Sonntag, 17. Februar 2013

Red Ropes (11)

Gefühle einer Sub

 
Vertrauen
   Ihr Herr packte sie hart und dirigierte sie wie vor einigen Tagen zwischen die steinernen Säulen, um ihr zwei rote Lederarmbänder umzulegen, die er sehr stramm um ihre schmalen Handgelenke zog. Dann schloss er erneut Ketten daran an und straffte ihre Arme soweit seitlich in die Höhe, dass sie das Gefühl bekam, sie würden in die Länge gezogen. Leichte Erregung wuchs in ihr bei seinem Tun, erinnerte sie doch noch genau, dass ihr Herr sie schon einmal in dieser Haltung an den Abgrund der Lust geführt hatte.
   Auch um ihre schlanken Knöchel erhielt sie Ledermanschetten, die zwar ebenfalls mit Ketten verbunden wurden, allerdings weiter locker von der Decke herab hingen. Mit der roten Gerte in der Hand baute er sich nun vor ihr auf und verschränkte die Arme vor seinem Brustkorb. Minutenlang sagte er nichts, sondern schaute sie sehr ernst und durchdringend an, sodass sie wildes Herzklopfen bekam und ihr ganz schwach in den Knien wurde.
   Eine Mischung aus anfangs geiler Erwartung, dann Unsicherheit und schließlich Angst machte sich in ihr breit. Ohne die straff gespannten Ketten an ihren Handgelenken wäre sie vermutlich zusammengesackt. Um diesem bohrenden Blick auszuweichen, senkte sie schließlich nervös die Augen, wurde aber sofort angeherrscht.
   „Schau mich an!“ donnerte er und zog ihr einen heftigen Schlag mit der Gerte quer über ihre Brüste, der sie qualvoll aufschreien ließ. Aber sie hob sofort den Blick und sah ihren Herrn nun an, während ihr gleichzeitig Tränen der Angst in die Augen schossen, denn so heftig hatte er noch nie zugeschlagen.
   „Ich denke, es ist an der Zeit deine Erziehung endlich zu intensivieren.“
   Ein noch härterer Schlag traf sie, diesmal genau auf einen Nippel platziert, der ihren leicht geöffneten Lippen einen lauten Aufschrei entlockte und eine erste dicke Träne aufsteigender Panik über die Wange rinnen ließ.
   „Was meinst du, warum ergreife ich diese Maßnahmen?“
   Zack, der nächste heftig brennende Schlag traf sie auf die andere Brustwarze und ließ ihre Tränen nun endgültig fließen, während ohnmächtige Wut und Trotz gemischt mit Angst sich in ihr breit machten.
   „Ich, ich, ich weiß nicht mein Herr“ stotterte sie schnell und bekam prompt wieder die Gerte zu spüren.
   „Du bist nicht zufrieden mit mir mein Herr, du bestrafst mich“, beeilte sie sich schnell noch zu ergänzen, während das Brennen der kräftigen Hiebe immer stärker zu werden schien.
   „Aha, nun kommen wir der Sache näher. Was denkst du, warum bestrafe ich dich?“
   In Erwartung des nächsten Schlags schloss sie kurz ihre Augen und biss sich fest auf die Lippen, um weitere Schreie zu verhindern. Doch diesmal blieb der Schmerz aus. Erstaunt schaute sie ihren Herrn wieder an.
   „Weil ich nichts gegessen habe?“
   Der nächste Schlag zog einen weiteren roten Striemen quer über ihre Brüste und brannte noch höllischer. Doch es gelang ihr, ein weiteres Stöhnen zu verhindern, weil sie sich ganz fest auf die Lippen biss. Zufrieden über ihre Beherrschung blitzte sie ihren Herrn mit vor Wut tränenverschleierten Augen an.
   „Nein mein Mädchen, dein Appetit ist mir relativ egal. Nicht egal ist mir allerdings, wenn es einen Grund für deinen fehlenden Appetit geben sollte. Und ich glaube nicht, dass dies die mangelnden Kochkünste meiner lieben Cloe waren. Oder sollte ich mich da getäuscht haben?“
   Erneut schaute er sie drohend an und trat noch dichter an sie heran, strich diesmal aber sanft streichelnd mit der weichen Spitze seiner Gerte über die glühende Haut ihrer Brüste und umrundete diese damit. Sich zwar immer noch fest auf die Lippen beißend, konnte sie dabei nicht verhindern, dass ihr ein leises Wimmern entwich, da ihr Körper auf diese Berührungen mit aufkeimender Erregung reagierte.
   „Ich habe keinen Appetit, weil, weil, weil ich immer noch sauer auf dich bin, Herr“, stotterte sie und nannte ihn in ihrem erneut aufflammenden Frust mit wütend aufblitzenden Augen extra nur „Herr“ und nicht wie befohlen „mein Herr“.
   „Ach, die Gnädigste ist also sauer auf mich! Und warum ist meine Prinzessin das?“ fragte er mit höhnischem Grinsen, doch auch diesmal blieb ein weiterer Schlag aus.
   Mutiger geworden sprudelte nun der ganze seit der Immobilienbesichtigung aufgestaute Frust aus ihr heraus.
   „Du hast mich total ignoriert heute Nachmittag, die Tussi von Immobilienmaklerin auch. Ich war einfach Luft für euch. Anscheinend magst du mich nicht mehr. So wie du die eingebildete Tätowierte ununterbrochen angebaggert hast, schien sie dir ja wohl viel besser gefallen zu haben als ich und ihr Kleid sowieso! Ich hätte lieber zu Hause bleiben sollen.“
   Aufmüpfig stampfte sie nach den letzten Worten mit dem Fuß auf und zuckte erneut schmerzhaft zusammen, als sie einen weiteren Hieb mit der Gerte erhielt. Das Gesicht ihres Herrn hatte sich zusehends verfinstert.
   „Warum solltest du mir nicht gefallen, habe ich mich unklar ausgedrückt, als du dich in deinem neuen Kleid vor mir gedreht hast? Antworte!“
   „Nein“ gab sie schnell von sich.
   „Warum nenne ich dich „meine Hübsche?“ Ist das eine übliche Bezeichnung, für jemanden, den man nicht mag?“
   „Nein Herr“.
   Die Fragen ihres Herrn wurden immer donnernder, während ihre Antworten immer leiser wurden. Schließlich flehte sie kleinlaut: „Bitte verzeih mir!“ und fügte laut und deutlich schnell noch hinzu „mein Herr!“
   „Ich habe dich zu meiner Sklavin genommen, weil ich dich nicht nur zur Befriedigung meiner sexuellen Wünsche begehre, sondern auch weil ich es genieße, mich mit dir zu unterhalten und dich so wie heute als Begleitung dabei haben möchte. Dein Körper macht mich total an, aber vor allem du und dein ganzes Wesen gefallen mir sehr, übrigens im Gegensatz zu der Immobilienmaklerin. Dennoch, wäre es anders, müsstest du damit leben, denn ich bin dein Herr. Ich sehe großes Potential in dir, mich rundherum in all meinen Wünschen zufrieden zu stellen und umgekehrt. Außerdem habe ich die ganzen letzten Tage fast an nichts anderes denken können, als an dich.“
   Die letzten Worte waren nur noch ein Murmeln, erfüllten sie aber mit unendlich großer Freude. Danach hakte er jedoch die an ihren Knöcheln befestigten Ketten mit unwirscher Geste in einem Seilzug ein und zog sie über eine an der Decke befestigte Umlenkrolle so straff, dass sie den Boden unter den nackten Füßen verlor und ängstlich aufschrie.
   Mit weit gespreizten Schenkeln hing sie vor ihm in der Luft, alle Viere durch die Ketten weit von sich gestreckt. Erschrocken über ihre Hilflosigkeit, begann sie sich keuchend zu winden und an den Ketten zu zerren und brauchte einen Moment, um sich zumindest ein wenig an den starken Zug an ihren Gliedmaßen zu gewöhnen. Schnell wurde ihr klar, dass alles Zappeln nicht helfen würde.
   Sie war ihrem Herrn vollkommen ausgeliefert. Erneute Panik machte sich in ihr breit und ihr fiel ein, dass sie diesen Mann erst wenige Tage kannte. Verzweiflung schnürte ihr fast die Luft ab. War sie zu gutgläubig gewesen? War dieser Mensch überhaupt ihr Vertrauen wert? Hatte er sie mit seinen Worten womöglich nur eingelullt, um sie gefügig zu machen? War sie in Gefahr? Unbeantwortete Fragen, bei denen sich ihr nackter Körper mit einem feinen Schweißfilm der Angst überzog. So hilflos war sie in ihrem ganzen Leben noch nie zuvor gewesen.
   „Bitte Herr, lass mich wieder herunter!“
   Sie begann erneut zu zappeln und schaute flehend zu ihm auf, der jetzt zwischen ihre weit gespreizten Schenkel getreten war, sie dann aber mit so viel Zärtlichkeit in seinen braunen Augen ansah, wie noch nie ein Mann zuvor.
   „Hör auf zu zappeln meine Kleine. Du brauchst keine Angst vor mir zu haben, hab Vertrauen“, sprach er leise und beruhigend, während seine Gerte nun zart über ihren Bauch strich und schließlich langsam ihren Bauchnabel umrundete.
   Sein liebevoller Blick und seine sanfte Stimme gingen ihr durch und durch, sodass sie schlagartig aufhörte sich zu winden. Leise seufzend schloss sie voller Hoffnung ihre Augen und spürte nun die behutsamen Berührungen der Gerte noch intensiver, die ihr einen erregenden Schauer nach dem anderen durch den Körper jagten, ein intensiver Kontrast zu den wie Feuer brennenden Striemen auf ihren Brüsten.
   „Ich habe versprochen, dass ich deinen Verstand und deinen Körper beschützen und dich anleiten werde, aber auch, dass ich dich strafe, solltest du mich enttäuschen.“
   „Ja mein Herr“, flüsterte sie und entspannte ihre immer noch leicht verkrampften Muskeln mit einem weiteren leisen Seufzer, als der befürchtete nächste Schlag ausblieb. Sie ließ sich jetzt einfach hängen im wahrsten Sinne des Wortes. Es war offensichtlich, dass sie sich in ihr Schicksal ergeben hatte, an Händen und Füßen gefesselt sich der Gnade dieses Mannes auslieferte, seinen Liebkosungen aber auch seinen Schlägen.
   „Du hast mich heute mit deiner unbegründeten, vollkommen überflüssigen Eifersucht sehr enttäuscht. Du musst lernen Vertrauen zu mir zu haben, dich fallen zu lassen, denn ich werde dich führen. Mit deiner Unterwerfung hast du dich mir ausgeliefert, jedoch keinen Anspruch darauf, meine Liebe oder meine Zuneigung zu erwarten. Aber ich weiß, dass du darauf hoffst und es dein sehnlichster Wunsch ist, mir zu gefallen.“
   Mit jetzt deutlicher Erregung in seiner leisen Stimme strich ihr Herr erneut mit der Gerte über ihren Bauch und zog dann den flexiblen Stab langsam durch ihre Spalte, was ihr ein leises Stöhnen entlockte und ihr Verlangen weiter steigerte. Ihr Körper reagierte jedoch nicht nur auf die Berührungen, sondern vor allem auf ihre Hilflosigkeit. Ihr wurde bewusst, wie sehr es sie anmachte, so komplett diesem Mann ausgeliefert zu sein, vor allem, als sie ihre Augen wieder aufschlug und sah, was da aus seiner Hose hervor wippte.
   Schlagartig wurde ihr nun klar, warum er ihre Füße genau auf diese Höhe gezogen hatte und dass sich ihm ihre inzwischen vor Feuchtigkeit glitzernde Spalte vollkommen ungeschützt darbot. Obwohl oder gerade weil die Striemen auf ihren malträtierten Brüsten immer noch höllisch brannten, zogen sich ihre Knospen nun vor Begehren hart zusammen. Mit jeder Faser ihres ausgelieferten Körpers sehnte sie sich danach, seinen harten Schwanz tief in sich zu spüren.
   „Du musst lernen, in Dankbarkeit anzunehmen was ich bereit bin dir zu geben, egal ob es Strafe, Schmerz oder Lust, vielleicht auch Zuneigung und Liebe ist.“
   Hatte sie eben noch in aufkeimender Erregung gestöhnt, schrie sie nun gellend auf, als er ihr einen schmerzhaften Hieb auf ihre Scham versetzte, gleich darauf sich jedoch vorbeugte und sanft mit seiner Zunge ihre Lustperle liebkoste, sodass das Brennen des Schlags in kaum mehr zu zügelndes Verlangen nach mehr überging.
   „Meine Liebe, du wirst lernen müssen, mit der Willkür deines Herrn umzugehen.“
   „Ja mein Herr, das will ich. Ich werde mein Bestes geben, um dich zu erfreuen! Bitte, bitte nimm mich mein geliebter Herr!“ rief sie atemlos bettelnd.
   Fast verrückt nach ihm warf sie laut stöhnend vor Lust ihren Kopf in den Nacken, als ihr Herr mit seinem harten Speer unendlich langsam durch ihre Spalte strich und ihre Nässe verteilte, bevor er schließlich tief in sie eindrang, um sie mit fordernden rhythmischen Stößen in den Abgrund der Begierde hineinzutreiben, ihr den erlösenden Höhepunkt dann aber doch vorerst verweigerte.
   Er begann wie am Wochenende zuvor ein Spiel mit ihr, bei dem sie glaubte den Verstand zu verlieren, bis er ihr endlich doch erlaubte, in die Wellen eines gewaltigen Orgasmus einzutauchen.
 
-  Fortsetzung folgt  -

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