Samstag, 30. November 2013

Großreinemachen

Mit einem Fastzusammenstoß fing der gestrige Tag an. Dank meiner guten Reaktion konnte ich den aber gerade eben noch verhindern. Wobei… vielleicht wäre ich andernfalls in starken Männerarmen gelandet, wenn der Rarius mich aufgefangen hätte? Das hätte ja durchaus was gehabt! Ich gestehe, ich war mal wieder zu eilig um die Ecke geflitzt, um in die Stadt zu kommen und sauste daher mitten durch die hohen Farne, die vor dem Haus meiner Herrin neben dem Weg wachsen, da ich andernfalls die Kurve nicht mehr gekriegt hätte. Dabei achtete ich leider überhaupt nicht auf irgendwelchen Gegenverkehr von gegenüber. Warum auch? Eigentlich kommt von dort nie jemand… nur an diesem Tag eben doch. Das Nachbarhaus stand nämlich nicht mehr leer, da dort inzwischen der neue Schmied eingezogen war.
 
Der Gegenverkehr kam jedoch nicht in Form des neuen Schmieds auf mich zu. Nein, es war einer der beiden neuen Krieger, mit dem ich an diesem Ort nun wirklich nicht gerechnet hatte. Er war aber mindestens genauso erstaunt über unser Zusammentreffen wie ich und erzählte mir, dass er gegenüber zum Essen eingeladen gewesen sei und sich dort den Bauch so richtig vollgeschlagen hatte. Seine Kajira war anscheinend irgendwo zur Ausbildung, sodass seine Essensversorgung offensichtlich etwas auf der Strecke geblieben war, wie er mir an seinem zu weiten Gürtel vorwurfsvoll demonstrierte. Ok, ich gebe zu, sein Gürtel war tatsächlich zu weit… ob das aber durch die Fastenhand entstanden war, also fehlende Bohnen, Fleisch und Alkohol oder durch die fehlende Fürsorge seiner Sklavin oder weil der Gürtel noch nie so richtig gepasst hatte, darüber verkniff ich mir vorsichtshalber einen Kommentar, denn eines war mir sofort total klar… der Krieger wollte vor allem bemitleidet werden.
 
 
Komischerweise zog unser Aufeinandertreffen innerhalb kürzester Zeit weitere Freie an… darunter auch der Hauptmann und zwei Fremde. Grund ihres Auftauchens war jedoch die Suche nach dem Schmied, weil sie Nägel bestellen wollten. Anscheinend kannten sich die Herrschaften bereits irgendwoher, sodass sich nun tatsächlich ein kleiner Klöhnschnack ergab, in dem es leider auch um mich ging, zumindest ansatzweise. Anscheinend wussten die Fremden mangels eigener Kajira nicht so genau, wie sie die vielen Nägel denn zum Hafen bekommen sollten. Tja, also ich hätte mir das vorher überlegt und wäre notfalls mit einem kleinen Handkarren angereist, wenn ich denn einen Großeinkauf an Baumaterial vorhabe. Zum Glück bekam ich inzwischen eine andere Aufgabe, aber der Schmied hat ja eine eigene Kajira… die ist den Herrschaften bestimmt behilflich gewesen.
 
Der Krieger wollte nämlich ins Badehaus… vor der Weihe des Altars war ja nicht nur das Fasten vorgeschrieben worden, sondern am Ende auch eine gründliche Reinigung. Und da ja wie gesagt das Mädchen des Rarius zurzeit nicht zur Verfügung steht, durfte ich ihm dienen. Mir war anfangs allerdings nicht ganz klar geworden, dass diese Dienste sofort gewünscht wurden, denn zuvor hatte der Herr mir doch noch vorgestöhnt, wie voll er von dem reichlichen Essen beim Schmied war und mit vollem Bauch sollte man ja eigentlich nicht baden! Dieser Herr nahm darauf zumindest keine Rücksicht und war schneller im Badehaus als ich angenommen hatte… naja nötig war es wirklich. Er zog nämlich einen ziemlich müffelnden Kondensstreifen der Sorte „ungewaschener Krieger“ hinter sich her, worüber ich aber selbstverständlich nichts verlauten ließ.
 
Im Bad angekommen meinte er nun, es könne sofort losgehen mit dem Ausziehen. Uff, er roch wirklich äußerst streng und seine Kleidung wies Flecken auf, über deren Herkunft ich mir keine detaillierteren Gedanken machen mochte, sodass ich mir die vorsichtige Frage erlaubte, ob er denn nach dem Baden die gleichen Sachen wieder anziehen wollte. Natürlich nicht, wobei der Herr sich diese Gedanken zuvor natürlich noch nicht gemacht hatte! Ich bekam daher Anweisung, in seinem Haus mal nachzusehen, was von den herumliegenden Kriegerklamotten für hinterher geeignet sei. Puh, ein nicht ganz einfaches Unterfangen, denn im Haus des Kriegers sah es aus, als hätte sich dort ein Wirbelsturm ausgetobt.
 
Ich glaube sämtliche Tuniken, Oberteile und Umhänge des Kriegers waren auf dem Fußboden verteilt… leider nicht nur saubere, und über alles andere, was dort sonst noch an mehr oder weniger Ekeligem herumlag, will ich hier lieber nichts weiter verlauten lassen. Die Sklavin des Herrn wird begeistert sein, wenn sie nach Hause kommt und sich als Erstes um das Großreinemachen im Haus des Kriegers kümmern darf. Immerhin gelang es mir, über die unangenehmsten Dinge hinweg zu steigen und eine einigermaßen saubere Garnitur Kriegerklamotten aufzusammeln, mit denen ich dann zurück ins Badehaus sauste, damit die Reinigung des Rarius nun endlich beginnen konnte. Es wurde ein sehr gründliches, besonders intensives Baden, einschließlich innerer Reinigung des Herrn, aber auch mit Rasur und schneiden seiner Fingernägel.
 
Einzig um seine Füße brauchte ich mich komischerweise nach den vorangegangenen ausdauernden Badeübungen nicht mehr zu kümmern, da die inzwischen zu Waschfrauenfüßen mutiert waren, so schrumpelig wie sie aussahen. Wobei der Herr natürlich darauf bestand, es seien immer noch Kriegerfüße… was ich ihm selbstverständlich sofort bestätigte. ;-))

Freitag, 29. November 2013

Zar oder angewärmte Felle?

An diesem Tag hatte ich es besonders eilig zur Herberge zu kommen, hatte ich doch Befürchtungen, dass der gute Freund meiner Herrin schon wieder abgereist war. Obwohl ich mit Erleichterung bereits von weitem schon seine dunkle Stimme hörte, musste ich unterwegs aber selbstverständlich noch schnell ein Fell für Stiefel und den tollen Stoff bewundern, den der Hauptmann für Balg gekauft hatte, damit sie sich rechtzeitig vor dem Winter etwas Warmes daraus nähen kann. An die bevorstehende Jahreszeit mag ich eigentlich noch gar nicht denken, aber es führt wohl kein Weg daran vorbei, zumal es vor einigen Tagen auch schon merklich kühler gewesen war und ekeliges, kaltes Nass vom Himmel fiel. Zum Glück war es wohl noch kein Schnee. Trotzdem werde ich demnächst tatsächlich nicht drum herumkommen, auch mal meine wenigen, nicht gerade geliebten warmen Kleidungsstücke zu sichten.
 
Nach dem kurzen Informationsaustausch mit Balg musste ich mich dann aber sputen, um meinen Lieblingshändler endlich zu begrüßen und ihn nach seinen Wünschen zu fragen. Besonders interessierte mich natürlich, wie er geschlafen hatte… so ohne mich. Kalt sei ihm gewesen, eröffnete er mir und verkündete als nächstes, dass er Hunger habe, aber nicht schon wieder auf Fisch und Suls. Das sollte kein Problem sein, denn die Auflagen des Wissenden bezogen sich ja nur auf kein Fleisch und keine Bohnen in der Fastenhand… Brot, Eier und Käse waren also nicht verboten, sodass ich dem Herrn letztendlich eine in der Pfanne gebratene, übereinander geschichtete Turmkreation aus Brot-Ei-Käse-Brot-Käse servierte. Während ich noch in der Küche zugange war, drangen von der Terrasse einzelne Gesprächsfetzen an meine Ohren. Der Hauptmann versuchte anscheinend den Händler im Preis für den Stoff zu drücken, den Balg mir gerade gezeigt hatte.
 
Er feilschte mal wieder was das Zeug hielt, versuchte wie immer sämtliche Mitleidsregister wegen seines kargen Kriegersolds zu ziehen und meinte zuletzt, da er in letzter Zeit ganz schön viel Stoff beim Händler gekauft hatte, bekäme er bestimmt einen Großkundenrabatt… doch das klappte nicht. Shanis Herr erwiderte nur trocken, für einen solchen Rabatt müsse er den Stoff ballenweise von ihm kaufen und nicht immer nur wenige Ah-il. Außerdem sei er für einen Großkunden sowieso nicht groß genug… der Hauptmann ist nämlich etwas kleiner als der Händler… also… bezogen auf die Körperlänge natürlich. Trotzdem machte Shanis Herr seinem Freund dann doch plötzlich noch ein Angebot. Er wäre bereit, um die Bezahlung Zar zu spielen… wenn der Hauptmann gewinnt, bekommt er den Stoff umsonst, andernfalls verdoppelt sich der Preis. Ich fand das Angebot eigentlich sehr großzügig, da ich von dem Händler weiß, dass er selbst nicht so gerne Zar spielt.
 
Na toll, da brutzelt Kajira trotz der Einschränkungen durch die Fastenhand mal etwas besonders Leckeres in der Pfanne und dann ist ein Zarspiel plötzlich viel wichtiger. Mein Lieblingshändler ist nämlich mindestens so spielbesessen wie meine Herrin… oder sogar noch mehr? Egal, es zog ihn jedenfalls sofort hinter den beiden Herren her ins Spielehaus und meine Brot-Ei-Käse-Brot-Käse-Turmkreation wurde damit irgendwie zur Nebensache. Aber damit muss eine Kajira nun mal leben können und ich kann das auch… Hauptsache die Herrschaften haben ihren Spaß. Dumm war nur, dass mir nicht früher eingefallen war, einfach mal so ganz zufällig… aber auch ein klitzekleines Bisschen mit Absicht… beim Füttern meines Händlers ihm mit dem weichen Käse an die Nase zu stippen.
 
Dieses passierte mir nämlich leider erst bei dem vorletzten Bissen, mit dem ich den Herrn füttern durfte, und zwar wirklich ganz aus Versehen! Seine Reaktion, sich kurzerhand den Käse mit dem Finger von der Nasenspitze zu wischen und ihn mir dann zum Ablecken hinzuhalten, war nämlich einfach köstlich, aber wie gesagt, das schmackhafte Essen leider fast alle. Während ich genüsslich den Käse vom Finger meines Händlers lutschte, ihn dabei sanft mit meiner Zunge umspielte und leicht in meinen Mund saugte, wurde mir bewusst, ich hätte viel früher schon mal daneben treffen sollen. Das wurde mir besonders klar, als Hauptmann und Händler mit ihrem Spiel zu Ende waren. Übrigens gewann der Hauptmann und kam so tatsächlich um die Stoffbezahlung herum.
 
Ich hatte echt meine Chance verpasst, meinen Lieblingshändler auf andere Gedanken zu bringen, als Zar zu spielen. Denn genau das tat er mit einer mir unbekannten Herrin, nachdem Hauptmann und Händler ihre Plätze am Spielbrett geräumt hatten. Diesmal ging es jedoch nicht um Geld für Stoffe, sondern lediglich um ein Lächeln in den Augen dieser Freien, denn mehr war von ihrem Gesicht wegen des Schleiers ja eh nicht zu sehen. Na toll, ich war natürlich total begeistert, ließ mir diese kaum zu bändigende Freude aber selbstverständlich nicht anmerken, wohlerzogen wie ich ja nun mal bin, und ergab mich mit vor Glück sicherlich strahlenden Augen stumm in meine Rolle, nett daneben zu knien und meine Klappe halten zu dürfen.
 
Tja, unsägliches Pech für meinen Händler war nur, dass zwei der jortsschen Wachen von einer Reise zurück kamen und wegen der Sklavinnen, von denen sie in der Tahari bedient worden waren, offensichtlich so angefressen waren, dass beide bei mir Getränke bestellten und den Wunsch äußerten, ich möge sie ihnen so mit viel Liebe und Hingabe servieren wie immer. Sie bettelten direkt darum, ich möge bei ihnen mit meinem Serve sämtliche unangenehmen Erinnerungen an die Peinlichkeiten der Wüstensklavinnen auslöschen… was mir wohl auch ganz gut gelungen ist, allerdings braucht diese Art des Servierens natürlich ihre Zeit. Schade also für meinen Händler, der sein Zarspiel inzwischen endlich beendet hatte, letztendlich dann aber doch wieder keine angewärmten Felle bekam, weil ich nun damit beschäftigt war, einen anderen Mann in Wallungen zu bringen… ähhmm… oder er mich? ;-))

Donnerstag, 28. November 2013

Ein interessanter Flug

Auch wenn das laute Klingen der Schwerter vom Waffentraining der Krieger bis zum Haus meiner Herrin zu hören war… das ursprünglich an diesem Tag geplante Flottenmanöver auf dem Fayheen war seitens Kasra anscheinend mangels Ruderern abgesagt worden… zog es mich erst einmal zum Gasthaus. Ich wollte natürlich in Erfahrung bringen, ob der Händler, mein geheimer Schwarm und langjähriger guter Freund meiner Herrin, meine Dienste benötigte und vor allem, ob er gut geschlafen hatte. Anscheinend ja, denn er war bereits auf dem Weg zum Trainingsplatz der Wachen vor der Festung... ich durfte ihn begleiten. Dort hatte ich auf Befehl eines Kriegers sowieso zu erscheinen, um den neuen Rarii als Fesselungsobjekt oder als Verletzte zu dienen… ein Dienst, der mir ehrlich gesagt nicht unangenehm, aber beim Anblick meines Lieblingshändlers irgendwie total entfallen war. Hauptsache mich schlug keiner der Herren wirklich KO, um das Binden einer Gefangenen noch etwas echter zu gestalten.
 
 
Doch ich hatte Glück, dass ich dem neuen Rekruten bei seinen Übungen dienen durfte, der auf jegliche überflüssige Härte verzichtete, weil er meiner Herrin wohl nicht Rede und Antwort über meine blauen Flecken stehen wollte… vielleicht mag er mich ja auch tatsächlich ein wenig? Merkwürdigerweise schienen ihn nur meine Seiden bei den Fesselungen zu stören, sodass er nach kurzer Rücksprache mit dem anderen neuen Krieger, dem Beispiel des Hauptmanns mit Katy folgte und mich ebenfalls entkleidete. Uff… ich stehe ja dazu, dass ich gerne nackt bin, es immer sehr genieße, von Männern angeschaut zu werden und mich auch nicht ungerne von rauen Kriegerhänden betüdeln lasse… in diesem Fall also beim Fesseln. Aber bei diesen für mich ziemlich erregenden Übungen des Kriegers nun eine Gefangene zu spielen, die sich dagegen sträubt gefangen zu werden oder eine Schwerverletzte, das war wirklich eine ziemliche Herausforderung. Wobei… mein Stöhnen war wohl ziemlich echt.
 
Leider verzog sich mein Oberlieblingsherr alsbald Richtung Herberge. Ich vermute, dass ihn die ausdauernden Fesselungsübungen letztendlich vielleicht sogar ein wenig ärgerten, da ich ihm nun nicht mehr zur Verfügung stand. Aber was sollte er machen, es war ein wichtiges Training für die jortsschen Krieger, die demnächst demselben Heimstein angehören wie meine Herrin… insofern konnte er nur zurückstecken. Zwar nicht ums Zurückstecken, dafür aber äußerst ausdauernd ums Zurückhalten ging es übrigens dem neuen Rekruten, als er meine Seiden nach Beendigung des Trainings einfach mit ausgestrecktem Arm in die Höhe hielt, sodass ich nicht dran kam… auch nicht auf Zehenspitzen stehend. Ich bin eben doch eher eine relativ kurz geratene Portion Kajira. Mit gierigen Blicken über meinen Körper wandernd, meinte der Herr nur schmunzelnd, dass ihm mein nackter Anblick viel besser gefällt und genoss meine vergeblichen Versuche offensichtlich.
 
Hin und her gerissen, denn so wie er mich anschaute, liefen mir schon wieder kribbelnde Schauer über den Rücken… allerdings nicht weil mir kalt war… bemühte ich mich trotzdem darum, meine Kleidung zurückzubekommen und fing an, in die Luft zu hüpfen. Ich musste ja leider jederzeit mit dem Auftauchen einer Herrin rechnen und wollte natürlich jeglichem Gezeter wegen meiner Nacktheit aus dem Weg gehen. Doch nun wurde der Krieger plötzlich von noch mehr Ehrgeiz gepackt, als vorher schon bei den anderen Übungen. Leider war ich so erstaunt, dass ich einfach nicht schnell genug reagierte und tatenlos, aber gleichzeitig fasziniert zuschaute, wie der Herr in einer fließenden, äußerst schnellen Bewegung seinen Bogen vom Rücken nahm, meine Kleidung auf die Spitze eines Pfeils piekte und den Pfeil dann abschoss.
 
Huiiihhh… was für ein Flug! Pfeil und Seiden segelten in elegantem Bogen quer über die große Wiese vor der Festung und landeten gegenüber auf einem Dach… dem vom Haus der Bäckerin. Tja und nun… was sollte ich meiner Herrin erzählen über den Verbleib meiner Seiden? Noch ehe ich mich von meiner Begeisterung über diesen wirklich genialen Weitschuss, gepaart mit meinen Erklärungsbefürchtungen erholt hatte, wurde ich von dem Herrn gepackt und quer über die Wiese gezogen. Voller Anerkennung durfte ich nun beobachten, wie geschickt er sich an der Hausecke nach oben hangelte und mir letztendlich meine Seiden zurück gab… was für ein Mann! Wobei es ihm natürlich nur um seinen Lieblingspfeil ging! 
 
Leider tauchte jetzt die zu Recht erstaunte Bäckerin auf, für meinen Geschmack allerdings viel zu schnell. Sie hatte sich verständlicherweise über die ungewohnten Geräusche auf ihrem Dach gewundert, sodass ich dem Herrn meine Dankbarkeit, zumindest zu diesem Zeitpunkt nicht mehr so richtig zeigen konnte.
 
 
Der Krieger lud seine Nachbarin nämlich zu einer Tasse Tee in sein Haus ein, da er anscheinend noch einen Auftrag des Hauptmanns zu erfüllen hatte. Mit mir als Anstandskajira war die Gelegenheit für eine Unterredung mit der Herrin unter vier Augen wohl recht günstig. Na gut, ein Hauptmannsbefehl hatte selbstverständlich Vorrang… aber vielleicht bekomme ich ja noch eine andere Chance, mich zu bedanken? ;-))

Mittwoch, 27. November 2013

Folgen einer Fastenhand

Ich gebe zu, ich stoppte bereits vor dem Haus meiner Herrin kurz ab, als ich den langen Haarschwanz sah, dessen Besitzer mit Riesenschritten Richtung Stadt unterwegs war, lief dann aber trotzdem hinterher, um mich vielleicht ein wenig nützlich machen zu können. Mit meinem ersten Auftrag von diesem Herrn war soweit auch noch alles in Ordnung, da er lediglich dem Händler durch mich ausrichten ließ, dass er ihn im Gasthaus zu sprechen wünschte. Einen Grund dafür nannte er mir nicht. Warum er sich nicht selbst zum Haus des Händlers begab und ob der Händler überhaupt gewillt war, der Anweisung eines Heimsteinfremden einfach so nachzukommen, darüber stand mir selbstverständlich kein Urteil zu, sodass ich den Befehl wunschgemäß ausführte. Leider kam ich jedoch unverrichteter Dinge zurück, denn der Händler war nicht zu Hause.
 
Über diese Information war der Haarschwanzträger logischerweise nicht gerade erfreut, schmiss sich aber auf ein Terrassensitzkissen, um die Wartezeit bis der Händler hoffentlich von alleine auftauchte, mit einem Ale zu überbrücken. Mit diesem Getränkewunsch nahm das Unglück dann seinen Lauf…wie sollte ich das Gewünschte servieren, wenn in dieser Hand nicht nur jeglicher Alkoholgenuss in der Herberge untersagt war, sondern auch alle alkoholischen Fässer unter Verschluss? Hatte die Bekanntmachung denn nicht alle Einwohner erreicht? In der Annahme, dem Herrn war lediglich nur entfallen, was der Abgesandte des Wissenden angeordnet hatte, wiederholte ich dessen Anweisungen noch einmal sehr freundlich und zählte dem Herrn auf, welche Getränke alternativ zur Verfügung stehen.
 
Anscheinend hatte er mir jedoch überhaupt nicht zugehört bzw. wollte es wohl auch gar nicht, sondern forderte einfach stur, fast wie ein kleiner trotziger Junge weiter ein Ale, sodass ich nicht weniger freundlich meinen Hinweis noch einmal wiederholte und gleichzeitig meine missliche Lage versuchte darzustellen, denn ich hatte schlicht und einfach keinen Zugang zu einem Fass mit dem Wunschgetränk dieses Herrn. Das war dann meine zweite falsche Antwort, die der Herr nicht hören wollte und schon gar nicht zu akzeptieren gedachte… zu einer dritten kam es allerdings nicht mehr, da ich vorher Reißaus nahm. Der Herr mit dem langen Haarschwanz brüllte mich nämlich inzwischen wütend an, ich solle ihm gefälligst ein Ale servieren, woher sei ihm egal, ansonsten würde er mich bis zum nächsten Fass prügeln, damit er sein Getränk endlich bekommt.
 
Während der wütende Herr weiter lauthals seinen Unmut kundtat, dass er sich nicht zum Fasten zwingen lässt, weil ihm der Tempel am Allerwertesten… so vornehm drückte er sich allerdings nicht aus… vorbei geht, sauste ich wegen der angedrohten Prügel von Entsetzten und Hilflosigkeit gepackt, schutzsuchend auf den Marktplatz. Dort war nämlich genau in diesem Moment der Hauptmann mit einem Krieger und dem Händler aufgetaucht. Ohne lange noch auf eine Erlaubnis zu warten, sprechen zu dürfen, platzte ich in meiner Panik nach einem kurzen Gruß gleich damit heraus, was mir soeben angedroht worden war und dass ich mir einfach keinen Weg mehr wusste, den Herrn zufrieden zu stellen. Eine Sklavin muss immer mit Willkür von Freien rechnen und ist einer solchen Situation hilflos ausgeliefert, wenn kein anderer Herr sie in Schutz nimmt.
 
Diesen Schutz hatte ich zum Glück, denn der Hauptmann und der Kriegerbauer stellten den inzwischen auf die Priesterkönige, die Wissenden und den Rat von Jorts Pöbelnden nun energisch zur Rede. Mein Flehen um Hilfe war letztendlich der Anfang vom Ende einiger Bewohner in Jorts bzw. schlechter Nachrichten und was nicht zusammen passt, über dessen weiteren Verlauf andere jedoch viel besser berichten können. Von Schuldgefühlen geplagt, löste ich mich nach dem Rausschmiss des unbelehrbaren Herrn durch den Hauptmann erst einmal in Tränen auf. Zum Glück war Balg da und nahm mich nicht nur tröstend in den Arm, sondern hatte auch ein Rep-Tuch dabei zum Schniefen und Augen trockenlegen. Sonst hätte ich vor lauter Tränen wahrscheinlich gar nicht sehen können, wer nach sehr langer Zeit wieder einmal in Jorts angekommen war. Es war mein Oberlieblingsherr, der langjährige beste Freund meiner Herrin… was für eine Freude!!
 
Die Freude des Herrn war wohl eher etwas geringer glaube ich, da er vor seiner Ankunft noch nichts von den auferlegten Einschränkungen wegen der bevorstehenden Altarweihe geahnt hatte. Doch da Shani inzwischen schlauerweise vor der Terrasse eine Grillstelle für Fisch eingerichtet hatte und außerdem jede Menge Suls vorrätig waren, konnte ich mit einem leckeren Essen vielleicht ein wenig vom fehlenden Alkohol und der geschlossenen Taverne ablenken und andere Ablenkungen klappten wohl auch ganz gut. Während die Herren den gegrillten Fisch genossen als ob er Fleisch war und Säfte oder Milch mit der gleichen Begeisterung wie Paga tranken, wollten sie vor allem verhindern, dass die Heilerin ihre Drohung wahr machen könnte und dem Rat tatsächlich vorschlägt, so eine Fastenhand regelmäßig durchzuführen… eine für die Gesundheit angeblich sehr ratsame Maßnahme, zumindest aus ärztlicher Sicht. ;-)

Dienstag, 26. November 2013

Solche und solche Anlässe

Als ich am Morgen in einem mir fremden Fell wach wurde, wusste ich erst gar nicht, wo ich mich befand. Doch dann fiel mir der Anlass dafür wieder ein und natürlich auch, dass mir der Krieger nicht nur erlaubt hatte, in seinem Haus zu schlafen, sondern sogar eng an ihn geschmiegt in seinen starken Armen. Ein Blick aus dem Fenster zeigte mir, dass es schon recht spät sein musste, sodass ich mich sputete, schnell noch ein wenig Ordnung in das wüste Chaos der zerrangelten Felle zu bringen und die wild zerstreuten Kleidungsstücke aufzusammeln. Leider stellte ich fest, dass das Oberteil meiner dünnen Seiden einer kleinen Reparatur bedurfte. Es hatte den stürmischen Kriegerhänden nicht standhalten können, sodass ich es einfach weg ließ und klein zusammenfaltete.
 
Nachdem die Reinigungsarbeiten im Haus des Kriegers erledigt waren, band ich mir schnell die noch intakten Seiden um meine Hüften, schnappte mir das kleine Paket mit den reparaturbedürftigen und machte mich bestens gelaunt „oben ohne“ auf den Weg nach Hause. Ich mag es einfach nackt zu sein und hatte mich innerlich sogar vorsorglich schon auf eine Begegnung mit der Oberzicke der freien Frauen von Jorts gewappnet. Es wäre schlicht und einfach Pech für die Herrin gewesen, wenn sie nicht schnell genug woanders hingeschaut und sich deswegen an meinem nackten Oberkörper gestört hätte. Doch ich traf vor der Terrasse lediglich den Hauptmann, der mich aber nicht wirklich wahrnahm und wie fast immer nur hinterher mir her brummte, weil er sich über die Brüstung hinweg mit den Kriegern auf der Terrasse unterhielt.
 
 
Frisch gewaschen und mit einer sauberen Tunika bekleidet, machte ich mich alsbald wieder auf den Rückweg in die Stadt, da das Schiff, mit dem ich meine Herrin zurückerwartete offensichtlich Verspätung hatte. Inzwischen war auf dem Marktplatz ein ziemlicher Menschenauflauf von Bewohnern, die alle ein Bild anschauten, das sich der Hauptmann anscheinend von der Sklavin eines Richters hatte malen lassen. Besonders dem neuen Rekruten schien diese Art von Malerei zu gefallen, sodass er sich mit dem Richter und seiner Sklavin für ein alkoholfreies Getränk… die Fastenzeit ohne öffentliche Vergnügungen, Fleisch, Bohnen und Paga und Co. hatte nun tatsächlich begonnen… auf die Terrasse begab. Hach, was für eine Freude… erneut durfte ich ihn bedienen.
 
Leider passierte mir auf dem Weg zurück zur Terrasse mit dem dampfenden, heißen Teebecher in meinen Händen fast ein Missgeschick, das zum Glück aber gerade noch einigermaßen glimpflich verlief. Wegen der Auflagen in der Fastenhand war nämlich die Taverne gesperrt worden und dies wurde sowohl durch den geschlossenen Vorhang als auch zusätzlich noch durch ein Schild auf der Terrassenseite deutlich gemacht. Dieses Schild stand nur leider mitten im Durchgang, sodass ich auf dem Rückweg mit meinem Fuß recht schmerzhaft dagegen dengelte, weil ich es vor lauter Vorhang nicht mehr gesehen hatte. Kurzerhand schob ich daher den Anlass für meinen lädierten Zeh nun einfach ein wenig zur Seite.
 
Der neue Platz für das Schild war jedenfalls um einiges besser, denn als ich einige Ehn später mit der heißen Milch für meine Herrin zurück kam, passten meine Füße und ganz besonders meine Zehen viel besser daran vorbei. In die Milch hatte ich selbstverständlich wie von meiner Herrin gewünscht, keinen Honig hinein gerührt, sodass sie nun gemerkt hat, wie eklig dieses gekochte Zeugs tatsächlich schmeckt und die nächsten Tage lieber Wasser trinken möchte. Doch ich bekam nicht viel Zeit, mit meiner Herrin noch lange über die Milchzubereitung zu diskutieren, da der neue Rekrut sich plötzlich an sie wandte und um ein Gespräch unter VIER Augen bat. Ups… was war der Anlass? War mir etwa ein Fehler unterlaufen… natürlich unbewusst… oder hatte ich etwa schon wieder zu laut gedacht? Ich erinnerte mich jedenfalls an absolut nichts, das den Herrn verärgert haben könnte… im Gegenteil!
 
Mich irritierte natürlich sehr, dass meine Herrin sich tatsächlich mit dem Krieger ins Spielehaus zurückzog… und zwar ohne mich! Sowas war eigentlich noch nie vorgekommen!! Kein Wunder also, dass ich einen leichten Schweißausbruch mit feuchten Handflächen bekam und jede Menge ungute Ahnungen von Dingen, über die ich dummerweise leider überhaupt nichts wusste. Rawi war mir auch absolut keine Hilfe in meiner Not. Ich fand, sie hätte wirklich so ganz zufällig doch mal Richtung Spielehaus laufen können, um mir dann wenigstens den einen oder anderen aufgeschnappten Gesprächsfetzen zu berichten, damit ich mich bei meinem Talent für ungewollte Fettnäpfchen besser für eine mögliche Strafe wappnen konnte. Oder war es vielleicht doch etwas Gutes, was der Rarius mit meiner Herrin zu besprechen hatte?
 
War es offensichtlich nicht, so missbilligend wie meine Herrin mich anschaute, als sie zurück auf die Terrasse kam. Leider war es mir zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht möglich, ihr etwas Konkretes über die Unterredung zu entlocken, weil sich plötzlich die Gespräche am Tisch überschlugen, obwohl der Anlass dafür vorerst noch vollkommen unklar ist. Es ging mal wieder um die zickige Bäckerin, die nun möglicherweise schwanger sein könnte, was aber noch überhaupt nicht bestätigt ist. Trotzdem reichte der alleinige Verdacht schon für jede Menge Spekulationen, die sich alle um den Lederarbeiter drehten, da er ja nur knapp davon gekommen war, sich mit dieser Frau zu vergefährten. Dabei hatte ich die letzten Tage eigentlich gedacht, dass endlich Ruhe zwischen den beiden eingekehrt war, doch dem war offensichtlich nicht so… zumindest nicht von Seiten der Bäckerin.
 
Vielleicht war es nur so ruhig gewesen, weil sie etwas Zeit gebraucht hatte, um sich in ihrer gekränkten Eitelkeit die nächste Gemeinheit zu überlegen? Aber darüber steht mir natürlich kein Urteil zu und ich habe auch tunlichst meine Klappe gehalten, als der Sattler plötzlich behauptete, die Frau sei keine Freie sondern eine Sklavin. Er hatte anscheinend ihr Branding gesehen, als sie mit ihm in den Fellen gewesen war. Tja, mein Verdacht, der bei meinem Besuch der Kajira auf der Krankenstation entstanden war, bestätigte sich nun. Die Reaktion dieser angeblich Freien auf den Anblick meines Brandzeichens war womöglich deswegen so heftig ausgefallen, weil sie sich gerade das Zeichen ihres Sklaventums als angebliches Geschwür hatte entfernen lassen? Kein Wunder also, dass sie gekreischt hatte, sie könne den Anblick meiner wunderschönen, eingebrannten Dina nicht ertragen!
 
Aber wie gesagt, während sich sämtliche Herrschaften über die Sache wilden Spekulationen hingaben, obwohl noch nicht mal feststeht, dass die Bäckerin überhaupt schwanger ist, gelang es mir erstaunlich gut, keinen Piep von mir zu geben, denn die Aussage einer Kajira hätte sowieso kein Gewicht gehabt. Ich bin jedenfalls ziemlich gespannt darauf, was und ob überhaupt der Hauptmann etwas herausbekommen wird. Bei dem sklavenhaften Verhalten dieses Weibs denke ich, dass wahrscheinlich nur ein Vaterschaftstest beweisen kann, wer tatsächlich der Vater des Bäckerinnenkinds ist… falls überhaupt ein solches Kind gezeugt wurde.
 
Ach ja… der missbilligende Blick meiner Herrin bezog sich nur darauf, dass sie „peinliche“ Details anhören musste, die ihre prüde FreieFrauenWelt durcheinander gebracht haben… und der Anlass für das Vieraugengespräch mit meiner Herrin hatte nichts damit zu tun, dass er mit mir unzufrieden war… im Gegenteil, es gab keine Beschwerden… ganz und gar nicht! ;-))

Montag, 25. November 2013

Hoch die Tassen…

…oder vielmehr die Becher und Trinkschalen, denn gestern fand anlässlich der Feier zur Gefährtenschaft des Bootsbauers mit der Sängerin ein großes Gelage der Bewohner von Jorts mit den vielen aus dem Norden angereisten Gästen statt. Wegen einiger wichtiger zu erledigender Aufgaben hatte ich die Zeremonie leider verpasst und schaffte es auch erst recht spät in die Stadt, nachdem alle Herrschaften bereits ausgiebig dem reichhaltigen Essen und Trinken frönten. Ehrlich gesagt war ich ganz froh, dass unter den Freien inzwischen Selbstbedienung angesagt war, denn bei den vielen Menschen war ein Durchkommen zum sehr reichhaltig gedeckten Büffet teilweise sehr schwer und die Verständigung bei dem lauten Stimmengewirr fast nicht möglich. Zusätzlich schwoll mit zunehmender Ahn nach reichlich konsumiertem Alkohol in Form von Paga und Kalana die Lautstärke immer mehr an. Ach ja, wegen den vielen Nordleute gab es ausnahmsweise sogar Met in Jorts.
 
Als der Tag sich schließlich langsam seinem Ende zuneigte und viele Gäste inzwischen abgereist waren oder sich in ihre Unterkünfte zurück gezogen hatten, bekamen Shani und ich vom Händler den Befehl, sämtliche alkoholischen Getränke in Sicherheit zu bringen. Trotzdem sollten die letzten Gäste selbstverständlich nicht verdursten, sodass ein paar Notreserven beim Büffet bleiben durften. Shanis Herr wollte einfach sichergehen, dass mit Beginn der nun kurz bevorstehenden Fastenhand rechtzeitig der gesamte Alkohol weggeschlossen war, damit die Anweisungen des Wissenden eingehalten werden. Diese Maßnahme schien bei zwei Kriegern jedoch auf so massive Alkoholverzichtsängste zu stoßen, dass sich der eine schnell noch ein Pagafass organisierte und es intensiv bewachte, indem er es liebevoll in den Arm nahm.
 
Natürlich blieb der nun richtig kurze Weg zum Zapfhahn nicht ohne Folgen und die innige Umarmung des Fasses, gepaart mit weiterem reichlichen Pagagenuss, ließ bei den beiden Herren noch weitere Gelüste aufkommen, nämlich nach etwas anschmiegsamen und weicherem als die harten Planken des Pagafasses. Der eine Krieger schnappte sich kurzerhand eine der Stadtsklavinnen und der andere, zufälligerweise war es der neue Rekrut… tja, der brüllte quer durch die Herberge meinen Namen, um mich auf seinen Schoß zu ziehen und damit in eine Wolke aus Pagadunst. Ich hatte den Verdacht, so angeheitert und vollgetankt wie der Herr war, gaste der Alkohol wahrscheinlich inzwischen aus all seinen Poren. Trotzdem meinte er, es sei noch Platz für eine weitere Schale des hochprozentigen Getränks. Naja, nur noch eine Ahn, dann war die Fastenhand ohne Alkohol da, sodass jetzt Vorsorge angesagt war.
 
Insgesamt kann ich aber sagen, die beiden Saufkumpane waren wirklich allerbester Stimmung… einzig die Feinmotorik offensichtlich etwas auf der Strecke geblieben, denn ein Großteil des von mir servierten Pagas ergoss sich nicht nur auf den Bauch des Kriegers, sondern auch auf mich, insbesondere auf meine Brüste. Doch das schien den Herrn nicht weiter zu stören, da er die feuchten Spuren nun einfach von mir abschleckte, um ja keinen Tropfen umkommen zu lassen. Was dieses Tun des Herrn mit einer Kajira von roter Seide veranstaltete, ist wohl ohne weitere Beschreibung nachvollziehbar. Aber auch bei dem Krieger blieben deutliche körperliche Regungen nicht aus, die ich auf eine intensive, sehr kribbelnde Art und Weise zu spüren bekam, da ich ja immer noch auf seinem Schoß saß. Kein Wunder also, dass er mich schließlich packte, um zuhause die Reinigung meiner Haut fortzusetzen. Das kam meiner Vorliebe für diesen Krieger und ganz besonders meinem inzwischen lichterloh brennenden Sklavenfeuer natürlich sehr entgegen.
 
Ok, ich gestehe, unterwegs zum Haus des Rarius keimten dann doch leichte Bedenken in mir auf, da der bedrohlich schwankende Herr den Weg mehr oder weniger aufkreuzte, als würde er gegen den Wind segeln. Er lief nämlich ganz schön im Zickzack. Doch wir kamen tatsächlich wohlbehalten an und alle meine die Standsicherheit des Kriegers betreffenden Befürchtungen wurden mit jedem Kleidungsstück, das er mit meiner Hilfe von seinem Körper riss, irgendwie… tja… weggeblasen…………. ;-)

Sonntag, 24. November 2013

Da scheiden sich die Geister


Gesprächsthema Nr. 1 war gestern die bevorstehende Fastenhand, die vom Rat in Jorts zwar schon vor etlichen Tagen beschlossen und seitdem per Aushang am Eingangspfosten der Terrasse bekanntgegeben wird, nun aber wohl erst die Köpfe der Bewohner erreicht hatte. Dieser Umstand war insofern nicht wirklich verwunderlich, da ja bekanntermaßen die wenigsten Goreaner lesen können. Meine Herrin hatte mir übrigens vor ihrer Abreise zum Landsitz noch die Anweisung gegeben, dass sie in dieser Fastenhand sogar auf den Honig in ihrer Milch verzichten will, um einen alternativen Beitrag zum Verzicht auf Alkohol zu leisten, da sie ja normalerweise keinen Alkohol trinkt.
 
Am gestrigen Tag hatte ich die Ehre erhalten, dem neuen Rekruten einen Paga servieren zu dürfen... ein Dienst, dem ich nur zu gerne nachkam, da ich diesen Herrn wirklich mag. Besonders froh war ich aber, dass er mich anwies, neben ihm zu knien, wenn es nichts weiter für mich zu tun gab. Ohne meine Herrin, die ja wie immer am Ende der Hand auf ihrem Landsitz war, hätte ich mich sonst etwas in den Hintergrund zurückgezogen und von dort aufmerksam beobachtet, ob noch jemand meine Dienste benötigt, hätte mich dort aber vermutlich wie meistens etwas verloren gefühlt und wäre gleichzeitig wahrscheinlich ein wenig neidisch auf die Privatkajirae gewesen, die sich an ihre Herren anschmiegen konnten.
 
 
Von meiner Position neben dem Rarius konnte ich nun ganz gut beobachten, wie der Brauereikrieger auf dem Marktplatz eintraf, allerdings vor dem Aushang stehen blieb und diesen voller Konzentration musterte. Als er schließlich am Terrassentisch Platz nahm, meinte ich deutlich eine steile Falte über seiner Nase zu erkennen und befürchtete, dass es eine Zornesfalte ist, sodass ich mich sputete, ihm ein Beruhigungsale zu servieren. Mit meiner Interpretation seiner Gesichtsmimik lag ich tatsächlich richtig. Der Herr war ziemlich sauer wegen der Fastenanweisung des Rates und beruhigte sich auch nicht wirklich, als der Händler ihm erklärte, er müsse ja nicht hungern, dürfe nur in der kommenden Hand keinen Alkohol trinken und weder Fleisch noch Bohnen essen.
 
Nicht mehr zur Sprache kam, ob sich der Rat Gedanken über eine Entschädigung des Brauereibesitzers gemacht hatte, der durch diesen Erlass natürlich einige Umsatzeinbußen erleiden wird. Es darf eigentlich nicht sein, dass diese Vorgaben des Abgesandten der Wissenden zu erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten eines Heimsteinangehörigen führen. Insofern könnte es sein, dass da das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde, doch an diesem Tag sicherlich nicht mehr, so erbost wie der Brauereikrieger kurz darauf dann von dannen stapfte. Wobei ich solche Gespräche natürlich auch nicht mitbekomme. Noch emotionaler entwickelte sich kurz danach ein Gespräch zwischen dem Händler und einem Krieger, der zwar seit einiger Zeit in Jorts wohnt, aber nicht dem jortsschen Heimstein angehört.
 
Dieser Herr meinte sich wegen der bekanntgegebenen Einschränkungen tatsächlich herausnehmen zu können, den Abgesandten der Wissenden, den Rat, den Heimstein von Jorts und nun den Händler beleidigen zu können und zwar auf heftigste Art und Weise. Er tobte, dass die Preisterkönige ihn nicht interessieren und dass er nicht bereit wäre, irgendwelche Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Anscheinend fürchtete der Herr um die Ernährung seiner schwangeren Gefährtin, die allerdings sowieso keinen Alkohol trinkt oder Bohnen isst. Ich vermute, er war vorher schon sauer gewesen, weil sich möglicherweise ein Schmied in Jorts niederlassen will und er nun um seine Nebenbeschäftigung in dieser Kaste fürchtet.
 
Leider hatte der neue Rekrut die Terrasse wegen irgendetwas Wichtigem inzwischen verlassen müssen, sodass ich hinter niemandem mehr in Deckung gehen konnte, als die beiden Männer aufsprangen und es so aussah, als würde es gleich eine Prügelei geben. Dabei wollte ich natürlich auf keinen Fall zwischen die Fronten geraten, denn ich kniete strategisch dummerweise etwas ungünstig. Ein Vorbeiquetschen an den beiden Kampfhähnen erschien mir unklug bis kaum möglich, sodass ich mich vorerst darauf beschränkte, mich möglichst klein zu machen, indem ich mich an die Terrassenbrüstung drückte und mich vor allem irgendwelchen Kommentaren zu dieser Auseinandersetzung enthielt. Im Notfall wäre ich einfach über die niedrige Brüstung gehüpft. Doch dazu kam es zum Glück nicht mehr, da der Hauptmann ein Machtwort sprach, bevor er leider seinen Wachdienst antreten musste und der Händler kurz darauf dann das Weite suchte. In meinen Augen genau die richtige Entscheidung, denn was soll ein unbewaffneter Händler einem Krieger auch entgegen setzen?
 
 
Interessanterweise schickte mich später der Lederarbeiter noch zum Brauereibesitzer, um sich ein Fass Paga in sein Haus liefern zu lassen. Wobei ich selbstverständlich nicht mal im Traum darüber nachdenken würde, ob er damit möglicherweise das Alkoholverbot umgehen will. Der Brauer war jedenfalls sehr erfreut über diesen Verkauf und räumte dem Sattler sogar einen Sonderpreis ein. Aber darüber und überhaupt, habe ich natürlich öffentlich nichts verlauten lassen. ;-)

Samstag, 23. November 2013

Ausnahmsweise mal ruhig

Es war Ende der Hand und ich wie immer ohne meine Herrin. Erstaunlicherweise drang kaum ein Geräusch an mein Ohr, was mich nach dem Trubel der letzten Tage stutzig werden ließ und mich dann letztendlich in die Stadt trieb. Wie meistens lief ich querfeldein den Hang hinterm Haus hinauf, sodass mich mein Weg am Sleenkäfig hinter dem Hauptmannshaus vorbeiführte. Fenris mag mich übrigens immer noch nicht, denn er fauchte mich giftig an. Doch das beruht auf Gegenseitigkeit und da er mir hinter seinen Gittern nichts tun kann, fauchte ich einfach frech zurück, reckte kess meine Nase in die Höhe und trödelte weiter Richtung Marktplatz, um einen Blick auf die Terrasse zu werfen.
 
Es war nicht viel los dort bzw. sah es nicht danach aus, als wären die Dienste einer Sklavin gewünscht. Der einzige Mann wurde von seiner Fastgefährtin gerade fortgezogen, weil sie ihm anscheinend ganz dringend etwas sehr Wichtiges zeigen musste. Ehrlich gesagt tat er mir kein bisschen leid, denn erstens hatte er selbst Schuld, wenn er unbedingt eine Gefährtenschaft mit einer freien Frau eingehen will, die nun schon seit Tagen ein Riesenbramborium um ihre am Ende dieser Hand anstehende Feier machte und zweitens hatte er auch diesmal seine Sklavin wieder in seinem Dorf im Norden gelassen.
 
Ich suchte mir nun erst einmal einen strategisch günstigen Platz am Brunnen, von dem ich einen guten Überblick über den Marktplatz behalten würde und ließ den Eimer in den tiefen Schacht platschen, um ihn danach für einen Schluck frisches Wasser wieder hochzukurbeln. Kaum hatte ich meinen Durst gelöscht, tauchte der Hauptmann mit seiner Sklavin auf. Ich gestehe, ich war nun ein wenig hin und her gerissen, ob ich ihn danach fragen sollte, ob der neue Rekrut zurück ist, weil ich ja noch in Erfahrung bringen musste, ob der Krieger mit meiner Näharbeit zufrieden war. Aber vielleicht war der ja noch in Sachen der roten Kaste unterwegs?
 
War er anscheinend nicht und ich wurde vom Hauptmann auch prompt mit unmissverständlichen Worten zu ihm geschickt. Oh je, hoffentlich passte ihm das neue Oberteil überhaupt, das ich ihm in der gestrigen Nacht noch spät neben seine Tür gelegt hatte, denn für eine Anprobe zwischendurch war ja wegen der Abwesenheit des Herrn keine Gelegenheit gewesen. Da der Krieger ungefähr von gleicher Statur wie mein letzter Herr ist, hatte ich einfach ein altes Schnittmuster von damals verwendet, das ich seinerzeit zusammen mit der kleinen Kiste mit meinen Tuniken in Samanu hatte retten können. Auf dem Weg zum Haus des Kriegers machten sich jede Menge Gedanken in mir breit, die mit einer Horrorvision von geplatzten Nähten endeten.
 
Kein Wunder also, dass meine Schritte nicht nur immer langsamer, sondern auch immer kürzer wurden, bis ich schließlich aber doch vor dem Haus des Herrn stand, mit wild schlagendem Herzen schüchtern an die Tür klopfte und ängstlich lauschte, ob sich drinnen etwas regte. Oh ja, es waren Schritte zu hören und dann öffnete sich auch schon die Tür. Mit erstauntem, aber nicht zornigem Blick wurde ich von dem Rarius ins Haus befohlen und durfte ihm mein Anliegen vortragen. Uff, während ich auf seine Antwort wartete, muss ich vor Angst wahrscheinlich die Luft angehalten haben, doch seine Zufriedenheit mit meiner Arbeit, ließ mich dann sehr schnell und vor allem sehr erfreut weiter atmen.
 
Der Krieger war mir offensichtlich sogar sehr gewogen, denn er tadelte mich auch nicht für meine interessierten Blicke an seinem Mobiliar, die seinen aufmerksamen Kriegeraugen natürlich nicht entgangen waren, obwohl ich versucht hatte, mich möglichst unauffällig umzusehen. Im Gegenteil, ihm schien mein Interesse an der Einrichtung seines Hauses zu gefallen, denn er erlaubte, dass ich mir alles anschaute... auch die vielen Schwerter, die er im Obergeschoss des Hauses gut verschlossen in zwei Gestellen aufbewahrte. Er erklärte mir dazu, dass es teilweise sehr alte Erbstücke seiner Familie sind und damit für eine Schlacht viel zu wertvoll.
 
Die Zeit im Haus des Kriegers verstrich rasend schnell bis der Herr mich leider fortschickte, da die Pflicht ihn rief und er seinen Wachdienst antreten musste. Da mein Rückweg mich logischerweise wieder an der Herberge vorbeiführte, kam ich natürlich nicht ungesehen am Hauptmann vorbei, der mich nun zum Servierdienst hinein wedelte. Leider folgten er und der Brauereikrieger jedoch nicht. Ihnen stand anscheinend nicht der Sinn nach Paga und Ale, sondern nach einer Besprechung, die offensichtlich nicht für die Ohren der Öffentlichkeit gedacht war. Tja, mir blieb daher nichts anderes übrig, als dem Gewedel zu folgen.
 
Doch nachdem der gutaussehende Bootsbauer… der es übrigens im Beisein seiner Fastgefährtin sogar wagte, seine Hand kurz auf meinen Schenkel zu legen… und die Sängerin versorgt waren, gab es nichts weiter zu tun für mich, da der fremde Schmied seine eigene Sklavin dabei hatte und die Bäckerin es neuerdings anscheinend vorzieht, sich selbst zu bedienen... mir soll's recht sein. Nicht so ganz verständlich war mir ehrlich gesagt das Gemecker der Sängerin, die mich ermahnte, nicht mit dem Rücken zu ihr zu knien. Da es in diesem Moment jedoch darum ging, dem fremden Schmied die nötige Ehrerbietung bei der Frage nach einem Getränkewunsch entgegen zu bringen, habe ich sie einfach ignoriert.
 
Wenn ich einen Freien anspreche, dann gebietet es einfach die Höflichkeit, ihn dabei anzuschauen. Das habe ich auch noch von keiner Kajira anders gesehen und meine Herrin hatte mich zuvor auch noch nie darauf hingewiesen, dass sie dieses Verhalten von mir nicht wünscht. Niemand hat Augen im Hinterkopf und auch keinen Hals wie ein Vogel, der um 180 Grad nach hinten gedreht werden kann. Ungünstig war in diesem Fall, dass der Herr fast gegenüber der Herrin Platz genommen hatte und ich ihr daher annähernd den Rücken zukehren musste, weil ich ihn von links angesprochen habe, wie es sich gehört.
 
Selbstverständlich hatte ich nicht vor, dauerhaft schräg mit dem Rücken zu der Sängerin zu knien und zog mich nach der Beantwortung meiner Frage auch sofort wieder in den Hintergrund zurück. Doch wahrscheinlich war das Gequake der Herrin auf den Stress vor ihrer Gefährtenfeier zurückzuführen, denn sie sprach mich letztendlich nicht mehr darauf an. Da niemand mehr Bedarf an meinen Diensten zu haben schien, durfte ich mich an diesem Abend sogar sehr früh zurückziehen, um einem ausgiebigen und vor allem sehr frühzeitigen Schönheitsschlaf zu frönen, den ich mir nach dem Trubel der letzten Hand wohl auch verdient hatte.
 
Außerdem waren die Gespräche oberlangweilig, da die beiden Frauen schon wieder das Lieblingsthema der Bäckerin erörterten, nämlich Gefährtenschaften und Kinderkriegen, bei dem ich schwer an mich halten musste, um mir ein Gähnen zu verkneifen, während der zu bedauernde Bootsbauer mehr oder weniger stumm gute Miene dazu machte. Merkwürdigerweise seufzte er für mich unerklärlich zwischendurch jedoch, dass er immer alleine in seinen Fellen liegen muss. Nanu? Wenn er sich keiner fremden Kajira bedienen möchte, warum nimmt er dann seine eigene Sklavin nicht auf seinen Reisen mit? Manchmal verstehe ich das Verhalten von Männern wirklich nicht... aber zum Glück gibt es auch andere.

Freitag, 22. November 2013

Unerwarteter Besuch aus Ar

Mein erster Weg sollte zu dem neuen Krieger führen, denn ich war sehr fleißig gewesen und einigermaßen stolz darauf, ihm sein neues Oberteil überreichen zu können. Fast den ganzen Tag hatte ich emsig daran gearbeitet und mir dabei nur dreimal in den Finger gestochen… dummerweise immer wieder in den linken, aber sonstige Unglücke und Beschädigungen vermieden. Nur leider war der Herr nirgends zu sehen. Mir blieb nichts anderes übrig, als mich schließlich beim Hauptmann nach ihm zu erkundigen. Von ihm erfuhr ich, dass der Rekrut im Auftrag der roten Kaste unterwegs war. Tja, da er vor kurzem noch betont hatte, wie gut er mit Kleidung ausgestattet ist, konnte er es wahrscheinlich verschmerzen, sein neues Kleidungsstück vorher nicht mehr in Empfang genommen zu haben.
 
 
Ich brachte die kleine rote Oberteilrolle also erst mal wieder zurück ins Haus meiner Herrin und hoffte natürlich, dass der Krieger vielleicht doch noch an diesem Tag zurückkehren würde, bevor ich mich wieder auf den Rückweg zur Terrasse machte. Es war wieder jede Menge los dort, zumal auch noch unerwarteter Besuch eingetroffen war… ein Krieger und seine Gefährtin. Es war der Hauptmann a.D. aus Kasra höchstpersönlich, jetzt allerdings wohnhaft in Ar, der bei meinem Eintreffen gerade ausgiebig mit Herummaulen beschäftigt war, weil er vom Hafen einen Umweg in die Stadt genommen hatte und daher erst jetzt eingetroffen war. Dabei hätte er es eigentlich besser wissen müssen.
 
Wobei ich mir sicher bin, hätte er den kürzeren Weg gewählt, wäre er zum Waffentraining in der Mitte der Hand wahrscheinlich auch zu spät gekommen. Er gehört nämlich zu den Männern, die ihr Schwert auf eine ganz besondere, sehr ausgiebige und vor allem zeitraubende Art und Weise ölen. Das weiß ich so genau, weil ich ihn dabei ja schon mal fast gestört hatte, als er seinerzeit hier eine Weile in einem der Gästehäuser wohnte, bevor er dann nach Ar gezogen ist. Zum Glück waren die keuchenden und stöhnenden Geräusche beim Ölen so eindeutig, dass ich mich schnell wieder verdrückt hatte, um ihn bei dieser wichtigen Sache nicht zu unterbrechen.

An diesem Tag jedoch schien er sich anscheinend über meinen Anblick zu freuen, denn er informierte seine Gefährtin grinsend darüber, dass er mich gekauft hatte und mich gleich mitnehmen wollte, wenn er abreist. Während ich erstaunt dachte, nicht richtig gehört zu haben, denn meine Herrin hätte mir über einen solchen Verkauf bestimmt etwas erzählt, setzte er dann noch breiter grinsend hinzu, dass ich als Tarnfutter verwertet werden soll. Mist, ich war ihm echt schon wieder auf den Leim gegangen… denn erst beim Verfüttern wurde mir klar, dass er sich mal wieder lustig über mich machte. Dabei war das letzte Mal noch gar nicht allzu lange her!
 
Leider antwortete er auf die interessierte Nachfrage des jortsschen Hauptmanns zu seinem Befinden nur etwas vage, dass im immer noch besetzten Ar offensichtlich alles in Ordnung ist und demnächst noch besser wird. So wirklich Konkretes über den Belagerungszustand durch die Cosianer gab er nicht von sich, war aber ganz zuversichtlich, dass die Wege nach Ar bald sicher sein werden, wenn erst die außenpolitischen Beziehungen intensiviert worden sind… also perfekte Zeiten für Männer wie ihn, mit reichlich Gelegenheit für Ruhm und Ehre. Als ich mich dann… übrigens auf Wunsch seiner Gefährtin, es gibt nämlich auch freie Frauen, die wissen was ihre Gefährten brauchen!... mit einer sanften Massage seiner Nackenmuskeln beschäftigten durfte, flüsterte er mir zu, dass er sobald es in Ar sicher ist, meine Herrin einladen will. Er vermutete, sie sei bestimmt sehr interessiert an den großen Sklavenhäusern dort oder an einer Honigmilch und so.
 
Hach, es war einfach toll, diesem Krieger den Nacken zu massieren und mich dabei eng an ihn anschmiegen zu dürfen. Ich bin eben einfach nicht nachtragend und war mir ziemlich sicher, dass mein Sklavenherz mal wieder etwas schneller schlug, weil der Herr ja eine sehr lange Zeit mein Lieblingshauptmann gewesen ist. Wobei ich diese Bezeichnung inzwischen nicht mehr öffentlich von mir gebe und auch nur noch eine geheime Liste über meine Lieblingsherren führe. Nach meinen neuesten Erfahrungen mit freien Frauen plinkerte ich zwischendurch vorsichtshalber mit einem Blick, der kein Wässerchen trüben konnte, zu seiner Gefährtin hinüber. Doch die unterhielt sich angeregt mit dem Hauptmann von Jorts über seinen Vogel, der sich inzwischen anscheinend gepaart hatte. Ohje, es scheint noch mehr Zuwachs im Hauptmannshaushalt zu geben?
 
Die Herrin beachtete mich und mein Tun jedenfalls gar nicht weiter und schien auch ihren Gefährten komplett zu ignorieren, der wohlig unter meinen Fingern vor sich hin brummte, aber trotzdem nicht unaufmerksam war. Er bemerkte nämlich sofort meine Herrin, als die um die Ecke der Terrasse kam und begrüßte sie wie immer sehr überschwänglich… diesmal mit „Tal Sonne von Jorts!“ und erlaubte mir großzügig, mit dem sanften Kneten seines Nackens vorerst aufzuhören, um meiner Herrin ihre Honigmilch zu bereiten. Das war wirklich sehr zuvorkommend, denn ich bin mir sicher, eine Fortsetzung der Massage hätte ihm wohl ganz gut getan, so wie es knirschte und knackte, als er nun prüfend seinen Kopf hin und her drehte.
 
Übrigens fiel dem Hauptmann von Jorts bei dieser Begrüßung sofort auf, wie sehr meine Herrin von seinem Kastenkollegen aus Ar geschätzt wird. Leider endete diese Höflichkeit dann jedoch in einem in meinen Augen überflüssigen Säbelrasseln unter den Kriegern, insbesondere bei dem Kriegerbauern… aber ich bin nur eine Sklavin, habe mir darüber kein Urteil zu erlauben und muss nicht alles verstehen. Außerdem entspannten sich alle auch schnell wieder und der Hauptmann aus Ar entschloss sich kurz darauf zu einem Spaziergang… schlau ist er wirklich. Leider nahm er dann aber anscheinend wohl das nächste Schiff, sodass ich ihn an diesem Tag nicht mehr gesehen habe.
 
Trotz Rückzug einiger Herrschaften wurde jedoch kein Sitzkissen kalt, da die Terrassenbesucher inzwischen fast Schlange standen, um eines der freigewordenen Kissen zu ergattern. Es gab also weiter gut zu tun für alle Kajirae und das waren an diesem Tag nicht wenige. Kein Wunder also, dass die meisten Gespräche dadurch mehr oder weniger an mir vorbeigingen. Ein Vorfall allerdings nicht, bei dem es für mich fast an ein Wunder grenzte, dass es keinen Zusammenstoß gegeben hat. Der Händler hechtete nämlich förmlich auf sein vorgewärmtes Lieblingskissen, kaum dass es frei geworden war. Na gut… dem Krieger, der die letzten Ahn mit Möbelrücken im Haus der neuen Händlerin verbracht hatte, war es vermutlich herzlich egal auf welchem Kissen er nach der Schlepperei seine müden Glieder ausstrecken konnte… Hauptsache es mussten keine Kisten mehr getragen werden und gab etwas zu trinken für seine durstige Kehle.
 
 Leider passierte mir zu später Ahn ein doofes Missgeschick… ich konnte mich nicht wirklich gut beherrschen und mir blöderweise ein Kichern nicht verkneifen, sodass der Lederarbeiter mich erbost anschaute, weil er annahm, ich hätte über ihn gelacht. Was für ein Mist… das stimmte leider, obwohl ich selbstverständlich weiß, dass eine Sklavin sich nicht erdreisten sollte, über einen Freien zu lachen. Ich kreuzte in Gedanken schnell meine Finger hinter dem Rücken und murmelte entschuldigend, mir sei gerade etwas Lustiges eingefallen… damit begann nur leider der Anfang von einem sehr unangenehmen Ende, obwohl es zwischendurch gar nicht sooo schlecht für mich aussah!
 
Hinterher schlich ich mich noch schnell zum menschenleeren Haus des neuen Rekruten, um meine Näharbeit vereinbarungsgemäß abzuliefern, denn der Befehl hatte „Lieferung in zwei Tagen!“ gelautet. ;-)

Donnerstag, 21. November 2013

Eine Herausforderung

…und noch ein Folgeauftrag.
 
Die Besprechung mit meiner Herrin am gestrigen Morgen über den von dem neuen Rekruten erhaltenen Nähauftrag bescherte mir nun doch eine Menge Arbeit, da die Entscheidung meiner Herrin anders ausfiel als erwartet. Kurz vor dem Einschlafen hatte ich mir nämlich noch überlegt, dass es sicherlich nicht so gut aussieht, wenn eine Kajira der heimsteinangehörigen Schneiderin und Gefährtin des Hauptmanns Konkurrenz im Nähen macht. Doch da die Herrin nun schon seit einiger Zeit verreist ist und der Krieger sicherlich nicht ewig auf sein neues Oberteil warten will, komme ich wohl tatsächlich nicht drum herum, meine Nähfähigkeiten unter Beweis zu stellen, was aber eigentlich auch kein Problem darstellen dürfte. Solch ein einfaches Männeroberteil ist ja nicht so kompliziert wie ein Kleid für meine Herrin.
 
Außerdem meinte meine Herrin, dass ich mich bei meinen Tuniken ja auch nicht ganz dösig anstelle, selbst wenn die eine oder andere dann nach ihren Maßstäben doch etwas zu knapp ausgefallen ist. Wobei ich diese kleinen Schönheitsfehler immer ganz gut mit meinen langen Haaren kaschieren kann… wie gut, dass der Rarius auch lange Haare hat. Dann also mal heran an diese ehrenvolle Aufgabe, über die ich mich ehrlich gesagt natürlich auch freue, da sie in meinen Augen doch ein wenig ahnen lässt, dass der Herr mir wohl ein wenig zugetan sein muss. Etwas bange bin ich zwar, ob ich das Teil tatsächlich zu seiner vollsten Zufriedenheit hinbekommen werde, aber bei meinen früheren Herren hatte sowas eigentlich auch immer geklappt.
 
Da meine Herrin gestern gesundheitlich immer noch nicht auf der Höhe war, sauste ich mal wieder alleine in die Stadt, um mich als erstes um die Beschaffung des Stoffes zu kümmern. Ich hatte Glück, dass Shanis Platz neben ihrem Herrn leer war, weil sie einen der Krieger bediente, sodass ich den Händler gleich danach fragen konnte, wann er oder seine Kajira denn Zeit für mich hätten. Toll, es klappte super, denn Shani war kurz danach fertig mit dem Servieren. Allerdings wurde meine Stoffbeschaffung noch kurz von einer Feuerwarnung unterbrochen, die sich aber glücklicherweise als Fehlalarm oder eigentlich als Hirngespinst herausstellte.
 
Einer der Krieger muss vom anstrengenden Waffentraining wohl so benusselt gewesen sein, dass er den unter der Tür des Badehauses hervorquellenden Wasserdampf nicht vom Rauch eines Feuers unterscheiden konnte. Mir kam natürlich sofort der Gedanke, dass ihm die vor kurzem vom Bohnenverzehr stammenden, äußerst üblen Gase wahrscheinlich das Hirn zersetzt oder zumindest dauerhaft vernebelt hatten, doch irgendjemand meinte, der Spaßvogel hatte mit seinem Feueralarm bestimmt bloß erreichen wollen, dass die badenden Herrinnen voller Panik nackig aus dem Badehaus gelaufen kamen… was sie aber natürlich nicht taten!
 
Die kurze Beratung mit Shani im Kontor ihres Herrn bestätigte mir übrigens, dass ich mit meiner Schätzung von vier Ah-il genau richtig lag, denn sie empfahl mir die gleiche Stoffmenge, sodass ich nach einem kurzen Tratsch mit ihr über die Aussicht, dass sich möglicherweise ein neuer Schmied in Jorts niederlassen will, mit dem roten Kriegerstoff von dannen ziehen konnte. Diese Neuigkeit wollte ich natürlich meiner Herrin gleich erzählen. Doch ich hatte Pech, sie schlief bereits als ich nach Hause kam, sodass ich mich leise wieder aus dem Staub machte, um sie nicht zu stören.
 
Auch wenn der Hauptmann zwischenzeitlich anscheinend einige der angeschwemmten Reisekajirae entsorgt hatte, waren in der Herberge alle Herrschaften bereits bestens mit Getränken versorgt worden, sodass ich darüber nachdachte, ob ich mich nicht zurückziehen sollte. Doch ich hatte diesen Gedanken noch gar nicht zu Ende gedacht, als der neue Krieger mir durch einen eindeutigen Fingerzeig zu verstehen gab, dass er mich neben sich wünschte… eine Aufforderung, der ich nur zu gerne nachkam. Ich versuchte mich natürlich von meiner besten Seite zu zeigen und hüllte mich daher wohlerzogen erst einmal gekonnt in Schweigen, um das Gespräch des Herrn mit dem Händler und der Bäckerin nicht zu stören, denn die Schreiberin hatte sich bereits zurück gezogen.
 
Erst als der Krieger etwas von muffigen Gerüchen in seinem Haus erzählte, die er mit Kräutern zu bekämpfen gedachte, wagte ich ihm den Vorschlag zu machen, es vielleicht mal mit dem Öffnen von Fenstern zu versuchen, denn die Luft von Jorts ist ja sehr gut und Durchzug kann ja Wunder wirken. Komischerweise teilte er mir daraufhin mit, dass er auf diese wie ich finde einfache Lösung gar nicht gekommen war, schmunzelte allerdings dabei. Aha, er wollte sich anscheinend lustig über mich machen, wurde dann aber wieder ernst und erzählte mir, dass seine Möbel eine ganze Weile eingelagert gewesen waren und jetzt anscheinend die reinigenden Hände einer Kajira brauchen, um vom Staub befreit zu werden.
 
Ich gestehe, irgendwie hatte ich ein wenig darauf gehofft, dass seine Wahl dabei auf mich fallen würde, denn er hatte sich von meiner Herrin ja bereits am Vortag die Genehmigung geholt, dass ich ihm zur Hand gehen darf, wenn sie mich nicht benötigt. Und so war es tatsächlich. Obwohl eine der Stadtkettensklavinnen zur Verfügung stand, fiel seine Wahl auf mich… ich bekam also die Ehre eines Folgeauftrags! ;-)

Mittwoch, 20. November 2013

Reisezeit für freie und unfreie Frauen?

Mist, hatte ich womöglich irgendetwas nicht mitbekommen… war heute auf der Herbergsterrasse etwa ein Treffen der Häkelkränzchen-und-Frauen-unter-sich-Gruppe? Denn dort saßen wirklich ausschließlich freie Frauen, die von einem genauso großen Schwarm mir unbekannter Sklavinnen umlagert wurden, sodass ich es ehrlich gesagt diesmal nicht als meine Aufgabe ansah, dort zu bedienen… die so gewaltig angewachsene Stadtkette war zahlreich genug vertreten. In mir keimte die Vermutung auf, ob vielleicht ein entnervter Kapitän eine ganze Schiffsladung Reisekajirae in Jorts entsorgt hatte?
 
Wo waren denn eigentlich die ganzen Krieger… hatten die vor der weiblichen Übermacht etwa Reißaus genommen? Nagut, einige Rarii waren natürlich auf Wache und sorgten für die Sicherheit von Jorts und später hörte ich, dass die Krieger eine Besprechung in der Feste gehabt hatten. Aber auch der Händler war ahnlang nirgends zu entdecken. Einziger männlicher Lichtblick war der Lederarbeiter, der auf der Bank vor dem Brunnen saß. Leider kam ich nach meiner Begrüßung jedoch nicht mehr dazu, ihn wegen seines ungewohnten Sitzplatzes auszuhorchen, denn ich wurde von einer Fremden angesprochen, die ich vorher überhaupt nicht bemerkt hatte, weil sie etwas zurückgezogen auf einem der Fässer neben der Terrasse hockte.
 
Die offensichtlich allein reisende Unbekannte erkundigte sich bei mir nach einer Versklavung und begann mich über das Aussehen und den Verkauf einer Kajira zu befragen oder vielmehr versuchte sie es. Ich hatte nämlich noch fast nichts erzählt, als mich der Lederarbeiter bremste und mir befahl, meine Klappe zu halten. Oh je, hatte ich etwas Falsches gesagt? Die Fremde schien offensichtlich auf ein Mädchen gelauert zu haben, das ohne ihren Herrn oder Herrin alleine unterwegs war, um dieses auszuhorchen. Insofern war ich wohl das perfekte Opfer für sie gewesen, da meine Herrin nicht anwesend war und ich die Fragen von Freien natürlich zu beantworten habe, auch wenn sie nicht dem Heimstein von Jorts angehören. Nur hatte diese Herrin nicht mit der Aufmerksamkeit des Lederarbeiters gerechnet, der aufgrund der mir gestellten Fragen anscheinend hinterhältige Absichten bei der Fremden vermutete.
 
Welche Absichten das waren, stellte sich dann heraus, als letztendlich ein Wort das andere gab und die immer lauter werdende Frau ohne Heimstein, ohne Kaste und vor allem ohne Benehmen dann auch noch Beleidigungen über Jorts von sich gab… wahrscheinlich sah sie keinen anderen Weg mehr, um endlich unterworfen zu werden. Dem Sattler blieb nichts anderes übrig, als ihr mit dem Kennel zu drohen, damit sich der Hauptmann später der Sache annehmen konnte. Wie gut, dass meine Herrin inzwischen auf der Terrasse eingetroffen war und mir sofort den Kennelschlüssel aushändigte. Pech aber für die angebliche Freie, dass der Lederarbeiter sie nur einsperrte und ihr nicht den Gefallen tat, sie auf die Knie zu zwingen.
 
Besonders gut fand ich übrigens, dass eine von den angeschwemmten Vulos meiner Herrin ihre Honigmilch kochte, denn ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, weil ich der beleidigenden, so vehement um einen Kragen bettelnden Fremden ja noch ihre Unterkunft aufschließen musste. Bedauerlicherweise war mir jedoch auch nach der Schlüsselrückgabe keine Zeit gegönnt, mich um meine Herrin zu kümmern, da nun der neue Rekrut mit einer merkwürdigen Frage auf der Terrasse auftauchte. Er wollte wissen, ob eine der Kajirae nähen kann. Was für eine Frage, selbstverständlich kann ich nähen und war mir eigentlich ziemlich sicher, die anderen Mädchen können das ebenfalls.
 
Ich bin natürlich keine Schneiderin, bekomme aber kleinere Reparaturen an Kleidungsstücken ganz gut hin und habe mir auch schon die eine oder andere Tunika zusammengepfriemelt. Allerdings musste ich erst kürzlich der Sängerin eingestehen, dass mir dabei auch schon das eine oder andere Missgeschick oder auch mal eine krumme Naht passiert ist. Eigenartigerweise antwortete keine der anderen Kajirae auch nur einen Piep auf die Frage des Herrn, sodass ich mich hilfsbereit wie ich ja nun mal bin verpflichtet fühlte, mich zu melden. Ich vermutete, dem Herrn war nur irgendein Knopf abgerissen oder eine Naht geplatzt und war mir daher ziemlich sicher, so eine kleine Kriegerklamottenreparatur bestimmt hinzubekommen. Doch es kam irgendwie anders……
 
Erst eine ganze Weile später kehrte ich zu meiner Herrin auf die Terrasse zurück und nutzte auch sofort die Gelegenheit, um ihr zumindest ein paar Andeutungen über meinen Auftrag ins Ohr zu flüstern. Leider blieb nur vor dem Schlafengehen nicht mehr genug Zeit, um darüber noch etwas ausführlicher zu sprechen… das werde ich heute aber nachholen und zwar gleich nachdem meine Herrin aufgestanden ist. ;-)

Dienstag, 19. November 2013

Rätsel gelöst

Als ich am gestrigen Morgen meine Augen aufschlug, stellte ich erschrocken fest wie spät es bereits war, denn das Zentralgestirn stand schon recht hoch am Himmel. Wobei mein erhöhter Schlafbedarf nach den letzten sehr erregenden, dafür allerdings mit zu wenig Schlaf einhergegangenen Nächten eigentlich nicht weiter verwunderlich war. An diesem Tag hätte ich jedoch beinahe die Rückkehr meiner Herrin von ihrem Landsitz verschlafen… zum Glück allerdings nur fast.
 
Bevor meine Herrin für „Terrasse, Milch & Co.“ aber ihr Haus verließ, wollte sie wie immer natürlich erfahren, was während ihrer Abwesenheit in Jorts so alles losgewesen war und natürlich auch, ob es Anlass für Beschwerden über mich gegeben hatte, was natürlich nicht der Fall war… im Gegenteil. Nagut, die kleine Sache mit dem Unmut über meine fehlende Hilfe beim Ankleiden des neuen Kriegerrekruten habe ich ihr selbstverständlich gebeichtet. Doch da solche Männerdienste zu den Dingen zählen, über die meine Herrin keinerlei detaillierte Information hören möchte, konnte ich sie schnell ablenken, zumal es ja auch noch das Rätsel mit der Kupfermünze und der Zeichnung vor der Tür zu lösen galt.
 
Der Detektivsinn meiner Herrin lief bereits auf Hochtouren, bevor sie überhaupt die im Boden inzwischen leicht verwischten Striche vor der Haustür betrachtete. Doch auch sie konnte sich keinen wirklichen Reim aus der gefundenen Kupfermünze, dem Vogel mit geringeltem Bauchgefieder, einem Eimer, dem Schwert, einem Muskelmann mit Bratpfanne in der Hand und den in verschiedene Richtungen zeigenden Pfeile machen. Meine Herrin vermutete sogar, dass dies möglicherweise eine Kennzeichnung der Wachen an ihrem Haus sein könnte… nur zu welchem Zweck sollte die dienen? Wir rätselten ausgiebig hin und her, kamen jedoch zu keinem Ergebnis.
 
Es war jetzt also definitiv Zeit für einen Gang in die Stadt. Vielleicht konnte einer der Krieger Auskunft geben. Außerdem eignete sich die rote Kaste vermutlich sowieso besser als Spurenleser. Wobei Fenris wegen Unabkömmlichkeit des Hauptmanns aufgrund seines Wachdienstes nicht in Frage kam. Dabei hätte ich das Stinkeviech dafür als ganz nützlich angesehen. Die Terrasse war wie immer außerordentlich gut besucht… eigentlich perfekt für unsere Forschungen… nur war sie diesmal so gut besucht, dass sämtliche Sitzkissen bereits besetzt waren. Wenn nicht die Bäckerin meiner Herrin freundlicherweise ihr Kissen angeboten hätte, hätte sie am anderen Tisch oder auf der Holzbank Platz nehmen müssen, wodurch ihre detektivische Spurenerforschung wahrscheinlich um einiges erschwert worden wäre.
 
Wobei sich die mysteriösen Bodenmalereien vor der Haustür meiner Herrin dann doch erstaunlich schnell aufklärten, da der Törtchenkrieger… also der, dem ich auf dem Markt seine Törtchen beim Bezahlen halten durfte, weil er sonst mangels freier Hände nicht in seinen Geldbeutel hätte langen können… bei der Schilderung des geringelten Vogels sogleich hellhörig wurde und nachfragte, ob es vielleicht auch eine Biene sein könnte. Wir erfuhren von ihm, dass seine Sklavin den Bienenstock und damit auch den Honig nicht dem Kriegerbauern zugeordnet hatte, sondern meiner Herrin… daher auch die Münze direkt hinter der Tür, die sie als Bezahlung einfach unterdurch geschoben hatte, weil niemand zu Hause gewesen war.
 
Nach dieser flotten Rätselauflösung flitzte ich selbstverständlich umgehend noch einmal nach Hause, um schnell die irrtümlich erhaltene Kupfermünze zu holen, denn der Verkauf des Honigs war mittlerweile längst mit dem Kriegerbauern geklärt worden. Der Sklavin des Törtchenkriegers schien es übrigens schon wieder nicht in den Kram zu passen, dass ich bei der Münzrückgabe so dicht neben ihrem Herrn kniete. Mir war ihr Unmut darüber schon einmal aufgefallen, als ich ihrem Besitzer einen Paga servieren durfte, weil sie nicht anwesend war. Da sie dann jedoch plötzlich doch noch auftauchte, hatte ich ihretwegen sogar auf einen längeren Serve und jegliches Bezirzen ihres Herrn verzichtet… aber egal.
 
Zu meiner Freude legte der Krieger diesmal nicht nur seine Kriegerhand auf meinen Schenkel, sondern unterhielt sich auch noch mit mir über meine Dienste, da der neue Rekrut sich ihm gegenüber wohl recht angetan über meine rotseidenen Fähigkeiten geäußert hatte. Ich hoffe nur, dass der Herr mich dann nicht aus Rücksicht auf seine Kajira dann plötzlich doch recht schnell fort gewunken hat und dass diese nicht zu den Prinzessinnen gehört, die ihre Herren steuern. Vielleicht war ihm ja aufgefallen, dass meine Herrin immer noch auf ihre Honigmilch wartete. Andernfalls würde ich diesen Krieger nämlich in meine geheime Schublade zu den anderen HerrCHEN stecken, von der allerdings niemand etwas weiß… Törtchen hin oder her.
 
Obwohl an diesem Tag eine Art Kajiraschwemme über Jorts hereingebrochen war… meine Herrin vermutete, die Kajirareisezeit habe mal wieder begonnen… freute ich mich riesig, dass der neue Rekrut meine Herrin fragte, ob er meine Dienste gelegentlich in Anspruch nehmen darf, wenn sie mich nicht braucht… wogegen sie selbstverständlich nichts einzuwenden hatte. Es ging ihm aber nicht nur um das Servieren von Paga, sondern auch um meine Dienste, wenn meine Herrin auf ihrem Landsitz weilt und gestern vor allem um einen Verbandwechsel. Er hatte nämlich immer noch keine eigene Sklavin und litt unter einer alten Verletzung, für deren Behandlung ihm die Heilerin eine Salbe verordnet hatte, die ich nun behutsam auf sein Bein auftragen durfte.
 
Ich hoffe nur, meine Herrin war durch das Gespräch mit dem Rarius soweit abgelenkt, dass sie nicht bemerkt hat, was für Phantasien bei meinen sanften Berührungen dieses Männerbeins schon wieder in mir aufkeimten. Wobei… wie sollte sie… solche Details sind ihr, einer stets auf ihren untadeligen guten Ruf bedachten freien Frau, doch gänzlich fremd! ;-))

Montag, 18. November 2013

Ende mit Schrecken

…oder doch Schrecken ohne Ende?
 
Nachdem ich mich früh am gestrigen Morgen geschmeidig wie eine Gianni aus den starken Armen des laut schnarchenden Kriegers gewunden hatte, um ihn nicht aufzuwecken, nahm ich erst einmal ein erfrischendes Bad im Vosk. Leider ist die Jahreszeit in Jorts inzwischen so weit vorangeschritten, dass die Temperaturen nur ein kurzes Schwimmvergnügen erlauben. Wobei ich sowieso nicht mehr lange im Wasser bleibe, da ich inzwischen viel zu viel Schiss vor irgendwelchen gefährlichen Tieren habe, auf deren Speiseplan ich nicht stehen möchte.
 
Meine Arbeiten und Pflichten im Haus meiner Herrin waren recht schnell erledigt und alles für ihre Rückkehr vorbereitet, sodass ich wie immer in die Stadt trödelte, um mich dort noch ein bisschen nützlich zu machen. Innen vor der Haustür fand ich vor dem Verlassen des Hauses merkwürdigerweise einen Kupfertarsk, der dort am Vortag noch nicht gelegen hatte und daher nicht aus ihrem Geldbeutel herausgefallen sein konnte, da meine Herrin ja schon zwei Tage auf ihrem Landsitz weilte. Draußen entdeckte ich dann noch eine eigenartige in den Boden geritzte Zeichnung, aus der ich jedoch nicht ganz schlau geworden bin. Sie stellte eine Art Vogel mit geringeltem Gefieder dar, an dessen Fuß anscheinend ein Eimer hing. Zusätzlich waren noch Pfeile in verschiedene Richtungen angegeben und ich glaube ein muskelbepackter Herr dargestellt… aber vielleicht ging da auch meine rotseidene Phantasie schon wieder mit mir durch.
 
Leider wagte ich bei meiner Ankunft in der Herberge nicht gleich den beiden anwesenden Kajirae Fragen zu den Kritzeleien im Boden zu stellen, denn Freie würden bestimmt keine Zeichnungen vor die Haustür meiner Herrin in den Boden ritzen. Leider waren die beiden jedoch fleißig mit Servieren beschäftigt, denn die Terrasse war bereits gut besucht und es strömten noch weitere Freie zu diesem beliebten Treffpunkt. Da der Herr von Nini sich die Kurt des Hauptmanns auslieh und dann mit ihr verschwand, bekam ich sogar reichlich zu tun, denn nun hatte ich mal wieder das Ganze. Mich hätte ja sehr interessiert, worum es bei der Strafe von Nini ging, doch das bekam ich leider nicht mit, weil ich zwischendurch so oft in der Küche zu tun hatte.
 
Außerdem muss ich auch gestehen, dass ich die Gespräche am Tisch auch nur mit halbem Ohr verfolgte. Die unbelehrbare Bäckerin, die sich seit einigen Tagen mächtig ins Zeug legt, um sich endgültig um ihren Kopf und noch mehr in einen Kragen zu reden, wollte nun anscheinend sogar einen Rechtsstreit anzetteln, obwohl ich denke, dass der Sattler ihr ein überaus faires Kompromissangebot wegen der geplatzten Gefährtenschaft gemacht hat. Aber was soll’s, ich muss nicht verstehen, was in dem Kopf dieser Freien vor sich geht, die sich permanent erdreistet, Männer öffentlich zu beleidigen und dies auch noch als ihr gutes Recht ansieht. Ohne den Schutz des Heimsteins von Jorts, allerdings mit dem der Gastfreundschaft, wagte sie nun sogar auch noch den Rat zu beleidigen. Ich denke, diese Frau hat nicht nur Haare auf den Zähnen, wie der Hauptmann immer sagt, sondern auch eine große Portion Watte im Kopf… aber das sage ich natürlich nicht laut.
 
 
Wie gut, dass die Streitsüchtige alsbald wieder von dannen gerauscht ist, sodass der Schrecken zumindest vorerst ein Ende hatte. Alle Herrschaften atmeten nach ihrem lautstarken Abgang sichtlich auf und widmeten sich friedlicheren Themen. Wobei ich gestehen muss, dass die überzogenen Übernachtungspreise, erhöhten Blackwinepreise und Wucherpreise für unausgebildete Kajirae und irgendwelche Kriegerallüren… ähhmmm, Kriegerideen wollte ich natürlich sagen… nichts waren im Vergleich zu den Ablenkungen, die mir die beiden Herren neben mir in Form von diversen Knuffs und anderen Berührungen zukommen ließen, während sie ausgiebig ihrem Paga frönten, sodass ich mehrfach die Luft aus ihren Trinkgefäßen herauslassen musste… was mir natürlich bei diesen beiden Herren immer eine wirklich große Ehre und Freude ist.
 
Am Ende des Abends galt meine Aufmerksamkeit dann jedoch besonders dem erst recht spät von seiner Wache zurückgekehrten Krieger. Er war nämlich ziemlich ungehalten darüber, dass ich ihm am Morgen nicht beim Ankleiden geholfen hatte. Ich befürchte nur, dann wäre er wahrscheinlich zu spät zur Wache erschienen. ;-))

Ein toller Tag

Hach… vorgestern fing der Tag echt gut an. Ich befürchtete zwar, die beiden Krieger beim Spielehaus mit meinem Auftauchen in ihren Überlegungen zu einem Kaissaspiel zu unterbrechen, doch dem war offensichtlich nicht so, auch wenn Rawis Herr bereits Platz genommen hatte. Er teilte mir mit, dass hübsche Personen nie stören und machte deutlich, dass er mich dazu zählte… nur den Hauptmann anscheinend nicht. Huch, was war das denn auf einmal? Sonst hatte sich der Herr doch immer ziemlich negativ darüber geäußert, dass er mich und vor allem meinen Po zu mager findet! Aber ok… ich sah natürlich sofort ein, dass einem goreanischen Mann zumindest manchmal mein Anblick dann doch offensichtlich besser gefällt, als der seines Hauptmanns. Wobei ich natürlich finde, dass sich das Hinterteil des Hauptmanns durchaus sehen lassen kann… und nicht nur das!
 
Leider kamen die beiden Herren aus welchem Grunde auch immer auf mein angeblich vorlautes Mundwerk zu sprechen. Irgendwie weiß ich wirklich nicht, was damit ständig los sein soll, so still wie ich doch immer bin. Trotzdem zog ich es vor, mich nun lieber hinzuknien und mich möglichst klein und unsichtbar zu machen. Vorher hatte ich dem Hauptmann allerdings noch kurz meine blitzenden weißen Zähne gezeigt, die absolut keiner erneuten Mundspülung bedurften. Leider passierte es dann, dass ich mal wieder zu laut dachte und meine Gedanken dann auch noch nur gemurmelt hatte, was der Hauptmann ja überhaupt nicht ausstehen kann. Vermutlich hat er es mit den Ohren? Zum Glück habe ich diese Erkenntnis lautlos gedacht und bin wegen seines Hörschadens sogar vorsorglich etwas dichter an ihn herangerutscht, auch wenn ich mich nun in Reichweite möglicher Kopfnüsse befand.
 
Puh, was für ein oberperfekter Zufall, dass sich kurz darauf einige Krieger dazu gesellten, denn ich hatte mich gerade im Luftanhalten geübt, weil die beiden Herren nun darüber fachsimpelten, ob es reicht den Kopf einer Sklavin aus Erziehungsgründen 2 Ehn unter Wasser zu drücken oder ob 5 Ehn doch besser sind. Mir war bei meiner Übung leider sofort klar geworden, dass ich eine so lange Zeit mit dem Kopf unter Wasser wohl nicht überleben würde. Kein Wunder also, dass ich sofort gelobte, mich ab sofort nur vorbildlich zu verhalten. Doch das gefiel Rawis Herrn immer noch nicht, denn er empfahl dem Hauptmann, mir für eine solche Lüge mindestens noch eine weitere Mundspülung zu verpassen. Die vom Training zurückkommenden Herren waren aber wie gesagt meine Rettung, denn nun waren andere Themen natürlich wichtiger, als fiese Strafmaßnahmen für eine unschuldige Kajira.
 
Unter den Rarii befand sich auch ein Herr, den ich zuvor noch nie gesehen hatte… wobei das bei dem derzeitigen Zustrom in der roten Kaste von Jorts natürlich nicht weiter verwunderlich ist, denn ich bin selbstverständlich nicht das Empfangskomitee für jeden Krieger, der sich bei den jortsschen Wachen verdingen will. Erstaunlich war nur, dass der neue Rekrut es gleich geschafft hatte, dem ersten Schwert von Jorts einige unangenehme blaue Flecken beizubringen, sodass er nun zur Entschädigung eine Runde Freipaga ausgeben musste. Mangels anderer Kajirae wurde mir die Ehre zuteil, die Männer bedienen zu dürfen. Ich bekam dadurch zwar nicht mehr mit, was der Hauptmann mit dem Händler und dem Kriegerbauern noch beratschlagte, doch ich muss ja auch nicht alles wissen.
 
 
Tja, was soll ich sagen… der Tag fing vorgestern nicht nur gut an. Nein, er blieb auch gut, denn ich war durch den Freipaga einer erneuten Mundspülung entkommen und durfte nun einen Krieger bedienen, der sehr deutlich zum Ausdruck brachte, dass ihm meine Gesellschaft und mein anschmiegsames Wesen nicht unangenehm waren. Leider wurde meine Glückssträhne zwischendurch allerdings unterbrochen, weil ich einen Befehl des Hauptmanns befolgen musste, nachdem der sich dazu gesellte. Er hatte mich zuvor noch angewiesen, ich möge ihn an irgendetwas erinnern, wenn ich seine Sklavin sehe und die kniete inzwischen neben ihm. Mit meiner Erinnerung folgte nun leider jedoch etwas, was mir nicht so wirklich oder eigentlich überhaupt nicht zusagte, das ich hinterher dann aber ganz schnell wieder von mir abspülen durfte.
 
Nein, keine Mundspülung schon wieder… der Hauptmann befahl seine Sklavin und mich hinter sein Haus. Auf dem Weg dorthin schwante mir bereits Schlimmes, was meine Schritte immer zögerlicher und kürzer werden ließ, da sich dort ja der Sleenkäfig mit Fenris befand. Oder hatte der Herr sich etwa schon wieder neues Mobiliar für seinen Haushalt gekauft, das ich nun zusammen mit seiner Kajira hineinschaffen sollte? Der Sklavenkäfig, den ich vor kurzem einweihen durfte, war ja auch nur bis hinters Haus geliefert worden. Leider ging es tatsächlich um Fenris, dem angeblich immer noch eine Geruchsprobe von mir fehlte und von der Neuen des Hauptmanns ebenfalls. Dabei hatte der Sleen doch bereits mehr als reichlich Gelegenheit gehabt an mir zu schnuppern, als er vor dem Haus meiner Herrin Wache gehalten hatte und von mir täglich sein Futter bekam.
 
Doch das reichte offensichtlich nicht, um meine Spur aufnehmen zu können, falls ich mal geklaut werden sollte… was aber sowieso nicht passieren wird und wenn doch, dann hat ein möglicher Entführer eh am Hafen vermutlich schon die Nase voll von meinem Gezeter. Mist, der Hauptmann ließ nicht mit sich reden und ich war auch noch die Erste, an der Fenris nun riechen sollte, weil er zu Beginn solch einer Schnüffelei immer besonders hungrig ist und der Hauptmann sein Eigentum lieber einem gesättigten Sleen anbieten wollte. Pah, es mag ja durchaus sein, dass der Herr an seiner eigenen Sklavin inzwischen besonders hing und mich lediglich als eine Abwechslung im Speiseplan seines Sleen ansah… nur war ihm trotzdem bewusst, was meiner Herrin schon für unglaubliche Summen für mich geboten worden waren? Darüber habe ich natürlich nichts verlauten lassen, denn Eitelkeit steht einer gut erzogenen Kajira nun mal nicht. Mir blieb nichts anderes übrig, als mich vor Angst erbärmlich zitternd in mein Schicksal zu ergeben.
 
Wie befohlen streifte ich meine Tunika ab und legte mich mit hinter dem Kopf verschränkten Armen und gespreizten Schenkeln auf dem Rücken ins Gras. Resigniert schloss ich nicht nur meine Augen, sondern irgendwie auch mit meinem Leben ab… beinahe allerdings auch meine Schenkel, als ich die sabbernde Schnauze des Sleen zwischen meinen Beinen spürte. Es kam jedoch noch schlimmer. Der grässliche Gestank des Sleen wurde noch heftiger und benebelte förmlich meine Sinne, sodass ich nicht mal mehr einen letzten Gedanken an meine Herrin senden konnte, denn das Viech arbeitete sich weiter an meinem nackten Körper nach oben und hinterließ dabei eine dicke, ekelhafte Schleimspur auf meiner nackten Haut. Dagegen ist die fiese Haut auf der gekochten Milch für meine Herrin echt nur ein kleiner Vuloschiss.
 
Fast wie durch Watte hörte ich durch das Rauschen meiner Panik den zu diesem Zeitpunkt vollkommen überflüssigen Befehl des Hauptmanns stillzuhalten und nicht zu reden, als das Biest auch schon seine nasse Schnauze nacheinander in meine Achselhöhlen drückte. Dabei konnte ich mich starr vor Angst sowieso nicht mehr regen und war erstaunlicherweise auch kein bisschen mehr kitzelig. Wahrscheinlich stand ich kurz vor einer Ohnmacht. Ich glaube, mein Herz muss wirklich ganz knapp davor gewesen sein, mit dem Schlagen einfach aufzuhören. Doch dann war plötzlich alles vorbei… der Hauptmann riss seinen Sleen zurück und befahl mir, mich zu waschen und weiter in der Herberge zu bedienen.
 
Immer noch total benommen und kurz davor, mich wegen des ganzen stinkenden Sabbers auf meiner Haut übergeben zu müssen, flitzte ich wie in Trance, aber dennoch so schnell ich konnte zur Pumpe hinter der Herberge, wo es mir nicht nur gelang, die ekeligen Schleimspuren von meiner Haut zu schrubben, sondern durch das kalte Wasser auch meine Lebensgeister zurückzuerlangen. Während ich meine Tunika wieder überzog, machte sich eine gewaltige Erleichterung in mir breit, gepaart mit einer großen Portion Zufriedenheit über meine tolle Leistung. Dabei war es mir vollkommen egal, dass ich mich nicht abgetrocknet hatte und sich der dünne Stoff deswegen wie eine zweite Haut an mich schmiegte. Es zählte in diesem Moment nur eines… ich hatte tatsächlich überlebt!
 
Es sollte jedoch noch besser kommen, denn der Tag war noch nicht zu ende. Dem neuen Rekruten fiel nämlich sofort auf, wie deutlich sich meine weiblichen Reize durch den feuchten Tunikastoff abzeichneten… riss mir das eh schon knappe Teil vom Körper und erlaubte mir zu vorgerückter Ahn dann, nachdem sich die Terrasse geleert hatte seine Felle zu wärmen. So fand ein toller Tag mit zwischendurch viel Aufregung ein sehr erregendes Ende!