Freitag, 13. Dezember 2013

„Alles Schöne geht auch mal vorbei…

…doch das gibt uns die Möglichkeit uns zu erinnern und uns auf etwas Neues zu freuen“. Worte meiner Herrin über einen sehr schönen Abend…………
 
Leider hatte ich mich mit meinen Arbeiten ein wenig verzettelt, sodass ich erst zur Festwiese kam, nachdem die Sängerin bereits am Trällern war. Meine Herrin hatte es sich schon an einem der als Sitzgelegenheit dienenden Strohballen bequem gemacht und neben ihr entdeckte ich einen der beiden Rekruten, den ich still für mich immer noch den Baumkrieger nenne, weil er seinerzeit doch in Jorts einen Baum gepflanzt hatte. Eigentlich hatte ich ja vorgehabt, meiner Herrin von hinten einfach die Augen zuzuhalten und leise „Buh, meine Herrin“ in ihr Ohr zu hauchen, denn so abgelenkt wie sie durch den Krieger neben sich war, hatte sie mein Nähern bestimmt nicht mitbekommen. Doch ich besann mich gerade noch rechtzeitig und flüsterte ihr lieber ein eher angebrachtes „Tal meine Herrin“ ins Ohr, um den Gesang nicht zu stören.
 
Den Rarius neben meiner Herrin bedachte ich mit einem ebenso geflüsterten Gruß und wurde dafür von dem lachenden Herrn mit Durchwuscheln belohnt. Während Darks Herr sich prompt zu meiner Herrin umdrehte, als er meinen Namen hörte und sich mit einem breiten Grinsen in meine Richtung erstaunt darüber äußerte, dass ihre Kettenletzte nun auch da ist, erlaubte meine Herrin mir, dass ich tanzen, springen und was auch immer darf, da an diesem Abend ein wenig gefeiert wurde. Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen, zumal sich der Baumkrieger ebenfalls zum Tanzen entschloss und zwar mit mir! Kein Wunder also, dass ich so tat, als hätte ich Kettenletzte von Darks Herrn überhört. Außerdem korrigierte meine Herrin ihn sowieso, denn ich darf immer noch ihre Erste sein, da sie ja mehr als eine Kajira an der Kette hat.
 
Hach, der Baumkrieger war ein wirklich toller Tänzer… er wirbelte mich durch die Luft, pfiff laut oder sang schräge die Melodien mit und stampfte total aus dem Takt mit mir über die Wiese. Ein oberperfekter Grund für mich, mit meinen nackten Armen seinen Nacken zu umschlingen und mich an den Rarius anzuschmiegen. Ab und an stieß der Herr meinen grazilen Sklavenkörper zwar von sich, hielt meine Hände aber ganz fest gepackt, um mich sofort wieder an seinen muskulösen Kriegerkörper zu ziehen, kaum dass ich eine kleine Drehung gemacht oder mein nacktes Bein in einem eleganten Bogen durch die Luft geschwungen hatte. Lustig fand ich den Hinweis eines Kriegers aus Enkara, der den Tanz meines Baumkriegers anscheinend schon eine Weile beobachtet hatte. Er meinte nämlich lachend, er soll bloß nicht versuchen, einem Bosk Konkurrenz zu machen, sondern lieber tanzen.
 
Das ließ mein Supertänzer natürlich nicht auf sich sitzen, salutierte dem anderen Krieger prompt und wirbelte mich lachend wie ein Flagge herum, während er voller Selbstbewusstsein so eine Art „was-bin-ich-wieder-gut-Blick“ aufsetzte und ich eine vorsichtige Kontroller meiner nackten Füße riskierte, die sich gefährlich oft, äußerst dicht neben den Riesentretern des Herrn befanden. Leider wanderten die Augen des Herrn nur immer wieder mal zu meiner Herrin. Höflichkeit hin oder her, dieser Umstand gefiel mir selbstverständlich nicht so wirklich gut, sodass ich schließlich mit meiner flachen Hand diese Blickrichtung etwas abschirmte und den Krieger kess anblitzte. Zum Glück war der Herr bestens gelaunt, sodass diese Frechheit außer lachendem Augenrollen keine Konsequenzen hatte und ich von den starken Kriegerarmen erneut herumgewirbelt wurde.
 
Leider siegte bei dem Herrn schließlich doch die Höflichkeit gegenüber meiner Herrin. Er beendete den Tanz und wollte mich zu ihr zurückschicken, da er bereits in Sorge um ihr Hinterteil war. Er vermutete nämlich, dass darin inzwischen womöglich einige Strohhalme steckten, die ich herauszuziehen hatte. Doch ich fand einfach, die Strohzupfaktion hatte noch ein wenig Zeit. Darks Herr stand nämlich ganz alleine auf der Wiese, nachdem er zuvor mangels Kajira mit einer Stange hatte tanzen müssen… natürlich erst, nachdem er die Standfestigkeit des Tanzpfahls mit kritischem Rütteln geprüft und offensichtlich als nicht feindlich gesonnen befunden hatte. Ich glaube, er gab irgendetwas von sich wie „Tanzen ist auch nur eine Form von Schwertkampf“.
 
Was nun kam war irgendwie schwierig, weil ich ja leider immer so schüchtern bin und mich auch nicht mit einem Schwertkämpfer messen wollte. Mir stand der Sinn natürlich nach ganz anderem. Nach einem kurzen Blick zu meiner Herrin, die mich jedoch nicht zu vermissen schien, so angeregt wie sie sich jetzt mit meinem Baumkrieger unterhielt, lief ich schnell zu Darks Herrn, damit ihn mir keine andere wegschnappen konnte. Hach, was für ein toller Herr… er machte es mir einfach, indem er mir erst einmal Grüße von Dark ausrichtete, da ich ihn vor kurzem gebeten hatte, ihr von mir welche zu bestellen, weil sie zurzeit auf seinem Landsitz leider nicht abkömmlich ist und ich sie besonders Mitte der Hand immer sehr vermisse. Danach wagte ich dann tatsächlich mal vorsichtig zu fragen, ob er gesehen habe, mit wem und wie gut ich mit dem Krieger getanzt hatte. Schließlich nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und fragte ihn tatsächlich, ob er das vielleicht auch kann.
 
Uff… alleine die beiden Finger dieses Herrn unter meinem Kinn zu spüren, ist es allemal wert gewesen, meine Schüchternheit zu überwinden. Doch es wurde noch viel besser!! Während ich bei der Berührung fast dahinschmolz, meinte der Krieger schmunzelnd, ich darf es ausprobieren, packte mich gleichzeitig an den Hüften, um mich an sich zu ziehen und dann tanzte er mit mir!!! Wow, ich fühlte mich, als würde ich in den Armen dieses Herrn schweben und bin bestimmt errötet, als er mir schmunzelnd sagte, dass ich mich auf meinen Füßen fast so sicher bewege wie auf meinem Rücken.
 
Mir blieb nur zu erwidern, denn ich bin ja immer ehrlich, dass ich doch gar nichts dafür kann… bei so starker Führung, geht auch das Tanzen wie von alleine… und wurde lachend als Charmeurin bezeichnet, obwohl das ein Titel ist, der doch von ihm selbst bereits gepachtet ist. Leider war die Gesangsvorstellung dann plötzlich vorbei, sodass auch dieser Tanz nach meinem Geschmack viel zu früh endete… allerdings mit den Worten „Du fühlst dich wie immer nach mehr an Dina“… was für ein Lob!
 
Ich glaube, meine Herrin sah mir genau an, was in mir vorging, als ich mich leise seufzend und innerlich glühend neben sie kniete, denn sie wollte wissen, ob ich eine Runde in den Vosk muss oder ob es noch geht. Doch da die beiden Herren ja immer rechtzeitig genug gekniffen… also den Tanz mit mir beendet hatten, wollte ich natürlich sagen… ging es noch so einigermaßen und ich brauchte keine Abkühlung im kalten Flusswasser, zumindest gab ich das nicht zu, konnte ja aber auch nicht ahnen, dass meine Herrin mich mit den Worten „los komm her du Frechdachs“ in ihre Arme nehmen und mit mir tanzen würde.
 
Aufgewühlt wie ich ja sowieso schon war, fehlten mir echt die Worte, als der Händler trocken anmerkte, dass nun ein Schreittanz beginnt. Pah Schreittanz, ich funkelte ihn einfach nur an und schlang meine Arme ganz fest um den Hals meiner Herrin, damit sie ja nicht auf dumme Gedanken kommt… kam sie aber auch nicht. Sie ließ es tatsächlich zu, dass ich mich im langsamen Rhythmus unseres Tanzes ganz eng an sie schmiegen durfte. Das Schreiten kam erst hinterher, nämlich nachdem sie befohlen hatte: „Jetzt schreiten wir nach Hause Dina.“ :-)))
 
 

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