Samstag, 19. Juni 2010

Ich bin dann mal weg

Viel geschrieben habe ich in der letzten Zeit hier ja eh nicht....nun wird es noch weniger. Wir starten jetzt in unseren wohlverdienten Urlaub. Macht keinen Blödsinn ohne mich und lasst Kasra heil.

Bis bald
Dina

Donnerstag, 3. Juni 2010

Dina hat mal wieder Schuld

In Kasra, wie in vielen anderen goreanischen Städten auch, wird Freien Frauen nicht vorgeschrieben, dass sie Schleier zu tragen haben. Es ist mehr eine Sache des Anstands, der Tradition oder vielleicht auch die Absicht, besser vor einer Entführung geschützt zu sein, denn wer raubt schon eine Frau, von der man nichts als die Augen sieht… die sich möglicherweise als hässlich entpuppt?

Die Wirtin des Feuerkrugs trägt z.B. fast NIE einen Schleier… meine liebe Herrin jedoch IMMER… sogar zum Schlafen. Dabei frage ich mich wer wird es wagen, sie im Schlaf zu klauen, wo ich doch zu ihren Füßen liege und sie mit Hauen, Beißen, Kneifen und Treten gut zu verteidigen weiß… den Herrn will ich sehen!

Aber egal… wenn sie sich umzieht, legt sie natürlich auch einen anderen, zum Kleid passenden leichten Schleier an… zumindest fast immer. Vor kurzem ist es dann passiert, dass sie den vergessen hat… ausgerechnet an einem Tag, wo schon vor ihrem Aufstehen Besuch im Sklavenhaus war, ich ihr nicht beim Ankleiden helfen konnte, weil ich Getränke aus der Herberge für die Gäste holen musste. Als ich damit zurück kam, war sie schon im Gespräch mit denen… UNVERSCHLEIERT!!

Tja… ich hab‘s zwar gesehen, aber meine Klappe gehalten… der Besuch waren eh nur merkwürdige Leute aus dem Voltai, aber mit dem üblichen sonderbaren Verhalten und schlechten Benehmen von Nordleuten (sagten auch, dass sie im Norden leben…haben wohl nicht gewusst, wo Treve liegt! *Augen verdreht*) und eine Slaverin, die immer ohne Schleier ist. Also dachte ich… was soll’s… bei DEM Besuch nicht so wichtig. Letztendlich hat meine Herrin überhaupt nicht gemerkt, dass ihr etwas fehlte… war also alles in Butter :-)

Leider kam dann der nächste Tag! Ich fegte mit dem Rücken zur Haustür den Platz vor dem Sklavenhaus… hatte sie überhaupt nicht bemerkt, als sie heraus stürmte und direkt dem Herrn Rudwin und seiner Gefährtin nebst Kajira in die Arme lief (natürlich nur bildlich gesprochen… meine Herrin würde so etwas nie tun!!!). Der Herr bemerkte ihren fehlenden Vorhang leider sofort und sprach sie erstaunt darauf an. Ach, hätte er nicht einfach still ihren Anblick genießen können, ohne etwas zu sagen… denn sie ist eine sehr schöne Frau! Sie drehte echauffiert auf dem Absatz um... entdeckte mich vor dem Haus und zitierte mich hinter sich her. Die zuknallende Tür hat man bestimmt bis in die Oase hören können.

Unsere Auseinandersetzung will ich hier nicht weiter erläutern… ich fühlte mich eigentlich ganz unschuldig… habe aber leider den Fehler gemacht, den vorherigen Tag ohne Schleier zu erwähnen… und dann auch noch weiter gegenan zu argumentieren *seufzt*.

Ihre Strafe war jedenfalls furchtbar… zu dem Schleier, den ich zur Erinnerung an mein Fehlverhalten tagelang tragen musste, kam dann wegen meiner Argumente „Schleier - Herren dienen – stört“ auch noch der verhasste Gürtel dazu *grummelt*, so dass ich das Haus nur noch sehr ungerne bis gar nicht verlassen habe… leider musste ich sie in diesem Aufzug auch noch zur Ratssitzung begleiten! Zum Glück konnte ich mich da hinter dem großen Ratstisch etwas kleiner machen.

Aber sie steht immer zu ihrem Wort… seit dem ersten Tag dieser Hand bin ich die doofen Sachen wieder los… muss nur noch die Sklavenbreikörner aus dem Schleier puhlen und ihn dann waschen :-))