Samstag, 29. Januar 2011

Nun tue ich es doch

Eigentlich wollte ich hier nichts zum Zoff um Blogs im Allgemeinen und speziell zu Georgs und meinem Blog sagen. Als ich jedoch den anonymen Kommentar einer „Z.“ bei Georg las, ging mir mal wieder die Hutschnur hoch. Offensichtlich ja eine Spielerin aus Kasra, aber zu feige ihren Namen zu nennen, ich weiß zumindest nicht, wer das ist. Sie empfiehlt uns, doch lieber Tagebuch zu schreiben, das würde dann wenigstens niemand lesen.

Für mich ist es ja nicht das erste Mal, dass es Ärger wegen meines Blogs gibt. In der Vergangenheit war es Nasty manchmal sauer aufgestoßen, was ich über Kasra und das RP dort schrieb. Kasra ist Nastys Kind und sie tut alles, damit der gute Ruf von Kasra keinen Schaden nimmt. Das kann ich verstehen und bewundere sie nach wie vor für ihren Einsatz für unser Kasra. Nachdem ich damals meinen anfänglichen Trotz überwunden hatte, habe ich mich fortan bemüht, etwas verhaltener zu schreiben.

Nun gibt es sicher keine SIM im deutschsprachigen GOR-SL auf der das RP immer fehlerfrei, einvernehmlich und BtB stattfindet. Auch Kasra macht da in meinen Augen keine Ausnahme, was nicht heißen soll, dass ich Kasra für eine Honk-SIM halte. Ich spiele da jetzt mehr als 2 Jahre und fühle mich nach wie vor wohl dort, sowohl von der Qualität des Roleplays als auch von den Mitspielern…es ist meine Gor-Heimat. In bestimmten Situationen habe ich als Kajira jedoch IC keine Möglichkeit meinen Unmut oder Frust zu äußern. So z.B. in der Ratssitzung. Diese findet bei uns immer IC statt, also habe ich da meine Klappe zu halten. Es gibt Kajirae, die das nicht können, die haben in meinen Augen ihre Rolle verfehlt.

Nun passierte in der letzten Ratssitzung etwas, was ich für nicht besonders goreanisch, aber mindestens stark an den Haaren herbeigezogen halte. In meinem Blog habe ich das möglichst neutral geschildert und mich bemüht, mein Kopfschütteln über diese Aktion nur ganz leicht durchklingen zu lassen. Mag sein, dass mir das nicht gelungen ist. Georg wurde da etwas konkreter, weshalb sich der Ärger ursprünglich hauptsächlich an seinem Post entzündete. Ganz schnell weitete sich dieses jedoch aus und es erfolgte im Kasra-Gruppenchat der große Rundumschlag gegen Blogs. Nebenher dann auch noch diverse IMs. Uns warf man vor, gewisse Dinge zu veröffentlichen und dann DIESE Diskussion im Gruppenchat??? Wo diverse Mitglieder drin sind, die ich schon ewig nicht mehr in Kasra gesehen habe??? Fand ich ganz großes Kino!

Diese anonyme „Z“ (ist das etwa Zorro? Die Rächerin der Enterbten?) meint nun, das Blogger lediglich Selbstdarsteller sind. Ist das so? Ich weiß es nicht. Mir geht es nicht darum anderen zu zeigen, was Dina für eine tolle Rollenspielerin/Kajira ist. Auch im RP kann man mir wohl nicht vorwerfen, eine „Attention-Whore“ zu sein. Ich kann sehr gut auch mal längere Zeit in der Ecke oder neben meiner Herrin knien und nur zuhören (lesen natürlich). Üblicherweise versuche ich mich auch nicht mit allen möglichen Ungeschicklichkeiten oder Ungehorsam in den Mittelpunkt zu spielen. In meinem Blog geht es mir in erster Linie darum, für mich, aber auch für andere noch einmal zu berichten, was ich in SL-Gor erlebt habe. Es geht mir allerdings auch darum, außerhalb des RP darauf hinzuweisen, wie ich bestimmte Situationen empfunden habe….natürlich in der Hoffnung, dass es beim nächsten Mal etwas anders abläuft. Wenn da z.B. ein Fremder (oder ein mir unbekannter Alt) auf dem Marktplatz auftaucht und ohne weiteres RP mit anderen mich sofort in das Bad zerrt und dort den Abend mit mir verbringt, dann kann ich mich als Kajira da nicht gegen wehren, aber er hat mir im Grunde den RP-Abend versaut. Deswegen schreibe ich dann so etwas in mein Blog…in der Hoffnung, dass er das liest.

Zasta, Bart, Georg, Dala, ich….wir alle haben ungefähr die gleiche Anzahl von täglichen Zugriffen, nämlich so ca. um die 100 – 150. Ich vermute, dass es sich überwiegend auch um die gleichen Leute handelt, die durch unsere Blogs surfen und kann nicht glauben, dass diese Leser alle der Meinung sind, Blogs sind schädlich für das RP. Ich selbst lese gerne bei Zasta, da er aus einer mir fremden Stadt berichtet, in die ich IC fast nie hinkomme, aber einige der Spieler dort kenne. Zastas Blog macht in meinen Augen Werbung für Lydius, obwohl wohl auch er vor gar nicht langer Zeit mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert wurde. Ich bin auch überzeugt, dass Georgs und mein Blog überwiegend Werbung für Kasra machen. Mindestens im Falle von Georg hat mein Blog so funktioniert, wenn ich das richtig in Erinnerung habe…meines Wissens kam er nach Kasra, weil er in meinem Blog darüber gelesen hatte. Wenn dann doch einmal jemand besonders dünnhäutig auf einen Post reagiert und Kasra deswegen verlässt, dann tut mir das leid, aber deswegen werde ich mich nicht verbiegen. Ich will nicht „Everybodys Darling“ sein und ich würde auch nicht jedem hinterher laufen.

Wo wir nun beim „Verlassen“ sind…lange Rede, kurzer Sinn…ich werde weiter schreiben wie gehabt. Wenn Dinge geheim sind, von denen ich weiß, sollte man es mir sagen, dann halte ich meine Klappe. Oder ich werde in Zukunft nicht mehr an den Ratssitzungen teilnehmen, auch wenn es mir schwer fällt, denn mein Platz ist eigentlich hinter meiner Herrin. Sollte mein bloggen der Mehrheit in Kasra nicht gefallen (so sieht es zur Zeit für mich aus), dann sagt mir das und ich werde Kasra verlassen müssen. Jede andere Stadt, in der ich dann vielleicht mitspielen darf, wird mit meinem Blog leben müssen.

Hugh...ich habe gesprochen :-)...bzw. das war mein Wort zum Sonntag

Dienstag, 25. Januar 2011

Interessante Ratssitzung

Gestern war Rat in Kasra. Oft finde ich diese Sitzungen ja ziemlich öde und langweile mich fast zu Tode, wenn die Herrschaften mal wieder nur am Schwafeln sind, jeder seinen Senf zu allem geben muss und alle sich selbst am Liebsten und Längsten reden hören. Andererseits erfahre ich so aber natürlich auch immer eine Menge über anstehende Planungen, das Stadtgeschehen, Bürgeranträge, Geschäfte sowie dies und das.

Gestern stellte ich als Erstes fest, dass außer meiner Herrin keine freien Frauen anwesend waren… schon mal nicht schlecht, dachte ich so bei mir, während ich die nackten, mehr oder weniger behaarten Männerbeine unter dem Tisch aus meiner Perspektive ausgiebig betrachtete, die sich da teilweise recht breitbeinig unter den Tuniken hervor streckten und mir interessante Einblicke gewährten^^. Dabei kam mir natürlich entgegen, dass ich nach ihrer langen Abwesenheit wieder neben meiner Herrin kniete und nicht mehr neben meinem Besitzer auf Zeit, denn meine Herrin sitzt immer am Kopfende des großen Tisches, so dass ich eine gute Sicht auf alle hatte *gg*.

Nachteil dieser Position war leider, dass ich meinen Lieblingsschmied nicht so genau in Augenschein nehmen konnte. Sein verändertes Aussehen war mir ja sofort aufgefallen… sowas entgeht einer Sklavin natürlich nicht! Und einen schönen Mann entstellt sowieso nichts… auch wenn er gar keine Haare mehr hätte. Das war bei ihm aber nicht der Fall. Ich glaube, Lu hatte nur seine Haare etwas geschnitten, denn sie waren kürzer, und offensichtlich auch gründlich gewaschen. Der ganze schwarz machende Ruß fehlte nämlich, so dass seine leicht bräunliche Haarfarbe wieder durchkam… wie ich letztens schon mal im Badehaus festgestellt hatte, als ich ihm als Badekajira dienen durfte.

Lange konnte ich meinen anfänglichen Überlegungen und Betrachtungen jedoch nicht nachhängen, als die Gespräche der Ratssitzung meine ganze Aufmerksamkeit auf sich zogen. Erstaunlich finde ich immer wieder, dass Freie einen Antrag als Bewohner in Kasra stellen und dann nicht im Rat erscheinen bzw. auch nicht darüber informieren, wenn sie durch wichtige, unaufschiebbare Geschäfte nicht teilnehmen können. Nun gut… vermutlich war eine Benachrichtigung nicht möglich gewesen. Mir steht da ja kein Urteil drüber zu… ich hätte nur ganz gerne gewusst, von wem dieser Bürgschaftsantrag war. Ich glaubte, es könne sich nur um den Besitzer der Kajira handeln, der ich vor kurzem in seinem Auftrag die Ohren waschen musste. Aber das ist eine andere Geschichte, meine Neugier wurde also vorerst nicht befriedigt. Dafür kam aber zu vorgerückter Ahn noch ein Heiler mit seinem Antrag in den Rat, von dem vorher wohl niemand etwas gewusst hatte. Mal sehen, ob dieser Herr etwas sesshafter ist, als seine Vorgänger. Unserer Gesundheit wäre es jedenfalls zu wünschen… aber wir sind ja alle nie krank… oder ändert sich das jetzt vielleicht? :-)…Der erzählte so was Komisches…er wäre auch Gelenkschmied. Keine Ahnung, was das ist, aber das klingt schmerzhaft ((er sagte natürlich Gesenkschmied:-)). Hauptsache, sein liebstes Hausmittel sind nicht Einläufe!

Richtig interessant wurde die Ratssitzung, als der Regent über einen geplanten Geleitschutz berichtete, den Kasras Wachen einer freien Frau zugesagt hatten, die seit kurzem mit ihrem Gefährten in Kasra zu Besuch ist, der sich bei den Wachen als Söldner verdingt hat. Ich wusste sofort, um wen es sich handelte, nämlich um die Freie, mit der meine Herrin schon aneinandergeraten war. Die Fremde führt ihre Kunden hinters Licht, indem sie sich als Mitglied der Kaste der Sklavenhändler ausgibt, ohne in dieser zu sein. Sie ist nämlich durch ihren Gefährten in der roten Kaste. Naja… anderer Heimstein… andere Sitten eben. *seufzt*

Nun stellte sich heraus, dass diese Herrin durch Kasras Krieger sicher zu ihrem Heimstein zurück geleitet werden soll, den sie übrigens verlassen musste, weil ihr, nach ihrer Aussage, von einer Diplomatin ein Diebstahl unterstellt worden war, aber nicht nachgewiesen. Merkwürdig… warum verlasse ich meinen Heimstein, ohne diese schwere Beschuldigung zu klären, wenn ich denn unschuldig bin? *nachdenklich*

Es kam aber noch merkwürdiger. Kasras Rarii geleiten diese Herrin, weil sie es ihr ermöglichen wollen, ihren Sitz im Stadtrat ihres Heimsteins wieder einzunehmen. Die Dame befürchtet nämlich, dass der Einfluss besagter Diplomatin dies vielleicht verhindern oder dass sie sogar angegriffen werden könnte. Und das wollen Kasras Wachen verhindern?

Nun wurde es richtig heikel… Kasras Krieger wollen ggf. innerhalb fremder Stadtmauern einschreiten, um dieser Herrin zu ihrem Recht zu verhelfen. Sie vermuten, dass dies nicht gewaltfrei zu bewerkstelligen sein wird, sind aber friedliebend und werden nie von sich aus die Waffen ziehen. Den Krieg wollen sie dem fremden Heimstein auch nicht erklären, erhoffen sich durch die Herrin aber gute Handelskonzessionen mit einer Stadt, auf deren Rat sie Zwang ausüben wollen und meinen, dass diese einzelne Herrin mit ihrer Stimme im dortigen Rat viele Dinge sehr gut für Kasra lenken kann. Alles klar???

Ich muss gestehen, diese Gedankengänge der Krieger habe ich echt nicht verstanden… muss ich ja auch nicht… doch ich glaube, alle nicht der Kriegerkaste angehörigen Ratsmitglieder tappten genauso im Dunkeln, wollten aber nicht die Spaßbremse für ein Privatvergnügen unserer Krieger sein! Na dann viel Spaß den Herren auf eurem Betriebsausflug. :-)

Freitag, 21. Januar 2011

Ein Extralöffel Honig

Als ich vom Hafen kommend durch das Stadttor lief, traute ich meinen Augen fast nicht, konnte dann aber meine Freude kaum fassen… meine Herrin war nach ihrer langen Reise endlich wieder zu Hause! Sie stand vor ihrem Haus und unterhielt sich mit einigen Kriegern. Ich schnappte gerade noch auf, dass es um den Einsatz von Tarns gegen Talunas ging, wobei ich den Sinn jedoch nicht verstand, da nach meinem Verständnis diese großen Vögel im dichten Wald recht ungeeignet sind. Aber ich muss ja auch nicht alles verstehen… bin ja nur eine kleine Kajira und kein Tarnreiter.

Obwohl es für eine Sklavin ja nicht schicklich ist, das Gespräch von Freien zu unterbrechen, konnte ich mich nicht bremsen und begrüßte meine Herrin glücklich, wobei ich übers ganze Gesicht strahlte. Zum Glück konnte ich mich gerade noch beherrschen, in meiner überschwänglichen Freude ihre Beine zu umschlingen und mich an sie zu drücken. Ich hoffe jedenfalls, dass ihr die kleine Blume gefallen hat, die ich gerade am Fayheenufer gepflückt hatte und ihr als Willkommensgruß überreichte. Eigentlich hatte ich ja vorgehabt, als nachträgliche Geburtstagsüberraschung das Sklavenhaus ein wenig zu schmücken und einen Kuchen für sie zu backen, aber dafür war leider keine Zeit gewesen, da mein vorübergehender Besitzer und andere Herren mich während ihrer Abwesenheit ziemlich mit Beschlag belegt hatten. Nun stellte sich zu meiner großen Erleichterung heraus, dass ihr dies vielleicht gar nicht gefallen hätte, denn sie legte mir gleich einen Finger auf meine Lippen, als ich ihr noch nachträglich gratulierte… sie wollte also nicht, dass jemand von ihrem Geburtstag vor zwei Hand erfuhr.

Während ich so vor ihr kniete, kam es mir so vor, als ob sie nach der langen Reise ein wenig verändert aussah. Ich fragte mich schon, ob ich mich täuschte, doch als sie auf dem Weg in die Herberge vor mir ging, wehte ihr langer Umhang ein wenig auf und ich konnte feststellen, sie war tatsächlich dünner geworden und zwar sehr viel. Da ihre Vorliebe für Milch mit Honig trotz ihrer langen Abwesenheit aber zum Glück geblieben war, entschied ich spontan, dass ein Extralöffel Honig in der Milch bestimmt genau das war, was sie brauchte. Allerdings kamen mir während des Servierens dann doch leichte Zweifel und ich beichtete ihr schnell meine Eigenmächtigkeit, bevor sie den ersten Schluck nehmen konnte. Zu meiner großen Erleichterung sagte sie mir jedoch lächelnd, dass dies eine nette Idee und schöne Geste sei, die sie zu schätzen wisse und die ihr gefalle. Sie habe damit überhaupt nicht gerechnet, aber zu meinen Aufgaben als ihre Erste gehöre auch, für ihr Wohlbefinden zu sorgen und mich um Wünsche zu kümmern, von denen sie noch gar nicht weiß, dass sie sie hat.

Ich kann überhaupt nicht beschreiben, welch ein schönes Gefühl es für mich war, ihr mit diesem Extralöffel Honig eine Freude bereitet zu haben.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Badebesuch

Als ich gestern das Sklavenhaus verließ, war das große Tor der Schmiede zu und von meinem vorübergehenden Herrn nichts zu sehen. Es drangen auch keinerlei Geräusche heraus, so dass ich mich fragte, ob er überhaupt schon von seiner Reise zurück sei, über die er in der letzten Hand mit uns gesprochen hatte oder vielleicht ein kleines Schläfchen machte? Ich wandte mich also erst einmal der Herberge zu, in der Hoffnung, ihn dort vielleicht bei einem Paga zu finden… nach seinen Wünschen fragen zu können… und ihn vielleicht ein wenig zu erfreuen.

Im Feuerkrug war er jedenfalls nicht… dort hielt sich nur unsere hochwohlgeborene Hausbauerin auf und ließ sich das von Lina zubereitete, üppige Essen offensichtlich gut schmecken. Als ich mich vorsichtshalber erkundigen wollte, ob auch alles zu ihrer Zufriedenheit sei, hörten wir draußen jemand rufen. Da Lina noch mit der Zubereitung des Nachtischs für das Mehrere-Gänge-Menü beschäftigt war, schickte mich die Herrin vor die Tür, um nachzuschauen, wer dort rief und mich nützlich zu machen. Ich gebe zu, dies kam mir nicht ganz ungelegen… so entkam ich vorerst dem scharfen Mundwerk der Hausbauerin :-).

Es stellte sich heraus, dass eine fremde Herrin mit bestelltem Met für Kasras Feuerkrug angekommen war. Sie hatte diesen Handel mit der Herbergswirtin geschlossen. Da ich nicht wusste, wo sich die Wirtin aufhielt, empfahl ich der Händlerin, sich vorerst in die Herberge zu begeben, um dort von den Strapazen der Reise ein wenig auszuruhen und auf die Wirtin oder deren Gefährten zu warten. Die warme Kleidung der Herrin ließ mich vermuten, dass sie wohl aus dem Norden angereist war. Aber dies konnte ich nicht mehr genauer in Erfahrung bringen, da ein weiterer Reisender die Stadt betreten hatte und nervös vor der Infotafel hin und her lief, dem ich meine Hilfe anbieten musste.

Es war ein recht stattlicher, sehr großer Herr mit silberblonden Haaren, der sich als Baumeister vorstellte, nachdem er sich aus seinem Staubumhang geschält und auch die Tücher vor seinem Gesicht abgenommen hatte. Er wollte in Kasra seine Dienste anbieten. Interessanterweise kam er auch aus Ar. Aber die Information, dass ebenfalls eine Bürgerin Kasras ursprünglich aus Ar stammt und auch Hausbauerin ist, schien ihn überhaupt nicht weiter zu interessieren. Ihm war weder nach einem Fachgespräch mit der Kastenkollegin zu Mute, noch nach einem erfrischenden Getränk im Feuerkrug.

Ihm gelüstete nach etwas anderem. Nach seinen mehrfachen, sehr wohlwollenden Äußerungen über meine Schönheit und Anmut erkundigte er sich nämlich, ob Kasra vielleicht ein Badehaus habe und wünschte dann meine Dienste beim Baden. War er also "nur" zum Baden nach Kasra gekommen? Nachdem er in einem kurzen Gespräch auf dem Weg ins Badehaus von unserem Herrn Hauptmann auch noch bestätigt bekommen hatte, dass er mit mir als Badekajira eine gute Wahl getroffen habe, ließ er sich nicht mehr aufhalten, um dieses Vergnügen endlich genießen zu können. Ich glaube, er muss ziemlich lange auf Reisen gewesen sein, denn er war nicht nur staubig^^.

So bekam ich meinen Herrn auf Zeit gestern gar nicht mehr zu Gesicht und erfuhr auch nicht, ob er von seiner Reise in den Norden schon zurück gekehrt war. Falls ja… dann hatte er mich anscheinend nicht vermisst.

Freitag, 14. Januar 2011

Zicken

Die Herberge war gestern mal wieder gut besucht… allerdings außer meinem Besitzer auf Zeit, nur von Herrinnen, denn der Herr Wirt hatte plötzlich noch etwas zu erledigen und suchte bald das Weite. Das war dann für zwei Herrinnen die Gelegenheit, sich so richtig zu entfalten, wo sie quasi so unter sich waren. Eine davon war natürlich die hochnäsige Hausbauerin aus Ar… die andere die neue Sklavenhändlerin… obwohl nicht aus Ar, aber mindestens ebenso eingebildet. Beide begannen sich alle erdenkliche Mühe zu geben, sich selber ins rechte Licht zu setzen und gegenüber der anderen als was Besseres darzustellen. Dabei merkten sie überhaupt nicht, dass das Gegenteil eigentlich der Fall war… für mich zumindest. Eigentlich benahmen sie sich wie keifende Fischweiber aus niedrigster Kaste. Ich fand, von guter Erziehung war bei diesen feinen Ladys gestern keine Spur zu finden^^.

Nach dem gegenseitigen Begießen mit Kalana… natürlich der Gute… wartete ich eigentlich nur noch darauf, dass eine von den beiden handgreiflich werden würde. Aber soweit kam es dann leider doch nicht… es wurden auch keine Flecken aus dem Kleid der Hausbauerin herausgeschnitten. Bei dem Hinweis, dass dies bei dem riesigen Zelt gar nicht weiter auffallen würde, konnte ich mir nur sehr schwer ein schadenfrohes Grinsen verkneifen. Und dabei sagt man doch immer nur Kajirae nach, Zicken zu sein… ein weiterer Beweis dafür, dass in jeder Frau eine Sklavin steckt? :-)


Mauli tat mir richtig leid, denn sie musste der wütend aus der Herberge rauschenden Hausbauerin folgen, um den Stoffberg zu waschen. Naja…warum sollte es nicht auch mal eine andere treffen… ich hatte ja nun auch schon Erfahrungen mit dieser hochnäsigen Herrin machen müssen.

Komischerweise war dann plötzlich die Luft raus… die verbliebenen drei Damen schwiegen sich mehrere Ihn nur noch an… gingen auch überhaupt nicht auf die Bemerkung meines Zeitherrn „Eine Ruhe hier, wenn die Gelbe nicht da ist“ ein und schwiegen einfach weiter. Diese Stille nutzte der eine Kajirus dann, um seine Herrin darauf hinzuweisen, dass im Badehaus alles geputzt und vorbereitet sei. So bekam ich mit, dass gestern Badetag für Herrinnen sein sollte. Nur was machten diese doofen Weiber? Nichts! Sie konnten sich nicht zum Baden aufraffen bzw. wollten es wohl auch nicht… warteten auf den „Badeveranstalter“, wer auch immer das sein mag…. einer war es inzwischen zum Baden zu spät geworden… eine andere badete grundsätzlich nicht in Gesellschaft und die dritte war sowieso sauber. Offensichtlich spürte keine der Damen Gelüste auf die angenehme, entspannende Atmosphäre eines Bades.

Diese Chance nutzte mein vorübergehender Besitzer dann schamlos aus. Er hatte sich aus dem Gekeife vollkommen heraus gehalten und still seinen Paga genossen. Nun knallte er plötzlich seinen Becher auf den Tisch und verkündete den Damen, dass ER nun das Bad okkupieren werde. Ich glaube, das hat den Herrinnen dann endgültig die Sprache verschlagen… zumindest habe ich keinen Laut mehr gehört, als ich ihm Richtung Badehaus hinterher lief.


Da im Bad alle Vorbereitungen bereits getroffen waren und die Herrinnen sich nicht entscheiden konnten, fand ich diesen Beschluss meines Zeitherrn eigentlich nur logisch und freute mich, wieder einmal meine Qualitäten als Badesklavin unter Beweis stellen zu dürfen. ;-)

Donnerstag, 13. Januar 2011

Anders als geplant?

Da ich meinen vorübergehenden Besitzer gestern nicht in seiner Schmiede antraf und auch von meinen Vulos… ähhmmm… ich mein natürlich den Mädchen an der Handelskette meiner Herrin^^ nichts zu sehen war, machte ich mich zur Herberge auf, um dort mal nach ihnen zu schauen. Ich war erstaunt, wie viele Gäste sich im Schankraum aufhielten… nur außer Mauli, die sich dort bereits fleißig nützlich machte, war von den Gesuchten keine Spur zu entdecken.

Dafür entdeckte ich aber einen mir bekannten Krieger aus Kassau mit seiner Kajira Sura. Ich war ganz erstaunt, dass ihr Herr sich immer noch an mich erinnerte. Er war nämlich der Rarius, der den ganzen Feldzug und auch die Rückreise organisiert hatte und wusste sogar noch, dass mich der Kassauer Wirt am Hafen von Lydius in seine Obhut genommen hatte. Bis heute noch bin ich diesen beiden Herren sehr dankbar und erinnere mich genau, wie erleichtert ich war, sie zu sehen, nachdem ich tagelang einsam durch die unheimlichen Wälder von Lydius gestreift war. Traurig stimmte mich jedoch, von ihm zu erfahren, dass Kassaus Wirt sehr schwer erkrankt ist. Auch wenn ich nur eine unbedeutende, kleine Kajira bin, so hoffe ich doch, dass ihn meine Genesungswünsche vielleicht erreichen und erfreuen werden und es ihm hoffentlich bald ein wenig besser geht. ((Alles, alles Gute Archon!))

Meinen etwas trübsinnigen Gedanken durch diese schlechte Nachricht konnte ich jedoch nicht lange nachhängen, denn plötzlich wurde die Tür geöffnet und mein Zeitherr tauchte auf, um sich sogleich mit unserem Regenten zum Kennel zu begeben. Diese Chance, meine Neugier auf die gefangenen Talunas zu befriedigen, lies ich mir natürlich nicht entgehen und lief einfach hinterher. Auf die erstaunte Nachfrage meines vorübergehenden Herrn, was ich denn am Kennel zu suchen habe, antwortete ich, dass ich es gewohnt sei, mich dort aufzuhalten, wo meine Herrin ist. Zum Glück stellte ihn diese Antwort zufrieden und so durfte ich bleiben. Merkwürdig fand ich nur, dass uns ebenfalls der Kassauer Krieger und Sura gefolgt waren. Doch warum sollte ein Krieger nicht auch mal neugierig sein?

Während unser Herr den Regenten holte, hatte Lu anscheinend alles dafür vorbereitet, dass den gefangenen Talunas nun Kragen umgelegt werden konnten. Gespannt darauf, ob sich die schlauen Waldfrauen nicht doch noch irgendwie aus der Affäre ziehen oder sogar fliehen würden, kniete ich mich ein wenig in den Hintergrund, um nicht im Weg zu sein. Voller Spannung hielt ich fast die Luft an, als der Herr Regent die Tür öffnete und mit dem ersten Collar den Kennel betrat, als etwas ganz Unerwartetes geschah! Ich glaube, alle Herren waren ebenso überrascht wie ich… zumindest mein vorübergehender Besitzer und unser Regent. Bei dem Kassauer Rarius bin ich mir da nicht so sicher, denn die beiden Frauen sausten plötzlich durch die offene Kenneltür, knieten vor dem Krieger nieder und unterwarfen sich ihm mit über den Köpfen gekreuzten Handgelenken!! Es stellte sich heraus, dass die eine früher schon mal an seiner Kette war. Rechneten sie mit einer besseren Fluchtmöglichkeit auf der Reise nach Kassau, wenn sie erst einmal aus Kasra heraus waren? Keine Ahnung… es war jedenfalls sehr seltsam. Ich glaube, SO hatte der Herr Regent die Unterwerfung der Waldfrauen nicht geplant!

Ob die Taluna dem Rarius nun entflohen war oder er sie frei gelassen hatte, erfuhr ich leider nicht mehr, weil zwischen den drei Herren eine große Diskussion begann, die ich aber nicht so ganz verstanden habe, weil ich mich mit Kasras Stadtgesetzen und solchen Dingen nicht gut genug auskenne. Eines weiß ich aber, wenn eine Frau sich einem Herrn unterwirft, steht dieser vor der Wahl, die Unterwerfung anzunehmen oder die Frau zu töten, um seine Ehre zu retten.

Jedenfalls scheint es in Kasra geltendes Gesetz zu sein, dass sich Gefangene der Stadt NICHT fremden Kriegern unterwerfen können. Die Herren einigten sich gütlich auf einen Verkauf der Talunaschönheiten an den Krieger aus Kassau für 14 Silber. Sura tat mir irgendwie fast leid, auch wenn ich froh darüber war, dass diese beiden Wilden nicht im Hause meiner Herrin ausgebildet werden sollten. Nachdem der Handel abgemacht war und mein Zeitherr von dem Krieger sein Geld für die beiden Kragen bekommen hatte, gelüstete es ihm nach einem Paga in der Herberge, während die Kassauer sich mit ihrer Frischware auf den Heimweg machten.

In der Herberge angekommen, traute ich jedoch meinen Augen nicht und glaubte ich zu träumen… vor einer fremden Herrin tanzten ein Kajirus und Lina! Lina gelang es zum Glück schnell, sich aus dem Staub zu machen und zu uns zu kommen, aber der Kajirus tanzte weiter. Mir kam die Frage in den Sinn, ob sich meine liebe Herrin ebenfalls solche aufreizenden Verrenkungen eines Sklaven anschauen und daran Gefallen finden würde? Ich bin mir recht sicher, dass sie dies nicht einmal in den eigenen 4 Wänden tun würde… oder vielleicht doch?... gut gebaut war er ja ;-)

Es stellte sich dann heraus, dass die Herrin eine Sklavenhändlerin ist, dieser Kajirus und noch ein weiterer ihr gehörten und sie ihn und auch Lina tatsächlich zum Tanzen aufgefordert hatte… Lina konnte also gar nicht anders. Die beiden Kajiri waren anscheinend die überlebenden Kampfsklaven vom Vortag. Wahrscheinlich hält sich die Herrin sogar noch länger in Kasra auf, da ihr Begleiter sich bei unseren Wachen verdingt hat, erzählte mir mein Herr auf Zeit. Na, mal abwarten, ob sie tatsächlich in Kasra sesshaft wird und was meine Herrin zu der Konkurrentin meint, wenn sie nächste Hand davon erfährt… schließlich ist sie die Kastenoberste.

Erstaunlicherweise ging der gestrige Abend zu Ende, ohne dass ich meinem Besitzer auf Zeit in den Fellen dienen durfte. Darüber war ich fast ein bisschen erleichtert, denn die letzten Abende hatten bei mir doch ein wenig Schlafdefizit erzeugt… aber bei ihm anscheinend auch^^. So verschwand mein vorübergehender Besitzer ziemlich früh in seiner Schmiede und ich verzog mich ins Sklavenhaus, wo ich müde in einen tiefen traumlosen Schlaf fiel.

Mittwoch, 12. Januar 2011

Ein gut gelaunter Schmied

Nach dem ganzen Trubel durch den Sklavenkampf war gestern wieder Ruhe in Kasra eingekehrt. Die Stadt war irgendwie fast ausgestorben, was offensichtlich daran lag, dass der Herr Regent und der Herr Hauptmann mit einigen Wachen und den Belnend-Söldnern in den Wäldern unterwegs waren, um Talunas zu fangen. So kam es, dass gestern Abend nur mein vorübergehender Herr in der Herberge saß und dort seinen Paga trank. Ich glaube, er war ganz zufrieden und vermisste keine Gespräche mit anderen Herrschaften, im Gegenteil, er schien die Anwesenheit von drei Kajrae zu genießen.

Später kam noch kurz eine weitere Kajira aus Belnend hinzu, die für die zurückgekehrten Krieger Getränke holen sollte. Von ihr erfuhren wir dann auch, dass die Beute aus 3 Waldfrauen bestand, die vorerst in den Kennel gesperrt worden waren. Ich bin nur gespannt, ob sich die Aktion wirklich gelohnt hat oder ob die Herren nur 99er gefangen haben… aber das wird sich bestimmt schnell zeigen.

Etwas verwundert hat mich, dass der Herr Schmied, entgegen seinen sonstigen Vorlieben, gestern auf dem Sitzkissen meiner Herrin saß. Aber vielleicht dachte er, dies müsst so sein, da er ja ihre sämtlichen Kajirae vorübergehend in seinem Besitz hat. Egal… das Kissen war auf jeden Fall viel zu weich für ihn… er war darin förmlich versunken. Diese Tatsache brachte ihn auf die Idee, ob er und meine Herrin sich nicht vielleicht bei Gelegenheit gegeneinander aufwiegen lassen sollten, er auf der einen Seite der Waage, meine Herrin auf der anderen. Die Differenz würde er dann gerne in Gold ausgezahlt bekommen.

Ich wollte ihn natürlich sofort davon überzeugen, dass meine Herrin sich nie auf so eine Wiegerei einlassen würde… auch nicht, wenn sie mit all ihren Kajirae auf der einen Seite steht und mein vorübergehender Herr mit seiner Kajira auf der anderen. Mangels einer so großen Waage in Kasra müssten sowieso alle einzeln gewogen würden, warf ich noch besserwisserisch ein und dass das Aufaddieren der Einzelgewichte für mich dabei überhaupt kein Problem wäre. Nachdem ich dann noch weitere Kajirae an der Handelskette meiner Herrin erwähnte, erkannte er, dass das Ergebnis ganz knapp ausfallen könnte und ziemlich unklar sei. Trotzdem meinte er noch, dass es ja auch möglich wäre, die Differenz in Paga auszugleichen.

Obwohl eine wohlerzogene Kajira einem Herrn ja nicht widersprechen sollte, konnte ich nicht umhin zu entgegnen, dass die schwerere Seite auch Milch mit Honig bekommen könnte. Daraufhin fragte er, ob mir vielleicht was fehlt… Nakisa würde mir bestimmt gerne Haut mit Milch ohne Honig zubereiten. Was war ich froh, dass er gestern wirklich gute Laune hatte und das Thema nach meiner kleinlauten Antwort, dass es mir gut geht, in Kombination mit einem gekonnten Blick, dann schnell fallen ließ. Eine von Nakisa zubereitete Milch hätte ich sowieso nicht herunterbekommen… wer weiß, was der bei der Zubereitung alles eingefallen wäre, wo sie doch gestern mal wieder auf Rumzicken aus gewesen war, aber wie ich fand, dabei den Kürzeren gezogen hatte, da ich Mauli in Schutz genommen hatte.

Unsere kurzen Zickereien haben meinem Herrn auf Zeit jedenfalls nicht seine gute Laune genommen, denn er sinnierte schmunzelnd darüber, ob die beiden Zappelkajirae des Herrn Händlers nebeneinander mit ihren dicken Hinterteilen durch die Doppeltür der Herberge passen oder ob die sich darin verkeilen würden. Während wir uns dies unter Lachen und Kichern alle bildlich vorstellten, und ich noch einwarf, dass sie sich bestimmt verkeilen, wenn sie beim Durchgehen auch wieder ihre Turnübungen mache, meinte er, dass dies die Chance für eine Wette sei. Ich bin jedenfalls gespannt, ob daraus was wird und vor allem, ob die beiden gemeinsam durch die Tür passen.

Es war ein lustiger Herbergsabend gestern, auch wenn ich in meiner Neugier natürlich gerne mal in Richtung Kennel geschaut hätte, nachdem die Krieger zurück waren. Nur mein Zeitherr hatte anderes mit mir vor… ich sollte für ihn tanzen… und zwar nur für ihn. Wir hatten vor einigen Tagen schon einmal darüber gesprochen, weil mich die Hitze des Schmiedefeuers an die heißen Fackeln eines Tanzes erinnerte, den ich seinerzeit mit Sina und einer weiteren Kettenschwester zu einem Fest in Kasra aufgeführt hatte. So kam es, dass ich den inzwischen stark veränderten Tanz gestern wieder einmal aufführen und meinen vorübergehenden Besitzer damit erfreuen durfte. Ich glaube, es hat ihm seeeehr gefallen *lächelt sanft und pustet ein dankbares Küsschen zu Dala für die tolle Idee zu diesem Tanz*.

Alles weitere war dann wie an jedem Abend ;-)


OOC: Ich hoffe, dass der gute Norman noch ein paar Jahre lebt und als nächstes einen Band "Sklavin in der südlichen Thassa" rausbringt. Nachdem jetzt Japaner auftauchen, wäre das nur gerecht. So eine tolle Südsee-SIM...ich als Sklavin auf einer wunderschönen, tropischen Insel...bekleidet mit einem leichten Tuch um die Hüften und oben rum nur einen geflochtenen Kranz aus exotischen Blumen...seufz.

Dienstag, 11. Januar 2011

Sklavenkampf

Gestern weckte mich im Sklavenhaus lautes Stimmengemurmel, das anscheinend von draußen kam. Ich konnte mir überhaupt nicht erklären, was da los war und schälte ich mich schnell aus den kuscheligen, warmen Fellen, ohne mich noch einmal umzudrehen, wie ich es ja so gerne tue, vor allem, wenn ich alleine im Sklavenhaus schlafe. Ich gebe zu, ich nutze es schamlos aus, wenn meine Herrin und die Handelskette nicht da sind und hatte es mir nach 2 Tagen harter Feldarbeit dort richtig gemütlich gemacht.

Schnell zog ich mir eine Tunika über, sauste die steile Leiter des Hems hinab und riss neugierig die Tür des Sklavenhauses auf. Huiiihh… da hätte ich ja fast etwas verschlafen! Auf dem Marktplatz war ein großes Podest aufgebaut worden und jede Menge Freie standen plaudernd herum, darunter auch eine große Anzahl fremder Herrschaften. Schnell entdeckte ich meinen vorübergehenden Herrn in der Menschenmenge und eilte zu ihm, um ihn zu begrüßen und meine Dienste anzubieten. Hinter ihm kniete zu meinem Erstaunen Mauli. Sie war auch endlich von den Feldern zurück, hatte mich aber bei ihrer Ankunft einfach weiter schlafen lassen und war von unserem vorübergehenden Herrn bereits über die neuen, vorübergehenden Besitzverhältnisse informiert worden.

Mein Herr auf Zeit war in ein Gespräch mit Kasras Händler vertieft. So bekam ich Gelegenheit, die beiden vor dem Händler knienden fremden Mädchen genauer zu betrachten. Es waren schon wieder Zwillinge, bei deren Benehmen mir sehr schnell klar wurde, dass der Herr noch eine Menge Arbeit haben würde, denen Ehrfurcht und Demut sowie höfliche Umgangsformen beizubringen. Die Krönung war, dass sie mit den Rücken zu ihrem Herrn knieten und ständig gymnastische Verrenkungen machten. Mein vorübergehender Besitzer konnte deswegen nicht umhin, mich empört über ein solches Benehmen darauf aufmerksam zu machen, dass ER ein so etwas bei seinen Kajirae nicht dulden würde, auch nicht bei einem Besitz auf Zeit, was Mauli mir prompt bestätigte. Sofort versicherte ich ihm, alle neuen Mädchen meiner Herrin lernen sehr schnell, wie sie zu knien haben.

Während Mauli und ich unsere Köpfe noch zusammen steckten und über dies und das tuschelten, vor allem aber, weil ich erfahren musste, wer Mauli erlaubt hatte wieder eine Tunika zu tragen, schnappte ich bereits einzelne Gesprächsfetzen auf, die sich alle um einen bevorstehenden Sklavenkampf drehten. Ich hatte gar keine Zeit mehr, mich über weitere Hintergründe dafür zu erkundigen, als es auch schon los ging.


Es war schon ein netter Anblick, das Muskelspiel der gut gebauten Kajiri zu beobachten, zumal einer fast nichts anhatte und ein anderer sogar vollkommen unbekleidet war^^. Erstaunlicherweise echauffierte sich keine der anwesenden Herrinnen darüber, die ja sonst an einer etwas freizügiger gekleideten Kajira immer schon rumzicken. Im Gegenteil, sie genossen offensichtlich den Anblick und den Kampf, denn einige begannen sogar auf den Sieg des einen oder anderen Sklaven zu wetten. Mir kamen Gedanken in den Sinn, ob sich meine Herrin ebenso verhalten würde und ob sie sich einen solchen Kampf überhaupt angeschaut hätte? Darüber werde ich mich auf jeden Fall noch bei ihr erkundigen, wenn sie hoffentlich bald nach ihrem langen Aufenthalt bei den Heilern wieder zu Hause in Kasra ist.

Ich gestehe, meine anfängliche Begeisterung schlug sehr schnell in Entsetzen um, als es immer blutiger wurde. Blutvergießen hat mir noch nie gefallen und zusätzlich ist es ein großer Unterschied für mich, ob es sich um einen Arenakampf handelt oder beispielsweise um die Verteidigung des Heimsteins. Mauli sah mir auch schon ein wenig weiß um die Nase herum aus, so dass ich sie vorsichtshalber für einige anstehende Hausarbeiten ins Sklavenhaus schickte, bevor sie mir noch schlapp machte. Ich selber senkte meinen Blick zu Boden und konzentrierte mich auf den linken großen Zeh meines vorübergehenden Herrn, der vorwitzig aus seiner Sandale hervorschaute. Aus dem Augenwinkel bemerkte ich erstaunt, dass das Geschehen meinen vorübergehenden Besitzer ebenfalls nicht kalt lies, denn er ballte seine linke Hand immer wieder so stark zu einer Faust, dass die Knöchel ganz weiß hervor traten. Dann begann er sich vor Anspannung eine meiner langen Locken um den Finger zu wickeln, so dass ich mich immer weiter aufrichten musste, um den Zug auf meine Kopfhaut zu verringern. Zu meinem großen Entsetzen rief er sogar „töte ihn!“ Erstaunt fragte ich mich, was in ihm vor sich ging… so hatte ich ihn bislang noch nie erlebt!


Der Kampf wurde immer schrecklicher… die Kajiri gaben sich keuchend und vor Schmerz stöhnend die größte Mühe, sich gegenseitig umzubringen, wobei ich es als besonders unfair fand, dass der eine gegen zwei Gegner kämpfen musste. Ich konnte nicht anders… schloss letztendlich meine Augen und hielt mir zusätzlich auch noch die Ohren zu, während die Freien die Kämpfer weiter anfeuerten, darunter auch etliche Herrinnen. Zum Glück war es irgendwann vorbei, denn ich spürte, dass mein Zeitherr mir sanft und beruhigend über den Kopf strich und nahm die Hände von meinen Ohren. Als ich die Augen öffnete und dankbar zu ihm aufschaute, sah ich erschüttert, wie einer der Kajiri blutüberströmt und anscheinend tot in Richtung Fayheen getragen wurde. Nun gut… die Wirtin ließ immerhin verlauten, dass sie heute nicht mehr fischen wollte.

Danach leerte sich der Marktplatz schnell. Einige Fremde reisten bereits wieder ab, andere begaben sich noch in den Feuerkrug. Mein Herr auf Zeit blieb jedoch draußen stehen und setzte das Gespräch mit dem Händler fort. Es ging darum, welche Schande schlecht erzogene Kajirae über ihren Besitzer bringen können. Beim Beobachten der Zappelkajirae und ihrem Benehmen musste ich sofort an 99er denken und sandte vorsichtshalber schon mal ein Stoßgebet zu den Priesterkönigen, damit der Herr Händler hoffentlich nicht auf die Idee kommt, seine Mädchen im Hause meiner Herrin erziehen zu lassen. Da er aber selber so eine furchtbare Unruhe in sich hat, dass ich immer denke, er muss seine Blase erleichtern, scheint ihm das Gezappel wohl zu gefallen. Egal… mir steht zwar kein Urteil darüber zu, aber nervös macht mich solch ein Gehampel schon.

Zum Glück gelüstete es meinem Zeitherrn schließlich nach einem Ale. Da er das ja im Feuerkrug seit einiger Zeit nicht mehr bekommt, ging er nicht mehr in die Herberge hinein, sondern gleich in seine Schmiede. So bin ich um eine Menge Arbeit herum gekommen, da ich vermutlich als einzige Kajira aus Kasra dort alle Gäste hätte bedienen müssen. Um mein Informationsdefizit zu verringern, konnte ich mir natürlich nicht die neugierige… nein… interessierte Frage verkneifen, warum meinem vorübergehenden Besitzer so viel an dem Tod des einen Sklaven gelegen hatte. So erfuhr ich, dass der Kampfsklave ihn am Vortag angegriffen hatte. Zum Glück wurde mein Her auf Zeit dabei jedoch bis auf einige versengte Haare nicht weiter verletzt. Damit wurde mir nun alles ein wenig klarer. Einen Freien anzugreifen ist ein wirklich schlimmes Vergehen, das allgemein mit dem Tod bestraft wird. In diesem Fall wurde jedoch vom Pfählen abgesehen und der Sklave sollte in einem anscheinend von vornherein aussichtslosen Kampf um sein Leben kämpfen.

Zu später Ahn machte mir mein Zeitherr dann sehr überzeugend klar, wie aufgewühlt er von den Ereignissen der letzten Tage immer noch war und wie dringend er „Ablenkung“ brauchte, nachdem er mir einige merkwürdige Fragen zu der fremden Besitzerin der Kampfsklaven gestellt hatte. Ein wenig bekannt kam mir ihre Stimme ja vor, aber ich hätte ohne seine Fragen nie darüber nachgedacht, ob ich sie vielleicht schon einmal in Kasra gesehen hatte. Da sind meine Interessen dann doch anders gelagert. Er aber schien sich da sehr sicher zu sein und erzählte mir, dass diese Herrin seine Wunden behandelt hätte, mit denen er damals in Kasra angekommen war und die ich nach seiner Ankunft nur notdürftig versorgt hatte. Was es noch mit der Herrin auf sich hatte, habe ich leider nicht mehr aus ihm heraus bekommen. Aber da muss wohl noch etwas gewesen sein! Ich habe mich nur gewundert, wie eine freie Frau mit derartigen Kampfmaschinen klarkommt.

Jedenfalls haben weder sein geliebtes Ale, noch das Begradigen seiner abgebrannten Haare mit der klappernden Schere ihn beruhigen können. Als er mich dann nicht nur mit seinen Blicken auszog, sondern dies gleichzeitig mit gekonnten Griffen auch in die Tat umsetzte, wusste ich sofort, nach welcher „Ablenkung“ ihm gelüstete, für die ich selbstverständlich einige gute Möglichkeiten parat habe und denen ich natürlich auch nicht abgeneigt bin… allerdings versicherte ich mich noch verschmitzt grinsend, dass es kein Paga war, wonach ihm zur Ablenkung der Sinn stand! :-)

Noch einmal eine OOC-Bemerkung: Ich hatte ja schon geschrieben, dass Georg und ich zur Zeit meist über die gleichen Erlebnisse schreiben. Ich habe mir deshalb angewöhnt, Georgs Blog erst zu lesen, nachdem ich meinen Text geschrieben habe, da ich sonst zu sehr beeinflusst bin von ihm. Er schreibt nun einmal früher, ich kann das auf der Arbeit nicht, sondern erst abends. Von daher mag es sein, dass die Darstellung manchmal etwas abweicht von seiner.

Freitag, 7. Januar 2011

Hitze

So ein weiches Bett hat doch was… es war so gemütlich darin, dass ich gestern viel zu lange schlief. Mein Zeitherr hatte Lu anscheinend schon von seinem vorübergehenden Besitz erzählt, denn sie begrüßte mich gleich mit „Tal Schwester“, als ich augenreibend aus der Kammer tapste, um in der Schmiede meine Tunika zu suchen. Mein vorübergehender Besitzer schmunzelte dazu wohlwollend, während er seinen Blick noch einmal über meinen nackten Körper schweifen ließ. Merkwürdigerweise fiel auch Lu sofort meine veränderte Frisur auf, die sich erstaunlicherweise sogar über Nacht noch gehalten hatte. Dann bekamen wir klare Anweisungen von ihm, wer von uns wofür zuständig ist, nämlich Lu für die Schmiede und ich fürs Sklavenhaus, damit wir uns nicht ins Gehege kommen. Andernfalls würde er schon eine passende Strafe für uns beide finden.

Lu machte sich sogleich geschäftig daran, ein Brot für ihren/unseren Herrn zu backen, während ich die Erlaubnis bekam, mich erst einmal zu waschen. Das brauchte natürlich seine Zeit, da ich wie immer das Schwimmen im Fayheen ausgiebig genoss. Dadurch verpasste ich, was mein Zeitherr zwischenzeitlich mit dem Herrn Richter über das aktuelle Geschäft abmachte. Offensichtlich hatte er die Anfertigung des Schuhanziehdingsbums weiter verschoben, denn der Richter verschwand in seine Gemächer, nachdem er mir noch einmal lüstern zugezwinkert hatte und mein vorübergehender Besitzer begab sich auf einen Paga in die Herberge.

Dort befanden sich unsere Händlerin und eine Fremde, denen es nach einem weiteren Kalana gelüstete, nachdem ich meinem vorübergehenden Herrn seinen Paga serviert hatte. Wobei ich mich fragte, ob Kalana das richtige Getränk ist, wo die fremde Herrin sowieso schon am Schwitzen war. Das tat sie jedenfalls mehrfach kund, während sie sich immer wieder Luft zufächelte. Kein Wunder, dass ihr warm war, so tief verhüllt, wie sie war. Und dann sollte ich auch noch auf Geheiß unserer fröstelnden Händlerin die Herbergstür schließen.


So konnte ich nicht umhin, der Fremden beim Servieren ihres Kalanas zu wünschen, dass er gegen ihre Hitzewallungen helfen möge. Das war natürlich etwas… naja… ungeschickt ausgedrückt… merkte ich aber erst, nachdem diese Worte meine Lippen verlassen hatten *versucht einen besonders unschuldigen Blick aufzusetzen*… und das bei einer Herrin aus Ar!!! Ich glaube Ar’s Bewohnerinnen sind alle gleich in ihrer Hochnäsigkeit. Diese Herrin erinnerte mich irgendwie ganz stark an unsere Hausbauerin, die ja auch aus Ar stammt und immer genauso hochtrabend daher redet, zum Glück aber schon eine ganze Weile auf Reisen ist. Immerhin ist es mir gelungen, meine Formulierung noch ein wenig hinzubiegen und eine mögliche Bestrafung für meine Frechheit dadurch abzuwenden.

Irgendwas war sowieso merkwürdig an dieser Herrin… sie benahm sich sehr seltsam… suchte einerseits einen Schmied… dann aber, als einer mit ihr am Tisch saß wieder doch nicht… ihre Freundin suchte sie anscheinend auch und ein Bad gegen ihre Hitzewa… ähmmm… gegen ihr Schwitzen lehnte sie auch ab. Ich glaube, sie hatte was zu verbergen! Naja…was soll’s… mein Zeitherr bekam durch ihre Hitze jedenfalls Badegelüste und zwar in seiner Kammer… nicht im großen Badehaus von Kasra.

Puhhh…das war vielleicht eine Schlepperei mit dem Wasser! Ich kann von Glück sagen, dass ich mir nicht die langen Haare angesengt und die Finger verbrannt habe, bei so einer Glut im Schmiedefeuer! Zu allem Pech ist mir ein Eimer Wasser dann noch fast verkocht, weil ich neugierig dem Gespräch meines vorübergehenden Besitzers mit einem Kastenbruder lauschte, der eigentlich Arbeit suchte, mich dann aber sah und kaufen wollte. Erst als er den Preis meines Herrn auf Zeit hörte (der mir natürlich unendlich schmeichelte:-), dass ich nur vorübergehend in seinem Besitz sei und er sich daher an meine Herrin wenden müsste, trollte er sich missmutig wieder, so dass das Badevergnügen meines Zeitherrn dann doch noch beginnen konnte :-)

Inspektion

Nach einer weiteren Nacht alleine im Sklavenhaus verrichtete ich schnell alle erforderlichen häuslichen Arbeiten und putzte mich selber ein wenig mit einer sauberen Tunika heraus. Obwohl ich meine langen Haare eigentlich immer offen trage, war mir danach, sie zur Abwechslung mal etwas zusammen zu stecken. Dann machte ich mich auf, um zu schauen, was denn in Kasra so anlag und vor allem, ob ich meinem Besitzer auf Zeit zu Diensten sein konnte.

Kasra schien ausgestorben zu sein, außer ein paar zwitschernden Vögeln war alles ruhig. Niemand war auf dem Marktplatz zu sehen und auch aus der Schmiede drang kein Geräusch nach draußen, allerdings stand das Werkstatttor weit offen. Der Herr Schmied konnte also nicht weit sein, denn sonst hätte er es bestimmt geschlossen.

Leicht zögerlich, aber von meiner kaum zu bändigenden Neugier getrieben, die einer Sklavin ja eigentlich schlecht steht, pirschte ich mich also Richtung Schmiede und entdeckte dort meinen Zeitherrn, der mich sofort zu sich heranwinkte. Er betrachtete mich auf eine irgendwie sonderbare Art, so dass ich mich ein wenig zögernd vor ihn kniete. In meinem Kopf begannen Gedanken herumzuschwirren, ob ich vielleicht was falsch gemacht und sich jemand über mich beschwert hatte… ihm meine Tunika nicht gefiel oder sonstige unangenehme Dinge geschehen waren. Ich war mir jedoch keiner Schuld bewusst, passiert war eigentlich nichts und meine Tunika gefiel mir, denn sie hatte schöne tiefe Ausschnitte vorne und hinten, sowas mögen Herren doch. Nur warum schaute er mich so sonderbar an?

Zu meiner großen Erleichterung stellte sich heraus, dass ich keine Strafe zu fürchten hatte, ihm waren nur meine zusammengesteckten Haare aufgefallen. Er meinte dazu wohlwollend schmunzelnd, dass so mehr von meinem Hals und den Schultern zu sehen sei. Anscheinend sah er aber immer nicht genug von meiner Haut, denn er umrundete mich langsam, nahm meine Haare zur Seite, strich die Tunika von meinen Schultern und begutachtete die kleine tätowierte weiße Blume auf meinem Rücken, die er vermutlich zum ersten Mal sah, da sie ja meist von meinen langen Haaren verdeckt wird. Als er mich dann anwies aufzustehen, rutschte meine Tunika natürlich komplett nach unten, so dass ich nun gänzlich nackt vor ihm stand. Ich gestehe, ich mag es ja von Männern so gemustert zu werden und konnte nicht umhin, ihn zu fragen, ob ihm denn gefällt, was er sieht.

War ja eigentlich vorher klar, dass ich auf so eine Frage eine Ermahnung riskieren würde. Er teilte mir leicht brummelig mit, das ganze Inspizieren diene lediglich dazu, mich auf mögliche Beschädigungen hin zu untersuchen. Ein wenig enttäuscht darüber, dass es in diesem Fall offensichtlich nur um das sachliche Begutachten einer Leihgabe ging, die er an meine Herrin in gleichem Zustand wieder zurückgeben wollte, meinte ich etwas schnippisch, dass meine Herrin gar nicht merken würde, sollte ich einen neuen Kratzer haben. Sie begutachtet doch nur neue Mädchen von allen Seiten… ich glaube, mich hatte sie schon seit Ewigkeiten nicht mehr nackt gesehen. Diese Äußerung brachte mir einen weiteren Rüffel von ihm ein und mein vorlautes Mundwerk erst einmal zum Schweigen. Allerdings konnte ich mir nicht verkneifen, mich vor seinen Augen noch einmal aufreizend um mich selbst zu drehen, um meine Vorzüge schön zur Geltung zu bringen.

Kaum bildete ich mir ein, dass meine nackten, weiblichen Formen tatsächlich Wirkung auf ihn zeigten und seine Blicke lüsterner wurden, wurde ich abrupt von ihm zur Seite geschoben, weil unser Regent und der Richter vor dem Schmiedetor aufgetaucht waren, was ich gar nicht mitbekommen hatte. Ein wenig enttäuscht hielt ich mich darauf im Hintergrund, wie es sich für eine Kajira gehört. Der Herr Richter bestellte bei meinem vorübergehenden Besitzer eine Art Löffel mit langem Stiel, mit dem er, sofern ich ihn und meinen Herrn auf Zeit in ihrem sonderbaren Dialekt richtig verstanden habe, sich das Anziehen der Schuhe erleichtern wollte. Na klar dachte ich bei mir, beim Bücken ist ja auch sein Kugelbauch im Weg und eine Kajira hat er nicht, die ihm zur Hand gehen könnte.


Interessanterweise ließ sich mein vorübergehender Besitzer weder darauf ein, mit dem Anfertigen dieses neuen Auftrags gleich zu beginnen, noch wollte er sich auf einen Umtrunk mit den beiden Herren in die Herberge begeben. Auch nach einer Diskussion mit dem Richter darüber, wie gut ich durch Blasen die Hitze das Schmiedefeuers entfachen und ob das bestellte Metall daher nicht doch bereits in einer Ahn abgeholt werden könne, ließ sich mein Zeitherr nicht umstimmen. Im Gegenteil, er machte den beiden Herren recht deutlich klar, was er an diesem Abend mit meinen besagten Qualitäten im Sinn hatte. Und so kam es auch… ich durfte mal wieder zeigen, wie heiß mein Sklavenfeuer brennt und dass es auch bei einer Unterbrechung, wie durch den Besuch des Wirtes am Bett meines Herrn auf Zeit nicht zum Erlöschen kommt. Ich glaube, ihm haben meine Dienste sehr gefallen, denn er schickte mich nicht zurück ins leere Haus meiner Herrin, sondern erlaubte mir in dieser Nacht bei ihm zu schlafen. Ermattet aber glücklich schmiegte ich mich eng an ihn und schlief ganz schnell ein.


OOC: Bitte seht mir nach, dass ich hier oft Dinge erzähle, über die Georg bereits in seinem Blog berichtet hat... denn er ist ja meist viel schneller mit seinen Postings als ich :-)

Aber da dies Blog für MICH eine Art Tagebuch ist, mag ich nicht einfach auf Georg verweisen, sondern erzähle eben teilweise über die gleichen Geschehnisse... aber eben aus meiner Sicht :-))

Mittwoch, 5. Januar 2011

Nachbarschaftshilfe

Nachdem am ersten Tag dieser Hand ein fürchterliches Unwetter in Kasra (SIM-Crash) der turnusmäßigen Ratssitzung zu einem verfrühten Ende verholfen hatte, wurde sie gestern fortgesetzt. Richter, Hauptmann, Händler und unser Schmied nebst Kajira hatten sich gerade zu einer lockeren Klöhnrunde auf dem Marktplatz zusammengefunden, als unser Herr Regent sie zur Sitzung aufrief.

Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass die Herren gar keine rechte Lust auf eine Fortsetzung hatten. Denn obwohl der Herr Händler mit einer offensichtlich übervollen Blase kaum still stehen konnte, beäugte er gerade intensiv die weiblichen Formen einer She-Urt, mit der unser Herr Richter über die Reinigung und Massage seiner Füße verhandelte.

Und dem Herrn Hauptmann war beim genaueren Betrachten meines Dekolletees meine Dina-Brosche aufgefallen, die ich sehr in Ehren halte und immer mal wieder trage. Neugierig befingerte er das kleine Schmuckstück und nahm es genauer in Augenschein, was mir natürlich nicht unangenehm war. Ganz im Gegenteil… ich liebe Männerhände auf meiner Haut und gierige Blicke in meinen Ausschnitt! Leider wurde weiteres dann durch die erneute, wie immer sehr langweilige Ratssitzung abrupt beendet.

Ich muss gestehen, dass das übliche Geschwafel der Herren ein wenig an mir vorbeiplätscherte, während ich im Ratssaal neben dem leeren Stuhl meiner Herrin kniete. Aber die Fakten, Reise nach Aventicum auf unbestimmte Zeit verschoben, Donnermarkt mangels Vorbereitung abgesagt, Wachentraining zukünftig gemeinsam mit den Belnend-Söldnern, habe ich mir natürlich gemerkt, damit ich meiner Herrin darüber berichten kann, falls sie kein Protokoll erhalten sollte.

Der Richter fühlte sich nämlich in Abwesenheit des Schreibers nicht in der Pflicht, ein Protokoll der Sitzung anzufertigen, da dies nicht zu seinen Aufgaben gehöre. Ich finde, da hat er sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert, denn die anderen Herren waren alle des Schreibens unkundig. So wurde das Protokollschreiben der fremden She-Urt überlassen, die sich während der Sitzung eigentlich mit dem Waschen der Richterfüße beschäftigen wollte. Nun gut… so hat das Plätschern des Wassers in ihrem Eimer wenigstens nicht die Blase des Herrn Händlers zum Platzen gebracht, der sich offensichtlich immer noch nicht erleichtert hatte, so wie er auf dem Stuhl herumrutschte.

Nach der Sitzung wollte ich mich eigentlich schnell ins Sklavenhaus verdrücken, konnte aber nicht umhin meinem Lieblingsschmied eine gute Nacht zu wünschen, da er noch vor seiner Werkstatt stand. Ich glaube sogar, er hatte auf mich gewartet, denn er erkundigte sich gleich nach meiner Herrin und wie lange sie denn noch fort sei. Sie hatte anscheinend vor ihrer Abreise nicht mehr mit ihm gesprochen. Nach meiner Auskunft, dass dies noch 2 Hand oder sogar etwas länger dauern kann (kein Internet :-() fing er an zu grübeln und brummte leise vor sich hin, irgendwas von „solange sich selbst überlassen“. Dann fasste er offensichtlich einen Entschluss und teilte mir mit, sowohl die Handelskette meiner Herrin als auch ich seien bis zur Rückkehr meiner Herrin in seinem Besitz, die Ausbildung der neuen Mädchen soll ich im Sinne meiner Herrin fortsetzen sobald sie von den Feldern zurück sind, aber Milch mit Honig brauche ich ihm nicht zu servieren.

Tja… das mit den vorübergehenden Eigentumsverhältnissen gefällt mir irgendwie, die fehlenden Milchserves mit der ekligen Haut auch… aber das Fortsetzen der Ausbildung? *zieht nachdenklich einen leichten Schmollmund*… irgendwie hatte ich mir die Nachbarschaftshilfe einfacher vorgestellt.

Krisengedanken

Eine Ewigkeit bin ich nun schon bei meiner Herrin… fast 3 Jahre. Das ist schön und zeigt, wie sehr wir uns OOC mögen und dass wir gerne zusammen spielen… oder nicht???

Mein erstes Jahr auf Gor mit vielen Höhen und Tiefen bei verschiedenen Herren und Herrinnen war wahnsinnig aufregend und hat bei jedem Wechsel meiner Herrschaft zu einem irrsinnigen Taschentuchverbrauch bei mir geführt. Aber solche SL-Dramen sind ja nicht ungewöhnlich :-). Erst nachdem ich mich meiner Herrin unterworfen hatte kehrte ein wenig Ruhe in mein goreanisches Leben ein… Taschentücher brauche ich aber auch heute noch ab und an in größeren Mengen, denn wir Steuereinheiten bestehen ja nun mal nicht aus Pixeln, sondern sind Menschen mit Gefühlen, guter oder schlechter Laune und… und… und.

In der langen Zeit bei meiner Herrin gab es sehr viel „Alltags-RP“, manchmal Langeweile, aber ich habe auch sehr viel zusammen mit ihr erlebt. Bis heute gehen mir Situationen oft richtig nahe, denn ich bin immer noch keine gute Roleplayerin. Ich spiele oft keine Rolle, sondern vergesse alles um mich herum und BIN dann tatsächlich Dina, aber ich werde da langsam besser. Außerdem habe ich einen ziemlichen Dickkopf, mit dem ich mich gerne verrenne, was bislang immer zur Folge hatte, dass ich die eine oder andere Strafe kassiert habe, die nicht so ganz ohne war. Meine Herrin ist da sehr erfinderisch! Obwohl ich sie inzwischen wirklich ganz gut kenne, passiert mir dies auch heute noch manchmal.

Oft finde ich es doof einer keuschen, freien Frau zu dienen, die so sehr auf ihren guten Ruf bedacht ist wie meine Herrin. Nicht nur als ich zu ihr kam, sondern immer noch tue ich mich schwer damit, meine Hitze zu zügeln und manchmal gelingt es mir auch nicht. Zum Glück bin ich ja von roter Seide und darf Herren erfreuen, sofern sie mich nicht braucht. Aber auch wenn ich den einen oder anderen Herrn sehr gerne mag, ist das Dienen anders, denn er ist nicht MEIN Herr. Ich bin mir sicher, einige Herren empfinden es ähnlich, weil ich nicht IHR Eigentum bin, sondern nur zur Verfügung gestellt wurde. Selbst schon bei einem Kauf für eine bestimmte Zeit ist es anders, weil andere Besitzverhältnisse bestehen oder wenn meine Dienste Bestandteil eines Handels sind :-).

Meiner Herrin meine Zuneigung auf eine andere Art zu zeigen, als ich es bei meinen früheren Herren getan habe, fällt mir schwer, weil ich nicht so besonders kreativ bin. Zum 997. Mal ist das Servieren ihrer ekelhaften^^ Milch mit Honig und Haut oben drauf kein wirklicher Hit mehr. Ebenso vermisse ich einfach manchmal die Blicke und kleinen Gesten der Zuneigung, die ein Herr so leicht seiner Kajira zukommen lassen kann, die sich für eine ehrbare freie Frau aber leider nicht geziemen.

Wenn das RP dann langweilig ist, ich mich ungerecht von meiner Herrin behandelt fühle, sie mir Aufgaben stellt, zu denen ich keine Lust habe, die ich zwar in geringerem Umfang erfülle, weil ich es als meine Pflicht und zu meiner Rolle zugehörig ansehe, aber eben keinen Spaß daran habe, dann frage ich mich, ob ich nicht von ihr weg muss oder sogar mit Gor aufhören sollte. An diesem Punkt war ich vor kurzem und habe deswegen einige Tage Gor-Pause zum Nachdenken eingelegt.

Tja… was soll ich sagen… einige wussten gar nicht, dass ich weg war und andere haben es bereits gemerkt… nun bin ich wieder da!!!

Mit ein wenig Abstand habe ich festgestellt, dass mir etwas fehlt. Ich hoffe, dass ich bei meiner Herrin bleiben darf und muss sie nehmen wie sie ist. Unsere Telefongespräche sind mir da eine echte Hilfe. Langeweile wird es auch in anderen Gor-Städten geben, wenn das Neue nicht mehr neu ist und in Kasra gibt es einige Spieler, an denen mir sehr viel liegt… die ich echt vermissen würde.

/me pustet mal eine Handvoll Küsschen über Kasra in dem Wissen, dass sie bei den richtigen Empfängern landen werden :-))