Donnerstag, 8. August 2013

Missverständnis mit Folgen

Da meine Herrin bereits zu ihrem Kastentreffen abgereist war, verließ ich erneut alleine ihr Haus. Diesmal war mein Ziel allerdings nicht die Herberge, sondern erst einmal die große Wiese vor der Feste, wo die Krieger wie jede Hand ihr Waffentraining absolvierten. Ich vermute allerdings, den meisten Rotkastigen waren die Temperaturen zu hoch und das sommerliche Wetter zu gut, denn nur die ganz harten nahmen an diesem Tag am Training teil und scheuchten sich verbissen über die Wiese… ein wirklich toller Anblick!
 
Mindestens genauso interessant war aber auch der Anblick des kleinen Korbs, den Eo, eine der Kajirae des Hofkriegers neben sich abgestellt hatte. In ihrer Fürsorge für ihren Herrn hatte sie darin Schinken, Käse, Brot und einer Flasche Kalana verstaut… natürlich alles aus eigener Herstellung und so lecker aussehend, dass mir alleine bei dem Anblick schon das Wasser im Mund zusammen lief. Nur wie sollte ich es schaffen, in den Genuss eines kleinen Happens Käse oder Schinkens zu kommen? Eigentlich aussichtslos!
 
Doch ich hatte tatsächlich unverhofftes Glück. Als der Brauereikrieger zwischendurch eine kleine Trainings- und Verschnaufpause einlegte, bot Eo ihm eine Stärkung mit den Leckereien an. Er wollte jedoch während des Waffentrainings nichts essen, sondern erst später, ordnete dann zu meiner Freude aber an, dass ich für ihn schon mal vorkosten darf. Aufopferungsvoll wie ich ja nun mal bin, tat ich natürlich nichts lieber als das und zwar sehr schnell.
 
Wie gut, dass ich dadurch mit der Vorkostung bereits fertig war, als Eos Herr dazu kam und sich… naja… irgendwie darüber mokierte, dass ich von seinen leckeren Sachen gegessen hatte. Dank Eos ablenkendes Anschmiegen an ihren Herrn, war er jedoch schnell besänftigt, zumal ich ja auch Schinken & Co. auf Befehl eines Kastenbruders von ihm gegessen hatte… also nicht eigenmächtig und gar nichts dafür konnte.
 
Nach dem Waffentraining waren die Herren natürlich wie immer nicht nur verdreckt und schweißgebadet, sondern vor allem ziemlich durstig, sodass es alle trotz Grasflecken und Gestank erst einmal auf die Terrasse zog, die sich nach und nach dank der offenen Bauweise mit guter Lüftung noch mit weiteren Gästen füllte… nur nicht mit dem Händler, der an diesem Tag auf irgendeiner Handelsreise unterwegs war.
 
Dieser Umstand war für zwei fremde Herrschaften ein ziemliches Pech. Sie waren nämlich angereist, um den Händler wegen irgendeines Siegels zu sprechen, das er unter Verschluss hatte. Verständlicherweise waren sie auch nicht gerade begeistert darüber, dass der Hauptmann ihnen leider nicht weiter helfen konnte, nahmen letztendlich aber als Gäste von Jorts dann doch gerne eine Übernachtung in Kauf, um den Händler vielleicht am nächsten Tag anzutreffen.
 
Eigentlich war die Unterbringung der Herrschaften noch nicht endgültig geklärt, lediglich die Herrin hatte sich bereits auf ein Zimmer zurück ziehen können, als plötzlich irgendein Ruf zu hören war und den Hauptmann veranlasste, vor der Stadt nach dem Rechten zu schauen. Während nun eine Ehn nach der nächsten verstrich, der Krieger jedoch nicht zurück kam, wurden der Lederarbeiter und der fremde Herr ebenfalls unruhig und bewaffneten sich schließlich, um den Hauptmann ggf. zu unterstützen.
 
Uns Kajirae befahl der Lederarbeiter, uns schnell zu verstecken, falls es gefährlich werden sollte. Das hätte er mir eigentlich nicht sagen müssen, denn mir ist durchaus klar, dass meine Chancen nicht gerade rosig sind oder sogar eher ziemlich schlecht stehen, zurück nach Jorts und zu meiner Herrin zu kommen, wenn ich von irgendwelchem Gesindel geklaut werde. Für eine Sklavin wird nun mal kein Suchtrupp losgeschickt.
 
Eine ganze Weile reckten Katy, die fremde Kajira und ich unsere Hälse, um eine möglicherweise herannahende Gefahr in Form von irgendwelchen Gesetzlosen rechtzeitig zu entdecken, damit wir uns schnell aus dem Staub machen konnten. Gleichzeitig versuchten wir natürlich herauszufinden, was sich vor der Stadt tat. Blöderweise war unser Standort vor der Herberge dafür jedoch einfach strategisch total ungünstig gelegen.
 
 
In Anbetracht unserer schlechten Sicht, schlug ich daher Katy vor, dass wir uns im Ernstfall doch auch im Haus ihres Herrn verstecken können und vom Weg davor vielleicht mehr sehen. Gesagt getan, wir waren uns sofort einig. Leider mussten wir aber auch hier feststellen, unsere Neugier… nein, unsere Besorgnis um die Herren wurde immer noch nicht befriedigt, sodass uns nun das Haus meiner Herrin als perfekter Fluchtort erschien, zumal oben auf dem großen Felsen neben dem Bienenstock die Aussicht bestimmt hervorragend wäre.
 
Leider kam ich nicht mehr in den Genuss dieser Aussicht, da ich beim Hinaufklettern blöderweise abrutschte und mitten im dichten Gebüsch am Fuße dieses Felsens landete. Immerhin war ich nicht in irgendwelche Dornen geraten und hatte mir dabei auch nichts gebrochen, hörte jedoch knöchelreibenderweise genau in diesem Moment neben mir plötzlich die Stimme des Hauptmanns: „Dina, was machst du denn da im Unterholz?“ Oh je, erwischt! Da ich mir vor Angst nun sowieso fast in die nicht vorhandene Hose machte, nutzte ich schnell die Gelegenheit zum Pipi machen und teilte dies dem Hauptmann mit, nachdem ich mich aus dem ganzen Buschwerk wieder heraus gewuselt hatte.
 
Ich vermute, so zufrieden wie er mit sich und seinem verbalen Verhandlungsgeschick war, er hatte nämlich in nur drei Sätzen oder so eine der Wachen und seine Kajira aus den Händen von zwei Jägerinnen befreit, wäre ich mit meiner Erklärung, mal für kleine Kajirae gewesen zu sein, fast durchgekommen… wenn nicht der Lederarbeiter aufgetaucht wäre. Was für ein Mist, der Lederarbeiter war richtig sauer auf mich und fauchte wütend, ich habe seinen Befehl missachtet, dass wir in der Herberge bleiben sollen. Gleichzeitig kassierte ich dafür eine deftige Ohrfeige von ihm, nach der meine Wange ganz schrecklich brannte und vermutlich zu leuchten begann.
 
Das sollte jedoch erst die Vorspeise meiner Bestrafung gewesen sein. Während der fremde Herr genauso erbost auf sein vom Felsen herunter krabbelndes Mädchen war wie der Lederarbeiter auf mich und ihr ebenfalls Strafe androhte, schaffte es Katy dank meiner Ablenkung ihres Herrn so zu tun, als würde sie genau in diesem Moment erst zu uns stoßen und kam tatsächlich um die äußerst unangenehmen Folgen unseres Handelns herum.
 
Weder meine zaghaften Versuche einer Klärung dieses Missverständnisses… ich hatte den Befehl nämlich wirklich anders verstanden und war mir nicht so richtig meiner Schuld bewusst… noch mein besonders hingebungsvolles Servieren eines weiteren Pagas konnten den wütenden Sattler besänftigen. Gemeinerweise gelang es ihm, sich durch ausgiebiges Betatschen und Durchkneten von Rawis Hintern, also den Teil zwei meiner Strafe, von meinen Reizen mit Erfolg abzulenken.
 
Mir blieb letztendlich nichts anderes übrig, als mir nicht anmerken zu lassen was in mir vorging, während ich still hinter ihm kniete und ihm schließlich für den Hauptgang meiner Bestrafung in sein Haus folgen musste… ähhmmm… durfte ……………;-)

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