Mittwoch, 31. August 2011

Einladung mit Bart

Ich war sehr zeitig wach geworden und hatte mich leise aus dem Haus geschlichen, um erst einmal ein erfrischendes Bad im Fayheen zu nehmen. Da ich es liebe, den leise plätschernden Wellen zuzuschauen, ließ ich mich nach dem Schwimmen in der warmen Sonne einfach trocknen… meine Herrin ist ja sowieso immer eher eine Langschläferin und würde mich also vorerst nicht vermissen. Am liebsten hätte ich dieses Sonnenbad gerne noch weiter ausgedehnt, aber ich musste schließlich doch mal nach meiner Herrin schauen, ob sie vielleicht inzwischen wach geworden war und mich brauchte. Zu meinem großen Erstaunen stellte ich fest, dass das große Stadttor zwischenzeitlich geschlossen worden war. Doch zum Glück machte mir auf mein Rufen gleich jemand auf. Es war mein Lieblingshauptmann höchstpersönlich… welch eine Ehre für eine unbedeutende Kajira wie mich!! :-)) Allerdings sahen er und die anderen Krieger sehr geschäftig aus, so dass ich mich schnell aus dem Staub Richtung Sklavenhaus machte, zumal ich in der Gruppe den Fremden entdeckte, den ich am Vortag mit der offenen Herbergstür verärgert hatte.
Mein Timing war perfekt, denn meine Herrin war inzwischen tatsächlich aufgestanden, so dass ihrer ersten heißen Milch mit Honig im Feuerkrug nichts mehr im Wege stand… dachte ich jedenfalls. Doch es kam ganz anders. Ich hatte meiner Herrin kaum die Milch serviert, als eine Kajira ihr die Gesprächsbitte eines Herrn übermittelte und sie damit veranlasste, die Milchschale vorerst stehen zu lassen, um sich Richtung Marktplatz zu begeben… ich natürlich hinterher. Der Anblick des Herrn dort auf der Bank, der offensichtlich mit ihr sprechen wollte, jagte mir allerdings einen leichten Schrecken ein, denn es war der Fremde, wegen dessen Beleidigungen meine Herrin schon am Vortag die Herberge verlassen hatte und um den ich eigentlich wegen der offenen Herbergstür lieber einen Bogen gemacht hätte. Ich kniete mich daher in leichter Deckung hinter dem Rock meiner ausgesprochen reserviert ausschauenden Herrin nieder und lauschte auf das, was nun wohl kommen würde.
Zu meinem großen Erstaunen benahm sich der Herr jedoch vollkommen anders als am Vortag und vor allem wollte er sich überhaupt nicht beschweren. Nein, ganz im Gegenteil, er entschuldigte sich bei meiner Herrin überschwänglich für das beleidigende Benehmen seines Zwillingsbruders! Kaum zu glauben, diesen Herrn gab es also doppelt… einmal mit und einmal ohne Benehmen… optisch nur zu unterscheiden durch einen Bart, ansonsten vollkommen identisch, einschließlich der Kleidung. Dieser nun war der Bruder MIT Bart und MIT Benehmen. Das der andere keinen gehabt hatte, war mir überhaupt nicht aufgefallen. Nachdem der Herr mit Bart sich ausgiebig und abfällig über seinen missratenen Zwilling ohne Bart ausgelassen hatte, begann er meiner Herrin den Hof zu machen, ihr förmlich Honig um ihren nicht vorhandenen Bart zu schmieren, den sie aber vermutlich lieber in ihrer Milch getrunken hätte. Er versuchte sie mit allen Mitteln für sich einzunehmen und zog alle Register um sie zu bezirzen, da er anscheinend eine Sklavin von ihr kaufen wollte, aber über ihre lange Warteliste natürlich nicht gerade besonders erfreut war.
Die Krönung des Ganzen war dann schließlich die Einladung in sein Haus zum Essen. Soweit war selbst das dicke Zuckerschnütchen bislang nicht gegangen… ähmm… ich meine natürlich der wohlgenährte, hochgestellte und hochkastige Herr Richter. Mal sehen, ob meine Herrin diese Einladung in der nächsten Hand tatsächlich annimmt. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass sie sich ohne männlichen Schutz in das Haus eines Fremden vor die Stadt begibt, wo sie jederzeit auf dessen ungehobelten Bruder ohne Bart treffen kann, egal wie charmant der Bruder mit Bart auch ist und wie sehr dieser ihr mit seinen Komplimenten eingeheizt hat. Denn ihr war bei dem Gespräch wohl ziemlich warm geworden, so warm, dass ich ihre inzwischen kalt gewordene Milch nicht wieder aufzukochen brauchte, als sie in die Herberge zurück kehrte. Im Gegenteil, es gelüstete sie ausdrücklich nach einer kalten Milch! :-)))

Dienstag, 30. August 2011

Dumm und arrogant

Nun muss ich doch mal Werbung machen, für ein anderes Blog und da besonders für diesen Post. Ich mache das nicht, um ihre Zugriffszahlen zu erhöhen, sondern in der Hoffnung, dass meine Leser, die diese "Spielerin" noch nicht kennen, gewarnt sind. Wer sich so primitiv beleidigend asozial über andere auslässt, hat nach meiner Meinung in einem RP nichts zu suchen. Bewunderndswert ist bestenfalls ihre ungebrochene Selbstüberzeugung.

Ich würde eine Therapie empfehlen.

Ein folgenschwerer Ratsbeschluss

Die gestrige Ratssitzung hatte es wirklich in sich. Der Herr Regent richtete sich nämlich mit einem sehr ernsten Aufruf, der mich erschrocken die Hand vor den Mund schlagen und gleichzeitig die Luft anhalten ließ, an alle Ratsmitglieder und legte ihnen sowohl den Anlass als auch die Gründe für seinen Aufruf sehr überzeugend dar… zumindest fast allen. Einige berechtigte Fragen konnten jedoch sehr schnell beantwortet werden. Danach sah es dann leider fast so aus, als würde wieder die übliche Paragraphenreiterei beginnen… aber eben nur fast. Meine Herrin stand nämlich auf (hatte sie bisher außer beim Heimsteinschwur noch nie gemacht) und appellierte in einer flammenden Rede für die Ehre von Heimstein und Regent an alle Ratsmitglieder. Solche leidenschaftlichen Worte zu diesem ernsten Thema hatte ich von ihr nun wirklich nicht erwartet, da ich ihre Einstellung dazu wohl ganz gut kenne. Aber ich weiß auch um ihre Heimsteintreue und ihre Loyalität gegenüber unserem Herrn Regenten. Schade nur, dass sie gestern kein rotes Kleid anhatte.^^
Dann kam alles, wie es kommen musste und ging vor allem sehr schnell. Die Ratsmitglieder applaudierten meiner Herrin und stimmten einstimmig dem Aufruf des Herrn Regenten zu, so dass sich die Versammlung alsbald auflöste, um das aufwühlende Ereignis erst einmal im Feuerkrug herunter zu spülen. Bevor sich allerdings mein Lieblingshauptmann anschickte, seinen wie immer sehr wichtigen Wachgeschäften nachzugehen, blieb er noch kurz bei meiner Herrin stehen. Aber ich glaube, selbst ihm, dem Wortgewandten, fehlten nach diesem Beschluss fast die Worte, denn er murmelte nur irgendwas, das sich anhörte wie „Das ich sowas doch noch mal erleben darf!“ und verließ dann den Saal. Der Herr Regent jedoch nutzte die Gelegenheit und bat meine Herrin noch um ihre Einschätzung zu einer mit dem Beschluss zusammenhängenden Frage. Ich war mal wieder richtig stolz, eine Herrin mit einem so scharfen Verstand zu haben, den sogar ein Herr Regent schätzt. ;-)
Leider wurde ihr dann jedoch anschließend ihre heiße Milch mit Honig in der Herberge durch Beleidigungen eines Fremden ziemlich verleidet. Da sie von den anwesenden Kasraer Herren erstaunlicherweise keinerlei Unterstützung gegen diesen Kerl erhielt, verging ihr der Appetit auf ihr Lieblingsgetränk sehr spontan und restlos. Entrüstet über die Frechheit des Fremden verließ sie einfach die Herberge. Mir bleib nichts anderes übrig, als die Milchschale abzustellen und ihr schnell zu folgen. Die Herbergstüren habe ich aber so weit offen stehen gelassen, wie es nur ging. Ich hoffe jedenfalls, dass dies dem unhöflichen, fremden Herrn erneut so richtig missfallen hat… denn er hatte mich bereits vor der Ratssitzung angeblafft, die Türen gefälligst zu schließen. Doch dies war mir irgendwie so ganz spontan wieder entfallen… manchmal ist ein schlechtes Gedächtnis vielleicht auch von Vorteil! :-)))
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OOC:  Ich weiß, das klingt alles sehr rätselhaft… aber mehr will ich noch nicht verraten… vielleicht bringen ja meine nächsten Berichte etwas Licht ins Dunkel… fasst euch also bitte noch ein wenig in Geduld! :-)))

Freitag, 26. August 2011

Unterricht, Eier und eine neue Tunika

Eigentlich war nicht viel los in Kasra… die meisten Bürger in ihren Häusern. Einzig das übliche Begrüßungskomitee war am Stadttor zu sehen, das allerdings erstaunlicherweise diesmal nur aus zwei Kajirae des anderen Sklavenhauses bestand, als meine Herrin und ich das Sklavenhaus verließen. Achja, und natürlich wartete mein Lieblingsschmied wie meistens vor seiner Werkstatt auf Kundschaft. Die beiden Komitee-Kajirae schienen sich dermaßen zu langweilen, dass sie sofort ankamen. Die eine offensichtlich aber nur, um meine Herrin zu fragen, ob sie sich zurückziehen darf, die andere, weil sie eine Menge Fragen an meine Herrin hatte.
Sie hat das große Problem, die Letzte an einer Kette zu sein, deren Besitzerin seit mehreren Hand auf Reisen ist. Sie wurde wegen der gerade bevorstehenden Reise von ihrer Herrin auch nicht auf goreanische Weise begrüßt…hat bislang noch keinerlei Erziehung bekommen, da ihre Erste zusammen mit der Herrin auf die Reise gegangen ist… die Zweite anscheinend oft auf den Feldern arbeitet und die Dritte wohl auch noch sehr viel lernen muss. Sie hat also jede Menge Flausen im Kopf, die sie mit meiner Herrin zu besprechen gedachte. Was folgte, war ein mehrere Ahn füllendes Gespräch, indem meine Herrin ihr die Stellung einer Sklavin klar machte, dass eine Kajira ein Nichts ist und vor allem nichts besitzt, nicht mal einen Namen und keine Forderungen zu stellen hat… vollkommen von dem Wohlwollen aber auch der Willkür Freier abhängig ist, ohne Gerechtigkeit und Fairness erwarten zu können. Sie machte dem Mädchen sehr deutlich, dass sie noch nicht mal am Anfang steht.
Wenn meine Herrin erst einmal am Dozieren ist^^, dann ist sie meist kaum zu bremsen. So war es auch gestern wieder. Leider ließ sie sich auch von ihrem und meinem Lieblingshauptmann nicht wirklich in ihren Erläuterungen unterbrechen. Aber zumindest angestrahlt hat sie ihn, als er mit den Worten „Oh, das Zentralgestirn“ grüßend zu uns stieß. Ich wechselte natürlich sofort meine Position, damit ich meiner Herrin nicht den Rücken zukehren musste, während ich meinen Lieblingshauptmann schwärmerisch ansah. Ich glaube jedoch, das Gespräch meiner Herrin mit der Sklavin war nicht das, was er sich erhofft hatte, denn er verließ uns zu meinem großen Bedauern alsbald wieder, ohne noch ein weiteres Wort mit ihr gewechselt zu haben und marschierte in seiner zackigen Kriegerart um den Marktplatz herum. Allerdings guckte er dabei ziemlich sauer. Das habe ich genau gesehen, da ich meine Augen selbstverständlich nicht von ihm lassen konnte… ich liebe nun mal den Anblick eines durchtrainierten Männerkörpers!^^
Ich muss gestehen, dass ich danach nur noch mit halbem Ohr dem Unterricht meiner Herrin lauschte, aber wozu hat man auch zwei Ohren! Mein anderes Ohr belauschte mit vollem Einsatz das viel interessantere Gespräch meiner beiden Lieblingsherren. Der Herr Schmied hatte offensichtlich auch den grimmigen Blick des Hauptmanns bemerkt und witterte vielleicht ein Geschäft für sich, indem er danach fragte, ob sein Gladius bereits in der Scheide Rost ansetzen würde. Leider musste ich mit der Antwort meines Lieblingshauptmanns dann hören, dass sein genervter Gesichtsausdruck nicht davon rührte, dass meine Herrin anderweitig beschäftigt war und ihn ein wenig links liegen gelassen hatte, was ich übrigens vollkommen unweiblich von ihr fand und auch keinerlei Verständnis dafür aufbringen konnte. Er war obersauer wegen eines IHM in den Weg gestellten EIERWAGENS, der auf einem öffentlichen Weg vor SEINER Leiter stand, die auf SEINE Mauer führt, die ER zu verteidigen hat, um Kasra zu beschützen und von dem er deswegen behauptete, er würde die Sicherheit der Stadt bedrohen und deren Verteidigung bei einem Angriff erschweren!
Der Herr Schmied nahm diesen Vorfall ziemlich gelassen und dachte anscheinend an seinen knurrenden Magen, denn er machte ihm den praktischen Vorschlag, die Eier von einer Kajira für eine deftige Mahlzeit in die Pfanne hauen zu lassen. So gestärkt wäre es dann doch ein Leichtes, den Wagen einfach weg zu schieben. Ich fand den Vorschlag eigentlich nicht schlecht und hätte die beiden auch ganz gerne bekocht… zumindest erst mal… wer weiß, womit ich ihnen danach dann noch hätte dienen können…wenn sie das denn von mir gewünscht hätten. Meine Herrin brauchte mich ja gerade sowieso nicht. Doch mein Lieblingshauptmann zeigte ihm einfach einen Vogel und meinte das es ja wohl bei ihm hackt, zu denken, der Hauptmann von Kasra würde einen dämlichen Eierwagen schieben! Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es mal wieder nicht verkehrt gewesen war, vorerst die Klappe zu halten und sich nicht gleich anzubieten, denn als nächstes kamen die beiden überein, dass ein leer gegessener Eierwagen ja viel leichter ist und dann auch von einer Sklavin weg gezogen werden kann.
So kniete ich also weiter neben meiner Herrin und versuchte wieder die nötige Konzentration für ihren Unterricht aufzubringen, denn auch ich lerne ja immer noch etwas dazu und werde wohl auch nie damit aufhören. Dennoch fiel es mir ein wenig schwer, weil meine Gedanken nun zu meiner neuen Tunika abschweiften, die ich meiner Herrin so gerne zeigen wollte… allerdings nicht in aller Öffentlichkeit, falls sie etwas daran auszusetzen hatte. Leider hat sie meistens etwas auszusetzten, da unsere Geschmäcker ziemlich auseinander gehen. Sie würde mich vermutlich am liebsten vollständig bekleidet sehen, also so wenig Haut wie möglich und ich würde am liebsten nur ganz wenig Stoff oder gar keinen tragen.^^ Bei meinen letzten Schneiderarbeiten ist mir ja auch leider ein klitzekleines Missgeschick beim Oberteil passiert. Ich hatte vollkommen unbeabsichtigt den Stoff nämlich ein wenig zu knapp geschnitten, so dass immer wieder ein Hauch von meiner Brustwarze zu sehen ist und ich ständig am Stoff herum zupfen oder meine langen Haare darüber fallen lassen muss.
Aber um beim Thema zu bleiben… ich saß also mittlerweile fast wie auf rohen Eiern, während die Zeit endlos dahin strich, ich mich in unendlicher Geduld übte und dabei immer nervöser wurde. Doch irgendwann zu später Ahn waren wir dann doch im Sklavenhaus. Inzwischen hatte ich jedoch solche Befürchtungen, dass ich die Tunikavorführung am liebsten auf nächste Hand verschoben hätte. Doch meine Herrin hatte natürlich wieder ihren siebten Sinn und durchschaute mich, als sei ich durchsichtig… es führte nun also kein Weg mehr an der Anprobe vorbei.
Tja…*strahlt*… meine neue Tunika GEFIEHL ihr… natürlich am besten mit dem längeren Rock, was mir aber selbstverständlich schon vorher klar gewesen war. ;-) Sie sagte mir, dass sie sich beim Kauf des Stoffes GENAU SO ETWAS in ihren Kastenfarben vorgestellt hatte!!!

Doch auch den kurzen Rock ließ sie so gerade eben noch durchgehen!!! :-)))))

Donnerstag, 25. August 2011

Geteilte Meinungen

Nachdem meine Herrin nun jeden Tag ein anderes ihrer vielen neuen Kleider anzieht, habe ich mich gestern gleich nach dem Aufstehen endlich an die Näharbeiten für meine neue Tunika gemacht. Ich hatte das Gefühl, nun auch mal mit etwas Neuem aufwarten zu müssen. Selbstverständlich nicht aus Eitelkeit, sondern ausschließlich meiner Herrin zu Ehren!! *schaut überzeugt unschuldig* Leider habe ich die Näherei jedoch nicht ganz fertig bekommen, weil ich mich irgendwie ein wenig mit den Schnüren vertüdelt hatte, die ich als Kordel um die Hüften schlingen wollte, so dass ich alles erst einmal schnell wieder in der Kiste verstaute.^^ Denn meine Herrin stand gestern erstaunlich früh auf und soll mein Werk erst sehen, wenn ich es fertig habe… wobei… ich glaube, ein wenig neugierig ist sie schon!

Um zu verhindern, dass meine Herrin wieder anfing sich in all ihren Kleidern vorm Spiegel zu drehen, hatte ich wie vereinbart für sie ein Kleid bereit gelegt, denn das vom Vortag war ja in der Herberge durch einen restlos verstaubten Krieger ziemlich in Mitleidenschaft geraten und musste erst mal gründlich abgebürstet werden. Wie sich der Rarius beim Waffentraining dermaßen einsauen konnte, blieb mir ein Rätsel, aber vielleicht gehörte zu den Übungen beim Training auch dazu, über das Plateau des Vulkans zu robben. Zumindest schien ihm nie beigebracht worden zu sein, dass er seinen Staub nicht gerade in einem Raum und nicht auch noch direkt neben einer freien Frau abzuklopfen hat. Von dem Kribbeln in meiner Nase und dem folgenden Niesanfall will ich da gar nicht reden!

Da neue Kleider besonders schön sind, wenn frau sie auch zeigen kann, hielt es meine Herrin dann letztendlich doch nicht mehr allzu lange im Sklavenhaus, obwohl ich schon ein wenig das Gefühl bekam, sie würde gerne noch einmal alles durchprobieren.*verdreht die Augen* Zum Glück wusste ich das aber geschickt zu verhindern, da ich gerne vor die Tür wollte, weil ich die Stimmen zweier meiner Lieblingsherren von draußen gehört hatte. Leider blieb meine Herrin jedoch zu meinem großen Bedauern nicht zu einem kleinen Plausch mit dem Hauptmann und dem Schmied stehen, so wie ich es mir erhofft hatte, sondern rauschte gleich weiter in die Herberge. Wobei… das war in diesem Fall wohl auch besser so, da mein Lieblingshauptmann gerade an die Wand der Schmiede pinkelte. Wie gut, dass sie das nicht gesehen hat, sonst hätte sich die Sonne von Kasra bestimmt schlagartig zu einer vermutlich länger anhaltenden Sonnenfinsternis verdunkelt. ;-)

Kurz nach unserem Eintreffen füllte sich die Herberge dann auch erstaunlich schnell. Zu meiner Herrin und der Heilerin kamen noch unser Leutnant, mein Lieblingsschmied und später auch noch der erste Händler mit seiner Kajira hinzu. Die Herren Schmied und Händler gehören ja sozusagen neben meiner Herrin sowieso zu den Stammgästen der Herberge… aber die Anwesenheit des Leutnants war schon etwas ungewöhnlich und hat mich sehr gewundert. Normalerweise benimmt er sich nämlich dermaßen arrogant freien Frauen gegenüber, als sei es vollkommen unter seiner Würde, sich mit ihnen auch nur zu unterhalten und meidet es daher konsequent, mit ihnen in der Herberge zusammen zu treffen.^^ Wie er es trotzdem geschafft hat, eine Herrin dazu zu bringen, mit ihm demnächst sogar eine Gefährtenschaft einzugehen, ist mir vollkommen unerklärlich. Aber daher wehte anscheinend gestern der Wind… er wollte wohl ein wenig Schönwetter und Werbung für seine demnächst anstehende Gefährtenschaftsfeier machen. ;-)

Nach einem Paga war seine Zunge dann sogar so weit gelockert, dass er zur Freude meiner Herrin mit einigen Informationen der roten Kaste aufwartete, die der Herr Regent den Bürgern anscheinend erst auf der nächsten Ratssitzung mitteilen will. Damit wurde die sowieso schon darüber schwelende Gerüchteküche, wer wen wann warum und weswegen beleidigt hat und welche Konsequenzen das möglicherweise haben wird, natürlich ziemlich angeheizt. Alle Informationen aus dem Mund dieses Kriegers waren selbstverständlich Wasser auf die Mühlen meiner Herrin, die mit ihrer Gabe im strategischen Denken und ihrer gefürchteten Zunge, die Argumentationen des Herrn letztendlich nicht mehr so ganz logisch aussehen ließ.^^ Aber ich werde mich als Kajira natürlich hüten, hier Genaueres darüber von mir zu geben... zumal ich auch nicht weiß, ob ich alles richtig verstanden habe, obwohl ich das aber glaube. ;-)

Eines ist jedenfalls deutlich geworden… die Meinungen der Herrschaften zu diesem Thema waren sehr geteilt. Während Einige Bedenken und Befürchtungen haben, sehen Andere eine durchaus rosige Zukunft mit der Gelegenheit sich zu beweisen und zu profilieren, guten Geschäften oder sogar einer weiteren Einkommensquelle... denn ich glaube, der Imkerkäsekapitän kann sich bald Imkerkäsekapitänbogenhersteller nennen!! :-)))

Mittwoch, 24. August 2011

Die Sonne von Kasra

…und ihre vielen Kleider! *seufzt*
Meine Herrin hatte sich kürzlich ja kistenweise neue Kleider zugelegt… nicht, weil sie nichts anzuziehen hatte, sondern weil sie wohl einfach Lust hatte. Um hier gar nicht erst ein Missverständnis aufkommen zu lassen, ich meine natürlich, dass sie Lust auf neue Roben hatte… nicht auf andere lustvollen Dinge, denn von sowas versteht meine geliebte Trockenpf… öhmm… Herrin ja nun mal nichts!^^
Ich hatte ja schon an anderer Stelle berichtet, dass der Anlass für ihren Besuch bei einer Schneiderin zwei ihr und auch mir sehr wichtigen Herren sowie dem großen Verhandlungsgeschick der Händlerin zuzuschreiben war, die meiner Herrin auf dem letzten Donnermarkt in Kasra so tolle Stoffe verkauft hatte. Wobei ich dabei ja auch nicht leer ausgegangen bin, allerdings bislang noch überhaupt keine Zeit zum Nähen hatte. Solch einen schönen Stoff für eine neue Tunika hatte ich schon lange nicht mehr in den Fingern, da ich ja meistens irgendwelche am Ufer des Fayheen angeschwemmten Klamotten für mich abändere. Allerdings muss ich eingestehen, dass ich ziemlich wählerisch bin und daher selbstverständlich auch nicht alles nehme. :-)
Die erste Anprobe und das Vorführen ihrer neuen Kleider fand natürlich gleich nach der Rückkehr meiner Herrin statt. Erstens war sie ziemlich stolz auf ihre Neuerwerbungen und zweitens hatte sie Mitleid mit mir, weil sie weiß, dass ich bestimmt nicht hätte schlafen können, ohne alles gesehen und begutachtet zu haben, wo ich bei der Schneiderin ja nun schon nicht mit dabei gewesen war. Das fand ich wirklich nett von ihr, insbesondere, weil ich in der Beziehung doch überhaupt nicht neugierig bin! *kreuzt mal schnell zwei Finger hinter dem Rücken und setzt einen betont unschuldigen Blick auf* Jedenfalls war ich restlos begeistert von ihrer Wahl und vor allem von den tollen Kombinationsmöglichkeiten der Kleidungsstücke, die ich auch gleich versucht habe mir gut zu merken, weil ich ja weiß, wie wenig Verlass in der Beziehung auf meine Herrin ist. Man könnte fast denken, sie sei keine Frau!!^^
Gestern kam dann der absolute Härtetest. Ein Extremfall sozusagen, wo ich mich in unendlicher Geduld und perfekter Selbstbeherrschung üben musste, weil ich nämlich viel lieber vor die Tür gegangen wäre. Ich wollte eigentlich die Rückkehr der Wachen von ihrem Training nicht verpassen, vor allem die meines Lieblingshauptmanns, der mir vorher doch die große Ehre erwiesen hatte, mir einen sehr wohlwollenden Klaps auf meinen Po zu geben und das, obwohl er noch drei andere Sklavenhinterteile zur Auswahl gehabt hatte. Aber vielleicht war es ja nur Zufall gewesen, weil sein Weg zum Training eben direkt an mir und nicht an den anderen Kajirae vorbei führte? Egal…immerhin bin ich das erste Mädchen der „Sonne von Kasra“… so bezeichnete er nämlich meine Herrin später wieder… und nicht irgendein Mädchen! :-)))
Vorerst stand die „Sonne von Kasra“ aber zu meinem Leidwesen in ihrem Haus vor dem Spiegel… drehte und wendete sich davor… zog ein neues Kleid nach dem anderen an… probierte sämtliche Kombinationen aus und holte zu allen meine Meinung ein, was mich natürlich wiederum sehr ehrte. Allerdings muss ich gestehen, dass mich dabei das nicht unbekannte Gefühl beschlich, wie gut es ist, dass sie mich hat. Es hat sich nämlich erneut gezeigt, sie hatte nicht mehr so ganz auf der Reihe, was sie alles gekauft hatte und welche Kombinationen gut aussehen. Immerhin, aber auch leider, hatte sie eine Entscheidung gleich zu Beginn getroffen, wodurch sich die Probiererei auf die Hälfte der Zeit reduzierte. Rot kam für sie gestern nämlich nicht in Frage… nicht einmal das rote Tuch meines Lieblingshauptmanns! :-( Trotzdem hat es nach einer unendlichen Anprobe (gefühlt mindestens zwei Ahn, obwohl es nur eine war) eine Ewigkeit gedauert, bis sie sich endlich entschlossen hatte und wir vor die Tür gehen konnten, dann aber sogar auf das Plateau über dem Vulkan! :-)
Leider kamen wir dort natürlich viel zu spät an, um noch etwas vom Training der Wachen zu sehen… es war schon lange vorbei. Durch den Fußmarsch meldete sich auch prompt der Magen meiner Herrin, so dass es nun wie erwartet auf kürzestem Weg in den Feuerkrug ging, wo ich ihr ein leckeres Essen aus den in der letzten Hand bei der Bäuerin gekauften Zutaten bereiten durfte, was der neuen Herbergskajira jedoch nicht so wirklich zu gefallen schien. Allerdings äußerte die sich auch nicht ausdrücklich dagegen, sondern blieb wie so oft still im Hintergrund knien… sah es offensichtlich aber auch unter ihrer Würde an, gemeinsam mit mir das Essen für meine Herrin zuzubereiten… so wie ich es ihr angeboten hatte. Ich fand mich eigentlich sehr nett, doch sie meinte dazu nur ziemlich schnippisch „Eine Pfanne braucht wohl keine zwei Kajirae!“ Selbstverständlich nicht, ich hätte ihr die Pfanne mit den zu bratenden Suls auch ganz alleine überlassen, in der Zwischenzeit die restlichen Zutaten vorbereitet und nebenbei die Gelegenheit für ein wenig Tratsch mit ihr genutzt. Dann eben nicht Gnädigste… besonders teamfähig scheint sie also nicht zu sein.^^
Aber egal… meiner Herrin hat es trotzdem wie immer sehr gut geschmeckt und es war natürlich so reichlich da, dass sie nicht alles alleine aufessen konnte. Da mein Lieblingshauptmann leider wegen seiner, wie fast immer *grummel* dringenden Dienstgeschäfte nicht zusammen mit seiner „Sonne Kasras“ speisen konnte, obwohl ich meinte, seinen Magen laut dagegen rebellieren zu hören, kam nicht nur unser erster Händler noch in den Genuss meines leckeren Essens, sondern auch Aly und ich!!! *schwelgt*

Freitag, 19. August 2011

Glückstag

Der Tag fing gut an, denn ich bin gerade noch rechtzeitig wach geworden für die geplante Blackwinefahrt! Es war ja am Vorabend schon mit meiner Herrin abgemacht worden, dass ich die große Ehre bekommen sollte, je nach Anzahl der Teilnehmer entweder das Segelboot oder das Floß steuern zu dürfen. Außer dem Imkerkäsekapitän war ich anscheinend die Einzige unter allen Teilnehmern der Ausfahrt, die etwas von der Seefahrt bzw. vom Segeln verstand und die wusste, was Fallen und Schoten sind. Ich freute mich also sehr auf diesen kleinen Segeltörn. *strahlt*
Noch mehr, also eigentlich sogar wahnsinnig gefreut, hatte ich mich aber schon bei dem Gespräch meiner Herrin mit dem Imkerkäsekapitän. Sie hatte dabei nämlich mehrfach richtig deutlich betont und so allen in der Herberge Anwesenden klar gemacht, wie unheimlich wichtig ich ihr bin und dass sie mich auf keinen Fall bei dieser Ausfahrt verlieren möchte. Obwohl ich ja eigentlich weiß, wie sehr sie mich mag, wurde mir trotzdem bei ihren Worten ganz warm ums Herz, während ich überglücklich neben ihr kniete und der Unterhaltung mit klopfendem Herzen lauschte, zumal sie sonst ja mit ihren Gefühlen mir gegenüber in der Öffentlichkeit immer so furchtbar hinter den Berg hält. :-)) Aber ich konnte nicht nur den Herrn Imkerkäsekapitän, sondern vor allem meine Herrin mit ein paar seemännischen Fachausdrücken, die sie vorher vermutlich noch nie gehört hatte, klar machen, dass ich nicht das erste Mal segeln würde.
Überzeugt von meinem Können, wie ich nun mal war, hatte ich daher logischerweise für meine Herrin natürlich auch kein Ersatzkleid eingepackt, falls sie über Bord gehen sollte…warum auch? Ich hatte jedoch nicht damit gerechnet, dass schon der Start am Hafen von Kasra erste Risiken bergen könnte. Die Gangway zum Schiff war nämlich extrem schwankend, so dass ich schon befürchtete, dass meine Herrin bereits vor Beginn der Reise nass werden würde, ich hinter ihr herspringen müsste, um sie zu retten und danach dann doch noch ein trockenes Kleid für sie holen. Doch das an Bord klettern klappte erstaunlich gut mit ihr und sie blieb tatsächlich trocken… die anderen Herrschaften und Kajirae allerdings auch.^^ Es konnte also los gehen!
Die Schoten waren schnell klariert… es herrschte nämlich penible Ordnung an Bord, so dass ich bald die Segel hochziehen konnte, die im seichten Wind leise flappten. Danach hieß es dann nur noch Festmacher los, Segel dicht, Ruder legen, etwas abfallen und Kurs Richtung Werft aufnehmen. Ich muss sagen, dieser kurze Törn bis zur Werft, bei der die eine oder andere schöne Erinnerung an tolle Segeltouren auf der Erde bei mir aufkam, habe ich richtig genossen… mir den warmen Wind über meine nackte Haut und durch meine langen Haare streichen lassen und dem leisen Gluckern der Wellen an den Schiffsplanken gelauscht. Meine Herrin schien das Plätschern auch wahrgenommen zu haben, denn sie legte sich ziemlich ins Zeug, meinem Lieblingswirt unmissverständlich klar zu machen, was für sie auf keinen Fall in Frage kommt, wenn dieses Geplätscher seine Blase anregen sollte. ;-)
Nach meinem Empfinden leider viel zu schnell, kamen wir wohlbehalten an der Werft an, alle in trocknen Kleidern und auch ohne Blasenprobleme, denn der Herr Wirt konnte seinen Pagadrang tatsächlich so lange beherrschen!^^ Wir durften uns den halbfertigen Schiffsrumpf der neuen Kasra anschauen und hörten von unserem Imkerkäsekapitän einen kleinen Vortrag über die Unterschiede zwischen Rund- und Tarnschiffen, dem auch meine liebe Herrin sehr gut folgen konnte, obwohl sie mit der Seefahrt ja nichts am Hut hat. ;-) Danach allerdings, bei den Erläuterungen unseres Herrn Schiffszimmermanns, stieß sie bei geklinkerten Beplankungen, Karweelbeplankungen und kalfatern sowie dem Vor- und Achtersteven dann doch an ihre Grenzen. Aber die beiden schiffbaukundigen Herren scheuten selbstverständlich keine Mühe, alles noch einmal landrattenverständlich für meine Herrin zu wiederholen.

Die kurze letzte Etappe per Schiff und zu Fuß vorbei an der Käserei und Imkerei unseres Imkerkäsekapitäns bis zum Hof unserer Bäuerin, hat alle Herrschaften dann anscheinend so hungrig gemacht, dass die reichhaltig von der Herrin aufgetischten Speisen schnell dankbare Abnehmer fanden. Vor allem der Kuchen hatte es meiner Herrin angetan, so sehr, dass sie sogar meinte, er sei den Puddingteilchen noch vorzuziehen, die sie nun wirklich liebt. Sie schien jedenfalls im siebten Himmel der Priesterkönige zu schwelgen. Daher war es natürlich selbstverständlich für mich, zusätzlich zu den anderen Vorräten, die ich für meine Herrin einkaufte, auch etwas von dem Kuchen zu nehmen.
Eigentlich hatte ich den Kuchen als Überraschung für sie gedacht, wenn wir wieder zu Hause sind, denn wir hatten noch einen kleinen Fußmarsch über den Vulkan vor uns. Doch sie scheint noch neugieriger als ich zu sein, hatte ihre vorwitzigen Finger absolut nicht im Griff und hat natürlich in das eingewickelte Proviantpaket geschaut. Aber egal… der Kuchen hat trotzdem zu später Ahn im Sklavenhaus oberköstlich geschmeckt, auch wenn er keine Überraschung mehr war. Ach ja… und an dem Spruch, dass in Sch… treten Glück bringt, ist auch auf Gor was Wahres dran. Ich war nämlich auf dem Hof der Bäuerin in einen Boskfladen getreten, der wohl noch ziemlich frisch war und eine dementsprechend breiige Konsistenz hatte. Es war ein Gefühl wie im Watt, als das klebrige Zeugs sich so langsam zwischen meinen Zehen durchquetschte… aber es war nicht zu meinem Nachteil, denn ich habe zuhause die Hälfte von dem leckeren Kuchen abbekommen… die Krönung meines absoluten Glückstages! :-)))))

Donnerstag, 18. August 2011

Wichtigtuerei

Gleich nach dem Aufwachen schlich ich mich leise aus dem Haus, um meine Herrin noch ein wenig ausschlafen zu lassen und machte mich auf die Suche nach den Kajirae der Sklaventrainerin. Da meine Herrin sich während der Reise ihrer Kastenkollegin für deren Kette mitverantwortlich sah, war es an mir, zuerst einmal für sie den Namen des ersten Mädchens herausbekommen, da ich die Kajirae bislang noch nicht weiter kennengelernt hatte. Doch leider waren meine ersten Versuche vergeblich, denn mir öffnete niemand die Tür im anderen Sklavenhaus. Da ich vermutete, dass die Mädchen alle auf den Feldern waren, schlenderte ich daher weiter zum Stadttor, wo ich sie bei ihrer Ankunft am besten abpassen konnte.

Ich hatte Glück… ich traf dort auf eine kleine Gruppe Sklavinnen, von denen eine sogar zu der gesuchten Kette gehörte. Allerdings konnte ich sie vorerst nicht nach ihrer Ersten fragen, weil gerade ein fremder Herr durchs Stadttor kam und sich suchend umschaute. Freundlich und hilfsbereit, wie ich nun mal bin, grüßte ich ihn höflich und fragte, ob ich ihm vielleicht helfen kann. Allerdings blieb ich dabei stehen, während die anderen Kajiae auf die Knie sanken. Als Antwort kam von ihm lediglich die ungehaltene Frage, ob ich nicht erzogen worden sei. Er schien offensichtlich nicht gerade gut gelaunt zu sein. Da sich mir bei dieser in die Gruppe geworfene Frage jedoch nicht ganz eindeutig erschlossen hatte, ob tatsächlich ich damit gemeint war, er hatte mich nämlich nicht direkt angesehen, fragte ich vorsichtshalber noch einmal nach, selbstverständlich mit aller gebührenden Höflichkeit, aber eben immer noch im Stehen. Wobei ich dazu noch sagen muss, dass ich aufgrund seiner und meiner Körpergröße zu ihm aufschauen musste.

Meine Rückfrage schien seine Laune nun richtig schlecht zu machen, allerdings wurde er eindeutiger. Denn nun herrschte er wirklich MICH wütend und ungehalten an und befahl mich auf die Knie. Natürlich kam ich dieser Aufforderung ohne zu mucken mit den Worten „gerne Herr“ umgehend nach… ich bin ja schließlich gut erzogen!^^ Doch das war ihm auch nicht recht, denn er empörte sich nun über das Wort „gerne“. Mir wurde langsam klar, dass es sich hier anscheinend um einen der obersuperdominanten-möchte-gern-Herren handelte, der seine offensichtlich nicht vorhandene Dominanz und die damit einhergehenden Minderwertigkeitskomplexe mit dieser in meinen Augen überflüssigen Wichtigtuerei demonstrieren wollte. Wobei ich mich richtig klasse fand, mir nichts zu Schulden kommen ließ und formvollendet höflich blieb, wie es sich eben für eine wohlerzogene Kajira gehört. Das schien ihn jedoch dermaßen zu wurmen, dass er es schließlich vorzog, sein albernes Säbelrasseln ohne Säbel aufzugeben, um sich nicht noch lächerlicher zu machen. Anscheinend sah er letztendlich keinen anderen Ausweg für seinen Abgang, als uns alle los zu werden und zu befehlen, endlich weiter unseren Aufgaben nachzugehen.

Welch eine ideale Gelegenheit also für mich, ihm noch einmal eine freundliche Frage zu stellen, um ihn nicht durch Missachtung seines vorherigen Befehls noch weiter zu verärgern! Ganz besonders liebreizend lächelnd erkundigte ich mich nämlich, ob ich dafür denn nun wieder aufstehen durfte… was er mir dann auch gnädig gestattete! Selbstverständlich habe ich diese Antwort noch abgewartet, bin dann aber schnell in Richtung Herberge verschwunden, da ich nun doch befürchtete, mir mein Grinsen nicht mehr länger verkneifen zu können. Leider habe ich mich dadurch um seinen letzten, vermutlich restlos genervten Gesichtsausdruck betrogen… aber eine Kajira kann eben nicht alles haben!^^ Außerdem musste ich ja noch den Namen der Kettenersten aus dem anderen Sklavenhaus heraus bekommen.

Meiner Herrin habe ich selbstverständlich später wahrheitsgetreu von diesem Vorfall berichtet und mich dann unter ihrem gutmütig, freundlichen Schmunzeln darin geübt, oberzerknirscht auszusehen, weil ein Herr nicht über mich erfreut gewesen war. Wobei mir das merkwürdigerweise jedoch nicht so ganz perfekt gelungen ist, was die gute Laune meiner Herrin nach meinem Bericht aber in keiner Weise schmälerte. :-))

Mittwoch, 17. August 2011

Wettgewinn

Ein Herr besuchte gestern mit seiner neuen Sklavin meine Herrin, um sich für seinen Neubesitz Papiere ausstellen zu lassen. Das Mädchen hatte ich zwar schon einige Male gesehen, sie war mir bislang aber noch nicht wirklich aufgefallen, was grundsätzlich sehr angenehm ist, weil eine Kajira sich einfach nicht in den Vordergrund zu drängen hat. Diejenigen, die es dennoch tun, stehen auf meiner inneren Liste nämlich ziemlich weit unten. Tja, und Freie, die von dieser ja angeblich so „erfrischenden Art“ solcher Mädchen auch noch angetan sind und ihr Verhalten nicht rügen, stehen bei mir noch tiefer im Kurs. Eine gute Sklavin muss einfach ihre Klappe halten können, auch wenn dies vielleicht gerade nicht ihrem Naturell entspricht, sonst ist sie in meinen Augen einfach eine schlechte Kajira und ihr Herr oder Herrin noch schlechter… aber sowas denke ich natürlich nur ganz leise *grinst frech*.
Als ich die Neue allerdings vor einigen Tagen im Haus ihres Herrn beobachten konnte, war mir ihre Unaufmerksamkeit aufgefallen, dass sie immer erst nach Aufforderung durch ihren Herrn seine Gäste recht zögerlich bediente. Sie machte auf mich einen extrem verschüchterten Eindruck und traute sich kaum aufzuschauen. Man konnte fast meinen, sie wollte am liebsten im Boden versinken. Vielleicht, weil ihr Herr ihr noch keine Kleidung erlaubt hatte… vielleicht war es aber auch das Verhalten einer frisch von der Erde importierten, unausgebildeten Weißseidenen, die noch nicht allzu gewandt mit der goreanischen Sprache war? Das würde natürlich einiges erklären. Mir kamen trotzdem Gedanken in den Sinn, ob ihr Herr mit ihr einen guten Kauf getätigt hatte. ;-)
Wobei… sich nicht ständig in den Mittelpunkt zu drängen und vor allem nicht frech zu sein, sind sehr wichtige Eigenschaften für eine gute Kajira. Da habe ich in meiner langen Zeit auf Gor schon so einige Mädchen gesehen, die diese Vorzüge niemals erwerben werden, dafür aber umso überzeugter von sich selbst waren. Wichtig finde ich, dass sich eine Sklavin jederzeit bewusst ist, dass ihr Verhalten auf ihren Herrn oder Herrin zurückfällt. Deswegen sollte sie bei aller Schüchternheit und Unerfahrenheit auch wissen, wie wichtig es ist, Freie freundlich zu grüßen. Andere Kajirae zu begrüßen ist da nur zweitrangig, aber grundsätzlich natürlich nicht verkehrt, wenn man noch neu ist und niemanden kennt.^^
Das Grüßen hatte diese Neue jedenfalls offensichtlich noch nicht drauf, obwohl sie nun schon einige Tage bei ihrem Herrn war und warf damit ein schlechtes Bild auf ihn. Er wäre in meinen Augen besser beraten gewesen, wie meine Herrin zu verfahren, die ihre Neuerwerbungen immer erst dann vor die Tür lässt, wenn sie zumindest richtig grüßen können, auch wenn sie sonst noch nicht weiter ausgebildet sind. Aber vielleicht habe ich ihre Begrüßung auch nicht mitbekommen, weil sie so leise war und außerdem verschüchtert gleich hinter der Tür des Sklavenhauses knien blieb… immerhin IM Haus! ;-)
Obwohl ihr Herr ihre Schüchternheit zwar inzwischen erkannt hatte, machte er es ihr gestern leider auch nicht durch klare Anweisungen einfacher, wie sie sich verhalten sollte, indem er sie z.B. mit einem eindeutigen Befehl neben sich zitierte. Im Rahmen seines Gespräches mit meiner Herrin wegen der Papiere, musste ich dann feststellen, dass ich mich in ihr ziemlich getäuscht hatte. Ich erfuhr nämlich zu meiner großen Überraschung, dass sie gar nicht frisch importiert war, sondern anscheinend schon einem Herrn und einer Herrin gedient hatte, dort aber offensichtlich nicht ausgebildet worden war. Die Frage meiner Herrin nach dem Heimstein ihres Vorbesitzers, konnte sie merkwürdigerweise nicht beantworten, wie auch das eine oder andere nicht. Sie ist schon ein sehr sonderbares Mädchen. Meine Herrin hat vollkommen Recht damit, dass normalerweise keine Kajira drei Dinge vergisst: Wer ihr erster Herr war, von wem sie ihr Branding erhielt und ihre erste große Enttäuschung.
Aber meine Herrin musste ihr sowieso jedes Wort einzeln aus der Nase puhlen, was das Gespräch ziemlich zäh machte und das Erstellen der gewünschten Papiere zu ihrer leichten Verärgerung nicht gerade vereinfachte. Interessant fand ich natürlich die Frage an den Herrn nach dem Wert seiner Neuen. Nach einigem Zögern und ein wenig Herumdrucksen kam er dann damit über, dass sie ein Wettgewinn ist, er also überhaupt nichts für sie bezahlt hatte, so dass meine Herrin schließlich leise seufzend nur einen Schätzwert in die Papiere eintragen konnte, bei dem mir spontan durch den Kopf ging, ob sie so viel überhaupt wert ist? ;-)
Zum Schluss kam noch ein interessantes Anliegen des Herrn an mich, was mich sehr ehrte, da es seine gute Meinung von mir zeigte. Ich möge seinem Besitz doch, wenn möglich, ein wenig den Rücken stärken, wenn er mal nicht da ist. Es stellte sich nämlich heraus, seine Kajira hat es in seinem Haus oft nicht leicht, weil gerne die unausgebildeten, zurzeit herrenlosen Mädchen der Sklaventrainerin zu Besuch kommen und ihr anscheinend ziemlich auf der Nase herum tanzen. Oh je, ich konnte mir sehr gut vorstellen, welch einen schweren Stand sie gegen diese in der Gruppe sich besonders stark fühlenden Kajirae hat und insbesondere gegen die Prinzessinnendarunter, die sich selbstverständlich für was Besseres halten. Aber vielleicht ist sie ja selber eine? Jedenfalls muss sie da irgendwie auch alleine durch, denn sie ist nun mal das erste Mädchen ihres Herrn und hat in seinem Haus das Sagen. Zumindest muss sie das den anderen deutlich machen und ihnen klar ihre Grenzen aufzeigen. Selbstverständlich werde ich ihr gern helfen soweit ich das überhaupt kann, frage mich aber, ob ihr Herr nicht auch mal ein Machtwort sprechen und die anderen Vulos in ihre Schranken bzw. sogar vor die Tür seines Hauses weisen sollte… wenn er denn zuhause ist! :-)
Meine Herrin beabsichtigt jedenfalls als Kastenoberste Sklavenhändlerin Kasras, dem Haus ihrer auf Reisen weilenden Kastenkollegin mal einen Besuch abzustatten und sich mit deren ersten Mädchen zu unterhalten. Mal sehen, ob die ihre Kettenschwestern überhaupt im Griff hat. Ich weiß ja aus eigener, manchmal leidvoller Erfahrung, wie schwer das teilweise sein kann! ;-)

Freitag, 12. August 2011

Rot

...ist meine Lieblingsfarbe, eine wirklich tolle, sehr kleidsame Farbe und sieht besonders gut aus mit dunklen Haaren, wie ich finde. Aber es ist nicht nur die Farbe einer heissen Kajira, in der die Sklavenhitze schwelt und nur schwer zu bändigen ist, sondern auch die Farbe der roten Kaste der Krieger... die Farbe von Männern mit gestählten Muskeln, deren Muskelspiel wundervoll anzuschauen ist, wenn sie sich im Training miteinander messen. Wobei ich eingestehen muss, dass ich sowieso alle Männer gerne anschaue, egal, welche Farbe ihre Tunika hat... Grau sieht da auch nicht schlecht aus... oder ob sie lieber Latzhosen tragen!^^ Es ist einfach dieses männlich, dominante Auftreten, was mir immer wieder die Knie weich werden lässt, so dass ich froh bin zu knien.
Nach dem tiefen Blick, den meine Herrin mit meinem Lieblingshauptmann getauscht hatte, schwirrten mir den ganzen Tag wilde Überlegungen durch den Kopf, die alle in eine Richtung gingen und es heftig in mir kribbeln ließen. Aber ich schnitt das Thema tunlichst nicht an, verkniff mir sogar einen entsprechenden Wunsch beim Servieren der Milch für meine liebe Herrin.^^ Darüber war sie natürlich sehr erstaunt, denn sie kennt und durchschaut mich ja ziemlich gut und weiß, worum meine Gedanken ständig kreisen, vor allem nachdem das Wort Kriegergefährtin gefallen war. Doch kurz vor dem Schlafengehen, als ich mich schon halb zu ihren Füßen zusammen gerollt hatte, konnte ich es mir dann nicht mehr länger verkneifen und startete einen Versuch, ihr ein wenig auf den Zahn zu fühlen.
Tja, was soll ich sagen... es war leider wie befürchtet... also restlos enttäuschend. Sie wies alle Gedanken an eine Gefährtenschaft wie immer weit von sich, tat so als ob ihr daran überhaupt nichts liegen würde. In der Beziehung verstehe ich sie wirklich nicht, vor allem wo sie doch so große Stücke auf zwei Herren hält... nämlich den Herrn Hauptmann und Katys Herrn. Sie scheint sich jedoch in keiner Weise nach einer starken Männerschulter zum Anlehnen zu sehnen.... alles andere könnte ich ihr ja abnehmen.^^ Wobei ich sagen muss, dass sie vielleicht einen etwas träumerischen Blick bei diesem Gespräch hatte, der mich in der Nacht sogar in meinen Träumen noch beschäftigte... oder waren es doch die beiden Krieger? Die Folge war jedenfalls ein etwas unruhiger Schlaf, der erst in den frühen Morgenstunden tiefer wurde, so dass ich verschlief und meine Herrin nicht da war, als ich am nächsten Morgen aufwachte. ;-)
Meine Nachfrage nach meiner Herrin bei meinem Lieblingsschmied brachte leider auch nicht zu Tage, wo sie steckte, sondern endete letztendlich in den üblichen Zickereien mit Lu, die wegen ihrer langen Zeit auf den Feldern diesbezüglich offensichtlich einige Entzugserscheinungen hatte und daher ein wenig Nachholbedarf, den ich ihr gnädig gewährte.^^ Wobei schließlich ihre Neugier über die merkwürdigen Zeichen an den Türen siegte, so dass sie sich zu einer Bestandsaufnahme durch Kasra aufmachte. Wieso es dann dazu kam, dass ich mich im Luftanhalten übte, um meine Herrin damit zu erfreuen und stolz auf mich zu machen, weiß ich garnicht mehr, nur dass sie in dem Moment schwer bepackt nach Hause kam und zusätzlich noch einen ganzen Berg Kisten und Kartons von einem Träger in ihr Haus tragen lies.
Ich glaube, ich brauch nicht weiter begründen, dass es nun natürlich kein Luftanhaltenüben mehr für mich gab, sondern es mich ins Sklavenhaus drängte... selbstverständlich nicht aus Neugier, sondern um meiner Herrin beim Auspacken zu helfen! Sie hatte jede Menge Kleider für sich gekauft... feinste Stoffe alles, in wunderschönen Farben... in ROT!!! Leider mussten wir die Anprobe zwischendurch unterbrechen, weil die Herrin Händlerin aus Belnend eintraf und meiner Herrin die auf dem Donnermarkt angezahlten Stoffe in ihren Kastenfarben lieferte... worunter ja auch einer für mich war *strahlt*. Danach war es dann so spät geworden und meine Herrin nach der anstrengenden Einkaufstour so müde, dass sie nicht mehr vor die Tür wollte und sich zur Ruhe begab. Allerdings haben wir uns vorher noch kurz über die zahlreichen Diebstähle in Kasra unterhalten und das Geld meiner Herrin in neuen sicheren Verstecken deponiert... Vorsicht ist eben besser als Nachsicht! ;-)
Am nächsten Morgen lief ich Katys Herrn über den Weg, der sich sogleich bei mir nach meiner Herrin erkundigte, da er etwas Interessantes über sie und meinen Lieblingshauptmann gehört hätte. Bei aller Begeisterung und Schwärmerei für ihn, bin ich trotzdem keine Tratschliese und erkundigte mich daher erst einmal vorsichtig, was er denn gehört hatte. Innerlich freute ich mich natürlich über sein Interesse an meiner Herrin und überlegte, ob vielleicht ein Hauch von aufkeimender Eifersucht der Grund für diese Nachfrage sein konnte?^^ Seine Antwort, das sie sich wohl sehr gut verstehen, war wie erwartet sehr vorsichtig und diplomatisch formuliert, ohne sein Interesse an meiner Herrin offenzulegen, bestätigte mir aber, dass ihn die Bezeichnung "Kriegergefährtin" erreicht haben musste. Genau in dem Moment kam der Herr Hauptmann dazu und Katys Herr wechselte nach einigen charmanten Aussagen über meine Herrin, die der Herr Hauptmann noch versuchte zu toppen, komischerweise gleich das Thema. ;-)
Interessant war jedenfalls zu beobachten, welche umwerfende Wirkung meine Herrin in ihrem wunderschönen, neuen, roten Kleid auf die beiden Herren hatte. Und ich glaube, ihr gefiel diese Wirkung außerordentlich gut! Wobei ich fand, dass Katys Herr fast ein wenig Oberwasser gegenüber seinem Vorgesetzten hatte, den leider die Dienstgeschäfte schon wieder in die Zitadelle riefen... meine Gedanken also dann darum kreisten, ob vielleicht Katy meine Kettenschwester wird??? :-)))

Mittwoch, 10. August 2011

Eine wahre Kriegergefährtin!

Meine Herrin und ich waren kaum vor die Tür des Sklavenhauses getreten, als neben uns auch schon eine tiefe Stimme meine Herrin grüßte, die mich freudig aufschauen ließ. Die Stimme gehörte meinem Lieblingshauptmann, der meiner Herrin überschwänglich zunickte, so als ob er sich freuen würde, sie zu sehen. Mir zwinkerte er wie meistens nur kurz zu, aber wieder sehr wohlwollend. Doch was will ich mehr… ich bin nur eine Sklavin und er hat mich immerhin bemerkt! :-)
Die Reaktion meiner Herrin fand ich sehr bemerkenswert, denn ich hatte sie schon lange nicht mehr bei der Begrüßung eines Herrn so strahlen sehen… und dann grüßte sie ihn auch noch mit „Tal Herr Lieblingshauptmann“… und das bestimmt nicht, weil ich ihn immer so nenne! Sein Schmunzeln bestätigte mir jedenfalls, dass ihm diese Anrede offensichtlich gefiel. Aber ich denke, er hat sowieso etwas oder vielleicht sogar eine ganze Menge für meine Herrin übrig… hätte er ihr seinerzeit sonst ein so schönes rotes Tuch geschenkt? Dieses Geschenk hegt und pflegt sie übrigens, als sei es etwas sehr Kostbares für sie und trägt es daher auch nur zu ganz besonderen Anlässen. ;-)

Und dann das durch den Gesichtsschleier kaum geschmälerte schelmische Grinsen ihrer schönen Augen, mit dem sie ihn ansah, während sie die wachinterne Anweisung erwähnte, zu der sie ihm so gerne etwas sagen wollte! Natürlich tat sie es nicht, weil der Herr Leutnant es verboten hatte. Doch das Verbot seines Untergebenen interessierte meinen Lieblingshauptmann in diesem Fall herzlich wenig… ihm war offensichtlich die Meinung meiner Herrin dazu wirklich wichtig. Er scheint sie und ihren scharfen Verstand wohl sehr zu schätzen und lachte sie richtig an, als sie nach seiner freundlichen Ermunterung gut gelaunt dann damit heraus rückte, wie großartig sie den Katalog findet und überhaupt nichts daran zu meckern hat. Zusätzlich betonte sie noch einmal ihr großes Vertrauen in die Offiziere der Wache. Ich glaube, so wie sie ihn dabei ansah, meinte sie ganz besonders ihn damit!^^

Anknüpfend an die etwas hitzige Diskussion vom Vortag im Rat und jeder Menge Verständnis für die Bürger und die blaue Kaste, sprachen die beiden dann darüber, wie schnell etwas falsch verstanden werden kann und wie wichtig es ist „zu lernen, dass Verstand sehr wohl viele Worte ersetzen kann.“ Diese Formulierung habe ich mir genau gemerkt, weil ich sie so treffend fand und schon oft, still hinter meiner Herrin kniend, gedacht habe „Herrschaften… Kopf einschalten!“… denn denken darf eine Kajira ja! :-)

Meine Herrin und mein Lieblingshauptmann setzten ihr Gespräch in allergrößtem Einvernehmen fort, über kurze Dienstwege, Ziele, notwendiges und logisches Handeln der roten Kaste, das richtige Maß und die nötige Balance dabei, Juristereien, Besonderheiten der Ratszusammensetzung, Lenkung von Ratsmitgliedern, notorische Nörgler, Belehrungsresistente, kompetente Führung von Wachen, aber auch eifersüchtiges Bewachen von Belangen der roten Kaste sowie die Offenlegung von Informationen und wie wichtig das Miteinander aller ist, die nur das Beste für ihren Heimstein wollen.

Ich kenne und liebe ja nun schon lange die Gabe meiner Herrin, Dinge hervorragend auf den Punkt bringen zu können und mit ihrer Äußerung, wie schnell aus einem Rarius ein Schreiberling werden kann, wenn der Rat ihm für jede Kleinigkeit vorschreibt, was er tun, sagen oder denken darf, hat sie den Nagel wieder genau auf den Kopf getroffen. Ich bin mir sicher, dass dem Herrn Hauptmann ihre Sichtweise sehr gefiel, denn er erwiderte breit schmunzelnd: „Gesprochen wie eine wahre Kriegergefährtin, meine Liebe“ und verursachte mit diesem Kompliment, dass meine Herrin tief errötete, was sie in meinen Augen aber noch schöner machte… hoffentlich hat er das auch gesehen! :-))

Leider rief ihn dann jedoch sein Dienst mal wieder. Allerdings nutzte mein Lieblingshauptmann vor seiner zackigen Verabschiedung noch die günstige Gelegenheit, einen Schritt dichter an meine Herrin heran zu treten und ihr gaaaaanz tief in die Augen zu schauen... was für ein Mann!!!!!!!! Mal sehen, welche Farbe das Kleid hat, das sie heute tragen wird. :-)))

Dienstag, 9. August 2011

Rat mit Ausschweifungen und Fantasien

Es führte leider kein Weg dran vorbei, an der gestrigen Ratssitzung. Da mir keine passende Ausrede einfiel, um mich davor zu drücken, musste ich nämlich mit… ähhhmmm, ich meine natürlich, da ich bereits alle erforderlichen Aufgaben wie immer schnell und zur vollsten, allerhöchsten Oberzufriedenheit meiner lieben Herrin erledigt hatte, durfte ich sie in den Rat begleiten.^^

Die Sitzung begann zügig. Der Antrag einer Herrin auf Bürgerschaft mit anschließendem Heimsteinschwur war schnell erledigt und der folgende Bericht der Stadtwache war kurz und knackig, wie nicht anders zu erwarten, da er von meinem Lieblingshauptmann vorgetragen wurde. Erste Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Ratssitzung keimten in mir auf. Bis auf einige kleinkriminelle Handlungen, mit denen sich die Wachen zurzeit befassen mussten, war anscheinend nichts Besonderes vorgefallen, was den Rat zu interessieren hatte. Einzig hinter dem Diebstahl einiger Fässer Fischsuppe, die der Herr Hauptmann als "Kasraer Kulturgut" bezeichnete^^, befürchtete er einen "möglicherweise terroristischen Hintergrund", war aber sehr zuversichtlich "diese Zelle bald ausmerzen zu können" ((seine Worte :-)). Mir wurde bei seinem Bericht wieder sehr deutlich, dass er und die ihm unterstellten Wachen alles hervorragend im Griff hatten… fühlte mich also in der Erwartung eines baldigen Sitzungsschlusses sehr bestätigt.

Damit hätte eigentlich der nächste Punkt der Tagesordnung dran sein können, doch leider ergingen sich die Ratsmitglieder nun in der Diskussion untergeordneter Delikte und meine Hoffnung begann langsam zu bröckeln. Meiner Meinung nach kamen nun Dinge zur Sprache, die zum Einen sowieso nicht in den Rat gehörten, weil das alles Kleinkram war… Diebstähle auswärtigen Gesindels… und zum Anderen gar nicht mehr besprochen werden mussten, da die Wachen bereits sehr gute Erfolge verzeichnen konnten. Der Herr Hauptmann sah in den Vorfällen eine demografische Entwicklung, ein Zeichen für Kasras stetiges Wachstum. Gegen eine Erhöhung des Wachetats zur Finanzierung von Ballisten und Wehrtürmen, sprach von Seiten des Herrn Schatzmeisters nichts gegen, so dass in meinen Augen damit alle den Rat zu interessierenden Wachthemen dann doch noch einigermaßen schnell abgehandelt worden waren. Wobei sich mir allerdings nicht erschloss, wie mit einer großen Steinschleuder auf einen Dieb geschossen werden kann, ohne ganz Kasra dabei zum Einsturz zu bringen… aber ich bin ja kein Krieger, sondern nur eine kleine Kajira, die davon auch nichts verstehen muss. ;-)

Leider musste mein Lieblingshauptmann dann wegen wichtiger Dinge den Rat verlassen und die Diskussion begann nun endgültig abzudriften… drehte sich weiter um so untergeordnete Nichtigkeiten wie geklaute Sitzkissen und Teppiche. Es ist immer wieder nicht zu fassen, dass sich der hohe Rat der Stadt Kasra mit sowas befasst und zum gleichen Thema auch noch alles mehrfach wiederholt werden muss, nur eben mit anderen Worten.;-)  Leider brachte auch der Einwurf meiner Herrin, die darin absolut kein Thema für eine Ratssitzung sah, sondern deutlich machte, dass die Stadtwachen das alles sehr wohl alleine schaffen würden, nicht den Übergang zum nächsten Tagesordnungspunkt, sondern erneute Ergüsse mit kräftigem Anheizen der herrschaftlichen Gemüter über eine wachinterne Verfahrensanweisung für die Ahndung solcher Kleindelikte und Bagatellen.^^ Diese Anweisung war dem Rat bereits vor längerer Zeit zur Kenntnis gereicht worden. Dennoch erhitzten sich die Ratsgemüter nun erneut über dies Papier und ob überhaupt, wie, wo und von wem dieser Katalog ausgehängt werden soll. *seufzt herzergreifend*

Meine Bewunderung für meine Herrin für ihr Durchhaltevermögen, mit unverändert hoher Konzentration den Ausschweifungen der Ratsmitglieder zu folgen und das eine oder andere zusammenfassend auf den Punkt zu bringen, war mal wieder riesig. Hatte ich mich anfänglich noch mühsam zusammen gerissen und zugehört oder wenigstens so getan als ob^^, schweiften meine Gedanken irgendwann dann endgültig ab und wandten sich erheblich heißeren Dingen zu, als weiter auf die hitzig geführten, in meinen Augen aber überflüssigen Auseinandersetzungen zu hören. Wie nicht anders zu erwarten, beschäftigten mich natürlich rotseidene Fantasien, die es ziemlich heftig in mir kribbeln ließen, je detaillierter ich mir ausmalte, wie ich einem Herrn dienen und ihn erfreuen könnte, anstatt im Ratssaal zu knien und Internes der roten Kaste über mich ergehen zu lassen. Nur gut, dass meine Herrin keine Gedanken lesen kann… ich glaube, sie wäre wohl in Ohnmacht gefallen, weil ihr vermutlich vor Entsetzen alles Blut aus dem Gehirn weichen würde! *grinst frech* :-)))

So kam es letztendlich, dass mich die Informationen der Herrin Heilerin über einige Erkrankungen mit extrem ansteckendem Sumpffieber und die von ihr ergriffenen Maßnahmen gegen eine größere Ausbreitung der Krankheit, kaum noch tangierten. Ich bin eben nicht besonders multitaskingfähig^^. Aber das Sumpffieber ist sowieso nicht weiter wichtig für mich, da ich ja mal wieder drei Tage Feldarbeit hinter mir hatte *seufzt theatralisch* und somit also keinerlei Kontakt zu den Infizierten... manchmal hat Feldarbeit eben auch sein Gutes. ;-)

Sonntag, 7. August 2011

Donnermarkt

((ich weiss... Donnerstag ist schon ein paar Tage her, aber mein RL geht nun mal vor :-))
Welch ein zutreffender Name für einen Markt. Es donnerte nämlich irgendwie tatsächlich, naja... oder war wohl eigentlich mehr ein Dröhnen, was da so laut an meine Ohren drang, so dass ich mein Ausschlafen abbrach, um mal vor die Tür zu schauen. Bereits in den frühen Morgenstunden schon, waren die Händler vermutlich angekommen und boten nun ihre Waren an. Himmel und Priesterkönige, was mussten die alle früh aufgestanden sein! Aber auch die vielen Marktbesucher hatten offensichtlich nicht lange ausgeschlafen. Es war so ein Geschiebe, dass ich mich teilweise kaum vorbeidrängen und die vielen Waren nur unter erschwerten Bedingungen betrachten konnte, so dass ich mich schliesslich zu meinem Lieblingsschmied flüchtete, um dort auf meine Herrin zu warten, die noch etwas geschäftliches im Sklavenhaus zu erledigen hatte, wobei ich ihr nicht helfen konnte. ((Ich glaube es waren so an die 50 Pers. auf der SIM)).
Wie nicht anders zu erwarten, faszinierten mich natürlich die schönen Stoffe aus Belnend besonders. Meine Tuniken sind ja überwiegend steinalt, einige schon etwas fadenscheinig und stammen teilweise noch von meinen früheren Herren! Erst kürzlich musste ich wieder eine entsorgen, weil ich sie sozusagen kaputt gewaschen hatte, um den ekeligen Gammelziegenstinkkäsegeruch heraus zu bekommen. Als der Gestank dann tatsächlich raus war, hatte die Tunika an der Stelle ein ziemlich großes Loch, das einen sehr guten Blick auf meine Hitze geboten hätte. Herren hatte das bestimmt gefallen, aber ich kenne ja meine Herrin ein wenig und weiß, wie sie sich schon darüber mokiert, wenn ein Oberteil ein wenig mehr von meiner Brust sehen lässt. In so einem Fall muss ich nämlich immer meine langen Haare darüber decken. *verdreht die Augen*
Nur gut, dass meine Herrin beim Donnermarkt auch mal wieder meinte, sie hätte nicht genug anzuziehen, was bei ihrem riesigen Kleiderfundus natürlich überhaupt nicht stimmt, ich in diesem Fall aber nicht versucht habe, ihr auszureden. Ich sag ja immer, eine gute Kajira muss wissen, wann sie ihre Klappe zu halten hat. Diese Weisheit hat sich mal wieder bestätigt, denn meine Herrin hat nicht nur für sich Stoff gekauft, sondern auch für mich... so richtig schönen in ihrem Kastenblau und mit ein wenig Gold abgesetzt! *strahlt* Ich hoffe nur, dass sie von ihren Webstuhlkaufüberlegungen wieder abgekommen ist!^^
Danach ging es weiter zum Stand ihrer Lieblingshändlerin, der Töpferin, wo jedoch ein ziemliches Gedränge herrschte. Ein Pilger konnte sich nicht entscheiden, welche Schüssel in welcher Größe am besten für seinen Käse passte. Komischerweise war ihm die Farbe der Schüssel dabei vollkommen egal...naja... ein Mann eben! Aber die Idee, Käse in einer Schüssel aufzubewahren, fand ich nach den Erfahrungen mit der Käsestinkbombe meines Lieblingsschmieds ziemlich gut. Ich denke, dass ich ihm bei passender Gelegenheit noch mal einen diesbezüglichen Hinweis geben sollte, insbesondere in Anbetracht meines Tunikaverlustes und wo seine Haushälterin doch immer noch nicht wieder aufgetaucht ist.^^
Zusätzlich wurde die Entscheidungsfindung des Pilgers noch verzögert, indem er mich ausgiebig von oben bis unten musterte. Oder hatte er seinen Kauf schon getätigt? Egal, mein Anblick schien ihm jedenfalls zuzusagen, denn als er mitbekam, dass meine Herrin Sklavenhändlerin ist, versuchte er mich ihr abzukaufen. Da eine Sklavin sich nie sicher sein kann, nicht verkauft zu werden, blieb mir bei dieser Frage fast das Herz stehen. Doch meine liebe Herrin antwortete dem Kaufinteressenten zu meiner riesengroßen Erleichterung unmissverständlich, dass ich zurzeit nicht zum Verkauf stehe. Natürlich nicht, weil sie irgendwie an mir hängt, solche Gefühle hat meine Herrin selbstverständlich nicht^^ und falls doch, so weiss sie die hervorragend zu verstecken, sondern weil ich als ihre Erste für die Ausbildung ihrer Handelskette unverzichtbar bin. :-))
Das Ende dieses Gespräches bekam ich dann nicht mehr mit, weil ich Wolfie davor bewahren musste, den ganzen Töpferstand zum Einsturz zu bringen. Eine der schönen Öllampen hatte es ihm offensichtlich angetan, denn er stand schwanzwedelnd fast in dem engen Gang des Verkaufstresens und schnupperte hochinteressiert daran. Zum Glück bewahrte er so viel Abstand zur Flamme, dass seine Barthaare nicht absengten. Der Abstand zu den ausgestellten Waren und vor allem der zur Ausstellerin und ihrer Gehilfin, war nach deren Empfinden jedoch erheblich zu gering. Leicht panisch versuchten die beiden Herrinnen unseren Streuner mit Gefuchtel und kssschhh-Lauten wegzuscheuchen, was aber nicht so recht gelingen wollte. Aber Wolfie scheint mich zu mögen und ist einigen Streicheleinheiten ja nie abgeneigt, so dass ich ihn und die zerbrechlichen Waren glücklich voneinander trennen konnte. Achja, und so eine schöne Ölschale, die ganz fantastisch auf die Kiste neben das Schlaffell meiner Herrin passt und viel sicherer als eine Kerze ist, besitzt meine Herrin nun auch! :-)))

Donnerstag, 4. August 2011

Nun ist sie weg

…unser Neuzugang mit dem Riesenbusen… zumindest habe ich sie gestern nirgendwo in Kasra auftreiben können. Mein Knoten am Seil, mit dem ich sie im Sklavenhaus angebunden hatte, war wohl tatsächlich nicht besonders fachmännisch gewesen. Besonders wunderte mich natürlich, dass auch mein Lieblingsschmied sie nicht gesehen hatte, denn der steht, sitzt oder arbeitet doch immer sehr viel vor seiner Werkstatt und hat dadurch eine besonders gute Sicht auf die Sklavenhaustür! Wer weiß, vielleicht hat sie sich einfach nur ein besonders ruhiges Plätzchen gesucht, um ihre ersten Erlebnisse und vor allem die Malereientfernungen zu verarbeiten und taucht bald wieder auf… mal abwarten.
Ich muss aber auch gestehen, dass ich nicht wirklich jeden Winkel sorgfältig abgesucht habe, sondern eher ein wenig oberflächlich und dann zu meiner großen Freude ziemlich schnell meinem Lieblingswirt über den Weg lief, der mich brauchte. Er suchte nämlich den Herrn Händler und war in seiner liebenswerten, leicht tüffeligen Art anscheinend etwas desorientiert^^. Es war mir natürlich eine sehr große Ehre, ihm den Weg zum Kontor zeigen zu dürfen, zumal meine Herrin mich gerade nicht brauchte. So erfuhr ich auch aus erster Quelle, dass er am Vortag einen Handel über einen ganzen Wald abgeschlossen hatte… jede Menge gefällte Stämme für das Allroundtalent, unseren Herrn Imkerkäseschiffsbauerkapitän zum Bau eines neuen Schiffes! ;-)
Über diesen Handel war mein Lieblingswirt und Diplomat offensichtlich sehr zufrieden, vor allem, weil er so schlau gewesen war, sich keinen Bretterfußboden andrehen zu lassen, sondern ganze Stämme. Und das bei der reichlichen Bewirtung mit Paga! Wobei sich bislang anscheinend noch niemand darüber Gedanken gemacht hat, ob und wie lange das Holz abgelagert worden ist und wie denn die vielen Stämme weiter verarbeitet werden sollen. 200 Stämme als Schiffsplanken zu schnitzen, ist schon ein gigantischer Berg Arbeit, bei der wohl nicht mehr viel Zeit für die Imkerei und die Käseherstellung übrig bleiben wird! Aber vielleicht werden die Hölzer ja noch irgendwo in einem Sägewerk aufgeschnitten… wäre bestimmt sehr zeitsparend ^^. Hauptsache, die Herrschaften verständigen sich vor der Bezahlung noch darüber, wie viele Kupfertarsk ein Silber und wie viele Silbertarsk ein Goldtarn sind. Irgendwie herrschte darüber gestern ziemliche Unklarheit^^. Einfach mal so die 10fache Summe bezahlen, kommt Kasras Stadtkasse bestimmt nicht wirklich gut! ;-)
Bei der ganzen Rechnerei über den zu bezahlenden Holzpreis und dem üblichen Pagakonsum des Herrn Wirts, hätte ich fast den endgültigen Verkauf von Jina verpasst, wenn mich mein Lieblingswirt nicht gerade noch rechtzeitig aus seinen Diensten entlassen hätte, nachdem ich ihm noch den Rückweg und vor allem den „schwer“ zu findenden Ausgang aus dem Kontor gezeigt hatte^^. Jinas Leihfrist und Probezeit war nämlich abgelaufen, so dass ihr Herr zusammen mit ihr nach Kasra gekommen war, um den Handel mit meiner Herrin nun endgültig abzuschließen. Er hatte wohl tatsächlich großen Gefallen an ihr gefunden und sie machte auch einen sehr glücklichen Eindruck. Leider hatte ich keine Gelegenheit, mich genauer zu erkundigen, wie es ihr denn nun wirklich ging und in was für einen Haushalt sie gekommen war… vor allem, ob sie wieder eine Erste hatte und falls ja, wie die sie behandelte. :-)
Ich bekam gerade noch mit, dass meine Herrin und Jinas Herr sich über den Preis einig wurden, als ich meiner Herrin auch schon die Papiere, Schreibfeder und Tintenfass bereitlegen musste. Danach kam dann das Unvermeidliche… meine Herrin öffnete langsam das Schloss, um Jina ihr Collar abzunehmen. Jedes Klacken des Schlüssels versetzte mir, wie fast immer, einen inneren Stich… ließ mich an mein eigenes Collar greifen und mir die Tränen in die Augen schießen. So eine Situation ist für mich einfach immer wieder aufs Neue etwas sehr Emotionales, wo meine Gefühle und vor allem meine Tränen kaum mehr in den Griff zu bekommen sind. Das ist einfach so. ;-) Ganz besonders schlimm ist es aber, wenn ein Mädchen verkauft wird, das ich besonders gerne mag, auch wenn ich sie aus Erziehungsgründen ein Stück Seife habe durchkauen lassen!^^
Tja… und dann war sie weg, nach einer letzten lieben Umarmung, in der ich sie unbedingt noch mal drücken musste und ihr ein Abschiedsküsschen auf die Wange hauchen konnte und bei der unsere Tränen selbstverständlich erneut zu fließen begannen! Aber vielleicht sehen wir uns ja irgendwann mal wieder, denn ich glaube, eine Theateraufführung in Lydius ist schon vor längerer Zeit locker vereinbart worden. :-))
((Ich wünsch dir alles Gute und dass du glücklich bist, meine liebe kleine Jina!))

Mittwoch, 3. August 2011

Brüste, Urts und Diebstahl

Eigentlich war meine Herrin auf Inspiration aus, als wir gestern das Sklavenhaus verließen. Doch daraus wurde nichts. Ich glaube, jeder kreative Gedanke wurde abrupt geblockt bei den wackelnden Tatsachen, die uns vor der Tür erwarteten. Vor meinem Lieblingsschmied kniete eine Kajira, gekleidet, als sei sie direkt von der Erde kommend vor seinem Werkstatttor abgeladen worden, weil das Übergewicht ihrer gigantischen Brüste keinen Weitertransport mehr erlaubte. Da sie jedoch ein Collar trug und nach unendlichen Versuchen auch Goreanisch verstand, konnte es sich nicht um eine frisch importierte Barbarin handeln. Doch alle Fragerei nützte nichts, ihre Herkunft und ihr Herr blieben bis zum Schluss unklar. Tatsache war jedenfalls, der Herr Schmied wollte sie los werden... die zweite Sklavenhändlerin Kasras befand sich bedauerlicherweise auf Reisen... also war es dann wohl an meiner Herrin, diesen Neuzugang zu übernehmen. :-(
Es kam noch schlimmer. Die Kajira musste sich selbstverständlich für eine erste Begutachtung ausziehen und sollte dann auch gleich einen Gürtel angepasst bekommen. Ihre Kleidung taugte nicht mal für einen Putzlappen... konnte also nur verbrannt werden. Immerhin sträubte sie sich nicht gegen das Ausziehen, schien es sogar zu genießen. Ich musste also gar keine Überredungskünste anwenden. Als sie dann nackt vor mir stand, traute ich meinen Augen nicht! Die Brustmassen sahen ja bekleidet schon gewaltig aus, waren vorher aber noch im engen Oberteil zusammen gequetscht worden und hatten so ein wenig Halt gehabt. Nun wurde mir von dem Gewackel der Fleischmassen fast schwindelig. Zusätzlich zeigte sich, dass die Kajira am Körper auch noch etliche Schriftzüge trug, die sie "coole Tatoos" nannte und offensichtlich toll fand. Etwas so Grässliches hatte ich zuvor noch nie gesehen!
Zusammenfassend konnte man also sagen, sie war vollkommen wertlos und würde, von einer Ausbildung mal ganz abgesehen, schon die Kosten für ihre Ernährung beim Verkauf nie wieder einbringen, denn welcher Herr will schon mit einem hässlichen Gemälde in die Felle! Diese Einschätzung wurde sowohl vom Schmied, als auch von Katys Herrn bestätigt, der sich zu meiner großen Freude, und ich glaube auch der meiner Herrin, zu uns gesellt hatte. :-) Außerdem hatte ich das Gefühl, beide Männer grausten sich ein wenig vor dem gewaltigen Busen. Aber es war natürlich einen Versuch wert, probehalber mal mit einer Bürste auf den Schmierereien herumzuschrubben oder es alternativ sogar mit Schmirgelpapier zu versuchen. Sie hatte Glück, die Alternative blieb ihr erspart, weil die Malereien schon mit kaltem Brunnenwasser und Bürste abgingen. Danach war sie jedoch so geschafft, dass mir nichts anders übrig blieb, als sie im Sklavenhaus anzubinden, damit sie schlafen konnte. Den Knoten habe ich jedoch nicht allzu fest gemacht... mal sehen, ob sich das Problem nicht doch noch von alleine erledigt^^.
Nachdem die Herrschaften wegen dem Neuzugang ziemlich lange herumgestanden hatten, gelüstete es sie nach einem weichen Kissen und einem Getränk, so dass sich die kleine Gruppe in die Herberge begab. Dort wurde es dann noch mal aufregend, nachdem von einer Sklavin in der Gaststube unter lautem Gekreische eine Urt gesichtet worden war. Mutig, wie ich nun mal bin, blieb mir letztendlich nichts anderes übrig, als vorsichtshalber mal unter den Rockmassen meiner Herrin nachzusehen, ob das Viech sich dort vielleicht versteckt hatte, was aber nicht der Fall war. Meine Herrin war natürlich über mein Tun pikiert, war ja auch nicht anders zu erwarten gewesen *verdreht die Augen*, hatte Angst, jemand könnte ihr was abgucken und honorierte meinen heroischen Einsatz in keinster Weise. Ließ sich dann aber letztendlich doch noch von der Notwendigkeit dieser Maßnahme von mir überzeugen^^.
Selbst mein Lieblingsschmied musste wegen dem Nager eine Pause in seiner schlechten Laune einlegen, die er diesmal aber nicht wegen ungestilltem Hunger hatte, sondern weil er anscheinend bestohlen worden war. Wobei sein Unmut sehr nachvollziehbar war... es waren ihm anscheinend am helllichten Tag Werkzeuge abhanden gekommen... nicht auszudenken sowas. Die Tür des Sklavenhauses ist ja auch nie abgeschlossen! Der Verdacht fiel natürlich als erstes auf die Haushälterin des Herrn Schmied, denn die war seit einigen Tagen schon nicht mehr gesichtet worden. Mal sehen, ob sich der Verdacht erhärten lässt, denn noch gibt es keinen Beweis dafür, und ob der Diebstahl überhaupt aufgeklärt werden kann.
Meiner Herrin war leider durch die Urt der Appetit auf ihre Milch ziemlich vergangen, so dass sie sich recht früh zurück zog. Eigentlich irgendwie schade, wo Katys Herr doch mal da war! :-)

Dienstag, 2. August 2011

Schluss…

…mit Herumtreiben, Hitze zeigen, Herren verwöhnen, Übernachtungen in fremden Fellen, Stinkkäse-Entsorgungen… denn nun ist meine liebe Herrin wieder da.^^ Die Umstellung wird vermutlich hart für mich, sehr hart sogar und ich muss aufpassen, mir durch falsches Benehmen keine Strafen von ihr einzukassieren*seufzt theatralisch*. Nun muss ich mich nämlich wieder am Riemen reißen, mein heiß in mir brennendes Sklavenfeuer wieder in den Griff bekommen, die Schenkel ständig geschlossen halten, in der Öffentlichkeit sittsam hinter oder neben ihr knien... darf dafür aber ihren Gesprächen aufmerksam lauschen und muss selbstverständlich an mich halten, um nicht ungefragt dazwischen zu plappern… bin jedoch nicht mehr alleine! :-)) Ich habe mich natürlich trotz aller harten Einschränkungen, die nun wieder auf mich zukommen, riesig gefreut, dass meine Herrin wieder zurück ist und wollte sie eigentlich auch vom Hafen abholen, um ihr einen schönen Empfang zu bereiten. Doch ihr Schiff kam ausgerechnet gerade dann an, als ich vor lauter Aufregung und Vorfreude noch einmal schnell in die Büsche musste *grummelt*.

Es blieb mir also nur, schnell hinterher zu laufen. Sie war jedoch nicht mal mehr in der Ferne zu entdecken, hat merkwürdigerweise auf dem Markt auch keinen Zwischenstopp eingelegt, wo eine kleine Gruppe von Bürgern im Gespräch zusammen stand, sondern anscheinend gleich den Feuerkrug angesteuert. Naja, eine Hand ohne ihr bevorzugtes Lieblingsgetränk muss wohl eine ziemlich harte Zeit für sie gewesen sein.^^ Da nahm sie sogar etwas weniger Süße in der heißen Milch in Kauf. Wilbur, der Kajirus der Wirtin, kümmerte sich nämlich zu meiner großen Freude bereits um ihr Wohlbefinden als ich eintraf, hatte aber leider sehr mit dem Honig gespart. Entgegen seiner sonst ziemlich aufmüpfigen, frechen Klappe benahm er sich dafür aber wirklich vorbildlich, so dass meine Herrin trotz des fehlenden Honigs nicht mit Lob über ihn gegenüber seiner Herrschaft sparte.

Ich glaube, so wie sie mich anlächelte, hat auch sie sich über unser Wiedersehen gefreut. Besonders überschwänglich gibt sie sich in ihrer furchtbar zurückhaltenden Art mir gegenüber natürlich auch bei so einem Anlass nicht in der Öffentlichkeit. Aber ihr Lächeln ließ mein Herz doch ein wenig schneller schlagen. Außerdem hat sie mich richtig verwöhnt, indem ich die reichlichen Reste ihres oberleckeren, köstlichen Mahls aufessen durfte… kalter Boskbraten mit Salat, gebratene, leider inzwischen kalt gewordene Vuloeier, Sa-Tarna-Brot, Boskkäse *schwelgt*. Sie schien ihren Hunger wohl ein wenig überschätzt zu haben… oder hatte sie mich etwa gleich mit eingeplant? :-)) Mein Lieblingswirt schaute ihr gebannt beim Essen zu und verfolgte jeden Bissen genau, der hinter ihrem Schleier verschwand. Er war offensichtlich fasziniert von ihrer ausgefeilten Technik, selbst dabei die Gesichtsgardine nicht abzunehmen… ja selber mal eine kurze Zeit ein solches Tuch getragen, das er von meiner Herrin wegen einer seinerzeit in Kasra herrschenden Infektionsgefahr ausgeliehen hatte. Aber wo kämen Sitte und Anstand auch hin, wenn ausgerechnet meine obersuperkeusche Herrin beim Essen ihren Mund zeigen würde… nicht auszudenken sowas!!! ;-)

Nebenbei führte sie noch ein angeregtes Gespräch mit dem Herrn Händler über die Hierarchien innerhalb der Händler- und der Sklavenhändlerkaste, in der sie ja seit ihrer Einbürgerung in Kasra mit Bestätigung des Rats die Kastenoberste ist. Die Einzelheiten dieser Unterhaltung sind jedoch ein wenig an mir vorbeigeplätschert, da ich diesem recht trockenen, für mich eher langweiligen Gespräch nur mit halbem Ohr lauschte und mir schon überlegte, mit welcher Begründung ich der nächsten Ratssitzung fern bleiben kann. Außerdem war ich in den Anblick von Wilburs nacktem Oberkörper versunken und fand es viel reizvoller, das Spiel seiner starken Muskeln zu beobachten, während er die anderen Gäste bediente, als der trockenen Diskussion über das Handelsrecht zu lauschen. So ein gut gebauter Männerkörper kann eine Rotseidene schon mal ein wenig ablenken und ihr Herz etwas schneller schlagen lassen^^.

Leider war die Reise meiner Herrin wohl doch nicht so ganz ohne Strapazen verlaufen, die dann zu vorgerückter Ahn ihren Tribut forderten. Sie zog sich daher recht frühzeitig ins Sklavenhaus zurück… zumal ich ihr vor dem Einschlafen noch über meine Erlebnisse in der letzten Hand berichten sollte, die ich ihr selbstverständlich aber nicht alle bis ins kleinste Detail schilderte! :-)))

Montag, 1. August 2011

Käse und Spezial

Menno… es hat auch Nachteile in der Schmiede zu schlafen. Mein Lieblingsschmied ist nämlich ein ziemlicher Frühaufsteher, was ich von meiner Herrin ja nun überhaupt nicht kenne und was wohl irgendwie nicht meinem Naturell entspricht^^. Zum Glück hatte er Mitleid mit mir und ließ mich einfach weiter schlafen. Wenn er nur nicht so einen Lärm mit dem großen Tor vor seiner Schmiedewerkstatt gemacht hätte! Das laute Rumpeln beim Öffnen und das anschließende metallische Klappern und Rumoren mit irgendwelchen Werkzeugen raubte mir letztendlich dann doch den Schlaf, so dass ich mich mühsam aus seinen Fellen schälte und darüber nachdachte, mich ins Sklavenhaus zu verdrücken, um meinen Schönheitsschlaf dort fortzusetzen. :-)

Leider erübrigte sich dies, da mir ein unbemerktes Vorbeischleichen an dem mittelprächtig schlecht gelaunten Herrn Schmied nicht möglich war. Seine schlechte Laune basierte offensichtlich darauf, dass er viel zu früh aufgestanden war, der Vorabend war ja nicht gerade kurz gewesen, ich viel zu lange geschlafen hatte, seine Haushälterin immer noch nicht wieder aufgetaucht und er inzwischen anscheinend halb verhungert war. Zusätzlich befürchtete er Regressansprüche, weil ich möglicherweise die Vulos mit seinem vergammelten Stinkbomben-Käse vergiftet haben könnte. Warum er während ich noch schlief nicht selbst mal eben zu den Federviechern geschaut hatte, erschloss sich mir nicht so ganz, zumal ich bei seinem Gespräch mit dem Herrn Händler am Vortag mitbekommen hatte, dass er sowieso in die Mine wegen eines Erztransports musste, also auf dem Weg dorthin automatisch am Vulostall vorbei gekommen wäre. Egal, er meinte vermutlich einfach, dass ich genug geschlafen hatte!^^

Die Vulobesichtigung war ja auch schnell erledigt, denn im Gegensatz zu dem Schmied gackerten mich alle freundlich und gut gelaunt an. Von dem ekelhaften Gammelziegenstinkkäse war weder was zu sehen noch zu riechen. Ob die Vulos darüber als Speiseplanalternative gleich hergefallen waren oder ob er von irgendwelchen Nagern oder Maden vertilgt worden war, erschloss sich mir nicht. Fakt war, er war weg und der Gestank auch und das Federvolk bei bester Gesundheit. Diese Tatsache schien meinen Lieblingsschmied sehr zu erleichtern und seine Laune besserte sich ein wenig. Sein Hunger besserte sich allerdings nicht, so dass er mich nach dieser Information gleich weiter in die Herberge scheuchte, um ihm etwas zu essen zu machen. Allerdings betonte er, dass es nichts mit Fisch sein dürfte und auf keinen Fall Fischsuppe…wie gut, dass ich noch einige von den Feldern mitgebrachte Suls hatte!

Als der Herr Schmied einige Zeit später dann in die Herberge kam, hatte ich sein Essen fast fertig. Es war mir gelungen, die Suls schön gleichmäßig zu bräunen und gegen das Anbrennen die Pfanne so kunstvoll und formvollendet zu schwenken, dass sogar alle drin geblieben und nicht über den Rand hinaus geflogen waren^^. Als letzter Pepp fehlten nur noch ein paar Kräuter und etwas darüber gestreuter Boskkäse. Das Timing war wirklich perfekt, da mein Lieblingsschmied vor dem Essen wie zu erwarten nach seinem ersten Ale verlangte, der Käse aber noch etwas Zeit zum Verlaufen brauchte. So konnte ich seinen Appetit mit dem Anblick meiner weiblichen Reize und ein wenig Po-Wackeln noch etwas mehr anregen. ;-)

Ob ihm diese Vorspeise gefallen hat, weiß ich nicht genau… glaube aber zu wissen, dass zumindest bei den leckeren Düften aus der Pfanne, nicht nur mir das Wasser im Mund zusammen lief. So schnell wie diesmal habe ich ihn noch nie sein Ale in sich hinein schütten sehen, damit ich ihm gleich im Anschluss das Essen servieren konnte… denn so ein unpraktisches Horn kann man ja im Gegensatz zu einem Becher nicht einfach auf den Tisch stellen, wenn noch was drin ist. Tja… und dann passierte es… gierig wie er war, verbrannte er sich gleich am ersten Bissen gehörig den Mund! Oh je… so einem Kerl muss man doch tatsächlich sagen, dass die Suls und der Käse heiß sind… auch wenn dies an dem vom Teller aufsteigenden Dampf deutlich zu erkennen ist! Jedenfalls hatte er sich gehörig den Schnabel verbrannt…fächelte sich hektisch Luft zu… schnaufte und stöhnte mitleiderregend ((wie ein Mann eben^^)), so dass ich aus medizinischen Gründen im Sauseschritt ein weiteres Ale holen musste.

Zum Glück half es und zu meiner großen Freude war er überhaupt nicht sauer auf mich, ließ mich das Essen aber nun erst einmal vorkosten. Dem kam ich natürlich sehr gerne nach und bediente mich mit einem ordentlichen Happen, vergaß im Gegensatz zu ihm jedoch nicht, vorher ausgiebig zu pusten.^^ Leider beobachtete er mein Tun genau und zog mir den Teller dann auch gleich wieder weg, damit er nun endlich seinen knurrenden Magen beruhigen konnte und ich mich um die beiden Kajirae kümmern, die zu meinem Leidwesen inzwischen in der Herberge aufgetaucht waren und mich so um eine weitere Vorverkostung des leckeren Mahls brachten. ;-)

Die beiden waren anscheinend noch in der Ausbildung und hatten keine Ahnung davon, was denn ein Sul-Paga-Spezial sein könnte… hatten aber immerhin den Herrn um eine Erläuterung seines Wunsches gebeten. Leider hatte dieser zu dieser Erklärung aber vermutlich keine Lust gehabt, so dass sie sich nun an mich wandten. Solche Herren sind bei mir natürlich besonders beliebt, ich konnte also nicht umhin, erst mal meine Augen zu verdrehen. Selbstverständlich hatte ich verschiedenen Herren schon Sul-Paga-Spezial serviert. Aber „Spezial“ zeichnet einen Sul-Paga eben aus und kann meiner Erfahrung nach von Herr zu Herr durchaus unterschiedlich sein. Ich holte daher also ein wenig weiter aus. Zum Einen wollte ich den Mädchen ein wenig auf den Zahn fühlen, um ihnen dann die Bedeutung eines solchen Wunsches klar zu machen und wie wichtig die Kreativität der Sklavin bei diesem Getränk ist.

Merkwürdigerweise unterbrach der Herr Schmied plötzlich sein Essen und winkte mich zu meinem großen Erstaunen zu sich, um mir ein paar Tipps über die Zubereitung von Sul-Paga-Spezial ins Ohr zu flüstern. Das war ja wirklich nett von ihm gemeint… nur wie kam er auf die Idee, ich wüsste das nicht? Egal… ich glaube, er wollte vielleicht nicht, dass ich die beiden so ausführlich unterrichte, um sie vermutlich schnell wieder los werden, damit ich wieder ihm alleine meine Aufmerksamkeit widmen konnte.^^ Außerdem hatte ich sowieso das Gefühl, die beiden haben nicht wirklich kapiert, worauf es ankam. Die eine wurde blass vor Entsetzen, die andere kicherte vor Verlegenheit. Meine Erläuterungen waren also eh nur Binas vor die Tabuks. Angeblich von roter Seide, konnten sie sich offensichtlich überhaupt nicht vorstellen,  einen Sul-Paga zum „Spezial“ zu machen… waren also bestenfalls Hellrosaseide und die eine zusätzlich auch noch eine Prinzessin… aber für alles gibt es eben ein erstes Mal! ;-)