Donnerstag, 22. September 2011

So...

damit sich niemand wundert, Gedanken macht, ins Grübeln kommt oder was weiß ich... Ich bin weder mukschich, sauer noch leide ich unter Gormüdigkeit... :-)

Ich bin einfach mal 15 Tage weg... diesmal allerdings nicht bei den Sklavenantreibern auf den Feldern, sondern darf mir die Seeluft um die hübsche Nase wehen lassen. Noch habe ich ja die Hoffnung, dass ich nicht nur zu den niederen Sklavendiensten eingeteilt werde, sondern auch mal ans Ruder darf... werde mir auch allergrößte Mühe geben, kein Schleusentor zu rammen und richtig gut aufpassen, dass mein Skipper nicht über Bord fällt! ;-))

Ach ja... meine liebe Herrin... sollte die Handbreit Wasser unter dem Kiel doch irgendwann mal fehlen... kommst du dann bitte, bitte mit einem Glas Wasser? Ich werde dir dann auch eine schöne heiße Milch mit Honig machen... falls der Wasserstand dann wieder hoch genug ist! *kussi*

Mittwoch, 21. September 2011

Heimgekehrt

Das Haus meiner Herrin entwickelt sich momentan zu einer „Kajirae-Pension“ für Sklavinnen, deren Herren auf Reisen sind, auf die sie ihre Mädchen leider nicht mitnehmen können. Ich kann aus eigener Erfahrung sehr gut nachvollziehen, wie eine Kajira sich fühlt, wenn sie ohne ihren Herrn ist und freue mich daher sehr, dass meine Herrin nun außer Katy auch Aly in ihre Obhut an ihre Gastkette genommen hat. Auch wenn eine Leihherrin den eigenen Herrn nicht ersetzen kann, bin ich mir ziemlich sicher, dass die beiden sich mit dieser Regelung bestimmt erheblich wohler fühlen, als wenn sie ganz auf sich alleine gestellt wären. :-)

Nachdem Aly schnell mit den wichtigsten Informationen und Gepflogenheiten von meiner Herrin versorgt worden war, ging es erneut in den Feuerkrug, wo ich unserer Rina erlaubte, meiner Herrin wieder ihre Milch zuzubereiten, damit sie zeigen konnte, ob sie das am Vortag Gelernte bereits gut verinnerlicht hatte. Ein wenig unsicher war sie schon noch, schlug sich aber sehr wacker und bemühte sich eifrig, meine Herrin zu erfreuen. Ich glaube, ihre Nervosität darüber, ja alles gut und richtig zumachen, wurde noch weiter erhöht, weil ihre frühere, in der damaligen Hierarchie höher gestellte Kettenschwester aus dem anderen Sklavenhaus anwesend war und sie, wie mir schien, mit Argusaugen beim Servieren beäugte. Zum Glück hielt sie den Mund… wobei sie es auch sonst mit mir zu tun bekommen hätte, da ich mich als erstes Mädchen meiner Herrin fremden Kajirae gegenüber immer vor meine Kettenschwestern stelle. Aber soweit ist es ja dann nicht gekommen.^^

Vielleicht aber auch nur, weil zu meiner großen Freude, die mich wie ein Honigkuchenthalarion übers ganze Gesicht strahlen ließ, mein Lieblingsschmied in der Herberge auftauchte und sich mit einem donnernden „Tal“ an den Tisch zu meiner Herrin setzte. So eine gute Laune, wie er versprühte, muss ihm die Reise in seine alte Heimat offensichtlich sehr gut getan und seinen Geldbeutel ordentlich gefüllt haben. Sein Durst war offensichtlich unverändert groß, denn er lechzte förmlich nach einem Ale, was mich nach einer so langen Reise jedoch nicht weiter verwunderte. Am liebsten hätte ich ihn selber bedient, aber ich dränge mich natürlich nicht in den Vordergrund und wollte außerdem der Flamnium-Kajira die Gelegenheit geben, ihre Dienste anzubieten. Ich war nämlich sehr gespannt darauf, wie gut sie ausgebildet ist… zumal es mir irgendwie so vorkam, als sei ihr „ich bin aber besser“ aufs Gesicht geschrieben.

Tja… allzu gut war sie nicht. Doch wer ist das schon? So bekam ich jedenfalls eine perfekte Gelegenheit, Rina leise über den Fehler ihrer ehemaligen Kettenschwester zu informieren und damit ihre Ausbildung fortzusetzen, während meine Herrin sich mit ihrem Nachbarn über diverse Gerüchte zu geplanten Um- und Erweiterungsbauten in Kasra unterhielt. Obwohl vielleicht auch seine Werkstatt von den Planungen betroffen sein könnte, ließ sich mein Lieblingsschmied die gute Laune über seine Heimkehr dadurch jedoch nicht weiter verderben und bemerkte nicht mal, zumindest nicht beim ersten gierigen Schluck, dass die Kajira ihm gar kein Ale serviert hatte. Erst nach einem Hinweis meiner Herrin, die ja seine Vorliebe für Ale kennt und sich darüber natürlich eine Bemerkung nicht verkneifen konnte, und einer weiteren Verkostung seines Getränks, entgleisten dann seine Gesichtszüge doch ein wenig.^^ Aber er war wirklich gnädig gestimmt, so dass die Flamnium-Kajira ihm mit meiner Hilfe im zweiten Anlauf schnell das Gewünschte servieren konnte und um eine Strafe herum kam.;-)

Dienstag, 20. September 2011

Das Wichtigste zuerst

Als ich gestern vom Hafen durch das große Stadttor lief, war Kasra erstaunlicherweise ziemlich ausgestorben. Außer einer Wache auf der Stadtmauer war weit und breit kein Krieger zu sehen… die Schmiede war leider auch immer noch zu… sehr merkwürdig das Ganze. Nur den Imkerkäsekapitän sah ich im Gespräch mit einer Freien auf dem Markt, als ich die Tür zum Sklavenhaus öffnete, um meine Herrin nach meiner langen Abwesenheit zu begrüßen. Sie wollte natürlich wie immer zunächst erfahren, was so alles geschehen war. Doch da ich ja fast eine ganze Hand auf den Feldern verbracht hatte, gab es von mir nichts Besonderes zu berichten.
Dabei wäre mir eine Sache fast entfallen, weil sie schon so lange her war. Ich hatte gerade Luft geholt, um noch voller Stolz hinzu zu fügen, dass der Herr Hauptmann zufrieden mit mir gewesen war und sogar großzügig über den Tintenklecks im Vernehmungsprotokoll hinweg gesehen hatte, als meine Chance jedoch leider schon vertan war, da die Neue gerade eintrudelte und meine Herrin ihre Aufmerksamkeit prompt ihr zuwandte. Im Gegensatz zu mir hatte die aber auch eine ganze Menge zu erzählen und schien es ziemlich zu genießen, so im Mittelpunkt des Interesses meiner Herrin zu stehen. Aber was soll’s, das war wohl nicht anders zu erwarten gewesen, zumal sie sich ja auch einen Herrn erhofft, bei dem sich alles ausschließlich um sie dreht und dessen einzige Sklavin sie sein darf.^^ Danach richtete meine Herrin ihr Augenmerk dann auf die still im Hintergrund kniende Katy, die von vollkommen anderer Natur ist und gestern fast den Anschein erweckte, als würde sie am liebsten im Gorboden versinken. Dabei war sie doch sehr fleißig gewesen, hatte sich an ihre Aufgabe gemacht und konnte meiner Herrin auch einen ersten Entwurf zeigen! :-)
So bekam ich also ziemlich viel Zeit, ausgiebig einigen Gedanken und Träumereien nachzuhängen, denn eine gute Kajira muss wissen, wann sie ihre Klappe zu halten hat und sich nun mal in Geduld üben können. Aber ich glaube, ich wiederhole mich mal wieder. Geduldig im Hintergrund knien hatte die Neue jedenfalls absolut nicht drauf, zappelte ständig herum und dachte mehrfach sogar laut vor sich hin. Ich glaube, meine Herrin war davon so genervt, dass sie sogar schon einen Finger in ihr rechtes Ohr stecken musste, da sie ihr Gespräch mit Katy wegen einer Ermahnung ihrer Handelsware nicht unterbrechen wollte.^^ Leider konnte die Neue danach nur noch kurz beweisen, dass sie etwas dazu gelernt hatte. Ich bekam nämlich doch noch die Gelegenheit von meinen Diensten während der Vernehmung der fremden Herrin und der Zufriedenheit meines Lieblingshauptmanns mit meinen Schreibkünsten zu erzählen. Danach zog es meine Herrin nämlich rüber in die erstaunlicherweise komplett leere Herberge… auch von den Wirtsleuten war mal wieder nichts zu sehen.
Dort durfte ich der neuen Kajira meiner Herrin dann als Erstes zeigen, was das Wichtigste auf Gor ist… nämlich was meine Herrin am liebsten oder vielmehr fast ausschließlich trinkt und wie das Getränk zubereitet wird… heiße Milch mit Honig! Dabei hat sich der Neuerwerb zu meiner Freude recht gelehrig angestellt und weder die Milch überkochen noch anbrennen lassen. Zum Servieren habe ich ihr dann jedoch nichts weiter gesagt, sondern sie einfach machen lassen, einfach um zu sehen, wie weit sie ist. Sie lebt nun ja schon eine ganze Weile in Kasra und hat mit Sicherheit viele Gelegenheiten gehabt, um von anderen zu lernen. Naja… theoretisch jedenfalls. Es hat sich mal wieder gezeigt, aller Anfang ist leider sehr schwer. ;-)

Donnerstag, 15. September 2011

Blogpflege

Habe nun die Links zu Dalas und Angels Blog endlich mal entfernt. Dala hat ihren Blog mittlerweile für die Allgemeinheit geschlossen, so dass der Link keinen Sinn mehr macht...schade. Angel hat seit Ewigkeiten nichts mehr geschrieben.

Auch den Link zum "Zweites Leben" Forum habe ich nun entfernt, es wurde ja eingestellt.

Vernehmung

Meine Herrin war nach meinem Empfinden bereits unendlich lange mit ihren vielen Papieren beschäftigt und ließ sich von einem leckeren Stückchen Rambeer-Kuchen auch nicht davon abbringen. Eigentlich hatte sie aber sowieso schlechte Laune… glaube ich jedenfalls. In einer solchen Situation ist dann besonders vorbildliches Benehmen und obergeduldiges Schweigen angeraten.^^ Da ich alle wichtigen Arbeiten bereits erledigt hatte, langweilte ich mich also still vor mich hin, als plötzlich von draußen der laute Schrei einer Frauenstimme ins Sklavenhaus drang. Nicht nur ich war hellhörig geworden… meine Herrin hatte ihn auch gehört und offensichtlich auch ein Einsehen mit meiner still ertragenen Langeweile, denn sie schickte mich vor die Tür. Ich sollte mal nachschauen was es denn mit diesem Ruf auf sich hatte. Das ließ ich mir selbstverständlich nicht zweimal sagen… nicht, weil ich vor Neugier fast platzte… oh nein, weil ich, hilfsbereit wie ich ja nun mal bin, meiner geliebten Herrin natürlich umgehend die gewünschten Informationen beschaffen wollte.^^
Draußen war jedoch nichts Ungewöhnliches zu sehen und zu hören auch nicht mehr... auf dem Weg zum Stadttor weit und breit keine Seele, dafür aber auf dem Marktplatz einige Freie in ein leises Gespräch vertieft, also alles ganz normal. Ich konnte jedenfalls niemanden entdecken, der bzw. die geschrien hatte. Allerdings fiel mit auf, dass das große Schmiedetor geschlossen war und von meinem Lieblingsschmied keine Spur zu sehen. Das war allerdings merkwürdig, denn er ist ja eigentlich immer vor seiner Werkstatt am Arbeiten. Doch sein Fehlen hatte mit dem Schrei bestimmt nichts zu tun, alles weitere dazu musste daher erst mal warten. Ich schaute nun also Richtung Zitadelle… der Vorplatz war leer, aber es kam mir so vor, als ob Stimmen aus der Wache drangen… also nix wie hin… eine gute Gelegenheit mal in die Kriegerunterkunft zu schauen oder zumindest in die Wachstube! :-)
Nur, mit welcher Begründung sollte ich hineingehen? Eigentlich hatte ich dort ja nichts verloren… schon gar nicht ohne triftigen Grund! Noch über eine guten, plausible Begründung für mein Auftauchen in der Zitadelle grübelnd, legte ich vorsichtshalber erst einmal mein Ohr an die Tür. Ich hatte jedoch noch nichts gehört, als ich auch schon postwendend von einer barschen Männerstimme angeherrscht wurde, was ich denn mit meinem Ohr an der Tür der Zitadelle zu suchen hätte. Ich glaube, ich bekam vor Schreck fast einen Herzinfarkt, denn ich hatte niemanden kommen gehört. Oh je, hinter mir stand ein Attentäter… vollkommen schwarz gekleidet, ein schwarzes Tuch vor dem Gesicht, so dass ich nur seine strengen, kalten Augen sehen konnte. Auf eine Antwort von mir wartete er gar nicht erst, sondern befahl mir gleich mitzukommen, um drinnen im Wachlokal Meldung über mein Tun zu machen. So hatte ich mir meinen Erkundungsbesuch in der Zitadelle eigentlich nicht vorgestellt… es blieb mir selbstverständlich nichts weiter übrig, als mit schlechtem Gewissen zu gehorchen, denn Lauschen geziemt sich ja nun mal nicht… außer vielleicht in solchen Notfällen?!^^
Zu meiner riesigen Erleichterung befand sich drinnen mein Lieblingshauptmann, zu dem ich großes Vertrauen habe, im Gegensatz zu diesem schwarzen Fremden, auch wenn er immer sehr streng ist und mit kleineren Bestrafungen auch schnell zur Hand, im wahrsten Sinne des Wortes.^^ Doch ich hatte Glück… die Petzerei des Schwarzen über meinen „Lauschangriff“ schien ihn überhaupt nicht zu interessieren, da er mit der schwierigen Vernehmung einer herumschreienden Herrin beschäftigt war. Nun hatte ich zumindest die Quelle für den lauten Schrei geortet… die Herrin begann nämlich schon wieder in schrillem Ton zu zetern und nach einem Prätor, Ubar oder was auch immer zu kreischen… sie hielt sich offensichtlich für was Besseres und erachtete als unter ihrer Würde, mit einem Hauptmann zu sprechen… immerhin meinem Lieblingshauptmann!! der mir sofort Papier und Feder hinschob, damit ich ein Vernehmungsprotokoll für ihn anfertigte. Ich musste innerlich leicht grinsen… ließ mir aber selbstverständlich nichts anmerken. Auch wenn er neuerdings sehr schön seinen Namen schreiben kann, hat er es ja nicht so mit Papier und Feder. ;-)
Die Herrin wollte einfach nicht kapieren, dass sich Kasra im Krieg befindet und mein Lieblingshauptmann nur seinen Pflichten nachkam, indem er ihre fadenscheinigen Begründungen für den Aufenthalt genau hinterfragte, und zwar sehr genau, einschließlich aller Personalien und Verhältnisse. Die Dame hatte nämlich verwandtschaftliche Beziehungen zum Feind! Die Vermutung lag immerhin auf der Hand, dass die Schwester dieser Herrin… eine Schneiderin, in deren angeblich bescheidenen Heim sie Unterkunft gehabt hatte, womöglich für die feindliche Armee arbeitet! Ich konnte den Herrn Hauptmann und seine Befürchtungen auch ohne kriegerische Ausbildung wirklich verstehen… nicht auszudenken, wenn diese Dame hier in Kasra für den Feind spioniert! Alle Fragen und die dazu gehörigen Aussagen kritzelte ich daher eifrig aufs Papier, erleichtert darüber, dass der Attentäter mein Vergehen anscheinend nicht weiter verfolgen wollte und das Wachlokal inzwischen verlassen hatte.^^
Bei der vielen Schreiberei war es natürlich nur logisch, dass ich jede Menge Tinte benötigte und die Feder ständig ins Tintenfass eintauchen musste. Leider habe ich in der ganzen Hektik jedoch nicht nur Worte auf das Papier gebracht, sondern auch einen klitzeklitzeklitzekleinen Tintenklecks, den die Herrin leider prompt entdeckte und davon behauptete, er enthielte geheime Informationen… ein T I N T E N K L E C K S??? So ein Quatsch… ich konnte es kaum glauben… die keifende Dame war echt durchgeknallt. Sie selbst konnte vermutlich gar nicht schreiben und richtete mit dieser dämlichen Behauptung nun auch noch den Blick des Hauptmanns auf den Klecks, den ich eigentlich gerade versuchte mit meinem mit Spucke befeuchteten Finger weg zu rubbeln, ihn allerdings damit leider ziemlich groß machte, so dass der schnaubende Herr Hauptmann darin schließlich einen Code sah und mir einen Rüffel verpasste. Menno… das war doch nur ein Tintenklecks!… zwar ein inzwischen ziemlich hässlicher…das gebe ich ja zu… aber nichts sonst!!! Mir blieb nichts anderes übrig, als mich wieder eifrig schreibend über das Papier zu beugen und zwar so, dass ich den Blick meines Lieblingshauptmanns auf den zerrubbelten Fleck einigermaßen verdeckte. :-)
Letztendlich war ihm die Befragung der kreischigen Herrin dann auch wichtiger. Leider kam er mit der jedoch nicht wirklich weiter und haute schließlich restlos genervt und wütend so heftig mit der Faust auf den Tisch, dass das Tintenfass dabei fast umfiel… das wär’s ja noch gewesen! Er war so weit, die keifende Lady zur Beruhigung in den Kennel sperren zu lassen… und damit meine ich nicht nur zu ihrer, sondern vermutlich auch seiner Beruhigung.^^ In diesem Moment ging jedoch die Tür auf, der Herr Ubar trat ein, offensichtlich gerufen von dem Attentäter. Die beiden schienen sich recht gut zu kennen… machten fast einen befreundeten Eindruck auf mich. Was dieser schwarz gekleidete Mann aber genau mit unserem Ubar und den Wachen zu tun hatte, erschloss sich mir nicht mehr, nur dass er die Herrin anscheinend kannte und sich dafür verbürgte, dass sie keine Verräterin sei.
Den darauf folgenden Bericht des Herrn Hauptmann an unseren Ubar über Getränkevorratsüberprüfungen wegen Spinnereien meines Lieblingshauptmanns… Personalien… wer nicht hören will und deswegen fühlen muss… aber auch den Wunsch der Herrin über ihre Unterwäsche befragt zu werden und die Ablehnung des Herrn Ubar dazu… Weigerungen… Provinzkaff-Beleidigungen… miefige Kriegerquartiere… und, und, und schrieb ich auf sein Geheiß ebenfalls mit und erntete damit die Zufriedenheit meines Lieblingshauptmanns. :-) Er hat mir sogar vor Begeisterung über mein Werk auf den Po gehauen… oder war das wegen was anderem? Egal… es war jedenfalls wie immer eine große Ehre für mich.^^
Schließlich zog sich der Herr Ubar mit dem Hauptmann zu einer geheimen Besprechung zurück, über die ich nichts mehr aufzuschreiben hatte und danach traute ich meinen Ohren kaum. Mein Lieblingshauptmann wünschte der kreischigen Herrin weiter einen angenehmen Aufenthalt in Kasra, der Perle, nicht dem Provinzkaff am Fayheen und komplimentierte sie mit einem eindeutigen Wink zur Tür hinaus. Die mit dem Verschwinden der Herrin einkehrende, herrliche Ruhe nutzte er für das Unterschreiben des Vernehmungsprotokolls und das war’s dann… leider. Nein..nicht ganz… er war so zufrieden mit seiner Unterschrift, dass ich noch die Ehre eines weiteren Klapses auf den Po bekam und dann entlassen wurde, da niemand mehr meine Dienste benötigte. Mir blieb also nichts anderes übrig, als mich Richtung Sklavenhaus zu trollen. Meine Herrin hatte sich jedoch schon zur Ruhe begeben, so dass ich ihr das Erlebte und vor allem den Dank meines Lieblingshauptmanns gar nicht mehr berichten konnte und so zu einem sehr frühen Schönheitsschlaf kam. ;-)

Dienstag, 13. September 2011

Prinzessin oder Kajira?

Oh je… nun fürchtet meine liebe Herrin doch tatsächlich um ihren Ruf, weil ich in meiner Euphorie verraten habe, dass sie uns für die Tanzaufführung gelobt hat. :-)) Ich kann gar nicht beschreiben, wie betont ernst sie gestern versucht hat, mich deswegen anzuschauen. Mir wäre es ganz bestimmt obergruselig den Rücken hinunter gelaufen, ich hätte vermutlich nur superknapp oder wahrscheinlich gar nicht mein erschrockenes, ängstliches Zittern verbergen können und wäre bestimmt am liebsten sofort im Gorboden versunken, wenn sie mich nicht so liebevoll aus leicht zwinkernden, blauen Augen dabei angeschaut hätte. Sie ist nun mal meine liebe, nette Herrin… zumindest fast immer.^^ Ihre Unberechenbarkeit wird sie für mich aber vermutlich immer behalten… mich noch oft erstaunen und überraschen… und das leider wohl nicht nur positiv! ;-)
Nachdem meine Herrin sich also auf die eben beschriebene Art ein wenig Luft über den Frust wegen ihres Rufes gemacht hatte, nahm sie ihre von der Sklaventrainerin erworbene Neue dann endgültig an die Handelskette. Für ein Collar hatte die Zeit nach dem Tanz nun wirklich nicht mehr gereicht, da meine Herrin auf ihren Landsitz wollte. Die Gefühle der mir bislang kaum bekannten Kajira gingen mir dabei nicht wirklich nahe, dennoch war die Situation wieder Anlass dafür, meine eigene Unterwerfung noch einmal so klar vor Augen zu haben, als sei sie erst letzte Hand gewesen und nicht schon vor mehreren Jahren. Ich werde meine damaligen Emotionen vermutlich nie vergessen, weil ich mich bis dahin nie in so einer dramatischen Aktion unterworfen hatte. Die Neue war selbstverständlich auch aufgeregt… hatte anscheinend auch noch nie gelernt, sich zusammen zu reissen. Sie zappelte ununterbrochen hin und her und schien es auch noch mit den Ohren zu haben, denn sie hörte mit der Zappelei auch nicht nach einer ernsten Ermahnung meiner Herrin auf, sondern erst, als meine Herrin ihr mit einem kräftigen Zug am Kragen die Luft ein wenig knapper werden ließ. Tja… wer nicht hören kann, muss eben fühlen.^^
Mit dem Hören bzw. Gehorchen scheint sie es sowieso nicht allzu sehr zu haben. Ich glaube, dieses Mädchen muss insgesamt noch eine Menge lernen, um sich in ihre Rolle zu finden und eine halbwegs brauchbare Kajira zu werden, die vor allem ihre Stellung kennt. Bislang führt sie sich nämlich eher als Prinzessin auf. Eine kleine Kostprobe hat sie mit der traditionellen Begrüßung zumindest schon mal bekommen, zu der mich meine Herrin leider wie immer aufforderte. Ich mag die Kurt nämlich nicht… weder auf meiner Haut, noch in meiner Hand. Aber als erstes Mädchen muss ich leider auch eine solche Aufgabe verrichten, wenn meine Herrin dies wünscht. Hoffentlich sind wenigstens außer den Striemen auch meine Worte bei der Neuen hängen geblieben. Besonders sicher bin ich mir da nicht… ihre Reaktionen waren eher verhalten, dafür das anschließende Selbstmitleid aber umso größer. Und gehorcht hat sie schon wieder nicht, so dass ich letztendlich ihren Kopf in einen Eimer eiskaltes Brunnenwasser tauchen musste, um ihre Ohren zu waschen und ihr mit meinen Fingern darin zu demonstrieren, wie es ist, wenn man nichts hören KANN. Ob das geholfen hat, wage ich jedoch zu bezweifeln… dafür wurde ihr Selbstmitleid allerdings noch größer. Doch bei aller Strenge bin ich selbstverständlich kein Unmensch und habe ihr anschließend sogar beim Abtrocknen geholfen… und die Chance zum Lernen gebe ich ihr natürlich auch… es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen… auch auf Gor nicht. ;-)
Durch einen Besucher, der seine Einladung an meine Herrin, in sein Haus zum Essen zu kommen, nun mit einem leckeren Rambeer-Kuchen erneuerte, bekam die Neue dann unerwarteten Unterrichtsaufschub. Es war der wohlerzogene Herr Zwillingsbruder mit Bart, der meine Herrin bereits in der letzten Hand eingeladen hatte. Leider kam er zu so später Ahn, dass meiner Herrin nichts anderes übrig blieb, als ihn erneut zu vertrösten. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es mit den beiden weiter geht^^… nur gestern wurde meine Neugier nicht mehr befriedigt, da es schon sehr spät war und meine Herrin sich zur Ruhe gegeben wollte. Hoffentlich verdirbt der Kuchen nicht zu schnell!!!!!

Freitag, 9. September 2011

Schleier-Fackeltanz

Der Herr Leutnant und eine unserer Heilerinnen gaben sich gestern das Versprechen zur Gefährtenschaft und ich durfte bei der anschließenden Feier einen Tanz aufführen, der von dem Rarius als Überraschung für seine Gefährtin gedacht war. Das war also meine geheimnisvolle Aufgabe, über die ich die letzten Tage gebrütet hatte und für deren Erledigung mir fast die Zeit davon gelaufen war. Eigentlich wollte ich zusammen mit Katy und Aly tanzen, doch Katy fiel leider wegen eines kurzfristig von ihrem Herrn erteilten Auftrags aus. :-( Zum Glück war schnell Ersatz gefunden, denn Adilahs bekam von ihrem Herrn die Erlaubnis mitzumachen. :-))
Nachdem ich am zweiten Tag dieser Hand nun endlich die Zeit gefunden hatte, mir die Choreographie für den Tanz genauer auszudenken, schnappte ich mir Aly und Adilah in einer ruhigen Ahn und besprach mit ihnen, wie ich mir alles vorstellte. Für eine kleine Miniprobe war sogar auch Zeit und dank Alys tollen Schneiderkünsten, bekamen die beiden schließlich ein einheitliches Outfit! Meine Seiden hatte ich mir ja schon vor einiger Zeit zum Erstaunen meiner Herrin aus dem Fayheen gefischt... man glaubt gar nicht, was da so alles angespült wird.^^ Ich wollte nämlich einen Schleiertanz aufführen, den ich in ähnlicher Form schon einmal anlässlich der Gefährtenschaft unseres Wirtspaares getanzt hatte, der aber als Fackeltanz enden sollte. Dafür hatte ich mir ganz viele Seidentücher zusammen gesucht und genäht, um die Schleier freier Frauen zu symbolisieren. Mein Problem ist nur immer, dass ich eigentlich nie ganz zufrieden mit mir bin und immer noch unendlich viel finde, das unbedingt verbessert werden muss. Nur gut, dass die Zeit irgendwann zu knapp für weitere Änderungen wird. :-(
Als ich gestern nach einer etwas kurzen Nacht wach wurde, setzte dann natürlich prompt wieder das typische Kribbeln ein, was an diesem Tag noch etwas dadurch verstärkt wurde, dass auch freie Frauen anwesend sein würden, die ich natürlich nicht brüskieren durfte. Meine Herrin würde selbstverständlich auch dabei sein und der wollte ich auf keinen Fall Schande bereiten. Im Gegenteil, es war mir vor allem wichtig, SIE zu erfreuen, denn wann bekomme ich schon mal eine Gelegenheit für sie zu tanzen. Puhhh... dabei liegt mir ein Tanz vor Männern eigentlich viel mehr! Nur gut, dass ja vorerst noch die Zeremonie stattfand. So erhielt ich noch ein wenig Aufschub, der mir aber leider nicht wirklich half, die weiter steigende Nervosität in den Griff zu bekommen. Immerhin durfte ich zum ersten Mal voller Stolz meine neue Tunika tragen. :-)
Ich glaube, es war eine sehr schöne Zeremonie, die unser Herr Ubar da abgehalten hat... so wirklich aufmerksam war ich dabei jedoch nicht. Doch das fiel bei der großen Menschenmenge, die sich in der Feste eingefunden hatte, nicht weiter auf, zumal ich ganz weit hinten, hinter meiner Herrin in der letzten Reihe kniete. Die vielen schönen Worte unseres Herrn Ubar und das Entfernen der 7 Schleier gingen jedenfalls ein wenig an mir vorbei. Ein Grund dafür mag aber auch sein, dass ich das Paar eigentlich überhaupt nicht kenne, weil die immer sehr beschäftigt sind und daher auch keine richtige "Beziehung" zu ihnen habe, so wie zu anderen Herrschaften in Kasra.
Tja... und dann wurde es irgendwann sogar richtig nervig. Es steht einer Kajira selbstverständlich nicht zu, ungeduldig zu werden, denn Geduld ist eine der wichtigsten Eigenschaften einer guten Sklavin. Dennoch wurde meine und ich glaube auch Alys und Adilahs Geduld auf eine sehr harte Probe gestellt. Nachdem die Festgesellschaft sich schließlich vor die Zitadelle begeben hatte, wo die anschließende Feier stattfinden sollte und wir von meiner Herrin das Zeichen zum Umziehen bekommen hatten, wurden wir vor eine wirklich harte Geduldsprobe gestellt. Der Herr Leutnant hatte unseren Auftritt gerade seinen Gästen angekündigt, wir also das Sklavenhaus in Richtung Festplatz bereits verlassen. Wir warteten nur noch darauf, dass die Herrschaften Platz nehmen würden, als die Sklaventrainerin meinte, nun erst mal ihr Geschenk ihrer Heilerfreundin überreichen zu müssen... eine Kajira.
Na toll, dachte ich bei mir... das kann dann ja noch dauern. Und so war es auch, Kragen abnehmen, unterwerfen, neuen Kragen umlegen... sowas braucht einfach seine Zeit, und zwar zu Recht, denn es ist für eine Kajira ein wirklich einschneidendes Erlebnis. Und es sollte für den Beginn unserer Aufführung sogar noch schlimmer kommen. Wobei ich mich darüber gefreut habe, dass der Herr Leutnant uns zwischendurch beruhigend zuzwinkerte. Die Sklaventrainerin verkaufte dann nämlich auch noch ein Mädchen an meine Herrin, über deren Verkauf sie schon vor längerer Zeit mit ihr gesprochen hatte. Warum das nun auch noch auf diesem Fest statt finden musste, und vor allem, wo der Herr Leutnant uns bereits angekündigt hatte, als Geschenk und Überraschung für seine Gefährtin, erschloss sich mir nun wirklich nicht. Aber ich bin ja auch nur eine Kajira und keine Sklaventrainerin, die ihre Angelegenheiten offensichtlich vor die eines Rarius stellen darf oder zumindest damit durchkommt. :-(
Wir fassten uns also weiter in unendlicher Geduld und trippelten ein wenig hin und her, um zumindest ein bisschen Spannung abzubauen. Aber irgendwann zu vorgerückter Ahn war es dann doch endlich soweit. Ich fand es hat alles gut geklappt bei unserer Aufführung. Keine von uns hat sich die Haare mit den Fackeln abgesengt und ich mich auch nicht in den vielen Seidentüchern vertüdelt, die ständig um mich herum wirbelten. Auch die Knoten der Seiden bekam ich zum Glück nacheinander alle auf, so dass ich glaube, die Symbolik, aber auch unser Tanz insgesamt, ist bei den Herrschaften gut angekommen. Ob dies allerdings auch bei der Heilerin der Fall war, kann ich nicht sagen, da sie ununterbrochen am Schnattern war mit ihren Gästen. Dabei ging es bei meinem Schleiertanz doch eigentlich um sie. Aber egal... meine Herrin hat uns hinterher gelobt und zwar für ihre Verhältnisse sogar sehr... sie hat nämlich gesagt, wir waren ganz gut! :-))) und sie sagte auch, dass sie stolz auf mich sei! :-))))))))))
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@Georg: Vielen Dank für die Bilder vom Tanz :-)

Donnerstag, 8. September 2011

Gesindel in der Stadt

Als ich gestern vom Hafen kommend um die Ecke des Sklavenhauses bog, sah ich den Herrn Schmied im Gespräch mit einer sehr ärmlich gekleideten, um nicht zu sagen verwahrlosten Frau und fragte mich spontan, ob er vielleicht gerade versuchte, sie als neue Haushälterin anzuheuern… zuzutrauen wäre ihm das ja.^^ Leider hatte ich keine Zeit mehr, um darüber noch Genaueres in Erfahrung zu bringen, weil ich dringend nach meiner Herrin sehen musste. Ich vermutete nämlich, dass sie inzwischen aufgestanden war, denn ich hatte mal wieder ziemlich lange mit einem Morgenbad und ausgiebigem Schwimmen im und am Fayheen verbracht.
Meine Vermutung war richtig gewesen. Meine Herrin war sogar schon angekleidet, d.h. sie muss schon eine ganze Weile auf gewesen sein, da sie sich mit Sicherheit wieder ahnlang vor dem Spiegel gedreht hatte, um endlich ein passendes Kleid in ihrem riesigen Kleiderfundus zu finden. Wer die Wahl hat, hat eben auch die Qual… zumindest manchmal.^^ Nur gut, dass sie noch nicht vor die Tür gegangen war, denn so konnte ich gerade noch verhindern, dass sie sich mit den grell-blauen Handschuhen, die ihre Finger wie die eines Aliens aussehen ließen, der Öffentlichkeit zeigte. Ich rechne es ihr wirklich hoch an, dass sie bei Kleiderfragen zumindest ab und zu mal auf mich hört, vor allem in diesem Fall, wo sie nicht mal wusste, was ein Alien ist, es als geborene Goreanerin aber selbstverständlich auch nicht wissen kann.^^
Nachdem die hässlichen Handschuhe dann von ihren Fingern waren, war eigentlich alles wie immer. Meine Herrin stürmte in gewohntem Tempo aus ihrem Haus Richtung Herberge… ich wie immer hinter ihr her. Allerdings nahm ich mir noch die Zeit für einen kurzen Zwischenstopp vor der Tür, um meinen Lieblingsherrn nun angemessen zu begrüßen, was ich vorher ja noch nicht getan hatte. So kam ich in den Genuss eines sehr erfreuten Lächelns von ihm, das er vermutlich schon meiner Herrin angedeihen lassen wollte, aber wegen ihres typischen Sprints zur Herberge natürlich keine Chance dafür bekommen hatte. Als Dank für seine Freundlichkeit habe ich mir dann auf dem Weg in den Feuerkrug ein wenig mehr Zeit genommen, damit er sich noch ein wenig an meinem wohlgerundeten Hinterteil erfreuen konnte… wenn er das denn wollte. Gesehen hab ich‘s natürlich nicht… hab ja hinten leider keine Augen! ;-)
In der Herberge saßen schon etliche Gäste, jedoch nicht nur Stammgäste, sondern unter anderem auch einige Freie auf Pilgerreise. Und es sollte noch voller werden. Mein Lieblingsschmied tauchte jedenfalls auch bald auf und machte wie immer einen ziemlich verdursteten Eindruck auf mich. Trotzdem musste er sich natürlich gedulden mit seinem Ale, bis meine Herrin ihre Milch hatte, denn ich war mal wieder die einzige Kajira im Feuerkrug… aber das ist für mich ja nichts Neues. Wenn viel los ist, ist der Herr Schmied eigentlich meist ein recht schweigsamer Herr, doch gestern war er besonders schweigsam… irgendetwas schien ihn sehr zu beschäftigen. Er machte einen richtig abwesenden Eindruck auf mich. Und er war anscheinend wirklich geistig etwas abwesend, denn er bekam nicht mal mit, dass der Händler ihm eine Frage gestellt hatte und mich nun bat, ihn mal ein wenig zu schütteln. Ich kniete nämlich dafür strategisch sehr günstig zwischen meiner Herrin und ihm. Dieser Aufforderung kam ich selbstverständlich sehr gerne umgehend nach, brauchte allerdings gar nicht zu schütteln… eine einfache leichte Berührung des Oberschenkels meines Lieblingsschmieds mit meiner warmen Hand reichte aus, um ihn aus seiner geistigen Abwesenheit zu reißen. Naja… so wie ich ihn und seine Vorliebe zum weiblichen Geschlecht kenne und ganz vielleicht auch ein wenig zu mir, war das eigentlich auch nicht anders zu erwarten gewesen. ;-)
Allerdings unterlief mir dann entgegen meiner guten Erziehung und wider besseren Wissens ein klitzekleiner Fehler… ich ließ nämlich meine Hand unbewusst auf seinem Oberschenkel liegen, die sich da offensichtlich dann sogar ein wenig verselbständigte, was mir selbstverständlich aber vollkommen unbewusst war.^^ Den Priesterkönigen sei Dank, dass die Blickrichtung meiner Herrin eine andere war, mein Lieblingsschmied in Gedanken ganz woanders und entgegen seinem Naturell überhaupt nicht auf meine sanfte Berührung reagierte. Vor allem hatte ich Glück, dass die gegenübersitzende, unnahbare Herrin meiner Herrin gegenüber meinte, sie habe ihre Sklavin, also mich, wohl nicht im Griff. Auf die erstaunte Rückfrage meiner Herrin darauf, reagierte sie dann allerdings nicht mehr. Trotzdem kündigte meine Herrin mir an, kaum dass die Lady den Raum verlassen hatte, es sei wohl mal wieder Waschtag für mich. Und damit meinte sie nicht das Wäschewaschen und auch nicht meine Körperhygiene, denn die Wäsche war sauber und ich hatte ja bereits gebadet. Mir schwante also nichts Gutes… bis sie dann aber die Angelegenheit vorerst vertagte und ich schnell diese unerwartete Chance nutzte. Ich versuchte sie mit einigen leckeren Häppchen zu besänftigen… was mir auch tatsächlich gelungen ist!! :-)))
Außerdem wurden wir sowieso von einer Besucherin abgelenkt, gegen deren unflätiges, gossenhaftes Benehmen mein klitzekleiner Fehler ein absoluter Fliegenpups war… wobei ich mich hier natürlich nicht erdreiste mich mit einer Freien zu vergleichen, auch wenn sie noch so heruntergekommen ist. Es war nämlich in der Herberge eine weitere She-Urt aufgetaucht, aber nicht die, die ich vorher im Gespräch mit dem Schmied gesehen hatte. Diese sah ebenfalls ziemlich verwahrlost aus, hatte spindeldürre Stöckerbeine, fast ohne jegliche Form und schien auch nicht wirklich gesund zu sein. Selbst die dicke Dreckschicht auf ihrer Haut konnte nicht verhindern, dass sie mir mit ihrem kreideweißen Gesicht wie eine wandelnde Leiche vorkam. Eigentlich vermutete ich in ihr eine Alkoholikerin, denn sie zitterte am ganzen Leib… hatte nur noch 7 Kupfer… offensichtlich ihr einziges und letztes Geld… kaufte sich aber nichts zu essen, sondern fragte mich, wie viele Paga sie dafür bekommen könnte. Das Ergebnis, nur 2 1/3, schien ihr zwar nicht ganz in den Kram zu passen, sorgte aber wenigstens nach dem gierigen Trinken ohne zwischendurch Luft zu holen dafür, dass ihr Gesicht etwas Farbe bekam und ihr Zittern aufhörte. So schnell, wie die den Paga allerdings hinunter stürzte, habe ich das selbst bei einem Herrn noch nie gesehen. Dann war sie auch schon wieder weg und ich konnte mich damit befassen, erst die von ihr kontaminierten^^ Becher und dann meine Hände ausgiebig zu säubern.
Nur gut, dass meine Herrin und ich schon vor einiger Zeit, als in Kasra die ersten Häufungen von Diebstählen passierten, dafür gesorgt haben, dass ihr Geld an einem sicheren Ort verwahrt wird… bei dem ganzen Gesindel, das Kasra neuerdings ständig heimsucht^^, kann man ja nie vorsichtig genug sein. Und wer weiß, was mit dem bevorstehenden Krieg noch alles auf uns zukommt! ;-)

Mittwoch, 7. September 2011

Alles hat ein Ende

…auch die größte Heimlichtuerei!
Die Festivitäten anlässlich der anstehenden Gefährtenschaft zweier Hochkastiger aus Kara stehen jetzt nämlich sozusagen vor der Tür und werden morgen Abend stattfinden. Wobei daraus nie eine Geheimniskrämerei gemacht worden war, dafür aber umso mehr aus einer mir übertragenen Aufgabe, über die ich bis morgen noch absolutes Stillschweigen zu bewahren habe. Der leichteste und vor allem schnellste Teil dabei war für mich, wie und mit wem ich das Ergebnis präsentieren wollte. Auch die plötzlichen, unvorhergesehenen Schwierigkeiten konnte ich schließlich noch recht kurzfristig lösen… nur die eigentliche Aufgabe habe ich sehr lange vor mir her schieben müssen, weil ich leider immer so viel anderes zu tun hatte.
Gestern war dann der Druck des nahenden Termins dermaßen groß geworden, dass ich mich endlich daran machte… mich still und sozusagen unsichtbar in eine Ecke des Sklavenhauses verkrümelte und wirklich konzentriert an meinem Auftrag arbeitete. Zwischendurch ist es mir auch noch gelungen, einige Kleinigkeiten mit den beiden Mädchen abzustimmen, deren Herren ihnen zu meiner großen Freude erlaubt hatten, dass sie mich bei dieser Aufgabe tatkräftig unterstützen. Vor dem Schlafen konnte ich dann mit ziemlicher Erleichterung ein… naja… immerhin einigermaßen akzeptables Ergebnis vorweisen. Richtig zufrieden bin ich sowieso nur selten mit mir, da ich immer noch Verbesserungsmöglichkeiten finde, je länger ich mich mit einer Sache befasse.^^
Trotzdem war ich gestern recht zufrieden und eigentlich auch ein wenig stolz, weil ich mich durch nichts ablenken ließ und nicht mal meine Nasenspitze vor die Tür gestreckt hatte, um die neuesten Gerüchte aufzuschnappen. Ein weiterer Beweis dafür, dass ich wirklich überhaupt nicht neugierig bin… finde ich jedenfalls! Wobei ich gestehen muss, dass einige Ausrufer dermaßen laut durch Kasras Gassen tönten, dass ich zumindest mitbekam, was sich bei der roten Kaste tat, aber dann beruhigt weiterarbeiten konnte, weil mein Lieblingshauptmann selbstverständlich wie immer alles oberbestens im Griff hatte!!! :-))
Eine andere Heimlichtuerei hat sogar ab sofort ein Ende, da inzwischen wirklich sämtliche Vulos auf ihren Stangen darüber gackern, welch schwere Zeiten für Kasra durch einen kurz bevorstehenden Krieg anbrechen werden. Die Vorbereitungen für den geplanten Feldzug unter der Leitung unseres Ubar, dem Nichtmehrregenten, und seinen hochrangigen Kriegern, laufen jedenfalls auf allerhöchsten Hochtouren… zögern sich aber bestimmt noch so lange hinaus, bis ich mal wieder für einige Zeit auf die Felder muss und nichts mehr davon mitbekomme. Dabei hat doch mein Lieblingshauptmann mir gegenüber schon angedeutet, dass er vielleicht meine Herrin fragen will, ob sie erneut bereit ist, mich an ihn auszuleihen, so wie schon mal bei einem anderen Feldzug! Es bleibt also ziemlich spannend für mich. ;-)
Seit der Bürgerversammlung geistert mir immer wieder durch den Kopf, wie gut es ist, dass ich von militärischen Angelegenheiten wirklich nichts verstehe… denn sonst würde ich mir wohl ernsthaft Sorgen um die Verteidigung von Kasra machen und keinen einzigen Gedanken mehr daran verschwenden beim Feldzug dabei zu sein. Die Angst um meine Herrin im Falle einer Einnahme von Kasra würde mir bestimmt komplett den Schlaf rauben… insbesondere die grässliche Vorstellung, sie müsste sich dem Feind unterwerfen! Aber welcher Feind will schon eine Sklavin mit solch einer spitzen und ich glaube sogar gorweit gefürchteten Zunge??? Ich schlafe also weiterhin gut…nur meistens viel zu wenig! ;-)))

Dienstag, 6. September 2011

Mal keine Ratssitzung

… dafür eine Bürgerversammlung... allerdings unter einer anderen Leitung als die bisherigen Ratssitzungen, die es ja nun erst einmal nicht mehr gibt. Wobei es sich bei diesem Versammlungsleiter trotzdem um unseren Herrn Regenten handelte, der aber ja aufgrund des folgenschweren Beschlusses der letzten Ratssitzung kein Regent mehr ist, dafür aber einen anderen Titel und eine neue Tunika in einer Farbe trug, die ich vorher noch nie an ihm gesehen hatte… alles klar? ;-)
Eigentlich schwirrte mir ein wenig der Kopf. Nicht wegen der neuen Nichtmehrregententunika, sondern wegen einer mir übertragenen Aufgabe, mit der ich noch nicht so recht zu Potte gekommen war und bei der nun auch noch unvorhergesehene Schwierigkeiten aufgetaucht waren. Trotzdem wollte ich aber auch gern meine Herrin zu dieser Versammlung begleiten, zu der sich wie immer die üblichen pflichtbewussten Bürger eingefunden hatten. Meine Aufgabe musste also vorerst noch ein wenig warten… die Hindernisse konnten bestimmt auch später noch umschifft werden.^^ Interessant war, dass an dieser Bürgerversammlung sogar mein Lieblingsschmied teilnahm, der normalerweise solche Sitzungen ja konsequent meidet. Ziemlich erstaunt über sein unerwartetes Erscheinen, konnte ich daher nicht umhin, mich zu fragen, ob ihn etwa die Neugier wegen der vielen durch Kasra kursierenden Gerüchte in die Versammlung getrieben hatte oder ob er vielleicht zwischen einer Bürgerversammlung und einer Ratssitzung differenziert? Wobei ich fand, dass ihm irgendwie seine generelle Abneigung gegen Ratssitzungen doch ein wenig auf den Leib geschrieben war. Seine Körperhaltung sprach für mich jedenfalls Bände, vor allem, weil er sich nicht wie alle anderen Bürger hinsetzte.^^
Diese Versammlung war jedoch tatsächlich anders, als die sonst üblichen Ratssitzungen. Es waren eigentlich mehr oder weniger alles nur Mitteilungen an die Bürger des so ungewohnt gekleideten, neu betitelten, hochgestellten Herrn Nichtmehrregenten über seine Beschlüsse zu Ernennungen und Beförderungen in neue Ämter. Wobei mir spontan ein komischer Gedanke durch den Kopf ging, dass eine Beförderung manchmal durchaus von Vorteil sein kann, um jemanden besser unter Kontrolle zu haben. ;-) Aber was versteht ein kleines Kajiragehirn schon von kriegerischer Denkweise… Hauptsache, mein Lieblingshauptmann hat seine Finger in diesen Entscheidungen mit drin, was hier zu meiner großen Erleichterung anscheinend wohl der Fall gewesen war… meine Herrin hatte nämlich genau die richtige Frage gestellt, die mir dazu so sehr auf der Zunge lag. :-))
Sehr zügig ging es insgesamt durch die Sitzung. So wurde dann auch noch schnell eine Bürgerschaft ohne Probezeit eines neuen Kriegers beantragt, der sich wohl schon sehr um Kasra verdient gemacht hatte. Wobei der Bericht über Einzelheiten seiner ehrbaren Taten ein wenig verwirrend herüber kam… für meinen Lieblingsschmied anscheinend so verwirrend, dass er eine Menge Fragen dazu stellte, die ich gar nicht mal so ungerechtfertigt fand. Ich hatte jedoch den Eindruck, dass die Antworten des beförderten Leutnants den Herrn Schmied bei weitem nicht zu befriedigen schienen, so dass er letztendlich einfach die Versammlung verließ, ohne weiter bei dem Antrag von seinem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Naja… ein Krieger ist in seiner Ausdrucksweise eben kein Politiker, scheint aber ungeahnte Antennen und Begabungen hinsichtlich der Glaubwürdigkeit kriegerischer Angelegenheiten zu haben… hoffe ich jedenfalls… aber ich versteh ja wie gesagt von sowas nichts.^^
Worum es sich bei dieser Versammlung nun im Einzelnen handelte, werden sich viele wohl bereits denken können, da die Gerüchte mit Sicherheit schon über Kasras Stadttore hinaus kursieren. Dennoch will ich hier jetzt keine weiteren Internas mehr verraten… ich weiß eben, wann und worüber ich besser meine Klappe zu halten habe… außerdem muss ich mich nun endlich der noch immer unerledigten Aufgabe widmen! :-((