Freitag, 29. März 2013

Schweigen

Ein weiterer Tag war angebrochen, an dem ich mich alleine Richtung Marktplatz aufmachte. Dort traf ich den Wüstenkrieger im Gespräch mit seiner Schätzware. Es war für mich durchaus nachvollziehbar von ihm einfach weiter gewunken zu werden, da er seine bevorstehende Abreise mit seiner Kajira besprechen wollte. Ich war wegen meiner Erlebnisse mit diesem Herrn sogar ein wenig erleichtert darüber. Ihr Wert schien für ihn nun anscheinend doch nicht mehr so wichtig zu sein. Das Mädchen sollte aber vor der Abreise anscheinend noch einiges Verbandszeug bei der Heilerin kaufen. Leider sollte ich jedoch nicht mehr in Erfahrung bringen, ob ein solcher Kauf ohne Ablegen eines Qualifikationsbeweises bei dieser Grünen überhaupt möglich ist.^^
 
Mit Freude sah ich, dass der Lederarbeiter inzwischen auf der Terrasse Platz genommen hatte und vermutlich etwas zu trinken wünschte. Eine gute Gelegenheit für mich, ihm meine Dienste anzubieten und etwas zu tun zu bekommen, um nicht länger stumm oder bestenfalls geduldet neben Freien knien zu müssen. Vor Erleichterung war ich entsprechend gut drauf und gab meiner guten Laune auf dem Weg in die Küche fröhlich Ausdruck, indem ich Shani einen übermütigen Klaps auf den Po angedeihen ließ. ;-)
 
Ehrlich gesagt war ich mir hinterher nicht mehr so ganz sicher, ob sie sich der erteilten Ehre bewusst war und würdig erweisen würde. Daher drehte ich mich beim Zapfen des Pagas doch lieber so, dass ich Shani im Auge behalten konnte, denn es dauert nun mal eine Weile, bis ein Becher gefüllt ist. Der Lederarbeiter wünscht seinen Paga nämlich immer in einem Männerbecher zu trinken. Er meint, eine Schale sei nur für Frauen geeignet. Doch meine Befürchtungen, Shani würde meine hilflose Situation am Zapfhahn ausnutzen, waren erfreulicherweise überflüssig... sie war sich wohl doch der von mir erteilten Ehre bewusst.^^
 
Leider war die Freundlichkeit des Lederarbeiters nach meinem Servieren seines Pagas dann das letzte Positive, das ich an diesem Tag erlebte. Von dem fremden Krieger wusste ich, dass er von einer Kajira nicht angesprochen werden will und ihr bestenfalls erlaubt, hinter ihm in Erwartung vielleicht geäußerter Wünsche stumm zu knien. Doch er zog es diesmal vor, lieber ahnlang stumm auf sein Eigentum zu warten, um sich dann von ihr bedienen zu lassen... sein gutes Recht, kann ich gut mit leben, zumal ich mit diesem Herrn ja schon meine Erfahrungen gemacht hatte. Stumm zu bleiben schien an diesem Tag sowieso das Motto zu sein.
 
Einzig der Lederarbeiter meinte offensichtlich, es gelte nicht für ihn, denn er versuchte doch tatsächlich mit dem wie üblich wortkargen Händler ins Gespräch zu kommen. Allerdings scheiterte er, da sein mundfauler Gesprächspartner außer für einige einsilbige Sätze seine Zähne nicht wirklich auseinander bekam. Inzwischen hatte sich die Schätzware zu ihrem schweigsamen Herrn gekniet und zog mal wieder die Blicke des Lederarbeiters auf sich. Er bekundete erneut sein Interesse an der schüchternen Kajira, deren Dienste ihm im Bad offensichtlich ganz gut gefallen hatten.
 
Wegen der Versuche des Wüstenkriegers, den Wert seines Mädchens schätzen zu lassen, war er logischerweise davon ausgegangen, dass sie verkauft werden soll. Doch dem war gar nicht so. Immerhin gelang es dem Lederarbeiter dem Fremden diese Auskunft aus der Nase zu ziehen und dass es ihn nicht zu interessieren habe, warum er den Wert seiner Kajira wissen will, obwohl sie nicht verkauft werden soll. Ich glaube, manchmal bin ich wirklich zu doof, um Gedankengänge von Freien zu verstehen. Aber dem Lederarbeiter ging es zu meiner Erleichterung offensichtlich genauso. Danach hüllte sich der unhöfliche Krieger wieder penetrant in Schweigen und schien den mundfaulen Händler darin noch übertreffen zu wollen.
 
Während ich nun irritiert zwischen den drei sich stur anschweigenden Herren hin und her schaute, entdeckte ich draußen auf dem Marktplatz den Hauptmann und damit eine Gelegenheit für mich, dieser grässlichen Runde zu entkommen. Doch auch dieser Herr war nicht ansprechbar und gab mir keine Antwort auf meine freundliche Frage nach der Befindlichkeit seines Nackens. Mir kam in den Sinn, dass er sich vielleicht mental auf die bevorstehende Untersuchung bei der Grünen vorbereiten musste? Dabei wollte ich ihn lieber nicht stören und schlich mich sehr nachdenklich noch einmal zurück zur Herberge. So richtig nachvollziehen kann ich nicht, warum sich die rote Kaste von einer Frau zu Gesundheitsuntersuchungen verdonnern lässt, wenn es allen gut geht... aber darüber steht mir natürlich kein Urteil zu.
 
Der Lederarbeiter hatte mittlerweile seinen Paga ausgetrunken und in Anbetracht seiner vergeblichen Kommunikationsbemühungen die Terrasse verlassen, sodass mir nichts anderes blieb, als den Pagabecher noch schnell abzuwaschen und mich bei dem herrschenden Desinteresse an meinen Diensten dann ebenfalls zu verdrücken.
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OOC: Ich frage mich, warum Spieler sich in die "Öffentlichkeit" (Herberge, Marktplatz) begeben und dann offensichtlich doch kein Interesse an RP haben, sondern sich konsequent in Schweigen hüllen. Wenn anderes dann doch wichtiger als RP ist, fände ich es besser im Haus, am TP in oder wo auch immer zu bleiben oder sich zumindest mit "AFK" auf abwesend zu setzen. Dann fühle ich mich wenigstens nicht so unerwünscht.

Wider Erwarten überlebt

Die Beschäftigungstherapie des fremden Wüstenkriegers hatte ich zum Glück unbeschadet überstanden. Er hatte mich nämlich aufgefordert, ihm meine Lebensgeschichte zu erzählen, stellte jedoch nur wenig bis gar keine Fragen und ließ damit die Vermutung in mir aufkeimen, er höre mir kaum zu und war mit seinen Gedanken ganz woanders…. vielleicht bei seiner Schätzware, die anscheinend immer noch im Bad mit dem Herrn Lederarbeiter beschäftigt war? Eigentlich hätte er mich auch gleich wegschicken können, da er offensichtlich seine Ruhe haben wollte. Egal… ich hatte wieder etwas dazu gelernt und wusste nun auch wo ich in seinem Beisein zu knien habe und wo ich in keinem Fall meine Hand hinlegen darf.
 
Da ich keinen gesteigerten Wert darauf legte, diesem schweigsamen Fremden erneut zu begegnen, schaute ich mich am nächsten Tag erst einmal vorsichtig um. Eigentlich wollte ich zum Trainingsplatz, um den Rarii bei ihrem Waffentraining zuzusehen, denn für irgendetwas musste die weiterhin andauernde Unpässlichkeit meiner Herrin doch gut sein.^^ Ich hoffte vor allem, dass der Herr von Dark vielleicht mal wieder am Training teilnahm und ich ein wenig mit ihr tratschen konnte. Allerdings kam ich nicht so weit, sondern nur bis vor die Terrasse, wo ich den Herrn Lederarbeiter fast zu Tode erschreckte. Das war natürlich nicht meine Absicht gewesen, aber er hatte mich weder gesehen noch gehört… nämlich hinten keine Augen im Kopf und nackte Füße sind einfach immer ziemlich leise… zumindest meine.
 
 
Irgendwie genoss ich es, dass der Herr sein Augenmerk nun meinen Füßen zuwandte. Nachdem ich ihm vorgeführt hatte, dass meine Schritte im Gras auch nicht lauter zu hören sind, wenn ich stampfe, hob ich sogar einen an, damit er ihn noch besser betrachten konnte und gab mir die größte Mühe, ihn dabei möglichst graziös vor seinen Augen kreisen zu lassen. Ich wollte ihn nämlich von seinem schmerzhaften Vorschlag abbringen, meinen wohlgeformten Fuß unterwärts mit Metallnägeln beschlagen zu lassen, damit meine Schritte besser zu hören sind, zumindest wenn ich auf dem Weg bleibe. Der Anblick meines unbeschädigten kleinen Fußes schien den Herrn offensichtlich sehr zu erfreuen und überzeugte ihn sofort davon, dass er ihm so wohl doch besser gefällt als mit Metallnägeln, denn er ließ das Thema fallen. Außerdem preschte gerade einer der Krieger heran und fesselte unser beider Augenmerk.
 
Zu meiner großen Freude war es der Herr von Dark, der mein Kajiraherz mit seiner freundlichen Begrüßung einen kleinen Extrahüpfer machen ließ. Leider war Dark jedoch nirgends zu sehen und da es sich nun mal nicht gehört nach einer Sklavin zu fragen, ohne ihrem Herrn vorher wenigstens ein Getränk anzubieten, musste ich mich noch ein wenig gedulden bis ich Näheres herausbekommen konnte. Außerdem war es für mich wirklich eine sehr große, leider aber auch eine sehr seltene Ehre diesen Herrn bedienen zu dürfen. Ich glaube, er spürte ein wenig was in mir vorging und belohnte mich beim Servieren seines Wassers damit, indem er erst zwei Finger sehr sanft unter mein Kinn legte und mein Gesicht damit anhob, um es eingehend zu betrachten. Danach schaute er mir dann ausgiebig in den bis zum Bauchnabel reichenden Ausschnitt meiner Tunika. Ich meinte seine Blicke fast körperlich zu spüren und erschauerte noch mehr, als er mir schließlich mit seiner rauen Kriegerhand vom Ellenbogen beginnend den Arm entlang strich, bevor er mir das Trinkgefäß aus den Händen nahm.
 
Leider stolperte dann jedoch der Händler auf die Terrasse und begann auf die höfliche Nachfrage des Kriegers theatralisch über angeblich schlecht gehende Geschäfte zu stöhnen… bei einigen Kasten scheint Herumstöhnen vermutlich in den Genen zu liegen^^. Wobei ich mir über die finanzielle Situation des ersten Händlers selbstverständlich kein Urteil erlauben werde und seine freundliche Antwort, dass mein Anblick für den Herrn Krieger wohl interessanter ist als seiner, ließ mich übers ganze Gesicht strahlen. Doch leider fand der Rarius sein Wasser dann doch am Interessantesten und danach dann den Händler…also beides noch vor mir. Aber ich bin ja auch nur eine unbedeutende Sklavin. Egal, immerhin kann ich schreiben und lesen, sodass der Herr Lederarbeiter sich nicht länger seinen Kopf über einen Marktaushang am Eingang der Terrasse zerbrechen musste und sichtlich erleichtert war, dass es sich dabei nicht um so etwas Ernstes handelte, wie z.B. Pagaknappheit.
 
Als der Herr Krieger schließlich Anstalten machte, sich auf den Heimweg zu begeben, fasste ich mir aber doch noch ein Herz und fragte ihn nach Dark, nach der ich mir die ganze Zeit den Hals gereckt hatte und die leider immer noch nicht aufgetaucht war. Schade, ich hatte sie tatsächlich verpasst. Sie war von ihrem Herrn sehr frühzeitig nach Hause geschickt worden, weil sie anscheinend irgendwelche Aufgaben nicht zu seiner Zufriedenheit erledigt hatte. Immerhin gab er mir schmunzelnd ein wenig Hoffnung, dass sie beim nächsten Mal vielleicht wieder etwas länger bleiben darf. Nun drücke ich einfach schon mal ganz fest die Daumen für sie.
 
Dann wurde es voll auf der Terrasse. Das Training der Wachen war zu Ende… alle hatten Durst und der Herr Hauptmann auch Hunger. Er hatte aber auch noch andere Gelüste bzw. sah den richtigen Zeitpunkt als gekommen an, um sich der Pflichtübung zu unterziehen, zu dessen Zustimmung er sich wohl genötigt gesehen hatte. Ich durfte ihm zeigen, was ich konnte und tatsächlich meine Hände auf seine Schultern legen, um ihn ein wenig zu massieren. Situationsbedingt konnte ich dies leider nur sehr verhalten tun. Allerdings nachdem er sich dann sogar ein leises Brummen entringen konnte, das wohl für mich als Zeichen gedacht war weiter zu machen und er mir schließlich auch noch eine besonders verspannte Stelle zeigte, wurde ich ein wenig mutiger und schob sogar meine Hände unter sein Oberteil… blieb aber extrem vorsichtig in meinem ganzen Tun.
 
Dies sollte sich als weise Voraussicht herausstellen, als leider dann doch noch eine Herrin auf die Terrasse kam… ausgerechnet eine wichtigtuerische Grüne, die mein Tun sofort mit skeptischen Blicken und hochgezogenen Augenbrauen bedachte^^. Selbstverständlich konnte sie nicht an sich halten und mich einfach machen lassen, was dem Hauptmann so offensichtlich gefiel, sondern musste sofort ihr Heilerwissen hervorkehren. Es half auch nichts, dass er ihr sofort bestätigte, wie entspannend er meine Hände fand. Aber was hätte die Herrin auch sonst tun sollen…worum es einer Kajira bei der Massage eines Mannes geht, kann so eine vertrocknete Hochkastige natürlich nicht wissen, auch wenn sie den Grünen angehört.
 
Sie wollte doch tatsächlich wissen, welchen Teil der Muskulatur ich lockern wollte! Das konnte ich natürlich nicht beantworten, denn erstens bin ich keine Heilerin und außerdem geht es einer Rotseidenen sowieso nicht nur ums Lockern von Verspannungen, auch wenn ich mich in diesem Fall extrem zurückgehalten hatte. Danach hielt sie mir noch einen Vortrag, wie gefährlich so eine Massage wäre und dass sie dann die „Schäden“, die ich dabei anrichten würde, wieder heilen müsste! Ich wusste gar nicht, dass man solche Folgen als Schaden bezeichnet und auch nicht, dass ich mit meiner geringen Kraft in der Lage wäre, durchtrainierte Krieger ernsthaft zu beschädigen, indem ich ihnen den Nacken kraule oder mit meinen weichen, geöffneten Lippen zart über die Haut am Hals streiche. ;-)
 
Es war mal wieder klar, dass nur die Männer verstanden worum es mir ging, die übrigens alle irgendwie den Eindruck auf mich machten, als könnten sie auf das Dozieren der Heilerin ganz gut verzichten. Doch die Lady ließ sich in ihren Belehrungen nicht beirren und setzte ihren Vortrag über den Einsatz und die Zusammenhänge von wenig Kraft und großem Schaden fort, sodass mir nichts anderes übrig blieb, als gute Miene dazu zu machen und mich höflich bei der Herrin dafür zu bedanken, dass ich wieder etwas dazu lernen durfte. Dem Lederarbeiter war sofort klar, dass es an der Zeit war sich besser zu verdrücken, als die Heilerin nun auch noch mit allgemeinen Gesundheitsuntersuchungen anfing.
 
Der Hauptmann war wohl nicht so geistesgegenwärtig oder vielleicht auch durch mein Tun ein wenig abgelenkt? Er verpasste jedenfalls den rechtzeitigen Absprung und ließ sich tatsächlich von der Grünen dazu verdonnern, dass alle Rarii von Jorts nun demnächst wohl in der Heilerei vorstellig werden müssen. Mir war sofort klar, dass ihm ein solches Vorhaben bestimmt die Laune verderben würde und es somit endgültig vorbei war mit der Massage. Mir blieb nichts anderes übrig, als ihn um Erlaubnis zu bitten, nach meiner Herrin schauen zu dürfen. Trotzdem war es ein sehr schönes Gefühl, den Herrn Hauptmann mit diesem kleinen Test zufriedengestellt zu haben… und überlebt hatte er auch! ;-)

Mittwoch, 27. März 2013

Quasselstrippe

Meine Herrin war leider immer noch unpässlich und ich glaube, das Einquartieren der Schätzware unten in ihrem Haus war ihr noch überhaupt nicht aufgefallen. Aber wie hätte das auch geschehen sollen, wenn sie ihre Felle nicht verließ. Trotzdem war es einfach an der Zeit, meiner Herrin zumindest eine kleine Zwischeninfo darüber zu geben. Doch vorher sauste ich schnell noch nach unten, um die Neue an ihre Aufgabe bei dem Lederarbeiter zu erinnern. Ich hatte nämlich die Befürchtung, ihre Schüchternheit könnte wieder Oberhand gewinnen und lag damit auch wohl nicht so ganz verkehrt.^^
 
Nachdem ich meine Herrin einigermaßen über mein Tun informiert hatte, bemerkte ich, dass ihr schon wieder die Augen zufielen und schlich mich daher ganz leise aus dem Haus, um sie nicht weiter zu stören. Ich wollte vor allem den Händler darüber unterrichten, dass aus seiner Besprechung mit meiner Herrin vorerst nichts werden würde. Doch ich war noch nicht mal den Hügel zum Marktplatz halb hinauf, als ich von weitem einen stattlichen Herrn mit herrlich roten Haaren in die Gasse vor der Herberge abbiegen sah. Das konnte nur der Herr Brauereibesitzer gewesen sein! Nix wie hin, denn ich musste ihm doch noch von meinen Verkäufen erzählen, insbesondere von dem Verkauf des Ladenhütermets und mich auch erkundigen, ob meine Pflege seiner Schätzchen zu seiner vollsten Zufriedenheit gewesen ist.
 
Vor seiner Tür angekommen, kamen mir dann doch ein paar Zweifel an meinem Tun. Vielleicht war er müde nach der Reise und hatte gar keinen Nerv darauf, meine Erlebnisse als Brauereiaushilfskajira mit den verkauften Fässern zu hören? Dementsprechend zaghaft fiel auch mein Anklopfen aus und dem Erfolg, nichts rührte sich. Meine Zweifel wurden logischerweise zwar größer, aber ich klopfte trotzdem noch einmal… diesmal sogar etwas lauter. Wenn der Herr keine Zeit für meinen Bericht hätte, würde er mir das bestimmt sagen. Sagte er dann aber nicht, nachdem er nun doch seine Haustür geöffnet hatte und kam sogar heraus.
 
 
Wow… was für ein stattlicher Herr! Wobei ich gar nicht soooo klein bin, denn er schummelte ein wenig mit seiner Länge und stellte sich für mich ungünstig einfach seitlich vom Weg auf die erhöhte Rasenfläche, um meinen Bericht anzuhören. Nebeneffekt war jedoch, dass ich mir das Knien sparen konnte, denn ich reichte mit meiner Nase sowieso nur bis zu seinem Bauch und musste meinen Kopf ziemlich in den Nacken legen, um den Herrn ansehen zu können… besonders seine roten Haare hatten es mir ja schon vor seiner Reise bei seinem Besuch im Haus meiner Herrin angetan. Aber damals trug er einen Umhang mit Kapuze und lange Ärmel glaube ich, sodass weder seine interessanten Haare so richtig zu sehen waren, noch die Bemalungen seiner Haut.
 
Selbstverständlich versuchte ich den Herrn vor mir nicht die ganze Zeit fasziniert anzustarren und begann daher zur Ablenkung schnell mit meinem Brauereiaushilfskajirabericht. Ok… ich gebe zu, ich habe ihn weiter in Augenschein genommen, aber möglichst unauffällig, und ihm gleichzeitig fast ein Ohr abgequatscht mit meiner Sabbelei, die ihm aber anscheinend zu gefallen schien, so wie er immer wieder schmunzelte. Besonders erfreut war er natürlich, sein Ladenhüterfass losgeworden zu sein, denn wer trinkt schon Met in Jorts…niemand! Leider musste ich ihm auch erzählen, dass der Wirt Jorts inzwischen verlassen hatte und dass ich nicht wusste, ob der Herr vor seiner recht überstürzten Abreise das Geld für die verkauften Fässer in die Stadtkasse gezahlt hatte.
 
Meine Erleichterung war einigermaßen groß, dass den Brauereibesitzer dieser Umstand nicht weiter zu stören schien, denn ihm waren bereits Gerüchte darüber zu Ohren gekommen, wo sich der Wirt inzwischen niedergelassen hat. Sein Geld war also wohl noch nicht wirklich weg, wenn es nicht in der Kasse von Jorts war. Ich gestehe, auch wenn Eitelkeit keiner Kajira gut zu Gesicht steht, ging mir die Zufriedenheit des Herrn über meine Dienste runter wie Öl, besonders als er mir ankündigte, mich vielleicht gelegentlich erneut ausleihen zu wollen… vor allem zum Fassrollen, da er manchmal mit seinem Rücken zu tun hat und sich dann nicht so bücken kann. Klar, kein Wunder eigentlich bei der Länge des Herrn… da ist Bücken schon etwas anstrengender als aus meiner Höhe... aber Fassrollen??? Ich versuchte mir meine "Begeisterung" nicht anmerken zu lassen. Mir kam natürlich sogleich eine ganz andere Idee, wie ich ihn seinen Rücken vergessen lassen könnte und gleichzeitig in Erfahrung bringe, ob seine Haut am ganzen Körper so bemalt ist. Aber gut, das musste erst einmal warten.^^
 
Leider musste ich meine Quasselei eh einstellen, da der Herr sich nun endgültig seiner Arbeit zuwenden wollte. Außerdem stand immer noch die Information des Händlers über die verschobene Besprechung mit meiner Herrin an. Zum Glück fand ich ihn bei einem Paga auf der Terrasse und konnte mein Anliegen sogleich vortragen. Besonders begeistert schien er nicht darüber zu sein, vor allem weil kurz darauf der Herr von der Schätzware eintraf... übrigens war die Haut dieses Herrn ebenfalls bemalt.^^ Leider konnte der Fremde jedoch wegen der Unpässlichkeit meiner Herrin noch nichts Näheres über den Wert seiner Sklavin erfahren, war aber merkwürdigerweise sehr angetan, als der Herr Händler die ungewöhnlich große Schüchternheit der Schätzware erwähnte. Er meinte merkwürdigerweise sogar, dies würde ihren Wert noch steigern… aber ich muss ja nicht alle Gedankengänge eines Freien verstehen. ;-)
 
 

Dienstag, 26. März 2013

Schätzstelle Pinion

Meine Herrin war nach drei Tagen Aufenthalt auf ihrem Landsitz leider irgendwie „angeschlagen“ und musste sich auskurieren, sodass ich alleine das Haus verließ, um mal zu hören, was sich so alles in Jorts ereignet hatte während unserer Abwesenheit.
 
Uuuiiihh, offensichtlich und vor allem nicht zu übersehen eine ganze Menge! Genau gegenüber auf der anderen Seite des Weges war nämlich in den letzten Tagen ein Haus gebaut worden… zwar noch nicht ganz fertig, aber man konnte schon genau erkennen wie es einmal aussehen würde. Meine Herrin würde also neue Nachbarn erhalten. Um vielleicht etwas Genaueres über die Hausbewohner in Erfahrung zu bringen, machte ich mich flink auf die Suche nach Shani, denn die ist eigentlich immer bestens informiert. Mein Vorhaben galt natürlich nicht dem Befriedigen meiner Neugier... naja vielleicht ein ganz wenig doch... es ging mir vor allem darum, meine Herrin mit dieser Information zu erfreuen.
 
 
Ich musste dafür auch nur den Hügel hinauf laufen. Oben angekommen, noch vor dem eigentlichen Dorfzentrum, stieß ich bereits auf eine kleine Menschenansammlung, darunter auch Shani. Worüber die Krieger debattierten bekam ich nicht weiter mit, da wir Kajirae uns ein wenig abseits stellten für unseren Kajiratratsch. Allerdings bekam ich entgegen meiner Absichten dann jedoch nicht meine erhoffte Auskunft über die neuen Nachbarn. Shani stellte mir nämlich sogleich eine fremde Sklavin vor, deren Herr ihren Wert schätzen lassen möchte. Da er Jorts wieder verlassen musste, hatte er seinen Besitz für diese Schätzung dem ersten Händler, also Shanis Herrn unterstellt, der diesen Auftrag nun an meine Herrin weitergeben wollte. Anfangs noch leicht besorgt wegen der Unpässlichkeit meiner Herrin, war der Händler letztendlich dann doch einigermaßen erleichtert, dass ich als erstes Mädchen der Schätzstelle Pinion die Sklavin nun vorerst unter meine Fittiche genommen habe, bis meine Herrin sich erholt hat.
 
 
Nur logisch also, dass ich das arme Ding erst einmal mit einigen Fragen löcherte. Leider war der Kajira bei ihrer ganzen Verliebtheit in ihren Herrn nicht einmal klar geworden, warum er überhaupt ihren Wert wissen will, denn eigentlich kann es ihm dabei nur um Verkaufsgelüste gehen. Um ihren Ausbildungsstand ein wenig beurteilen zu können, lag für mich natürlich nahe, das Mädchen zum Servieren einzusetzen, da sich auf der Terrasse des Gasthauses gerade der Lederarbeiter niedergelassen hatte und Shani sich um ihren Herrn und das Zählen der Herbergseinnahmen kümmern musste. Am liebsten hätte ich den Lederarbeiter natürlich selbst bedient, doch was tu ich nicht alles für ein paar Vorabinformationen für ihre Herrin! ;-)
 
Zumindest schlug sich die Neue gar nicht schlecht, auch wenn bei ihr von Sklavenfeuer anfangs nicht wirklich etwas zu bemerken war. Während ich meine kribbelnde Unruhe fast nicht bändigen konnte und mich ein wenig darüber ärgerte, dass die Heilerin nicht früher aufgetaucht war, denn ich hätte nur zu gerne bei der Bedienung der beiden Herrschaften mit der anderen Sklavin getauscht, bekam ich das Gefühl, als wolle sie sich ihr Sklavenfeuer ausschließlich für ihren Herrn bewahren. Aber vielleicht kann man von einer vor ca. 12 Hand noch freien goreanischen Frau auch nicht mehr erwarten? Egal… ich denke sie hat wohl Potential und legte ihre anfängliche Schüchternheit schließlich noch ganz gut ab, als sich der Herr Lederarbeiter etwas näher mit ihr befasste. Vor allem war sie in keiner Weise pampig und nahm kleine Korrekturen ihres Verhaltens recht gelehrig an.
 
 
Ach ja, da auf der Terrasse zum Glück keine Herrinnen mehr anwesend waren, nachdem sich die recht schweigsame Heilerin zurück gezogen hatte, gelang es uns mit vereinten Kräften, das Feuer des Mädchens doch noch ziemlich hell zum Lodern zu bringen! ;-)

Freitag, 22. März 2013

Interessante Männer und Massageopfer

Am Morgen wurde ich ziemlich früh wach und stahl mich leise nach unten, um eine Überraschung für meine Herrin vorzubereiten. Ich fand das war wirklich nötig, um ihr meine Ehrerbietung zu zeigen, da ich mich am Vortag so ängstlich, feige und leider auch noch tollpatschig benommen hatte. Tja, und wie macht man das am besten bei einer Herrin wie meiner? Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, doch in diesem Fall schon, denn ich kenne ja ihre Leidenschaft für Schokolade und wollte ihr daher einen Schokoladenkuchen backen. Gesagt getan… und zwar ziemlich perfekt fand ich… naja zumindest der Teig, denn vom fertigen Kuchen konnte ich natürlich nicht kosten. Nur gut, dass meine Herrin so einen tiefen Schlaf hat und dank Durchzug unten im Haus, nämlich beide Fenster offen, wurde sie auch nicht von den leckeren Kuchendüften wach, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen.
 
Mein Timing war genial, denn kaum hatte ich mein schmackhaftes Werk gut vor ihren kritischen Blicken verstaut, klopfte es auch schon an der Tür. Ich weiß nicht, ob meine Herrin inzwischen nur noch so tat oder ob sie wirklich immer noch tief und fest schlief, jedenfalls regte sie sich kein Stück, als das Klopfen lauter wurde. Immer noch auf der Hut vor Überfällen schaute ich deswegen sehr vorsichtig aus dem Fenster, um vor einer erneuten bösen Überraschung gewappnet zu sein. So schnell werde ich die scharfe, kalte Klinge an meinem Hals bestimmt nicht vergessen können. Die Kommode hatte ich am Abend zuvor zum Glück noch etwas zur Seite geschoben, weil meine Herrin mit ihrem dicken Hintern… also mit ihren vielen Roben nicht wirklich gut durch das Fenster sehen konnte. Und so wie ich auf die Kommode zu krabbeln, das ist natürlich nichts für eine freie Frau wie sie.
 
 
Nun klappte es ohne Kletterei jedenfalls ganz hervorragend und zu meiner großen Erleichterung war auch kein dunkelhäutiger Angreifer an der Tür, sondern der Herr Lederarbeiter. Oh je, an den Herrn hatte ich beim Backen überhaupt nicht mehr gedacht. Er wollte mich doch ausleihen! Allerdings nur zum Einkaufslistenschreiben und ein Schild mit seinem Handwerk sollte ich ihm wohl auch malen. Wer weiß, vielleicht hatte er noch anderes im Sinn? Mein Plan war auf jeden Fall, mich zu beeilen, damit in der ausgemachten Leihfrist von 2 Ahn noch eine Menge Zeit übrig bleibt für… was auch immer^^. Die Nacht im Schlafsaal der Herberge mit diesem Herrn hatte ich nämlich noch nicht vergessen!
 
Ich legte mich daher mächtig ins Zeug, um sein Anliegen schnell und zufriedenstellend zu erledigen. Es klappte auch alles gut, zumal der Herr die Schriftrollen, Tinte, Feder, Malutensilien und auch das Schild bereits auf seiner Werkbank bereit gelegt hatte und ich mir nur noch allergrößte Mühe geben musste, mich nicht zu bekleckern… nicht mit Farbe und schon gar nicht mit Tinte! Den Hinderungsgrund „tintenverschmierter Dinamund und Dina auch“ wollte ich ihm nicht liefern… für was auch immer. Leider kam es dann jedoch anders als geplant… es gelang mir nämlich nicht mal mehr einen Blick ins Obergeschoss seines Hauses zu werfen und auf sein Schlaffell leider auch nicht. Wobei es mir selbstverständlich auch recht gewesen wäre, wenn er meine zusätzlichen Dienste gleich unten in seiner Werkstatt in Anspruch genommen hätte. ;-)
 
 
Aber gut, er wollte das Schild natürlich gleich noch anhängen und ich durfte ihm dabei assistieren, kaum dass die Farbe getrocknet war. Und die war leider viel zu schnell getrocknet. Wobei ich ihn eigentlich auch verstehen konnte. So ein Werbeschild ist selbstverständlich für einen Handwerker recht wichtig, vor allem wenn sein Haus, abgesehen von der gelben Laterne über der Tür, allen anderen Häusern im Dorf sehr ähnlich sieht. Von was auch immer kann man alleine jedenfalls nicht leben… überall muss mit barer Münze gezahlt werden. Außerdem vermute ich, er wollte den Besitz meiner Herrin vermutlich nicht länger in Anspruch nehmen als nötig… denn wer will nicht gern für ein wenig guten Wind bei Lady Pinion sorgen? Er lieferte mich daher sogar schon unter den vereinbarten 2 Ahn bei ihr ab… zu meinem Leidwesen.
 
Meine Herrin saß nämlich inzwischen auf der Terrasse des Gasthauses… kein Mann weit und breit in Sicht… dafür aber ein Teekränzchen aus schnatternden Herrinnen. Eigentlich der Alptraum jeder Kajira von roter Seide. Mir blieb nichts anderes übrig, als meine Blicke immer wieder sehnsüchtig über den Markt schweifen zu lassen und den Lederarbeiter nun von weitem zu beobachten, der dort etwas mit dem Händler besprach. Klar, die günstige Gelegenheit zum Überreichen der schreibfrischen Einkaufsliste wollte er sich natürlich nicht entgehen lassen, zumal es bestimmt einige Tage braucht, bis die bestellten Dinge beschafft sind. Wenigstens tauchte ab und an einer der trainierenden Krieger auf, die sich anscheinend im Straßen- und Bogenkampf oder was auch immer übten und versüßte mir ein wenig die Gespräche der Damen über ihre freie Frauen Planungen mit dem Anblick gestählter Muskeln.
 
 
Wobei ich eingestehen muss, dass die Herrinnen ziemlich flott waren mit ihren Beschlüssen und die Kissen dann zu meiner großen Freude auch bald von Männerhintern platt gedrückt wurden. Hadi war mal wieder fleißig wie immer und bediente nicht nur ihren Herrn sondern auf ihre flinke Art auch andere… darunter auch den inzwischen ebenfalls  zurückgekehrten Herrn Lederarbeiter, der vor kurzem ja schon ein Auge auf sie geworfen hatte wegen ihrer Unterstützung im Bad. Immerhin wusste ich jetzt, dass er ein Sattler und Schirrmacher ist. Mein Glück war dann, dass der Herr Hauptmann erst zuletzt auftauchte, sodass ich nun den Vorzug hatte, ihm seinen Paga servieren zu dürfen.
 
Da der abgekämpfte Krieger inzwischen über den Termin einer Ratssitzung informiert worden war, nutzte er beim Servieren seines Getränks sogleich die Gelegenheit, mich zu fragen wann er denn nun zum Opfer wird und dass es ihm gerade nach der anstehenden Sitzung sehr gut wegen seines danach üblicherweise immer sehr verspannten Nackens passen würde. Erstaunlicherweise wuschelte er mir dabei ausgiebig durch die Haare… diesmal ohne fettige Finger säubern zu wollen und auch ohne mir einen seiner üblichen Kopfditscher zu verpassen. Welche Ehre für mich… das Waffentraining muss ihm gut bekommen sein^^.
 
Leider wurde meine Herrin auf einmal sehr müde… eigentlich kein Wunder nach so einer Teestunde… und zog sich recht schnell zurück. Selbstverständlich verließ ich die Herberge zusammen mit ihr, auch wenn ich eigentlich noch überhaupt nicht müde war und die Hände des Hauptmanns diesmal in keiner Weise unangenehm. Aber ich wollte ihr noch ein Stückchen von dem frischen Kuchen anbieten und war ganz gespannt darauf, ob er ihr schmecken würde… zumal ich ja zu meinem Leidwesen zuvor von ihr dazu verdonnert worden war, das Damenteekränzchen beim nächsten Herrinnentreffen mit Kuchen und Gebäck zu erfreuen. Ok, immer noch besser als Geschichten zu erzählen, denn das liegt mir ja nun ganz und gar nicht, so unkreativ wie ich leider bin.
 
Der Kuchen kam jedenfalls gut bei meiner Herrin an, auch wenn sie mich natürlich durchschaut hatte und ihn gleich als „Beschützerheldinnenkuchen“ bezeichnete. Meine Gedanken waren immer noch bei der möglicherweise bevorstehenden Massage des Kriegers. So langatmig und einschläfernd wie ich die vielen Ratssitzungen der Vergangenheit in Erinnerung hatte, glaubte ich aber noch nicht daran. Entweder es würde zu spät werden oder der Herr eingeschlafen sein. Wobei ich mir über die Sitzungen in Jorts selbstverständlich kein Urteil erlauben konnte.
 
Wegen dieser Gedanken kam mir aber wohl in den Sinn hinter meine Herrin zu rutschen. Ich wollte ihr die Schokoladenkuchenleckerei noch ein wenig versüßen, indem ich ihr den verspannten Schulternackenbereich durchknetete. Ich glaube, die Kombination Kuchen und Massage war unübertroffen, denn meine Herrin schlief tatsächlich mit einem Lächeln auf den Lippen ein… den restlichen Kuchen durfte ich aufessen…….. mmmhhh *schwelgt*.
 
Da ich so früh noch nicht schlafen konnte, machte ich mich noch einmal auf zum Gasthaus. Es erschien mir sinnvoll, mein Massageopfer noch etwas eindeutiger darüber zu informieren, dass er auf die Hände von Lora vorerst verzichten muss. Ich wollte gerne in Erfahrung bringen, ob er womöglich dann lieber ganz verzichten wollte... wollte er aber nicht. Auch wenn sich der Hauptmann für seine Verhältnisse ebenfalls erstaunlich früh zurückzog, war das Gasthaus immer noch gut besucht und meine Servierdienste gefragt. Den Schmied und seine Gefährtin gelüstete es nach Kalda, der mangels Kajirae schon ziemlich lange auf sich warten ließ.
 
Hach… was für ein Herr… auch wenn er die komische Frage stellte, ob ich denke vor einer Frau zu knien. Also für mich sah er wie ein Mann aus und daher konnte ich mir die erstaunte Frage, ob ich mich etwa getäuscht hatte nicht verkneifen. Mir war aber selbstverständlich klar, worum es ihm ging… meine Schenkel. Sie waren nämlich wegen der Anwesenheit einer Herrin, in deren Blickfeld ich leider vor ihm kniete, geschlossen.
 
Allerdings kam mir sein Wunsch sehr willkommen, sodass ich mich bereitwillig mit weit geöffneten Schenkeln zwischen Tisch und ihn quetschte … wunderbar dicht an seine Beine heran. Der Lederarbeiter veränderte zwar zufälligerweise ebenfalls seine Sitzposition, die Herrin konnte dadurch eigentlich nichts Brüskierendes mehr sehen, doch der Schmied meinte eh, welche Herrin würde einer Sklavin schon zwischen die geöffneten Schenkel schauen… dort gibt es nichts was eine freie Frau interessiert.
 
Nachdem ich der Gefährtin des Schmieds ebenfalls ihr Getränk serviert hatte, lauschte ich kurz dem Gespräch der beiden Handwerker… verstand aber ehrlich gesagt nicht viel von solchem Fachkauderwelsch und rutschte schließlich wieder recht dicht an den Schmied heran, was der Herr sofort ausnutzte und mit seinem Zeigefinger auf meinem Körper eine verheißungsvolle, äußerst erregende Spur zu zeichnen begann.
 
Genialerweise reckte sich seine Gefährtin in diesem Moment und verpasste mir dadurch einen unverhofften Tritt gegen meinen Po, den ich sofort nutzte um noch dichter an ihren Gefährten heran zu kommen und mit meinen Schenkeln nun sein Bein berührte. Auch wenn keine Gefahr bestand das Gleichgewicht zu verlieren, war dieser Schub perfekt dafür geeignet, gleichzeitig meine Hand auf den Oberschenkel des Herrn zu legen.
 
Leider zeigte sich dann eine sehr gemeine Ader bei ihm, der offensichtlich genau wusste, wie es um mein inzwischen ziemlich hell loderndes Sklavenfeuer stand, mich aber mit fiesem Blitzen in seinen Augen anwies: „Du kannst meinen Rücken massieren… Turmsklavin“ und dabei das letzte Wort überdeutlich betonte. Wahh… Sklavenschicksal… das wäre wirklich nicht nötig gewesen! Ich ließ mir aber nichts anmerken und widmete mich wie befohlen dann seinen Schultern… nahm mir aber ganz fest vor, ihm mit der Massage die Turmsklavin vergessen zu lassen.
 
Doch soweit sollte es leider nicht mehr kommen… seiner Gefährtin war offensichtlich der Kalda reichlich zu Kopf gestiegen, so puterrot wie ihre Gesichtsfarbe über dem Schleier aussah und dabei leicht schnaufend behauptete, dass es ihr bestens geht und vollkommen entspannt zu sein. Letztendlich zog der Herr es aber doch vor, mit ihr nach Hause zu gehen. Aber vielleicht kann sie ja auch massieren?

Mittwoch, 20. März 2013

Weitere Überfälle

Nee…diesmal tatsächlich Besucher!
 
Der Schreck von dem Überfall und dem scharfen Schwert an meinem Hals steckte mir immer noch in den Knochen. Sämtliche guten Vorsätze, immer zuerst durchs Küchenfenster zu schauen, bevor ich die Tür öffne, zerplatzten wie eine Seifenblase, als es unten schon wieder an der Tür klopfte und ließen mich ängstlich stammeln: „Oh je, ich geh nicht nach unten!“
 
Meine Herrin war da weitaus abgebrühter… tat so als sei das überhaupt kein Problem. Aber sie hatte ja auch nicht den kalten Stahl an ihrer Kehle spüren müssen und öffnete diesmal tatsächlich selbst die Tür. Allerdings grummelte sie mich vorher noch an, ich solle mir gut überlegen, wie ich klar kommen will, wenn sie entführt wird. Zu diesen Überlegungen hatte ich jedoch überhaupt keine Zeit, da ich damit beschäftigt war, mich unter ihrem dicken Schlaffell zu verstecken. Eine doofe Idee, denn ich bekam so nicht mal mit, wer unten geklopft hatte und ob meine Herrin inzwischen entführt worden oder noch da war. Ich krabbelte also schließlich aus meinem Versteck wieder hervor, um zu lauschen, ob mit ihr noch alles in Ordnung ist.
 
War es anscheinend, denn ich hörte den freundlichen Plauderton meiner Herrin und eine nicht weniger freundliche, mir vage bekannte, tiefere Stimme von unten, die irgendeine Nachricht überbrachte. Logisch also, dass ich vorsichtig näher an die Treppenöffnung rutschte, um nähere Informationen über den Besucher zu erhalten. Leider schob ich mich, um besser verstehen zu können, offensichtlich zu nahe heran. Ohne dass ich wusste wie mir geschah, rutschte ich plötzlich die steilen Stufen hinab und landete ziemlich unwirsch auf meinem Po. Na toll, ausgerechnet wenn meine Herrin mal netten Besuch von einem Herrn bekommt, bin ich erstens nicht gleich zum Öffnen an der Tür und tauche zweitens dann auch noch auf diese überaus peinliche, total unelegante Art und Weise in seinem Blickfeld auf.
 
Wenigstens hatte ich mir nichts gebrochen und die blauen Flecke würden wenn überhaupt hoffentlich erst am nächsten Tag sichtbar werden. Dass dieser Sturz wehgetan hatte, verkniff ich mir vorsorglich zu erwähnen, denn so wie meine Herrin mich anschaute, erwartete ich von ihr sowieso kein Bedauern und erntete auch nur einen abfälligen Kommentar über meine Angst und dass ich als Beschützerin nicht geeignet bin. Klar, warum sollte sie mich auch bemitleiden? Leider konnte sich der Herr eine leicht abfällige Bemerkung über mein reichlich ungewöhnliches Auftauchen ebenfalls nicht verkneifen. Tja, es war echt nicht einfach, sich den Schmerz zu verkneifen, gleichzeitig zuckersüß zu lächeln und mich dem Herrn ein wenig zu präsentieren.
 
Trotzdem schien er von mir angetan zu sein und meinte sogar, eine solche Beschützerin wie ich fehle ihm. Das Verleihangebot meiner Herrin kam ihm daher sehr entgegen, denn das war eigentlich sein Hauptgrund für den Besuch bei meiner Herrin gewesen. Er benötigt allerdings keinen Schutz, sondern als Schreibunkundiger Hilfe für irgendwelche Einkaufslisten und das Malen eines Türschilds. Irgendwie fühlte ich mich geschmeichelt, dass er dafür ausgerechnet zu meiner Herrin kam… allerdings nur kurz. Anscheinend hatte er wohl ursprünglich Hilfe von anderer Seite in Erwägung gezogen, tat diesen Plan jedoch auf die erstaunte Rückfrage meiner Herrin mit der Äußerung ab, dass er Männer, die ihre Sklavin auf Händen tragen, nicht ein zweites Mal fragt.
 
Einzig die Bemerkung meiner Herrin über meinen Tintenverbrauch irritierte ihn noch ein wenig, denn er fürchtete wohl um seinen Geldbeutel wenn ich auch noch Tinte nasche. Pah, ich nasche doch keine Tinte! Leider gab meine Herrin peinlicherweise bereitwillig Auskunft. Ich wäre am liebsten im Boden versunken, denn es war mir tatsächlich passiert, aber nur EIN EINZIGES MAL, dass ich mich beim Schreiben eines sehr verhassten Protokolls irgendwie mit Tinte beschmiert hatte. Sozusagen von alleine oder vor Konzentration hatte ich mir ganz in Gedanken die Feder in den Mund gesteckt… mit dem Erfolg einer gruselig verfärbten Zunge. Aber gut, dieses kleine Missgeschick war dann letztendlich doch kein Hinderungsgrund, mich am nächsten Tag für ein bis zwei Ahn auszuleihen.
 
Leider konnte ich mich dem Herrn dann gar nicht so richtig widmen wie ich wollte… mit dem Rücken zu meiner Herrin gibt es ja durchaus die eine oder andere Möglichkeit ein wenig Sklavenfeuer zu zeigen… als ich von ihr auch schon ermahnt wurde, dass ich nur servieren soll und sonst nichts. Sie wollte mich nämlich nach draußen scheuchen, weil dort angeblich schon wieder jemand an ihrem Fenster vorbeigelaufen war. Ich glaube sie äußerte etwas von „Kopf gerade rücken“ oder „Ängste abbauen“ oder so. Immerhin konnte ich dem Herrn noch einen kleinen Ausblick auf meinen Po bieten, den ich besonders weit hervor streckte, weil ich erst mal aus dem Küchenfenster schauen wollte und dafür auf die Kommode krabbeln musste… allerdings bin ich mir nicht sicher, ob er diese Möglichkeit überhaupt wahrgenommen hat.
 
Vor der Tür stellte ich dann fest, dass meine Herrin tatsächlich recht hatte mit weiteren Überfällen… ähmm… weiteren Besuchern. Ein Kartograph und seine Fastgefährtin wünschten meine Herrin zu sprechen. Wobei meine Herrin zumindest anfangs wohl eher den Eindruck hatte, der Herr wollte sie verhören, belehren und sich in ihre Kastenarbeit eimischen. Doch das lag dem freundlichen, allerdings leicht tüdeligen Herrn wirklich fern. Er war anscheinend reichlich durcheinander wegen der in wenigen Tagen bevorstehenden Gefährtenschaft mit seiner Begleiterin und verwechselte sogar seinen Herkunftsort Turia mit Ar.
 
 
Nun gut, sein Vorhaben war bestimmt nett gemeint. Es ging den Herrschaften irgendwie um die Stadtkettensklavin, maximale Gewinne, physische und psychische Probleme, Heilerbesuche, Landsitzaufenthalte, Ausbildung, unterschiedliches Verhalten, vermeintlich interessante Beobachtungen mit oder ohne Bestätigung durch eine Kajira… eigentlich aber um sehr wenig wirklich Konkretes… zumindest hörte ich das nicht heraus. Wobei sich die Herrschaften ja auch mit meiner Herrin unterhielten, die immerhin die Besitz- und sonstigen Verhältnisse klarstellen konnte… hoffe ich jedenfalls^^… und dass sie nicht erst seit gestern Sklavenhändlerin ist. ;-)

Freitag, 15. März 2013

Überfall

Meine Herrin war gerade am Baden, als es ziemlich laut an die Haustür hämmerte und mir leider nichts anderes übrig blieb, als schließlich nach unten zu laufen, um zu öffnen. Ein wirklich schwerwiegender Fehler, wie sich leider umgehend herausstellen sollte.
 
meine Herrin in ihrem Bad
Ein großer dunkler, äußerst ungehobelter Kerl stürmte nämlich einfach ins Haus meiner Herrin, gefolgt von einer blonden Kajira, die mich sofort fesselte. Ich zeterte zwar lautstark und versuchte diese grässlichen Leute wieder loszuwerden, leider mit dem Erfolg, dass der Dunkle mir fast die Kehle durchschnitt. So etwas hatte ich bislang aber auch noch nie erlebt... zum Glück... und habe mich daher wohl nicht gerade geschickt benommen. Hinzu kam noch, dass die beiden auch noch einen eigenartigen Gordialekt sprachen, den ich sowieso nicht wirklich gut verstand. Was dieser ganze Spuk dann letztendlich auf sich hatte, erschloss sich mir daher nicht mehr wirklich.
 
Dina schon so gut wie tot
Es endete damit, dass die Blonde mich bis zum Hafen hinter sich herzog… leider auf meinem Po, da meine Knöchel immer noch gefesselt waren. Dort gab sie sich dann alle erdenkliche Mühe, mich verbissen und stumm zu ertränken. Sie hatte aber anscheinend nicht damit gerechnet, wie lange ich die Luft anhalten konnte und zog mich zuletzt dann doch genervt wieder aus dem Wasser, um sich kurze Zeit später in Luft aufzulösen.
 
klitschenass und immer noch gefesselt, aber meine Retterin ist da
Zum Glück fand Lora mich irgendwann und schnitt mir sehr vorsichtig die Fesseln durch. Im Haus zurück, stellte ich mit unendlicher Erleichterung fest, dass meiner Herrin ebenfalls nichts weiter passiert war.
 
Fazit: Ich werde in Zukunft vorher sehr gründlich durch das Küchenfenster schauen, damit ich solch einen Sch… möglichst nicht wieder erleben muss und vor allem meine Herrin nicht durch meine Gutgläubigkeit noch einmal in solch eine Gefahr bringe.

Donnerstag, 14. März 2013

Bohnen, Unterricht und Gelüste

Nicht die Bohne interessierte sich meine Herrin mal wieder für gestählte, schwitzende Kriegerkörper beim Waffentraining. Aber das war für mich nichts Neues, denn das hatte sie ja noch nie getan. Sie hat eben ein etwas anderes Verhältnis zu Männern als ich. Umso mehr interessierte es sie, wie Lora sich bewegt bzw. mehr oder weniger durch die Gegend hoppelt. Während mich das vom Trainingsplatz herüberschallende Waffengeklirr und die Rufe der Rarii ganz kribbelig machten, hatte meine Herrin die Ruhe weg und widmete sich fast eine komplette Ahn den Bewegungen von Lora… hinknien… aufstehen… gehen… knien… wieder aufstehen… knien… stehen… knien… und, und, und. Aber ich gebe zu, es war wohl eine recht lehrreiche Unterrichtsahn.
 
Für die Bohnen im Eintopf der Herberge, den Lora anscheinend bereits in der Frühe gekocht hatte, interessierte sich meine Herrin dann allerdings doch. Sie verzichtete dafür sogar auf ihre Milch mit Honig… ein Umstand, der wirklich nur äußerst selten vorkommt und eigentlich auch nur, wenn sie krank ist. Doch gestern war sie bei bester Gesundheit. Im Gegensatz zum Hauptmann übrigens, der nach dem anstrengenden Training vollkommen abgeschlafft wirkte. Wobei er es immerhin noch bis ins Gasthaus geschafft hatte, im Gegensatz zu den anderen Kriegern.
 
Wie gut, dass ich ihn nicht bedienen musste, sondern die Kajira des Baumeistes. So wie er dem Mädchen ins Gesicht rülpste, war das sicherlich kein Vergnügen. Meine Herrin kommentierte auch prompt: „Dina, der Hauptman hat ein Magenproblem. Du solltest ihm besser keinen Kuchen anbieten“, denn sie meint ja auch in Sachen Heilen und vor allem Diagnose Fähigkeiten zu besitzen. Der Herr Baumeister hatte zuvor nämlich mit seinem Bericht über offensichtlich sehr leckere Kekse in Turmus die Kuchengelüste meiner Herrin geweckt. Dieses Verbot meiner Herrin habe ich mir jedenfalls seeeeeehr aufmerksam gemerkt… nicht auszudenken, wenn mir beim Servieren des Kuchens womöglich mehr als nur ein kräftiger Rülpser durchs Gesicht streicht!
 
Es stellte sich jedoch heraus, dass der Hauptmann gar kein Magenproblem hatte, sondern nur zu gierig beim Trinken gewesen war, was besonders nach so einem Waffentraining schon mal vorkommen kann. Außerdem hat er wohl ähnliche Gelüste wie meine Herrin… also die nach Kuchen manchmal. Da ich wusste, dass dem Backen eines Kuchens nichts im Wege stand, denn alle Zutaten dafür hatten wir vorrätig, schlug ich für den nächsten Tag einen Schokoladenkuchen vor, um meine Herrin und vielleicht auch den Hauptmann damit zu erfreuen. In Gedanken schwelgte ich schon in der leckeren Zubereitung, denn der Teig muss selbstverständlich zwischendurch verkostet werden, um möglichst rechtzeitig sein gutes Gelingen sicherzustellen.
 
Da meiner Herrin nun jedoch erneut ihr Ausbildungsplan einfiel, stellte sie leider die Frage: „Kuchen oder Massageunterricht?“ Die Antwort des Hauptmanns kam umgehend: „Unterricht, eine Kajira kommt erst an mich ran, wenn ich sicher bin, dass ich hinterher nicht gelähmt bin“. So ein Mist, dachte ich bei mir und startete natürlich noch einen Versuch in die Richtung, dass sich Kuchen und Unterricht doch nicht ausschließen müssen. Ich bot sogar an, dem Hauptmann schon mal eine kleine Minikostprobe meiner sanften Finger angedeihen zu lassen, damit er seine Ängste im Vorwege ein wenig abbauen kann und weiß, was ich unterrichten werde. 

Nichts wäre einfacher gewesen, als mich hinter ihn zu knien und ein wenig seinen Nacken durchzukneten… nur dafür hätte er sein brettiges Holzschild vom Rücken nehmen müssen und nach solchen Gelüsten stand ihm wohl eher nicht der Sinn. Pahh, dann eben nicht! Wobei er anscheinend nicht gänzlich abgeneigt ist, sich vorab ein Bild von meinem Können zu machen.^^ Nur an diesem Abend war es einfach schon sehr spät geworden und meine Herrin wollte sowieso nach Hause.

Mal sehn, ob es nicht trotz Unterricht vielleicht auch mit dem Kuchen noch klappt? ;-)

Mittwoch, 13. März 2013

Opfer-Verrs

Da meine Herrin noch tief und fest schlief, schlich ich mich leise aus dem Haus, um vielleicht etwas über den Brauereibesitzer in Erfahrung zu bringen. Bevor ich mich jedoch Richtung Marktplatz aufmachte, stattete ich unseren neuen Nachbarn noch einen kurzen Besuch ab, allerdings nicht dem Bauern und seiner Kajira, sondern seinen Viechern und zwar besonders ihrem niedlichen Nachwuchs. Ich hatte nämlich gesehen, dass Bosk und Verr Junge bekommen hatten.
 
 
Auf dem Weg dorthin fielen mir erneut die rosafarbenen Tulpen auf, bei denen ich mir sicher war, dass nicht meine Herrin, sondern Lora sie gepflanzt haben musste. Da Lora nicht gerade gut mit mir kann und mir daher nach Möglichkeit aus dem Weg geht, nahm ich mir ganz fest vor, meine Herrin auf die Blumen anzusprechen, ob sie diese ebenfalls bemerkt hat. Denn ich finde durchaus, ein kleines Wort der Anerkennung für dieses Bemühen darf eine Sklavin schon erwarten. Und einer Anerkennung von mir würde sie vermutlich nicht glauben. Später erfuhr ich, meine Herrin sah dies genauso, es hatte sich am Vortag nur keine Gelegenheit dafür ergeben.
 
Kurz bevor ich dann den Marktplatz erreichte, traf ich auf eine kleine Gruppe Herren, sie sich über Bauplanungen und Stadterweiterungen unterhielten. Da Shani ebenfalls dabei war, erschien mir die Gelegenheit recht günstig, um mich bei ihr nach dem Brauereibesitzer zu erkundigen, denn Shani weiß immer ziemlich viel. Leider stellte ich genau in diesem Moment fest, wie schmutzig meine Füße waren, die förmlich am Boden festklebten. Ich musste vor dem Gatter der Tiere offensichtlich in die Hinterlassenschaften der Bosk getreten sein und machte daher unverrichteter Dinge schnell noch einmal kehrt, um mir die Füße zu waschen und die ekeligen Fladenspuren zu beseitigen. ((Lag und Freiflug :-())
 
 
Inzwischen war auch meine Herrin aufgewacht und bereits angekleidet. Sie hatte sich übrigens schon wieder neue Roben gegönnt und sogar neue Schuhe! Ich kam aus dem Staunen gar nicht heraus, ihre Füße nicht mehr in den hässlichen altmodischen, leider von ihr so heißgeliebten Tretern zu sehen. Der Rock ähnelte zwar mal wieder eher einem Zelt, doch das ist für mich ja nichts Neues und gehört bei den Kleidern meiner Herrin einfach nun mal dazu^^. Da ich merkte, wie sehr sie sich in ihrem neuen Kleid gefiel, verkniff ich mir besser jegliche Kritik und vorsichtshalber auch die Frage, ob ich denn irgendwelche alten Roben zu einer neuen Tunika verarbeiten darf, denn ich wollte ihre gute Stimmung möglichst nicht verderben.
 
Irgendwie war in den letzten Tagen nämlich ein klitzekleines Bisschen Hoffnung in mir gekeimt, dass meine Herrin ihre die Ausbildung von Lora betreffende Ankündigung vielleicht doch nicht umsetzen würde, zumindest nicht so bald. Ich wünschte mir wirklich sehr, der Sklavenhändler von Jorts möge endlich von seiner Reise zurückkehren, sodass meine Herrin die Stadtkette wieder abgeben kann bzw. ich nicht mehr für deren Ausbildung zuständig wäre. Leider ging dieser Wunsch jedoch bislang nicht in Erfüllung. Nun muss ich tatsächlich Dinge erzählen, die in meinen Augen für jede Kajira einfach selbstverständlich sind, Dinge die eine Sklavin sowieso im Gefühl hat, die in der Natur einer Kajira liegen… außer es handelt sich um eine einfache Arbeitssklavin ohne Sklavenfeuer. Ich bin mir ziemlich sicher, eine solche Sklavin wird auch in der 97. Variante nicht verstanden haben, worum es geht… auch wenn sie sich noch so sehr bemüht.
 
Das erste Opfer-Verr in Loras Ausbildung wird nun der Herr Hauptmann sein, der sich natürlich prompt darum zu drücken versuchte und eher den Händler in der Zuständigkeit sah. Doch dem Argument meiner Herrin, schließlich habe er das Mädchen gefunden und an die Stadtkette weiter gereicht, konnte er wenig entgegen setzen. Er wird nun demnächst tatsächlich eine Unterrichtsmassage über sich ergehen lassen müssen.^^ Doch das wird selbstverständlich erst im Nachgang zu einer ausführlichen theoretischen Ausbildung stattfinden, da er nicht massakriert werden will. Pahh… was für ein Schisser! Ach ja, und Gesangsunterricht hat er bereits jetzt schon abgelehnt.
 
Als zweites Opfer-Verr hat meine Herrin dann den Herrn Händler gewählt, der mit Unterstützung seines eigenen Mädchens von Lora gebadet werden soll. Ich bin mir ziemlich sicher, Shani und ich hatten die gleichen Befürchtungen, nachdem wir die Frage der Azubine, ob sie den Händler gründlich waschen darf, gehört hatten und schauten wir uns nur vielsagend aber stumm an. Gründlich und gründlich kann womöglich ein großer Unterschied sein?! Shanis Versuch, meiner Herrin ihre Begeisterung hierfür zu bekunden, ist dann auch nicht so wirklich überzeugend gelungen, obwohl sie vorher noch großspurig gemurmelt hatte, dass ihr Herr einiges gewohnt ist.^^
 
Übrigens, es gibt noch ein drittes Opfer-Verr… allerdings erst in fernerer Zukunft. Meine Herrin hat nämlich bereits angekündigt, mit einer anderen Herrin Bazi-Tee trinken zu wollen, um im Rahmen ihrer Ausbildung diese etwas komplizierte Teezeremonie zu unterrichten. Spannend bleibt auch abzuwarten ob es klappen wird, dass meine Herrin Shani und mich offiziell über Lora gestellt hat. Wir sind zwar nicht verantwortlich für sie, dürfen ihr aber Befehle erteilen und sie notfalls auch strafen. Wenn sie Fehler macht, werden wir jedoch zum Glück nicht selbst bestraft, wie es ja bei einer Kettenersten sonst üblich ist. Besonders angetan bin ich über diese Rechte ehrlich gesagt nicht und fühle mich eigentlich auch eher wie ein viertes Opfer-Verr, werde aber mein Bestes geben, um meine Herrin nicht zu enttäuschen. ;-)
 
Das Leben einer Kajira kann schon schwer sein manchmal!

Dienstag, 12. März 2013

Die vertrocknete Turmsklavin

Eigentlich fing der Tag gar nicht so schlecht an. Damit meine Herrin es nach dem Aufstehen schön warm hatte, musste ich allerdings das Feuer selber schüren, denn Lora war nirgends zu sehen. Ein neugieriger Blick durchs Fenster zeigte mir, dass die Blumen meiner Herrin bestens wuchsen und gediehen. Sie hatten unsere kurze Abwesenheit schadlos überstanden und waren nicht wieder irgendwelchem Vandalismus zum Opfer gefallen. Mir fielen jedoch ungewöhnliche Geräusche auf, die sich in das übliche Vogelgezwitscher mischten und mich veranlassten, vor die Tür zu gehen. Mit großer Freude stellte ich fest, die Viecher des Bauern waren auf den benachbarten Hof zurück getrieben worden und das offensichtlich ohne eine einzige Blume anzuknabbern oder gar platt zu trampeln. ;-)
 
Meine Herrin war ebenfalls sehr zufrieden, insbesondere weil nun bei Bedarf auch frischer Dünger zur Verfügung steht. Wobei ich zum Düngen vorerst keine Notwendigkeit sehe, so gut wie alles derzeit wächst. Besonders auffällig finde ich übrigens die Ranken an der Hauswand, denen man beim Sprießen fast zuschauen kann. Nur wissen wir immer noch nicht, was das für ein Zeugs ist… Unkraut, Kalana oder etwas ganz anderes? Es bleibt also spannend, auch wenn meine Herrin mich in Gedanken schon in einem Fass beim Stampfen von Kalana-Trauben sieht. Komisch, ich hatte da eher Überlegungen, die Trauben zum Essen zu ernten und nicht mit meinen Füßen zu zermatschen, sondern lieber zwischen meinen Zähnen^^. Aber wie gesagt, noch bleibt abzuwarten, was da überhaupt wächst.
 
 
Ich machte auf dem Weg zur Herberge noch einen kleinen Umweg, um in meiner Funktion als Brauereiaushilfskajira bei den Schätzchen des Brauers nach dem Rechten zu sehen. Das war schnell erledigt, denn die Kupferkessel blitzten mich in ihrer ganzen Pracht an, warteten nur leider immer noch auf die Rückkehr ihres Besitzers. Während ich mich dann mit der Zubereitung und dem Servieren der Honigmilch für meine Herrin in der wieder gut besuchten Gaststube nützlich machte, lauschte ich auf die Gespräche der Freien über Bäder, Zwangstunken, unter- und wieder auftauchende Städte, Heimsteine, ob es sich im Bett von Goldtarns umrahmt besser stirbt als mit dem Schwert in der Hand auf dem Schlachtfeld und, und, und.
 
Der Lederarbeiter scheint sich tatsächlich zum Bleiben entschlossen zu haben und hat offensichtlich sogar schon ein Haus angemietet. Allerdings kann er seinem Handwerk wohl noch nicht nachgehen, da ihm bislang niemand die angebotene Werkstatt in der Feste gezeigt hat. Der Hauptmann machte zwar erneut Andeutungen darüber, bekam jedoch seinen Hintern wieder nicht hoch. Wobei es den Lederhandwerker zurzeit aber wohl sowieso nicht nach Arbeit gelüstet, sondern eher nach Freizeit und demnächst anscheinend nach einem Bad. Er schien von dem Angebot der Kriegerbauernkajira ihm beim Baden behilflich zu sein jedenfalls äußerst angetan und ermahnte sie sogar noch zwinkernd, es nicht zu vergessen, als sie mit ihrem Herrn die Gaststube verließ.
 
 
Da meine Herrin sich irgendwann von Shani ausführlich berichten ließ, wie recht oder schlecht Lora sich die letzten Tage geschlagen hatte und auf welche dämliche Idee ein Freier gekommen war, indem er ausgerechnet ein Mädchen von weißer Seide zum Tanzen aufforderte :-((, war es dann an mir, für Paganachschub im Becher des Lederarbeiters zu sorgen. Das Gedächtnis dieses Herrn scheint übrigens nicht gerade das Beste zu sein. Vielleicht war es aber auch bereits von Paga umnebelt? Denn er erkundigte sich tatsächlich erneut nach meinem Namen, hatte mich allerdings aber auch einige Tage nicht gesehen, während meine Herrin auf ihrem Landsitz weilte.
 
Nun gut, sich Namen zu merken ist für manche Menschen vielleicht nicht einfach, aber sich an mich dann als „die vertrocknete Turmsklavin“ zu erinnern, nach einer so wilden Nacht mit mir in der letzten Hand im Schlafsaal der Herberge, machte mich dann echt sauer. Ich und vertrocknet? Natürlich nicht, da bin ich mir gaaaaanz sicher!^^ Der Mistkerl wollte mich auf den Arm nehmen!! Pahh, auch wenn ich ihn durchschaut hatte und eine Kajira mit der Willkür Freier leben muss, konnte mir dennoch nicht verkneifen, ihn ziemlich empört anzufunkeln und leicht schnippisch zu fragen, ob er lieber von einer weniger vertrockneten Kajira bedient werden möchte. Dann hätte er nämlich sehr lange auf sein Getränk warten müssen, da keine andere zur Verfügung stand.;-)
 
Anscheinend fürchtete er nun aber wirklich um seinen nächsten Paga, denn er schwenkte auf einmal ein und behauptete anzüglich schmunzelnd das Gegenteil. Sehr schlau von ihm, so kam er doch noch in den Genuss eines weiteren Pagas mit rotseidenem Serve und ich eine kleine Kostprobe seiner sanften Finger, da die Aufmerksamkeit meiner Herrin immer noch der Stadtkettensklavin galt.

Freitag, 8. März 2013

Entzugserscheinungen?

Früh am Morgen huschte ich aus dem Schlafsaal, um mir im Haus meiner Herrin eine frische Tunika anzuziehen und mich vor allem zu waschen, denn der vorherige Abend hatte doch etliche Spuren an meiner Kleidung und mir hinterlassen… vor allem sehr fettige von dreckigen Hauptmannsfingern^^. Meine Herrin muss sehr spät zurückgekommen sein und schlief noch tief und fest, sodass ich leise das Haus wieder verließ, um sie nicht zu stören und als erstes den Kalana-Auftrag des Wirts zu erledigen.
 
Im Gasthaus traf ich zwar Lora an, aber leider nicht Shani, die ihrem Herrn vermutlich zur Ratssitzung gefolgt war. Das Fass musste daher erst einmal noch etwas warten. Außerdem hatte der Lederarbeiter sein lautes Schnarchen mittlerweile eingestellt und gelüstete nun nach einem Frühstück. Mein Timing war ziemlich perfekt. Kaum hatte ich dem gutaussehenden Herrn sein Essen serviert, wegen der anwesenden Heilerin allerdings nur mit wohldosiertem Sklavenfeuer, als auch schon meine Herrin auftauchte.
 
Leider nahm sie aus Höflichkeit jedoch am anderen Tisch Platz, um die beiden Fremden nicht zu stören, denn sie erwartete natürlich einen Bericht von mir darüber, was sich während ihrer Abwesenheit in Jorts ereignet hatte. Wobei sie den Wirt betreffend ebenfalls eine Neuigkeit mitbrachte und sich meine Kalana-Lieferung dann erübrigte. Der Herr hatte nämlich, aus welchem Grund auch immer, Jorts sozusagen über Nacht den Rücken gekehrt. Nun ist zu befürchten, dass der Brauer nach seiner Rückkehr über die bei ihm noch ausstehenden Zahlungen nicht gerade begeistert sein wird. Aber er hatte mir ja ausdrücklich gesagt, dass ich mich um die Bezahlung der an den Wirt gelieferten Fässer nicht zu kümmern brauche. Er wird also sehen müssen, wo er nun sein Geld herbekommt. Wobei im Zweifel wohl der Kastenerste verantwortlich ist und macht der nicht eine ganze Menge Geld mit seinem Handel? ;-)
 
Da ich befürchtete, die Milch meiner Herrin könnte inzwischen anbrennen, denn ich hatte den Topf bei der Zubereitung des Frühstücks für den Lederarbeiter zum langsamen Erwärmen bereits an den Rand der Feuerstelle gestellt, kümmerte ich mich erst einmal darum. Ich flitzte eilig in die Küche und meine Herrin demonstrierte derweil, wie gut sie ihre Neugier im Griff hat. Der Zeitpunkt für die Honigmilch war tatsächlich perfekt gewählt und ich brauchte nur noch schnell den Honig hineinrühren. Während ich meiner Herrin dann ihr dampfendes Getränk servierte, forderte diese nun Lora zum Erzählen auf. Tja, was sich daraus ergab, ist hier wohl nicht weiter von Interesse, bestätigte aber erneut mein Bauchgefühl, das ich bei diesem Mädchen von Anfang an gehabt hatte und das mir mittlerweile auch von anderen bestätigt worden war.
 
Leider konnte sich der Hauptmann nicht verkneifen meiner Herrin doch noch zu stecken, dass ich bei dem Stimmengewirr am Vortag etwas nicht mitbekommen hatte. Vom anderen Tisch herüberrufend behauptete er auch noch, Dreck in meinen Ohren entdeckt zu haben. So ein Oberfiesling^^… dabei hatte er doch meine Ohren für sauber befunden! Außerdem hatte er zugesagt, meiner Herrin nichts darüber zu erzählen!! Waren das etwa Entzugserscheinungen durch Mangel an Gelegenheit, Kopfnüsse auf meinem Kopf auszuteilen? ;-) Mir blieb nichts anderes übrig, als vorerst so zu tun, als hätte ich seine gemeinen Bemerkungen nicht gehört und schilderte meiner Herrin unbeirrt weiter meine Einschätzung über die Stadtkettensklavin.
 
 
Zum Glück ging meine Herrin auf die Sauberkeit meiner Ohren auch später nicht weiter ein, nachdem sie neben dem Hauptmann am anderen Tisch Platz genommen hatte, wo inzwischen wilde Spekulationen darüber in Gang waren, wie man den Aufenthalt des Lederhandwerkers in Jorts verlängern kann. Ich bin gespannt, ob sie ihn von seinen Reiseplänen tatsächlich abbringen werden.

Donnerstag, 7. März 2013

Feinmotorik, Trubel und noch viel mehr

Leider hatte meine Herrin noch schrecklich viel zu tun für das anstehende Kastentreffen, sodass sie das Haus nicht verlassen konnte und sich auch sehr früh schlafen legen musste, um am nächsten Morgen die erste Fähre nicht zu verpassen. Ich war daher auf mich alleine gestellt, pütscherte noch ein wenig im Haus herum und trödelte dann Richtung Gasthaus, nachdem ich noch einmal die eigenartigen Triebe an der Hauswand inspiziert hatte, die dort aus dem Boden wuchsen. So ganz sicher, ob das nun Unkraut ist oder vielleicht doch keimender Pfeffer waren wir uns nicht gewesen, aber meine Herrin hatte angeordnet, die Triebe noch nicht auszureißen, sondern vorerst abzuwarten.
 
Im Gasthaus saß ein merkwürdig aussehender Fremder, bei dessen Anblick ich befürchtete, der Ärmste litt womöglich unter einer Haarkrankheit. Halbseitig hatte er nämlich ganz lange Haare und ansonsten eine Glatze. Aber vielleicht waren im Norden solche Frisuren ja in Mode? Aus einer ziemlich genervten Äußerung des Händlers konnte ich nämlich schließen, woher der Herr kam, denn er drohte, der Sklavin dieses Herrn eine reinzuhauen, falls er von ihr noch einmal angejarlt werde. Naja, auch ohne diese Drohung hätte ich das herausbekommen, spätestens als diese Kajira mitteilte, sie sei keine „kitschi katscha kutschi“, sondern eine Bond. Der Herr Hauptmann schlug übrigens in die gleiche Bresche wie der Händler und drohte der Sklavin für ihr Benehmen sogar das Fass an.
 
Mir kam gerade in den Sinn, ob ich mich nicht doch lieber wieder verdrücken sollte, als mir der Hauptmann auch schon einen Strich durch die Rechnung machte. Er hatte Hunger und befahl mir, ihm und dem Händler etwas zu essen zuzubereiten, denn Lora hatte sich offensichtlich in seiner Küche nützlich gemacht und irgendwelches Fleisch vorbereitet. Leider schien ihm meine Art der Zubereitung nicht zuzusagen, denn er brummte etwas von „zu trocken“. Pahh, zu trocken? Ich hatte vorher probieren dürfen und fand das Gebratene echt köstlich! Selbstverständlich kamen mir gleich mehrere Ideen, wie ich es ihm schmackhafter machen könnte, aber da ich den Hauptmann nicht so gut kenne, war ich lieber vorsichtig und bot ihm erst einmal an, ein wenig Butter auf das Fleisch zu streichen.
 
Zack, dafür erntete ich prompt die erste Kopfnuss und seinen gebrummten Kommentar, ich solle mir merken, wenn er Butter drauf haben wollte, dann würde er das schon sagen. Na toll, es fing also nicht gerade gut an mit diesem Herrn. Aber ok, erstens kannte ich seine Handzuckungen ja schon ein wenig, außerdem haben Freie immer Recht und ich merkte mir, wenn er etwas will, dann sagt er es auch. Und wenn er nichts Genaueres sagt, dann muss er eben trockenes Fleisch essen… so einfach ist das. Dem Händler jedenfalls schien das Essen zu schmecken und Shani ebenfalls, so wie sie in den Essensresten ihres Herrn schwelgte.
 
Der Nordmann verdrückte sich alsbald, um seine Bond nicht zu lange alleine zu lassen, die sich frühzeitig davon gemacht hatte, weil es ihr anscheinend zu langweilig geworden war. Und der Händler zeigte nach dem guten Essen leichte Ermüdungserscheinungen, sodass ich schließlich mit dem Hauptmann alleine war. Vorher hatte ich natürlich noch die Ehre, eine weitere Kopfnuss für Murmeln von ihm zu kassieren. Aber das war natürlich noch nicht die letzte an diesem Tag. Mir wurde jedoch irgendwann klar, er verteilt auch welche, wenn er gutgelaunt ist, variiert dann aber zwischen Ditschen und etwas sanfterem Patschen… und gaaanz selten streicht er sogar durch die Haare. Hatte ich da tatsächlich eine durchaus interessante Feinmotorik an diesem Krieger entdeckt? Mal sehn… ;-)
 
Am nächsten Morgen verließ meine Herrin das Haus wirklich sehr früh, oder eigentlich noch fast in der Nacht, um rechtzeitig bei ihrem Kastentreffen anzukommen, erlaubte mir aber noch weiter zu schlafen… oder hatte ich das nur geträumt? Egal, ich nutzte ihre Abwesenheit natürlich reiflich aus und erwachte daher erst recht spät aus meinem ausgiebigen Schönheitsschlaf auf dem schönen weichen Fell meiner Herrin. Aus der Ferne drangen bereits die typischen Geräusche vom Training der Wachen herüber, vermischten sich jedoch mit den Stimmen zweier Mädchen vor dem Haus, die mich neugierig machten. Es war die Kajira der Schreiberin, die gerade einer anderen Sklavin erklärte, wer hier wohnte.
 
Das vermeintlich fremde Mädchen war mir jedoch nicht wirklich fremd, sondern Jana, die Sklavin des einäugigen Sklavenhändlers, den meine Herrin noch aus Samanuzeiten kennt und der ihr anscheinend einen Besuch abstatten wollte. Leider hatte er ausgerechnet einen Tag erwischt, an dem sie fort war. Interessant war von Jana zu erfahren, wo ihr Herr sich inzwischen niedergelassen hatte und dass Jana die zurzeit in Obhut meiner Herrin Befindliche recht gut kannte, auch wenn sie wohl nie an einer Kette gewesen waren. Doch dieses Thema habe ich lieber nicht weiter vertieft, da Lora irgendwie komisch drauf war. Außerdem zog es Jana und mich sowieso Richtung Gasthaus, wo jede Menge Trubel herrschte.
 
Fast alle Sitzkissen waren besetzt, jedoch nur ortsfremde Kajirae anwesend. Eine gute Gelegenheit also, mich nützlich zu machen, besonders nachdem dann auch noch die Krieger ihr Training beendet hatten. Ich wies Lora an, einen fremden Herrn zu bedienen, der auf seiner Reise in Jorts einen Zwischenstopp eingelegt hatte... ein interessanter Herr aus der Kaste der Lederarbeiter. Leider vergaß ich jedoch, explizit darauf hinzuweisen, dass dieser Herr hinten keine Augen hat. Bemüht wie Lora ist, nahm sie nämlich mal wieder die Worte meiner Herrin zu wörtlich und setzte eins zu eins um, was diese ihr vor kurzem erst erklärt hatte. Zum Glück hatte der stattlich gebaute Herr aber trotz des Stimmengewirrs ein ausgezeichnetes Gehör, sodass er schließlich doch noch zu seinem Kalana kam, während ich mich dem Servieren eines Pagas widmete.
 
Es war einer der gutaussehenden Rarii aus Jorts, dem ich sein Getränk servieren durfte und der sich zu meiner großen Freude sogar interessiert danach erkundigte, wem ich denn gehöre und wie ich genannt werde. Sogar die Blumen meiner Herrin waren ihm schon aufgefallen. Er mochte nämlich Blumen, allerdings nur die schönen, sagte er und strich mir mit seinen erstaunlich sanften Fingern eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Er mag nur nicht, wenn Jorts damit zugepflanzt wird, sie ab und an riechen aber schon. Leider hatte er am nächsten Tag Frühdienst und musste sich alsbald verabschieden, sodass ich nicht mehr in Erfahrung bringen konnte, welche Blumen er denn nun besonders schön findet.
 
Der Trubel im Gasthaus wurde trotz einiger abreisender Gäste nicht weniger, da sofort neue eintrafen und die Sitzkissen gar nicht kalt wurden. Ich hatte bei dem Stimmengewirr teilweise arge Schwierigkeiten noch mitzubekommen, wenn meine Dienste gefragt waren und hoffe, dass ich mich trotzdem insgesamt recht nützlich gemacht habe. Es war mir wirklich eine sehr große Ehre weiteren Paga servieren zu dürfen, von dem bei einem Trinkspruch sogar etwas auf mir verteilt wurde… meinen Kopf für Fettfingerpatscher hinzuhalten… und dass meine Haare genau diesen Fettfingern zum Abwischen dienen durften. Aber ich wurde auch mit einem Stück leckerem Fleisch dafür belohnt!
 
Nachdem ich mich noch um die morgige Lieferung eines Kalana-Fasses für die Taverne kümmern durfte, obwohl ich doch eigentlich aushilfsweise nur für die Brauerei zuständig bin, der Wirt scheint in mir offensichtlich die Ansprechpartnerin für sämtliche Getränkelieferungen zu sehen, durfte ich zu später Ahn sogar noch den interessanten Fremden in den Schlafsaal begleiten… und zwar vor ihm herlaufen, damit er sich als Vorgeschmack schon mal auf der Treppe an meinem wohlgeformten Po erfreuen konnte. ;-))

Dienstag, 5. März 2013

Alltag

…oder eigentlich nicht wirklich etwas los gestern.
 
Die in Obhut Befindliche machte sich bereits draußen bei den Blumen nützlich. Da sie zu den extremen Frühaufstehern gehört und wie jeden Tag mal wieder sehr früh aufgestanden war, hatte sie natürlich bereits das eine oder andere zu berichten, sodass meine Herrin genügend Ansatzpunkte fand, um ihre Ausbildung fortzusetzen. Damit konnte ich Langschläferin natürlich nicht mithalten, ich hätte bestenfalls von einem schlechten Traum berichten können, der mich immer noch nicht ganz losgelassen hatte.
 
Ich versuchte mich daher lieber in Unsichtbarkeit und hüllte mich überwiegend in Schweigen, da mir nach Ausbildung nun überhaupt nicht war. Irgendwie hatte ich sowieso nicht die allerbeste Laune und dachte mehrfach, eigentlich hätte ich lieber in den Fellen bleiben sollen. Aber egal, ich kniete wie es sich gehört vor meiner Herrin, lauschte mehr oder weniger aufmerksam ihrem Vortrag und bemühte mich, nicht meinen Einsatz zu verpassen, falls sie mich ansprach. Gleichzeitig versuchte ich mich so gut es ging um irgendwelche rotseidenen Ausbildungserklärungen herumzudrücken, denn ich wusste, dass meine Herrin dazu total anders denkt als ich… soweit sie davon überhaupt etwas versteht und das ist in meinen Augen nicht allzu viel^^.
 
Allerdings hütete ich mich, meine Meinung hierzu kund zu tun, da ich in der Vergangenheit in dieser Angelegenheit schon einmal ziemlich anggeckt war bei meiner Herrin. Ich finde nämlich, dass keine echte Sklavin zum Dienen in den Fellen irgendwelche Erklärungen benötigt. Kein Mädchen von weißer Seide, das das Sklavenfeuer in sich hat, braucht dazu Theorieunterricht, sondern einfach einen Mann. Alles andere ergibt sich dann von alleine. Wenn nicht, kann sie immer noch die Töpfe putzen. Ich weiß das einfach aus eigener Erfahrung, aber meine Herrin hatte selbstverständlich wie immer Recht.
 
Eigentlich erhoffte ich mir Erlösung durch jemanden, der vielleicht vorbei käme und beobachtete aus den Augenwinkeln möglichst unauffällig den Weg vor dem Haus meiner Herrin. Am liebsten wäre mir ja ein Herr gewesen… vielleicht der Brauereibesitzer, der diese Hand von seiner Reise zuückkommen wollte, der Schiffer, ein Krieger oder einer der anderen Herren. Aber es kamen auch keine Herrinnen und keine Kajirae vobei. Außer Vogelgezwitscher, blühenden Blumen und keimendem Pfeffer passierte nichts… ich hoffte leider vergeblich. ;-)
 
 

Freitag, 1. März 2013

Vandalen oder doch die Viecher?

Gut ausgeschlafen, aber noch halb gefangen von einem merkwürdigen Traum, trat ich am nächsten Morgen vor die Tür, um nach meiner Herrin und ihren Blumen zu schauen. Ich hatte in der Nacht ziemlich wildes Zeug über irgendwelche Kisten geträumt, in die Dinge unbeabsichtigt zurück geschickt werden, wenn man sie beim Auspacken nicht mit bestimmten Namen versieht. Dieser Kistentraum war bestimmt eine Folge des gerade vollzogenen Umzugs meiner Herrin in ihr neues Haus, also eigentlich nicht weiter verwunderlich. Es war zwar ein sehr verwirrender Traum gewesen, der jedoch für mich irgendwie gut ausging^^, dank eines gutgemeinten Hinweises meiner Herrin zu besagter Namensgebung beim Auspacken.
 
Dementsprechend gut gelaunt öffnete ich also nichtsahnend die Haustür und erlebte einen ziemlichen Schock. Ein Bild der Zerstörung bot sich mir. Sämtliche Blumenrabatten, die meine Herrin am Vortag so liebevoll gesetzt hatte, waren aus dem Boden gerissen worden und lagen überall verstreut, kreuz und quer verteilt herum. Die von mir gepflanzten erstaunlicherweise aber nicht! Sie blühten nach wie vor wunderschön… und zwar aufrecht!!!... und sahen in ihrer bunten Pracht fast so aus, als würden sie über das Schicksal der anderen belustigt schmunzeln… was ich mir selbstverständlich nie erlauben würde! ;-)
 
Meine Herrin machte auf mich zwar einen leicht zerknirschten Eindruck, ließ sich aber von dieser ersten Schlappe bei ihrer Blumenzucht natürlich nicht unterkriegen und tüdelte schon wieder emsig mit ihren Strelitzien, Orchideen und den ichweißnichtwiesieheißen herum. Ich hätte ihr bei der Schadensbeseitigung selbstverständlich gerne geholfen, aber in Anbetracht der Tatsache, wie eigen sie mit ihren Blumen ist, war es besser mich lieber zurückzuhalten. Trotzdem leistete ich ihr aber selbstverständlich ein wenig Gesellschaft. Ein kleiner Klöhnschnack nebenbei kann nie verkehrt sein, dachte ich so bei mir. Was aber genau passiert war, sollte leider ungeklärt bleiben.
 
 
Natürlich stand ich nicht nur schnatternderweise in der Gegend herum. Nein im Gegenteil, ich versuchte den Überblick zu behalten, war quasi die Bauleiterin in der entstehenden Blumenplantage meiner Herrin, die ihr Augenmerk zwangsweise auf den Boden und ihre Pflanzen gerichtet hatte und grübelte nebenbei ein wenig über die nicht vorhandenen Spuren. Mir fiel daher auch sofort auf, als das Setzen der Stecklinge in eine kritische Phase kam und gab meiner Herrin selbstverständlich sogleich einen dezenten Hinweis. Sie war in ihrem Eifer beim Pflanzen nämlich kurz davor, die Orientierung zu verlieren und im Begriff, den Weg zwischen Bauernhof und Straße zu bepflanzen. Nicht auszudenken, wenn der Herr Bauer über ihre herrlich blühenden Blumenrabatten stolpern würde!
 
Komischerweise hatte meine Herrin eher Sorgen, die Bosk oder Verr des Bauern könnten über ihre Blumen stolpern und nicht deren Besitzer. Oh je, an die Viecher hatte ich überhaupt nicht gedacht! Dabei wusste ich doch von Shani, dass sie irgendwann auf den Hof zurück getrieben werden. Zum Glück hatten wir diese Problematik aber gerade noch rechtzeitig erkannt, sodass meine Herrin ihren Blumen eine ungefährlichere Richtung geben konnte. Trotzdem mussten einige Pflanzen nun ein weiteres Mal umgesetzt werden, sodass ich befürchtete, die gute Laune meiner Herrin könnte schließlich doch noch leiden. Vorsichtshalber kündigte ich daher schon mal eine Trostmilch an, damit sie sich darauf freuen konnte.
 
Es funktionierte tatsächlich, allerdings war logischerweise das Schicksal der Blumen im Gasthaus ebenfalls das Gesprächsthema Nr. 1. Aber auch von den Herren hatte niemand eine wirkliche Erklärung für die Verwüstung… von dem Seemannsgarn und einer sehr romantischen Idee des Schiffers mal abgesehen^^. Damit die Honigmilch ihre Trostwirkung auch ja nicht verfehlte, sparte ich bei der Zubereitung vorsichtshalber nicht mit Honig. Eine sehr weise Entscheidung, denn ich vermute, dass ich so um eine ernste Bestrafung herum kam.
 
Der Schiffer erwähnte zu dem Blumenvandalismus nämlich, dass vielleicht jemand aus den Blüten ein Lager für seine Geliebte bereiten wollte, um sie darauf zu betten. Nicht verwunderlich also, dass mir sogleich in den Sinn kam, wie es sich anfühlen müsste, sich nackt auf einem solchen Blütenbett unter den Augen des geliebten Herrn zu räkeln. Leider hatte ich meine Fantasien mal wieder gemurmelt, erntete von meiner dank Trostmilch offensichtlich aber sehr milde gestimmten Herrin zum Glück nur einen giftigen Blick und kam so um eine ihrer oberfiesen Strafen herum.
 
Da die Räkelgedanken noch in mir nachwirkten, als ich dem goreanischen Romantiker einen Paga servieren durfte, achtete ich selbstverständlich besonders darauf, meine Herrin nicht noch mehr zu brüskieren und wusste daher recht geschickt zu verhindern, dass sie einen Blick auf meine für den Herrn geöffneten Schenkel werfen konnte und noch weniger auf mein Tun mit dem Pagabecher an meinem erhitzten Sklavenkörper.
 
Wobei die bei meiner Herrin in Obhut Befindliche noch mehr von ihrer Milde und vor allem von ihrer Nachsicht profitierte. Aber sie ist ja auch noch am Anfang ihrer Ausbildung und versteht vieles einfach nicht. Wobei meine Zweifel ob sie dies jemals tun wird, momentan mal wieder sehr groß sind. Ich frage mich andauernd, ob wir verschiedene Sprachen sprechen? Aber selbst Zeichen werden falsch gedeutet. Ich winke sie zu mir, sie winkt zurück^^ und bleibt an ihrem Platz knien, als sei sie dort festgeklebt.
 
Wohl ein wirklich harter Brocken noch… ich befürchte, sogar ein unverdaulicher?! ;-))