Freitag, 29. April 2011

Wachverstärkung

Meine Herrin erfreute sich gerade an ihrer heißen Milch mit Honig, während sie mit einer anderen Herrin und dem Schmied plauderte, als es plötzlich in der Herberge unruhig wurde, weil einige Rarii herein polterten und sich am anderen Tisch nieder ließen. Die neue Wachverstärkung wollte ihren Einstand geben. Mit der ersten Runde Freipaga begann es daher entsprechend laut am Nachbartisch zu werden. Meine Herrin zuckte jedes Mal zusammen, wenn wieder ein Becher vor Übermut an die Wand gepfeffert wurde und die Stimmung der Männer mit dem Pegel des konsumierten Pagas weiter stieg. Die Stimmung stieg natürlich nicht bei allen Gästen im Feuerkrug. Bei den Herren vielleicht, aber meine Herrin wurde immer pikierter. Dabei waren es nur zwei Rarii… ihr Lärm war aber der einer ganzen Wachmannschaft.^^

Dem schlechten Benehmen dieser Herren und ihrer Unhöflichkeit gegenüber einer freien Frau des eigenen Heimsteins überdrüssig, verließ meine Herrin letztendlich genervt die Herberge. Da sie gehört hatte, dass der Leutnant Mina zum Tanzen aufforderte, gab sie mir aber noch die Anweisung, Tanzseiden anzuziehen und die Herren ebenfalls zu erfreuen. Juhuuu… was habe ich mich darüber gefreut, vielleicht wieder einmal tanzen zu dürfen! Wobei es mich natürlich schon ein wenig traurig machte, meine liebe Herrin alleine im Sklavenhaus zurück zu lassen. Doch diese Trauer war mit dem Überstreifen der schönen Tanzseiden schnell vergessen, zumal sie mir noch mit auf den Weg gab, dass sie sehr müde sei und sich daher sowieso früher schlafen legen wollte. Ach, sie versteht mich ja so gut!! :-))

Mit einem erwartungsvollen Kribbeln im Bauch lief ich schnell zurück in die Herberge, vor allem, weil ich den Tanz von Mina für ihren Herrn nicht verpassen wollte. Dort angekommen, stutzte ich jedoch, denn von Mina war weit und breit nichts zu sehen. Leicht verunsichert, fragte ich mich gerade, ob ich da etwas falsch verstanden hatte, als mich auch schon einer der Krieger zu sich heran winkte. Mit laut klopfendem Herzen kniete ich mich erfreut neben ihn, denn es war der Herr, der schon mehrfach sein Gefallen an mir bekundet hatte. Mit leuchtenden Augen fragte ich ihn, ob ich ihn denn mit einem Tanz erfreuen darf… ich tanze ja so gerne! Vor meiner Herrin muss ich mich natürlich immer zusammen reißen, dass mein Feuer nicht mit mir durchgeht und ich sie nicht brüskiere… vor Herren ist das jedoch alles viel einfacher und liegt wohl auch mehr in meiner Natur.^^ Ob mit oder ohne Musik ist mir dabei vollkommen egal… ich liebe einfach die Bewegungen im Rhythmus meiner Zimbeln und vor allem, meinen heißen Sklavenkörper vor gierigen Männeraugen von allen Seiten zu präsentieren.

Die Antwort des Kriegers und seine gierigen Blicke auf mir, ließen mich vor Freude strahlen. Leider musste ich mich jedoch noch etwas in Geduld üben, da er aus Höflichkeit noch auf seinen Leutnant warten wollte, Minas Herrn, der die Herberge zwischenzeitlich kurz verlassen hatte. Er wollte diesem wohl den Vortritt mit Minas Tanz lassen… nur es passierte dann eine gefühlte Ewigkeit leider überhaupt nichts. Der Leutnant tauchte zwar irgendwann wieder auf… Mina endlose Ehn später ebenfalls, nur holte sie dann erst einmal ein weiteres Tablett mit einer Runde Paga. :-(


Aber ich konnte mich nicht darüber beklagen, mich während der Warterei auf Minas Tanz gelangweilt zu haben. Im Gegenteil, der Rarius erkundete mit seinen rauen Fingern gierig meinen Körper und ließ mein ständig in mir schwelendes Sklavenfeuer hell auflodern. Er selbst genoss die Berührungen meiner geschickten Hände offensichtlich auch sehr. Ich glaube, von Minas Tanzblockade und ihren kaum überwindbaren Hemmungen, sich den Herren zu präsentieren, insbesondere ihrem Herrn, hat er nicht viel mitbekommen, so in Fahrt wie er war. Aber außer ihr aufmunternd zu zunicken, konnte ich ihr leider nicht wirklich helfen. Wobei für mich auch überhaupt nicht nachvollziehbar war, warum sie sich so eine wundervolle Gelegenheit entgehen ließ, ihren Herrn zu erfreuen.

Leider durfte ich dann doch nicht mehr für die Herren tanzen. Doch eine solche Möglichkeit kommt wieder, denn der Krieger, an den ich mich inzwischen eng angeschmiegt hatte, um ihn mit meinen Berührungen noch intensiver zu verwöhnen, versicherte mir mit erregter Stimme, wie gerne er mich tanzen sehen würde. Allerdings bekam er anscheinend Befürchtungen, sein reichlicher Zuspruch am Paga würde seinen Tribut fordern und ihn vielleicht um meine Dienste in seinen Fellen bringen. Mit leichten Gleichgewichtsstörungen stand er daher auf, um sich mit mir in seine Unterkunft zu begeben. Oh ja… welch eine weise Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt! Eng umschlungen schafften wir es zumindest, trotz der „schwankenden Schiffsdielen“ wohlbehalten seine Felle zu erreichen, wo er dann aber sofort laut schnarchend seinem Pagarausch frönte und mir nichts anderes blieb, als mich leise zurück ins Sklavenhaus zu schleichen. :-))

Donnerstag, 28. April 2011

Neuzugang

„Komisch, wieso ist es heute so ruhig!“ war mein erster Gedanke nach dem Aufwachen. Ich lauschte auf die gleichmäßigen Atemzüge meiner noch schlafenden Herrin und räkelte mich erst einmal genüsslich, hatte ich doch einfach wundervoll auf dem weichen Fell an ihrem Fußende geschlafen. Nach der erst kürzlich auf dem kalten Boden unten im Sklavenhaus einsam verbrachten Nacht, wusste ich diesen Komfort und die Nähe meiner Herrin wieder so richtig zu schätzen. Trotzdem irritierte mich die Ruhe… außer Vogelgezwitscher war von draußen nichts zu hören. War etwa sämtlichen freien Frauen die Luft für ihr übliches Gezeter ausgegangen und schlief der Herr Schmied einfach mal aus? Es half alles nichts, so gemütlich es auch war, meine Neugier trieb mich nun doch aus dem Haus.

Vor der Tür stieß ich dann fast mit einem Herrn zusammen, hatte ich doch eigentlich nicht erwartet, direkt vor dem Haus jemanden anzutreffen. Es war der gut aussehende Herr, der gelegentlich auf seinem Weg nach Tor einen Zwischenstopp in Kasra macht und meiner Herrin vor einiger Zeit Mina verkauft hatte. Nun hatte er wieder ein Mädchen an der Kette und erkundigte sich, ob meine Herrin für ihn zu sprechen sei. Da musste er sich zu so früher Stunde natürlich noch etwas gedulden, denn ich würde meine Herrin selbstverständlich nie wecken, auch wenn sie den Handel mit ihm wohl schätzte.

Die Wartezeit nutzte ich, um die beiden ein wenig genauer zu mustern. Den Herrn natürlich möglichst unauffällig… eher mehr so aus dem Augenwinkel heraus, während ich seine Sklavin in Augenschein nahm. Er gefiel mir mit seinem Bart und den langen Haaren ausgesprochen gut, nur sein Mädchen sah in dem langen Kleid, das eher zu einer freien Frau gepasst hätte, nicht so richtig wie eine Sklavin aus. Allerdings würde eine auf Anstand bedachte Herrin natürlich kein Collar tragen und schon gar nicht ohne einen Schleier und mit nackten Schultern vor die Tür gehen. Der Herr erzählte später meiner Herrin, dass er sie von einem Fischer zur Tilgung seiner Kreditschulden für sein Boot erhalten hatte. Ohje… ein Fischermädchen also… ganz niedrige Kaste… vermutlich ohne nennenswerte Ausbildung, aber immerhin eine Goreanerin.

Schon nach wenigen Ehn auf den Knien zeterte sie bereits herum, dass sie diese Haltung auf keinen Fall länger aushalten könne, weil ihr alles weh tue… außerdem wollte sie wieder nach Hause. Na, das konnte ja noch was werden mit der! Erst als der Herr sein Messer zückte und drohte, ihr ein weiteres Kleidungsstück vom Körper zu schneiden, verstummte sie. Mir war natürlich sofort klar, dass die Ausbildung dieser widerspenstigen Kajira bestimmt einen ziemlichen Aufwand mit sich bringen würde. Aber die Entscheidung darüber würde meine Herrin treffen und vor allem, ob überhaupt und wenn ja, für welchen Preis sie solch eine Ware kauft.

Meine Herrin hat gekauft… sogar für einen recht hohen Preis… sie muss den Herrn wirklich mögen! Mal sehen, wie lange es dauert, bis aus diesem Fischermädchen eine Sklavin wird oder ob sie nicht eine weitere 99er ist, die meine Herrin irgendwann im Fayheen versenkt. Die erste Lektion hat sie ja schon bekommen und nach einigen Verständnisschwierigkeiten letztendlich auch ihre erste Aufgabe bewältigt, indem sie ihr Kleid verbrannt hat… denn eine Kajira besitzt nun mal nichts… weder das Kleid an ihrem Leib noch ihren Namen. Ich befürchte nur, sie ist meiner Herrin dafür nicht dankbar und weiß es überhaupt nicht zu schätzen, bereits einen Namen bekommen zu haben… sie wird wohl noch viel lernen müssen. :-)

Mittwoch, 27. April 2011

Folgenschwere Worte

Schon wieder ein Menschenauflauf vor dem Sklavenhaus mit reichlich Gezeter, der mich um meinen Schönheitsschlaf brachte und vor die Tür trieb. Irgendwie verwunderte es mich auch nicht weiter, dass mein Lieblingsschmied wieder mitten im Geschehen war. Aber diesmal schien er sich erstaunlicherweise mal nicht einer freien Frau durch Versklavung erwehren zu müssen. Nein, der sonst oft so wortkarge Herr war in ein hitziges Wortgefecht mit einem fremden Rarius verwickelt. Naja… sein blaues Auge war zwischenzeitlich wieder verschwunden und bedurfte wohl einer Erneuerung. Nun sah es fast danach aus, als ob ihm dies bald gelingen würde.

Wenn ich alles richtig verstanden habe, der Anfang der Auseinandersetzung fehlt mir leider, ging es darum, dass der fremde Krieger nicht mit „Fremder“ angesprochen werden wollte. Zum Glück hatte die lautstarke Diskussion Kasras Wachen auf die beiden Herren aufmerksam werden lassen, so dass die ganze Angelegenheit wohl letztendlich durch Vermittlung des Regenten und des Leutnants doch im Guten endete… zumindest ohne irgendwelche Augenverfärbungen beim Schmied, denn den Rest bekam ich nun leider auch nicht mehr mit, weil meine Herrin ebenfalls aufgewacht war und ohne langen Zwischenstopp in die Herberge weiter rauschte, um dort ihre Milch mit Honig einzunehmen.

Entgegen der sonstigen Gepflogenheiten im Feuerkrug saßen diesmal alle Gäste am vorderen Tisch… vermutlich, weil man bei geöffneter Tür von dort besser mitbekam, wie es mit den beiden Streitvulos draußen enden würde. Da meine Herrin natürlich nicht alleine sitzen wollte, fragte sie höflich, ob denn noch ein Platz frei wäre und sie sich dazu setzen dürfe, was selbstverständlich bejaht wurde. Mit einer lockeren Bemerkung „dann ist dies jetzt mein Kissen“ machte sie es sich also bequem. Oh je… da hatte sie ja was gesagt! Der Wirt betonte sofort, dass die Sitzkissen in der Herberge selbstverständlich SEINE sind und meine Herrin lediglich darauf sitzen DARF! Meinte er etwa, dass sie sich mit einem Kissen aus der Herberge, SEINEM Kissen, bereichern wollte? Ich vermutete, er war mit dem falschen Fuß zuerst aufgestanden, anders konnte ich mir diesen kurzen, aber ernsten Wortwechsel mit meiner Herrin nicht erklären.

Anschließend kam es mir so vor, als versuchte er das etwas pikierte Schweigen am Tisch aufzulockern und ein wenig Mitleid zu erregen, indem er weiter über Besitz sinnierte… SEINEN Besitz… wann und ob überhaupt seine seit Monaten auf den Feldern oder doch schon auf dem Rückweg befindliche Kajira wieder da sei. Das andere Pagamädchen hatte seine Gefährtin ja kürzlich verkauft und der Herbergskajirus war anscheinend auch auf den Feldern. Tatsache war, er hatte offensichtlich Durst und nichts zu trinken, es fehlte eine Bedienung in SEINEM Feuerkrug… außer meiner Herrin hatten nämlich weder er noch der Schmied oder die Bäckerin ein Getränk von mir serviert bekommen.^^

Normalerweise stellt meine Herrin ihren Besitz dem Wirt für die Bedienung der anderen Gäste ohne viele Worte zur Verfügung und gibt mir dann einfach ein Zeichen, wenn sie meine Dienste nicht mehr benötigt und ich mich nützlich machen soll. Nur, wenn sie sich über etwas geärgert hat, kann sie ja richtig stur sein und das war mit der Kissenbemerkung des Wirts offensichtlich der Fall. Ihr Zeichen blieb nämlich aus. Sie ließ den Herrn Wirt wegen dem Sitzkissen büßen, indem sie mich einfach untätig neben sich knien ließ, nachdem ich ihr eine Milch mit Honig serviert hatte. Ich glaube, das war eine der härtesten Strafen, die sie dem Armen auferlegen konnte.

Aber irgendwann hatte sie dann doch ein wenig Erbarmen und bot ihm an, dass ich ihm gegen seinen Durst auch eine heiße Milch mit Honig bereiten könnte. Er lechzte zwar förmlich nach einem Getränk, aber nach PAGA… auf keinen Fall nach heißer Milch! Da blieb er seinen Prinzipien treu und verzichtete lieber… Milch konnte er sich bestenfalls auf seiner Haut vorstellen… kreisend eingerieben von sanften Fingern. Erstaunlich war nur, dass er trotz nicht erfolgter Flüssigkeitszufuhr hinters Haus verschwinden musste.

Schließlich gewann dann aber doch das gute Herz meiner lieben Herrin Oberhand, auch wenn sie sowas nicht hören mag.^^ Sie hatte ein Einsehen mit dem leidenden Wirt und meinte, dass er nun genug gebüßt hatte… gab mir ein Zeichen, ihn zu bedienen. Ich glaube, das war der erste Becher, den er förmlich mit seinen Blicken angehimmelt hat. So gut wie dieser erste Schluck hat ihm Paga vermutlich noch nie geschmeckt! :-))

Dienstag, 26. April 2011

Schwierige Aufträge

Leider verzögerte sich die Rückkehr meiner Herrin noch ein wenig, so dass ich mich einen weiteren Tag alleine zum Feuerkrug aufmachte, um dort auszuhelfen. Weit war ich jedoch nicht gekommen, als ich auf dem Marktplatz von dem Herrn aufgehalten wurde, dem es immer noch nach einem Bad gelüstete. Er befahl mir erneut, im Badehaus alles für ihn herzurichten. Da ich ja nicht wusste, ob die Umbauarbeiten dort inzwischen beendet waren und das Bad wieder zur Verfügung stand, machte ich mich sogleich auf den Weg, um dies zu erkunden. Doch es sah richtig schlecht aus, so dass ich letztendlich unverrichteter Dinge und etwas entnervt als letzte Möglichkeit die kleine Badestube neben dem Schankraum der Herberge inspizierte. Leider musste ich dort dann feststellen, dass diese wegen einer Störung ebenfalls nicht für das Bad des Herrn geeignet war. Es blieb also nur noch der Fayheen… aber ob dem Herrn nach kaltem Wasser gelüstete, das wagte ich stark zu bezweifeln… Männer sind da ja manchmal etwas eigen.^^

Leicht zerknirscht wegen meines Versagens und krampfhaft darüber grübelnd, wie ich dem Herrn ein Bad im Fayheen vielleicht doch schmackhaft machen könnte, kehrte ich nach einer ganzen Weile in den Feuerkrug zurück. Zu meiner großen Freude war meine Herrin inzwischen von ihrer Reise zurück gekehrt, während von dem Herrn mit den Badegelüsten nichts mehr zu sehen war. Hatte er es sich inzwischen vielleicht anders überlegt? Egal, erst einmal meine geliebte Herrin mit ihrer heißen Milch mit Honig versorgen… alles Weitere musste bis hinterher warten. Ich musste ihr ja auch noch vom Vortag berichten und der Herr wusste doch bereits, dass ich ihm nur zur Verfügung stehe, wenn meine Herrin meine Dienste nicht mehr benötigt. :-)

Leider wollte sich die Gelegenheit zum Berichten einfach nicht ergeben. Meine Herrin nahm mich kaum wahr… registrierte lediglich, dass ich ihr eine Milch gemacht hatte und nahm mir diese auch nur beiläufig ab, während sie sich weiter angeregt unterhielt. Da blieb mir also vorerst nichts anderes übrig, als still abzuwarten und den Gesprächen der Herrinnen ein wenig zu lauschen. Während ich mich also wohlerzogen in Geduld übte, betrat ein Fremder den Raum und ließ sich am Nachbartisch nieder. Dieser Herr erweckte selbstverständlich sofort meine Neugier, war er doch viel interessanter, als weiter stumm neben meiner Herrin zu knien! Es kam mir natürlich sehr entgegen, dass meine Herrin offensichtlich keinen Bedarf an mir hatte, der Herbergskajirus noch mit dem Servieren der Getränke für die Herrinnen beschäftigt war und sich nicht gleich um den neuen Gast kümmern konnte. Hilfsbereit nutzte ich daher schnell die Gelegenheit, der langweiligen Damenrunde zu entkommen und bot dem fremden Herrn meine Dienste an.

Schon auf dem Weg mit seiner Bestellung zum Pagafass begann ich darüber zu grübeln, woher mir seine Stimme so bekannt vorkam. Beim Servieren seines Getränkes nutzte ich daher die Gelegenheit, ihn möglichst unauffällig zu mustern. Und dann wusste ich, wer er war… war mir da eigentlich ganz sicher! Trotzdem wagte ich noch eine kurze Nachfrage, die sich auf die kleine Blume bezog, die mir mein erster Herr auf die Schulter tätowiert hatte und die mich immer an ihn erinnern wird. Bei meinem Herumgedruckse begann der Herr sofort zu schmunzeln und sprach mich leise mit „Dina“ an. Er war es also tatsächlich… schaute mir dann aber so durchdringend und warnend in die Augen, dass ich es nicht wagte, meiner Freude über dieses Wiedersehen freien Lauf zu lassen… zumal der Herr, für den ich eigentlich das Bad richten sollte, inzwischen ebenfalls am Tisch saß.^^

Es war gut gewesen, nicht gleich vor Wiedersehensfreude aufzuspringen, denn als ich kurz darauf mit meinem früheren Herrn alleine war, während ich ihm sein Gästezimmer zeigte, sprach er mir eindringlich ins Gewissen, über seine Identität Stillschweigen zu bewahren. Er wollte nicht erkannt werden. Der Grund dafür erschloss sich mir zwar nicht, aber ich war so glücklich, dass es ihm gut ging, dass ich ihm dies selbstverständlich versprach. Leider war mir in dem Moment jedoch überhaupt nicht klar gewesen, was ich mir mit diesem Versprechen später noch einhandeln würde.

Zurück in der Gaststube, kniete ich mich schnell wieder neben meine Herrin. Ich muss aber wohl irgendwie durcheinander gewesen sein, so dass ich einen Fehler nach dem anderen machte, nachdem meine Herrin mir ihre Aufmerksamkeit schenkte. Erstens hätte ich ihr die überflüssige Frage, ob ich dem nach einem Bad bzw. nach mir gelüstenden Herrn dienen darf, gar nicht stellen brauchen, da ich die Antwort meiner Herrin darauf doch weiß und sie dem Herrn ja auch schon gegeben hatte. Zweitens verstand meine Herrin die Empfehlung des Schmieds nicht und ich konnte ihr auch nicht erklären, warum sie für mich Wartelisten aufstellen soll. Leicht ungehalten brummelte sie nur unwirsch, dass sie zurzeit nicht darüber nachdenkt, mich zu verkaufen. Drittens habe ich meine Herrin verärgert, indem ich mich von ihr abwandte und aufsprang, weil nämlich mein früherer Herr wieder zurück in den Schankraum gekommen war. Dabei war meine Herrin noch nicht fertig mit mir gewesen… ich dachte aber sie war es… war sie aber eben doch nicht. :-(

Tja und mein vierter Fehler war der schlimmste. Meine Herrin wollte später natürlich noch wissen, was es mit dem fremden Herrn denn nun auf sich hat, der mich offensichtlich so durcheinander gebracht hatte. Oh je, ich hatte ihm aber doch versprochen, darüber zu schweigen und seine Identität nicht zu verraten… was sollte ich nur machen… druckste also eine Weile herum und wollte erst nicht damit herausrücken. Ich war wirklich durcheinander! Wie konnte ich nur so dumm sein, meiner Herrin etwas verschweigen zu wollen? Wie konnte ich meine Loyalität ihr gegenüber vergessen? Sie steht doch für mich immer an erster Stelle! Selbstverständlich habe ich ihr ALLES zu berichten!!

Natürlich habe ich ihr schließlich von seinem Gespräch mit mir wahrheitsgetreu erzählt und auch wer er ist… aber leider erst, NACH ihrer Ermahnung... die einsame Nacht auf dem kalten Fußboden unten im Sklavenhaus war einfach schrecklich!!!

Donnerstag, 21. April 2011

Männer

und ihre Triebe.^^

Meine Herrin war ja leider ohne mich zu einem Kastengrilltreffen gereist. Ich hielt mich daher nicht lange mit den Hausarbeiten im leeren Sklavenhaus auf und machte mich, sobald ich alles erledigt hatte, in die Herberge auf, um vielleicht zu erfahren, wie es denn unseren Kriegern auf ihrer Jagd ergangen war.

Der Feuerkrug war wie immer recht gut gefüllt und so bekam ich mit, dass unser Regent wohl einen mehr oder weniger schlimmen Jagdunfall erlitten hatte, so dass er sich zur Heilerin in Behandlung begeben musste. Irgendwas mit seinem Kopf war offensichtlich nicht in Ordnung. Leider unterhielten sich die Herren nicht weiter darüber, wie es dazu gekommen war, da der Herr Hauptmann nun von seinen eigenen Blessuren durch einen Pfeil berichtete, den er anscheinend abbekommen hatte. Wer der Absender des Pfeils gewesen war, war wohl ziemlich unklar. Aber er stellte dem Imker einige hintergründige Fragen zu dessen Standort im Wald. Worauf dieser jedoch mit Nachdruck behauptete, er hätte überhaupt keinen einzigen Pfeil abgeschossen. Wo der Hauptmann denn nun genau verletzt worden war, war optisch nicht zu sehen... zumindest nicht aus meiner Perspektive. Aber eine Vermutung hatte ich darüber schon… denn er setzte sich nämlich merkwürdigerweise nicht an den Tisch zu den anderen Herrschaften, sondern blieb die ganze Zeit stehen. Ob bei diesem Jagdausflug denn auch Tabuks oder was anderes als der eigene Trupp getroffen worden war, ist mir leider unklar geblieben, aber Hauptsache der Jagdtrieb der Herren war erst einmal gestillt. :-)

Beim Betreten der Herberge war mir gleich aufgefallen, dass der standhafte Herr vom Vorabend ebenfalls am Tisch saß und mich erneut intensiv betrachtete. Ich gebe zu, mir gefielen seine Blicke, aber da er mich nicht aufforderte, zu ihm zu kommen, blieb ich erst einmal demütig im Hintergrund knien. Ich musste nicht lange warten, schon bald winkte er mich zu sich und bestellte einen weiteren Paga bei mir, den ich ihm mit allem verführerischen Können einer Redsilk servierte. Es waren nämlich ausnahmsweise mal keine Herrinnen in der Herberge anwesend. Ich weiß nicht, ob es meine Art war, den Pagabecher zu küssen oder wie ich das Gefäß in meinen kleinen Händen gehalten hatte, irgendetwas schien ihn inspiriert zu haben, sich nach dem Badehaus zu erkundigen, während er mich mit lüsternen Blicken schon fast auszog. Doch ich hatte mich erneut in ihm getäuscht… meine Antwort, dass das Badehaus wegen eines umfangreichen Umbaus zurzeit nicht zur Verfügung stehe, schien ihm zwar absolut nicht zu gefallen, allerdings war sein Bedauern nur sehr kurzfristig. Er beachtete mich überhaupt nicht weiter, sprang einfach auf und begann ein Gespräch mit dem Herrn Leutnant, der gerade den Feuerkrug betreten hatte. Tja… so viel also zu den Gelüsten eines Herrn, sich von zarten Sklavenhänden reinigen und verwöhnen zu lassen. :-)

Doch lange konnte ich meiner Enttäuschung nicht nachhängen, denn mein Lieblingsschmied benötigte meine Dienste für ein weiteres Ale. Da es schon lange her war, dass ich ihn bedienen durfte, legte ich mich natürlich ganz besonders ins Zeug, um ihn zu erfreuen… und zumindest bei ihm ist mir das wohl auch gelungen. Er nutzte es nämlich aus, dass in der Herberge keine Herrinnen anwesend waren, funktionierte sie spontan in eine Taverne um und zog mich gierig auf seinen Schoß. Meine anfängliche Überlegung, ob er dies aus Mitleid mit mir machte, war sofort in meiner aufkeimenden Erregung und vor allem bei seinen Reaktionen auf meinen heißen Sklavenkörper vergessen. Wäre er mir nicht wirklich zugetan, hätte er mich hinterher wohl auch nicht so zärtlich gestreichelt und mir nicht gesagt, wie gut ich war. Meine Antwort „das gehört doch zu meinen Aufgaben Herr“ ließ ihn lächelnd erwidern, dass er dies weiß, aber dass ich ihm nur deswegen dienen durfte, weil er nämlich sehr wählerisch ist. Ich konnte ihn jedenfalls nur noch anstrahlen über dieses Lob und für seine Beherrschung bewundern. Sich mittendrin noch mit der Advocata so zu unterhalten, als würde ich „einfach nur so“ auf seinem Schoß sitzen und ihm „einfach nur so“ sein Trinkhorn an die Lippen halten, das war schon genial. Insbesondere auch, weil ich mich natürlich nicht so beherrschen konnte und ihn ganz verhalten und unauffällig, aber ich glaube dennoch ziemlich effektiv, mit kleinen Bewegungen weiter stimulierte. Die Herrin schien jedenfalls nichts zu bemerken… oder wollte sie es nicht? :-)

Der Abend endete für mich mit zwei überraschenden Aufträgen an meine Herrin. Der Herr, der mich nun einige Tage immer wieder so begierig ansah, mich aber jedes Mal dann doch links liegen gelassen hatte, erkundigte sich, wem ich gehöre. Dann forderte er mich auf, meine Herrin zu fragen, ob sie damit einverstanden sei, dass ich ihm am nächsten Abend seine Felle wärme, sofern sie meine Dienste nicht benötigte. Uiihhh… damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Der zweite Auftrag kam von dem Herrn Schmied. Er trug mir auf, meiner Herrin zu sagen, dass sie für mich Wartelisten aufstellen soll… diesen Auftrag habe ich aber irgendwie nicht so ganz verstanden.^^

Mittwoch, 20. April 2011

Gescheitert

Als ich gestern aufwachte, fiel mir als Erstes auf, dass meine Herrin schon aufgestanden war und zweitens, dass es ungewöhnlich ruhig in Kasra war. Schnell machte ich mich fertig und eilte mit schlechtem Gewissen in die Herberge hinüber, da ich meine Herrin dort auf ihre geliebte Milch mit Honig wartend vermutete und um den Grund für die ungewöhnliche Stille zu erfahren. Es stellte sich heraus, dass sich Nakisa schon um die Milch meiner Herrin gekümmert hatte. Außerdem erfuhr ich, dass die Krieger auf der Jagd waren. Nachdem ich meine Herrin so gut versorgt sah und meine Neugier erst einmal ein wenig befriedigt war, ließ ich meine Blicke über die anderen Herbergsgäste schweifen und blieb gebannt beim Anblick des Schmieds hängen… jedoch nicht, weil er so ein schöner Mann ist, sondern weil er ein wundervoll schillerndes, dunkelblaues Veilchen am rechten Auge hatte. Leider habe ich nicht in Erfahrung bringen können, ob es durch einen Unfall beim Schmieden entstanden ist oder ob er sich geprügelt hatte, da ich ihn ja nicht einfach fragen konnte. Eine Vermutung habe ich selbstverständlich wegen der ganzen freie Frauen-Versklavungs-Schulden-Geschichten, in die er seit einiger Zeit verwickelt ist… nur wüsste ich da natürlich gern Genaueres drüber. Mal abwarten… es ergibt sich bestimmt noch eine Gelegenheit. Ich muss Lu einfach mal abpassen. Gestern klappte das leider nicht mehr, da sie anscheinend noch auf den Feldern war und er mit seiner Neuerwerbung sehr bald schon die Herberge verließ.

Ich gebe zu, dass ich nicht allzu sehr auf die Gespräche der freien Frauen hörte, die so dahin bzw. an mir vorbei plätscherten. Nachdem der Schmied den Raum verlassen hatte, waren meine Blicke nämlich ganz automatisch zu dem einzigen, noch verbliebenen Herrn gewandert. Ich hatte ihn vorher noch nie getroffen, weiß aber von der letzten Ratssitzung, dass er in Kasra Bürger werden möchte. Möglichst unauffällig betrachtete ich nun seinen muskulösen, durchtrainierten Körper mal ein wenig genauer. Ich gebe zu, was ich da sah, gefiel mir außerordentlich gut. Vor allem gefiel mir, dass er meine Blicke erwiderte und mich offensichtlich ebenfalls genauer in Augenschein nahm, was in mir sofort ein verzehrendes Kribbeln und eine Menge Phantasien entstehen ließ. Ohne lange darüber nachzudenken, versuchte ich mich natürlich von meiner besten und vor allem meiner verführerischsten Seite zu zeigen, ihm meine Schönheit und weiblichen Reize möglichst gut zu präsentieren. Das war im Beisein der Herrinnen und vor allem meiner immer so auf Anstand bedachten Herrin natürlich nicht leicht. Aber sie sieht ja nicht, was seitlich links hinter ihr so alles passiert.^^ Ich bekam jedenfalls das Gefühl, dass mein Anblick bei dem Herrn nicht ohne Folgen blieb. :-)

Es kam mir in dieser Situation natürlich wie gerufen, dass ich zugesagt hatte, für Nakisa einzuspringen, die noch eine dringende Aufgabe zu erledigen hatte und sich daher für eine Weile nicht um die Herbergsgäste kümmern konnte. So ergriff ich die Gelegenheit, mich direkt vor den Herrn mit leicht gespreizten Schenkeln und ein wenig hochgeraffter Tunika zu knien. Allerdings achtete ich darauf, mich so zu drehen, dass meine Herrin keinen Einblick in diese Freizügigkeit bekam. Mit leicht bebender Stimme fragte ich den Herrn, ob er vielleicht noch einen weiteren Wunsch hätte. Er hatte… allerdings wünschte er nur einen weiteren Paga zu trinken… obwohl seine Blicke andere Wünsche ahnen ließen. Ein wenig enttäuscht, vor allem wo ich nun aus der Nähe deutlich sah, dass sein Körper nach etwas ganz anderem gelüstete, erhob ich mich, um zum Pagafass zu sausen. Ich gebe zu, mein schwungvolles Erheben war Absicht, wusste ich doch, dass bei einer solchen Drehung der leichte Stoff meiner Tunika auffliegen und dem Herrn einen guten Blick auf meinen nackten Po ermöglichen würde. Er sollte sehen, was ihm da alles entging!

Tja… ich muss gestehen, meine weiteren Versuche, doch noch in die Felle dieses Herrn zu gelangen, sind leider kläglich gescheitert. Über meine Wirkung auf seinen Körper kann ich mich wirklich nicht beklagen, aber es ist mir einfach nicht gelungen, ihn seine Beherrschung und Standhaftigkeit vergessen zu lassen. War es vielleicht Höflichkeit einer freien Frau gegenüber oder muss ich doch noch üben, üben, üben… nur weiß ich, dass mir dies bei einem „echten“ Goreaner nicht viel nützen wird. :-))

Dienstag, 19. April 2011

Quantität versus Qualität?

Es stand mal wieder eine Ratssitzung an, allerdings eine, die sich nicht mit den üblichen Tagesordnungspunkten aus Politik, Handel und sonstigen Belangen der Stadt befassen sollte, sondern ausschließlich mit Anträgen auf Bürgerschaft… denn Kasra hat zurzeit einen tollen Zulauf und die vorhandenen Unterkünfte platzen schon aus allen Nähten. Meine Herrin hatte es mir freigestellt, dieser Sitzung fern zu bleiben, da sie wohl befürchtete, dass ich mich langweilen könnte. Doch das kam für mich überhaupt nicht in Frage, da mein Platz nun mal an ihrer Seite ist und ich keine Probleme damit habe, mich in einer Ratssitzung auf das passive Zuhören zu beschränken. Außerdem bekommt man so ein ganz gutes Hintergrundwissen über die Freien, die in Kasra Bürger werden möchten… aus welchen Gründen auch immer.

Der Ratssaal war so voll, dass noch etliche weitere Stühle herbei geschafft werden mussten, damit alle Herrschaften Platz an dem langen Tisch fanden. Interessanterweise waren auch mal wieder Bürger dabei, die sonst eher durch Abwesenheit glänzen. Wobei zu erwähnen ist, dass Kasras Ratssitzungen immer öffentlich sind. Es nahmen daher auch Freie ohne Stimmrecht an der Sitzung teil. Leider fanden sich einige dieser Bewohner so wichtig, dass sie ständig ihre Meinung kund tun mussten und teilweise sogar die Dreistigkeit besaßen, einfach mit abzustimmen. Berechtigte Fragen von Ratsmitgliedern an die Antragsteller, vor allem der alteingesessenen Bürger Kasras, sind in meinen Augen viel zu kurz gekommen, so dass der eine oder andere Aspekt zu den Beweggründen nur sehr knapp oder gar nicht behandelt worden ist. Aber vielleicht täusche ich mich ja auch… vielleicht hatten die Bürger entgegen ihrer sonst üblichen Art gar keine weiteren Fragen.

Grundsätzlich gibt es ja immer noch die Möglichkeit, während der mehrwöchigen Probezeit der Herrschaften die genaueren Gründe für ihren Antrag auf Bürgerschaft in Kasra zu hinterfragen. Nur da kommt ein weiteres Phänomen zu Tage. Allen Anträgen wurde mit der halbierten Probezeit zugestimmt, da sich für jeden Antrag ein Bürge gefunden hatte. In diesen Fällen merkwürdigerweise sogar fast immer die gleiche Person. Ich frage mich wirklich, was an einer 2 Hand längeren Probezeit so schlimm ist. Warum muss das Einbürgerungsverfahren auf diese Weise immer abgekürzt werden? Sind die Antragsteller denn wirklich so gut bekannt… vor allem auch den alteingesessenen Bürgern? Ist Eile angesagt, weil sonst die Gefahr besteht, dass Bürgschaftsanträge zurück gezogen werden könnten? Reagieren Bürgschaftsinteressenten beleidigt auf eine längere Probezeit und ziehen vielleicht weiter? Dann wären sie in Kasra sowieso falsch! Aber was soll‘s… ich muss das als Kajira ja nicht alles verstehen. Nur bislang zeichnete sich Kasra nicht durch Quantität aus, sondern durch Qualität… hoffentlich bleibt die nicht auf der Strecke!

Samstag, 16. April 2011

Winterschlussverkauf...

…alles muss raus? Nein, ich nicht! Gut gehende Geschäfte einer Sklavenhändlerin.

Ich erwachte von lauten Stimmen, die durch das kleine Dachfenster ins Haus drangen. Da nicht nur ich, sondern auch mein Interesse an der Ursache für diesen Tumult sofort geweckt war, schlich ich mich, ohne mich noch einmal gemütlich zu räkeln oder gar noch einmal umzudrehen, schnell aus dem Haus. Neugier kann doch erstaunlich gut das Aufstehen einer passionierten Langschläferin beschleunigen.^^

Es stellte sich heraus, dass der Lärm hauptsächlich von drei Sklaven kam, die sich lautstark über irgendetwas stritten… ich glaube, es ging um die Tür der Herberge. Wie eigentlich nicht anders zu erwarten, waren natürlich die beiden aus dem Feuerkrug am lautesten, wobei die eine besonders besserwisserische ja inzwischen verkauft worden war. Trotzdem ließ sie es sich in ihrer zänkischen Art natürlich nicht nehmen, den Kajirus ihrer ehemaligen Herrin mal wieder zu traktieren. Mina war auch dabei, schien aber den Part „wenn zwei sich streiten freut sich die dritte“ zu haben. Für sie war es bestimmt eine willkommene Ablenkung von ihrem bevorstehenden Verkauf, falls er denn tatsächlich stattfinden sollte. Das blieb bei ihrem vielbeschäftigten zukünftigen Herrn wohl erst noch mal abzuwarten.

Ich zog es jedenfalls vor, mich aus dem Sklavengezanke besser heraus zu halten. Außerdem wollte ich mir nicht entgehen lassen, worüber sich die Freien unterhielten und genoss besonders die gierigen Blicke unseres Händlers auf mir, der nach einer langen Reise endlich wieder nach Kasra zurück gekehrt war. Das Gespräch drehte sich natürlich um Kajirae, vor allem um die Neue meines Lieblingsschmieds, die nackt und stumm neben ihm kniete. Wobei ganz nackt war sie nicht, sie trug nämlich einen Keuschheitsgürtel. Wie sollte es anders sein, das Gespräch drehte sich auch um die vielen Schulden, die die hochnäsige, nun Versklavte überall hinterlassen hatte. Ich hatte den Eindruck, dass der Schmied deswegen seit Tagen schon ziemlich schlechte Laune hatte, da er offensichtlich ständig aufgefordert wird, für die säumigen Zahlungen seiner Neuerwerbung aufzukommen. Sie schien wohl auch nicht gerade die Wahrheit zu lieben, denn er herrschte sie ziemlich barsch an, ja nicht wieder zu lügen, als er sie danach fragte, ob sie als Freie bei dem Herrn Händler ebenfalls Schulden gemacht hatte. Das war aber wohl nicht der Fall. Oh je, wenn sich weiter herumspricht, dass sie es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, wird er sie vermutlich nur für einen extrem schlechten Preis verkaufen können…wenn überhaupt. Eines der obersten Gebote für eine Sklavin ist nun mal Ehrlichkeit gegenüber ihrer Herrschaft. Naja… noch scheint sie keine richtige Kajira zu sein und für die Feldarbeit wird sie vielleicht trotzdem taugen, wenn ihre hochwohlgeborenen Finger erst mal das Arbeiten gelernt haben.

Der Marktplatz hatte sich zwischenzeitlich immer mehr gefüllt… meine Herrin war ebenfalls aus dem Haus gekommen… genau im richtigen Moment natürlich, um den Herbergskajirus bei einer Ungehörigkeit gegenüber der Bäckerin zu erwischen und ihm seinen Status klar zu machen, indem sie ihn dazu verdonnerte, sich so zu benehmen, wie es einer freien Frau gebührt. Er hatte wirklich Glück, dass die Bäckerin seine Entschuldigung annahm und in ihrer sanften Art auf seine Bestrafung verzichtete. Danach schaute meine Herrin immer wieder abwartend zu Minas zukünftigem Herrn hinüber. Am vorherigen Abend war er ja wegen irgendwelcher wachinterner Gespräche nicht abkömmlich gewesen und nun sah es fast danach aus, als würde ihn die Unterhaltung mit unserem Regenten und einer früheren Wache aus Kasra ebenfalls nicht los lassen. Er schien seine Aufgaben als Stellvertreter unseres Herrn Hauptmann wirklich sehr ernst zu nehmen und stellte den Kauf einer Kajira immer wieder hinten an. Doch kaum hatte ich diesen Gedanken zu Ende gedacht, sprach er meine Herrin dann doch an und begab sich mit ihr ins Sklavenhaus.

Über die Einzelheiten dieses Verkaufsgesprächs muss und werde ich selbstverständlich wie immer Stillschweigen bewahren, zumal Mina aus dem Haus geschickt wurde, um davon nichts mit zu bekommen. Leider konnte ich auch auf das Schriftstück, das meine Herrin für den Käufer vorbereitet hatte, nicht mal einen klitzekleinen Blick drauf werfen. Dabei fragte ich mich natürlich, ob der Krieger überhaupt lesen konnte, denn das ist bei Rarii nun mal keine Selbstverständlichkeit und ob sie ihm das vielleicht noch vorlesen würde. Dies war jedoch nicht der Fall. Außerdem vermutete ich, dass sie mich dann wahrscheinlich auch nach draußen geschickt hätte, denn meine Herrin ist da immer sehr eigen… mir erzählt sie ja auch leider nicht, wer sich die letzen Jahre alles für mich interessiert hat und schon gar nicht, welche Summen für mich geboten wurden. Ich finde, bei mir könnte sie da wirklich eine Ausnahme machen, ich würde mir bestimmt nichts darauf einbilden. Doch in dieser Beziehung ist nicht mit ihr zu reden, da bleibt sie leider stur.

Irgendwann war es dann soweit, meine Herrin und der Krieger waren sich einig… ich wurde los geschickt, um Mina wieder herein zu holen. Ich gestehe, dass ich eine ziemlich rührselige Ader habe. Wenn ein Mädchen sich meiner Herrin unterwirft, bekomme ich immer einen großen Kloß im Hals und muss ausgiebig blinzeln, damit niemand meine feuchten Augen mitbekommt. Ich erlebe dann immer noch einmal den ergreifenden Moment meiner eigenen Unterwerfung bei meiner Herrin und bin tief bewegt. So ein Verkauf ist dann für mich noch eine Nummer größer. Mich übermannten jedenfalls meine Gefühle und ich konnte einfach nicht anders und ließ meinen Tränen freien Lauf. Das laute Klacken des Schlüssels im Schloss eines Collars meiner Herrin lässt mich immer automatisch an meinen Hals greifen. Ich kann gar nicht beschreiben, was da alles in mir vor ging… es hatte auch nicht nur was mit Mina zu tun. Natürlich ist mir die Kleine ganz schön ans Herz gewachsen, auch wenn sie manchmal eine Dramaqueen war und ich mehrfach für ihren Mist bestraft worden bin. Aber sie ist ja nicht aus der Welt und bleibt mit ihrem Herrn in Kasra. Ich wünsche ihr jedenfalls, dass sie ihren Liebesherrn bekommen hat… bei meiner Herrin war sie wohl doch nicht so ganz glücklich.

Es ging aber noch weiter mit den Kaufabschlüssen. Während meine Herrin noch im Gespräch mit Minas zukünftigem Herrn war, klopfte es schon wieder an der Tür. Der Krieger der Oase, der vor einigen Tagen Nina probeweise mitgenommen hatte, wollte das Geschäft mit meiner Herrin ebenfalls abschließen. Er war ziemlich drängelich, musste sich aber trotzdem ein wenig in Geduld fassen, auch wenn ihm das nicht ganz passte. Dieser Verkauf berührte mich nicht so tief, was wohl daran lag, dass ich mit Nina kaum zu tun gehabt hatte. Sie war die meiste Zeit auf den Feldern und hatte keine Ausbildung im Sklavenhaus bekommen. Meine Herrin ist in diesem Fall ausnahmsweise von ihren Prinzipien abgewichen, denn normalerweise verkauft sie nur echte Pinions, also Kajirae mit Ausbildung. Dem Krieger war dies wohl nicht so wichtig… er wusste anscheinend gar nicht, was ihm damit entging. Aber die Oase hat ja auch einen Slaver, der sich bestimmt Ninas Ausbildung annehmen wird.

Als hinterher wieder ein wenig Ruhe im Haus meiner Herrin eingekehrt war, konnte ich natürlich nicht anders und beichtete ihr meine Ergriffenheit. Sie schüttelte darauf lächelnd ihren Kopf… zog mich in ihre Arme und murmelte etwas darüber, dass dies nun mal das Geschäft einer Sklavenhändlerin sei und dass sie zurzeit nicht daran dachte, mich ebenfalls zu verkaufen. Dies trieb mir natürlich erneut die Tränen in die Augen… Freudentränen!

Donnerstag, 14. April 2011

Glückliche Fügungen

Reichlich Kundschaft und gut gehende Geschäfte sind ja sehr schön, aber mal wieder aus dem Haus zu kommen ist auch sehr nett. Der viele Trubel im Sklavenhaus durch den ständigen Besucherstrom in den letzten Tagen veranlasste meine Herrin gestern, das Haus schleunigst zu verlassen, bevor das vielleicht so weiter ging. Allerdings sind wir nicht weit gekommen, da sich uns bereits vor der Haustür ein interessanter Anblick bot… eine kleine Sklavenversammlung mitten auf dem Marktplatz. Irgendwie schienen die alle wohl nichts zu tun zu haben und drehten fast gleichzeitig ihre Köpfe zu meiner Herrin. Vermutlich hatten sie die Tür hinter mir klappen gehört.

So auch Mina, die freundlich und offensichtlich gut gelaunt zu uns herüber winkte, schnell ihre Schenkel schloss, aber ansonsten keinerlei Anstalten machte, ihre Sklaven-Klöhn-Runde zu verlassen, um unsere Herrin zu begrüßen, so wie es die Ehrerbietung vor der eigenen Herrin eigentlich gefordert hätte. Immerhin hatte sie inzwischen gelernt, nicht über den ganzen Marktplatz zu brüllen für eine Begrüßung. Als ich mich gerade fragte, wie lange sie dort noch untätig knien wollte und mir anfing Gedanken darüber zu machen, ob ich womöglich für Minas schlechtes Benehmen bestraft werden würde, ging meine Herrin auch schon mit gerunzelter Stirn zu der Sklavenrunde hinüber und stellte sich hinter Mina. Sie wurde sich offensichtlich prompt ihrer Schuld bewusst und zog ein Gesicht, als rechne sie mit einer Ermahnung.

Aber es gibt doch manchmal auch glückliche Fügungen. Der Kajirus der Wirtin stahl nämlich Mina die Aufmerksamkeit unserer Herrin, indem er unsere Herrin mit Namen begrüßte, obwohl er es offensichtlich sogar richtig wusste. Dann verschlimmerte er seine Situation noch weiter durch flapsige Bemerkungen über herausgerutschten Sklavenbrei. Ein Sklave muss wissen, wann es angebracht ist, sich für einen Fehler zu entschuldigen und vor allem, wann er seine Klappe zu halten hat... dieser Kajirus wusste es offensichtlich nicht und fand sich dabei auch noch witzig. Ich konnte zum Glück durch einen ernsten Blick zu Mina gerade noch verhindern, dass sie anfing über diese Albernheiten des Kajirus zu grinsen. Obwohl meine Herrin ihm ein paar Auswege aus seiner prekären Situation aufzeigte, gab er jedoch nicht auf… legte kein bisschen Demut an den Tag und ritt sich immer tiefer hinein… meinte sich durch seine Besserwisserei sogar über meine Herrin erheben zu können. Ich hoffe nur, dass die Erinnerung meiner Herrin an frühere Gespräche mit Gittern zwischen ihnen, als er sich gegenüber einem Freien mit seiner Art schon einmal fast um sein Leben geredet hatte, hat ihn dann schließlich doch noch ein wenig zum Nachdenken gebracht, denn meine Herrin ignorierte ihn nun einfach und beorderte Mina mit ins Sklavenhaus zu kommen.

Sie wollte die Papiere für den Verkauf fertig machen und trug mir auf, Minas zukünftigem Herrn zu bestellen, dass sie ihn im Sklavenhaus erwarte. Der Herr war jedoch in einem wichtigen Gespräch mit dem desertierten Söldner aus Ar, so dass aus dem Verkauf gestern letztendlich nichts mehr geworden ist. Leider konnte ich nicht hören, worum es da genauer ging und ob der Söldner nun anscheinend doch nicht gekündigt hatte. Zumindest standen in dem Bereich, den ich von der Tür des Kontors aus unauffällig einsehen konnte, keine reisefertig gepackten Kisten herum. Aber die Gefährtin des Söldners versperrte mir ja ziemlich die Sicht und ließ mich gar nicht weiter eintreten, sondern fertigte mich direkt an der Tür ab… wollte dem Herrn die Nachricht meiner Herrin später ausrichten.

Im Nachhinein finde ich, dass auch diese Besprechung eigentlich eine glückliche Fügung war. Nachdem meine Herrin ihre letzte Eintragung in Minas Papieren verfasst hatte… irgendwas über die drei Monde und regelmäßig wiederkehrende Launen trotz Sklavenwein oder so… erinnerte sie sich plötzlich an die vom En’Kara-Fest übrig gebliebenen Kekse und das letzte Puddingtörtchen im Schrank. Sie erlaubte uns die süßen Köstlichkeiten aufzuessen, bevor sie noch verderben. Auf ihre schlanke Figur bedacht und wollte sie selbst nicht einen einzigen Happen davon ab haben. Dabei ist sie solchen Leckereien sonst fast sogar ein wenig verfallen. Jedenfalls glaube ich, wir hätten die Köstlichkeiten bestimmt nicht essen dürfen, wenn der Käufer noch erschienen wäre… in mir stiegen daher fast ein paar Sympathiegefühle für den Söldner auf… aber nur fast. :-)

Mittwoch, 13. April 2011

Fitnessproben

Der Besucherstrom riss auch am folgenden Tag nicht ab. Eigentlich wollte meine Herrin gerade das Haus verlassen, als die am Kauf einer Kajira interessierte Händlerin wieder auftauchte. Sie schien sich inzwischen wegen der immer noch ausstehenden Bezahlung ihrer Truhe ein wenig beruhigt zu haben und berichtete meiner Herrin zufrieden von einem Vergleich, den sie mit dem Herrn Schmied geschlossen hatte. Er hatte sich wohl zähneknirschend bereit erklärt, ihr ein ganz besonders schönes, reichhaltig verziertes Collar für ihre zukünftige Sklavin anzufertigen. Damit war sie auch schon beim Anlass ihres Besuches und erkundigte sich nach ihrer favorisierten Ware, die aber nun wohl an einen Krieger in Kasra verkauft wird.

Die Herrin schien von dieser Auskunft nur wenig enttäuscht zu sein und nahm darauf sowohl Katy als auch mal wieder mich etwas genauer in Augenschein. Leider betrachtete sie uns nicht nur, sondern wandte ein ganz besonderes Augenmerk darauf, ob wir auch körperlich fit und gut durchtrainiert sind, indem sie uns abwechselnd in die Arme und Schenkel kniff. Waahhh, wie ich sowas hasse! Katy murmelte auch ganz gequält was von blauen Flecken. Und meine Herrin sagte dazu keinen Ton. Katy würde sie mit Sicherheit nicht verkaufen, da sie die ja nur vorübergehend in ihre Obhut genommen hatte, bis ihr Herr von seiner Reise zurück kehrt... aber wie war es mit mir? Zum Glück zeichnete sich durch die Bemerkungen der Herrin bei dieser Untersuchung ab, dass sie Katy wohl bevorzugte, da sie anscheinend etwas gerundeter war im Vergleich zu mir. Eine Sklavin darf sich ja nie sicher sein, nicht jederzeit verkauft werden zu können, denn dann wird sie leicht eingebildet. Daher konnte es also nichts schaden, mich vorsichtshalber ein wenig uninteressanter zu machen, denn ich möchte nicht weg von meiner Herrin!

Mir kam spontan eine Idee in den Sinn, die hoffentlich nicht ihre Wirkung bei der auf körperliche Fitness erpichten Herrin verfehlte. Ich saugte einfach meine Wangen zwischen meine Zähne und biss darauf, so dass ich einen etwas hohlwangigen Eindruck erweckte, als sei ich nicht gerade bei allzu bester Gesundheit. Eigentlich fand ich diesen Trick ziemlich clever, aber leider sah ich anscheinend schon soooo hohlwangig und abgemagert aus, dass sich das Gespräch plötzlich nun um meine Untersuchung bei einem Heiler drehte. Oh je… auf solche Untersuchungen steh ich ja nun überhaupt nicht… ließ daher prompt meine Wangen wieder zwischen den Zähnen heraus flutschen und blies sie sogar ein wenig auf. Was war ich froh, dass meine Herrin mit ihren Gedanken anscheinend ganz wo anders war und bei diesem Gespräch nicht so wirklich bei der Sache. So bin ich nämlich um irgendwelche unangenehmen Folgen aus meinem Tun herum gekommen.

Die Herrin war in ihrer Redeflut wirklich fast eine wandelnde Zeitung und kaum zu bremsen… sehr zu meiner Freude, auch wenn ich ja kein bisschen neugierig bin. So erfuhren wir noch, dass die Wirtin nun ihre Kajira, die immer alles besser wusste und sogar Freie meinte berichtigen zu können, losgeworden war. Anscheinend hatte sie für die einen ziemlich hohen Preis ausgehandelt und das ganze vermutlich ohne Fitnessprobe durch Kneifen, die ich der besserwisserischen Sklavin wirklich gegönnt hätte. Mit dem Wucherpreis hatte die Wirtin wahrscheinlich auf einen Schlag ihre gesamten Verluste durch die säumigen Zahlungen der versklavten hochnäsigen Herrin aus Ar wieder ausgeglichen. Ziemlich schlau eigentlich… warum überhaupt eine eigene Kajira behalten, wenn meine Herrin nach wie vor, großzügig wie sie ja nun mal ist, alle ihre Mädchen zum Bedienen in der Herberge zur Verfügung stellt… und mal wieder ein Beweis dafür, wo das Gehirn bei Männern sitzt?^^

Dienstag, 12. April 2011

Schuldenaufruhr

Fürchterlicher Krach weckte mich. Es war eine Mischung aus wütendem Gekeife einer Frau untermalt von lautem Gepolter. Ziemlich erstaunt darüber, dass meine Herrin in ihrem Schönheitsschlaf davon nichts mitbekam, kletterte ich leise die Leiter vom Hems herunter, um mal vor die Tür zu schauen und heraus zu bekommen, wer für die Ruhestörung zu dieser frühen Stunde verantwortlich war. Es war die Händlerin, die sich letzte Hand so für den Kauf von Mina interessiert hatte. Sie stand zusammen mit dem Herrn Regenten vor der Schmiede, regte sich dort ziemlich lautstark auf und hämmerte gleichzeitig mit beiden Händen gegen das geschlossene hölzerne Schiebetor.

Oha… das wollte ich mir nun auf keinen Fall entgehen lassen, was da los war. Unser Herr Zimmermann war auch schon aufmerksam geworden und gesellte sich neugierig zu mir. Es stellte sich heraus, dass die Neuerwerbung des Schmieds bei der wütenden Herrin Schulden gemacht hatte, als sie noch eine freie Frau war und diese vom Schmied immer noch nicht beglichen worden waren. Die Händlerin war nämlich der Meinung, dass mit dem Versklaven auch ihre Schulden auf den Besitzer übergegangen waren und forderte von ihm die Bezahlung einer Truhe, was dieser jedoch rigoros ablehnte mit der Begründung, er verzichte auf den gesamten früheren Besitz seiner neuen Kajira, sei daher also auch nicht für das Begleichen ihrer Schulden zuständig.

Die Händlerin war darüber natürlich überhaupt nicht erbaut, ließ den Schmied aber erst einmal stehen und versuchte nun von meiner Herrin eine Bestätigung dafür zu bekommen, dass ihre Zahlungsaufforderung an den neuen Besitzer der versklavten Herrin gerechtfertigt sei. Meine Herrin hielt sich allerdings etwas bedeckt und gab nur den Hinweis, dass es durchaus üblich sei, die Schulden einer Freien durch ihren Verkauf nach ihrer Versklavung zu begleichen. Allerdings müsste in so einem Fall der Erlös selbstverständlich dann unter allen Gläubigern aufgeteilt werden. Die Händlerin schien über diese Auskunft nicht gerade begeistert zu sein, das Gespräch musste dann aber leider abgebrochen werden, weil ein Herr in einer geschäftlichen Angelegenheit mit meiner Herrin unter 4 Augen zu sprechen wünschte, wir uns also ins Sklavenhaus zurück zogen.

Während dieser Unterredung über einen Kajirakauf, über den ich vorerst Stillschweigen bewahren muss und dies selbstverständlich auch tue (ich weiß gar nicht, wo der Herr seine schlechte Meinung über die Tratscherei von Kajirae her hat^^), gingen mir verschiedene Gedanken durch den Kopf. Ich fragte mich nämlich, ob es überhaupt zulässig gewesen war, dass der Herr Schmied diese eingebildete Herrin aus Ar versklavt hatte. Nun weiß ich zwar nicht so ganz genau, was die immer rosa gekleidete Freie sich wirklich zuschulden kommen lassen hat. Aber ich glaube, alleine das einer Herrin ungebührliche Verhalten, über das ich ja schon berichtet hatte, ist wohl kein Grund, sie zu versklaven. Da muss also noch mehr und vor allem Schwerwiegendes gewesen sein. Mal abwarten, ob das Vergehen dieser Herrin demnächst vielleicht noch vor Gericht gebracht wird, um zu untersuchen, ob ihre Versklavung überhaupt gerechtfertigt war?

Mit ging aber noch ein weiterer Gedanke durch den Kopf… und das war der über die Schulden der versklavten Herrin. Es war nämlich mittlerweile in ganz Kara bekannt, dass diese hochwohlgeborene Herrin aus Ar überall anschreiben lies, aber nie bezahlte. So lange wie sie sich hier inzwischen schon aufhielt, musste sie also Schulden ohne Ende haben. Insofern wäre eine Versklavung also auch denkbar gewesen. Wobei ich nicht weiß, ob sie bei dem Herrn Schmied auch Schulden hatte. Aber ich meine mal etwas von irgendeinem Rückzahlungsgesetz gehört zu haben, nach dem wohl jeder die Schulden dieser Frau bezahlen und sie damit dann in seinen Besitz bringen könnte. Der Schmied hatte die Lady zwar versklavt, offensichtlich jedoch nicht ihre Schulden beglichen und dies wohl auch nicht vor. War damit die Versklavung vielleicht gar nicht rechtmäßig?

Eine ganz Menge Fragezeichen im Kopf einer kleinen Kajira! Leider bekam ich vorerst keine Gelegenheit, meine Herrin zu meinen Überlegungen auszuhorchen. Denn kaum war der Besucher gegangen, klopfte es schon wieder an die Tür des Sklavenhauses… diesmal war es der Herr Wirt, der allerdings keine Kajira kaufen wollte. Warum auch, wir helfen ja sowieso ständig aus bei ihm.^^ Das Geld kann er also eigentlich sparen. Allerdings ging es ihm um Geld und zwar um viel Geld, das ihm zusteht. Er befürchtete nämlich, dass der Feuerkrug vielleicht schließen muss, wenn die hohen Schulden der vom Schmied versklavten Herrin bei ihm nicht bald beglichen werden. Oh je… die Lady hatte wirklich in ganz Kasra Schulden! Leider bekam ich wesentliche Details dieses Gesprächs nicht mit, da ich für Getränke in die Herberge rüber laufen musste. Zumindest schien der Wirt recht guter Dinge zu sein, als er wenig später wieder nach draußen marschierte… und das lag in diesem Fall wohl ausnahmsweise mal nicht daran, das ihm der Paga besonders zugesagt und ihn mein Anblick so erfreut hatte.^^

Es gibt Tage, da geht es bei meiner Herrin zu wie im Taubenschlag bzw. wie an einem Schnäppchen-Verkaufstresen beim Schlussverkauf. Das Sitzkissen der Besucher kühlte nämlich gestern gar nicht mehr ab. Gleich nach dem Wirt kam schon wieder ein Herr, der eine Sklavin kaufen wollte. Aber so ist eben das Geschäft einer Sklavenhändlerin und das meiner Herrin läuft aufgrund ihres guten Rufs nun mal ausgezeichnet. Vor allem haben wir nach den ganzen Verkäufen auch schon wieder Zuwachs im Haus… allerdings wohl nur in vorübergehender Obhut. Daher war bis zum Schlafengehen tatsächlich keine Gelegenheit für mich mehr, meine Herrin zu meinen Überlegungen zu hören. Aber… neuer Tag, neues Glück… das klappt bestimmt noch! :-)

Freitag, 8. April 2011

Köstlichkeiten

Da meine Herrin gestern noch schlief, schlich ich mich leise aus dem Haus, um zu erkunden, was es denn so Neues gab. Weit kam ich nicht, da ich gleich gegenüber den Schmied mit einer mir unbekannten Sklavin sah. Die musste ich selbstverständlich erst einmal in Augenschein nehmen… nein ich musste natürlich den Nachbarn meiner Herrin begrüßen, wie es sich eben für eine gut erzogene Kajira gehört. Nebenbei musterte ich das Mädchen ausgiebig. Überrascht erfuhr ich, dass sie eine Neuerwerbung des Schmieds war. Mir kamen sofort Zweifel auf, ob er damit eine glückliche Hand bewiesen hatte, verkniff mir aber jegliche Kritik an ihm, denn die steht mir ja nicht zu. Also Benehmen hatte sie schon mal gar nicht und dann behauptete sie auch noch, eine freie Frau zu sein, wonach sie nun überhaupt nicht aussah, so nackt wie sie da herumstand. Wobei ihre Stimme mir schon ein wenig bekannt vorkam. Etwas später wurde mir dann auch klar warum.

Es war die ursprünglich rosa gekleidete, eingebildete Herrin… eine der vielen hochnäsigen, weiblichen Dauergäste in Kasra, die sich bei unserem letzten Ausflug in die Oase so darüber aufgeregt hatte, dass ein Kanu für eine hochwohlgeborene Herrin aus Ar kein standesgemäßes Beförderungsmittel sei. Seitdem sie in Kasra ist, hat sie ständig versucht den Herrn Schmied zu umgarnen und ihm auf eine schon peinliche Art und Weise schöne Augen gemacht. Allerdings war das immer alles von ihm abgeprallt, bisher ein großes Plus in meinen Augen für ihn. Nun hatte sich dieses notgeile Weib anscheinend aber sogar in seine Felle gelegt und behauptete auch noch, das sei ein Versehen gewesen.

Tja… er wird wohl noch viel Spaß mit der haben… wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob sie die Kosten für ihre Ernährung überhaupt wert ist und ob ein Schmied sich zwei Sklavinnen leisten kann. Aber vielleicht scheint sein Geschäft inzwischen wieder besser zu gehen, denn vor kurzem konnte er sich wegen seiner Wettverluste am Sardar nämlich nicht mal ein zweites Ale leisten. Ich bin nur gespannt, wie lange es dauert, bis er sie wieder los werden will. Meine Herrin hat über seinen Einstieg in den Sklavenhandel einfach nur stirnrunzelnd die Schultern gezuckt und ist dann zum Rat gerauscht, ohne ihn weiter zu beachten, während ich noch ein stummes Gebet zu den Priesterkönigen geschickt habe, sie mögen gnädig sein und verhindern, dass diese Ware jemals zur Ausbildung ins Sklavenhaus kommt.

Der Beginn der Ratssitzung gestaltete sich schwierig. Zuerst erwischten wir die falsche Tür und landeten in irgendeiner Kriegerunterkunft. Na gut, sowas passiert eben mal… dem Herrn Regenten übrigens auch. Als wir dann eine Tür weiter gingen, mussten wir entsetzt feststellen, dass die Möbel des Ratssaales offensichtlich von Dieben entwendet worden waren, während wir am Sardar weilten. Oh je! Obwohl der Herr Hauptmann sich fast begeistert über diesen wie er sagte „übersichtlichen Einrichtungsstil“ äußerte, habe ich selbstverständlich schnell einen Stapel Kissen herbei geschleppt. Allerdings war diese Aktion dann doch überflüssig, denn die Möbel hatten sich in der Zwischenzeit in einem Nebenraum wohl wieder angefunden. Die Ratssitzung konnte also beginnen.

Die Anzahl der Ratsmitglieder war recht übersichtlich. Der Schmied zog es offensichtlich vor, sich seiner Neuen zu widmen, die Herbergswirtin war anscheinend auf einer Reise, der dicke Richter glänzt eh meist durch Abwesenheit, die Baumeisterin ist sowieso nur da, wenn eine neue Regentenwahl ansteht, der Kapitän und Händler offensichtlich verschollen und der Zimmermann ist eben kein Mann der Worte. Ach ja… und die vielen Rarii hatten vermutlich Wachaufgaben und waren nicht abkömmlich.

Aber immerhin waren der Hauptmann und sein Leutnant zur Sitzung erschienen und konnten daher den Regenten bei den Darlegungen über das geplante Treffen der Kriegerkaste in Kasra unterstützen. Unter den nicht der Kriegerkaste angehörigen Ratsmitgliedern waren nämlich einige Irritationen entstanden über die tragende Rolle eines aus Ar desertierten Söldners bei den Vorbereitungen, der sich bislang eher durch Aufsässigkeit, Ungehorsam oder Schlimmeres hervor getan hatte. Ich hoffe nur, Kasras Rarii haben diesen selbstsüchtigen, wenig beliebten Krieger tatsächlich im Griff.

Ich gestehe, der Rest der Ratssitzung ist dann irgendwie an mir vorbei gegangen und ich habe einfach nicht mehr zugehört… vermutlich eine Folge von Müdigkeitserscheinungen mangels Schlaf. Aber da eine Kajira bei so einer Sitzung eh nur geduldet ist und ja sowieso nichts zu sagen hat, fällt es überhaupt nicht weiter auf, wenn sie unaufmerksam ist. Zumindest habe ich das Sitzungsende mitbekommen und vor allem den Aufbruch meiner Herrin nicht verpasst… hinterherlaufen muss ich ihr ja sowieso, da sie einfach immer los prescht… doch das kenn ich bei ihr ja nun schon ein wenig länger. :-)

Wie gut, dass die Sitzung nach 1,5 Ahn schon zu Ende war, denn vor dem Sklavenhaus stand die nette Bäckerin von vor einigen Tagen. Sie hatte also Wort gehalten und tatsächlich einen großen Korb mit Leckereien dabei. Es wäre schon schade gewesen, wenn wir sie wegen der Ratssitzung verpasst hätten. Ich glaube, vor allem meine Herrin hätte dies bedauert, denn ihre schmachtenden Blicke, die sie den leckeren Teilchen zuwarf, sprachen Bände. Bei mir ist das natürlich etwas anderes, da mir so schöne Dinge ja normalerweise versagt sind. Und wenn ich sie dann einmal essen darf, ist es einfach himmlisch, weil es nämlich meistens eine Belohnung ist… und es gibt nichts Schöneres für eine Kajira, als ihre Herrin erfreut zu haben!!!

Meine Herrin kaufte jedenfalls zwei verschieden geformte Puddingteilchen, rund und eckig, und ein lecker duftendes Brot… 5 Kupfer musste sie dafür bezahlen!!! Die Bäckerin ließ sich offensichtlich den schwierigen Transport der Leckereien zusätzlich vergüten, was übrigens in meinen Augen ein weiteres Argument für eine eigene Backstube in Kasra ist. Ich gestehe, mir lief bei dem Anblick echt das Wasser im Mund zusammen. Da meine Herrin ebenfalls ganz gierig auf so ein Teilchen zu starren schien, fragte ich natürlich, ob sie es denn gleich essen wollte und stellte den Teller vor ihr auf den Tisch. Doch sie erwiderte, ich solle sie davon abhalten. Gesagt getan… ich schob den Teller also kurzerhand wieder aus ihrer Reichweite auf die andere Seite des Tisches.

Puuhhhh…den drohenden Blick meiner Herrin, den ich mir darauf einhandelte, kann ich gar nicht beschreiben. Unsicher erdreistete ich mich dennoch nachzufragen, ob ihr Befehl, sie von den Naschereien abzuhalten, nun keine Gültigkeit mehr habe, ob sie sich nun nicht mehr als zu dick empfindet und handelte mir damit prompt ein weiteres überdeutliches Grummeln von ihr ein. Ein wenig konnte ich sie damit beruhigen, ihr den Teller etwas näher zu schieben und schnell zu betonen, dass sie sowieso nicht zu dick sei. Aber alle meine Versuche, vielleicht mich vorsichtshalber zuerst probieren zu lassen, ob dieses Puddingteilchen überhaupt schmeckt, scheiterten kläglich und endeten schließlich mit einem Abrutschen meines Fingers am Teller und dem Eintauchen in die Leckerei.

Leider habe ich nicht mit ihrer Reaktionsschnelle gerechnet. Ich wollte den verschmierten Finger natürlich ablecken. Aber ich war damit noch auf dem Weg zu meinem Mund, als sie schnell nach meinem Handgelenk schnappte und mich anwies, ihn ab zu WISCHEN… nicht ab zu LECKEN! So eine Gemeinheit!! Aber ich war wohl kurz davor, die Geduld meiner Herrin mal wieder zu überziehen. Dass ich den Schmand in meiner Tunika abwischen sollte, überhörte ich daher vor lauter Bemühen, meine Herrin nicht noch mehr zu erzürnen. Denn sie wird ja irgendwann vollkommen unberechenbar. Das wollte ich nicht provozieren, um mir nicht noch wer weiß was für eine Strafe einzuhandeln. So spreizte ich den verschmierten Finger einfach nur überdeutlich ab und hielt ihn für sie gut sichtbar in die Höhe, damit sie ja mitbekommt, dass ich ihn nicht kurz vor der Truhe, aus der ich ein Tuch zum Abwischen nehmen wollte, doch noch ableckte.

Ich glaube, sie hat überhaupt nicht mehr auf mich geachtet, denn als ich kleinlaut, aber mit gesäubertem Finger wieder zurück zum Tisch kam, schwelgte sie gerade in dem Genuss der gebackenen Köstlichkeit und hatte keinen Blick für irgendwas anderes mehr übrig. Es kostete mich wirklich große Überwindung, nicht jedem Bissen in ihren Mund hinterher zu starren. Aber ich habe es geschafft und mir nicht anmerken lassen, was in mir vorging… glaube ich zumindest.

Inzwischen war es spät geworden und die Bäckerin hatte sich verabschiedet. Während ich noch schnell das Brot und das andere Puddingteilchen in den Schrank räumte, sah ich meine Herrin schmunzeln und freute mich über die offensichtlich positive Wirkung der verspeisten Köstlichkeit auf ihre Laune. Trotzdem blieb ich auf große Distanz zu ihr bedacht und kniete deutlich vor ihrem Schlaffell nieder, nachdem sie sich auf den Hems zurück gezogen hatte. Und dann passierte es… ich hatte überhaupt nicht bemerkt, wie spät es geworden war und dass Mitternacht inzwischen vorbei war… sie winkte mich zu sich auf ihr Fell… nahm mich lächelnd in den Arm und murmelte, dass ich nun drei Jahre bei ihr überlebt hatte, das sei schon was. Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich es mich macht, dass ich ihr so viele Jahre schon dienen durfte und immer noch bei ihr sein darf. Die Nacht vor drei Jahren werde ich wohl nie vergessen! :-)))))

Donnerstag, 7. April 2011

Kaufhürden

oder "eine Pinion" bekommt man nicht einfach mal eben so.

Gerade als meine Herrin sich gestern bereit machte, um das Sklavenhaus zu verlassen, klopfte es an ihrer Tür. Obwohl es natürlich selbstverständlich ist, dass ich in so einem Fall dann zur Tür eile, konnte sie sich eine etwas schnippische Anmerkung darüber jedoch nicht verkneifen und ließ bei mir damit die leichte Befürchtung aufkommen, sie könnte vielleicht nicht ausgeschlafen haben. Lange Zeit, darüber zu sinnieren, hatte ich allerdings nicht, denn vor der Tür stand eine Herrin, die mir vage bekannt vorkam. Ich weiß nicht, ob sie die Türschwelle übersah oder von einem Schwächeanfall geplagt wurde, zumindest stolperte sie förmlich an mir vorbei, nachdem ich sie ins Haus gebeten hatte und konnte einen Sturz wohl nur knapp verhindern, indem sie sich schnell am Türrahmen festhielt.


Anscheinend wollte sie tatsächlich dringend meine Herrin sprechen, denn sie hatte es wohl schon einmal versucht, aber meine Herrin nicht angetroffen. Es stellte sich dann heraus, dass der Besuch dieser Herrin jedoch kein Anstandsbesuch einer neu hinzu gezogenen Händlerin war, um sich endlich einmal vorzustellen, sondern ein Besuch, um eine Sklavin zu kaufen. Sie hatte sogar schon eine bestimmte ins Auge gefasst… nämlich ein Mädchen, das anscheinend auf den Namen "Maultier" hört. So kreativ wie meine Herrin bei der Namensgebung für ihre Kajirae auch immer ist, dieser Name versetzte sie nun doch in Erstaunen. Während sie noch herumrätselte, von wem hier die Rede sein könnte, warf die Kaufinteressentin schnell ein, dass sie aber auch eine andere Sklavin nehmen würde. Bei diesen Worten deutete sich auf mich und versetzte mich damit in eine leichte Unruhe.

Zum Glück ging meine Herrin gar nicht weiter darauf ein und außerdem kam gerade Mina ins Sklavenhaus und lenkte damit die Aufmerksamkeit der Herrin von mir ab. So klärte sich schnell, welche Kajira die Herrin gemeint hatte… nämlich Mina. Allerdings machte sie einen Kauf davon abhängig, ob Mina kräftig genug sei, um auch mal schwerere Gegenstände tragen zu können und forderte sie auf, 10 der dicksten Bücher aus dem Regal zu stapeln und dann anzuheben. Nun ja… zumindest ist der Bücherturm nicht umgefallen, aber so wirklich angehoben bekommen hat Mina ihn auch nicht… nur ganz wenig… keine Ahnung, ob damit der Test bestanden war.

Ein weiteres Kaufkriterium schien zu sein, dass ihre zukünftige Sklavin möglichst Lesen und Schreiben können sollte. Ob ihr die Antwort von Mina, sie könne genau 3 Worte schreiben und genau so viele Worte auch lesen, denn nun genügte, darüber hat sie sich ebenfalls nicht weiter ausgelassen, sich dafür aber wieder mir zugewandt und mich nach meinen Lese- und Schreibkünsten gefragt. Eigentlich bin ich ja immer sehr stolz darauf gewesen, dass mich noch in Ketora vor etlichen Jahren darin eine Kettenschwester unterrichtet hatte. Aber in diesem Fall war mir ein wenig unwohl dabei… trotzdem beantwortete ich die Frage natürlich wahrheitsgemäß.

Was war ich erleichtert, dass meine Herrin keine Antwort auf die Frage nach meinem Preis gab und ich glaube auch, dass sie keine Überlegungen in diese Richtung anstellt… aber wissen tut eine Sklavin sowas nie. Auch ein erstes Mädchen an einer Privatkette ist nur Besitz und hat keinerlei Rechte. Wobei ich ja nun schon fast 3 Jahre bei meiner Herrin bin und nicht nur riesiges Vertrauen in sie habe, sondern auch ein wenig weiß, was und wie sie über manche Dinge denkt und empfindet *strahlt ihre Herrin an*.

Insofern war mir auch klar, dass sie noch die lange Bestellliste für Kajirae zücken würde und vor allem, dass sie jedes ihrer Mädchen nur zu einer Herrin oder einem Herrn geben würde, die oder der ihr geeignet erscheint. Außerdem brachte meine Herrin die Verbundenheit zu ihrem Heimstein sehr deutlich zum Ausdruck und dass sie daher im Zweifelsfall eine Sklavin immer zuerst an einen Kaufinteressenten in Kasra geben würde. Die Händlerin merkte, dass sie schlechte Karten hatte, da sie ja noch nicht mal einen Antrag als Bewohnerin gestellt hatte und schon gar keinen auf Einbürgerung in Kasra.

Es war der Herrin sehr deutlich anzusehen, dass sie sich den Kauf einer Kajira ganz anders vorgestellt hatte… vermutlich irgendwie mit dem Kauf eines Stoffballens vergleichbar. Sie konnte wirklich froh sein, dass meine Herrin gestern anscheinend doch gut geschlafen hatte, denn sie erläuterte der Kaufinteressentin sehr wohlwollend und ausführlich das Prozedere bei einem Bürgschaftsantrag. Ich hatte das Gefühl, die Käuferin machte sich die ganze Zeit innerlich eifrig Notizen, um bei ihrem geplanten Antrag vor dem Rat von Kasra einen guten Eindruck zu hinterlassen und um danach überhaupt eine kleine Chance auf "eine Pinion" zu bekommen. Gestern musste sie jedenfalls erst einmal ohne Kajira wieder von Dannen ziehen… hatte aber immerhin "die erste Instanz" geschafft.^^

Mittwoch, 6. April 2011

Zurück in Kasra

Auch nachdem wir nun alle wieder zu Hause sind, die Rückreise vom Sardar-Gebirge verlief zum Glück ohne weitere Zwischenfälle, spricht meine Herrin immer noch nur das Nötigste mit unserem Schmied. Die beiden scheinen ziemlich sauer aufeinander zu sein, denn ihre gegenseitige Reserviertheit ist nach wie vor ungebrochen. Mehr als eine sehr knappe Begrüßung war daher gestern nicht drin, als meine Herrin und ich vor die Tür des Sklavenhauses traten und den Herrn Schmied auf der Bank vor seiner Werkstatt in der Abendsonne sitzen sahen. Normalerweise hätten sie sich bestimmt noch ein wenig unterhalten, aber seit der Auseinandersetzung wegen der Schatzsuche war es eben nicht mehr normal zwischen den beiden… daher rauschte meine Herrin gleich weiter zur Herberge… ich natürlich hinterher.

Doch wir kamen vorerst nicht bis hinein, weil ein ganzer Trupp unserer Krieger den Feuerkrug gerade fast fluchtartig verließ. Sogar der Herr Hauptmann, dessen Geschenk meine Herrin ihm zu Ehren ja nun die ganze Zeit am Sardar getragen hatte, beachtete sie überhaupt nicht. Mit gerunzelter Stirn, überlegte sie bereits, ob die Flucht der Rarii wohl an ihr liege, als sich doch noch einer erbarmte und darüber aufklärte, dass das regelmäßige Waffentraining gerade anstand. Nun gut, damit waren die Herren also entschuldigt. Bei ihrem Training hätte ich eigentlich gerne mal zugeschaut, so wie ich es früher oft bei meinen damaligen Herren gemacht habe, denn gut durchtrainierte Männer beim unblutigen Training zu beobachten, das hat schon was.^^ Aber leider nur für mich, meine Herrin hatte damit nichts im Sinn und begab sich stattdessen lieber in die Herberge. Na gut… sie hatte ja auch noch nicht ihre Milch mit Honig gehabt.

Erstaunlicherweise war sogar mal Bedienung im Feuerkrug da und sogar doppelt, Nakisa und Wilbur, der Kajirus der Herbergswirtin. Trotzdem haben es die beiden nicht gerafft bekommen, die eintreffenden Gäste so zu bedienen, wie es ihnen nach ihrem Rang zugestanden hätte. Aber eigentlich hat mich das auch nicht weiter verwundert, Pagamädchen sind nicht besonders gut ausgebildet und versuchen ihr Manko einfach mit einem frechen Ton zu kaschieren. Hauptsache, Nakisa kommt mir nicht in die Quere, wenn ich die Milch für meine Herrin bereite, was das das einzig wirklich Wichtige ist.^^

Wegen des Waffentrainings war mir eigentlich ziemlich klar, dass die Herrinnen im Feuerkrug für sich sein würden… es vermutlich sogar ein richtiger Damenabend werden würde. Aber immerhin gesellte sich der Herr Schmied noch auf ein Ale dazu. Aber wortkarg wie er ja meist ist, was sich bei schlechter Laune offensichtlich auch nicht in Redseligkeit verwandelt, fiel seine Anwesenheit sozusagen kaum ins Gewicht.^^ Zumindest habe ich bei dem Gespräch meiner Herrin und der Advokatin über Wissende wieder mal etwas dazu gelernt, nämlich dass die Wissenden anders sind… allerdings nicht sooooo anders, wie ich dann befürchtete und mir deswegen prompt eine Ermahnung meiner Herrin einhandelte. Aber eben doch anders… einfach wunderlich… naja und eben über den Dingen stehend… und es mit Berührungen auch nicht so haben… nein nicht berühren dürfen… oder so… zumindest keine Frauen. Leider begann die Rechtsgelehrte dann in immer größeren Rätseln zu sprechen… von irgendeinem dritten Wissen, über das sie aber wegen eines Backofens dann doch wieder nicht sprechen wollte. Wobei sich in mir langsam das Gefühl breit machte, dass nicht nur ich nicht verstanden hatte, was die Herrin denn nun überhaupt sagen wollte.

So war ich einer fremden Bäckerin, die sich gerade dazu gesellt hatte, richtig dankbar für ihre Frage zu den Backöfen und erfuhr wenigstens noch, dass die Advokatin mich damit gemeint hatte. Sie verwendet diese Bezeichnung anscheinend, wenn jemand anwesend ist, der ihr Gespräch nicht hören soll, wobei ich natürlich wieder an was ganz anderes gedacht hatte und dafür von meiner Herrin einen weiteren Rüffel kassierte. Aber was soll‘s… ich hatte keine Zeit mehr lange darüber nachzugrübeln, weil zusammen mit der Bäckerin eine schwarz gekleidete Person die Herberge betreten hatte und ebenfalls am Tisch Platz nahm. Das einzig Offensichtliche an dieser Person war ihr Geschlecht, denn die riesigen Brüste waren nicht zu übersehen. Ansonsten konnte man nur Vermutungen anstellen. Sie war nicht gerade züchtig gekleidet… trug zwar eine Art Mundschutz, ebenfalls in Schwarz, dafür aber ein bis zum Bauchnabel offenes, schwarzes Oberteil ohne Ärmel, so dass die großflächigen Tätowierungen an Armen und Bauch nicht zu übersehen waren. Ihre Haare waren offen und lang, wie die einer Kajira. Eigentlich benahm sie sich wie eine unerzogene Sklavin mit frecher Klappe, behauptete jedoch keine zu sein. Wobei… so ein schlechtes Benehmen würde nicht einmal eine unausgebildete Kajira haben. Einem Heimstein schien sie auch nicht anzugehören… irgendwie hatte ich den Eindruck, als ob sie verwirrt war und gar nicht wusste, was das ist. Sie behauptete, nicht nur im Wald, sondern überall zu Hause zu sein und erklärte großspurig, sie würde reisen, um Spaß zu haben und Abenteuer zu erleben… aha!

Zum Glück trollte sich die Verwirrte schnell Richtung Hafen, als ihr klar wurde, dass meine Herrin die Sklavenhändlerin von Kasra ist, die ihr damit drohte, die Wachen zu rufen und sie in den Kennel werfen zu lassen, wenn sie nicht mit ihren Frechheiten aufhören würde. Das Collar, das der Herr Schmied meiner Herrin bereits über den Tisch zugeschoben hatte, kam zu meiner Erleichterung nicht mehr zum Einsatz… es wäre in meinen Augen die pure Verschwendung bei dieser Frau gewesen.

Aber es gab ja auch netten Besuch in der Herberge, nämlich eine Bäckerin… standesgemäß gekleidet… mit gutem Benehmen. Wo sie nun genau her kam, habe ich leider nicht mitbekommen. Anscheinend war sie wohl früher schon einmal in Kasra gewesen. Zum Thema Abenteuer hatte sie nur bescheiden eingeworfen, dass es für sie Abenteuer genug wäre, ein neues Rezept auszuprobieren. Mir kam es fast so vor, als ob sie am Überlegen war, sich vielleicht in Kasra niederzulassen… bin mir aber nicht so ganz sicher. Ich würde das jedenfalls schön finden, wobei ich dabei natürlich vollkommen selbstlos nur an meine Herrin denke, die dann immer richtig frische Backwaren kaufen kann. Aber auch meine Herrin und die Advokatin schienen der freundlichen Bäckerin sehr zugetan und schwelgten schon darin, jederzeit frisches Brot, Törtchen und andere Leckereien kaufen zu können… also mal abwarten! :-)

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OOC: Ich bin eigentlich immer dafür, Neuen eine Chance zu geben und Nachsicht zu üben, wenn man merkt, dass jemand sich bemüht. Aber es gibt einfach Fälle, wo das offensichtlich hoffnungslos ist und alle Bemühungen vergeblich, so wie bei dieser Schwarzgekleideten. Wir konnten einfach nur froh sein, dass sie schnell wieder weg war. Alles andere wäre bei der vertane Zeit gewesen… soll sie doch ihre Abenteuer woanders suchen.

Freitag, 1. April 2011

En’Kara-Abschlussfeier

…mit Kaissa-Finale, Gesang trotz Orkansturm, Haarproblemen und jede Menge Leckereien

10 Tage mit vielen, abwechslungsreichen, unterschiedlich gut besuchten Veranstaltungen sind gestern mit dem Finale des Kaissa-Turniers zu Ende gegangen. Die berühmte Sängerin Sam aus Lydius war eigens angereist, um alle Festteilnehmer mit ihrem Gesang zu erfreuen. Auf dem großen Festplatz herrschte ein fürchterliches Geschiebe und Gedränge bei den vielen Menschen, die sich eingefunden hatten ((so um die 45)). Sogar der Emir der Oase der 4 Palmen hatte die weite Anreise trotz seiner vielen Amtsgeschäfte nicht gescheut und war höchstpersönlich angereist, um dem Ende der En’Kara-Feierlichkeiten beizuwohnen.

Leider hatten uns die Priesterkönige kein besonders gutes Wetter beschert. Es stürmte so fürchterlich, dass man sich kaum noch bewegen konnte. Als dann auch noch ein richtiger Orkan losbrach, fegte es uns irgendwann förmlich von den Füßen und vertrieb die Teilnehmer am Finale des Kaissa-Turniers in eine ruhigere Ecke ((Sim-Crash)).

Zum Glück beruhigte sich das Wetter bald wieder und alle versammelten sich erneut vor der Festbühne für die Gesangsdarbietung. Das von meiner Herrin bestellte, große Büffet war zwischenzeitlich auch angeliefert worden… für das leibliche Wohl der Festteilnehmer war also ebenfalls gesorgt. Die Lady aus Lydius zog alle Zuhörer mit ihren Liedern schnell in ihren Bann. Es gab kaum jemanden, der seine Füße still halten konnte. Selbst mein Lieblingswirt, an dessen Bein ich mich gerade bei einer schönen Schnulze angelehnt hatte, begann plötzlich wirtsmäßig zu swingen und rannte dann auch noch begeistert zur Bühne, so dass ich fast umgefallen wäre. Ich bekam mein Anlehnungsbedürfnis selbstverständlich sofort wieder in den Griff, zumal ich damit große Erfahrung habe, denn an meine Herrin darf ich mich ja nie anlehnen… zumindest nicht in der Öffentlichkeit, privat kommt ihre weiche Ader zu meiner großen Freude dann doch manchmal durch :-)).


Ich wurde aber sowieso abgelenkt, weil Mina mir unglücklich ihren Kopf mit den verwuschelten Haare hin streckte, die sie zur Strafe wegen ihres schlechten Benehmens erst wieder zu Hause in Kasra kämmen und glätten darf. Lina und ich sahen übrigens ebenso struppelig aus, weil wir die gleiche Strafe bekommen hatten, litten aber nicht so darunter wie Mina mit ihren Glättungstick. Im Gegenteil, ich kontrolliere sogar ständig, ob der kleine Knoten, den meine Herrin bei mir mit ihren sanften Fingern in zwei Strähnen gemacht hat, auch ja noch da ist. Ich empfinde den nämlich als eine große Ehre für mich und bin sogar ein wenig stolz darauf, denn meine Kettenschwestern haben keinen Knoten von ihr bekommen.^^

Nun befühlte ich also wie gewünscht Minas zerzauste Haare und stellte erstaunt fest, dass der neben ihr herum zappelnde Herr, er schien eine volle Blase zu haben, wollte aber wohl nicht auf den Gesang verzichten, beim Durchwuscheln ihrer Haarpracht ebenfalls einen kleinen Knoten fabriziert hatte. Ohne lange zu fackeln wickelte ich die dünne Strähne einfach um meinen Finger und riss sie kurzerhand aus, das das bei ihrer Mähne gar nicht weiter auffallen würde. Außerdem gibt es eben solche und solche Knoten und dies war einer, von dem ich fand, dass man ihn nicht behalten und in Ehren tragen musste.

Während die Sängerin noch am Trällern war, bekamen wir Kajirae von meiner Herrin die Erlaubnis uns vom Büffet zu nehmen. Das ließen Nakisa und ich uns natürlich nicht zweimal sagen, da wir so viele Leckereien selbstverständlich sonst nicht geboten bekommen. Wir schwelgten ausgiebig, vor allem hatte es uns natürlich die leckere Schokolade angetan. Allerdings achtete ich sehr darauf, nicht wieder so über die Stränge zu schlagen wie am Vortag mit dem Kuchen, damit mir nicht wieder schlecht wurde. Das gelang auch. Trotz aller „Beherrschung“ wurden wir immer ausgelassener und alberten herum wie kleine Kinder, je mehr wir von den Köstlichkeiten naschten. War da vielleicht etwas in die Schokolade untergemischt worden? Eigentlich haben wir uns ziemlich daneben benommen, besonders, als wir uns auch noch darüber lustig machten, wie der Emir von Freien in seiner Abwesenheit immer genannt wird. Aber das bekam wegen dem sehr abseits gelegenen Büfett und dem Gesang zum Glück niemand mit. Sonst hätten wir das selbstverständlich auch nie getan. Schließlich weiß zumindest ich, was sich gehört… bei Nakisa bin ich da manchmal nicht so ganz sicher^^.

Viel schlimmer war für mich jedoch das Benehmen eines Freien, der mehrfach und lautstark die Sängerin aufforderte, sich auszuziehen und sie nach der Vorstellung versteigern wollte. Damit wurde mir mal wieder klar, dass nicht alle Goreaner eine gute Erziehung genossen haben und schlechtes Betragen gegenüber einer ehrbaren freien Frau auch nicht vor hohen Kasten halt macht. An den anderen Festtagen war mir dieser Herr mit seiner Gefährtin auch schon aufgefallen, da ich eigentlich nicht mit ihrer Anwesenheit am Sardar gerechnet hatte, wo beide doch so überdeutlich betont hatten, dass sie mit einer solchen Festivität nichts am Hut hätten. Aber was soll‘s, die Möglichkeit, seiner Eitelkeit beim Schwertkampfturnier Befriedigung zu verschaffen, ließen ihm und seiner nicht weniger eingebildeten Gefährtin dann wohl doch keine Ruhe. Solche Menschen brauchen wohl immer eine Bühne für ihr Geltungsbedürfnis. :-(

Fazit: Mir haben die vielen Veranstaltungen sehr großen Spaß gebracht und ich glaube, ganz vielen anderen auch, denn sonst wäre die Beteiligung nicht so gut gewesen. Ich finde es ganz besonders toll, dass diese Festivität überhaupt zustande gekommen ist in der knappen Zeit, die letztendlich nur noch zur Verfügung stand, als die Planungen sich konkretisierten. Es hat sich sehr gut gezeigt, was überhaupt machbar ist und vor allem, wer die Macher sind, um so etwas auf die Beine zu stellen. Ich denke, wir haben auch erkannt, welche Fehler wir begangen haben und hoffentlich daraus gelernt.

Ein ganz großes Dankeschön an dieser Stelle mal von mir an meine liebe Herrin, Teibar, Brad, Nasty, Luc, Mina und Lina (die Reihenfolge ist zufällig, nur meine Herrin steht selbstverständlich immer an erster Stelle!). Auch ein ganz großes Dankeschön an meinen Vince, der mit Gor nun so gar nichts am Hut hat, für seine tollen Filmaufnahmen und seinen selbstlosen Verzicht auf mich, den ich hoffentlich heute ein wenig wieder gut machen kann. :-)))