Donnerstag, 28. Juli 2011

Nachtisch

Die Nacht in der Schmiede war ungewohnt für mich gewesen, obwohl ich ja nicht das erste mal dort schlafen durfte, während meine Herrin nicht in Kasra ist. Normalerweise habe ich mit dem herzhaften Schnarchen meines Lieblingsschmieds kein Problem, denn meine Herrin steht ihm da in nichts nach!^^ Es muss an dem sonderbaren, fast ekeligen Geruch gelegen haben, der mir immer wieder um die Nase strich. An den Füßen des Herrn hatte ich schon geschnuppert, aber die waren es nicht, auch wenn sie ein wenig Fußpflege durchaus hätten gebrauchen können *gg*. Der Geruch schien irgendwie aus der Werkstatt zu kommen, doch das konnte ich in der Nacht nicht natürlich weiter erkunden.

Am nächsten Morgen wurde ich vom lauten Quietschen schleifender Messer geweckt. Ich hatte mal wieder ziemlich lange geschlafen, was zu meiner Entschuldigung aber vermutlich an der schlechten Luft gelegen hat. Der Herr Schmied war vor dem großen Tor dabei, für eine Herrin einige Messer zu schärfen... von seiner Haushaltshilfe war nichts zu sehen. Neugierig schaute ich mich noch schnell um, ob irgendwo vielleicht die von der Köchin angekündigten Rambeeren waren. Nicht, dass jetzt jemand denkt, ich wollte mir davon was stibitzen! Nene, sowas wäre mir bestimmt nicht in den Sinn gekommen *schaut mal ganz unschuldig*. "Hoffentlich habe ich die Köstlichkeit nicht verschlafen und alles ist schon aufgegessen!" dachte ich bei mir, als ich dann vor die Schmiede trat.
Es war weitere Kundschaft eingetroffen. Mein inzwischen wieder Lieblingshauptmann, ich bin vielleicht ein Sensibelchen aber nicht nachtragend^^, lies ein Stadtcollar für eine freie Frau anfertigen, die am Vortag anscheinend zu einer Hand Sklavendasein verurteilt worden war. Puhh, ich war mir nicht sicher, ob diese Strafe nicht auch für andere eine Strafe sein würde, so wie die sich benahm. Demut und Unterwürfigkeit schienen ihr vollkommen fremd zu sein. Und reichlich betucht schien sie auch zu sein, denn sie wollte den Herrn Schmied doch tatsächlich mit einem Silbertarsk bestechen, um keinen Kragen zu bekommen. War klar, sowas prallte an ihm natürlich ab. Wie konnte die nur annehmen, er würde sich aus Geldgier gegen einen Richterbeschluss stellen! Außerdem schien er sowieso nicht gerade gut auf die neue Stadtsklavin zu sprechen zu sein.
Nachdem die Nervensäge wieder im Kennel eingeschlossen war, erfuhr ich auch, warum mein Lieblingsschmied so schlecht drauf war... er hatte Hunger und war sauer auf seine Haushaltshilfe, die ihm gestern den Mund mit gebratenen Vulos und Rambeerennachtisch mit Sahne wässrig gemacht hatte und nun immer noch nicht aus dem Wald zurück war. Sein Magen schien ziemlich schief zu hängen, doch Fischsuppe kam für ihn nicht in Frage. Er wies mich an, auf seinen Dachboden zu klettern, aber vorsichtig, wegen der steilen Leiter, um Ziegenkäse und etwas Brot aus seinen Vorräten zu holen. Die Leiter war kein Problem für mich... das Brot auch nicht, es gab nämlich keins mehr... aber der Käse, der hatte es in sich! Er war so reif, dass er schon fast weg gelaufen war und das sowieso schon strenge Ziegen-Aroma des Käses hatte die Marke Stinkbombe angenommen. Daher kam also der fiese Geruch!
Der Transport des Gammeldings nach unten gestaltete sich etwas schwierig, weil ich ja beide Hände für die steile Leiter brauchte und der Herr Schmied sich leider weigerte, den Stinkkäse aufzufangen. Mir blieb also nichts anderes übrig, als meine schöne Tunika zu opfern, das klebrige, stinkende Etwas darin einzuwickeln, an mir zu befestigen und so den sicheren Transport die Leiter herunter anzutreten. Als ich das Zeugs dann vor dem Schmied aus meiner Tunika schälte und ihm auf seinem Amboss präsentierte, raunzte er mich mit gerümpfter Nase unwirsch an, den Käse endlich zu entsorgen. Oh je... sein Hunger musste inzwischen noch größer geworden sein und seine Laune dementsprechend schlechter.
Also wohin damit? Am besten schnell auf den Misthaufen. Doch auf dem Weg dorthin, kam mir noch die Idee, ob die Vulos vielleicht Ziegenkäse mögen... dann würde er ja doch noch wen erfreuen. Leider konnte ich nicht mehr beobachten, ob die eher unglücklich-unentschlossen ausschauenden Federviecher nicht doch noch von dieser Speisealternative angetan waren, denn ich musste mir ja noch die Finger waschen, was sauberes anziehen und dann dem halb verhungerten Herrn Schmied etwas Nichtfischiges in der Herberge zu essen machen. Ich war also ziemlich in Eile und erledigte alles im Sauseschritt, um meinen Lieblingsschmied nicht unnötig warten zu lassen.
Ich hatte Glück...es gab in der Herberge nicht nur Fischsuppe, sondern auch noch Vuloeier und Brot... der knurrende Magen des Herrn konnte also besänftigt werden. Mein Essen schien ihm sogar richtig gut zu schmecken. Wobei, es war auch oberlecker. Und zu meiner großen Freude bekam ich auch ein paar Bissen davon ab. Wie gerne hätte ich ihm noch einen schönen Nachtisch serviert, aber die Rambeeren waren leider immer noch nicht aufgetaucht. Mir kam spontan ein Alternativnachtisch in den Sinn. Ein wenig zaghaft, weil ich mir unsicher über die Reaktion des Hern Schmied war, rutschte ich dafür hinter ihn, legte sanft meine Hände auf seine muskulösen Schultern und begann mit einer leichten Massage.
Tja...mein altes Problem...ich hätte überhaupt nicht unsicher sein müssen, denn dieser Nachtisch gefiel dem Herrn natürlich. Ihm gefiel auch, wie und vor allem wo meine geschickten Finger überall hinwanderten und massierten, so dass er schließlich kaum mehr dem Gespräch mit dem Händler folgen konnte. Aber der hatte Verständnis für ihn und ich mir eine weitere Nacht bei meinem Lieblingsschmied verdient^^.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Männer und ihre Trainings

Sämtliche Überlegungen, ob ich nicht oder ob ich besser doch zur Gerichtsverhandlung gehen sollte, sofern sie denn überhaupt stattfand, erübrigten sich, als ich noch ein wenig verschlafen vor die Tür des Sklavenhauses trat. Schräg gegenüber entdeckte ich nämlich den Hauptmann unserer Wachen im Gespräch mit dem Herrn Schmied. Obwohl ich ja von Natur aus überhaupt kein bisschen neugierig bin *kreuzt mal schnell zwei Finger hinter ihrem Rücken*, konnte ich selbstverständlich nicht anders, als ein paar Schritte in Richtung meiner beiden Lieblingsherren zu laufen, um ihnen den erforderlichen Respekt entgegen zu bringen und sie entsprechend zu grüßen.:-)
So bekam ich auch besser mit, worüber sich die beiden Herren unterhielten… nämlich über irgendeine Landkarte, verschiedene Werkzeuge, ihre Vor- und Nachteile und ob man Feilen als Wurfgeschosse verwenden kann. Wobei ich gestehen muss, dass ich anfangs nicht so genau zugehört habe, weil mein Augenmerk ausnahmsweise mal nicht auf den beiden Männern, sondern auf einer recht ärmlich gekleideten, unverschleierten Herrin ruhte, die barfuß in der Schmiede herum wuselte. Ich erfuhr, dass sie sich bei dem Herrn Schmied die Kupfer für ihre Passage nach Kassau verdienen wollte, indem sie sich während Lu’s Abwesenheit um seinen Haushalt kümmerte. Ich dachte gerade bei mir „Na, mal abwarten, wie lange sie noch braucht, bis sie vor ihm kniet“^^, als ich im Augenwinkel eine veränderte Haltung bei dem Herrn Hauptmann bemerkte und ihn sofort ansah.
Oh je… er hatte eine der Feilen aufgenommen…wog sie abschätzend in der Hand und holte in meine Richtung zielend ein wenig damit aus, so als ob er mit der Feilwurf trainieren und sie in der nächsten Ehn auf mich als Zielscheibe werfen wollte… zumindest kam es mir so vor. Es konnte aber auch sein, dass er nicht mich anvisiert hatte, sondern eine grasbewachsene Fuge des Bodenbelags zwischen meinen geöffneten Schenkeln. Genauere Peilungen über seine geplante Wurfrichtung konnte ich wirklich nicht anstellen, da mir bei dem Anblick schon fast das Herz stehen geblieben war, ich regungslos vor Schreck die Luft anhielt und die Augen zukniff. Ich wollte ja nicht offenen Auges mein Verderben erleben!^^
Als nach einiger Zeit allerdings dann doch nichts passiert war, mir dafür aber die Luft recht knapp wurde, öffnete ich mit dem ersten Nach-Luft-Schnappen auch meine Augen wieder und stellte erleichtert fest, dass die Feile wieder auf dem Tisch lag und der Herr Hauptmann mich grinsend ansah. Uiihhh… das war knapp gewesen… fand ich jedenfalls und überlegte, ob ich den Herrn noch weiter zu meinen Lieblingsherren zählen sollte. Ich weiß nicht, ob andere Krieger uns beobachtet hatten und das Können ihres Hauptmanns sich nicht entgehen lassen wollten, ob sie dachten, dass das Training, nach dem sie jede Hand lechzten, diesmal mit einem lebenden Objekt stattfinden sollte… jedenfalls war plötzlich die halbe Wachmannschaft Kasras vor der Schmiede versammelt. Allerdings trollten sie sich auch schnell wieder, nachdem ihr Hauptmann die Feile aus der Hand gelegt hatte, um sich in einem anderen Training ihrer Geschicklichkeit und dem Stählen ihrer Muskeln hinzugeben.
Eigentlich habe ich bis gestern immer sehr großes Vertrauen in den Herrn Hauptmann und sein soldatisches Können gehabt und meine Herrin wohl auch, denn sonst hätte sie mich ihm ja seinerzeit nicht einfach so anvertraut. Aber nachdem ich nun auch noch von seiner Begeisterung für kriegerische Geschicklichkeitskämpfe erfahren habe, würde ich gerne wissen, ob mein Vertrauen in ihn gerechtfertigt ist, allerdings ohne sein Trainingsobjekt zu sein. Er begann nämlich nach der Feilenattacke davon zu schwärmen, dass Krieger sich ja auch besonders gut messen können, indem sie eine zwischen den Lippen einer Sklavin eingeklemmte Tospit mit dem Speer treffen müssen und demonstrierte mir mit einem halbkreisförmigen Strich seines Fingers von Wange zu Wange über mein Gesicht die mögliche Verletzung der Kajira dabei. Na, hoffentlich nimmt er zu diesem Training seine eigene Sklavin und kein fremdes Eigentum!^^
Zum Glück rief ihn dann jedoch sein Dienst und das Gespräch wandte sich erfreulicheren Dingen zu. Die Haushaltshilfe des Herrn Schmied wollte nämlich in den Wald, um Rambeeren zu pflücken. Beim Erwähnen dieser leckeren Früchte schlug mein Herz natürlich sofort ein wenig schneller und ich konnte mir ein „aber bitte mit Sahne“ nicht verkneifen, was bei meinem Lieblingsschmied und seiner Köchin auf sehr große Zustimmung traf. Mal sehen, ob sie von der Herbergswirtin tatsächlich ein wenig Sahne abstauben kann. Sie legte sich jedenfalls ganz schön ins Zeug für das leibliche Wohl des Herrn Schmieds, allerdings zu seinem Leidwesen nur für den Bereich der Magengegend. Er klagte mir, dass seine anderen Gelüste in den letzten Tagen wegen einiger Beulen und Schwärmereien für einen anderen Herrn wohl eher unbefriedigt geblieben sind und wollte von mir wissen, ob ich da vielleicht Abhilfe wüsste!
Klar hatte ich Ideen… eine ganze Menge sogar… nur sollten die gut überlegt sein, denn ich wollte ihn ja erfreuen!^^ Während ich ganz kurz darüber nachdachte, mit welcher Abhilfe ich ihm am besten dienen konnte und dabei in Gedanken versunken eine Strähne meiner langen Locken um den Finger wickelte, kam von ihm die ungewöhnliche Frage, ob ich ihm vielleicht ein paar Locken in die Haare drehen kann… oder sagte er doch WILL??? *grübelt* Egal… er wollte sowieso nicht und schaute auch irritiert, als ich erwiderte, dass ihm Locken bestimmt auch stehen würden und er ja sowieso welche hätte, was er mir aber nicht glaubte und mich barsch in seine Kammer orderte, damit ich ihm diese zeigen konnte. Diesem unmissverständlichen Befehl kam ich selbstverständlich umgehend nach, denn eine gute Kajira muss einfach erkennen, wann sie ihre Klappe zu halten hat. ;-)
Ich glaube, gierig auf mein heißes Sklavenfleisch wie er war, hat er nicht bedacht, dass ich ihm seine Locken zeigen konnte, ohne ihn lange zu berühren und ohne ihn dafür auszuziehen!^^ Nach seinen enthaltsamen letzten Tagen und den damit einhergehenden Trainingsdefiziten schien er sowieso nicht mehr… oder vielmehr nur noch an das EINE denken zu können… zumindest aber auch nicht mit dem Kopf… wie alle Männer eben, bei denen sich das Gehirn manchmal an anderer Stelle befindet^^ und so wurden seine Locken unter den Achseln also plötzlich zur nebensächlichsten und unwichtigsten Sache auf Gor für ihn.:-))

Dienstag, 26. Juli 2011

Geduldsprobe

Eigentlich mag ich Ratssitzungen ja nicht besonders, lief gestern dann aber letztendlich doch dort hin. Irgendwie dachte ich mir, für meine Herrin zuhören zu müssen, um ihr nach ihrer Rückkehr das Wichtigste berichten zu können. Denn seitdem ich, den Priesterkönigen sei Dank, nicht mehr die Sitzungsprotokolle schreiben muss, gibt es leider ja keine Protokolle mehr. Meine Hausarbeiten hatte ich jedenfalls alle erledigt und eine Kajira musste ich auch nicht unterrichten, da die Mädchen der Handelskette entweder verkauft, ausgeliehen oder auf den Feldern bzw. verschollen sind. Außerdem war Kasra wegen der Sitzung sowieso fast ausgestorben, so dass niemand meine Dienste benötigte. Einzig mein Lieblingsschmied saß vor seiner Werkstatt, da er ja seit einiger Zeit nicht mehr an den Ratssitzungen teilnimmt. Doch der brauchte mich ebenfalls nicht, da die Regentenkajira bereits für sein Wohlbefinden sorgte… hoffte ich zumindest.^^
Die Ratssitzung gestaltete sich dann wie erwartet. Es gab nichts von größerem Interesse, außer dem Bewohnerantrag einer Händlerin, die ich vorher noch nie gesehen hatte und irgendeiner Einwohnermeldeliste, auf der meine Herrin komischerweise nicht drauf stand und ich ja sowieso nicht, dafür aber die Kajirae ihrer Handelskette. Da meine Herrin sich nach ihrer Rückkehr selber um diese Meldeangelegenheiten kümmern muss, nutzte ich die Gelegenheit, um mich in Geduld zu üben, ausgiebig vor mich hin zu träumen und einigen Gedanken über eine 14tägige Nebenbeschäftigung nachzuhängen. Wobei es mir so vorkam, als ob ich nicht die einzige war, die geistig nicht ganz anwesend war. Aber ein solches Urteil über Freie steht mir natürlich nicht zu und werde ich selbstverständlich auch nie laut äußern. Mir fiel nur auf, wie erholt mein Lieblingshauptmann aussah, als er plötzlich voller Elan aufsprang und die Sitzung verließ.^^ Komischerweise ging es mir da ganz anders. Ich wurde nämlich in dieser oberanstrengenden Ratssitzung dermaßen müde, dass ich mich beeilte, nach ihrem erstaunlich frühzeitigen Ende schnell ins Sklavenhaus zu kommen, um mal etwas rechtzeitiger meinen wohlverdienten Schönheitsschlaf anzutreten. Mal sehen, ob das geholfen hat oder ob ich nicht auch noch die für heute anberaumte Gerichtsverhandlung zum Ausschlafen brauche. :-)

Sonntag, 24. Juli 2011

Zurück

Schneller als ich in meinen kühnsten Träumen zu hoffen gewagt hatte, durfte ich das Heilerhaus wieder verlassen und nach Hause. Aber was sollte ich dort auch noch länger? Ausgiebig ausgeschlafen hatte ich mich und fühlte mich wieder richtig fit... Blut hatten sie anscheinend auch genug abgezapft und schließlich den dünnen Schlauch aus meinem Knöchel gezogen... und wegen so ein paar verknoteten Fäden muss man ja nicht im Heilerhaus bleiben. Ja meine liebe Herrin, ich werde die nicht selber rausziehen... sondern in der nächsten Hand zu einer Heilerin gehen... obwohl es wirklich kein Problem für mich wäre, es selbst zu tun, zumal ich das ja auch schon mehrfach geübt habe und weniger kosten würde es auch... d.h. es wäre sogar umsonst... aber ich habe es dir ja versprochen. :-)
Doch nun der Reihe nach... ich war also ziemlich guter Dinge, als ich durchs große Stadttor kam und Richtung Sklavenhaus lief. Zum Glück hatte mein Lieblingsschmied ebenfalls gute Laune, denn er sah mir meine leicht freche Anrede nach, die mir vor lauter Freude so spontan zu seiner Begrüßung über die Lippen kam. Aber vielleicht war er ja auch in irgendwelche Grübeleien vertieft gewesen und hatte das gar nicht so richtig mitbekommen. Jedenfalls schien er sich wohl zu freuen, dass ich zurück war. ;-)
Von ihm erfuhr ich dann auch die neuesten Neuigkeiten... z.B. warum es so leer war in Kasra. Die Liebhaber des Dattelweins hatten sich in einer kleinen Reisegesellschaft zu einem Gegenbesuch in die Oase der 4 Palmen begeben. Mir fiel bei seinen Worten auch prompt wieder ein, dass der Emir diese Einladung in der letzten Hand bei der Dattelweinverkostung hier in Kasra ausgesprochen hatte und so eine Einladung eines Emirs kann man ja nicht einfach ausschlagen... zumindest nicht der Regent und unser Diplomat und einige weibliche Fans des süßen Weins wohl auch nicht. Mein Lieblingsschmied allerdings schon, denn er hatte immer noch Bedenken gegen das klebrige Zeugs und wollte es auch weiterhin nicht mal probieren.^^
War ja aber nicht schlecht für mich, dass er zu Hause geblieben war. So erfuhr ich gleich eine weitere Neuigkeit, von der ich aber noch nicht so recht weiß, ob ich sie gut oder doch nicht so gut finden soll. Jina scheint nämlich einen neuen Herrn zu haben. Ausgerechnet wenn ich mal kurze Zeit nicht da bin passiert sowas! Ihr neuer Herr war offensichtlich sogar für einige Tage mit seinem ersten Mädchen in Kasra und hat meine Kettenschwester schließlich mitgenommen, allerdings vorerst auf Probe, wie mir meine Herrin später erzählte. Meine Herrin versucht ja immer sehr darauf zu achten, dass ihre Mädchen zu einer guten Herrschaft kommen, wo sie sich auch wohl fühlen. Wobei so ein Ding wie eine Kajira dazu natürlich nicht wirklich eine Meinung zusteht.^^ Ich wünsche Jina jedenfalls, dass sie in Lydius glücklich wird und einen guten Herrn bekommen hat und eine nette Erste. :-) Ich würde es ja toll finden, wenn meine Herrin am Ende der Probezeit zum endgültigen Abschluss des Geschäfts vielleicht nach Lydius reisen und mich mitnehmen würde. Aber da habe ich wohl nicht allzu viel Einfluss drauf... oder vielleicht doch?... mal abwarten! ;-)
Eigentlich hatte ich mit einem ruhigen Abend in der Herberge gerechnet, da ja kaum Bürger anwesend waren. Doch kaum hatte ich meiner Herrin ihre Milch mit Honig serviert und meinem Lieblingsschmied sein Ale, tauchte unser Diplomat in der Herberge auf, obwohl ich ihn wegen der Emir-Einladung noch in der Oase vermutete. Er sah wie immer richtig schick aus... hatte sich wieder in seinen feinen Diplomaten-Zwirn gekleidet und ist ja sowieso ein stattlicher, gut aussehender Mann *schwärmt*. Wobei ich ihn auch mit freiem Oberkörper in seiner alten gammeligen Wirtshose sehr mag.^^ Diesmal schaute er jedoch richtig grimmig drein. So hatte ich ihn noch nie gesehen. Er fragte meine Herrin, ob er mich ausleihen könnte, weil ich etwas für ihn schreiben sollte.
Selbstverständlich durfte er, denn er ist ja nicht nur mein Lieblingsdiplomatenwirt, sondern auch der meiner Herrin! Ich sauste also in absoluter Rekordzeit ins Sklavenhaus, um die Schreibutensilien zu holen. Wow, er hat wirklich eine scharfe Zunge, wenn er so obersauer ist!! Aber den Inhalt dieses Schreibens darf ich natürlich nicht verraten, nur soviel, das der hochwohlgeborene Emir der Oase der 4 Palmen seine von ihm ausgesprochene Einladung anscheinend vollkommen vergessen hatte. Wobei ich auch nicht weiß, wie viele hundert Jahre so ein Emir vielleicht schon alt ist, so dass sein Gedächtnis evtl. nicht mehr das frischeste ist. Ich gab mir jedenfalls alle Mühe, in meiner allerbesten Schrift die diktierten Empörungen und Wiedergutmachungsforderungen zu Papier zu bringen und glaube, dass mir dies auch einigermaßen gelungen ist. Zumindest war ich sehr konzentriert bei der Sache, habe auch nicht zwischendurch mit der Feder herumgefuchtelt oder daran herum gekaut, wie ich es ja schon manchmal bei den sterbenslangweiligen Ratssitzungen getan habe. Mein Gesicht und besonders meine Lippen sind also von den sonst üblichen Tintenverfärbungen verschont geblieben.^^
Dieses Schreiben musste ich dann trotz der inzwischen späten Ahn gleich im Anschluss zum Herrn Regenten bringen, damit er es noch lesen konnte, bevor er sich in seine Felle zurückzog. Ich hatte Glück, ihn noch wach anzutreffen. Na ja, ich glaube, er war mindestens so sauer wie unser Diplomat über die vergebliche Reise und hätte sowieso noch nicht schlafen können. Immerhin lies er seine schlechte Laune nicht an mir aus, wo ich doch vor lauter Eile auch noch aus Versehen eine Etage unter seinen Gemächern an die Tür geklopft hatte. In so einem Fall ist es dann wirklich ein Segen, welch ein gutes Gehör so ein Rarius hat! :-))

Dienstag, 19. Juli 2011

Im Heilerhaus

Am ersten Tag dieser Hand hätte ich fast verschlafen, weil ich zu so früher Ahn los musste, dass es sich wie mitten in der Nacht anfühlte, denn ich gehöre nicht gerade zu den begeisterten Frühaufstehern. Alle außer mir schliefen noch und so schlich ich mich ohne Essen leise aus dem Haus. Wobei ich auf den ekeligen Sklavenbrei eigentlich auch mal ganz gut verzichten konnte und bei der ausführlichen Voruntersuchung in der letzten Hand, mit jeder Menge Fragen und Erklärungen, war mir wenigstens genehmigt worden, ein paar Schlucke Wasser an diesem Morgen zu trinken.

Kalt und feucht war es, als ich mich leicht fröstelnd Richtung Hafen aufmachte und mein kleines Bündel mit den wichtigsten Dingen fest an mich drückte. Einzig eine etwas müde aussehende Wache winkte mir von der Stadtmauer herunter zu, wie immer ohne ein einziges Wort.^^ Etwas wehmütig und mit einem kleinen Kloß im Hals schaute ich mich noch einmal um, lief dann aber entschlossen auf nackten Sohlen leise durchs große Stadttor. Erstaunt sah ich zu den tief über dem Fayheen hängenden Nebelschwaden, die gegen die ersten, warmen Strahlen des Zentralfeuers ankämpften. So früh war ich noch nie am Fluss gewesen, hatte aber auch noch nie so eine schöne Morgenstimmung erlebt, untermalt vom lauten Gesang der Vögel, die sich anhörten, als ob sie im Gegensatz zu mir, bestens ausgeschlafen hatten. ;-)

Im Heilerhaus wurde ich ebenso freundlich aufgenommen, wie vor einem Jahr und hatte eigentlich wieder ein ganz gutes Gefühl. Trotzdem war mir aber ein wenig mulmig zumute, weil ich nicht genau wusste, was mich diesmal erwarten würde. Es sollten zwar nur die Metalleinbauteile in meinem Knöchel entfernt werden, den ich mir seinerzeit bei einem blöden Sturz gebrochen hatte, aber niemand konnte mir vorher natürlich genau sagen, ob sich alle Schrauben wieder einwandfrei heraus drehen ließen oder sogar eine abbrechen würde.

Naja, was soll‘s, es wird schon nicht schief gehen, dachte ich noch bei mir und schlief schlagartig ein, nachdem ich irgendeine Spritze bekommen hatte. Wenigstens musste ich nicht noch den halben Tag warten, bis es endlich los ging. Als ich dann irgendwann wieder aufwachte, war offensichtlich alles gut gelaufen, denn auf meiner Decke lag eine Tüte mit dem ausgebauten Beschlagsatz aus meinem Knöchel. Na, was meint ihr, habe ich als Erstes gemacht? Klar, die Schrauben auf Vollzähligkeit nachgezählt!^^ Das Ergebnis war dermaßen beruhigend, dass ich meine Augen sofort wieder schloss und mich mehr oder weniger für den Rest des Tages einem ausgiebigen Schläfchen hingab… allerdings mit der Folge, dass ich mitten in der Nacht offensichtlich ausgeschlafen hatte *grummel* und mich vollkommen fit fühlte.

Mal sehen, wann der dünne Schlauch gezogen wird, der noch in meinem Gelenk steckt. Ich finde nämlich, die haben damit genug Blut aus meinem Knöchel gezapft und ich könnte eigentlich wieder nach Hause… die paar Fäden zieh ich mir notfalls nämlich selber raus! :-)))
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OOC: Habe hier einfach mal meine RL-Operation am Knöchel nach Gor verlagert... also bitte nicht falsch verstehen... hat alles nichts mit irgendwelchen Erlebnissen in Kasra zu tun ;-)

Freitag, 15. Juli 2011

Besuch in Kasra


...mit Dattelweinverkostung.
Es wurde hoher Besuch aus der Oase erwartet, diesmal allerdings nicht erneut der Pascha vom Vortag, sondern der Emir der Oase der vier Palmen höchstpersönlich. Die Stadt war für diesen hohen Besuch ordentlich geschmückt worden und einige Bürger hatten sich auch ein wenig herausgeputzt. Aber nur einige, meine liebe Herrin auch mit einem feinen lila Kleid, nur mein Lieblingswirt natürlich nicht. Er trug seine geliebte Latz-/Gurthose... also die Hose, die er immer anhat, wenn er nicht auf diplomatischen Wegen wandelt oder seinen Gefährtenschaftsvertrag verlängert. Mir kommt langsam der Verdacht, dass die Hose an ihm festgewachsen sein muss und er seine anderen Klamotten im Bedarfsfall einfach darüber trägt!^^ Der Besuch des Emirs war für ihn offensichtlich nicht wichtig genug zum Umziehen. Aber mir soll das egal sein, ich mag ihn einfach, welche Hose auch immer er anhat.;-)

Die Frage an meine Herrin, ob sie denn auch an der Weinprobe teilnehmen wird, hätte ich mir selbstverständlich sparen können. Ihre Milch ist einfach unwiderrufliches Gesetz. Mit dieser Ablehnung war sie jedoch die Einzige unter allen anwesenden Herrinnen... die anderen Damen schauten dafür umso tiefer ins Glas. Bei den Männern war mir schon vorher klar gewesen, dass die ihre Paga-, Ale- und Sul-Paga-Vorlieben nicht für so ein süßes klebriges Getränk aufgeben würden. Einige waren sogar fast in Panik, da sie befürchteten mit dem Verzehr des Dattelweins würde ihre Zunge am Gaumen festkleben. Ich glaube, der Emir war der einzige Herr, der davon trank, aber er hatte ihn ja auch mitgebracht und vorsorglich eine Sklavin mit einem großen Palmwedel ausgerüstet, damit sie mit ein wenig Wedelei für den Erhalt seines kühlen Kopfes sorgen konnte. Wobei das Luft zufächeln für den hohen Herrn auch ein Statussymbol zu sein schien, als wolle er damit seine Wichtigkeit noch unterstreichen.^^
Die Zungen einiger Herrschaften wurden jedenfalls mit vorrückender Ahn immer klebriger. Die von den Herren befürchtete Wirkung setzte also tatsächlich ein, was aber keinesfalls verhinderte, sich angeregt über Handelsbeziehungen und dies und das zu unterhalten. Einige Herrinnen hatten den Alkoholgehalt des Weines wohl ziemlich unterschätzt bzw. dass sie nicht besonders viel vertragen, weil sie sonst ja kaum Alkohol trinken. Ich muss gestehen, dass ich die vielen hin- und her wabernden Gespräche nicht besonders aufmerksam verfolgt habe, bekam aber vor der Abreise des Emirs dennoch mit, dass er für die kommende Hand zu einem Gegenbesuch einlud. Doch das hatte mich nicht weiter zu interessieren, vor allem weil ich dann ja sowieso wegen einem Heilereingriff zur Altmetallentsorgung der Konstruktionen in meinem Knöchel nicht in Kasra sein kann. Außerdem war ich irgendwie durch Lu abgelenkt, die mich andauernd mit glühenden Blicken ansah, während sie sich mit sanften Fingern an der Rückseite ihres Herrn zu schaffen machte... wohlgemerkt natürlich mit allem Anstand, wegen der Anwesenden freien Frauen. Aber meine Phantasie wurde davon natürlich inspiriert, tollste Ideen machten sich in mir breit, womit man Herren erfreuen kann, so dass ich meine Augen kaum von Lu und ihren Fingern lassen konnte. ;-)

Tja, und dann geschah etwas Eigenartiges... meine Herin trug mir auf, ihr unaufdringlich zu helfen! Aus meinen Gedanken gerissen schrak ich zusamen und traute meinen Ohren kaum... war ich doch eigentlich der Ansicht gewesen, dass meine Herrin Lu's Tun gar nicht sehen konnte, weil zwischen ihr und meinem Lieblingsschmied doch noch eine andere Herrin saß! Erstaunt antwortete ich daher, dass Lu das doch auch alleine kann und meine Hilfe bestimmt nicht benötigte. Oh je, welch ein peinliches Missverständnis, das aber zum Glück wohl nicht weiter aufgefallen ist, weil niemand beobachtet hatte, wohin meine Blicke die letzte Zeit gerichtet waren und Gedanken lesen kann ja nun mal niemand! Meine Herrin meinte selbstverständlich eine ganz andere Hilfe, konnte sich in ihrer Keuschheit vermutlich auch gar nicht vorstellen, was für Ideen und Phantasien mir gerade durch meinen Kopf gingen.^^ Sie wollte nämlich, dass ich der BÄUERIN für den Heimweg dezent meine Hilfe anbieten sollte, weil die vom ausgiebigen Dattelweinkonsum ziemlich angetüdelt war und der Boden irgendwie unter ihr zu schwanken schien. Das hatte sich nach meiner Aufklärung dann aber erledigt, weil die Herrin inzwischen verschwunden war... anscheinend war sie doch nicht so wackelig auf den Füßen, wie zuerst befürchtet. :-))

Donnerstag, 14. Juli 2011

Mit oder ohne Tamtam?

Der Tag begann mit einer kurzen Nachbereitung und der ziemlich deutlichen Aussage meiner Herrin an Jina zur Umsetzung des in der letzten Woche Gelernten. Leider werde ich nur nicht mitbekommen, ob alles so klappt wie von ihr erwartet, weil ich blöderweise in der nächsten Hand für einige Tage bei den Heilern übernachten muss *grummel* ((Krankenhaus)). Doch eigentlich bin ich mir recht sicher, dass Jina die Erwartungen gut bis sehr gut erfüllen wird, denn sie hat sehr viel Potential ((hast du wirklich :-))… weiß es nur einfach noch nicht^^.

Auf dem Weg Richtung Herberge trafen wir meinen Lieblingshauptmann und den Regenten, dem meine Herrin, als Erziehungsexpertin für Kajirae gerade wie gerufen kam. Er war offensichtlich ziemlich erzürnt über eine seiner Sklavinnen, die mit hängendem Kopf kleinlaut vor ihm kniete. Wir erfuhren, dass sie ihm zwar wahrheitsgetreu von der Verärgerung eines Feuerkrug-Gastes über ihre Art sein Getränk zu servieren berichtet hatte, aber anscheinend einige Details über den Grund dieser Verärgerung einfach weggelassen hatte. Eine Sklavin muss selbstverständlich immer ehrlich zu ihrer Herrschaft sein, da sie sonst Gefahr läuft, jegliches Vertrauen zu verlieren und als wertlose Ware alsbald entsorgt zu werden. Ich glaube, dem Regenten gingen tatsächlich bereits erste Entsorgungsgedanken durch den Kopf und meiner Herrin sowieso, denn sie fragte mich, ob wir noch ausreichend Ketten hätten. Allerdings konnte der Wasserstand des Fayheen möglicherweise zum Problem werden, obwohl er andererseits durch die Entsorgung auch ein wenig ansteigen müsste. Egal… meine Herrin strebte alsbald weiter in die Herberge und so bekam ich das Ende und die Bestrafung der Kajira nicht mehr mit… ich hoffe und glaube auch, dass sie nicht entsorgt worden ist. ;-)
Bei „Verärgerung über einen Serve“ war ich ein wenig ins Grübeln gekommen. Was das wohl für ein penibler feiner Herr gewesen sein mag? War er sich darüber im Klaren gewesen, dass in einer Herberge genau wie in einer Taverne eine gänzlich andere Sevierkultur herrscht, als bei einer Privatkajira? So ist es nun mal üblich, einem Herbergs-Gast das Gewünschte einigermaßen schnell ohne großes Tamtam zu servieren! Aber manche Freie sind dann tatsächlich pikiert… verwechseln eine Gaststube mit ihrem Privathaus… wünschen Risseprüfungen… zusätzliches Abwaschen des Trinkgefäßes… bestimmte Rituale am Körper der Sklavin mit dem Gefäß entlang zu fahren… und… und…und. Aber dies sind alles nur Vermutungen… ich war weder dabei, noch habe ich hinterher Genaueres gehört… werde also besser das Spekulieren hierüber jetzt sein lassen ;-)

Wobei… der Herr, der in der Herberge saß… naja… bei dem konnte ich mir tatsächlich vorstellen, dass ihm ein Serve nicht gepasst hat.^^ Ich kannte ihn nämlich noch von Samanu. Inzwischen war er allerdings ein PASCHA… war also kein Sklavenhändler mehr, sondern was Besseres… offensichtlich auch ziemlich wohlhabend, denn sonst hätte er nicht 5 Kajirae dabei gehabt. Allerdings so gut wie damals scheint es ihm nun wohl doch nicht mehr zu gehen, denn seinerzeit hatte er noch ungefähr die dreifache Zahl an Sklavinnen. Aber vielleicht mussten ja auch einige zu Hause bleiben.^^ Egal… ein wenig ungewöhnlich anzuschauen waren seine Mädchen irgendwie schon, wie sie so hinter ihm im Halbkreis alle in gleicher Kleidung aufgereiht knieten.

Tja, und als ihm eine dann schließlich ein Getränk servierte, geschah das natürlich formvollendet nach Art einer Privatkajira, was in meinen Augen so auch absolut in Ordnung war. Nur wenn er das auch von einer Aushilfskajira im Feuerkrug erwartet haben sollte, dann konnte ich mir gut vorstellen, was ihm an der Art des Servierens aufgestoßen war. Da muss ich mich jetzt tatsächlich auf die Seite der Regentensklavin stellen. Dem Herrn Pascha stieß meine „Eigenmächtigkeit“ als erstes Mädchen meiner Herrin auch auf. Ich hatte Jina, ohne meine Herrin um Erlaubnis zu bitten, einfach ins Sklavenhaus geschickt. Nur da hat er nicht mit meiner Herrin gerechnet, die mir in solchen Dingen vollkommen freie Hand lässt und zufrieden mit meiner Anweisung war. Jina hatte sie vorher sogar ausdrücklich aufgetragen, ihre Milch ohne viel Gedöns zu servieren… und ich glaube, dass sie ihr deswegen nicht schlechter geschmeckt hat! :-))

Mittwoch, 13. Juli 2011

Aufgelaufen

Laute Stimmen weckten mich und ließen mich neugierig vor die Tür des Sklavenhauses treten. Eine recht stattliche Anzahl von Freien hatte sich am Brunnen versammelt und schwadronierte mehr oder weniger aufgeregt durcheinander. Sofort fiel mir ein, dass die sich dort vermutlich für die Handelsreise in die Oase sammelten, die ja in der letzten Ratsversammlung beschlossen worden war. Nur schien es offensichtlich irgendein Problem zu geben, so aufgeregt wie die alle herumfuchtelten. Da meine Herrin an dieser Reise nicht teilnehmen wollte, hatte ich dort ja nichts zu suchen, spitzte aber meine Ohren, um heraus zu bekommen, was denn der Anlass für die ganze Aufregung war.
Anlass war jedenfalls nicht das Fehlen des ersten Händlers, obwohl er tatsächlich nicht da war, auch nicht das Fehlen der Transportgüter, die waren nämlich anscheinend schon verladen. Sie schienen Probleme wegen der fehlenden Eskorte durch unsere Krieger zu haben. Erst nachdem ich dies herausgefunden hatte, fiel mir dann auch das eigenartige Benehmen einiger Krieger auf. Die meisten kamen mir irgendwie angeschlagen vor. Wobei es nicht nach zu viel Paga und dicken Köpfen aussah, damit humpelt Mann nämlich nicht. Etliche schienen offensichtlich verletzt zu sein. Gut, dass mein Lieblingsschmied vor seiner Werkstatt stand und das Treiben ebenfalls beobachtete. Von ihm erfuhr ich dann, dass die Rarii anscheinend unangenehme und schmerzhafte Bekanntschaft mit Talunapfeilen gemacht hatten und deswegen die Handelsreise nicht eskortieren konnten. Naja, über verletzte oder kranke Männer werde ich mir lieber hier meinen Senf verkneifen.^^ Wobei ich mir auch tatsächlich kein Urteil über die Schwere der Verletzungen erlauben kann. :-)
Besonders aufgefallen in der Gruppe ist mir mal wieder mein Lieblingswirt, der sich erneut in seine schicke Diplomatengarderobe geschmissen hatte, die mir bereits auf der letzten Ratssitzung aufgefallen war. Diesmal hat meine Herrin sie auch bemerkt und ihn sogar für sein schönes Outfit gelobt. Wobei sie in ihrer unnachahmlichen Art natürlich gleich dazu ergänzt hat, dass eigentlich jedes neue Outfit besser als seine olle Latzhose sei. Die anschließende Diskussion zwischen den beiden über Lätze oder Gurte und wozu ein Latz dienen kann oder doch nur ein Gurt ist, kann ich echt nicht mehr wiedergeben... nur so viel... ich bin fast geplatzt vor Lachen, das ich gerade noch so eben in einige unterdrückte Gluckser umwandeln konnte, wie es sich halt nun mal gehört. :-)
Schließlich fanden sich doch noch einige Krieger für die Eskorte der Reisegruppe, die oberharten Trotzverletzungzähnezusammenbeisser, und es wurde schlagartig still in Kasra, weil sich der ganze Tross Richtung Hafen bewegte. Meine Herrin atmete sichtlich erleichtert auf und suchte für ihre geliebte Milch die Herberge auf. Außerdem wollte sie die ersten Überlegungen für eine geplante Veranstaltung in Kasra mit ihrer Freundin, der Herbergswirtin besprechen. Bei der herrlichen Ruhe verschlug es meinen Lieblingsschmied nach langer Zeit auch mal wieder für ein Ale in die Herberge. Ich glaube, er mag es nicht so sehr, wenn der Schankraum dermaßen voll ist, dass man vor lauter Stimmengewirr kaum sein eigenes Wort mehr verstehen kann, was ich wirklich gut nachvollziehen kann.
Die Herrschaften hatten noch nicht viel Zeit in der angenehm ruhigen Herberge mit ihrer Diskussion über die anstehenden Planungen verbracht, als es schon wieder laut wurde. Der ganze Handelsreisetrupp war schon wieder zurück, samt ihren Kajirae, von denen zwei nichts besseres zu tun hatten als sich lautstark anzuzicken. Leider gibt es immer solche und solche, womit ich die mit und die ohne Erziehung meine... in diesem Fall also die ohne! Manche Herren scheinen tatsächlich mit ihrem Besitz überfordert zu sein. Aber sowas denke ich natürlich nur lautlos vor mich hin oder werfe ein paar giftige Blicke zu den Zicken, da mir selbstverständlich so ein Urteil über Freie nicht zusteht.^^
Tja, die Reiseroute in die Oase war per Schiff auf dem Fayheen geplant und musste abgebrochen werden, kaum dass das Schiff Kasras Hafen verlassen hatte. Und nicht, weil sie wie vermutet etwas Wichtiges vergessen hatten, sondern weil sie auf eine Sandbank aufgelaufen waren! Mangels Regen war der Wasserstand im Fayheen offensichtlich zu niedrig für den schwer beladenen Kahn gewesen. Immerhin hatten sie es aber geschafft von der Untiefe wieder herunter zu kommen, aber an eine Weiterreise war wohl nicht zu denken gewesen. Ich bin jedenfalls gespannt, was nun pasiert, wenn es nicht regnen sollte... wobei ich eigentlich lieber schönes Wetter habe, aber nach den Wünschen einer Sklavin geht es ja nicht. :-)

Dienstag, 12. Juli 2011

Überflüssiger Antrag....

…oder die Gedanken sind frei! :-)
Meine Herrin war zurück… schlief mal wieder ziemlich lange aus und sauste dann mit leichter Verspätung wie immer im Sauseschritt zur Ratssitzung. Leider war mir diesmal keine passende Ausrede eingefallen… ähhmmm… ich meine natürlich, dass ich keine unheimlich und nicht aufschiebbaren Arbeiten mehr zu erledigen hatte, um mich vor dieser schrecklichen Sitzung zu drücken. Ich trottete also hinterher. Dabei wäre ich eigentlich am liebsten noch einmal auf die Stadtmauer geklettert, um die schöne Aussicht über Hafen und Fayheen ein letztes Mal zu genießen. Denn ich hatte munkeln gehört, dass ein Antrag an den Rat gestellt worden war, das Betreten der Stadtmauer durch Zivilisten, egal ob frei oder unfrei, strikt zu untersagen. Insofern war es vielleicht doch nicht so uninteressant für mich, stumm hinter meiner Herrin zu knien. So bekam ich wenigstens mit, welches Ratsmitglied wofür gestimmt hatte. ;-)
Aber zuerst kam natürlich noch ein Antrag auf Bürgerschaft mit dem anschließenden Heimsteinschwur, zu dem alle Freien aus Ehrerbietung selbstverständlich aufgestanden sind. Als Sklavin bleibe ich natürlich auf meinen Knien, da dies für eine Unfreie bei einem solchen Akt die einzig mögliche Stellung ist. Außer mir waren noch zwei andere Sklavinnen anwesend, die sich vor noch nicht allzu langer Zeit erst unterworfen hatten. Wobei die eine schon eine ganze Menge Erlebnisse durch halb Gor hinter sich hat, allerdings vermutlich sehr zu Lasten ihrer Ausbildung. Sie kann sich nämlich immer noch nicht anständig benehmen und erdreistete sich sogar, während des Schwurs auf den Heimstein aufzustehen, um zu der anderen Kajira hinüber zu huschen und mit ihr zu tuscheln. Dabei hätte sie es als ehemalige freie Goreanerin wirklich besser wissen müssen! Aber was rege ich mich eigentlich auf… solange ihr Herr dazu nichts sagt, muss es mir egal sein und vielleicht hat sie ihre Strafpredigt später ja noch erhalten. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass meine Herrin ihr dies bestimmt nicht hätte durchgehen lassen und flehe vorsichtshalber schon mal die Priesterkönige an, diese Kajira möge nie zur Ausbildung ins Haus meiner Herrin kommen. ^^
Schließlich war endlich der Stadtmauerantrag dran. Während er lang und breit vorgelesen und begründet wurde, erfuhr ich, was anscheinend der Anlass dafür gewesen war. Zivilisten hatten sich die Stadtmauer als „Naherholungsgebiet“ ausgesucht. Ob sie da oben nun sogar Liegestühle und andere Sitzgelegenheiten aufgestellt hatten, wurde nicht weiter erläutert. Dafür wurde mir aber klar, dass der Herr Leutnant einen Ratsbeschluss herbei führen wollte, um gegen so einen Unsinn vorzugehen… wohlgemerkt in Friedenszeiten! In bedrohlichen oder gar Kriegszeiten ist das natürlich ganz was anderes, aber darum ging es nicht. Er scheint Bürokratie und Schreibfeder zu lieben, und das, wo die meisten Rarii doch sowieso nicht lesen können! Wobei er seinen Leuten den Beschluss selbstverständlich auch vorlesen kann.^^ Ein Bußgeldkatalog, der nur für den internen Gebrauch der Wachen untereinander als“ roter Faden“ gedacht war, scheint offensichtlich auch auf dem besten Wege zu sein, in Kasras Gesetze aufgenommen zu werden. Aber das ist ein anderes Thema und ich bin da vielleicht auch auf dem Holzweg und habe hoffentlich etwas falsch verstanden. ;-)
Egal, Kasras Ratsmitglieder haben jedenfalls mehrheitlich dem Stadtmauerantrag NICHT zugestimmt und das war für mich die Hauptsache. So hatte sich das langweilige, stumme Knien hinter meiner Herrin doch noch gelohnt, auch wenn meine bürokratische Phantasie zwischendurch ziemlich abgeschweift ist… aber selbst bei einer Unfreien sind die Gedanken eben frei! :-))

Montag, 11. Juli 2011

Bürokratie in Kasra

Kasras Krieger müssen noch viel lernen:

Freitag, 8. Juli 2011

Naschen mal anders

Katy hatte sich inzwischen tatsächlich getraut, sich eine kleine Geschichte auszudenken, so wie meine Herrin es ihr in ihrer fordernden und strengen Art aufgetragen hatte. Ich konnte Katys Zögern bei dieser Aufgabe gut verstehen, da meine liebe Herrin mich mit ihren hohen Ansprüchen und Forderungen auch schon oft genervt hat, besonders, wenn ich denke, dass ich etwas nicht kann. Und ich kann furchtbar viel nicht, kenne meine Defizite ziemlich gut und bewundere Kajirae, die so vieles so viel besser können als ich. Aber sie schafft es immer wieder, dass mich doch der Ehrgeiz packt und ich mich für sie ins Zeug lege, denn ich möchte, dass sie zufrieden mit mir ist, vielleicht sogar ein wenig stolz auf mich, vor allem aber möchte ich sie erfreuen. Loben tut sie eigentlich nie und zeigt mir in ihrer furchtbar zurückhaltenden Art auch viel zu selten ihre Zuneigung. Doch gelegentlich sagt sie so schöne Dinge, die mich stolz und glücklich machen, ihre Sklavin sein zu dürfen und viel mehr als jedes Lob sind. *strahlt*
Bei Katy hat sie es nun auch geschafft, dass sie ihre Hemmungen überwunden hat. Ganz besonders gefreut habe ich mich über Katys Vertrauen, mir die Geschichte als Allererste zu erzählen. Es ist eine schöne Geschichte, ein sehr guter Anfang mit viel Ausbaupotential. Meine Phantasie lief gleich auf Hochtouren, als ich mir vorstellte, was für einen schönen Tanz sie daraus machen könnte und ich hoffe, dass ich ihr eine Menge Anregungen zur Umsetzung gegeben habe. Richtig toll finde ich, wenn jemand, in dem eine Menge Fähigkeiten schlummern, es tatsächlich schafft, seine Hemmungen zu überwinden und sich einfach doch mal traut. Wie heißt es immer so treffend? "Eine Kajira wächst mit ihren Aufgaben!"^^
Gestern war dann der praktische Teil, über sich hinaus zu wachsen. Katy und ich durften uns ein Candy aus der Naschdose meiner Herrin nehmen. Wir begannen gerade mit Hochgenuss auf der seltenen Leckerei herumzukauen, als der Genuss abrupt unterbrochen wurde. Mein Oberlieblingsherr forderte von uns, es nur zu lutschen und ihm zu beschreiben, wie wir diese Leckerei mit unseren Zungen umgarnten, sie in unserem Mund hin und herdrehten, wie es sich anfühlte, das Teil leise klappernd an den Zähnen zu spüren, bis die klebrige Köstlichkeit an unserem Gaumen klebte, sich langsam verformte, die Hülle um den flüssigen Inhalt immer dünner wurde, sich schließlich ein kleines Loch bildete und eine cremige oberleckere Flüssigkeit heraustrat, die unsere Speichelbildung noch ein wenig mehr anregte und uns beim Schlucken die Augen genussvoll verdrehen ließ. :-))
Dann kam aber das Beste. Er forderte Katy auf, ihm die Leckerei mit den Lippen zu überreichen. Katy schaute ihn erst einmal mittelprächtig entsetzt an, gab sich dann aber wohl einen inneren Ruck und tat wie ihr geheissen. Ach, wie gerne wäre ich an ihrer Stelle gewesen, hätte meine weichen Lippen mit wild klopfendem Herzen auf die meines Oberlieblingsherrn gedrückt, seinen warmen Atem auf meinem Gesicht gespürt, meinen Mund leicht geöffnet und die Köstlichkeit mit meiner Zunge zwischen meine Lippen geschoben, aber gerade nur so weit, dass er sie hätte spüren können, dann hätte ich sie neckend erst mal wieder in meinen Mund zurück flutschen lassen. Allerdings nur kurz, für eine einzige letzte lutschende Umdrehung.^^ Dann hätte ich die Leckerei selbstverständlich wieder zwischen seine Lippen geschoben, um ihn nicht zu verärgern, hätte aber bestimmt meine Zunge neugierig in seinen Mund hinterher wandern lassen. Natürlich vollkommen uneigennützig und nur um festzustellen, ob die Köstlichkeit auch wohlbehalten an ihrem Bestimmungsort angekommen war.^^ Wobei... ich kenne mich ja ein wenig... diese Gelegenheit hätte ich bestimmt schamlos ausgenutzt, um seinen Mund, seine Zähne und vor allem seine Zunge zu untersuchen und gierig zu umgarnen. ;-)
Doch ich war leider nicht die von ihm Bevorzugte für das Überreichen des Candys, sondern Katy... mir blieb leider nur die Zuschauerrolle. Wobei ich alleine bei dem Gedanken, was zwischen den beiden da ablief schon ganz kribbelig wurde und als mein Oberlieblingsherr mir dann noch seinen Arm um die Hüfte schlang und mich näher zu sich heran zog, war es vollends um mich geschehen. Merkwürdigerweise schien Katys Sklavenfeuer bei weitem nicht so lichterloh zu brennen wie meines, denn obwohl ich ihr einen Arm ermunternd um die Schultern legte, löste sie in dem Moment schnell ihre Lippen von denen meines Oberlieblingsherrn. Hatte sie das Ganze nur als eine weitere Unterrichtslektion betrachtet? Eigentlich konnte ich daran nicht so recht glauben, doch sie hatte tatsächlich noch so viel kühlen Kopf bewahrt, dass sie darum bitten konnte, sich zurückziehen zu dürfen. Oha... was für eine beeindruckende Leistung für eine Rotseidene! ;-)
Dies war für mich natürlich ein absoluter Glücksfall, denn nun war ich mit meinem Oberlieblingsherrn alleine. Für alles, was dann noch geschah, fehlen mir hier einfach die Worte, so schön war es! :-)) Doch zu weit vorgerückter Ahn verabschiedete er sich leider von mir wegen wichtiger Geschäfte, befahl mir allerdings noch viele Grüße an meine liebe Herrin auszurichten, die ihn mal wieder verpasst hatte, weil sie sich wegen ihres Gesundheitszustandes für einige Tage auf ihren Landsitz zurückziehen musste. Hoffentlich dauert es nun nicht wieder eine ganze Ewigkeit, bis er wieder zurück kommt,dachte ich müde aber oberglücklich, als ich mich schließlich schlafen legte und mir für den nächsten Tag einen gründlichen Hausputz vornahm, nicht dass meine Herrin sich bei ihrer Rückkehr über etwaige angetrocknete Flecken auf ihren Polstern und dem Tisch wundert! ^^

Donnerstag, 7. Juli 2011

Sparflammen

Eigentlich wollte ich mal Richtung Hafen schauen, ob ER tatsächlich Wort hielt und wiederkommen würde, um den Unterricht meiner Kettenschwester fortzusetzen oder ob ich ihn möglicherweise falsch verstanden hatte. Dann wurde ich aber von einer Gruppe Krieger abgelenkt, die auf dem Marktplatz zusammen standen. Wobei noch interessanter fand ich das Tun einer Kajira hinter den Rarii. Sie schmiss nämlich einen Stein nach dem anderen in unseren Trinkwasserbrunnen hinein. Sie langweilte sich anscheinend und freute sich über das Platschen, während eine Herrin gerade anfing sich über das Steinewerfen in den Brunnen zu mokieren und offensichtlich um die Wasserqualität fürchtete. Nur der Herr dieser um Aufmerksamkeit bettelnden, gelangweilten Sklavin fand die Beschäftigung seines Mädchens anscheinend überhaupt nicht schlimm, begnügte sich auch ohne Widerrede oder gar einer Erziehungsmaßnahme mit der frechen, flapsigen Antwort seiner Kajira. Na, ICH hätte der jedenfalls was erzählt, wenn sie mein Eigentum wäre und sie vermutlich an den Füßen kopfüber aufgehängt, um sie in den Brunnen hinunter zu lassen, damit sie die vielen Steine wieder heraufholen kann! Aber ich bin ja nur eine unbedeutende Kajira... allerdings eine, die weiß, was sich für eine Sklavin gehört und was nicht!^^
Um nicht möglicherweise zwischen die Fronten zu geraten, trat ich besser den Rückzug ins Sklavenhaus an, da ich ja nicht wissen konnte, dass nichts weiter mit der Kajira passieren würde, beobachtete aber aus dem Fenster das weitere Geschehen und bekam dadurch auch mit, dass eben nichts geschah. Dafür entdeckte ich IHN, meinen Oberlieblingsherrn! Er kam also tatsächlich erneut, um den Unterricht fortzusetzen. Diesmal öffnete ICH die Tür, hielt mich aber vorsorglich in meiner mal wieder fast überschwappenden Freude zurück und nahm mir auch sonst vor, Zurückhaltung zu üben und mich nicht in den Vordergrund zu drängen, denn er kam ja leider nicht wegen mir. Ich bemühte mich also, mein Sklavenfeuer auf Sparflamme köcheln zu lassen.
Gerade, als ich schon die Tür des Sklavenhauses wieder schließen wollte, tauchte noch Katy auf... ohne ihren Herrn, der wohl wieder auf Reisen war. Da sie ja während seiner Abwesenheit immer in Obhut meiner Herrin ist, bedeutete ich ihr, ebenfalls einzutreten. Sie schaute zwar ein wenig irritiert, meine Herrin nicht anzutreffen, sondern einen ihr bislang unbekannten Herrn, doch das war schnell geklärt und der Unterricht konnte beginnen. Erstaunt stellte ich fest, dass Katy sich trotz meiner Fingerzeige etwas weiter weg von uns in den Hintergrund kniete, so dass mir der Gedanke in den Sinn kam, ob sie vielleicht auch so eine Schüchterne ist?
Dann begann der Unterricht. Es ging immer noch darum, "Wie kann eine Sklavin einen Herrn erfreuen?" In mir kribbelte es zwar schon wieder, aber ich übte mich weiter in perfekter Selbstbeherrschung auf Sparflamme, um nicht wieder eine Abfuhr erteilt zu bekommen, so wie am Vortag, denn Jina war nun mal die Schüchterne. Wobei Katy offensichtlich auch, denn sie blieb weiter stur im Hintergrund. Die neugelernte Theorie vom Vortag hatte sich meine Kettenschwester zwar sehr gut gemerkt, doch leider hatte sie sich wenig Gedanken gemacht, wie sie es denn in die Praxis umsetzen könnte, einen Herrn zu erfreuen. Dabei hatte sie durchaus gute Ideen, wie z.B. einen Kuchen für ihn zu backen. Nur sei es dafür jetzt wohl zu spät, bemerkte sie trocken, während ich mir dazu ein leises Glucksen nicht mehr verkneifen konnte. Ihre Schlagfertigkeit ist manchmal einfach genial. Jedenfalls hatte sie damit durchaus Recht, denn mein Oberlieblingsherr war ja nun schon da und der Kuchenteig noch nicht mal angesetzt! ;-)
Es ging weiter mit jeder Menge praktischen Kuchen-Alternativvorschlägen meines Oberlieblingsherrn, mit denen eine Kajira Herren erfreuen könnte. Leider hatten die Vorschläge jedoch zur Folge, dass Jina noch ein wenig weiter von ihrem Lehrer weg rutschte, während ich mich nun endgültig nicht mehr im Griff hatte und darum jibbelte, ihn endlich erfreuen zu dürfen, wenn es denn keine andere tun wollte.^^ Unter Aufbietung all meiner Zurückhaltung begann ich fast zaghaft, nur seine Füße zu küssen und schaute immer wieder fragend zu ihm auf, um sicher zu stellen, dass es ihm angenehm war. Juhuuu... es war!! Dann kam alles Weitere irgendwie von ganz alleine... meine Lippen, meine Finger, mein Mund fanden offensichtlich genau die richtigen Stellen, um meinen Oberlieblingsherrn zu sehr erfreuen. :-) Er vergaß sogar den Unterricht, lehnte sich einfach an die erstarrte Jina und genoss meine Liebkosungen. Mein Sklavenfeuer loderte so hell, dass ich damit ganz Kasra hätte beleuchten können... jede Faser meines erhitzten Sklavenkörpers wollte nur noch IHN erfreuen! Die schüchterne Fraktion hatte ich dabei vollkommen vergessen, aber vielleicht haben sie durch mein hingebungsvolles Dienen doch noch ein klein wenig was gelernt? :-))

Mittwoch, 6. Juli 2011

ER

...war mal wieder da! Erstaunlich eigentlich, aber auch wieder gut, dass er meine arme Herrin, die sich mit Kopfweh hingelegt hatte, mit seinem lauten Gepolter an der Tür des Sklavenhauses nicht aufgeweckt hatte. So hörte sie wenigstens nicht, dass er sie wieder "die Alte" nannte. Ich bekam natürlich wie immer heftiges Herzklopfen vor Freude, ihn endlich wieder zu sehen. Meistens taucht er ja höchstens einmal im Jahr auf und das gewöhnlich, wenn ich wieder für einige Zeit auf den Feldern in sengender Hitze schuften muss *grummelt*. Wobei ich ihn in diesem Jahr sogar schon gesehen habe... auf dem En'Kara Fest... allerdings hatte er mich da leider überhaupt nicht beachtet. :-((
Ich habe ja einige Lieblingsherren hier in Kasra, die ich wirklich richtig gerne mag und denen ich manchmal sogar in den Fellen dienen darf. Es ist für eine rote Seide nämlich nicht einfach, ihr Sklavenfeuer immer so zu zügeln, dass meine oberkeusche Herrin nicht ständig brüskiert wird, die in ihrer ganzen Züchtigkeit überhaupt nicht einschätzen kann, welches Opfer ich ihr tagtäglich bringe, denn sie kennt diese ständige Hitze ja nun mal nicht... ist schon ein wirklich hartes Leben, als Rotseidene einer Herrin zu dienen!^^ Wobei mein Lieblingsschmied vor kurzem ja der Meinung war, dass alles Feuer quasi ausgepustet ist, wenn ich meine lockigen Haare beim Trocknen glätte... oder wie war das noch? *grübelt mit krauser Stirn* Egal, stimmt nämlich überhaupt nicht... zumindest bei mir nicht. Bei seinen Gelüsten aber wohl, denn er ließ sich von dieser komischen Meinung nicht abbringen... absolut kein Interesse an mir zu haben und Freie haben selbstverständlich sowieso immer Recht *Augen verdreht*.
Nun war ER also endlich mal wieder da. Obwohl nicht so gutaussehend wie viele andere Herren, hat er für mich doch irgendwas, das mir die Beine weich werden lässt. Zum Glück fällt es nicht weiter auf, weil ich zu seiner Begrüßung sowieso immer demütig auf die Knie sinke. Ich bekomme ihn einfach nicht mehr aus meinen Gedanken und Träumen, seitdem ich ihn vor einigen Jahren im Badehaus von Samanu verwöhnen durfte. Aber solche Gefühle sind für eine Kajira keine Seltenheit. Mit meinen früheren Herren ging mir das auch immer so. Doch nun diene ich ja einer Herrin! :-)
Da meine Herrin angekündigt hatte, dass sie mit SEINEM baldigen Eintreffen rechne, bevor sie sich zurück zog, schickte ich wegen meiner weichen Knie meine Kettenschwester zum Öffnen an die Tür, als es klopfte. ER war es tatsächlich und ziemlich überrascht, eine neue ina zu sehen, konnte sie wegen seiner seltenen Besuche ja auch nicht kennen, da sie doch noch nicht allzu lange bei meiner Herrin ist. Selbstgefällig fletzte er sich wie immer in die Kissen meiner Herrin, als ob er hier zuhause ist und musterte unsere Neue interessiert, während ich nicht anders konnte, als mich dicht neben ihn zu knien und mich ein wenig an sein Bein zu schmiegen.Doch er hatte keinen einzigen Blick für mich... schon gar nicht, nachdem er feststellte, dass meine Kettenschwester zwar von roter Seide war, aber einige Ausbildungsdefizite hatte. :-(
Ihre Schüchternheit schien ihn förmlich zu beflügeln, sich mit ihr zu befassen, während er mich konsequent weiter ignorierte. Irgendwie hatten sich dennoch meine Finger verselbständigt und waren sanft streichelnd auf seinem Schenkel gelandet. Doch das schien er erst gar nicht zu bemerken und schließlich missfiel es ihm sogar, denn er packte plötzlich mit hartem Griff meine Hand und gebot mir damit Einhalt. Leise seufzend erstarrte ich und wagte mich mit wild klopfendem Herzen nicht mehr zu bewegen. Zumindest lockerte er seinen festen Griff nicht und hielt meine Hand weiter fest... immerhin etwas... ich bin ja soooo genügsam! ;-)
Mir gingen eine Menge Sachen durch den Kopf, während ich seinen Unterrichtsausführungen lauschte, die er der Neuen angedeihen ließ. Vielleicht mochte er mich inzwischen ja überhaupt nicht mehr... wer war ich denn überhaupt? Nur eine unbedeutende Sklavin! Er konnte doch jederzeit fast jede Kajira benutzen, die seinen Weg kreuzt!! Oder gehörte er zu den Herren, die mit ihrer Lieblingssklavin besonders streng und hart umgingen? Sowas hatte ich nämlich mal gehört, obwohl ich bislang bei solchen Fällen eher das Gegenteil erlebt hatte. Trotzdem keimte mit diesem Gedanken wieder ein wenig Hoffnung in mir auf. Ach... Fragen über Fragen marterten mein Hirn, während ich von ihm zur Untätigkeit verdonnert war. Aber auch damit muss eine gute Kajira leben und darf sich nichts anmerken lassen. *seufz* :-)
Während ich still gegen meine Gefühle für ihn und meine Eifersucht auf meine Kettenschwester ankämpfte, nahm ich mir jedenfalls ganz fest vor, mir nicht anmerken zu lassen, was in mir vorging... und ich glaube, das ist mir sogar gelungen. Nach einer gefühlten Ewigkeit wanderte sein Blick nämlich doch zu mir und ich schaffte es tatsächlich, einfach nur zurück zu schauen, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken und ihm alle in mir lodernden Gefühle zu offenbaren... nur hat mich das eigentlich noch unglücklicher gemacht. Aber vielleicht erhalte ich so ja auch mal ein wenig Unterricht von ihm? ;-)))

Dienstag, 5. Juli 2011

Frust eines ersten Mädchens

Eigentlich bin ich unheimlich stolz darauf, nun schon so viele Jahre das erste Mädchen an der Privatkette meiner Herrin sein zu dürfen und bin mir dieser großen Ehre immer bewusst. Ich versuche meine Herrin nicht zu enttäuschen, zumal sie damals sagte, dass ich die erste Sklavin sei, die diesen Rang von ihr erhielt. Als ihre Erste habe ich über die anderen Mädchen ihrer Ketten "das Sagen", also eine Macht, die der meiner Herrin gleicht. Ich kann ihren anderen Kajirae Befehle erteilen, sie herumkommandieren, sie müssen mir gehorchen. Um meinen Status zu unterstreichen, lass ich mich in der Anfangszeit von einer Neuen meist "Herrin" nennen, bis sie es sich verdient hat, den Namen zu benutzen, den meine Herrin mir gegeben hat. Dafür muss sie mir durch Demut gezeigt haben, dass sie ihre Stellung akzeptiert und sich ohne Murren in die Hierarchie einfügt. Viele Mädchen schaffen dies nie... das ist einfach so. Bei diesen Sklavinnen sind Bestrafungen als Erziehungsmaßnahme dann auch zwecklos... sie sind einfach "Ausschussware" und bestenfalls als Fisch- oder Tarnfutter zu gebrauchen. Nicht umsonst spricht meine Herrin von 99ern. Von 100 Mädchen schafft es i.d.R. nur eine einzige zur guten Sklavin, 99 sind einfach nicht zu gebrauchen.
Das erste Mädchen meiner Herrin sein zu dürfen ist nicht leicht. Ich bin ihre Sklavin wie alle anderen auch, nur, dass sie an mich die allerhöchsten Ansprüche von allen hat, die ich stets versuche zu ihrer vollsten Zufriedenheit zu erfüllen, um sie zu erfreuen. So bin ich z.B. neben ihr auch für die Ausbildung ihrer Kajirae zuständig. Das ist für mich nicht so ganz einfach, da ich erstens auch nie ausgebildet worden bin und nicht zu den Menschen gehöre, die ihr Wissen über Gor nur einfach so aus dem Ärmel zu schütteln brauchen. Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben^^. Meine Herrin hat den Ruf, nur beste Ware zu verkaufen, d.h. der Weg zu einer "echten Pinion" ist ein sehr langer und vor allem ein sehr beschwerlicher... leider vielen einfach zu anstrengend. Sie lassen sich von mir zwar gerne alles Mögliche "vorbeten" verinnerlichen es aber dann doch nicht und sehen nicht ein, gestellten Aufgaben nachzukommen. Es geht teilweise soweit, dass einige sich von meiner Herrin Dinge erneut erzählen lassen, obwohl ich das bereits getan habe.
Ich bin oft ziemlich gefrustet, denn ich wüsste vieles, was ich lieber täte, als die Verantwortung für besserwisserische, lernresistente Vulos zu haben, für deren schlechtes Benehmen ich mir Strafen ausdenken und gerade stehen muss... häufig sogar bestraft werde. Manchmal mag ich einfach nicht mehr Erste sein... sehe mich in dieser schweren Aufgabe dann gescheitert... bin doch einfach auch nur eine unbedeutende Kajira, die einen starken Arm zum Anlehnen braucht!
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OOC:
Ich bin gerade OOC ein wenig nachdenklich, da ich immer versuche, meiner Rolle einigermaßen und so gut ich kann gerecht zu werden, aber Zweifel habe, ob mir dies immer gelingt, zumal ich nicht gerne dominant bin.^^ Eigentlich bitte ich jede Neue gleich zu Beginn, mir per IM zu sagen, wenn ich eine Grenze überschreite, damit wir OOC darüber sprechen können. Dies ist bislang zum Glück noch nie erforderlich gewesen und ich hoffe, dass es mir auch in Zukunft gelingt, niemanden OOC zu beleidigen.
Ich helfe "richtig" Neuen, die in die Rolle einer Kajira hineinwachsen möchten wirklich gerne, habe aber gewisse Probleme damit, langjährige Spielerinnen zu unterrichten, die sich als unausgebildete Sklavin geben, weil ihnen dies als der bequemste Weg erscheint, um sich in der Obhut einer Sklavenhändlerin den passenden Herrn zu suchen.
Es ist nicht meine Absicht, mit diesem Posting jemandem auf die Füße zu treten. Ich möchte vielmehr die Hierarchie unter Sklavinnen verdeutlichen und um ein wenig Verständnis für eine gelegentlich gefrustete Erste bitten ;-).

Samstag, 2. Juli 2011

Probleme mit der Kommentarfunktion

Seit ein paar Tagen können einige andere und ich selbst in meinem Blog keine Kommentare mehr erstellen. Auch bei Georg z.B. gelingt mir dies nicht. Ich selbst hatte auch Probleme neue Posts hochzuladen, seit ich den neuen Internetexplorer 9 installiert hatte. Das konnte ich mittlerweile umgehen, indem ich den neuen Editor von Blogger benutze. Aber auch das Kommentarproblem scheint mit Internetexplorer 9 zusammen zu hängen. Ich habe jetzt mal testweise Firefox installiert, damit funzt es. Welche Einstellung des IE 9 das blockt, habe ich noch nicht rausbekommen.

Freitag, 1. Juli 2011

Tratsch und Tanz vor der Schmiede

Der Tag begann nach dem Öffnen der Sklavenhaustür mit einem Fastzusammenstoß mit einem Krieger. Grundsätzlich hätte es mich natürlich nicht gestört unbeabsichtigt in starken Männerarmen zu landen, aber sowas gehört sich ja nicht.^^ Es war zwar ein fremder Krieger, aber mir dennoch kein unbekannter, da er mich seinerzeit auf dem Lydiusfeldzug gerettet und nach Kassau gebracht hatte. Leider war er mit seinen beiden Kajirae so schnell um die Hausecke Richtung Zitadelle verschwunden, dass ich gar keine Zeit zum Grüßen hatte. Dann kam auch schon der nächste Rarius und eilte in die gleiche Richtung, während unser Herr Leutnant mit dienstlicher Miene noch über den Marktplatz lief und wenige Ehn später dann ebenfalls zur Zitadelle. Irgendwas war da los... nur wusste ich leider nichts Genaueres darüber und konnte ja auch nicht einfach den Kriegern hinterher, um meine Neugier zu befriedigen. Vielleicht war es auch nur einfach ein Treffen der roten Kaste... eine geeignete Auskunftsquelle musste unbedingt her. :-)
Komischerweise war der Marktplatz an diesem Tag wie leer gefegt und außer dem Herrn Schmied niemand zu sehen, den oder die ich hätte fragen können. Bevor also die Gefahr bestand, dass ich noch vor Neugier platzte, weil der Herr Schmied ebenfalls verschwinden könnte, sauste ich schnell rüber zu seiner Werkstatt. So wie mein Lieblingsschmied mich anlächelte, schien er sich über mein Auftauchen zu freuen, blubberte mich dann aber doch leicht an, dass ich besser etwas eher aufgetaucht wäre, um ihm beim Branden zu helfen. Wobei er meine verpasste Hilfe dann auch noch abwertete, da er von mir ja nur eine Hand bekommen hätte, weil ich die andere dabei zum Nase zuhalten benutze. Pahhh... Freie haben zwar immer Recht und eine Kajira sollte nicht widersprechen, aber in diesem Fall habe ich ihm in aller Höflichkeit erläutert, dass ich als seine Hilfskajira selbstverständlich beide Hände benutzt hätte, da ich ziemlich lange die Luft anhalten kann. Seine Befürchtung, dass ich dann möglicherweise ohnmächtig geworden wäre, konnte ich ebenfalls entkräften, indem ich ihm überzeugend versicherte, notfalls nur noch durch den Mund zu atmen!
Da ich nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und selbstverständlich nicht neugierig erscheinen wollte und daher nicht sofort meine Beobachtungen bei den Kriegern erwähnte, schmierte ich ihm erst mal ein wenig Honig um den Bart und lobte seine neue, gut aussehende Tunika. So erfuhr ich auch, dass Lu mit dem Waschen seiner verschmutzten Arbeitskleidung beschäftigt war. Der Herr Schmied hatte sich nämlich als Schornsteinfeger betätigen müssen, weil der Rauchabzug anscheinend von Ruß verstopft gewesen war. Genauere Details zur Beseitigung der Verstopfung und ob er ganz in den Schornstein hinein kriechen musste, erfuhr ich allerdings nicht, nur dass seine andere Tunika dabei anscheinend restlos vollgesottet gewesen war und seine Kajira sich nun damit abplagte.
Mein Lieblingsschmied war gestern wirklich in Klöhnlaune und so plauschten wir eine ganze Weile über dies und das... Ohnmachtsanfälle... rote Mitbringseltücher... tolle rote Kleider... rosa Silks... Liebe und Liebeskummer... Gefährtenschaften. Ich glaube, er versuchte mich ein wenig auszuhorchen. Selbstverständlich habe ich ihm auf alle Fragen bereitwillig Auskunft gegeben, wobei mir merkwürdigerweise bei einigen Begebenheiten die Namen der Beteiligten und bestimmte Einzelheiten absolut nicht einfallen wollten. Er nahm das zum Glück gelassen hin, obwohl ich eigentlich vermutete, dass ihn die Namen am meisten interessierten. So nebenbei kamen wir auch auf die Versammlung der Krieger zu sprechen, nur darüber wusste er leider auch nichts genaueres. Es war wohl doch einfach nur ein Kastentreffen und mir mittlerweile sowieso egal.
Als Lu schließlich mit den sauberen Klamotten ihres Herrn auftauchte, erwartete ich von ihr eigentlich die üblichen Giftblicke und spitzen Bemerkungen... doch die blieben merkwürdigerweise diesmal aus. Sie schien so erleichtert darüber zu sein, den Rußdreck aus der Kleidung des Schmieds herausbekommen zu haben, dass sie beste Laune hatte, die ich mit jeder Menge Freundlichkeit honorierte... ich kann ja auch nett sein!^^ Ich bewunderte sogar ihre wohlgerundete Figur, was ihr natürlich runter ging wie Öl und erklärte mich auf ihr Drängeln schließlich einverstanden, ihr den Feuertanz zu zeigen. Es war natürlich klar, dass ihr Herr davon begeistert war und sich geradezu lüstern über die Lippen leckte, denn ich hatte den ja schon mal nur für ihn alleine getanzt. :-) Er holte zu unserer Unterstützung sogar eine Trommel aus seiner Kammer!
Nach einer kurzen Einweisung ging es dann los. Lu stellte sich sehr gelehrig an und machte mir brav alles nach. Ich muss gestehen... irgendwann hatte ich mich in eine leidenschaftliche Ekstase getanzt und sie eigentlich vergessen... hatte nur noch Augen für ihren Herrn und das Feuer in meinen Händen, das immer mehr Besitz von mir ergriff, während ich meinen nackten Körper schlangengleich vor ihm zum Rhythmus seiner Trommel bewegte. Die Fackeln in meinen Händen erloschen zwar irgendwann, doch mein Sklavenfeuer loderte dafür umso heller und war kaum noch zu zügeln. Ich konnte meine glühenden Blicke nicht mehr von ihm lassen und stellte mit einem kurzen Seitenblick auf Lu fest, dass es ihr genauso ging. Eigentlich erwartete ich, nun ins Haus meiner Herrin geschickt zu werden, denn ich sah meinem Lieblingsschmied an, dass er sich kaum noch beherrschen konnte und mit seiner Sklavin in die Felle wollte. Doch dem war nicht so... unser Tanz hatte ihm so eingeheizt, dass er uns BEIDE wollte... ein Problem mit seinem Alter hat er jedenfalls nicht!^^