Samstag, 24. Dezember 2011

Weihnachtsgrüße

Vielen Dank an Aly (Kyra Camel, Blowballs) für das Outfit ;-)

Freitag, 23. Dezember 2011

Grün

...war schon immer eine Farbe, die nicht so mein Ding ist. Natürlich nicht in der Natur... da gehört Grün hin und ist wunderschön. Aber bei Klamotten? Nee... aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden. :-)
Doch der Reihe nach... Als meine Herrin das Sklavenhaus verließ, zog es sie nicht gleich zur üblichen Milch in den Feuerkrug, sondern in die entgegengesetzte Richtung... allerdings nur bis zur Hausecke, wo man gut den Vorplatz vor der Zitadelle einsehen kann. Laute Stimmen hatte ich schon im Haus gehört und nun sah ich auch die dazu gehörenden Personen. Dass die männliche Stimme die vom Herrn Hauptmann war, war mir schon vorher klar gewesen, nur die weiblichen konnte ich nicht zuordnen. Allerdings wurde sehr schnell klar, dass es sich nicht lohnte, dem Lamentieren der beiden schlecht erzogenen, fremden Zappelkajirae länger zuzuhören. Der Herr Hauptmann wird an denen bestimmt wenig Spaß haben, wenn er sie tatsächlich in den Kennel zum Vergnügen der Wachen einsperrt und nicht besser gleich als Tarn- oder Fischfutter entsorgt. Ich dankte insgeheim den Priesterkönigen, dass meine Herrin kurz vor ihrer Reise an Frischware kein Interesse hatte und dass es sie dann gleich weiter in die Herberge zog, denn alles andere wäre vertane Zeit gewesen. Doch dort begann sie ein Gespräch mit der einen Heilerin, bei dem sich meine Abneigung gegen die Farbe Grün mal wieder bestätigte.^^
Die Unterhaltung der beiden Herrinnen drehte sich nämlich um medizinische Untersuchungen, insbesondere um regelmäßige Untersuchungen, an denen auch Sklavinnen und damit leider auch ICH, teilnehmen sollen. Sie sprachen über die Auffrischung des grässlich schmeckenden Sklavenweins und natürlich über Einläufe... der Lieblingsmedizin meiner Herrin für alles und jedes bei mir. Dabei hab ich absolut nix, bin wirklich kerngesund und sowieso erheblich weniger anfällig als z.B. meine Herrin! Leider bekam ich das äußerst ungute Gefühl, demnächst die Heilerin konsultieren zu müssen... obwohl ich total abgehärtet bin, eine vollkommen gesunde, normale Verdauung habe, die wirklich nicht behandelt werden muss, fast täglich im Fayheen schwimme und nicht wie in Watte gepackt mit so vielen Hüllen bei herrlichstem Sonnenschein durch die Gegend laufe wie meine Herrin! DIE sollte sich besser mal zur Kontrolle untersuchen lassen... insbesondere weil sie zuletzt vor über drei Jahren in Samanu bei der Heilerin war!!! Nur gut, dass die Heilerin so viel Wert auf die Zustimmung des obersten Schreibers für irgendwelche Reihenuntersuchungen legte, sonst hätte meine Herrin mich bestimmt postwendend auf ihren Untersuchungstisch geschickt! :-(
Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich dem Herrn Schmied war, dass er genau im richtigen Moment auf ein Ale in den Feuerkrug kam und sich das Gespräch dann wesentlich interessanteren Dingen zuwandte, nämlich der neu erwachten Neigung meines Lieblingshauptmanns zu JÜNGLINGEN!!! Ich glaubte schon, ich müsste mit meinen Ohren nun doch zu den Grünen... aber ich hatte richtig gehört. Der Schmied berichtete, dass der Hauptmann neuerdings anscheinend auf junge Männer steht und zwar so sehr, dass er die sogar als Zierde auf seinen Trinkbechern wünscht, um sich daran zu erfreuen! Mal sehen, ob sich das wieder von alleine gibt oder ob er sich damit bei der Heilerin in Behandlung geben muss... zumindest wäre seine Untersuchung in meinen Augen viel wichtiger als die einer kerngesunden Kajira, die nie was hat, außer ab und an mal einen kleinen Tintenklecks an den Lippen, wenn sie sich beim Schreiben so furchtbar konzentrieren muss oder Aua am Fuß, wenn ein wild gewordenes Thalarion darüber latscht, weil ein Kajirus damit durch die Herberge reitet!^^

Umgeräumt

...ansich ja nicht schlecht und vielleicht auch erforderlich nach intensivster Nutzung der Schlafstätte... nicht nur zum Schlafen^^... aber Falten, Falten, Falten im Teppich... und nu???

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Nun ist er dran

Erstaunt bemerkte ich, wie fein sich meine Herrin gemacht hatte und erfuhr, dass wir in dieser Hand nun inzwischen drei Jahre in Kasra sind… also meine Herrin dort wohnt und ich somit natürlich auch… insgesamt bin ich in einigen Monaten ja schon vier Jahre bei ihr. Na, wenn das kein Anlass ist, sich ein wenig feiner anzuziehen! Passend zum Outfit meiner Herrin durfte ich zu meiner großen Freude also die einfache Arbeitstunika ausziehen und meine neueste Tunika in ihren Kastenfarben tragen… die aus dem schönen feinen Tuch, das sie auf einem der letzten Donnermärkte für mich erstanden hatte.
Deswegen kam ich auch gerade noch rechtzeitig in die Herberge, um zu hören, was die Wirtin ihrem Kajirus alles an Aufgaben übertrug für die Zeit ihrer Abwesenheit, weil sie ihre Freundin in Ar besuchen wollte. Komisch, eigentlich dachte ich, sie wäre schon vor langer Zeit abgereist und würde gar nicht mehr in Kasra wohnen, denn ich habe sie seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen... immer nur ihren Gefährten alleine... nicht mal bei dem großen Wagenrennen hat sie ihn angefeuert. Deswegen dachte ich schon, dass sie vielleicht ihre Gefährtenschaft gelöst, vielleicht sogar einen anderen hat... so kann man sich also täuschen!^^
Zur Herberge war ich nur vorgelaufen, um schon mal die Milch für meine Herrin zuzubereiten, da diese noch etwas mit Rina zu besprechen hatte. Ein Gespräch, bei dem ich nicht im Weg stehen wollte…ähhmm…knien mein ich natürlich! Ok, ich gestehe, meine Überlegung dazu war nicht ganz uneigennützig. Erstens weiß ich, dass Rina quasseln kann ohne Luft zu holen und daher befürchtete ich, wenn ich daneben knie, komme ich bestimmt nicht mehr vor die Tür... und ich wollte doch unbedingt in Erfahrung bringen, ob es etwas Neues gab in Kasra, damit ich meiner Herrin berichten kann… also doch vollkommen uneigennützig??  ;-)
Eigentlich gab es nichts Neues... die Heilerin, der meine Herrin für die Behandlung meines thalariongeschädigten Fußes noch zwei Kupfer schuldete, war nicht in ihrer Praxis... hoffentlich berechnet sie nicht irgendwann Zinsen, weil die Bezahlung ja nun schon eine ganze Weile auf sich warten lässt. Beim Herrn Schmied war alles normal... er "befasste" sich mit dem Blondchen, war also beschäftigt.^^ Da der Marktplatz ansonsten wieder wie leer gefegt war, trabte ich also gleich weiter in die Herberge, wo ich immerhin die oben erwähnten Neuigkeiten erfuhr und darüber nachdachte, dass Wilbur endlich von den Feldern zurück war, würde meiner Herrin bestimmt gut in den Kram passen. Sie wollte mit ihm ja noch ein Vulo rupfen wegen der Beschädigung ihres Eigentums und der zu zahlenden zwei Kupfer.
Und so kam es auch. Ihre Milch war gerade erst fertig, vorsorglich mit einem Extralöffel Honig zur Beruhigung, als sie auch schon auftauchte. Anscheinend hatte Rina sie diesmal doch nicht so vollgequasselt wie sonst.^^ Es stellte sich schnell heraus, dass die Zusatzportion Honig eine sehr gute Entscheidung gewesen war, denn ich glaube, sie hat sich diesmal gar nicht über Wilburs schlechtes Benehmen aufgeregt... wobei ich fand, dass er sich auch sehr bemüht hat. Auf jeden Fall hat er versucht, die ganze eigenartige Geschichte um seinen Ritt auf dem Thalarion im Feuerkrug, bei dem letztendlich mein einer Fuß verletzt worden war, aufzuklären und meiner Herrin alle ihre Fragen dazu zu beantworten. Verworren blieb dennoch alles bis zum Schluss... zumindest für mich. Aber Wilbur hat ein paar interessante Vorschläge unterbreitet, wie er denn die zwei Kupfer bei meiner Herrin abarbeiten könnte. Mal sehen, was er sagt, wenn er erfährt, wozu meine Herrin sich letztendlich entschlossen hat! ;-))

Dienstag, 20. Dezember 2011

Ein neuer Händler in Kasra

Gestern war zu meinem Leidwesen wieder turnusmäßige Ratssitzung. Da mir keine passende Ausrede einfallen wollte, musste ich meine Herrin also begleiten. Wegen dem Rat und der läutenden Glocke hatte sie sich für mein Empfinden nur viel zu kurz mit ihrem Nachbarn, dem Herrn Schmied, unterhalten. Eigentlich wollte sie ihm noch schmackhaft machen, mit zur Sitzung zu kommen, doch dann preschte sie in der ihr üblichen Geschwindigkeit auch schon los, während mein Lieblingsschmied ankündigte, lieber etwas früher in die Felle zu gehen, allerdings merkwürdigerweise alleine, ohne eine Kajira. Das Schlafen in anderer Gesellschaft, nämlich in der Ratssitzung, lehnte er ab.^^
Die relativ schlecht besetzte Sitzung fing mit Verzögerung an. Nicht, weil meine Herrin zu spät dran war, sondern weil der Herr Regent auf einen Händler wartete, der sich dem Rat vorstellen wollte. Zu meiner Freude, wurde ich daher noch einmal vor die Tür geschickt, um diesen besagten neuen Händler zu suchen. Vielleicht hatte er ja bloß den Weg zum Ratssaal nicht gefunden? Da ich spontan niemanden entdeckte, der nach Händler aussah und durch die Stadt irrte, führte mein Weg erst mal zurück zur Schmiede. Das war nur logisch und zwar nicht, weil er einer meiner Lieblingsherren ist, sondern wer außer dem Herrn Schmied ist denn sonst noch immer da und hat so einen guten Überblick über den Marktplatz wie er? Falls dieser neue Händler also tatsächlich in Kasra war, dann hatte mein Lieblingsschmied ihn bestimmt gesehen.
Gesagt getan... ich nutzte die gute Gelegenheit ohne meine Herrin oder eine andere freie Frau in der Nähe dann auch gleich, um mich mit weit gespreizten Schenkeln vor ihn zu knien, um ihn bei meiner Frage ein wenig mit meinem Anblick zu erfreuen... sozusagen als optische Unterstützung beim Nachdenken. Doch es half leider nichts, der gesuchte Händler war ihm nicht bekannt. Aber wie der Zufall manchmal so spielt, tauchte genau in diesem Augenblick ein Fremder bei uns auf und erkundigte sich danach, wo der Ratssaal sei. Es war der Gesuchte, so dass mir mit meinem Lieblingsschmied kein Schäkern mehr vergönnt war, denn ich geleitete den Herrn Händler selbstverständlich umgehend in die Sitzung, weil dort ja alle auf ihn warteten, damit es endlich losgehen konnte.
Die Fragen eines Niederkastigen an den unbekannten Herrn grenzten dann leider mal wieder ein wenig an „peinlich bis dumm“, aber darüber steht einer Sklavin natürlich kein Urteil zu. Ebenso wenig dazu, warum dieser Herr sich quasi gleich nach seiner Ankunft im Rat vorstellen musste, warum ihm nicht erst mal einige Hand Zeit gelassen wird, sich ein wenig einzuleben und die Kasraner einfach kennen zu lernen. Aber egal, so oder so wird sich sowieso erst nach einiger Zeit zeigen, ob er bei uns wirklich sesshaft wird. Alle zu diesem Zeitpunkt in meinen Augen unbedeutenden, spitzfindigen Fragen, ob er dann seinen bisherigen Heimstein aufgeben und auf den von Kasra schwören wird, sind zu diesem Zeitpunkt reine Spekulation und einfach noch verfrüht… ebenso die Frage, welche Glaubwürdigkeit sein Schwur dann hat... es ist also erst mal abwarten angesagt. ;-)

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Der Ring

Kasra war gestern nach zwei Tagen Trubel und jeder Menge Tourismus durch die Wagenrennen wie ausgestorben. Sämtliche Gäste sind offensichtlich gleich nach Beendigung der Wettkämpfe wieder abgereist, womit sich meine Vermutung leider bestätigt hat. Schade, solche Events ziehen immer nur für die Dauer der Veranstaltung eine Menge Touristen an. Hinterher wollen alle so schnell wie möglich wieder zu ihrem Heimstein zurück oder zur nächsten Veranstaltung weiter. Bei vielen Goreanern scheint das Heimweh so übermächtig zu sein, dass ein weiterer Tag fern der Heimat einfach nicht mehr drin liegt und andere bleiben sowieso nicht, wenn dann nur noch (langweiliger) Alltag herrscht. Aber vielleicht gut so, Kasras Bürger zeigten sich gestern eh nicht von ihrer geselligsten Seite ((ist nun mal Vorweihnachtszeit ;-)) und blieben alle in ihren Häusern, so dass der letzte Gast dann vermutlich sowieso abgereist wäre. :-(
Die ausgestorbene Stadt mit ihrem menschenleeren Marktplatz bescherte mir ein sehr langes Ausschlafen… so lange, dass sogar meine Herrin schon vor mir auf war. Während ich mir schnell eine einfache Arbeitstunika überstreifte, wanderten meine Gedanken wieder zu dem Geschenk meines Lieblingsherrn, dem kleinen Ring aus einem Tabukknochen, den er mir geschenkt hatte. Leider ist er schon am Morgen nach dem Jagdausflug gleich weiter abgereist, um seine Schmuckstücke zu verkaufen. Um auf die Rückkehr meiner Herrin noch zu warten, war seine Zeit also mal wieder viel zu knapp. Aber das kenn ich ja schon von ihm und muss ihn eben nehmen, wie er ist. ;-)
Selbstverständlich bestellte ich meiner heimgekehrten Herrin die Grüße ihres langjährigen Freundes und erzählte von meinen Erlebnissen der letzten Tage… zumindest von denjenigen, die sie wissen wollte. Manches lehnt sie ja einfach ab zu erfahren *grinst*. Aber mein tolles Geschenk musste ich ihr natürlich zeigen und es ihr schweren Herzens aushändigen… leider. Ich bin nun mal eine Sklavin, der kein Besitz zusteht… ich bin Eigentum… die Tuniken und Seiden, die ich tragen darf, gehören meiner Herrin, mein Collar ist ihr Collar und nicht mal auf einen Namen habe ich ein Anrecht. Unterwerfung bedeutet, sein Schicksal mit allen Konsequenzen in die Hände einer Herrin oder eines Herrn zu legen. Bekomme ich also etwas geschenkt, so gehört dieses Geschenk meiner Herrin… ich habe kein Anrecht darauf und es ist ihre Entscheidung, ob ich so ein Schmuckstück tragen darf oder nicht.
Sie hat ja nichts gegen die feinen Silberketten um meine Hand- und Fußgelenke, meine Ohrringe und auch nichts gegen die Brosche in Form einer Dina… übrigens das Geschenk eines Schmuckherstellers, den ich vor einigen Jahren dazu inspiriert hatte, so etwas zu kreieren. :-)) Ein ganz klitzekleines bisschen hatte ich irgendwie gehofft, sie würde den Ring nur kurz betrachten und mir dann erlauben, ihn ebenfalls zu tragen, weil sie auf ihren langjährigen alten Freund doch eigentlich ziemliche Stücke hält und es bestimmt schön findet, sein Geschenk am Finger ihres Eigentums zu sehen. Falsch gehofft… sie steckte ihn einfach in ihren Beutel, den sie immer an ihrem Gürtel trägt und das war’s. Enttäuscht wagte ich mit einem dicken Kloß im Hals nichts mehr zu sagen, versuchte aber, mir meine Enttäuschung nicht anmerken zu lassen.
Jeden Tag betrachtete ich seitdem möglichst unauffällig ihre Finger, doch sie trug zu meinem großen Erstaunen den schönen Ring nicht. Mein Geschenk an ihrem Finger hätte mich bestimmt auch gefreut, obwohl ich es an meinem Finger natürlich viel toller gefunden hätte. Gestern nahm ich mir dann vor, sie einfach nun doch mal zu fragen… vielleicht war es ja der richtige Zeitpunkt dafür, nachdem nun etliche Tage vergangen waren. Vielleicht war sie ja ebenso gut ausgeschlafen wie ich und hatte beste Laune?
Meine Vorgehensweise hatte ich mir allerdings noch nicht genauer überlegt, wollte doch lieber erst mal feststellen, wie ihre Stimmung war. Entgegen meiner sonstigen Art sie zu begrüßen, kam mir spontan in den Sinn, ihr einen gehauchten Kuss auf den Handrücken zu drücken, um ihr meine Zuneigung aber auch meine Demut zu zeigen. Als ich mit leicht flackerndem Blick wieder zu ihr aufschaute, erschauerte ich jedoch unter ihrem strengen Blick. Oh je… was hatte ich getan!? Aus sehr ernsten Augen schaute sie mich wortlos an, während sie mit dem ausgestreckten Finger auf einen neben ihr auf dem Tisch liegenden Brief tippte… ein Schreiben meines Lieblingshändlers, wie sie mir dann mit kalter Stimme eröffnete.
Mit diesem Schreiben hatte er meine Herrin über die gut gehenden Geschäfte mit seinem günstig erstandenen Tabuk-Schmuck in den großen Städten wie Cos und Ar informiert und nebenbei wohl auch sein Geschenk an mich erwähnt, über das ich mich so wahnsinnig gefreut hatte. Leider wusste ich es jedoch seit Tagen in dem besagten kleinen Beutel und nicht an meinem Finger. Allerdings hatte er anscheinend auch geschrieben, wie wenig wertvoll dieser Sklavenschmuck eigentlich war. Wie konnte er nur denken, dass solch ein Tabukring keinen Wert für mich besaß… ausgerechnet ein Geschenk von IHM, den ich so sehr mag, der aber leider so selten in Kasra ist und dann auch immer nur so kurz!!!
Ich gestehe, ich hatte schon den Mund geöffnet, um meiner Empörung Luft zu machen, doch ich klappte ihn schnell wieder zu, als ich bemerkte, dass meine Herrin noch nicht fertig damit war mir die Leviten zu lesen und senkte lieber schnell meinen Kopf. Während sie sich darüber aufregte, was das für eine Schmach gewesen wäre, wenn sie, eine ehrbare Frau mit untadeligem Ruf, so einen minderwertigen Tand tatsächlich an ihren keuschen Finger gesteckt hätte, in der Annahme, es wäre ein wertvolles Geschenk ihres langjährigen Freundes für SIE, wurde ich immer kleiner. Das hatte ich alles mit dem Überreichen des Rings nun wirklich nicht beabsichtigt und mir war nicht bewusst gewesen, nichts davon gesagt zu haben, dass es ein Geschenk an MICH war. Ich war mir ganz sicher, auf keinen Fall diesen tollen, wunderschönen Tabukknochenring als nicht wertvoll bezeichnet zu haben, denn für mich ist er nun mal sehr kostbar.
Tja, und dann veränderten sich ihre Augen und schauten mich wieder ganz liebevoll an… sowas will sie natürlich nicht wissen und schon gar nicht, dass ich jemandem erzähle, wie gütig sie eigentlich sein kann… gab mir den Ring zurück und erlaubte mir, ihn zu tragen, denn er ist nun mal ein Geschenk für MICH. Allerdings sagte sie, ich muss mein Goreanisch noch weiter verbessern, damit ich mich in Zukunft klarer ausdrücken kann und so etwas nicht wieder passiert… daran arbeite ich nun... darf den Ring aber tragen! :-)))))

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Der zweite Tag des Wagenrennens

Tja, leider haben sie mit dem Start natürlich nicht auf mich gewartet. Als ich meine viele Arbeit ((lecker essen gehen^^)) endlich erledigt hatte, waren einige der Wettkämpfe natürlich schon gelaufen… aber der letzte, alles entscheidende mit meinem Favoriten zumindest noch nicht. Wobei ich gestehen muss, dass das Rennen diesmal für mich leider einen sehr unangenehmen, fast gesundheitsschädigenden Nachteil bzw. mein spätes Kommen wiederum dann doch einen großen Vorteil hatte. Meine Herrin war nämlich die offizielle Rundenzählerin und brüllte jedes Mal, wenn wieder eine Runde um war, lautstark die entsprechende Zahl durch die ganze Arena… 20 Mal also… sozusagen fast genau neben meinem Ohr. Ich bin nun mal kleiner als sie, auch wenn ich nicht knie, sondern so wie gestern neben ihr stehe, um das Geschehen in der Arena besser verfolgen zu können. Allerdings bin ich auch nicht dösig, habe mich aber aus Gehörschutzgründen trotzdem nicht hingekniet, sondern mir immer dann, wenn sie wieder besonders tief Luft holte, um die nächste Runde zu brüllen, rechtzeitig die Ohren zugehalten und so auf clevere Art und Weise die Gesundheit ihres Eigentums geschützt.^^
Allerdings konnte ich mir eine diesbezügliche klitzekleine Bemerkung leider nicht verkneifen, mit der unangenehmen Folge, dass ich dann beim letzten Entscheidungskampf die Runden zählen sollte. Da nützte es auch nichts, dass mir vor Schreck abrupt die Stimme fast gänzlich versagte und ich meine Antwort nur noch leise piepsend von mir geben konnte… meine Herrin blieb unbarmherzig! Wobei die Priesterkönige ein Einsehen mit mir gehabt haben müssen. Beim letzten Rennen mussten nämlich gar keine Runden gezählt werden, weil das ja nach dem KO-Prinzip von statten gehen sollte. Die Regel besagte, dass jeder Wagen mit 2 Personen besetzt werden musste, einer zum Lenken des Kailla-Gespanns, der andere zum Kämpfen mit der Peitsche. Die Konkurrenten haben sich dann so lange mit ihren Peitschen beharkt, bis im letzten Wagen nur noch einer bei Bewusstsein war… eine ziemlich ruppige und blutige Angelegenheit.
Ich gestehe, dass ich dabei auch nicht allzu aufmerksam zugeschaut habe, weil es mich immer wieder ziemlich schüttelte. Wobei ich unseren Herrn Regenten, der mit meinem Lieblingswirt zusammen fuhr, schon sehr bewundert habe, weil er sich zwischendurch einfach seine Sandalen wieder zuband… zumindest meinte meine Herrin, dass es danach aussah und nicht nach der von mir vermuteten Ohnmacht, während der Herr Wirt in rasender Fahrt das Gespann weiter durch die Arena lenkte. Eigentlich hätten die Gegner aus lauter Ehrfurcht vor so einer Kaltschnäuzigkeit sofort erstarren müssen. Doch leider waren 2 Herren aus Belnend anscheinend noch gewiefter und haben letztendlich den Wettkampf gewonnen.
Es tat mir richtig ein bisschen weh, meinen Lieblingswirt so geschlagen in der Arena zu erblicken, so dass meine Herrin mir nicht zweimal sagen musste, der herbeigeeilten Heilerin meine Hilfe anzubieten. Doch außer einem noch kräftigerem Drehwurm als am Vortag, schien es meinem Favoriten ganz gut zu gehen... zumindest, nachdem er gegen die Arenamauer gereihert hatte. Der Herr Regent berappelte sich auch sehr schnell wieder, so dass die Heilerin meine Dienste gar nicht mehr benötigte. Einzig der Wirt hatte noch Bedarf an mir, indem er sich seine vollgesabberte, leicht säuerlich riechende Hand, mit der er seinen Mund gesäubert hatte, in meiner neuesten, feinsten Tunika abwischte. Nur gut, dass hinter dem Herbergszelt ein Wasserfass stand und ich den Schaden dort schnell beheben konnte, bevor alles eingetrocknet war! :-)

Dienstag, 13. Dezember 2011

Der erste Tag des Wagenrennens

Nachdem gorweit bekannt gegeben worden war, dass Kasras neue Arena, das Teibarium, mit einem großen Wagenrennen eingeweiht werden sollte, war es gestern dann endlich soweit. Wie erwartet hatte sich tatsächlich eine große Menschenmenge aus ganz Gor eingefunden… offensichtlich sogar auch aus dem hohen Norden, wie ich dem „Gejarle“ einige Plätze neben mir entnehmen konnte. Bei dem ganzen Volk war es daher nur gut, dass meine Herrin bereits voraus gegangen war und schon mal die besten Plätze an der Balustrade besetzt hielt, während ich noch einige Hausarbeiten zu erledigen hatte, bevor ich mich in meine neueste Tunika in den Kastenfarben meiner Herrin werfen konnte, um ihr hinterher zu eilen.
Ich hatte zum Glück noch nichts verpasst. Als ob alle nur auf mich gewartet hatten^^, wurde das Rennen kurz nachdem ich angekommen war, von unserem Regenten höchstpersönlich gestartet, der dafür auf die Mauer zwischen den Bahnen geklettert war. In den 3 Vorrundenrennen gingen jeweils 2 Wagengespanne gleichzeitig an den Start und mussten eine Strecke von insgesamt 20 Runden absolvieren, während die anderen Rennteilnehmer sich als Zuschauer im Torbogen am Ende der Arena aufgebaut hatten und sehr stattlich anzuschauen waren. Der Gesamtsieger wurde dann in einem letzten Wettkampf unter den 3 Vorrundensiegern ermittelt. Es war wirklich ein sehr beeindruckender und imposanter, allerdings auch etwas staubiger Anblick, die drei Gespanne in der Endausscheidung ihre Bahnen im Teibarium fahren zu sehen.
Vor dem Wagenrennen hatte ich noch schwer darüber gegrübelt, für welchen meiner zurzeit in Kasra weilenden Lieblingsherren ich meine Daumen denn nun am meisten drücken sollte… eine wirklich schwere und eigentlich unlösbare Aufgabe für mich. Doch dann wurde mir die Entscheidung ein wenig erleichtert, da der Herr Hauptmann gar nicht antrat… sein Wagen hatte anscheinend einen Achsbruch erlitten. Sofort keimten erste Gerüchte darüber auf und es wurde sogar über Sabotage der vor Angst zitternden Konkurrenz gemunkelt. Das muss ein wirklich schwerer Schlag für ihn gewesen sein, wo er doch vermutlich schon davon geträumt hatte, unter dem Jubel der Massen mit seinem goldenen Wagen im Regen von Blütenblättern und Blattgold den gerechten Sieg einzufahren und mit allen möglichen Glücksbringer-Tüchern der geneigten Damenwelt in die Arena einzuziehen. ((einfach mal bei Luc in SLinfo geklaut:-))
Ein weiterer meiner Lieblingsherren trat ebenfalls nicht an… der Herr Schmied. Später, beim Verlassen der Arena erzählte er mir, dass ein solches Rennen nicht sein Ding sei und er sich nicht zur Belustigung der Zuschauermassen zum Arenasklaven machen würde. Seine Entscheidung beeindruckte mich sehr und zeugte für mich von sehr viel Selbstbewusstsein und vor allem von dem Wissen, was er kann und wovon er lieber seine Finger lassen sollte. Seine Stärken liegen eben woanders. So wie selbstverständlich auch nicht jeder Goreaner einen Tarn lenken kann, ist ein Rennwagen mit 4 feurigen Kaillas davor, bestimmt auch nicht einfach zu lenken und absolut nicht mit dem behäbigen Bosk-Wagen vergleichbar, den ich seinerzeit auf unserer Theatertournee nach Torcodino lenken durfte.
 Mein Daumendrücken konzentrierte sich daher ungebremst und ungehindert, also mit aller mir zur Verfügung stehenden Kraft auf den Start meines Lieblingswirtes. Und was soll ich sagen… er hat gewonnen!!... zuerst die Vorentscheidung und dann auch noch den Gesamtsieg!!!!! Mich brachte das förmlich aus dem Häuschen, meine Herrin übrigens auch, allerdings hielt sie sich mit ihren Anfeuerungen etwas mehr zurück und brüllte ihre Begeisterung nicht so wie ich durch die ganze Arena. Aber ich finde, das war in diesem Fall voll ok… und hat ja auch geholfen… zumindest vielleicht etwas. ;-) Meine Herrin vermutete jedenfalls, dass der Wirt so einen Wagen nicht das erste Mal lenkte, sondern damit wohl beim Fahren von Pagafässern heimlich geübt hatte.
Nachdem das Rennen erst zu später Ahn beendet war, zog es viele der Gäste alsbald in ihre Unterkünfte und meine Herrin nach Hause. Richtig toll fand ich noch, dass mein Lieblingswirt, ausgepowert wie er war, trotzdem noch kurz zu uns auf die Tribüne kam. Er sah wirklich sehr erschöpft aus und erzählte, dass er dringend in seine Felle müsse, um sich zu erholen, weil sich immer noch alles um ihn drehte. Kein Wunder nach so vielen Runden, da kann man wirklich einen Drehwurm bekommen. Ich hatte sogar gesehen, wie einer der Teilnehmer sein Essen rückwärts essen musste, weil ihm von der Dreherei anscheinend schlecht geworden war.
Nun bin ich auf den zweiten Renntag gespannt, an dem das Rennen unter erschwerten Bedingungen fortgesetzt werden soll. Die Wagen werden dann zu zweit gefahren… einer lenkt das Kailla-Gespann und der andere darf die Konkurrenz mit Peitschenhieben attackieren. Um das Ganze noch schwieriger zu machen, werden auf der Bahn wohl zusätzlich auch noch irgendwelche Fallen oder Hindernisse aufgebaut werden. Ich bin jedenfalls gespannt, ob der Wirt wieder so gut abschneidet und ob der Hauptmann inzwischen vielleicht die Achse seines Wagens hat reparieren lassen. Hauptsache, ich schaffe meine Hausarbeiten einigermaßen rechtzeitig und verpasse nicht allzu viel… aber vielleicht wartet der Herr Regent mit dem Start ja wieder bis auch ich da bin! ;-))

Freitag, 9. Dezember 2011

Gor Schule OOC

Gestern sollte es auf mehrfachen Wunsch vom letzten Treffen nun um den zweiten Teil zum Thema RP-Grundlagen gehen, insbesondere um Chat-Kampf, aber auch um Force-RP.
Erstaunlicherweise war das Interesse dann jedoch gar nicht so groß wie an den beiden vorangegangenen Abenden. Darüber zu sinnieren, woran das nun gelegen hat, erübrigt sich, denn ich glaube, auch so war der Abend ein Erfolg. Besonders für mich, die nun mal nicht so schnell liest wie andere und die sowieso nicht besonders flott schreiben kann, war es mit dieser Teilnehmerzahl erheblich angenehmer, da es mehr ein gemeinsames Gespräch war und nicht mehrere parallel verlaufende gleichzeitig.
Richtig toll fand ich, dass wir sogar einen kleinen Schaukampf machen konnten, um unsere Erklärungen zum Force-RP noch ein wenig besser zu verdeutlichen. Da wir ja OOC waren, kam es mir spontan in den Sinn, Georg mal eine zu scheuern, was ich IC natürlich nie tun würde^^… habe ich ihn aber selbstverständlich gewinnen lassen :-))
Bedingt durch die Feiertage und den Urlaub meiner Herrin, wird unser nächster Abend zum Thema Onlineismen erst Ende Januar im neuen Jahr stattfinden. Den genauen Termin geben wir dann aber noch rechtzeitig bekannt.

Geschenke

Aus dieser Hand gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Sie fing damit an, dass Kasras Bürgern eine riesige Rennstrecke übergeben wurde, von der alle natürlich hellauf begeistert waren. Bei aller Anerkennung für diese tolle Leistung der Baumeister erschloss sich mir die Notwendigkeit eines solch gigantischen Bauwerks nicht ganz… aber ich bin ja auch kein Krieger, sondern nur eine einfache Sklavin.^^ Kasras Stadtkasse scheint es also inzwischen wieder besser zu gehen, obwohl es noch nicht allzu lange her ist, dass es sehr schlecht um sie bestellt war. Doch die Nachwirkungen des grässlichen Krieges scheinen endlich vorbei zu sein und das freut mich natürlich riesig.
Besonders begeistert sind natürlich die Herren Krieger über diesen neuen Spielplatz, aber auch die Baumeister, die wohl jede Menge Spaß daran hatten, dieses Geschenk zu bauen. Für die nächste Hand wurden gleich zwei Renntage ((12.12.+13.12.)) beschlossen, die bestimmt eine Menge Volk anziehen werden, das hinterher zwar vermutlich ganz schnell wieder verschwunden ist, aber der Stadt natürlich weitere Einnahmen beschert. Die Wirtsleute werden sich vermutlich goldene Nasen verdienen… nur wie sie das ohne eigene Kajirae bewerkstelligen wollen, wird wohl spannend… ähhmmmm… anstrengend werden.^^
Am folgenden Tag drehte sich natürlich ebenfalls wieder alles um die neue Arena, so dass ich unbehelligt meinen Hausarbeiten nachgehen konnte, denn meine Herrin war leider immer noch auf ihrem Landsitz und auch von ihrem guten alten Freund, meinem Lieblingshändler war weit und breit nichts zu sehen. Vermutlich war er zu ihr aufs Land gefahren. Irgendwie schade, dass meine Herrin mich wie immer nicht mitgenommen hatte und er leider auch nicht. Dabei wüsste ich sooooo furchtbar gerne, was die beiden zu „besprechen“ hatten.^^ Ich nahm es ihm jedenfalls ein wenig krumm, dass er sich einfach so aus dem Staub gemacht hatte, ohne sich von mir zu verabschieden… was sonst eigentlich überhaupt nicht seine Art ist. ;-)
Es war also nicht weiter verwunderlich, dass es mich auch am nachfolgenden Tag als erstes wieder zum Hafen zog, in der Hoffnung, er würde vielleicht zurück kommen oder meine Herrin ein paar Tage früher eintreffen. Leider war das jedoch nicht der Fall. Dafür bekam ich mit, dass der Herr Hauptmann mit seinen beiden Kajirae auf die Jagd wollte bzw. sie zum Schleppen seiner Beute mitkommen durften. Nachdem ich ihnen noch kurz hinterher gewinkt hatte, wollte ich mich eigentlich zurück in die Stadt aufmachen, als ich sozusagen dem Schmied fast in die Arme lief. Mit großem Erstaunen erfuhr ich, dass er ebenfalls jagen wollte… allerdings ganz alleine… bzw. mit mir dann also zu zweit… aber ohne Bogen? Egal, er wusste bestimmt, was er tun wollte!

Oh je… ich muss gestehen, das war vielleicht ein Ausflug! Zuerst verstand der Fährmann anscheinend nicht richtig, wohin wir wollten und brachte uns zum Heilerhaus an der gegenüberliegenden Seite des Fayheen. Danach stapften wir dann endlos durch den Urwald, bis sich heraus stellte, dass wir einen vollkommen falschen Weg eingeschlagen hatten… also wieder zurück. Ich war inzwischen triefend nass, weil ich auf dem schmalen Dschungelpfad nicht aufgepasst hatte und ins Wasser gefallen war. Nagut… immerhin eine kleine Erfrischung in dieser schwülen Hitze, wofür mich mein Lieblingsschmied aber zum Glück nicht rügte. Er brummelt nur irgendwas wie „Pass bloß auf, dass du dir den Kopf nicht anschlägst, damit ich deiner Herrin ihr Eigentum unbeschadet wieder zurück bringen kann.“
Wobei so wirklich besorgt war er um das Eigentum meiner Herrin dann doch nicht, dafür aber umso mehr um sein eigenes Wohl. Denn als sich mitten im Urwald plötzlich vor uns eine tiefe Schlucht mit einer abenteuerlich aussehenden Hängebrücke auftat, da schickte er mich vor, um die Tragfähigkeit der Konstruktion zu testen und kam erst dann hinterher, nachdem ich das andere Ufer heil erreicht hatte. Ich gebe zu, Eigentum hin oder her, ich bin doch nur eine unbedeutende Sklavin, die man notfalls durch eine neue ersetzten kann.^^
Am anderen Ufer wurde der Dschungel teilweise dichter und ich fand, auch unheimlicher. Außerdem waren merkwürdige Geräusche zu hören. Wie der Schmied ohne Pfeil und Bogen eigentlich jagen wollte, wenn uns denn ein Tier über den Weg laufen würde, erschloss sich mir leider nicht mehr, da er in dem Moment gerade ein Tabuk entdeckte… und zwar ein totes, in dem schon ein Pfeil steckte. Oh je… mir wurde immer mulmiger zumute, denn der Pfeil bedeutete für mich, dass sich das Tabuk den nicht selbst in den Bauch gesteckt hatte, sondern dass der Pfeil von einem Bogen abgeschossen worden war… nur wer war der Schütze gewesen? Mit wild klopfendem Herzen lauschte ich wieder in den Urwald hinein… befürchtete, dass uns jeden Augenblick eine Taluna angreifen könnte.

Der Schmied schien diese Befürchtungen jedoch nicht zu haben und schulterte gerade gut gelaunt seine Beute, als es erneut raschelte…diesmal viel dichter. Außerdem raschelte es nicht nur, sondern hörte sich nach Schritten an. Mir blieb vor Angst fast das Herz stehen. Zu meiner riesengroßen Überraschung tauchte mein Lieblingshändler aus dem Dickicht auf und verstaute erleichtert grinsend gerade seinen besten Freund wieder unter der Tunika. Es stellte sich heraus, dass er auf dem Rückweg von einem Lieferanten für Tabukzahn-Schmuck war und sich uns gerne anschließen wollte. Das Erwähnen von Schmuck machte mich natürlich hellhörig… den Herrn Schmied jedoch eher desinteressiert. Die anschließende Unterhaltung der beiden turnte mich dann aber schnell wieder ab, als ich enttäuscht hörte, dass er den Schmuck aus Tabukzähnen an reiche dicke Herren in großen Städten verkaufen will, die danach so tun, als ob sie auf der Jagd gewesen waren, wenn sie ihrer Kajira das Schmuckstück schenken. Bedauernd ließ ich meinen Kopf etwas hängen, so etwas Tolles würde ich also nie bekommen, denn ich habe ja eine Herrin, die bestimmt keine Tabuks jagen geht und noch weniger so tut als ob.^^
Doch dann nestelte mein Lieblingshändler an dem Beutel herum, den er an seinem Gürtel trug… nahm etwas heraus, beorderte mich zu sich und streckte mir seine Hand entgegen. Darin lag ein kleiner, schmaler Ring, aus einem Tabukknochen gefertigt… für MICH! Es verschlug mir fast die Sprache, dass er mir etwas so Wunderschönes schenken wollte. Er tat es zwar als etwas ab, das eigentlich nur in Ar, Cos oder Port Kar, zusammen mit der richtigen Geschichte viel wert sei. Doch für mich war es auch ohne Geschichte unbeschreiblich wertvoll. So kam es dann, dass ich von dem ganzen Rückweg nicht wirklich was mitbekam, weil ich immer wieder mit verzücktem Blick zu dem tollen Geschenk an meinem Finger schauen musste.

Beim geselligen Beisammensein am Grillplatz kam ich dann aber doch wieder einigermaßen zu mir… zumindest spätestens bei der Poklatscherei der Herren, die einen Vers über „gute Tropfen“ und „Weibern auf den Hintern klopfen“ direkt in die Tat umsetzten. Wobei ich gestehen muss, wenn es für eine rotseidene Kajira die Chance gibt, einem Herrn keck ihren Po entgegen zu strecken, dann nehme ich dafür auch den einen oder anderen Klaps in Kauf.^^ So in Fahrt gebracht, fragte ich zu vorgerückter Ahn auch nicht mehr lange, was ich darf oder nicht, sondern entzündete einfach zwei Fackeln am Lagerfeuer, um mich den Herren in einem kleinen Tanz noch besser zu präsentieren und…. ja, es ist mir gelungen!… die Fackeln verlöschten zwar irgendwann, doch mein lichterloh brennendes Sklavenfeuer erfreute den Herrn Schmied noch eine ganze Weile, da er mich kurzerhand einfach über seine Schulter warf, um mit mir seine Felle zu wärmen… mein letzter Blick vor dem Einschlafen galt jedoch meinem tollen Geschenk :-)))

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Wannenbad

...auf Gor,

mit warmem Wasser bei Kerzenschein, einer einfühlsamen Kajira, die nichts anderes, als das Wohl des Herrn im Sinn hat, ihr ganzes Denken und Streben daran setzt, ihn wie auch immer zu erfreuen, aber leider ohne Badeente… also kein Vergleich mit der Badesession der beiden Besserwisser Müller-Lüdenscheidt und Dr. Klöbner, ohne Wasser, dafür aber immerhin mit Ente, in einer Hotelwanne irgendwo auf der Erde ((Loriot))!^^
Ach ja… ich habe gar keine Ahnung wo der Stöpsel war :-))

Mittwoch, 30. November 2011

Viel zu seltener Besuch

Leicht gerädert nach einer etwas unruhigen Nacht, erwachte ich recht spät am nächsten Morgen und ließ erst einmal vorsichtig meinen Fuß kreisen. Erstaunt stellte ich fest, es ging schon viel besser mit ihm. Also schnell noch ein wenig von der guten Salbe darauf geschmiert… dann ganz vorsichtig auftreten… es tat fast nicht mehr weh… ich musste nur noch ganz wenig humpeln. Dieser Fortschritt gab mir Mut, so dass ich leise die Tür des Sklavenhauses öffnete, um meine schlafende, immer noch kranke Herrin nicht zu stören und mich draußen ein wenig umzuschauen. Ich war nicht die erste, die ihre Nase vor die Tür streckte. Mein Lieblingsschmied saß bereits auf der Bank vor seiner Werkstatt und ging seiner Arbeit nach, wurde aber unterbrochen von der aufgebrachten Heilerin, die ihre Sklavin suchte, die sich offensichtlich verbotener Weise ihrer Fesselungen entledigt hatte, um Erste Hilfe bei meinem Lieblingshauptmann zu leisten. Er hatte sich mit einem Küchenmesser in den Finger gepiekt und meinte anscheinend, nun sterben zu müssen… oder so ähnlich… naja… ich sag nur „Männer“.^^
Ob das Mädchen von ihrer Herrin noch eine Strafe für ihr unerlaubtes Entfernen erhielt, bekam ich leider nicht mehr mit, da mich der Herr Imker mit einer Nachricht zu unserem Regenten schickte, so dass ich mich humpelnder Weise in Richtung Feste entfernte. Auf dem Rückweg passte er mich dann erneut ab, weil im Feuerkrug mal wieder keine Kajira zum Bedienen der Gäste verfügbar war. Allerdings bemerkte er mein Humpeln und erkundigte sich nicht nur nach der Ursache, sondern bot mir schließlich sogar sein Holzbein an, das er immer unter seinem Bett für Notfälle liegen hat. Doch darauf verzichtete ich lieber… so ein überaus großzügiges Angebot wollte ich selbstverständlich wegen der kleinen Blessur meines Fußes durch den Tritt des Thalarions nicht annehmen und machte mich schleunigst Richtung Feuerkrug auf.
Welch eine große Freude erwartete mich in der recht gut besuchten Herberge… mein Oberlieblingsherr, der geheime Schwarm meiner absolut schönsten Träume^^, war nach unendlich langer Zeit mal wieder in Kasra!!! Leider musste ich wegen der erforderlichen Ehrerbietung vor seiner Stellung und seiner hohen Kaste, unseren Regenten zuerst bedienen, so dass Cassia das Glück hatte, den Kalda für meinen angebeteten Herrn zuzubereiten und ihm zu servieren. Ich ließ mir meine Enttäuschung aber selbstverständlich nicht anmerken… ich würde bestimmt noch eine Chance bekommen, ihm zu dienen… hoffte ich jedenfalls. Und so kam es auch! *schwärmt*… aber vorher gab es noch einen Beitrag meines Oberlieblingsherrn zur Kultur in Kasra.
Er meinte nämlich, wir seien alle Kulturbanausen, weil wir den großen Dichter, den Herrn Remus von Cos nicht kannten… ergänzte dann aber, dass die Kunst dieses Herrn eher nicht gehobene Kultur sei, sondern mehr ein Gaumenschmaus für die Ohren, was ich allerdings nicht so ganz verstand. Jedenfalls machte er uns alle natürlich sowas von neugierig, dass selbst die hochkastige fremde Schreiberin ihn drängte, von diesem Herrn unbedingt etwas vorzutragen, zumal sie als Schreiberin im Namen der Kunst durchaus auch deftigere Kost schon gelesen und gehört hatte, also durchaus Einiges vertragen könne, wie sie auf seine Bedenken, dass es sich nicht gezieme, in ihrer Gegenwart so etwas von diesem Herrn vorzutragen.
Ich glaube, die Herrin wusste nicht wirklich, worauf sie sich da eingelassen hatte. Doch mein Oberlieblingsherr zog sich elegant aus der Affäre und rezitierte ein Gedicht, das bestenfalls in den Gedanken einiger Zuhörer anrüchig war, eine wohlerzogene freie Frau jedoch niemals beleidigen würde, weil die solche Gedanken selbstverständlich nicht denkt!^^

„ Ich liebte einst ein Mägdelein, der ganzen Welt zum Trotze,
sie war recht lieb, sie war recht fein, sie hat ne große fff……… *dehnt das Ende*
furchtbare treue Seele und ihr Name war Adele.

Adele liebt die Männer sehr und auch die offenen Tänze,
doch eines liebte sie noch mehr, das warn die langen schwww……… *dehnt das Ende*
schweren goldnen Ketten, wenn sie welche hätten.“

Nach diesen beiden ersten Versen legte er eine Pause ein, schaute besorgt zu der Herrin, und fragte sie, ob er tatsächlich weitersprechen soll. Welch eine Frage!!! Alle Zuhörer waren hellauf begeistert von diesem Gedicht und die Herrin fand es einfach schön… gar nicht anrüchig, sondern sehr romantisch!!! Er fuhr also fort:

„Als ich sie mal besuchen war, da war ich wohl gelitten,
sie schüttelte ihr langes Haar und zeigte ihre ttt……… *dehnt das Ende*
tintenschwarzen Locken, die reichten bis zum Rocken.

Sie legte sich aufs Kanapee und wollte sich erquicken,
da beugte ich mich über sie und wollt sie gern mal fff……… *dehnt das Ende*
führen durch den Garten, sie konnt es kaum erwarten.

Wir saßen dann im Garten fein, auf einem schönen Rasen,
da wollt sie mir am liebsten einen bbb……… *dehnt das Ende*
blauen Mantel schenken und immer an mich denken.“

Begeisterter Zwischenruf der Herrin: „Oh! Einen blauen Mantel habe ich auch!“

„Und wenn sie mir mal untreu ist, will ich ihr Treu erweisen
und still vor ihrem Fensterlein nen großen Haufen schhh……… *dehnt das Ende*
schöner Blümlein setzen, ach sie soll sich dran ergötzen.“

Leider erinnerte sich mein Oberlieblingsherr an keine weiteren Verse, aber die Begeisterung aller Zuhörer war kaum mehr zu bremsen. Besonders die Herrin war von diesem Gedicht richtig verzückt und verstand überhaupt nicht, warum der Herr vorher wegen ihr solche Bedenken gehabt hatte und verstand auch nicht, dass er angeblich zwei Gedichte vorgetragen hatte… sie hatte jedenfalls nur eines gehört.^^
Mal sehen, ob der nächste Tag so schön beginnt, wie dieser schließlich endete. Als es nämlich Zeit wurde, in die Felle zu gehen, packte mich mein Oberlieblingsherr mit festem Griff, hievte mich mit Leichtigkeit auf seine Schulter und nahm mich mit in seine Felle……………………. :-)))

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OOC:  Eigentlich mag ich kein Log hier ins Blog kopieren, doch diese wirklich köstliche Situation, in Gegenwart einer ehrbaren freien Frau solche Verse zu rezitieren, konnte ich mir nicht verkneifen, zumal die Herrin dabei supertoll mitgespielt hat! ;-))

Dienstag, 29. November 2011

Verletzt

Als ich gestern das Sklavenhaus leider mal wieder alleine verließ, meine Herrin hatte sich nämlich erneut hingelegt, um sich weiter auszukurieren, was einfach sein muss und wichtig ist, auch wenn sie darüber natürlich gemurrt hat, stieß ich fast mit der ersten Heilerin von Kasra zusammen, die offensichtlich auf dem Weg in die Herberge war. Zum Glück rempelte ich sie nicht an, denn die Herrin setzte ihren Weg nach meinem Gruß unbeirrt fort. Danach wandte ich mein Augenmerk wie immer erst einmal Richtung Schmiede und begrüßte meinen Lieblingsschmied, der wie üblich vor seiner Werkstatt stand. In Kasra schien nun doch langsam der Alltag zurück zu kehren... zumindest ein wenig... denn die Herren Schreiber und Zimmermann hatte ich zuvor auch schon gesehen, als ich nach einem ausgiebigen Morgenbad zurück in die Stadt kam.
Leider passierte ein kleines Missverständnis zwischen meinem Lieblingsschmied und mir, was sich für mich aber, den Priesterkönigen sei Dank, zum Guten klärte. Er meinte doch tatsächlich, ich würde mir anmaßen, ihm vorzuschreiben, wie er mich nennen sollte, was ich natürlich nie im Leben tun würde! Da er sehr wohlwollend auf meine Erklärungen und Entschuldigungen reagierte, war es auf keinen Fall verkehrt, ihn bei Laune zu halten und meinen guten Willen zu zeigen, indem ich ihn mit einem Ale erfreute. Die neuerdings übliche Frage, ob er zuerst sein erstes oder doch lieber sein zweites Ale zuerst trinken wollte, stellte ich diesmal lieber nicht, sondern nur, ob ich es ihm vor der Schmiede oder lieber in der Herberge servieren sollte. „Vor der Schmiede“ war seine knappe Antwort und „solange sich in der Herberge ein Thalarion befindet“ seine Begründung für diese Entscheidung, die mich letztendlich etwas nachdenklich Richtung Herberge laufen ließ. Ein Thalarion in der Herberge? Warum sollte dort drinnen ein so großes Viech sein? War mein Lieblingsschmied etwa krank und litt unter Wahnvorstellungen? Nicht auszudenken... dabei sah er eigentlich so aus wie immer, aber die Sache mit dem Namen hatte er ja auch falsch verstanden!^^
In der Herberge angekommen, meinte ich dann jedoch auch unter Wahnvorstellungen zu leiden oder zumindest zu träumen. Ich traute meinen Augen kaum... der Kajirus der Wirtin stand nämlich in einem kleinen offenen Wagen, der von einem sehr lebendigen, ziemlich panischen Thalarion gezogen wurde, das wilde Kreise mitten durch die Herberge drehte, um die beiden Tische herum und über jedes Sitzkissen hinweg, das ihm in die Quere kam. Untermalt wurde das Szenario von Wilburs wilden Flüchen und dem panischen Gekreische der Heilerin. Als habe er nur darauf gewartet, dass endlich jemand die Türen weit öffnet, die ich vor Erstarrung nämlich noch nicht geschlossen hatte, lenkte der Kajirus sein Gefährt in wilder Fahrt auf mich zu und dann aus der Herberge heraus. Leider war ich bei diesem seltsamen Anblick mit weit aufgerissenen Augen mitten in der Tür stehen geblieben und versuchte mich letztendlich, als mir das Vorhaben von Wilbur klar wurde, mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit zu bringen... leider etwas zu spät. Das doofe Thalarion-Viech trampelte mir in seiner Panik auf den Fuß... meinen NACKTEN Fuß! Ohweh... das tat richtig weh... das Ale für meinen Lieblingsschmied war schlagartig vergessen, im wahrsten Sinne dieses Wortes!!!
Die Heilerin sauste dem Gefährt wütend hinterher und ich humpelte ebenfalls nach draußen, wo der Spuk inzwischen ein abruptes Ende genommen hatte... das Thalarion war samt Wagen verschwunden. Immerhin war Wilbur rechtzeitig abgesprungen und musste sich nun die Schimpftirade der Heilerin anhören, während ich meinen lädierten Fuß befühlte und zusah, wie er sich langsam immer dunkler verfärbte und dabei dicker und dicker wurde. Als die Herrin schließlich ihren ganzen Dampf abgelassen hatte, setzte ich noch giftig nach, dass die Wirtin bestimmt sehr darüber erfreut sein wird, dass ihr Besitz den Besitz meiner Herrin beschädigt hatte und massierte weiter meinen immer stärker schmerzenden Fuß. Wobei ich gestehen muss, dass mir der arme Wilbur schließlich fast leid tat, der aus lauter Angst vor der zu erwartenden Strafe nichts anderes heraus bekam als „ohweh, ohweh, ohweh“ zu jammern. Dann kippte die Situation plötzlich...

Die Heilerin ließ spontan von ihren Bestrafungsgelüsten ab, hörte auf zu schimpfen, besah sich kurz mit heilerischem Blick meinen Fuß und befahl dem mittlerweile wirklich betreten drein schauenden Wilbur, mich in ihre Heilerstube zu tragen, was er auch prompt tat. Er meinte zwar noch, ich sollte mich nicht so schwer machen, doch muskelbepackt wie er nun mal ist, war ich mit Sicherheit kein Problem für ihn, habe aber vorsichtshalber meine Arme trotzdem fest um seinen Hals geschlungen... besser ist eben besser... oder war das einfach nur der ganz normale Reflex einer Frau in Männerarmen?^^ Egal, als er mich dann sehr sanft und sehr vorsichtig auf dem Behandlungstisch bei der Heilerin absetzte, wurde mir klar, dass diese Vorsichtsmaßnahme überflüssig gewesen war... er hätte mich absichtlich bestimmt nicht fallen lassen... und während ich so von seinen starken Armen gehalten wurde, tat mein Fuß auch fast nicht mehr weh! Doch das gab sich schnell wieder, aber welch ein Segen ist die goreanische Heilkunst im Vergleich zu der auf der Erde! Nach ausgiebiger Untersuchung verordnete mir die Heilerin lediglich nicht so viel zu rennen, den Fuß zu kühlen und eine abschwellende Salbe. Sie meinte, die Beschwerden würden ganz von alleine sehr schnell wieder verschwinden.

Auch wenn ich froh über diese Diagnose war, denn mit gebrochenem Fuß würde ich vermutlich sehr schnell als Fischfutter im Fayheen landen, wollte ich meine Verletzung noch etwas "auskosten" und mich ein wenig verwöhnen lassen... sozusagen als Ausgleich für die Schmerzen. Rina kam mir da wie gerufen, um kaltes Brunnenwasser für die verordneten Umschläge zum Kühlen zu holen. Es hat eben durchaus auch Vorteile, das erste Mädchen unserer Herrin zu sein. ;-) Mit einsetzender Kühlung kam auch meine Erinnerung an das bestellte Ale des Herrn Schmied wieder, so dass ich Rina gleich als nächstes in die Herberge scheuchte, um es zu holen, obwohl ich das natürlich viel lieber selbst gemacht hätte... naja... zumindest das Servieren. Ich konnte überhaupt nicht verstehen, warum sie es dem Schmied so ohne jegliches Zeichen von Hitze reichte, zumal weit und breit kein Rockzipfel einer Herrin in Sicht war! Aber sie war nach einem langen arbeitsreichen Tag auch sehr müde, so dass ich sie ins Sklavenhaus abziehen ließ, nachdem mein Lieblingsschmied sowieso keine Verwendung für sie mehr hatte und sich in seine Werkstatt zurück zog.
In dem Augenblick kam mir Wilbur wie gerufen, der immer noch auf der Suche nach dem verschwundenen Thalarion war, sich aber schnell bereit erklärte, mich noch einmal auf seine starken Arme zu nehmen und ins Sklavenhaus zu tragen! :-))

Dienstag, 22. November 2011

Kurz und knapp


…ging die Wahl des neuen, alten Regenten vonstatten. Sämtliche Krieger glänzten durch Abwesenheit, denn es fanden sich gestern im Ratssaal nur Zivilisten ein und bekundeten damit ihr Interesse an Kasras neuem Oberhaupt. Naja… es ging ja auch nicht mehr um irgendwelche Kriegsgeschehnisse unter einem Ubar, sondern um eine stinklangweilige, einfache Regentenwahl! Mir war‘s nur recht, da mir die häufig so endlos langen Labereien der Ratsmitglieder meist ein wenig auf den Geist gehen, was ich mir aber selbstverständlich nicht anmerken lasse^^. Dennoch waren einige Fragen natürlich da, auf die jedoch zum Glück nicht weiter eingegangen wurde, da ja eigentlich im Wahlkampf für Fragen an die Kandidaten genug Zeit gewesen war.

Ebenso kurz und knapp wie die Wahl gestaltete sich danach auch der anschließende Umtrunk, zu dem der neue Regent in die Herberge eingeladen hatte. Der Gegenkandidat war sowieso gleich verschwunden… vielleicht um so schnell wie möglich wieder auf seinen Landsitz zu kommen… oder war er etwa ein schlechter Verlierer?... die eine Heilerin hatte sich ebenfalls verdrückt… die andere mit der schlechten Laune wegen ihres sich verdünnisierten Gefährten, der seine Felle anscheinend woanders aufgeschlagen hat, kurz danach. Tja und der Rest war wohl irgendwie nicht in Feierstimmung… warum auch immer. Letztendlich wurde es dann ein Abend mit recht frühzeitigem „Schönheitsschlaf“ für alle. ;-)

Freitag, 18. November 2011

Bazillen… Halluzinationen… Fischsuppe… Handschriften

Erst reisen und nun schwächeln. Das kommt davon, wenn man sich nicht abhärtet… keine regelmäßigen Bäder im Fayheen nimmt… ständig mit diesen ganzen Roben der Verhüllung herumläuft, obwohl es so angenehm warm ist, dass ich trotz meiner kurzen, dünnen Tunika, nackten Beinen und Füßen nicht friere… und das hat in diesem Fall mal nichts mit dem in mir schwelenden Sklavenfeuer zu tun!^^ Tja, wenn es dann auf einem Tarnflug tatsächlich etwas kühler wird und der Wind einen so richtig durchpustet, dann kann es leicht passieren, das hinterher das Kränkeln los geht. Ich spreche hier von meiner Herrin, die es nun leider erwischt hat, so dass ich sie gestern mit einer richtig heißen Gesundwerdemilch und einem Extralöffel Honig gleich wieder in die Felle gesteckt und schön warm zugedeckt habe, damit sie sich auskurieren kann. ((Gute Besserung meine liebe Herrin!))
Wegen der Bazillenschwärme und weil meine Herrin sowieso gleich die Augen wieder zu machte, um sich gesund zu schlafen, verließ ich also alleine das Sklavenhaus. Draußen sah ich den Herrn Schmied mit einem anderen Herrn im Gespräch, von dem ich wegen seinem fast nackten Rücken meinte, es sei mein Lieblingswirt. Ich grüßte die beiden freundlich und kniete mich dann strategisch günstig hin, so dass ich mich beiden zuwenden konnte. Meinen Lieblingswirt nun von unten beginnend etwas genauer in Augenschein nehmend, bekam ich einen ordentlichen Schrecken. Zuerst entdeckte ich irgendwelche Waffen an seinem Bein, dann eindeutig weibliche Brüste und bemerkte schließlich meinen Irrtum… das war nicht der Herr Wirt… das war eine Frau! Oder hatte ich Halluzinationen? Sofort kamen Befürchtungen in mir auf, dass mich der Bazillenschwarm meiner Herrin möglicherweise auf den Augen befallen hatte, als die Erscheinung plötzlich verpuffte. Welch ein Glück, dass genau in diesem Moment die Heilerin auf ihrem Weg zur Zitadelle vorbei kam und sich mit dem Herrn Schmied darüber einig war, diese seltsame Halluzination ebenfalls gesehen zu haben. Sie nahm es aber mit ärztlichem Fachwissen auf die leichte Schulter und stufte es als nicht behandlungsbedürftig ein… zum Glück! ((Da hatte sich offensichtlich jemand verlaufen…hatte absolut nichts mit Gor am Hut und wollte das auch gar nicht ;-))
Nachdem die Heilerin in Richtung ihrer Räume verschwunden war, weil mein Lieblingsschmied ihr zwar Ale aber keinen Tee bieten konnte, kam Nakisa vorbei und beschäftigte sich mit der Feuerschale neben uns. Irgendwie schaffte sie es, das Feuer zu löschen… naja ziemlich patent war sie ja schon immer… allerdings meinte sie doch tatsächlich, mir Anweisungen geben zu können… ich soll mich zukünftig ebenfalls um die Feuer kümmern. Naja… ich gebe zu, ein Befehl war es nicht gerade… aber zu sagen hat sie mir trotzdem nichts… schon aus Prinzip nicht.^^ Ich gab ihr eine entsprechende Antwort, so dass sie sich schnell wieder verzog und erfuhr von meinem Lieblingsschmied, dass sie etliche Hand in einer Sklavenschule in Ar verbracht hatte und daher wohl meinte, jetzt was Besseres zu sein und mir was sagen zu können… meinte sie das nicht schon immer?^^
Ich traute meinen Ohren nicht, als ich Ar hörte... ihr Herr, der Herr Hauptmann, hatte sie ausgerechnet die Stadt geschickt, auf die er als überzeugter Cosianer so eine Wut hat?? Ich konnte es kaum glauben. Doch es stellte sich heraus, dass es vermutlich nicht DAS Ar gewesen war, sondern irgendein Provinzkaff in der goreanischen Pampa, das zufällig ebenfalls Ar hieß. Gut…das erklärte natürlich so einiges. Gelernt scheint Nakisa dort offensichtlich jedenfalls nicht allzu viel zu haben, denn sie trägt ihre schwarze Nase immer noch so hoch wie vorher und redet von sich noch überzeugter^^… aber das muss zum Glück ja nicht meine Sorge sein.
Die Marktplatzecke zwischen Sklavenhaus und Schmiede war gestern irgendwie der Mittelpunkt Kasras, denn kaum war ich mit meinem Lieblingsschmied wieder alleine und wollte ihn gerade fragen, welches Ale er denn diesmal zuerst wünschte… das für den Durst oder doch lieber gleich das für den Genuss, als sich die Schreiberin zu uns gesellte, die sich am Abend zuvor in der Herberge einquartiert hatte. Sie war ziemlich genervt, weil sie den angeblich in Kasra weilenden Händler mit dem unbekannten Namen immer noch nicht angetroffen hatte, schwärmte aber dann über das komfortable Zimmer und das reichhaltige Frühstück im Feuerkrug. Wobei sie außer Frühstück offensichtlich noch nichts weiter zu sich genommen und erstaunlicherweise von der berühmten Fischsuppe der Wirtin noch nie gehört hatte.
Das war natürlich eine unverzeihliche Bildungslücke, die mein Lieblingsschmied und ich selbstverständlich sofort schlossen, mit ausführlichen Beschreibungen der oberköstlichen, gorweit berühmten Suppe, die so einen unvergleichlich aromatischen Geruch hat, jedem mit ihren obendrauf schwimmenden, glupschigen Fischaugen so überaus freundlich entgegen lächelt und die erstaunlicherweise bislang alle Verkoster überlebt haben… glaube ich zumindest. ;-) Dennoch gelang es uns nicht, die Herrin von einer ersten Suppenkostprobe zu überzeugen… sie schien keinen Hunger zu haben und nutzte lieber die Gelegenheit, sich weiter mit uns zu unterhalten, zumal sie durch ihre Reise, die anscheinend sehr an ihren Kräften gezehrt hatte, ein wenig verwirrt war und die Gelegenheit nutzte ein paar ihrer Vergesslichkeiten wieder aufzufrischen.
Darüber verging die Zeit wie im Flug… das Zentralgestirn war schon lange untergegangen… die Schreiberin hatte sich schließlich auf ihr Zimmer zurückgezogen… ich durfte endlich wieder im Nadu knien und noch erfahren, was mein Lieblingsschmied mit seiner „Handschrift beim Branden“ gemeint hatte, insbesondere bei Sklavinnen, die ihm gefallen. Ich konnte mich eines sehr deutlichen Gefühls nicht erwehren, falls meine Dina mal verblassen sollte, würde er auf meinem Schenkel auch gerne seine Handschrift hinterlassen. ;-)

Donnerstag, 17. November 2011

Lüften oder waschen?

Meine Herrin war spät von ihrer Reise zurück gekommen und musste sich noch ein wenig ausruhen, während ich schon mal meine Nase vors Sklavenhaus streckte. Obwohl ich die Tür ziemlich leise ins Schloss schnappen ließ, wurde mein Lieblingsschmied sofort auf mich aufmerksam und rief von der Schmiede herüber, ob meine Herrin mich zum Lüften nach draußen geschickt hatte. Zum LÜFTEN??? Etwas irritiert grüßte ich erst einmal und lief zu ihm, um noch mal nachzufragen und wirklich sicher zu sein, ihn nicht falsch verstanden zu haben… hob aber auch vorsichtshalber meinen Arm und nahm eine kritische Geruchsprobe aus meiner Achsel… nichts!... ich müffelte in keinster Weise! Warum auch, wo ich mich doch immer um regelmäßige Körperhygiene kümmere!! Mein großzügiges Angebot an ihn, ebenfalls eine Geruchsprobe zu nehmen, lehnte er jedoch ab und murmelte, dass er dieses auch beim Ale noch nachholen könne.

Aha… ihm gelüstete also nach seinem Lieblingsgetränk? Leicht pikiert über seine Unterstellung bezüglich meines Geruchs… er weiß genau, wie gerne, ausgiebig und oft ich im Fayheen bade, stellte ich mich einfach etwas schwer von Begriff. Sollte er doch ruhig noch ein wenig vor sich hin dursten!^^ Ich hinterfragte also seeeeehr ausführlich, wie und vor allem wann er denn gedachte, an mir zu schnuppern… beim ersten Ale schon oder doch lieber erst beim zweiten… und vor allem, wie er denn sein erstes Ale trinken möchte… warm… kalt… lauwarm… oder wohl temperiert? Gut erzogen und sehr bemüht um das Wohl von Freien, ganz besonders natürlich um das meines Lieblingsschmieds, wiederholte ich die Fragerei dann selbstverständlich auch sein zweites Ale betreffend, zumal mir ja seit einigen Tagen seine Vorlieben beim zweiten Ale, bekannt waren.^^ Da mir diese Neigung durchaus gefallen hatte, war für mich mit Blick auf die immer noch geschlossene Sklavenhaustür natürlich die interessanteste Frage, ob er vielleicht sein zweites Ale zuerst trinken möchte und vor allem wie, solange meine Herrin noch nicht aufgetaucht ist und ob dies nach ihrem Erscheinen dann immer noch galt.

Oh je… ich glaube, er wird nie wieder fragen, ob ich zum Lüften vor die Tür geschickt wurde und bestimmt auch nicht anzweifeln, mich nicht gewaschen zu haben. Die beginnende Veränderung seines Gesichtsausdrucks bemerkend, sah ich schließlich zu, im Sauseschritt Richtung Herberge zu verschwinden, um ihm zumindest IRGENDEIN Ale zu holen, bevor er platzte… ähmm… ich meine natürlich verdurstete. Ob das Erste nun das Zweite zuerst oder doch das Erste war, konnte dann immer noch geklärt werden, wenn ich mit dem Getränk zurück kam. Tja… letztendlich habe ich mich aber dann doch leider selbst reingelegt… es wurde nur sein erstes Ale… das für den Durst und für sonst nichts, denn als ich zurück kam, stand meine Herrin vor der Tür und alle weiteren Geruchsproben und Sonstiges^^ mussten erst mal ausfallen.

Es war erstaunlich, aber gestern schien nicht nur bereits das erste Ale seinen Durst zu löschen, sondern auch jegliches Bedürfnis auf ein Gespräch mit meiner Herrin, denn er blieb vor seiner Werkstatt stehen, während meine Herrin sich auf der Bank unter dem großen Baum am Marktplatz nieder ließ, um dort ihre Milch zu trinken. Ich vermute allerdings, dass er sich aus Höflichkeit nicht dazu gesellte, weil er annahm, meine Herrin hätte eine Menge mit mir zu besprechen, wo sie doch so lange auf Reisen gewesen war. Wobei ich auch glaube, dass er bestimmt gelauscht, nein wegen des leichten Windes, der nun mal zu ihm herüber wehte, vollkommen unbeabsichtigt mitbekommen hat, was unsere Themen waren, die ihn dann letztendlich nicht Richtung Bank lockten. Welcher Mann, der eine Frau am liebsten nackt vor sich kniend oder in seinen Fellen hat, mag sich schon über den Schnitt von Kleidern und Roben der Verhüllung unterhalten???

Darum ging es nämlich, weil meine Herrin wieder mal ihr Umstands…. nein ich meine natürlich ihr kostbarstes Kleid in ihren Kastenfarben trug, das mit dem Stehkragen, den unendlich vielen Stofflagen übereinander, den gerüschten Ärmeln, das so vorteilhaft kaschiert, wenn sie mal zu viel gegessen hat, was aber selbstverständlich nie der Fall ist oder wenn sie Nachwuchs bekommen sollte, was aber vermutlich auch nie eintreten wird… aber wer weiß!^^ Wie sie das in solchen Stoffmassen überhaupt aushalten kann wird mir, die am liebsten nackt ist oder sich in ihrem Beisein zumindest mit so wenig Stoff wie nur möglich bedeckt, ohne sie mit dem Anblick meines wohlgeformten Sklavenkörpers zu beleidigen, wohl immer ein Rätsel bleiben. Jedenfalls schien sie so dick eingepackt die frische Luft draußen auf dem Marktplatz der stickigen, mit Fischsuppendünsten geschwängerten, drinnen in der Herberge vorzuziehen. :-))

Mir war das nur recht, gut gelüftet würden ihre Roben nicht so schnell müffeln und ich sie somit nicht so bald waschen müssen. Bei Kleidung ist Waschen nämlich nicht immer von Vorteil und daher nicht mit Körperhygiene vergleichbar. Meine Nachfrage, wann meine Herrin denn das nächste Mal baden möchte, war daher nur logisch, musste allerdings vertagt werden, weil sich zu meiner großen Freude mein Lieblingswirt zu meiner Herrin auf die Bank gesellte und der Marktplatz sich immer mehr füllte. Die Gelüste der Kasraner auf Landluft scheint wohl vorbei zu sein! :-) Während ich ab dann selbstverständlich meine Klappe hielt, so wie es sich eben für eine Sklavin gehört und den Gesprächen der Freien aufmerksam lauschte, nahm ich mir fest vor, meiner Herrin am nächsten Tag ein anderes Kleid bereit zu legen… vielleicht ein nicht so kostbares, dafür aber ein etwas weniger aufgebauschtes. Sie trägt ja auch nicht immer Kastenfarben, wie sie dem Exleutnantfeldwebelherrn doch erst kürzlich mitgeteilt hatte… mal sehen, ob sie es auch anzieht!

Später beim Einschlafen, wurde mir dann erst bewusst, wie interessiert meine Herrin mir zugehört und wie viel Zeit sie sich für mich genommen hatte. So ausgiebig hatte sie sich nach meinen Erlebnissen auf den Feldern, der vielen Arbeit dort und was der Oberaufseher mir alles abverlangt hatte, schon lange nicht mehr erkundigt und die Schilderung meines wirren Traums über die im Fayheen badenden Füße meines Lieblingsschmieds, an denen keine Fische knabbern wollten, weil sie wohl noch nicht lange genug eingeweicht waren, entlockte ihr sogar ein Schmunzeln. :-))

Mittwoch, 16. November 2011

November-Blues

OOC:   Ich weiß gar nicht, wo Kasras Bürger in letzter Zeit alle stecken. Irgendwie scheint seit den Kriegsgeschehnissen, wo man ja vorher schon wusste, dass die Stadt bis auf ein paar wenige freie Frauen und ihre Kajirae wochenlang ausgestorben sein würde, die „Landflucht“ immer noch nicht beendet zu sein… zumindest in der Zeit zwischen 21:00 und 24:00 Uhr. Tagsüber kann ich das nicht beurteilen, weil ich da nun mal arbeiten muss.

Dass die Kriegsvorbereitungen und der Krieg in den letzten Wochen eine Menge „Trittbrettfahrer“ angezogen haben, die sich sogar noch im „Hauruck-Verfahren“ haben einbürgern lassen, aber nach Beendigung der actionreichen Zeit vermutlich zur nächsten SIM weiter gezogen sind, wo dann vielleicht mehr als das übliche „Alltags-RP“ los ist, ist ja nichts Neues. Damit muss man leben und kann man auch… Geschmäcker sind nun mal verschieden.^^ Es muss auch drin sein, dass meine Herrin (oder andere Spieler natürlich auch) gelegentlich mal für ein paar Tage länger, als nur ein kurzes Wochenende das Weite sucht und mich sowieso immer zum Ende der Hand für 3 Tage auf die Felder schickt. RL ist nun mal wichtig… wir leben nicht in SL! ;-) Ebenso ist klar, dass der eine oder andere mal keine Zeit/andere Arbeitszeiten hat oder gar krank ist. Trotzdem habe ich das Gefühl, Abwesenheit macht in Kasra so langsam Schule. :-(

Der Krieg kann es doch nicht mehr sein… oder sind das immer noch Nachwehen davon, die vielleicht dauerhafter oder gar endgültiger Natur sind? Haben Spieler entdeckt, dass woanders alles viel besser ist? Oder dass es viel mehr Spaß bringt, ständig weiter zu ziehen? Eigentlich herrscht in Kasra zurzeit Wahlkampf… doch sowohl die beiden Kandidaten, als auch die Bevölkerung machen sich rar… Spiel- oder Wahlkampfmüdigkeit? Es können doch nicht alle Bewohner Fußballfans sein und die Haupturlaubszeit ist auch vorbei! Selbst die Fische im Fayheen scheinen davon geschwommen zu sein, denn keiner hat meinem Lieblingsschmied an den Füßen geknabbert, als er die dort aus lauter Langeweile ins Wasser hielt… oder hat er etwa nur den Dreck nicht lange genug abweichen lassen?^^

Ich gebe zu, dass ich gestern auch auf die Map geschaut habe und mangels grüner Punkte nicht allzu viel Lust verspürte, nach Kasra zu gehen… zumal mir etwas anderes ein wenig unter den Nägeln brannte. Naja… und schließlich habe ich dem leicht gefrusteten Georg Nachbarschaftshilfe geleistet und ihm, hilfsbereit wie ich ja nun mal bin, beim Sandharken geholfen. Wenn alle sich so orientieren, werden es natürlich nie mehr… da kann ich mir also ein wenig schuldbewusst auch an die eigene Nase fassen.

Aber es war nicht nur gestern so… also liebe Kasraner… WO  STECKT  IHR  ALLE???… AUF  EUREN  „LANDSITZEN“  IST  AUCH  NOVEMBER!!!... GEBT  EUCH  EINEN  RUCK  UND  KOMMT  NACH  HAUSE!!!!!!


@ Georg:  In Zukunft werde ich keine Harke mehr in meine kleinen, zarten Händchen nehmen und dir helfen, deinen Sand zu striegeln… mir mit dieser schweren Arbeit womöglich sogar noch Schwielen einhandeln! Bei der unfassbaren Ungerechtigkeit^^ mit den Feiertagen, kannst du solche Arbeiten dann an deinem ollen Feiertag alleine verrichten… jawoll!!!!!!! ;-)

Dienstag, 15. November 2011

Das beste Ale seit langem

Gähnende Leere schlug mir gestern entgegen, als ich die Tür des Sklavenhauses öffnete und über den Marktplatz schaute. Nicht mal mein Lieblingsschmied war vor seiner Werkstatt zu sehen, allerdings stand das Schmiedetor weit offen. Er war also vermutlich drinnen am Arbeiten oder mit sonst was^^ beschäftigt. Da meine Herrin ihren Landsitzaufenthalt diesmal auch noch über die ersten beiden Tage dieser Hand ausdehnen wollte und alle wichtigen Arbeiten bereits erledigt waren, ließ ich mich einfach auf der Stufe vor ihrem Haus nieder und harrte der Dinge, die noch kommen würden... oder auch nicht. Irgendwann würde vielleicht jemand auftauchen, der oder die meine Dienste benötigte… oder doch nicht?
Ich gestehe, es war einerseits wirklich herrlich so in den letzten Strahlen des bald untergehenden Zentralgestirns zu sitzen… einfach nichts zu tun… ein wenig vor sich hin zu träumen… aber etwas langweilig war es eigentlich auch. Gerade, als ich mit der äußerst schwierigen Entscheidung beschäftigt war und mir überlegte, ob ich wieder zurück ins Sklavenhaus gehen oder doch lieber ein ausgiebiges Bad im Fayheen nehmen sollte, wurde ich sehr abrupt aus meinen Grübeleien gerissen. Der Herr Schmied stand nämlich plötzlich vor oder vielmehr über mir, nahm mir das wärmende Licht und versperrte mir den Blick über den Marktplatz. Dafür hatte ich seine muskulösen nackten Waden genau vor meiner Nase... eigentlich kein schlechter Anblick. :-) Er muss sich echt angeschlichen haben… oder hatte ich etwa ein kleines Kurznickerchen genommen?
Egal… nun war dienen angesagt… er lechzte nach getaner Arbeit nämlich nach seinem Ale… allerdings nicht in oder vor seiner Schmiede, auch nicht in der Herberge, nein diesmal in der TAVERNE! Puhh… ich musste ihm gestehen, dass ich dort noch nie gewesen war und überhaupt nicht wusste, wie man dorthin gelangt. Doch diese Unklarheit war schnell beseitigt, da er mir mit sehr eindeutigen Anweisungen den Weg zeigte und mich sozusagen vor sich her scheuchte.^^
Unten angekommen flegelte er sich auch sogleich gemütlich in eines der Kissen, während ich mich erst mal neugierig umschaute... selbstverständlich nur, um mich so schnell wie möglich zurechtzufinden, damit er ohne weitere Verzögerungen zu seinem geliebten Ale kam, was mir unter seinen gierigen Augen auch gelang. Wobei ich natürlich gestehen muss, dass ich die Situation in der Taverne ohne freie Frauen und insbesondere seine Blicke auf meinem Körper auch ein wenig genossen habe. Mein Lieblingsschmied schien sich offensichtlich auch wohl zu fühlen und muss anscheinend trotz des schnell servierten Ales kurz vor dem Verdursten gewesen sein... so kam es mir jedenfalls vor, da er das Horn mit einigen wenigen Riesenschlucken leerte und es mir sofort zum Nachfüllen wieder hin hielt… oder wollte er sich ein weiteres Mal daran ergötzen, wenn ich mich zum Zapfhahn am Ale-Fass aufreizend weit herunter beugte?
Aus Erfahrung weiß ich jedenfalls, dass er auf sein zweites Ale gerne auch ein wenig wartet, wenn er dabei einen schönen, kaum bekleideten Frauenkörper beobachten kann. Es war also die perfekte Gelegenheit für mich, ihm nicht nur die Freude auf sein zweites Ale ein wenig zu versüßen, sondern seinen Appetit auf mehr als nur ein Ale ein wenig anzuregen, bei dem ich und mein Sklavenfeuer hoffentlich ebenfalls nicht zu kurz kommen würden.^^
Und so geschah es dann…*schaut verträumt*... ich habe ihm sein Ale auf eine für mich und ich glaube fast für ihn auch, vollkommen neue Art serviert, die mir sehr spontan in den Sinn kam und an der ich durchaus öfter Gefallen finden könnte... zumindest, wenn meine Herrin nicht da ist.^^ Ihm schien diese Art des Servierens jedenfalls sehr gefallen zu haben, denn hinterher lobte er mich für das beste Ale, das er seit langer Zeit getrunken hatte. :-))

Freitag, 11. November 2011

Gor Schule OOC

...oder, "wer nicht fragt bleibt dumm" :-))
Nun hat meine Herrin tatsächlich das Erbe von Keira und Core angetreten!
Gestern fand nämlich die erste Gor-"Schulung" im Sky von Kasra statt. Mit ein wenig vorangegangener Werbung in SLinfo und GaD haben tatsächlich diverse RPer den Weg in die Fragestunde gefunden, in der unter zahlreicher Beteiligung der Kasraner erst einmal abgefragt werden sollte, ob überhaupt grundsätzlich Interesse an solchen Schulungen besteht.
Tut es! Ich finde es toll, wie viele Spieler gestern das Angebot angenommen und vor allem, wie rege sich sowohl Gäste als auch Kasraner an den unterschiedlichsten Themen beteiligt hatten. Teilweise war es recht schwer, und ich glaube nicht nur für mich, den parallel laufenden Erläuterungen und Diskussionen noch folgen zu können. Aber meine Herrin hatte auf das altbewährte "@" bewusst verzichtet, um das Ganze erst einmal ins Rollen zu bekommen. :-))
Für alle Interessierten kündige ich jetzt schon mal die nächste Schulung am Donnerstag, den 24.11., ab 21:30 Uhr an, in der mein Lieblingsschmied Georg etwas zum Thema RP-Grundlagen erzählen wird... aber da will ich ihm hier jetzt nicht vorgreifen. Genaueres kommt noch mit der offiziellen Ankündigung. Selbstverständlich stehen wir auch wieder für eure Fragen zur Verfügung.
Wer mag, kann auch gerne der gestern gegründeten Gruppe "Gor Schule OOC" beitreten.:-)

Wahlkampf in Kasra

Die Hand fing mit leichter Hektik an. Meine Herrin meinte, zur anberaumten Bürgerversammlung bereits zu spät dran zu sein, weil die Glocke schon vor einer viertel Ahn geläutet hatte. Aber sie war gar nicht zu spät... im Gegenteil, eigentlich sogar zu früh. Es hatten sich zwar schon einige Bürger im Ratssaal versammelt, aber sowohl der einladende Schatzmeister als auch der Ubar waren noch nicht anwesend. Der Feldwebelleutnant nutzte daher die Gunst der Stunde, meiner Herrin ein Kompliment über die Wahl ihres roten Kleides zu machen. Ich gebe zu, darüber war ich einigermaßen platt, denn bislang hatte er meine Herrin eigentlich eher ignoriert, außer wenn er etwas von ihr wollte. Nur was konnte das in diesem Fall sein? Ich konnte mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass sein Militärkopf sich neuerdings für Mode interessiert.
Dann fügte er seinem Kompliment allerdings die Frage hinzu, ob meine Herrin sich nun entschlossen hätte, einen Krieger zum Gefährten zu nehmen. Aha... daher wehte also der Wind. Er wollte natürlich wissen, wen die Sonne Kasras glücklich machen würde. Hatte er vielleicht Befürchtungen, dass er danach endgültig nichts mehr zu sagen hätte, wenn es sich dabei um einen ganz bestimmten der beiden Rarii handeln würde, denen meine Herrin (und ich natürlich auch) sehr zugetan ist? Aber meine Herrin gab dem Feldwebelleutnant natürlich keine Auskunft über ihre Gefühle, sondern erkundigte sich prompt danach, ob es neuerdings Modevorschriften oder gar Farbtrageverbote in Kasra gibt, von denen sie noch nichts weiß, da sie nicht nur Kastenfarben, sondern gelegentlich auch andere Farben trägt... manchmal sogar Rosa!^^
Das Thema wurde dann nicht mehr weiter erörtert, da Schatzmeister und Ubar eintrafen, so dass die Versammlung beginnen konnte und die Kandidaten für die nächste Regentenwahl bekannt gegeben wurden... nämlich der Ubar und der Schatzmeister. Ein Blick auf meine Herrin und ihre nach dieser Mitteilung nachdenklich hochgezogenen Augenbrauen bestätigte mir, dass ich nicht die Einzige war, die über die Kandidatur des Schatzmeisters ins Grübeln kam. Er hatte dieses hohe Amt ja in der Vergangenheit schon mehrfach bekleidet, sich dabei aber eigentlich nie besonders hervor getan, da es seine Art war, die Regentengeschäfte eher von seinem Landsitz aus zu führen. Aber vielleicht habe ich seine Regententätigkeit auch nur nicht richtig wahrgenommen.

Tja... und der Ubar tritt nun ebenfalls wieder an... würde er aber auch von Bürgern gewählt werden, die nicht der roten Kaste angehören? Denn er war es doch gewesen, der Kasra in diesen schrecklichen Krieg gestürzt hatte! Ein Krieg, der außer für den Herrn Schmied, weder für die Bürger noch für die Stadt irgendwelche Vorteile gebracht hatte, sondern eher das Gegenteil. Na egal... der Wahlkampf hatte nun gerade erst begonnen. Die beiden Kandidaten würden noch 2 Hand lang viele Gelegenheiten haben, von sich zu überzeugen und dies bestimmt auch ausgiebig nutzen, denn die Bürger sind ja auch nicht auf den Kopf gefallen, wie mir die anschließende Fragerunde dann zeigte.
Leider musste ich recht früh in die Felle, damit ich einigermaßen ausgeschlafen sein würde für die anstrengende Feldarbeit der nächsten 2 Tage. Wobei ich eingestehen muss, dass es um meine Fitness trotzdem nicht allzu gut bestellt war, zumindest tagsüber. Das etwas monotone Bla-bla-bla der Aufseher über unsere Arbeit ist nämlich irgendwie ein wenig an mir vorbeigegangen, aber zum Glück wohl niemandem weiter aufgefallen. Zum Ausgleich war ich dafür abends dann wieder richtig fit.^^ Meiner Herrin habe ich davon natürlich nichts erzählt, da sie nach meiner Rückkehr eh keine Zeit für mich hatte, weil schon wieder eine von ihr moderierte Fragerunde mit den Regentenkandidaten anstand, in der die beiden Kandidaten mehr oder weniger ausführlich Stellung zu den Themenkomplexen Wirtschaft und Handel, Kultur, Diplomatie und Bündnisse, die Infrastruktur Kasras und die Fiscalpolitik beziehen sollten.
Ich finde, solche langen Versammlungen immer furchtbar anstrengend und ermüdend... obwohl es natürlich auch für eine Kajira interessant und selbstverständlich eine große Ehre ist, den Fragen und Antworten der Freien lauschen zu dürfen. Trotzdem war ich ziemlich froh, als die Versammlung endlich zu Ende war und meine Herrin sich in ihr Haus zurück zog. Eigentlich hatte ich darauf gehofft, mich noch ein wenig mit ihr über meine Erlebnisse der letzten beiden Tage unterhalten zu können. Doch damit hatte ich Pech, es sollte anders kommen. Genau in diesem Moment kehrte nämlich Rina nach einigen Tagen Feldarbeit zurück und belegte meine Herrin wie immer sofort mit Beschlag. :-(