Dienstag, 10. September 2013

Gewonnen!

Kaum hatte ich das furchtbar zeitintensive Herrichten der zahlreichen kostbaren Roben meiner Herrin endlich erledigt… mir war ja leider auf der Reise zum Sardar ein schreckliches Missgeschick mit den Kleiderkisten passiert, sodass ich die vielen tollen Sachen an den beiden ersten Markttagen leider nicht mitbekommen habe ((ich hatte aus RL-Gründen einfach keine Zeit))… gab es weitere Arbeit für mich. Wobei mir diese Arbeit richtig Spaß gebracht hat. Meine Herrin gab mir nämlich mehrere Säckchen mit Binas, die ich gemeinsam mit ihr in einem großen Labyrinth verstreuen durfte.
 
Ich zog es diesmal nämlich vor, an der Perlensuche lieber nicht teilzunehmen. Allerdings nicht, weil ich in einem Labyrinth mal fast verhungert und verdurstet wäre und mich auch sonst ständig verlaufe, sondern weil mir immer noch sehr unangenehm in Erinnerung ist, wie peinlich mich ein äußerst unangenehmer Disput auf einem En’Kara Fest der Vergangenheit berührt hatte. Ausgerechnet meiner überkorrekten Herrin war seinerzeit unterstellt worden, sie würde ihr Eigentum bei dieser Schatzsuche begünstigen.
 
Aber egal, der missgünstige Herr war bei diesem Fest anscheinend nicht anwesend… nur man weiß ja nie, ob diesmal nicht ein anderer Freier seine Kajira als beste Perlensammlerin sehen wollte, auch wenn das Mädchen nicht allzu viele Binas gefunden hat? Ich glaube, meine Herrin war von meinem Verzicht wohl ganz angetan und wahrscheinlich auch recht froh, dass ich ihr dadurch beim Verteilen der Binas helfen konnte. Insgesamt acht Kajirae wagten sich schließlich ins Labyrinth hinein, um möglichst viele der ungefähr zweihundertfünfzig verstreuten Perlen aufzusammeln.
 
 
Da es übrigens auch alle Mädchen schafften, irgendwann wieder hinaus zu finden, was bei diesem Gewirr von Gängen wirklich nicht einfach und daher alleine schon eine tolle Leistung ist, gab es für mich eigentlich auch acht Gewinnerinnen… nur eben mit unterschiedlich gefüllten Säckchen voller Binas! Dark und ich haben natürlich die vier jortsschen Kajirae besonders tüchtig angefeuert und uns dabei mächtig ins Zeug gelegt. Trotzdem kam die Siegerin aus Enkara, wenn ich mich richtig erinnere, wurde allerdings knapp von einer Kajira aus Jorts verfolgt. Doch ich glaube, es ging allen nicht nur ums Gewinnen, sondern dabei zu sein und Spaß zu haben. Außerdem kann eine geschickte Sklavin auch schon aus 4 Binas etwas Hübsches basteln!
 
Da gestern ja irgendwie der Tag für Kajirae war, ging es nach einer kurzen Verschnaufpause gleich weiter mit Kajiraehaschen… dabei war dann vor allem Schnelligkeit gefragt. Hierbei durfte ich immerhin mitmachen. Uff, was für eine Rennerei, aber rennen kann ich eigentlich ganz gut. Jedenfalls schaffte es der Hauptmann nicht ernsthaft mich einzuholen, hetzte mir aber dank seiner durch die regelmäßigen Waffentrainings wirklich sehr guten Kondition, mit enormer Ausdauer hinterher… zwischen den Zelten hindurch… um das Tavernenzelt und den einen oder anderen Verkaufsstand herum… hin und her über den ganzen Markt, bis ich schließlich in meiner Begeisterung, denn es hatte für mich einfach was, so von diesem Herrn verfolgt zu werden, vor lauter Übermut einen eleganten Bogen um meine Herrin drehen wollte.
 
Tja, dann passierte es leider… ich stieß mit einem der anderen Herren zusammen und musste dadurch nicht nur ein Tuch an den Hauptmann abgeben, sondern auch an den angerempelten Hascher. Mist, weder Bezirzen noch der Tausch gegen einen Dienst der besonderen Art funktionierte… die beiden Männer wollten leider nicht mich, sondern unbedingt meine Tücher. Danach ging die Rennerei weiter… leider nur bis ich schon wieder in einen Herrn hineinlief. Diesmal zwar in einen anderen, der leider total unverhofft um die Ecke eines Zeltes kam. Natürlich versuchte ich auch bei diesem Mann mit allen mir zur Verfügung stehenden rotseidenen Fähigkeiten zu verhindern, ein weiteres Tuch abgeben zu müssen. Doch erneut klappte kein Deal.
 
Im Gegenteil, ich wurde während meinen Verhandlungen zusätzlich noch von zwei kräftigen Händlerarmen von hinten gepackt, sodass ich schon wieder mit einem Schlag nicht nur eines, sondern gleich zwei meiner Tücher loswurde. Meine sämtlichen Argumente, dass das Ausnutzen meiner Verhandlungslage gemeines Schummeln ist und kein Fangen, galten einfach nicht. Naja, Freie haben nun mal immer Recht… außerdem hatte ich das Gefühl, dieser Herr pfiff bereits aus dem letzten Loch so wie er schnaufte, sodass ich bestimmt ein gutes Werk mit dem Überlassen meines Tuchs getan habe. Irgendwann war die Rennerei dann aber doch zu Ende und der Sieger vom letzten En’Kara Fest hatte seinen ersten Platz verteidigt, denn unser Hauptmann aus Jorts war erneut der schnellste Läufer gewesen und hatte die meisten Tücher ergattert!!
 
Meine Freude darüber war logischerweise kaum zu bremsen, da ich diesen Krieger trotz seiner ständigen Kopfditscherei irgendwie ganz gerne mag… aber das lass ich mir natürlich nicht anmerken. Kein Wunder also, ich fand es noch einmal richtig spannend, als er sich für seinen Sieg dann eine Sklavin aussuchen sollte, die ihm zu Diensten sein durfte. Bei seinem damaligen ersten Platz hatte er nämlich irritierenderweise auf seinen Gewinn verzichtet, wodurch das eine oder andere Munkeln aufgekommen war. Aber das tut hier jetzt alles nichts mehr zur Sache, zumal er bestimmt gute Gründe für seinen Verzicht gehabt hatte.
 
Tja, ich mach es kurz. Ich traute meinen Ohren kaum und konnte mein Glück gar nicht fassen, denn ich war die Gewinnerin… also der Gewinn des Hauptmanns wollte ich natürlich sagen. Seine Wahl fiel tatsächlich auf mich, die angeblich vertrocknete Turmsklavin einer ehrbaren, ständig auf ihren untadeligen Ruf bedachten freien Frau ohne Gefährten! Ich war mir der mit diesem Entschluss verbundenen Ehre durchaus bewusst und bin mir sicher, ich schwebte wahrscheinlich ein ganzes Stück über dem Boden, während ich vor Stolz über meinen Gewinn fast platzte, auch wenn mir natürlich durchaus klar war, warum die Wahl des Rarius auf mich gefallen war bzw. nur auf mich hatte fallen können! Macht aber nichts, er hätte durchaus auch erneut verzichten können.
 
 
Natürlich ließ sich der Hauptmann nach seinem Sieg nicht lumpen und lud seine Mitstreiter und die Freien im Tavernenzelt zu einem ausgiebigen Umtrunk ein. Katy und ich knieten also nicht nur als nette Deko beidseitig neben ihm, sondern balancierten etliche Pagabecher zu durstigen Männerkehlen. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass der Hauptmann nun mit uns beiden in jedem Arm eine Sklavin hatte, jedenfalls begann er plötzlich laut darüber nachzudenken, ob er sich nicht eine zweite Kajira zulegen sollte. Pah, dabei ging es ihm überhaupt nicht um das Verwöhnprogramm, das solch ein rotseidenes Doppelpack seinem Herrn angedeihen lassen könnte… nein, dem Rarius war plötzlich eingefallen, dass er ja demnächst zweifacher Vater wird.
 
Ich war ehrlich gesagt nun wirklich ein wenig sprachlos… hatte ich doch bislang nicht geahnt, dass ich hellseherische Fähigkeiten besitze, denn es war noch nicht allzu lange her, als ich den Hauptmann auf dem Marktplatz getroffen und ihm bei der Gelegenheit eine Frage zu seinem Nachwuchs gestellt hatte. Insbesondere hatte mich interessiert, ob nicht vielleicht sogar zwei kleine Hauptmänner demnächst das Licht Gors erblicken werden, seine Gefährtin also möglicherweise Zwillinge bekommt. Nicht auszudenken, wenn meine Herrin, die ja schließlich in direkter Nachbarschaft zum Haus des Hauptmanns wohnt, nachts vor lauter Kindergebrüll kein Auge mehr zubekommt und ihre Verweildauer auf ihrem Landsitz noch weiter ausdehnen muss.
 
Leider musste ich dieses Thema seinerzeit dann jedoch fallen lassen, weil der Hauptmann plötzlich ganz blass geworden war und umgehend nach einem Paga gelüstete, um den Schock dieser Möglichkeit erst einmal hinunterzuspülen. Nun war meine Vorahnung also tatsächlich eingetroffen. Ich glaube, so überaus begeistert wie Katy aussah, gefiel ihr die Vorstellung, demnächst zwei Babypopos von irgendwelchem Schiet säubern zu müssen, wohl nicht allzu gut. Mal ganz zu schweigen von den Windelmengen, die sie dann zu waschen hat. Tja, was tut eine gute Kajira nicht alles für ihren Herrn und natürlich auch für seinen plärrenden kleinen Nachwuchs… nur die hinter seinem Haus vorhandene Wäscheleine wird zukünftig definitiv zu kurz sein!
 
Aber nun galt es vorerst den Hauptmann vom Schreckgespenst seiner zweifachen Vaterschaft abzulenken, denn er sollte ja schließlich erst einmal die Vorzüge seines Gewinns genießen… und das tat er! Die Nacht in seinen Fellen war jedenfalls mit sehr wenig Schlaf verbunden, aber was so ein richtiger Hauptmann ist, der schafft das heutige Tarnrennen bestimmt auch ohne. Ich bin sehr gespannt, ob er nach dem gestrigen Rundumverwöhnprogramm zweier heißer Sklavinnen dem Charme freier Frauen im Spiel der Gewogenheit erliegen wird! ;-)))

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