Freitag, 7. Dezember 2012

Red Ropes (6)

Erotische Fantasien zu einer Bilderserie

 
Erkennen
  Es dauerte nicht allzu lange, bis sich die Esszimmertür erneut öffnete und sie mit tief gesenktem Kopf zurückkam. Sie hatte nicht groß nachgedacht, denn ihr war inzwischen eh bewusst geworden, was sie wollte und was sie brauchte, glaubte sie zumindest.
  Sie hatte sich nach reiflicher Überlegung aus freien Stücken auf diese Einladung eingelassen und sich dann freiwillig diesem Mann unterworfen. Sie wusste, dass sie damit einen Teil ihrer Rechte aufgegeben, ihren Körper und ihre Seele in seine Hände gelegt hatte. Und genau dies hatte sie sich schon lange gewünscht.
  Ihrem Herrn war klar, dass sie die ganze Tragweite ihrer Entscheidung zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht überschauen konnte und auch nicht, welch langen Weg sie noch vor sich haben würde, um eine „Sklavin durch und durch“ zu werden.
  Ein langer Weg über Höhen und Tiefen, auf dem er sie begleiten und führen wollte. Die Einflüsse unserer Gesellschaft, in der sie täglich sehr selbständig ihre eigenen Entscheidungen zu treffen hatte, ließen sich nun mal nicht so einfach abstreifen wie ein altes Hemd.
  Immer noch nackt trug sie nun in beiden nach oben geöffneten Handflächen den Gegenstand, der neben ihrer Kleidung gelegen hatte. Es war die rote Gerte, die sie am Vortag mehrfach zu spüren bekommen hatte und die bislang unbekannte, sehr schmerzhafte, aber auch wahnsinnig erregende Gefühle in ihr geweckt hatte.
  Sie trug den dünnen Stab, als sei er eine ganz besondere Kostbarkeit für sie, nämlich ein Symbol dafür, ihr Leben fortan in die Hand ihres Herrn zu legen, sich damit möglicherweise sogar seiner Willkür auszuliefern.
  Mit niedergeschlagenen Augen sank sie vor ihm auf die Knie, wagte jedoch nicht ihre Schenkel zu öffnen. Sie wusste, dass es jetzt um viel mehr ging, als sich diesem Mann anzubieten, auch wenn ihr inneres Feuer hell loderte. Aus der aufmüpfigen jungen Frau vor dem Frühstück war eine sehr demütige geworden, die mit klopfendem Herzen nicht mehr wagte, unaufgefordert zu sprechen.
  Lange musterte ihr Herr ihre schlanke grazile Gestalt mit den fransig geschnittenen Haaren, die vor ihm kniend fast zerbrechlich wirkte und die nun ohne Trotz und Hochmut geduldig wartete, bis er das Wort an sie richtete. Ihre so offensichtliche Verwandlung erregte ihn sehr, noch mehr als es das Geschehen am Frühstückstisch bereits getan hatte.
  Leise fragte er sie: „Wie geht es dir mein Mädchen? Ich sehe, dass du eine Entscheidung getroffen hast und ich freue mich darüber, was du erkannt hast. Du darfst jetzt sprechen.“
  „Ich bin so aufgeregt mein Herr, bitte verzeih mir“ brachte sie atemlos vor Spannung hervor.
  Er lächelte über ihre Wortwahl. „Aufgeregt“ war ein viel zu schwammiger Begriff, der in keiner Weise beschrieb, was tatsächlich in ihr vorging. Ihre in zartes Rot getauchten Wangen und vor allem ihre aufgerichteten Knospen sprachen deutlicher aus wie es um sie stand, als Worte dies hätten tun können.
  „Ruhig meine Kleine“ kam es leise über seine Lippen, fast ohne dass die sich dabei bewegten. „Was willst du mir sagen?“
  Ihr Körper begann zu beben, die festen kleinen Brüste wogten in heftiger Atmung. Mit zittriger Stimme flüsterte sie: „Bitte mein Herr, bitte verzeih mir. Ich habe einen großen Fehler begangen und mich deiner nicht würdig erwiesen. Ich erbitte Bestrafung für mein Vergehen.“
  Nach diesen Worten streckte sie ihm mit tief gesenktem Kopf ihre Arme mit der Gerte entgegen, die er ihr mit einer Hand abnahm, während seine andere beruhigend über ihre Haare strich. Beide spürten die Erregung des anderen, die den Raum mit knisternder Erwartung füllte.
  Es kam ihr endlos vor, bis sie die Kleidung ihres Herrn rascheln hörte und schließlich vorsichtig wagte mit flatternden Lidern zu ihm aufzuschauen. Was für ein wundervoller Anblick, was ihr da entgegen ragte! Ihr Herr war so gut ausgestattet, dass es ihr fast den Atem verschlug und sie sich an ihm kaum satt sehen konnte, automatisch jedoch ihren Mund weit öffnete.
  „Ich rate dir, mich zu erfreuen, mein Mädchen. Sonst wird dieser Tag besonders hart für dich werden“.
  Mit diesen Worten drückte er seine bereits feucht glänzende Spitze gegen ihre Lippen. Gierig leckte sie die glitzernde Spur der leicht salzigen Creme seiner Lust ab, sog seinen männlichen Geruch ein und begann dann den angeschwollenen Pfahl mit ihrer Zunge zu liebkosen, das dünne Bändchen zu umspielen, mit ihren Lippen daran zu zupfen. Langsam fuhr sie mit ihrer weichen, feuchten Zunge über die Rillen und entnahm dem Keuchen ihres Herrn, wie sehr ihm gefiel was sie da tat.
  Vor eigener Lust leise stöhnend, leckte sie die zarte Haut seines riesigen Schwanzes von oben bis unten, knabberte vorsichtig mit den Zähnen daran. Als sie spürte, dass sich das Pochen immer mehr verstärkte und ihr Herr nun fordernd ihren Hinterkopf fasste, ließ sie seinen Penis ihre Lippen durchbrechen, saugte ihn tief in ihren Mund hinein und fühlte sich auf erregende Weise von ihm geknebelt.
  Seine prallen, glatt rasierten Hoden drückten gegen ihr Kinn, während sie den harten Speer tief in ihren Hals aufnahm, mit Hingabe zu saugen begann, um ihn im nächsten Augenblick wieder fast aus ihrer Mundhöhle herausgleiten zu lassen und dann erneut gierig daran zu lutschen.
  Langsam trieb sie ihren lustvoll keuchenden Herrn mit ihrer streichelnden Zunge und ihren massierenden Lippen dem Höhepunkt entgegen, versuchte seine Explosion so lange wie möglich hinaus zu zögern, bis es schließlich doch um ihn geschehen war und er sich mit einem tiefen Stöhnen in ihren Mund ergoss. Gierig schluckte sie seinen heißen Samen, saugte auch noch den letzten Tropfen aus ihm heraus und ließ sein Glied mit einem bedauernden Seufzen aus ihrem Mund gleiten, als seine Zuckungen allmählich nachgelassen hatten.
  Nachdem sich die Atmung ihres Herrn langsam wieder beruhigt hatte, packte er sie erneut hart und zog sie auf die Füße, um ihr einen besitzergreifenden Kuss zu geben, bei dem er sich selbst schmecken konnte. Mit pulsierendem Schoß innerlich vor Verlangen brennend, erwiderte sie diesen Kuss voller Leidenschaft und schmiegte sich mit einem wollüstigen Stöhnen fest an ihn. Leider löste er seine Lippen nach ihrem Empfinden viel zu schnell wieder von ihrem Mund
  „Ich habe dich auserwählt mein Mädchen und du mich. Ich glaube, wir sind füreinander geschaffen. Seit unserer ersten Begegnung wissen wir beide, was du brauchst… oder? Auch wenn du zierlich bist und zerbrechlich wirkst, ich werde dich nicht mit Samthandschuhen anfassen, wie es vermutlich deine früheren Lover getan haben. Ich äußere klar, was ich von dir erwarte. Das gefällt dir, das macht dich an.“
  „Doch nun zu deiner Strafe.“ Damit löste er sich grob von ihr, gab ihr mit der Gerte einen leichten Schlag auf den Po und zog sie an den Haaren mit sich. Mit schmerzhaft brennender Kopfhaut taumelte sie in leichter Panik hinter ihm her. Es ging erneut hinunter in den Keller.
 
 
Offer  © Vincente Nagy
 
--  Fortsetzung folgt  --

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