Donnerstag, 14. Juni 2012

Ich bin echt zu bedauern...

Soeben traf der große, gutaussehende, blonde Aufseher ein und will mich nach einer kurzen Absprache mit meiner Herrin einfach mitnehmen… für VIIIEEEEER Wochen harte Feldarbeit!!! Ich traute meinen Ohren kaum, als ich das hörte.

Ohje, warum werde ich so hart gestraft????????????????

((Es geht mit dem WoMo nach Frankreich… drückt mir bitte ganz doll die Daumen für viel schönes Wetter, tolle Atlantikwellen, leckeren Rotwein, betörende Düfte in der Provence und vor allem…. vergesst mich nicht! :-))

Noch kein Umzug in Sicht

Da ich hoffte, meine Herrin würde nun vielleicht in ein Haus umziehen können, gab ich mir besonders viel Mühe mit dem Aufräumen des Herbergszimmers, vertrödelte mich dabei aber leider auch ein wenig, sodass ich schließlich in großer Eile die steile Treppe hinunter in den Gastraum der Herberge sauste. Oh je, ich hätte mal lieber nicht zwei Stufen auf einmal nehmen sollen. Als ich nämlich unten ankam, hatte ich so viel Fahrt drauf, dass ich nicht mehr rechtzeitig abbremsen konnte und einen Herrn mit seiner Kajira fast über den Haufen rannte bzw. ihn unsanft anrempelte. Ich konnte mir gerade noch verkneifen ihn anzubrummeln, dass er im Weg steht, denn solche Worte muss sich eine Sklavin selbstverständlich verkneifen. Wohlerzogen wie ich nun mal bin, hielt ich also meine Klappe und entschuldigte mich höflich bei ihm. Er reagierte zwar etwas ungehalten über mein Missgeschick, aber er war zum Glück nicht der ungeduldige Schwertaufdenpoklatscher^^ vom Vortag, sodass ich mit einer empörten Ermahnung davon kam. Er hatte offensichtlich ein Einsehen, dass ich wirklich schleunigst zu meiner Herrin musste.
 
Meine Herrin hatte nämlich immer noch nicht gefrühstückt, da Gina und Katy anderweitig beschäftigt waren. Ich sah also zu, dass ich in die Küche kam, um ihre Honigmilch und einen Teller mit Brot und Käse für sie zuzubereiten. Komischerweise war der Durchgang zur Taverne, wo sich die Küche befindet, mit einem Vorhang geschlossen, den ich vorher überhaupt noch nicht bemerkt hatte. Den Grund dafür stellte ich umgehend fest… Su und Asma tanzten für den Herrn Händler und da sich keine freie Frau an ihrer Darbietung erhitzen sollte… nee, ich wollte natürlich sagen, dass keine Freie Frau dadurch brüskiert werden sollte, war diese Abtrennung erfolgt. Eine sehr geschickte Lösung fand ich.
 
Dieser Tanz hatte nicht nur Su und Asma, sondern offensichtlich auch den Händler seit Tagen beschäftigt, denn ich hatte immer mal wieder Gesprächsfetzen von den dreien darüber aufgeschnappt. Ich hatte sogar die Vermutung, dass der Herr an nichts anderes mehr dachte. Daher freute ich mich für die beiden Kajirae, dass sie ihn nun endlich vorführen durften und bemühte mich, nicht mit dem Milchtopf herumzuklappern, um nicht allzu sehr zu stören. Wobei ich nach einem Blick auf den Herrn eh vermutete, dass er sowieso nichts davon hören würde, da sein ganzes Augenmerk auf den beiden sich im Tanzkreis aufreizend windenden Mädchen ruhte. Wenn Männer erst mal ein gewisses 'Stadium' erreicht haben, denken sie sowieso nur noch mit einem einzigen Körperteil… kommt mir jedenfalls so vor^^… da bleibt fürs Gehör vermutlich nicht mehr allzu viel übrig. ;-)
 
Nachdem ich das Frühstück für meine Herrin schließlich fertig hatte, verdrückte ich mich leise wieder aus diesem Bereich und schloss natürlich den Vorhang sehr sorgfältig wieder… nicht auszudenken, wenn meine Herrin dort einen Blick hinein werfen müsste! Wobei mir natürlich klar wurde, dass es mit ihrem Umzug bestimmt nicht so bald was werden würde, wenn ich den Herrn Händler richtig einschätzte… womit ich auch tatsächlich richtig lag^^. Doch meine Herrin war von ihren Umzugsplänen inzwischen abgelenkt worden, da ein Herr die Herberge betreten hatte, der uns beiden bekannt vorkam. Er schien zu bemerken, dass wir leise über ihn sprachen und fragte darauf meine Herrin, ob sie ein Problem mit ihm hätte… hatte sie natürlich nicht!
 
Es stellte sich heraus, dass die beiden sich wohl tatsächlich kannten… dann aber irgendwie doch nicht… sie redeten fast wie eine Gianni um den heißen Brei herum. Das Gespräch wurde immer rätselhafter und mysteriöser… es ging um einen gemeinsamen Heimstein und dann doch wieder nicht… um einen Heimstein der von Piraten zurück geholt worden war… einen verwaisten Heimstein, einen persönlichen und einen zerstörten… um einen kleinen, glatten Stein, den meine Herrin seit vielen Jahren immer bei sich trägt, seitdem wir damals Samanu verlassen mussten… einen leise in mein Ohr geflüsterten Auftrag, ein Werkzeug zu holen, dass dann aber offensichtlich doch nicht benötigt wurde… und, und, und… noch viel Rätselhaftes, aber auch sehr Emotionales, worüber eine Kajira selbstverständlich Stillschweigen zu bewahren hat. :-)
 
Die Zeit verging darüber wie im Flug, doch Su tauchte wie erwartet nicht mehr auf… der erhoffte Umzug in ein Haus ließ daher weiter auf sich warten. Aber das kleine Zimmer ist nicht ungemütlich... nur wenn die vielen Kisten mit dem Besitz meiner Herrin in den nächsten Tagen eintreffen, dann könnte es tatsächlich eng werden! ;-)

Mittwoch, 13. Juni 2012

Ein Kastenauftrag mit weitreichenden Folgen

Meine Herrin bestätigte, was sie am Vorabend bereits angedeutet hatte. Sie musste Kasra verlassen und zwar auf unbestimmte Zeit oder vielleicht sogar für immer… das wird die Zukunft jedoch erst zeigen. Sie musste eine schreckliche Entscheidung zwischen Heimstein und Kaste treffen und ist schweren Herzens dem Auftrag ihrer Kaste gefolgt, hat alle Haushalte in Kasra darüber informiert, ihren gesamten Besitz aus dem Sklavenhaus in Kisten gepackt und das Haus an die Stadt zurückgegeben. Das Naheliegendste war für sie natürlich, als erste Station ihrer Aufgabe nach Jorts zu reisen, weil sich dort ja der Rest ihres Besitzes befand… nämlich Gina und ich… Katy auch und natürlich auch mein Lieblingskrieger, mit dem sie sich wohl noch beraten will. Nun werden wir wahrscheinlich sehr, sehr lange in der Fremde auf Reisen sein, wobei sie sich für die einzelnen Stationen sehr viel Ruhe und Zeit nehmen wird… so auch hier in Jorts.
 
Als Erstes war daher die Frage einer angemessenen Unterkunft für einen längeren Aufenthalt zu klären. Das so hilfsbereit von Su angebotene Provisorium im Haus ihres zurzeit auf Reisen befindlichen Herrn konnte natürlich nur von vorübergehender Dauer sein und wurde dann gestern auch schon beendet, nachdem zufällig wieder ein Zimmer in der Herberge frei geworden war. Vielleicht hat meine Herrin ja Glück und kann demnächst sogar in ein kleines Haus umziehen, das ich dann auch wiederfinden kann? Ich wünsche mir wirklich sehr, möglichst schnell zu lernen, mich nicht mehr ständig zu verlaufen! Eigentlich war ich nach meinen Erkenntnissen am Vortag zur Lage der Schneiderei hinsichtlich meiner guten geografischen Auffassungsgabe sogar schon recht zuversichtlich gewesen, doch gestern wurde ich eines anderen belehrt… ich fand mich nämlich in den vielen schmalen Gassen überhaupt nicht mehr zurecht und irrte wie ein blindes Vulo irgendwie orientierungslos im Kreis herum.
 
Dabei fing der Tag gar nicht mal so schlecht an. Gina und ich schlichen uns leise aus dem Haus, um unsere Herrin nicht zu stören und sie nach den Strapazen ihrer langen Reise noch etwas ausschlafen zu lassen. Dabei liefen wir fast unserem Aufpasser und Cassia in die Arme, die wir sofort darüber informierten, dass wir wegen der Ankunft unserer Herrin aus dem Gästehaus verschwunden waren. Da Cassia‘s Herr offensichtlich aber immer noch extrem schlecht gelaunt war und wegen irgendeinem Geschenk sowieso keine Zeit für uns hatte, machten wir uns schnell aus dem Staub, um zu erkunden, wo das laute Klirren von Schwertklingen herkam, dass wir hörten. Neugierig liefen wir in die Richtung, aus der wir meinten das Geräusch zu hören. Wir hatten uns nicht getäuscht… auf einer großen Wiese am Dorfrand fand ein Waffentraining statt. Zwei Zuschauerinnen hatten sich bereits vor uns dort eingefunden… eine Herrin und eine Sklavin, die plötzlich wie wild zu winken begann und mir laut „Taaal Diiinaaaa“ zurief. Welch ein Zufall… es war Dark, die ich immer sehr gemocht, aber schon eine ganze Ewigkeit nicht mehr gesehen hatte, nachdem sich unsere Wege das letzte Mal gekreuzt hatten. :-)
 
Leider blieb uns nur wenig Zeit zum Tuscheln, da das Training alsbald beendet war und es den durstigen, abgekämpften Herren nach Getränken gelüstete… der Herr von Dark zwar nur nach Wasser, ein anderer jedoch nach Kalana. Eigentlich fühlte ich mich bei seiner Bestellung überhaupt nicht von ihm angesprochen, da genau vor ihm eine der ortsansässigen Kajirae kniete. Doch als er seinem Nachbarn gegenüber etwas von verstopften Ohren erwähnte, die er mit einem Schlag seines Schwertes durchpusten wollte, wurde ich nachdenklich. Lange Zeit zum Grübeln oder für Rückfragen blieb mir allerdings nicht, denn er baute sich plötzlich direkt hinter mir auf und ich bekam äußerst unangenehm die flache Seite seines Schwerts auf meinem Po zu spüren… er meinte also tatsächlich mich.
 
Selbstverständlich wollte ich meinen Patzer schnell wieder gutmachen, im wahrsten Sinne des Wortes, und sauste eilig los… leider in mir unbekannte Gassen, in denen ich mich schließlich so verfranste, dass ich einen Herrn, der vor seinem Haus in der Sonne saß, nach dem Weg fragen musste. Als ich dann ich weiß nicht wie viele Ehn später mit dem bestellten Kalana endlich am Trainingsplatz eintraf, war der Rarius dort leider nicht mehr zu entdecken, sodass sich leichte Verzweiflung über mein Missgeschick in mir breit machte. War er womöglich inzwischen Richtung Taverne marschiert und hatte einen anderen, vermutlich den direkten Weg dorthin genommen und ich ihn unterwegs verpasst? Keine Ahnung, jedenfalls blieb mir nichts anderes übrig als zurückzulaufen… fand diesmal erstaunlicherweise auch gleich den Weg zur Herberge. Er saß tatsächlich auf der Terrasse, wusste es zu meiner allergrößten Erleichterung als Weinkenner aber sehr zu schätzen, dass ich so lange für seine Bedienung gebraucht hatte und meinte nur: „Ein guter Wein benötigt einfach seine Zeit zum Atmen“. Er nahm mir die Verzögerung also nicht krumm und ließ mir auch keine weitere Bekanntschaft mit seinem Schwert angedeihen. ;-)
 
Nach diesem verwirrenden Erlebnis war ich schließlich froh, meine Herrin zu entdecken und nahm mir vor, nicht mehr von ihrer Seite zu weichen… außer um eine Milch für sie zuzubereiten, die zu meiner großen Erleichterung nach oberkritischer Prüfung geschmacklich keine Beanstandungen bei ihr fand. Während ich danach stumm den Gesprächen auf der Terrasse der Herberge lauschte, entschloss ich mich, ihr so schnell wie möglich meinen Käseverkostungsversuch vom Vortag zu beichten, denn sie isst nun mal sehr gerne Käse… nicht auszudenken also, wenn der hiesige ihr nicht schmecken sollte! Und was soll ich sagen… ich habe sie noch am gleichen Abend tatsächlich von der Notwenigkeit einer Käseverkostung durch mich überzeugen können. Sie war schließlich sogar so überzeugt, dass sie anwies sowohl Gina als auch Katy müssen ebenfalls den Geschmack des hiesigen Käses testen… falls ich mal verhindert sein sollte, was bei meinen vielen Aufgaben als ihre Erste durchaus gelegentlich der Fall sein kann.
 
Leider betonte sie jedoch, dass als Testhappen natürlich ein oberklitzekleines Käseeckchen genügen würde.^^

Dienstag, 12. Juni 2012

Donnerwetter und Käse in Jorts

Gina und ich waren mal wieder die Letzten, die wach wurden…alle anderen bereits ausgeflogen. Wir nutzten daher die gute Gelegenheit noch für einen kleinen Plausch, bevor uns der Goralltag einholte… diesmal in Form einer ziemlich lauten Stimme, die sich unverkennbar nach unserem Aufpasser anhörte, sodass wir beiden Langschläferinnen uns schleunigst auf den Weg machten, vor die Tür zu kommen.
 
Oho, es herrschte dicke Luft im Kriegerhaushalt unseres Aufpasser-Wachchefs, sodass ich meinen Lieblingskrieger lediglich freundlich grüßte und mich dann so klein wie möglich machte, um sein Augenmerk nicht weiter auf mich zu ziehen. Er hielt seinen beiden Mädchen gerade eine gewaltige Standpauke, weil offensichtlich diverse Tuniken verschwunden oder vielleicht auf dem Schiff vergessen worden waren. Über die genaue Anzahl und die Höhe seines finanziellen Verlustes konnten jedoch beide keine Auskunft geben. Die Situation wurde immer brenzliger, bis die beiden schließlich kurz davor waren, von ihm als Münzen am Hafen angebunden zu werden, damit sie den finanziellen Ersatz wieder einbrachten.
 
Da sich nicht eindeutig klären ließ, wie viele Tuniken mit welchem Wert überhaupt verschütt gegangen waren, entschloss sich unser Aufpasser-Wachchef letztendlich zu einer anderen Strafe. Beide müssen nun die nächsten Tage nackt herumlaufen, damit sie lernen, zukünftig mit Kleidung sorgsamer umzugehen. Zusätzlich strafte er jede noch mit der Kurt. Ich glaube, diese schmerzvolle Erfahrung hat ihnen deutlich gemacht, wie sehr sie von seinem Wohlwollen aber auch von der Willkür ihres Herrn abhängig sind und was es für sie bedeuten kann, seinen Zorn auf sich zu ziehen.
 
Als sei das alles noch nicht Strafe genug, demonstrierte er den beiden zusätzlich, was ihnen entgeht, wenn sie in Ungnade sind, indem er Gina und mich an sich heranzog und seine Kriegerfinger unter unsere knappen Oberteile schob… denn wir waren ja die Guten. Unser Waldausflug mit Kennelandrohung, den ich ihm bei der ersten Gelegenheit gleich gebeichtet hatte, interessierte ihn überhaupt nicht weiter und hatte lediglich dazu geführt, dass wir zukünftig nur so weit in den Wald dürfen, wie die Häuser von Jorts noch zu sehen sind… unserer Beerenverkostung steht also auch zukünftig nichts im Wege und die Sklavenbreiaufbesserung ist weiterhin gerettet.
 
Nachdem unser Aufpasser-Wachchef unsere Dienste nicht mehr benötigte und auch sonst kein Freier in Sicht war, unternahmen wir einen kleinen Streifzug durch das Dorf. Ich fand nämlich, es war an der Zeit, sich ein wenig besser mit den schmalen, verwinkelten Gassen vertraut zu machen. Besonders das Haus der Schneiderin mussten wir uns aus dem vorgenannten Grund gut merken, denn unsere ortsansässige Führerin war absolut kein geografisches Genie und gestand uns, dass sie sich immer wieder verläuft. Ich hatte das Gefühl, sie fand sich sogar noch schlechter zurecht als ich und wusste nicht mal, dass die Schneiderei genau hinter dem Badehaus liegt… aber vielleicht täuschte ich mich da auch?
 
Unser Rundgang endete schließlich in der fast menschenleeren Herberge, denn die Dorfbewohner scheinen bis auf wenige Ausnahmen leider überwiegend Frühschlafengeher zu sein. Eine der Ausnahmen war der Händler, der sich mit Su unterhielt, die vor ihm im Tanzkreis kniete. Da mein Magen schon wieder so schrecklich knurrte, irgendwie macht die Luft in Jorts furchtbar hungrig, kam ich auf die Idee, einmal den Käse auf der Anrichte vorzukosten und sozusagen seine Qualität zu überprüfen. Sofern meine Herrin hier vielleicht irgendwann mal wieder einkehrt, wäre es als ihre Erste doch ganz gut zu wissen, ob dieser überhaupt nach ihrem Geschmack ist. Bei unserem früheren Besuch war dazu nämlich keine Gelegenheit gewesen und auch mit dem Herrn Nic nicht, da der sein riesiges Frühstück komplett alleine vertilgt hatte, ohne Gina und mir auch nur ein Krümelchen davon übrig zu lassen.
 
Gesagt getan… den Händler aus dem Augenwinkel genau beobachtend, schlich ich mich möglichst unauffällig zur Anrichte, summte um mir ein wenig Mut zu machen leise und unschuldig dabei vor mich hin und nahm mir dann ein Stück Käse, mit dem ich genauso unauffällig, allerdings ziemlich schnell und mit vor Aufregung klopfendem Herzen wieder um die Ecke verschwand. Zufrieden grinsend bot ich allen anderen Kajirae ein Stück davon an, aber keine wollte davon… alle hatten entweder keinen Hunger oder Schiss, weil sie meinten das sei verboten und würde Strafe nach sich ziehen. Komischerweise knurrte mein Magen auch nicht mehr. Außerdem waren mir inzwischen ebenfalls Skrupel über die Rechtmäßigkeit meines Tuns gekommen, so dass ich mich kurzerhand entschloss, das Käsestück doch lieber wieder zurück zu legen.
 
Leider wurde ich dabei jedoch vom Händler erwischt, der mich sofort zu sich befahl und seinen Unmut über den angegrabbelten Käse äußerte, während er das Stück in meiner Hand in Augenschein nahm. Er scheint also nicht nur über eine falsche Pagasorte zu grummeln, sondern auch bei dem fehlgeschlagenen Versuch meiner Käseverkostung. Immerhin bekam ich keine Strafe, wenn man davon absieht, dass ich die hochnäsig grinsende^^ Su mit dem leckeren Käse füttern und auch noch einen Kurzvortrag über den Unterschied zwischen Geben und Füttern über mich ergehen lassen musste. Zum Glück wurde mir gerade noch rechtzeitig klar, dass ich es mir mit Su nicht verderben will und gab letztendlich klein bei… eine kluge Kajira muss wissen, wann sie zurückzustecken hat oder... die Klügere gibt nach?^^
 
Kurz vor dem Einschlafen geschah dann etwas, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte… meine Herrin stand plötzlich mit dem Hauptmann von Jorts vor dem Gästehaus. Doch was das zu bedeuten hatte, erzähle ich das nächste Mal. ;-)

Montag, 11. Juni 2012

Auf Reisen

Aufgeregt wuselten Gina, Katy und ich den ganzen Tag wie ein Haufen aufgescheuchter Vulos im Sklavenhaus umher. Es galt, alles Wichtige einzupacken und möglichst nichts zu vergessen. Ansage meines Lieblingskriegers war gewesen, auch etwas Aufreizendes mitzunehmen. Vermutlich wollte unser Aufpasser-Wachchef in Begleitung von 5 verführerisch gekleideten, rotseidenen Schönheiten ein wenig Eindruck auf den Hauptmann von Jorts machen und erhoffte sich dadurch womöglich einen positiveren Verlauf seines Gesprächs? Es war daher nur logisch, dass wir erst mal eine kleine Modenschau im Sklavenhaus veranstalteten, denn viele der schönen Seiden lagen leider schon sehr lange ganz unten in der Kleiderkiste und mussten bei dieser Gelegenheit erst mal durchprobiert werden. Meine Herrin möchte mich ja immer etwas bedeckter, nicht so viel Haut zeigend *seufzt leise*.
 
Obwohl wir alle feststellten, wie wenig wir nur anzuziehen hatten, waren diese echt schweren Entscheidungen irgendwann dann doch getroffen. Nun galt es nur noch genügend Proviant auch an Gina und Katy zu verteilen und meine Survival-Ausrüstung im großen Rucksack zu verstauen. Seit meinen Erfahrungen in den großen Wäldern von Lydius, bin ich auf Reisen ziemlich vorsichtig geworden, da man ja nie wissen kann, was möglicherweise alles passiert. Auch wenn die anderen mich wegen meinem Rucksack-Monstrum ein wenig belächelten, in den übrigens auch ein kleines Zelt passte, fand ich mich ziemlich schlau und hievte das schwere Ding ohne zu murren auf meine Schultern, als es dann schließlich zum Hafen ging. Für meine Herrin hatte ich selbstverständlich noch eine Nachricht auf den Tisch gelegt, damit sie weiß, wo wir sind. Ich war mir nämlich nicht mehr ganz sicher, ob unser Aufpasser mit ihr über die anstehende Reise gesprochen hatte.
 
Die Schiffsreise verlief glücklicherweise ruhig… es ging den Fayheen bei mildem, sehr gutem Wetter hinab und den Vosk mit angenehmem Rückenwind und ebenso schönem Wetter dann hinauf… der Kapitän war ein sehr netter und seine Mannschaft alles muskelbepackte, gestandene Seeleute, die sich an uns erfreuten, wenn unser Aufpasser unsere Dienste nicht benötigte^^... alles in allem also eine herrliche Reise. Bis auf eine Nacht, in der ich einen grässlichen Alptraum hatte, in dem ich ohne meine Herrin schutzlos den Gehässigkeiten einer Freien und ihrer Freunde ausgeliefert war, die auf übelste, intrigante Weise versuchten, ihre unerklärliche Wut an mir auszulassen. Zum Glück endete dieser schreckliche Traum mit irgendeiner lächerlichen Sache über „Plopp und Wusch“, die mich laut lachend aufwachen lies, nachdem sich die Damen selbst disqualifiziert hatten.
 
In Jorts angekommen, war ich nach einem etwas längeren Fußmarsch letztendlich dann doch einigermaßen froh bzw. sehr erleichtert, als ich meinen schweren Rucksack in der Herberge ablegen konnte, wo mein Lieblingskrieger und Aufpasser-Wachchef uns zielstrebig hinführte. Ich glaube, der Kapitän hatte diesmal an einer anderen Stelle angelegt, als bei meinen früheren Besuchen, wo wir nie so lange durch einen Wald marschieren mussten. Wobei mir dieser Weg sehr gefallen hat, insbesondere die schönen Blumen und vielen leckeren Beeren. Doch zum Pflücken und Naschen blieb vorerst keine Zeit… es war nämlich gar nicht so einfach, mit dem ganzen Gepäck auf meinen schmalen Schultern meinemem forsch ausschreitenden Aufpasser-Wachchef-Lieblingskrieger zu folgen.
 
Leider war der Hauptmann von Jorts auf Wache, sodass die Besprechung der beiden Krieger noch warten musste. Mir kam es jedoch nicht ungelegen, dass unser Wachchef sich alsbald ins Gästehaus zurückzog, denn ich merkte, dass die Reise und wohl auch ein wenig das Schlafdefizit durch den durchlebten Alptraum seinen Tribut von mir forderten. Zum Glück schlief ich diesmal ohne weitere schlechte Träume und wachte dementsprechend erfrischt und gutgelaunt am nächsten Morgen auf. Ich stellte fest, dass unser Aufpasser und seine beiden Mädchen das Gästehaus bereits verlassen und uns netterweise weiterschlafen lassen hatten. Während Katy überhaupt nicht wach zu bekommen war, meldeten sich Ginas und mein Magen mit lautem Knurren. Prompt fielen mir die auf dem Hinweg entdeckten leckeren Beeren wieder ein, mit denen wir den faden Sklavenbrei ein wenig schmackhafter oder vielleicht sogar ersetzen konnten. Gesagt getan… Gina war von meiner Idee sofort begeistert.
 
Niemand bemerkte, dass wir uns in den Wald aufmachten, um uns mit Vitaminen zu versorgen. Die Früchte waren echt oberlecker und ersetzten letztendlich unser Breifrühstück. Während wir uns quatschenderweise an den herrlich saftigen, süßen Früchten satt aßen, entdeckten wir einige hübsche Blumen, mit denen Gina sich schmückte. Besonders ihre beneidenswerte Oberweite eignete sich perfekt, um zwischen ihren vollen Brüsten eine Blumenranke festzuklemmen. Leider wurde unser Tun jedoch abrupt von einem Herrn aus Jorts unterbrochen, der sozusagen plötzlich aus dem Nichts vor uns aufgetaucht war und mich bedauerlicherweise ohne Blumenschmuck bleiben ließ. Alle meine Erklärungen, wem wir gehörten und in wessen Obhut wir waren, nützten letztendlich nichts… er ließ nicht mit sich reden und wollte uns solange in den Kennel sperren lassen, bis Cassias Herr uns dort wieder abholte.
 
Uns blieb nichts anderes übrig, als seiner Kajira zurück ins Dorf zu folgen… wohlerzogen wie wir ja nun mal sind. Leider war mein Lieblingskrieger nirgendwo zu sehen, denn der hätte natürlich sofort bestätigt, dass wir zu ihm gehören. Dafür baute sich nun aber ein Freier vor uns auf, der offensichtlich für den Kennel zuständig war. Ohje, ich sah uns wirklich fast schon hinter Gittern verschwinden, wenn nicht wenigstens Cassia oder Su auftauchen würden. Nur logisch also, dass ich es mit ausgefeilter Verzögerungstaktik versuchte und mich dem Herrn mit meinem ganzen rotseidenen Können präsentierte. Letztendlich funktionierte mein Plan nicht schlecht. Der Herr reagierte prompt mit gierigen, lüsternen Blicken auf mein verführerisches Tun und schob seine rauen Hände unter unsere Oberteile. Doch dann tauchten Su und Cassia auf und bestätigten, in wessen Obhut wir zurzeit sind. Eigentlich hätten die beiden ruhig noch etwas auf sich warten lassen können, denn die Berührungen des Herrn waren nicht unangenehm auf meinen Brüsten. Aber er musste ja sowieso seinen Wachdienst antreten… erst die Arbeit, dann das Vergnügen… irgendwie sind die Herren da alle sehr ähnlich.^^
 
Der Platz am Brunnen entwickelte sich nach und nach schließlich mangels Freier zu einem Kajiratreffpunkt, denn wir waren dort irgendwann 7 Sklavinnen… lustigerweise alle in roten Tuniken oder Seiden. Leider wurde die gute Gelegenheit sich über dies und das auszutauschen dann doch recht bald unterbrochen durch die Zar-Spielsucht eines der Mädchen, der sich der Schreiber des Dorfes erbarmte, einen Händler, den ich schon einige Male meist schlecht gelaunt in Kasra getroffen hatte und dem es nach einem Paga gelüstete, der hier ja angeblich viel besser schmecken soll sowie einigen Pilgern, die die Dienste der ortsansässigen Sklavinnen benötigten. Manchmal ist es wirklich praktisch, auf Reisen zu sein und die anderen bedienen zu lassen… wobei wir selbstverständlich geholfen hätten, wenn unsere Hilfe benötigt worden wäre. ;-))

Samstag, 9. Juni 2012

Schlussstrich

Nachdem ich der zweimaligen Aufforderung von Nasty Palen, meinen Blogbeitrag vom Mittwoch zu löschen nicht nachgekommen war, wurde ich von ihr gestern praktisch aus der Spielergemeinschaft von Kasra per Groupnotice ausgeschlossen.
Erstmalig erfuhr ich dann auch, dass ich das Thema "Ordensverleihung" offensichtlich falsch wiedergegeben habe. Sofern Nasty Palens Gegendarstellung richtig ist (ich habe keine Chatlogs), ziehe ich meine Aussage darüber zurück und entschuldige mich hiermit.
Es ist erstaunlich, dass eine "bloggende Kajira", die am nächsten Tag unter dem "Deckmantel der Naivität" ihr "dummes", "gehässiges" "Gift versprüht" um Kasra schlecht zu machen, überhaupt 3,5 Jahre geduldet wurde.
Allen, die kein Problem mit mir hatten, wünsche ich alles Gute und sichere Wege. Ich habe die ganzen Jahre wirklich sehr gerne in Kasra gespielt und dort ein Zuhause gehabt... dachte ich zumindest.

Freitag, 8. Juni 2012

Vorsichtsmaßnahmen

Nach den Erfahrungen vom Vortag, nahm ich mir fest vor, diesem Händler mit seinen schwergewichtigen Arbeitsaufträgen möglichst nicht wieder über den Weg zu laufen.^^ Am besten war da vermutlich, das Sklavenhaus gar nicht erst zu verlassen, zumal Gina und ich uns fest vorgenommen hatten, die Abwesenheit unserer Herrin zu nutzen, um einen gründlichen Hausputz zu machen. Am liebsten würden wir bei der Gelegenheit auch noch die Möbel etwas umräumen und vor allem die schrecklich schäbigen Teppiche, aber da sind wir noch unschlüssig.
 
Quasselnderweise ging uns die Arbeit recht schnell von der Hand und die Zeit verging wie im Flug. Gerade, als ich erste Überlegungen anstellte, ob wir uns nicht doch besser mal bei unserem Aufseher melden sollten, klopfte es an der Tür. Ohje, war das etwa der Händler? Gina murmelte was davon, dass ich als Erste für das Öffnen der Tür zuständig sei und verkrümelte sich schleunigst Deckung suchend hinter der Holzstütze. Ich tat jedoch erst einmal gar nichts, sondern lauschte angestengt... vielleicht hatten wir uns ja auch verhört und da hatte nur ein Ast durch den Wind gegen's Haus geschlagen?
 
Nein, es war kein Ast und Wind war sowieso nicht, es klopfte tatsächlich jemand. Leise schlich ich zum Fenster, um mal vorsichtig hinaus zu luschern. Der Händler war ja recht beleibt, der müsste daher auch aus dieser ungünstigen Perspektive zu sehen sein, auch wenn er natürlich nicht mit dem dicken Herrn Richter mithalten kann. Zu meiner großen Erleichterung hörten wir dann jedoch Cassia rufen, die ich natürlich schnell ins Haus ließ... es wartete zu meiner großen Erleichterung also kein Kistenschleppauftraggeber draußen. Sie war von ihrem Herrn geschickt worden, wegen der anstehenden Reise nach Jorts, auf die unser Aufpasser uns mitnehmen wollte. Naja, muss er wohl auch, denn wie soll er auf uns aufpassen, wenn er in Jorts ist und wir in Kasra? ;-)
 
Da wir Kajirae im Sklavenhaus unter uns waren und kein Freier uns hören konnte, nutzen wir die günstige Gelegenheit zum ausgiebigen tratschen und lästern. Hauptsächlich natürlich über den Händler, der uns am Vortag so getriezt hatte. Wobei der von ihm angeheuerte Krieger auch sein Fett weg bekam. Das war für mich dann auch das Stichwort, den anderen noch schnell zu zeigen, wie zackig ich inzwischen grüßen kann... sogar mit Zusammenknallen der Hacken aber inzwischen ohne schmerzverzerrtes Gesicht. Am Vortag war mir das nämlich noch nicht so gut gelungen, aber mit ein wenig Übung klappte es jetzt ganz gut… es ist eben nur eine Frage der richtigen Dosierung.^^

Donnerstag, 7. Juni 2012

Neuer Aufpasser

Da meine Herrin mal wieder eine Reise ohne ihre Kajirae plante, wollte sie das Haus und ihren Besitz gut bewacht wissen. Was war naheliegender, als meinen Lieblingskrieger dafür anzuheuern, von dem meine Herrin richtig viel hält... ich ja sowieso.^^ Da der Herr immer schwer beschäftigt ist und meine Herrin bekanntermaßen morgens nur äüßerst schwerlich aus den Fellen findet, war ich ziemlich skeptisch, ob das vereinbarte Treffen der beiden vor ihrer Abreise überhaupt noch stattfinden würde, stand aber vorsorglich schon mal zeitig auf.
 
Wie befürchtet klopfte… oder nein, donnerte der Herr bereits zu einer recht frühen Ahn an die Tür des Sklavenhauses, zu der meine Herrin noch selig ihrem Schönheitsschlaf frönte. Zum Glück hatte er noch etwas beim Schmied zu erledigen, so dass ich den Aufschub nutzte, um meine Herrin zu wecken. Wobei mir natürlich wichtig war, sie nicht zu verärgern... daher kamen Fell wegziehen, an ihrer Schulter rütteln oder andere zwar wirkungsvolle, aber viel zu drastische Maßnahmen nicht in Frage. Es ist wirklich nicht leicht, eine freie Frau wach zu bekommen, die ausgerechnet morgens im Tiefschlaf ist... bei einem Mann fallen mir viel mehr und vor allem interessantere Methoden ein, die seine gute Laune trotz Wecken garantieren!^^
 
Mir kam jedoch eine wie ich fand ziemlich raffinierte Idee, bei der meine Herrin mit Sicherheit nicht mehr lange weiterschlafen würde, aber nicht gleich die Quelle für die Ruhestörung vor Augen hatte. Ich begann zu singen... ziemlich laut und restlos schräge... also so falsch wie ich nur konnte. Und was soll ich sagen... es funktionierte! Meine Herrin rauschte fast umgehend die Leiter vom Hems herunter und freute sich sogar, von mir zu erfahren, dass mein Lieblingskrieger schon nach ihr gefragt hatte. Wobei sie sich eine Ermahnung, meinen Gesang erst dann fortzusetzen wenn sie verreist ist, natürlich nicht verkneifen konnte. ;-)
 
Die beiden wurden sehr schnell einig über die Konditionen des Arrangements, das nach Wunsch meiner Herrin sogar über ihre Abwesenheit hinaus bestehen bleiben soll, wenn sie mal männlichen Schutz benötigt. Der gutaussehende Krieger war ja kürzlich aus der Wache ausgeschieden und daher anscheinend nicht uninteressiert an der guten Bezahlung meiner Herrin, so wie sie natürlich den starken Arm dieses Kriegers sehr zu schätzen weiß. Gina und ich hatten also einen neuen Aufpasser... und was für einen! *schwärmt* Leider ist dieser Herr nur immer so schrecklich viel beschäftigt, so dass ich mir ganz fest vorgenommen habe, ihm nicht unnötig zur Last zu fallen.
 
Trotzdem hatte ich vor, mich bei ihm zu melden, damit er weiß, dass mit dem Besitz meiner Herrin alles in Ordnung ist. Mit Gina im Schlepp verließ ich also das Sklavenhaus und lief nichtsahnend sogleich dem Händler über den Weg, dem die vielen Marktstände gehören. Der Schussel verwechselte Gina mit Katy, die er für einige Tage gemietet hatte. Ich finde, die beiden sehen sich überhaupt nicht ähnlich! Aber egal, der Irrtum war schnell aufgeklärt und da Katy nicht zur Verfügung stand, wurden Gina und ich leider von ihm verdonnert, kistenweise Paga und Kalana aus einem seiner Wagen auszuladen, quer über den Marktplatz zu schleppen und vor der Heilerei zu stapeln.
 
Was für eine Sch… ähhmmm… Schlepperei wollte ich natürlich sagen. Es waren insgesamt ACHT ziemlich schwere Kisten... für jede von uns VIER! Leider kamen wir um diese grässliche Arbeit nicht drum herum, denn der Händler hatte sich zusätzlich noch einen Krieger engagiert, der uns zwischendurch wieder zur Arbeit scheuchte, als wir nur ein Minipäuschen machten, um ein wenig auszuschnaufen... wir wollten uns ja gar nicht verdrücken, waren aber hinter dem großen Baum strategisch günstig in Deckung gegangen! Es nützte nix... die Kisten liefen leider nicht  von alleine über den Marktplatz und die Heilerin war auch keine Hilfe. Sie gab mir nicht mal eine Antwort auf meine Frage, ob es Beschränkungen gibt, was eine kleine Kajira tragen sollte, ohne sie zu beschädigen. Aber keine Antwort ist eben auch eine Antwort und die Grünen mochte ich sowieso noch nie. ;-)
 
Leider hatte auch unser Aufpasser überhaupt kein Problem damit, uns so schwer schleppen zu sehen... im Gegenteil, ich glaube er war ganz froh, dass wir etwas zu tun hatten. Außerdem war er in irgendwelchen geheimnisvollen Verhandlungen mit dem Schmied. Vermutlich passte es ihm daher ganz gut in den Kram, dass wir davon nicht alles mitbekamen. Ich glaube, ich brauche nicht weiter ausführen, dass meine Laune nach getaner Arbeit ihren Tiefpunkt erreicht hatte und ich ziemlich auf Krawall gebürstet war. Nur ein geeignetes Opfer war irgendwie nicht in Sicht.
 
Bevor unser Aufpasser sich dann endgültig wieder seiner vielen Arbeit widmete, die er noch zu erledigen hatte, informierte er uns kurz über einige Reisen, auf die er uns anscheinend mitnehmen will. Klar... er dachte dabei bestimmt an sein Gepäck, denn er hatte ja gesehen, was wir alles weggeschleppt hatten. Wobei es schon ein Unterschied ist, für wen ich schleppe.^^ Auch wenn ich mich über jeden Ausflug riesig freue, hob sich meine Stimmung durch die Ankündigung nicht wirklich. Ich war immer noch restlos frustriert und versuchte daher meine Laune nun an dem Herrn Schmied auszulassen.
 
Puhh... ich glaube ich hatte ziemliches Glück und bekam wohl gerade noch rechtzeitig die Kurve. Es ist doch sehr zu empfehlen, sich rechtzeitig vor weiteren Strafen darauf zu besinnen, was man ist. Auch wenn ich mehr als alles andere Männer erfreuen möchte, werde ich die Tür des Sklavenhauses in Zukunft nur noch vorsichtig öffnen und mich wappnen sie notfalls schnell wieder zu schließen... und zwar von INNEN, wenn ein gewisser weiß gekleideter Herr in Sicht ist. ;-)

Mittwoch, 6. Juni 2012

Rundumschlag auf unterstem Niveau

Bei den Priesterkönigen… warum wird Kasra so bestraft?
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OOC:
Da wird in Blogs und Kommentaren von den „üblichen Querulanten“ gesprochen, die „mal wieder ihren großen Auftritt hatten“, allerdings auch erkannt, dass die Einwände von Querulant Georg nicht störten, weil mit „denen ja zu rechnen war“… „IC hatte der Schmied (Anm.: nicht Georg, sondern der neue Schmied) den einen oder anderen Seitenhieb sicher verdient“.
 Leider wird meine nicht besonders hohe Meinung von dieser Person dann schnell wieder bestätigt , indem sie Einwände meiner Herrin als Rumnölen und Dummheit bezeichnet.
Hinter allem stehen natürlich oberallerbeste Absichten… es wird sich offensichtlich um den Spielerbestand gesorgt… Neue sollen auf der SIM gehalten werden! „Wie kann man nur mit Spielern die neu dazu kommen und mit denen die sich einbringen ins RP so umgehen??? Ja Ja was z.B. ….. angeht hör ich sie wieder jammern...nicht btb. Seht ihr meinen Mittelfinger? Diese ganze Belehrungsscheiße...das geht nicht und dies geht nicht geht mir gehörig auf den Geist. Klar brauch es Regeln aber man kanns auch übertreiben“.
So, ich glaube es reicht nun wirklich, um deutlich zu machen, welch Geistes Kind diese Spielerin ist… eine relativ neue Bürgerin Kasras, die volles Stimmrecht im Rat hat und die Kasra diplomatisch nach außen vertritt. Leider ist sie IC jedoch nicht in der Lage oder sieht es als nicht erforderlich an, ihre Vorwürfe gegenüber meiner Herrin auf ihre Nachfrage hin mit ihr zu klären. Da macht sich der Wunsch in mir breit, dass sie ihre beiden Ankündigungen „Ich für mein Teil seh mir das an, ziehe meine Schlüsse und handle wenn es nötig wird. Deutschsprachige RP-Sims gibts zu genüge.“ und „wenn selectiert wird ohne das sie eine chance haben selectier ich mich gleich mit“ bald in die Tat umsetzt!

Aber worum ging es eigentlich IC in der letzten Ratssitzung?
Die Regent versuchte, einen alten, guten Freund von ihr mit einer nicht nachvollziehbaren RP-Geschichte als angeblich langjährigen Bürger Kasras durch den Rat zu schleusen. Warum? Keine Ahnung. Dass diese Angaben hinterfragt werden müssen, ist Aufgabe der Ratsversammlung und dass unserem ansässigen Schmied Georg ein 'Konkurrent' nicht in den Kram passt, finde ich auch sehr stimmig. Einige Ratsmitglieder, insbesondere das oben beschriebene, begannen sich jedoch darüber aufzuregen. Die alte Bürgerschaft des neuen Schmieds wurde nur knapp anerkannt.
Die Aufregung steigerte sich mit der Vorstellung des neuen Verwalters für das Gut durch die Regent, den viele Spieler aufgrund unterschiedlicher Onlinezeiten bislang noch nicht kennenlernen konnten. Auch in diesem Fall finde ich Fragen der Ratsmitglieder an ihn wichtig, um sich zumindest ein erstes Bild von einem neuen Bürger machen zu können, bevor über seine Bürgerschaft abgestimmt wird. Einige Ratsmitglieder enthielten sich bei der Abstimmung.
Die Regent informierte den Rat, dass ihre Bedrohung durch Assassinen ein gutes Ende gefunden hat. Aus Dankbarkeit wollte sie einem Krieger dafür einen Orden verleihen. Einige Ratsmitglieder hatten von dieser Bedrohung jedoch offensichtlich überhaupt nichts mitbekommen. Jemand äußerte sich empört darüber, dass ein anderer Krieger ebenfalls einen sehr ruhmreichen Anteil an dem Erfolg hatte. Das Thema Orden war zwar in einer früheren Ratssitzung schon einmal angesprochen worden, es gab dazu jedoch bislang keinen Ratsbeschluss… die Ordensverleihung musste wegen der ganzem Unstimmigkeiten vertagt werden. Der Rat war seinen Aufgaben nachgekommen und hatte der Willkür der Regent Einhalt geboten.
Eine freigelassene Sklavin nahm erstmalig als Freie an der Sitzung teil. Jeder gebürtig freien Frau muss diese rotseidene ehemalige Kajira nach meinem Gorverständnis „ein Dorn im Auge“ sein, solange sie sich in der freien Gesellschaft noch nicht bewiesen hat. Dennoch hofierte die vorgenannte Bürgerin diese Freie förmlich, obwohl sie dazu nicht den geringsten Anlass gehabt hätte, da sie genau wie die ehemalige Kajira von dem zukünftigen Gefährten der freigelassenen Sklavin geschwängert worden war. (Anm.: Die Schwangerschaften sind jetzt OOC-Wissen und den meisten IC nicht bekannt.)
Wirklich alle Äußerungen und Fragen in dieser Ratssitzung waren RP, rein IC und gingen weder gegen die neuen Spieler noch gegen die Regent!! Kasra freut sich über JEDEN neuen Mitspieler und gibt Neulingen gerne Hilfestellung. Aber die Spieler sollten von ihrer Grundeinstellung her schon zusammenpassen!!!
Meiner Meinung nach passt jemand, der sich in dieser Form Luft macht, nicht nach Kasra. Nicht, weil IC und OOC nicht auseinander gehalten wird. Das habe ich auch erst lernen müssen und bin noch dabei. Wir haben alle unsere Fehler und Tücken, nur hier wird ein Niveau nach Kasra gebracht, das mir die Nackenhaare zu Berge stehen lässt. Sollte sich das nicht ändern, das 'Ansehen' dieser Spielerin sich in Kasra noch weiter festigen, wird hier nach über 3 Jahren nicht mehr Gor nach meinem Verständnis gespielt… Toleranz hin oder her.
Die Regent hat inzwischen ihren Rücktritt erklärt… ohne Begründung. Das war in meinen Augen für sie die einzig stimmige IC-Möglichkeit nach ihren Patzern in der Ratsversammlung und auch vorher schon. Sie hat versucht, ihre Macht zu missbrauchen, den Rat als überflüssigen Kreis von unwichtigen Marionetten in ihrem Machtspiel dastehen zu lassen, das hohe Ansehen eines verdienten Kriegers demontiert, indem sie sich in Belange der Wachen einmischte, Bürger versucht zu erpressen und ist nun gescheitert… alles IC natürlich!!!
OOC hat sie mit Sicherheit nur das Beste für Kasra und seine RPer im Sinn gehabt… aber auch ein Regent ist kein Gott, sondern ein Mensch wie du und ich, mit Fehlern und der einen oder anderen 'Macke'.

Dienstag, 5. Juni 2012

Eine Farce

…nur gab es bei der gestrigen Posse namens Ratssitzung leider nichts zu lachen.




 
Hier über Details zu schreiben erübrigt sich, die wenigen guten Akteure wissen woher der Fisch stinkt und was so schrecklich stinkt… die anderen verstehen es sowieso nicht, weil sie offensichtlich in einem anderen Gor… einem anderen Kasra leben, dass ich immer häufiger kaum noch wiedererkenne.

Hoffentlich bleiben wenigstens die Krisensitzungen aus, die üblicherweise nach solchen Zwisten anberaumt werden und es dann schaffen, dass auch das restliche Leben ((RP)) lahm gelegt wird. Aber sagt man nicht „Die Hoffnung stirbt zuletzt“?

Montag, 4. Juni 2012

Nun doch

...durfte ich den neuen Tanz aufführen. Nach drei ziemlich arbeitsreichen Tagen auf den Feldern will ich deswegen mein Tagebuch schnell noch kurz ergänzen, denn dieser 4. Tag der letzten Hand war ein sehr interessanter für mich.
 
Wobei er ziemlich irritierend begann. Als ich vors Sklavenhaus trat, stand das große Schmiedetor zwar sperrangelweit offen, aber von dem Herrn Schmied war weit und breit nichts zu sehen. Das war für mich absolut ungewöhnlich. Dafür war am Zarbrett wegen dem Turnier wieder jede Menge los… allerdings außer dem Kommandanten unserer Wachen niemand aus Kasra zu sehen. Absolut selbstverständlich also, dass ich mich neben ihn kniete… vielleicht hatte er ja Bedarf an meinen Diensten und ich konnte so nebenbei herausbekommen, wo der Schmied steckte. Der Kommandant hatte tatsächlich Bedarf… allerdings nichts, woran jede Kajira zuerst denkt und auch nicht das Zweitnaheliegendste, sondern ich sollte für ihn lediglich Ausschau nach einem Kajirus halten und dann an seiner Tunika zupfen, sobald ich den entdecke.
 
Nichts leichter als das… ich rutschte etwas näher an den Herrn Kommandanten heran, eine solch günstige Gelegenheit in der Nähe dieses Kriegers musste einfach genutzt werden, aber es ging mir in erster Linier natürlich darum, im Ernstfall schnell seine Tunika zu fassen zu bekommen. Trotzdem schmiegte ich mich fast wie von selbst ein wenig an sein nacktes Männerbein an, was ihm offensichtlich aber wohl ganz angenehm war, denn er ermahnte mich nicht, sondern begann sanft durch meine Haare zu wuseln, allerdings galt seine ganze Konzentration natürlich weiter dem spannenden Spiel. Ich fühlte mich daher ziemlich wohl und lies also meine Blicke schweifen… entdeckte aber keinen Kajirus, sondern nur Kajirae aus Jorts und meinen Retter aus dem Lydiusfeldzug, der dem Turnierspiel zuschaute sowie den Herrn Schmied, mitten auf dem Marktplatz im Gespräch mit einem Herrn, den die Herrin Regent in der letzten Besprechung als ihren langjährigen sehr guten Freund vorgestellte hatte... ebenfalls ein Schmied.
 
Die beiden führten jedoch kein fachliches Gespräch übers Schmieden, nein, eigentlich stritten sie darüber, ob es im Norden Kasten und Heimsteine gibt oder nicht. Dabei versuchten sie, sich in gegenseitigen Beleidigungen zu übertrumpfen. Wobei sich unserer Schmied dabei noch ziemlich gebildet ausdrückte, während der Nordmann wilde, primitive Beschimpfungen unterhalb der Gürtellinie von sich gab, bei denen ich nur froh war, dass keine Herrin anwesend oder in Hörweite dieses Kerls war, insbesondere nicht meine Herrin. Wie die Regent so einen Proleten als ihren langjährigen Freund bezeichnen kann, erschloss sich mir bei diesem Streit jedenfalls nicht, aber vielleicht hat er ja versteckte Qualitäten, für deren Entdeckung ich nur zu dumm bin?
 
Wobei ich schon verstehen konnte, dass unser Schmied einen Konkurrenten, der sich anscheinend vor Kasras Stadtmauern auf dem Gut ansiedeln will oder dies bereits getan hat, nicht gerade mit offenen Armen empfangen hat. Leider hatte ich jedoch keine Gelegenheit mehr noch lange über die beiden Handwerker und ihren Streit zu sinnieren, da inzwischen meine Herrin aufgetaucht war und nun meine ganze Aufmerksamkeit einforderte. Sie äußerte erneut ihren Wunsch vom Vortag, nämlich dass ich dem Kommandanten von Jorts meine Dankbarkeit über meine damalige Rettung aus Lydius mit einem Tanz zeige. Ich konnte kaum glauben, so schnell wieder eine Chance zu erhalten, meinen allerneuesten Tanz vorzuführen.
 
Ich war natürlich hin- und hergerissen... einerseits freute ich mich riesig, weil ich so viel Zeit darin investiert hatte, andererseits hatte ich wahnsinnige Angst davor, zu versagen und dass dem Herrn meine Darbietung nicht gefallen könnte. Mit wild klopfendem Herzen sauste ich erst einmal zum Sklavenhaus, um mich schnell umzuziehen und meine so mühsam selbst hergestellten bunten Seidenbänder zu holen. Dann war es soweit... mit einem letzten obernervösen Blick auf meine Herrin nahm ich schließlich Aufstellung... allerdings möglichst weit weg von ihr und ziemlich nah vor meinem Retter, damit er einen guten Blick auf mich hatte. Eigentlich tanze ich am liebsten nur vor Männern, weil mein Sklavenfeuer irgendwann nur noch schwer zu zügeln ist. Doch diesmal gab es kein Entrinnen vor den Augen meiner Herrin, allerdings wollte ich versuchen, sie durch die wild um mich herumwirbelnden, farbigen Bänder von meinem aufreizenden Tanz abzulenken, in der Hoffnung, die Männeraugen würden trotzdem ihren Weg finden.
 
Puhhhh, ich glaube, das ist mir tatsächlich ganz gut gelungen, denn meine Herrin war hinterher nicht pikiert über mein Benehmen, sondern der Tanz hatte ihr offensichtlich sogar recht gut gefallen, die Ablenkung mit den flatternden Seidenbändern muss also einigermaßen funktioniert haben, auch wenn ich mein Feuer nur mühsam in den Griff bekam. Aber vielleicht hatte das von Gina servierte kalte Wasser zusätzlich geholfen? Meinen Retter schien ich ebenfalls erfreut zu haben, denn er zog mich unter den herrlich anzüglichen Blicken unseres Schmieds und den obergiftigen Blicken seiner Sklavin für einen leidenschaftlichen Kuss auf seinen Schoß. Diesen Logenplatz kostete ich natürlich ordentlich aus... da waren mir die schnippischen Bemerkungen der Kajira vollkommen wurscht. Wie gut, dass ihr Herr nicht ihre Gedanken lesen konnte. Als ich schließlich wieder hinter meiner Herrin kniete, bejahte ich zwar ihre Frage, ob ich mich inzwischen wieder beruhigt hätte, dennoch brannte der Kuss meines Retters noch den restlichen Abend heiß auf meinen Lippen, sodass ich dem anschließenden Gespräch meines Lieblingsschmieds mit meiner Herrin kaum folgen konnte. Aber darin ging es ja auch nur um einen Antrag, über den im nächsten Rat abgestimmt werden soll. ;-))