Dienstag, 31. Januar 2012

Launen

Gleich nachdem ich frischgebadet von den Feldern zurück kam, eröffnete meine Herrin mir, dass Ratssitzung sei. Oh je, schon wieder??? Haben wir jetzt etwa jede Hand diese todlangweilige... ähhmmm... hochinteressante Sitzung??? ;-) Ich gestehe, ich tat mir ziemlich leid... hätte mir sooooo viel Besseres vorstellen können, aber das ließ ich mir vorsorglich selbstverständlich nicht anmerken... eine weise Entscheidung!^^
Viel Zeit, mich über das Wiedersehen mit meiner Herrin zu freuen bekam ich also nicht, da sie gestern nun auch noch auf einmal Ambitionen bekam, pünktlich im Rat zu erscheinen. Was war das für eine neue Mode oder nur eine spontane Laune? Egal, sie lief tatsächlich los, ohne dass die große Glocke der Feste geläutet worden war. Vielleicht meinte mein Herrin damit andere Verspätungen der Vergangenheit oder gar Nichterscheinen wieder gut machen zu können??? Auf jeden Fall waren wir definitiv zu früh dran und daher noch nicht alle Ratsmitglieder versammelt, so dass sie spontan aus einer weiteren Laune heraus noch einmal die Gelegenheit nutzte, um sich kurz zu verkrümeln... weswegen auch immer... aber Frauen haben ja manchmal so ihre "Befindlichkeiten"!^^
Wie gut, dass ich ihr nicht gefolgt war, denn so bekam ich mit, wie mein Lieblingshauptmann den Ratssaal betrat... mich erblickte... mir sofort freundlich zuwinkte und nun kommt's... seine Cassia anwies, zu mir zu gehen und mir ganz lieb die Wange zu streicheln, mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass die Streicheleinheit von ihm kam, er dafür aber selbstverständlich nicht den halben Saal durchqueren wollte... oder wollte er mir ersparen zu ihm zu kommen??? *fasst sich etwas nachdenklich, dafür aber mit restlos verklärtem Blick erneut an die so bevorzugt behandelte Wange* Ich weiß gar nicht, womit ich diese liebe Behandlung verdient hatte... aber verdient war sie auf jeden Fall und schööön war's, auch ohne genaueres Wissen über das Wieso-Weshalb-Warum! :-))
Daher war es also nur verständlich, dass ich ein wenig durcheinander war und der Ratssitzung danach nicht mehr so besonders aufmerksam folgen konnte. Aber wozu auch, es ging ausgesprochen gesittet zu... niemand fiel durch gehässige Fragen aus der Reihe und niemand wurde vor das eigentlich übliche Rats-Tribunal gestellt, so dass der neue Krieger schließlich ganz relaxed seinen Heimsteinschwur ablegen konnte... alles also sehr unspektakulär, um nicht zu sagen ziemlich langweilig... zumindest für mich.^^
Spannend fand ich es dann erst wieder, als sich der interessante, gutaussehende Kartografierer dem Rat vorstellte und ein wenig aus seiner Vergangenheit erzählte. Wobei er kürzlich wohl schon ein paar Federn gelassen haben musste. Humpelnderweise betrat er nämlich den Saal mit einiger Verspätung und einem Verband um seinen rechten Fuß, weil er vorher noch die Heilerin konsultiert hatte. Leider erkundigte sich niemand, was ihm passiert war, aber das bekomme ich bestimmt noch raus. Viel wichtiger war ja auch erstmal zu hören, wo er vorher gelebt hatte und dass die Ratsmitglieder nach einigen freundlichen! Rückfragen seinem Antrag auf Bewohnerschaft fast einstimmig zugestimmt haben. :-)
Sie waren sowieso alle in Zustimmungslaune, denn es wurde schließlich auch die mehrfach vertagte Verfassungsänderung ohne langes Geschwafel beschlossen, so dass die Sitzung sehr zeitig endete. Meiner Herrin kam dies offensichtlich sehr gut zupass, da sie die letzten Tage wohl ein wenig rumgesumpft hatte... also, ich meine natürlich durch irgendwelche selbstverständlich oberwichtigen Dinge um ihren Schönheitsschlaf gekommen war und sich daher etwas eher zur Ruhe zurück zog. Tja, wenn ich mal nicht auf sie aufpasse!!!!!

Montag, 30. Januar 2012

Nun endlich

...habe ich mich nach Jahren mit dem LL-Viewer 1.xx doch getraut, einen neuen Viewer zu installieren... den Firestorm. Nachdem mein liebster Vince es schon vor längerem resigniert aufgegeben hatte, dieses Thema bei mir überhaupt noch anzusprechen, habe ich mich gestern Nachmittag ziemlich spontan von dem Alten dann getrennt. Naja... natürlich noch nicht so ganz... immerhin hat er mir jahrelang gute Dienste getan und kann jederzeit wieder aktiviert werden!
Und was sagt mein Vince dazu? Lobt er mich? Ist er hin und weg von meinem heldenhaften, obermutigen Entschluss? Neee, lediglich "Huiihhh, du musst dich ziemlich gelangweilt haben... nun hast du ja gleich mehrere Generationen von Viewern übersprungen! Ich hätte dir erst mal empfohlen, den xxx zu installieren!" Na toll, genau DAS wollte ich NICHT hören! Aber hilfsbereit, wie er ja nun mal ist, hat er dann sofort umgeloggt und einen Crashkurs mit mir durch die Einstellungen gemacht oder vielmehr kontrolliert, ob ich denn das Wichtigste angehakt habe. Und was soll ich sagen, ich hatte!^^ Trotzdem an dieser Stelle mal ganz, ganz lieben Dank und einen besonders dicken Schmatzer für deine geduldige Hilfe mein Süßer!!! :-)))
Die nächsten Tage muss sich nun zeigen, was der Neue alles so an Macken für mich mit sich bringt, denn es fing mit ihm ja auch nicht ganz reibungslos an.  Er meinte nämlich gleich zu Beginn, bevor ich überhaupt das erste Mal in SL einloggen konnte, mit meiner alten Grafikkarte rumzicken zu müssen. War aber alles nur Wichtigtuerei... ER (DER Viewer) wollte IHR (DIE Graka) nur demonstrieren, wer das Sagen in meinem PC hat. Zum Glück konnte ICH (DIE dina) ihm diese Befindlichkeiten mit einem Update einigermaßen schnell austreiben *grinst zufrieden*. In Zukunft sollte er sich also besser Mühe geben, mich weiterhin milde zu stimmen, denn wenn es mir zu blöd wird mit ihm, werde ich einfach meinen Altgedienten wieder aktivieren... da kenn ich ja nix! :-)

Freitag, 27. Januar 2012

Ein grüner Schleierberg

…im wahrsten Sinne des Wortes. Die Zukünftige des Herrn Schreibers war nämlich unter ihren vielen grünen Tüchern überhaupt nicht mehr zu erkennen. Genauso schweigsam wie unsere Heilerin schon immer war, so verhüllt war sie ja auch schon immer, aber gestern vor der Zeremonie war nun absolut nichts mehr von ihr zu sehen…auch keine Augen mehr… nur noch ein riesiger grüner Schleierberg eben. Wobei, nachdem ich aus verlässlicher Quelle erfahren hatte, dass vor einer Hand so eindeutige Geräusche aus den Räumen des Schreibers kamen oder vielmehr aus seinen Fellen, kaufte er ja nicht die Gianni im Sack, sondern wusste trotz der Schleiermassen offensichtlich schon sehr genau, worauf er sich mit seiner Zukünftigen einließ.^^ Meine Herrin meinte deswegen auch, mein Tanz der Unterwerfung wäre eigentlich sehr geeignet für die Feier nach der Zeremonie. ;-)
Der Herr Schreiber ließ sich jedenfalls nicht lumpen… einen ganzen Bosk hatte er anliefern lassen und jede Menge Paga-Fässer. Er wollte sich bei der Bewirtung seiner Gäste wirklich nicht lumpen lassen… wobei genug Geld scheint der hochkastige Herr ja auch zu haben. Nur eine Kajira hat er nicht, daher hatten Cassia, Wilbur und ich natürlich ziemlich viel zu tun, um alle zu bedienen… und vor allem sie mit Speis und Trank bei Laune zu halten, denn meine Herrin drehte und wendete sich endlos vor dem Spiegel und konnte sich nicht entscheiden, welches ihrer Unmengen von Kleidern sie denn nun anziehen wollte… wer die Wahl hat, hat eben auch die Qual! :-) Als sie dann schließlich doch auftauchte, war sie sichtlich peinlich berührt, dass alle auf sie gewartet hatten und wegen ihr die Zeremonie noch nicht begonnen hatte!
Meine Erleichterung über ihr Erscheinen war besonders groß. Nicht wegen ihrer Kleiderwahl, sondern weil ich endlich von dem eigenartigen Herrn wegkam, der anscheinend schlecht zu hören schien, offensichtlich auch nicht besonders gut sah und außerdem meinte, mich ständig belehren zu müssen über Dinge, die ich schon längst erledigt hatte und die bereits vor seiner Nase standen, wie z.B. sein verdünnter Paga. Aber was soll’s… ich hatte den ja schon früher erlebt, als ich noch gar nicht bei meiner Herrin war und auch in ihrem Hause auf Samanu damals. Von einem Kastenhinundherwechsler kann man wohl nicht mehr erwarten, vor allem wenn so einer meint, mit an den Haaren herangezogenen Besserwissereien sich hervor tun zu müssen. Also ein Herr von der anderen Sorte also, den ich als Goreaner nicht wirklich für voll nehme, nur das lass ich mir natürlich nicht anmerken und Freie haben nun mal immer Recht.^^
In der Zeremonie, die der Herr Schreiber übrigens selbst geleitet hat, sind dann meine Gedanken und Blicke ein wenig abgeschweift, da ich zu den beiden neuen Gefährten kein soooo besonderes Verhältnis habe, auch wenn ich die Vorlieben des Herrn Schreibers in seinen Fellen natürlich kenne… vor allem hinsichtlich meiner Luftzufuhr. Aber eine Ärztin hat vielleicht auch eine ganz andere Atemtechnik als ich, so dass ihr nicht so schnell schwarz vor Augen wird wie mir.^^ Leider waren die beiden mein Interesse fesselnden Herren, mein Lieblingsschmied und mein neuester Schwarm, von meiner Knieposition aus nur von hinten zu sehen. Trotzdem nutzte ich die günstige Gelegenheit sie unbeobachtet ausgiebig zu mustern. Beide hatten sich jedenfalls richtig in Schale geschmissen und sahen nicht nur sehr gut, sondern sogar sehr fein aus… Umhänge trugen sie auch und der fremde Kartenzeichner ein Schwert!
So bekam ich dann auch nicht richtig mit, wie der grüne Schleierberg dann vom Wein der Liebe getrunken hat… also ob mit oder schon ohne die vielen Schleier… zumindest wie erwartet ohne viele Worte^^. Jedenfalls waren die vielen Tücher auf einmal weg, die beiden neuen Gefährten kurz darauf dann allerdings auch. Sie hatten wohl nichts Eiligeres zu tun, als nun endlich legal in die Felle zu hopsen, aber das war ihnen gegönnt.^^ Ihre Gäste amüsierten sich auch ohne sie ganz gut und ließen sich weiter ausgiebig bewirten. Aber irgendwann wurden nicht nur die gefüllten Bäuche, sondern wohl auch die Köpfe schwer und vor allem sank die Toleranzgrenze gegenüber den Merkwürdigkeiten des schon oben erwähnten Herrn merklich, so dass sich die große Runde auf einmal schnell auflöste. Mir war das nach der ganzen Hinundherflitzerei und Bedienerei nur recht und so sank ich an diesem Tag etwas früher, dafür aber umso schneller am Fußende meiner Herrin in meinen wohlverdienten Schönheitsschlaf auf ihrem schönen weichen Fell. ;-))

Donnerstag, 26. Januar 2012

Brotmatschmilch

Meine Herrin schlief noch, als ich mich leise aus dem Haus schlich. Komisch, der Marktplatz war wie leergefegt und selbst mein Lieblingsschmied stand schon wieder nicht wie üblich vor seiner Werkstatt. Tagte etwa der Rat nun am dritten Tag in Folge schon wieder? Das konnte ich mir wirklich nicht vorstellen. Ich machte mich nachdenklich Richtung Herberge auf, um dort mal meine Nase hineinzustecken und vielleicht über den Verbleib der Bürger etwas heraus zu bekommen. Hah, ich hatte den richtigen Riecher gehabt... der Feuerkrug war seit Tagen mal wieder sehr gut besucht. Allerdings benötigte gerade niemand meine Dienste, da alle Gäste schon mit einem Getränk versorgt waren oder vielleicht auch nichts wollten. Ich vermutete, Cassia war da schon fleißig gewesen, bevor sie sich anderen Aufgaben zugewandt hatte, denn sie war nirgends zu sehen. Aber egal, ich hätte es nicht besser abpassen können, meine Herrin tauchte nämlich nun ebenfalls auf, so dass ich mich voll und ganz der Zubereitung ihrer Milch widmen konnte.
Gesagt getan, beim Servieren der Honigmilch ist mir dann allerdings fast ein kleines Missgeschick passiert. Voll auf das Balancieren der heißen Milchschale konzentriert lief ich automatisch zu ihrem Sitzkissen... also zu dem Kissen, auf dem sie normalerweise immer Platz nimmt. Nur da saß der Herr Imkerkäsekapitänwaffenherstellerundbaumeister, der eigentlich immer Met trinkt und nicht meine Herrin. Zum Glück bemerkte ich meinen Irrtum noch rechtzeitig und umrundete den Tisch einfach noch mal, was wohl niemandem weiter aufgefallen ist. Vielleicht meinem Lieblingsschmied, der mich zu meiner Freude ja oft mit seinen Blicken verfolgt. Aber zu ihm konnte ich natürlich nicht rüber schauen ohne Gefahr zu laufen, die Milch überzuschwappen.^^
Während meine Herrin sich dann darum bemühte, einen restlos verworrenen Bericht von der inzwischen eingetroffenen Rina über irgendwelche Ausflüge mühsam zu entwirren und ihr dann einen Vortrag darüber zu halten, was einer Kajira blüht, wenn sie wegläuft, durfte ich den interessanten Fremden bedienen, der schon seit einiger Zeit im Feuerkrug wohnt. Sein bevorzugtes Getränk kenne ich ja nun schon, aber ich muss zukünftig mehr darauf achten, meine Fragen an ihn präziser zu formulieren, um ihn nicht zu verärgern. So einem tollen Herrn zu zeigen, was in mir steckt, das hat schon was! *schwärmt* Mit seinen Essgelüsten erstaunt er mich allerdings immer wieder aufs Neue.
Gestern erkundigte sich mein Lieblingsfremder erst einmal danach, was denn an Genießbarem überhaupt alles vorrätig wäre. Eine sehr schlaue Frage, denn seitdem die Wirtsleute den Feuerkrug nicht mehr bewirtschaften, kümmert sich auch niemand mehr um die Vorräte. Gut, die Grundnahrungsmittel wie Brot, Eier, Käse und Milch sind immer noch da, auch die stinkende Fischsuppe, nur Fleisch hatte ich schon seit einigen Tagen nicht mehr gesehen und gerade danach gelüstete es ihn. Doch er zeigte nicht nur Flexibilität, sondern auch Kreativität, denn er bestellte daraufhin geröstetes Brot, mit warmer Milch übergossen.*schüttelt sich*
Ich gestehe, mir drehte sich bei dem Gedanken, so eine aufgeweichte Matschpampe zu essen, fast der Magen um, aber die war ja zum Glück für ihn. Warum das Brot vorher noch geröstet werden musste, wo es doch mit Milch übergossen sowieso zu Brei wurde, konnte ich echt nicht nachvollziehen. Aber was soll's, gerade bei diesem Herrn war es mir ein ganz besonderes Anliegen, ihn zu erfreuen... notfalls eben auch mit Ekelmatschbrotmilch. Es zeigte sich jedenfalls, dass ich durch das jahrelange Kochtraining von Milch mit fieser Haut oben drauf, die nach Aussage meiner Herrin das Beste daran sein soll, ziemlich abgehärtet bin. Ohne mir weiter die Konsistenz des Brotes in der Milchschale auszumalen, servierte ich ihm freundlich lächelnd das Gewünschte.
Doch damit waren meine Dienste noch nicht getan. Mein Kajiraherz machte natürlich einen kleinen Extrahüpfer und ich strahlte ihn erwartungsvoll an, aber er teilte mir erst einmal nur mit, dass er den Löffel nicht benötigte. Na gut, ich war zwar etwas erstaunt über diese Mitteilung, aber wenn ich ihm damit eine Freude mache, dann bringe ich den Löffel selbstverständlich wieder weg. Viel Zeit, mich darüber zu wundern hatte ich dann nicht, denn als nächstes wünschte er von mir gefüttert zu werden. Ich gebe zu, ich musste schon wieder hart schlucken, als ich in die warme Pampe hinein fasste und einen mundgerechten Happen des glibberigen Zeugs mit meinen Fingern aus der Schale pulte, denn Milch, und ganz besonders warme Milch, ist mir echt ein Greuel... aber zusätzlich auch noch mit Brotmatsch darin??? Eine wirklich harte Prüfung für mich! Doch ich habe es geschafft meine Ekelgefühle zu überwinden.
Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass warme Brotmatschmilch eigentlich doch nicht so schlimm ist oder daran, dass ich meinen neuen Schwarm füttern durfte. Das matschige Zeugs wurde für mich immer unwichtiger, je öfter ich mit sanften Fingern seine Lippen beim Füttern zart berührte. Ich glaube, das gefiel nicht nur mir, denn warum legte er sonst plötzlich seine Hand so sanft auf meine und drückte diese gegen seine weichen Lippen? Tja, nur irgendwann war er leider satt, erteilte mir die große Ehre, seinen milchverschmierten, vollgeschlabberten Mund in meiner Tunika abzuwischen, wurde danach postwendend müde und ging einfach schlafen... alleine!

Sagte ich schon, dass ich eigentlich gar keine Milch mag?:-))

Mittwoch, 25. Januar 2012

Eigentlich nichts Neues

…oder vielleicht doch? Die letzten beiden Tage waren leider sehr von ausführlichen Ratssitzungen geprägt.
Am ersten Tag der Hand sollten dem Rat eigentlich die Kandidaten zur nächsten Regentenwahl bekannt gegeben werden. Doch diese Bekanntgabe fiel aus, weil das pünktliche Erscheinen des obersten Schreibers durch irgendwelche Dienstgeschäfte verhindert wurde, so dass die Bürger die Gelegenheit nutzten, sich sehr rege über Dies und Das, Dummheiten, Gehässigkeiten, Aktivitäten, Langeweile, Kastengepflogenheiten, Präsenz in der Öffentlichkeit oder auch in der Herberge und Gastfreundschaft auszutauschen. Die Meinungen waren recht unterschiedlich, was zu teilweise sehr eifrigen Diskussionen führte, andere aber auch verstummen ließ. Fazit für mich war, dass alle Kasraner ihre Stadt und Heimstein sehr lieben. Egal was für Merkwürdigkeiten dem Einen oder der Anderen auch gelegentlich aufgestoßen sind, alle setzen alles daran, ihr Kasra zu erhalten! :-))
Gastfreundschaft war für mich dann auch das Stichwort, die Sitzung zwischendurch mal kurz zu verlassen, weil ich ja wusste, dass niemand in der Herberge war... nicht dass mögliche Gäste sich nicht willkommen fühlen, weil kein Mensch zu sehen ist oder gar denken, Kasra sei ausgestorben. Da hatte ich doch mal genau den richtigen Riecher gehabt, denn ich traf tatsächlich vor dem Feuerkrug auf Fremde. Sie schienen allerdings etwas durcheinander zu sein und redeten in meinen Ohren ziemlich wirres Zeugs oder gar nicht, antworteten jedenfalls weder auf mein Willkommen noch auf mein Angebot, ihnen vielleicht helfen zu dürfen. Naja.. dem "Gejarle" der Kajira konnte ich entnehmen, dass der Herr und seine merkwürdige Begleiterin anscheinend eine lange Reise hinter sich hatten, nämlich aus dem Norden kamen und vermutlich noch unter den Strapazen der weiten Reise litten.
Schließlich nahmen sie mich irgendwann aber doch wahr und gingen dann auch auf mein Angebot ein, sich in der Herberge mit einem Getränk zu erfrischen und ein Zimmer zu nehmen. Wobei dem Herrn das Zimmer grundsätzlich wohl einigermaßen gefiel, ihm aber nicht zu passen schien, dass im Raum kein Kreuz aufgestellt war und ich dorthin auch keines schaffen konnte. Zum Glück ließ er das Thema nach meiner Auskunft, es befinde sich eines an der Ecke des Sklavenhauses und könne dort genutzt werden auf sich beruhen, so dass ich mich schließlich müde nach Hause zu meiner inzwischen schon schlafenden Herrin aus dem Staub machen durfte. Gastfreundschaft hin oder her, mir kamen erste Gedanken auf, dass Kasra auf diese Gäste vermutlich verzichten kann... aber ein solches Urteil steht mir natürlich nicht zu und ich habe mich auch gehütet, mir meine Gedanken anmerken zu lassen.^^
Der zweite Tag der Hand begann für mich dann mit einem etwas grummeligen Hinweis des Herrn Schmied, dass ich etwas in seiner Werkstatt vergessen hätte. Nanu, was sollte das denn sein? Ich gebe zu, mir wollte erst nichts einfallen, aber er ließ nicht locker und scheuchte mich mit dem Hinweis hinein, mein Überbleibsel würde sich zwischen Amboss und Schmiedefeuer befinden. Erstaunt erblickte ich dort jedoch nur einen Eimer mit ziemlich gammelig aussehendem Wasser, den ich ehrlich gesagt als zur Schmiede zugehörig ansah. Doch das stimmte nicht. Er belehrte mich, seine Eimer sind natürlich mit seinem Zeichen gekennzeichnet und dieser hatte keins. Dann erinnerte ich mich auch, dass es nur der Eimer vom Brunnen sein kann, weil ich von dort ja Löschwasser für den glühenden, frisch geschmiedeten Türriegel hatte holen müssen.
Nun blieb mir also nichts anderes übrig, als ihn zurück zum Brunnen zu bringen, wo er ja nun mal hingehörte und sauber zu machen. Vorher habe ich allerdings noch das Wasser am Baum vor der Werkstatt ausgekippt und dem damit wohl eine kleine Freude bereitet, mir allerdings weniger. Ich hatte nämlich etwas zu viel Schwung drauf, kein Wunder übrigens bei dem absolvierten Schmiedetraining, und plattschte mich dabei ebenfalls nass... naja, mehr meine Füße nur, also eigentlich alles halb so wild... ich bin zwar ziemlich süß, aber nicht aus Zucker!^^
Im Nachhinein, fand ich meinen Brunnenausflug dann auch sehr interessant, weil ich dort ein paar Wortfetzen eines Söldners mitbekam, mit denen dieser sich gerade äußerst abfällig beim Regenten über freie Frauen ausließ, die sich seiner Meinung nach ausschließlich um das Gebären von Kindern kümmern sollten und hinter verschlossene Türen gehörten. Leider habe ich jedoch nicht mehr weiter zuhören können, weil der Rarius meine Anwesenheit bemerkte und seine Stimme daraufhin senkte. Aber eigentlich reichte das auch schon, um ins Sklavenhaus zurück zu laufen und es meiner inzwischen aufgestandenen Herrin brühwarm zu erzählen. Eine solche Neuigkeit wollte ich ihr auf keinen Fall vorenthalten, zumal diese Äußerungen von einem Herrn kamen, der ihr bislang sowieso noch nie positiv aufgefallen war, also eine ganz andere Sorte Krieger war als ihre beiden Lieblingskrieger. :-)
Leider habe ich nicht mehr herausgefunden, ob sie vorhatte, den Söldner auf seine abfälligen Äußerungen anzusprechen, denn die Gelegenheit ergab sich nicht mehr dazu. Die fremde Herrin machte sich vor der Herberge nämlich nicht gerade neue Freunde mit ihren Äußerungen über ihre Absichten, sich zu bewaffnen. Komisch... irgendwie erstaunte mich das nicht besonders, wo sie mich doch schon am Abend zuvor mit ihrem Benehmen so irritiert hatte, sondern bestätigte meine Einschätzung nur. Außerdem stand die nächste Bürgerzusammenkunft an, in der es um erste Planungen zu einem großen Fest ging... aber mehr verrate ich jetzt noch nicht! ;-)

Samstag, 21. Januar 2012

Doch noch auf den Punkt gebracht

Tja… meine Herrin war über Nacht anscheinend neugierig geworden und forderte mich nun doch auf zu erzählen, wie mein Lieblingshauptmann denn nun wohnt. Dabei hatte sie mich am Vortag ja ziemlich gebremst in meiner Berichterstattung über die Besichtigung seiner Räume und mir ziemlich deutlich zu verstehen gegeben, dass sie sich dafür überhaupt nicht interessiert. Ich gebe zu, ein wenig gewurmt hatte mich das schon… aber man sieht sich ja immer zweimal.^^ Da ich ihr nach der einkassierten Ermahnung nun allerdings zeigen wollte, dass ich durchaus in der Lage bin, etwas auf den Punkt zu bringen, umschrieb ich seine Wohnung mit einem einzigen, in meinen Augen perfekt zutreffenden Wort… T O L L.  Ich gebe zu, es war für mich echt eine kleine Genugtuung, dass ihr dies nun offensichtlich doch nicht reichte und sie tatsächlich noch etwas mehr darüber hören wollte. Leider währte meine Zufriedenheit über diese kleine Rache jedoch nicht lange, da ich sehr schnell bemerkte, dass meine Herrin mit ihren Gedanken anscheinend ganz woanders war, mir nur mit einem Ohr zuhörte und mich anscheinend nur irgendwie beschäftigen wollte… kam mir jedenfalls so vor. ((Ich merke wirklich meistens, wenn sie nebenbei eigentlich mit anderen Dingen beschäftigt ist :-))
Ich versuchte mir meine Enttäuschung aber nicht anmerken zu lassen. In der Hoffnung, dass ich mit meiner Vermutung möglicherweise falsch lag und sie mir ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenken würde, schwärmte ich über die superschöne Aussicht von seiner Terrasse in luftiger Höhe und vergaß auch nicht den außerordentlich guten Blick zum Dachfenster des Sklavenhauses zu erwähnen. Es klappte wie erwartet… mein Plan ging auf! Postwendend schreckte sie förmlich aus ihren von mir vermuteten Gedanken hoch, stellte sich nun offensichtlich vor, er könnte direkt in ihr Schlafzimmer schauen… sie möglicherweise in Unterwäsche sehen… oder gar nackt!! Eine absolut grässliche Vorstellung für sie, die ihr offensichtliche Schauer des Entsetzens über den Rücken jagte und mich innerlich zufrieden grinsen ließ, auch wenn ich fortan darauf achten musste, was ich von mir gab. Nach meiner Erwiderung über Männerfantasien und dass es mir durchaus gefallen würde, die Augen meines Lieblingshauptmanns auf mir zu wissen, musste ich daher noch einen kleinen Vortrag über das Warum und Wieso von Roben der Verhüllung bei einer ehrbaren freien Frau über mich ergehen lassen, gegen den ich aber vorsichtshalber besser nichts mehr sagte. ;-)
Ehrbar war für sie dann auch das Stichwort, sich restlos abfällig über das unkeusche Verhalten der Heilerin auszulassen, die sich anscheinend dem Herrn Schreiber hingegeben hatte, obwohl die Gefährtenschaft mit ihm noch gar nicht amtlich war, da die Zeremonie anscheinend erst in der kommenden Hand stattfinden soll. Solche Gelüste konnte sie im Gegensatz zu mir natürlich überhaupt nicht nachvollziehen und war einen Tag später immer noch restlos empört darüber, dass sie auf ihrem Weg zum Herrn Regenten diesen eindeutigen Geräuschen aus den Gemächern des Schreibers vor seiner Tür ausgesetzt gewesen war. Eigentlich komisch, dass meine liebe Trockenpflau… meine Herrin überhaupt wusste, was die beiden da getrieben haben! Doch ich verkniff mir lieber eine diesbezügliche Nachfrage… ab und zu ist es wirklich besser, die Klappe zu halten. Sie wechselte dann auch schnell das Thema, da es ihr nach einer Milch im Feuerkrug gelüstete.
Zu meiner großen Freude war der fremde, gut aussehende Herr, dem ich vor kurzem Wein und ein frisches, rohes Vuloei servieren durfte, immer noch zu Gast in der Herberge. Während seines Gespräches mit meiner Herrin bekam ich dann mit, dass er wohl auch noch eine Weile in Kasra bleiben würde. Seine wohlwollende Äußerung über meine Art die Feuerschale auf dem Tisch auf sein Geheiß zu entzünden, ließen mein rotseidenes Sklavenherz sofort höher schlagen. Da meine Herrin wie immer strategisch günstig mit dem Rücken zum Ale-Fass saß, war es also kein Wunder, dass ich meinen Po dort beim Füllen des Horns für meinen Lieblingsschmied erneut ordentlich herausstreckte und den beiden Herrn so einen weiteren guten Blick auf mein wohlgeformtes Hinterteil ermöglichte. Auf ihren Mienen konnte ich hinterher ziemlich eindeutig sehen, dass sie diese Gelegenheit tatsächlich auch genutzt hatten und der fremde Herr schien sogar den Gesprächsfaden verloren zu haben.^^ Ach, wenn nur mehr Herren wenigstens ein Ale verlangen würden! ;-))

Donnerstag, 19. Januar 2012

Besichtigungen

Als ich nach einem erfrischenden Bad im Fayheen gut gelaunt zum Stadttor lief, traf ich dort auf Cassia. Ihr Herr war mal wieder schwer beschäftigt mit seinen Wachgeschäften und ihre Nervensägenkettenschwester^^ anscheinend auf den Feldern. Nach einem kleinen Begrüßungsschwatz, in dem ich ihr ausgiebig mein Beileid kund getan hatte über ihren immer so mit Arbeit überhäuften Herrn, der in meinen Augen aber nicht nur mein Lieblingshauptmann ist, sondern einfach der beste Hauptmann, den Kasra je hatte, sprach ich sie auf die immer noch ausstehende Be-sichtigung seiner Räume an. Sein Wunsch war ja gewesen, dass ich meiner Herrin berichten kann, wo und wie er wohnt und ich fand, nun war doch eine gute Gelegenheit dafür, obwohl ich die Besichtigung natürlich noch viel lieber gemacht hätte, wenn er dabei gewesen wäre. Doch eine solche Gunst wird mir wohl immer verwehrt bleiben. ;-)
Aber egal… Cassia hatte diesen Auftrag schon fast wieder vergessen und setzte ihn nun gleich in die Tat um. Sie führte mich in die Zitadelle… dort etliche Treppen hinauf, an diversen verschlossenen Türen von irgendwelchen Rarii vorbei, bis wir schließlich da waren… im obersten Geschoss. Begeis-tert meinte ich zu ihr, dass ich die Höhe seiner Wohnung sehr passend zu seinem Rang finde… ihr war das bis zu meinem Besuch allerdings noch gar nicht aufgefallen. Dann trat ich ein und durfte mich neugierig und schwer beeindruckt umschauen… er hatte sogar einen riesigen Schreibtisch mit einer ganzen Menge Papieren darauf. Damit hatte ich nun nicht gerechnet, dachte ich doch bislang, dass mein Lieblingshauptmann kaum lesen kann und schreiben wohl lediglich seinen Namen. So kann man sich also täuschen… aber er kommt ja auch aus Cos und gebildet ist er nun wirklich! Cassia erzählte dann auch, dass er dort häufig sitzt und jede Menge Schriftrollen studiert und unterschreibt. Sie meinte, er müsse nicht viel schreiben, sein Name würde in der Regel reichen. Nun gut, auf meinen Einwand, eigentlich sollte man sich vorher durchlesen, was man unterschreibt, ging sie dann nicht weiter ein, sondern öffnete die Tür der Terrasse und bedeutete mir herauszutreten.
Welch eine tolle Aussicht war das! Ich konnte über die ganze Stadt und weit über die Stadtmauern hinausblicken und auch fast ins Dachfenster des Sklavenhauses. Diese hoch gelegene Terrasse war mir vorher noch nie aufgefallen… aber ich schaue ja eigentlich auch nie aus dem Dachfenster Rich-tung Zitadelle. Das werde ich in Zukunft nun wohl doch öfter tun, denn Cassia erwähnte, dass ihr Herr sich dort sehr oft aufhält, wenn er über Dinge nachdenkt. Mal sehen, ob er bemerkt, wenn ich ihm zuwinke… würde mich eigentlich wundern wenn nicht, denn die Wachsamkeit eines Kriegers läuft doch bestimmt auch beim Nachdenken auf Hochtouren… oder vielleicht doch nicht?... nicht wenn er in so einem bequemen Sessel sitzt, wie der auf dieser Terrasse? Egal… ich werde es demnächst testen… dann weiß ich hinterher mehr! ;-)
Nun musste ich ja auch noch den Rest der Wohnung inspizieren… den schönen großen runden Tisch, auf dem eine Schale mit Früchten stand, von denen ich mir eine nehmen durfte… mmmhh, einfach lecker… und natürlich durfte die Besichtigung der Schlafplätze nicht fehlen! Die von Cassia und ihrer Kettenschwester waren wie erwartet sehr spartanisch, dafür aber in der Nähe des Kamins, so dass die beiden es schön warm haben in der Nacht, denn ihr Herr schläft am anderen Ende der Wohnung in einem Bett, das dem Gästebett meiner Herrin nicht unähnlich ist. Diese Distanz zu seinen Mädchen irritierte mich ein wenig, doch gerade als ich dies genauer hinterfragen wollte, kam mir Cassia mit dem genervten Hinweis zuvor, dass ihre dunkle Kettenschwester manchmal schnarcht und sich dabei anhört, als würde ein Tarsk grunzen. Oh je… Cassia und besonders mein Lieblingshauptmann hatten mein volles Mitgefühl. Irgendwie wunderte es mich überhaupt nicht, dass die dunkle Besserwisserin sogar beim Schnarchen versucht, ihren Herrn zu übertönen.^^
Es gab so viel Interessantes zu sehen und vor allem zu erfragen, dass ich gar nicht merkte, wie die Zeit verstrich. Meine Herrin hatte zwar noch tief und fest geschlafen, als ich leise aus dem Haus geschlichen war, aber inzwischen stand das Zentralgestirn hoch am Himmel, so dass es allerhöchste Zeit war, mal nach ihr zu sehen. Hoffentlich war sie noch nicht sauer wegen meiner Abwesenheit. Mit Cassia im Schlepp traf ich vor dem Sklavenhaus auf den Herrn Schmied und seine Kajira, den ich sogleich fragte, ob er meine Herrin schon gesehen hatte. Er hatte, denn er hatte sie gerade zu unserem Herrn Regenten geschickt, weil der sie zu sprechen wünschte. Nanu, warum das denn? Leider hatte er darauf keine Antwort. Das gefiel mir natürlich überhaupt nicht. Erstens nicht, dass sie dort hinbestellt worden war… sowas ist nämlich noch nie dagewesen. Zweitens gefiel mir noch weniger, dass ich nicht wusste, was sie dort sollte. Mit nicht zu überhörender Ironie, meinte er auf meine weiteren Nachfragen jedoch nur, alles Weitere müsste ich den Regenten schon selber fragen, der mir bestimmt Rede und Antwort stehen würde und deutete dazu Richtung Feste.
Der Hinweis von Lu auf die Laune des Regenten, wegen eines kaputten Fensters in seinen Räumen und irgendwelcher Zugluft, ließ mich dann zögern, sogleich loszulaufen. Vielleicht war es doch besser, einen guten Grund zu haben, warum ich ihn in seinem Gespräch mit meiner Herrin störte… wobei ich für meine Herrin eigentlich keinen Grund erfinden muss, um bei ihr zu sein, denn mein Platz ist an ihrer Seite! Andererseits… wo war ich denn gewesen, als sie aufwachte und wo, als sie sich dann zur Feste aufgemacht hatte? Ein neues Kleid hatte ich ihr zwar heraus gelegt, aber anziehen musste sie sich alleine… meistens eigentlich kein Problem für sie, aber vielleicht hätte sie ja gerade heute auch gern meine geschickten Finger dabei gehabt? Fragen über Fragen also.
Während ich noch nachdachte, wandte sich das Gespräch den neuen Merkwürdigkeiten in Kasra zu. Der Herr Schmied wunderte sich, wie es z.B. angehen kann, dass der Sohn eines Imkers ein Krieger sein kann, obwohl er ja aus einer niederen Kaste stammt. Aber was soll‘s… wir kamen schließlich überein, dass wir dies vermutlich nie erfahren würden. Cassia meinte dazu überzeugt, dass ihr Herr auf jeden Fall reinrassig ist, also kein Bauern- oder Wirt-Emporkömmling. Doch beim Schmied blieben trotzdem noch Zweifel… bei einem Krieger aus Cos könne man auch nicht wissen, ob sein Vater nicht vielleicht Winzer gewesen ist. Es scheint jetzt bei den hohen Kasten einfach Mode zu sein, Niedrigkastige nach entsprechenden Schulungen aufzunehmen… so wie es ja auch der Herbergswirtin gelungen war, Baumeisterin zu werden.
Irgendwann drehte es sich dann zwischen Lu und Cassia plötzlich um Kopfläuse… und das nur, weil sich Cassia nachdenklich am Kopf gekratzt hatte… Lu schien da wohl eine Laus über die Leber gekrabbelt zu sein.^^ Bei der Erinnerung an meine damals präventiv grün gefärbten Haare, war ich nur froh, dass der Schmied sein Mädchen in seine Schmiede zog, weil er noch was zu tun hatte, so dass Cassia und ich uns schließlich gemeinsam Richtung Feste aufmachten. Erfreut stellten wir dort fest, dass die Türen zu den Räumen des Regenten weit offen standen… die Besprechung also nicht besonders geheim zu sein schien. Ich kniete allerdings vorsichtshalber erst mal in Türnähe nieder, bis meine Herrin mich dort bemerkte… leider runzelte sie jedoch die Stirn, als sie mich bemerkte, was nichts Gutes verheißen ließ, während dem Herrn Regenten unsere Ankunft nichts weiter ausmachte, denn er grüßte sehr freundlich. Nur meine Herrin war darüber offensichtlich nicht gerade begeistert, so wie sie mich anschaute und mich damit veranlasste, vorsichtshalber einen langsamen Rückwärtsgang einzulegen und Cassia zuzuraunen, dass ich es wohl vermasselt hatte.
Also ich finde, wir haben wirklich einen netten Regenten, denn er war echt meine Rettung in dieser Situation, so wie er meine Herrin angrinste und ihr kundtat, dass er eigentlich schon fertig mit ihr sei und sie doch nur noch ein wenig ungezwungen plauderten…oder so ähnlich.^^ Mit dem Hinweis meiner Herrin, er ist einfach zu gut zu uns Kajiae, was ich aber im Gegensatz zu ihr echt voll in Ordnung so finde für einen guten Regenten ;-), durften wir dann schließlich doch bleiben. Allerdings die wirklich interessanten Dinge haben wir dann nicht mehr erfahren… dafür waren wir leider doch zu spät dran. Immerhin bekamen wir mit, wie der Herr Imkerkäsekapitän-Waffenhersteller-Baumeister dem Regenten verkündete, dass die Bauarbeiten für die neue Schreiberei und Bibliothek fast fertig gestellt sind. Meiner Herrin erschloss sich zwar nicht, warum da etwas Neues gebaut werden musste, aber ich vermutete, dass es vielleicht mit dem Straßenbau zum Dorf zu tun haben könnte…hielt jedoch besser meine Klappe, um nicht was Falsches zu sagen und noch mehr in Ungnade bei ihr zu fallen.
Die Besichtigung der neuen Räume zog sich dann etwas hin, da sich die Herrschaften nicht ganz einig waren, ob denn nun alles gut ist oder doch nicht. Dem Herrn Regenten waren es zu viele Bücher und zu wenig Schwerter, meiner Herrin dafür zu wenig Bücher und der Raum für eine Bibliothek viel zu klein, dem Regenten gefielen die Polsterstoffe nicht, dafür meiner Herrin das Licht nicht und das Raumklima war ihr nicht muffig genug, aber warum in so einem kleinen Raum dann auch noch zwei Treppen sein mussten, das interessierte außer mir niemanden. Nach einem weiteren Anranzer meiner Herrin habe ich dann wirklich meine Klappe gehalten und die Freien machen lassen… was wohl auch besser so war.
Irgendwie kamen sie schließlich darauf zu sprechen, dass ein Glaser beauftragt werden muss, wegen des Lochs in der Regentenscheibe, mit dem Erfolg, dass die Laune des Regenten über sein kaputtes Fensters und darüber, dass er bei Zugluft nicht schlafen kann, ziemlich im Keller war, wo sich übrigens irgendein mysteriöser Raum befinden soll. Meine Herrin zog sich darauf ziemlich schnell ins Sklavenhaus zurück… ich dann etwas langsamer hinterher, weil ich noch überlegen musste, was ich ihr denn nun alles zu berichten hatte. Ich gestehe, es war letztendlich wohl doch alles etwas verwirrend für meine Herrin, weil ich nämlich so talentiert bin, wie sie sagte. Talentiert, nicht auf den Punkt zu kommen. Dabei ging es mir gar nicht um irgendeinen Punkt… ich wollte ihr doch nur von dem Auftrag des Herrn Hauptmann erzählen! Ich wollte ihr berichten, wie toll er wohnt!! Und sie suchte irgendwelche Punkte, auf die ich kommen sollte und fand sie nicht… so dass ich schließlich auch noch das letzte bisschen Faden verlor, mit dem Erfolg, dass sie mir ziemlich heftig, aber ich glaube mit Genuss auf meinen nackten Po schlug. ;-)
Menno, das tat richtig weh!... aber ihr wohl noch mehr, denn sie verzog hinterher das Gesicht und rieb sich die Hand^^. Nun gut, ich weiß nicht, ob diese Strafe die geeignete Maßnahme war, um mich innerlich wieder zu sortieren und nicht mehr so durcheinander zu sein, denn eigentlich wollte sie das alles sowieso nicht wissen… glaube ich jedenfalls. Aber meine logische Schlussfolgerung zu den geöffneten Türen der Regentenräume als eine Entscheidung von mir zu bezeichnen, die mir nicht zusteht, das hat sie dann auch nicht weiter erklärt... vermutlich weil ich Recht hatte!^^ Schließlich ließ sie mich noch eine Art 'Armgymnastik' machen, bei der meine Arme dann auf ihren Schultern lagen und drückte mich ganz liebevoll an sich…und nur das zählt! :-)))

Donnerstag, 12. Januar 2012

So ein Dreck!

Frisch und sauber kam ich nach einem ausgiebigen Morgenbad im Fayheen zurück in die Stadt. An der Ecke des Sklavenhauses entdeckte ich schon von weitem unseren Herrn Regenten und richtete daher mein ganzes Augenmerk auf ihn, um ihn zum richtigen Zeitpunkt standesgemäß zu grüßen… rannte dabei aber versehentlich den Herrn Schmied über den Haufen, der genau hinter der Hausecke stand. Naja, zumindest fast, denn so einen stattlichen Mann schaffe ich dann natürlich doch nicht umzuwerfen, bin ja im Vergleich mit ihm eher nur eine halbe Portion. Aber was hat er da auch hinter der Sklavenhausecke rumzustehen… schon wieder eine neue Mode von ihm… erwartet hatte ich ihn eigentlich wie immer an seinem üblichen Platz vor der Schmiedewerkstatt! Zum Glück nahm er meinen Rempler aber gelassen und meine Entschuldigung lachend an, befahl mir jedoch, ihm in die Schmiede zu folgen, da sein Gespräch mit dem Herrn Regenten beendet war.
Ich kam ihm offensichtlich wie gerufen, denn er kündigte mir an, meine Dienste erneut für einen Auftrag zu benötigen, bei dem ich ihm zur Hand gehen sollte oder vielmehr für die Glut zuständig sein würde, da Lu immer noch auf den Feldern war. Pah, das sollte kein Problem für mich sein, behauptete ich großspurig… durchtrainiert wie ich ja sowieso bin und nun nach meinem ersten Schmiede-Ausbildungstag inzwischen ganz besonders. Selbstbewusst demonstrierte ich ihm zum Beweis meinen Bizeps mit angewinkeltem Arm. Auch wenn ich fand, dass der sich durchaus sehen lassen konnte, merkte ich schnell, dass ich damit keinen wirklichen Eindruck hinterließ. Statt meine Muskeln zu bewundern, klatschte er mir einfach auf den Po und befahl mir, ihm zum Kontor zu folgen, wo er den vollkommen verrosteten und vergammelten Riegel des großen Tors untersuchte, der das Eindringen von Dieben in den großen Lagerraum mit Sicherheit nur unwesentlich bis gar nicht mehr verhindern würde und ihn schließlich abbaute… es musste also ein neuer her.
Zurück in der Schmiede ging die Schufterei dann los für mich… er befahl mir, erst einmal Wasser vom Brunnen holen. Mist, so bekam ich leider nicht mit, was der inzwischen aufgetauchte Herr Schreiber von ihm wollte, bemerkte aber wenigstens noch, dass der hochkastige Herr mich ziemlich wollüstig anschaute, was mich automatisch dann dazu verleitete, meine wohlgeformten Hüften auf dem Weg zum Brunnen noch ein wenig mehr zu schwingen. Nur schade, dass ich hinten keine Augen habe… so habe ich leider die Wirkung meines aufreizenden Gangs auf den Herrn Schreiber nicht mitbekommen. Sie kann aber wohl doch nicht so gigantisch gewesen sein, denn als ich zurück kam, war er weg und der Herr Schmied am Kohleschaufeln… ich sollte diesbezüglich unbedingt mal an mir arbeiten! Doch das musste vorerst noch warten.
Dicker Kohlestaub waberte wegen der Kohleschaufelei mittlerweile durch die ganze Werkstatt. Nun wurde mir auch klar, warum die Wände in der Schmiede so dunkel sind oder eigentlich alles in der Schmiede. Vermutlich macht es auch keinerlei Sinn, hier jemals zu streichen… außer in Schwarz. Die Luft wurde sogar noch verstaubter, als der Schmied den Kohleeimer über der restlichen Glut des Schmiedefeuers in einer großen schwarzen Wolke ausleerte… da half auch kein Gewedel mit der Hand mehr vor meinem Gesicht… ich sah kaum noch was und japste ein wenig nach Luft, obwohl ich noch gar nicht gearbeitet hatte. Der Herr Schmied war kurz nur noch undeutlich zu sehen, dafür aber zu hören, denn er befahl mir, wie ich es gelernt hatte, den Blasebalg zu betätigen und für eine schöne gleichmäßige Glut zu sorgen, damit er das Werkstück erhitzen und danach einen neuen Riegel schmieden kann. Den Hinweis, dabei nicht alles in Brand zu setzen, konnte er sich natürlich wieder nicht verkneifen… dabei weiß ich das doch! Leider auch nicht, dass ich meinen Po nicht wieder so aufreizend herausstrecken soll beim Blasen… heute würde gearbeitet und „das Andere“ wäre nicht dran… oder ganz vielleicht nur und wenn überhaupt, dann erst nach getaner Arbeit.
Na gut, ich legte mich also ins Zeug in der Hoffnung, dass er vielleicht doch noch Lust auf „das Andere“ verspüren würde… wobei das einfach nicht ganz ohne Powackeln ging, denn ich brauchte den irgendwie als Gegengewicht. Leider beachtete mich der Herr aber beim Betätigen des großen Blasebalgs nicht weiter und konzentrierte sich nun voll auf seine Arbeit… es ist eben doch etwas anderes, eine Lehrstunde zu erhalten oder wirklich beim Erhitzen eines Werkstückes zu helfen. Obwohl die Erinnerung an seine Einweisung mein Blut erneut in Wallungen brachte, bemühte ich mich, meine mal wieder abschweifenden Gedanken im Zaum zu halten und möglich gleichmäßig zu Blasen… also den Balg zu betätigen! Ich glaube, er war sogar ganz zufrieden mit mir… oder war das doch Zufriedenheit über den gelungenen Torriegel? Egal… sein Befehl zum Aufhören kam genau richtig. Ich triefte nämlich inzwischen vor Nässe… also vor Schweiß… wischte mir erleichtert über die feuchte Stirn und ließ erschöpft meine Arme sinken. Da ich am ganzen Körper klebte, haftete leider auch jede Menge Kohlestaub an mir… verständlich, dass ich mir nichts sehnlicher als ein ausgiebiges Bad wünschte… wo auch immer!
Leider durfte ich aber noch nicht schlapp machen, die Arbeit war nämlich noch nicht ganz getan… es ging nun noch rüber zum Schleifstein, wo ich ein weiteres Mal mein Kurbelkönnen unter Beweis stellen musste… ich meine natürlich durfte. Während ich also alle meine Kräfte noch einmal mobilisierte, stellte ich fest, dass der Herr Schmied genauso verdreckt aussah wie ich, was seiner Attraktivität in meinen Augen aber keinerlei Abbruch tat, im Gegenteil… ich begann mir daher schon mal Gedanken über seine Reinigung zu machen und verschönerte mir so die monotone Kurbelei ein wenig. Ob er neuerdings Gedanken lesen kann oder ob es mein rußverschmierter Körper war, weiß ich nicht… er dachte ebenfalls ans Baden, als er mit dem neuen Türriegel endlich fertig war und meinte lachend, so wie ich aussah, könne er mich meiner Herrin nicht zurückgeben. Dann stellte sich nur noch die Frage, ob die Renovierungen im Badehaus inzwischen beendet waren oder ob ich Wasser schleppen musste für den Badezuber in der Schmiede. Brauchte ich nicht… die neue Baumeisterin schien den Handwerkern wohl ordentlich Dampf gemacht zu haben… Kasras Badehaus war wiedereröffnet worden. Allerdings musste ich vorher noch den Schleifstaub auf dem Riegel mit Öl wegpolieren. Wenn ich was tue, dann mit aller Sorgfalt und gründlich… ich widmete mich dem Polieren des Metalls also mit aller Hingabe. Komischerweise wurde der Schmied dann auf einmal ungeduldig und machte einen Spruch, wann ich denn endlich fertig sei, härter würde das Teil nicht werden, egal wie lange ich noch darauf herum reibe.
Im Badehaus wurde mir dann bei genauerer Betrachtung des nackten Herrn Schmied sofort klar, dass ich ihm vor dem Baden erst einmal den gröbsten Schmutz mit reichlich Öl und einem flexiblen Strigil vom Körper schaben musste… sonst hätte das Wasser gleich wieder erneuert werden müssen und gebe zu, das angewärmte Öl langsam auf seiner Haut zu verteilen… kein noch so kleines Fleckchen seines Männerkörpers auszulassen und es mit sanft kreisenden Fingern einzumassieren, hat mir sehr gefallen, viel besser als Pusten, Kurbeln und Polieren. Leider wendete sich dann jedoch das Blatt für mich. Ich hatte dummerweise nicht damit gerechnet, dass Lu vielleicht etwas eher von den Feldern zurück kommen könnte… doch so war es. Mir blieb nur, den Rückzug anzutreten und meinen Lieblingsschmied schweren Herzens ihr zu überlassen… denn ich weiß genau, was ein Mädchen während tagelanger Feldarbeit ohne ihren Herrn empfindet und fühlt… egal wie groß, wie gut oder wie ausdauernd der Aufseher auch war!^^

Dienstag, 10. Januar 2012

Kajiraenotstand im Feuerkrug

 …aber so schnell verdursten Freie dann doch nicht. ;-)
Kaum war ich, noch leicht verschlafen, vor die Tür getreten, wurde ich auch schon vom Schmied zu ihm zitiert… diesmal jedoch nicht zum Kurbeln oder Blasen. Er war gerade vom Richter um eine Auskunft nach dem Aufenthalt des obersten Schreibers ersucht worden und hatte in diesem Gespräch erfahren, dass anscheinend jemand versuchte, in die Kaste der Schriftgelehrten zu wechseln. Nun wollte mein Lieblingsschmied von mir wissen, ob diese Person vielleicht meine Herrin sei, da ihre Kastenfarbe ja schon fast passt. Ich konnte mir zwar eine Bemerkung über die neue Kastenwechselmode nicht verkneifen, aber verneinte erst einmal, dass meine Herrin diese Modeerscheinung mitmachen würde… zumindest sei mir das nicht bekannt... oder hatte der 'stattliche' Herr Richter sein Zuckerschnittchen etwa auf ihrer Insel in der südlichen Thassa besucht und sie nun doch herumbekommen?? Eigentlich für mich unvorstellbar... aber kenne ich wirklich die Denkweise meiner Herrin in Gefährtenschaftsdingen??? Ich dachte es zumindest, nur leider konnte ich das Thema dann nicht mehr weiter mit ihm erläutern, da aus dem Feuerkrug eine fremde Herrin zu uns herüber rauschte, offensichtlich kurz vor dem verdursten, und fragte, ob sie die Kajira des Herrn Schmied zum Dienen in der Herberge ausleihen dürfe. Oh je… die meinte natürlich mich!^^

Mir war also klar, was auf mich zu kam, doch ich wartete erst einmal gespannt auf die Antwort des Schmieds, denn erstens wusste ich nicht, ob der Herr mich noch benötigte, er hatte mich immerhin zuerst angefordert, und außerdem bezog sich die Frage der Herrin ja auf SEINE Kajira und nicht auf mich! Dabei war es wirklich nicht leicht, mir ein Kichern zu verkneifen, aber es ist mir zum Glück doch einigermaßen gelungen. Er antwortete nämlich, dass sein Mädchen auf den Feldern sei, er sie aber gerne zur Verfügung stellt, wenn sie denn in einigen Tagen wieder zurück ist. Leider ließ die Herrin sich durch diese Antwort nur unmerklich irritieren und setzte mit einer weiteren, nun erheblich präziser formulierten Frage mich betreffend nach, mit der Folge, dass ich zum Servieren in die Herberge musste… allerdings auch mit der klaren Ansage, mich zur Schmiede zurückzuschicken, sobald die Grundversorgung der Gäste erfüllt ist. ;-)

Das Zurückschicken sollte jedoch dauern, denn der Feuerkrug war ziemlich gut besucht und es kamen nach meinem Eintreffen immer noch mehr Freie hinzu… allerdings alles Herren und leider blieb ich die einzige Kajira. Zufrieden mit ihrem Fang und einigermaßen davon eingenommen, mich dem Herrn Schmied letztendlich dank ihrer zweiten, exakt formulierten Frage doch abgeschwatzt zu haben, bekam die Herrin von der neuen Baumeisterin zwar eine Bestätigung für diesen guten Griff, allerdings auch gleich einen Dämpfer, nun nämlich erst an letzter Stelle bedient zu werden, worauf sich die beiden Ladys über die Personalprobleme des Wirtes echauffierten. Die neue Baumeisterin wurde über diesen Skandal sogar richtig laut, erntete auch einige missbilligenden Blicke eines interessanten Herrn dafür, aber ereiferte sich trotzdem gewaltig darüber. Allerdings verschwieg sie der fremden Herrin gegenüber tunlichst, dass sie bis zu ihrem erst kürzlich erlangten Kastenwechsel noch die Wirtin der Herberge gewesen war und somit die Verantwortung für genau dieses fehlende Personal gehabt hatte.^^

Durst hin oder her… alle Herrschaften waren wenigstens darin einer Meinung, dass so bald wohl doch niemand verdurstet. Außerdem habe ich mich ja auch beeilt, so schnell ich konnte… nach Ansicht der Ladys natürlich nicht schnell genug. Ich bekam nämlich zunehmend das Gefühl, dass die fremde Pilgerin über die Wartezeit immer pikierter wurde und den Herrn Richter auf freie-Frauen-Trockenpflaumen-Art mit verächtlichen Blicken bedachte, weil er sich die Zeit nahm, mich näher zu sich zu beordern, damit er gut in meinen Ausschnitt schauen und meine Rundungen ein wenig befühlen konnte, während sie immer noch nicht bedient worden war und es ganz danach aussah, als würde das auch noch etwas dauern, aber das geschah ihr nur recht. ;-) Für mich war das Gefummel wenigstens ein kleiner Lichtblick bei der ganzen Servier-Schufterei, zu der mich die Lady verdonnert hatte, auch wenn der Herr Richter normalerweise nicht gerade zu meinen Favoriten unter den Herren zählt^^.

Selbst Kajirae ist eben ab und an eine kleine Genugtuung vergönnt. Es war mir natürlich vollkommen fern, die pilgernde Herrin zu verärgern, aber ich habe mich, wie es sich nun mal gehört, strickt an die Hierarchien gehalten und so ergab es sich letztendlich, dass ich die Herrin erst zuallerletzt bediente. Sie bestellte dann leicht vertrocknet einen Tee mit etwas Milch und turianischem! Zucker. Pah, welch eine Freude bei diesem Zuckerwunsch die Herrin noch zu fragen, ob es vielleicht auch Honig sein darf… wobei ich dabei natürlich keine Miene verzog… aber weiß ich als Kajira einer Sklavenhändlerin, die nur ab und an im Feuerkrug aushilft, woher der Zucker in der Herberge kommt? Ich gestehe, die Freie verzog ebenfalls keine Miene bei meiner Frage, sondern gestattete mir gnädig, den Tee mit Honig zu süßen, betonte aber, dass er heiß sein müsse, wenn er bei ihr ankommt… meine zweite Genugtuung! Ich fragte natürlich prompt nach, ob es ihr Wunsch sei, dass ich den Honig ebenfalls erhitze, machte mich dann aber bei ihren Worten, ich verstehe schon was sie meine, doch besser schnell Richtung Küche auf, um das Gewünschte zuzubereiten… selbstverständlich mit besonders heißem Wasser, das ich eeeeeextra lange auf dem Feuer kochen ließ! Die Herrin musste sich also noch ein wenig länger gedulden!^^

Während ich also weiter geschäftig hin und her wuselte, achtete ich nicht besonders auf die Gespräche am Tisch. Wobei einer der Herren, übrigens sehr gut aussehend, irgendwie geheimnisvoll tat und auch auf mehrere Nachfragen der anderen Herrschaften kaum etwas über sich preis gab. Das erweckte natürlich noch mehr mein Interesse an ihm, zumal er mir angekündigt hatte, meine Dienste noch zu benötigen, wenn alle Herrschaften ein Getränk hätten. Und so war es. Er wünschte etwas geröstetes Brot zu essen und ein frisches, aber ROHES Vuloei mit Schale. Meiner Auskunft, das Ei sei frisch, schien er nicht ganz zu glauben, denn ich musste ihm zusätzlich noch einen randvoll mit Wasser gefüllten Becher servieren, in den er das Ei hinein gleiten ließ. Und was passierte? Hah, ich wusste es natürlich, das Ei ging selbstverständlich unter, denn es war wie gesagt ein frisches Ei. Meine zusätzliche Erläuterung, nur schlechte Eier schwimmen und dies sei ja wie gewünscht ein ganz frisches, brachte mir dann zu meiner großen Freude sogar noch ein Lob von ihm ein… aber ich sagte ja schon… ein interessanter Fremder!^^

Als sich die Herberge dann endlich ein wenig leerte, sah ich zu, dass ich nach Hause kam, so spät wie es inzwischen war. Wobei es natürlich nie zu spät ist für einen kleinen Abendplausch vor der Schmiede. Weil der Schmied ja nun die ganze Zeit auf mich hatte verzichten müssen, erkundigte ich mich, ob er denn auch ohne mich bei seinem Großauftrag zurecht gekommen war, was ihn prompt wieder aufs Blasen brachte und mich dazu verleitete, ihm einige Andeutungen über meinen Trick bei der Betätigung des Blasebalgs zu machen. Dabei bekam ich so ein Gefühl, als ob ihn dies ganz besonders interessierte......... ;-)

Freitag, 6. Januar 2012

Schmiede-Azudina

Ein Ausbildungstag in der Schmiede.
Da bietet sich mir nun seit einer gefühlten Ewigkeit jeden Morgen das gleiche vertraute Bild, wenn ich das Sklavenhaus verlasse und dann auf einmal sowas… ich traute meinen Augen kaum und dachte zu träumen. Doch auch nach ausgiebigem Augenreiben sah es nicht anders aus. Mein Lieblingsschmied war weder am Arbeiten, auch nicht von der üblichen Schar Kajirae umschwärmt, sondern stand doch tatsächlich unter dem großen Baum mit dem Gesicht seiner Schmiede zugewandt… also schlichtweg verkehrt herum. An dieser Stelle steht er sonst nie! Spontan kam mir sofort in den Sinn, dass er sich womöglich mit Überlegungen trägt, seine Werkstatt zu renovieren oder gar umzubauen und sich so eine gute Übersicht über sein Gebäude verschaffen wollte. Bei der momentan reichlichen Bautätigkeit in Kasra verwunderte mich das fast nicht. Vielleicht war er von den bauaktiven Ladys infiziert worden… wobei er es mit freien Frauen eigentlich nicht so hat. Fragen über Fragen… mein kaum mehr zu zügelndes Interesse war selbstverständlich geweckt und musste dringend befriedigt werden.^^
Mir wurde nicht viel Zeit gewährt, ihn auszuhorchen… also mit meinen Fragen zu erfreuen meinte ich natürlich…. aber immerhin erfuhr ich, dass er die Schmiede nicht umbauen und auch nicht streichen lassen will… hätte ich mir eigentlich auch denken können, denn er ist schließlich ein Mann! Doch alle mir noch auf den Lippen brennenden Fragen wurden leider durch den neuen Söldner unterbrochen, der sein Schwert schärfen lassen wollte. Anscheinend hatte er schon einmal vorgesprochen, doch da hatte ihn der Herr Schmied vertrösten müssen, weil er keine Kajira zum Kurbeln des Schleifsteins hatte… was mit meinem Auftauchen nun anders war. Es führte kein Weg dran vorbei… nun war erst mal Schluss mit Klöhnschnack. Ich musste also an die Kurbel, allerdings nicht, ohne von dem Schmied noch einen kleinen Kurbel-Crash-Kurs über Drehrichtung, Geschwindigkeit, Ausdauer usw. zu erhalten. Er konnte übrigens kaum glauben, dass ich das Ding noch nie gedreht hatte, was aber nun mal so war!
Puhhh… wenn ich vorher geahnt hätte, was für ein schreckliches Geräusch das Schleifen so eines Schwertes verursacht und wie schnell ich drehen musste, dann hätte ich mir besser kleine Stofffetzen in die Ohren gestopft und meine langen Haare gleich zusammengebunden, damit sie nicht versehentlich aufgewickelt werden und wer weiß, was dann noch geschehen wäre. Aber es ist alles gut gegangen… mein schneller provisorischer Haarknoten hat gehalten und in wenigstens ein Ohr konnte ich einen Finger stecken, da ich dank meines regelmäßigen Schwimmtrainings im Fayheen genug Kraft hatte, um die Scheibe auch mit einer Hand zu kurbeln, als sie erst einmal in Schwung war. Während der kurzen Zeit für die Erledigung dieses Auftrages, hatte sich vor dem Schmiedetor eine kleine Menschenansammlung gebildet. Das Sklavenhändlerpaar wollte den Kostenvoranschlag für ihre Bestellung erfragen und hatte gleich zwei Kajirae im Schlepptau mit Getränken… je eines für sich selbst und ein Ale für den Herrn Schmied, das sie ihm aus welchen Gründen auch immer ausgaben, um mit ihm anzustoßen. Vielleicht ein erster Bestechungsversuch zur Reduzierung der Kosten oder zur Versöhnung, weil sie aneinander geraten waren? Keine Ahnung!
Das Ale schien ihm jedenfalls genau richtig zu kommen nach der Schwertschleiferei, sodass er der Sklavenhändlergefährtin nach getaner Arbeit nun in aller Ruhe und Ausführlichkeit, aber vor allem undurstig seine Kostenaufstellung erläutern konnte. Notizen darüber hatte er natürlich nicht, da Schriftliches nun mal nicht sein Ding ist… das musste die Herrin dann an seinem Werktisch selber machen. Ich gestehe, ich war froh, dass sich die anderen Kajirae um das aus der Herberge herüberschallende Gebrüll eines Gastes um Bedienung kümmerten, denn ich wollte gern noch das Ende der Verhandlungen zwischen dem Schmied und seiner Kundin mitbekommen. Ich hatte das Gefühl, dass mit ihr bestimmt nicht gut Kirschenessen sein würde. Wie nicht anders zu erwarten, wurde sie bei dem Gesamtpreis von 220 Kupfer erst einmal still und ihr Gefährte bekam leicht nervöse Zuckungen. Aber vermutlich habe ich mir das nur eingebildet, weil für mich so eine Summe einfach viel Geld ist. Dann begann die Dame auch sofort mit dem Feilschen und bot dem Schmied an, ihre zukünftigen Sklaven kostenlos benutzen zu können, wenn er ihr mit dem Preis ein wenig entgegen käme.
Welch ein Angebot ausgerechnet für meinen oberpotenten Lieblingsschmied, bei dem Kasras Kajirae quasi Schlange stehen, weil er sie gar nicht alle gleichzeitig benutzen kann… oder etwa doch? So ganz genau weiß ich das natürlich auch nicht, weil ich ja so oft auf den Feldern arbeiten muss!^^ Trotz aller Bemühungen, mich anständig zu benehmen und mich vor allem nicht über Freie lustig zu machen, konnte ich mir darüber ein leises Kichern echt nicht verkneifen, was zum Glück aber niemandem aufgefallen ist. Wobei ich zur Entschuldigung der Herrin noch sagen muss, dass sie als neu Zugereiste natürlich nicht wissen konnte, dass gerade der Schmied wohl nicht unter Hormonstau zu leiden hat, da Geschichten über seine Aktivitäten in den Fellen mit Sicherheit noch nicht bis an ihr Ohr vorgedrungen waren. ;-)
Nachdem ich zwischendurch einen kleinen Auftrag des Herrn Schreibers unseren Regenten betreffend erledigt hatte, war es bei meiner Rückkehr auf einmal vollkommen leer vor der Schmiede. Da ich aber sowieso schon ziemlich nach Schmiede aussah… also einigermaßen verdreckt… und daher so nicht in die Herberge rüber gehen konnte, das Kurbeln jedoch ein gutes Training für meine Arme war, fragte ich den Herrn Schmied, ob denn wohl noch mehr zu schleifen war… vielleicht wollte er ja mit seinem neuen Großauftrag schon beginnen. Natürlich war das eine ziemlich dumme Frage. Er belehrte mich postwendend, dass er nur schleifen kann, was er denn vorher was geschmiedet hat und das hatte er natürlich noch nicht. Der Auftrag war ja gerade erst erteilt worden. Außerdem kann er nur schmieden, wenn ausreichend Glut da ist und die muss angeblasen werden mit einem großen Blasebalg. Das sollte für mich kein Problem sein, behauptete ich großspurig, denn vom Blasen versteh ich ja nun mal was… als Seglerin zu früheren Zeiten auf der Erde kenn ich mich mit Wind selbstverständlich aus, egal ob ins Segel oder in die Glut!^^
Nagut… so ganz vielleicht doch nicht. Beim Schmieden wird nämlich ein großer Blasebalg benutzt, bei dem es darum geht, genau mit der richtigen Dosierung zu blasen, damit auffliegende Funken nicht die ganze Schmiede in Brand stecken, aber dennoch genug Glut entfacht wird. Mein erster Versuch ging auch prompt in die Hose…oder vielmehr in die Luft, mit dem Erfolg, dass zwar nicht die ganze Schmiede brannte von dem Funkenflug, mich dafür aber der Herr Schmied ziemlich anfauchte und mir drohte, mich aus Trainingszwecken vorher noch den Kohlehaufen umschaufeln zu lassen, weil ich offensichtlich zu viel Kraft hatte und mich viel zu ungeschickt anstellte. Oh je, der Kohlehaufen war riesig und jagte mir einen ziemlichen Schrecken ein… daran wollte ich mich nun wirklich nicht versuchen. Außerdem wurmte es mich, etwas nicht zu können. Ich dachte kurz nach und behauptete dann einfach, dass dieser erste Fehlversuch nichts zu bedeuten hätte und ich mich mit richtigen Dosierungen, mehr oder weniger Druck eigentlich sehr gut auskenne.
Die Skepsis war dem Herrn ins Gesicht geschrieben, aber auch seine Neugier auf mein Können und so durfte ich den Beweis antreten. Ich schloss kurz meine Augen und konzentrierte mich auf mein Vorhaben…lies meiner rotseidenen Fantasie freien Lauf…ergriff oder umgarnte und umschmeichelte vielmehr dann die beiden Griffe des Blasebalgs als seien sie nicht aus Holz, sondern etwas ganz anderes, sehr lebendiges, dass nur auf meine zarten, sanften Hände wartete, um zum Leben erweckt zu werden und zu wachsen… also Luft über die Glut zu pusten. Ich vergaß alles um mich herum und legte mich voller Hingabe ins Zeug, um dem Herrn Schmied mit aller mir zur Verfügung stehenden Hingabe zu demonstrieren, wie gut ich es tatsächlich verstehe, einen Schmiedeblasebalg zu bedienen… so gut, dass ich mindestens ebenso glühte wie die das Schmiedefeuer^^……………….
Und der Herr Schmied? Irgendwann muss er hinter mich getreten sein… ich war so von meinem Tun, meinen Gedanken und meinen wilden, erregenden Fantasien gefangen, dass ich das gar nicht weiter bemerkt hatte… aber er war wohl ziemlich zufrieden mit seiner Azubine und ihrem Können! ;-)

Donnerstag, 5. Januar 2012

Zickenkrieg

Gestern war mal wieder ein Tag, an dem ich keinen ausgiebigen Morgenschlaf bekam, weil ich Stimmen hörte, die mir bekannt vorkamen und meine Neugier weckten. Als geborene Langschläferin nutze ich nämlich die Abwesenheit meiner Herrin meistens schamlos aus und genieße es in diesen Tagen sehr, mich gerade morgens noch einmal ausgiebig umzudrehen und mich in ihrem schönen weichen Fell einzukuscheln, das ich zurzeit ja ganz alleine für mich habe.^^ Nein, es war wirklich kein Schlafen mehr möglich… ich musste einfach nachsehen, was da draußen los war.
Mein erster Blick ging selbstverständlich wie immer als erstes rüber zur Schmiede, weil ich dort die Quelle der Stimmen vermutete. Der Herr Schmied arbeitet dort eigentlich selten, ohne dass mindestens eine Kajira vor ihm kniet… und das ist in den wenigsten Fällen seine eigene. ;-) An diesem Morgen hatte ich sogar mehrere bei ihm erwartet. Doch ich hatte mich geirrt, er war ausnahmsweise alleine und offensichtlich so sehr in seine Arbeit vertieft, dass er meinen Gruß gar nicht registrierte, nicht mal aufschaute und einfach stumm blieb. Aber er hatte ja auch einen Großauftrag der Sklavenhändlergerfährtin zu erledigen, bei dem ich ihn lieber nicht stören wollte. Wenn er die Hilfe einer Kajira benötigte, würde er sich schon melden.
Ich schaute daher nach links um die Ecke des Sklavenhauses und sah nun auch, was mich um meinen morgendlichen Schönheitsschlaf gebracht hatte. Auf dem Vorplatz zur Zitadelle entdeckte ich den Herrn Hauptmann, der anscheinend gerade einen neuen Krieger einweisen wollte oder es sogar schon getan hatte, sich nun aber mehr oder weniger genervt mit 3 Kajirae unterhielt, wovon 2 seine eigenen waren. Die dritte war die Kajira der Herbergswirtin, übrigens die einzige dieser Herrin, die ihren Status verinnerlicht hat, und zwar schon lange, und für die es eine Selbstverständlichkeit ist, nicht ständig der Mittelpunkt zu sein und die vor allem weiß, wann sie ihren Mund zu halten hat. Ganz anders ist das leider bei der Exotin des Hauptmanns, die nicht nur meint, dass sich ständig alles um sie drehen muss, sondern auch noch versucht, ihren Herrn nach ihren Wünschen zu steuern und sowieso immer das letzte Wort haben will. Tja, und Cassia ist ebenfalls nicht auf den Mund gefallen und versucht natürlich mit ihrer Kettenschwester mitzuhalten. Dementsprechend laut ging es also zu. ;-)
Eigentlich war ich kurz davor, mich lieber wieder zu verziehen. Die beiden Rarii hatten ja genügend Kajirae um sich, die bei Bedarf zu Diensten stehen würden und außerdem wollte ich nicht zwischen irgendwelche Fronten geraten. Doch der Herr Hauptmann hatte mich bereits entdeckt. Er fragte sofort, ob Cassia mir am Vortag denn wie befohlen sein Zimmer gezeigt hatte und ich die von ihm angebotene Frucht bekommen hatte, was ich wahrheitsgemäß verneinte, da Cassia leider weg gewesen war, nachdem das Sklavenhändlerpaar meine Begutachtung beendet hatte. Oh je, mir war sofort klar, dass sie versäumt hatte, ihm gleich bei der ersten sich bietenden Gelegenheit zu erzählen, warum das nicht geklappt hatte, aber ich lüge einen Freien selbstverständlich nicht an, auch wenn das für Cassia Konsequenzen haben würde.
Und so war es. Sein Donnerwetter war gewaltig, und zwar zu Recht, denn sie hatte einen sehr schwerwiegenden Fehler begangen… sie hatte sich einem Befehl ihres Herrn widersetzt! Leider versuchte sie sich nun auch noch herauszureden und machte alles nur noch schlimmer... vielleicht eine Folge der schlechten Gesellschaft durch ihre Kettenschwester? ;-) Ihre Bestrafung war jedenfalls unumgänglich. Doch sie hatte Glück und kam recht glimpflich davon, denn sie musste nur jeder von uns Dreien eine Rambeere servieren... allerdings auf Knien, während ihr Herr uns auf die Füße befahl. Da ich als Erste meiner Herrin ja Erfahrungen mit den Bestrafungen der Handelskette habe, versuchte ich mir selbstverständlich nicht anmerken zu lassen, dass sie mir eigentlich ein wenig leid tat, was mir bis auf ein klitzekleines Zwinkern wohl auch ganz gut gelungen ist.^^ Nachdem ich die fruchtige Köstlichkeit verdrückt und mich dafür natürlich bei meinem Lieblingshauptmann bedankt hatte, zog ich mich höflich zurück, denn der Herr hatte noch einen Auftrag für seine beiden Mädchen, bevor ihn seine Dienstgeschäfte riefen... sie sollten die geschärften Messer bei dem Herrn Schmied bezahlen und abholen.
Da in der Herberge kein Gast meine Dienste benötigte und ich auch sonst nichts weiter zu tun hatte, nahm ich wieder meinen Lieblingsplatz auf der Stufe vor der Sklavenhaustür ein. Das ist ein strategisch recht günstiger Platz. Ich bekomme dort mit, wenn jemand die Herberge aufsucht und bin in Hörweite zur Schmiede, wovon ich mir wegen der Messerabholerei einen gewissen Unterhaltungswert versprach. Und so war es auch... die beiden Zicken hatten ihre Streiterei natürlich noch nicht beigelegt. Allerdings musste die Schwarze vorher noch fast Farbe lassen bzw. lief Gefahr, sogar bunt zu werden, da sie in ihrer aufmüpfigen, keinerlei demütigen, dafür aber umso frecheren Art von dem Herrn Schmied natürlich eine Benimm-Lektion erster Güte erteilt bekam. Nachdem sie dann endlich klein bei gegeben und sich sogar bei ihm entschuldigt hatte, bekam sie schließlich die Messer ausgehändigt... ließ ihren Frust aber prompt an ihrer Kettenschwester aus.
Eigentlich war ich kurz davor, einen Eimer kaltes Brunnenwasser über den beiden Zicken auszuleeren, auf Dauer nervte die Zankerei nämlich, als sich das Problem dadurch erledigte, dass sich die beiden endlich Richtung Zitadelle verdrückten... sehr zu meiner und des Schmieds Erleichterung, wie er mir mitteilte und ein interessantes Gespräch mit mir begann über Beinahe-Gefährtenschaften, Befindlichkeiten von Herrinnen, solche und solche Herren, Kajirasehnsüchte, Männergeschenke, demütige und ausbildungsresistente Kajirae und und und... aber nicht wieder übers Nussknacken.^^ So gesprächig habe ich ihn schon lange nicht mehr erlebt... vor allem nicht ohne Ale… hoffentlich ist ihm nicht allzu sehr aufgefallen, dass ich versucht habe, ihn ein wenig auszuhorchen! ;-)
 
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OOC:
Ich muss hier mal ein großes, dickes Lob an einige Herren in Kasra loswerden, die immer wieder versuchen, herren- oder herrinnenlose Kajirae ins RP einzubeziehen… ich denke, ihr wisst, wen ich jetzt meine :-).  Ganz, ganz vielen Dank dafür mal an dieser Stelle an euch!!! Ich freue mich immer riesig, so einbezogen zu werden, erwarte aber nicht, dass ihr euch zum Kajira-Animator macht!! :-)))))

Mittwoch, 4. Januar 2012

Kajiradiscount und Nussknackerei

Ein ziemlicher Trubel herrschte auf dem Markt, als ich meine Nase nach einer weiteren einsamen Nacht im Sklavenhaus vor die Tür streckte. Da alle Hausarbeit bereits erledigt war, wollte ich es mir erst einmal auf der Stufe vor dem Haus ein wenig gemütlich machen und dem Geschehen auf dem Platz zuschauen. Doch kaum hatte ich mich dort niedergelassen und begann die wärmenden Sonnenstrahlen auf meiner nackten Haut zu genießen, als meine Blicke und vor allem meine Ohren in Richtung Schmiede gelenkt wurden. Der Herr Hauptmann unterhielt sich dort mit dem Schmied über ein Geschäft, während sich seine Sklavin an seinem nackten Männerbein zu schaffen machte. Das Gespräch der beiden Herren nahm gerade eine besonders interessante Wendung, denn der Hauptmann brüstete sich damit, dass seine Kajira Nüsse mit dem Po knacken kann.
Selbstverständlich steht es mir natürlich nicht zu, mich über Freie lustig zu machen oder gar ihre Aussagen anzuzweifeln… Freie haben ja immer recht… doch in diesem Fall konnte ich mir ein leises Kichern wirklich nicht verkneifen und lenkte dadurch die Aufmerksamkeit des Herrn Hauptmanns auf mich, mit dem Erfolg, dass er mich heranwinkte. Leicht nervös kniete ich mich hinter seine Sklavin und erwartete eigentlich, von ihm für mein Benehmen gerügt zu werden. Doch er hatte anscheinend seinen milden Tag. Nein, ich glaube, er hatte vielmehr einen Schmusetag, denn er befahl mich auf seine andere Seite, damit ich mich um sein rechtes Bein kümmern konnte… angeblich wegen der Ausgewogenheit, weil das einseitige Streicheln seines Mädchens ihn nervös machte… oder so^^.
Diesem Befehl kam ich natürlich gerne nach, denn so eine perfekte Gelegenheit, meinen Lieblingshauptmann ein wenig zu erfreuen und dabei sein Bein zu beschmusen lass ich mir natürlich nicht entgehen!^^ Außerdem brauchte ich mir nun keinen Grund mehr ausdenken, warum ich mich zu den Herren dazugesellte, denn darüber hatte ich mir bereits den Kopf zermartert ((danke Luc!:-)), da ich die Nussknackerei seiner Sklavin natürlich gerne aus der ersten Reihe beobachten wollte. Der Herr Schmied war auf diese Kunst nämlich so neugierig bzw. eigentlich gierte förmlich danach, sodass er für eine Demonstration der Knacktechnik sogar bereit war, den Auftrag des Herrn Hauptmanns zum Messerschärfen unentgeltlich zu erledigen.
Doch leider kamen die beiden Männer vom Thema ab, weil der fremde Sklavenhändler und seine Gefährtin zu uns stießen. Ich musste also meine Schenkel wieder züchtig schließen und mich auch sonst leider herrinnentauglich benehmen. Aus der dann folgenden Unterhaltung zwischen dem Schmied und der Sklavenhändlergefährtin erfuhr ich, dass die Herrin anscheinend alles rund ums Bauen und Möblieren im Griff hatte, sich durch schwierige Verhandlungen durchbiss und ihr Gefährte sich da anscheinend tunlichst heraus hielt. ;-) Das Paar scheint wirklich… oder vielmehr trotzdem ernsthaft in Erwägung zu ziehen, sich in Kasra niederzulassen, ist offensichtlich finanziell sehr gut betucht, was Kasras Stadtkasse bestimmt freuen wird und hat wohl sogar auch schon mit den zickigen Baumeisterinnen über ein Haus verhandelt… und das alles während meine Herrin auf Reisen ist!
Es war also nicht weiter verwunderlich, dass mir spontane Konkurrenz-Gedanken durch den Kopf gingen und vor allem Überlegungen, ob dieses neue Sklavenhaus überhaupt Konkurrenz für meine Herrin ist und wie sie das wohl einschätzen würde. Allerdings wurde meine Befürchtungen recht schnell wieder besänftigt. Ich beruhigte mich wieder und atmete erleichtert auf, als die Sklavenhändlergefährtin Sklavenkäfige für 15! Kajirae bei dem Herrn Schmied in Auftrag gab und insgesamt 40! Kragen… ich traute meinen Ohren kaum. Das neue Sklavenhaus setzte also auf Masse, war wohl eher sowas wie ein Kajiradiscount ;-), während meine Herrin gorweit für die Qualität ihrer Ware bekannt ist, mit leider entsprechend langen Wartelisten… die Ausbildung einer echten Pinion braucht nun mal ihre Zeit.
Leider war die kurze Zeit, in der ich das Bein des Herrn Hauptmann beschmusen durfte, für meinen Geschmack viel zu schnell um, da ihn mal wieder seine Wachgeschäfte riefen. Er verabschiedete sich daher alsbald von den Freien in der für ihn typischen, zackigen Art und befahl seinem Mädchen zu meiner großen Freude, mir später noch sein Zimmer in der Zitadelle zu zeigen, damit ich meiner Herrin darüber berichten kann, wie mein Lieblingshauptmann wohnt. Da war ich nämlich noch nie gewesen und meine Herrin selbstverständlich sowieso nicht. Er war gestern offensichtlich nicht nur schmusig, sondern richtig gut drauf, denn er erlaubte zusätzlich auch noch, mir in seiner Unterkunft eine Frucht zu nehmen. Doch daraus sollte leider nichts mehr werden, da Cassia noch etwas zu erledigen hatte und ich plötzlich im Mittelpunkt allen Interesses stand.
Kaum hatte die Sklavenhändlergefährtin ihren Auftrag mit dem Herrn Schmied zu Ende besprochen und erteilt, wandte sie ihr Augenmerk mir zu und erkundigte sich dann bei ihm, wem ich gehöre und ob ich zum Verkauf stehe… sie hätte demnächst Bedarf an einer Sklavin für ihren neuen Haushalt. Sämtliche Augen musterten mich also auf einmal… sogar die des fremden Sklavenhändlers. Erstaunlich fand ich eigentlich, dass dieser mich erst nach einer Frage seiner Gefährtin wahrzunehmen schien… zumindest war mir vorher nicht aufgefallen, dass er meine Anwesenheit überhaupt registriert hatte. Und das hätte ich in jedem Fall bemerkt, weil ich ihn erstens neugierig musterte, natürlich möglichst unauffällig, und dann mit Cassia über ihn und seine bekleideten Beine tuschelte. Die waren nämlich ein echter Kontrast zu den nackten Beinen des Hauptmanns und des Schmieds in ihren Tuniken, der von uns unbedingt leise diskutiert werden musste, da wir beide selbstverständlich nackte Männerbeine bevorzugen!^^
Die Sklavenhändlergefährtin, fand mich jedenfalls „nicht so hässlich“ und inspizierte mich ziemlich genau. Auf die Antwort des Schmieds, dass ich das erste Mädchen meiner Herrin bin, er jedoch nicht sagen kann, ob ich zum Verkauf stehe, meinte sie nur, alles sei eine Frage des Preises. Nach der zusätzlichen Begutachtung durch ihren Gefährten wurde mir dann bescheinigt, vermutlich parasitenfrei und gesund zu sein, auch wenn die Herrin mich etwas schmal gebaut fand. Dagegen half das Ausstrecken meines Bauches vermutlich auch nicht viel. Aber ich wollte der Herrin sowieso nicht allzu sehr gefallen, sondern nur die Ehre meiner Herrin wahren. Ich glaube, obwohl mir das Herz bis zum Hals schlug, habe ich mir meine leichte Nervosität nicht anmerken lassen und es ist mir wohl ganz gut gelungen, nicht zu zeigen was in mir vorging… meine gute Erziehung zu demonstrieren, denn ich wollte ja über meine Herrin keine Schande bringen.
Aber es war wirklich schwer, nur auf das zu antworten, wonach ich gefragt wurde, vor allem, weil der Sklavenhändler auch noch meine Fähigkeiten als Rotseidene in Frage stellte. Und das ausgerechnet in Gegenwart einer freien Frau, so dass ich keine Möglichkeit sah, ihn von meinen Reizen zu überzeugen und mein Sklavenfeuer weiter im Zaum halten musste. Tja, Freie haben eben immer recht.^^ Verständlicherweise war ich daher einigermaßen erleichtert, dass meine Erklärungen über wesentliche Bestandteile der Ausbildung im Hause Pinion und die 99er-Regel, offensichtlich den Hunger der Herrin anregten, so dass sie sich mit ihrem Gefährten schließlich Richtung Herberge verzog.

Kaum war ich mit dem Herrn Schmied nun alleine, hakte er sofort wieder bei seinem neuen Lieblingsthema ein, was ihn schon die ganze Zeit offensichtlich schwer beschäftigt hatte... dem Po-Nüsse-Knacken. Er begann nun fast zu dozieren über diese ihm bislang unbekannte Methode, so den knackigsten Hintern unter mehreren Kajirae zu ermitteln. Auf meine äußerst skeptischen Einwände, dass selbst ein so knackiges Hinterteil wie meines das nicht schafft, das ich von ihm zum Beweis natürlich auch begutachten ließ, ging er überhaupt nicht weiter ein und dozierte weiter über Knutschzonen, die bei geringen Geschwindigkeiten wie beim Nussknacken keinen Schaden nehmen. Wobei ich eingestehen muss, ich habe das alles nicht so wirklich verstanden.
Mal sehen, wie er geschlafen hat und ob nicht seine Fantasien von Nüsse knackenden Pos in der Nacht womöglich zu einem Alptraum geworden sind. Als ich später zum Sklavenhaus hinüber lief, dankte ich jedenfalls insgeheim den Priesterkönigen, dass der Herr Schmied keine Nüsse zur Hand gehabt hatte, so dass ich es mir ohne Kuhlen und blaue Flecken auf meinem Knackpo in dem schönen weichen Fell meiner Herrin gemütlich machen konnte. Hauptsache, er kommt nicht auf die Idee, meiner Herrin vorzuschlagen, die Po-Nussknacktechnik in den Ausbildungsplan für ihre Handelskette aufzunehmen! :-))

Dienstag, 3. Januar 2012

Dina allein zu Haus

Nach tagelanger harter Feldarbeit kam ich gestern endlich wieder nach Hause. Während ich mich nun in Kasra weiter abschuften darf^^, lässt meine Herrin es sich noch zwei Hand auf einer Insel in der südlichen Thassa gut gehen… leider ohne mich! *grummelt leise* Vermutlich liegt sie den ganzen Tag faul im Schatten herum, denn ich glaube, allzu viel Sonne ist nicht ihr Ding. Vermutlich langweilt sich schrecklich so alleine. Hoffentlich erholt sie sich schön… ich wünsche es ihr jedenfalls sehr. Und die doofe Zeit allein zu Haus wird schon vergehen… hat ja auch einige Vorteile. *grinst frech*
Da mich also ein leeres Sklavenhaus erwartete, hatte ich es gestern nicht besonders eilig durchs Stadttor zu kommen und schäkerte lieber noch ein wenig mit dem Fährmann am Hafen herum bis er wieder ablegen musste, als sich plötzlich ein Fremder zu mir gesellte. Ich erinnerte mich, den Herrn irgendwann schon mal im Feuerkrug gesehen zu haben. Damals hatte er versucht, sich bei meiner Herrin zu erkundigen, ob sie zurzeit Ware hatte, da er eine Kajira kaufen wollte. Richtig, er hatte es versucht, denn das Gespräch verlief zwischen den beiden mit merkwürdigen Verständigungsschwierigkeiten, bis es so spät war, dass meine Herrin sich zurückziehen wollte. Sein Kaufwunsch schien offensichtlich bis heute noch nicht in Erfüllung gegangen zu sein, denn er tauchte alleine am Hafen auf und zeigte ziemliches Interesse an mir. Ich gebe zu, dass mir das schon ein wenig schmeichelte. So eine Gelegenheit, mich einem Herrn zu präsentieren, nutze ich natürlich immer gerne.^^
Doch bevor ich ihm so richtig meine ganze Schönheit und mein Feuer zeigen konnte, hörte ich Kasras große Glocke zur turnusmäßigen Ratssitzung läuten. Eigentlich hasse ich ja Ratssitzungen und hatte gestern ernsthaft in Erwägung gezogen, diesmal zu kneifen. Nur ich glaube, meine Herrin wäre nicht begeistert darüber gewesen, wenn ich mein Sklavenfeuer für eine so wichtige Zusammenkunft wie Kasras Rat nicht hätte zügeln können. Wobei sich aber sowieso gerade ein Gefühl in mir breit machte, dass die Ratssitzung vermutlich das kleinere Übel war… denn es gibt leider nun mal solche und solche Herren ;-). Aber vielleicht habe ich mich in dem Fremden ja auch getäuscht. Jedenfalls war er freundlich und hatte nichts dagegen, dass ich mich im Sauseschritt Richtung Feste aus dem Staub machte.
Der Rat war nur dünn besetzt. Allerdings waren diesmal nach längerer Zeit mal wieder Bürger dabei, die sonst eher selten die Zeit dafür finden… aus welchen Gründen auch immer. Wobei, wenn es um etwas Besonderes geht, ist die hochnäsige, oberzickige Herrin aus Ar natürlich immer da. Und nun sieht sie wohl eine Chance, sich durch den Straßenbau in das zu Kasra gehörige, außerhalb der Stadtmauern gelegene Dorf zu profilieren. Mal sehen, was das wird. Richtig wichtig hat sie sich jedenfalls gleich getan und als erstes natürlich ein Planungsbüro gefordert… sie stammt schließlich aus Ar!^^
Als es dann um Angelegenheiten der roten Kaste wegen irgendwelcher Bedrohungen aus dem Norden ging, sind meine Gedanken dann abgeschweift... alles Wichtigtuereien in meinen Augen, weil die Herren Rarii nun schon einige Hand keinen echten Kampf mehr hatten und anscheinend unter Entzugserscheinungen leiden. Selbst das ständige Gedrängel eines Herrn zum Waffentraining, der mir bislang lediglich durch schlechtes Benehmen aufgefallen ist, scheint da keine Abhilfe zu schaffen. Vermutlich sind die Herren Krieger also demnächst mal wieder auf dem Kriegspfad oder wie sagt man auf Gor? Aber egal, mir bleibt nichts als abzuwarten und verstehen muss ich solche Kriegergelüste sowieso nicht.
Meine Gedanken schweiften also ab, so dass ich auch nicht mehr genauer mitbekam, warum der Schatzmeister, den man eh äußerst selten außerhalb seiner Räume sieht… ich glaube, eigentlich nur zu den Ratssitzungen oder so… zukünftig in der Oase der 4 Palmen wohnen will. Es waren nämlich zwei Gäste im Rat anwesend... ein Sklavenhändler und seine Gefährtin. Erstaunlicherweise kamen sie nicht aus Ar, wie sonst fast alle Besucher, sondern aus Port Kar. Die beiden wohnen schon seit einiger Zeit in der Herberge und scheinen sich mit dem Gedanken zu tragen, sich in Kasra niederzulassen. Wie schade, dass meine Herrin, immerhin die Kastenoberste Sklavenhändlerin, gerade auf Reisen ist. Wobei ich nicht den Eindruck habe, dass der fremde Sklavenhändler demnächst schon wieder abzureisen gedenkt. Im Gegenteil, er hat sogar seine finanzielle Unterstützung beim Bau der neuen Straße angeboten!
Einen richtigen Schock und das Ende meiner Überlegungen hat mir dann die Information beschert, dass für die Herberge ein neuer Pächter gesucht wird. Ehrlich gesagt kann ich mir den Feuerkrug nicht ohne meinen Lieblingswirt vorstellen, der meine Herrin gerade gestern wieder mit seinen intelligenten Fragen zur (mal wieder) anstehenden Verfassungsänderung so gut vertreten hat. Wobei, eigentlich ist er als Wirt auch unterfordert, so plietsch wie er nun mal ist... sein bester Kunde ist er auch nicht mehr, seitdem er keinen Paga mehr trinkt… also mal abwarten. Leider hat er seine Beweggründe wegen der späten Ahn nicht mehr näher erläutert… das einzig wirklich Interessante dieser Sitzung… für mich!^^