Mittwoch, 25. April 2012

Alterungserscheinungen?

Nach vier anstrengenden Tagen auf den Feldern... allerdings unter den Augen des großen, blonden Aufsehers, den ich gaaaaanz besonders gut leiden kann,^^ kam ich gestern ziemlich gespannt zurück nach Kasra, denn man kann ja nie wissen, was in so einer langen Zeit alles passiert war. Zumindest schien kein neuer Krieg ausgebrochen zu sein, denn das große Stadttor stand weit offen und die Wachen zwinkerten mir gutgelaunt von der Stadtmauer aus zu. Aber steht das Sklavenhaus auch noch? Die Möglichkeit eines Abrisses schien mir bei der zurzeit herrschenden regen Bautätigkeit nicht ganz abwegig, zumal das Haus nicht gerade das Neueste ist. Doch diese Befürchtung war zum Glück umsonst gewesen... alles war wie immer. Trotzdem stutzte ich angenehm überrascht, als ich um die Ecke des Hauses meiner Herrin bog.
Der schreckliche Bauzaun war vor der Schmiede verschwunden, die mir übrigens auch ein wenig verändert vorkam... wobei ich nicht gleich entdecken konnte, woran dies lag. Es war also nur logisch, dass ich meiner Herrin noch eine kleine Verlängerung ihres Nickerchens gönnte, das sie um diese Zeit eigentlich gerne mal etwas ausdehnt^^ und gleich weiter zur Schmiede lief, um mir die ganzen Veränderungen etwas genauer anzuschauen. Das Tor stand weit offen... davor lagerten zwar ein paar Kisten, von dem Schmied war aber weit und breit nichts in Sicht, also eine gute Gelegenheit für eine kleine Inspektion... dachte ich zumindest. Er war aber doch da, allerdings nicht wie üblich vor seiner Schmiede, sondern er stand grübelnderweise drinnen, genau hinter dem Tor... ich fühlte mich irgendwie ertappt und gestand ihm mein Vergehen auch gleich ein. ;-)
Wenigstens nahm er mir meine Neugier nicht weiter krumm. Vielmehr machte er auf mich sogar fast einen frohen Eindruck, durch mein Auftauchen in seinen Einrichtungsüberlegungen oder was auch immer ihn gerade beschäftigte, unterbrochen worden zu sein, denn er ist eben ein Mann, der sich ganz gerne an einer Sklavin erfreut, in diesem Fall jedoch nur an meinem Anblick!^^ Jedenfalls berichtete er mir gleich bereitwillig über die Neuerungen seiner neuen/ alten Schmiede, die jetzt eine etwas größere Wohnkammer auf der anderen Gebäudeseite erhalten hatte... mit Fenstern! Diesen Bereich hätte ich mir natürlich gerne näher angeschaut, vor allem interessierte mich, ob er wieder den alten, ständig Wellen schmeißenden Teppich dort hinlegen würde. Doch leider kam mir die neue/ alte Herrin Regent in die Quere, die noch einige Dinge in ihrer Funktion als führende Baumeisterin mit dem Schmied zu regeln hatte. Ihre Wiederwahl hatte ohne einen einzigen Gegenkandidaten offensichtlich am Vortag stattgefunden... in einer Ratssitzung, die ich aus den vorgenannten Gründen „leider“ verpasst hatte, worüber ich aber komischerweise überhaupt nicht traurig war. :-)
Da mit dem Schmied alles schnell besprochen war, hetzte sie gleich weiter zu ihrem nächsten Termin, sodass ich einen weiteren Versuch startete, doch noch ein paar Blicke in die Schmiede zu werfen, um danach dann möglichst auch noch um die Ecke zu schauen, ob das Haus des Herrn Forschers die ganzen Bauarbeiten gut überstanden hatte. Nur dazu sollte es an diesem Tag wirklich nicht mehr kommen. Meine Herrin tauchte auf und war hochbeglückt, den Schmied sogleich anzutreffen, weil sie ein Anliegen an ihn hatte. Er sollte für sie eine Begutachtung vornehmen... allerdings nicht irgendeine, sondern MICH begutachten. Erst verstand ich gar nicht, was sie vorhatte, aber dann fiel mir natürlich ein, wie lange sie mich nicht gesehen hatte. Erst war ich mit dem Herrn Forscher in die Oase gereist, dann war sie viel zu krank gewesen, um mich überhaupt zu bemerken und hatte mich ihrem Händlerfreund mitgegeben auf seine Reise nach Jorts... und danach musste ich gleich wieder auf die Felder. Oh je, hatte sie womöglich von meinen Verletzungen durch die Flussbiester gehört und wollte von einem Mann nun eine Begutachtung, um besser einschätzen zu können, ob ich überhaupt noch von Wert für sie bin? Trug sie sich etwa mit Gedanken mich zu verkaufen? Ich hatte ja noch gar keine Gelegenheit gehabt, ihr meine ganzen Erlebnisse der letzten Hand zu berichten und wie gut alles ausgegangen war... vor allem hatte ich noch nicht berichten können, wie zufrieden die Herren mit mir gewesen waren!
Sie begann jedenfalls dem erstaunten Schmied merkwürdige Fragen zu stellen... wollte seine Meinung hören, ob sich in meinem Gesicht schon Falten breit machen... ob meine kleinen festen Brüste irgendwelche Anzeichen haben, der zwar geringen, aber letztendlich doch vorhandenen Schwerkraft auf Gor nachzugeben. Ich wurde dabei immer kleiner und mein Kopf sank tiefer und tiefer. Dem Schmied gingen natürlich sofort Gedanken durch den Kopf, dass das Serum bei mir nachließ... er konnte allerdings zu meiner großen Erleichterung auch bei oberkritischer Betrachtung, denn mehr ist nun mal in Gegenwart meiner Herrin nicht möglich, diesbezüglich nichts an mir feststellen und wirkte so meinen Schrumpfungs-Kopf-hängen-lassen-Bestrebungen, die schlagartig mit dem Beginn der ganzen Fragerei eingesetzt hatten, ziemlich rasant wieder entgegen, mit dem Erfolg, dass ich mehr und mehr zeigte, wie gut ich gebaut war und meine Herrin sogar (ich hoffe nur fast) frech ansah. ;-)
Tja, und dann kam’s... meine Herrin wuschelte mir plötzlich sehr sanft und sehr liebevoll durch die Haare. Sie gratulierte mir, weil ich es geschafft hatte, zwar schon wieder ein Jahr älter geworden zu sein, aber ohne sichtbare Alterungserscheinungen. Ich fand zwar, dass sie dieses unwichtige Ereignis nicht so öffentlich hätte machen müssen, aber so war mit der Begutachtung durch ihren Herrn Nachbarn wenigstens bestätigt worden, dass mein Alter vollkommen unwichtig ist und meiner Schönheit keinerlei Abbruch tut! Na, wenn das nichts ist!^^ Vor allem ist ein gewisses Alter bei der Zubereitung der ekeligen Milch für meine Herrin sowieso von Vorteil, denn welches junge Vulo kann das schon!
Trotzdem war ich hocherfreut, dass die Wirkung des Serums nicht nachgelassen zu haben scheint... ein Besuch bei den Heilern mit irgendwelchen schrecklichen, grünen Begleiterscheinungen steht also zurzeit absolut nicht an. Und dass ich nicht dem Befehl des Herrn Forschers, zum Heiler zu gehen gefolgt war, konnte ich meiner Herrin auch erklären und ihr außerdem zeigen, wie hervorragend meine Eigenbehandlung inzwischen gewirkt hat, denn von den ganzen Biss- und Kratzspuren der Flussthalarions ist echt nichts mehr zu sehen... er wird also zufrieden mit mir sein... nur die gute Heilsalbe meiner Herrin ist dabei etwas weniger geworden. :-)))

Freitag, 20. April 2012

Reise nach Jorts (3)

Der letzte Tag in der Fremde und Rückreise nach Hause.
Am nächsten Morgen beschwerte sich mein Oberlieblingshändler nicht wieder darüber, dass ihn in der Nacht irgendetwas gedrückt hatte, sondern klapste mir gut gelaunt auf meinen wohlgerundeten, nackten Po. Er hatte offensichtlich sehr gut geschlafen und war bester Laune... kein Wunder eigentlich nach der ausgiebigen Wellness-Badesession inklusive innerer Reinigungsbefriedigung. Er hatte sich anschließend einfach quer über die Matratze geschmissen und war auch postwendend eingeschlafen, offensichtlich restlos ausgepowert nach dieser erregenden Säuberung. Gina und mir blieb leider nur, diese Nacht mit dem harten Boden vorlieb zu nehmen... das übliche Kajiraschicksal eben.^^ Diesmal zog er übrigens eine sparsame Gianniwäsche aus der Schüssel vor, die ich ihm schon mit Wasser gefüllt hatte und lief dann eilig nach unten in den Gastraum der Taverne in der Hoffnung, nun endlich jemanden für eine erste Lehrstunde im Zar-Spiel zu finden.
Er hatte Glück, denn der Hauptmann von Jorts saß auf seinem Stammplatz auf der Terrasse. Ich vermute zumindest, dass er immer auf diesem Kissen sitzt.^^ Die merkwürdige unverschleierte Herrin, die ich anfangs für eine Kajira gehalten hatte und die sich über unsere weit gespreizten Schenkel nicht mokierte, war mit ihrem Mädchen ebenfalls dort. Doch diese Freie hatte wie an den Vortagen auch schon, keinerlei Interesse an einer Unterhaltung mit meinem Beschützer, konnte sich aber nicht verkneifen, dem Herrn Hauptmann im Beisein meines Herrn Händlers überflüssigerweise kundzutun, dass Gina schöner sei als ich. Pahh, wenn die geahnt hätte, wie wenig ihre Meinung offensichtlich den Herrn Hauptmann und meinen Beschützer interessierte, hätte sie sich den Spruch vielleicht verkniffen... naja, eben das übliche, neidische Gezicke einer freien Frau *macht eine wegwerfende Handbewegung und reckt die Nase zufrieden in die Höhe*. ;-)
Als sich der Hauptmann dann mit meinem Beschützer zum Zar spielen zu einem gegenüberliegenden Sitzplatz begab, wo mehrere Spielbretter aufgebaut waren, kam es mir fast so vor, als sei er nicht gerade traurig darüber, diese Lady verlassen zu müssen... aber vielleicht täusche ich mich auch. Dank der nicht allzu komplizierten Regeln, konnten die beiden Männer nach ein paar kurzen Erklärungen für ein erstes Spiel auch dann recht schnell loslegen. Ich kann mich im Gegensatz zu meiner Herrin nicht allzu sehr für Spiele begeistern... zumindest nicht für solche^^... aber dieses gestern hatte schon was, denn der Herr Hauptmann war echt ein obergewiefter Spieler und gewann daher in rasender Geschwindigkeit gegen meinen Beschützer, der als Neuling und Anfänger gegen ihn wohl keine Chance hatte. Trotzdem war meinem Händler anzumerken, wie sehr ihm dieses Spiel zugesagt hatte. Ich glaube, es fiel ihm wirklich schwer, mich schließlich zu Su zu schicken, damit sie die Rechnung für unseren Aufenthalt  fertig machte.
Su zu finden war nicht einfach... ich hörte zwar in der Gaststube irgendwie etwas dumpf ihre und eine andere Stimme, konnte aber weder sie noch das zu der anderen Stimme zugehörige Mädchen entdecken. Es stellte sich nach meinen Rufen dann heraus, dass die beiden im Keller waren... anscheinend damit beschäftigt, das Viech vom Vortag nun zu zerlegen. Mein Anliegen passte den Kajirae daher nicht allzu gut in den Kram, da sie ziemlich dreckig waren. Trotzdem bekam ich nach Händewaschen und offensichtlich kompliziertem Kopfrechnen für zwei Übernachtungen, Essen für meinen Herrn Händler, Gina und mich, mehrere Kalda, Paga und Wasser eine Rechnung ausgehändigt, die mein Beschützer großzügig auf 8 Kupfer aufrundete. Da ich die Preise in Kasra kenne, traute ich meinen Ohren kaum... aber ich hatte tatsächlich richtig gehört und es zusätzlich sogar schriftlich. Das Leben in Jorts scheint sehr günstig zu sein. ;-)
Danach ging es dann nach Hause... zu meiner großen Erleichterung erneut ohne Zwischenfälle, dafür aber mit einem umso größeren Schrecken, als ich um die Ecke des Sklavenhauses bog, um meine Herrin stürmisch zu begrüßen, in der Hoffnung, dass sie überhaupt zu Hause war. War sie aber nicht und der Grund dafür war offensichtlich. Ein schrecklicher Bauzaun war vor die Schmiede gebaut worden. Die geplanten Bauarbeiten hatten anscheinend während unserer Abwesenheit begonnen. Der Schmied war ebenfalls weit und breit nirgendwo zu sehen, also wie angekündigt wohl auf dem Landgut vor der Stadt und meine Herrin vermutlich auf ihren Landsitz geflüchtet. Dennoch hatte das Ganze auch was Gutes... der Herr Händler entschloss sich zu meiner großen Freude, die Nacht im Sklavenhaus zu verbringen. :-)

Donnerstag, 19. April 2012

Reise nach Jorts (2)

...oder mal wieder anders als geplant, dafür aber außen und innen sauber!^^
Also ICH hatte hervorragend geschlafen, so eng wie ich mich an den Rücken meines Oberlieblingshändlers angeschmiegt hatte. Ich hatte auch nur kurz im Halbschlaf registriert, wie die nachgereiste Gina leise ins Zimmer geschlichen war, um sich am Fußende schlafen zu legen. Der Herr allerdings grummelte gleich nach dem Aufwachen vor sich hin, dass ihn angeblich etwas Hartes im Rücken gedrückt hatte. Im Rücken??? Das konnte nun überhaupt nicht sein, denn da war ja ich gewesen! Auch wenn ich nicht ganz so füllig wie die goreanische Idealvorstellung einer Kajira gebaut bin, ist meine Vorderseite doch trotzdem angenehm weich gerundet... sämtliche spitzen Knochen sind perfekt verpackt... er musste sich also irren oder von was auch immer geträumt haben. Oder hatte er vielleicht Rückseite und Vorderseite verwechselt?^^ Da Freie aber bekanntlich immer Recht haben, auch wenn sie mal kein Recht haben, zog ich es vor, lieber nicht allzu energisch zu widersprechen. Außerdem gelüstete es den Herrn nach einem Frühstück, einem Bad... was übrigens wirklich erforderlich war, so wie er seit dem gestrigen Abend roch... und danach dann nach einem Lehrer, um das Zar-Spiel zu erlernen.
Puhhh... ein schwieriges Unterfangen für Gina und mich, denn die Gaststube war leider leer... keine Kajira weit und breit in Sicht, die wir nach den Essensvorräten in dieser fremden Herberge hätten fragen können. Glücklicherweise entdeckte ich jedoch meinen damaligen Retter, den Herrn Hauptmann vor der Taverne im Gespräch mit dem Schmied aus Jorts. Also nix wie hin zu den beiden... da kenn ich ja nichts... auch wenn mir natürlich klar war, dass die Herren sich mit den Essensvorräten bestimmt nicht auskennen, sie würden mir vielleicht aber sagen können, wo ich eine Kajira finde, ob es ein Badehaus im Dorf gibt und wer meinem Beschützer das Zar-Spiel beibringen kann. Alles klärte sich zu meiner Zufriedenheit sehr schnell, wobei der Schmied offensichtlich etwas weniger über die Aussicht begeistert war, Zar zu spielen. Aber wenn der Kommandant das so anordnete... mein Problem sollte es nicht sein.
Gina und ich servierten zuerst einmal unserem Beschützer ein wirklich reichhaltiges, sehr üppiges Frühstück... und damit meine ich nicht uns! Eigentlich hatte ich bei der großzügig bemessenen Essensmenge darauf spekuliert, den einen oder anderen Happen abzubekommen. Doch bei allen unvergleichlichen Vorzügen einem Herrn dienen zu dürfen... der Kerl hatte leider einen echt gesegneten Appetit im Gegensatz zu meiner Herrin, die mir fast immer einen kleinen Rest nachlässt, weil sie den nicht mehr schafft. So blieb Gina und mir leider nichts anderes übrig, als uns den grässlichen, absolut unleckeren Sklavenbrei einzuverleiben... allerdings nur das Nötigste davon, um so gerade eben satt zu werden. Kein Wunder also, dass ich keine goreanische Idealfigur habe und bei dieser Kost auch nicht bekommen werde.
Um mir die langweilige, verhasste Breipampe ein wenig zu verschönern, legte ich noch einen kurzen Klönschnack mit einer Kajira ein, die mir in den letzten Jahren immer mal wieder über den Weg gelaufen war. Zuletzt kannte ich sie unter dem Namen „Brot“ und vermutete eigentlich, dass sie sich mittlerweile bestimmt hochgedient hatte und vielleicht in „Käse“ umbenannt worden war. Doch damit lag ich falsch... sie hatte inzwischen zwar einen neuen Namen bekommen, hieß aber jetzt „Guls“. Leider konnten wir jedoch nicht länger tratschen und unsere Erlebnisse austauschen, da Arbeit auf uns wartete, die wir natürlich nicht vernachlässigen wollten... pflichtbewusst wie wir guten^^ Kajirae nun mal sind. Wobei mein Herr Händler behauptete, wir seien verwöhnt!
Pahhh, das wollte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen und legte mich daher im Bad dementsprechend ins Zeug, um ihn diese Bezeichnung mit meinen Vorzügen als Badekajira ganz schnell vergessen zu machen. Ich glaube, es ist mir auch ganz gut gelungen, denn anstelle der geplanten kleinen Gianni-Wäsche durfte ich ihn dann doch dank Ginas Unterstützung mit der großen Rundum-Wohlfühl-Wellness-Befriedigungs-Badesession beglücken, mit dem Erfolg, dass wir entsprechend lange das Badehaus blockierten. Hinterher war er nicht nur außen, sondern auch von innen sauber... allerdings auf Kosten des geplanten Zar-Spiels. Irgendwie glaube ich nur, dass der Schmied deswegen nicht gerade traurig war. Mal sehn, ob es mit dem Spiel und vor allem mit dem Programm des Turniers dann am dritten Tag unseres Aufenthalts in Jorts endlich klappt, denn so langsam müssen wir auch an den Heimweg denken... meine Herrin wartet bestimmt schon sehnsüchtig... oder vielleicht doch nicht? ;-))

Mittwoch, 18. April 2012

Reise nach Jorts (1)

Meine spielbegeisterte Herrin hatte von einem Zar-Turnier gehört, zu dem sie aus irgendeinem Grunde jedoch leider die Anmeldefrist verpasst hatte. Dennoch wollte sie zumindest gerne vielleicht beim Finale des Turniers oder überhaupt zuschauen. Daher war sie überaus erfreut, dass ihr guter Freund, mein Oberlieblingshändler Herr Nic zufälligerweise gerade eine kurze Handlungsreise nach Jorts plante, dem Ort des Turniers. Selbstverständlich erklärte er sich sofort bereit, für sie einige Erkundigungen zu den Zeitplanungen der Spiele einzuholen, damit sie dort nicht vergeblich hinreist. Zu meiner absoluten Begeisterung erlaubte sie mir, den Herrn auf dieser Reise zu begleiten. Ich glaube, ich brauche nicht weiter erklären, dass meine Freude darüber kaum mehr zu bremsen war. Zappelig und aufgeregt stand ich daher schon viel zu früh am Hafen und versuchte förmlich das Schiff, mit dem der Herr zu erwarten war, in Gedanken ein wenig zu beschleunigen. Das gelang mir zwar nicht wirklich… trotzdem kam er irgendwann an und wir konnten dann sogar mit dem gleichen Schiff weiterreisen.
Diese Reise verlief zum Glück ohne Zwischenfälle oder gar Verletzungen… sämtliche gefährlichen Viecher verschonten mich diesmal oder waren vielleicht einfach schon satt. Aber wir waren natürlich auch nicht in einem Kanu unterwegs sondern auf einem größeren Schiff. Wobei ich das letzte Übersetzen über einen Fluss äußerst kritisch und überaus gefährlich fand, denn wir mussten eine Fähre nehmen, die wohl sowas wie eine Seilfähre war und nur aus einem etwas größeren Floß bestand. Der Fährmann befand sich nicht mal an Bord, sondern betätigte die Überfahrt vom anderen Ufer aus. Ich suchte mir daher einen erhöhten Sitzplatz mit richtig gutem Überblick aufs Wasser und machte es mir mit klopfendem Herzen auf einer der Kisten bequem. Aber wie gesagt… auch ich erreichte gesund das andere Ufer, ohne von irgendwelchen garstigen Flußthalarions oder anderem Getier mit spitzen Zähnen angeknabbert zu werden.
Dort angekommen streckte mein Beschützer seinen von den Reiseübernachtungen in Schiffshängematten ein wenig in Mitleidenschaft gezogenen Rücken und orientierte sich erst einmal, welchen Weg wir ins Dorf nehmen mussten, denn es gab zwei zur Auswahl. „Natürlich den steileren“ brummelte er und stapfte auch gleich los, nachdem er auf dem Hügel einige Häuser wahrgenommen hatte. Leider trafen wir unterwegs niemanden und auch der Marktplatz war restlos ausgestorben, so dass wir uns nicht gleich nach dem Turnier erkundigen konnten. Lediglich auf einer Terrasse sahen wir mehrere Herrschaften sitzen, die sich jedoch für uns Neuankömmlinge nicht zu interessieren schienen und ihre Gespräche fortsetzten, ohne uns weiter zu beachten, was aber eigentlich auch nicht weiter verwunderlich war, denn warum sollten die alles stehen und liegen lassen, nur weil ein fremder Herr mit einer Kajira auftauchte?
Das Auffinden der Dorftaverne war jedenfalls kein Problem, denn die lag genau neben der eben erwähnten Terrasse und drinnen erkannten wir dann auch, dass der Frischluftsitzplatz der klönenden Herrschaften offensichtlich zur Taverne dazugehörte. Doch höflich wie der Herr Nic nun mal ist, nahm er selbstverständlich an einem anderen Tisch Platz, da man sich ohne Einladung nicht einfach so zu Fremden dazu setzt. Ich fand zwar, dass er durchaus auch hätte fragen können… doch was er zu tun oder zu lassen hatte war selbstverständlich nicht von mir zu entscheiden. Es dauerte aber auch nicht lange und eine Kajira kümmerte sich um ihn… allerdings nicht, ohne vorher durch die ganze Taverne zu unserem Erstaunen laut grüßend meinen Namen zu rufen. Erst erkannte ich das Mädchen gar nicht wieder, doch dann ging mir ein großes Licht auf… es war Su, die ich seit meiner Rettung aus dem Lydius-Feldzug durch den Kassauer Wirt und ihren damaligen Herrn immer noch sehr dankbar in Erinnerung habe.
Da sich eine weitere Kajira sehr hilfsbereit um das Wohl bzw. das Lieblingsgetränk meines Herrn Händlers kümmerte, war es nur klar, dass Su und ich noch ein wenig in Erinnerungen schwelgten über diesen Feldzug, meine Zeit als „Findling“, wie mich mein vorübergehender Besitzer, der Wirt von Kassau nannte und das wohltuende, herrlich warme Bad, das er mir in seiner Wanne angedeihen ließ, damit ich den ganzen Dreck aus den Wäldern von Lydius wieder los wurde. Welch eine Ehre diese Badewanne für mich damals tatsächlich gewesen war, erfuhr ich erst jetzt, denn Su meinte, dass er seine Kajirae normalerweise immer nur ins kalte Flusswasser geworfen hat, um sie zu reinigen. Inzwischen hatte der frühere Herr von Su, der übrigens am Tisch auf der Terrasse saß, meinen Herrn Händler eingeladen, sich dazu zu gesellen, damit er ihm die Planungen des Zar-Turniers erläutern konnte. Su gehörte mittlerweile dem Schmied von Jorts, der mir erstaunlicherweise ebenfalls nicht unbekannt war…allerdings aus Kargash und weil er wegen einer Sklavin mal bei meiner Herrin gewesen war. Aber nur weil ich auf so viele bekannte Gesichter traf, bin ich noch lange keine Berühmtheit, wie mein Herr Nic im Spaß bemerkte… zumal sich die Herren an eine unbedeutende Kajira wie mich sowieso nicht erinnerten. ;-)
Der Herr Händler nahm selbstverständlich ein Zimmer in der Herberge, da an eine Rückreise zu so später Ahn nicht mehr zu denken war. Außerdem wollte er versuchen, sich am nächsten Tag von einem der Spieler das Zar-Spiel beibringen zu lassen. Ich bin gespannt, ob ihm das gelingen wird. Das kleine Zimmer war jedenfalls sehr gemütlich eingerichtet und mit einer wundervoll weichen Matratze ausgestattet, auf der ich die eine oder andere Blessur der unbequemen Reise mit einer sanften Massage meiner einfühlsamen Finger beheben konnte, sodass mein Beschützer danach entspannt ins Land der Träume entfleuchte, während mir noch ein paar Grübeleien für einige Ehn den wohlverdienten Schlaf raubten.
Einer der Herren hatte nämlich etwas sehr Irritierendes über den Schmied von Kasra gesagt… angeblich gibt es ihn dort nicht mehr. Auch als ich von der vorübergehenden Unterbringung der Schmiede auf dem Gut vor der Stadt wegen der Baumaßnahmen berichtete, blieb er auf recht arrogante Art und Weise bei seiner Behauptung und betonte, dass er das schließlich besser wissen müsse, da er noch am gleichen Tag in Kasra gewesen war. Na gut, Freie haben einer Sklavin gegenüber zwar immer Recht, ich hielt also besser meine Klappe, aber in diesem Fall... ich weiß nicht, wenn der Herr sich da mal nicht täuschte! Jedenfalls schlief ich eng an meinen Beschützer gekuschelt mit dem Gedanken ein, dass es dieser besserwisserische Herr diesmal einfach nicht besser wusste und im Unrecht gewesen sein muss. Warum sollte es Kasras Schmied nicht mehr geben… so ein Quatsch! ;-)

Dienstag, 17. April 2012

Schlachtfeld im Rat

…oder sollte ich lieber „Sturm im Rat“ formulieren… einer Ratssitzung mit etlichen zwar recht kleinflächigen Tiefs, die für kurze Zeit jedoch gewaltige Windstärken erreichten und somit sehr hohe Wellen erzeugten? Eigentlich fehlen mir ein wenig die Worte, um den gestrigen Rat einigermaßen treffend zu beschreiben.^^
Ich glaube, beides trifft zu. Ein Schlachtfeld bezeichnet einen Kriegsschauplatz. Mit einem solchen Schauplatz war die gestrige Ratssitzung durchaus vergleichbar… allerdings ohne Krieg im eigentlichen Sinne. Trotzdem konnte die Flut der verbalen Angriffe unter den Ratsmitgliedern… also die Sturmtiefs mit teilweise gewaltigen Windstärken… durchaus mit einem Kampfgeschehen oder einem Orkantief verglichen werden. Allerdings geschahen diese Kämpfe nicht auf Befehl, sondern aus freien Stücken… wie das Wetter eben, das ja nun mal nicht zu beeinflussen ist. Wobei die Stürme auch einen lustigen Effekt hatten, nämlich die ziemlich durchgewuselte Frisur des Herrn Schmied, der nach langer Zeit erstaunlicherweise mal wieder an einer Ratssitzung teilnahm. Ich vermute, er wollte hören, ob seine Schmiede nun tatsächlich abgerissen werden sollte. Als der Krieger neben ihm aufstand, um sich vorzustellen und dabei vor Nervosität oder was auch immer ununterbrochen hin und her zappelte… ein Rarius ist nun mal kein Politiker, sondern hat es wohl eher mit dem Kämpfen… wehte der Umhang dieses Herrn aufgrund der herrschenden Winde mehrfach dem Schmied über den Kopf, sodass dessen von Natur aus sowieso ein wenig wilde Haare nun restlos durcheinander gerieten. ;-)
Dabei war die Wetterlage zu Beginn der Sitzung noch vergleichsweise stabil gewesen… abgesehen von einigen Turbulenzen, für die insbesondere freie Frauen hoher Kaste ja bekannt sind^^… die positiven Ausnahmen dieser Spezies fallen dabei leider nicht wirklich ins Gewicht. Aufgrund der rapide gestiegenen Zahl der weiblichen Ratsmitglieder durch die zu Sitzungsbeginn erfolgten Einbürgerungen, ballten sich logischerweise plötzlich die weiblichen Sturmtiefs, sodass die Windstärken dementsprechend stärker ausfielen. Diese freien Frauen sind bedauerlicherweise von permanentem Redezwang, sehr hohem Selbstdarstellungstrieb und vor allem chronischer Besserwisserei geprägt. Ungünstig kam noch hinzu, dass sämtliche Redekultur mangels effektiver Moderation der Sitzung zumindest teilweise leider restlos auf der Strecke blieb. Es fehlte einfach jemand, der mal ein Machtwort donnerte und laut auf den Tisch haute. Die Hand zu erheben und geduldig um das Wort zu bitten, so wie meine Herrin dies tat, nützte einfach wenig bis gar nichts. Als ihr das Wort dann schließlich erteilt wurde, bedeutete das nicht, dass die gewaltigen Winde der weiblichen Tiefs schlagartig abflauten. Im Gegenteil, die Redestürme bliesen aus sämtlichen Richtungen weiter, sodass der Beitrag meiner Herrin dadurch vermutlich mehr oder weniger ungehört verpuffte... es sei denn, die Ladys sind tatsächlich so multitaskingfähig wie ihnen manchmal nachgesagt wird? Zusätzlich stellte meine Herrin noch ein Phänomen fest, weswegen sie sich mehrfach im Ohr bohren musste… sie hörte nämlich ständig Worte, die überhaupt nicht ausgesprochen worden waren! Doch außer dem aufmerksamen Herrn Forscher und mir schien das niemand bemerkt zu haben. :-(
Trotz aller Stürme und gefochtenen Schlachten, Beleidigungen und Formfehler gibt es aufgrund der Verfassungshintertür zum Ausbügeln, nun dennoch fünf weitere Bürger in Kasra… einen Krieger und einen Wirt samt ihren Diplomatengefährtinnen sowie einen weiteren Krieger, der vor kurzem die Prinzessin des Schmieds gekauft hatte. Ich bin mir sicher, so schlecht wie sich diese Kajira in der Ratssitzung benahm, hatte ihr armer Herr in ihre Erziehung bisher offensichtlich noch keine Zeit investieren können, denn er war anscheinend mit diversen Ermittlungen für die Sicherheit der Herrin Regent wohl ziemlich ausgelastet gewesen. Der Schmied kann sich in meinen Augen jedenfalls glücklich schätzen, dieser Sklavin kein Benehmen mehr beibringen zu müssen.^^ Die Empörung und Verärgerung über dieses peinliche Mädchen ging bei einem Herrn sogar soweit, dass er vorschlug, zukünftig alle Kajirae aus Ratssitzungen zu entfernen. Doch dabei hatte er seine Rechnung ohne meine Herrin gemacht, die selbstverständlich darauf hinwies, dass es auch Sklavinnen gibt, die sich zu benehmen wissen! ;-)
Letztendlich stellte sich zum Ende dieser verbissenen Marathon-Schlacht im Rat zwischen den Bewohnerschafts-und-Kennenlern-Befürwortern und ihren Gegnern, den Krieger-Durchwinkern… dies wurde bislang immer nur mit irgendwelchen ach so verdienten Rotkastigen praktiziert, die nach ihrem Schwur auf Kasras Heimstein meist auf Nimmerwiedersehen verschwanden… dann heraus, dass bei einem solchen Verfahren durch die Herrin Regent Kasras Verfassung nicht missachtet wird. Wie gut, dass der Herr Forscher die Verfassung dabei hatte und den entscheidenden Absatz wortgetreu zitieren konnte. ^^ Ob der Sinn der in der Verfassung festgelegten Bewohnerschaft als Vorstufe, um Bürger in Kasra zu werden, inzwischen jedem Freien aber klar geworden ist, darüber tauchten gestern jedenfalls erneut erhebliche Zweifel auf. Ein Status, der einfach eine sehr gute Möglichkeit eröffnet, dass beide Seiten sich in Ruhe besser kennenlernen, bevor im Rat über den Einbürgerungsantrag abgestimmt wird, wurde mal wieder umgangen… wobei es für den pfiffigen Rarius übrigens überhaupt kein Themagewesen wäre, noch zwei Hand mit seinem Heimsteinschwur zu warten… und seine Kajira wird ja zum Glück nicht gefragt.^^
Es wurden am Ende der Sitzung zwar die Wellen und Wogen diverser Beleidigungen geglättet, dennoch bezweifel ich, ob nun wieder „Friede-Freude-Eierkuchen“ angesagt ist. Es ging nämlich gleich weiter mit einer Heimsteinbeleidigung und ziemlichem Missfallen deswegen, auch wenn es angeblich ein Versprecher war. Mit der Ernennung diverser Posten und Ämter, einer neuen Schatzmeisterin, den umfangreichen Bauplanungen für ein neues Stadtviertel in Kasra… übrigens alles einfach so, ohne den Rat dazu zu hören… sind weitere Streitigkeiten vermutlich vorprogrammiert. Praktischerweise ist die Schatzmeisterin auch noch in der Kaste der Baumeister und kann so natürlich die Kosten für die von ihr mit geplanten Stadterweiterungen ganz einfach genehmigen. Jegliche Interessenkonflikte wies sie jedoch selbstverständlich weit von sich und es war ihr vollkommen neu, dass nicht der Schatzmeister für die Prüfung der Stadtkasse zuständig ist, sondern die Arbeit eines Schatzmeisters von Kassenprüfern kontrolliert werden muss. ;-)
Wegen der inzwischen weit fortgeschrittenen Ahn kam das Gespräch dann nur noch kurz auf anstehende Steuereintreibungen, über die sich die neue Schatzmeisterin dann aber nicht mehr weiter ausließ. Anscheinend ist noch nicht alles erfasst worden, so dass weitere Details noch folgen müssen. Es wird also nicht langweilig werden in Kasra, denn „beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf!“ ;-)

Freitag, 13. April 2012

Anders als geplant

Meine liebe Herrin war leider immer noch krank und schlief sich (hoffentlich) gesund. Daher dachte ich, ich heize einfach mal gut ein im Sklavenhaus, sozusagen Bazillen und anderes gesundheitschädliches Zeugs wegheizen und damit meine Herrin wenigstens nicht frieren muss, sofern sie möglicherweise doch aufstehen sollte. Denn sie ist ja trotz ihrer ganzen Roben oft ein ziemlicher Frostködel. Wenn mir manchmal zu warm ist, obwohl ich eigentlich fast nackt bin, trägt sie gerne zusätzlich noch einen Umhang über ihren ganzen Kleiderschichten. Leider hatte ich es jedoch viel zu gut gemeint mit dem Einheizen und musste schnell die Fenster aufreißen, bevor ich das Haus fluchtartig verließ, da ich nach dem überlebten Thalarionangriff nun in Gefahr war, einen Hitzetod zu sterben. Die Raumtemperatur hatte sich über angenehm mollig schlagartig in viel zu heiß, also eigentlich in eine Sauna verwandelt. Zum Glück ließ meine Herrin sich beim Gesundschlafen davon nicht weiter stören.^^
Dem Herrn Schmied fiel natürlich auch auf, dass ich mehrfach durchschnaufen musste und mir den Schweiß von der Stirn wischte, da er anscheinend gerade ein Geschäft abgeschlossen hatte und durch das Klappern der Fenster und der sich weit öffnenden Tür auf mich aufmerksam geworden war. So kamen wir ins Gespräch und ich berichtete ihm ausführlichst, aber selbstverständlich wahrheitsgetreu von der großen Rettungsaktion meines Forscherhelden, mit der er mich den fiesen Flussthalarionviechern entrissen hatte. Doch irgendwie schien er mir nicht zu glauben, sondern tat das alles als vollkommen unwichtig und restlos übertrieben ab. Ich glaube, er machte sich sogar lustig über mich, so dass ich ihm zur Demonstration meiner Glaubwürdigkeit meine Schrammen und Blessuren an den Armen unter die Nase hielt. Leider hatte das einen Hinweis von ihm zur Folge, damit besser mal die Heiler aufzusuchen. Grrr... sowas wollte ich natürlich nicht hören und schon gar nicht, wie er schadenfroh herumtönte, dass die Heilerin dafür bestimmt eine grüne Salbe hat, die mindestens eine Hand so schrecklich stinkt, dass alle Herren einen großen Bogen um mich machen würden.
Komisch, aber genau in diesem Moment und vor allem, weil ich aus dem Augenwinkel gesehen hatte, dass mein Held nun ebenfalls in die Herberge ging, erinnerte ich mich schlagartig, dass ich diese Hand ja noch Strafdienst im Feuerkrug hatte. Den Herrn Schmied konnte ich allerdings nicht überreden mitzukommen... dabei wäre es mir ein echtes Vergnügen gewesen, wenn der Herr Forscher ihm meine Schilderungen bestätigte. Doch der Schmied interssierte sich schon nicht mehr für meinen schrecklichen Überlebenskampf, sondern lauerte vermutlich darauf, dass Lu endlich mit ihrer Arbeit fertig sein würde, damit er sich seiner Lieblingsbeschäftigung widmen konnte.^^ So sorgte ich mit erotisch wackelndem Po lediglich dafür, dass sein Appetit auf Lu noch etwas mehr angeregt wurde. ;-)
Erstaunlicherweise hatte sich der Feuerkrug schon wieder geleert... nur noch der Herr Forscher saß da. Doch das störte mich nicht im Geringsten. Im Gegenteil, so konnte ich meine ganze Aufmerksamkeit ihm alleine widmen und ihn besonders erfreuen, denn ich hatte ja noch ganz viel gut zu machen für seinen heldenhaften Rettungseinsatz. Da war der gute Kalana schon mal kein schlechter Anfang, nur fiel sein Blick bei meinen Bemühungen, ihm den Wein besonders schmackhaft zu servieren, leider auf meine angeknabberten, verschrammten Arme. Mist, das schnelle Verstecken der leichten Blessuren hinter meinem Rücken nützte nichts. Mit besorgtem Blick befahl er mir, einen Heiler aufzusuchen... und zwar sofort.:-(
Das gefiel mir nun überhaupt nicht, auch wenn ich normalerweise Befehlen von Freien nicht widerspreche... naja... also meistens versuche, nicht zu widersprechen oder in wichtigen Ausnahmesituationen dann nur gaaaaaanz wenig. Dies war jedoch sogar eine oberwichtige Ausnahmesituation fand ich, denn ich hatte doch etwas bei ihm gut zu machen... wie sollte ich ihn denn verwöhnen, wenn ich ahnlang vor oder in der Heilerstube verbringen musste? Leider halfen mir meine ganzen richtig guten Argumente... die Heiler haben Besseres zu tun, als sich um ein paar Schrammen an einer unwichtigen Sklavin zu kümmern... die Verletzungen sind wirklich nicht schlimm...  die Grünen brauchen ihren wohlverdienten Feierabend... kurz und knapp gesagt, nichts!
Mit meiner Verzögerungstaktik war ich leider sogar auf bestem Wege, ihn richtig sauer zu machen. Ich trottete also schließlich los... selbstverständlich nicht allzu schnell, weil er wenigstens noch eine kurze Freude an meinem wohlgeformten Rücken haben sollte. Das war schon das Mindeste, was ich ihm noch zugestehen musste. Irgendwann an der Herbergstür angekommen, fiel mir jedoch noch etwas ganz Wichtiges ein, woran ich vorher nicht gedacht hatte. Ich drehte daher noch einmal um und kehrte ebenso langsam zu ihm zurück. Wegen diverser Diskussionen vor kurzem, über Frischluft oder ob es zieht, wollte ich mich erkundigen, ob ich die Türen auf lassen sollte oder doch lieber geschlossen... und eine gut erzogene Kajira brüllt selbstverständlich nicht durch den ganzen Raum wie eine billige Hafenschlampe. So bekam er ganz nebenbei und vollkommen zufällig noch Gelegenheit, sich an den Rundungen meiner Vorderseite zu erfreuen. ;-)
Doch dann half alles nichts mehr... die Türen sollten offen bleiben... ich trödelte also Richtung Heilerstube, um dort zaghaft anzuklopfen... zum Glück ohne Reaktion von drinnen. Sollte ich vielleicht doch um irgendwas Grünes herumkommen? Erste zaghafte Hoffnung keimte in mir. War die Praxis vielleicht schon geschlossen? Nein... war sie leider nicht. Der Imkerläsekapitänwaffenherstellerbaumeister kam plötzlich humpelnderweise heraus, teilte mir aber mit, dass ich noch nicht rein konnte, weil noch eine freie Frau in der Praxis behandelt wurde, so dass ich "leider" weiter warten musste.
Och... irgendwie war das kein Problem für mich^^ und auch mein inzwischen hinterher gekommener Forscherheld und Kontrolleur sah ein, dass meine Behandlung wohl doch noch mindestens bis zum nächsten Tag auf sich warten lassen würde, denn das Zentralgestirn war inzwischen untergegangen und es war mittlerweile ziemlich spät geworden. Zeit für den Herrn Forscher, sich zurück zu ziehen. Ich hatte zwar schon Luft geholt, um ihn noch mit einem Angebot zum Anwärmen seiner Felle zu erfreuen, ließ meine Luft dann aber doch lieber ohne Worte wieder entweichen. Wenn er daran Interesse gehabt hätte, hätte er sich bestimmt entsprechend geäußert^^... außerdem war es allerhöchste Zeit, mich um meine arme kranke Herrin zu kümmern.
Doch auf dem Weg zum Sklavenhaus traf ich noch auf einen neuen Krieger unserer Wachen, der mir nach einer im Wasserkrug servierten kalten Dusche seines Kopfes in einer überaus oberblumigen, für einen Rarius äußerst ungewöhnlichen Ausdrucksweise  befahl, der Herrin Regent auszurichten, dass ER sie in 5 Ehn auf dem Marktplatz zu sprechen wünscht. Diesen Befehl habe ich selbstverständlich absolut neutral und ohne jegliche Kommentierung überbracht, mich allerdings gefreut, ihm von der Herrin Regent dann anschließend auszurichten, dass er Glück habe, weil SIE zufälligerweise beabsichtige, sich die Füße zu vertreten... allerdings zu seinem Pech erst in 10 Ehn! ;-))

Donnerstag, 12. April 2012

Reise mit Hindernissen

Lautes Stimmengewirr weckte mich und ließ mich neugierig vor die Tür des Sklavenhauses schauen. Schon wieder waren jede Menge Menschen auf dem Marktplatz versammelt, allerdings friedlich… diesmal prügelte sich niemand. Mir fiel mir ein, dass an diesem Tag die Reise des Herrn Forschers in die Oase anstand… deswegen also der Auflauf! Offensichtlich wollten sich außer meiner Herrin noch weitere Bürger der Reisegesellschaft anschließen. Doch vorerst war noch nicht an eine Abreise zu denken. Erstens war meine Herrin noch nicht startklar und zweitens steuerte gerade unser Herr Exregent auf mich zu und erkundigte sich nach einer vor einiger Zeit entlaufenen Sklavin meiner Herrin bzw. er vermittelte den Kontakt zum Sklavenhaus für zwei Fremde.
Puhhh, welch ein schlechtes Timing... ich sah bereits die Teilnahme meiner Herrin an der Reise zur Oase ins Rence gehen und damit leider auch meine. Doch es sollte noch ein wenig anders kommen. Als ich nachfragen wollte, ob meine Herrin die Herrschaften empfangen möchte, stellte ich fest, dass aus der Reise sowieso nichts werden würde, so käsig und bleich, wie sie um die Nase herum aussah und sich leidend ein wenig Luft zufächelte. Trotzdem wollte sie die beiden Fremden jedoch empfangen und schickte mich mit dem Herrn Forscher auf dei Reise zur Oase. Ich gestehe, so sehr wie ich mich einerseits natürlich darüber freute, meinen heimlichen Schwarm^^ begleiten zu dürfen, war ich andererseits auch ziemlich traurig, meine kranke Herrin alleine zurücklassen zu müssen... aber es war nun mal ihr Wunsch, den ich selbstverständlich befolgen musste. ((danke :-))
Leider gestaltete sich dann der Beginn des Ausflugs etwas schwierig. Der Herr Forscher suchte sich am Hafen ein kleineres Kanu aus und befahl mir, ihn zu paddeln. Alles kein Problem für mich behauptete ich großspurig und sehr überzeugt von meinem Können, denn Wasser ist eh mein Element und richtig gut paddeln kann ich selbstverständlich auch. Womit ich jedoch nicht gerechnet hatte, war die Seeuntauglichkeit des Herrn Forschers. Gut, ich gebe zu, beim Überqueren des Fayheen hat‘s schon ein wenig geschaukelt, da ein ziemlich steifer Wind pfiff und ich das Kanu daher nur im leichten Zickzack auf Kurs halten konnte ((leider schrecklich viel Lag)). Nachdem er dann das erste Mal die Fische gefüttert hatte, befahl er mir mit grünem Gesicht und zusammengekniffenen Lippen, das Ufer anzusteuern... wir würden den weiteren Weg zu Fuß bis zum Handelsposten zurücklegen und dann mit einem Tarn den Rest der Strecke.
Leider hatte die unfreiwillige Fischfütterung jedoch auch einige Flussthalarions angelockt, die prompt über mich herfielen, nachdem ich am Ufer im Grünzeugs angelegt und der Herr Forscher das Kanu verlassen hatte. Ok, ich gebe zu, wenn ein Viech zwischen dem Herrn mit seinen ganzen Klamotten und den dicken Stiefeln oder einem fast nackten Leckerbissen wie mir wählen muss, dann ist die Wahl wohl keine Frage.^^ Die Biester versuchten mich also anzuknabbern mit ihren spitzen Zähnen und ließen sich von meinem panischen Gekreische kaum davon abbringen, so dass ich schließlich in Ohnmacht fiel. Wenn nicht mein großer Forscherheld mich diesen gefräßigen Viechern entrissen hätte, wäre meine liebe Herrin nach 4 Jahren nun ohne ihre Erste.
Doch die Priesterkönige waren auf unserer Seite und ermöglichten mir fast ohne Kratzer diesen Angriff zu überleben, denn die Thalarions hatten sich als Vorspeise in mein Paddel verbissen... wollten sich den eigentlichen Leckerbissen also für den Hauptgang aufbewahren und hatten offensichtlich nicht mit meiner Rettung durch den Herrn Forscher gerechnet. Der Rest der Reise zu Fuß durch den Urwald verlief dann zum Glück ohne weitere Hindernisse und ich bin auch nicht vom Tarn gefallen. Wobei das sowieso kaum möglich gewesen wäre, so ängstlich wie ich mich festkrallte, denn der Schrecken des am Fluss Erlebten steckte mir immer noch ziemlich in den Knochen, während der Forscher total cool nur meinte, ich solle mich entspannen und einfach den Flug genießen. ((danke für deine Geduld!:-))
Wie gut, dass ich mich einigermaßen wieder beruhigt hatte, als wir dann schließlich in der Oase eintrafen, denn nun war vollendete Geduld bei mir angesagt, um nicht meine gute Erziehung zu vergessen. Vor der Taverne saßen etliche Freie... dahinter knieten diverse Kajirae, die allerdings im Gegensatz zu den wild durcheinander quatschenden Freien kein Problem darstellten.... zumindest fast keins. Dem Herrn Forscher war das selbstverständlich viel zu viel Trubel für sein Anliegen an die Sklavenhändlerin der Oase. Er schickte mich daher mit dem Auftrag zu ihr, sie um eine Unterredung mit ihm in etwas ruhigerer Atmosphäre zu bitten, was sich als eine fast nicht zu bewältigende Aufgabe für mich herausstellte.
Höflich wie ich ja nun mal bin, kniete ich mich neben die Sklavenhändlerin. Das war bei dem Pulk von Kajirae hinter ihr zwar nicht einfach, aber wenigstens noch machbar. Dann wartete ich, ob sie mich vielleicht bemerken würde, was bei dem vielen Gesabbel aber leider nicht der Fall war. Mein nächster Versuch, ihre Aufmerksamkeit zu erlangen war dann ein leises "Herrin?"... jedoch ohne Reaktion. Ich startete noch einen weiteren Versuch, indem ich ihr gleich mein ganzes Anliegen vortrug, allerdings in einer höflichen Lautstärke, wie es sich nun mal für eine Kajira geziemt, was aber ebenfalls ohne den gewünschten Erfolg blieb, so dass ich erst einmal zu meinem Auftraggeber zurück lief, um ihn über den Stand meiner Misserfolge zu informieren.
Nach seiner Ermunterung, mein Anliegen einfach noch hartnäckiger vorzutragen, startete ich dann ich weiß nicht wie viele weitere erfolglose Versuche... jedes Mal ein wenig lauter werdend und mit Unterstützung durch Zupfen am Kleid der Sklavenhändlerin. Das einzige, was ich damit erreichte, waren die belustigten Blicke einiger Freier, die den Unterhaltungswert meiner vergeblichen Bemühungen offensichtlich sehr genossen. Erst mein letzter Versuch, in dem ich eines ihrer Mädchen fragte, ob ihre Herrin vielleicht einen Hörschaden hat und wie sie sich denn untereinander verständigen, der übrigens ebenfalls erfolglos blieb, weil die Kajira anscheinend auch unter Schwerhörigkeit litt, brachte mir endlich die Aufmerksamkeit der Herrin ein. Puhh... welch eine Leistung... sie stand dann tatsächlich auf und bot dem Herrn Forscher überaus freundlich an, für die Unterredung mit in ihr Haus zu kommen.
Komischerweise hatte sie anscheinend gar keinen Hörschaden und gut sehen konnte sie auch, denn sie lobte den Herrn Forscher für meine Schönheit^^, worauf er natürlich richtig stellte, dass ich ihm nicht gehöre, auch wenn er mich gerne kaufen würde. :-) Zusätzlich demonstrierte sie uns noch ihr gutes Gedächtnis, denn sie erinnerte sich an meinen Fackeltanz zu Beginn der En'Kara Festivitäten. Leider hatte sie jedoch die von dem Herrn gewünschte Ware zurzeit nicht im Angebot und versuchte daher, ihm eine Alternative in Form von zwei Kajiri schmackhaft zu machen. Trotzdem nahm sie seine Bestellung für eine Sklavin in ihre Liste auf und der Herr Forscher ging für eine Probe auf ihren Kajirus-Vorschlag ein. Nun bin ich ziemlich gespannt, wann die männliche Probelieferung in Kasra ankommt, denn eine Vorabbesichtigung war leider nicht möglich... dabei hätte ich die beiden Kerle echt gerne in Augenschein genommen!^^

Mittwoch, 11. April 2012

Gutes und Böses

Wegen meiner Honignascherei bzw. dem Eintunken meines wirklich sauberen! Fingers in den Honigtopf der Herberge, war ich von meiner Herrin für diese Hand dazu verdonnert worden, im Feuerkrug beim Servieren zu helfen... und zwar auch dann, wenn meine Herrin noch nicht aufgestanden ist. Gestern schlief sie mal wieder ein wenig länger, so dass ich also wunschgemäß das Sklavenhaus alleine verließ, um die befohlenen Dienste anzubieten. Als erstes fiel mein Blick zur Schmiedewerkstatt hinüber, wo der Herr Schmied, wie üblich, vor der Tür stand und anscheinend auf Kundschaft wartete. Allerdings war, nicht wie üblich, keine Kajira weit und breit in Sicht... weder seine eigene noch eine fremde. Wobei sein Kajirae-Kontingent seit letzter Hand wieder auf eine zusammengeschrumpft ist, nachdem er die so gerne feine-Seiden-tragende Prinzessin an einen Krieger der Oase verkauft hatte. Vielleicht war sie ihm als Schmiedekajira dann doch zu kostspielig und etwas overdressed gewesen?^^
Da Lu weit und breit nicht in Sicht war und ich seinen großen Durst kenne, fragte ich den Schmied als erstes, ob ich ihm vielleicht ein Ale servieren soll oder ob er das lieber im Feuerkrug trinken möchte. Tja, er war an meinen Diensten durchaus interessiert, allerdings schien er wenig Lust zu verspüren, seinen Hintern in der Herberge platt zu sitzen, da er anscheinend zurzeit ein eigenes Ale-Fass besitzt. Außerdem bekam er einen ziemlich lüsternen Blick auf meine weiblichen Reize, die sich ihm durch meinen herunterrutschenden Tunikarock gerade offenbarten. Ich hatte nämlich versäumt, das Band um meine Hüften fest genug zu binden. Wobei mir das selbstverständlich kein Stück unangenehm war... im Gegenteil! ;-)  Trotzdem heißt es nun mal „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, sodass ich mich letztendlich leise seufzend zur Arbeit in den Feuerkrug begab... allerdings natürlich nicht, ohne meinen Rock wieder ein Stückchen rutschen zu lassen, damit der Schmied wenigstens noch einen schönen Blick auf meinen Po-Ansatz hatte und was ihm alles an mir entgehen würde, während ich mit verheißungsvoll wiegenden Hüften besonders langsam zur Herberge lief, wo tatsächlich schon Gäste auf Bewirtung warteten.
Kaum hatte ich die Wirtin mit ihrem Tee, den Herrn Schreiber mit dem üblichen Sulpaga Spezial^^ und einen weiteren Gast mit Ale versorgt, tauchte der Herr Schmied zum Plattsitzen seines Hinterns doch noch auf und kurz danach auch meine lächelnde Herrin. Zu meiner großen Überraschung hielt sie in ihrer Hand die rote Blume, die ich ihr in der Frühe gepflückt und neben ihr Fell gelegt hatte, um ihr eine kleine Freude zu machen, da ich nun schon vier Jahre ihr Eigentum sein darf. Meinen Malereiversuch über unsere bisherigen gemeinsamen Jahre, die ich mit einem am Ufer des Fayheen angeschwemmten Bilderrahmen ein wenig verschönert hatte, wobei dieser Rahmen ehrlich gesagt das einzig Schöne an meinem Kunstversuch war^^, konnte sie zum Glück nicht mit in die Herberge nehmen. Zur Feier des Tages wünschte sie sich dann sogar einen Extralöffel Honig in ihre Milch, was dieses ekelige Getränk nach meinem Anti-Milch-Geschmack allerdings nicht reizvoller machte, denn es bestand leider immer noch überwiegend aus fies schmeckender Milch. Ich vermute, sie wollte sich damit ihre inzwischen zwar uralte, aber noch schöner als am ersten Tag aussehende Kajira vielleicht ein wenig versüßen? *grinst frech*
Während meine Herrin genüsslich an ihrer extragesüßten Milch schlürfte, eröffnete ihr der Herr Schmied mit einem breiten, zufriedenen Grinsen, was demnächst mit seiner Schmiede geschehen soll.  Es geistern ja seit einiger Zeit die schrecklichsten Gerüchte über einen Abriss seiner Werkstatt durch die Stadt und haben auch schon das eine oder andere Gemüt erhitzt... nämlich nicht nur das des Schmieds. Meine Herrin und diverse Freie hatten sich mehrfach drüber echauffiert, denn die Schmiede ist einfach eine zentrale Anlaufstelle in Kasra und muss das auch bleiben. Nun wurden die Baumeister anscheinend trotz ihres Umweltticks zum Umschwenken in ihren Planungen gebracht. Die Schmiede bleibt jedenfalls innerhalb der Stadtmauern... zwar wohl an einer etwas anderen Stelle, aber anscheinend auch zukünftig in der Nachbarschaft des Sklavenhauses und vielleicht sogar mit Fenstern! Ich habe mich ohne Fenster dort zwar nie unwohl gefühlt, aber etwas mehr Helligkeit und mal hinaussehen zu können, kann nicht verkehrt sein. ;-)
Leider konnten wir den Schmied dann nicht weiter aushorchen, weil es draußen auf dem Marktplatz laut geworden war. Was genau da los war, konnte ich allerdings nicht ganz verstehen, nur eine laute Männerstimme, die irgendwelche Beschuldigungen gegen den Herrn Schreiber ausstieß und meine Herrin, den Schmied und natürlich auch mich vor die Tür lockte. Dort hatte sich mittlerweile eine große Menschenansammlung eingefunden... ein Krieger, der weiter wüste Beschimpfungen und Beleidigungen gegen den obersten Schreiber ausstieß... der Schreiber mit Blut im etwas lädierten Gesicht... und die Heilerin, anscheinend ohnmächtig am Boden, um die sich die Herrin Regent mit einigen Kajirae kümmerte. Die anwesenden Rarii waren natürlich auf der Seite ihres Kastenbruders und forderten den Schreiber zum Schwertkampf, weil er anscheinend die Heilerin vergewaltigt oder es zumindest versucht hatte. Wobei dies zu meinem großen Entsetzen ein Kampf auf Leben und Tod sein würde, um der Heilerin und ihrem Gefährten Genugtuung zu geben für die angeblich erlittene Schmach. Immerhin gestanden sie dem Schreiber zu, sich von einem Krieger vertreten zu lassen, da er zwar eine Feder perfekt schwingen kann, aber natürlich kein Schwert, in einem solchen Kampf gegen einen Krieger also vollkommen chancenlos wäre. Im Falle eines verlorenen Kampfes würde er allerdings nicht mit dem Leben davon kommen, sondern ebenfalls getötet werden... ebenso wie die Heilerin, wenn ihr Gefährte den Kampf verliert.
Ich bin mir nicht sicher, ob das Austragen dieses Konflikts mit dem Schwert, ohne eine ausführliche Anhörung der beiden Parteien, eine gute Idee ist. Aber vielleicht täusche ich mich da auch und es gibt nichts mehr klarzustellen oder zu bereden. Jedenfalls finde ich den Gedanken einfach schrecklich, es könnten Bürger des gleichen Heimsteins gegeneinander antreten mit dem Vorsatz, den anderen zu töten. Daher war ich wirklich froh, als meine Herrin den Marktplatz verließ, weil wir noch etwas sehr Schönes ;-) im Sklavenhaus zu erledigen hatten. Ich hoffe nur, die Hitzköpfe haben sich später noch wieder eingekriegt!

Sonntag, 8. April 2012

Der 4. Jahrestag

 Danke meine liebe Herrin, dass ich immer noch bei dir sein darf... LA KAJIRA!
...komisch, was man am Ufer des Fayheen so alles findet! :-))

Donnerstag, 5. April 2012

Erwischt

Meine Herrin wurde mal wieder nicht wach, so dass ich mich leise aus dem Haus schlich. Draußen auf dem Marktplatz war keine Menschenseele zu sehen, also auch nichts los. Der Schmied ist zwar nach En'Kara nun auch wieder zurück in Kasra, aber meist mit seinen beiden Mädchen schwer beschäftigt... so anscheinend auch gestern.
Doch ich hatte keine Langeweile. Im Gegenteil, ich wollte erstens herausfinden, wo sich das Büro der Baumeister denn nun befindet und zweitens wollte ich schauen, ob ich dort etwas über die Bauplanungen in Erfahrung bringen konnte, über die schon recht hitzige, aber auch klärende und beschwichtigende Diskussionen geführt worden waren. Gesagt getan... mein erster Vorsatz war dank meiner detektivischen Fähigkeiten schnell umgesetzt. Oder war das doch eher die große, gelbe Flagge, die deutlich sichtbar über der Tür hing? Egal... jedenfalls hatte ich das besagte Büro schnell gefunden.
Auf mein Klopfen öffnete jedoch leider niemand. Ich gebe zu, meine Grübelei, ob es vielleicht einer Kajira gestattet ist, einfach so, also ohne Herrin oder Herrn dieses Büro zu betreten, war nur von äußerst kurzer Dauer, da sich die Tür quasi wie von alleine auf einmal öffnete. Anscheinend war ich wohl ganz zufällig und wirklich vollkommen unbeabsichtigt, ohne dies zu bemerken, gegen den Türgriff gestoßen, so dass diese weit aufschwang und mich sozusagen einlud, das Büro zu betreten, was ich selbstverständlich auch sofort tat.
Als erstes fiel mein Blick auf ein Stehpult, auf dem ein riesiges, wahnsinnig dickes, schweres Buch lag... irgendwelche Bauzeichnungen konnte ich entgegen meinen Erwartungen jedoch leider nicht entdecken. Etwas enttäuscht wollte ich daher eigentlich schon den Rückweg antreten, doch das Buch fesselte mein Interesse aufs neue, so dass ich es nach einem klitzekleinen Hauch von Zögern schließlich aufklappte, denn ich bin ja in der glücklichen Lage, dass ich Lesen kann, im Gegensatz zu den meisten Goreanern.
Welch eine Überraschung! Dieses Buch handelte von den Bauplanungen, Sanierungen, Umweltschutz... das Ganze jedoch leider alles äußerst kompliziert und vor allem besonders ausführlich niedergeschrieben. Während ich also voller Konzentration versuchte zu verstehen, was ich da las, klappte plötzlich die Tür und der Imkerkäsekapitänwaffenherstellerbaumeister stand neben mir. "Ups" war das erste Wort, das mir vor Schreck darüber erwischt worden zu sein, über die Lippen kam, bevor ich schnell noch eine Begrüßung hinterher stammeln konnte.
Doch der Herr rügte mich gar nicht. Es schien für ihn vollkommen in Ordnung zu sein, mich in dieses dicke Buch schauend anzutreffen. Erstaunt war er nur darüber, dass ich lesen konnte. Leider hatte er nicht allzu viel Zeit und war sogar besonders in Eile, in den Feuerkrug zu kommen, als er hörte, dass meine Herrin noch schlief. Er wollte sich rechtzeitig IHR Sitzkissen schnappen. Wobei das selbstverständlich nicht ihr persönliches Kissen ist, sondern eines aus der Herberge, aber eben das, auf dem SIE nun mal immer Platz nimmt, wenn er nicht schneller ist.
Trotzdem blieb uns noch ein kleiner Plausch über die hübsch geschmückte Stadt und die netten Begrüßungsplakate für die zurückkehrenden Pilger. Ich glaube, er hat sich richtig darüber gefreut, dass ich dies bemerkt hatte, denn ich war anscheinend die einzige... bin ja aber leider nur eine Kajira. Schade, noch kein Herr und keine Herrin hatte ihn darauf bislang angesprochen.
Darüber war es dann auch für mich Zeit geworden, zum Feuerkrug zu sausen, wo meine Herrin bereits eingetroffen war und auf ihre Milch wartete. Allerdings hatten weder sie noch der Imkerkäsekapitänwaffenherstellerbaumeister das begehrte Sitzkissen an diesem Tag erwischt. Darauf saß gestern die neue Wirtin mit ihrem rosa Baby auf dem Arm und ärgerte sich wegen der Kleinen über alle Gäste, die die Herbergstüren wie üblich nicht zu bekamen, so dass das Baby anscheinend ständig Zugluft ausgesetzt war. Tja, sie hätte besser ein anderes Sitzkissen genommen... selbst Schuld, wenn sie sich einfach auf das meiner Herrin setzt!
Leider hatte die ungewohnte Platzierung meiner Herrin zur Folge, dass sie einen allerbesten Blick zur Küche hatte und mein Naschen am Honig nicht unbemerkt blieb. Das hatte ich überhaupt nicht bedacht, da sie normalerweise strategisch günstiger sitzt... jedenfalls für mich und meine gelegentlichen Naschgelüste. Wobei ich erst zu später Ahn, als die Herberge sich leerte und auch meine Herrin sich zurückziehen wollte, überhaupt mitbekam, dass sie mich beim Naschen erwischt hatte. Eigentlich hatte ich mich da voll in Sicherheit gefühlt.
Nix mit "Naschen fiel niemandem auf"... sie schickte mich nämlich zu der Wirtin, um der den Honigtopf abzukaufen, weil dieser wegen meines besabberten Naschfingers angeblich keinem anderen Gast mehr zuzumuten war! Dabei war mein Finger wirklich ganz sauber gewesen!! Außerdem verdonnerte sie mich für mein Vergehen, in der nächsten Hand täglich in der Herberge beim Servieren auszuhelfen. Zum Glück aber nicht am dritten Tag, weil wir da mit dem Herrn Forscher und einigen anderen Bürgern Kasras in die Oase reisen werden... so bin ich trotz Erwischtwerdens noch recht glimpflich davon gekommen... habe einfach eine Herrin mit viel Herz für die gelegentlichen Naschgelüste ihrer Kajira! :-))

Mittwoch, 4. April 2012

Aufregung im Feuerkrug

Die bereits in der Ratssitzung angesprochenen Bauplanungen bzw. eine Schriftrolle dazu hatten meine Herrin zwischenzeitlich anscheinend wohl erreicht. Nur angeschaut hatte sie dies Dokument offensichtlich noch nicht, mit dem allerdings auch immer noch nicht klar sein würde, worum es eigentlich ging. Alle weiteren Details dazu mussten nämlich im Büro der Baumeister eingesehen werden. Dies erfuhren wir dann im Feuerkrug, wo sich bereits einige Gäste die Köpfe heiß redeten über den Abriss der Schmiede… darunter natürlich der Leidtragende am meisten.
Zum Glück konnte die Herrin Regent und Baumeisterin letztendlich ein wenig zur Aufklärung beitragen, so dass sich alle Freien etwas beruhigten… aber auch nur etwas. Hoffentlich ist die herablassende Art, mit der einige gelb gekleidete Herrschaften mit den niederen Kasten umgehen, zu einer solchen gehört meine Herrin nämlich auch, nun endgültig aus der Welt. Wie ein Schmied seinen Geschäften nachgehen soll, wenn er für wie lange auch immer aufs Land ausquartiert wird, gute Luft und zwitschernde Vögel hin oder her, das kann ich mir ehrlich gesagt nicht so ganz vorstellen. Selbstverständlich war meine Herrin auch nicht gerade begeistert, vor den Stadtmauern wohnen zu müssen, was sich jedoch dann irgendwie als Irrtum geklärt hat. Trotzdem befürchte ich, so ganz ist dieses Thema vielleicht noch nicht ausgestanden.
Bewundernswert fand ich ja, dass sich das kleine rosa Etwas, das neben der Feuerstelle in seiner ebenfalls rosafarbenen Wiege vor sich hin gluckste, von der ganzen Aufregung in keinster Weise gestört fühlte. Die neue Wirtin scheint eine wirklich pflegeleichte Tochter bekommen zu haben. Es sollte nämlich sogar noch ein wenig lauter werden, als die Rarii nach ihrem Waffentraining in die Herberge stürmten und laut nach Speis und Trank brüllten… die Kleine muckste sich jedoch auch dann nicht. Wobei eigentlich brüllte auch nur einer der Krieger, dafür aber ziemlich laut und zwar mich an.
Wichtigtuerisch, jegliches Benehmen im Beisein freier Frauen vermissen lassend, ignorierte er meine Herrin einfach als sei sie Luft und erteilte mir über ihren Kopf hinweg Befehle. Da er jedoch nur „Kajira!“ brüllte und ich nicht die einzige Sklavin im Feuerkrug war, musste er eine Verzögerung in der Erledigung seines Getränkebefehls leider in Kauf nehmen. Ich kniete nämlich zu seinem höchst bedauerlichen Pech mit dem Rücken zu ihm und fühlte mich eigentlich nicht angesprochen, da er schon oft genug gehört hatte, wie meine Herrin mich nennt… doch er meinte tatsächlich mich.
Womit er erreicht hat, dass meine Herrin ihn für sein beleidigendes Benehmen ihr gegenüber nicht zur Rechenschaft zog, kann ich mir nur erklären mit „die Klügere gibt nach“, da er doch erst kürzlich sehr überzeugend demonstriert hatte, dass er nicht gerade zu den Klügsten zählt. Aber vielleicht ist das bei wiederauferstandenen Kriegern auch ganz normal, vor allem wenn sie viel zu viel Taharisonne auf den Kopf bekommen haben?

Dienstag, 3. April 2012

Zurück in Kasra

Meine Herrin verließ das En’Kara-Fest am Sardar bereits am Tag nach dem Baumstammweitwerfen, also schon vor dem Abschluss der Feierlichkeiten, sodass ich den Herrn Nic später leider gar nicht mehr zu Gesicht bekommen habe, nachdem ich mich zu sehr früher Ahn leise aus seinen Fellen geschlichen hatte. Der Weg zurück war leider ebenso lang wie der Hinweg und meine immer noch leicht schwächelnde Herrin wollte sich nicht zu viel zumuten. Zum Glück verlief die Heimreise aber ohne weitere Zwischenfälle und wir kamen wohlbehalten in Kasra an, wo während unserer Abwesenheit alles festlich geschmückt worden war und die Heimkehrer mit bunten Aushängen und Begrüßungen über dem Stadttor und an der Feste zu Hause willkommen geheißen wurden. :-)
Obwohl meine Herrin sowas natürlich nie eingestehen würde, hatte ich den Eindruck, dass diese ziemlich weite und beschwerliche Reise doch recht anstrengend für sie gewesen war, denn sie war gestern einfach zu müde, um an der turnusmäßigen Ratssitzung in Kasra teilzunehmen. Ich machte mich also alleine auf in diese verhasste, weil für mich meistens sehr langweilige Sitzung... aber was tut eine Kajira nicht alles aus Pflichtbewusstsein *seufzt*.
Naja... über die Sitzung gibt es auch diesmal wie erwartet nichts wirklich Spannendes zu berichten. Es gab wie immer die üblichen Selbstdarstellungen einer Herrin hoher Kaste, die vergeblichen Versuche eines neuen Bewohners ihre ständigen Zwischenrufe zu unterbinden, das Zurechtweisen dieses Herrn dann hinsichtlich seiner Longhall-Sitten, die Abstimmung über eine Bürgschaft, ohne beschlussfähig zu sein, aber mit anschließendem Heimsteinschwur und die Vorstellungen der neuen Bewohner. Interessant fand ich, dass in Kasra zukünftig nun sogar drei Grünkastige ansässig sind. Aber vielleicht laufen ja bereits Planungen für ein Krankenhaus, von denen ich nur noch nichts gehört habe? Zu anstehenden Bauplanungen bzw. den Überlegungen dazu wurde übrigens auch irgendetwas verteilt... aber natürlich nicht an Kajirae. Das sind zum Glück alles Dinge, die eine Sklavin nichts anzugehen haben.
Ich habe die Sitzung also wie immer ein wenig an mir "vorbei plätschern" lassen, um einigen Träumerein nachzuhängen und dazu genutzt, das vergangene En'Kara-Fest zu reflektieren. Als nicht besonders schön habe ich die in meinen Augen zu zahlreichen und zu zeitintensiven  Vorbereitungstreffen mit der Oase empfunden, die sowohl jegliches normale Leben in Kasra komplett zum Erliegen gebracht haben, als auch leider zur Folge hatten, dass keine Zeit mehr zum Streichen der Türen in Weiß war, was für mich eigentlich unbedingt in der Wartehand dazu gehört. ((Leider waren hier den zeitlichen Kapazitäten der wenigen "Macher" einfach Grenzen gesetzt)).
Ich fand es auch enttäuschend, dass sich entgegen einiger Aussagen des letzten Jahres keine weitere Stadt an diesem großen Fest vor dem Sardar beteiligte und ganz besonders, dass sich nicht ein einziger Kaissa-Spieler eingefunden hat. Absolut nicht nachvollziehbar ist, warum ausgerechnet in dieser kurzen Zeit offensichtlich nicht auf den Unterricht einiger Oasenkajirae ((auf der Heimatsim)) verzichtet werden konnte und dass Goreaner anscheinend nach wie vor leider dazu neigen, nur für den Wettbewerb anzureisen, der sie interessiert... "Lagerleben" scheint nach wie vor out zu sein ((RL geht allerdings selbstverständlich immer vor)).
Trotzdem gehört für mich dieses traditionelle Fest einfach zu Gor dazu und es war schön, dass es wieder stattgefunden hat.

Sonntag, 1. April 2012

En'Kara (7)

An diesem Tag sollte ein Kräftemessen für starke Männer stattfinden. Raue Finger waren vermutlich praktisch bei diesem Wettkampf, bei dem es darum ging, Baumstämme möglichst weit zu werfen. Wer guten Grip hatte, war bestimmt klar im Vorteil?^^
Eigentlich ist dies wohl eher eine Disziplin aus dem Norden, bei dem nun aber auch die Südländler zeigen konnten, was sie drauf hatten. Wobei ich glaube, der Norden war sowieso nicht vertreten beim Baumstammweitwurf. Der einzige fremde Herr war ein schmächtiger, jedoch überaus drahtiger Knirps, von dem ich allerdings nicht herausgefunden habe, von welchem  Heimstein er kam. Kasra war sozusagen unter sich, dafür aber umso zahlreicher vertreten. Auch Sir Nic, der gute Freund meiner Herrin, wollte zu meiner großen Freude teilnehmen, während sich  meine Herrin erstaunlicherweise dafür überhaupt nicht interessierte, sodass sie Gina, Katy und mich mit ihm zum Turnier schickte. ;-)
Unter den Teilnehmern war eigentlich jede Sorte Herr dabei... große, kleine, dicke, dünne, starke und nicht so starke, aber auch welche mit offensichtlich nicht besonders rauen Fingern, sodass einem der Baumstamm mangels Grip aus den Händen fiel... oder lag das doch an fehlender Muskulatur?^^ Egal, wenigstens hat er den schweren Stamm nicht auf den Fuß bekommen. ;-)
Der Herr Nic schlug sich wirklich hervorragend fand ich, hatte aber letztendlich als Händler dann doch keine Chance gegen die gestählten Muskeln von Kriegern und Handwerkern. Wobei nicht ein Rarius den Wettkampf gewann, sondern der allseits unterschätzte Knirps... niemand hatte damit gerechnet, dass so ein kleines Männchen so stark sein konnte! Doch so war es. Grip durch raue Hände hin oder her... ich glaube er übertrumpfte jegliche größer und dicker gewachsene Konkurrenz durch seine ausgefeilte Wurftechnik und gewann haushoch und absolut überzeugend.
Da sich dieses Kräftemessen aufgrund der zahlreichen Teilnehmer ziemlich in die Länge zog, musste das Kajiraehaschen sehr zur Enttäuschung einiger Oasenmädchen danach leider abgesagt werden... in meinen Augen eine sinnvolle Entscheidung, weil die Herren bestimmt nicht mehr hinter uns Kajirae hinterher laufen wollten... verausgabt wie sie waren!^^ Daher ging es nach dem Werfen also gleich für einen Umtrunk zum Herbergszelt, denn solch ein Wettkampf macht natürlich durstig.
Nachdem ich alle Herrschaften mit Getränken versorgt hatte und die freien Frauen sich zurückgezogen hatten, gesellte sich eine der Oasenkajirae zu uns und begann auf ihrer Flöte zu spielen. Welch eine wundervolle Gelegenheit für mich, dazu zu tanzen und die Herren ein wenig zu erfreuen, zumal auch meine Herrin nicht mehr aufgetaucht war^^. Es war für mich daher eine perfekte Chance, für meinen Oberlieblingsherrn zu tanzen. Das letzte Mal war nämlich schon ewig lange her und außerdem war er damals von einem anderen Mädchen ziemlich abgelenkt gewesen... hatte mir also leider kaum zugeschaut... Kajiraschicksal eben *seufzt*.
Diesmal sah er tatsächlich zu und hatte es danach seeeeehr eilig in die Felle zu kommen... und zwar mit MIR... wie schön können doch Händlerfinger ohne Grip sein!! :-)))