Donnerstag, 28. November 2013

Ein interessanter Flug

Auch wenn das laute Klingen der Schwerter vom Waffentraining der Krieger bis zum Haus meiner Herrin zu hören war… das ursprünglich an diesem Tag geplante Flottenmanöver auf dem Fayheen war seitens Kasra anscheinend mangels Ruderern abgesagt worden… zog es mich erst einmal zum Gasthaus. Ich wollte natürlich in Erfahrung bringen, ob der Händler, mein geheimer Schwarm und langjähriger guter Freund meiner Herrin, meine Dienste benötigte und vor allem, ob er gut geschlafen hatte. Anscheinend ja, denn er war bereits auf dem Weg zum Trainingsplatz der Wachen vor der Festung... ich durfte ihn begleiten. Dort hatte ich auf Befehl eines Kriegers sowieso zu erscheinen, um den neuen Rarii als Fesselungsobjekt oder als Verletzte zu dienen… ein Dienst, der mir ehrlich gesagt nicht unangenehm, aber beim Anblick meines Lieblingshändlers irgendwie total entfallen war. Hauptsache mich schlug keiner der Herren wirklich KO, um das Binden einer Gefangenen noch etwas echter zu gestalten.
 
 
Doch ich hatte Glück, dass ich dem neuen Rekruten bei seinen Übungen dienen durfte, der auf jegliche überflüssige Härte verzichtete, weil er meiner Herrin wohl nicht Rede und Antwort über meine blauen Flecken stehen wollte… vielleicht mag er mich ja auch tatsächlich ein wenig? Merkwürdigerweise schienen ihn nur meine Seiden bei den Fesselungen zu stören, sodass er nach kurzer Rücksprache mit dem anderen neuen Krieger, dem Beispiel des Hauptmanns mit Katy folgte und mich ebenfalls entkleidete. Uff… ich stehe ja dazu, dass ich gerne nackt bin, es immer sehr genieße, von Männern angeschaut zu werden und mich auch nicht ungerne von rauen Kriegerhänden betüdeln lasse… in diesem Fall also beim Fesseln. Aber bei diesen für mich ziemlich erregenden Übungen des Kriegers nun eine Gefangene zu spielen, die sich dagegen sträubt gefangen zu werden oder eine Schwerverletzte, das war wirklich eine ziemliche Herausforderung. Wobei… mein Stöhnen war wohl ziemlich echt.
 
Leider verzog sich mein Oberlieblingsherr alsbald Richtung Herberge. Ich vermute, dass ihn die ausdauernden Fesselungsübungen letztendlich vielleicht sogar ein wenig ärgerten, da ich ihm nun nicht mehr zur Verfügung stand. Aber was sollte er machen, es war ein wichtiges Training für die jortsschen Krieger, die demnächst demselben Heimstein angehören wie meine Herrin… insofern konnte er nur zurückstecken. Zwar nicht ums Zurückstecken, dafür aber äußerst ausdauernd ums Zurückhalten ging es übrigens dem neuen Rekruten, als er meine Seiden nach Beendigung des Trainings einfach mit ausgestrecktem Arm in die Höhe hielt, sodass ich nicht dran kam… auch nicht auf Zehenspitzen stehend. Ich bin eben doch eher eine relativ kurz geratene Portion Kajira. Mit gierigen Blicken über meinen Körper wandernd, meinte der Herr nur schmunzelnd, dass ihm mein nackter Anblick viel besser gefällt und genoss meine vergeblichen Versuche offensichtlich.
 
Hin und her gerissen, denn so wie er mich anschaute, liefen mir schon wieder kribbelnde Schauer über den Rücken… allerdings nicht weil mir kalt war… bemühte ich mich trotzdem darum, meine Kleidung zurückzubekommen und fing an, in die Luft zu hüpfen. Ich musste ja leider jederzeit mit dem Auftauchen einer Herrin rechnen und wollte natürlich jeglichem Gezeter wegen meiner Nacktheit aus dem Weg gehen. Doch nun wurde der Krieger plötzlich von noch mehr Ehrgeiz gepackt, als vorher schon bei den anderen Übungen. Leider war ich so erstaunt, dass ich einfach nicht schnell genug reagierte und tatenlos, aber gleichzeitig fasziniert zuschaute, wie der Herr in einer fließenden, äußerst schnellen Bewegung seinen Bogen vom Rücken nahm, meine Kleidung auf die Spitze eines Pfeils piekte und den Pfeil dann abschoss.
 
Huiiihhh… was für ein Flug! Pfeil und Seiden segelten in elegantem Bogen quer über die große Wiese vor der Festung und landeten gegenüber auf einem Dach… dem vom Haus der Bäckerin. Tja und nun… was sollte ich meiner Herrin erzählen über den Verbleib meiner Seiden? Noch ehe ich mich von meiner Begeisterung über diesen wirklich genialen Weitschuss, gepaart mit meinen Erklärungsbefürchtungen erholt hatte, wurde ich von dem Herrn gepackt und quer über die Wiese gezogen. Voller Anerkennung durfte ich nun beobachten, wie geschickt er sich an der Hausecke nach oben hangelte und mir letztendlich meine Seiden zurück gab… was für ein Mann! Wobei es ihm natürlich nur um seinen Lieblingspfeil ging! 
 
Leider tauchte jetzt die zu Recht erstaunte Bäckerin auf, für meinen Geschmack allerdings viel zu schnell. Sie hatte sich verständlicherweise über die ungewohnten Geräusche auf ihrem Dach gewundert, sodass ich dem Herrn meine Dankbarkeit, zumindest zu diesem Zeitpunkt nicht mehr so richtig zeigen konnte.
 
 
Der Krieger lud seine Nachbarin nämlich zu einer Tasse Tee in sein Haus ein, da er anscheinend noch einen Auftrag des Hauptmanns zu erfüllen hatte. Mit mir als Anstandskajira war die Gelegenheit für eine Unterredung mit der Herrin unter vier Augen wohl recht günstig. Na gut, ein Hauptmannsbefehl hatte selbstverständlich Vorrang… aber vielleicht bekomme ich ja noch eine andere Chance, mich zu bedanken? ;-))

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