Montag, 13. Mai 2013

Zustände

Puhhh, es war wieder echt „anstrengend“ auf den Feldern, allerdings nicht wegen einiger Striemen auf meinem Po, die ich mir wegen Duzen eingehandelt hatte. Nein, an sämtlichen Bäumen sprießten inzwischen junge, grüne Blätter und versuchten mich mit ihrem herrlichen Anblick von der Feldarbeit abzulenken oder indem sie mit ihrer Blütenpracht mit den üppig blühenden Wiesenblumen und den frischen Gräsern wetteiferten. Die milden, warmen Temperaturen taten ein Übriges und dann erst dieser große, gutaussehende, blonde Aufseher… mein absoluter Lieblingsherr!!! Doch nach vier Tagen hatte dieser schreckliche Plackerei-auf-den-Feldern-Zustand dann schließlich doch ein Ende, mein Po sah auch wieder makellos aus und ich wurde wieder in Jorts abgeliefert. ((Schade, ich könnte mich sehr gut an eine Dreitagearbeitswoche gewöhnen! ;-))
 
Wie erwartet war das Haus meiner Herrin leider verlassen, da sie während meiner Abwesenheit zur Erholung auf ihren Landsitz gereist war, sodass ich nur ganz wenig bis eigentlich fast keine Lust verspürte, mich ins Dorf aufzumachen. Doch nachdem ich frisch gewaschen war und mir eine saubere Tunika übergestreift hatte, siegte schließlich meine Neugier. Erpicht auf ein paar Neuigkeiten, die ich alleine durch ausgiebiges Räkeln auf dem vereinsamten Fell meiner Herrin natürlich nicht in Erfahrung bringen konnte, trottete ich letztendlich doch los. Zwar hielten sich die meisten Bürger anscheinend in ihren Häusern auf, aber der Hauptmann, der Händler und die schneidernde Herrin hatten sich trotzdem zu einem Klöhnschnack auf der Terrasse des Gasthauses eingefunden.
 
Wie gut es tatsächlich gewesen war, meinen auf-dem-Fell-räkeln-Zustand zu überwinden, stellte sich umgehend heraus, nachdem sich der Hauptmann bei mir über das Befinden meiner Herrin erkundigt hatte. Auf diese Weise erfuhr ich nämlich, dass sie sich anscheinend entschlossen hatte, trotz ihrer Stimmprobleme an dem seit heute in Jorts stattfindenden Zar-Turnier teilzunehmen, denn Shani hatte von ihr eine diesbezügliche Nachricht erhalten. Wobei ich ganz vergessen habe zu fragen, wann denn überhaupt ihr erstes Spiel ist.
 
Aber gut, das bekomme ich schon noch heraus. Entscheidend ist, beim Zar muss meine Besitzerin nicht viel reden und kann hinterher ihre Stimme weiter schonen. Ich befürchte nur, mein außer-Haus-ohne-Herrin-Zustand setzt sich noch länger fort. Doch damit komme ich wie immer ganz gut klar. Einerseits ist dies ja nicht ganz neu für mich, da meine Herrin schon öfter mal geschwächelt oder gekränkelt hat und andererseits eröffnet sich mir damit gelegentlich auch die eine oder andere Möglichkeit… so für dies und das eben^^.
 
Als sich das Gespräch zwischen dem Hauptmann und dem Händler schließlich darum drehte, wie es möglicherweise hinzubekommen ist, dass sich jemand aus der grünen Kaste in Jorts niederlässt und am liebsten zusätzlich auch noch ein Wirt, kam mir in den Sinn, ob die Nachfrage des Hauptmanns nach dem Gesundheitszustand meiner Herrin vielleicht doch nicht nur aus lauter Freundlichkeit erfolgt war? Wollte er etwa meinen außer-Haus-ohne-Herrin-Zustand ausnutzen?
 
Er sinnierte nämlich ausgiebig darüber, dass ich eventuell ein geeignetes Tauschobjekt für ein Mitglied der grünen Kaste oder einen Wirt sein könnte, sozusagen ein Schnäppchen, da ihm seine eigene Kajira dafür anscheinend zu teuer ist. Doch zum Glück kam er durch seine Bemühungen, die neben ihm wie so oft tief und fest schlafende Herrin zu wecken, davon wieder ab, sodass ich mich aus Gründen der Vorsicht dann doch nicht schleunigst aus dem Staub machen musste.
 
Obwohl das Fell meiner Herrin trotzdem immer stärker lockte, widerstand ich noch ein Weilchen dem Drang, mich dort gemütlich zum Schlafen zusammen zu rollen. Ich nutze nämlich oft ihre Abwesenheit schamlos aus, richte hinterher aber auch alles immer wieder ordentlich. Nachdem es den Händler mit seiner Sklavin recht frühzeitig in sein Haus gezogen hatte, versorgte ich den Hauptmann und die Herrin mit neuen Getränken und erfuhr dabei mit Erstaunen, dass demnächst anscheinend eine weitere Gefährtenschaft in Jorts ansteht.
 
 
Nein, nicht schon wieder der Hauptmann, aber ein Krieger ist es dennoch, der sich mit der schneidernden Herrin vergefährten will. Wie sich ausgerechnet diese beiden Herrschaften jedoch gefunden haben, ob es sich um eine Gefährtenschaft aus Liebe handelt oder lediglich eine eher zweckdienliche, ob da womöglich von wem auch immer etwas Druck ausgeübt worden war oder ob sie sich zueinander hingezogen fühlen, weil beide gerne und ausgiebig im Sitzen schlafen^^, das erschloss sich mir an diesem Abend dann bedauerlicherweise aber leider nicht mehr. ;-)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen