Freitag, 22. März 2013

Interessante Männer und Massageopfer

Am Morgen wurde ich ziemlich früh wach und stahl mich leise nach unten, um eine Überraschung für meine Herrin vorzubereiten. Ich fand das war wirklich nötig, um ihr meine Ehrerbietung zu zeigen, da ich mich am Vortag so ängstlich, feige und leider auch noch tollpatschig benommen hatte. Tja, und wie macht man das am besten bei einer Herrin wie meiner? Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, doch in diesem Fall schon, denn ich kenne ja ihre Leidenschaft für Schokolade und wollte ihr daher einen Schokoladenkuchen backen. Gesagt getan… und zwar ziemlich perfekt fand ich… naja zumindest der Teig, denn vom fertigen Kuchen konnte ich natürlich nicht kosten. Nur gut, dass meine Herrin so einen tiefen Schlaf hat und dank Durchzug unten im Haus, nämlich beide Fenster offen, wurde sie auch nicht von den leckeren Kuchendüften wach, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen.
 
Mein Timing war genial, denn kaum hatte ich mein schmackhaftes Werk gut vor ihren kritischen Blicken verstaut, klopfte es auch schon an der Tür. Ich weiß nicht, ob meine Herrin inzwischen nur noch so tat oder ob sie wirklich immer noch tief und fest schlief, jedenfalls regte sie sich kein Stück, als das Klopfen lauter wurde. Immer noch auf der Hut vor Überfällen schaute ich deswegen sehr vorsichtig aus dem Fenster, um vor einer erneuten bösen Überraschung gewappnet zu sein. So schnell werde ich die scharfe, kalte Klinge an meinem Hals bestimmt nicht vergessen können. Die Kommode hatte ich am Abend zuvor zum Glück noch etwas zur Seite geschoben, weil meine Herrin mit ihrem dicken Hintern… also mit ihren vielen Roben nicht wirklich gut durch das Fenster sehen konnte. Und so wie ich auf die Kommode zu krabbeln, das ist natürlich nichts für eine freie Frau wie sie.
 
 
Nun klappte es ohne Kletterei jedenfalls ganz hervorragend und zu meiner großen Erleichterung war auch kein dunkelhäutiger Angreifer an der Tür, sondern der Herr Lederarbeiter. Oh je, an den Herrn hatte ich beim Backen überhaupt nicht mehr gedacht. Er wollte mich doch ausleihen! Allerdings nur zum Einkaufslistenschreiben und ein Schild mit seinem Handwerk sollte ich ihm wohl auch malen. Wer weiß, vielleicht hatte er noch anderes im Sinn? Mein Plan war auf jeden Fall, mich zu beeilen, damit in der ausgemachten Leihfrist von 2 Ahn noch eine Menge Zeit übrig bleibt für… was auch immer^^. Die Nacht im Schlafsaal der Herberge mit diesem Herrn hatte ich nämlich noch nicht vergessen!
 
Ich legte mich daher mächtig ins Zeug, um sein Anliegen schnell und zufriedenstellend zu erledigen. Es klappte auch alles gut, zumal der Herr die Schriftrollen, Tinte, Feder, Malutensilien und auch das Schild bereits auf seiner Werkbank bereit gelegt hatte und ich mir nur noch allergrößte Mühe geben musste, mich nicht zu bekleckern… nicht mit Farbe und schon gar nicht mit Tinte! Den Hinderungsgrund „tintenverschmierter Dinamund und Dina auch“ wollte ich ihm nicht liefern… für was auch immer. Leider kam es dann jedoch anders als geplant… es gelang mir nämlich nicht mal mehr einen Blick ins Obergeschoss seines Hauses zu werfen und auf sein Schlaffell leider auch nicht. Wobei es mir selbstverständlich auch recht gewesen wäre, wenn er meine zusätzlichen Dienste gleich unten in seiner Werkstatt in Anspruch genommen hätte. ;-)
 
 
Aber gut, er wollte das Schild natürlich gleich noch anhängen und ich durfte ihm dabei assistieren, kaum dass die Farbe getrocknet war. Und die war leider viel zu schnell getrocknet. Wobei ich ihn eigentlich auch verstehen konnte. So ein Werbeschild ist selbstverständlich für einen Handwerker recht wichtig, vor allem wenn sein Haus, abgesehen von der gelben Laterne über der Tür, allen anderen Häusern im Dorf sehr ähnlich sieht. Von was auch immer kann man alleine jedenfalls nicht leben… überall muss mit barer Münze gezahlt werden. Außerdem vermute ich, er wollte den Besitz meiner Herrin vermutlich nicht länger in Anspruch nehmen als nötig… denn wer will nicht gern für ein wenig guten Wind bei Lady Pinion sorgen? Er lieferte mich daher sogar schon unter den vereinbarten 2 Ahn bei ihr ab… zu meinem Leidwesen.
 
Meine Herrin saß nämlich inzwischen auf der Terrasse des Gasthauses… kein Mann weit und breit in Sicht… dafür aber ein Teekränzchen aus schnatternden Herrinnen. Eigentlich der Alptraum jeder Kajira von roter Seide. Mir blieb nichts anderes übrig, als meine Blicke immer wieder sehnsüchtig über den Markt schweifen zu lassen und den Lederarbeiter nun von weitem zu beobachten, der dort etwas mit dem Händler besprach. Klar, die günstige Gelegenheit zum Überreichen der schreibfrischen Einkaufsliste wollte er sich natürlich nicht entgehen lassen, zumal es bestimmt einige Tage braucht, bis die bestellten Dinge beschafft sind. Wenigstens tauchte ab und an einer der trainierenden Krieger auf, die sich anscheinend im Straßen- und Bogenkampf oder was auch immer übten und versüßte mir ein wenig die Gespräche der Damen über ihre freie Frauen Planungen mit dem Anblick gestählter Muskeln.
 
 
Wobei ich eingestehen muss, dass die Herrinnen ziemlich flott waren mit ihren Beschlüssen und die Kissen dann zu meiner großen Freude auch bald von Männerhintern platt gedrückt wurden. Hadi war mal wieder fleißig wie immer und bediente nicht nur ihren Herrn sondern auf ihre flinke Art auch andere… darunter auch den inzwischen ebenfalls  zurückgekehrten Herrn Lederarbeiter, der vor kurzem ja schon ein Auge auf sie geworfen hatte wegen ihrer Unterstützung im Bad. Immerhin wusste ich jetzt, dass er ein Sattler und Schirrmacher ist. Mein Glück war dann, dass der Herr Hauptmann erst zuletzt auftauchte, sodass ich nun den Vorzug hatte, ihm seinen Paga servieren zu dürfen.
 
Da der abgekämpfte Krieger inzwischen über den Termin einer Ratssitzung informiert worden war, nutzte er beim Servieren seines Getränks sogleich die Gelegenheit, mich zu fragen wann er denn nun zum Opfer wird und dass es ihm gerade nach der anstehenden Sitzung sehr gut wegen seines danach üblicherweise immer sehr verspannten Nackens passen würde. Erstaunlicherweise wuschelte er mir dabei ausgiebig durch die Haare… diesmal ohne fettige Finger säubern zu wollen und auch ohne mir einen seiner üblichen Kopfditscher zu verpassen. Welche Ehre für mich… das Waffentraining muss ihm gut bekommen sein^^.
 
Leider wurde meine Herrin auf einmal sehr müde… eigentlich kein Wunder nach so einer Teestunde… und zog sich recht schnell zurück. Selbstverständlich verließ ich die Herberge zusammen mit ihr, auch wenn ich eigentlich noch überhaupt nicht müde war und die Hände des Hauptmanns diesmal in keiner Weise unangenehm. Aber ich wollte ihr noch ein Stückchen von dem frischen Kuchen anbieten und war ganz gespannt darauf, ob er ihr schmecken würde… zumal ich ja zu meinem Leidwesen zuvor von ihr dazu verdonnert worden war, das Damenteekränzchen beim nächsten Herrinnentreffen mit Kuchen und Gebäck zu erfreuen. Ok, immer noch besser als Geschichten zu erzählen, denn das liegt mir ja nun ganz und gar nicht, so unkreativ wie ich leider bin.
 
Der Kuchen kam jedenfalls gut bei meiner Herrin an, auch wenn sie mich natürlich durchschaut hatte und ihn gleich als „Beschützerheldinnenkuchen“ bezeichnete. Meine Gedanken waren immer noch bei der möglicherweise bevorstehenden Massage des Kriegers. So langatmig und einschläfernd wie ich die vielen Ratssitzungen der Vergangenheit in Erinnerung hatte, glaubte ich aber noch nicht daran. Entweder es würde zu spät werden oder der Herr eingeschlafen sein. Wobei ich mir über die Sitzungen in Jorts selbstverständlich kein Urteil erlauben konnte.
 
Wegen dieser Gedanken kam mir aber wohl in den Sinn hinter meine Herrin zu rutschen. Ich wollte ihr die Schokoladenkuchenleckerei noch ein wenig versüßen, indem ich ihr den verspannten Schulternackenbereich durchknetete. Ich glaube, die Kombination Kuchen und Massage war unübertroffen, denn meine Herrin schlief tatsächlich mit einem Lächeln auf den Lippen ein… den restlichen Kuchen durfte ich aufessen…….. mmmhhh *schwelgt*.
 
Da ich so früh noch nicht schlafen konnte, machte ich mich noch einmal auf zum Gasthaus. Es erschien mir sinnvoll, mein Massageopfer noch etwas eindeutiger darüber zu informieren, dass er auf die Hände von Lora vorerst verzichten muss. Ich wollte gerne in Erfahrung bringen, ob er womöglich dann lieber ganz verzichten wollte... wollte er aber nicht. Auch wenn sich der Hauptmann für seine Verhältnisse ebenfalls erstaunlich früh zurückzog, war das Gasthaus immer noch gut besucht und meine Servierdienste gefragt. Den Schmied und seine Gefährtin gelüstete es nach Kalda, der mangels Kajirae schon ziemlich lange auf sich warten ließ.
 
Hach… was für ein Herr… auch wenn er die komische Frage stellte, ob ich denke vor einer Frau zu knien. Also für mich sah er wie ein Mann aus und daher konnte ich mir die erstaunte Frage, ob ich mich etwa getäuscht hatte nicht verkneifen. Mir war aber selbstverständlich klar, worum es ihm ging… meine Schenkel. Sie waren nämlich wegen der Anwesenheit einer Herrin, in deren Blickfeld ich leider vor ihm kniete, geschlossen.
 
Allerdings kam mir sein Wunsch sehr willkommen, sodass ich mich bereitwillig mit weit geöffneten Schenkeln zwischen Tisch und ihn quetschte … wunderbar dicht an seine Beine heran. Der Lederarbeiter veränderte zwar zufälligerweise ebenfalls seine Sitzposition, die Herrin konnte dadurch eigentlich nichts Brüskierendes mehr sehen, doch der Schmied meinte eh, welche Herrin würde einer Sklavin schon zwischen die geöffneten Schenkel schauen… dort gibt es nichts was eine freie Frau interessiert.
 
Nachdem ich der Gefährtin des Schmieds ebenfalls ihr Getränk serviert hatte, lauschte ich kurz dem Gespräch der beiden Handwerker… verstand aber ehrlich gesagt nicht viel von solchem Fachkauderwelsch und rutschte schließlich wieder recht dicht an den Schmied heran, was der Herr sofort ausnutzte und mit seinem Zeigefinger auf meinem Körper eine verheißungsvolle, äußerst erregende Spur zu zeichnen begann.
 
Genialerweise reckte sich seine Gefährtin in diesem Moment und verpasste mir dadurch einen unverhofften Tritt gegen meinen Po, den ich sofort nutzte um noch dichter an ihren Gefährten heran zu kommen und mit meinen Schenkeln nun sein Bein berührte. Auch wenn keine Gefahr bestand das Gleichgewicht zu verlieren, war dieser Schub perfekt dafür geeignet, gleichzeitig meine Hand auf den Oberschenkel des Herrn zu legen.
 
Leider zeigte sich dann eine sehr gemeine Ader bei ihm, der offensichtlich genau wusste, wie es um mein inzwischen ziemlich hell loderndes Sklavenfeuer stand, mich aber mit fiesem Blitzen in seinen Augen anwies: „Du kannst meinen Rücken massieren… Turmsklavin“ und dabei das letzte Wort überdeutlich betonte. Wahh… Sklavenschicksal… das wäre wirklich nicht nötig gewesen! Ich ließ mir aber nichts anmerken und widmete mich wie befohlen dann seinen Schultern… nahm mir aber ganz fest vor, ihm mit der Massage die Turmsklavin vergessen zu lassen.
 
Doch soweit sollte es leider nicht mehr kommen… seiner Gefährtin war offensichtlich der Kalda reichlich zu Kopf gestiegen, so puterrot wie ihre Gesichtsfarbe über dem Schleier aussah und dabei leicht schnaufend behauptete, dass es ihr bestens geht und vollkommen entspannt zu sein. Letztendlich zog der Herr es aber doch vor, mit ihr nach Hause zu gehen. Aber vielleicht kann sie ja auch massieren?

1 Kommentar:

  1. Ob sie das kann das wird nicht verraten. Grinst.

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