Mittwoch, 30. November 2011

Viel zu seltener Besuch

Leicht gerädert nach einer etwas unruhigen Nacht, erwachte ich recht spät am nächsten Morgen und ließ erst einmal vorsichtig meinen Fuß kreisen. Erstaunt stellte ich fest, es ging schon viel besser mit ihm. Also schnell noch ein wenig von der guten Salbe darauf geschmiert… dann ganz vorsichtig auftreten… es tat fast nicht mehr weh… ich musste nur noch ganz wenig humpeln. Dieser Fortschritt gab mir Mut, so dass ich leise die Tür des Sklavenhauses öffnete, um meine schlafende, immer noch kranke Herrin nicht zu stören und mich draußen ein wenig umzuschauen. Ich war nicht die erste, die ihre Nase vor die Tür streckte. Mein Lieblingsschmied saß bereits auf der Bank vor seiner Werkstatt und ging seiner Arbeit nach, wurde aber unterbrochen von der aufgebrachten Heilerin, die ihre Sklavin suchte, die sich offensichtlich verbotener Weise ihrer Fesselungen entledigt hatte, um Erste Hilfe bei meinem Lieblingshauptmann zu leisten. Er hatte sich mit einem Küchenmesser in den Finger gepiekt und meinte anscheinend, nun sterben zu müssen… oder so ähnlich… naja… ich sag nur „Männer“.^^
Ob das Mädchen von ihrer Herrin noch eine Strafe für ihr unerlaubtes Entfernen erhielt, bekam ich leider nicht mehr mit, da mich der Herr Imker mit einer Nachricht zu unserem Regenten schickte, so dass ich mich humpelnder Weise in Richtung Feste entfernte. Auf dem Rückweg passte er mich dann erneut ab, weil im Feuerkrug mal wieder keine Kajira zum Bedienen der Gäste verfügbar war. Allerdings bemerkte er mein Humpeln und erkundigte sich nicht nur nach der Ursache, sondern bot mir schließlich sogar sein Holzbein an, das er immer unter seinem Bett für Notfälle liegen hat. Doch darauf verzichtete ich lieber… so ein überaus großzügiges Angebot wollte ich selbstverständlich wegen der kleinen Blessur meines Fußes durch den Tritt des Thalarions nicht annehmen und machte mich schleunigst Richtung Feuerkrug auf.
Welch eine große Freude erwartete mich in der recht gut besuchten Herberge… mein Oberlieblingsherr, der geheime Schwarm meiner absolut schönsten Träume^^, war nach unendlich langer Zeit mal wieder in Kasra!!! Leider musste ich wegen der erforderlichen Ehrerbietung vor seiner Stellung und seiner hohen Kaste, unseren Regenten zuerst bedienen, so dass Cassia das Glück hatte, den Kalda für meinen angebeteten Herrn zuzubereiten und ihm zu servieren. Ich ließ mir meine Enttäuschung aber selbstverständlich nicht anmerken… ich würde bestimmt noch eine Chance bekommen, ihm zu dienen… hoffte ich jedenfalls. Und so kam es auch! *schwärmt*… aber vorher gab es noch einen Beitrag meines Oberlieblingsherrn zur Kultur in Kasra.
Er meinte nämlich, wir seien alle Kulturbanausen, weil wir den großen Dichter, den Herrn Remus von Cos nicht kannten… ergänzte dann aber, dass die Kunst dieses Herrn eher nicht gehobene Kultur sei, sondern mehr ein Gaumenschmaus für die Ohren, was ich allerdings nicht so ganz verstand. Jedenfalls machte er uns alle natürlich sowas von neugierig, dass selbst die hochkastige fremde Schreiberin ihn drängte, von diesem Herrn unbedingt etwas vorzutragen, zumal sie als Schreiberin im Namen der Kunst durchaus auch deftigere Kost schon gelesen und gehört hatte, also durchaus Einiges vertragen könne, wie sie auf seine Bedenken, dass es sich nicht gezieme, in ihrer Gegenwart so etwas von diesem Herrn vorzutragen.
Ich glaube, die Herrin wusste nicht wirklich, worauf sie sich da eingelassen hatte. Doch mein Oberlieblingsherr zog sich elegant aus der Affäre und rezitierte ein Gedicht, das bestenfalls in den Gedanken einiger Zuhörer anrüchig war, eine wohlerzogene freie Frau jedoch niemals beleidigen würde, weil die solche Gedanken selbstverständlich nicht denkt!^^

„ Ich liebte einst ein Mägdelein, der ganzen Welt zum Trotze,
sie war recht lieb, sie war recht fein, sie hat ne große fff……… *dehnt das Ende*
furchtbare treue Seele und ihr Name war Adele.

Adele liebt die Männer sehr und auch die offenen Tänze,
doch eines liebte sie noch mehr, das warn die langen schwww……… *dehnt das Ende*
schweren goldnen Ketten, wenn sie welche hätten.“

Nach diesen beiden ersten Versen legte er eine Pause ein, schaute besorgt zu der Herrin, und fragte sie, ob er tatsächlich weitersprechen soll. Welch eine Frage!!! Alle Zuhörer waren hellauf begeistert von diesem Gedicht und die Herrin fand es einfach schön… gar nicht anrüchig, sondern sehr romantisch!!! Er fuhr also fort:

„Als ich sie mal besuchen war, da war ich wohl gelitten,
sie schüttelte ihr langes Haar und zeigte ihre ttt……… *dehnt das Ende*
tintenschwarzen Locken, die reichten bis zum Rocken.

Sie legte sich aufs Kanapee und wollte sich erquicken,
da beugte ich mich über sie und wollt sie gern mal fff……… *dehnt das Ende*
führen durch den Garten, sie konnt es kaum erwarten.

Wir saßen dann im Garten fein, auf einem schönen Rasen,
da wollt sie mir am liebsten einen bbb……… *dehnt das Ende*
blauen Mantel schenken und immer an mich denken.“

Begeisterter Zwischenruf der Herrin: „Oh! Einen blauen Mantel habe ich auch!“

„Und wenn sie mir mal untreu ist, will ich ihr Treu erweisen
und still vor ihrem Fensterlein nen großen Haufen schhh……… *dehnt das Ende*
schöner Blümlein setzen, ach sie soll sich dran ergötzen.“

Leider erinnerte sich mein Oberlieblingsherr an keine weiteren Verse, aber die Begeisterung aller Zuhörer war kaum mehr zu bremsen. Besonders die Herrin war von diesem Gedicht richtig verzückt und verstand überhaupt nicht, warum der Herr vorher wegen ihr solche Bedenken gehabt hatte und verstand auch nicht, dass er angeblich zwei Gedichte vorgetragen hatte… sie hatte jedenfalls nur eines gehört.^^
Mal sehen, ob der nächste Tag so schön beginnt, wie dieser schließlich endete. Als es nämlich Zeit wurde, in die Felle zu gehen, packte mich mein Oberlieblingsherr mit festem Griff, hievte mich mit Leichtigkeit auf seine Schulter und nahm mich mit in seine Felle……………………. :-)))

----------
OOC:  Eigentlich mag ich kein Log hier ins Blog kopieren, doch diese wirklich köstliche Situation, in Gegenwart einer ehrbaren freien Frau solche Verse zu rezitieren, konnte ich mir nicht verkneifen, zumal die Herrin dabei supertoll mitgespielt hat! ;-))

Dienstag, 29. November 2011

Verletzt

Als ich gestern das Sklavenhaus leider mal wieder alleine verließ, meine Herrin hatte sich nämlich erneut hingelegt, um sich weiter auszukurieren, was einfach sein muss und wichtig ist, auch wenn sie darüber natürlich gemurrt hat, stieß ich fast mit der ersten Heilerin von Kasra zusammen, die offensichtlich auf dem Weg in die Herberge war. Zum Glück rempelte ich sie nicht an, denn die Herrin setzte ihren Weg nach meinem Gruß unbeirrt fort. Danach wandte ich mein Augenmerk wie immer erst einmal Richtung Schmiede und begrüßte meinen Lieblingsschmied, der wie üblich vor seiner Werkstatt stand. In Kasra schien nun doch langsam der Alltag zurück zu kehren... zumindest ein wenig... denn die Herren Schreiber und Zimmermann hatte ich zuvor auch schon gesehen, als ich nach einem ausgiebigen Morgenbad zurück in die Stadt kam.
Leider passierte ein kleines Missverständnis zwischen meinem Lieblingsschmied und mir, was sich für mich aber, den Priesterkönigen sei Dank, zum Guten klärte. Er meinte doch tatsächlich, ich würde mir anmaßen, ihm vorzuschreiben, wie er mich nennen sollte, was ich natürlich nie im Leben tun würde! Da er sehr wohlwollend auf meine Erklärungen und Entschuldigungen reagierte, war es auf keinen Fall verkehrt, ihn bei Laune zu halten und meinen guten Willen zu zeigen, indem ich ihn mit einem Ale erfreute. Die neuerdings übliche Frage, ob er zuerst sein erstes oder doch lieber sein zweites Ale zuerst trinken wollte, stellte ich diesmal lieber nicht, sondern nur, ob ich es ihm vor der Schmiede oder lieber in der Herberge servieren sollte. „Vor der Schmiede“ war seine knappe Antwort und „solange sich in der Herberge ein Thalarion befindet“ seine Begründung für diese Entscheidung, die mich letztendlich etwas nachdenklich Richtung Herberge laufen ließ. Ein Thalarion in der Herberge? Warum sollte dort drinnen ein so großes Viech sein? War mein Lieblingsschmied etwa krank und litt unter Wahnvorstellungen? Nicht auszudenken... dabei sah er eigentlich so aus wie immer, aber die Sache mit dem Namen hatte er ja auch falsch verstanden!^^
In der Herberge angekommen, meinte ich dann jedoch auch unter Wahnvorstellungen zu leiden oder zumindest zu träumen. Ich traute meinen Augen kaum... der Kajirus der Wirtin stand nämlich in einem kleinen offenen Wagen, der von einem sehr lebendigen, ziemlich panischen Thalarion gezogen wurde, das wilde Kreise mitten durch die Herberge drehte, um die beiden Tische herum und über jedes Sitzkissen hinweg, das ihm in die Quere kam. Untermalt wurde das Szenario von Wilburs wilden Flüchen und dem panischen Gekreische der Heilerin. Als habe er nur darauf gewartet, dass endlich jemand die Türen weit öffnet, die ich vor Erstarrung nämlich noch nicht geschlossen hatte, lenkte der Kajirus sein Gefährt in wilder Fahrt auf mich zu und dann aus der Herberge heraus. Leider war ich bei diesem seltsamen Anblick mit weit aufgerissenen Augen mitten in der Tür stehen geblieben und versuchte mich letztendlich, als mir das Vorhaben von Wilbur klar wurde, mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit zu bringen... leider etwas zu spät. Das doofe Thalarion-Viech trampelte mir in seiner Panik auf den Fuß... meinen NACKTEN Fuß! Ohweh... das tat richtig weh... das Ale für meinen Lieblingsschmied war schlagartig vergessen, im wahrsten Sinne dieses Wortes!!!
Die Heilerin sauste dem Gefährt wütend hinterher und ich humpelte ebenfalls nach draußen, wo der Spuk inzwischen ein abruptes Ende genommen hatte... das Thalarion war samt Wagen verschwunden. Immerhin war Wilbur rechtzeitig abgesprungen und musste sich nun die Schimpftirade der Heilerin anhören, während ich meinen lädierten Fuß befühlte und zusah, wie er sich langsam immer dunkler verfärbte und dabei dicker und dicker wurde. Als die Herrin schließlich ihren ganzen Dampf abgelassen hatte, setzte ich noch giftig nach, dass die Wirtin bestimmt sehr darüber erfreut sein wird, dass ihr Besitz den Besitz meiner Herrin beschädigt hatte und massierte weiter meinen immer stärker schmerzenden Fuß. Wobei ich gestehen muss, dass mir der arme Wilbur schließlich fast leid tat, der aus lauter Angst vor der zu erwartenden Strafe nichts anderes heraus bekam als „ohweh, ohweh, ohweh“ zu jammern. Dann kippte die Situation plötzlich...

Die Heilerin ließ spontan von ihren Bestrafungsgelüsten ab, hörte auf zu schimpfen, besah sich kurz mit heilerischem Blick meinen Fuß und befahl dem mittlerweile wirklich betreten drein schauenden Wilbur, mich in ihre Heilerstube zu tragen, was er auch prompt tat. Er meinte zwar noch, ich sollte mich nicht so schwer machen, doch muskelbepackt wie er nun mal ist, war ich mit Sicherheit kein Problem für ihn, habe aber vorsichtshalber meine Arme trotzdem fest um seinen Hals geschlungen... besser ist eben besser... oder war das einfach nur der ganz normale Reflex einer Frau in Männerarmen?^^ Egal, als er mich dann sehr sanft und sehr vorsichtig auf dem Behandlungstisch bei der Heilerin absetzte, wurde mir klar, dass diese Vorsichtsmaßnahme überflüssig gewesen war... er hätte mich absichtlich bestimmt nicht fallen lassen... und während ich so von seinen starken Armen gehalten wurde, tat mein Fuß auch fast nicht mehr weh! Doch das gab sich schnell wieder, aber welch ein Segen ist die goreanische Heilkunst im Vergleich zu der auf der Erde! Nach ausgiebiger Untersuchung verordnete mir die Heilerin lediglich nicht so viel zu rennen, den Fuß zu kühlen und eine abschwellende Salbe. Sie meinte, die Beschwerden würden ganz von alleine sehr schnell wieder verschwinden.

Auch wenn ich froh über diese Diagnose war, denn mit gebrochenem Fuß würde ich vermutlich sehr schnell als Fischfutter im Fayheen landen, wollte ich meine Verletzung noch etwas "auskosten" und mich ein wenig verwöhnen lassen... sozusagen als Ausgleich für die Schmerzen. Rina kam mir da wie gerufen, um kaltes Brunnenwasser für die verordneten Umschläge zum Kühlen zu holen. Es hat eben durchaus auch Vorteile, das erste Mädchen unserer Herrin zu sein. ;-) Mit einsetzender Kühlung kam auch meine Erinnerung an das bestellte Ale des Herrn Schmied wieder, so dass ich Rina gleich als nächstes in die Herberge scheuchte, um es zu holen, obwohl ich das natürlich viel lieber selbst gemacht hätte... naja... zumindest das Servieren. Ich konnte überhaupt nicht verstehen, warum sie es dem Schmied so ohne jegliches Zeichen von Hitze reichte, zumal weit und breit kein Rockzipfel einer Herrin in Sicht war! Aber sie war nach einem langen arbeitsreichen Tag auch sehr müde, so dass ich sie ins Sklavenhaus abziehen ließ, nachdem mein Lieblingsschmied sowieso keine Verwendung für sie mehr hatte und sich in seine Werkstatt zurück zog.
In dem Augenblick kam mir Wilbur wie gerufen, der immer noch auf der Suche nach dem verschwundenen Thalarion war, sich aber schnell bereit erklärte, mich noch einmal auf seine starken Arme zu nehmen und ins Sklavenhaus zu tragen! :-))

Dienstag, 22. November 2011

Kurz und knapp


…ging die Wahl des neuen, alten Regenten vonstatten. Sämtliche Krieger glänzten durch Abwesenheit, denn es fanden sich gestern im Ratssaal nur Zivilisten ein und bekundeten damit ihr Interesse an Kasras neuem Oberhaupt. Naja… es ging ja auch nicht mehr um irgendwelche Kriegsgeschehnisse unter einem Ubar, sondern um eine stinklangweilige, einfache Regentenwahl! Mir war‘s nur recht, da mir die häufig so endlos langen Labereien der Ratsmitglieder meist ein wenig auf den Geist gehen, was ich mir aber selbstverständlich nicht anmerken lasse^^. Dennoch waren einige Fragen natürlich da, auf die jedoch zum Glück nicht weiter eingegangen wurde, da ja eigentlich im Wahlkampf für Fragen an die Kandidaten genug Zeit gewesen war.

Ebenso kurz und knapp wie die Wahl gestaltete sich danach auch der anschließende Umtrunk, zu dem der neue Regent in die Herberge eingeladen hatte. Der Gegenkandidat war sowieso gleich verschwunden… vielleicht um so schnell wie möglich wieder auf seinen Landsitz zu kommen… oder war er etwa ein schlechter Verlierer?... die eine Heilerin hatte sich ebenfalls verdrückt… die andere mit der schlechten Laune wegen ihres sich verdünnisierten Gefährten, der seine Felle anscheinend woanders aufgeschlagen hat, kurz danach. Tja und der Rest war wohl irgendwie nicht in Feierstimmung… warum auch immer. Letztendlich wurde es dann ein Abend mit recht frühzeitigem „Schönheitsschlaf“ für alle. ;-)

Freitag, 18. November 2011

Bazillen… Halluzinationen… Fischsuppe… Handschriften

Erst reisen und nun schwächeln. Das kommt davon, wenn man sich nicht abhärtet… keine regelmäßigen Bäder im Fayheen nimmt… ständig mit diesen ganzen Roben der Verhüllung herumläuft, obwohl es so angenehm warm ist, dass ich trotz meiner kurzen, dünnen Tunika, nackten Beinen und Füßen nicht friere… und das hat in diesem Fall mal nichts mit dem in mir schwelenden Sklavenfeuer zu tun!^^ Tja, wenn es dann auf einem Tarnflug tatsächlich etwas kühler wird und der Wind einen so richtig durchpustet, dann kann es leicht passieren, das hinterher das Kränkeln los geht. Ich spreche hier von meiner Herrin, die es nun leider erwischt hat, so dass ich sie gestern mit einer richtig heißen Gesundwerdemilch und einem Extralöffel Honig gleich wieder in die Felle gesteckt und schön warm zugedeckt habe, damit sie sich auskurieren kann. ((Gute Besserung meine liebe Herrin!))
Wegen der Bazillenschwärme und weil meine Herrin sowieso gleich die Augen wieder zu machte, um sich gesund zu schlafen, verließ ich also alleine das Sklavenhaus. Draußen sah ich den Herrn Schmied mit einem anderen Herrn im Gespräch, von dem ich wegen seinem fast nackten Rücken meinte, es sei mein Lieblingswirt. Ich grüßte die beiden freundlich und kniete mich dann strategisch günstig hin, so dass ich mich beiden zuwenden konnte. Meinen Lieblingswirt nun von unten beginnend etwas genauer in Augenschein nehmend, bekam ich einen ordentlichen Schrecken. Zuerst entdeckte ich irgendwelche Waffen an seinem Bein, dann eindeutig weibliche Brüste und bemerkte schließlich meinen Irrtum… das war nicht der Herr Wirt… das war eine Frau! Oder hatte ich Halluzinationen? Sofort kamen Befürchtungen in mir auf, dass mich der Bazillenschwarm meiner Herrin möglicherweise auf den Augen befallen hatte, als die Erscheinung plötzlich verpuffte. Welch ein Glück, dass genau in diesem Moment die Heilerin auf ihrem Weg zur Zitadelle vorbei kam und sich mit dem Herrn Schmied darüber einig war, diese seltsame Halluzination ebenfalls gesehen zu haben. Sie nahm es aber mit ärztlichem Fachwissen auf die leichte Schulter und stufte es als nicht behandlungsbedürftig ein… zum Glück! ((Da hatte sich offensichtlich jemand verlaufen…hatte absolut nichts mit Gor am Hut und wollte das auch gar nicht ;-))
Nachdem die Heilerin in Richtung ihrer Räume verschwunden war, weil mein Lieblingsschmied ihr zwar Ale aber keinen Tee bieten konnte, kam Nakisa vorbei und beschäftigte sich mit der Feuerschale neben uns. Irgendwie schaffte sie es, das Feuer zu löschen… naja ziemlich patent war sie ja schon immer… allerdings meinte sie doch tatsächlich, mir Anweisungen geben zu können… ich soll mich zukünftig ebenfalls um die Feuer kümmern. Naja… ich gebe zu, ein Befehl war es nicht gerade… aber zu sagen hat sie mir trotzdem nichts… schon aus Prinzip nicht.^^ Ich gab ihr eine entsprechende Antwort, so dass sie sich schnell wieder verzog und erfuhr von meinem Lieblingsschmied, dass sie etliche Hand in einer Sklavenschule in Ar verbracht hatte und daher wohl meinte, jetzt was Besseres zu sein und mir was sagen zu können… meinte sie das nicht schon immer?^^
Ich traute meinen Ohren nicht, als ich Ar hörte... ihr Herr, der Herr Hauptmann, hatte sie ausgerechnet die Stadt geschickt, auf die er als überzeugter Cosianer so eine Wut hat?? Ich konnte es kaum glauben. Doch es stellte sich heraus, dass es vermutlich nicht DAS Ar gewesen war, sondern irgendein Provinzkaff in der goreanischen Pampa, das zufällig ebenfalls Ar hieß. Gut…das erklärte natürlich so einiges. Gelernt scheint Nakisa dort offensichtlich jedenfalls nicht allzu viel zu haben, denn sie trägt ihre schwarze Nase immer noch so hoch wie vorher und redet von sich noch überzeugter^^… aber das muss zum Glück ja nicht meine Sorge sein.
Die Marktplatzecke zwischen Sklavenhaus und Schmiede war gestern irgendwie der Mittelpunkt Kasras, denn kaum war ich mit meinem Lieblingsschmied wieder alleine und wollte ihn gerade fragen, welches Ale er denn diesmal zuerst wünschte… das für den Durst oder doch lieber gleich das für den Genuss, als sich die Schreiberin zu uns gesellte, die sich am Abend zuvor in der Herberge einquartiert hatte. Sie war ziemlich genervt, weil sie den angeblich in Kasra weilenden Händler mit dem unbekannten Namen immer noch nicht angetroffen hatte, schwärmte aber dann über das komfortable Zimmer und das reichhaltige Frühstück im Feuerkrug. Wobei sie außer Frühstück offensichtlich noch nichts weiter zu sich genommen und erstaunlicherweise von der berühmten Fischsuppe der Wirtin noch nie gehört hatte.
Das war natürlich eine unverzeihliche Bildungslücke, die mein Lieblingsschmied und ich selbstverständlich sofort schlossen, mit ausführlichen Beschreibungen der oberköstlichen, gorweit berühmten Suppe, die so einen unvergleichlich aromatischen Geruch hat, jedem mit ihren obendrauf schwimmenden, glupschigen Fischaugen so überaus freundlich entgegen lächelt und die erstaunlicherweise bislang alle Verkoster überlebt haben… glaube ich zumindest. ;-) Dennoch gelang es uns nicht, die Herrin von einer ersten Suppenkostprobe zu überzeugen… sie schien keinen Hunger zu haben und nutzte lieber die Gelegenheit, sich weiter mit uns zu unterhalten, zumal sie durch ihre Reise, die anscheinend sehr an ihren Kräften gezehrt hatte, ein wenig verwirrt war und die Gelegenheit nutzte ein paar ihrer Vergesslichkeiten wieder aufzufrischen.
Darüber verging die Zeit wie im Flug… das Zentralgestirn war schon lange untergegangen… die Schreiberin hatte sich schließlich auf ihr Zimmer zurückgezogen… ich durfte endlich wieder im Nadu knien und noch erfahren, was mein Lieblingsschmied mit seiner „Handschrift beim Branden“ gemeint hatte, insbesondere bei Sklavinnen, die ihm gefallen. Ich konnte mich eines sehr deutlichen Gefühls nicht erwehren, falls meine Dina mal verblassen sollte, würde er auf meinem Schenkel auch gerne seine Handschrift hinterlassen. ;-)

Donnerstag, 17. November 2011

Lüften oder waschen?

Meine Herrin war spät von ihrer Reise zurück gekommen und musste sich noch ein wenig ausruhen, während ich schon mal meine Nase vors Sklavenhaus streckte. Obwohl ich die Tür ziemlich leise ins Schloss schnappen ließ, wurde mein Lieblingsschmied sofort auf mich aufmerksam und rief von der Schmiede herüber, ob meine Herrin mich zum Lüften nach draußen geschickt hatte. Zum LÜFTEN??? Etwas irritiert grüßte ich erst einmal und lief zu ihm, um noch mal nachzufragen und wirklich sicher zu sein, ihn nicht falsch verstanden zu haben… hob aber auch vorsichtshalber meinen Arm und nahm eine kritische Geruchsprobe aus meiner Achsel… nichts!... ich müffelte in keinster Weise! Warum auch, wo ich mich doch immer um regelmäßige Körperhygiene kümmere!! Mein großzügiges Angebot an ihn, ebenfalls eine Geruchsprobe zu nehmen, lehnte er jedoch ab und murmelte, dass er dieses auch beim Ale noch nachholen könne.

Aha… ihm gelüstete also nach seinem Lieblingsgetränk? Leicht pikiert über seine Unterstellung bezüglich meines Geruchs… er weiß genau, wie gerne, ausgiebig und oft ich im Fayheen bade, stellte ich mich einfach etwas schwer von Begriff. Sollte er doch ruhig noch ein wenig vor sich hin dursten!^^ Ich hinterfragte also seeeeehr ausführlich, wie und vor allem wann er denn gedachte, an mir zu schnuppern… beim ersten Ale schon oder doch lieber erst beim zweiten… und vor allem, wie er denn sein erstes Ale trinken möchte… warm… kalt… lauwarm… oder wohl temperiert? Gut erzogen und sehr bemüht um das Wohl von Freien, ganz besonders natürlich um das meines Lieblingsschmieds, wiederholte ich die Fragerei dann selbstverständlich auch sein zweites Ale betreffend, zumal mir ja seit einigen Tagen seine Vorlieben beim zweiten Ale, bekannt waren.^^ Da mir diese Neigung durchaus gefallen hatte, war für mich mit Blick auf die immer noch geschlossene Sklavenhaustür natürlich die interessanteste Frage, ob er vielleicht sein zweites Ale zuerst trinken möchte und vor allem wie, solange meine Herrin noch nicht aufgetaucht ist und ob dies nach ihrem Erscheinen dann immer noch galt.

Oh je… ich glaube, er wird nie wieder fragen, ob ich zum Lüften vor die Tür geschickt wurde und bestimmt auch nicht anzweifeln, mich nicht gewaschen zu haben. Die beginnende Veränderung seines Gesichtsausdrucks bemerkend, sah ich schließlich zu, im Sauseschritt Richtung Herberge zu verschwinden, um ihm zumindest IRGENDEIN Ale zu holen, bevor er platzte… ähmm… ich meine natürlich verdurstete. Ob das Erste nun das Zweite zuerst oder doch das Erste war, konnte dann immer noch geklärt werden, wenn ich mit dem Getränk zurück kam. Tja… letztendlich habe ich mich aber dann doch leider selbst reingelegt… es wurde nur sein erstes Ale… das für den Durst und für sonst nichts, denn als ich zurück kam, stand meine Herrin vor der Tür und alle weiteren Geruchsproben und Sonstiges^^ mussten erst mal ausfallen.

Es war erstaunlich, aber gestern schien nicht nur bereits das erste Ale seinen Durst zu löschen, sondern auch jegliches Bedürfnis auf ein Gespräch mit meiner Herrin, denn er blieb vor seiner Werkstatt stehen, während meine Herrin sich auf der Bank unter dem großen Baum am Marktplatz nieder ließ, um dort ihre Milch zu trinken. Ich vermute allerdings, dass er sich aus Höflichkeit nicht dazu gesellte, weil er annahm, meine Herrin hätte eine Menge mit mir zu besprechen, wo sie doch so lange auf Reisen gewesen war. Wobei ich auch glaube, dass er bestimmt gelauscht, nein wegen des leichten Windes, der nun mal zu ihm herüber wehte, vollkommen unbeabsichtigt mitbekommen hat, was unsere Themen waren, die ihn dann letztendlich nicht Richtung Bank lockten. Welcher Mann, der eine Frau am liebsten nackt vor sich kniend oder in seinen Fellen hat, mag sich schon über den Schnitt von Kleidern und Roben der Verhüllung unterhalten???

Darum ging es nämlich, weil meine Herrin wieder mal ihr Umstands…. nein ich meine natürlich ihr kostbarstes Kleid in ihren Kastenfarben trug, das mit dem Stehkragen, den unendlich vielen Stofflagen übereinander, den gerüschten Ärmeln, das so vorteilhaft kaschiert, wenn sie mal zu viel gegessen hat, was aber selbstverständlich nie der Fall ist oder wenn sie Nachwuchs bekommen sollte, was aber vermutlich auch nie eintreten wird… aber wer weiß!^^ Wie sie das in solchen Stoffmassen überhaupt aushalten kann wird mir, die am liebsten nackt ist oder sich in ihrem Beisein zumindest mit so wenig Stoff wie nur möglich bedeckt, ohne sie mit dem Anblick meines wohlgeformten Sklavenkörpers zu beleidigen, wohl immer ein Rätsel bleiben. Jedenfalls schien sie so dick eingepackt die frische Luft draußen auf dem Marktplatz der stickigen, mit Fischsuppendünsten geschwängerten, drinnen in der Herberge vorzuziehen. :-))

Mir war das nur recht, gut gelüftet würden ihre Roben nicht so schnell müffeln und ich sie somit nicht so bald waschen müssen. Bei Kleidung ist Waschen nämlich nicht immer von Vorteil und daher nicht mit Körperhygiene vergleichbar. Meine Nachfrage, wann meine Herrin denn das nächste Mal baden möchte, war daher nur logisch, musste allerdings vertagt werden, weil sich zu meiner großen Freude mein Lieblingswirt zu meiner Herrin auf die Bank gesellte und der Marktplatz sich immer mehr füllte. Die Gelüste der Kasraner auf Landluft scheint wohl vorbei zu sein! :-) Während ich ab dann selbstverständlich meine Klappe hielt, so wie es sich eben für eine Sklavin gehört und den Gesprächen der Freien aufmerksam lauschte, nahm ich mir fest vor, meiner Herrin am nächsten Tag ein anderes Kleid bereit zu legen… vielleicht ein nicht so kostbares, dafür aber ein etwas weniger aufgebauschtes. Sie trägt ja auch nicht immer Kastenfarben, wie sie dem Exleutnantfeldwebelherrn doch erst kürzlich mitgeteilt hatte… mal sehen, ob sie es auch anzieht!

Später beim Einschlafen, wurde mir dann erst bewusst, wie interessiert meine Herrin mir zugehört und wie viel Zeit sie sich für mich genommen hatte. So ausgiebig hatte sie sich nach meinen Erlebnissen auf den Feldern, der vielen Arbeit dort und was der Oberaufseher mir alles abverlangt hatte, schon lange nicht mehr erkundigt und die Schilderung meines wirren Traums über die im Fayheen badenden Füße meines Lieblingsschmieds, an denen keine Fische knabbern wollten, weil sie wohl noch nicht lange genug eingeweicht waren, entlockte ihr sogar ein Schmunzeln. :-))

Mittwoch, 16. November 2011

November-Blues

OOC:   Ich weiß gar nicht, wo Kasras Bürger in letzter Zeit alle stecken. Irgendwie scheint seit den Kriegsgeschehnissen, wo man ja vorher schon wusste, dass die Stadt bis auf ein paar wenige freie Frauen und ihre Kajirae wochenlang ausgestorben sein würde, die „Landflucht“ immer noch nicht beendet zu sein… zumindest in der Zeit zwischen 21:00 und 24:00 Uhr. Tagsüber kann ich das nicht beurteilen, weil ich da nun mal arbeiten muss.

Dass die Kriegsvorbereitungen und der Krieg in den letzten Wochen eine Menge „Trittbrettfahrer“ angezogen haben, die sich sogar noch im „Hauruck-Verfahren“ haben einbürgern lassen, aber nach Beendigung der actionreichen Zeit vermutlich zur nächsten SIM weiter gezogen sind, wo dann vielleicht mehr als das übliche „Alltags-RP“ los ist, ist ja nichts Neues. Damit muss man leben und kann man auch… Geschmäcker sind nun mal verschieden.^^ Es muss auch drin sein, dass meine Herrin (oder andere Spieler natürlich auch) gelegentlich mal für ein paar Tage länger, als nur ein kurzes Wochenende das Weite sucht und mich sowieso immer zum Ende der Hand für 3 Tage auf die Felder schickt. RL ist nun mal wichtig… wir leben nicht in SL! ;-) Ebenso ist klar, dass der eine oder andere mal keine Zeit/andere Arbeitszeiten hat oder gar krank ist. Trotzdem habe ich das Gefühl, Abwesenheit macht in Kasra so langsam Schule. :-(

Der Krieg kann es doch nicht mehr sein… oder sind das immer noch Nachwehen davon, die vielleicht dauerhafter oder gar endgültiger Natur sind? Haben Spieler entdeckt, dass woanders alles viel besser ist? Oder dass es viel mehr Spaß bringt, ständig weiter zu ziehen? Eigentlich herrscht in Kasra zurzeit Wahlkampf… doch sowohl die beiden Kandidaten, als auch die Bevölkerung machen sich rar… Spiel- oder Wahlkampfmüdigkeit? Es können doch nicht alle Bewohner Fußballfans sein und die Haupturlaubszeit ist auch vorbei! Selbst die Fische im Fayheen scheinen davon geschwommen zu sein, denn keiner hat meinem Lieblingsschmied an den Füßen geknabbert, als er die dort aus lauter Langeweile ins Wasser hielt… oder hat er etwa nur den Dreck nicht lange genug abweichen lassen?^^

Ich gebe zu, dass ich gestern auch auf die Map geschaut habe und mangels grüner Punkte nicht allzu viel Lust verspürte, nach Kasra zu gehen… zumal mir etwas anderes ein wenig unter den Nägeln brannte. Naja… und schließlich habe ich dem leicht gefrusteten Georg Nachbarschaftshilfe geleistet und ihm, hilfsbereit wie ich ja nun mal bin, beim Sandharken geholfen. Wenn alle sich so orientieren, werden es natürlich nie mehr… da kann ich mir also ein wenig schuldbewusst auch an die eigene Nase fassen.

Aber es war nicht nur gestern so… also liebe Kasraner… WO  STECKT  IHR  ALLE???… AUF  EUREN  „LANDSITZEN“  IST  AUCH  NOVEMBER!!!... GEBT  EUCH  EINEN  RUCK  UND  KOMMT  NACH  HAUSE!!!!!!


@ Georg:  In Zukunft werde ich keine Harke mehr in meine kleinen, zarten Händchen nehmen und dir helfen, deinen Sand zu striegeln… mir mit dieser schweren Arbeit womöglich sogar noch Schwielen einhandeln! Bei der unfassbaren Ungerechtigkeit^^ mit den Feiertagen, kannst du solche Arbeiten dann an deinem ollen Feiertag alleine verrichten… jawoll!!!!!!! ;-)

Dienstag, 15. November 2011

Das beste Ale seit langem

Gähnende Leere schlug mir gestern entgegen, als ich die Tür des Sklavenhauses öffnete und über den Marktplatz schaute. Nicht mal mein Lieblingsschmied war vor seiner Werkstatt zu sehen, allerdings stand das Schmiedetor weit offen. Er war also vermutlich drinnen am Arbeiten oder mit sonst was^^ beschäftigt. Da meine Herrin ihren Landsitzaufenthalt diesmal auch noch über die ersten beiden Tage dieser Hand ausdehnen wollte und alle wichtigen Arbeiten bereits erledigt waren, ließ ich mich einfach auf der Stufe vor ihrem Haus nieder und harrte der Dinge, die noch kommen würden... oder auch nicht. Irgendwann würde vielleicht jemand auftauchen, der oder die meine Dienste benötigte… oder doch nicht?
Ich gestehe, es war einerseits wirklich herrlich so in den letzten Strahlen des bald untergehenden Zentralgestirns zu sitzen… einfach nichts zu tun… ein wenig vor sich hin zu träumen… aber etwas langweilig war es eigentlich auch. Gerade, als ich mit der äußerst schwierigen Entscheidung beschäftigt war und mir überlegte, ob ich wieder zurück ins Sklavenhaus gehen oder doch lieber ein ausgiebiges Bad im Fayheen nehmen sollte, wurde ich sehr abrupt aus meinen Grübeleien gerissen. Der Herr Schmied stand nämlich plötzlich vor oder vielmehr über mir, nahm mir das wärmende Licht und versperrte mir den Blick über den Marktplatz. Dafür hatte ich seine muskulösen nackten Waden genau vor meiner Nase... eigentlich kein schlechter Anblick. :-) Er muss sich echt angeschlichen haben… oder hatte ich etwa ein kleines Kurznickerchen genommen?
Egal… nun war dienen angesagt… er lechzte nach getaner Arbeit nämlich nach seinem Ale… allerdings nicht in oder vor seiner Schmiede, auch nicht in der Herberge, nein diesmal in der TAVERNE! Puhh… ich musste ihm gestehen, dass ich dort noch nie gewesen war und überhaupt nicht wusste, wie man dorthin gelangt. Doch diese Unklarheit war schnell beseitigt, da er mir mit sehr eindeutigen Anweisungen den Weg zeigte und mich sozusagen vor sich her scheuchte.^^
Unten angekommen flegelte er sich auch sogleich gemütlich in eines der Kissen, während ich mich erst mal neugierig umschaute... selbstverständlich nur, um mich so schnell wie möglich zurechtzufinden, damit er ohne weitere Verzögerungen zu seinem geliebten Ale kam, was mir unter seinen gierigen Augen auch gelang. Wobei ich natürlich gestehen muss, dass ich die Situation in der Taverne ohne freie Frauen und insbesondere seine Blicke auf meinem Körper auch ein wenig genossen habe. Mein Lieblingsschmied schien sich offensichtlich auch wohl zu fühlen und muss anscheinend trotz des schnell servierten Ales kurz vor dem Verdursten gewesen sein... so kam es mir jedenfalls vor, da er das Horn mit einigen wenigen Riesenschlucken leerte und es mir sofort zum Nachfüllen wieder hin hielt… oder wollte er sich ein weiteres Mal daran ergötzen, wenn ich mich zum Zapfhahn am Ale-Fass aufreizend weit herunter beugte?
Aus Erfahrung weiß ich jedenfalls, dass er auf sein zweites Ale gerne auch ein wenig wartet, wenn er dabei einen schönen, kaum bekleideten Frauenkörper beobachten kann. Es war also die perfekte Gelegenheit für mich, ihm nicht nur die Freude auf sein zweites Ale ein wenig zu versüßen, sondern seinen Appetit auf mehr als nur ein Ale ein wenig anzuregen, bei dem ich und mein Sklavenfeuer hoffentlich ebenfalls nicht zu kurz kommen würden.^^
Und so geschah es dann…*schaut verträumt*... ich habe ihm sein Ale auf eine für mich und ich glaube fast für ihn auch, vollkommen neue Art serviert, die mir sehr spontan in den Sinn kam und an der ich durchaus öfter Gefallen finden könnte... zumindest, wenn meine Herrin nicht da ist.^^ Ihm schien diese Art des Servierens jedenfalls sehr gefallen zu haben, denn hinterher lobte er mich für das beste Ale, das er seit langer Zeit getrunken hatte. :-))

Freitag, 11. November 2011

Gor Schule OOC

...oder, "wer nicht fragt bleibt dumm" :-))
Nun hat meine Herrin tatsächlich das Erbe von Keira und Core angetreten!
Gestern fand nämlich die erste Gor-"Schulung" im Sky von Kasra statt. Mit ein wenig vorangegangener Werbung in SLinfo und GaD haben tatsächlich diverse RPer den Weg in die Fragestunde gefunden, in der unter zahlreicher Beteiligung der Kasraner erst einmal abgefragt werden sollte, ob überhaupt grundsätzlich Interesse an solchen Schulungen besteht.
Tut es! Ich finde es toll, wie viele Spieler gestern das Angebot angenommen und vor allem, wie rege sich sowohl Gäste als auch Kasraner an den unterschiedlichsten Themen beteiligt hatten. Teilweise war es recht schwer, und ich glaube nicht nur für mich, den parallel laufenden Erläuterungen und Diskussionen noch folgen zu können. Aber meine Herrin hatte auf das altbewährte "@" bewusst verzichtet, um das Ganze erst einmal ins Rollen zu bekommen. :-))
Für alle Interessierten kündige ich jetzt schon mal die nächste Schulung am Donnerstag, den 24.11., ab 21:30 Uhr an, in der mein Lieblingsschmied Georg etwas zum Thema RP-Grundlagen erzählen wird... aber da will ich ihm hier jetzt nicht vorgreifen. Genaueres kommt noch mit der offiziellen Ankündigung. Selbstverständlich stehen wir auch wieder für eure Fragen zur Verfügung.
Wer mag, kann auch gerne der gestern gegründeten Gruppe "Gor Schule OOC" beitreten.:-)

Wahlkampf in Kasra

Die Hand fing mit leichter Hektik an. Meine Herrin meinte, zur anberaumten Bürgerversammlung bereits zu spät dran zu sein, weil die Glocke schon vor einer viertel Ahn geläutet hatte. Aber sie war gar nicht zu spät... im Gegenteil, eigentlich sogar zu früh. Es hatten sich zwar schon einige Bürger im Ratssaal versammelt, aber sowohl der einladende Schatzmeister als auch der Ubar waren noch nicht anwesend. Der Feldwebelleutnant nutzte daher die Gunst der Stunde, meiner Herrin ein Kompliment über die Wahl ihres roten Kleides zu machen. Ich gebe zu, darüber war ich einigermaßen platt, denn bislang hatte er meine Herrin eigentlich eher ignoriert, außer wenn er etwas von ihr wollte. Nur was konnte das in diesem Fall sein? Ich konnte mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass sein Militärkopf sich neuerdings für Mode interessiert.
Dann fügte er seinem Kompliment allerdings die Frage hinzu, ob meine Herrin sich nun entschlossen hätte, einen Krieger zum Gefährten zu nehmen. Aha... daher wehte also der Wind. Er wollte natürlich wissen, wen die Sonne Kasras glücklich machen würde. Hatte er vielleicht Befürchtungen, dass er danach endgültig nichts mehr zu sagen hätte, wenn es sich dabei um einen ganz bestimmten der beiden Rarii handeln würde, denen meine Herrin (und ich natürlich auch) sehr zugetan ist? Aber meine Herrin gab dem Feldwebelleutnant natürlich keine Auskunft über ihre Gefühle, sondern erkundigte sich prompt danach, ob es neuerdings Modevorschriften oder gar Farbtrageverbote in Kasra gibt, von denen sie noch nichts weiß, da sie nicht nur Kastenfarben, sondern gelegentlich auch andere Farben trägt... manchmal sogar Rosa!^^
Das Thema wurde dann nicht mehr weiter erörtert, da Schatzmeister und Ubar eintrafen, so dass die Versammlung beginnen konnte und die Kandidaten für die nächste Regentenwahl bekannt gegeben wurden... nämlich der Ubar und der Schatzmeister. Ein Blick auf meine Herrin und ihre nach dieser Mitteilung nachdenklich hochgezogenen Augenbrauen bestätigte mir, dass ich nicht die Einzige war, die über die Kandidatur des Schatzmeisters ins Grübeln kam. Er hatte dieses hohe Amt ja in der Vergangenheit schon mehrfach bekleidet, sich dabei aber eigentlich nie besonders hervor getan, da es seine Art war, die Regentengeschäfte eher von seinem Landsitz aus zu führen. Aber vielleicht habe ich seine Regententätigkeit auch nur nicht richtig wahrgenommen.

Tja... und der Ubar tritt nun ebenfalls wieder an... würde er aber auch von Bürgern gewählt werden, die nicht der roten Kaste angehören? Denn er war es doch gewesen, der Kasra in diesen schrecklichen Krieg gestürzt hatte! Ein Krieg, der außer für den Herrn Schmied, weder für die Bürger noch für die Stadt irgendwelche Vorteile gebracht hatte, sondern eher das Gegenteil. Na egal... der Wahlkampf hatte nun gerade erst begonnen. Die beiden Kandidaten würden noch 2 Hand lang viele Gelegenheiten haben, von sich zu überzeugen und dies bestimmt auch ausgiebig nutzen, denn die Bürger sind ja auch nicht auf den Kopf gefallen, wie mir die anschließende Fragerunde dann zeigte.
Leider musste ich recht früh in die Felle, damit ich einigermaßen ausgeschlafen sein würde für die anstrengende Feldarbeit der nächsten 2 Tage. Wobei ich eingestehen muss, dass es um meine Fitness trotzdem nicht allzu gut bestellt war, zumindest tagsüber. Das etwas monotone Bla-bla-bla der Aufseher über unsere Arbeit ist nämlich irgendwie ein wenig an mir vorbeigegangen, aber zum Glück wohl niemandem weiter aufgefallen. Zum Ausgleich war ich dafür abends dann wieder richtig fit.^^ Meiner Herrin habe ich davon natürlich nichts erzählt, da sie nach meiner Rückkehr eh keine Zeit für mich hatte, weil schon wieder eine von ihr moderierte Fragerunde mit den Regentenkandidaten anstand, in der die beiden Kandidaten mehr oder weniger ausführlich Stellung zu den Themenkomplexen Wirtschaft und Handel, Kultur, Diplomatie und Bündnisse, die Infrastruktur Kasras und die Fiscalpolitik beziehen sollten.
Ich finde, solche langen Versammlungen immer furchtbar anstrengend und ermüdend... obwohl es natürlich auch für eine Kajira interessant und selbstverständlich eine große Ehre ist, den Fragen und Antworten der Freien lauschen zu dürfen. Trotzdem war ich ziemlich froh, als die Versammlung endlich zu Ende war und meine Herrin sich in ihr Haus zurück zog. Eigentlich hatte ich darauf gehofft, mich noch ein wenig mit ihr über meine Erlebnisse der letzten beiden Tage unterhalten zu können. Doch damit hatte ich Pech, es sollte anders kommen. Genau in diesem Moment kehrte nämlich Rina nach einigen Tagen Feldarbeit zurück und belegte meine Herrin wie immer sofort mit Beschlag. :-(

Freitag, 4. November 2011

Das Erbe

Meine Herrin war noch nicht ganz angezogen, als es bereits an der Sklavenhaustür klopfte. Wie gut, dass ich ja nicht so viel Gedöns am Körper habe wie sie, so dass ich schnell zur Tür huschen konnte, um den Besucher schon mal ins Haus zu bitten, während meine Herrin ihre Kleidung noch schnell vervollständigte. Es war ein sehr freundlicher, fremder Händler aus einem Ort, den ich noch nie gehört hatte. Er war auf der Suche nach einem Sklavenhaus für die Ausbildung seiner Kajira. Eigentlich wollte meine Herrin ihn an eine Kastenkollegin weiter vermitteln, da sie die Art der Ausbildung, wie er sie suchte, eigentlich nicht anbietet. Doch während sie noch mit ihm sprach, gestand sie plötzlich ein, Lust auf ein paar allgemeine Unterrichtsstunden zu verspüren und wurde dann schnell mit ihm handelseinig, so dass er am Anfang der nächsten Hand sein Mädchen für ein paar Probetage vorbeibringen wird.
Kaum hatte der fremde Herr das Haus verlassen, kündigte sie mir auch schon an, nun wäre es wohl an der Zeit, das Erbe einer gorweit bekannten Sklavenhändlerin, der Herrin Keira, der ich übrigens nie vergessen werde, dass sie mich vor vielen Jahren in der Tahari gerettet hat, und dem berühmten Herrn Core anzutreten. Diese inzwischen leider verschollenen Herrschaften hatten seinerzeit sehr viele Schulungen zu den unterschiedlichsten Themen sowohl für Freie als auch Kajirae angeboten. Mit den Worten „Dann rekrutieren wir mal“ stürmte sie also voller Tatendrang aus dem Haus, um sich nach geeigneten Kandidaten für ihr Vorhaben umzuschauen. Die kleine Gruppe vor der Schmiede, bestehend aus den Herren Hauptmann und Schmied sowie Cassia, kam ihr anscheinend sehr gelegen. ;-)
Doch sie fiel nicht gleich mit der Tür ins Haus, sondern sprach meinem Lieblingshauptmann erst einmal ihr Beileid wegen des Leutnants aus, worauf ich erstaunt fragte, ob der Feldwebel verletzt worden war. Damit handelte ich mir prompt einen Rüffel vom Hauptmann ein, der Leutnant ist nicht Feldwebel, sondern Leutnant, weil Feldwebel ein Dienstrang ist… oder so ähnlich^^… und degradiert wurde er seines Wissens auch nicht. Leutnant, Feldwebel, Feldwebelherr, Dienstränge… ich beschloss, lieber meine Klappe zu halten… für diese ganzen militärischen Sachen ist mein Kopf einfach nicht geeignet. Meine Herrin erläuterte dann ihre Beileidsbekundung genauer. Sie dachte nämlich bis vor kurzem, der Herr Leutnant sei beides, also Leutnant und Feldwebelherr in einer Person. Als sie ihn aber mit „Leutnant“ anredete, handelte sie sich eine scharfe Zurechtweisung von ihm ein, er sei kein Leutnant mehr, sondern ausschließlich Feldherr. Daraus hatte sie dann gefolgert, dass der Herr Hauptmann nun ohne seinen Leutnant noch mehr Arbeit haben muss als bislang und ihm deswegen ihr Beileid ausgesprochen… eigentlich doch logisch…oder?
Mein Lieblingshauptmann begann zu lachen und meinte dazu voller Mitgefühl nur, dass der Feldwebelherr natürlich immer noch sein ihm unterstellter Leutnant ist, aber wegen des Sturzes mit dem Tarn im Krieg gegen Belnend einen schweren Schlag auf den unbehelmten Kopf erhalten hatte, deswegen anscheinend jetzt sein militärisches Wissen vergessen hat und nun großen Gefallen daran findet mit „Feldherr“ angesprochen zu werden. Das erklärte natürlich selbst mir so einiges^^. Allerdings muss ich gestehen, dass ich dem darauf folgenden Gefrotzel der beiden dann wiederum nicht mehr so ganz folgen konnte. Aber was versteht eine Kajira auch schon von Schwertbruderschaften mit irgendwelchen Anführern, die unter der Fuchtel von Weibern oder noch schlimmer, unter der ihrer besitzergreifenden Sklavin stehen, Kriegern mit mehr Mut als Taktikgefühl und wenig Selbstbewusstsein, dafür aber großem Verlangen nach Anerkennung.^^
Selbstverständlich kam das Gespräch auch wieder auf das Waffenarsenal vor der Schmiede und die damit einhergehenden Befürchtungen, dass sich eine angeblich mit Kasra befreundete Kohorte!^^ von Söldnern bei der Übergabe innerhalb unserer Stadtmauern befindet. Einzig wichtig für mich war letztendlich die beruhigende Zusicherung meines Lieblingshauptmanns, dass Kasra keine Angst haben muss, weil er angeordnet hat, die Waffenlieferung unter Bewachung ins Kontor am Hafen bringen zu lassen, sobald der Herr Schmied mit seiner Arbeit fertig ist. Doch auch wenn es wenigstens einen wachsamen Rarius in Kasra gibt, der sich nicht von irgendwelchen Halunken einseifen lässt, kann es trotzdem nicht verkehrt sein, ein gesundes Misstrauen an den Tag zu legen, da absolute Sicherheit niemals gewährleistet sein kann. Ich nahm mir daher fest vor, auch zukünftig weiter darauf zu achten, dass ich im Notfall meinen großen Kochlöffel schnell zur Hand habe. ;-)
Nachdem der Herr Hauptmann dann leider mal wieder seinen Wachdienst antreten musste, kam meine Herrin auf ihre neuesten Pläne zu sprechen und gab bekannt, dass sie Gruppenunterricht anbieten will. Ihr war nämlich aufgefallen, dass heute niemand mehr so wie früher unterrichtet und nicht nur bei Kajirae, sondern auch vielen Freien das Wissen über Gor teilweise zu wünschen übrig lässt. Diese Schulungen wollte sie nun wieder aufgreifen… sozusagen ihr Erbe jetzt endlich antreten… selbstverständlich aber nicht alleine! Für mich gibt es da ja sowieso kein Entkommen *seufzt*, aber für andere auch nicht. Sie erinnerte sich nun auch prompt daran, dass sie noch ein Versprechen bei meinem Lieblingsschmied gut hat… vergisst nun mal nichts^^… und Cassia hat sie im Prinzip auch schon rekrutiert. Mal sehen, ob überhaupt Interesse besteht und welche Themen sich aus der ersten allgemeinen Fragestunde über Gor so alles ergeben… hoffentlich hat sie daran gedacht, dass man ein Erbe auch ablehnen kann. ;-)

Donnerstag, 3. November 2011

Koh… was?

Als meine Herrin und ich das Sklavenhaus verließen, liefen wir sogleich meinem Lieblingsschmied in die Arme… selbstverständlich nur symbolisch gesprochen! Auch wenn ich seine starken Arme und so^^ an ihm ja sehr zu schätzen weiß und manchmal genießen darf, meine Herrin würde sich in der Öffentlichkeit natürlich niemals nicht mal an ihn anlehnen und sonst vermutlich auch nicht! Außerdem war das sowieso nur schwer möglich, da er sich hinter irgendwelchen großen Gestellen mit aufgereihten Schwertern und Speeren fast verschanzt hatte. Dieses riesige Waffenarsenal erweckte natürlich mein Interesse und zu meiner großen Freude auch das meiner Herrin. Entgegen ihrer sonstigen Unart, nach einem kurzen Gruß gleich weiter Richtung Feuerkrug zu sausen, blieb sie diesmal tatsächlich stehen und erkundigte sich bei ihrem Nachbarn, ob sich Kasra etwa schon wieder im Krieg befindet oder was es mit den vielen Waffen für eine Bewandtnis habe. So lernte ich ein neues Wort, das ich bislang nicht in meinem Sprachschatz hatte und meine Herrin offensichtlich auch nicht, denn wir fragten fast aus einem Munde: „Koh… was?“
Bereitwillig und ein wenig deutlicher wiederholte der Herr Schmied den Ausdruck „K o h o r t e“ und erklärte uns, dass er hiermit eine größere Anzahl von Rarii gemeint hatte, für die er diese ganzen Waffen anfertigte. Wobei er betonte, dass er mit solchen militärischen Ausdrücken auch nicht allzu viel am Hut habe. Mit Erstaunen erfuhren meine Herrin und ich auch, dass es sich bei dem Auftrag um diejenigen Söldner handelte, die seinerzeit in Aventicum GEGEN Kasra gekämpft, nun aber die Seite gewechselt und zusammen MIT Kasra in den Krieg gegen Belnend gezogen waren. Gedanken dazu, dass diese Fahne-in-den-Wind-hängenden-Krieger hoffentlich nicht inzwischen erneut die Seite gewechselt haben, wenn sie die ganzen Waffen INNERhalb der Stadtmauern von Kasra demnächst in Empfang nehmen, waren also selbst für unsere weiblichen, in kämpferischen Dingen unbedarften Köpfe nicht weiter verwunderlich.
Während meine Herrin die Unterhaltung mit ihrem Nachbarn über Waffengeschäfte, die Ehre und Zuverlässigkeit von Auftraggebern sowie die Anfertigung von irgendeiner Spezialwaffe weiter fortsetzte, schnappte ich immer wieder Wortfetzten meines Lieblingshauptmanns auf, die sich offensichtlich ebenfalls um die große Waffenbestellung der Söldner drehten. So deutlich wie ich ihn hörte, muss er direkt hinter der Ecke des Sklavenhauses gestanden haben.
((öhmmm….IC haben wir ihn natürlich nicht gehört, aber die Dialoge waren einfach köstlich, so dass ich mir nicht verkneifen konnte, etwas davon hier zu erwähnen))
Lautstark regte er sich darüber auf, dass bei der Genehmigung des Geschäfts mit den Söldnern in SEINER Stadt anscheinend sämtliche militärischen Sicherheitsaspekte für Kasra unbeachtet geblieben waren und er davon offensichtlich erst hinterher in Kenntnis gesetzt worden war. Da ich ja zwei Ohren habe, versuchte ich natürlich jedem dieser beiden interessanten Gespräche eines zu widmen, um möglichst alles mitzubekommen, was mir dann aber leider doch nicht so ganz perfekt gelungen ist.
Ich lauschte also voller Konzentration in zwei Richtungen und musste innerlich ein wenig schadenfroh darüber grinsen, wie abfällig mein Lieblingshauptmann über den ihm unterstellten Leutnant sprach, der ja bei jeder Gelegenheit erneut betont, dass er immer noch den höheren Rang eines Feldwebels bekleidet, solange wir einen Ubar haben. Dadurch habe ich dann leider nicht so gut mitbekommen, was meine Herrin mit dem Schmied zu irgendwelchen Waffengeschäften besprach. Aber die abfällige Aussage des Hauptmanns „Ein Feldwebel ohne Feld ist so überflüssig wie ein Schiff ohne Wasser“ war es allemal wert!^^ Cassia wollte er ihm auch nicht zur Verfügung stellen, sondern meinte nur trocken: „Wenn du deine Kajira auf die Felder schickst, dann musst du wohl dorthin gehen, wenn du dich bedienen lassen möchtest.“ ;-)) Leider riefen ihn danach wie üblich wieder seine dringenden Wachgeschäfte, so dass es hinter dem Sklavenhaus ruhig wurde.
Ich verpasste daher also nichts Interessantes mehr, weil es meiner Herrin nun nach ihrer Milch mit Honig gelüstete und sie Richtung Herberge davon preschte… ich natürlich hinterher, denn mein Platz ist nun mal dort, wo sie ist. Im Feuerkrug herrschte leider gähnende Leere, so dass ich mich mal wieder fragte, warum es sie wegen einer heißen Milch mit ekeliger Haut oben drauf dort hinzog, denn Hunger hatte sie mal wieder nicht. Aber sie blieb wenigstens nicht lange alleine, da sich der reiche Sklavenhändler zu ihr gesellte, der seit einigen Tagen in der Herberge logiert. Während die beiden sich über Heimsteine und vor allem die Treue dazu, aber auch über Kajirae und deren Erziehung angeregt unterhielten, nutzte ich die günstige Gelegenheit, ihn möglichst unauffällig zu beobachten und natürlich interessiert zuzuhören. Nach den vielen Zuwanderern der letzten Zeit von der Sorte „heute schwör ich auf diesen, morgen auf jenen Heimstein“, war dies endlich mal wieder ein Goreaner nach meinem Geschmack^^, der auch etwas davon verstand, wie man Kajirae in ihre Schranken weist. Ich glaube, auch meine Herrin war von ihrem Kollegen recht angetan… mal sehen, wie lange er noch in Kasra bleibt… hoffentlich gaaanz lange! ;-))

Mittwoch, 2. November 2011

Ein gutes Ale braucht seine Zeit

Das Leben einer Kajira kann manchmal wirklich hart sein, vor allem, wenn sie immer so furchtbar früh aufstehen muss. :-( Dieses blöde Aufstehen ist einfach oberschrecklich für mich und führt dazu, dass ich manchmal etwas müde bin. So war es gestern auch mal wieder. Nach getaner Arbeit, hatte ich noch schnell ein kurzes, erfrischendes Bad im Fayheen genommen, was meine Lebensgeister wieder wecken sollte. Hat es auch, allerdings habe ich mich dann am Ufer zum Trocknen im weichen, duftenden Gras ausgestreckt, die warmen Sonnenstrahlen auf meiner nackten Haut genossen, dem Gesang der Vögel und dem Zirpen der Grillen gelauscht.
Ich weiß nicht, ob das Zirpen der Grillen zu monoton war oder das Repertoire der Vögel zu eintönig, jedenfalls bin ich eingeschlafen und erst wieder aufgewacht, als mir kalt wurde, weil das Zentralgestirn schon wieder tief am Horizont stand. Oh je… hoffentlich hatte meine Herrin mich noch nicht vermisst und ihre Laune noch nicht im Keller!^^ So schnell ich konnte sauste ich zurück in die Stadt, schaute in meiner Eile nicht mal hoch zu den Wachen auf der Stadtmauer, wie ich es sonst ja immer gerne tue, wenn ich das große Tor passiere.
Sie war am Arbeiten. Ein riesiger Stapel Papiere türmte sich vor ihr auf dem Tisch. Sie schaute nicht mal auf, als ich ins Haus gestürmt kam, so beschäftigt war sie… dachte ich zumindest. Dabei war sie ebenfalls eingenickt, schlug aber ihre Augen sofort wieder auf, kaum dass ich mich leise und ein wenig schuldbewusst neben sie gekniet hatte. Während ich ihr schnell von meinem kleinen Missgeschick beichtete, stieg kurz Hoffnung in mir auf, dass sie mich vielleicht gar nicht vermisst hatte… doch sie hatte. Mit schmollendem Unterton meinte sie nämlich, dass sie die ganze schwere Arbeit hatte alleine machen müssen, nur weil ich eingeschlafen war.
Das tat mir natürlich schrecklich leid. Da ich aber mit ihrem ganzen Papieren normalerweise nie was zu tun habe, konnte ich zu meiner Entschuldigung nur stammeln, dass doch eigentlich alle meine Arbeiten erledigt waren und fragte vorsichtig, was ich denn übersehen hatte. Mir fiel ein Stein vom Herzen, sie schmollte, weil WENN was gewesen wäre, hätte sie das alleine machen müssen… aber es war nichts gewesen und übersehen hatte ich auch nichts… welch ein Glück für mich!^^
Lag es am Wetter oder doch an den vielen Papieren… meine Herrin verspürte nicht die geringste Lust, ihr Haus noch zu verlassen und zum Weiterarbeiten sowieso nicht. Die Tage auf ihrem Landsitz müssen ihr wirklich ziemlich zugesetzt haben. Während ich meine Müdigkeit nun so gut wie überwunden hatte, auch wenn sie meinte, ich sehe irgendwie immer noch müde aus, sah man IHR ihre Erschöpfung tatsächlich an, so dass ihre Entscheidung, sich extrem früh zurück zu ziehen, die einzig richtige war… für sie… mich brauchte sie da wirklich nicht vorschieben! Wenigstens konnte ich sie davon überzeugen, dass ich bestimmt irgendwann mitten in der Nacht nicht mehr weiter schlafen kann, wenn ich ebenfalls vor den Vulos schon in die Felle ging. Komischerweise glaubte sie mir nicht ganz, denn sie hatte die Männerstimmen ebenfalls gehört, die mich letztendlich dann veranlassten, leise das Sklavenhaus zu verlassen, nachdem sie sich hingelegt hatte.
Ich hatte tatsächlich richtig gehört, vor der Schmiede standen zwei meiner Lieblingsherren… der Hauptmann und der Schmied, die ich sofort freundlich grüßte. Ich muss allerdings gestehen, dass in diesem Fall dann doch Cassia mein Augenmerk auf sich zog, weil sie einen Berg Ketten in den Händen hielt, die ziemlich laut klirrten, so dass ich mich leise neben sie schlich, um das Metallzeugs in Augenschein zu nehmen und vor allem, um mich zu erkundigen, was es damit auf sich hatte. Während ich mit einem Ohr dem Gespräch der beiden Herren über die Tahari und ihre Stämme, Karawanenüberfälle und die Heldentaten des Herrn Hauptmann lauschte… oder waren das nur Ermittlungen?... egal.. bestimmt heldenhafte Ermittlungen… erfuhr ich auch von seinen neuesten Errungenschaften… den Ketten und Cuffs in Cassias Händen… und Cassia selbst! Na, wenn das keine Neuigkeit war, dachte ich doch bislang, dass Cassia allgemein den Wachen gehört, seitdem ihr Herr verschollen ist. Wir flüsterten noch eine Weile über dies und das… so gab ich zum Besten, dass mir die Tahari und ein bestimmter Nomadenstamm nicht unbekannt waren…im Gegenteil… aber auch, dass ich in dieser Wüste vor langer Zeit mal fast gestorben bin, wenn mich nicht eine gorweit bekannte Sklavenhändlerin gerettet und aufgepäppelt hätte, so dass mich mein damaliger Herr irgendwann wieder bei ihr abholen konnte. Ich hätte noch den ganzen Abend von meinen vielen Erlebnissen erzählen können, aber leider rief den Herrn Hauptmann dann wieder sein Wachdienst und Cassia musste das Metall in die Zitadelle bringen… mein Lieblingsschmied und ich waren also plötzlich alleine.
Mir fiel natürlich sofort ein, dass er bestimmt einen gewaltigen Durst haben musste, so lange wie er nun schon mit meinem Lieblingshauptmann geplauscht hatte. Hatte er auch… selbstverständlich durfte ich ihm ein Ale servieren… nur war er ein wenig unentschlossen, ob er es lieber auf der Bank vor seiner Schmiede trinken wollte oder doch lieber in der Herberge? Welch eine Frage! Ich beschrieb ihm sehr anschaulich, was er verpassen würde, wenn er meinen heißen, wohlgeformten Sklavenkörper nicht dabei beobachten kann, wie ich mit aufreizend wiegenden Hüften im Feuerkrug hin und her eile, vom obersten Regal mit hochgerutschter Tunika das Trinkhorn herunter angel, mich danach so schnell drehe, dass der leichte Stoff auffliegt und kurz entsprechende Einblicke gewährt, die dann noch intensiviert werden können, wenn ich mich mit vorgerecktem Po weit zum Zapfhahn am Ale-Fass vorbeuge. Bei meiner Schilderung gab ich ihm selbstverständlich schon mal eine klitzekleine Kostprobe, indem ich den Saum meiner Tunika etwas liftete.
Tja… es wirkte… seine Entscheidung war erstaunlich schnell getroffen… es zog ihn in den Feuerkrug! Dort legte ich mich dann selbstverständlich noch mehr ins Zeug, als ich ihm zur Entscheidungsfindung bereits schmackhaft gemacht hatte… natürlich auch, um ihm die Wartezeit auf das Ale zu verkürzen. Ich muss allerdings gestehen, dass es doch ein paar Ehn länger dauerte… aber ein gutes Ale braucht nun mal seine Zeit.^^ Als ich dann schließlich mit dem gefüllten Trinkhorn mit weit gespreizten Schenkeln vor ihm nieder kniete… kam ich gar nicht mehr dazu, ihm sein heiß ersehntes Getränk mit viel Tamtam zu servieren. Gierig zog er mich auf seinen Schoß und befahl mir mit leicht belegter Stimme, ihm das Horn an den Mund zu halten… seine Hände waren nämlich schon unter meiner Tunika verschwunden. ;-))

Dienstag, 1. November 2011

Einmal Kajira, immer Kajira!

Na, das war mal ein netter Empfang gestern in der Herberge ;-). Meine Herrin musste nach den Strapazen der letzten Tage auf ihrem Landsitz noch ein wenig ausschlafen, so dass ich mich leise aus dem Staub machte und in den Feuerkrug hinüber lief. Dort stand Cassia in der Tür und begrüßte mich freundlich. Ok, ich gebe ja zu, sie kam nicht meinetwegen extra zur Tür, um mich zu begrüßen, sondern eigentlich um die Tür zu schließen, weil zwei hochkastige Gäste sie offen stehen gelassen hatten. Nichts Besonderes also… Freie nehmen den Griff der Herbergstür grundsätzlich nur zum Öffnen in die Hand… das Schließen bleibt in der Regel uns Kajirae überlassen.^^
So konnte Cassia mir aber wenigstens gleich zuflüstern, welche der Herrschaften sie bereits bedient hatte und wen noch nicht. Hoher Besuch war da, denn unser Herr Ubar hatte nach langer Zeit mal wieder den Weg in die Herberge gefunden, ein Rarius und seine Schreiberin-Gefährtin, die ich bislang nur kurz in der letzten Bürgerversammlung gesehen hatte und die Wirtin… allerdings leider ohne ihren Gefährten. Vielleicht hatte er sich endlich bei einer Heilerin in Behandlung begeben? Keine Ahnung… ich wollte selbstverständlich nicht neugierig erscheinen und bin das ja auch eigentlich überhaupt nicht^^, bekam aber auch später leider nicht mehr heraus, wo er denn nun steckte.
Der Herr Ubar süffelte bereits genüsslich seinen Sul-Paga, die Wirtin trinkt üblicherweise sowieso fast nie etwas und Cassia nahm die Bestellung des Kriegers und seiner Gefährtin auf, so dass ich meine Aufmerksamkeit dem fremden Händler am Tisch zuwenden durfte. Doch leider hatte dieser interessante, recht stattliche Herr keinerlei Wunsch, so dass ich Cassia schließlich bei den Bestellungen der anderen Gäste half. Inzwischen hatte auch meine Herrin ausgeschlafen und gesellte sich zu den anderen Herbergsgästen, musste dann aber ein wenig auf ihre Milch warten, weil die Schreiberin wünschte, ihren heißen Tee von mir gepustet, auf Trinktemperatur abgekühlt serviert zu bekommen, damit sie ihre hochwohlgeborene Schn… ich meine natürlich ihre zarten Lippen nicht daran verbrühte.^^
Meiner Herrin schien das Getue der Herrin nichts weiter auszumachen, da sie ein angeregtes Gespräch mit dem fremden Händler begann, der ihr anscheinend aus ihrer Zeit in der Oase der 4 Palmen nicht ganz unbekannt war. Er schien auch nicht das erste Mal im Feuerkrug einzukehren, denn er wunderte sich, dass die Wirtsleute keine Kajirae mehr besitzen, wurde dann aber von der Wirtin aufgeklärt, dass sowohl die Kajira und als auch ein Kajirus auf den Feldern arbeiteten… ein recht unglückliches Arrangement, wie er fand. Dann kam er auf die früheren Pagamädchen des Feuerkrugs zu sprechen, von denen er merkwürdigerweise eine recht hohe Meinung hatte, was meine Herrin zu dem einen oder anderen kommentierenden Hüsteln veranlasste. Anlass für sein Lob war nämlich, dass er nun doch etwas zu trinken wünschte und später wohl eine Kajira für die Felle, sich aber diesbezüglich recht unklar ausdrückte, wie ich fand. Meine Herrin hätte sich bestimmt nicht dagegen gewehrt, ihm meine Dienste zur Verfügung zu stellen… welcher Art auch immer.^^ So blieb es letztlich an der Wirtin, ihm höchstpersönlich einen Kalana einzuschenken, doch seine Felle suchte er letztendlich später alleine auf… glaube ich jedenfalls. ;-)
Ich brauche wohl nicht weiter zu erwähnen, wie sehr ich meine Ohren spitzte, um möglichst nichts vom Gespräch meiner Herrin mit diesem interessanten Gast zu verpassen. So erfuhr ich, dass er anscheinend ein ehemaliger Sklavenhändler ist, offensichtlich über ein großes Vermögen verfügt und ohne Geldsorgen jahrelang durch die Lande reisen kann. Erschrocken lauschte ich seiner Erzählung, dass er für seine letzte, aber auch wertvollste Sklavin seinerzeit keinen geeigneten Käufer fand, sie aber auch nicht unter Wert weggeben wollte und sie daher einfach freigelassen hatte. Diese schreckliche Mitteilung ließ mich automatisch an mein Collar greifen. Meine liebe Herrin ahnte natürlich sofort, wie es um mich bei einem solchen Bericht stand, weil eine Freilassung für mich einfach unvorstellbar ist… vielleicht sogar meinen Tod bedeuten würde. Es war daher ein sehr schönes Gefühl, ihre warme Hand zu meiner Beruhigung sanft auf meinem Schenkel zu spüren, während sie „Einmal Kajira, immer Kajira!“ sagte, weil die in die Freiheit entlassene Kajira natürlich nicht frei geblieben ist, sondern sich wieder unterworfen hat. Welch wahre Worte! Ich würde bestimmt auch niemals anders handeln können, denn ich habe nun mal meine Bestimmung gefunden. :-))
Leider schweifte die äußerst interessante Unterhaltung darüber, ob eine Sklavin ihren Wert erfahren sollte oder nicht, alsbald ab, machte mir aber wieder deutlich, wie viel ich meiner Herrin bedeute *schaut mal lieb zu Teddy*…auch wenn ich immer noch nicht erfahren habe, welche Kaufinteressenten sich wegen mir an sie gewandt haben und welcher Preis ihr geboten worden war… aber das ist vielleicht auch ganz gut so? ;-)