Freitag, 31. August 2012

Kuchen- und Puddingkränzchen

Obwohl ich das markante Donnern eines bestimmten Kriegers an der Tür meiner Herrin inzwischen ziemlich gut kenne, schrak ich trotzdem zusammen, als es mich so abrupt aus meinen Hausarbeiten riss. Ich muss sagen, es ist wirklich Verlass auf den Bewacher meiner Herrin, denn er stand wie vereinbart vor ihrer Tür, um uns zum Hof vor die Stadt zu geleiten. Allerdings wollte er vorher noch zum Waffentraining in die Arena, was meiner Herrin perfekt in den Kram passte, da sie noch einige Arbeiten für die Kaste zu erledigen hatte und mir daher erlaubte, schon mal mit dem Herrn mitzugehen. Vermutlich dachte sie, ohne mein Gewusel im Haus würde sie mit ihrer Arbeit, bei der ich ihr leider nicht helfen konnte, schneller fertig werden. ;-)

Kaum hatte mir der Herr auf seine recht zackige Art den Befehl zum Abmarsch gegeben, verschwand er auch schon um die Hausecke, während ich mich sputete, den Haushaltsgeldbeutel noch sorgfältig und fest an meinem Gürtel zu befestigen. Zum Glück legte er einen Zwischenstopp am Brunnen ein, sodass ich aufholen konnte und so gerade eben noch rechtzeitig dort ankam, um seine lederne Botha aufzufangen und mit frischem Wasser aufzufüllen. Selbstverständlich beugte ich mich dafür besonders weit vor, um ihm einen guten Blick auf meinen festen Po zu ermöglichen… doch leider habe ich hinten immer noch keine Augen und weiß daher nicht, ob er überhaupt gesehen hat, was sich ihm da präsentierte,^^ denn als ich mich wieder zu ihm umdrehte war sein Blick Richtung Arena gewandt und er stampfte auch gleich mit forschen Schritten weiter.

In der Arena angekommen, wies er mir einen Platz bei den anderen Sklavinnen zu, unter denen ich zu meiner großen Freude ein bekanntes Gesicht entdeckte, nämlich das von Dark, deren Herr bereits am Trainieren war. Es war alles sehr aufregend dort und ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte… auf meinen Bewacher, die gestählten Muskeln der Kämpfer, die beeindruckende Arena oder Dark und das andere Mädchen, das mir gleich vorgestellt wurde. Tja..leider etwas dumm gelaufen… hätte ich den Herrn Bewacher nicht aus den Augen gelassen, wäre mir nicht entgangen, dass er meine Dienste für seinen Umhang benötigte. Ich bin mir nicht sicher, ob er Verständnis für meine Unaufmerksamkeit bei so viel Neuem um mich herum hatte… zumindest bestrafte er mich nicht für meine Unaufmerksamkeit und warf mir einfach seinen Umgang über den Kopf, sodass es schlagartig vorbei war mit der Ablenkung, denn ich sah nichts mehr! Ein Rarius weiß sich eben in jeder Situation zu helfen!^^

Nun hatte ich schon zwei Dinge von dem Herrn, die ich gut bewachen musste… seine Botha und den Umhang. Sie boten mir immerhin eine Möglichkeit, mich an etwas fest zu klammern, um meine Aufregung einigermaßen in den Griff zu bekommen, während ich mit Dark und dem anderen Mädchen ein wenig tratschte und erste Informationen über die Bewohner dieser großen Stadt bekam, aber auch ein wenig die Neugier der beiden, meine Herrin und ihren Aufenthalt in Lydius betreffend, zu befriedigen versuchte. Meine Augen verfolgten dabei selbstverständlich weiter gebannt das Training der Männer oder vielmehr ihre gestählten Körper. Die eine oder andere Sanddusche blieb dabei natürlich nicht aus, wenn ein Krieger an uns vorbei preschte und hatte fast dazu geführt, dass ich meiner Herrin Schande bereitete. Zum Glück nur fast, da mein Missgeschick unentdeckt blieb. Ich war so von dem Geschehen in der Arena gefesselt, dass mir überhaupt nicht bewusst wurde, wessen Umhang ich zum Gesichtabwischen benutzt hatte, nämlich den des inzwischen neben mir stehenden Administrators. Doch den Priesterkönigen sei Dank, der war so in sein Gespräch mit einem anderen Herrn vertieft, dass er meine Frechheit überhaupt nicht bemerkte. ;-)

Meine Herrin entdeckte ich erst nach dem Trainingsende. Sie unterhielt sich oben auf den Zuschauerplätzen oberhalb der Arena in sicherer Entfernung zum Kampfgeschehen mit einigen Herrinnen. Unser Bewacher gesellte sich schweißgebadet wie er war zu den Damen. Ich fand ja, dass er eigentlich dringend ein Bad benötigte nach dem Training und wäre auch nicht abgeneigt gewesen, ihm dabei zu dienen, doch offensichtlich kam ihm sowas nicht in den Sinn, denn er ließ sich von mir stattdessen lediglich seinen Umhang zurückgeben. Nagut, der dicke Umhangstoff saugt bestimmt einiges an Flüssigkeit auf und außerdem stand der Herr selbstverständlich zu seinem Wort und bot nun meiner Herrin seine Begleitung zum Hof an… eine Einkaufsgelegenheit, die sich die anderen Herrinnen natürlich ebenfalls nicht entgehen ließen und daher spontan mitkamen.
 

Der Einkauf gestaltete sich bargeldlos, da der Bauer mit seiner Sklavin in den Fellen war. Wir hätten ihm sein Geld für die Nahrungsmittel zwar gern dagelassen, wenn wir denn die Preise gewusst hätten… aber wenn ihm sein Vergnügen wichtiger ist, muss er eben noch einen Tag auf sein Geld warten! Leider konnte ich auf dem Hof zwar nicht sämtliche, im Haushalt meiner Herrin aufzufrischenden Lebensmittel erstehen, aber zumindest die wichtigsten und vor allem Milch. Die war sogar ganz besonders frisch, weil ich sie nämlich selbst melken musste, denn der Bauer war ja wie schon gesagt, seeeehr beschäftigt… allerdings auch seeeehr leise dabei.^^

Da sich die drei Damen auf diesem Ausflug die ganze Zeit schon sehr angeregt unterhalten hatten und ihr Gespräch über das Thema Lebensmittel auch auf Kuchen und Pudding kam, wovon im Haushalt meiner Herrin ja noch reichlich vorhanden war, blieb es natürlich nicht aus, dass meine Herrin zur Fortsetzung des Plausches in ihr Haus einlud. Die beiden Süßigkeiten liebenden Ladies nahmen diese Einladung nur zu gerne an und ich konnte mich des Gedankens nicht ganz erwehren, dass nicht nur Kuchen und Pudding lockten, sondern sie sich vor allem brennend dafür interessierten, wie meine Herrin sich inzwischen eingerichtet hatte. ;-)
 
Aus der Wohnungsbesichtigung mit anschließender Kuchen-, Pudding- und Milchverkostung wurde dann ein sehr langer Herrinnen-Klöhnschnack, bei dem meine Gedanken immer wieder abschweiften zu durchtrainierten Männerkörpern! Irgendwie sind solche Frauengespräche einfach nicht so mein Ding, auch wenn das eine oder andere nicht uninteressant war, insbesondere wenn es sich um die Bewachung meiner Herrin handelte.^^ Selbstverständlich versuchte ich mir meine rotseidenen Abschweifungen nicht anmerken zu lassen und trotzdem aufmerksam zu sein, mich vor allem von meiner besten und wohlerzogensten Seite zu zeigen. So wie meine Herrin mich zwischendurch immer wieder anlächelte und wie ihre beiden Besucherinnen sich über mich äußerten, scheint mir das wohl auch ganz gut gelungen zu sein. :-))

Donnerstag, 30. August 2012

Ein wohlerzogener Bewacher

...auf den wirklich Verlass ist... und ganz besonders wohl auf seine Vorliebe für Kuchen?^^
 
Der Krieger, der für die Sicherheit meiner Herrin eingeteilt worden war, stand nämlich am nächsten Tag irgendwann wieder auf seinem Wachposten vor dem Haus. Wir hatten gar nicht mitbekommen, wie lange er seinen Posten dort schon wieder eingenommen hatte und wunderten uns daher über die Stimmen, die plötzlich zu uns hereindrangen. Diesmal wurde der Rarius nämlich von zwei Kajirae begleitet... eine davon war offensichtlich sein Eigentum. Wieso ihn die andere begleitete, erschloss sich mir nicht mehr so ganz, da sie sich nach meinem Auftauchen recht schnell verdrückte. Umso besser, denn ich wollte unbedingt in Erfahrung bringen, wo ich die Vorräte meiner Herrin wieder auffüllen konnte, die im Laufe unserer Reise doch arg zusammengeschrumpft waren. Insbesondere die Milch war bereits grenzwertig gewesen, sodass ich die letzten Tropfen davon zur Freude meiner Herrin zu Pudding verarbeitet hatte, mit dem sie sich über ihre fehlende Honigmilch hervorragend hinweg trösten ließ.:-)
 
Leider schien der Herr Krieger den Platz vor dem Haus meiner Herrin erst einmal dazu auserkoren zu haben, um einen Aufruf zu verfassen... erst anscheinend in Gedanken mit vor Anstrengung in Falten gezogener Stirn und dann laut vortragend, damit seine Sklavin ihm noch Verbesserungsvorschläge unterbreiten konnte. Selbstverständlich wagte ich nicht, die Gehirnakrobatik der beiden zu unterbrechen und hielt daher tunlichst erst einmal meine Klappe, bis er mich schließlich doch noch bemerkte.
 
Die Sache mit den Vorräten war schnell von ihm aufgeklärt. Unser Eindruck vom Vortag auf unserem ersten Streifzug durch die Stadt, war bedauerlicherweise richtig gewesen. Wir hatten zwar eine gigantisch ausgestattete Bibliothek, ein riesiges, leeres Teehaus, ein wunderschönes, nur ebenso entvölkertes Badehaus und auch einen Tempel entdeckt, doch leider keinen Laden oder Händler, wo man Nahrungsmittel erstehen konnte und auch niemanden, den wir hätten fragen können. Auch die Bäckerei stand offensichtlich leer. Wir erkannten sie nämlich nur an dem Schild über der Tür, da der typisch leckere Duft von frischen Backwaren leider gänzlich fehlte.
 
 
Wie gut, dass meine Herrin von diesem großartigen Krieger bewacht wird. Von ihm erfuhren wir nämlich, dass die Lydianer und ihre Kajirae vor der Stadt auf einem Hof einkaufen. Er bot auch sogleich an, meine Herrin dorthin zu begleiten, um auch außerhalb der Stadt für ihre Sicherheit zu sorgen. Na, wenn ein solches Angebot kein weiteres Stück Kuchen Wert war... und diesmal nicht nur "auf die Hand"! Er kam sogar für ein Weilchen mit ins Haus, allerdings erst, nachdem ich mich davon überzeugt und ihm bestätigt hatte, dass meine Herrin auch verschleiert ist. Welch ein wohlerzogener Krieger! ;-))
 
 

Mittwoch, 29. August 2012

Ein großartiger Krieger

Ich war noch in einige die Möblierung betreffenden Überlegungen vertieft, während meine Herrin vor ihren Kleidermengen stand und sich den Kopf darüber zerbrach, ob sie sich nicht vielleicht doch lieber noch einmal umziehen sollte, als es plötzlich ziemlich laut an der Haustür donnerte, sodass wir beide erschrocken zusammenzuckten.

Draußen stand ein Krieger der für jede Rotseidene so schön anzuschauenden, muskelbepackten, durchtrainierten Wachen. Überaus freundlich stellte er sich meiner Herrin vor und zwinkerte zu meiner großen Freude sogar auch zu mir herüber, während er sein Anliegen vortrug. Natürlich ließ ich mir die günstige Gelegenheit nicht entgehen, diesen schönen Mann von unten beginnend ausgiebig zu mustern. Er war um das Wohlergehen und die Sicherheit meiner Herrin besorgt und wollte sicherstellen, dass sie keinen Schreck bekommt oder sich wundert, wenn er ums Haus herum patrouilliert, da er für die nächsten Tage zu ihrer Bewachung eingeteilt worden war. Meine Herrin war schwer beeindruckt, um nicht zu sagen sogar begeistert von einer solchen Regelung und gestand dem stattlichen Krieger, dass sie sich durch diese außerordentlich zuvorkommende, gute Maßnahme nun noch sicherer fühlte. Ich konnte ihr da nur beipflichten, allerdings nur in Gedanken, denn eine Kajira muss wissen, wann sie ihre Klappe zu halten hat. ;-)

Leider verabschiedete sich der Rarius dann sogleich wieder, um auf seinen Wachposten zurück zu kehren. Ich gebe zu, er gefiel mir wirklich nicht schlecht oder eigentlich sogar sehr gut… vor allem mochte ich sein Zwinkern, mit dem er mich auch beim Verabschieden wieder bedachte. Er scheint übrigens ein Experte für Schlösser zu sein und kontrollierte noch sehr sorgfältig das Schloss der Haustür, bevor er diese leise hinter sich zumachte. In mir begann es danach selbstverständlich zu arbeiten, denn ich fand, dass er durchaus noch etwas länger hätte bleiben können. Aber das kenne ich ja leider bereits von dem Lieblingshauptmann meiner Herrin, der sich auch schon so oft wegen seinem Dienst entschuldigen musste… sind denn alle Wachen immer im Dienst??? *seufzt*

Während ich ein wenig in Selbstmitleid zerfloss, lenkte mich eine Beobachtung meiner Herrin schlagartig ab. Sie meinte nämlich, er sei zwar nach links weggegangen, sie hatte ihn aber nicht am Fenster vor der Küche vorbeigehen sehen. Oho… es war zwar äußerst interessant, dass meine Herrin einem Mann hinterher schaute! Doch ihrem offensichtlichen Interesse an diesem Herrn konnte ich nicht weiter nachgehen, weil mir plötzlich siedend heiß einfiel, dass dort auf der Fensterbank der Kuchen stand. Vielleicht war der Rarius ein Liebhaber von Gebackenem? Dass er sich daran vergreifen könnte, würde mir selbstverständlich nie im Leben einfallen, aber ist Kontrolle nicht manchmal vielleicht doch besser? So konnte ich bestimmt noch einen weiteren Blick auf ihn werfen. Meine Herrin meinte zwar, dass am Kuchen nicht mehr fehlte als vorher, dennoch erschien mir eine genauere Inspektion selbstverständlich nicht verkehrt.^^
 
 
Und ich sah ihn tatsächlich… den netten Rarius… er stand direkt vor dem Fenster… hatte meine Worte anscheinend genau mitbekommen und beteuerte sofort seine Unschuld als er mich erblickte, äußerte aber auch sogleich, dass ihn ein Stück dieses Kuchens durchaus reizen würde. So wurde es ein echter Glückstag für mich, denn meine Herrin erlaubte mir, ihm ein Stück des Kuchens anzubieten… selbstverständlich aber erst, nachdem ich davon gekostet hatte, ob er überhaupt noch genießbar war. Gesagt getan… schnell opferte ich mich und schob unter seinem wohlwollenden Blick ein Stückchen in meinen Mund, was natürlich hervorragend schmeckte und keinerlei Anzeichen von Ungenießbarkeit hatte. Leider war der dienstbeflissene Herr jedoch nicht dazu zu bewegen, noch einmal ins Haus zu kommen… klar, Dienst ist eben Dienst. Von seinem Kuchenstück „auf die Hand“ war er jedoch auch draußen sehr angetan, dass ich ihm dort servieren durfte.
 
 
Ob er damit vielleicht ein wenig angefüttert worden ist und auch zukünftig gerne Halt beim Haus meiner Herrin macht? Ich hoffe jedenfalls, dass ihm dieser oberleckere Kuchen seine Wache ein wenig versüßt hat und nahm mir für den nächsten Tag ganz fest vor, sämtliche Vorräte gründlich zu sichten. Mal sehen, ob die noch für ein paar Kekse reichen, die ich dann selbstverständlich wieder vorkosten muss, weil die Zutaten auf unserer Reise durchaus gelitten haben könnten. ;-) Bei meiner Herrin hat dieser Krieger jedenfalls einen wirklich großen Eindruck hinterlassen… sie bezeichnete ihn nämlich als „unfair“^^, weil es ihm gelungen war, dass sie sich nicht im Haus verkriechen konnte, indem er sie mit seiner freundlichen Art dazu „getrieben“^^ hat, sich auf ihn einzulassen… und das fand sie *macht eine bedeutungsvolle Pause*   GROSSARTIG ((ihre Worte:-)).... und ich sowieso!! :-)))
 

Dienstag, 28. August 2012

Packerei ohne Ende

Bei unserer Ankunft in Jorts vor einiger Zeit war mir gar nicht bewusst geworden, wie viel Arbeit so ein Umzug tatsächlich macht. Viele Kisten konnten in Jorts  nämlich nicht gleich ausgepackt werden, weil die Frage der Anmietung noch einige Tage auf sich warten ließ und meine Herrin sich vorerst in der Herberge einquartierte. Danach hatte ich dann das „Glück“, zur „Feldarbeit verdonnert“ ((Urlaub :-)) zu werden.
Doch nun in Lydius war ich wirklich dran und musste ordentlich mit anpacken, nachdem die vielen großen Kisten und Möbel meiner Herrin in ihr neues Haus geliefert worden waren. Ohje, was für  eine Plackerei mit reichlich hin und her Geschiebe, bis endlich alles seinen Platz gefunden hatte und meine Herrin einigermaßen zufrieden war.
Dementsprechend müde sanken wir auch gestern schließlich ins Land der Träume… ohne überhaupt noch einen Fuß vor die Tür gesetzt und irgendwen aus der nächsten Nachbarschaft zu Gesicht bekommen zu haben.

Doch das wird bestimmt bald nachgeholt! :-)

Sonntag, 26. August 2012

Hab mich getraut

und mal an ein neues Design gewagt... aber muss ja nicht das letzte sein!^^

Freitag, 24. August 2012

Eskorte in Rot

Es nahte nun tatsächlich der Tag der Weiterreise, an dem wir von Jorts Abschied nehmen mussten. Es nahte damit aber auch für meine Herrin letztendlich die große Frage, was sie denn auf der Reise anziehen soll. Eine einerseits wirklich schwierige Entscheidung bei ihren Kleidermengen, die sie nun mal besitzt. Für mich war die Farbe der Kleidung jedoch eigentlich kein Thema. Meine Lieblingsfarbe ist immer noch die gleiche wie eh und je.^^ Aber meine Herrin wollte natürlich Kastenfarben tragen, insbesondere weil der Grund für ihre Reise doch ein Auftrag der Kaste ist. Andererseits war ihr als „Sonne ihres Lieblingshauptmanns“ natürlich sehr wichtig, ihm eine Freude zu machen und ihm zu Ehren Rot zu tragen. Was lag also näher, als zu kombinieren?
 
Leider hatte sie da ein wenig andere Vorstellungen als ich… alle meine wie ich fand guten Vorschläge gingen angeblich nicht… bestimmte Farbkombinationen machten sie zu einem Clown. So ein Quatsch, eine schöne Frau wie meine Herrin kann doch wohl einfach alles tragen ohne sich lächerlich zu machen? Außerdem wäre in meinen Augen gerade quietschiges, etwas schräges  Bunt vielleicht Anlass für einen Mann, der andernfalls vermutlich eh keinen Blick für Kleider & Co. haben würde^^, wahrzunehmen wie sie ihm zu Ehren gekleidet ist, nämlich in Rot! Zum Glück gab es meine Tunika betreffend für mich keine großen Überlegungen, da nur die eine rote Tunika in Frage kam, die Gina ((Kyra Camel / Blowballs :-)) so toll mit dem Konterfei des Lieblingshauptmanns meiner Herrin bemalt hatte… dafür hat sie nämlich wirklich ein Händchen!!
 
 
Als wir dann zum verabredeten Zeitpunkt auf der Terrasse der Herberge von Jorts eintrafen, traute ich meinen Augen kaum. Ich sah nämlich nur noch Rot… so viele Krieger waren dort und im Dorf bereits versammelt, um meiner Herrin sicheren Geleitschutz zu geben. Von der Organisation so einer Eskorte versteht der Lieblingshauptmann meiner Herrin wirklich was! Es war daher auch kein Wunder, dass die Reise ohne irgendwelche Zwischenfälle verlief und wir so gut beschützt sicher im Hafen von Lydius ankamen. Selbstverständlich schwärmten alle Rarii erst mal aus, um unseren Weg durch das Stadttor zu sichern. Ich glaube, der Administrator und kastenoberste Sklavenhändler von Lydius war ziemlich überrascht, als er plötzlich nur noch Rot in seiner Stadt sah und meinte zuerst doch tatsächlich, ihn käme eine Tatrix besuchen!
 
 
Doch dieser Irrtum war selbstverständlich schnell aufgeklärt und die friedlichen Absichten der roten Eskorte meiner Herrin keine Frage, sodass unserem überaus freundlichen Empfang nichts mehr im Wege stand. Nachdem die Krieger meine Herrin in Sicherheit und guten Händen wussten, zog es sie natürlich erst einmal in die Taverne, um den glücklichen Verlauf der weiten Reise mit dem einen oder anderen Getränk zu feiern und sich vielleicht von den örtlichen Pagaschlampen ein wenig verwöhnen zu lassen^^, während der Administrator meine Herrin in seinen Palast einlud, da er über diesen geheimnisvollen Kastenauftrag natürlich Näheres erfahren wollte. Ich glaube, einige Kajirae waren ganz froh meiner Herrin aus den Augen zu kommen. Eine mir nicht ganz unbekannte^^ hatte ich nämlich mit einer anderen tuscheln hören „Mach bloß deine Schenkel zu, wenn du in Sichtweite der Sklavenhändlerin kniest. Ich schwöre dir, die lässt deine Hitze andernfalls mit einem einzigen Blick einfrieren.“ ;-)))
 
 
Das Gespräch meiner Herrin bei dem Administrator war ein sehr ausführliches und soweit ich was davon verstehe, auch ein sehr gutes… wobei ich über solche Kastenangelegenheiten hier natürlich Stillschweigen zu bewahren habe. Obwohl die beiden Herrschaften ziemlich lange miteinander sprachen, wurde mir dennoch nicht langweilig. Erstens ist der Administrator von Lydius ein nicht uninteressanter Mann^^, den ich so unauffällig wie möglich, aber natürlich auch sehr ausgiebig in Augenschein nahm. Und dann erst dieser prunkvolle Raum! Ich war daher nicht nur mit dem Festhalten des roten Umhangs meiner Herrin beschäftigt, denn meine Augen wanderten fast automatisch natürlich auch immer wieder zu dem Herrn zurück!
 
 
Zu später Ahn dann geleitete er uns wieder nach draußen und stellte meine Herrin einer Händlerin vor, die sich anscheinend auch um die Immobilienangelegenheiten der Stadt kümmert. Sie führte uns dann zu einem großen oder eigentlich riesigen Haus, das nun wohl für eine ganze Weile unser Zuhause sein wird. :-)))

Dienstag, 21. August 2012

Vertane Zeit mit einer 99er

Was bist Du?
Was ist eine Sklavin?
Warum trägst Du ein Brandzeichen?
Warum trägst Du einen Kragen?
Was will eine Sklavin mehr als alles andere?


Die „richtige“ Beantwortung dieser Fragen macht aus einem Mädchen noch lange keine gute Kajira, die ihren Status tatsächlich verinnerlicht hat. Denn der Weg dorthin ist ein sehr weiter und nicht gerade ein einfacher, bei dem es nicht ausreicht, sich 5 Antworten auf diese Fragen zu merken. Nicht umsonst spricht meine Herrin so oft von den 99ern. Damit meint sie, dass es von 100 Sklavinnen nur eine schafft auch im Geist und Herzen eine Sklavin zu werden, als Besitz ihren Platz zu finden, ohne selbst etwas zu besitzen… nicht einmal ihren Namen.
 
Mit dem Namen geht das Drama bei einem neuen Mädchen übrigens häufig schon los, dabei ist es eine durchaus übliche Disziplinierungsmaßnahme einer neuen Kajira den Namen zu nehmen und sie vielleicht sogar für einige Zeit namenlos zu lassen. Ein Name ist eine Auszeichnung, die erst einmal verdient sein will. Bei einer Versklavung wird der Verlust des eigenen Namens meist als besonders schrecklich empfunden, weil er von Geburt an zu der Freien gehört und sie sich mit ihm identifiziert hat. Für eine 99er ist dieser Verlust ebenfalls extrem, insbesondere wenn sie ihre Nase sehr hoch trägt und sich einbildet, alle Freien müssten sich geehrt fühlen, ausgerechnet sie an die Kette zu bekommen. Daher ist für diese Sklavinnen der Brauch einer Begrüßung mit der Kurt eine recht gute erste Lektion in ihrem Sklavendasein, um die Willkür, Launen und absolute Macht von Freien über ihren Besitz sowie die eigene Hilflosigkeit zu verinnerlichen.
 
Wenn Freie mehrere Sklavinnen besitzen, ist es üblich, ein erstes Mädchen zu bestimmen, dessen Autorität über die anderen Mädchen der eines Herrn oder einer Herrin gleicht. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich nun schon einige Jahre die Erste meiner Herrin sein darf, weiß aber auch dass sie mir diesen Rang jederzeit wieder nehmen kann, wenn ich mir dessen als nicht mehr würdig erweisen sollte. Eine Erste hat die Macht, den anderen Kajirae Befehle zu erteilen, sie herumzukommandieren oder sie sogar zu bestrafen. Um den Rang einer Ersten noch deutlicher zu machen, ist es durchaus üblich, dass die anderen Mädchen sie „Herrin“ nennen müssen. Von der Handelskette meiner Herrin müssen dies auf meine Anweisung zwar nicht alle Kajirae tun, aber dennoch immer mal wieder die ein oder andere, denn es ist in meinen Augen ein sehr gutes Mittel, ihnen ihre Stellung zu verdeutlichen.
 
Bei einer „Verweigerin“ wird mir dann sehr schnell klar, ob es sich um eine 99er handelt oder um eine Sklavin, die lernen will. Fehler machen wir alle... davon nehme auch ich mich nicht aus... nur wenn keine Einsicht erkennbar und kein Lernwille zu entdecken ist, ein Mädchen grundsätzlich keine Entschuldigung über ihre trotzigen Lippen bringt, Bestrafungen (damit meine ich keine Auspeitschungen) bei ihr nicht fruchten, dann ist eine weitere Ausbildung in meinen Augen reine Zeitverschwendung. Ich hoffe nur, dass mein letzter Versuch, einer Sklavin die Ohren mit kaltem Flusswasser so gründlich zu waschen, dass sie endlich versteht, worum es geht, nun doch noch gefruchtet hat und mir erspart, meiner Herrin zu berichten, dass ich versagt habe *seufzt*.
 
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OOC: RP funktioniert nur MITeinander! Wenn eine Spielerin aus welchen Gründen auch immer auf stur schaltet, sind meine Möglichkeiten in SL leider irgendwann ausgereizt, wenn ich meine Rolle als erstes Mädchen meiner Herrin nicht lächerlich machen will. Ich versuche eigentlich so gut ich kann ihrem Beispiel zu folgen und "kreative" Strafen zu verhängen, die durchaus unangenehm sein können, aber im RP ausgespielt werden können. Auspeitschungen sind eher selten, denn Pixel tun nunmal nicht weh.
 
Schade, dass ich anscheinend mal wieder an meine Grenzen gestoßen bin, den Einstieg in die Rolle einer Kajira zu vermitteln... aber vielleicht war es einfach auch die falsche Rolle für die Spielerin?

Montag, 20. August 2012

Schlechter Zeitpunkt?

Eigentlich war meine Herrin dabei, noch einiges ihre Weiterreise in dieser Hand betreffend mit mir zu besprechen, als wir wegen fürchterlichem Gedonner zusammenzuckten. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass kein Unwetter über Jorts hereingebrochen war, sondern lediglich der Händler sich darin versucht hatte, an die Tür zu klopfen, allerdings ohne seine Motorik dabei wirklich im Griff zu haben und anstelle höflichem Anklopfen fast die Tür eingehauen hatte. ;-)
 
Mit zwei Sklavinnen im Schlepptau ersuchte er meine Herrin um eine Unterredung... wobei es sich wie eigentlich nicht anders zu erwarten um keinen Höflichkeitsbesuch handelte, weil ihm an der Gesellschaft meiner Herrin lag, sowas hatte er nämlich noch nie getan, sondern wie immer um ein Geschäft.^^ Su zog also keine Kettenschwester hinter sich her und musste ihren Herrn daher auch weiterhin mit keiner anderen Kajira teilen, sondern frische Ware, die er an meine Herrin weiterverkaufen wollte. Wie der Händler zu dieser Kajira gekommen war, erschloss sich mir trotz genauer Nachfragen meiner Herrin jedoch nicht ganz, denn er sdrückte ich diesbezüglich etwas unklar aus, um nicht zu sagen, er redete ziemlich um den heißen Brei herum.^^
 
Ich hatte auf jeden Fall das Gefühl, meiner Herrin passte der Handel so kurz vor ihrer Weiterreise nicht wirklich in den Kram und das eigenartige Herumgedruckse des Händlers über irgendwelche Vorbesitzer und wie er zu der Ware gekommen war, kam ihr vermutlich genauso mysteriös vor wie mir, zumal die Kajira wohl kurz im Besitz eines Sklavenhändlers gewesen war, auf dessen Ausbildung meine Herrin ansich einiges hält, der ihr aber anscheinend lediglich Goreanisch beigebracht hatte.
 
Nun gut, letztendlich  siegte dann offensichtlich doch das gute Herz meiner Herrin und sie erstand das unausgebildete Mädchen für einen Preis, den sie dem Händler vermutlich nur wegen ihrer beider langjährigen Geschäftsbeziehungen gezahlt hat, der dem geldgierigen Kerl allerdings nicht so ganz zu behagen schien. Dennoch schlug er ein.
 
Nun bin ich nur gespannt, wie sich die Neue machen wird... insbesondere, nachdem ihr klar geworden ist, dass sie die Letzte an der Handelskette meiner Herrin ist und was sie auf der demnächst anstehenden Reise alles zu schleppen haben wird. Zumindest für mich ist der Zeitpunkt des Geschäfts also gar nicht so schlecht gewesen!^^
 
Noch besser war jedoch ein Zeitpunkt am gleichen Tag, allerdings zu weit vorgerückter Stunde, als ich vor dem Schlafengehen das Haus noch einmal kurz Durchlüften wollte und dafür die Haustür weit aufriss. Auf dem Weg ins Dorf entdeckte ich nämlich jemanden, an den ich mich immer ganz besonders gern erinnere… vor allem dann, wenn ich die schöne Brosche in Form einer Dina betrachte, die er mir vor langer Zeit geschenkt hat und die meine Herrin mir erlaubt gelegentlich zu tragen. Nun durfte ich ihm endlich eine Freude machen und glaube, das ist mir mit meinem Tanz in der außer uns leeren Taverne wohl auch ganz gut gelungen! ;-))

Dienstag, 14. August 2012

Wunderheilung und Tratsch am Dorfbrunnen

Wegen meines kurzen Reinigungsbades im Vosk verpasste ich gestern das Aufstehen meiner Herrin. Allerdings nur knapp, denn ich sah sie bei meiner Rückkehr von weitem gerade noch mit wehenden Röcken Richtung Dorfbrunnen verschwinden… legte daher einen kleinen Zahn zu und hatte sie schnell eingeholt, da sie mit dem Kommandanten und einem seiner Krieger inzwischen einen kleinen Plausch am Dorfbrunnen hielt. Sie gab gerade zum Besten, wie sie mit ihrem Allheilmittel gegen jegliche Krankheiten, bislang immer mit durchschlagenden Erfolgen im wahrsten Sinne des Wortes, hervorragende Heilungsergebnisse erzielt hatte… zumindest war ich immer blitzschnell wieder gesund, denn ich hasse Lebertran und Einläufe!!! Diese Supermittel empfahl sie nun gerade dem Krieger gegen seinen Husten, mit dem Erfolg, dass dieser schlagartig keinen Hustenreiz mehr verspürte, sein Husten sich sozusagen in Luft aufgelöst hatte, während der Kommandant sich vor Lachen verbog und auch ich laut losprusten musste. Die Erheiterung des Kommandanten war übrigens mein Glück, andernfalls hätte ich mir für meine Schadenfreude und ungehöriges Benehmen bestimmt eine Strafe eingehandelt, bei der ich gar nicht daran denken mag, wie die hätte aussehen können.^^
 
 
Die schlauen Ratschläge meiner Herrin rührten selbstverständlich von reiner Nächstenliebe her, denn Jorts ist zurzeit ohne Heilerin. Die Gefährtin des Kommandanten hatte sich vor kurzem auf eine anscheinend längere Reise mit vollkommen offener oder womöglich sogar ohne Rückkehr begeben. Zumindest scheint sie momentan auch kein Interesse an einer Verlängerung des Gefährtenschaftsvertrags mit dem Kommandanten zu haben, was wiederum inzwischen zu einigen Spekulationen geführt hatte. Es gibt wohl eine freie Frau in Jorts, die anscheinend ebenfalls der grünen Kaste angehören soll und die sein Interesse geweckt hat. Wobei sich ihre Kastenzugehörigkeit mir nicht so ganz erschloss. Aber das tut eigentlich auch nichts zur Sache. Zumindest schien an den Gerüchten über die Kommandanteninteressen tatsächlich etwas dran zu sein, denn der Hauptmann sprach meine Herrin erneut auf den Kauf einer Sklavin an, die er seiner zukünftigen Gefährtin zum Geschenk machen wollte. Er erkundigte sich daher erneut interessiert nach dem Ausbildungsstand des letzten Erwerbs meiner Herrin. Wobei es mir so vorkam, als ob er es weder mit der Gefährtenschaft noch mit dem Erwerb einer neuen Kajira allzu eilig zu haben schien.
 
Der sich mittlerweile zu der kleinen Gruppe hinzu gesellte, sonst eher wortkarge, dafür aber mir gegenüber meist ziemlich grummelige^^ Händler konnte sich nicht verkneifen, dem Kommandanten seines Heimsteins jede Menge schlaue Tipps darüber zu geben, was er beim Kauf einer Sklavin alles zu beachten habe und welche Informationen über meine Herrin er sich gut merken muss. Dabei müsste doch gerade er als Kajirasammler und –tester, der schon recht oft Mädchen an meine Herrin weiterverkauft hatte wissen, dass meine Herrin immer eine sehr faire Geschäftspartnerin ist und noch nie jemanden über den Tisch gezogen hat. Ihr Motto ist es, grundsätzlich so zu verhandeln, dass man auch noch ein zweites Mal miteinander ins Geschäft kommen mag. Ich vermute, er witterte dabei für sich ein nicht uninteressantes Geschäft.;-))

Freitag, 10. August 2012

Voll reingetreten

...oder eine Abreise mit Verzögerung.
 
Eng an meine Herrin gekuschelt hatte ich tief und traumlos geschlafen, kein Wunder eigentlich nach den Strapazen des Vortags. Außerdem, wann bietet sich mir schon mal die Gelegenheit, auf einer luxuriösen Heilermatratze nächtigen zu dürfen? Leider teilte meine Herrin mir nach dem Aufwachen sogleich mit, dass sie noch jede Menge zu arbeiten hätte, sodass ich mich schließlich alleine in Richtung dieses hochgelegenen Teehauses aufmachte. Ich wollte sie nämlich mit einer heißen Milch überraschen. Wobei, soooo eine große Überraschung das natürlich nicht ist, denn sie trinkt ja eigentlich fast nie etwas anderes.^^
 
 
Das einzig Überraschende war gestern, dass ich die Honigmilch in ihre Unterkunft brachte, obwohl meine Herrin eigentlich ins Teehaus hatte kommen wollen. Doch das Getränk war mittlerweile fertig und begann dampfenderweise die typische Ekelhaut oben drauf zu bilden, nur meine Herrin tauchte nicht auf. Ich vermutete sie immer noch am Heilerschreibtisch sitzend in ihre Arbeit vertieft, lag damit jedoch falsch und brachte bei meiner Anlieferung fast Schande über sie. Zum Glück nur fast, denn ich konnte gerade noch knapp abwenden, Jorts' Hauptmann mit dem kompletten Inhalt der Schale zu begießen.
 
Eigentlich hätte mich keine Schuld getroffen, aber andererseits habe ich eh immer Schuld an allem… Kajiraschicksal.^^ Er inspizierte gerade die Unterbringung meiner Herrin und ob sie alles hatte, was sie brauchte. Dusseligerweise hatte er sich dafür genau hinter der Tür platziert, während er seinem Unmut Luft machte über die in seinen Augen nicht standesgemäßen Räumlichkeiten meiner Herrin. Ich konnte das eigentlich nicht ganz nachvollziehen, denn meine Herrin hatte alles was sie brauchte und außerdem lag die Heilerstube sehr schön zentral und war vor allem ohne weitere Treppen zu erreichen. Ich glaube, meine Herrin war da ganz meiner Meinung, fühlte sich durch seine Fürsorge andererseits aber wohl auch ein wenig geehrt und stimmte dem Hauptmann schließlich zu, im Falle einer weiteren Übernachtung in ein anderes Quartier umzuziehen.
 
Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Es hieß plötzlich, es würde noch am gleichen Tag zurück nach Jorts gehen, wenn denn die Bade- und sonstigen Gelüste des Händlers endlich befriedigt worden waren. Doch der ließ noch auf sich warten. Während mein Herrin also weiter mit dem Herrn Hauptmann  klöhnte, machte der plötzlich mit Blick auf seine Füße ein verärgertes Gesicht und veranlasste meine Herrin dezent prüfend zu schnuppern. Er war auf seiner Stadtbesichtigung im Tarnturm gewesen und dabei offensichtlich durch dicke Haufen Tarnschiet gelatscht. Vermutlich hatte der Tüffel nur nach oben zu den großen Vögeln auf ihren Sitzstangen geschaut und dabei die Hinterlassenschaften der Viecher übersehen. Er hatte sich so vollgeschmiert, dass nicht nur die Sohlen seiner Sandalen schmutzig waren, sondern auch seine Füße. Doch soll in Sch.... treten nicht auch Glück bringen?
 
 
Die Tarnschiete brachte ihm tatsächlich Glück... eine Reinigung durch meine zarten, wohltuenden Hände. ;-) Da ich weit und breit die einzige Kajira war, kam mir nämlich die große Ehre zu, mich um seine verunreinigten, erlauchten Hauptmannfüße einschließlich der Sandalen kümmern zu dürfen. Zum Glück war in der Nähe ein Brunnen, allerdings ein Zierbrunnen, den ich nun für den stinkenden Tarnmatsch ein wenig zweckentfremdete. Mangels Bürste und anderer Reinigungsutensilien musste ich daher meine Tunika opfern. Aber was tut eine Kajira nicht alles, um einen Hauptmann mit dem Anblick ihres wohlgeformten Sklavenkörpers zu erfreuen, während sie seine wohlgepflegten Männerfüße von Tarnschiete befreit!^^
 
 
Am liebsten hätte ich ja noch viel mehr für sein leibliches Wohl getan, denn kaum hatte ich seinen ersten Fuß in Behandlung, war meine Fantasie kaum mehr zu bremsen. Wobei ich irgendwie erwartet hatte, dass dafür leider keine Zeit mehr war, da die Abreise nun wirklich nahte. Pah, als ob die Gruppe ohne den Hauptmann abreisen würde! Seinem zufriedenen Brummen während meines Reinigungsdienstes konnte ich immerhin entnehmen, dass er wohl ganz zufrieden mit meinem Tun war und der anschließende Ditscher, den er meinem Kopf angedeihen ließ, war einem Durchwuscheln meiner Haare nicht ganz unähnlich… für seine Verhältnisse zumindest. Seine lockere Hand hatte ich auf meinem Kopf ja auch schon anders kennengelernt.^^

Die Rückreise nach Jorts ging dann zwar gesäubert und mit neuer Tunika bekleidet, aber auch wieder mit dem schweren Rucksack auf meinen Schultern, die vielen Stufen wieder herunter... kein Vergleich übrigens mit dem schweren Aufstieg... und auch die weitere Reise zurück an den Vosk verlief ohne weitere Zwischenfälle. Ich glaube, fast alle atmeten erleichtert auf, als der Fährmann uns über den Vosk übersetzte und Jorts hinter den Bäumen auftauchte.
 

Donnerstag, 9. August 2012

Treppen, Treppen, Treppen

Unter Begleitung einiger Wachen wollte aus Jorts eine kleine Reisegesellschaft ins Voltaigebirge nach Hochburg starten… eine gute Gelegenheit für meine Herrin, sich dieser anzuschließen und dort erste Erkundigungen gemäß dem Auftrag ihrer Kaste einzuholen. Das Problem war nur, wann würde es los gehen? Wie erwartet leider zu einem sehr frühen oder sogar zu frühen Zeitpunkt, der für meine Herrin wegen ihrer vielen Arbeit nicht zu schaffen war. Doch zu unserem großen Erstaunen war das überhaupt kein Thema für Jorts‘ Hauptmann… er stellte einfach einen Krieger ab, der uns sicher hinter dem Haupttross hinterher geleitete. Ich glaube, nun muss ich meine Meinung über diesen meiner Herrin gegenüber bislang etwas ungehobelten und unhöflichen Dorfhauptmanndickschädel wohl doch ein wenig revidieren, so überaus zuvorkommend und verständnisvoll wie er ihr gegenüber jetzt war.^^
 
Obwohl ich zuvor noch nie im Voltaigebirge gewesen war, war mir natürlich selbstverständlich klar gewesen, dass es sich um ein großes Gebirge handelt mit sehr hohen, schroffen Bergen. Über unser Ziel Hochburg hatte ich mir allerdings keinerlei Gedanken gemacht. Warum auch, ich war einfach davon ausgegangen, dass dieser Ort in irgendeinem Tal des Voltai liegen würde. Damit lag ich jedoch vollkommen daneben und als unser Begeleiter uns immer höher in die Berge hinein führte, wurde mir klar, warum der Hauptmann von Jorts sich dagegen ausgesprochen hatte, auf Wagen nach Hochburg zu fahren. Es wurde nämlich immer steiler… so steil, dass ein Bosk auch ohne Wagen hinter sich diese Steigungen vermutlich nicht geschafft hätte. Aber es sollte sogar noch schwieriger werden. Unser steiler Weg endete nämlich plötzlich an einer in die Felsen hinein gehauenen, sehr steilen Treppe.
 
Nun ging der Anstieg erst richtig los. Ich habe irgendwann das Zählen aufgegeben, aber es waren gefühlt über 1000 Stufen, die wir da hinaufsteigen mussten und die einfach kein Ende nehmen wollten. Doch wir waren offensichtlich nicht die schlechtesten im Treppensteigen, auf halber Höhe trafen wir auf den Hauptmann von Jorts. Ich weiß nicht, ob er absichtlich dort auf uns gewartet hatte oder ob er mangels Kondition vielleicht verschnaufen musste?^^ Ich glaube, es war das Erstere, denn ich durfte ja erst kürzlich beim Waffentraining zusehen und bin mir ziemlich sicher, dass er bei bester Kondition und Puste sein muss. Wahrscheinlich wollte er einfach für unsere sichere Ankunft sorgen und persönlich sicherstellen, dass keine Wegelagerer und anderes Gesindel auf unseren Tross aufmerksam geworden waren und unbemerkt hinter uns herschlichen.
 
 
 
Recht problematisch wurde dann, schnaufenderweise die anderen Reisenden in diesem hochgelegenen Ort zu finden. Die Suche gestaltete sich wirklich schwierig. Vollkommen unverhofft befanden wir uns plötzlich in einem Tempel. Mir war im ersten Moment überhaupt nicht klar gewesen, was das für ein heiliger Ort war, denn ich hatte in den vielen Jahren auf Gor noch nie einen solchen gesehen, geschweige denn betreten. Doch meine Herrin gab mir schnell einen leisen Hinweis und kniete selbst demütig für eine kurze Andacht nieder. Danach schaute sie mich mit einem ganz versonnenen Blick aus ihren schönen blauen Augen an und sprach zu mir mit sehr sanfter Stimme, damit ich ihr wieder nach draußen folgte. Ich bekam ganz wildes Herzklopfen vor Glück, als sie mich leise „meine kleine Blume“ nannte.:-)))
 
 
Ich erinnere nicht mehr, wie es dann doch noch gelang, die anderen Reisenden aus Jorts in diesem hoch gelegenen Ort endlich zu finden, aber plötzlich stand vor uns der Präfekt des Ortes und begrüßte uns sehr freundlich. Meine Herrin und der Hauptmann wurden in luftiger Höhe ins Teehaus eingeladen, wo sich der Rest der Reisegruppe bereits niedergelassen hatte und sich von hin und her wuselnden Kajirae bedienen ließ. Der sicherheitsbewusste Hauptmann nahm jedoch an strategisch günstiger Stelle Aufstellung, um jeglichem feindlichen Gebaren sogleich entgegen treten zu können, was aber dank der Freundlichkeit des Präfekten und seines Rarius nicht erforderlich wurde.
 
 
Ich war froh, endlich den schweren Rucksack ablegen zu können, der meine schmalen Schultern ganz schön traktiert hatte. Darin befand sich nämlich nicht nur die Reiseverpflegung für meine Herrin und mich, sondern wie immer natürlich auch Ersatzkleidung und ein kleines Zelt. Ersatzkleidung nehme ich deswegen mit, weil meine Herrin leider dazu neigt, beim Ein- und noch mehr beim Aussteigen aus irgendwelchen Wasserfahrzeugen ins Wasser zu fallen.^^ Tja, und das Zelt ist unverzichtbar, weil sie früher schon sehr schlechte Erfahrungen mit Übernachtungen außerhalb ihres Heimsteins gemacht hat, die sogar so weit gingen, dass die Felle unter ihr in der Nacht geklaut worden waren, sodass sie auf dem kalten Boden aufwachte.
 
Die Schlepperei war übrigens fast überflüssig gewesen, denn ins Wasser konnte sie in den luftigen Höhen von Hochburg nicht fallen... dafür jedoch runterfallen. Ich hätte lieber ein Seil mitnehmen sollen, um sie damit zu sichern. Und mit dem Zelt hatte ich mich ebenfalls vergeblich abgemüht. Erstens würde es mir niemals gelingen Befestigungen für die Stangen in den harten Fels zu schlagen und zweitens erhielt meine Herrin eine angemessene Unterkunft... nämlich die Heilerstube! Aber egal, sie hatte eine abschließbare Tür, die ärztlichen Gerätschaften störten nicht weiter, die Vorhänge ließen sich zuziehen gegen Männerblicke (die mich natürlich absolut nicht gestört hätten^^) die Matratze war sehr schön weich (das kann ich voll beurteilen, weil ich nämlich am Matratzenrand neben meiner Herrin schlafen durfte :-)) und wir mussten keine Treppen zu dieser Unterkunft hochsteigen!
 
Ich glaube, mit weiteren Stufen wäre nicht nur ich, sondern vor allem meine Herrin total überfordert gewesen, denn sie war von Asma im Teehaus mit einem üppigen, anscheinend oberleckeren Caramelpudding verwöhnt worden, den sie komplett alleine aufgegessen hat... ich bekam nicht mal mehr die Schale zum auslecken in die Finger! ;-)

Mittwoch, 8. August 2012

Der Hauptmann meiner Herrin

„So, nun gehen wir zum Waffentraining, meinen Hauptmann suchen“ ordnete meine Herrin an, nachdem ihr Kleid richtig saß, die Frisur aufgesteckt, das Makeup perfekt und ihr schönes Gesicht wie üblich halb von einem Schleier verhüllt war. Ich hatte ihr nämlich von meinem Traum der letzten Nacht erzählt. Ursache für diesen war vermutlich nicht nur Wunschdenken, sondern vor allem der Aushang für das anstehende Waffentraining gewesen, bei dem mir der Hauptmann meiner Herrin erneut in den Sinn gekommen war, weil er mittlerweile als verschollen galt hier in Jorts. Doch daran glaubte ich sowieso nicht. Ich war ziemlich überzeugt davon, dass er in irgendeiner sehr wichtigen Mission unterwegs sein musste, denn er wusste meine Herrin gut und sicher aufgehoben. Jedenfalls war ich ziemlich gespannt bzw. platzte fast vor Neugier, wer denn nun tatsächlich alles an diesem Training teilnehmen würde und ob meine geträumten Vorahnungen sich womöglich sogar bestätigen würden.
 
Wurden sie tatsächlich! Es war richtig was los auf dem Trainingsplatz und der Hauptmann meiner Herrin war ebenfalls dabei!! :-) Nur verständlich also, dass ich den Rezepte austauschenden Kajirae der Krieger nur mit halbem Ohr zuhörte, denn ihre gut gebauten, muskulösen Herren fesselten fast meine ganze Aufmerksamkeit und einer davon selbstverständlich ganz besonders. So einen herrlichen Anblick hat die Kajira einer freien Frau nun mal leider nicht jeden Tag!^^ Meine Herrin schaute den Männern übrigens ebenfalls sehr interessiert zu, stellte aber auch eine ganze Menge schlauer Fragen. Vielleicht wollte sie davon ablenken, dass sie nur Augen für ihren Hauptmann hatte? Aufgrund ihres Wissensdurstes konnte man fast schließen, dass sich ihr der Sinn des Ganzen Trainings anscheinend noch nicht so richtig erschloss. Wobei ich eingestehen muss, dass die Antwort eines Kriegers, die Rarii würden das Feld umackern, sehr treffend fand. Uns Zuschauerinnen wurde jedenfalls einiges geboten, denn sie ackerten mit einigen Balletteinlagen und gingen teilweise sogar nach dem Motto „sterbender Schwan“ zu Boden. ;-)
 
Das Training ging gestern anscheinend erheblich länger als sonst, dennoch war die Ackerei der Kämpfer irgendwann beendet und meine Herrin schaute ihrem Hauptmann strahlend entgegen. Ich glaube, auch er hat sich gefreut sie wiederzusehen und mir dann sogar zugezwinkert!! Nachdem sich beide nach dem jeweiligen Befinden ihres Gegenübers erkundigt hatten, wurde das Gespräch jedoch sehr schnell mysteriös und geheimnisvoll. Der Hauptmann zog meine Herrin schließlich sogar ein Stück weg von den anderen Herrschaften, damit nichts davon in falsche Ohren gelangte. Wobei ich noch nie zuvor gesehen hatte, wie schnell sich neugierige Ohren vergrößern können.^^ Sogar ich, die immer direkt hinter meiner Herrin kniet, egal was sie und mit wem sie etwas zu besprechen hat, wahrte einen Diskretionsabstand… konnte jedoch trotzdem jedes Wort verstehen… wenn ich denn gewollt hätte. Es ging um schleierhafte Politik, irgendeine Dauerkrise, den Im- und Export von Problemen, hin und her schwappende Bedrohungen, extraordinäre Wetterlagen, eine Widerstandsbewegung, hochgestellte Freie und ihre unerklärlichen Entscheidungen, entflammte Herzen und das Bestreben um eine Gefährtenschaft, das dann aber doch keines war, weil die Flamme wohl gar nicht loderte und nur eine Tarnung war… und, und, und.
 
Kurz und knapp zusammengefasst… es ging um ganz viele undurchschaubare und unerklärliche Warums, die nicht lohnten, irgendwelchen hochgestellten, jedoch offensichtlich geistig umnachteten freien Frauen gestellt zu werden. Mir wurde sofort klar, dass sämtliche Informationen, die der Hauptmann meiner Herrin gab, obersupergeheim waren, sodass ich alles schlagartig, kaum dass ein Wort den Mund des Hauptmanns verlassen hatte, bereits komplett wieder vergaß. Eine tolle Fähigkeit, die ich da besitze, denn so kam ich im Gegensatz zu Phoebe, die vor offensichtlicher Neugier fast platzte, um die erschreckende Demonstration des Hauptmanns herum, was er einer tratschenden Kajira angedeihen lassen würde.^^

Dienstag, 7. August 2012

Irritationen

Die schwere Wahl, welches ihrer vielen Kleider sie denn nun anziehen wollte und das Anhübschen mit dem richtigen Makeup, nahm bei meiner Herrin leider mal wieder einige Zeit in Anspruch ((erneut wollten weder Kleidung noch Skin bei ihr rezzen :-()) bevor sie mit ihrem Aussehen zufrieden war. Als dieses zeitraubende Unterfangen dann irgendwann endlich geschafft war, strebte sie natürlich erst einmal im Sauseschritt Richtung Herberge, um den Ankleidestress mit einer heißen Milch mit Honig hinunterzuspülen und sich durch ein wenig Plauderei mit den Dorfbewohnern von den erlittenen Schwierigkeiten abzulenken. Wobei sie auf das Hinunterspülen fast etwas länger hätte warten müssen, wenn ich nicht so eine außerordentlich gute, blitzschnelle Reaktionszeit beim Herunterreißen des Milchtopfes vom Feuer gehabt hätte.^^ Die aufschäumende heiße Milch wäre mir nämlich fast übergekocht… aber eben nur fast! ;-)
 
Die Terrasse der Herberge war zur Hälfte von zwei fremden Herren und dem Hauptmann der Dorfwachen belegt. Obwohl noch einige Sitzkissen frei waren, blieb meiner Herrin jedoch nichts anderes übrig, als sich an einem anderen Tisch niederzulassen. Der Hauptmann von Jorts besteht nämlich bei seiner Kajira auch in Gegenwart einer freien Frau darauf, dass sie mit weit geöffneten Schenkeln kniet und die anderen Kajiraebesitzer im Dorf scheinen sich dieser Gepflogenheit offensichtlich anzuschließen. Meine Herrin sieht daher keine andere Möglichkeit, als sich von den Männern in Jorts fern zu halten, denn trotz einer längeren Diskussion darüber, in der sie versucht hat ihre Gefühle deutlich zu machen, was sie von dieser fehlenden Ehrerbietung hält und wie sehr sie sich durch ein solches Verhalten irritiert und brüskiert fühlt, bleibt er weiterhin egoistisch und stur... ein richtiger Dorfhauptmanndickschädel eben.^^
 
Die beiden fremden Herren waren anscheinend aus Neugier angereist, weil der Händler aus Jorts beim letzten Besuch in Lydius mit seinem Heimstein als „Stadt mit drei Sklavenhändlern“ angegeben hatte.^^ Erstaunlich, was der so alles verbreitet! ;-) Mir war bislang überhaupt nicht bewusst gewesen, dass es sich bei diesem Dorf um eine Stadt handelt, geschweige denn, dass es hier so viele Sklavenhändler gibt, über deren Zahl meine Herrin übrigens ebenfalls etwas irritiert war. Doch das konnte schnell geklärt werden. Es gibt nämlich nur einen Sklavenhändler, der tatsächlich Bürger in Jorts ist, sich aber anscheinend seit einiger Zeit auf Reisen befindet. Bei dem zweiten handelt es sich um einen heimsteinfremden Sklavenhändler, der sich nur gelegentlich auf seinen Reisen im Dorf aufhält. Meine Herrin hatte ihn nach langer Zeit hier erst kürzlich wiedergetroffen. Es war der einäugige Herr, den ich mit irgendwelchen Äußerungen so sehr zum Lachen gebracht hatte, dass er sich kaum mehr einkriegte und der nun eine Hälfte des geteilten Steins aus Samanu bei sich trägt. Tja... und mit dem dritten Sklavenhändler war meine Herrin gemeint, die hier jedoch ebenfalls nicht ihren Heimstein hat.
 
Da auch Lydius wegen des Kastenauftrags auf der geplanten Reiseroute meiner Herrin durch Gor steht, nutzte sie die Gelegenheit für ein Gespräch mit den beiden angereisten Herren und fragte, ob derzeit in Lydius ein Sklavenhändler ansässig ist. Selbiger saß praktischerweise vor ihr auf der Terrasse der Herberge, betreibt allerdings den Sklavenhandel als gleichzeitiger Administrator seines Heimsteins momentan wohl nicht besonders aktiv. Die weitere Unterhaltung mit den beiden über eine absurde Schlussfolgerung des Administratorbegleiters, den Ehrgeiz freier Frauen und dessen tragisches Ende, Irritationen über Kastenoberhäupter, einen mysteriösen Fehler bei einer Fastversklavung und ob eine freie Frau in Lydius jederzeit damit rechnen muss, einen Kragen zu bekommen, ließ meine Herrin laut darüber nachdenken, ob sie diese große Handelsstadt nicht besser von ihrer geplanten Reiseroute streichen sollte, bevor sie sich flott zurückzog... ihr Rückzug selbstverständlich wie immer nach dem Motto „sichere Wege und weg“.^^
 
Mir blieb daher mal wieder nichts anderes übrig, als ihr mit einiger Verzögerung hinter herzulaufen, schnappte dadurch aber noch die letzten Worte der Herren nach ihrem Abgang auf, die ich natürlich brühwarm an sie weitergab, als ich nach einem Schlenker durch irgendwelche der vielen gleich aussehenden Gassen endlich in ihrem Haus eintraf… ich hatte mich nämlich mal wieder verlaufen und die falsche Richtung eingeschlagen. Meine Herrin war von dem einen Herrn nämlich noch schmunzelnd als Biest bezeichnet worden, während der andere darüber gerätselt hatte, warum die Kaste überhaupt weibliche Sklavenhändler ohne Vormund zulässt. Manchmal ist es doch nicht so verkehrt einige Ihn später hinter ihr herzulaufen, auch wenn diese Äußerungen keine wirklichen Neuigkeiten für meine Herrin waren.^^ Mal sehen, ob es die Beteuerungen der beiden Männer über die Sicherheit freier Frauen in Lydius tatsächlich geschafft haben, ihre Irritationen über diese Stadt zu vertreiben. Jedenfalls will sie demnächst ein Schreiben an den Krieger aufsetzen, der seit einigen Hand als Geleitschutz in ihren Diensten steht. ;-))

Mittwoch, 1. August 2012

Echt öde...

...so ein leeres Dorf.

Aber ein wenig Kajiratratsch war dann doch noch drin.^^

Ein ganz besonderer Stein

Die letzten 14 Tage hatte ich bis auf ein kurzes Gespräch mit der Kajira des Nachbarn meiner Herrin, übrigens kein Schmied, mehr oder weniger alleine in Jorts verbracht. Denn meine Herrin war auf einer Reise und die meisten Bewohner anscheinend auch oder anderweitig in ihren Häusern „beschäftigt“, offensichtlich bevorzugt zu zweit.^^ Außerdem scheinen sehr viele Einwohner im Gegensatz zu meiner Herrin und mir extreme Frühaufsteher zu sein, die sich daher natürlich nach getaner Arbeit auch entsprechend früh wieder in ihre Häuser zurückziehen, wo sie sich sowieso gerne aufhalten. Daher war ich ziemlich erstaunt, als es nur wenige Ehn nach der Rückkehr meiner Herrin plötzlich an ihrer Tür klopfte. Doch es war kein Dorfbewohner, sondern der Herr, den wir noch aus den Zeiten auf Samanu kennen und… *flüstert jetzt*… bei dem das Serum offensichtlich versagt hat, so alt und zerknittert wie er heute aussieht.^^ Meine Herrin hatte ihn doch vor einigen Hand kurz nach unserer Ankunft hier in Jorts nach Jahren erstmalig wieder getroffen und ihm den Stein gezeigt, den sie seit dem Untergang von Samanu in ihrem Besitz hat und seitdem an sicherer Stelle verwahrt. :-)
 
Mit seinem Besuch erwischte er meine Herrin nur leider auf dem falschen Fuß oder vielmehr fast nackt mit der extrem schwierigen, fast grausamen Entscheidung befasst, welches ihrer vielen Kleider sie denn nun anziehen sollte. Wobei er sie selbstverständlich so nicht sehen konnte, da sie sich im Obergeschoss befand, während ich ihm die Eingangstür des angemieteten Hauses öffnete, denn wozu hat sie mich?;-) Als ihre Erste war es für mich natürlich ein Leichtes, ihrem Besucher erst einmal ein Getränk anzubieten und ihm die Zeit mit ein wenig Plauderei zu vertreiben, bis meine Herrin für seine Begrüßung züchtig genug angekleidet war.
 
Ich fand, dass der Herr eine Erklärung verdient hatte, warum meine Herrin noch auf sich warten ließ und teilte ihm mit, sie würde in wenigen Ehn herunterkommen. Sie war dabei sich noch ein wenig aufzuhübschen, weil sie gerade erst von einer Reise zurückgekehrt war ((ihr Kleid wollte einfach nicht rezzen und sie sah wie ein Zombie aus)). Meine gut gemeinte Information führte bei ihm zu einem lauten Erheiterungsausbruch und das wiederum bei mir zu einigermaßen großer Irritation mit der Befürchtung, vielleicht etwas Falsches gesagt zu haben. Doch er erklärte mir unter schelmischem Zwinkern seines einen Auges, auf dem anderen trägt er nämlich eine Augenklappe, er sei zwar ebenfalls oft auf Reisen, jedoch immer hübsch und müsse da keineswegs nachhelfen. Hierzu verkniff ich mir vorsorglich einen Kommentar, denn hübsch und hübsch muss ja nicht immer das Gleiche sein und kam insgeheim ich zu einem etwas anderen Ergebnis.^^ Außerdem würde ich mich nie erdreisten, meine schöne Herrin mit so einem zerknitterten Herrn zu vergleichen! Jedenfalls betonte er, dass ich keinerlei Schuld an seiner Erheiterung hatte und begründete dies damit, dass er meine Herrin schon sehr lange kennt… allerding wie gut, erfuhr ich nicht mehr. ;-))
 
Erleichtert fühlte ich mich verpflichtet, ihm nun die schwere Entscheidungsfindung meiner Herrin doch noch etwas deutlicher zu machen, mit dem Erfolg, dass er sich danach erneut laut prustend kaum noch einbekam und mich letztendlich anwies, ihn nicht immer wieder neu zum Lachen zu bringen. Schade dass sich mir nicht mehr erschloss, welche Vorstellung ihn konkret zu seinen Lachanfällen gebracht hatte.^^ Um sich endlich in den Griff zu bekommen bevor meine Herrin die Treppe herunter kam, wechselte er schließlich das Thema und erkundigte sich bei mir, ob ich mich inzwischen im Dorf gut eingelebt hatte und erklärte mir auf meinen kurzen Bericht verständnisvoll, dass sich meine Erfahrungen mit seinen deckten, da er einige Zeit hier in Jorts gelebt hatte.
 
Doch dann erschien meine Herrin endlich. Leise brachte der gutgelaunte Herr nun den Anlass seines Besuches vor. Es ging um den Stein, den meine Herrin ihm vor einigen Hand gezeigt hatte und der ihm seitdem anscheinend keine Ruhe mehr gelassen hatte. Nachdem der letzte Heimstein, auf dem er gelebt hatte, von seiner Hand zerstört worden war und sein Weg langsam immer dunkler wird, war in der inzwischen verstrichenen Zeit in ihm der sehnliche Wunsch gewachsen, nun einen Teil dieses besagten Steines, auf den er einst geschworen hatte, bei sich zu tragen… ihn mit meiner Herrin zu teilen. Meiner Herrin war nach ihrem letzten Gespräch mit ihm natürlich klar gewesen, dass er irgendwann zurück kommen würde. Sie hatte daher einige Vorkehrungen getroffen und überreichte dem überraschten Herrn schließlich feierlich eine Hälfte des inzwischen zweigeteilten Steines mit den Worten: „Es gibt nur drei Männer, die Samanu jemals verteidigt haben, die sich das Recht auf diesen Stein verdienten.“
 
Während ich vor Ergriffenheit fast vergaß Luft zu holen, wiederholte der Herr mit bewegter Stimme seinen damaligen Schwur und besiegelte ihn mit einigen Blutstropfen. Ich glaube, meine Herrin war ebenso bewegt, denn sie wischte sanft das Blut von seiner Hand, nachdem sie die kostbare andere Hälfte dieses besonderen Steins, mit dem so viele Erinnerungen verbunden sind, sanft lächelnd wieder in das weiche Tuch eingewickelt und sorgfältig wieder verstaut hatte. Vielleicht wird ein Teil dieses Steins aus Samanu dem Herrn Glück bringen… möge sein Weg zukünftig wieder heller sein. :-))