Donnerstag, 31. März 2011

Überlebt!!!

Da ich vor etlichen Jahren mal schlechte Erfahrungen in einem Labyrinth gemacht hatte… bin nämlich tagelang alleine darin herum geirrt und dabei fast verdurstet… sah ich der gestrigen Schatzsuche am Sardar mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Ich fand es zwar super und ziemlich spannend, dass meine Herrin keine Mühe scheute und für alle Kajirae eine Schatzsuche nach Binas in einem Labyrinth ausrichtete. Wie gerne würde ich dabei auch die meisten finden und als Belohnung ein tolles Schmuckstück einheimsen! Aber die Gefahr, mich wieder zu verirren machte mir ein wenig Bauchschmerzen… außerdem bin ich bei sowas eigentlich nie besonders gut.

Ich stand also mit weichen Knien vor dem Zelt meiner Herrin und betrachtete grübelnd die hohen Wände des riesigen Labyrinths, die auf dem großen Platz errichtet worden waren. Fieberhaft überlegte ich mir, ob ich mich nicht besser vor diesem Wagnis drücken sollte, als mir ein richtig genialer Einfall kam… fand ich zumindest.

Ich sauste zurück ins Zelt und schnappte mir den großen Rucksack, den ich auf so weiten Reisen ja immer für meine Herrin schleppen muss und packte den eigentlichen Inhalt schnell aus. Dann schlich ich mich unbeobachtet ins Versorgungszelt und organisierte mir erst einmal einen großen Wasserschlauch, den ich mit frischem Wasser füllte. Damit würde ich so schnell bestimmt nicht verdursten! Ich fand mich richtig schlau. Da ich von niemandem beobachtet wurde, stibitzte ich auch noch ein schönes Brot.

Brot steht mir normalerweise ja nicht zu, sondern nur Sklavenbrei. Aber hier handelte es sich um einen Fall von Survival, wo Sklavenbrei einfach zu unpraktisch war. Ich wollte ja nur dafür sorgen, dass das Eigentum meiner Herrin für mögliche Unwägsamkeiten eines so gefährlichen Labyrinths gewappnet war und seinen Wert behielt. Sollte ich unbeschadet wieder heraus kommen, würde ich die Brot-Leihgabe ja wieder zurück legen und weiter brav meinen Sklavenbrei essen.


Tja, was soll ich sagen… ich war der Star unter den Kajirae mit meinem Survival-Rucksack, aber ich bin ja auch nicht umsonst das erste Mädchen meiner Herrin. Wobei der Herr Hauptmann meiner Superausrüstung irgendwie nicht so sehr viel abgewinnen konnte. Da es inzwischen dunkel geworden war, hatte ich zusätzlich noch eine Lampe mitgenommen und angezündet… würde damit also auch in einem dunklen Labyrinth perfekte Sicht haben. Mir konnte eigentlich nichts mehr passieren. Ich hatte große Hoffnungen, so gut ausgestattet bestimmt auch ein paar Binas zu finden. Mina war von meiner Idee so angetan, dass sie sich ebenfalls in einem kleinen Sack etwas Proviant und eine Fackel organisierte.


Leider hatten wir nicht mit unserer Herrin gerechnet, die uns schlicht und einfach verbot diese Superausrüstung mitzunehmen. Lediglich eine Fackel habe ich mir nicht nehmen lassen, um in den finsteren Gängen wenigstens etwas sehen zu können. Dann ging es nach einigen kurzen Erklärungen meiner Herrin auch schon los zum ersten Geheimeingang, den sie mit einem Trick öffnete. Wir bekamen Order von ihr, dass zwei von uns vor diesem Eingang stehen bleiben sollten, um auf ihr Startkommando zu warten. Ohne lange zu überlegen blieben Lu und eine fremde Kajira dort also stehen. Am nächsten Eingang wiederholte sich dies, allerdings blieb dort nur ich alleine zurück. Hinterher habe ich erfahren, dass es insgesamt vier Eingänge gab, also Mina und Lina auch alleine ins Labyrinth geschickt worden sind.

Die Suche nach den Binas gestaltete sich gar nicht so schwierig, kompliziert war nur, die Dinger aufzuheben, weil sie immer so dicht an den Wänden lagen oder sogar in die Ecken gekullert waren. Trotzdem fand ich meine Ausbeute eigentlich nicht schlecht, hatte nur irgendwann das Problem, dass ich offensichtlich in Bereiche des Labyrinths geriet, die schon von Lu oder Lina abgegrast worden waren, denn die beiden traf ich immer mal wieder. Aber egal, so hatte ich zumindest das Gefühl, nicht ganz alleine zu sein.

Die Suche endete schließlich nach einer halben Ahn, indem sich plötzlich die Wände absenkten. Ich kann gar nicht beschreiben, wie erleichtert ich war, wieder den Horizont zu sehen. Ohne die Wandabsenkungen hätte ich vermutlich nie wieder heraus gefunden, so orientierungslos war ich bei der ganzen Sucherei inzwischen geworden. Dann wurde gezählt. Die noch mit einiger Verspätung nach dem eigentlichen Start hinzu gekommene Kajira war leider chancenlos gewesen, weil wir anderen schon einen zu großen Vorsprung hatten. Aber von den anderen Fünfen bin ich wenigstens nicht die letzte geworden, sondern nur mit ganz wenigen Binas an dem dritten vorbeigeschlittert und auf dem doofen vierten Platz gelandet. Egal, Hauptsache ich hatte überlebt… würde aber leider nicht das ersehnte Schmuckstück bekommen. :-((

Dafür hat mir der Belohnungskuchen meiner Herrin umso besser geschmeckt. Vor allem, weil ich ihn mir mit Lina teilen konnte, denn Lu zeterte fürchterlich herum und wurde schließlich von ihrem Herrn in die Felle geschickt. Der Herr Schmied war sowieso stinkig über den Ausgang der Schatzsuche. Anscheinend hatte er beim Wetten wohl ziemlich hoch verloren und brummelte meine überkorrekte Herrin an, dass sie ihre eigenen Kajirae bevorzugt hätte, was natürlich überhaupt nicht stimmte. Ich denke aber, dass er sich schnell wieder einkriegen wird, wenn er erst einmal eine Nacht darüber geschlafen hat. Die Zweitplazierte hatte offensichtlich keinen Appetit auf Kuchen oder war sauer, weil meine Herrin das Auszählen ihrer Binas in dem ganzen Gewusel fast vergessen hätte. Tja und die auf ihre knabenhafte Figur bedachte Mina wollte ebenfalls nichts, zumal sie sowieso keine Zeit hatte, da sie sich als Seelentröster betätigte. Sie versuchte vergeblich Lu zum Trost ihren Gewinn zu schenken und überreichte danach dem Herrn Schmied zum Ausgleich seiner hohen Verluste einen ganzen Berg Münzen, die eine Herrin ihr geschenkt hatte, die offensichtlich mehr Glück bei ihren Wetten gehabt hatte. Leider vergaß sie dabei vollkommen, dass sie eine Herrin hat und dass eine Sklavin nichts besitzt… auch Geschenke gehören nämlich ihrer Herrin oder ihrem Herrn.

Irgendwie endete die tolle Schatzsuche für mich mit einem schlechten Beigeschmack. Und damit meine ich nicht den Geschmack, den ich bekam, weil ich den vielen Kuchen zweimal aß. Es war nämlich doch etwas viel gewesen, so dass mir schließlich ziemlich schlecht wurde und ich würgend hinter das Zelt laufen musste. Es ist immer unschön mit anzusehen, wenn eine Kajira bestraft wird. Und da ich in diesem Fall als ihre Erste für ihr Handeln mit verantwortlich war, wurde ich selbstverständlich ebenfalls bestraft und Lina wegen ihrer hämischen Grinserei auch. Wobei die beiden ihre Strafen auch verdient hatten. Ich werde mir wegen der beiden wohl mal was überlegen müssen.^^

Mittwoch, 30. März 2011

Thalarionrennen

…und was dabei so alles passieren kann.

Puhhh… was war ich müde gestern. Vollkommen unausgeschlafen quälte ich mich mühsam hoch und stellte überrascht fest, dass die Vorbereitungen für das Rennen fast beendet waren. Auf dem großen Platz vor den Bergen des Sardar waren bereits ganz viele große Ringe für zwei Rennstrecken aufgestellt worden. Während ich mich neugierig umschaute, entdeckte ich meine Herrin, die entgegen ihrer Natur offensichtlich eine Frühschicht eingelegt hatte und dabei war, noch die letzten Arbeiten an der Strecke zu beaufsichtigen. Da ich ja nicht zu den Herbergskajirae gehöre, mich auch niemand weiter beachtete, gab es für mich zum Glück nichts weiter zu tun, als einfach auf den Beginn des Rennens zu warten.

Einzig mein Lieblingsschmied hatte kurz Bedarf an einer Auskunft von mir und zitierte mich zu sich. Er war im Gespräch mit der Herrin, die sich bereits bei der gestrigen Theateraufführung so über das Schicksal der Tochter des Bauern aufgeregt und uns fast die Krieger auf die Bühne geschickt hatte. Diese Herrin hatte sich offensichtlich immer noch nicht eingekriegt und traktierte nun unseren armen Herrn Schmied wegen der Versklavung der Bauerntochter im Theaterstück. So ganz habe ich den Disput der beiden eigentlich nicht verstanden und meine Antwort auf eine Frage des Herrn Schmieds schien ihm auch nicht wirklich weiter zu helfen, so dass er letztendlich genervt das Gespräch mit der aufdringlichen Frau abbrach.


Dann ging es auch schon los. Zuerst wurden ein paar Probeläufe durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass die Strecke noch ein wenig verändert werden musste. Danach wurde es ernst. Den Teilnehmern wurden verschiedene Thalarions mit unterschiedlichem Temperament zur Verfügung gestellt. Jeder Reiter konnte ein Tier entsprechend seinem Können auswählen. Tja KONNTE… nur das tat leider nicht jeder. Ausgerechnet mein Lieblingswirt wählte ein Viech, das er überhaupt nicht im Griff hatte, auch wenn er großspurig behauptete, es höre aufs Wort. Es ging nämlich mit ihm durch… erfasste mich und schliff mich in rasendem Galopp einmal über den Platz. Auch durch mein lautes Schreien wurde das Monster in keiner Weise gebremst… niemand kam mir zu Hilfe. Zum Glück schien das Biest plötzlich das Interesse an mir verloren zu haben und platzierte mich sogar an der gleichen Stelle wieder, wo ich vorher gekniet hatte und nun zusammen brach. Aber ich bin ja zäh und nicht so leicht unterzukriegen… nach wenigen Ihn kam ich schon wieder zu mir und erblickte eine besorgte Nakisa. So weh wie mir alles tat, hätte ich mir die Frage an sie, ob ich nun tot bin, eigentlich sparen können. Aber soweit konnte ich in dem Moment noch nicht denken, angeschlagen und malträtiert wie ich nun mal war. Ich bin jedenfalls dafür, dass es bei zukünftigen Rennen, an denen der Herr Wirt teilnimmt, eine Promillegrenze gibt.^^

Danach hielt ich mich möglichst im Hintergrund und beobachtete den ganzen Trubel um mich herum einfach nur. Meine Herrin war mit der Leitung des Rennens beschäftigt und hatte keinen Bedarf an meinen Diensten. So konnte ich vor allem zwei Personen unauffällig in Augenschein nehmen, von denen besonders der eine mein Interesse geweckt hatte. Es war ein älterer Herr von stattlicher Statur mit einer Augenklappe und verbundenen Händen, die er jedoch meist versuchte unter seinem Umhang zu verstecken. Er sah richtig verwegen aus, allerdings scheint das Serum bei ihm versagt zu haben. Ich meine verstanden zu haben, dass er Kapitän genannt wurde. Der andere war von seiner Statur das totale Gegenteil… hieß anscheinend Maat und war erheblich kleiner und viel dünner… ein ziemlicher Fips eigentlich. Vor allem aber war er furchtbar zappelig, ständig am Herumfuchteln mit den Händen und versuchte offensichtlich seine Hyperaktivität in den Griff zu bekommen, indem er zu Minas Entsetzen durch ihre geglätteten Haare wuschelte. Sie scheint das Wuscheln wirklich anzuziehen… aber vielleicht gewöhnt sie sich dadurch irgendwann auch daran. :-)


Als Sieger aus dem Rennen ging schließlich unser Herr Regent hervor. Ich gestehe, eine gewisse Schadenfreude darüber, dass nicht mein Lieblingswirt gesiegt hatte, konnte ich mir nach dem Vorfall mit seinem Thalarion einfach nicht verkneifen… hoffe aber, dass man mir dies nicht angemerkt hat. Meine einzige Sorge war eigentlich nur, am nächsten Tag nicht am ganzen Körper blaue Flecke zu bekommen. Meine Herrin ließ es sich natürlich nicht nehmen, noch eine Runde Paga für die Wettkampfteilnehmer auszugeben, die im Rausch des Erlebten bereits über eine Reiterstaffel in Kasra fachsimpelten.


Den Ausgang der Gespräche habe ich dann nicht mehr mitbekommen, da der Herr Regent sich bald zurück zog und meine Herrin dies zum Anlass nahm, ebenfalls ihr Zelt aufzusuchen. Auch wenn sie noch so sehr auf den Erhalt ihres strengen Rufs bedacht ist und nicht hören möchte, wie lieb sie ist, gestern hat sie „geschwächelt“… sie hat mich nämlich vor dem Einschlafen in den Arm genommen und ich durfte mich tatsächlich ein wenig an sie schmiegen… natürlich mit allem Anstand und voll bekleidet! :-)))

Dienstag, 29. März 2011

Theateraufführung „Die Pilgerreise“

Nun war der Tag der Aufführung da und damit meine Aufregung kaum mehr zu bremsen. Immerhin hatte sich zwischenzeitlich herausgestellt, dass tatsächlich alle Bühnenteile und sämtliche Kulissen im Sardar ((dank der lieben Nasty)) angekommen waren. Für die Kostüme hatten wir ja selbst gesorgt. Gut, dass ich nur so wenige Tuniken besitze und die ja auch stoffmäßig nicht viel Platz beanspruchen. Alleine die Kostümkiste für meine Rollen als Theaterdirektor, Wissender, Räuberhauptmann und Krieger hatte riesige Ausmaße… vor allem wegen der ganzen Kopfbedeckungen.

Ach ja… die Kopfbedeckungen. Da ich entgegen meiner Veranlagung an so einem Tag dann doch nicht richtig ausschlafen konnte, stand ich recht früh auf und öffnete als erstes schon mal die Kostümkiste. Eigentlich wollte ich vor allem den Helm meines Kriegerkostüms polieren, damit er zur Aufführung am Abend in neuem Glanz erstrahlte, denn das ist immer eine ziemlich Arbeit. Zum Glück brauche ich das Schwert nicht auch noch polieren, da das aus Holz ist. Wie gut, dass ich so zeitig in Gange war! Nachdem ich den Kriegerhelm aus der Kiste genommen hatte, stellte ich nämlich fest, dass der Transport an dem Zylinder des Theaterdirektors nicht ganz spurlos vorüber gegangen war… er sah aus, als wollte er sich so langsam auflösen. Ich war froh, den abhebenden Deckel noch einigermaßen reparieren zu können… allerdings nur provisorisch, denn während der Vorstellung löste sich das Teil schon wieder ein wenig ab. Auch wenn so ein Abzug wegen einer guten Luftzufuhr auf dem Kopf nicht unpraktisch ist, muss ich mir langfristig vielleicht doch etwas anderes einfallen lassen, damit der Hut sich nicht plötzlich komplett auflöst. Aber da fällt mir bestimmt noch was ein.^^

Zumindest hatte ich bei dieser Beschäftigung mein Lampenfieber erst einmal ganz gut in den Griff bekommen und gar nicht bemerkt, wie die Zeit darüber verging. Trotzdem rückte der Zeitpunkt der Aufführung unaufhörlich näher und mit der Beendigung meiner Reparaturarbeiten stieg auch mein Lampenfieber wieder entsprechend. Besonders nervös machte mich, dass es bis zum Abend immer noch unklar war, ob Sandra es zeitlich zur Aufführung schaffen würde. Wir hatten mit Terry zwar einen tollen Ersatz für sie, aber auch Lina war auf einer Besorgung und konnte es vielleicht nicht rechtzeitig schaffen. Tja und dann die Kleine… Mina war krank geworden und mehr ein Gespenst ihrer selbst, als ein Bauer und Räuber. Ich glaube, diese ganzen Umstände machten sogar meine Herrin ein wenig nervös, auch wenn sie sich das natürlich nicht anmerken lies. :-)

Dann war es schließlich so weit. Durch ein Loch im Vorhang konnte ich beobachten, wie sich die Sitzreihen immer mehr mit Gästen füllten. So viele Zuschauer ((35)) hatten wir in Kasra ((Lowprim SIM)) bislang nie gehabt, aber die En’Kara-Feierlichkeiten am Sardar sind natürlich auch ein ganz anderer Rahmen für eine Theateraufführung. Zum Glück waren Sandra und Lina doch noch pünktlich eingetroffen und die kranke Mina meinte tapfer, dass sie es schaffen würde. Es konnte also losgehen… ich trat mit laut klopfendem Herzen vor den Vorhang und begrüßte das Publikum als Theaterdirektor.

Es ist schon komisch… ab dem Moment, wo es dann los geht, werde ich immer ganz ruhig und alles lief eigentlich wie geschmiert. Es lief so geschmiert, dass ich mal wieder zu weit durch den Vorhang lief und für meine nächste Ansage fast zwischen den Sitzreihen stand. Zumindest habe ich dabei keine nassen Füße bekommen, so wie es in Kasra in so einem Fall passiert wäre. Ich glaube, dass unsere kleinen Patzer vermutlich nur wir Mädchen und meine Herrin bemerkt haben. Wobei ich sie alle auch nicht schlimm fand, vor allem nicht, wo wir vorher seit Monaten nicht mehr geprobt hatten. Aber wie auch… es war einfach keine Zeit dafür… immer jemand auf den Feldern oder meine Herrin auf wichtigen Reisen und dann noch die ganzen Festvorbereitungen, die ja auch erledigt werden mussten. Mina und Terry sind zwar neu dabei, aber echte Naturtalente, die nach einigen kurzen Einführungen und Regieanweisungen einfach wissen, wie es laufen soll und super mitspielen.

Diese Theateraufführung hat mir, und ich glaube da kann ich für uns alle sprechen, richtig viel Spaß gebracht, was bei den vielen tollen Zuschauern aber auch kein Wunder ist. So ein klasse Publikum hatten wir noch nie. Ich glaube, die waren alle wirklich begeistert und haben uns damit richtig angesteckt und beflügelt, unser Bestes zu geben und meiner lieben Herrin Ehre zu machen!

Ganz, ganz vielen Dank noch mal an euch alle!!! :-))))))

Montag, 28. März 2011

Spiele am Sardar


Als ich gestern wach wurde, hörte ich durch die dünnen Tuchwände des Zeltes Lachen und das Murmeln vieler Stimmen. Eigentlich hätte ich mich am liebsten noch einmal umgedreht und weiter geschlafen, jedoch sowohl meine Herrin als auch Mina und Lina waren offensichtlich bereits aufgestanden. Oh je… hatte ich womöglich bereits verschlafen und den Tag der Spiele verpasst? Schnell machte ich mich ein wenig frisch, wusch mir den Schlaf aus meinen immer noch müden Augen, richtete meine zerwühlten, langen Haare und band sie zusammen. Beim Anziehen einer sauberen Tunika musste ich mit Herzklopfen wieder an den Herrn denken, für den ich am Vorabend eigentlich getanzt hatte, obwohl ich ja von einem anderen dazu aufgefordert worden war. Da er immer sehr viel auf Reisen ist, war es das erste Mal gewesen, dass ich in seinem Beisein getanzt hatte, aber leider hatte er mich überhaupt nicht weiter beachtet und war im Hintergrund am Tisch sitzen geblieben. Das Los einer Kajira ist manchmal wirklich hart… hatte ihm meine Darbietung vielleicht gar nicht gefallen? Leise seufzend, mir aber fest vornehmend, mich weiter zu verbessern, machte ich mich auf die Suche nach meiner Herrin. Auf den ekeligen Sklavenbrei verzichtete ich erst einmal, denn ich hoffte natürlich darauf, IHN vielleicht unter den Spielern zu finden.

Leider war dem jedoch nicht so… enttäuscht wurde mir klar, dass er wohl schon wieder abgereist war. Dafür entdeckte ich meine liebe Herrin ganz in der Nähe im Gespräch mit dem Herrn Wirt, der mich seinerzeit in Kassau aufgenommen hatte. Sofort fiel mir wieder ein, wie herrlich das Wannenbad war, das er mir gleich nach unserer Ankunft im Wirtshaus als erstes verpasste, damit ich den ganzen Dreck der Wälder von Lydius wieder herunter bekam. Allerdings schien er sich jetzt an seine „Findling“, so hatte er mich nämlich genannt, nicht mehr zu erinnern oder ließ es sich zumindest nicht anmerken. Aber ich bin ja auch nur eine unbedeutende Sklavin, die ihm für einige wenige Tage gedient hatte. ((Weiter gute Besserung Herr!))

Mit der Namensgebung für seine Sklavinnen ist er immer noch sehr eigen. Auf die Reise hier ins Sardar hatte ihn nämlich außer seinem ersten Mädchen auch Ravina begleitet, die ich noch von Samanu kenne. Allerdings hörte sie inzwischen auf den Namen „Brot“, worüber sie sehr unglücklich war. Ich konnte sie ja verstehen, vor allem, weil dieser Name meinen Magen knurren lies, der ja immer noch nichts zu essen bekommen hatte. Aber eine Sklavin muss nun mal froh sein, wenn sie überhaupt einen Namen bekommt. Ich erinnere noch genau, als meine Herrin mich in „ina“ umbenannte und wie sehr ich mich beim Unterrichten von Lina ins Zeug gelegt hatte, um mir das „D“ damit zurück zu verdienen, das ich leider wegen schlechten Benehmens verloren hatte.

Vielleicht bekommt „Brot“ ja bald einen neuen Namen, denn ich finde, dass sie ihrem Herrn gestern sehr viel Ehre bereitet hat. Sie hat nämlich nur ganz knapp gegen einen der großen Kaissa-Spieler beim Zar-Spiel verloren. Mir ist leider nicht klar geworden, ob das vielleicht sogar Taktik von ihr war und sie das Spiel sogar hätte gewinnen können? Zumindest hat sie gezeigt, wie gut sie spielen kann und der Herr Spieler hat trotzdem sein Ansehen wahren können, indem er nicht gegen eine Kajira verloren hat.

Ich glaube nämlich, gegen eine Kajira zu verlieren ist für einen Goreaner gar nicht so einfach. Zumindest kam mir dies bei meinem Lieblingsschmied am Nebentisch so vor, der drauf und dran war, gegen sein Mädchen beim Steine-Spiel den Kürzeren zu ziehen. Sein lautstarker Unmut darüber war jedenfalls nicht zu überhören. Immerhin kriegte er dann aber doch noch die Kurve, so dass der Segen im Schmiedehaushalt wieder gerade hängt. Für Lu war es jedenfalls überhaupt kein Problem, zu verlieren. Aber eine Sklavin hat sowieso immer gewonnen, da es für sie nichts Schöneres gibt, als ihren Herrn zu erfreuen und sei es auch nur, indem sie beim Spiel falsch rät, damit er gewinnt!^^

Leider ergab sich wegen der vielen herumstehenden Freien keine Gelegenheit mehr „Brot“ über ihre Taktik auszuhorchen. Außerdem kam Mina mit müden Augen zu mir und sah aus, als ob sie dringend in die Felle müsste. Pflichtbewusst war sie seit dem frühen Morgengrauen den ganzen Tag auf den Beinen gewesen und hatte sich zusammen mit Lina um die Erläuterungen zu den vielen Spielen gekümmert. Kein Wunder also, dass sie so müde aussah. Mich irritierten nur etwas ihre vollkommen zerzausten Haare, wo sie es doch so sehr hasst, wenn diese nicht glatt anliegen. Jeden Morgen verwendet sie unendliche Mühe darauf, sie sozusagen am Kopf fest zu bügeln. Auf meine diesbezügliche Frage bekam ich dann auch prompt die ziemlich zerknirschte, maulige Antwort: „Das war der Regent.“ Oh je… sie war echt sauer auf unseren Herrn Regenten, was ja nun gar nicht ging und machte ihrem früheren Namen „Mauli“ mal wieder alle Ehre. Bevor meine Herrin auf uns aufmerksam werden konnte, versuchte ihr daher schnell klar zu machen, dass es für eine Kajira selbstverständlich eine große Ehre ist, von Kasras Regenten die Haare durchgewuschelt zu bekommen. Und was soll ich sagen… ich habe sie schnell überzeugt, denn sie ist mit vor Stolz hoch erhobenem Haupt schlafen gegangen, als würde sie anstelle ihrer zerwuschelten Frisur eine Krone auf dem Kopf tragen!!

Ich glaube, der Spieltag hat vielen Spaß gebracht und gezeigt, wie gerne Goreaner spielen, denn die große Fläche vor dem Sardar war gestern richtig gut besucht gewesen. Nun bin ich natürlich gespannt auf das große Kaissa-Finale. Aber das ist ja noch einige Tage hin. Heute Abend dürfen wir endlich wieder unser Theaterstück „Die Pilgerreise“ aufführen, das bislang nur uraufgeführt wurde, da aus allen zwischenzeitlich geplanten Auftritten leider nichts geworden ist. Hoffentlich haben wir alle Bühnenteile und vor allem die Kulissen dabei und hoffentlich klappt alles, denn für Proben war bei den vielen Festvorbereitungen leider überhaupt keine Zeit mehr gewesen. Das übliche Lampenfieber macht sich jedenfalls schon in mir breit, wenn ich nur an den heutigen Abend denke. :-)

Samstag, 26. März 2011

Kajiraehaschen

…oder „Was für eine Rennerei!“

Immerhin fanden sich 5 Herren mit ihren Kajirae pünktlich zum vereinbarten Treffpunkt vor dem Zelt der freien Frauen ein… mit Lina und mir waren wir dann insgesamt 7 Kajirae. Leider gelang es uns trotz aller Überredungskünste nicht, noch weitere Herren für das Spiel zu gewinnen… die waren offensichtlich alle zu schwach auf der Brust und trauten es sich vermutlich konditionsmäßig nicht zu, mit zu machen. Aber egal… meine Herrin erklärte allen noch einmal kurz die Spielregeln, während ich den Kajirae die farbigen Armbinden überreichte, die sie dem Herrn, der sie gefangen hatte, aushändigen sollten. Über die von mir eigenmächtig verteilten Farben der Bänder gab es natürlich einiges Gezeter, weil sie nicht immer so besonders gut zu der Farbe der Tunika passten, aber das war mir Sch…egal, ich hatte mir meine Lieblingsfarbe ausgesucht… alle anderen bekamen ihre nach dem Zufallsprinzip, modische Aspekte waren mir, außer bei mir selbst, vollkommen wurscht. :-)


Zum Glück bekamen wir Kajirae einige Ehn Vorsprung um weg zu laufen, bevor die Herren starten durften. Sie hatten 20 Ehn Zeit, um jedes Mädchen einmal zu fangen. Ich muss gestehen, meine anfängliche Taktik, mich möglichst klein zu machen hinter den vielen Marktständen war gar nicht schlecht. Allerdings bekam ich in so einem Versteck auch nicht mit, welche Kajira von welchem Herrn gefangen wurde. Tja…wenn es dort hinter den Buden nicht so furchtbar langweilig gewesen wäre und wenn meine Neugier nicht mal wieder die Oberhand gewonnen hätte, hätte ich bestimmt gesiegt. So wurde ich dann doch dreimal gefangen. Ich muss zugeben, ich habe es natürlich mit allen Mitteln versucht, die Herren anders zu „entlohnen“, um keine der Armbinden abgeben zu müssen, da die Kajira, die am Schluss noch die meisten Bänder besaß, ein Schmuckstück gewinnen würde. Leider haben sich aber weder unser Regent, ein Krieger und auch nicht unser Schmied darauf eingelassen, mich ohne Tunika nackt weiter laufen zu lassen oder auf andere „Naturalien“^^.

So kam es, dass dieser Krieger, der mich gefangen hatte, schließlich das Spiel gewonnen hat. Ichgestehe, dass ich ihm seinen Sieg echt gegönnt habe, weil es mein rettender Krieger vom Lydius-Feldzug war. Bei den Kajirae gab es sogar 2 Siegerinnen mit je nur 2 abgegebenen Armbinden… ich war also eigentlich mit meinen 3 nur knapp an einem Sieg vorbei geschliddert. Aber was soll’s… so ist es eben… dafür ist mir nicht langweilig in irgendwelchen Verstecken geworden ((war übrigens das erste Mal, das mir per GM bei der Rennerei die Luft aus ging:-)) und ich bin auch ohne weiteren Schmuck schön *grinst eingebildet*.

Nicht wirklich verstehen konnte ich, dass der siegreiche Herr von seinem Gewinn, eine Kajira seiner Wahl würde ihm für den Rest des Tages zu Diensten stehen, nicht Gebrauch machte. Er erwählte seine eigene Kajira, die ihm sowieso immer zur Verfügung steht. War die Rennerei vielleicht nicht ganz spurlos an ihm vorbei gegangen, so dass er sich nichts mehr zutraute??? Zumindest dem Freipaga im Herbergszelt hat er ausgiebig zugesprochen… genauso wie übrigens alle anderen Herren auch. Aber Laufen macht ja bekanntlich einen trockenen Hals. Die Rechnung meiner Herrin ist jedenfalls ziemlich hoch ausgefallen, denn sie hat nicht nur den ganzen Paga ausgegeben, sondern uns Kajirae auch noch leckeren Larma-Saft. :-)

Leider endete der Abend für die meisten Herren bereits nach Lina’s Tanz… einem Tanz über die unglückliche Liebe einer Kajira zu einem Herrn… was mich nach dem ganzen Pagakonsum eigentlich auch nicht groß gewundert hat. Vor allem, wo Lina unendlich lange gebraucht hat, bis sie irgendwann zu weit vorgerückter Ahn mit ihrem Tanz begann. Die Geschichte ihres Tanzes hat mich sehr bewegt, auch wenn ich es mir selbstverständlich nicht habe anmerken lassen… kann ich doch sehr gut verstehen, wenn die Liebe einer Kajira zu einem Herrn nicht erfüllt wird *seufzt leise*.

Da meine Herrin mir ebenfalls aufgetragen hatte Seiden anzuziehen und die Herren mit einem Tanz zu erfreuen, dachte ich erst ein wenig enttäuscht, dass es gar nicht mehr dazu kommen würde, als sich das Zelt plötzlich leerte. Aber es war dann doch das Gegenteil der Fall. Einige waren dann doch noch nicht zu müde und wollten mich tanzen sehen, von denen sich sogar zwei an den Tanzkreis setzten… leider aber nicht der Herr, auf den ich eigentlich ein Auge geworfen hatte. Immerhin, einem der Herren habe ich mit meinen aufreizenden Bewegungen so viel „Appetit“ auf mich gemacht, dass ich ihm noch in seinen Fellen dienen durfte.^^

Video vom Schwertturnier

Mein genialer Vince hat ein Video des Turniers gedreht.....alle Achtung! Aber seht selbst:

Freitag, 25. März 2011

Verlorene und gewonnene Kämpfe

Zaungäste

Den Tag mit den Tarnkämpfen habe ich leider komplett verschlafen und davon nichts weiter mitbekommen, außer dass Kasras Krieger geschickt ihre eigentliche Kampfkraft und Stärke vertuscht haben. Diese Taktik schienen sie im Schwertkampf fortzuführen. Obwohl ich mir die Daumen fast zerquetschte für unseren Regenten und mir vor Aufregung auf die Lippen biss, hat er seinen Kampf leider verloren. Ach nee… wie sagte meine Herrin? Er hat aus Klugheit nicht seine ganze Kampfkraft gezeigt, damit irgendwelche Feinde ihn nicht einschätzen können, denn eigentlich ist er ein sehr starker und zäher Mann. Auf diese Schlauheit ist sein Gegner offensichtlich voll reingefallen… kann eben nicht jeder so clever sein wie Kasras Krieger und schon gar nicht wie unser hochgeschätzter Herr Regent. :-)

Regent am Boden

Bei der Wette meiner Herrin auf unseren Regenten habe ich nur halb zugehört, weil meine ganze Aufmerksamkeit dem vorherigen Kampf galt. Ich hatte nämlich den Krieger entdeckt, der den damaligen Abzug der Truppen beim Feldzug in Lydius organisiert hatte. Danach hatte ich ja einige Tage bei dem Wirt in Kassau gedient. Ab und an kommt mir diese aufregende Zeit wieder in den Sinn und ich denke dann immer noch mit großer Dankbarkeit an diesen Rarius und den Wirt. Diesem Krieger habe ich jedenfalls auch die Daumen gedrückt und durfte ihm im Namen meiner Herrin sogar einen Paga bringen, nachdem ich sie auf ihn aufmerksam gemacht hatte. Dabei stellte ich freudig fest, dass Sura immer noch seine Kajira ist. Ich hoffe, es ergibt sich auf dem En’Kara-Fest noch die Gelegenheit für einen kleinen Tratsch mit ihr… vielleicht nach dem Kajiraehaschen, denn ich habe mitbekommen, dass ihr Herr mit ihr daran teilnehmen wird.

weitere Zaungäste

Richtig toll fand ich, dass auf der großen Fläche vor dem Sardar inzwischen noch weitere Stände aufgebaut worden waren und auch ein kleiner Jahrmarkt. Eine große Luftschaukel hatte es mir ganz besonders angetan. Meine Herrin muss meinen blitzenden Augen angesehen haben, wie gerne ich damit schaukeln wollte und erlaubte es zu meiner großen Freude. Es war ein supertolles Gefühl, mit wehenden Haaren in dem Schaukelschiff durch die Luft zu fliegen… vor und zurück… auf und nieder… mir konnte es gar nicht hoch genug hinaus gehen. Leider hielt meine Begeisterung nicht allzu lange an, da die Schaukelei meinem Magen nicht so ganz zu bekommen schien. Jede Schaukelbewegung versuchte mein Mageninhalt mit Verzögerung mit zu machen, so dass ich das Gefühl hatte, mein Essen würde irgendwann wieder heraus kommen. Leicht panisch und etwas blass um die Nase herum nutzte ich schließlich die erstbeste Gelegenheit und verließ das Schaukelschiff mit wackeligen Knien wieder, um das Rumoren meines Magens mit tiefem Luftholen zu bekämpfen. Zum Glück hat meine Herrin gar nicht mitbekommen, wie es um mich stand, da sie in ein Gespräch vertieft war. Immerhin habe ich diesen Kampf gewonnen, mein Essen blieb drin. Trotzdem war ich ganz froh, dass später Lina meiner Herrin im Herbergszelt ihre Milch servierte. Diese ekelige Haut hätte meinen noch nicht wieder ganz normalisierten Magen bestimmt erneut zusammen krampfen lassen und wer weiß, vielleicht hätte ich den Kampf dann doch noch verloren.^^

im Herbergszelt

Donnerstag, 24. März 2011

aktualisiertes Veranstaltungsplakat



neu ist der Auftritt von Samara Romano am letzten Tag

Mittwoch, 23. März 2011

Fackeltanz



...gaaaaaaanz vielen Dank dafür mein süßer Vince!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Kastentreffen

Die erste Nacht im Eingang des Zeltes, in dem meine Herrin schlief, war irgendwie ungewohnt für mich. Mehrfach wachte ich von den vielen unbekannten Geräuschen um mich herum auf, die so ganz anders waren, als die zu Hause in Kasra. Unruhig wälzte ich mich auf dem harten Boden hin und her, um weiter zu schlafen und nahm mir vor, die nächste Nacht Mina oder Lina an diesen Platz zu beordern, da ein Schlafplatz am Fuße des Fells meiner Herrin doch ein wenig mehr Komfort bot. Obwohl ich ja nicht besonders verwöhnt bin, stand ich dennoch ein wenig gerädert und nicht besonders gut ausgeschlafen am nächsten Morgen auf.

Als erstes schaute ich mich nach der Herrin aus Ar um, die versprochen hatte, sich um die Gruppierungen der Sitzgelegenheiten für das Treffen der Kasten zu kümmern. Von wegen kümmern… Fehlanzeige! Sie plauderte locker mit einer anderen Herrin und kümmerte sich um überhaupt nichts… da hatte ich wohl irgendwas falsch verstanden oder sie hatte es sich anders überlegt. Aber was soll‘s, die Tische und Kissen hätte sie sowieso nicht mit angefasst… dann konnte ich mir die Anordnung auch alleine ausdenken und die Schilder nach dem Zufallsprinzip in den Boden pieksen!

Gesagt, getan… ich war gerade fertig damit, Bosk und Tabuk drehten sich auf den Grills und verströmten bereits ihren leckeren Duft, der mir das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ, als der Festplatz sich auch so langsam füllte. Leider stellte sich heraus, dass das Zufallsprinzip der Schilder und die Tischaufstellung nicht allen Herrschaften gefiel. Ich nahm daher also kurzerhand einige Schilder noch einmal in die Hand und rammte sie an anderer Stelle wieder in den Boden, so dass auch die hohe Kaste der Schriftgelehrten zufrieden war. Wobei ich mir mit der Schildermalerei sowieso zu viel Arbeit gemacht hatte, denn viele Kasten waren gar nicht angereist und andere konnten nicht lesen. Aber das war nicht weiter schlimm, ist es doch besser, auf alles vorbereitet zu sein.

Da nur die hohe Kaste der Schriftgelehrten, der Heiler und der Krieger zahlreicher vertreten war, ergab sich aus dem Rest der Festbesucher eine gemischte Runde verschiedener Händler an einem der Tische, an der auch unser Schmied und eine Sängerin aus Lydius teilnahmen, die sich nicht lange bitten ließ und uns eine Kostprobe ihres Gesanges gab. Allerdings warnte sie die Herren am Tisch noch vor, dass ihre Herz-Schmerz-Lieder eher etwas für die weiblichen Zuhörer seien. Und so war es auch… meine Herrin war so gerührt, dass sie mich auf der einen und Mina auf der anderen Seite in ihre Arme zog und an sich drückte, während sie den schönen Schnulzen lauschte. Das gefiel mir selbstverständlich noch viel mehr, als die Lieder und habe es in vollen Zügen genossen… wann bekomme ich schon mal die Gelegenheit meinen Kopf an die Schulter meiner Herrin zu legen!!!


Doch auch den Herren schien der Gesang zu gefallen, denn alle Herrschaften kamen schnell überein, dass eine solche Darbietung auf der Abschlussfeier der En’Kara-Festivitäten in der nächsten Hand ein unbedingtes Muss sei. Nun darf ich das Programm-Plakat schon wieder ergänzen *seufzt*, denn die Sängerin sagte das Engagement zu! Aber vielleicht wird meine Herrin dann ja wieder so gerührt?

Dienstag, 22. März 2011

Prozession nach Sardar

Nun war es soweit… alle Fest-Vorbereitungen waren getroffen… es konnte also losgehen. Ich schaute mir noch ein letztes Mal die weiß gestrichene Tür des Sklavenhauses an, die mit dem neuen Jahr nun bald abgewaschen wird.


Leider war plötzlich so ein starker Wind aufgekommen ((SL hat mal wieder gesponnen)), dass alle Fähren vorübergehend ihren Betrieb einstellen mussten und sich der Abmarsch der Prozession aus Kasra deswegen noch ein wenig verzögerte. Diese Verzögerung nahm meine Herrin natürlich zum Anlass, um ihre Garderobe noch einmal ausgiebig und sorgfältig zu überprüfen. Dabei hatte ich mich doch schon um alles gekümmert und ihr ein dem Anlass angemessenes Kleid heraus gelegt, das für so eine weite Wanderung sehr gut geeignet war. Zum Glück verkündete unser Regent, dass die Prozession selbstverständlich nicht ohne meine Herrin starten würde… und so war es auch! :-)

Es war inzwischen dunkel geworden, als sich unser Zug dann in Kasra langsam in Bewegung setzte. Alle Teilnehmer hatten Fackeln in den Händen und leuchteten damit den ansonsten stockdunklen Weg durch den Wald einigermaßen aus. Ich fand, es war eine unheimliche Wanderung, da das flackernde Feuer der Fackeln überall gespenstische Schatten erzeugte und meine Phantasie zu einem wahren Höhenflug der Gruseligkeiten anregte. Das Klingeln der Sklavenglöckchen um meine Fesseln, die ich wegen der geplanten Tanzaufführung schon in Kasra angelegt hatte, erschien mir im Gegensatz zu sonst nicht sehr beruhigend, sondern eher fast ohrenbetäubend laut. Trotzdem wurden die vielen unbekannten Geräusche aus dem dunklen Wald nicht von den Glöckchen übertönt und ließen mir einen Schauer nach dem anderen den Rücken herunter rieseln. Das vorsichtige Auftreten meiner nackten Füße half da leider auch nichts.


Irgendwann in der Oase der 4 Palmen angekommen, hatte ich das Gefühl, dass außer mir etliche Prozessionsteilnehmer ebenfalls aufatmeten. Unsere Reise war bis dahin ohne Zwischenfälle verlaufen, vor allem aber waren wir nicht von irgendwelchen Waldfrauen behelligt worden und mussten daher auch keinen Wegezoll entrichten. Sehr merkwürdig fand ich nur, dass von den Oasenbewohnern niemand in den Gassen zu sehen war… alle Häuser waren dunkel… alles machte einen ziemlich ausgestorbenen Eindruck. Die scheinen wohl ziemlich menschenscheu zu sein. Dabei hatte ich eigentlich erwartet, dass sich hier noch weitere Teilnehmer unserer Prozession anschließen würden! Dem war jedoch nicht so. Aber egal… sollen die in ihren 4 Wänden doch versauern, wenn sie keine Besucher mögen und die En’Kara-Feierlichkeiten verschlafen.


Wir kamen letztendlich alle wohlbehalten am Sardar-Gebirge an, wo bereits eine Menge Stände und mehrere große Zelte aufgebaut worden waren sowie eine Bühne, die sich perfekt für unseren Tanz eignete. Da die Aufführung noch einiger kleinerer Vorbereitungen bedurfte, bedeutete ich Mina und Lina mit mir zusammen ein wenig abseits zu treten und die Prozession ohne uns auf den Festplatz weiter ziehen zu lassen. Dies schien einem unserer Krieger jedoch nicht zu behagen, denn er versuchte uns hinter den anderen her zu scheuchen. Doch nachdem ich ihm kurz erklärt hatte, was wir drei vor hatten, ließ er uns gnädig gewähren. :-)

Obwohl ich ziemlich müde von der langen Reise war, vor allem aber auch mit den Nachwirkungen der vielen Vorbereitungen in den letzten Tagen zu kämpfen hatte, fing es in mir plötzlich leicht an zu kribbeln, wie eigentlich immer vor einem Tanz. Schnell versuchte ich meine aufsteigende Nervosität in den Griff zu bekommen und gab Mina und Lina noch ein paar kleine Anweisungen. Dann streiften wir schnell unsere Tuniken ab, nahmen die kleinen Feuerschalen auf und entzündeten sie, um sie zur Bühne zu tragen und dort erneut Fackeln zu entzünden.

Mein Herz klopfte mir bis zum Hals, als wir auf der Bühne Aufstellung nahmen und uns dem Publikum präsentierten. In dem Moment, als ich mit erhobenen Armen und aneinander gelegten Händen meinen Blick in die Ferne zu den 3 Monden schweifen ließ, um mich eigentlich auf den Tanz zu konzentrieren, musste ich mal wieder an meine kleine Schwester Sina denken, von der die Idee für einen solchen Fackeltanz stammt. Spontan schloss ich sie in ein kurzes Gebet zu den Priesterkönigen mit ein und gab dann den beiden Mädchen rechts und links neben mir das Startzeichen.

Puhh… es hat alles einigermaßen geklappt ((leider hatte ich keine Zeit ein Bild zu machen))… unsere Haare sind nicht abgebrannt und immer noch lang… das Üben hat sich also gelohnt. Und meine beim Tanzen natürlich nicht zu verhindernden aufkeimenden Gefühle habe ich auch einigermaßen in den Griff bekommen… zumindest hat keine der Herrinnen den Platz unter empörtem Gezeter verlassen. Im Gegenteil, ich glaube, die eine oder andere hat sogar ein paar mehr Blicke auf uns riskiert… meine Herrin natürlich auch, aber selbstverständlich mit allem Anstand! Es gibt für mich nichts Schöneres, als das sowieso schon hohe Ansehen meiner Herrin weiter zu mehren und ihre Zufriedenheit zu beobachten, wenn Freie ihr ihre Anerkennung für unseren Tanz aussprechen. Und wie zufrieden sie war!!! *strahlt* Nur die eitle Prinzessin Lina hat es mal wieder nicht verstanden und wird es vermutlich wohl auch nicht mehr.^^

Da alle von der weiten Anreise müde waren, endete der Abend für die Freien dann relativ schnell. Meine Herrin hatte Mina und Lina schon früher zum Schlafen geschickt und zog sich auch bald in das große Gemeinschaftszelt der Herrinnen zurück, um fit zu sein für das heutige große Treffen der hohen und niederen Kasten. Ich habe mich natürlich vorsichtshalber in den Eingang zum Schlafen gelegt… besser ist eben besser :-))

Sonntag, 20. März 2011

Endspurt der Vorbereitungen



...schaut kritisch auf das bunte Muster der vielen Farbkleckse, die sie auf und unter den Schildern für das Kastentreffen verteilt hat... zieht dann ihre Nase missbilligend kraus, als sie entdeckt, was sie noch alles bemalt hat und saust los, um sich schnell einem reinigenden Bad zu unterziehen, bevor alles angetrocknet ist :-)

Donnerstag, 17. März 2011

Geschafft

...legt den Pinsel weg, betrachtet ihr Werk nachdenklich und murmelt: "Alle Angaben wie immer ohne Gewähr"

Es wird

Juhuuu… das 10tägige Programm für die Feierlichkeiten zum En’Kara Fest nimmt langsam Formen an.

Etwas unklar ist wohl noch, ob es alle Kasten zu einem Treffen ans Sardar schaffen werden. Es wurden zwischenzeitlich zwar mehrere Boten ausgesandt, doch bislang ist nur eine Zusage von der Kastenobersten der Heiler eingetroffen. Dennoch sind wir guter Dinge und hoffen, dass viele Mitglieder der hohen Kasten der Heiler, Krieger, Baumeister und Schriftgelehrten eintreffen werden und auch viele Händler, Sklavenhändler, Wirte, Metallarbeiter und andere Niederkastige. Jedenfalls habe ich mitbekommen, dass bereits etliche Bäume gefällt und mehrere Lagerfeuer hergerichtet worden sind, um das große Treffen der Kasten so angenehm wie möglich zu gestalten. An das leibliche Wohl wurde selbstverständlich auch gedacht… und damit meine ich nicht, dass nur Kasras berühmte Fischsuppe in Fässer gefüllt worden ist.^^

Auch die Kulissen des Theaters haben sich inzwischen wieder angefunden… sie waren nämlich gar nicht weg, wie ich befürchtete. Ich hatte sie nur an einer falschen Stelle gesucht. Aber schön, dass ich nun auch endlich weiß, wo sie aufbewahrt werden! Nun steht einer letzten Probe also nichts mehr im Wege. Hauptsache alle Kajirae sind wie abgemacht, rechtzeitig von den Feldern zurück. Bei einer Darstellerin bin ich da eher skeptisch und glaube es erst, wenn sie tatsächlich da ist. Es bleibt also spannend. Aber für solche Notfälle haben wir ja zum Glück eine Ersatzspielerin. :-)

Mal sehen, wie ich meine ganze Arbeit heute schaffe und ob ich es noch auf die Reihe bekomme, ein Plakat mit dem Programm zu malen, denn die vielen Events stehen inzwischen ja fest. :-))

Mittwoch, 16. März 2011

In den Brunnen gefallen?

…von wegen! Das Kind wird eifrig geschaukelt!! :-))

Meine Enttäuschung und Sorgen waren verfrüht, denn Kasra wird das mit der Frühlings-TagundNachtgleiche im En’Kara beginnende neue goreanische Jahr gebührlich feiern… das Programm nimmt nun tatsächlich Gestalt an und es haben sich ganz viele Paten für die einzelnen Veranstaltungen gefunden. :-))

Für die große Prozesssion zu Beginn der Feierlichkeiten wurden bereits jede Menge Fackeln hergestellt und in einer Kiste verstaut… eine Tanzaufführung einstudiert und die Theateraufführung teilweise noch einmal geprobt. Es wurden Einladungen an hohe und niedrige Kasten für ein Treffen im Rahmen der Feierlichkeiten verschickt, mit dem Erfolg einer sehr schnellen ersten Zusage… toll! Besonders beeindruckt hat mich vor allem die Technik, die bei verschiedenen Geschicklichkeitsrennen zur Kontrolle des absolvierten Parcours eingesetzt werden soll. In solchen Dingen ist meine Herrin einfach unschlagbar.

Aber ich will hier jetzt eigentlich lieber nicht so viel verraten. Die Zeit ist echt knapp… woran wir aber selbst Schuld dran sind… und unser 10tägiges Programm anspruchsvoll. Es sind Dinge dabei, die so wohl noch nicht durchgeführt worden sind. Meine Herrin und alle meine Lieblingsbürger und -kajirae bringen sich sehr ein und helfen, wo sie nur können. Es wird besprochen und entschieden, gehämmert und gebastelt. Nichts lastet nur auf einem Paar Schultern, da alle am gleichen Strang ziehen, auch wenn der eine oder andere wohl etwas stärker zieht. :-))

Ob wir tatsächlich alles schaffen oder scheitern, wird sich noch zeigen… aber wir freuen uns auf dieses Fest und geben unser Bestes. Es ist ein obersuperschönes Gefühl, Teil einer so tollen Gemeinschaft zu sein!!!

PS: Drückt uns bitte mal ganz fest alle die Daumen!

Dienstag, 15. März 2011

Armutszeugnis?

Das Folgende muss ich jetzt einfach mal los werden, weil ich momentan ziemlich enttäuscht und frustriert bin.

Schon vor Wochen beschloss der Rat Kasras ein Fest zu feiern und zwar das En’Kara Fest. Dieser Rat setzt sich zusammen aus allen Bürgern, die auf Kasras Heimstein geschworen haben. Freie, die in Kasra wohnen, ihren Heimstein aber in einer anderen Stadt haben, haben ebenfalls Mitspracherecht im Rat, jedoch kein Stimmrecht. Die Kajirae haben selbstverständlich nicht einmal Mitspracherecht, dürfen aber an den Ratssitzungen teilnehmen.

Bürger und Bewohner haben nun in mehreren Ratssitzungen gemeinsam ein Programm entwickelt, wie dieses Fest in Kasra gefeiert werden könnte. Es wurde in OOC-Besprechungen, bei denen auch die Kajirae mitreden durften :-), dargelegt, dass dieses Programm nur realisiert werden kann, wenn sich für die einzelnen Aktivitäten Paten finden, die sich verantwortlich darum kümmern. Meine Herrin und ich haben uns einige Gedanken gemacht, welche Aufgaben wir übernehmen können. Und obwohl wir im RL nicht gerade vor Langeweile nur Däumchen drehen, haben wir versucht alles im vorgegebenen Zeitplan auf die Reihe zu bekommen, was uns auch ganz gut gelungen ist. Tja... und die anderen?

Zeit, sich eigene Gedanken zu machen oder bei Unklarheiten Fragen zu stellen, war für alle also reichlich vorhanden. Unklarheiten gab es anscheinend nicht, denn es wurden seitens der Bürger und Bewohner Kasras keine weiteren Fragen gestellt. Nun hat sich jedoch heraus gestellt, dass sich außer dem Haus Pinion, in der ganzen Zeit offensichtlich keine weiteren Paten gefunden haben… trotz mehrfacher Aufrufe. Ich konnte dies erst gar nicht fassen!

Klar, es gibt immer wieder Player, die von SIM zu SIM ziehen und nur bleiben, wenn sich spontanes, aufregendes RP für sie ergibt. Gibt es dies für sie in Kasra, werden sie sogar zu Bewohnern. Es versteht sich von selbst, dass man die für eine solche Planung vergessen kann und auch gar nicht anzusprechen braucht. Sie fühlen sich keinem Heimstein auf Dauer verbunden und bleiben sowieso nur so lange, bis nicht mehr genug spontane Action da ist. Damit muss man eben leben und ich finde, das kann man auch einigermaßen. Alltags-RP mag eben nicht jeder und auch Alltags-RPer haben gelegentlich mal eine Frustphase. Aber darum geht es mir hier jetzt nicht.

Selbstverständlich kann nicht jeder bauen, selbstverständlich kann nicht jeder scripten, selbstverständlich leben wir nicht in SL, sondern sind dort nur für wenige Stunden in unserer Freizeit. Selbstverständlich haben nicht alle die gleiche RL-Zeit für SL zur Verfügung. Selbstverständlich gibt es Kümmerer, die sich mehr einbringen können als andere. Selbstverständlich gibt es auch immer Faule, die sich nie angesprochen fühlen, etwas zu tun.

Unverständlich ist mir nur, warum erwachsene Menschen etwas beschließen, was nur funktionieren kann, wenn alle (je nach Können) bei der Organisation mithelfen. Unverständlich, warum erwachsene Menschen nicht offen zugeben, dass auf sie nicht zu zählen ist, aus welchen Gründen auch immer. Unverständlich, mit welcher Dreistigkeit einige meinen, die anderen alles machen zu lassen und weiter ihr RP durchziehen, während die Kümmerer teilweise auf RL und RP verzichten.

Nun bin ich wirklich gespannt, ob gestern endlich einige wach geworden sind… andernfalls ist das Kind wohl in den Brunnen gefallen. Da der Termin für En’Kara nun mal nicht geändert werden kann, ist zu befürchten, dass die Zeit schon fast zu knapp ist. Aber vielleicht klappt es ja doch noch… stirbt die Hoffnung nicht bekanntlich erst zuletzt?

Sonntag, 13. März 2011

Noch eine

…aber wohl nur von kurzer Dauer???

Doch der Reihe nach… Mina wurde von meiner Herrin für die nächsten 4 Hand an die Herbergswirtin ausgeliehen, so dass wir uns nicht mehr so oft sehen, weil sie als Pagamädchen meist ziemlich gefordert ist. Da nutzen wir natürlich jede Gelegenheit nicht nur für das Üben der mit den demnächst anstehenden Feierlichkeiten zusammen hängenden Aufgaben, sondern auch für einen kurzen Tratsch. So stellte sich heraus, Mina hatte gar nicht mit bekommen, dass im Kennel der Feste eine Sklavin saß. Ich hatte die auch nur zufällig entdeckt, weil ich unserem Herrn Regenten über die Reise in die Oase Bescheid geben sollte. Obwohl Mina und ich natürlich überhaupt nicht neugierig sind, konnten wir uns dennoch nicht verkneifen, die Kajira noch mal in Augenschein zu nehmen. Dabei stellte sich zu meinem großen Erstaunen heraus, dass Mina das fremde Mädchen als Kajira des Dorfvorstehers ihrer früheren Heimat im Norden erkannte und dass deren Herr anscheinend getötet worden war.

Zurück in der Herberge bei meiner Herrin, musste ich mich ziemlich zusammen reißen, um mit dieser Neuigkeit nicht gleich heraus zu platzen. Aber wohl erzogen, wie ich nun mal bin, ist es mir selbstverständlich gelungen, das Gespräch der Freien nicht zu unterbrechen. Außerdem wurde ich auf schmerzhafte Weise kurz von dieser Neuigkeit abgelenkt, da ich die quer durch die Herberge verlaufende Kette einer Kajira nicht bemerkte. Ich verhedderte mich so dämlich daran, dass ich der Länge nach hinschlug und mir eine blutige Nase holte. Zum Glück war sie nicht gebrochen, so dass dieser kleine Unfall bis auf das kurzzeitige Nasenbluten meiner Schönheit also nicht weiter geschadet hat.

Nachdem ich mich einigermaßen wieder hergestellt hatte und meine Nase nicht mehr triefte, erübrigte sich dann auch ein Bericht an meine Herrin über die fremde Kajira im Kennel. Sie gehörte anscheinend der Kriegersklavenhändlerin, denn diese tauchte mit ihr plötzlich in der Herberge auf und bot sie meiner Herrin zum Kauf an, allerdings zu einem ziemlichen Wucherpreis. Da war sie natürlich bei meiner Herrin an die Richtige gelangt, die sich selbstverständlich nicht auf die überzogene Forderung für eine solche Ware einließ und schon gar nicht bei einer Verkäuferin, der sie nicht besonders freundschaftlich zugetan war. Merkwürdig war sowieso, dass die Kriegersklavenhändlerin wegen des Verkaufs ausgerechnet auf meine Herrin zu kam, denn ich glaube die Abneigung der beiden beruht auf Gegenseitigkeit.

Gut ausgebildet scheint die Ware jedenfalls nicht zu sein und ihre Ohren sind wohl auch nicht ganz in Ordnung… wobei sich die Hörschwäche sehr schnell verbesserte, nachdem meine Herrin mich aus der Schmiede einen großen Hammer holen lies, den ich dann glücklicherweise jedoch nicht mehr zur Hörverbesserung einsetzen musste. Mal sehen, wo der Haken an dem Verkauf ist und ob nicht sogar die paar Kupfer noch zu viel waren. Und wer weiß schon, ob diese Sklavin nicht die erstbeste Gelegenheit nutzt, um sich aus der Stadt zu schleichen, während meine Herrin ein paar Tage auf ihrem Landsitz weilt und ich mal wieder auf den Feldern arbeiten muss.

Egal, ich glaube nicht, dass dieser Verlust ein wirklicher Verlust sein wird… aber vielleicht täusche ich mich da ja auch? :-)

Die Neue

((…bin ja wegen häuslicher Renovierungsarbeiten ziemlich in Verzug geraten und muss jetzt endlich mal mein Tagebuch ergänzen :-))

Zurückgekehrt von unserer Oasenreise erwartete uns am Hafen ein kleines Häufchen Elend. Es war die Kajira mit dem unaussprechlichen Namen, den ich mir nicht merken konnte und die meine Herrin nun schon seit über 2 Hand in ihrer Obhut hat. Sie schaute mal wieder sehnsüchtig über das glitzernde Wasser des Fayheen, in der Hoffnung, dass ihr verschollener Herr vielleicht doch wieder auftauchen würde. Meine Herrin machte ihr jedoch deutlich, wie unwahrscheinlich dies nach einer so langen Zeit ist und befahl mir, unseren Schmied darum zu bitten, ihr Collar zu öffnen. Nachdem die Neue mir ohne Zögern gefolgt war, stellte mein Lieblingsschmied fest, dass sie gar keins aus Stahl trug, sondern nur ein einfaches Seil, das ich auch selbst hätte entfernen können. Das war meiner Herrin unter den langen Haaren der Kajira anscheinend gar nicht aufgefallen und mir auch nicht. Aber egal, so ging es umso einfacher und war als Freundschaftsdienst des Herrn Schmieds sogar kostenlos.

Nachdem ich noch schnell ein Collar meiner Herrin und ein kurzes Lederband aus dem Sklavenhaus geholt hatte, befahl ich der Neuen, mit mir in die Herberge zu kommen. Ich hatte ihr zwar ein Seil umgelegt, aber wenn sie mir nicht hätte folgen wollen, wäre ich machtlos gewesen. Wobei sie eigentlich nicht weit hätte fliehen können, unsere aufmerksamen Wachen hätten sie bestimmt an der Stadtmauer wieder eingefangen. Aber sie wollte gar nicht fliehen… im Gegenteil, sie unterwarf sich meiner Herrin.


Ich muss gestehen, mir geht es immer sehr nahe, wenn sich ein Mädchen meiner Herrin unterwirft, da ich mich an meine eigene Unterwerfung noch so genau erinnere, als sei es erst gestern gewesen. Dass ich dann erneut „La Kajira“ gemurmelt habe, ist mir erst bewusst geworden, nachdem die Worte meinen Mund verlassen hatten und meine Herrin mir ein Stück Brot vor die Lippen hielt. Ich schaute mit klopfendem Herzen ergeben zu ihr auf und bemerkte an ihrem liebevollen Blick, dass sie es nach fast drei Jahren anscheinend auch noch nicht vergessen hat.

Nun gibt es also eine Nina an der Handelskette meiner Herrin… mal sehen, wie sie sich machen wird und wie gut sie ausgebildet ist. Hauptsache, sie macht keinen Mist, für den ich als ihre Erste bestraft werde. Aber ich bin mir sicher, dass ich ihr das dann ganz schnell „abgewöhnen“ werde! :-)

Mit den Namen der Kajirae an der Handelskette meiner Herrin muss ich momentan ziemlich aufpassen, dass ich mich nicht vertue. Mauli hat sich nämlich die letzten Hand sehr bemüht und wurde zur Belohnung dafür von meiner Herrin in Mina umbenannt. Mal sehen, ob ich das immer gut auf die Reihe bekomme. :-))

Donnerstag, 10. März 2011

Ausflug

Juhuuu... mal wieder eine kleine Reise!

Es ging gestern zur Neueröffnung in die komplett umgebaute Oase der 4 Palmen... natürlich erst einmal mit der Fähre zum Handelsposten und einem ungeplanten Tauchgang meinerseits vor dem dortigen Steg. Eigentlich ist meine Herrin ja normalerweise diejenige, die über Bord fällt und nass wird, aber gestern traf es leider mich. Ich tauche und bade ja wirklich gerne, aber nicht, wenn die Reise hinterher mit nasser Tunika und triefenden Haaren auf einem Tarn weiter geht. Wobei der Schaden bei meiner Herrin natürlich viel größer gewesen wäre, denn ich hatte vergessen, für sie ein Ersatzkleid einzupacken.

Immerhin hatte ich bei dem Flug dann Glück, denn meine Herrin beorderte mich zu meinem Lieblingsschmied auf den Tarn, weil es sowohl für sie, als auch für die Rosagekleidete nicht schicklich war, mit einem Herrn gemeinsam auf einem Tarn zu sitzen. Mir gefiel es jedenfalls und da der Herr einen schönen langen Umhang trug, konnte ich es mir dicht an ihn geschmiegt unter dem warmen Kleidungsstück auch einigermaßen gemütlich machen und das Klappern meiner Zähne soweit in Grenzen halten, dass mir keiner ausgefallen ist.

In der Oase war ein fürchterlicher Trubel wegen der Neueröffnung. Durch die Menschenmassen war teilweise kaum mehr ein Durchkommen. Mauli war das wohl auch alles zu drängelig, denn sie ging im Oasensee erst einmal schwimmen. Naja... vermutlich hatte sie es dringend nötig, nachdem sie so überstürzt aus den Fellen des Herrn Schmieds springen musste... da war für eine Reinigung bestimmt keine Zeit mehr gewesen^^.


Trotz des ganzen Gewusels konnte sich unsere kleine Reisegruppe unter Führung von Kasras Wirtin dennoch einen sehr guten Überblick verschaffen über die ganzen neuen Bauwerke und ich muss sagen, ich bin aus dem Staunen gar nicht heraus gekommen. Es ist eine tolle und sehr stimmige neue Wüstenoase entstanden, in einem echt gelungenen Baustil! Ich glaube aber, wäre ich dort alleine, ich würde mich in den vielen kleinen engen Gassen restlos verirren. Aber mein Zuhause ist ja in Kasra und das ist um einiges übersichtlicher. Immerhin ist es mir gelungen meine Herrin nicht zu verlieren.


Was mir nicht so ganz gefiel, waren einige Höhen von Mauern um Terassen herum. Die scheinen wohl eher für Leute ab 2,50 m Körpergröße gebaut worden zu sein, denn mein Lieblingswirt hatte im Gegensatz zu mir keinerlei Probleme, darüber zu schauen. Aber was solls... ich bin ja nicht so neugierig wie ein Herr Wirt und mich hat auch überhaupt nicht interessiert, wer da auf seiner Terasse saß^^.


Der Rückweg gestaltete sich dann etwas schwierig. Wir wollten wie so oft den Weg mit Kanus durch den Dschungel nehmen. Darüber regte sich jedoch die hochwohlgeborene Rosagekleidete aus Ar maßlos auf, weil solch ein kleines Boot für sie nicht standesgemäß sei. Unsere Abreise zog sich jedenfalls wegen ihrer Diskussion darüber mit meiner Herrin endlos in die Länge. Aber was solls... Nutznießerin des ganzen Geplänkels war nämlich ich, denn ich ließ es mir nicht zwei mal sagen und setzte mich einfach zu meinem Lieblingswirt ins Boot. Meine Herrin hatte irgendwann auch die Nase voll von der Hochnäsigen und ließ sich von unserem Schmied nach Hause paddeln. So musste die Hochwohlgeborene letztendlich alleine paddeln... ich fand, das geschah ihr ganz recht.:-)

Dienstag, 8. März 2011

Erste Festvorbereitungen

Als ich nach den üblichen 3 Tagen am Ende der Hand von den Feldern zurück nach Kasra kam, fand ich das Sklavenhaus ausgestorben vor… keine Spur von meiner Herrin… von Mauli und Lina auch nicht. Meine Herrin war in der Zwischenzeit also wie geplant und angekündigt auf ihre Reise gegangen und die beiden Mädchen halfen vermutlich mal wieder in der Herberge beim Servieren aus. Das war mir eigentlich ganz recht, denn so konnte ich mit den ersten Vorbereitungen für eine der mir übertragenen Aufgaben beginnen. Als erstes Mädchen meiner Herrin möchte ich ja alles zu ihrer vollsten Zufriedenheit erledigen und damit ihren guten Ruf mehren. Auf das Haus Pinion ist eben immer Verlass… so wird es natürlich auch bei dem demnächst anstehenden großen Fest sein.

Als erstes machte ich mich auf eine kleine Erkundigungstour vor die Stadtmauern, um einen Platz zu finden, an dem ich mit Mauli und Lina ungestört üben konnte. Dieser war recht schnell gefunden… nun brauchte ich nur noch ein paar Requisiten dort hin zu schleppen und mich dann auf die Suche nach Mauli und Lina machen. Ich gestehe, ich habe mir die Suche stark vereinfacht, indem ich mitten auf dem Marktplatz einfach mal nach den beiden gerufen habe. Das war vielleicht nicht gerade die besonders dezente feine Art, aber sehr effektiv und wirkungsvoll… beide tauchten nämlich nach wenigen Ehn auf und zwar aus entgegen gesetzten Richtungen… na also!

Unser erstes Training war gar nicht so schlecht. Die Mädchen waren recht gelehrig und nicht allzu ungeschickt… eine weitere Bestätigung dafür, dass meine Herrin eben nur gute Ware hat! Leider hat sich aber auch heraus gestellt, dass ich die eine oder andere Feinheit noch überarbeiten muss. Langeweile werde ich also vorerst nicht haben und mindestens ein weiteres Mal müssen wir wohl auch noch üben. Aber das sollte alles kein Problem sein.

Wieder zurück in der Stadt, trafen wir auf eine traurige Nima, deren Herr anscheinend immer noch nicht wieder aufgetaucht ist und die mit ihrem Schicksal haderte und sich fragte, warum er sie überhaupt gekauft hat. Ich konnte sie etwas beruhigen, indem ich ihr erneut klar machte, dass sie immer noch in der Obhut meiner Herrin ist, ein Dach über dem Kopf und zu Essen hat. Mauli nahm dies natürlich zum Anlass, vor Freude im Kreis herum zu hopsen, weil sie meinte, nun den letzten Platz an der Handelskette an Nima los geworden zu sein. Diesen Zahn habe ich ihr selbstverständlich mit einem kleinen Vortrag über Obhut und Unterwerfung schnell gezogen.

Ich war kaum fertig mit meinen Erklärungen, als mein Lieblingswirt zu uns stieß und uns in den Feuerkrug beorderte, da dort unsere Hilfe gefragt war. So erfuhr ich, dass Kasra einen neuen Regenten gewählt hatte, der seine Wahl mit einem Umtrunk in der Herberge feiern wollte. Ich gebe zu, diese Wahl war wegen meiner Vorbereitungen für das Fest ein wenig an mir vorbei gegangen. Aber was soll’s… ich hätte bestenfalls stumm neben dem leeren Stuhl meiner Herrin knien können, sofern sich den nicht einfach wieder jemand anderes geschnappt hatte und hätte mir einen Kommentar darüber auch noch verkneifen müssen. Das Wahlergebnis hatte ich so ja auch mitbekommen. Und gewählt hätte ich ihn auch, wenn ich wahlberechtigt wäre^^.

Wegen der späten Ahn fanden sich jedoch nur ganz wenige Gäste im Feuerkrug ein. Die meisten begaben sich nach der Ratssitzung anscheinend gleich in ihre Felle, so dass sich die Getränkerechnung des neuen Regenten, trotz des ausgiebigen Pagakonsums meines Lieblingswirtes, ziemlich im Rahmen hielt. :-))

Mittwoch, 2. März 2011

Vuloeier

Irgendwie hatte ich erwartet, dass am Tag nach der vertagten Ratssitzung und der mittlerweile überfälligen Regentenwahl ziemlich viel los sein würde in Kasra. Dem war aber merkwürdigerweise nicht so… zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Einzig einige freie Frauen meinten, sich über die letzten Geschehnisse unterhalten zu müssen… allerdings nur so lange, bis meine Herrin ihnen unmissverständlich klar machte, dass Nichtbürgerinnen gewisse Dinge nichts angehen würden. Leider hat sie Mauli und mich dann in die Herberge zum Bedienen geschickt, während sie sich zu einer geheimnisvollen Besprechung mit einigen Ratsmitgliedern zurück zog. So musste ich meine Neugier weiter zügeln *seufzt*.

In der Herberge waren tatsächlich nur Herrinnen. Na toll dachte ich bei mir, warum können nicht mal nur Herren anwesend sein und vor allem die Rarii, wenn meine Herrin nicht dabei ist? Zum Glück gesellte sich mein Lieblingsschmied bald dazu. Irgendwie ist es doch ganz was anderes, einem Herrn sein Getränk zu servieren als einer Dame ihren Tee… selbst wenn sie mich noch so sehr dafür lobt, das ich ihn genau richtig habe ziehen lassen…perfekt gesüßt und der Tropfen Boskmilch auch genau die richtige Dosierung war.

Richtig interessant wurde es dann aber doch noch, als plötzlich alle freien Frauen sich auf ihre Zimmer zurück zogen und ich dem Herrn Händler Paga servieren durfte… vor allem, nachdem ihm klar wurde, dass ich keine kleine Prinzessin meiner Herrin bin und sie mich in keiner Weise restricted hat. Er zog mich auf seinen Schoß. Leider währte meine Freude darüber nur sehr kurz… die eine Herrin tauchte nämlich wieder auf… und eine reicht ja leider schon. Ich rutschte also enttäuscht und leicht genervt von seinem Schoß herunter und schloss meine Schenkel wieder züchtig.

Die Herrin war eine Schreiberin, die ihrem juristischen Grundwissen mit Hilfe der beiden Männer anscheinend auf die Sprünge helfen wollte. Zur Verdeutlichung einer besonders kniffligen Überlegung über Diebstahl oder Sachbeschädigung (oder war das was anderes?) musste ich ihr sogar ein Vuloei holen… hatte nur irgendwie das Gefühl, dass die beiden Herren ihr nicht so wirklich folgen konnten oder wollten… von mir mal ganz zu schweigen.^^ So nutzte ich auch die erstbeste Gelegenheit, mich Richtung Sklavenhaus zu verkrümeln, in der Hoffnung, noch etwas über ihre geheime Besprechung meiner Herrin zu erfahren. Leider ist mein Wunsch nicht mehr in Erfüllung gegangen… oder meine Augen sind mir einfach zu schnell zugefallen, nachdem ich mich auf ihrem weichen Fell im Sklavenhaus zusammengerollt hatte. Sie war nämlich noch nicht wieder zu Hause.

Dienstag, 1. März 2011

Zoff im Rat

Die Wahl des Regenten stand gestern an. Meine Herrin hatte dafür sogar eines ihrer schönsten Kleider angezogen und rauschte pünktlich zur Sitzung in den Ratssaal… ich natürlich wie immer hinterher. Die Sitzung war sehr gut besucht, sogar die hochnäsige hochwohlgeborene Baumeisterin war anwesend, aber die hatte sich ja auch zur Wahl gestellt, glaube ich. Immerhin war der Platz meiner Herrin noch frei.

Leider ging es mal wieder sehr schleppend und extrem lahmarschig los, wie eigentlich oft, wenn unser Schreiber die Leitung der Sitzung hat. Aber was soll‘s… irgendwann hatten sich die Ratsmitglieder trotzdem darauf verständigt, die Vereidigung eines neuen Kriegers vorzuziehen… denn es konnte ja wieder vereidigt werden… unser Heimstein ist nämlich wieder da.


Wie und auf welche Weise genau und vor allem unter welchen Bedingungen der Heimstein zurück gekommen ist, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Ich habe nur mitbekommen, dass die Wirtin da eine sehr große Rolle gespielt hat… der Regent deswegen sauer auf sie ist und sie wegen Diebstahl anklagen will. Sie hat sich in den Tagen, als ich mal wieder auf den Feldern arbeiten musste, während es sich meine Heerin auf ihrem Landsitz gemütlich machte, offensichtlich im Alleingang den Heimstein von Kasraticum geschnappt und ist damit nach Aventicum gereist, um ihn zurück zu geben. Im Tausch dafür hat sie unseren Heimstein bekommen und wieder zurück nach Kasra gebracht. Eine echt super Leistung, finde ich jedenfalls… einige Bürger Kasras wohl auch… aber eben nicht alle!

Tja… nicht nur diese tolle Aktion der kleinen energischen Wirtin, sondern auch das Geschehen um die beiden Heimsteine insgesamt und vor allem das Gehabe des Regenten in dieser Sache, seiner Krieger und ganz besonders das einer Nichtbürgerin sowie die ganze Heimlichtuerei, hat letztendlich die Bürger Kasras in 2 Lager gespalten. Die Krieger waren selbstverständlich immer bestens informiert, aber der Rat hatte keine Ahnung von nichts. Der Regent hatte es nicht für notwendig erachtet, mal eine Sondersitzung einzuberufen. So mussten sich die Ratsmitglieder mehrere Hand lang in Unwissenheit gedulden oder Gerüchten lauschen. Es war also wirklich nicht verwunderlich, dass dies dann gestern zu sehr hitzigen Debatten führte mit dem Ergebnis, die Sitzung musste zu vorgerückter Ahn abgebrochen werden und ein neuer Regent wurde auch nicht gewählt. Mal sehen, wie’s weitergeht!