Samstag, 27. März 2010

Herrenabend in Kasra



Als ich gestern Abend in die Herberge kam, war diese mit Gästen schon gut gefüllt. Alle Herrschaften warteten sehnsüchtig auf Bedienung, um ihren Durst zu löschen. Ich musste ganz schön flitzen, um alle zufrieden zu stellen, da ich die einzige Kajira aus Kasra war. Einer Heilerin gelüstete es sogar nach unserer gorweit berühmten Fischsuppe, von der sie anscheinend schon in ihrer Heimat gehört hatte. Sie ließ sich auch von den oben drauf schwimmenden Fischaugen nicht abschrecken, die zu ihr mit toten Blicken empor starrten. Naja… als Heilerin war sie jedenfalls für eventuelle Folgen nach dem Suppengenuss gewappnet. Es war schon erstaunlich, wie schnell sie sich zurückzog, nachdem sie aufgegessen hatte. Aber sie war bestimmt nur müde nach der langen Reise *kichert*.

Ganz besonders erstaunlich fand ich, dass eine Kajira, die sich am Vortag noch geweigert hatte in Gegenwart einer freien Frau die Schenkel zu schließen, weil ihr Herr ihr das angeblich verboten hatte, dies nun in Gegenwart ihres Herrn wegen der Heilerin tat. Sie muss sich über Nacht wohl doch noch an ihre Erziehung erinnert haben!

Plötzlich waren also nur noch Herren in der Herberge anwesend. Unser Regent erzählte dann auch sogleich, dass Kasra zukünftig sogar regelmäßig Herrenabende im Feuerkrug plant und stieß bei allen Anwesenden auf großes Interesse daran. Sie fühlten sich so unter sich offensichtlich richtig wohl… tranken ausgiebig… rülpsten ungehemmt und lautstark… ließen sich von ihren Mädchen richtig verwöhnen. Da die Kajira des Regenten immer noch nicht von den Feldern zurück war, durfte ich ihm einheizen… ähhmm… dienen mein ich natürlich und dann für die Herren tanzen. So viel Lob, wie ich bekam, muss mein Tanz allen wohl sehr gut gefallen haben. Sie waren danach so in Fahrt, dass die beiden anderen Kajirae auch noch Tänze aufführen durften. Ich muss allerdings gestehen, dass ich davon auf dem Schoss des einen Herrn jedoch nicht mehr allzu viel mitbekam *rotwerd*.

Nur ein kalter Luftzug wegen der geöffneten Tür ließ mich zwischendurch kurz aufschauen, als eine fremde Herrin den Raum betrat und sich lautstark darüber mokierte, dass der Feuerkrug doch keine Taverne, sondern eine Herberge sei. Bei den sehr eindeutigen Worten unseres Regenten zum Herrenabend und dem Anblick der fast nackten Sklavin im Tanzkreis, verließ sie uns dann entrüstet ganz schnell wieder… wir müssen für die zukünftigen Herrenabende unbedingt noch ein Schild malen und vor die Tür stellen *grinst*.

Alles in Allem also… ein spontaner, toller Herrenabend! :-))

Dienstag, 23. März 2010

Freie Gefährtenschaft mit einer Zeremonie der acht Schleier



Es ging ja alles ziemlich schnell mit den beiden… und vor allem sooooo geheim! Ich habe überhaupt nicht richtig mitbekommen, dass sich da etwas angebahnt hatte!!! Eine Freie Gefährtenschaft ist doch eine sehr ernste Angelegenheit, die man nicht leichtfertig einfach mal so eingeht. Oder handelt es sich etwa gar um eine abgesprochene Gefährtenschaft, mit einem Brautpreis an den Vater der Braut??? Fragen über Fragen für eine neugierige kleine Kajira…………….!

Die Zeremonie war jedenfalls sehr spannend… ich konnte meine neugierigen Augen gar nicht von der Herrin Aphris lassen, nachdem es losging und der dicke, undurchsichtige Straßenschleier als erstes von ihrem zukünftigen Gefährten abgenommen werden sollte. Der Regent sprach dazu sehr weise, aber auch ermahnende Worte über Benehmen in der Öffentlichkeit, insbesondere zu der Herrin. Viele passende Worte folgten bei dem Haus-Schleier, dem Schleier des Stolzes, dem Freiheitsschleier und den beiden anderen Schleiern.

Besonders spannend fand ich natürlich, als der letzte, leichte Schleier fallen sollte und muss gestehen, dass ich in dem Moment meine Pflichten bei der Gästebewirtung etwas vernachlässigt habe. Ich meine ganz genau gesehen zu haben, dass Sir Rudwin zu den Worten des Regenten über „Wind unter seinen Flügeln“ und „eine freie Gefährtenschaft ist Liebe“ die Augen gerollt hat. In mir machte sich dabei spontan das unbestimmte Gefühl breit, dass er seine Auserwählte noch nie ohne Schleier gesehen hatte und ich hoffte sehr für ihn, dass er keine Katze im Sack gekauft hatte!


War sie anscheinend nicht… zumindest schien ihm ihr Anblick zu gefallen, denn er grinste übers ganze Gesicht. Aber der Aufforderung, sie zu küssen kam er dann nicht nach… wollte das auf später verschieben, meinte er!!

Offensichtlich auf seeeeehr viel später, denn trotz meines „Anwärmens“ auf seinem Schoß (und das im Beisein seiner frisch Angetrauten^^), wo ich durch meine dünnen Seiden genau gespürt habe, dass er gut „vorgeglüht“ war, ging er alleine in die Felle…………………………… irgendwie merkwürdig! :-))

Donnerstag, 18. März 2010

Spielverderber

Der Abend fing eigentlich gut an, am Hafen traf ich Skip, den ich schon lange nicht mehr in Kasra gesehen hatte. Er freute sich auch mich zu treffen, hatte leider aber dann doch keine Zeit mit in die Stadt zu kommen.
Auch sonst waren gestern fast nur Spieler da, mit denen es Spaß macht. Wie gesagt…fast.

Einer fiel leider total aus dem Rahmen. Ein Krieger, den ich schon aus Samanu kenne (und Sina noch besser) und der auch schon kurzzeitig in Kasra gespielt hat. Also eigentlich ein Spieler, der über 2 Jahre Gor-RP-Erfahrung hat. Nein… haben sollte… denn davon war leider gestern nichts zu merken.

Er beleidigte den ganzen Abend massiv die bei uns lebende Hausbauerin aus Ar….. gab Kommentare über ihre zu kleinen „Titten“ zum Besten… wollte von mir (!) meine Meinung zu ihrer zu großen Nase hören, die er unter dem Schleier vermutete… bezeichnete sie als Kajira und drohte ihr laufend mit dem Collar. Angeblich kannte er sie als Kajira. Wie er das bei einer voll verschleierten Frau erkannt hat, blieb sein Geheimnis.

Alle IC Ratschläge, zum Beispiel auch vom zu Besuch weilenden Wirt aus Landa (der wirklich toll gespielt hat), sich höflicher gegenüber der Dame zu benehmen, prallten an ihm ab. Die Hausbauerin wechselte mehrmals empört den Tisch….er lief prompt jedes Mal hinterher.

Es endete, wie es musste….sie verließ letztendlich beleidigt die Herberge, zusammen mit der zukünftigen FC von Sir Rudwin (hihi…jetzt hab ich eine Neuigkeit ausgeplaudert). Da keiner mehr Lust hatte, weiter den Schwachsinn des merkbefreiten „J.“ mitzuspielen, war dann für alle der RP-Abend recht früh zu Ende.

Das man nach zwei Jahren als Krieger auf Gor so einen geballten Schwachsinn produzieren kann, ist wirklich unfassbar und hat meine schlechten RP-Begegnungen in dieser Woche mit einem anderen „Herrn“ sogar noch übertroffen. Schlimm finde ich, dass so ein Blödmann in der Lage ist, durch seinen produzierten Mist allen anderen wirklich guten Spielern den Abend zu verderben. Wie in Kasra üblich, gab es keine OOC-Hinweise an ihn im Chat, nur leider war er nicht in der Lage, die IC-Hinweise zu begreifen.

Ich sollte ihm wohl mal die LM der CARP-SIM geben….da könnte seine Spielweise hinpassen.

Montag, 15. März 2010

Kasras neuer Krieger

Schon vor längerer Zeit ist durch ein Schiffsunglück ein Krieger ans Ufer des Fayheen gespült worden. Ich hatte das große Glück, ihm gleich an seinem ersten Abend in der Herberge dienen zu dürfen und muss sagen, dass seine goreanische Art mich schwer beeindruckt hat. Leider ist er dann eine ganze Zeit nicht so oft in Erscheinung getreten, was aber kein Wunder ist… er musste sich bestimmt erst einmal in der Hierarchie der Wachen seinen Platz erobern! :-)

Nun hat er eine Sklavin. Aber kein Prinzesschen, sondern eine „Kajira der alten Schule“, die offensichtlich sehr gut ausgebildet ist und weiß, wie sie sich zu benehmen hat. Vor allem serviert sie sehr schön… etwas ausführlicher, aber ohne schmalziges, überkandideltes Geschwafel, wie es manche, meist mit teuren Tanzseiden herausgeputzte Kajirae so gerne tun! *verdreht genervt die Augen* Die bisher üblichen Minimalserves scheinen im Feuerkrug momentan eher selten zu werden.

Seit die Heiler meine liebe Herrin nicht aus den Fingern lassen, nimmt dieser Krieger mich anscheinend ein wenig mit unter seine Fittiche *schaut mal dankbar zu R.* Er weiß jedenfalls 2 Kajirae zu beschäftigen und auf Trab zu halten! :-))

Und er kennt sich mit den goreanischen Bräuchen aus, z.B. wie ein Herr eine neue Sklavin begrüßt. Diesen Brauch habe ich in mehr als 3 Jahren auf Gor bislang nur bei meiner Herrin erlebt!

Ich hoffe, dass die beiden Kasra noch lange erhalten bleiben. Sie haben es geschafft, dass ich meinen „Durchhänger“ wegen meiner Herrin ein wenig überwunden habe, auch wenn sie sie natürlich nicht ersetzen können. Sie geben mir schon das Gefühl, auch ein bischen gemocht zu werden und nicht nur ein Anhängsel meiner Herrin zu sein! :-))

Donnerstag, 4. März 2010

Gute Besserung meine liebe Herrin!

Ich hoffe, du wirst ganz schnell wieder gesund!!! *wirft Teddy liebevoll 2 Hände mit Gute-Besserung-Küsschen zu*



Schwer auf unseren Wirt gestützt, dabei stark humpelnd, den Blick leicht glasig vor Schmerzen und Fieber ließ es sich meine liebe Herrin gestern nicht nehmen, bei der Feier in Kasra zu Ehren unseres Regenten und seiner Gefährtin dabei zu sein. Ich hoffe, sie hat sich nicht zu viel zugemutet und sich nicht übernommen. Ich wünsche mir so sehr, dass es ihrem behandelnden Heiler gelingt, sie schnell gesund zu machen und vor allem richtig auszukurieren… ich brauche sie doch *leise murmelt*… und Kasra braucht sie!

Trotz meiner Sorgen um meine liebe Herrin, fand ich die Feier dennoch schön. Ich glaube, unser Regent war ziemlich gerührt von dieser tollen Überraschung, die ihm unsere kleine Wirtin da bereitet hatte. Als dann noch die vielen Geschenke überreicht wurden, glitzerten seine Augen irgendwie sogar etwas feucht. Aber das habe ich aus meiner knienden Perspektive vielleicht auch nicht richtig sehen können? :-)

Genau beobachten konnte ich auf jeden Fall den Flug eines Tarsk-Würstchens, das im hohen Bogen auf dem Boden landete. Ich hatte unserem Wirt eine noch vor Hitze dampfende Grillwurst samt Gabel gereicht und ihn dabei gewarnt: „Vorsicht Herr… sehr heiß!“ Aber was macht der Herr? Greift gierig mit den Fingern direkt nach dem Tarsk-Würstchen und verbrennt sich dabei die Flosse!
Tja… das kommt davon, wenn man zu gierig ist… nicht zuhört und den gut gemeinten Hinweis einer kleinen Kajira nicht beachtet.^^

Mittwoch, 3. März 2010

Irgendwo in einer goreanischen Taverne

Der Raum ist voller Gäste, die Gespräche wabern durch den Raum, die einzige Kajira saust zwischen den Gästen hin- und her….serviert Speisen und Getränke. Einem Herrn von hoher Kaste ist ihr Serve nicht auführlich genug, seinem Rang nicht angemessen. Sie serviert ihm sein Getränk erneut, mit aller Hingabe, wie sie es in ihrer Ausbildung gelernt hat. Das ist sein gutes Recht und goreanisches Verhalten.

Nachdem die Kajira ihm serviert hat, schickt er sie nach draußen, um sich um die Krieger in der Wachstube zu kümmern. Auch das ist sein Recht und goreanisches Verhalten.

Kaum ist sie wieder da, streicht sie sich mit der Hand zwischen ihren Schenkeln durch…wischt diese dann möglichst unauffällig an einem Sitzkissen ab. Der Herr hat es trotzdem gesehen, fragt nicht, was sie da abgewischt hat, kann es eigentlich nur vermuten. War es nur Wasser, weil sie sich gewaschen hat oder was anderes? *rotwerd*. Er schickt sie raus, den Kissenbezug zu waschen. Schon wieder ist er natürlich im Recht und sein Verhalten ist goreanisch.

Wunderbar….was will man mehr!

Nun kommt der Haken, wir sind nicht auf Gor, sondern machen ein Rollenspiel. Ein Rollenspiel lebt vom Miteinander. Ich muss meinen Mitspielern Gelegenheit geben, zu agieren und zu reagieren. Übertragen wir also die oben genanten Situationen mal ins Rollenspiel in SL-Gor:

Die volle Taverne….die Kajira emotet nun also ihren Serve in aller Ausführlichkeit und spammt damit den Chat zu. Kein Mitspieler, außer dem einen Herrn liest sie vermutlich, weil alle auf die Antworten ihrer Gesprächspartner achten. Die Kajira bekommt vom rundherum laufenden RP nur noch rudimentäre Inhalte mit (geht jedenfalls mir so). Aus diesem Grund habe ich mir angewöhnt, die Ausführlichkeit meines Serves von der Anzahl der anwesenden Personen abhängig zu machen und mir da einiges von Rikka abgeschaut (obwohl…sie ist da schon das andere Extrem *gg*). Ok…ich kann „formale“ Serves und wenn ein Herr darauf besteht, so mach ich das selbstverständlich *seufzt leise*. Ich denke auch, es stand ein „guter Wille“ dahinter, nämlich der Kajira die Möglichkeit zum Spielen zu geben.

Etwas anders sieht es schon bei dem zweiten Punkt für mich aus…die Kajira soll sich draußen um die Wachen kümmern. Eigentlich eine reizvolle Aufgabe *leicht rotwerd*, wenn es denn Wachen geben würde. Leider gibt es aber nur solche komischen Pappkameraden da draußen. Es soll ja Spieler geben, die voller Begeisterung mit solchen Dingern Roleplay machen *prustet leise los und murmelt was, das wie „Judy“ klingt*, aber da habe ich nun wirklich keine Lust zu. Ich mache kein RP mit mir selbst. Also führt so ein Auftrag dazu, dass die Kajira mindestens 20 Minuten aus dem Roleplay entfernt wird…und 20 Minuten ist eigentlich noch kurz dafür (naja…bei den meisten Männern geht es ja eher schnell *grinst*). OK… die Kajira hätte auch schnell wieder zurück kommen können, weil die Wachen bestens versorgt waren und keinen weiteren Bedarf an „anderen“ Diensten hatten… DAS wäre aber dann NICHT besonders goreanisch gewesen^^.

Gut…die Spielerin hinter der Kajira grummelt also zu Hause am PC vor sich hin…spricht den Herrn sogar noch freundlich per IM an, dass sie das nicht so gut findet, weil sie sich vom RP ausgeschlossen fühlt…kommt dann wieder zurück… meint mit dem Abwischen ihres Schenkels einen Grund für weiteres RP geliefert zu haben…und wird OHNE Roleplay gleich wieder rausgeschickt!!!! Schon wieder kein Roleplay-Partner, sondern Wäsche waschen am Brunnen oder am Fluss, wo sonst keiner ist :-((.

Das Positive an der Sache: Ich bin endlich mal wieder früher ins Bett gekommen :-))….weil ich nach dem „Kissen-waschen-RP“ endgültig keine Lust mehr hatte und meine Laune ziemlich daneben war :-((

Vielleicht hätte ich mich gestern doch lieber vor den Fernseher setzen sollen. So viel langweiliger kann das Programm da auch nicht gewesen sein. Oder mich um meinen RL-Schatz kümmern sollen…………….