Donnerstag, 31. Mai 2012

Barfuß

…oder eigentlich doch schon fast nackt?

Meine Herrin stand wie so oft mal wieder unentschlossen vor ihrer großen Kleiderkiste… wer die Wahl hat, hat die Qual.^^ Aber diesmal wurde sie von Gina bei der Frage des zu wählenden Kleids sehr gut beraten, sodass ich mich schon mal vor die Tür verdrücken konnte. Das Zar-Turnier sollte mit diversen Spielerbegegnungen fortgesetzt werden und es war daher draußen bereits einiger Trubel los. Jede Menge Menschen saßen oder knieten um das große Turnierbrett herum auf dem Markt. Nur einer stand, allerdings nicht genau neben dem Zar-Brett, sondern ich sicherer Entfernung dazu, vor der Schmiedewerkstatt… nämlich der Herr Schmied. Da auf dem Markt immer noch diverse Stände aufgebaut waren und vor allem direkt vor dem Sklavenhaus seit Tagen ein Wagen mit seiner Deichsel direkt neben einem großen Käfig den Weg Richtung Marktplatz ziemlich einengte, nahm ich wie fast immer den Weg links um den großen Baum herum und kam dadurch an dem Schmied vorbei. Selbstverständlich grüßte ich freundlich… so viel Zeit muss einfach immer sein.;-)
Entgegen seiner sonstigen Art erwiderte er auf meinen Gruß diesmal aber nur „Ach, du schon wieder“ und verleitete mich zu der erschrockenen Frage, ob er sich durch meinen Anblick gestört fühlte. Zu meiner großen Erleichterung war ihm dieser jedoch genehm, nur über meine Frage war er offensichtlich etwas irritiert, sodass ich schnell um Verzeihung bat, ihn falsch verstanden zu haben. Grrr… was war er an diesem Tag echt kompliziert drauf, denn er gab mir doch tatsächlich den Tipp, meine Haare lieber hochzustecken, wenn ich mit gelockter, offener Matte schlecht hören kann! So etwas ausgerechnet von ihm, der mir in der Vergangenheit schon lange Vorträge darüber gehalten hat, wie er sich die Haare einer Kajira wünscht??? Nun meinte ich tatsächlich falsch gehört zu haben und musste erneut nachfragen. Um zu demonstrieren, dass es keine Hochsteckfrisur sein muss, klemmte ich mir dafür meine langen Locken hinter die Ohren. Als er dann noch einwarf, mein Gehör sollte wohl besser mal von jemandem fachkundig überprüft werden… damit konnte nur einer der Grünen gemeint sein… wurde es richtig brenzlig. Ich gehe eigentlich nur im dringendsten Notfall, d.h. wenn sich meine Herrin davon absolut nicht abbringen lässt und dann oberextrem ungerne zu einem Heiler, da ich mit dieser Kaste in der Vergangenheit bis auf ein einziges Mal äußerst schlechte Erfahrungen gemacht habe.
Doch welch ein Segen, ich glaube, ich konnte den Herrn letztendlich doch von meinem ausgezeichneten Hörvermögen überzeugen und durfte mich dann Richtung Zar-Brett verkrümeln, wo meine Herrin sich inzwischen eingefunden hatte für ihr zweites Turnierspiel. Oh je, ich wagte kaum meinen Augen zu glauben, als sie sich auf einem der Kissen niederließ und ihre Füße unter ihrem langen Kleid hervorschauten. Doch alles Plinkern nützte nichts… sie hatte tatsächlich keine Schuhe an… war sozusagen fast nackt!! Ausgerechnet meine so auf Verhüllung bedachte Herrin, die immer wieder der Regent Vorhaltungen macht, wenn diese barfuß unterwegs ist und die ihre angeblich zeitlosen, modeneutralen, ich finde oberhässlichen Stiefel immer so anpreist und lobt… nicht auszudenken!!! Ein schneller Blick auf die schulterzuckende Gina bestätigte mir, dass sie vom Fehlen der Stiefel schon lange wusste und die frotzelnden Bemerkungen einiger Herrschaften und Kajirae über die neue Mode in Kasra taten ein Übriges. Mir kam es so vor, als würden irgendwann alle Anwesenden die nackten Füße meiner Herrin betrachteten, nur meine Herrin schaute aufs Spielbrett und spielte voll konzentriert Zar… sie ignorierte ihre fehlenden Schuhe einfach.
Leider verlor sie dieses Spiel… ich weiß nicht, ob es an ihrer Gegnerin lag oder doch an der ungewohnt Freiheit ihrer Füße. Danach hatte sie es jedenfalls plötzlich dann sehr eilig wieder aufzustehen, um ihre Nacktheit unter dem langen Kleid zu verstecken und preschte schließlich kurz darauf wegen der fehlenden Schuhe zurück ins Sklavenhaus. Für mich war die Sache jedenfalls klar… erst lange hin und her überlegen, welches der vielen Kleider nun das richtige ist und wenn ihr Entschluss endlich gefallen und das Kleid angezogen ist, dann sofort lossausen, ohne abzuwarten ob von ihrer Kajira vielleicht noch etwas kommt. So ist meine Herrin einfach! Man hat überhaupt keine Chance, ihr auch nur den kleinsten Hinweis noch zu geben… schon saust sie los. So ist sie tatsächlich immer, so war sie auch schon immer und so wird sie wohl immer bleiben. Eigentlich hätte mir klar sein müssen, dass sie meine ganzen Bemerkungen dazu natürlich nicht hören wollte. Sie beendete meinen kleinen Vortrag daher auch ziemlich schnell, bevor ich ihn mit einem letzten, sehr schönen Satz abschließen konnte… eigentlich irgendwie Pech für sie… finde aber wohl nur ich.^^

Mittwoch, 30. Mai 2012

Fahnen nach dem Wind gehängt

Ich gebe zu, ich hatte mich ein wenig vertrödelt bei meinem ausgiebigen Bad im Fayheen. Zum Glück bemerkte meine Herrin das aber wohl nicht weiter, da ihre große Spielleidenschaft schon Besitz von ihr ergriffen hatte… ihr erstes offizielles Spiel im Zar-Turnier stand nämlich an. Trotzdem beeilte ich mich natürlich, endlich zu ihr zu kommen und grüßte meinen Lieblingshauptmann daher auch nur recht kurz, obwohl ich eigentlich sehr gerne einen kleinen Klöhnschnack mit ihm gehalten hätte. Nicht nur, weil er einfach ein schöner Mann ist, sondern weil ich natürlich gerne Näheres über die Umstrukturierungen innerhalb der Wachen erfahren wollte, zumal das für meine Herrin mit Sicherheit ebenfalls von sehr großem Interesse war. Aber ich sagte ja bereits an anderer Stelle, eine Kajira muss sich in Geduld üben können und vor allem wissen, wo ihr Platz ist und der war nun erst mal hinter meiner Herrin.
Doch diese hatte offensichtlich weder mein Fehlen noch registrierte sie mein Erscheinen, so vertieft wie sie in ihr Spiel war, sodass ich gleich die Gelegenheit nutzte, mich noch schnell umzuziehen… ich war nämlich immer noch in meinen schönen Tanzseiden unterwegs… inzwischen aber wenigstens gebadet! Im Gegensatz zu meiner Herrin kann ich beim Umziehen richtig schnell sein… finde ich jedenfalls… und war daher flott wieder vor der Tür des Sklavenhauses. Mein erster Blick galt wieder dem Zar-Brett, wo meine Herrin ihr Spiel jedoch noch nicht beendet hatte. Da mein Lieblingshauptmann leider nicht mehr zu sehen war, gönnte ich mir auf dem Rückweg zu meiner Herrin noch einen kleinen Plausch mit dem Herrn Schmied, um mich nach seinem Wohlbefinden zu erkundigen… ich hatte nämlich gleich bemerkt, dass das Käsebrett mit dem leckeren Brot und dem obersuperleckeren Käse nicht mehr auf der Bank vor der Schmiedewerkstatt stand.
Ja, warum sollte das Brett dort auch noch stehen, hatte er doch längst alles verputzt? Der Nachreifeprozess des Käses schien ohne irgendwelche negativen Einflüsse durch ekelige Fliegeneier vonstattengegangen zu sein und die Röstung des Brotes durch das Zentralgestirn war offensichtlich nicht so weit fortgeschritten, dass sie Schäden an seinen Zähnen verursachen konnte, denn der Schmied bestätigte mir auf meine fürsorgliche Nachfrage, dass es ihm sehr gut geht und er wegen des Abarbeitens der von mir vertilgten Käsehappen bei Gelegenheit auf mich zukommen würde. Ups… hatte ich da was von ABARBEITEN gehört? Hatte ich ihn nicht ohne Rücksicht auf meine eigene Gesundheit, vollkommen selbstlos und heldenhaft durch mein Vorkosten vor möglichen Gesundheitsschäden bewahrt?? Und nun forderte er BEZAHLUNG dafür… für diese oberwinzigen, klitzkleinen Mini-Käsewinzhäppchen??? Ich war schon dabei tief Luft zu holen, um ihn mit meinen unschlagbaren Argumenten davon zu überzeugen, dass es wohl eher umgekehrt war und er meiner Herrin etwas für meine aufopferungsvollen Dienste zu bezahlen hatte… denn ausargumentiert hatte ich ihn ja schon mal…oder so!^^… als ich bemerkte, dass meine Herrin sich erhob und ich daher doch lieber erst einmal zu ihr flitzte… selbstverständlich aber nicht, ohne vorher um das Einverständnis des Herrn Schmied zu bitten.
Meine Herrin war bestens gelaunt, denn sie hatte offensichtlich sehr viel Freude an dem Spiel gehabt und zusätzlich auch noch gewonnen! Voller Stolz strahlte ich glücklich zu ihr auf und wollte gerade fragen, wo sie denn ihre Siegesmilch einnehmen möchte, als sie Gina und mir mitteilte, dass sie von der Herrin Regent um eine Unterredung ersucht worden war, bei der die hohe Herrin unsere Anwesenheit nicht wünscht. Nanu, sowas hatte es in den ganzen Jahren, die ich meiner Herrin dienen darf, noch nie gegeben! Mein Platz war immer hinter ihr!! Aber nicht nur ich, auch meine Herrin war über diesen Regentenwunsch sehr erstaunt und irritiert, befahl uns aber trotzdem, vor der Tür zu warten, falls sie uns brauchen sollte. Das war natürlich nicht die schlechteste Lösung für uns, denn Regententüren sind nicht allzu schalldicht und wir hätten zusätzlich die beiden Wachen ein wenig erfreuen können, die dort ständig vor der Tür stehen und ohne eine Miene zu verziehen immer stur geradeaus schauen.^^
Diese für zwei rotseidene Mädchen durchaus attraktive Herausforderung sollte uns dann aber doch nicht vergönnt sein. Ich hatte mich vor den beiden Männern noch gar nicht richtig ins Zeug gelegt, als meine Herrin uns schon zu sich rief, denn mit dem Vieraugengespräch war es bereits vorbei, bevor es überhaupt begonnen hatte. Gleich nach der Herrin Regent und meiner Herrin hatten mehrere Krieger, die Diplomatin und interessanterweise dann auch noch ein heimsteinfremder Schmied mit seiner Kajira die Amtsstube betreten. Der Fremde schien mit der hochkastigen Lady recht gut bekannt zu sein und wurde von ihr als ihr sehr guter, langjähriger Freund vorgestellt. Irgendwie konnte ich mich im Verlauf der Besprechung dem Gedanken nicht ganz erwehren, dass dieser niedrigkastige Handwerker über ein recht geschicktes Mundwerk verfügte und offensichtlich nicht gerade wenig Einfluss auf die etwas nervös wirkende hohe Lady besaß… aber vielleicht täusche ich mich da auch. So ein hohes Amt kann manchmal bestimmt sehr schwer auf den Schultern lasten… ohne Berater mit Sicherheit noch schwerer.
Meine Herrin konnte es sich jedenfalls sparen, uns später mindestens in groben Zügen über die Unterredung zu informieren, wie sie es eigentlich immer tut. Doch worüber es im Einzelnen ging, werde ich hier vorerst nicht weiter ausposaunen. Es wird ja eh schon genug gemunkelt über einen Antrag an die nächste Ratsversammlung und die Erpress… ähmm… also die von der Regent dazu in der Stadt verteilte Stellungnahme. In Anbetracht der erstaunlichen Kehrtwendungen zweier Bürger, bin ich mir einigermaßen sicher, dass es in der nächsten Ratssitzung hoch hergehen könnte… aber mal abwarten, woher dann vielleicht der Wind weht und vor allem in welche Richtung die Fahnen gehängt werden! ;-)

Dienstag, 29. Mai 2012

Sklavenschicksal

Was will eine Sklavin mehr als alles andere? ……….erfreuen.
Eine Anfrage an meine Herrin eröffnete mir nach langer Zeit endlich wieder einmal die Möglichkeit im Rahmen einer Festivität zu tanzen. Solche Gesuche waren ja schon öfter an sie gestellt worden… teilweise sogar so kurzfristig, dass mir nichts anderes übrig blieb, als meine eigentlichen Arbeiten liegen zu lassen und mich mit einem neuen Tanz zu befassen. Denn ich kann selbstverständlich nicht immer den gleichen aufführen. Leider ist jedoch mein Repertoire an Tänzen, die für freie Frauen noch einigermaßen akzeptabel sind, teilweise nur für bestimmte Anlässe geeignet und recht dürftig, was einfach daher rührt, dass es einer Rotseidenen nun mal mehr im Blut liegt vor Männern zu tanzen. Ich bin mir auch absolut sicher, egal wie lange ich nun schon eine Herrin habe… dies wird sich bestimmt nie ändern… ich werde nie eine Geschichtentänzerin werden.
Trotzdem möchte ich meiner Herrin natürlich immer Ehre bereiten, insbesondere wenn es sich um eine Darbietung anlässlich des Besuches eines Gastes von hohem Rang handelt, der vor längerer Zeit mal in Kasra erwartet worden war. Aufgrund der knappen Terminsetzung blieb mir seinerzeit nichts anderes übrig, als einen bestehenden Tanz einfach abzuwandeln für einen neuen. Das war zum Glück recht schnell getan. Aufgepeppt wurde der Tanz durch eine tolle Idee meiner Herrin das „Tanzzubehör“ betreffend, bei dessen Erstellung es jedoch leider schwierig wurde… zumindest für mich. Ich hatte mich mit einem solchen Equipments nämlich noch nie zuvor befasst und meine Herrin konnte mir da leider keine Hilfestellung geben. Aber heißt es nicht „man wächst mit seinen Aufgaben“? So auch in diesem Fall… ich habe die Herausforderung tatsächlich gemeistert und bei einer Probevorführung damit sogar vor den kritischen Augen meiner Herrin bestanden… welch eine Freude! Einer offiziellen Darbeitung stand also nichts mehr im Weg. Doch leider kam dann die große Enttäuschung, die Planungen waren zwischenzeitlich über den Haufen geworfen worden und es wurde von mir kein Tanz mehr gewünscht. Doch was will eine Sklavin mehr als alles andere? Erfreuen… und das hatte ich doch, nämlich meine Herrin.
Nun kam kürzlich erneut der Wunsch nach einer Tanzdarbietung auf. Erst sollte ich alleine, dann plötzlich sämtliche Kajirae Kasras gemeinsam tanzen. Vermutlich, damit die Aufführung richtig was herzeigt… und wenn möglich, aber doch noch den einen oder anderen Einzeltanz… natürlich freie Frauen geeignet! Irgendwie habe ich gleich geahnt, dass die Blicke dabei wieder auf mich fallen würden, was natürlich eine wirkliche Ehre für mich ist, die ich auch sehr zu schätzen weiß. Andererseits fragte ich mich aber auch, warum wurde keine andere Kajira aufgefordert? Die eine oder andere Schönheit hätte dann endlich einen Grund für ihre feinen Tanzseiden gehabt!
Doch darüber steht mir kein Urteil zu und darum geht es hier auch nicht. Eine Aufführung zusammen mit Gina und Katy bringt immer richtig viel Spaß… denn auf die beiden ist wirklich Verlass, auch wenn ihre Neigungen und Begabungen anders gelagert sind und die Arbeit daher bei mir liegt. Nein, es geht darum, wie enttäuscht ich war, weil schon wieder alles anders gekommen ist, als ich es erhofft hatte. Und ich denke, enttäuscht darf ich sein, denn ich hatte den neuen, noch nie dargebotenen Tanz noch einmal richtig überarbeitet und ziemlich viel Zeit investiert, weil er sonst nicht zu unserem Gemeinschaftstanz gepasst hätte. Nur können Freie das überhaupt nachvollziehen? Ich glaube eher nicht.
Aber was soll’s, ich weiß, eine Kajira muss sich in Geduld üben können. Sie kann zwar darauf hoffen, mit einem neuen Tanz erfreuen zu dürfen, doch sie muss auch hinnehmen können, wenn ihr diese Möglichkeit immer wieder entzogen wird. Sie muss wissen, dass sie jederzeit den Stimmungen, Launen und der Willkür von Freien ausgesetzt ist. Wenn es Wunsch von Freien ist, eine bereits altbekannte Aufführung noch einmal darzubieten, dann hat eine Sklavin das zu akzeptieren und wie immer ihr Bestes zu geben, auch wenn sich dann letztendlich doch kaum noch jemand dafür interessiert, weil alle Zuschauer wegen irgendetwas sauer auseinander gelaufen sind.
Nur was will ich mehr, meine Herrin habe ich erfreut und die wirklich Interessierten, die sind geblieben oder sogar extra noch hinzu gekommen und haben hinterher meiner Herrin ihre Anerkennung auch sehr deutlich ausgesprochen… alle anderen hätten vermutlich sowieso nicht zugeschaut.
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OOC:
Auch wenn es bereits 5 Tage her ist, die Steuereinheit hinter diesem Sklavenschicksal hat mal wieder ziemlich geschluckt und war mittelprächtig sauer, weil die ganze Arbeit bislang „für die Schublade“ war.

Donnerstag, 24. Mai 2012

Gelüste

Da meine Herrin leider immer noch mit ihren Kastenarbeiten beschäftigt war und Gina und Katy ebenfalls anderes zu tun hatten, verließ ich mal wieder alleine das Sklavenhaus. Ich wollte unbedingt in Erfahrung bringen, wie es um das Zarturnier stand, das an diesem Tag beginnen sollte. Außerdem waren mir bei meiner Rückkehr von den Feldern die vielen Marktstände aufgefallen, die es zu inspizieren gab, damit ich ja nicht versäumte, meiner Herrin von etwaigen Köstlichkeiten zu berichten. Ich gebe zu, mein Vorhaben war nicht ganz ohne Gelüste und Eigennutz, denn der grässliche Sklavenbrei ist einfach nun mal keine kulinarische Köstlichkeit und von der Vorliebe meiner Herrin für Kuchen, Schokoteilchen und andere Leckereien profitiere ich ja gelegentlich doch.^^
Meine beste Auskunftsquelle war da natürlich wie immer der Herr Schmied, der eigentlich fast alles mitbekommt, da er ja täglich vor seiner Werkstatt auf Kundschaft wartet… wie an diesem Tage auch. Ich versuchte daher, ihn zum Zarturnier auszuhorchen, zumal ich annahm, dass er einer der Teilnehmer aus Kasra ist, wo er sich doch in der letzten Hand gegen meine Herrin so gut geschlagen hatte… und das gleich zweimal! Er ist ein echtes Talent finde ich… findet meine Herrin übrigens auch… manchmal ist sie tatsächlich meiner Meinung.^^ Davor hatte er sich immer gedrückt und anscheinend auch noch nie Zar gespielt. Doch bei unseren gemeinschaftlichen „Überredungskünsten“ konnte er sich schließlich nicht mehr herausreden und ließ sich am großen Zarbrett nieder. Er spielte wirklich geschickt, überließ aber beide Male dann letztendlich doch meiner Herrin den Sieg… er ist eben ein wahrer Frauenversteher!^^ Aus den Worten meiner Herrin nach ihren beiden Spielen mit ihm war für mich dann auch ziemlich deutlich herauszuhören, wie hin und weg sie von ihm war… ähmmm… in diesem Fall von seinem Können. ;-)
Während ich nun lediglich in Erfahrung brachte, dass er doch nicht am Turnier teilnimmt und auch sonst niemand am Spielen war, schweiften meine Blicke zu seiner Bank, auf der ein Brett mit Brot und Käse abgestellt war. Mir lief sofort förmlich die Spucke im Mund zusammen, denn meine Sklavenbreiportion war am Morgen wie immer nur das Ernährungsminimum gewesen. Mehr bekomme ich von dem scheußlichen Zeugs einfach nicht runter. Ich gebe zu, meine Frage, ob der Herr Schmied schon gegessen hatte oder ich ihn womöglich davon abhalte, zielte natürlich in erster Linie auf sein Wohlbefinden ab… in zweiter Linie dachte ich aber auch ein gaaanz klitzekleines bisschen an mich dabei und schaute an meiner zwar wohlgeformten, aber nicht dem Idealbild einer Kajira entsprechenden Figur herunter. Ich halte ihn nicht vom Essen ab, teilte er mir mit… er hatte schon gegessen. Es sei jedoch ganz in seinem Sinne, dass das Brett dort auf der Bank stand… der Käse sollte nämlich noch weiter reifen. Ich gab zu bedenken, dass das knusprige Brot, das hatte ich beim Reindrücken meines Fingers in die Kruste festgestellt und mir prompt dafür einen Klaps von dem gestrengen Herrn eingehandelt, würde letztendlich vertrocknen. Zusätzlich führte ich noch meine letzten fünf, wieder extrem harten, schrecklich arbeitsreichen Tage auf den Feldern an und dass ich das Seil um meine schlanke Taille schon ziemlich fest binden muss, um den Tunikarock nicht zu verlieren.
Juhuu… ich war erfolgreich… er hielt mir tatsächlich ein Stückchen Brot vor die Lippen. Man war das lecker! *schwelgt* Ich weiß nicht, ob er danach mit einem Happen Käse endlich mein Gesabbel stopfen oder mich anfüttern wollte, weil er etwas ganz anderes im Sinn hatte. Jedenfalls fühlte ich mich von seinem Wohlwollen und dem köstlichen Käse ermutigt, noch ein wenig weiter zu argumentieren, dass ich dringend etwas für meine Figur tun muss, dass das Brot und vor allem der leckere Käse in sehr großer Gefahr waren, von dicken, ekeligen, fies glänzenden Monsterfliegen als Eiablage benutzt zu werden oder vielleicht sogar schon benutzt worden waren!! Nicht auszudenken sowas… verdorbenes Essen… quälendes Gegrummel im Bauch… trockenes, steinhartes, für die Zähne gefährliches Brot… auf Monsterfliegeneiern kauen, obwohl man doch den oberköstlichen Genuss eines optimal gereiften, gut gelagerten Käses erwartet!!! Heldenhaft und so gut wie fast selbstlos bot ich mich also zum Vorkosten an. Doch er verlangte erst einmal, ihm meinen Ernährungsstatus zu präsentieren, indem ich das Seil um meine Hüften aufknotete. Er glaubte mir offensichtlich nicht, dass der Rock sofort rutschen würde.
Nichts leichter als das… nun würde ich ihn bestimmt rumkriegen… neee, ich mein natürlich ihn vor den genannten Gesundheitsgefahren bewahren dürfen! Wenn nicht mit Argumenten, dann bestimmt mit meinen rotseidenen Reizen… dachte ich jedenfalls. ;-) Ich legte mich also ziemlich ins Zeug, um ihm wirklich schmackhaft zu machen, dass noch ein weiterer Happen Käse zwischen meinen weichen, verführerischen Lippen genau richtig platziert ist. Um es spannender zu machen und ihm ein wenig Freude zu bereiten, tüdelte ich natürlich noch etwas mit dem Seil herum… doch letztendlich war es offen und der Tunikarock heruntergerutscht. Tja, ich war wirklich erfolgreich… meine Bemühungen zeigten tatsächlich Wirkung bei ihm, die Berührungen seiner rauen Schmiedefinger bei mir jedoch auch… es war um mich geschehen… er hatte mich einfach ausargumentiert.
Als er bemerkte, wie es um mein Sklavenfeuer stand, forderte er, dass ich mich zwischen meinen Käsegelüsten und meinen rotseidenen Gelüsten entscheiden muss und hielt mir zur Entscheidungsfindung ein Stück Käse gerade wo weit weg vor die Lippen, dass ich es nicht erreichen konnte, ohne mich seinen Berührungen noch mehr entgegen zu drängen. Ohje, welch eine erregende Qual… wann habe ich schon die Chance auf ein Stück Käse so nah vor meinem Mund?! Ich konnte kaum noch denken oder gar eine so schwere Entscheidung treffen. In meiner Verzweiflung wand ich mich wie ein Aal, mit dem Erfolg, dass mich seine Berührungen fast um den Verstand brachten.
Letztendlich musste ich dann aber doch nichts entscheiden, er hatte Erbarmen mit mir und befahl mich in seine Werkstatt. Nachdem er das Tor geschlossen hatte, waren komischerweise dann auch schlagartig meine Käsegelüste irgendwie wie weggeblasen… später durfte ich mir aber doch noch ein Stück Käse nehmen.^^

Mittwoch, 16. Mai 2012

Vegetarisch

Ich verließ das Sklavenhaus ohne meine Herrin, nur mit Gina im Gefolge, da meine Herrin noch jede Menge Kastenarbeit zu erledigen hatte, bei der wir ihr leider nicht helfen konnten. Draußen war erstaunlicherweise alles so wie immer, denn der dicke Bosk, der noch am Vortag mit seinem Wagen vor der Bank unter dem großen Baum geparkt hatte, war mittlerweile verschwunden und seine stinkenden Hinterlassenschaften zum Glück auch… da musste sich wohl eine der anderen Kajirae erbarmt haben. Sogar die hübschen roten Blumen im Beet hinter der Bank hatten überlebt… schienen den vegetarischen Gaumenfreuden des Bosks also nicht zum Opfer gefallen zu sein. Das freute mich wirklich, denn ich darf ja nicht nur seit vielen Jahren den Namen der Sklavenblume tragen, sondern habe auch sonst etwas übrig für kleine Blümchen.
Ein wenig in meine Betrachtungen versunken, mitbekam ich fast nicht mit, dass Gina plötzlich jemanden grüßte und wandte mein Augenmerk schleunigst nach links. Ups, da war mir fast ein Fehler unterlaufen, denn ich hatte gar nicht mitbekommen, dass der Schmied plötzlich vor seine Werkstatt getreten war. Um gar nicht erst auch nur einen Hauch von Ärger über meine Fast-Unaufmerksamkeit aufkommen zu lassen, eilte ich schleunigst zu ihm. Ich hatte dabei natürlich die kleine Hoffnung, dass ihn mein Anblick vielleicht erfreuen würde. Wobei ich so ehrlich war ihm einzugestehen, dass ich überhaupt nicht damit gerechnet hatte, ihn vor seiner Werkstatt anzutreffen, sondern eher bei seinem neuen Bauwerk oder dem Gemüsebeet, nach dessen Befinden ich mich dann auch sogleich erkundigte. Dem Gemüse ging es schlecht bis viel zu heiß, teilte er mir mit, denn Lu hatte offensichtlich bereits erste Erträge geerntet, die nun im Suppentopf am Köcheln waren. Wie gerne hätte ich davon mal gekostet!
Leider kam diesbezüglich kein Angebot vom Herrn Schmied, so dass ich also versuchen musste, ihn wenigstens über die Zutaten auszuhorchen… bekam jedoch schnell den Eindruck, dass er dies nicht so genau wusste. Naja, er ist eben nur ein Mann.^^ Ihm war nur eines bekannt, nämlich dass es eine vegetarische Suppe war, der leider jegliches Fleisch fehlte, wie er mir recht grummelig erzählte. Oh, damit eröffnete sich mir nun eine sehr schöne Aufgabe, denn es ist natürlich das Bestreben einer jeden guten Kajira, Männer zu erfreuen… und dieser Herr war zurzeit nicht gerade erfreut. Er brachte recht deutlich und überzeugend zum Ausdruck, dass er kein Fan vegetarischer Eintöpfe ist, sodass ich mich sofort darum bemühte, ihm nicht nur die Warterei auf den Eintopf, sondern auch das fehlende Fleisch darin vergessen zu lassen. Was sollte da besser geeignet sein, als eine Vorspeise à la Kajira… ein heißer, wohlgeformter Sklavenkörper, in dem das Sklavenfeuer ständig am Schwelen und nur schwer zu bändigen ist?^^
Selbstverständlich begann ich häppchenweise, weil kleine Happen einfach gesünder sind… drückte meinen Rücken schön durch… strich meine langen Haare lasziv zurück, damit der Herr einen guten Blick auf meine wohlproportionierten Rundungen bekam und da man bekanntlich mit dem Mund isst, benetzte ich langsam meine weichen Lippen mit der Zunge. Als ich anhand seiner Reaktionen bemerkte, dass der Aperitif vor der eigentlichen Vorspeise zu wirken begann, kam mir in den Sinn, wie groß die Gefahr ist, sich beim Löffeln von Suppe zu bekleckern. Um dem Herrn anschaulich zu demonstrieren, dass Kleckerflecken auf Kleidung sehr einfach umgangen werden können und um so ganz nebenbei seinen Appetit auf die Suppenvorspeise noch ein wenig mehr anzuregen, begann ich daher langsam den Stoff meines Oberteils von meiner Schulter zu ziehen und erläuterte ihm mit Kribbeln im ganzen Körper, dass nichts einfacher ist, als einen Fleck von nackter Haut zu schlecken!
Leider hatte ich dann jedoch Pech und ich musste mit meinen anschaulichen Tipps und den praktischen Menüerläuterungen inne halten, weil Kundschaft beim Schmied auftauchte. Der Krieger registrierte zwar sofort, was da gerade am Laufen war… also dass ich dabei war, dem Herrn eine Vorspeise schmackhaft zu machen, die ihn das Vegetarische des Gemüseeintopfs vergessen lassen würde. Er bot ihm sofort verständnisvoll, aber sehr breit grinsend an, später noch einmal wiederzukommen. Doch in Anbetracht der Steuerzahlungen gehen Aufträge nun mal leider vor. Erst die Arbeit, dann das Vorspeisevergnügen.^^ Damit brachte sich der Schmied dann letztendlich sogar um eine doppelte Portion Vorspeise, denn Gina kniete immer noch neben mir. Schlechter konnte das Timing nicht sein… ausgerechnet jetzt tauchte natürlich auch noch meine Herrin auf und benötigte unsere Dienste… allerdings weder vegetarisch noch für andere Speisen! ;-))

Dienstag, 15. Mai 2012

Prinzessinnen

Erstaunlich ruhig war es draußen am ersten Tag der neuen Hand, so dass nichts den Schönheitsschlaf meiner Herrin störte, während Gina und ich uns leise darüber unterhielten, wie unendlich traurig und verzweifelt eine Kajira sein kann, wenn ihr Vertrauen in ihren Herrn enttäuscht wird… er sie verstößt, sie verkauft oder einfach nicht mehr beachtet und alleine lässt. Meine große Freude über das Wiedersehen mit meinem zweiten Herrn war ein sehr gutes Beispiel dafür, wie viele Jahre ein enttäuschtes Kajiraherz braucht, um sich zu generieren… wobei dies durchaus auch umgekehrt der Fall sein kann *zwinkert mal zu ihrem ehemaligen Herrn*.
Nachdem meine Herrin dann endlich ausgeschlafen hatte, musste ich ihr natürlich erst einmal das Neueste aus Kasra berichten… vom Gemüsebeet des Schmieds und seinen bürokratischen Erlebnissen wegen des Zaunbauwerks ohne Antrag und Zeichnung, einschließlich Lu’s Kopfverletzung und Wunderheilung… von dem Ausbildungsgesuch des Schreibers für seine neue Kajira, wobei das Mädchen entgegen der Absprache, aus welchen Gründen auch immer, durch Abwesenheit glänzte… von der Beförderung eines Kriegers zum Adjutanten… und dass Gina und ich trotz unseren fehlenden Spiel-Genen versucht haben, unserer Herrin Ehre zu bereiten, indem wir uns nicht wie andere Kajirae davor drückten, sondern auf Wunsch der Herrin Regent eine weitere Runde Zar gespielt haben. Übrigens, auf eine Beschreibung des herrlichen Hinterteil-Anblicks beim Herunterbeugen meines Lieblingshauptmanns zum Gemüsebeet, habe ich dann aber lieber verzichtet… ich weiß ja, dass da die Vorlieben meiner Herrin und mir seeeeehhhhr weit auseinander liegen!^^
Prompt zum Stichwort Zar wurde dann auch dieses Plakat in Kasra veröffentlicht:
Nach so viel Berichterstattung war es natürlich allerhöchste Zeit, dass meine Herrin endlich ihre heiße Milch mit Honig bekam. Da das Erzählen an mir gewesen war, forderte ich Gina zum Ausgleich auf, unserer Herrin das Getränk zuzubereiten. Die Gaststube war bei unserer Ankunft bereits ganz gut besucht und füllte sich zusehends. Auch der Adjutant gesellte sich dazu, im Schlepptau seine Seiden-Kajira, die es peinlicherweise leider immer noch nicht gelernt hatte, Freien die nötige Ehrerbietung entgegen zu bringen. Doch diesmal kam sie endlich mal nicht ungeschoren davon, sondern kassierte dafür von der Diplomatin eine geschickt geworfene Schale am Kopf… ein wirklich genialer Wurf! Erstaunlicherweise fiel die Zartbesaitete davon sogar um und blieb erst einmal liegen. Naja, das Temperament der Diplomatin ist ja nicht ganz ohne^^… kein Wunder also, dass ein Prinzesschen davon zu Boden geht *grinst schadenfroh*. ;-)
Nachdem sich dann jedoch niemand so recht um sie kümmerte, ihr Herr übrigens auch nicht, berappelte sie sich recht schnell wieder. Mir ist nur nicht klar geworden, warum eine Sklavin nach einem Fehler auch noch belohnt wird, denn ihr Herr kündigte ihr ein Geschenk an… doch das muss ich wohl auch nicht verstehen.^^ Meine Herrin hat jedenfalls immer noch keine allzu hohe Meinung von Prinzessinnen und nur das zählt für mich! :-))

Sonntag, 13. Mai 2012

Schwarzbauten

Meine Herrin war wie üblich bereits auf ihrem Landsitz. Ich brauchte erst einen Tag später auf die Felder und trödelte daher langsam über den Marktplatz. Da vor der Schmiede niemand zu sehen war und das große Zarbrett einsam und verlassen auf dem Marktplatz lag, wandte ich mich nach rechts. Auch der Weg Richtung Stadttor war menschenleer und durch die weit geöffneten Türen des Feuerkrugs konnte ich in der Gaststube ebenfalls niemanden entdecken. Schade, ein wenig hatte ich gehofft, mein ehemaliger Herr sei am Vortag vielleicht doch nicht wie geplant weiter gereist... doch diese Hoffnung hatte sich nicht bewahrheitet.
Ich setzte langsam meine Erkundungsrunde fort. Der Durchgang zwischen Herberge und dem daneben befindlichen Wohnhaus zum Osttor wurde von einem dicken Bosk versperrt, der mich bedrohlich anschaute. Ein wenig merkwürdig fand ich es ja schon, dass dieses Tier sich mit dem angespannten Wagen zwischen die Hauswände bugsiert hatte, aber vielleicht gefiel es ihm dort ja? Trotzdem zog ich es vor, dem Bosk lieber nicht zu nahe zu kommen und wandte mich nun Richtung Stadterweiterung, kam aber nur bis zur Ecke der Schmiedewerkstatt.
Dort hatte ich nämlich den Herrn Schmied entdeckt, der sich an einem großen Holzpfahl festhielt, während Lu zu seinen Füßen irgendetwas am Holz herumwerkelte. Meine Neugier... nee, mein Interesse war selbstverständlich sofort geweckt, denn ich muss meiner Herrin zu Beginn der nächsten Hand natürlich über sämtliche Neuerungen in Kasra berichten. Tja, Pech für Lu, es zeigte sich wieder einmal, dass Männer nicht multitaskingfähig sind.^^ Meine freundliche Begrüßung ihres Herrn hatte zur Folge, dass er sich zu mir umdrehte und dabei gleichzeitig den langen Holzpfahl losließ. Dabei stellte sich heraus, nicht der Herr hielt sich an dem Pfahl fest, sondern der Pfahl an ihm... das Teil kippte nämlich prompt um und fiel leider genau auf Lu's Kopf, die vor Schmerz laut aufschrie. Ohje, zumindest war sie nicht in Ohnmacht gefallen.
Vorsichtig untersuchte ich die Verletzung, konnte aber außer einer Beule nichts weiter feststellen. Doch das hielt Lu nicht davon ab, ausgiebig weiter zu jammern, insbesondere, da sie nun selbst die Schramme mit der Hand befühlte und einen Hauch von Blut aus der kleinen Platzwunde entdeckt hatte. Es war schon erstaunlich, wie schnell es ihr plötzlich besser ging, als ihr Herr im Zusammenhang mit dem Besuch beim Heiler die hohe Wahrscheinlichkeit für eine Teilglatze erwähnte und wie lange es dauert, bis ihre Haare wieder nachgewachsen sind.;-)
Während ich dann meine Hilfe bei der Vollendung des Bauwerks anbot, erläuterte Lu mir stolz, dass es sich um einen Zaun handelte, mit der Möglichkeit, Kajirae dort zu parken, damit sie nicht weglaufen, sofern der Andrang zum Branden mal sehr groß sein sollte. Mit Erstaunen erfuhr ich von ihr, dass der Schmied anscheinend demnächst einen Auftragsboom für Brandzeichen erwartete oder war sie das, die damit rechnete? Egal, zusätzlich hatte Lu auf Geheiss ihres Herrn ein Gemüsebeet angelegt, um ernährungsmäßig autark zu sein und vor allem Kosten zu sparen, wegen der hohen Steuerzahlungen an Kasra.
Dieses Gemüsebeet und der daneben neu errichtete Zaun erregte schließlich jede Menge Aufmerksamkeit. Ich bekam das Gefühl, halb Kasra hatte sich hier mittlerweile versammelt. Der Imkerkäsekapitänwaffenherstellerbaumeister brachte den Herrn Schmied schwer in Bedrängnis wegen des Zauns, für den anscheinend ein Bauantrag hätte gestellt werden müssen. Wie gut, dass nun der oberste Schreiber zu der Gruppe hinzu gekommen war. Der nicht schreibkundige Schmied nutzte nämlich sogleich seine Chance, sich von dem Blaukastigen den Antrag verfassen zu lassen. Doch dann wurde es kompliziert und mal wieder oberbürokratisch. :-) Während die Herrschaften sich über den formlosen, nicht formlosen, mit oder ohne Formular, dafür aber mit Bauzeichnung zu stellenden Antrag die Köpfe heiß redeten, schweifte meine Aufmerksamkeit ab.
Mein Lieblingshauptmann war nämlich soeben aufgetaucht und begutachtete gerade das Gemüsebeet. Er beugte sich zu meiner Freude genau vor meinen Augen hochinteressiert zu den Pflanzen herab. Welch ein herrlicher Anblick! Seine Tunika rutschte dabei leicht nach oben und präsentierte mir genau vor meiner Nase sein durchtrainiertes, knackiges Hinterteil... ein wahrer Augenschmaus war dieser Kriegerpo! ;-)) Leider richtete er sich jedoch viel zu schnell wieder auf und erkundigte sich nun bei seiner Kajira, ob er womöglich auch so ein Suppengrünbeet braucht... betonte aber schließlich, dass seine Terrasse grünzeugfrei bleibt und marschierte für meinen Geschmack dann leider viel zu schnell weiter Richtung Zitadelle... er ist ja leider immer im Dienst.
Inzwischen war bei den anderen Herrschaften mein Name gefallen, allerdings nicht im Zusammenhang mit dem Bauantrag, sondern weil der Herr Schreiber mich fragen wollte, ob ich autorisiert bin, für meine Herrin seine Wünsche bezüglich der Ausbildung seiner neuen Kajira entgegen zu nehmen. Was für eine Frage! "Selbstverständlich bin ich das", bestätigte ich ihm freundlich und selbstbewusst, denn ich bin schließlich das erste Mädchen meiner Herrin. Ich erfuhr dann, dass es ihm nur darum geht, dass sein Mädchen lernt, Getränke in jeder möglichen Art und Weise zu servieren, einschließlich der von ihm bevorzugten Spezialmischung Paga, wie er mir auf meine Rückfrage bestätigte, denn ich kenne ja seine Vorlieben.^^
Merkwürdigerweise leerte sich der Marktplatz recht bald nach dem Eintreffen der Herrin Regent, als sie wieder auf das demnächst anstehende Zar-Turnier zu sprechen kam. Trotzdem schaffte sie es, den Imkerkäsekapitänwaffenherstellerbaumeister zu einem Spiel mit ihrer Kajira zu überreden. Da sich alle anderen Sklavinnen entweder verdrückt hatten oder als nicht geeignet bezeichneten, der Herr Schmied war natürlich wie nicht anders zu erwarten ebenfalls verschwunden, war es dann mal wieder an Gina und mir zu zeigen, dass eine Kajira selbst dann versucht, ihrer Herrin Ehre zu bereiten, auch wenn sie so wie Gina und ich nicht gerade die große Spielleidenschaft besitzt.;-))

Freitag, 11. Mai 2012

Herzklopfen

Als wir gestern das Sklavenhaus verließen, trafen wir auf die Händlerin aus Belnend, die sich gerade beim Herrn Schmied nach dem Baumeister oder einer unserer Diplomatinnen erkundigte bzw. fragte, wer denn sonst in Kasra für die Holzlieferung zuständig sei, die sich noch auf ihrem Schiff befand. Da der Herr wegen der etwas unklaren Formulierungen hierüber keine Auskünfte geben konnte, wandte sich die Händlerin schließlich an meine Herrin, über deren Auftauchen sie sehr erfreut schien, denn meine Herrin ist ja eine gute Kundin von ihr, soviel Stoff wie sie bei ihr schon gekauft hat.;-)
Während die beiden Ladys dann ein wenig plauderten, bemerkte ich, dass der Schmied dem Gespräch offensichtlich nur mit halbem Ohr zuhörte. So intensiv wie er mich musterte, galt ein Großteil seiner Aufmerksamkeit anscheinend mir.^^ Welch eine tolle Gelegenheit, mich ihm ein wenig zu präsentieren... dachte ich zumindest und rutschte ein Stückchen zurück, um etwas weniger im Blickfeld meiner Herrin zu sein. So weit so gut, es funktionierte tatsächlich... ich perfektionierte meine Kniehaltung... hatte meinen Rücken schön durchgedrückt und meine langen Haare über die Schultern in einer lasziven Geste zurück gestrichen, damit der Herr einen guten Blick auf meine wohlproportionierten, feste Brüste werfen konnte und begann gerade, den Saum meiner Tunika ein wenig höher zu ziehen, als die Händlerin mir einen Strich durch die Rechnung machte. Klar, sie hatte mich leider ebenso im Blick wie der Herr Schmied. Angeblich hatte sie genau jetzt schrecklichen Durst von der weiten Reise... vielleicht gefiel ihr aber auch nicht, was ich da so offensichtlich vorhatte. Naja, sie konnte ja nicht wissen, dass meine den Herrn betreffenden Gelüste eh demnächst zum Scheitern verurteilt gewesen waren. Auch wenn es mir tatsächlich gelungen wäre, dem Schmied Appetit auf mich zu machen, glaube ich nicht, dass es mir gelungen wäre, ihm dienen zu dürfen, denn dafür hätte er meine Herrin fragen müssen... und sowas hatte er noch nie getan! ;-)
Ich wurde also beauftragt, Wasser zu holen und musste mein Tun daher leider unterbrechen. Komischerweise gelüstete es nämlich meiner Herrin ebenfalls nach einer Schale kühlen Wassers, was mich etwas nachdenklich stimmte, da sie sonst immer Milch trinkt. Entweder sie war tatsächlich sehr durstig oder sie wollte mir ein wenig Arbeit sparen? Wasser kann einfach schneller serviert werden, als heiße Milch mit Honig. Oder sie hatte meine den Herrn Schmied betreffenden Bemühungen trotz meiner Vorsichtsmaßnahmen bemerkt und wollte etwas Kühles zur Hand haben, um meine Hitze notfalls abkühlen zu können. Ein solches Vorhaben wäre mit heißer Milch natürlich nicht allzu effektiv gewesen.
Doch was soll's, meine wenn überhaupt nur klitzekleine bis nicht vorhandene Chance in die Felle des Herrn zu gelangen war sowieso vorbei, da der Schmied inzwischen Kundschaft hatte als ich mit den Wasserschalen zurück kam... sodass meine Herrin ihr Wasser tatsächlich austrank. Da die gesuchte Diplomatin inzwischen aufgetaucht und mit der Händlerin Richtung Hafen entschwunden war, meine Herrin es nicht schaffte, das Gespräch der beiden Männer vor der Schmiedewerkstatt wegen einer Auskunft über die anstehenden Prüfungen für das Zarspiel zu unterbrechen, nutzte sie die Gelegenheit und zog sich ins Sklavenhaus zurück. Gina wies sie an, ihr ein weiteres Wasser zu bringen, um ihren Ausbildungsstand im Servieren zu prüfen. Mir war zwar klar, dass Gina schon lange Kajira ist und daher sehr viel weiß, aber es führen doch immer verschiedene Wege ins Sardar.;-)
Zu recht später Ahn musste unser Servierunterricht dann vertagt werden, als es plötzlich an der Sklavenhaustür klopfte. Vor der Tür stand ein fast vollständig vermummter Herr, zum Glück nicht in Schwarz... es konnte sich also nicht um keinen Attentäter handeln. Nein, sein Tuch erinnerte mich sehr stark an meine Zeit in der Wüste, wo ich sehr lange bei den Bakah leben durfte. So oder ähnlich wie dieser mir unbekannte Herr kleiden sich nämlich die Nomadenkrieger der Tahari. Wobei mir die Stimme dieses Fremden merkwürdigerweise leicht bekannt vorkam und seine braunen Augen ebenfalls, doch erst als er zur Begrüßung meiner Herrin das Staubtuch vom Gesicht zog erkannte ich ihn... meinen ehemaligen zweiten Herrn!!! :-)))))
Mein Kajiraherz machte vor Freude einen kleinen zusätzlichen Hopser, denn ich erinnerte mich sofort an die wundervolle Zeit im Besitz dieses Herrn, dem ich mit aller mir zur Verfügung stehender Hingabe gedient hatte... die vielen vergossenen Tränen vor meinem Verkauf an den Kommandanten von Samanu habe ich inzwischen fast vollständig vergessen. Nun war er also wieder einmal in Kasra. Ich glaube, ich brauche nicht weiter erläutern, dass es eine große Ehre für mich war, ihm noch ein Wasser zu servieren... zwar mit allem gebührlichen Anstand wegen meiner Herrin, aber im Schutz der großen Tischplatte konnte ich ihm dennoch andeutungsweise zeigen, dass mein Sklavenfeuer immer noch ebenso heiß in mir brennt, wie die Sonne der Tahari. An seiner Reaktion und dem Blick seiner braunen Augen nach meinem Kuss auf den Rand der Trinkschale merkte ich, dass er sich anscheinend noch sehr gut an die Liebkosungen meiner weichen Lippen erinnern konnte und dies wohl nicht ungern!^^ Leider ist er zu später Ahn dann weiter gezogen.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Mal wieder Zar

…offensichtlich die neue Beschäftigung Nr. 1 in Kasra. Kein Wunder eigentlich, wo doch demnächst, ich glaube sogar schon in der übernächsten Hand, das Zar-Turnier in Kasra beginnen soll. Doch da will ich der offiziellen Verkündung lieber nicht vorgreifen… es können immer noch Verschiebungen erforderlich werden. Es war daher jedenfalls nicht weiter verwunderlich, dass durch einen Ausrufer eine „Anordnung von oben“ kam, also von der Herrin Regent, die sich mit unvermindert hohem Engagement um das Wohl Kasras kümmert und nun alle Bürger und Kajirae dazu „verdonnerte“^^, sich mit den Regeln dieses bei uns bislang ziemlich unbekannten Spiels vertraut zu machen und erste Übungsrunden zu spielen. Sie kündigte sogar an, höchstpersönlich Prüfungen vornehmen zu wollen… alle Freien und Unfreien sind also gut beraten sich diesbezüglich ein wenig schlau zu machen! ;-)
Ich glaube allerdings, die ganz große Begeisterung für diesen neuen Zeitvertreib ist noch nicht ausgebrochen… und da nehme ich mich nicht aus, auch wenn mir dieses Spiel gelegentlich durchaus Spaß bringt, bislang aber eben nur gelegentlich. Ich bin in solchen Spielen nicht gerade ein Naturtalent und daher irgendwie ein wenig hin und hergerissen. Wobei es natürlich toll ist, dass Zar auch von Sklaven gespielt werden darf. Als Kajira möglicherweise sogar gegen einen Freien zu gewinnen, das hätte schon was *grinst frech*.  Allerdings an einem Turnier teilzunehmen, mit je nach Teilnehmerzahl mit ich weiß nicht wie vielen Spielrunden, kann ich mir eigentlich nicht so ganz vorstellen. Ich würde es einfach schade finden, wenn ein Brettspiel zu viel Zeit einnimmt, bei dem die Spieler mehr oder weniger stumm und mehr oder weniger verbissen über ihrem nächsten Spielzug brüten. Andererseits wäre es nur ein recht kurzer Zeitraum und die Entscheidung für das Turnier ist sowieso gefallen. Meiner Herrin ist es jedenfalls wichtig, dass nicht alles andere Leben in Kasra gänzlich zum Erliegen kommt, weil sich sämtliche Aktivitäten um Zar drehen. Drum herum werde ich bei ihrer Spielbegeisterung eh nicht kommen… entweder stumm hinter ihr kniend oder aktiv als Spielerin, wenn ich mich denn trauen sollte. Daher gilt für mich, einfach erst mal abwarten… ein blindes Vulo findet vielleicht ab und an auch ein Korn und mein ganzes Bestreben ist natürlich, meine Herrin zu erfreuen!
Einige interessierte Bürger gibt es jedenfalls schon. Meine Herrin und die Herrin Regent sowieso, doch auch der Herr Schreiber kam nicht drum herum, nach ein paar kurzen Erläuterungen der Spielregeln ein erstes Spiel mit der Herrin Regent zu wagen. Der Ex-Regent und einige Krieger mussten allerdings anderes Wichtiges erledigen, aber eine der Diplomatinnen hatte bereits am Vortag ihr Interesse bekundet und ein Spiel mit Katy zum Erlernen der Regeln vereinbart, auf dem sie dann auch bestand. Wie gut, dass es inzwischen mehrere Spielbretter in Kasra gibt! Erstaunlich fand ich nur, wie schnell einigen Kajirae auf einmal einfiel, etwas ganz besonders Wichtiges und Unaufschiebbares für ihre Herren erledigen zu müssen, um sich dann auch schleunigst aus dem Staub zu machen, denn es heißt doch: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“ Sie kamen allerdings recht bald zurück, komischerweise jedoch erst nachdem zwei Spieler gefunden waren. Wirklich Pech, wo sie sich vermutlich sooooo beeilt hatten… wissbegierig, lernwillig und spielbegeistert, wie sie bestimmt sind.^^
Das Argument „Arbeit“ war übrigens auch die Begründung des Schmieds gegen Zar, als meine Herrin erneut versucht hatte, ihn zu einem Spiel zu überreden… er hatte ja bedauerlicherweise sooooo viel zu tun, weil er leider sooooo hohe Abgaben an die Stadt entrichten muss. Gutmütig und hilfsbereit, wie meine Herrin nun mal ist, bot sie ihm sogar ihre Mädchen als Hilfskräfte in der Schmiede an, um ihm trotz der vielen Arbeit die Zeit für ein Spiel zu verschaffen. Doch obwohl er weiß, wie gut und überaus geschickt ich mich beim Kurbeln und Blasen anstelle, lehnte er dieses Angebot mit diversen Ausred… ähhmm… Einwänden ab. Irgendwie konnte ich mich des Gedankens, seine viele Arbeit war nur vorgeschoben, nicht so ganz erwehren.^^ Ich glaube auch, es kam ihm nicht wirklich ungelegen, dass ihn genau in diesem Moment ein Krieger aufsuchte, mit dem er dann schleunigst in seine Werkstatt verschwinden konnte, so dass er meine ziemlich hartnäckige Herrin schließlich los wurde. Nachdem dieser Kunde seine Schmiede alsbald jedoch schon wieder verließ, konnte ich gaaaanz zufällig beobachten, wie der so schrecklich beschäftigte Herr sich seiner Lieblingsbeschäftigung^^ widmete... nämlich einer fremden Kajira, die sich auf dem Marktplatz herumdrückte. ;-)

Mittwoch, 9. Mai 2012

Überraschungen

Während meine Herrin noch genüsslich vor sich hinschnarchte, schlich ich mich bereits leise aus dem Haus. Meine täglichen Pflichten und Arbeiten waren schnell erledigt, sodass ich endlich einmal die schon seit längerem ersehnte Zeit fand, mir die Neubauten in der Stadt genauer anzuschauen. Der Tag schien günstig zu sein… das Tor der Schmiedewerkstatt war geschlossen und der Herrn Schmied weit und breit nicht in Sicht… die auf der Bank unter dem großen Baum sitzende Herrin hatte zum Glück hinten keine Augen und drehte sich auch nicht um, als ich mich auf leisen, nackten Sohlen Richtung Hausecke der Schmiede schlich, um mein Vorhaben sozusagen ungehindert durchführen.
An der Ecke angekommen, wurde meine Sicht von einem dort geparkten Planwagen versperrt. Komisch… ein  Bosk war zwar angespannt, aber kein Kutscher da? Auf mein Rufen antwortete niemand, daher war es also nur logisch, mal auf den Wagen zu klettern, um unter der Plane nach dem Rechten zu schauen… neugierig bin ich ja nicht.^^ Vielleicht hatte das Gespann etwas mit Salzlieferungen zu tun? Doch es waren weder Säcke noch Kisten geladen, der Bosk gab sowieso keine Auskunft und schlief außerdem im Stehen, so dass ich schließlich wieder vom Kutschbock herunter stieg, denn während ich mich dort grübelnderweise saß, hatte ich bereits deutlich das Plätschern des Brunnens im Ohr. Welch ein Glück, dass ich vorher schon in den Büschen gewesen war, sonst hätte ich das bestimmt jetzt gemusst. So konnte ich den neuesten Kajirasitzplatz, der mich nun magisch anzog, ganz relaxed und ohne zu kneifen begutachten. Übrigens ist das ein wirklich netter Sitzplatz, allerdings eben nur, wenn die Blase leer ist und nur bei gutem Wetter bzw. bei Wind nur auf der Luvseite, da man sonst von dem plätschernden Wasser nassgesprüht wird.
Nachdem ich vom Brunnenrand wieder herunter gehüpft war... auf Dauer bekommt man da übrigens einen kalten Po, betrachtete ich die neuen Häuser, die ich wirklich sehr gelungen finde. Das Einzige was nach meinem Geschmack noch fehlt, wäre etwas Grünes… keine riesigen Büsche oder Bäume, sondern vielleicht ein paar Ranken... auf jeden Fall hier und da etwas Kleinblättriges. Leider bekam ich nicht mehr heraus, wer in welchem der Häuser wohnt und vor allem welches das meines geheimen Schwarms ist, da der ja schon seit einiger Zeit leider auf einer Reise ist... was aber nicht weiter verwunderlich ist bei einem Kartographen und Forscher. Hoffentlich kommt er wohlbehalten zurück!
Inzwischen war bei meinen Inspektionen einige Zeit verstrichen, so dass ich mich sputen musste, nach meiner Herrin zu schauen und dafür kurzerhand die Abkürzung durch die schmale Gasse hinter der Schmiede Richtung Sklavenhaus nahm... nur das Sklavenhaus war leer! Nachdenklich vor der Tür in die Runde schauend, sah ich dann gerade noch einen Rockzipfel von ihr um die Ecke der Schmiede verschwinden. Nanu, hatte sie etwa das Gleiche vor wie ich? Während ich hinten herum auf dem Rückweg nach Hause gewesen war, war sie vorne herum um das Gebäude gegangen!
Die Stadterweiterungsgebäude gefielen meiner Herrin ebenfalls sehr gut und entlockten ihr sogar ein angenehm überraschtes Lob über die Baukünste des Imkerkäsekapitänwaffenherstellerbaumeisters. Von dem fehlenden Grünzeugs konnte ich sie auch überzeugen, allerdings würde sie lieber etwas Blühendes bevorzugen. Für mich war das übrigens kein Wunder, denn ich weiß noch genau, wieviele Blumen sie in ihrem Garten auf Samanu hatte. Mal abwarten, ob Kasras Allroundtalent vielleicht auch eine gärtnerische Begabung hat!
Da wir eh schon unterwegs waren, fand ich die Gelegenheit sehr passend, meine Herrin auf einen Platz für das große Zar-Brett anzusprechen, denn Kasra richtet ja das nächste Zar-Turnier  aus. Ein wenig Übung für Freie und Sklaven vorher wäre also nicht verkehrt... zumal das schließlich eine Regentenanordnung ist. Meine Frage hatte logischerweise dann zur Folge, dass ich das schwere große Teil herbeischleppen musste... leider alleine, da Gina noch andere Aufgaben zu erledigen hatte. Ich deponierte es erst einmal auf dem Marktplatz, denn meine Herrin stimmte mir zu, dass es an zentraler Stelle liegen sollte. Aber da ist natürlich auch die Herrin Regent noch gefragt, die allerdings gestern in Amtsgeschäften unterwegs war. Während ich dann noch ein paar Kissen drumherum drapierte, bekam ich komischerweise Lust auf ein Spiel, obwohl ich mit Brettspielen normalerweise ja eigentlich nicht sooo viel am Hut habe. Meine etwas überraschte Herrin, damit hatte sie anscheinend überhaupt nich gerechnet bei mir, schien sich jedenfalls über eine Trainingsrunde zu freuen und so gab ich ihr eine hoffentlich harte Nuss zu knacken, bis sie natürlich gewann!

Dienstag, 8. Mai 2012

Gääähhhnnn!!

Mal wieder läutete die große Glocke Sturm, was für mich nichts Gutes heißen konnte, denn es war der erste Tag der Hand. Sollte etwa schooooon wieder Ratssitzung sein? Hatte nicht erst kürzlich diese für mich ganz besonders schrecklich langweilige Sitzung stattgefunden… und davor auch… und davor… und davor… ist die denn tatsächlich jetzt jede Hand??? Meine Herrin verneinte das zwar… brach dann jedoch leise seufzend ihr kurzes Gespräch mit mir ab und begab sich Richtung Ratssaal… warf aber diesmal wenigstens noch auf die Schnelle einen kurzen Blick auf die rot blühenden Blümchen vor der Tür. Doch das war wirklich nur ein kleiner Zwischenstopp… meine kurze Bemerkung dazu hat sie nicht mal mehr gehört und mir blieb nichts anderes übrig, als wie immer hinter ihr herzulaufen. Mit einer mittelprächtig ausgeprägten Abneigung im Bauch konnte ich nicht vermeiden, dass wieder einmal Gedanken in mir aufkeimten, mindestens für den ersten Tag jeder zweiten Hand unbedingt eine Zweitkajirastelle zu benötigen… bei Bedarf auch jede Hand! *seufzt theatralisch*
Meine oberallerschrecklichsten Befürchtungen bewahrheiteten sich dann auch gleich… es war tatsächlich schon wieder Ratssitzung und damit für mich die üblichen, nicht enden wollenden zwei Ahn Schweigen angesagt, kombiniert mit angestrengten Bemühungen nicht einzuschlafen oder wenn, dann wenigstens mit offenen Augen und dabei natürlich eine perfekte Kniehaltung beizubehalten. Ich glaube, inzwischen bin ich darin sogar ziemlich gut, diese obersuperzumrückwärtsessenlangweilige Sitzung über mich ergehen zu lassen, ohne dabei zusammenzusacken oder gar zu schnarchen. Wobei ich sowieso nicht schnarche… habe ich jedenfalls noch nicht gehört. Außerdem tut das meine Herrin schon ausgiebig genug^^… allerdings natürlich nicht in einer Ratssitzung, sondern nur nachts… oder habe ich das etwa nur geträumt? *zieht ihre Stirn nachdenklich kraus*
In diesen grässlichen Sitzungen knie ich dann meist in einer Art innerem Gleichgewicht in fast meditierender Haltung… ich atme gleichmäßig und tief bis in meinen Bauch hinein… meine Hände sind leicht und locker auf meinen Schenkeln abgelegt… die Handflächen zeigen selbstverständlich nach oben… den Kopf habe ich, wie es sich für eine gute Kajira gehört, in vollkommener Entspannung leicht gesenkt. Ich glaube, sollten meine Augen dabei doch einmal zuklappen, fällt das bei dieser Kopfneigung niemandem weiter auf, da meine langen Haare dies wohl ganz gut verdecken, weil die mir in dieser Haltung ja etwas vor dem Gesicht hängen. Ganz wichtig… bei Ratssitzungen also die Haare bloß nie zusammenbinden! ;-) Auf diese Weise lasse ich dann das nicht enden wollende Gesabbel der Freien mehr oder weniger einfach an mir vorbeirauschen.
Gestern habe ich diese Technik mal wieder echt perfekt drauf gehabt… fand ich jedenfalls… und meine Gedanken und einige Fantasien ausgiebig schweifen lassen. Denn was interessieren mich irgendwelche abenteuerlichen Ideen, ob man es schafft für den Bau weiterer Häuser einen Vulkan „abzuschalten“… ein neues Kampfsystem... ob, wie, wann, warum und wofür Orden verliehen werden sollten und ich weiß nicht was noch alles von den Ratsmitgliedern durchgekaut worden ist. Nur ist mir seit der Neumöblierung im Ratssaal leider der interessante Anblick nackter Männerbeine unter dem Tisch nicht mehr so vergönnt wie früher, als die Bürger noch auf recht hohen Stühlen an dem großen Tisch saßen… das waren noch Zeiten! *schwärmt mit leicht geröteten Wangen*
Achja, bei der Ankündigung demnächst in Kasra ein Zar-Turnier auszurichten, habe ich dann in Anbetracht der Spielleidenschaft meiner Herrin und weil sie die Organisation dafür übernommen hat, wieder etwas mehr aufgepasst. Es ist dann natürlich in einer solch entspannten Phase die totale Herausforderung, bei einem wichtigen Tagesordnungspunkt wieder auf Empfang umzuschalten… aber eine gut ausgebildete Kajira schafft nicht nur die Ratssitzungen zu überstehen, sondern eben auch das… zumindest meistens! ;-))

Freitag, 4. Mai 2012

Die Spielleidenschaft

...meiner Herrin führte Gina und mich ein weiteres Mal nach Jorts. Diesmal allerdings nicht mit IHM, dem guten Freund meiner Herrin, sondern mit ihr höchstpersönlich. Seine Erkundigungen hinsichtlich des dortigen zurzeit stattfindenden Zar-Turniers waren ihr seit unserer Rückkehr anscheinend nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Da unsere Herrin Regent wohl eine ähnliche Begeisterung für Brettspiele hat, war sie sofort von den Reiseplänen meiner Herrin sehr angetan, vor allem weil sie sowieso vorhatte, diesen kleinen Ort einmal zu besuchen.
Letztendlich war unsere Reisegruppe mit der riesigen Regentensänfte, dem Begleitschutz durch unsere Krieger und etlichen weiteren Bürgern ziemlich groß, so dass es fast so aussah, als würde halb Kasra evakuiert werden. Für Gina und mich bedeutete diese Reise leider eine ziemliche Schlepperei, da wir nicht nur die Kleiderberge meiner Herrin zu tragen hatten, sondern vorsichtshalber auch noch ein Zelt. Meine Herrin hat mit fremden Übernachtungsmöglichkeiten ja schon sehr schlechte Erfahrungen gesammelt und wollte daher für alle Eventualitäten gewappnet sein.^^
Leider hatte es über das Zar-Turnier jedoch offensichtlich ein Missverständnis gegeben, denn es fanden gar keine Spiele statt, als wir nach der ohne weitere Zwischenfälle sehr ruhig verlaufenen Reise zu später Ahn in Jorts ankamen. Wir trafen auch nur wenige Bewohner an, weil die anderen anscheinend zwischen den Turniertagen die Gelegenheit nutzten, allen aufgeschobenen, wichtigen Dingen nachzugehen... was aus meiner Sicht jedoch fast als Glücksfall anzusehen war, denn das Gewusel mit den vielen Menschen auf der recht kleinen, engen Terrasse vor dem Gasthaus war alleine durch unsere Reisegruppe schon groß genug.
Wie gut, dass Gina und ich uns bereits bestens auskannten und den fleißigen Stadtkajirae, die für die vielen Gäste schnell noch weitere Sitzkissen herbei geschafft hatten, beim Servieren helfen konnten, so dass meine Herrin auch hier ihre Milch mit Honig bekam, während sie sich angeregt mit dem überhaupt nicht so wie sonst grummeligen Schuldeneintreiber und Händler über eine blonde Kajira unterhielt, auf die sie offensichtlich ein Auge geworfen hatte. Es war erstaunlich, der Herr war in Jorts überhaupt nicht so schlecht gelaunt, wie er normalerweise in Kasra immer ist.;-)
Im Gegenteil, er bot meiner Herrin sogar gut gelaunt an, sein Gast zu werden, falls in der Herberge kein Zimmer mehr frei wäre. Ob der Paga in Jorts tatsächlich bekömmlicher war als im Feuerkrug? Ich bekam bedauerlicherweise keine Gelegenheit mehr, die Auswirkungen dieses Getränks auf die Umgänglichkeit des Herrn oder gar weitere Auswirkungen bei ihm zu erforschen, weil meine Herrin wie immer um ihren guten Ruf bedacht war und sich auf dieses, wie ich finde verlockende Angebot leider nicht einließ. Selbst als der Herr mit einem Blick auf Gina und mich argumentierte, dass wir unsere Herrin bestimmt zu schützen wüssten, blieb sie bei ihrer Absage.
Oh ja... mir schossen sofort jede Menge Gedanken mit den geschicktesten Ablenkungsmanövern durch meinen heißen Sklavenkörper... also meinen Kopf... doch irgendwie hatte meine Herrin offensichtlich kein Vertrauen in mein Können, so dass das Interesse des Herrn an uns letztendlich abflaute.^^ Aber was soll's, neben mir saß der Herr Ex-Regent, dem ich nun meine ganze Aufmerksamkeit widmete... allerdings war ich dabei selbstverständlich stets darauf bedacht, meine ehrbare Herrin nicht zu brüskieren! ;-)
Inzwischen hatte sich dann auch alles in ihrem Sinne ums Zarspiel geklärt... sie bekam zwar kein Turnierspiel zu sehen, aber ihre heiß ersehnte Chance gegen eine richtig gute Spielerin anzutreten... nämlich gegen Su, denn dieses Spiel darf ja auch von Kajirae gespielt werden. So wie der Hauptmann von Jorts sich kürzlich ausdrückte, ist Su wohl richtig gut darin... das kann ich nun wirklich bestätigen!
Komisch... eigentlich bin ich nicht unbedingt ein Fan von solchen Spielen... vor allem nicht, wenn es mir befohlen wird, zu spielen... meine Neigungen liegen da einfach auf einem anderen Sektor. Aber während ich gestern meiner Herrin und Su zuschaute, bekam ich so ein klitzekleines, seeehr obervages Gefühl, als ob sich dies vielleicht in Bezug auf Zar ändern könnte??? *zwinkert zu ihrer Herrin* :-))

Donnerstag, 3. Mai 2012

Der Klügere gibt nach

Als ich gestern vom Hafen kommend durch das große Stadttor lief, sah ich gerade noch, wie meine Herrin im Feuerkrug verschwand. „Oha, also nix wie hinterher, damit sie nicht lange auf ihre heiß geliebte Milch warten muss“, dachte ich bei mir und legte einen Zacken zu, denn ich kann ziemlich schnell sein... wenn ich muss^^. Doch das Getränk sollte vorerst noch etwas auf sich warten lassen. Meine Herrin hatte nämlich soeben von einem der beiden Krieger im Feuerkrug erfahren, dass sich in Kasra eine Delegation aus der Oase befindet, wegen irgendwelcher Verhandlungen über Salzlieferungen. Ich glaube, sie murmelte noch etwas über „jemand mit Ahnung vom Handel“ und „Schlimmeres verhindern“, als sie auch schon eine elegante Kehrtwende machte und mit hinterher wehendem Rock Richtung Ratssaal preschte… ich selbstverständlich wie immer hinter ihr her.
Im Ratssaal war schwer was los. Bei der Menge von Oasenbewohnern einschließlich ihrer ganzen Kajirae kam es mir fast so vor, als sei die Oase der 4 Palmen für diesen Handel evakuiert worden. Aber so wie es aussah, war das Geschäft bereits geschlossen worden, denn der Emir war bei unserem Eintreffen gerade dabei, sich zufrieden die Hände zu reiben, nachdem er sein Siegel ziemlich laut auf einen Vertrag geknallt hatte. Nach einer kurzen Musterung der vielen Anwesenden, zog es meine Herrin daher vor, den Ratssaal alsbald wieder zu verlassen, denn zu diesem späten Zeitpunkt konnte sie sowieso nichts mehr ausrichten. Bei dem Krach durch die vielen gleichzeitig redenden Menschen im Saal, war mir war dieser Rückzug nur Recht… zumal wir auf dem Markt dann auf den Schmied trafen, der sich bei meiner Herrin neugierig nach dem Stand der Verhandlungen erkundigte, während er mich mit einem für seine Verhältnisse nur ziemlich knappen Blick bedachte.^^
Von ihm erfuhren wir auch, dass die Meinungen über sämtliche den Schutz des Salztransportes betreffende Fragen wohl ziemlich weit auseinander lagen und anscheinend bislang noch keine Einigkeit darüber erzielt werden konnte. Kasras Krieger hatten sich offensichtlich sogar dagegen gewehrt, dem Transport überhaupt Geleitschutz zu geben, obwohl dies natürlich eine gute Gelegenheit für sie gewesen wäre, ihr Können unter Beweis zu stellen. Anscheinend war die Gefährtin des Wirts scharf darauf, mit irgendwelchen Waldfrauen zu verhandeln, damit die Karawane nicht angegriffen wird. Ich glaubte schon, nicht richtig gehört zu haben, aber das missbilligende Kopfschütteln meiner Herrin und ihre abwertenden Bemerkungen über ein solches Gebaren einer freien Frau lehrte mich anderes... das Verhalten der roten Kaste war wegen dieser Herrin, die sich anscheinend gerne überall reinsteckt, also nur verständlich. Dabei sollte diese junge Mutter doch mit ihrer kleinen Tochter zu Hause eigentlich ziemlich ausgelastet sein... aber vielleicht fällt ihr auch die Decke auf den Kopf? ;-)
Doch es sollte sogar noch besser bzw. noch viel lustiger kommen. Der gut gelaunte Herr Schmied war wirklich  in allerbester Plauderstimmung und informierte uns mit breitem Grinsen über den neuesten Antrag im Rat, mit dem ein Beschluss herbei geführt werden sollte, dass Kajirae nicht mehr auf dem Brunnenrand sitzen dürfen. Ich traute meinen Ohren schon wieder nicht so ganz, doch ich hatte auch diesmal richtig gehört und konnte kaum fassen, womit sich der hohe Rat von Kasra befasst hatte. Jedoch ein dazu gekommener Krieger bestätigte diesen zu unser aller Erheiterung beitragenden Antrag. Aber was soll’s… vielleicht gehen sonst womöglich noch die TOPs für die Ratssitzungen aus?^^ Der Schmied kündigte jedenfalls immer noch vergnügt grinsend an, seinen Enkeln in 200 Jahren diese Anekdote noch erzählen zu wollen. Das warf bei mir natürlich die Frage auf, wie er denn zu Enkeln kommen will, wo er noch nicht mal eine Gefährtin, geschweige denn Kinder hat! Eigentlich brannte mir hierzu schon eine neugierige Frage auf den Lippen, aber erstens hat er noch mindestens 100 Jahre Zeit und zweitens bin ich ja nun mal nicht neugierig... außerdem wurde ich leider genau in dieser Ehn von den aus dem Ratssaal strömenden Menschenmassen abgelenkt. ;-)
In diesem Pulk von Leuten waren plötzlich auch der Herr Ex-Regent und der Leutnant, der immer so mit seinen heldenhaften Taten im letzten Krieg an... also sich so gerne damit brüs... naja, ich wollte natürlich sagen, davon erzählt.^^ Diese beiden Rarii wollten sich nach Aufforderung durch die Herrin Regent nun in einem Schaukampf messen... vielleicht eine richtig gute Gelegenheit, um der Wirtgefährtin mal zu zeigen, was die rote Kaste alles drauf hat und dass sie es nicht nötig haben, irgendwelchen Waldfrauen hinterher zu laufen? Das hatten die beiden nämlich wirklich nicht nötig! Ich war vollkommen hin und her gerissen vom Spiel ihrer gestählten Muskeln, während beide Krieger äußerst geschickt und kraftvoll versuchten, den anderen in Bedrängnis zu bringen. Das Ganze ging natürlich nicht ohne einige ziemlich heftige und schmerzende Blessuren, bei denen ich mehrfach zusammenzuckte. Meine Aufregung war sowieso kaum mehr in den Griff zu bekommen, so dass ich mich immer fester in den Rock meiner Herrin drückte und ab und an vor unerträglicher Spannung einfach meine Augen zukneifen musste, weil es kaum mehr auszuhalten war, denn mein Herz war natürlich nicht unparteiisch, sondern schlug für unseren Herrn Ex-Regenten. Wobei ich auch von dem Geschick und der Kampfkraft des Leutnants ebenfalls schwer beeindruckt war! ((ein toller RP-Kampf :-))
In meinen Augen hat das Ende des Kampfes dann aber gezeigt, wer ein wirklich großer Rarius ist... unser Ex-Regent. Er nutzte überaus geschickt den Brunnen, der sich natürlich nicht erst im Kampf, sondern schon immer an dieser Stelle des Marktplatzes befand, um bei einem Ausweichmanöver geschickt über die untere Kante der Brunneneinfassung zu "stolpern", gab dem Leutnant so die Gelegenheit, ihm das Schwert an den Hals zu setzen und gestand ihm lachend seine Niederlage ein. Ich glaube, der Sturz muss ziemlich weh getan haben, doch der Herr Ex-Regent bemerkte dazu nur trocken: "Komisch, stand der Brunnen schon immer hier?".........der Klügere gibt eben nach! :-)))))