Samstag, 24. Dezember 2011

Weihnachtsgrüße

Vielen Dank an Aly (Kyra Camel, Blowballs) für das Outfit ;-)

Freitag, 23. Dezember 2011

Grün

...war schon immer eine Farbe, die nicht so mein Ding ist. Natürlich nicht in der Natur... da gehört Grün hin und ist wunderschön. Aber bei Klamotten? Nee... aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden. :-)
Doch der Reihe nach... Als meine Herrin das Sklavenhaus verließ, zog es sie nicht gleich zur üblichen Milch in den Feuerkrug, sondern in die entgegengesetzte Richtung... allerdings nur bis zur Hausecke, wo man gut den Vorplatz vor der Zitadelle einsehen kann. Laute Stimmen hatte ich schon im Haus gehört und nun sah ich auch die dazu gehörenden Personen. Dass die männliche Stimme die vom Herrn Hauptmann war, war mir schon vorher klar gewesen, nur die weiblichen konnte ich nicht zuordnen. Allerdings wurde sehr schnell klar, dass es sich nicht lohnte, dem Lamentieren der beiden schlecht erzogenen, fremden Zappelkajirae länger zuzuhören. Der Herr Hauptmann wird an denen bestimmt wenig Spaß haben, wenn er sie tatsächlich in den Kennel zum Vergnügen der Wachen einsperrt und nicht besser gleich als Tarn- oder Fischfutter entsorgt. Ich dankte insgeheim den Priesterkönigen, dass meine Herrin kurz vor ihrer Reise an Frischware kein Interesse hatte und dass es sie dann gleich weiter in die Herberge zog, denn alles andere wäre vertane Zeit gewesen. Doch dort begann sie ein Gespräch mit der einen Heilerin, bei dem sich meine Abneigung gegen die Farbe Grün mal wieder bestätigte.^^
Die Unterhaltung der beiden Herrinnen drehte sich nämlich um medizinische Untersuchungen, insbesondere um regelmäßige Untersuchungen, an denen auch Sklavinnen und damit leider auch ICH, teilnehmen sollen. Sie sprachen über die Auffrischung des grässlich schmeckenden Sklavenweins und natürlich über Einläufe... der Lieblingsmedizin meiner Herrin für alles und jedes bei mir. Dabei hab ich absolut nix, bin wirklich kerngesund und sowieso erheblich weniger anfällig als z.B. meine Herrin! Leider bekam ich das äußerst ungute Gefühl, demnächst die Heilerin konsultieren zu müssen... obwohl ich total abgehärtet bin, eine vollkommen gesunde, normale Verdauung habe, die wirklich nicht behandelt werden muss, fast täglich im Fayheen schwimme und nicht wie in Watte gepackt mit so vielen Hüllen bei herrlichstem Sonnenschein durch die Gegend laufe wie meine Herrin! DIE sollte sich besser mal zur Kontrolle untersuchen lassen... insbesondere weil sie zuletzt vor über drei Jahren in Samanu bei der Heilerin war!!! Nur gut, dass die Heilerin so viel Wert auf die Zustimmung des obersten Schreibers für irgendwelche Reihenuntersuchungen legte, sonst hätte meine Herrin mich bestimmt postwendend auf ihren Untersuchungstisch geschickt! :-(
Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich dem Herrn Schmied war, dass er genau im richtigen Moment auf ein Ale in den Feuerkrug kam und sich das Gespräch dann wesentlich interessanteren Dingen zuwandte, nämlich der neu erwachten Neigung meines Lieblingshauptmanns zu JÜNGLINGEN!!! Ich glaubte schon, ich müsste mit meinen Ohren nun doch zu den Grünen... aber ich hatte richtig gehört. Der Schmied berichtete, dass der Hauptmann neuerdings anscheinend auf junge Männer steht und zwar so sehr, dass er die sogar als Zierde auf seinen Trinkbechern wünscht, um sich daran zu erfreuen! Mal sehen, ob sich das wieder von alleine gibt oder ob er sich damit bei der Heilerin in Behandlung geben muss... zumindest wäre seine Untersuchung in meinen Augen viel wichtiger als die einer kerngesunden Kajira, die nie was hat, außer ab und an mal einen kleinen Tintenklecks an den Lippen, wenn sie sich beim Schreiben so furchtbar konzentrieren muss oder Aua am Fuß, wenn ein wild gewordenes Thalarion darüber latscht, weil ein Kajirus damit durch die Herberge reitet!^^

Umgeräumt

...ansich ja nicht schlecht und vielleicht auch erforderlich nach intensivster Nutzung der Schlafstätte... nicht nur zum Schlafen^^... aber Falten, Falten, Falten im Teppich... und nu???

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Nun ist er dran

Erstaunt bemerkte ich, wie fein sich meine Herrin gemacht hatte und erfuhr, dass wir in dieser Hand nun inzwischen drei Jahre in Kasra sind… also meine Herrin dort wohnt und ich somit natürlich auch… insgesamt bin ich in einigen Monaten ja schon vier Jahre bei ihr. Na, wenn das kein Anlass ist, sich ein wenig feiner anzuziehen! Passend zum Outfit meiner Herrin durfte ich zu meiner großen Freude also die einfache Arbeitstunika ausziehen und meine neueste Tunika in ihren Kastenfarben tragen… die aus dem schönen feinen Tuch, das sie auf einem der letzten Donnermärkte für mich erstanden hatte.
Deswegen kam ich auch gerade noch rechtzeitig in die Herberge, um zu hören, was die Wirtin ihrem Kajirus alles an Aufgaben übertrug für die Zeit ihrer Abwesenheit, weil sie ihre Freundin in Ar besuchen wollte. Komisch, eigentlich dachte ich, sie wäre schon vor langer Zeit abgereist und würde gar nicht mehr in Kasra wohnen, denn ich habe sie seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen... immer nur ihren Gefährten alleine... nicht mal bei dem großen Wagenrennen hat sie ihn angefeuert. Deswegen dachte ich schon, dass sie vielleicht ihre Gefährtenschaft gelöst, vielleicht sogar einen anderen hat... so kann man sich also täuschen!^^
Zur Herberge war ich nur vorgelaufen, um schon mal die Milch für meine Herrin zuzubereiten, da diese noch etwas mit Rina zu besprechen hatte. Ein Gespräch, bei dem ich nicht im Weg stehen wollte…ähhmm…knien mein ich natürlich! Ok, ich gestehe, meine Überlegung dazu war nicht ganz uneigennützig. Erstens weiß ich, dass Rina quasseln kann ohne Luft zu holen und daher befürchtete ich, wenn ich daneben knie, komme ich bestimmt nicht mehr vor die Tür... und ich wollte doch unbedingt in Erfahrung bringen, ob es etwas Neues gab in Kasra, damit ich meiner Herrin berichten kann… also doch vollkommen uneigennützig??  ;-)
Eigentlich gab es nichts Neues... die Heilerin, der meine Herrin für die Behandlung meines thalariongeschädigten Fußes noch zwei Kupfer schuldete, war nicht in ihrer Praxis... hoffentlich berechnet sie nicht irgendwann Zinsen, weil die Bezahlung ja nun schon eine ganze Weile auf sich warten lässt. Beim Herrn Schmied war alles normal... er "befasste" sich mit dem Blondchen, war also beschäftigt.^^ Da der Marktplatz ansonsten wieder wie leer gefegt war, trabte ich also gleich weiter in die Herberge, wo ich immerhin die oben erwähnten Neuigkeiten erfuhr und darüber nachdachte, dass Wilbur endlich von den Feldern zurück war, würde meiner Herrin bestimmt gut in den Kram passen. Sie wollte mit ihm ja noch ein Vulo rupfen wegen der Beschädigung ihres Eigentums und der zu zahlenden zwei Kupfer.
Und so kam es auch. Ihre Milch war gerade erst fertig, vorsorglich mit einem Extralöffel Honig zur Beruhigung, als sie auch schon auftauchte. Anscheinend hatte Rina sie diesmal doch nicht so vollgequasselt wie sonst.^^ Es stellte sich schnell heraus, dass die Zusatzportion Honig eine sehr gute Entscheidung gewesen war, denn ich glaube, sie hat sich diesmal gar nicht über Wilburs schlechtes Benehmen aufgeregt... wobei ich fand, dass er sich auch sehr bemüht hat. Auf jeden Fall hat er versucht, die ganze eigenartige Geschichte um seinen Ritt auf dem Thalarion im Feuerkrug, bei dem letztendlich mein einer Fuß verletzt worden war, aufzuklären und meiner Herrin alle ihre Fragen dazu zu beantworten. Verworren blieb dennoch alles bis zum Schluss... zumindest für mich. Aber Wilbur hat ein paar interessante Vorschläge unterbreitet, wie er denn die zwei Kupfer bei meiner Herrin abarbeiten könnte. Mal sehen, was er sagt, wenn er erfährt, wozu meine Herrin sich letztendlich entschlossen hat! ;-))

Dienstag, 20. Dezember 2011

Ein neuer Händler in Kasra

Gestern war zu meinem Leidwesen wieder turnusmäßige Ratssitzung. Da mir keine passende Ausrede einfallen wollte, musste ich meine Herrin also begleiten. Wegen dem Rat und der läutenden Glocke hatte sie sich für mein Empfinden nur viel zu kurz mit ihrem Nachbarn, dem Herrn Schmied, unterhalten. Eigentlich wollte sie ihm noch schmackhaft machen, mit zur Sitzung zu kommen, doch dann preschte sie in der ihr üblichen Geschwindigkeit auch schon los, während mein Lieblingsschmied ankündigte, lieber etwas früher in die Felle zu gehen, allerdings merkwürdigerweise alleine, ohne eine Kajira. Das Schlafen in anderer Gesellschaft, nämlich in der Ratssitzung, lehnte er ab.^^
Die relativ schlecht besetzte Sitzung fing mit Verzögerung an. Nicht, weil meine Herrin zu spät dran war, sondern weil der Herr Regent auf einen Händler wartete, der sich dem Rat vorstellen wollte. Zu meiner Freude, wurde ich daher noch einmal vor die Tür geschickt, um diesen besagten neuen Händler zu suchen. Vielleicht hatte er ja bloß den Weg zum Ratssaal nicht gefunden? Da ich spontan niemanden entdeckte, der nach Händler aussah und durch die Stadt irrte, führte mein Weg erst mal zurück zur Schmiede. Das war nur logisch und zwar nicht, weil er einer meiner Lieblingsherren ist, sondern wer außer dem Herrn Schmied ist denn sonst noch immer da und hat so einen guten Überblick über den Marktplatz wie er? Falls dieser neue Händler also tatsächlich in Kasra war, dann hatte mein Lieblingsschmied ihn bestimmt gesehen.
Gesagt getan... ich nutzte die gute Gelegenheit ohne meine Herrin oder eine andere freie Frau in der Nähe dann auch gleich, um mich mit weit gespreizten Schenkeln vor ihn zu knien, um ihn bei meiner Frage ein wenig mit meinem Anblick zu erfreuen... sozusagen als optische Unterstützung beim Nachdenken. Doch es half leider nichts, der gesuchte Händler war ihm nicht bekannt. Aber wie der Zufall manchmal so spielt, tauchte genau in diesem Augenblick ein Fremder bei uns auf und erkundigte sich danach, wo der Ratssaal sei. Es war der Gesuchte, so dass mir mit meinem Lieblingsschmied kein Schäkern mehr vergönnt war, denn ich geleitete den Herrn Händler selbstverständlich umgehend in die Sitzung, weil dort ja alle auf ihn warteten, damit es endlich losgehen konnte.
Die Fragen eines Niederkastigen an den unbekannten Herrn grenzten dann leider mal wieder ein wenig an „peinlich bis dumm“, aber darüber steht einer Sklavin natürlich kein Urteil zu. Ebenso wenig dazu, warum dieser Herr sich quasi gleich nach seiner Ankunft im Rat vorstellen musste, warum ihm nicht erst mal einige Hand Zeit gelassen wird, sich ein wenig einzuleben und die Kasraner einfach kennen zu lernen. Aber egal, so oder so wird sich sowieso erst nach einiger Zeit zeigen, ob er bei uns wirklich sesshaft wird. Alle zu diesem Zeitpunkt in meinen Augen unbedeutenden, spitzfindigen Fragen, ob er dann seinen bisherigen Heimstein aufgeben und auf den von Kasra schwören wird, sind zu diesem Zeitpunkt reine Spekulation und einfach noch verfrüht… ebenso die Frage, welche Glaubwürdigkeit sein Schwur dann hat... es ist also erst mal abwarten angesagt. ;-)

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Der Ring

Kasra war gestern nach zwei Tagen Trubel und jeder Menge Tourismus durch die Wagenrennen wie ausgestorben. Sämtliche Gäste sind offensichtlich gleich nach Beendigung der Wettkämpfe wieder abgereist, womit sich meine Vermutung leider bestätigt hat. Schade, solche Events ziehen immer nur für die Dauer der Veranstaltung eine Menge Touristen an. Hinterher wollen alle so schnell wie möglich wieder zu ihrem Heimstein zurück oder zur nächsten Veranstaltung weiter. Bei vielen Goreanern scheint das Heimweh so übermächtig zu sein, dass ein weiterer Tag fern der Heimat einfach nicht mehr drin liegt und andere bleiben sowieso nicht, wenn dann nur noch (langweiliger) Alltag herrscht. Aber vielleicht gut so, Kasras Bürger zeigten sich gestern eh nicht von ihrer geselligsten Seite ((ist nun mal Vorweihnachtszeit ;-)) und blieben alle in ihren Häusern, so dass der letzte Gast dann vermutlich sowieso abgereist wäre. :-(
Die ausgestorbene Stadt mit ihrem menschenleeren Marktplatz bescherte mir ein sehr langes Ausschlafen… so lange, dass sogar meine Herrin schon vor mir auf war. Während ich mir schnell eine einfache Arbeitstunika überstreifte, wanderten meine Gedanken wieder zu dem Geschenk meines Lieblingsherrn, dem kleinen Ring aus einem Tabukknochen, den er mir geschenkt hatte. Leider ist er schon am Morgen nach dem Jagdausflug gleich weiter abgereist, um seine Schmuckstücke zu verkaufen. Um auf die Rückkehr meiner Herrin noch zu warten, war seine Zeit also mal wieder viel zu knapp. Aber das kenn ich ja schon von ihm und muss ihn eben nehmen, wie er ist. ;-)
Selbstverständlich bestellte ich meiner heimgekehrten Herrin die Grüße ihres langjährigen Freundes und erzählte von meinen Erlebnissen der letzten Tage… zumindest von denjenigen, die sie wissen wollte. Manches lehnt sie ja einfach ab zu erfahren *grinst*. Aber mein tolles Geschenk musste ich ihr natürlich zeigen und es ihr schweren Herzens aushändigen… leider. Ich bin nun mal eine Sklavin, der kein Besitz zusteht… ich bin Eigentum… die Tuniken und Seiden, die ich tragen darf, gehören meiner Herrin, mein Collar ist ihr Collar und nicht mal auf einen Namen habe ich ein Anrecht. Unterwerfung bedeutet, sein Schicksal mit allen Konsequenzen in die Hände einer Herrin oder eines Herrn zu legen. Bekomme ich also etwas geschenkt, so gehört dieses Geschenk meiner Herrin… ich habe kein Anrecht darauf und es ist ihre Entscheidung, ob ich so ein Schmuckstück tragen darf oder nicht.
Sie hat ja nichts gegen die feinen Silberketten um meine Hand- und Fußgelenke, meine Ohrringe und auch nichts gegen die Brosche in Form einer Dina… übrigens das Geschenk eines Schmuckherstellers, den ich vor einigen Jahren dazu inspiriert hatte, so etwas zu kreieren. :-)) Ein ganz klitzekleines bisschen hatte ich irgendwie gehofft, sie würde den Ring nur kurz betrachten und mir dann erlauben, ihn ebenfalls zu tragen, weil sie auf ihren langjährigen alten Freund doch eigentlich ziemliche Stücke hält und es bestimmt schön findet, sein Geschenk am Finger ihres Eigentums zu sehen. Falsch gehofft… sie steckte ihn einfach in ihren Beutel, den sie immer an ihrem Gürtel trägt und das war’s. Enttäuscht wagte ich mit einem dicken Kloß im Hals nichts mehr zu sagen, versuchte aber, mir meine Enttäuschung nicht anmerken zu lassen.
Jeden Tag betrachtete ich seitdem möglichst unauffällig ihre Finger, doch sie trug zu meinem großen Erstaunen den schönen Ring nicht. Mein Geschenk an ihrem Finger hätte mich bestimmt auch gefreut, obwohl ich es an meinem Finger natürlich viel toller gefunden hätte. Gestern nahm ich mir dann vor, sie einfach nun doch mal zu fragen… vielleicht war es ja der richtige Zeitpunkt dafür, nachdem nun etliche Tage vergangen waren. Vielleicht war sie ja ebenso gut ausgeschlafen wie ich und hatte beste Laune?
Meine Vorgehensweise hatte ich mir allerdings noch nicht genauer überlegt, wollte doch lieber erst mal feststellen, wie ihre Stimmung war. Entgegen meiner sonstigen Art sie zu begrüßen, kam mir spontan in den Sinn, ihr einen gehauchten Kuss auf den Handrücken zu drücken, um ihr meine Zuneigung aber auch meine Demut zu zeigen. Als ich mit leicht flackerndem Blick wieder zu ihr aufschaute, erschauerte ich jedoch unter ihrem strengen Blick. Oh je… was hatte ich getan!? Aus sehr ernsten Augen schaute sie mich wortlos an, während sie mit dem ausgestreckten Finger auf einen neben ihr auf dem Tisch liegenden Brief tippte… ein Schreiben meines Lieblingshändlers, wie sie mir dann mit kalter Stimme eröffnete.
Mit diesem Schreiben hatte er meine Herrin über die gut gehenden Geschäfte mit seinem günstig erstandenen Tabuk-Schmuck in den großen Städten wie Cos und Ar informiert und nebenbei wohl auch sein Geschenk an mich erwähnt, über das ich mich so wahnsinnig gefreut hatte. Leider wusste ich es jedoch seit Tagen in dem besagten kleinen Beutel und nicht an meinem Finger. Allerdings hatte er anscheinend auch geschrieben, wie wenig wertvoll dieser Sklavenschmuck eigentlich war. Wie konnte er nur denken, dass solch ein Tabukring keinen Wert für mich besaß… ausgerechnet ein Geschenk von IHM, den ich so sehr mag, der aber leider so selten in Kasra ist und dann auch immer nur so kurz!!!
Ich gestehe, ich hatte schon den Mund geöffnet, um meiner Empörung Luft zu machen, doch ich klappte ihn schnell wieder zu, als ich bemerkte, dass meine Herrin noch nicht fertig damit war mir die Leviten zu lesen und senkte lieber schnell meinen Kopf. Während sie sich darüber aufregte, was das für eine Schmach gewesen wäre, wenn sie, eine ehrbare Frau mit untadeligem Ruf, so einen minderwertigen Tand tatsächlich an ihren keuschen Finger gesteckt hätte, in der Annahme, es wäre ein wertvolles Geschenk ihres langjährigen Freundes für SIE, wurde ich immer kleiner. Das hatte ich alles mit dem Überreichen des Rings nun wirklich nicht beabsichtigt und mir war nicht bewusst gewesen, nichts davon gesagt zu haben, dass es ein Geschenk an MICH war. Ich war mir ganz sicher, auf keinen Fall diesen tollen, wunderschönen Tabukknochenring als nicht wertvoll bezeichnet zu haben, denn für mich ist er nun mal sehr kostbar.
Tja, und dann veränderten sich ihre Augen und schauten mich wieder ganz liebevoll an… sowas will sie natürlich nicht wissen und schon gar nicht, dass ich jemandem erzähle, wie gütig sie eigentlich sein kann… gab mir den Ring zurück und erlaubte mir, ihn zu tragen, denn er ist nun mal ein Geschenk für MICH. Allerdings sagte sie, ich muss mein Goreanisch noch weiter verbessern, damit ich mich in Zukunft klarer ausdrücken kann und so etwas nicht wieder passiert… daran arbeite ich nun... darf den Ring aber tragen! :-)))))

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Der zweite Tag des Wagenrennens

Tja, leider haben sie mit dem Start natürlich nicht auf mich gewartet. Als ich meine viele Arbeit ((lecker essen gehen^^)) endlich erledigt hatte, waren einige der Wettkämpfe natürlich schon gelaufen… aber der letzte, alles entscheidende mit meinem Favoriten zumindest noch nicht. Wobei ich gestehen muss, dass das Rennen diesmal für mich leider einen sehr unangenehmen, fast gesundheitsschädigenden Nachteil bzw. mein spätes Kommen wiederum dann doch einen großen Vorteil hatte. Meine Herrin war nämlich die offizielle Rundenzählerin und brüllte jedes Mal, wenn wieder eine Runde um war, lautstark die entsprechende Zahl durch die ganze Arena… 20 Mal also… sozusagen fast genau neben meinem Ohr. Ich bin nun mal kleiner als sie, auch wenn ich nicht knie, sondern so wie gestern neben ihr stehe, um das Geschehen in der Arena besser verfolgen zu können. Allerdings bin ich auch nicht dösig, habe mich aber aus Gehörschutzgründen trotzdem nicht hingekniet, sondern mir immer dann, wenn sie wieder besonders tief Luft holte, um die nächste Runde zu brüllen, rechtzeitig die Ohren zugehalten und so auf clevere Art und Weise die Gesundheit ihres Eigentums geschützt.^^
Allerdings konnte ich mir eine diesbezügliche klitzekleine Bemerkung leider nicht verkneifen, mit der unangenehmen Folge, dass ich dann beim letzten Entscheidungskampf die Runden zählen sollte. Da nützte es auch nichts, dass mir vor Schreck abrupt die Stimme fast gänzlich versagte und ich meine Antwort nur noch leise piepsend von mir geben konnte… meine Herrin blieb unbarmherzig! Wobei die Priesterkönige ein Einsehen mit mir gehabt haben müssen. Beim letzten Rennen mussten nämlich gar keine Runden gezählt werden, weil das ja nach dem KO-Prinzip von statten gehen sollte. Die Regel besagte, dass jeder Wagen mit 2 Personen besetzt werden musste, einer zum Lenken des Kailla-Gespanns, der andere zum Kämpfen mit der Peitsche. Die Konkurrenten haben sich dann so lange mit ihren Peitschen beharkt, bis im letzten Wagen nur noch einer bei Bewusstsein war… eine ziemlich ruppige und blutige Angelegenheit.
Ich gestehe, dass ich dabei auch nicht allzu aufmerksam zugeschaut habe, weil es mich immer wieder ziemlich schüttelte. Wobei ich unseren Herrn Regenten, der mit meinem Lieblingswirt zusammen fuhr, schon sehr bewundert habe, weil er sich zwischendurch einfach seine Sandalen wieder zuband… zumindest meinte meine Herrin, dass es danach aussah und nicht nach der von mir vermuteten Ohnmacht, während der Herr Wirt in rasender Fahrt das Gespann weiter durch die Arena lenkte. Eigentlich hätten die Gegner aus lauter Ehrfurcht vor so einer Kaltschnäuzigkeit sofort erstarren müssen. Doch leider waren 2 Herren aus Belnend anscheinend noch gewiefter und haben letztendlich den Wettkampf gewonnen.
Es tat mir richtig ein bisschen weh, meinen Lieblingswirt so geschlagen in der Arena zu erblicken, so dass meine Herrin mir nicht zweimal sagen musste, der herbeigeeilten Heilerin meine Hilfe anzubieten. Doch außer einem noch kräftigerem Drehwurm als am Vortag, schien es meinem Favoriten ganz gut zu gehen... zumindest, nachdem er gegen die Arenamauer gereihert hatte. Der Herr Regent berappelte sich auch sehr schnell wieder, so dass die Heilerin meine Dienste gar nicht mehr benötigte. Einzig der Wirt hatte noch Bedarf an mir, indem er sich seine vollgesabberte, leicht säuerlich riechende Hand, mit der er seinen Mund gesäubert hatte, in meiner neuesten, feinsten Tunika abwischte. Nur gut, dass hinter dem Herbergszelt ein Wasserfass stand und ich den Schaden dort schnell beheben konnte, bevor alles eingetrocknet war! :-)

Dienstag, 13. Dezember 2011

Der erste Tag des Wagenrennens

Nachdem gorweit bekannt gegeben worden war, dass Kasras neue Arena, das Teibarium, mit einem großen Wagenrennen eingeweiht werden sollte, war es gestern dann endlich soweit. Wie erwartet hatte sich tatsächlich eine große Menschenmenge aus ganz Gor eingefunden… offensichtlich sogar auch aus dem hohen Norden, wie ich dem „Gejarle“ einige Plätze neben mir entnehmen konnte. Bei dem ganzen Volk war es daher nur gut, dass meine Herrin bereits voraus gegangen war und schon mal die besten Plätze an der Balustrade besetzt hielt, während ich noch einige Hausarbeiten zu erledigen hatte, bevor ich mich in meine neueste Tunika in den Kastenfarben meiner Herrin werfen konnte, um ihr hinterher zu eilen.
Ich hatte zum Glück noch nichts verpasst. Als ob alle nur auf mich gewartet hatten^^, wurde das Rennen kurz nachdem ich angekommen war, von unserem Regenten höchstpersönlich gestartet, der dafür auf die Mauer zwischen den Bahnen geklettert war. In den 3 Vorrundenrennen gingen jeweils 2 Wagengespanne gleichzeitig an den Start und mussten eine Strecke von insgesamt 20 Runden absolvieren, während die anderen Rennteilnehmer sich als Zuschauer im Torbogen am Ende der Arena aufgebaut hatten und sehr stattlich anzuschauen waren. Der Gesamtsieger wurde dann in einem letzten Wettkampf unter den 3 Vorrundensiegern ermittelt. Es war wirklich ein sehr beeindruckender und imposanter, allerdings auch etwas staubiger Anblick, die drei Gespanne in der Endausscheidung ihre Bahnen im Teibarium fahren zu sehen.
Vor dem Wagenrennen hatte ich noch schwer darüber gegrübelt, für welchen meiner zurzeit in Kasra weilenden Lieblingsherren ich meine Daumen denn nun am meisten drücken sollte… eine wirklich schwere und eigentlich unlösbare Aufgabe für mich. Doch dann wurde mir die Entscheidung ein wenig erleichtert, da der Herr Hauptmann gar nicht antrat… sein Wagen hatte anscheinend einen Achsbruch erlitten. Sofort keimten erste Gerüchte darüber auf und es wurde sogar über Sabotage der vor Angst zitternden Konkurrenz gemunkelt. Das muss ein wirklich schwerer Schlag für ihn gewesen sein, wo er doch vermutlich schon davon geträumt hatte, unter dem Jubel der Massen mit seinem goldenen Wagen im Regen von Blütenblättern und Blattgold den gerechten Sieg einzufahren und mit allen möglichen Glücksbringer-Tüchern der geneigten Damenwelt in die Arena einzuziehen. ((einfach mal bei Luc in SLinfo geklaut:-))
Ein weiterer meiner Lieblingsherren trat ebenfalls nicht an… der Herr Schmied. Später, beim Verlassen der Arena erzählte er mir, dass ein solches Rennen nicht sein Ding sei und er sich nicht zur Belustigung der Zuschauermassen zum Arenasklaven machen würde. Seine Entscheidung beeindruckte mich sehr und zeugte für mich von sehr viel Selbstbewusstsein und vor allem von dem Wissen, was er kann und wovon er lieber seine Finger lassen sollte. Seine Stärken liegen eben woanders. So wie selbstverständlich auch nicht jeder Goreaner einen Tarn lenken kann, ist ein Rennwagen mit 4 feurigen Kaillas davor, bestimmt auch nicht einfach zu lenken und absolut nicht mit dem behäbigen Bosk-Wagen vergleichbar, den ich seinerzeit auf unserer Theatertournee nach Torcodino lenken durfte.
 Mein Daumendrücken konzentrierte sich daher ungebremst und ungehindert, also mit aller mir zur Verfügung stehenden Kraft auf den Start meines Lieblingswirtes. Und was soll ich sagen… er hat gewonnen!!... zuerst die Vorentscheidung und dann auch noch den Gesamtsieg!!!!! Mich brachte das förmlich aus dem Häuschen, meine Herrin übrigens auch, allerdings hielt sie sich mit ihren Anfeuerungen etwas mehr zurück und brüllte ihre Begeisterung nicht so wie ich durch die ganze Arena. Aber ich finde, das war in diesem Fall voll ok… und hat ja auch geholfen… zumindest vielleicht etwas. ;-) Meine Herrin vermutete jedenfalls, dass der Wirt so einen Wagen nicht das erste Mal lenkte, sondern damit wohl beim Fahren von Pagafässern heimlich geübt hatte.
Nachdem das Rennen erst zu später Ahn beendet war, zog es viele der Gäste alsbald in ihre Unterkünfte und meine Herrin nach Hause. Richtig toll fand ich noch, dass mein Lieblingswirt, ausgepowert wie er war, trotzdem noch kurz zu uns auf die Tribüne kam. Er sah wirklich sehr erschöpft aus und erzählte, dass er dringend in seine Felle müsse, um sich zu erholen, weil sich immer noch alles um ihn drehte. Kein Wunder nach so vielen Runden, da kann man wirklich einen Drehwurm bekommen. Ich hatte sogar gesehen, wie einer der Teilnehmer sein Essen rückwärts essen musste, weil ihm von der Dreherei anscheinend schlecht geworden war.
Nun bin ich auf den zweiten Renntag gespannt, an dem das Rennen unter erschwerten Bedingungen fortgesetzt werden soll. Die Wagen werden dann zu zweit gefahren… einer lenkt das Kailla-Gespann und der andere darf die Konkurrenz mit Peitschenhieben attackieren. Um das Ganze noch schwieriger zu machen, werden auf der Bahn wohl zusätzlich auch noch irgendwelche Fallen oder Hindernisse aufgebaut werden. Ich bin jedenfalls gespannt, ob der Wirt wieder so gut abschneidet und ob der Hauptmann inzwischen vielleicht die Achse seines Wagens hat reparieren lassen. Hauptsache, ich schaffe meine Hausarbeiten einigermaßen rechtzeitig und verpasse nicht allzu viel… aber vielleicht wartet der Herr Regent mit dem Start ja wieder bis auch ich da bin! ;-))

Freitag, 9. Dezember 2011

Gor Schule OOC

Gestern sollte es auf mehrfachen Wunsch vom letzten Treffen nun um den zweiten Teil zum Thema RP-Grundlagen gehen, insbesondere um Chat-Kampf, aber auch um Force-RP.
Erstaunlicherweise war das Interesse dann jedoch gar nicht so groß wie an den beiden vorangegangenen Abenden. Darüber zu sinnieren, woran das nun gelegen hat, erübrigt sich, denn ich glaube, auch so war der Abend ein Erfolg. Besonders für mich, die nun mal nicht so schnell liest wie andere und die sowieso nicht besonders flott schreiben kann, war es mit dieser Teilnehmerzahl erheblich angenehmer, da es mehr ein gemeinsames Gespräch war und nicht mehrere parallel verlaufende gleichzeitig.
Richtig toll fand ich, dass wir sogar einen kleinen Schaukampf machen konnten, um unsere Erklärungen zum Force-RP noch ein wenig besser zu verdeutlichen. Da wir ja OOC waren, kam es mir spontan in den Sinn, Georg mal eine zu scheuern, was ich IC natürlich nie tun würde^^… habe ich ihn aber selbstverständlich gewinnen lassen :-))
Bedingt durch die Feiertage und den Urlaub meiner Herrin, wird unser nächster Abend zum Thema Onlineismen erst Ende Januar im neuen Jahr stattfinden. Den genauen Termin geben wir dann aber noch rechtzeitig bekannt.

Geschenke

Aus dieser Hand gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Sie fing damit an, dass Kasras Bürgern eine riesige Rennstrecke übergeben wurde, von der alle natürlich hellauf begeistert waren. Bei aller Anerkennung für diese tolle Leistung der Baumeister erschloss sich mir die Notwendigkeit eines solch gigantischen Bauwerks nicht ganz… aber ich bin ja auch kein Krieger, sondern nur eine einfache Sklavin.^^ Kasras Stadtkasse scheint es also inzwischen wieder besser zu gehen, obwohl es noch nicht allzu lange her ist, dass es sehr schlecht um sie bestellt war. Doch die Nachwirkungen des grässlichen Krieges scheinen endlich vorbei zu sein und das freut mich natürlich riesig.
Besonders begeistert sind natürlich die Herren Krieger über diesen neuen Spielplatz, aber auch die Baumeister, die wohl jede Menge Spaß daran hatten, dieses Geschenk zu bauen. Für die nächste Hand wurden gleich zwei Renntage ((12.12.+13.12.)) beschlossen, die bestimmt eine Menge Volk anziehen werden, das hinterher zwar vermutlich ganz schnell wieder verschwunden ist, aber der Stadt natürlich weitere Einnahmen beschert. Die Wirtsleute werden sich vermutlich goldene Nasen verdienen… nur wie sie das ohne eigene Kajirae bewerkstelligen wollen, wird wohl spannend… ähhmmmm… anstrengend werden.^^
Am folgenden Tag drehte sich natürlich ebenfalls wieder alles um die neue Arena, so dass ich unbehelligt meinen Hausarbeiten nachgehen konnte, denn meine Herrin war leider immer noch auf ihrem Landsitz und auch von ihrem guten alten Freund, meinem Lieblingshändler war weit und breit nichts zu sehen. Vermutlich war er zu ihr aufs Land gefahren. Irgendwie schade, dass meine Herrin mich wie immer nicht mitgenommen hatte und er leider auch nicht. Dabei wüsste ich sooooo furchtbar gerne, was die beiden zu „besprechen“ hatten.^^ Ich nahm es ihm jedenfalls ein wenig krumm, dass er sich einfach so aus dem Staub gemacht hatte, ohne sich von mir zu verabschieden… was sonst eigentlich überhaupt nicht seine Art ist. ;-)
Es war also nicht weiter verwunderlich, dass es mich auch am nachfolgenden Tag als erstes wieder zum Hafen zog, in der Hoffnung, er würde vielleicht zurück kommen oder meine Herrin ein paar Tage früher eintreffen. Leider war das jedoch nicht der Fall. Dafür bekam ich mit, dass der Herr Hauptmann mit seinen beiden Kajirae auf die Jagd wollte bzw. sie zum Schleppen seiner Beute mitkommen durften. Nachdem ich ihnen noch kurz hinterher gewinkt hatte, wollte ich mich eigentlich zurück in die Stadt aufmachen, als ich sozusagen dem Schmied fast in die Arme lief. Mit großem Erstaunen erfuhr ich, dass er ebenfalls jagen wollte… allerdings ganz alleine… bzw. mit mir dann also zu zweit… aber ohne Bogen? Egal, er wusste bestimmt, was er tun wollte!

Oh je… ich muss gestehen, das war vielleicht ein Ausflug! Zuerst verstand der Fährmann anscheinend nicht richtig, wohin wir wollten und brachte uns zum Heilerhaus an der gegenüberliegenden Seite des Fayheen. Danach stapften wir dann endlos durch den Urwald, bis sich heraus stellte, dass wir einen vollkommen falschen Weg eingeschlagen hatten… also wieder zurück. Ich war inzwischen triefend nass, weil ich auf dem schmalen Dschungelpfad nicht aufgepasst hatte und ins Wasser gefallen war. Nagut… immerhin eine kleine Erfrischung in dieser schwülen Hitze, wofür mich mein Lieblingsschmied aber zum Glück nicht rügte. Er brummelt nur irgendwas wie „Pass bloß auf, dass du dir den Kopf nicht anschlägst, damit ich deiner Herrin ihr Eigentum unbeschadet wieder zurück bringen kann.“
Wobei so wirklich besorgt war er um das Eigentum meiner Herrin dann doch nicht, dafür aber umso mehr um sein eigenes Wohl. Denn als sich mitten im Urwald plötzlich vor uns eine tiefe Schlucht mit einer abenteuerlich aussehenden Hängebrücke auftat, da schickte er mich vor, um die Tragfähigkeit der Konstruktion zu testen und kam erst dann hinterher, nachdem ich das andere Ufer heil erreicht hatte. Ich gebe zu, Eigentum hin oder her, ich bin doch nur eine unbedeutende Sklavin, die man notfalls durch eine neue ersetzten kann.^^
Am anderen Ufer wurde der Dschungel teilweise dichter und ich fand, auch unheimlicher. Außerdem waren merkwürdige Geräusche zu hören. Wie der Schmied ohne Pfeil und Bogen eigentlich jagen wollte, wenn uns denn ein Tier über den Weg laufen würde, erschloss sich mir leider nicht mehr, da er in dem Moment gerade ein Tabuk entdeckte… und zwar ein totes, in dem schon ein Pfeil steckte. Oh je… mir wurde immer mulmiger zumute, denn der Pfeil bedeutete für mich, dass sich das Tabuk den nicht selbst in den Bauch gesteckt hatte, sondern dass der Pfeil von einem Bogen abgeschossen worden war… nur wer war der Schütze gewesen? Mit wild klopfendem Herzen lauschte ich wieder in den Urwald hinein… befürchtete, dass uns jeden Augenblick eine Taluna angreifen könnte.

Der Schmied schien diese Befürchtungen jedoch nicht zu haben und schulterte gerade gut gelaunt seine Beute, als es erneut raschelte…diesmal viel dichter. Außerdem raschelte es nicht nur, sondern hörte sich nach Schritten an. Mir blieb vor Angst fast das Herz stehen. Zu meiner riesengroßen Überraschung tauchte mein Lieblingshändler aus dem Dickicht auf und verstaute erleichtert grinsend gerade seinen besten Freund wieder unter der Tunika. Es stellte sich heraus, dass er auf dem Rückweg von einem Lieferanten für Tabukzahn-Schmuck war und sich uns gerne anschließen wollte. Das Erwähnen von Schmuck machte mich natürlich hellhörig… den Herrn Schmied jedoch eher desinteressiert. Die anschließende Unterhaltung der beiden turnte mich dann aber schnell wieder ab, als ich enttäuscht hörte, dass er den Schmuck aus Tabukzähnen an reiche dicke Herren in großen Städten verkaufen will, die danach so tun, als ob sie auf der Jagd gewesen waren, wenn sie ihrer Kajira das Schmuckstück schenken. Bedauernd ließ ich meinen Kopf etwas hängen, so etwas Tolles würde ich also nie bekommen, denn ich habe ja eine Herrin, die bestimmt keine Tabuks jagen geht und noch weniger so tut als ob.^^
Doch dann nestelte mein Lieblingshändler an dem Beutel herum, den er an seinem Gürtel trug… nahm etwas heraus, beorderte mich zu sich und streckte mir seine Hand entgegen. Darin lag ein kleiner, schmaler Ring, aus einem Tabukknochen gefertigt… für MICH! Es verschlug mir fast die Sprache, dass er mir etwas so Wunderschönes schenken wollte. Er tat es zwar als etwas ab, das eigentlich nur in Ar, Cos oder Port Kar, zusammen mit der richtigen Geschichte viel wert sei. Doch für mich war es auch ohne Geschichte unbeschreiblich wertvoll. So kam es dann, dass ich von dem ganzen Rückweg nicht wirklich was mitbekam, weil ich immer wieder mit verzücktem Blick zu dem tollen Geschenk an meinem Finger schauen musste.

Beim geselligen Beisammensein am Grillplatz kam ich dann aber doch wieder einigermaßen zu mir… zumindest spätestens bei der Poklatscherei der Herren, die einen Vers über „gute Tropfen“ und „Weibern auf den Hintern klopfen“ direkt in die Tat umsetzten. Wobei ich gestehen muss, wenn es für eine rotseidene Kajira die Chance gibt, einem Herrn keck ihren Po entgegen zu strecken, dann nehme ich dafür auch den einen oder anderen Klaps in Kauf.^^ So in Fahrt gebracht, fragte ich zu vorgerückter Ahn auch nicht mehr lange, was ich darf oder nicht, sondern entzündete einfach zwei Fackeln am Lagerfeuer, um mich den Herren in einem kleinen Tanz noch besser zu präsentieren und…. ja, es ist mir gelungen!… die Fackeln verlöschten zwar irgendwann, doch mein lichterloh brennendes Sklavenfeuer erfreute den Herrn Schmied noch eine ganze Weile, da er mich kurzerhand einfach über seine Schulter warf, um mit mir seine Felle zu wärmen… mein letzter Blick vor dem Einschlafen galt jedoch meinem tollen Geschenk :-)))

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Wannenbad

...auf Gor,

mit warmem Wasser bei Kerzenschein, einer einfühlsamen Kajira, die nichts anderes, als das Wohl des Herrn im Sinn hat, ihr ganzes Denken und Streben daran setzt, ihn wie auch immer zu erfreuen, aber leider ohne Badeente… also kein Vergleich mit der Badesession der beiden Besserwisser Müller-Lüdenscheidt und Dr. Klöbner, ohne Wasser, dafür aber immerhin mit Ente, in einer Hotelwanne irgendwo auf der Erde ((Loriot))!^^
Ach ja… ich habe gar keine Ahnung wo der Stöpsel war :-))