Dienstag, 27. November 2012

Bestens vorbereitet

Oh je... nur die Priesterkönige scheinen zu wissen, wohin meine Herrin im Auftrag ihrer Kaste noch reisen wird... womöglich sogar in kältere Gegenden?
Maiden complete outfit von Kyra Camel, Blowballs :-))
Eine gute Vorbereitung auf alles, was vielleicht noch kommen mag, scheint mir daher nicht verkehrt zu sein. Da meine Herrin zurzeit mal wieder schrecklich viel mit ihren Kastenangelegenheiten zu tun hat, bei denen ich ihr leider nicht helfen kann, habe ich die Gelegenheit zum Ausmisten genutzt und etwas wie ich finde sehr Brauchbares "genäht".^^
Nun bin ich auch für Kälteeinbrüche bestens gewappnet. Wobei... ob ich dann vielleicht doch noch etwas unterm Cape anziehen sollte??? Hauptsache mein hübsches Köpfchen ist auch in  südlichen Gefilden gut gepolstert, falls doch mal eine Kokosnuss herunterfällt! :-)))

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PS: Kyra kann natürlich viel besser als ich nähen und fotografieren sowieso, also am Besten mal hier schauen! :-))



Donnerstag, 22. November 2012

Den Kürzeren gezogen

Meine Herrin merkte von ihrer Beule kaum noch etwas und bei mir war ebenfalls fast alles wieder beim Alten, wie anscheinend auch in Belnend. Auf dem Marktplatz herrschte erneut großes Menschengedränge und sämtliche Entführten waren offensichtlich wieder zurück, als meine Herrin sich am nächsten Tag Richtung Herberge begab. Wieso, weshalb und warum dieser Überfall überhaupt stattgefunden hatte und wie es gelungen war, die drei Gefangenen so schnell wieder frei zu bekommen, entschloss sich mir leider nicht mehr. Hauptsache war, es ging allen anscheinend sehr gut und Normalität war zurückgekehrt.

Nicht zurück oder vielleicht auch schon wieder weg war allerdings die Herbergswirtin. Wobei sie bei dem Angriff nicht entführt worden war, sondern wahrscheinlich irgendwelchen Geschäften nachging. Doch ein sehr zuvorkommender Kajirus bot meiner Herrin sofort bei ihrer Ankunft vor der Herberge seine Dienste an, eine gute Gelegenheit für sie, ihm von mir zeigen zu lassen, wie sie ihre Milch am liebsten trinkt. Leider meinte der Sklave jedoch, dass seine Tätigkeit bei der Zubereitung schon mit der Erkenntnis erledigt sei, dass die Milch nicht nur warm gemacht, sondern richtig aufgekocht werden muss, damit sich beim Abkühlen auch wirklich die ekelige Haut oben drauf bildet. Mit den Worten „dann mach du mal, bei mir brennt Milch immer so leicht an“ wollte er sich dann schnell verdünnisieren. Damit war ich natürlich nicht einverstanden, sondern plusterte mich etwas auf und wies darauf hin, dass er es war, der den Auftrag für die Milchzubereitung erhalten hatte. Nett wie ich nun mal bin, bot ich ihm allerdings meine Hilfe gegen Anbrennen und Überkochen an.

Tja, um es kurz zu machen, ich zog den Kürzeren im wahrsten Sinne des Wortes. Er baute sich nämlich erst in seiner ganzen Länge vor mir auf und war dann letztendlich doch einfach weg, ohne sich weiter um die Milchzubereitung zu kümmern. Da half auch nicht, ihn böse anzufunkeln und sich auf die Zehenspitzen zu stellen. Ich war im Vergleich zu ihm mehr oder weniger eine halbe Portion und da ich nicht seine Erste bin, hatte ich ihm natürlich auch nichts zu befehlen. Jedenfalls war sich ziemlich sauer auf diesen Drückeberger. Wobei ich im Nachhinein eingestehe, er hat sich nicht wirklich gedrückt, sondern die anderen Herrschaften sehr fleißig weiterbedient. Später habe ich von Marthy dann erfahren, dass er wohl ein lieber Kerl mit sehr viel Einfühlungsvermögen zu sein scheint, sodass ich meine Meinung von ihm erst einmal in der Schublade „zum Milchkochen ungeeignet“ begraben habe. ;-))

Interessant war, dass er später am Abend plötzlich an die Haustür MEINER Herrin klopfte, um ein Kleid für SEINE Herrin zu holen. Meine Herrin und ich schauten uns bei diesem Anliegen nur ratlos an und verstanden sozusagen nichts. Doch dann stellte sich schnell heraus, dass seine Herrin ebenfalls im Haus des verschollenen Richters einquartiert worden war, sich allerdings die letzten Tage nicht in Belnend befunden hatte. Nun wurde auch klar, woher die vielen fremden Kleider im Schrank kamen. Meine Herrin hatte nämlich schon angefangen, sich Sorgen zu machen über den Richter und seine Neigungen.^^ Zum Glück erfuhr meine Herrin dann auch, wo der Kajirus schlief, denn alleine der Gedanke mit dem Geist eines Richters in Frauenkleidern und einem Kajirus unter einem Dach zu schlafen, ließ sie bereits nervös werden.

Komisch, ich hätte damit überhaupt kein Problem gehabt. Naja, mit dem Richtergeist vielleicht, aber so ein Kajirus vor der Haustür hat natürlich auch was. Vor allem wären wir eher gewarnt, wenn Belnend wieder überfallen wird und damit muss man in dieser Stadt ja leider ständig rechnen. ;-)

Mittwoch, 21. November 2012

Verletzt und verbeult

…oder dumm gelaufen, nun hat’s uns leider auch erwischt und ich bin um eine (überflüssige) Erfahrung reicher. :-(
 
Eigentlich fing alles so an wie immer, d.h. Herberge war angesagt mit Befriedigung der Milchgelüste meiner Herrin^^. Da mir die vom Vortag noch gut in Erinnerung gebliebene Wirtin jedoch nicht da war, war mein vorsichtiges Betreten des Gastraumes dann letztendlich überflüssig. Ich wurde also weder aus der Küche zurück gepfiffen noch des Diebstahls beschuldigt, sondern konnte unbehelligt die Milch für meine Herrin zubereiten. Nebenbei traf ich auf Eve, die Kajira der Heilerin, der ich schon seit Tagen ein kleines Geschenk geben wollte, nachdem sie so problemlos den Splitter aus meinem Daumen gezupft hatte. Leider war sie mir jedoch seit der Verarztung nicht mehr über den Weg gelaufen. Während sich nun die Milch langsam auf dem Feuer erhitzte, überreichte ich ihr also endlich meine inzwischen durch das Herumtragen allerdings leicht ramponierte Gabe… den letzten der Spezialkekse aus Lydius. Das Aussehen schien Eve zum Glück nicht weiter zu stören, denn sie stopfte ihn zu meiner großen Freude gleich in den Mund. Anscheinend gehörte sie nicht zur wählerischen, verwöhnten Fraktion und hatte auch schon lange keinen Keks mehr gegessen, schon gar nicht so einen speziellen mit richtig viel Honig drin… von den Körnern des Sklavenbreis mal abgesehen.^^
 
 
Tja und dann passierte es leider. Belnend wurde mal wieder überfallen. Bislang war es meiner Herrin und mir immer gelungen, diese hier ständig vorkommenden, äußerst lästigen Überfälle wohlbehalten im Haus zu überstehen bzw. die sogar einfach zu verschlafen. In diesem Fall nun war das Timing jedoch äußerst schlecht. Ich war nämlich gerade dabei die Honigmilch zu servieren, als irgendwelches Gesocks in die Stadt stürmte. Meine Herrin überblickte selbstverständlich sofort die Situation und befahl mir nur knapp, ihr ins Haus zu folgen. Natürlich fühlten wir uns dort wie immer recht sicher und schauten neugierig aus dem Fenster. Leider sah ich mit ziemlichem Erschrecken, dass der Hauptmann niedergestreckt auf dem Vorplatz lag und sich nicht mehr regte. Es war also nur naheliegend, weiter hinaus zu spähen, um auf eine günstige Gelegenheit zu warten, um ihm vielleicht zu helfen. Doch sein Widersacher ihm schien nicht vorzuhaben, sich zu verdünnisieren, sondern zog auf einmal blitzschnell seinen Bogen. Ab da habe ich leider für einige Ehn nicht mehr mitbekommen was geschah, denn es wurde schlagartig dunkel um mich herum.
 
Als ich wieder zu mir kam, lag ich auf dem Boden und sah in die besorgten Augen meiner Herrin, die sich über mich beugte. Sie flüsterte, dass ich vom Streifschuss eines Pfeils niedergestreckt worden war und liegen bleiben soll. Ich hatte also eigentlich noch mal Glück gehabt und alles war gar nicht so schlimm. Wegen der Platzwunde hatte ich lediglich ziemlich viel Blut an meiner Hand, nachdem ich meinen schmerzenden Kopf befühlt hatte. Leider kam danach noch ein weiterer Aussetzer, allerdings nicht, weil ich nun wegen des Bluts ohnmächtig geworden war, so zimperlich bin ich nämlich nicht^^. Nein, die Angreifer hatten inzwischen die schwere Haustür aufgebrochen bzw. das Schloss geknackt. Ohne ein einziges Wort streckten sie sowohl meine Herrin als auch mich einfach mit ihrem Schwertknauf nieder, um uns zu fesseln und uns schließlich zum Marktplatz hinter sich herzuzerren, nachdem wir mit brummenden Schädeln überhaupt wieder zum Gehen in der Lage waren. Dort wurde mir dann das ganze Ausmaß dieses Überfalls erst richtig klar. Die Plünderer waren voll in Gang und es gab offensichtlich keinen Einwohner, der nicht inzwischen gefesselt worden war, einschließlich aller Sklaven.
 
 
Das Ganze endete irgendwann damit, dass die Gesetzlosen drei Bürger Belnends verschleppten und sich ansonsten mit allem eindeckten, was sie gebrauchen konnten bzw. was nicht niet- und nagelfest war. Mit mir befasste sich jedenfalls niemand mehr. Anscheinend ging es wohl sowieso nur um die drei letztendlich Verschleppten, denn auch die anderen Bürger lagen alle nur stumm und gefesselt um den Brunnen herum. Nachdem die Vandalen mit ihrer Beute abgezogen waren, konnte sich einer der zurückgebliebenen Bürger auf wundersame Weise von seinen Stricken befreien und erlöste uns alle dann stumm aus unseren Zwangslagen… und das war‘s. Sämtliche Einwohner waren offensichtlich unverletzt geblieben, aber so konfus und durcheinander, dass sie nur noch schweigend um den Brunnen herumstanden. Nur Eve stellte ein weiteres Mal unter Beweis, wie praktisch sie veranlagt war und vor allem, wie gut sie von ihrer Herrin angelernt worden ist. Sie beorderte mich nämlich mit Genehmigung meiner Herrin zur Heilerei, um meine Verletzung zu behandeln, was übrigens richtig weh tat, weil sie meine Wunde zur Desinfektion mit fies brennendem, grünem Paga säuberte, der mir fast die Tränen in die Augen trieb. Aber nur fast, ich bin ja wie gesagt hart im Nehmen.^^
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OOC-Fazit:
Der Überfall hatte in meinen Augen nicht viel bis gar nichts mit RP zu tun. Entweder wurden Handlungen überhaupt nicht emotet oder in Form von überflüssigen Gedanken-Emotes gebracht, auf die eine RP-Reaktion unmöglich ist, sofern man nicht Hellseher ist und Gedanken lesen kann. Schade, man hätte etwas draus machen können.
Ich bin bestimmt jemand, die (fast) alles mitspielt, wenn es denn noch in die Kategorie RP passt. Dieser Überfall zählte definitiv nicht dazu und hatte für mich lediglich den Charme von billiger Ballerei. Ein RP-Gedanke erschloss sich mir aus der ganzen Aktion jedenfalls nicht. Aber gut, jedem das Seine… meins war’s jedenfalls nicht. :-(((((
Ich hoffe, meine Herrin wird eine Verstärkung der Haustür und zusätzlich vielleicht Fensterläden in Auftrag geben, damit wir künftig vor solchen Raids in Sicherheit sind, solange wir uns noch in Belnend aufhalten.

Dienstag, 20. November 2012

Erwischt

 
Laute Stimmen drangen vom Marktplatz herüber ins Haus und machten meine Herrin neugierig, sodass sie sich entschloss die Herberge aufzusuchen, denn es war sowieso Zeit für ihre Milch. Nicht auszudenken, wenn sie plötzlich unter Entzugserscheinungen leiden müsste!^^ Eine ziemliche Menschenmenge hatte sich direkt vor der Herberge versammelt, allerdings überwiegend Angereiste wie mir schien, wobei ich das nicht eindeutig sagen kann. Darunter war jedenfalls alles vertreten von schön bis hässlich, dick und dünn, große Klappe oder gar keine Klappe und vor allem sehr viel nackte, teilweise stark bemalte Haut. Doch das soll einer Kajira natürlich egal sein.
 

 

Meine Herrin war jedenfalls noch ganz guter Dinge und nahm auf der Terrasse Platz, während ich gleich weiter Richtung Küche sauste, um ihre Honigmilch zuzubereiten. Weit kam ich allerdings nicht. Oder vielmehr hatte ich sogar eigentlich schon die Küche erreicht, wurde jedoch von einer Freien zurückgepfiffen, die sich lautstark darüber echauffierte, was eine fremde Kajira dort zu suchen habe. ;-) Besonders fremd fand ich mich eigentlich nicht mehr, da ich doch in Ermangelung einer Wirtin oder Herbergskajira inzwischen schon mehrfach in dieser Küche herumhantiert hatte. Gleichzeitig unterstellte die Herrin mir dann auch noch, ich wolle stehlen.
 
 
Ich denke es ist verständlich, dass ich mir nur schwerlich verkneifen konnte, meiner Empörung über so eine gemeine Frechheit Luft zu machen. Doch genau mit Verkneifen ist eine Kajira immer gut beraten, so natürlich auch in diesem Fall. Denn letztendlich haben Freie ja immer Recht, egal wie unrecht sie haben. Eine Sklavin ist nun mal ein Nichts und muss jederzeit mit Willkür, Lust und Launen von Freien rechnen.Zum Glück hatte also meine gute Erziehung gesiegt, denn vor mir stand die Herbergswirtin.
 
Ich informierte die erboste Dame nun also recht höflich über meine Besitzerin und wie ich von ihr genannt werde, aber auch dass meine Herrin selbstverständlich noch nie irgendwo die Zeche geprellt hat und ich natürlich nicht stehle. Da die Gelegenheit mir günstig erschien, erkundigte ich mich auch sofort nach dem Preis für eine heiße Milch mit Honig und ob da die Bedienung mit drin sei. Selbstverständlich sei das der Fall und die Sitzkissen sind auch inklusive schnaufte die Gnädigste.
 
Na toll, meine Herrin saß draußen auf hartem Holz, von irgendwelchen Sitzkissen war dort keine Spur! Leider konnte ich den Sitzkomfort jedoch nicht weiter hinterfragen und auch nicht, dass es ja wohl nicht angehen kann, meine Herrin dafür bezahlen zu lassen, wenn sie von ihrem Eigentum bedient wird! ;-) Die Wirtin verließ nämlich ((leider:-)) sehr schnell die Herberge, befahl mir allerdings noch, welcher Kajira ich das Geld für die Milch geben soll. Es war zum Glück die freundliche La, die ich nun ja bereits ein wenig kennengelernt hatte.
 
 
Wenigstens hatte ich diesmal keine Schwierigkeiten den Milchkrug auf Anhieb zu finden, sodass der Zubereitung des Lieblingsgetränks meiner Herrin nun also nichts mehr im Weg stand. Ich gebe zu, normalerweise bin ich auf ihre Honigmilch nicht besonders gut zu sprechen, da ich die einfach ekelig finde. Sie schmeckt nämlich nicht nur grässlich, sondern sieht auch so aus mit der fiesen Haut oben drauf, die sich beim Abkühlen ja immer bildet. Doch an diesem Tag wurde schnell klar, dass die beruhigende Wirkung einer warmen Milch im Bauch meiner Herrin von sehr großer Bedeutung war.
 
Etliche Freie hatten sich nämlich bei ihr am Tisch niedergelassen, ignorierten sie jedoch mit konsequenter Unhöflichkeit als sei sie Luft und unterhielten sich sozusagen an ihr vorbei.Aber was soll’s. Bei dem nicht gerade damenhaften, dafür umso anzüglicheren Gebagger einer unverschleierten, vollbusigen freien Frau ;-) mit einem halbnackten Schönling^^… ähhmmm… mit einem oberkörperfreien, gut gebauten Herrn, verging meiner Herrin dann sowieso das letzte bisschen Lust auf Unterhaltung, sodass sie sich recht bald zurückzog und wir beide sehr früh unserem Schönheitsschlaf frönen konnten.

Sonntag, 18. November 2012

Gelüste

Es war sehr ruhig an diesem Morgen. Außer Vogelgezwitscher drang kein Geräusch ins Haus. Perfekte Umstände also für meine Herrin, um sich ausgiebig auszuschlafen. Dementsprechend gut gelaunt wachte sie dann auch irgendwann auf und hatte, wie nicht anders zu erwarten, ihre üblichen Gelüste. Nein, nein, wer jetzt in die falsche Richtung denkt, dem sei noch einmal in Erinnerung gebracht, dass meine Herrin eine obersuperkeusch lebende freie Frau ohne Gefährten ist, die am Morgen nur einem einzigen Gelüst frönt, nämlich dem nach einer Milch mit Honig.^^

Ich glaube, sie hat sogar eine Art Honigmilch-Sucht, denn auch der Anblick der kleinen Gruppe in der Nähe des Stadttors hielt sie nicht davon ab, auf kürzestem Weg zur Herbergsterrasse zu marschieren, um sich dort von mir ihr Lieblingsgetränk servieren zu lassen. Schade, sie war leider kein bisschen neugierig, was die kleine Gruppe dort auf dem Marktplatz betratschte, bei der es sich interessanterweise um kein reines Damenkränzchen handelte, da auch der Kommandant von Belnend darunter war.

Aber egal, aus Sicht einer Kajira erscheint mir dieser Mann bislang sowieso ziemlich uninteressant.^^ Zumindest hatte ich noch nicht beobachtet, dass er eine Sklavin mit "goreanischen Männergelüsten" ansah, was die Vermutung in mir aufkeimen lässt, dass er sich ausschließlich seiner eigenen Kajira bedient bzw. wohl ziemlich unter der Fuchtel seiner Gefährtin zu stehen scheint? Naja, ganz unempfänglich für weibliche Reize scheint er wohl doch nicht zu sein, da er sich eine Bemerkung über mein tiefes Lady-dina-Dekolletee auf dem Fest in Anango doch nicht hatte verkneifen können, und das obwohl seine Gefährtin neben ihm stand. Er scheint offensichtlich ein Mann zu sein, der (leider) weiß was sich in Gegenwart freier Frauen gehört? ;-)

An diesem Tag sah es jedenfalls ganz danach aus, als würde ich die Milchgelüste meiner Herrin nicht befriedigen können. In dieser mir immer noch so fremden Herberge war nämlich kein Milchkrug zu entdecken. Einen Wirt oder Wirtin hatte ich dort sowieso noch nie gesehen und auch keine Herbergssklavin. Ich befürchtete daher, meine Herrin würde mit Wasser oder Tee vorlieb nehmen müssen, wobei sie Tee eigentlich nur trinkt, wenn sie krank ist und einen Bazi-Tee nur bei besonderen Anlässen. Einzige Alternative war daher, dass ich zum Bauern lief, um das ersehnte Getränk zu besorgen... nur wo war hier ein Hof? Alle angebotenen Ersatzgetränke kamen für meine Herrin diesmal nicht in Frage, sodass sie mich zu der Gruppe am Stadttor schickte, damit ich mich bei den Herrschaften wegen eines Bauernhofes schlau fragen konnte.

Zu meiner großen Freude waren die beiden Herrinnen so in ihr Gespräch vertieft, dass sie mich nicht wirklich bemerkten, ganz anders jedoch der Kommandant! Als sei er fast ein wenig froh über mein Auftauchen, wandte er sich mir sofort zu und ließ seine beiden Familienmitglieder mehr oder weniger links liegen. Es handelte sich bei den Herrinnen nämlich um seine Gefährtin und seine (fast) erwachsene Tochter, wie ich später noch erfahren sollte. Freundlich beschrieb er den Weg zum Bauern, machte mir jedoch gleichzeitig deutlich, dass der Weg dorthin sehr weit und daher auch nicht ungefährlich ist. Außerdem wies er noch darauf hin, man konnte fast denken, er war ein wenig um mich besorgt, dass in der Herberge eigentlich immer Boskmilch vorrätig ist. Ich musste sie offensichtlich übersehen haben.

Auf seine freundliche Art erkundigte er sich auch sogleich nach meiner Herrin und kam prompt mit mir zurück zur Herberge, nachdem ich ihm erzählt hatte, dass sie dort saß und auf ihre heiß geliebte Milch wartete. Ich glaube, an sein Erlebnis mit ihr im Gebüsch von Jorts erinnert er sich immer noch gern zurück. Also ich wollte natürlich sagen, er befand sich in Jorts auf einem Weg und meine Herrin im Gebüsch daneben... dort allerdings nackt, weil sie sich noch schnell ein anderes Kleid anziehen wollte.^^
 
Während er sich nun zu meiner Herrin gesellte, mit ihr über alte Zeiten plauderte und sich auch mal wieder eine Bemerkung über ihr oben erwähntes Zusammentreffen verkneifen konnte, durchsuchte ich noch einmal sehr gründlich sämtliche Küchenschränke und entdeckte tatsächlich nun doch einen Krug mit Boskmilch. Einer Befriedigung der Milchgelüste meiner Herrin stand also nichts mehr im Wege. Wie gut, dass meine letzten Spezialkekse, die ich noch in Lydius gebacken hatte, in einem kleinen Beutel an meinem Gürtel dabei waren. Damit versuchte ich nämlich meiner Herrin nun eine kleine zusätzliche Freude zu bereiten, um sie die Verzögerung beim Servieren ihres Lieblingsgetränks und meine Schusseligkeit vergessen zu lassen, denn den Krug hätte ich eigentlich schon beim ersten Versuch entdecken müssen.

Tja, mein Vorhaben gelang tatsächlich! Meine Herrin freute sich richtig über diesen Keks, und sah komplett darüber hinweg, dass er leider schon etwas mitgenommen aussah... kein Wunder, denn er war ja auch weit gereist. Sie war über diese kleine Nettigkeit so erfreut, dass sie die oberleckere Köstlichkeit nur zur Hälfte aß, dann auf die zweite einen liebevollen Kuss drückte und mir vor die Lippen hielt. Ich glaube, aus der ganzen Serie dieser Prototypen hat mir keiner so wundervoll geschmeckt. Mit Herzklopfen vor Glück über das unausgesprochene Lob meiner Herrin ließ ich ihn sozusagen auf meiner Zunge vergehen, auch wenn ich zugeben muss, dass er eigentlich hart wie Zwieback war. ;-)

Ich vermute übrigens, dass der Tochter des Kommandanten nicht bewusst war, wie sehr sie an diesem Tag von der ausgesprochen guten Laune meiner Herrin profitiert hat, auch wenn es einer Sklavin selbstverständlich nicht zusteht, über das Benehmen von Freien zu urteilen. Die Art, mit der die junge Freie meine Herrin mit ihrer Besserwisserei zu belehren versuchte, war in meinen Augen jedenfalls daneben. Ich hätte anstelle meiner Herrin bestimmt nicht so milde formuliert, dass die Tochter noch sehr viel Entwicklungspotential hat und bin gespannt, wie meine Herrin das nächste Mal auf  Frechheiten dieser Dame mit Potential reagieren wird.^^

Mittwoch, 14. November 2012

Glück gehabt

Mal ein Heilerbesuch ohne Einlauf und grüne Haare!
 
Als ich früh am Morgen unbemerkt zur Herberge lief, hatte die Räucherei dort inzwischen ein Ende gefunden, sodass ich eine erste Besichtigung des Zimmers meiner Herrin wagte. Wie gut, dass ihre Kleider sorgfältig in den Reisekisten verstaut waren, denn so hatten sie von dem Qualm kaum Schaden genommen. Wobei gründliches Lüften natürlich trotzdem noch angesagt war. Mir blieb also nichts anderes übrig, als meiner Herrin eines ihrer Kleider herauszulegen, die sie mit in Anango gehabt hatte... aber natürlich nicht das Lady-dina-Metfleck-Kleid, denn das war nach dem Waschen noch nicht trocken.
 
So ganz schien meiner Herrin die läusebedingte Auswahl nicht zu passen, auch wenn sie dann mit irgendwelchen Kommentaren das bereit gelegte Kleid in ihren Kastenfarben letztendlich doch anzog. Danach entschloss sie sich zu meiner großen Freude zu einem Stadtrundgang. Eigentlich hatte sie ja schon mehrfach versucht, eine Führung durch Belnend zu bekommen, doch dies hatte aus welchen Gründen auch immer bislang nicht geklappt. Doch was soll's, nun ging es auch ohne, und zwar gar nicht mal schlecht. Wir fanden nämlich sogar das Haus der Heilerin, was aus meiner Sicht allerdings nicht notwendig war, vor allem weil ich bislang nicht gerade gute Erfahrungen mit Einläufen und grünen Haaren nach Besuchen bei dieser hohen Kaste gemacht hatte. Doch meine Meinung hierzu zählte natürlich nicht.
 
Aus Sicht meiner Herrin wurde leider eine Behandlung meines Daumens erforderlich, in den ich mir auf einem mit Holzschindeln gedeckten Dach einen Splitter hinein gezogen hatte und den ich ohne weiteres Zubehör nicht heraus bekam. Alles Quetschen und Saugen half dummerweise nichts. Bei unserem Stadtrundgang durfte ich nämlich erkunden, ob die lange Leiter an der Unterkunft der Wachen eine besondere Bedeutung hatte. Mir war gelungen, die Neugier meiner Herrin ebenfalls zu wecken, wobei ich ja eigentlich nicht neugierig bin.^^ Selbstverständlich krabbelt eine ehrbare freie Frau wie meine Herrin solche Leitern nicht herauf... nicht auszudenken, welchen Anblick sie Untenstehenden dabei bieten würde!
 
Ich durfte also meine Klettertauglichkeit beweisen. Wobei die Erkenntnisse aus dieser Höhentour leider eher langweilig waren. Naja, wenigstens habe ich herausbekommen, dass dort oben nichts ist, nur ein ziemlich steiles Dach, auf dem man Splitter in die Finger bekommt, wenn man dort auf allen Vieren herum krabbelt. Diese Krabbeltechnik war unbedingt erforderlich, weil ich dort oben einen abenteuerlichen Übergang auf die Stadtmauer entdeckt hatte. Weit und breit leider kein Geländer und nichts zum Festhalten in Sicht, sodass mir Angst und Bange wurde und ich befürchtete abzustürzen.
 
Eigentlich überflüssig, wegen eines Splitters ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, fand ich. Normalerweise fummel ich mir sowas immer alleine heraus... notfalls indem ich mit einer Nadel die Haut um den Splitter herum ein wenig abpuhl, damit ich das Teil zu fassen bekomme. Nur hatte ich leider bei unserem Rundgang keine Nadel zur Hand. Meine Herrin war jedoch besorgt wegen einer möglichen Entzündung und dass ggf. ihr Besitz an Wert verlieren könnte. Sie ließ daher nicht locker und kam sogar mit zur Heilerin. Ein kleiner Hoffnungsschimmer keimte dann in mir auf, als sich herausstellte, dass die Grünkastige selbst erkrankt war und mich nicht behandeln konnte. Leider wies sie jedoch sogleich ihre Kajira mit matter Stimme an, wo die Pinzette zu finden ist, sodass es für mich kein Entrinnen mehr gab.
 
Im Nachinein muss ich nun ehrlicherweise eingestehen, dass der Splitter wirklich professionell entfernt worden ist. Und um die ganzen Untersuchungen, die meiner Herrin mal wieder vorschwebten, bin ich auch herum gekommen. Vielleicht lass ich also auch zukünftige Splitter dort weg machen... wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass ich dieses steile Dach noch einmal betreten werde.;-)

Dienstag, 13. November 2012

Schädlinge

...in der Herberge von Belnend.
 

Wie gut, dass die Rückreise aus Anango mehrere Hand in Anspruch genommen hatte, denn so sind meine Herrin und ich vermutlich um Läuse der Spezies „Belnender Herbergslaus“ herum gekommen, die es sich offensichtlich während unserer Abwesenheit in der Herberge gemütlich gemacht hatten. Mit Erstaunen und ziemlicher Besorgnis entdeckten wir bei unserer Rückkehr, dass pechschwarzer Qualm aus der Herbergstür quoll und hatten selbstverständlich Befürchtungen, dass ein Feuer ausgebrochen war. Zum Glück war dies jedoch nicht der Fall. Es handelte sich lediglich um eine Aktion zur Ausräucherung von Schädlingen, nämlich Läusen, wie ich von La, einem der Stadtmädchen erfuhr, die gleich ganz besorgt war um das Wohlergehen meiner Herrin.
 
Soweit so gut, ein Betreten des Gasthauses war bei dem dicken Qualm jedenfalls nicht möglich gewesen. Wie es um die im  Herbergszimmer verbliebenen Kleider meiner Herrin stand, konnte ich zu diesem Zeitpunkt also noch nicht überprüfen. Ich befürchte jedoch, dass jede Menge Wäsche auf mich zukommen wird, also nicht nur das Lady Dina Kleid mit dem Metfleck. Nach diesen Neuigkeiten, die übrigens automatisch dazu führten, dass meine Herrin sich am Kopf kratzen musste, aber nach der langen Reise eigentlich sowieso, war es also das Naheliegendste, dass es sie nach einem ausgiebigen Bad mit gründlicher Haarwäsche gelüstete.
 
Entsprechend groß war daher ihre Freude, von La zu erfahren, dass Belnend ein Badehaus hat. Bewaffnet mit einer Tinktur zur Anti-Läuse-Haarwäsche, die zum Glück auch keine grünen Haare machte^^, ging es dann im Sauseschritt zum Baden. La kannte sich dort zum Glück sehr gut aus, kramte einen Eimer mit allen erforderlichen Badeutensilien her und half mir, meine Herrin ausgiebig zu verwöhnen. So wie sie uns hinterher gelobt hat, ist uns das wohl auch ganz gut gelungen. :-)
 
NACH dem Bad legte meine Herrin übrigens noch einen Zahn zu... allerdings erst, nachdem ich ihr bestätigt hatte, dass die Luft auf dem kurzen Weg zum Haus des verschollenen Richters rein war, wo sie wegen der Schädlinge nun wohnen würde. Aber dahin war sie ja auch im Prinzip nackt unterwegs... OHNE Schleier, OHNE Schuhe, NUR in einem dünnen, hochgeschlossenen Badekleid, allerdings mit langem Rock und fast langen Ärmeln. Mir wurde dabei wieder einmal klar, wie anders ich doch veranlagt bin. Aber ich bin ja auch nur eine Kajira. Mir machte es jedenfalls kein bisschen was aus, WIRKLICH nackt durch die Gegend zu laufen... im Gegenteil!^^ Nur schade... ähhmmm, nur gut meinte ich natürlich, dass weit und breit kein Herr zu sehen war.;-))