüttelt sich bei der Erinnerung an die Vorlieben des Kriegers und seine Ansprüche an die Zähne einer Kajira*.

Nach einer ganzen Weile mit etlichen weiteren Überzeugungsversuchen gab der Herr Richter dann schließlich auf und schlurfte missmutig aus der Herberge… allerdings wohl nur vorerst, da er überzeugt ist, dass meine Herrin hofiert werden möchte und die Liebe zu ihm bestimmt mit der Zeit noch erwacht. Sein Selbstbewusstsein scheint keine Grenzen zu kennen.

Tja… und danach kam’s dann… das Angebot unseres Schmieds! Er konnte das offensichtliche Leiden meiner Herrin wohl nicht mehr mit ansehen und schlug ihr vor, eine Scheingefährtenschaft einzugehen, um vor dem Richter Ruhe zu haben. Doch es war gar kein ernst gemeintes Angebot von ihm… zumindest nicht auf seine Person bezogen, denn er machte nach den Worten meiner Herrin:„ DAS würdest du für mich tun Lieblingsnachbar?“ sogleich einen Rückzieher und brummelte irgendwas von „so war das aber nicht gemeint“.

Puhhh… mein armer Lieblingsschmied!! Der wird sich noch wundern, was meine Herrin für ein gutes Langzeitgedächtnis hat… denn kurz vor dem Einschlafen sagte sie noch zu mir, dass er dafür irgendwann, ganz überraschend noch leiden wird… und zwar, wenn er gar nicht mehr damit rechnet. So wie ich sie kenne, glaube ich ihr das aufs Wort! ;-)

Dienstag, 9. November 2010

Ratssitzung

Meine Herrin hatte angekündigt, dass sie es wohl nicht ganz rechtzeitig zur Sitzung schaffen würde und so machte ich mich nach einem kurzen Plausch mit meinem Lieblingsnachbarn mit einem Bündel Schriftrollen unter dem Arm auf in den Ratssaal, um ggf. noch das letzte Protokoll verteilen zu können. Einige Bürger hatten ja noch keins erhalten, da ich sie seit der letzten Ratssitzung oder sogar noch länger nicht mehr gesehen hatte.

Aber die Sitzung war wieder sehr dünn besucht und alle Teilnehmer hatten bereits eines, egal, ob sie es nun lesen konnten oder nicht. Außer der hochnäsigen Hausbauerin, die sich offensichtlich jedoch zu fein war, eine Schriftrolle aus meinen niederen Sklavenhänden zu verlangen. Aber egal… wer (sinngemäßes Zitat des Schreibers) „seinen Kopf über den Wolken trägt, damit es in die hochgereckte Nase nicht hineinregnet“, braucht bestimmt auch kein Protokoll^^.

Ansonsten ging es mal wieder ziemlich turbulent zu… konnten die meisten Bürger doch oft nicht ihre Klappe halten und quatschten teilweise einfach kreuz und quer, ohne das Wort bekommen zu haben. Aber das hatte auch seinen Unterhaltungswert und ich konnte mir einige Male das Kichern und Prusten einfach nicht verkneifen… wurde allerdings von meiner strengen Herrin natürlich sogleich ermahnt. Zum Glück nur per Hand… ich musste nicht schon wieder mit kaltem Brunnenwasser duschen!

Am besten fand ich jedoch den Antrag auf Zwangsgefährtenschaft zwischen dem Schreiber und der Hausbauerin, der mit nur 2 Gegenstimmen auch sofort angenommen wurde und dass meine Herrin zu einem neuen Theaterstück inspiriert wurde… einer Komödie, die zufällig von einem Schreiber und einer Hausbauerin handelt. :-)

Tja… das sind die kleinen Glücksmomente einer Kajira in einer Ratssitzung, bei der sie natürlich ihre Klappe zu halten hat, aber zum Schreiben eines Protokolls verdonnert wird, das vermutlich kaum einer liest. Wobei… die lesen die Protokolle anscheinend doch… sonst wäre ich dafür ja nicht gelobt worden!! *strahlt*

Den Auftrag, Plakate für die anstehende Handwerksmesse zu malen und diese am Hafen und anderen öffentlichen Plätzen aufzuhängen, bekam selbstverständlich auch wieder ich, aber dadurch funktioniert die Werbung dann wenigstens *schaut eingebildet*.
Sogar unser Schmied riss mir eines aus der Hand, um es an sein Tor zu nageln. :-))

Freitag, 5. November 2010

Donnermarkt


Gestern war Markttag in Kasra… Donnermarkt genannt, weil er zukünftig immer am ersten Donnerstag im Monat stattfinden soll. Der Marktplatz war also mit allerlei Buden vieler Händler zugestellt, Kasras Schmied bot seine Metallerzeugnisse auf einem kleinen Verkaufstisch vor seiner Schmiede an und die Wirtin verkaufte große, kleine, frische und auch alte Fische.

Meine Herrin und ich waren noch gar nicht richtig über den Markt geschlendert, geschweige denn, dass wir alle Stände angeschaut hatten, als sie sich bereits von der Zeitungshändlerin überreden ließ, deren Stand wegen Feuergefahr zu bewachen, während die Zeitungslady prompt das Weite suchte. Konsequent wie sie nun mal ist, blieb meine Herrin auch den ganzen Abend am Zeitungsstand, umwabert von den ekligen Gerüchen der alten Fische am Stand nebenan. Die Zeitungshändlerin tauchte nicht wieder auf. Kein Wunder also, dass meine Herrin nichts dazu sagte, als Nakisa einen ganzen Stapel der frisch erschienenen Zeitung weg nahm, um für ihre Herrin die verkauften Fische darin einzuwickeln. Sie hoffte bestimmt, dass der Geruch mit jedem verkauften Fisch weniger werden würde. Wobei… eigentlich nimmt man dafür ja alte Zeitungen.

Zum Glück erlaubte meine Herrin mir, mich schon mal alleine umzusehen… damit entkam ich also der Fischgeruchecke. Als erstes zog es mich natürlich zu den schönen Stoffen, denn ich würde ja so furchtbar gerne eine neue Tunika haben. Leider war die Verkäuferin jedoch nicht anwesend, so dass ich die Tücher und Seiden lediglich anschauen und mal an ihnen fühlen konnte... die Preise dafür blieben also ihr Geheimnis.

Danach schlenderte ich weiter zu unserem Schmied, um seine Waren in Augenschein zu nehmen. Ein großes Küchenmesser hatte es mir sogleich angetan, denn so eines fehlte noch im Hause Pinion. Es wäre perfekt zum Schneiden für Brot und Käse oder Fleisch, vor allem, wenn meine Herrin mal wieder zum Grillfest einladen und dafür ein Tabuk bestellen sollte. Aber der Preis?


10 Kupfer sollte es kosten! Das fand ich ganz schön teuer. „Dafür gibt es ja schon eine Sklavin!“ empörte ich mich, behauptete dann aber bei dem sofort aufkeimenden Interesse des Schmieds selbstbewusst, dass meine Herrin mich natürlich nicht für 10 Kupfer an ihn verkaufen würde. Ich versuchte den Preis jedenfalls mit allen möglichen Tricks herunter zu handeln, auch mit ein wenig Flunkerei über Messerpreise in Kassau. Es half alles nicht so richtig. Das letzte Angebot des Schmieds war: Das Messer für 8 Kupfer mit lebenslanger Schärfegarantie… sozusagen ein Scharfmach-Abonnement und dass ich 2 Kupfer bei ihm „abarbeiten“ muss.

Das „Abarbeiten“ habe ich eigentlich nicht so ganz verstanden, denn er meinte damit nicht, die Schmiede fegen, für ihn waschen und solche Dinge… ihm schwebt „abarbeiten mit Gefühl“vor, davon hätte ich ja eine ganze Menge. Selbstverständlich weiß er, dass meine Herrin mich ihm jederzeit zur Verfügung stellt, wenn sie meine Dienste nicht benötigt, aber das sei was anderes, meinte er. Komisch… sowas hat der Herr Wirt auch schon mal gesagt, als er mich für eine Hand kaufte.

Da ich ja kein Geld dabei hatte, musste ich mit diesem Angebot dann zu meiner Herrin zurück. Von der Notwendigkeit eines Messerkaufs wusste sie zwar vorher noch nichts, hat diese aber auch überhaupt nicht in Frage gestellt… da vertraut sie voll und ganz ihrer Ersten… allerdings lautete ihr Angebot für das Messer: 7 Kupfer bezahlen und 5 „abarbeiten“, worauf der Schmied sofort einschlug… mal sehen, was da auf mich zukommt :-))

Donnerstag, 4. November 2010

Herren-Badeabend in Kasra...


… oder sind Männer wasserscheu?

Es ist schon irgendwie merkwürdig, dass die Herren anscheinend eine offizielle Einladung zum Baden brauchen. Liegt es daran, dass das Bad erst gerezzt werden muss, denn Kasra ist ja eine Low-Prim-Sim? Oder trauen sich die Herren ohne eigene Kajira nicht zu fragen, wenn sie eine Badekajira wünschen?

Keine Ahnung… gestern hat sich Kasras männliche Bevölkerung jedenfalls daran erinnert, dass Körperpflege ab und an erforderlich ist und unter zarten Sklavenfingern wohl nicht das Schlechteste … sie haben es offensichtlich sehr genossen und irgendwann zu vorgerückter Stunde das Badehaus sauber und gut riechend wieder verlassen. So verspannt wie die Herren waren, war das „Baden“ auch wirklich nötig… vor allem brauchten sie alle intensive GANZkörpermassagen!^^ Aber auch die Haare wurden geschnitten und der Bart gestutzt… eine gut ausgebildete Kajira kann eben alles *zwinkert mal zum Händler*.

Es ist schon etwas anderes als Redsilk nicht auf die Befindlichkeiten einer keuschen und vor allem prüden, strengen Herrin Rücksicht nehmen zu müssen… und sich nicht andauernd Abkühlungen, d.h. Bestrafungen einzuhandeln… nur weil ich meine Sklavenhitze mal ein klitzekleinwenig nicht so ganz im Griff habe *seufzt*. Sie sieht mit ihren Röntgenblicken einfach alles… sogar, was sich UNTER der Tunika des Herrn Schmieds am gegenüberliegenden Sitzplatz tut… dabei wollte ich doch nur den Pagafleck entfernen… naja… eigentlich… *seufzt erneut*. Ich muss mich wohl langsam auf härtere Strafen einstellen… denn das war vor kurzem anscheinend die letzte kalte Dusche mit Brunnenwasser… sie hat angekündigt, ab nun härtere Register zu ziehen, wenn ich meine Hitze in ihrer Gegenwart nicht in den Griff bekomme *seufzt jetzt herzergreifend*.

Leider hat sich meine ganz große Hoffnung beim Herren-Badetag nicht erfüllt. Ich hätte so gerne dem guten Freund meiner Herrin, der leider nur höchstens zweimal im Jahr in Kasra auftaucht, im Bad gedient. Er ist eigentlich immer auf Reisen… liefert die schönen Düfte und Öle, und gestern war er zufällig da!!! Leider hat ihn die olle Wirtin beim Verlassen seines Zimmers in der Herberge gleich mit Beschlag belegt *grummelt*, aber dazu gehört ja auch immer einer, der sich mit Beschlag belegen lässt. Nun sehe ich ihn bestimmt erst im nächsten Jahr wieder… wenn überhaupt… und dann kommt er vermutlich, wenn ich auf den Feldern arbeiten muss :-((.

Alles in allem fand ich den Abend aber sehr schön und denke, dass Badeabende auch spontan, ohne große Werbung stattfinden können, einfach wenn die Herrschaften es wünschen… oder wenn sie merken, dass sie stinken *wird immer leiser*. Vielleicht hilft da ja auch der dezente Hinweis einer kleinen kajira?... mal sehen! :-)).

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Weitere Missgeschicke

Gestern musste ich mich schon wieder abkühlen, diesmal allerdings selber… aber natürlich wieder am Brunnen. Meine Herrin scheint das kalte Wasser aus dem tiefen Schacht für Erziehungsmaßnahmen zu lieben *seufzt*. Und das nur, weil ich einen klitzekleinen, also einen superkurzen Moment von ganz wenigen Ehn, die eigentlich nur ein paar Ihn waren, vergaß meine Schenkel zu schließen.

Ich hatte das plötzliche Auftauchen meiner Herrin neben mir nicht bemerkt, weil ich doch nur Augen für meinen Lieblingsschmied hatte, der nach seinen langen Reisen endlich wieder zurück in Kasra war… und dann noch mit einer eigenen Kajira! Außerdem war ich ja im Auftrag meiner Herrin bei ihm, weil ich ihn wegen der verschollenen Herrin der aufgegriffenen Kajira befragen sollte. Ok, ich gebe ja schon zu, dass ich meine gute Erziehung vergessen hatte und unaufmerksam war… meine Strafe war also berechtigt.

Zum Glück ist meine Herrin ja nicht nachtragend und hatte nach vollstreckter Strafe den Vorfall dann auch schon wieder vergessen. Außerdem gelüstete es ihr nach heißer Milch. Ich weihte die Neue also gleich in die wichtigste Sache im Hause Pinion ein. Sie stellte sich auch recht geschickt an und war schon eine Hilfe beim Servieren in der vollen Herberge, denn die Sklaven der Herbergsleute glänzten mal wieder durch Abwesenheit.

Aber irgendwie schien gestern wohl nicht mein Tag zu sein, denn mir passierte ein weiteres Missgeschick, als ich das Schild meines zweiten Lieblingskriegers in der Herberge an die Holzstütze lehnen wollte. Er hatte mich extra noch ermahnt, damit vorsichtig zu sein und es selbst wie ein rohes Vulo-Ei behandelt, doch es fiel ,kaum dass ich mich wieder umdrehte, mit lautem Geschepper zu Boden. Ich hatte wohl den falschen Anstellwinkel oder so gewählt *grummelt*. Ist ja auch völlig dämlich, so ein Schild rund zu machen…das muss ja umfallen. Warum baut man die nicht eckig? Männer sind einfach nicht praktisch veranlagt.

Wobei ich mich eigentlich frage, warum ein Schild so besonders vorsichtig behandelt werden muss. Es ist doch kein Schmuckstück, sondern ein Metallding um harte Schwertklingen abzuwehren, kann also eigentlich doch was aushalten! Na gut, konnte es ja auch, der Herr entdeckte selbst bei kritischer Betrachtung keinen Schaden an seinem Schmuckschild. So brauchte der Schmied also auch nichts ausbeulen. Vielleicht lag das Getue des Kriegers ja auch daran, dass er doch noch nicht wieder ganz gesund war *überlegt*. Obwohl… er verlangte keinen Kräutertee mehr, sondern wieder von dem guten Kalana.^^

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Dekorativ…


…sagte plötzlich eine tiefe männliche Stimme neben mir, während ich gerade so schön gemütlich auf der Mauer vor dem Sklavenhaus in der warmen Sonne saß und vor mich hin träumte. Alle Hausarbeit war selbstverständlich schon lange erledigt und auch das doofe Protokoll längst geschrieben, dass ich von der letzten Ratssitzung anzufertigen hatte. Meine Herrin war leider nicht da, so dass ich es noch nicht verteilen konnte… sie muss es natürlich vorher lesen. Da Kasra auch sonst ziemlich ausgestorben schien, gönnte ich mir also die warmen Steine der Mauer unter meinem Po.

Ich hatte bei meinen Träumereien niemanden kommen gehört und sprang daher ziemlich erschrocken auf die Füße. Es war unser Hauptmann, mein Lieblingskrieger! Er erkundigte sich sofort, ob es sich auf dieser Mauer denn angenehm sitzt und ließ sich nach meiner Bestätigung dort auch gleich nieder. Tja… nun war der gute Platz belegt. Während er seinen Helm abnahm bestätigte er mir den Komfort auf der Mauer und da Offiziere sowieso dekorativ sein sollen, dieser Platz für ihn also genau richtig ist.

Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile… über das Helmtragen und die damit verbundenen Vorzüge, nämlich Hässlichkeit und Kummerfalten unter einem Helm verstecken zu können. Er klärte mich auf, dass Offiziere immer Kummerfalten auf der Stirn haben, wegen der Sorge um das Wohl ihres Heimsteins und ihre Männer. Allerdings musste ich seeehr dicht an ihn heran rutschen, um seine einzige, kleine Kummerfalte auf der Stirn auch erkennen und fühlen zu können… seine Sorgen schienen sich also in Grenzen zu halten und hässlich ist er ja nun absolut nicht… im Gegenteil! Über die Hitze auf dem Kopf unter so einem Helm konnte ich sogar aus eigener Erfahrung mit ihm fachsimpeln, da ich bei den Theateraufführungen ja so eine Blechdose auch schon getragen habe.

Wir klönten noch eine ganze Weile so über dies und das… über eine eigene, vielleicht rothaarige Kajira für ihn… seine Angst vor einer nach einem Kragen schreienden Heilerin… die Gelüste einer freien Frau ihm die Augenbrauen zu zupfen, obwohl diese einen Gefährten hat *flüstert ganz leise* und ihre Aussage über die Sicherheit eines Hintereingangs und dass der Vordereingang aber viel schöner ist und auch weit offen steht *kaum noch zu verstehen*. Aber über solche Dinge bin ich ja verschwiegen wie ein Grab und tratsche selbstverständlich nichts davon weiter… will ja nicht, dass er mir die Zunge abschneidet *verschließt ihre Lippen demonstrativ mit dem Zeigefinger*.

Obwohl er seine Blicke kaum mehr von meinen Schenkeln wenden konnte und ich davon irgendwie ganz kribbelig wurde, rief ihn leider dann wieder die Pflicht und er machte sich zu seiner Wachrunde auf *seufzt mitleiderregend*.

Samstag, 23. Oktober 2010

Abkühlung

Bei meinem ersten Herrn schon hatte ich die Ansage bekommen, im RP KEINE IMs nebenbei! Das gilt für mich bis heute, einschließlich Telefonate oder Gespräche über Skype. Gut, da ich ja nun wirklich nicht zu den Schnellschreiberinnen gehöre, bleibt mir sowieso nichts anderes übrig. Aber man merkt auch den flinken Tippern an, wenn sie etwas anderes nebenbei machen… so wie kürzlich bei meiner Herrin.

Sie meinte zwar nebenbei ihre Milch in der Herberge trinken zu können, aber so wirklich bei der Sache war sie eigentlich nicht. Ich weiß es schon sehr zu schätzen, dass sie mir zuliebe online kommt *schaut mal dankbar zu Teddy*, aber irgendwie bringt es mir dann doch keinen richtigen Spaß ihr zu servieren, wenn sie anderweitig am Quatschen ist oder einer Quasselstrippe zuhören muss^^. So war ich an dem Abend dann richtig froh, als ein Tarnreiter in unserer Herberge auftauchte und ich damit jemanden gefunden hatte, dem ich nun meine Aufmerksamkeit widmen konnte.

Obwohl er nach seinem Flug auf dem Tarn ziemlich durchgefroren aussah, lehnte er die von mir angebotene heiße Milch, wahlweise mit oder ohne Honig, jedoch ab und bestellte sich Met. Als wohl erzogene Kajira habe ich ihm das Gewünschte selbstverständlich auch gebracht. Aber irgendwie wollte ich dennoch die restliche im Topf übrig gebliebene Milch an dem Mann bringen, hatte ich doch für meine Herrin davon etwas zu viel erhitzt. Da meine Herrin ja weiter geistig abwesend am Tisch saß (immer noch Skype) und keine Anstalten machte, ein Gespräch mit dem Herrn zu beginnen, nutzte ich die Gelegenheit. Ich begann dem Herrn also die Vorzüge einer heißen Milch mit oder ohne Honig zu erläutern… vor allem, wie gesund Milch ist im Vergleich zu Alkohol. Es nutzte nichts… er wollte einfach keine Milch bestellen, dafür aber noch ein zweites Met, dass ich ihm natürlich ebenfalls holte.

Danach zog ich dann das Register meiner medizinischen Kenntnisse und erläuterte ihm die Wirkung von Alkohol in Bezug auf sein… ähhmmm… naja Stehvermögen und das die im Alkohol enthaltenen Weichmacher dem Stehvermögen sozusagen entgegen wirken. Wohlgemerkt, darüber dozierte ich lang und breit im Beisein meiner prüden… Verzeihung… ehrbaren Herrin, wollte ich natürlich sagen. Aber die war ja immer noch „geistig abwesend“ und bekam das wohl alles nicht mit…. naja, sie zeigte jedenfalls keine Reaktion. Die einzige Reaktion des Tarnreiters war leider auch nur, dass er herzlich über meine Ausführungen lachte und mir versicherte, sein Stehvermögen sei auch MIT Alkohol bestens und hätte ihn noch nie im Stich gelassen. Danach ging er in die Felle… leider ohne mich… dabei hätte ich mich doch so gerne von der Wirkung oder vielmehr von der Nichtwirkung von Alkohol überzeugt *seufzt*

Doch ich hatte Glück… brauchte mich nicht still neben meiner geistig abwesenden Herrin zu langweilen… mein Lieblingsschmied betrat die Herberge, um seinen Durst nach getaner Arbeit zu löschen. Da die Wirtin sein geliebtes Ale ja aus dem Programm genommen hat und er das nun angebotene Bier scheußlich findet, trinkt er neuerdings immer Paga. Obwohl ich über das Stehvermögen dieses Herrn ja nicht klagen kann^^, begann ich innerlich immer noch glühend von meinem letzten Thema mit dem Tarnreiter, nun dem Schmied die Vorzüge von heißer Milch mit oder ohne Honig anzupreisen und redete mich immer weiter in Hitze… zumal ich meine Herrin ja noch in geistiger Abwesenheit wähnte. Falsch gewähnt… sie stand plötzlich wortlos auf und ging ohne ein einziges Wort nach draußen. Uuups dachte ich… was ist denn nun los… da ist doch irgendwas im Busch… verabschiedete mich überstürzt von dem Schmied und hastete hinter ihr her.

Weit bin ich nicht gekommen… noch bevor ich die Herbergstür passieren konnte, kam sie mir wieder entgegen, allerdings mit einem Eimer Wasser in der Hand… und zwar Wasser aus dem Brunnen. Sie fauchte etwas davon, dass sie nichts über das Thema Weichmacher mehr hören will, der Schlag auf meinen Kopf im Lydiuskrieg wohl doch etwas heftig ausgefallen sei, ihr Lob mir zu Kopf gestiegen und ich die Herren aus der Herberge treibe. Zumindest sinngemäß hörte sich das so an, denn ich konnte nicht mehr richtig zuhören, weil sie gleichzeitig den ganzen Eimerinhalt EISKALTES!!! Wasser über mir ausgoss. Richtig verstanden habe ich ihre Worte über Abkühlung, die ich offensichtlich brauche… naja…habe die Abkühlung ja auch gefühlt! Meine ganze Sklavenhitze war mit einem Platsch sozusagen hin.

Ich brauch ja wohl nicht weiter beschreiben, wer die nasse Abkühlung hinterher wieder weg wischen musste… danach habe ich dann auch lieber meine Klappe gehalten…. so kann man sich über Abwesenheit und nicht zuhören eben täuschen!

((…wollte doch nur mal sehen, wann sie ihr Skype-Gespräch endlich beendet :-))

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Farbenproblem?

Meine Herrin schlief noch, als ich mich gestern vor ihrem Haus mit dem Besen ein wenig nützlich machte. Ich gebe zu, obwohl Neugier einer kajira ja nicht steht, war ich trotzdem neugierig, hatte ich doch metallische Geräusche aus der Schmiede nebenan gehört. Die Fegerei des Vorplatzes schien mir da eine geeignete Möglichkeit für unauffällige Nachforschungen. So lernte ich auch Lu kennen, die Leihkajira unseres Schmieds, die mit einem Eimer in der Hand auf dem Weg zum Brunnen war. Leider konnte ich sie nicht lange genug aushorchen, um mehr über ihren Herrn in Aventicum zu erfahren und warum er sie in die Obhut des Schmieds gegeben hat, aber dies kann ich ein anderes Mal vielleicht noch nachholen.

Nachdem Lu mit dem vollen Eimer wieder in der Schmiede verschwunden war, fegte ich mich also Stück für Stück näher an das große Tor der Schmiede und erfuhr so, dass der Schmied dabei war, Pfeilspitzen herzustellen. Es war schon ein toller Anblick, dem Spiel seiner starken Muskeln zuzuschauen, während er ein Metallstück bearbeitete*seufzt* Lu musste ihm bei seiner Arbeit helfend zur Hand gehen, stellte sich aber trotz der genauen Anweisungen ziemlich ungeschickt dabei an. Sie schien von handwerklichen Dingen absolut keine Ahnung zu haben. Da sie bei diesen Arbeiten immer noch Seide trug und keine einfache Arbeitstunika, fragte ich mich, welcher Kaste ihr Herr wohl angehören mag.

Wie diese schöne Seide nach Beendigung der Arbeiten aussah, konnte ich leider nicht mehr beobachten, da hinter mir plötzlich die Sklavenhaustür aufging und meine Herrin erschien. Zum Glück war ich ja wieder am Fegen, so dass sie nichts von meiner Neugier bemerkte. Sie hatte sich mit einem neuen lila Kleid richtig schick gemacht. Allerdings fiel mir sofort auf, dass sich meine rote Tunika mit der Farbe ihres Kleids fürchterlich biss, bin ihr aber erst einmal in die Herberge hinterher geeilt, um ihre heiße Milch zuzubereiten. Dann hielt ich es jedoch nicht mehr aus und machte sie flüsternd auf UNSER Farbenproblem aufmerksam. Puuhhh… das wäre bei meiner Wortwahl fast in die Hose gegangen… selbstverständlich hatte meine Herrin kein Farbenproblem! Nur knapp bin ich an einer Strafe vorbeigeschliddert und war ziemlich erleichtert, mich schließlich zum Umziehen nach Hause verdrücken zu können.

Tja, dann kam die Qual der Wahl… welche Tunika passt zu dem lila Kleid? Eigentlich am besten meine lila Seide, aber Silks darf ich ja leider nur zu besonderen Anlässen anziehen. Damit wäre sie also bestimmt nicht einverstanden gewesen. Mal wieder stellte ich fest, dass ich einfach nicht genug anzuziehen habe und entschloss mich schließlich für Schwarz… das passt immer, dachte ich mir. Und so war es auch… in ein Gespräch mit der Wirtin vertieft, verlor meine Herrin kein Wort mehr über meine Wahl, was bei ihr mit einer Zustimmung gleichzusetzen ist, und beachtete mich nicht weiter. Dafür wurde ich aber umso mehr von dem Vertreter unseres Regenten beachtet. Nach seinen Blicken zu urteilen, gefiel ihm offensichtlich mein Outfit… sehr sogar… oder gefiel ICH ihm?

Eigentlich war der Herr ja am Essen, doch ich genoss seine Aufmerksamkeit so sehr, dass ich mir nicht verkneifen konnte, mich noch einmal kokett um die eigene Achse zu drehen und ihm damit die Gelegenheit zu geben, mich von allen Seiten zu betrachten. Meine Wirkung auf ihn war nicht zu übersehen: Er hatte bei meinem Anblick anscheinend aufgehört zu kauen und vor allem vergessen zu schlucken, denn sein Unterkiefer war mit vollem Mund staunend heruntergeklappt. Dies blieb natürlich nicht ohne Folgen… in seinem Bart hatte sich eine ganze Vorratskammer aus Essensresten breit gemacht :-)

Dieser Anblick gefiel meiner Herrin natürlich ganz und gar nicht, so dass sie mir prompt befahl, den Krieger zu säubern. Mit aller, wegen den anwesenden Herrinnen gerade noch schicklichen Hingabe, kam ich dieser Aufforderung selbstverständlich gern mit Wasser und einem sauberen Rep-Tuch sofort nach. Nicht nur mir, sondern ich glaube auch dem Rarius haben meine Säuberungsaktionen sehr gut gefallen, da ich dabei ja nun direkt und vor allem dicht vor ihm kniete. So kam er, natürlich vollkommen „unbeabsichtigt“ zu dem einen oder anderen guten Einblick und ganz „zufälligen“ Berührungen meiner weiblichen Reize. Wegen einer „unerwarteten“ Gewichtsverlagerung lag ich sogar plötzlich auf ihm *seufzt*… und das in Gegenwart von freien Frauen!^^

Es ist wohl wirklich mal wieder an der Zeit für einen Herrenbadetag in Kasra!! :-))

Freitag, 15. Oktober 2010

Weibertratsch der Oberzicken

…und worüber?... natürlich über Männer!

Nachdem sich tagelang kein weiblicher Rockzipfel in der Herberge gezeigt hatte und diese von den Herren wieder zur Taverne umfunktioniert worden war… gestern Abend dann das genaue Gegenteil. Kein Mann mehr weit und breit in Sicht, so dass meine Herrin, die Hausbauerin und die Händlerin in der Herberge eine Tratsch- und Zickenrunde veranstalteten zum Thema „Männer“. Da denkt man immer, diesen prüden Ladys reicht weibliche Gesellschaft! Nein,nein…. allen dreien war sofort aufgefallen, dass die Männer fehlten. Auf die Frage, wo die denn alle hin sind, fasste meine Herrin trocken zusammen: „Rudwin krank, Brad betrunken, Luc im Wachhaus, Soran mit Harold im Archiv verschollen, Georg vermutlich in der Schmiede eingeschlafen, Sid und Teibar keine Ahnung.“

Prompt kam von der Hausbauerin, dass Kasra neue Männer braucht. Sie schlug vor, einen Heiratsmarkt zu veranstalten in der Hoffnung, dass auch meine Herrin dann vielleicht einen Gefährten finden könnte. Das war natürlich wiederum das Stichwort für meine Herrin. „Danke, das letzte was ich brauche sind NOCH mehr Kandidaten“, fauchte sie die Hausbauerin an, die aber natürlich nicht locker lies und sich erkundigte, ob der Richter meiner Herrin immer noch den Hof macht, wo die beiden doch so ein nettes Paar wären.

Meine Herrin lehnte höflich dankend, aber dafür umso resoluter ab und lenkte das Gespräch geschickt darauf, dass sie ein Fan von Blau Gelb sei. Das sind ja ihre Kastenfarben und ihr würden diese Farben auch bei einem Paar gut gefallen, z.B. wenn der Blau tragende Richter die gelb gekleidete Hausbauerin zur Gefährtin nehmen würde.

Nun war die Hausbauerin mit abwiegeln dran, was sie natürlich mit der ihr eigenen typischen Hochnäsigkeit tat. Sie gab tatsächlich von sich, dass sie die Suche nach einem Gefährten endgültig aufgegeben habe, nachdem ihre Heiratsanzeigen seinerzeit nicht den gewünschten Erfolg gebracht hatten. Angeblich waren die Herren alle ihrer nicht würdig. Naja… wer‘s glaubt… ich denke eher, die sind alle schnell abgehauen, als sie merkten, wie arrogant und vor allem hochnäsig diese Lady ist. ;-)

Es wurden noch einige weitere mögliche Heiratskandidaten erörtert, wobei auch die Händlerin kräftig mitmischte, aber dann das Thema mit der Erkenntnis abgeschlossen, das Problem sei ja gar nicht, dass Kasra keine Männer hat, sondern dass diese nur einfach nicht da sind! Na endlich! Für diese Erkenntnis hatten sich die Damen ganz schön lange die Köpfe heiß geredet. Dabei sind sie doch sonst alle so schlau.^^ Die Zickereien gegeneinander gingen sogar so weit, dass meine Herrin die Bestellung einer Sklavin stornierte, weil die Hausbauerin sich erdreistete, ihr Ratschläge für meine Erziehung geben zu müssen. *tsts*

Achja… und ich soll angeblich von dem Krieg in Kassau ein Trauma haben und bin deswegen kein Aushängeschild… oder war das wegen was anderem? *grummelt vor sich hin und macht eine wegwerfende Handbewegung* alles unwichtige Weibergeschichten… mit mir ist alles in bester Ordnung, nur farblich passe ich irgendwie nicht so ganz ins Bild! :-))

((War echt ein tolles IC-Rumgezicke der arroganten Weibsbilder :-))

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Wieder zu Hause

Ach…was habe ich mich gefreut nach meinen Abenteuern auf dem Feldzug wieder zurück in Kasra zu sein! Leider bekam mein Glück einen ziemlichen Dämpfer, als ich feststellte, dass meine Herrin krank war, als ich nach Hause kam. Kaum lasse ich sie mal für ein paar Tage alleine… schon fliegt sie ein Virus an! Vermutlich hat sie ihre stärkende Milch mit Honig nicht getrunken... ich werde mit der Handelskette wohl mal ein ernstes Wort reden müssen! *seufzt*

Nagut…dadurch entkam sie der Ratssitzung… wobei ich nicht weiß, ob es ihr in diesem Fall in den Kram passte, was der Rat beschlossen hatte. Die Ernennung des Kriegers Luc zum Hauptmann der Wachen ist ihr bestimmt sehr recht… hält sie doch sehr große Stücke auf ihn. Aber bei der anderen Ernennung bin ich mir nicht so sicher… da hätte sie vielleicht gerne mitgemischt. Ich kann ihr nicht mal erzählen, was im Einzelnen so alles besprochen wurde, da ich an dem Abend ja die Gäste in der Herberge bedienen musste, was wohl auch ganz gut war, denn es waren Herren, die wegen des Salzhandels nach Kasra gekommen waren und eigentlich unseren Regenten zu sprechen wünschten. Immerhin bleiben sie dank meiner Bedienung so lange, dass der neue Regentenvertreter nach der Sitzung noch kurz mit ihnen sprechen konnte. Leider half das aber wohl auch nicht weiter.

Da der Virus weiter in meiner Herrin tobte und ihr Inneres wohl komplett nach außen krempelte, war ich auch den nächsten Abend wieder ohne sie in der Herberge. Es war sowieso recht wenig los an dem Abend und vor allem waren überhaupt keine freien Frauen anwesend. Da konnten sich die Herren zur Freude von Nakisa und mir mal so richtig ungezügelt geben *wird rot*. Komisch war nur, dass ein fremder Herr sich über das Treiben aufregte und, ob wohl er ja angeblich überhaupt nicht prüde war, laut zeternd wieder von dannen zog. Wusste er nicht, dass Kasra auf Gor liegt oder dachte er etwa, Kasras Herren sind Mönche? Na egal… unser Schmied hatte jedenfalls ein ziemliches Nachholbedürfnis nach seiner langen Kur in Kurztal, wo die Kajirae anscheinend wohl nichts taugten, wie er berichtete. Der Abend verging jedenfalls wie im Flug und ich war ganz erstaunt, dass schon der Morgen aufzog, als ich durch die Nebelschwaden nach Hause schlich.

Am nächsten Tag ließ ich mir den Mangel an Schlaf natürlich nicht anmerken und war erleichtert zu sehen, dass es meiner Herrin wieder besser ging… sie konnte sogar schon ihre Milch wieder vertragen. Leider ging es dafür meinem zweiten Lieblingskrieger umso schlechter. Sogar so schlecht, dass er anstelle seines bevorzugten Kalanas einen Kräutertee verlangte… allerdings mit Honig…und zwar mit viiiieeeel Honig. Leider machte er keine Mengenangabe über die Anzahl der Löffel Honig, sondern tastete sich langsam heran. Nachdem er mich immer wieder los geschickt hatte, um noch mehr Honig in den Tee ein zu rühren, waren irgendwann 12 Löffel da drin. Es war eigentlich Honig mit Kräutertee… der Löffel konnte fast in dem Gefäß stehen und dann war es ihm plötzlich zu süß!... tja…Männer und ihre Krankheiten eben :-)

Dienstag, 12. Oktober 2010

Findling


…war also der Name, den Kassaus Wirt mir gegeben hatte… das war sein gutes Recht und ich denke, er wollte mir damit vor allem meine Stellung deutlich machen. Ich mag den Namen Dina ja sehr… wurde von allen meinen Herrschaften bisher so genannt... mein Branding, auf das ich so stolz bin, ist ebenfalls eine Dina… mein erster Herr hat mir das Bild einer Blume auf die Schulter tätowieren lassen… ein anderer Herr hat mir einmal eine Wüstenblume gepflückt und eine aus Holz für mich geschnitzt. Und nun hieß ich „Findling“. Aber eine kajira besitzt nichts, nicht einmal ihren Namen, und die neue Tunika, die ich nun trug, gehörte auch ihm.

Noch vor weniger als einer Ahn saß ich ausgelassen trällernd in der schönen Badewanne mit warmem, sauberem Wasser und die kajira des Wirts wusch mir mit einem weichen Schwamm sanft meinen Rücken. Ich fühlte mich rundum wohl und strahlte vor Glück, der Einsamkeit und dem unheimlichen Wald in Lydius entkommen zu sein… war dem Wirt dafür unendlich dankbar. Allerdings hatte ich bis dahin auch alle Gedanken über mein weiteres Schicksal verdrängt. Mit dem neuen Namen wurde mir schlagartig bewusst, dass ich ein Mädchen war, dessen Herrin weit weg ist und der für sie zuständige Krieger immer noch verschollen oder sogar tot. Ich kam also auf dem Boden meines Sklavendaseins wieder an.

Nun war ich also im Besitz des Wirtes von Kassau, zumindest zurzeit. Auf meinem Kragen stand zwar immer noch der Name meiner Herrin und kein ehrbarer Goreaner würde sich einfach so an fremdem Eigentum bereichern. Aber es gibt die Frist von einer Hand, in der meine Herrin ihren Anspruch auf mich bei dem Wirt geltend machen müsste. Würde er sie über meinen Verbleib benachrichtigen? Wenn nicht, wie sollte sie dann von meinem Schicksal erfahren. Sie wähnte mich doch immer noch mit dem Krieger Luc auf dem Feldzug!

Diesen Gedanken konnte ich jedoch nicht allzu lange nachhängen, denn der Wirt befahl mir sogleich, seine Gäste zu bedienen. Da ich ja oft in der Herberge von Kasra aushelfen muss, dachte ich eigentlich, dass es hier in Kassau auch nicht viel anders sein kann. Bedienen ist eben bedienen. Falsch gedacht, es war doch anders! Ich bekam zu spüren, dass dieser Wirt ein sehr strenger Herr und vor allem mit einer sehr lockeren Hand ist, denn ich machte natürlich einige Fehler und handelte mir dadurch mehrere Ohrfeigen ein. Es ist doch ein gewaltiger Unterschied, ob ein Wirt zugegen ist und einen kritisch beobachtet oder nicht.

Aber ich hatte ja auch selber schuld. Er schickte mich irgendwann in die Küche, um Braten und Brot für seine Gäste zu holen, mit der Erlaubnis, mir davon auch etwas zu nehmen… vermutlich fühlte er sich von meinem erbärmlich knurrenden Magen gestört^^. Hungrig wie ich nun einmal war, stopfte ich mir also das erste Bratenstück bereits beim Aufschneiden des Fleischs in den Mund, konnte aber auch nicht widerstehen, ein weiteres zu nehmen, als ich bereits mit dem großen Teller auf dem Weg wieder nach draußen war. Ich kam also mit dicken Backen kauend dort an. War ja eigentlich klar, dass er mich strafen würde… es steht einer Sklavin doch kein Essen zu, bevor nicht den Herrschaften serviert worden ist *reibt sich leise grummelnd die Wange bei der Erinnerung*. Ich gieriges Etwas hätte einfach vorher in der Küche zu Ende kauen müssen, dann hätte er wohl nichts bemerkt… oder vielleicht doch?

Merkwürdig fand ich ja auch, dass ich keine Hitze zeigen durfte auf der Terrasse vor seinem Gasthaus. Dabei war der Gast ganz und gar nicht abgeneigt… eher im Gegenteil, und es waren weder freie Frauen in Sicht noch anwesend. In deren Gegenwart würde ich mich so natürlich nie benehmen, wohlerzogen wie ich ja nun mal bin. Ich bin schließlich der Besitz einer ehrbaren, keuschen Trockenpf… ähhmmm… freien Frau und weiß, was sich gehört, wenn Damen anwesend sind. So musste ich die in mir schwelende Hitze also notgedrungen zügeln… und das nach so vielen einsamen Tagen im Wald! Oder dachte er, meine Hitze würde dann später in seinen Fellen nicht mehr ausreichen? :-)


Diese Chance hat er sich an dem Abend entgehen lassen und wird es wohl auch so bald nicht feststellen können. Denn am nächsten Tag, der Wirt und einige Herren aus Kassau unterhielten sich gerade über eine geplante Reise, traute ich meinen Augen nicht, als der Krieger Luc plötzlich auftauchte. Er sah zwar ziemlich ramponiert aus, aber er war es! Ich kann gar nicht beschreiben, wie groß meine Freude darüber war, ihn zu sehen. Trotz der ganzen Blessuren war er für mich der schönste Herr von ganz Gor.

Danach ging dann alles ganz schnell. Luc verhandelte noch kurz mit dem Wirt über die Kosten, die ich verursacht hatte, während ich schnell die Tunika auszog und zurück gab. Die hätte der Krieger sonst nämlich auch noch bezahlen müssen. Dann ging es aufs Schiff und ab nach Kasra. Bei aller Freude wieder zu meiner Herrin nach Hause zu kommen, war ich doch ein wenig traurig darüber, dass es nun auf einmal so schnell ging. Ich hätte Kassaus Wirt doch gerne noch gezeigt, was so alles in mir steckt und vor allem, dass ich lernfähig bin. Aber wer weiß, vermutlich hätte ich andere Fehler gemacht und weitere Ohrfeigen kassiert.^^

((Vielen Dank Archon… hat Spaß gebracht mit dir))

Sonntag, 10. Oktober 2010

Mein OOC – Fazit zum Feldzug

Das muss ich jetzt auch noch loswerden.

Schade, ich hatte mir einiges versprochen im Vorfeld und mich wirklich gefreut, dass meine Herrin mich da mit hingeschickt hat. Dass Luc andere Online-Zeiten als ich hat, wusste ich vorher. Ich habe mich am Freitag zwar bemüht, etwas früher IG zu gehen….hat aber trotzdem nicht gereicht. :-) Das war aber nicht das Hauptproblem.

Am Donnerstag reisten wir also nach Kassau, dort sollte es ein Heerlager geben. Gab es aber nicht. Warum auch immer, wurde sofort nach Lydius aufgebrochen. Dort wurde dann im Wald auf einer Low-PRIM unser Lager errichtet, bis sich eigentlich niemand mehr bewegen konnte. Ein Heerlager in Kassau zum Sammeln der Krieger wäre vermutlich sinnvoller gewesen, Kassau ist immerhin eine Full-SIM. Dort hätte man erst einmal ein wenig Roleplay machen können. Ein Haufen wilder Krieger…Paga und Met…Kajirae…hätte lustig sein können denke ich.

Nun gut…also Lydius Woods. Viel Durcheinander beim Einrichten des Camps…das war in Ordnung. Aber was hatten die ganzen freien Frauen in ihren Festroben da zu suchen? Vor allem…wieso liefen die wie aufgescheuchte Hühner alleine durch den fremden Wald? Luc machte zwischendurch den Vorschlag, sie an Bäumen festzubinden. Leider verhallte der ungehört.

Freitag…ich komme im Camp online. Offensichtlich wurde der Angriff am frühen Abend begonnen. Nach meiner Erfahrung ist Freitag der schlechteste Abend für so ein Unterfangen auf SL-Gor. Fast alle Gor-SIMs sind Freitagabend so gut wie leer. So war es scheinbar auch hier. Mit drei oder vier Kriegern eine Stadt anzugreifen verstehe ich nicht. Man hätte doch mit so wenigen Spielern noch ein wenig Camp-RP machen können…die Umgebung erkunden und ausspähen können.

Nachdem ich dann Archon erspäht hatte, begannen wir ein wenig RP, doch bereits nach wenigen Minuten kam ein Lydius-Kämpfer wie ein Berserker aus dem Gebüsch und schlug uns ohne ein Wort nieder, um dann genauso wortlos zu verschwinden. Das wiederholte sich bestimmt zwei- oder dreimal so. Jedes Mal wenn unsere Meter sich wieder erholt hatten, wurden wir postwendend wortlos niedergeschlagen. Unsere Versuche, zwischendurch RP zu machen, waren damit zum Scheitern verurteilt.

Zum Glück wurden wir irgendwann gefesselt, so dass diese tollen Niederschläge damit endlich aufhörten. Eine Heilerin aus Lydius sollte uns dann wegbringen, dazu hatte sie aber nun gar keine Lust. Sie verschwand dann einfach, kümmerte sich auch nicht um unsere Verletzungen. Archon spuckte dauernd Blut, das hat sie aber in keinster Weise bewegt, ihren Beruf auszuüben.

Irgendwann kam dann Vallis, der erbarmte sich und fing tatsächlich mit uns zu spielen an. Er brachte uns dann nach Lydius und Archon in den Kennel. Mich ließ er einfach vor dem Gitter sitzen, ohne Fessel. Ich spazierte dann seelenruhig durch Lydius…emotete meine Angst, wann immer ich in Chatreichweite von Lydiuseinwohnern war. Keinerlei Reaktion. Ich stemmte dann das Stadttor auf und wanderte zum Hafen. Dort wurde gerade Beowulf von Vallis verabschiedet. Ich versteckte mich ein paar Meter entfernt inklusive der entsprechenden Emotes. Wieder keine Reaktion. Zumindest hat Vallis auch früher noch nie ein Geheimnis aus seiner Abneigung gemacht, mit Kajirae zu spielen.

Dann lief ich noch eine Stunde alleine durch den Wald. Das gab mir dann die Gelegenheit ein wenig per IM mit Kaya zu plaudern…der Wald dort ist absolut sicher für allein herumlaufende Kajirae…ein wunderschönes Ausflugsziel.

Gestern spazierte ich dann wieder durch den Wald zum Hafen. Am Hafen waren Tharkan und Kin in Verhandlungen zum Austausch der Gefangenen. Kins Kajira Sura, die ich vom ersten Tag noch kannte, kniete daneben. Ich schwamm ziemlich auffällig zu einer Böschung, wo ich mich wieder versteckte (inklusive Emotes). Dass auch hier keine Reaktion erfolgte, überraschte mich nicht mehr wirklich. Nachdem die beiden Krieger hochgingen in die Stadt, hockte ich mich neben Sura.

Ich wurde dann auch einfach mit nach Kassau genommen, lediglich der Wirt, der aus dem Kennel geholt worden war, bemerkte freudig, dass ich wieder aufgetaucht war. Kein anderer wunderte sich, dass da mit einem Mal eine zusätzliche, völlig verdreckte und abgerissene Kajira kniete und dann auch mit an Bord ging.

Ich war vorher erst einmal mit Dina und einmal mit einem Alt in Lydius. Beide Male fand RP mit Einwohnern nur sehr zäh und widerwillig statt. Damals dachte ich, ich hätte einfach einen ungünstigen Zeitpunkt erwischt. Nach den Erfahrungen der letzten drei Tage bin ich mir da nicht mehr so sicher. Lydius ist wunderschön und eigentlich spielen dort auch bekannte Spieler, warum mögen die nicht mit mir spielen? Weil ihr Prätor der einzige in SL auf meiner Mute-Liste ist? Das kann ich mir nun doch nicht vorstellen.

Mein Fazit: Es war mal eine nette Abwechslung zum eher ruhigen Spiel in Kasra, aber lieber ruhiges Spiel, als gar kein Spiel. Das was ich von diesem Krieg erlebt habe, war sinnloses Ballerplay.