Donnerstag, 22. August 2013

Kunstschmiedsuche Nr. 2

Natürlich merkte meine Herrin sofort, wie zappelig ich war, während ich mit vor Aufregung wild klopfendem Herzen auf meinen Oberlieblingshändler wartete. Mein Rucksack war natürlich schon längst gepackt. Ich durfte meinen Leihherrn erneut auf eine Beschaffungsreise begleiten… übrigens immer noch in Sachen Nasenring… und Katy durfte ebenfalls mit. Ich glaube, meine Herrin hielt es irgendwann nicht mehr aus, dass ich ununterbrochen zwischen den Fenstern hin und her lief, um dort in der Hoffnung, dass der von mir so sehr herbeigesehnte Herr endlich auftauchen würde, meinen Hals zu verrenken. Sie schickte mich schließlich vor die Tür.
 
Tja, da stand ich nun, doch auch von Katy war noch nichts zu sehen, denn es war ja Waffentraining an diesem Tag und sie wahrscheinlich am Rand der Wiese bei den anderen Kajirae, die ihre Herren bewunderten. Ich war zwar ein wenig unschlüssig, ob sich überhaupt noch ein Abstecher zur Trainingswiese lohnen würde, machte mich dann schließlich aber doch auf den Weg, um nicht länger das Gras vor dem Haus meiner Herrin alleine platt treten zu müssen. Beim Anblick einiger Herrinnen mitten auf dem Marktplatz, drehte ich jedoch kurzentschlossen blitzschnell wieder um.
 
Nicht auszudenken, wenn die Damen mein Auftauchen dafür nutzen würden, mich als Badekajira mit Beschlag zu belegen. Während die Männer sich in Handmitte immer auf der Wiese suhlen und wild mit ihren Schwertern herumfuchteln, waren die Damenbadegelüste nämlich oft besonders ausgeprägt! Es war also Vorsicht angesagt, denn wenn ausgerechnet an diesem Tag eine der Herrinnen meine Dienste im Bad benötigt, hätte ich mir die Reise mit meinem Leihherrn abschminken können.
 
Mein Entschluss abzudrehen war genau richtig gewesen, da mein Leihherr zu meiner großen Freude tatsächlich endlich im Anmarsch war, um mich abzuholen und nicht mal mehr Zeit für einen kurzen Klönschnack mit meiner Herrin hatte. Wie gut, dass mein diesmal ziemlich schwerer Rucksack nur noch geschultert werden musste. Ich hatte für die voraussichtlich ziemlich heiße Reise etwas mehr Wasser eingepackt… ausnahmsweise jedoch nicht nur wegen meines Sklavenfeuers, sondern weil es mitten in die Tahari ging. Nur noch ein schneller Abschied von meiner Herrin, dann war ich startklar.
 
Unser Ziel war die Oase der vier Palmen. Mein Leihherr erhoffte sich, dort einen Kunstschmied zu finden, um der jortsschen Hauptmannsgefährtin endlich den bestellten Nasenring liefern zu können. Dank meiner perfekten Wasserplanung erreichten wir die Oase ohne verdurstet zu sein wohlbehalten, wenn auch etwas verstaubt. In Anbetracht der vielen, teilweise recht prachtvollen Bauten, fand ich es merkwürdig, dass überhaupt keine Bewohner zu sehen waren und alles ziemlich ausgestorben wirkte.
 
 
Zum Glück entdeckten wir wenigstens die Kunstschmiede recht schnell, zwar ohne den Kunstschmied, dafür aber schließlich seine Kajira. Nur weiterhelfen in Sachen Nasenring konnte uns das Mädchen trotz einigem Hin und Her und im Kreis drehen nicht. Irgendwie schienen mein Leihherr und die fremde Sklavin verschiedene Sprachen zu sprechen, sodass er es schließlich aufgab und sich von der Sklavin den Weg zu einem Teezelt zeigen ließ, das auf einer Plattform im Oasensee aufgebaut war und von einigen Enten umzingelt wurde!
 
Zwei Herren hatten es sich dort gemütlich gemacht. Allerdings konnten sie über die Rückkehr des Kunstschmieds ebenfalls nichts sagen und gehörten zusätzlich auch noch zur Sorte maulfaul, denn eine Unterhaltung wollte irgendwie nicht so richtig in Gange kommen. Einer der beiden Männer besaß übrigens eine erstaunliche Fähigkeit. Er wusste nämlich meinen Namen, obwohl ich mir sicher bin, dass mein Leihherr ihn in seinem Beisein noch nicht erwähnt hatte und ich diesem Herrn zuvor noch nie begegnet war.
 
 
Aber das war nicht das einzig Interessante an diesem Herrn. Nein, der Krieger wünschte seinen Palmwein nicht von der Oasensklavin serviert zu bekommen, sondern von mir. Einem solchen Wunsch kam ich mit Erlaubnis meines Leihherrn selbstverständlich gerne nach. Wobei ich den Rarius sogar verstehen konnte, denn die Oasenkajira war zwar sehr hilfsbereit und freundlich, aber wohl noch von weißer Seide. Mit zusammen gekniffenen Schenkeln zählt eine Kajira einfach nicht zu den Leckerbissen für einen Goreaner… das kenn ich ja nun zur Genüge.
 
Kein Wunder also, dass ich mich bei meinem Serve entsprechend rotseiden ins Zeug gelegt habe. Ich glaube, es ist mir ganz gut gelungen, meinem Leihherrn Ehre damit zu bereiten, aber auch den fremden Krieger zu erfreuen. Die Blicke dieses Herrn ruhten jedenfalls äußerst begehrlich auf mir. Doch leider rief ihn dann wohl sein Wachdienst. Während die Gespräche danach leider noch zäher wurden, hatte Katy inzwischen das Badehaus gefunden, sodass mein Leihherr ohne unhöflich zu sein eine günstige Gelegenheit nutzte, um sich von Katy und mir endlich den Staub vom Körper waschen zu lassen.
 
Hach, was für ein Badespaß mit Schwamm, überreichlich Schaum, vorsichtigem Einflößen von Kalda in den Mund meines Leihherrn, sanften Kajirahänden und Zungen, die zärtlich jeden verschütteten Tropfen vom Kinn meines Oberlieblingshändlers leckten!! Leider hatte unser Rundumwellnessprogramm nur irgendwann ein Ende, da die Rückreise nach Jorts unwiderruflich nahte.

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