Donnerstag, 7. November 2013

Berühmt für mein Mundwerk?

Traditionsgemäß fand auch diese Hand wieder das übliche Waffentraining statt… für mich wie immer die perfekte Gelegenheit nicht nur den Kriegern zuzuschauen, sondern auch Dark zu treffen…
Hach, was waren Dark und ich uns mal wieder einig, als die Nackte des Hauptmanns von ihrem Herrn mit einer Kopfnuss begrüßt wurde. Dark meinte, sie liebe jede Kopfnuss, die eine andere Sklavin kassiert. Während ich den trainierenden Männern nur noch weniger aufmerksam zuschaute, kam mir nach kurzer Überlegung in den Sinn, dass ich mich auch schon mal über einen Kopfditscher gefreut hatte. Ich glaube nämlich, es gibt solche und solche… und gelegentlich war wohl auch einer darunter gewesen, der mir gezeigt hatte, dass ich wahrgenommen worden war. Dark konnte das nicht so ganz nachvollziehen und bot mir prompt ihren Herrn an, weil der anscheinend genug davon verteilt… aber ihr Herr ist ja leider zum Landei geworden.
 
Mit dem Auftrag des Brauereikriegers, ich müsse mich nach der Abreise der Sängerin wieder um seine Brauereikessel kümmern, kamen wir schnell vom Thema ab, denn Dark wusste noch gar nichts davon, mit wem die singende Herrin ständig zusammen ist und platzte inzwischen fast vor Neugier. Außerdem hat sie einen sehr ähnlichen Männergeschmack wie ich, sodass ich ihr die Neuigkeiten über den gutaussehenden Bootsbauer nicht vorenthalten wollte. Natürlich kamen wir auch auf den Lederarbeiter und seine fast oder doch nicht Zukünftige zu sprechen, deren Gefährtenschaftspläne nun wohl endgültig gestorben sind.
 
Allerdings konnten wir nicht mehr zu Ende erörtern, welchen dieser beiden interessanten Herren wir nehmen würden, wenn wir wählen dürften, denn die Sängerin hatte ja nicht nur den Bootsbauer an der Angel, sondern auch schon dem Lederarbeiter schöne Augen gemacht. Ständig pausierten jedoch Krieger in unserer Nähe, die unser Getratsche hätten hören können, denen wir aber selbstverständlich unsere Aufmerksamkeit widmen mussten, denn wir wissen schließlich was sich gehört für wohlerzogene Kajirae, zu denen wir ja nun mal zählen… finde ich jedenfalls. Labernde Damen sind wir jedenfalls nicht. Leider bekam ich dann bei der Fortsetzung unseres Kajiratratsches bedauerlicherweise überhaupt nicht mit, dass meine Herrin im Anmarsch war.
 
Was für eine Freude! Ich glaube, ich strahlte von einem Ohr zum anderen, denn so richtig dran geglaubt hatte ich ehrlich gesagt nicht, dass sie tatsächlich wie angekündigt Mitte der Hand zurück sein würde. Wahrscheinlich war das eine Schutzmaßnahme, um nicht enttäuscht zu sein, wenn sich ihr Schiff dann doch verspätet. Hätte ich wirklich mit ihr gerechnet, wäre meine Wahl selbstverständlich auf eine andere Tunika gefallen und nicht auf das knappe Teil mit nur einer Brust bedeckt. Zum Glück sind meine Haare jedoch lang genug und außerdem kommentierte meine Herrin mein Aussehen lediglich damit, dass sie weiß wie ich aussehe und sie sich außerdem unglaublich wenig Sorgen darum macht, sich beim Anblick meines nackten Busens nicht mehr kontrollieren zu können.
 
Nein, meine Herrin interessierte viel mehr, was es mit der gescheiterten Gefährtenschaft des Lederarbeiters auf sich hatte, weil sie offensichtlich beim Herannahen ein paar Fetzen meines Gesprächs mit Dark mitbekommen hatte und war nun genauso neugierig wie Dark, denn ihr fehlten ebenfalls die letzten Aufs und Abs dieser nun offensichtlich beendeten Beziehung. Ich fand die Aussage des Hauptmanns, die Bäckerin hat auch dort Haare, wo keine hingehören eigentlich eine perfekte Zusammenfassung für das Scheitern und glaubte, damit sämtliche Erklärungen ein wenig abkürzen zu können, denn ich wollte meine Herrin möglichst schnell über meine Fehler in Kenntnis setzen, damit sie auf die Beschwerden der zänkischen Bäckerin über mein Verhalten vorbereitet war.
 
Mist, die Sterne standen nicht allzu günstig für mich, da meine Herrin unter leichtem Kopfweh litt, dass sich bedauerlicherweise anscheinend gerade sehr spontan zu verschärfen schien, wie sie dem sich dazu gesellenden Hauptmann mitteilte. Leider ließ sie sich aber auch nicht umstimmen, erst einmal Milch mit reichlich Honig zur Nervenberuhigung zu trinken oder noch mal nachzuschauen, ob sie woanders vielleicht etwas vergessen hat. Nein, ich sollte unbedingt sofort beichten, wie immer die unangenehmen Geschehnisse zuerst… wobei sie tatsächlich behauptete, die anderen Dinge würden sicher viel länger dauern. Hach, wenn es doch nur so gewesen wäre!
 
Als ich schließlich meine schlimmsten Bäckerin-Hauptmann-Brüskierungen, einschließlich der Mundspülungsbestrafung des Hauptmanns gebeichtet hatte… übrigens eine Strafe, von der meine Herrin wie zu erwarten natürlich sehr angetan war… meinte sie erstaunlicherweise leise seufzend zu Dark, warum die nicht besser auf mich aufgepasst hatte. Dark fühlte sich von einem solchen Vertrauensbeweis natürlich sofort gebauchpinselt, musste dann allerdings eingestehen, dass sie nur auf mich aufpassen kann, wenn sie nicht gerade Stubenarrest auf dem Landsitz ihres Herrn hat. Sie sagte damit selbstverständlich nicht Falsches, aber auch nicht alles, denn sie ließ einfach weg, wie oft sie Stubenarrest hat… nämlich eigentlich ständig.
 
Zum Glück tauchte dann die Nackte auf und ich hoffte, meine Herrin ein wenig abzulenken, indem ich sie über den Zuwachs an der Kette des Hauptmanns informierte. Als meine Herrin sich darauf prompt nach Katy erkundigte, über die ich jedoch ebenfalls nichts Genaueres wusste, fiel mir siedend heiß wieder ein, was mir der Hauptmann vor etlichen Tagen aufgetragen hatte. Ups, fast hätte ich wirklich vergessen zu erzählen, dass er meine Herrin wegen Katy zu sprechen wünscht und wie gut, dass ich das gerade noch losgeworden war, denn schon stand der Hauptmann vor der Nackten, um sie zum Händler zu schicken, damit sie Stoff für eine Tunika holt… ihre andere hatte ich auf seinen Befehl ja verbrannt.
 
Mist, manchmal ist die Hilfsbereitschaft meiner Herrin nicht wirklich hilfreich… zumindest für mich nicht. Ausgerechnet als es jetzt spannend wurde und ich mir erhoffte, etwas über den Verbleib von Katy zu erfahren, schickte sie mich mit der Nackten los, um ihr das Haus des Händlers zu zeigen. Was für ein Segen, dass ich mich nur noch manchmal verlaufe und in diesem Fall sogar ohne Umwege dorthin fand. Als Shani dann die Tür öffnete, sah ich zu, dass ich zurück zu meiner Herrin kam, denn ich hatte zuvor gerade noch mitbekommen, dass der Hauptmann erwähnte, es gehe um den Verkauf einer Sklavin und er anscheinend meiner Herrin gegenüber wegen irgendwas im Wort steht.
 
Mist, ich war doch nicht schnell genug, auch wenn der Krieger in diesem Fall behauptete, zu schnell. Vermutlich schickte meine Herrin mich deswegen nun erneut weg, um ihren Geldbeutel aus dem Haus zu holen, sodass ich tatsächlich keine Details mitbekam, auch wenn ich wie der Blitz hin und herflitzte. Ich erfuhr nur noch, dass meine Herrin Katy kaufte und erhielt den Auftrag, sie zur Not an den Haaren vor die Tür zu zerren, falls sie auf die Idee kommen sollte, sich im Haus zu verstecken. „Kein Problem meine Herrin, ich bin ja für mein Generve berühmt“, erwiderte ich selbstsicher und konnte überhaupt nicht verstehen, wieso der Hauptmann darauf laut lachend „und für dein Mundwerk!“ ergänzte. ;-))

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