Freitag, 28. Februar 2014

Nicht mein Tag

Irgendwie hatte ich schlecht geschlafen… keine Ahnung warum. Meine Herrin war bereits sehr zeitig aufgebrochen, da sie noch sehr viel Arbeit für ihre Kaste zu erledigen hatte und danach dann gleich auf ihren Landsitz weiterreisen wollte. Da Katy sich ich weiß nicht wo herumtrieb, hatte ich also eine sturmfreie Bude, fühlte mich jedoch ein wenig verloren in dem großen Haus. Mir wurde klar, wenn ich keine Lust hatte, den ganzen Tag herumzugammeln, musste ich mich wohl aufraffen und vor die Tür gehen. Da ich eigentlich noch nie zu der Sorte „hoppla hier bin ich“ gehört habe, kostete es mich mal wieder einige Überwindung, alleine durch diese mir immer noch so fremde große Stadt zu laufen, aber zum Stadttor und Hafen war es zum Glück ja nicht weit.


Anscheinend tauchte ich für den Euchzer und die Gefährtin des Baumkriegers genau zum richtigen Zeitpunkt auf, denn kaum hatte ich einen kleinen Schluck Wasser am Brunnen getrunken, als der Herr mich zu sich zitierte und zwar sehr nahe vor sich. Ich befürchtete schon, in Anbetracht der Körpergröße des Kriegers demnächst womöglich Genickstarre zu bekommen, hatte diesen Gedanken jedoch noch gar nicht ganz zu Ende gedacht, als ich plötzlich von seinen kräftigen Kriegerhänden an den Hüften gepackt und hochgehoben wurde, sodass mein Gesicht nun genau vor dem des Rarius war. Erschrocken stützte ich mich an den muskelbepackten Schultern des Herrn ab und betrachtete fasziniert die angespannten Bizeps seiner Oberarme. 

Es ging dem Herrn jedoch nicht darum, der Herrin oder mir seine Kraft zu demonstrieren, denn er befahl mir nun, in sein Gesicht zu schauen und ihm zu sagen, ob er noch so aussieht wie sonst auch oder anders. Natürlich kam ich diesem Befehl umgehend nach, konnte jedoch nichts Ungewöhnliches in seinem Gesicht entdecken, was da nicht sonst auch war… außer dass sein Bart ziemlich stoppelte. Es war wohl einige Tage her, dass ihn seine Kajira rasiert hatte. Der Herr ermahnte mich nun, es gehe nicht um seine Bartlänge und ermahnte mich, ihm offen mitzuteilen, ob ich irgendwas Gelbes sehe. Erschrocken schaute ich den Rarius nun noch einmal besonders intensiv an, konnte jedoch keine ungewöhnliche Farbe an ihm entdecken und teilte ihm mit, dass in seinem Gesicht nicht mal ein Hauch von verschmiertem Vuloeigelb zu entdecken ist.

Oha, soviel denn zu offenem Sprechen. Ich vermute einzig der Umstand, dass ich entgegen der Behauptung der Kriegergefährtin auch sonst kein Gelb in seinem Gesicht entdeckt hatte, verschonte mich vor einer ernsteren Strafe. Ich wurde nämlich postwendend wieder auf dem Boden abgesetzt und angeherrscht, ich solle mir ja nicht anmaßen ihm zu unterstellen, dass er beim Essen kleckert, denn dann würde er mich in den Brunnen werfen und hinterher die Blasen zählen. Uff… wie gut, dass es mir dank meiner schlagartig zu einem schmalen Strich fest zusammen gekniffenen Lippen gelungen ist, diese Drohung nicht damit zu kommentieren, wie gut ich schwimmen und hervorragend tauchen kann, sodass es keine Blasen zu zählen gibt.


Auch wenn der Krieger vor Erleichterung über seine gesunde Gesichtsfarbe offensichtlich sehr sanft gestimmt war und mich nun sogar ein wenig kraulte, was sich wirklich gut anfühlte, war ich einigermaßen erleichtert fortgeschickt zu werden, da er der Meinung war, dass ich bestimmt noch Aufgaben zu erledigen hätte. Das hatte ich zwar nicht, aber es ist für eine Sklavin sicher auch nicht von Vorteil nichts zu tun zu haben, sodass ich mich nun Richtung Hafen davon machte. Dort hatte ich von weitem schon den Hauptmann mit dem Neunzehenkrieger und der Ärztin entdeckt. Auch wenn ich selbstverständlich nicht neugierig bin, was die Herrschaften zu besprechen hatten, gebot mir natürlich nun die Höflichkeit, mich zu ihnen zu gesellen, um sie zu begrüßen.

Nagut, mir war ja bereits am Morgen schon klar gewesen, dass wohl nicht mein Tag ist. Ich hätte vielleicht doch lieber zu Hause bleiben sollen. Nun erfuhr ich nämlich Dinge über die Ermittlungen in Sachen der angeschwemmten Wasserleichen, die nicht für meine Ohren bestimmt waren. Es nützte auch nichts, dass ich mich nach meinem Gruß möglichst unauffällig wieder nach rückwärts verdrückte und so tat, als hätte ich überhaupt nichts gehört… ich wurde zu absolutem Stillschweigen verdonnert. Die Androhung, gemeinsam mit Fenris in den Sleenkäfig eingesperrt zu werden tat dann ein Übriges, denn noch in der selben Ihn vergaß ich sofort alles, was ich gehört hatte und sah nun zu, mich auf der ziemlich vollen Terrasse ein wenig nützlich zu machen.

Dort waren übrigens auch der Rekrut, die Kriegergefährtin und der mysteriöse Fremde, die ich vor einigen Tagen durch die Stadt hatte führen müssen. Ich sagte ja schon, es war nicht mein Tag, denn irgendwie ging das ganze Hin und Her der Gespräche über den Angriff eines Nordmanns auf die Zeugmeisterin, das vermutlich tote Kailla des Baumkriegers, das von seiner Gefährtin geschlachtet worden sein soll, den merkwürdigen Fremden, der wegen ich weiß nicht was fast in einen ernsthaften Streit mit den Anwesenden geriet und irgendwelche Foltern mit Daumenschrauben total an mir vorbei, sodass ich mich schließlich nach Hause verdrückte, um mir sehr früh das Fell über den Kopf zu ziehen… es war eben nicht mein Tag. ;-)


Donnerstag, 27. Februar 2014

Mitte der Hand

…fand wieder das Waffentraining der Krieger statt. Seit dem Wiederaufbau von Jorts trainieren die Rarii allerdings in der neuen Arena unterhalb des Tarnturms, also nicht mehr auf der grünen Wiese, sondern auf sandigem Untergrund. Leider üben sie sich in der Waffenkunst aber auch in teilweise gewaltigen Staubwolken und suhlen sich in dem einen oder anderen Tarnfladen, falls ihre Kajirae nicht vorher mit Harken, Schaufeln und Eimern bewaffnet die ekelig großen Hinterlassenschaften der riesigen Vögel beseitigt haben. Seit dem Umzug meiner Herrin ins neue Haus und der zusätzlichen Einrichtung des städtischen Sklavenhauses war es mir leider bislang nicht vergönnt gewesen, den Kriegern beim Trainieren in ihrer neuen Arena zuzuschauen. Das wollte ich gestern nun endlich wieder tun, damit der Hauptmann oder vielleicht auch der eine oder andere Herr nicht erneut auf mein Daumendrücken verzichten mussten. Als zusätzlichen Glücksbringer für den Hauptmann und wegen meiner Lieblingsfarbe sowieso, band ich mir vorsichtshalber noch einen roten Gürtel um die Taille, denn nach mehreren Tagen in roter Tunika war mal wieder eine in den Kastenfarben meiner Herrin angesagt.

Die jortsschen Krieger waren natürlich wie immer sehr zahlreich vertreten, einschließlich des neuen Rekruten, den der Neunzehenkrieger anscheinend ein wenig unter seine Fittiche genommen hatte. Alles gut und schön… nur fehlten leider Plätze für die Zuschauer. Der steile Weg vor der Arena war dafür eigentlich nicht wirklich gut geeignet… aber die umfangreichen Bauarbeiten in Jorts sind wohl auch noch nicht beendet. Am liebsten hätten Lita und ich uns ja auf die Mauer gesetzt, doch das durften wir leider nicht, sodass uns nichts anderes übrig, als auf dem ziemlich steilen Weg stehen zu bleiben, denn vor dem Eingangsbereich der Arena drängten sich zwischendurch immer wieder die Krieger, die gerade Trainingspause hatten. Ich konnte von meinem Platz zwar wirklich ganz gut sehen, fühlte mich jedoch ein wenig unwohl, weil ich mich wegen der Hanglage oberhalb der Freien befand… ein sehr eigenartiges Gefühl für mich, das sich wegen des Andrangs jedoch nicht wirklich abstellen ließ. Immerhin fühlte sich meine Höhe neben meiner Herrin später wieder richtig an, nachdem sie sich irgendwann zu uns gesellt hatte und ich neben ihr kniete.


Solange ich noch stand, war das Herabschauen auf den Kopf des Hauptmanns übrigens nicht uninteressant gewesen. Ganz unauffällig konnte ich dabei einfach mal feststellen, dass in seinem dunklen Haar noch keine helle Strähne und auch keinerlei Ansatz für eine Glatze ist… aber darüber hielt ich selbstverständlich lieber meine Klappe. Er sprach mich nämlich auf meine Stadtführertätigkeit vom Vortag an und erkundigte sich vor allem danach, was der fremde, anscheinend aus Kasra stammende Herr sich alles angeschaut hatte. Seinem Hauptmannsbrummen war absolut eindeutig zu entnehmen, dass ihn mein Bericht nicht gerade zu Freudenausbrüchen verleitet hatte. Trotzdem sah er ein, dass ich nicht anders hatte handeln können und überlegt wohl nun, mit einer Bekanntmachung alle Bewohner von Jorts darüber zu informieren, dass nicht jeder Fremde einfach so durch die Oberstadt geführt werden darf. Zusätzlich trug er mir noch auf, auch den anderen Kajirae Bescheid zu geben.

Interessant war übrigens, auf meinem Weg zur Beschaffung von Getränken für die durstigen Krieger auf zwei Kajirae zu stoßen, die auf mich den Eindruck machten, der Spezies Reisekajirae anzugehören. Außerdem sisten sie ziemlich… also nannten sich ständig Sis, obwohl ihr Herr ihnen Namen gegeben hatte. Aber gut, die regionalen Sitten und Gebräuche sind teilweise wohl unterschiedlich. Mit meiner Vermutung über ihre Reiselust hatte ich mich jedenfalls gewaltig getäuscht, denn sie erzählten mir, dass sie einem überarbeiteten Sklavenhändler aus Enkara gehören, der sich momentan zur Erholung in Jorts aufhält, sich dafür ein Ferienhaus in der Unterstadt gemietet hat und anscheinend mit seiner Kastentätigkeit eine Weile pausieren möchte. Leider konnten die beiden Mädchen mir die Frage nach den Blumenzüchterinteressen ihres Herrn oder ob er womöglich sogar Pfeffer anbaut, nicht beantworten und mussten sich inzwischen auch beeilen, ihren Urlaubsherrn endlich zu finden… oder hatten sie genug von meinen vielen Fragen, mit denen ich sie löcherte?


Zurück bei meiner Herrin bemerkte ich dann, dass die Krieger bis auf den Hauptmann schon fort waren... vielleicht um sich den Staub von ihren Kajirae abwaschen zu lassen? Egal, ich platzte jedenfalls fast vor Mitteilungsbedürfnis und wollte die interessante Neuigkeit natürlich sofort erzählen, wurde von meiner Herrin jedoch erst einmal mit einer Mischung aus kritisch bis skeptisch von oben bis unten beäugt. Bevor ich überhaupt nur Luft holen konnte, wollte sie bereits wissen, ob ich unterwegs vielleicht einen Herrn getroffen und ihm zu Diensten gewesen war, ob noch alles an mir dran war und trocken oder ob ich wieder ins Hafenbecken gefallen war und ob ich noch erinnere, was sie tun wird, wenn ich unerlaubterweise wieder samt Tunika kopfüber baden gehe. Puhh… wie gut, dass ich diesmal gar nicht bis an die Kaimauer gekommen war und somit keinerlei Chance auf ein unfreiwilliges Bad gehabt hatte. Außerdem hatte mich gar kein Herr aufhalten können, da ja alle tollen Männer in der Arena gewesen waren.

Tja… meine Neuigkeit über den erholungsbedürftigen Kastenkollegen meiner Herrin stellte sich dann als bereits bekannt heraus und sowohl mein Daumendrücken als auch der Glücksbringer um meine Taille haben nicht wirklich funktioniert, so oft wie der Hauptmann in den Sand gebissen hat. Es gibt eben solche und solche Tage… aber beim Kriegertraining Mitte der Hand schaue ich trotzdem immer gerne wieder zu. ;-)))

Mittwoch, 26. Februar 2014

Stadterkundungen

Nachdem der Maler aus dem Haus war und ich alle meine Aufgaben erledigt hatte, zog es mich in die Unterstadt, die sich durch Hafen, Gasthaus, Taverne und die vielen Besucher immer mehr zum Zentrum von Jorts entwickelt. Als Erstes fiel mein Blick auf einen großen Aushang, mit dem der Baumkrieger nach seinem seit dem Inferno verschollenen Kailla sucht… ein in meinen Augen nicht gerade erfolgversprechendes Unterfangen, da die meisten Goreaner doch nicht lesen können. Aber einen Versuch ist es wohl wert, zumal der Text ja mit einem Bild des Tiers auf dem Plakat ergänzt wird. In Anbetracht der Tatsache, dass ich seinerzeit dem gefährlichen Biest heldenhaft eine ganze Schüssel Blut abzapfen musste… oder war das etwa doch nur eine kleine Schale mit dem roten Saft gewesen?… hoffe ich natürlich sehr, es hat sich nur im Wald versteckt und findet irgendwann den Weg zurück, mal abwarten.

Mir war übrigens nicht gerade viel Zeit vergönnt, in Ruhe über den Aushang zu sinnieren. Eine mir sehr gut bekannte tiefe Stimme, zitierte mich erstaunlicherweise diesmal nicht brummend, dafür aber ziemlich laut und unmissverständlich zu sich, sodass ich diesem Befehl umgehend nachkam. Es war der Hauptmann, der sich für meine Kenntnisse über Zäune interessierte, insbesondere einen ganz bestimmten, der sich vor der Arena befand und den Weg zum Tor versperrte. Oha, wie gut dass er mich hatte… denn ich konnte seinen Wissensdurst umgehend stillen, indem ich ihn über die Zaunbauaktivitäten der Sängerin aus Lydius vor der Arena am Vortag informierte, einschließlich warum wieso und weshalb der Zaun überhaupt erforderlich war und dass ich nur knapp dem Unglück entgangen war, als Fischfutter zu enden.


Wahh… irgendwie wollte er meine Erklärungen nicht so wirklich hören und schon gar nicht, wie knapp ich durch mein Langstreckentauchen das Eigentum meiner Herrin gerettet hatte, denn vor kurzem waren erst ein paar Wasserleichen gefunden worden… nur dafür interessierte ich mich wiederum nicht, da ich ja noch lebendig war. Bei seinem unverändert verärgertem Gesichtsausdruck wurde mir sofort klar, dass ich mir den Versuch wohl sparen konnte, seine Laune mit ein wenig rotseidenem Getue aufzubessern, denn darauf reagiert er ja auch sonst nur in ganz wenigen Ausnahmefällen, wenn er in wirklich obersuperguter Laune ist. Nein, es ging ihm einzig um den Zaun und es führte vor allem kein Weg daran vorbei. Ich musste die Bretter umgehend einreißen, was bei dem klapprigen Ding relativ einfach und schnell ging. Zusätzlich wurde mir befohlen, die Sängerin darüber zu informieren, dass sie für ihren illegalen Zaunbau ein Bußgeld von 10 Kupfer zu zahlen hat.

Immerhin kam ich um diesen unangenehmen Bußgeldauftrag dann herum. Kaum hatte ich den Zaun nämlich in seine Einzelteile zerlegt und alles am Rand des Weges gestapelt, da gesellte sich nicht nur meine Herrin zu uns, die übrigens genauso empört über die Wegsperrung war wie der Hauptmann, da sie die Sängerin am Vortag noch ermahnt hatte, den Weg nicht dauerhaft zu sperren, sondern auch die Zaunerbauerin traf ein. Es war wirklich ein großes Glück für mich, den Zorn der Herrin über das Bußgeld nicht über mich ergehen lassen zu müssen. Ich denke, an mir wäre ihre Wut bestimmt nicht einfach so abgeprallt wie an dem Hauptmann, der stur auf der Strafzahlung beharrte, sodass der Sängerin letztendlich nichts anderes übrig blieb, als ihren Geldbeutel zu holen. 

Ein Blick auf meine Herrin zeigte mir, dass sie inzwischen ihr Kreativgesicht aufgesetzt hatte und spielbegeistert wie sie ja immer ist nun anfing, über Alternativen für das Ballkullern nachzudenken. Hmmm… nach einem weiteren Tag mit einer Lederkugel stand mir eigentlich überhaupt nicht der Sinn, auch wenn ich ganz gerne mit Kugeln spiele… allerdings lieber mit viel kleineren, die nicht ins Wasser fallen. Ich bemühte mich jedoch, mir von meinen Gedanken nichts anmerken zu lassen, denn ich wollte meine Herrin natürlich nicht verärgern. Zu gut war mir noch im Gedächtnis, wie ungehalten sie auf mein unfreiwilliges Bad reagiert und was sie mir im Wiederholungsfall angedroht hatte.

Der Stadtrundgang des Neunzehenkriegers mit einem neuen Rekruten hätte daher zu keinem besseren Zeitpunkt an uns vorbeikommen können, weil die Überlegungen meiner Herrin nun durch das gegenseitige Vorstellen und Begrüßen unterbrochen wurden. Auch mich brachten die beiden gutaussehenden Männer natürlich sofort auf andere Gedanken, denn jetzt war natürlich erst einmal angesagt, meiner Herrin Ehre zu machen, indem ich mich mächtig ins Zeug legte, um dem neuen Krieger meinen wohlgeformten Körper von seiner besten Seite zu zeigen. Ich finde es einfach wichtig zu wissen, worauf und ob überhaupt Herren reagieren, denn es sind ja nicht alle wie der Hauptmann, der sich in der Öffentlichkeit und vor allem im Beisein von freien Frauen stets so oberperfekt beherrschen kann… leider.

Es liegt mir selbstverständlich vollkommen fern, mir auf meine Wirkung auf diese beiden Krieger etwas einzubilden. Trotzdem gefielen mir die inzwischen so gut bekannten Blicke des Neunzehenkriegers natürlich sehr, die mir jedes mal durch und durch gehen und es in mir kribbeln lassen… aber auch die des neuen Rekruten. Daher war ich total glücklich, als meine Herrin mir erlaubte, dass ich mir das Bad in der Unterstadt zeigen lassen durfte, von dem ich bislang überhaupt nichts wusste, geschweige denn wo es war. Na gut… ich gebe ja schon zu, dass mein Interesse wieder etwas über die Einrichtungen der Stadt zu lernen wegen besagter Blicke nicht so ganz uneigennützig war… obwohl mein Wissensdurst natürlich an erster Stelle stand.

Tja, es kam dann jedoch irgendwie gaaaaanz anders, auch wenn das Bad schnell gefunden war. Dem Krieger fiel anscheinend plötzlich ein, dass er meine Dienste für eine besondere Art von Tiefenreinigung dringend in seinem Haus benötigte, auf die ich natürlich sehr neugierig war. Ich gab zwar noch zu bedenken, dass meine Herrin auf mich wartete, gebe aber zu das wohl nicht so wirklich überzeugend rübergebracht zu haben. Auch wenn meine Herrin sich für die Details dieses Reinigungsdienstes sicherlich nicht interessiert, wird sie bestimmt begeistert sein zu erfahren, dass ich den Herrn so gut zufriedengestellt habe. Doch an diesem Tag konnte ich ihr davon nicht mehr berichten, da sie sich etwas eher zurückgezogen hatte. 


Ich lief nämlich auf dem Rückweg nach Hause erneut dem neuen Rekruten, der Gefährtin des Baumkriegers und einem Fremden über den Weg, die mich nun über meine Stadtführerkenntnisse aushorchten, auf die ich bei aller Bescheidenheit inzwischen doch ein wenig stolz bin. Auch wenn mir vieles leider immer noch unbekannt ist und ich mich oft verlaufe, bot ich selbstverständlich meine Hilfe bei einer Führung durch die Oberstadt an, die sich wegen der eigenartigen Fragen des Fremden nach und nach immer merkwürdiger gestaltete. Besonders sein ausgeprägtes Interesse für die jortsschen Wachen, Altar und Ratssaal, aber auch für den Kennel im Sklavenhaus ließ mich stutzen, sodass ich später nur ganz schlecht einschlafen konnte. Mir gingen einfach ein paar merkwürdige Gedanken über den Unterschied zwischen Interesse und Spionieren nicht aus dem Kopf, über die ich meine Herrin und vielleicht auch den Hauptmann wohl informieren sollte… oder mache ich womöglich aus einer Mücke ein Thalarion? Mal sehen… ;-)


Dienstag, 25. Februar 2014

Ganz schön rund so ein Ball

Nachdem nun erneut der Maler dagewesen war, um meiner wie immer am Ende der Hand auf ihrem Landsitz weilenden Herrin diverse Tapetenvorschläge zu unterbreiten… die hellen Wände haben ihrem etwas speziellen Geschmack natürlich nicht zugesagt… und auch die von ihr gewünschte zusätzliche Treppe zwischen ihrer Privatetage und dem städtischen Sklavenhaus eingebaut worden war, war ich ehrlich gesagt froh, mich endlich auf ihr weiches Fell zu flegeln, noch eine Weile über dies oder das zu sinnieren, bevor ich schließlich in meinen wie ich fand wohlverdienten Schönheitsschlaf sank. 

Einigermaßen ausgeruht war es daher nicht weiter verwunderlich, dass ich gestern entsprechend unternehmungslustig aufgelegt war, was allerdings nicht bedeutete, dass es mich danach gelüstete, sämtlichen Freien ohne eigene Kajira in Jorts ein Getränk zu servieren. Da bis zur Rückkehr meiner Herrin und ihrer anstehenden endgültigen Tapetenbeurteilung noch einige Zeit vergehen würde, sah ich also zu, vor die Tür zu kommen, um das neue Jorts ein wenig zu erkunden. Es war mir nämlich immer noch fast vollkommen fremd. Ich schlug als Erstes den Weg zum Stadttor ein, um mich ein wenig am Hafen umzuschauen und dort vielleicht sogar meine Herrin abzupassen. Wobei das eher Zufall gewesen wäre, denn mir nur ungefähr bekannt war, mit welchem Schiff sie kommen würde. 


Außerdem war ich auf der Suche nach der Taverne, die zusammen mit meiner Herrin natürlich keine mehr wäre, denn eine freie Frau mit ihrem tadellosem Ruf betritt eine solche Lokalität natürlich nicht, außer sie deklariert sie umgehend als Schankraum einer Herberge um. Erstaunlicherweise war meine Treffsicherheit enorm, denn ich fand die Taverne gleich auf Anhieb… allerdings ausgestorben. Aber egal, meine Entdeckungstour sollte ja noch weiter gehen und nicht bereits im ersten Etablissement enden. Die Marktstände am Hafen mussten auch noch inspiziert werden. Da jedoch keiner der Händler anwesend war, schlenderte ich recht schnell weiter. 


Die Gasse, die zum Platz vor dem Gasthaus führte, mied ich vorsorglich, um nicht von irgendeinem Freien mit ich weiß nicht was beschäftigt zu werden. Am Hof vorbei, wo ich demnächst die Vorräte im Haus meiner Herrin auffrischen will, lief ich weiter in den angrenzenden Wald. Leider kam dort ganz anders als geplant, sodass ich entgegen meinen Absichten recht schnell den Rückzug antrat. Nein, hinter mir war nicht schon wieder ein Sleen hinterher gewesen, sondern ich hatte ein riesiges, gefährlich aussehendes Spinnennetz in einer Baumhöhle entdeckt und wollte selbstverständlich nicht riskieren, die Eigentümerin dieses Netzes kennenzulernen oder womöglich auf ihrem Speisplan zu landen.


Meine Rückkehr nach Hause war gerade noch rechtzeitig, um meine Herrin nun bei der Kleiderwahl zu beraten, auch wenn der Bestand ihrer Kleider zurzeit immer noch sehr übersichtlich ist. Die meisten Roben hatten das Inferno zwar erstaunlicherweise überstanden, jedoch war ich mit der Reinigung der stark verrußten Stoffe immer noch etwas im Hintertreffen, da ich bislang keinen wirklich gut geeigneten Wasch- und Trockenplatz gefunden hatte. Mal abwarten, vielleicht gibt der Garten ja ein Eckchen dafür her, falls die Blumen dies zulassen, die meine Herrin bestimmt wieder pflanzen wird. Wobei… der Pfeffer wächst übrigens inzwischen schon wieder, denn sowohl meine Herrin als auch ich hatten in der nebligen Zeit vor dem Inferno vorsorglich ein paar Saatkörner in kleine Beutelchen getan, die wir stets bei uns trugen und daher wirklich auf alles vorbereitet waren.


Zum Glück war die Tapetenaussuchaktion irgendwann endlich erledigt und sogar die Kastenfarben meiner Herrin am Haus angebracht, sodass wir uns für einen kleinen Spaziergang vor die Tür wagten. Zumindest einige Häuser konnten wir übrigens sofort ihren Bewohnern zuordnen, denn der Garten mit Fenris kann nur zum Haus des Hauptmanns gehören und die grüne Kastenflagge am gegenüberliegenden Gebäude war eindeutig die der Ärztin. Wieso es ein Gästehaus für Krieger gibt, erschloss sich mir jedoch nicht mehr, denn meine Herrin war inzwischen an einem zweiten Stadttor angelangt, das gerade von den freundlichen Wachen für uns geöffnet wurde. Da meine Herrin nun zum Hafen strebte, musste ich zusehen hinterherzukommen.


Wie gut, dass wir einen anderen Weg als sonst genommen hatten. Der Hauptweg war nämlich von der Sängerin aus Lydius mit einem Holzzaun gesperrt worden. Sie hatte sich von dem Lederarbeiter einen Ball anfertigen lassen, den sie nun mit Begeisterung den Weg hinunter rollen ließ. Die Kunst dabei war, eine schmale Öffnung im Zaun zu treffen und dann aufzupassen, dass der Ball nicht ins Wasser rollte. Puhhh… eigentlich sah das auch überhaupt nicht schwierig aus. Während Katy mit dem Ball den Hang hinauflief, plusterte ich mich ziemlich torwartmäßig auf, indem ich vor der Öffnung leichtfüßig hin und her sprang, meinen Po dabei ein wenig herausstreckte und mit meiner gesamten Körperhaltung signalisierte, dass ich bestens gewappnet war, demnächst alles im Griff zu haben, nämlich den Ball.


Pah…von wegen! Das Ding kullerte elegant an mir vorbei direkt ins Hafenbecken… so ein Mist. Zum Glück gelang es Katy und mir, ihn mit einem Netz wieder herauszufischen, was sich als nicht so ganz einfach herausstellte, da er nämlich leider nicht schwamm. Übrigens im Gegensatz zu den gefräßigen Flussthalarions, die mitten in der Bucht eine Runde nach der anderen drehten und wahrscheinlich nur darauf lauerten, dass eine von uns ihren großen Zeh ins Wasser steckte. Diesen Gefallen taten wir den fiesen Wassermonstern natürlich nicht. Nein, ich sprang sogar ganz hinein, allerdings aus Versehen. Der blöde Ball konnte zwar nicht schwimmen, rollte dafür jedoch auch im nassen Zustand noch ausgesprochen gut… leider zu gut und vor allem schnell in Richtung Kai, kaum dass wir ihn herausgeangelt hatten.

Tja und so passierte es dann. In meinem Eifer das runde Ding zu stoppen, verschätzte ich mich leider total und landete mitsamt dem Ball im Wasser. Dort war natürlich angesagt Prioritäten zu setzen… erst den Ball der Sängerin oder erst das Eigentum meiner Herrin retten? Da ein Lederball bestimmt nicht auf dem Speiseplan von Flussthalarions steht, entschied ich mich sehr spontan für mein Leben und schlug den an der Oberfläche lauernden Fieslingen und ihren Sägezähnen ein Schnippchen. Ich tauchte einfach ein Stück und erreichte schließlich neben den Hafenanlagen sicher und wohlbehalten, allerdings sehr nass das rettende Ufer. Wie gut, dass ich nicht nur so super schwimmen, sondern auch lange die Luft anhalten kann!

Komischerweise war meine Herrin darüber überhaupt nicht so begeistert wie ich und drohte mir mit reichlich angesäuertem, äußerst ernstem Gesichtsausdruck sogar an, meinen Kragen an eine Kette anzuschließen, wenn ich zukünftig solche Bäder nicht zu verhindern weiß… warum muss ein Ball auch so rund sein? ;-)

Freitag, 21. Februar 2014

Begutachtung

Nachdem der Händler nach Ablieferung der Kastenflagge für das Sklavenhaus relativ schnell wieder verschwunden war… man konnte fast denken, er befürchtete womöglich doch noch Möbel schieben zu müssen, dabei war schon alles fertig… hatte meine Herrin nun endlich Zeit, den Neuzugang der Stadtkette erstmals zu begutachten und ihr einige Fragen zu stellen, deren Beantwortungen deutlich machten, dass das Mädchen in der Lage war mitzudenken. Während der kurzen Unterredung meiner Herrin mit dem Händler und Shani über ein paar Kleinigkeiten, die beim Sklavenhaus noch fehlten, war mir bereits aufgefallen, dass die Neue durchaus in der Lage war, sich auch einfach nur dezent im Hintergrund zu halten, wie es sich für eine Kajira gehört.


Nun war für die Neue jedenfalls der richtige Zeitpunkt gekommen, um meiner Herrin vom Kaufinteresse der Zeugmeisterin zu berichten. Außerdem informierte sie sie darüber, dass sie vorübergehend bei dem Lederarbeiter in Obhut gewesen war, damit sie die Verletzungen von Elena behandeln konnte. Aufgrund ihrer Vorbildung in der Heilerei wäre sie natürlich auch als Kajira der Ärztin prädestiniert, die ebenfalls schon länger eine Sklavin sucht. Allerdings steht diese Herrin als nicht Heimsteinangehörige von Jorts nicht allzu hoch in der Liste der Kaufinteressenten, auch wenn sie einer hohen Kaste angehört. 

Während das Mädchen zum Ausdruck brachte, dass sie selbstverständlich stets darum bemüht ist allen Herrschaften zu gefallen, tauchte schon der nächste Kaufinteressent auf. Es war der gut aussehende Bootsbauer, der zwar so tat, als wäre er auf einem Stadterkundungsspaziergang, sich aber sogleich nach uns Kajirae erkundigte. Leider erfuhr er nun von meiner Herrin, dass die eine ihr Widerworte gibt, die andere ihr gnädigerweise ihren Status als Freie bestätigt und die dritte ihr zumindest ein gutes Gedächtnis bescheinigt. Immerhin nannte sie keine Namen dabei, was diese tollen Beschreibungen jedoch nicht vorteilhafter für uns machte, sodass ich mich nun ein wenig in Positur brachte, um den Herrn etwas abzulenken und mir selbstverständlich jedes Widerwort dabei verkniff. 

Mir wurde schnell klar, warum der Spaziergang den Herrn zum Sklavenhaus gelenkt hatte und dass ihn die Ausführungen meiner Herrin über Widerworte & Co. nicht so wirklich interessierten. Er kam nämlich recht flott auf die neue Ware zu sprechen, die sich nun mit einem Münzmädchenblick ins Zeug legte. Für den Bootsbauer war es natürlich wichtig, ihre Nordtauglichkeit zu erfahren, blass genug war sie ja eigentlich und wurde sogar noch weißer, als sie die bewährte Methode der Läusebekämpfung in Vakur erfuhr. Dort wird in die Haare von Sklavinnen bei Verdacht auf Läusebefall einfach einige Tage lang eine Mischung aus Boskmist, grünem Paga und noch irgendwas Speziellem einmassiert. 

Während ich nun darüber grübelte, ob man dann nicht lieber gleich die Haare scheren sollte, wenn sie nach dieser Mische letztendlich doch ausfallen, meinte der Herr zu meiner Herrin plötzlich, dass ihre anderen beiden Kajirae auch nicht zu verachten sind und grinste mich dabei auf eine Art an, die mich vor Freude erröten und mir einen kribbelnden Schauer den Rücken herunterlaufen ließ, hatte ich doch angenommen, dass er nur Augen für die Stadtkajira gehabt hatte. Doch meine Herrin sorgte natürlich prompt für Abkühlung, indem sie nach einem Seitenblick auf uns betonte, dass dies die Meinung des Herrn sei und wir uns darauf nichts einzubilden hätten… pahh.

Als die Sprache dann auf Nordserves kam, wurde es übrigens richtig interessant. Während meine Herrin etwas von „Met über den Körper kleckern, anstatt vernünftige Becher zu nehmen“ von sich gab, klimperte die Neue schon wieder mit den Wimpern und fing peinlicherweise sogar an zu jarlen, was der Bootsbauer jedoch weitestgehend ignorierte. Stattdessen erklärte er meiner Herrin grinsend, dass es viel Geduld braucht, bis eine Sklavin es schafft, den Met nicht einfach an sich herunter zu kippen. Nun bin ich ziemlich gespannt, ob sie Katy und mich wie angekündigt tatsächlich bei dem Herrn in die Lehre schicken wird. Aber ich sagte ja schon oft, eine Kajira lernt eben nie aus.^^

Donnerstag, 20. Februar 2014

Eine Kajira lernt eben nie aus

Während meine Herrin noch zu arbeiten hatte, machte ich mich auf den Weg, um die Neue der Stadtkette zu suchen. Vorher wollte ich allerdings noch ein wenig die nähere Umgebung des Sklavenhauses in der Oberstadt erkunden. In Anbetracht meines schlechten Orientierungssinns fand ich dieses Vorhaben eigentlich ziemlich mutig… aber wächst nicht eine Kajira mit ihren Aufgaben?

Naja, zumindest nicht so schnell, um gleich nach dem ersten Mal ohne Verlaufen bereits über hohe Mauern schauen zu können, wie sich sogleich zeigen sollte. Es gelang mir nämlich ziemlich bald, die Stadtkettensklavin ohne langes Herumirren in der Stadt zu finden… oder war das Zufall? Egal, sie war im Gespräch mit dem Händler, bei dem sie sich nach dem Haus des Lederarbeiters erkundigte. Ach ja, schon vor einigen Tagen hatte sie mir davon erzählt, nun in seiner Obhut zu sein und ich leider noch nicht die Zeit gefunden, sie darüber aufzuklären, dass sie immer noch an der Stadtkette ist und somit in der Obhut meiner Herrin. Doch das musste noch kurz warten, da mir nun leider ein kleines Missgeschick passierte.

Wie es sich für eine Sklavin gehört, kniete ich mich nämlich zur Begrüßung des Händlers hin, verschwand dabei jedoch leider hinter einer Mauer und konnte den Herrn schlagartig nicht mehr sehen… er mich natürlich auch nicht, sodass ich schnell wieder aufsprang. Mist, waren alle Wege in der Oberstadt von solchen Mauern begrenzt, über die ich im Stehen zwar noch hinübersehen konnte, im Knien jedoch dahinter in Deckung war? Auch wenn Shanis Herr mir meine Unhöflichkeit wohl nicht weiter krumm nahm, werde ich diesen Umstand bei zukünftigen Begrüßungen von Freien bedenken müssen und mir jeweils einen strategisch günstigeren Standort suchen, damit die Herrschaften auch sehen können, wer da grüßt. In diesem Fall wäre es also besser gewesen, das Grundstück zu betreten und direkt vor dem Herrn auf die Knie zu sinken… eine Kajira lernt eben nie aus.

Ganz zufällig fand ich nun übrigens heraus, dass sich der Händler auf dem Platz für das öffentliche Kaissabrett befand und sein Wohnhaus genau dahinter war. Beim Anblick der großen Kastenflagge an seiner Hausfassade sprach ich ihn natürlich gleich darauf an, dass meine Herrin am Sklavenhaus gerne eine städtische Flagge in den Farben der Sklavenhändler haben würde und erfuhr, dass dies kein Problem darstellen sollte, da im Kontor anscheinend eine vorrätig war. Ziemlich guter Dinge mit meinem Erfolg, eine weitere kleine Aufgabe für meine Herrin erledigt zu haben, wollte ich mich nun mit der Stadtkettensklavin auf den Weg nach Hause machen. Leider war mir in den letzten arbeitsreichen Tagen jedoch der starke, besserwisserische Hang dieser goreanischen Zuchtsklavin entfallen, die mir nun zu erklären versuchte, dass sie nicht mitkommt. Sie meinte den Lederarbeiter finden zu müssen, weil sie sich in dessen Obhut befindet.

Zum Glück gelang es, dem Mädchen schnell klarzumachen, wie es in Jorts mit aufgegriffenen Kajirae und der Stadtkette gehandhabt wird, wenn nicht alles in Trümmern liegt, sodass meiner Rückkehr ins Sklavenhaus schließlich doch nichts mehr im Wege stand. Wobei die Neue diese Dinge auch nicht wissen konnte, da in den Tagen nach dem Inferno und der Zerstörung von Jorts alles etwas anders gewesen war und außerdem musste die Stadtsklavin natürlich tun, was andere Freie ihr sagen, wenn die örtliche Sklavenhändlerin mal nicht anwesend ist. Mit dem Einzug in das neue Jorts sollte nun hoffentlich wieder Normalität einkehren. Ein wichtiger Schritt dahin war natürlich, der Kajira jetzt endlich zu zeigen, wo das Sklavenhaus ist, was ich umgehend in die Tat umsetzte.


Erstaunlicherweise und offensichtlich gut für den laut knurrenden Magen der Sklavin, die anscheinend noch nichts gegessen hatte, fand ich auf Anhieb den richtigen Rückweg, obwohl ich mich an einer Weggabelung für links oder rechts entscheiden musste und danach dann noch die Schwierigkeit kam, nicht an der richtigen Gasse vorbeizulaufen. Außerdem wäre es mir peinlich gewesen, wenn der Händler mit Shani wegen meinen Verirrungen mit der Flaggenlieferung vor uns eingetroffen wäre. Denn kaum hatte ich der Neuen das Wichtigste im Haus gezeigt und ihr eine Schale Sklavenbrei hingestellt, klopfte es auch schon an der Tür.

Beim Öffnen wäre mir übrigens fast etwas Oberpeinliches passiert, das dank der Reaktionsschnelle des Händlers jedoch noch so gerade eben abgewendet werden konnte. Bei der Haustür handelt es sich nämlich um eine Rausschmeißertür, die nach außen öffnet, sodass ich dem Händler das Türblatt fast an die Nase geknallt hätte... aber zum Glück nur fast! Hoffentlich kann der Baumeister den Türanschlag noch verändern, wenn er die anderen Umbauwünsche meiner Herrin vornimmt, die sie noch mit Shanis Herrn besprochen hat. Ich hatte jedenfalls wieder etwas gelernt und so lange noch kein Umbau erfolgt ist, muss ich unbedingt dran denken, die Tür nur gaaaanz langsam und vorsichtig zu öffnen. ;-))

Mittwoch, 19. Februar 2014

Der Alltag kehrt zurück

..naja, fast jedenfalls. 

Die Privatetage meiner Herrin im städtischen Sklavenhaus ist natürlich noch nicht endgültig fertig, zumindest nicht ganz nach meinen Vorstellungen, was die eine oder anderer kleine Deko anbelangt. Außerdem habe ich die Schränke einfach noch ein wenig gerückt und einige Bilder umgehängt. Bei solchen Kleinigkeiten lässt meine Herrin mir zum Glück freie Hand, wobei ich mir nicht sicher bin, ob sie die paar Miniänderungen überhaupt bemerkt? Eine andere Nummer sind da natürlich ihre leider nicht weiter konkretisierten Wandanstrichwünsche, aus denen ich mich eigentlich weitestgehend heraushalten wollte, auch wenn sie Katy und mich damit beauftragt hat. Aber vielleicht ist das auch ganz gut so… nicht auszudenken, wenn sie irgendwelche plüschigen Ideen bekäme, um mich täglich an ihr Alter von 697 Jahren zu erinnern… oder ist sie gar nicht mehr so jung und schon 797? Oh je, hoffentlich schaffe ich es, darüber nicht laut nachzudenken!

Den Weg in die Unterstadt zum Gasthaus habe ich gestern übrigens erstaunlicherweise ziemlich schnell gefunden und ihn mir ganz fest eingeprägt, damit ich auch wieder zurückfinde. Der große Baum im Garten eignet sich nämlich nicht wirklich zum Flagge hissen. Die Äste sind dermaßen hoch, dass ich keine Chance sehe, dort hinauf zu kommen. Außerdem ist nur der unterste Ast abgestorben und ohne Laub, die anderen haben jede Menge Blätter, sodass die hier-ist-mein-Zuhause-Markierung wahrscheinlich gar nicht zu sehen wäre. Mal abwarten, vielleicht schaffe ich es ja in kleinen Etappen, nach und nach auch noch die Gassen der Oberstadt zu erforschen, denn wer wo wohnt wüsste ich schon ganz gerne. Selbstverständlich nicht aus Neugier, sondern falls ich mal einen Botengang zu erledigen habe. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Unterstadt.


Wie gesagt, den Weg zum Gasthaus fand ich fast auf Anhieb, wo übrigens schon wieder der Sleen tobte, da sich etliche Freie dort ihren Allerwertesten platt saßen. Ich glaube nämlich, meine Herrin ergatterte das vorvorletzte Sitzkissen. Zum Glück war es eines, das nicht so dicht an der Wand lag wie die anderen angeblich besseren, weil die einen Blick Richtung Hafen ermöglichten, bei denen man sich jedoch kaum vorbeiquetschen konnte, ohne den Freien anzurempeln. Dort auf der Terrasse war tatsächlich der Alltag zurückgekehrt, denn teilweise war kein einziges Kissen mehr frei, was natürlich zu einigem Murren führte, da nicht alle Herrschaften so flexibel wie der zu euchzende Krieger waren, der sich alternativ einfach auf seine Kajira gesetzt hätte. Spannend fand ich auch, sich in der ungewohnten Küche zurechtzufinden, nachdem ich sie endlich gefunden hatte und in das richtige Links eingebogen war. Geradeaus war nämlich eine Badestube… allerdings ohne Badegast.

Ebenfalls Alltag war auch, dass der Händler wie fast immer einen ziemlich gestressten Eindruck erweckte, der sich dank Shani jedoch mit einem medizinischen Beruhigungspaga einigermaßen behandeln ließ. Anscheinend hatte er sich über einen fremden Händler geärgert und wahrscheinlich war ihm ein Geschäft durch die Lappen gegangen, als der Fremde von dannen gerauscht war… aber vielleicht täusche ich mich da auch und alles war ganz anders, denn das Meiste war bereits vor meinem Auftauchen passiert. Wie gut, dass er zuvor nicht gehört hatte, dass Jorts Fähre von einem der Nordleute mit dem D-Wort bezeichnet wurde, das hätte die Gesichtsfarbe von Shanis Herrn vermutlich schlagartig in ein ungesundes, kräftiges Dunkelrot übergehen lassen. 

Es gibt übrigens auch einige Neuerungen. Z.B. sind jetzt Tiere auf der Terrasse und im Gasthaus verboten. Die Meinungen der Freien gingen darüber ja schon im alten Jorts eine ganze Weile hin und her. Die kleine Urt, die immer auf der Schulter des Euchzers sitzt und auch der Minibraten der Bäckerin, müssen künftig nun also zu Hause bleiben. Ach ja… und die Bäckerin kniet neuerdings hinter dem Euchzer… ist also doch nicht seine Gefährtin geworden, sondern seine Sklavin. Ob sie kniet oder steht finde ich eigentlich ziemlich unwichtig, Hauptsache ist doch, sie backt die leckeren Kringel zukünftig nicht nur noch für ihren Herrn!

Dienstag, 18. Februar 2014

Geschafft

Dank unermüdlichem Einsatz der fleißigen Baumeister und Handwerker, den Hilfslieferungen von Baumaterialien, Lebensmitteln und Gütern aller Art, konnten nun (nach ich weiß nicht wie langer Zeit^^) nicht nur sämtliche Häuser in Jorts Fähre neu errichtet werden, sondern auch viel größer und schöner. Die Stadt wurde allerdings nicht auf dem verbrannten Boden wiederaufgebaut, wo die Vegetation bestimmt noch etliche Märkte braucht, um sich zu erholen, sondern ein Stückchen weiter, sodass es überall herrlich blüht und grünt, aber alles auch total anders aussieht und ungewohnt ist. Auf Ratsbeschluss hatten die provisorischen Unterbringungen gestern jedenfalls ein Ende und alle Bewohner freuten sich, in ihre neuen Häuser umziehen zu können. Ein gewaltiges, irgendwie an einen großen Ameisenhaufen erinnerndes Gewusel begann, denn alle hatten nach dem Feuer natürlich sämtliche Einrichtungen neu bestellen müssen, die nun angeliefert werden konnten.


Ich bin mir übrigens sehr sicher, dass ich mich zukünftig wahrscheinlich ständig verlaufen werde und überlege schon, ob ich nicht grundsätzlich ein kleines Notfall-Überlebens-Paket bei mir haben sollte, falls ich mich verirre und nicht wieder nach Hause zurückfinde. Die Stadt erinnert mit ihrer innerhalb der Stadtmauer gelegenen Oberstadt und der Unterstadt außerhalb nämlich überhaupt nicht mehr an das Jorts vor dem Inferno mit seinem gemütlichen Dorfcharakter, den ich immer so gerne gemocht habe. Das D-Wort habe ich allerdings nicht mehr laut von mir gegeben nachdem ich mitbekam, dass einige Ratsmitglieder förmlich ausrasteten, wenn Jorts als Dorf bezeichnet wurde. Für meinen schlechten Orientierungssinn konnte es nach dem Wiederaufbau jedenfalls nicht schlimmer kommen. Meine finanziell ziemlich gut betuchte Herrin hat sich nämlich ausgerechnet in der Oberstadt mit ihren vielen total verwinkelten, teilweise an ein enges Labyrinth erinnernden Gassen ein Haus ausgesucht. Dabei sind Sklavenhändler doch in der niedrigen Kaste der Händler und wohnen in den meisten Städten wie andere Niedrigkastige wohl eher in der Unterstadt… dachte ich jedenfalls.

Mal sehen wie lange es dauert, bis ich wegen meiner zu erwartenden, unplanmäßigen Irrwege noch dünner geworden bin. Aber vielleicht kann meine Herrin sich ja auch einen besonders hohen Mast mit einer riesigen Flagge in ihren Kastenfarben in den Garten stellen lassen, den ich von überall sehen kann… oder soll ich doch lieber ein paar bunte Tücher in den großen Baum vor ihrem Haus binden? Leider brauche ich dafür jedoch eine längere Leiter. So hoch wie die untersten Äste sind, komme ich da nämlich nicht hinauf. Als ich Dark auf einem unserer heimlichen Streifzüge durch die Stadt von meinen Befürchtungen erzählte, hatte sie übrigens eine tolle Alternativlösung parat. Sie schlug vor, einfach eine rot blinkende Laterne auf das Haus meiner Herrin zu bauen. Ich fand diese Idee anfangs wirklich gut, später kamen mir jedoch Zweifel, ob dadurch nicht womöglich dem Leuchtturm am gegenüberliegenden Ufer des Vosk Konkurrenz gemacht und die Schifffahrt irritiert wird? Nicht auszudenken, wenn ich zwar nach Hause finde, der Suffkopp von Fährmann aber im Garten meiner Herrin anlegen will! Ich behielt diese Überlegungen daher vorerst dann doch lieber noch für mich.


Beim Einzug ins neue Haus kam ich mir übrigens fast wie die Königin in einem Bienenstock vor, als die Arbeiter gestern den neuen Hausstand meiner Herrin lieferten. Außer einer Kleiderkiste, die anscheinend vom auslaufenden Badewasser so gewässert worden war, dass die Hitze des Feuers ihr nichts hatte anhaben können, war sonst leider nichts zu retten gewesen. Zum Glück musste ich die Möbel nicht selbst mit anpacken, sondern durfte mich darauf beschränken anzugeben, wo welches Teil hinsollte. Trotzdem blieb natürlich nicht aus, dass meine Herrin, Katy und ich hinterher doch noch Schränke & Co hin- und herrücken mussten, bis alles zumindest einigermaßen unseren Vorstellungen entsprach. Es war wirklich eine Menge Arbeit und ich am Ende des Tages ganz schön geschafft, denn meine Herrin hatte natürlich auch noch Diverses für das Sklavenhaus der Stadt gekauft, das sich jetzt im Erdgeschoss unter ihren Privaträumen befindet. Immerhin ist es nun schon einigermaßen wohnlich, auch wenn der Maler noch einmal kommen muss und eine zusätzliche Wand fehlt… aber das sind alles zum Glück nur Kleinigkeiten. ;-))

Montag, 17. Februar 2014

Es geht voran

 

Noch bevor die Männer vor einigen Tagen mit den Vorbereitungen für das Aufrichten des Altars in Gange waren, rief mich übrigens der Hauptmann zu sich und übergab mir eine nackte Sklavin für die Stadtkette, denn meine Herrin war für einige Tage auf ihren Landsitz gereist. Es war anscheinend ein Münzmädchen, deren Herr es vorgezogen hatte, vielleicht aus eigener Bequemlichkeit oder in Anbetracht des provisorischen Stegs am Vosk lieber an Bord des Schiffes zu bleiben, denn die Hafenanlagen von Jorts Fähre waren nach dem Inferno in so kurzer Zeit natürlich noch nicht wieder neu aufgebaut worden. Vorerst gab es einfach Wichtigeres zu tun. Selbstverständlich musste allerdings wie üblich auch bei dieser Kajira nun eine Hand abgewartet werden, ob ihr Besitzer letztendlich nicht doch noch an Land kommen würde, um sein Eigentum zurückzufordern. Erst danach wäre sie bis zur nächsten Skavenauktion endgültig an der Stadtkette von Jorts und somit in der Obhut meiner Herrin.

Da mit dieser Sklavin möglicherweise einiges an Arbeit auf mich zukam, musterte ich sie erstmal äußerst kritisch und plusterte mich dann ein wenig als Kettenerste auf, damit ihr gleich klar wurde was Sache war. Erstaunlicherweise nahm sie meinen Befehl, mich Herrin zu nennen, ohne mit der Wimper zu zucken hin, auch wenn in mir ein untrügliches Gefühl aufkeimte, dass dazu wahrscheinlich ein paar Kommentare in ihrem Kopf herumwirbelten. Aber ich kann ja zum Glück keine Gedanken lesen... war das in diesem Fall vielleicht sogar ein Segen? Mal abwarten. Diesen ersten Test, bei dem sich eigentlich sehr häufig bereits die Spreu vom Sa Tarna Korn trennt, hatte sie jedenfalls bestanden, denn sie ordnete sich mir unter, ohne einen Laut darüber von sich zu geben und war sich auch für keine der vielen anstehenden Aufräumarbeiten zu schade. Ach nee, die allererste Prüfung hatte sie ja schon bestanden, indem sie den Befehl des Hauptmann befolgt hatte, sich auszuziehen, was eine bestimmte Spezies von Reisekajirae übrigens meistens nicht tut und sich dann genauso schnell verdrückt wie sie angereist sind.

Über die Besitzverhältnisse einer anderen Sklavin hatte ich mich am Morgen nur oberflächlich erkundigt, weil ich eigentlich eine andere Aufgabe zu erledigen hatte. Sie war dem Baumkrieger zugelaufen oder vielmehr zugefallen, indem sie anscheinend von einem Tarn genau vor seine Füße geplumpst war. Oder war das doch ein Fall in den Vosk gewesen? Egal, die Art und Weise wie sie sich benahm, erinnerte mich ein wenig an eine frühere Sklavin dieses Herrn... aber solche Zufälle gibt es eben. Lustig ist, dass sie Ravi fast wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich sieht und die selben feuerroten Haare hat, wenn sie nicht rußverschmiert sind. Wobei ich glaube, Ravi findet das wohl nicht so lustig wie ich. Die Auskünfte der Kajira über ihren letzten Besitzer, der anscheinend keinem Heimstein angehört, und ihren mysteriösen Tarnflug mit ihm, waren jedenfalls mehr als verwirrend für mich, aber vielleicht auch darauf zurückzuführen, dass sie bei ihrem Sturz womöglich einen kleinen Dachschaden erlitten hatte? Doch auch dieses Mädchen war sehr willig, ließ sich von mir das Vorratslager in der Festung zeigen und kümmerte sich ohne zu murren um die nach dem Inferno leider immer noch ziemlich behelfsmäßige Versorgung der Freien.



Mit großer Erleichterung stellte ich fest, wie schnell es inzwischen eigentlich wieder bergauf ging, da alle irgendwo mit anpackten und viel zusätzliche Hilfe von außerhalb kam. Die Trümmer hatten kaum aufgehört zu schwelen, als auch schon die ersten Händler mit wichtigen Hilfsgütern eintrafen. Die Kunde vom Unglück in Jorts Fähre hatte sich in der Voskregion anscheinend sehr schnell herumgesprochen. Mit der Rückkehr des Neunzehenkriegers, der mit einem großen Handkarren diverse zusätzliche Lebensmittel beschafft hatte, die Katy und ich schnell abluden und im Lagerraum der Festung bei den anderen verstauten, war die Ernährung aller Bewohner für eine lange Zeit weiter sichergestellt. Ein Umstand, der mich wirklich aufatmen ließ. Nicht so toll fand ich genau wie der Krieger die Tatsache, dass einige Schwerter aus seinem Erbe nach dem Brand in den Trümmern seines Hauses nicht wiederzufinden waren. Noch viel schlimmer war aber, dass Elena immer noch vermisst wurde. An einem der ersten Tage bekam ich nämlich mit, wie sich der Lederarbeiter auf die Suche nach seiner Kajira machte.

Zum Glück waren die Priesterkönige inzwischen offensichtlich wieder milde gestimmt, denn schließlich wurde Elena gefunden… lebend, aber leider ziemlich schwer verletzt. Ihr Herr hatte sie mit schrecklichen Brandverletzungen auf dem Rücken unter den Trümmern eines Hauses entdeckt. Es sah überhaupt nicht gut mit ihr aus… sie war vor Schmerzen fast ohnmächtig und kaum ansprechbar. Hinzu kam, dass der Besitz eines Freien mit so schweren Wunden im Prinzip nichts mehr Wert ist, sofern er überhaupt überlebt. Dabei scheint der Lederarbeiter wohl gerade an dieser Kajira besonders zu hängen. Äußerst ungünstig war auch, dass ausgerechnet an diesem Tag die jortssche Ärztin nicht abkömmlich war, denn eine Sklavin steht in der ärztlichen Versorgungskette natürlich hintenan.

Kein Wunder also, dass ohne die Möglichkeit einer qualifizierten ärztlichen Betreuung nun ziemlich große Irritation darüber herrschte, ob man auf Brandwunden die Heilsalbe streichen sollte, die eine der hilfsbereiten fremden Händlerinnen großzügig anbot. Der Lederarbeiter vertrat jedoch die Meinung, im Zweifelsfall lieber nichts auf die Brandblasen zu streichen, bevor man damit etwas verkehrt macht. Er wollte daher lieber auf die Untersuchung einer Ärztin warten. Wegen der Heilsalbendiskussion ließ er jedoch trotzdem von Ravi Erkundigungen einholen, ob vielleicht jemand anderes etwas über die Behandlung von Brandopfern wusste, da die Händlerin nicht locker ließ und die gute Wirkung ihrer Salbe weiter anpries. Ich musste zwar ebenfalls eingestehen, keine Ahnung von der Behandlung solcher Verbrennungen zu haben, wurde jedoch sofort hellhörig, als sich herausstellte, dass die neue Stadtkettensklavin im Haushalt eines Heilers groß geworden war.



Sie hatte von ihrem damaligen Herrn anscheinend sehr viel gelernt und riet nun mit Nachdruck von einer Salbenbehandlung der Brandblasen ab, beachtete dabei jedoch, dass es einer Kajira selbstverständlich nicht zusteht, Freien zu widersprechen. Den Sattler überzeugte sie offensichtlich von ihrem Wissen, denn er schickte uns schließlich los, die von ihr vorgeschlagenen Blätter einer bestimmten Pflanze mit „P...“, deren kompletten Namen ich inzwischen leider vergessen habe, zum Behandeln der Verletzungen zu suchen. Wie gut, dass ich bei meinem kürzlichen Ausflug zum Haus meiner Herrin bereits entdeckt hatte, dass nicht der gesamte Wald von Jorts abgebrannt war, sondern nur der direkt an die Häuser grenzende Waldrand. Das ließ uns jetzt hoffen, diese Pflanze vielleicht zu finden. Wobei dies für mich nicht leicht war, denn ich wusste ja nicht mal, wonach ich suchen sollte und zeigte der Nackten jedes grüne Blatt, das ich fand. Andererseits gab es am Waldrand wie gesagt nur noch wenig Grün, was die Sache wiederum übersichtlich machte. Trotzdem wurden wir tatsächlich fündig und Elena ist jetzt hoffentlich auf dem Weg der Besserung! :-)



Sonntag, 16. Februar 2014

Nach dem Inferno

Obwohl alle mir wichtigen Personen und sonstigen Bewohner Jorts rußverschmiert und diversen abgesengten Haaren oder mit ein paar kleineren Verletzungen den schrecklichen Feuersturm überlebt hatten und ich darüber unendlich erleichtert war, schlief ich erneut schlecht in dieser Nacht. Vielleicht war es für mich einfach nur ungewohnt, zusammen mit so vielen mehr oder weniger laut schnarchenden Menschen in einem Kellergewölbe zu liegen, in das kein Laut von draußen hineindrang. Wahrscheinlich war es jedoch mein durch den eingeatmeten Ruß bedingter Husten, der mich schließlich nach oben schleichen ließ, um ein wenig frische Luft zu schnappen. Außerdem wollte ich die anderen natürlich nicht stören.

Mein Blick von den Zinnen unserer zum Glück nicht allzu schlimm demolierten Festung, deren dicke Mauern uns alle hatten überleben lassen, zeigte mir eine von den drei Monden gespenstisch beleuchtete Landschaft, in der inzwischen die meisten Feuer erloschen waren. Während ich nun meine Tränen nicht mehr zurückhalten konnte, die zwei nasse, glitzernde Rinnsale durch den Ruß auf meinen verdreckten Wangen zogen, wurde mir endgültig klar, dass es die hübschen Häuser von Jorts nun tatsächlich nicht mehr gibt. Mit dieser Erkenntnis ließ ich meiner Trauer nun ungehemmt schluchzend freien Lauf. Ich hatte ja auch nie verstanden, warum sich einige Bewohner immer wieder echauffiert haben, wenn Jorts Fähre von Fremden aufgrund der Bauweise und Anordnung seiner Häuser als Dorf oder Nest am Vosk bezeichnet wurde. Na und? Für mich war es seit inzwischen vielen Märkten mein Zuhause, auch wenn ich ständig aufpassen musste, mich nicht ab und an in den schmalen Gassen zu verlaufen. Aber was soll’s, ich bin nur eine unbedeutende Kajira, für deren Meinung sich außer vielleicht ihrer Besitzerin niemand interessiert.

Nachdem ich irgendwann keine Tränen mehr hatte und wieder einigermaßen klar sehen konnte, ließ mich mein nach der Zerstörung jetzt unverbauter Blick hinter der mehr oder weniger verkohlten Trainingswiese deutlich den Marktplatz mit seinem zerstörten Brunnen erkennen. Ich wurde neugierig, wie und ob das Haus meiner Herrin das Inferno wohl überstanden haben mochte. Auch wenn mir selbstverständlich klar war, dass mein Vorhaben von meiner Herrin nicht gut geheißen würde und ich mich auch von keiner Wache erwischen lassen durfte, schlich ich mich nun leise zur Festung hinaus. Zum Glück hatte sich mein Husten in der klaren Nachtluft inzwischen beruhigt, sodass mir mein Vorhaben tatsächlich unbemerkt gelang. Ich musste einfach Genaueres in Erfahrung bringen, vielleicht konnte ich sogar noch das Eine oder Andere aus dem Haus meiner Herrin retten? Selbstverständlich war mein Tun nicht ungefährlich, aber bald von einem kleinen ersten Erfolg gekrönt. Ich fand das Haus meiner Herrin recht schnell. Es war zwar eingestürzt, aber zum Glück nicht komplett verbrannt.

Mit allergrößter Vorsicht, um nicht von irgendwelchen vielleicht noch zusammenbrechenden Bauteilen getroffen und eingeklemmt oder sogar erschlagen zu werden, begann ich nun die Ruine zu durchstöbern. An einigen Stellen war der Boden sogar noch warm unter meinen nackten Fußsohlen, sodass ich gewaltig auf der Hut war, nicht in irgendwelche Glutnester zu treten. Mit großer Enttäuschung musste ich mir jedoch bald eingestehen, dass von den zertrümmerten und teilweise verkohlten Möbeln nichts mehr wirklich zu gebrauchen war. Es sah also ganz danach aus, als würde meine Suche vergeblich sein. Außerdem dämmerte inzwischen bereits der Morgen, sodass ich mich schon frustriert auf den Rückweg machen wollte, als mein Blick plötzlich auf einen Zipfel Stoff fiel. Er lugte unter einem merkwürdig geformten Teil hervor, das mich sehr stark an die Badewanne meiner Herrin erinnerte.

Es war zwar äußerst mühsam und wegen der Einsturzgefahr der Hausüberreste wahrscheinlich mehr als gefährlich, aber ich schaffte es nach einigen Mühen tatsächlich, ein verrußtes Kleid meiner Herrin hervor zu ziehen und einige größere Stoffreste, aus denen Katy und ich uns bestimmt noch etwas nähen konnten. Aufgrund meiner guten Erfahrungen in der Vergangenheit mit angeschwemmten Stoffballen und anderem Zeugs an den Ufern der Thassa oder des Vosk war ich nun jedenfalls reichlich optimistisch gestimmt, wickelte meinen Fund zu einem Bündel zusammen und machte mich schnell auf den Rückweg zur Festung. 


Oha, es war keine Ehn zu spät, denn schon vor der Festung kam mir Katy entgegen, die ich nun schnell einweihte, aber verdonnerte über mein Tun vorerst Stillschweigen zu bewahren, während ich mich nach einem guten Versteck für die Sachen umsah, das unter einer großen Baumwurzel schnell gefunden war. Ich wollte für mein Geständnis bei meiner Herrin nämlich einen Moment abpassen, in dem sie ganz besonders gute Laune hatte. Außerdem musste ihr Kleid gewaschen werden und das würde erst dann möglich sein, wenn wieder ausreichend Wasser zur Verfügung stand. Zusätzlich tauchten jetzt mit Äxten und Schaufeln bewaffnete Krieger auf und befahlen uns, bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Ganz besonders wichtig war es natürlich, nicht nur Trümmer wegzuschaffen, sondern auch den Altar wieder aufzurichten, der zum Glück nicht zerstört worden war, sondern nur umgefallen. 


Während die starken Männer gemeinschaftlich das schwere Teil wieder in die Senkrechte brachten, kam es uns Kajirae zu, die Löcher darunter schnell mit Erde zu verfüllen, damit die Standfestigkeit des heiligen Bauwerks wieder gegeben war... eine Arbeit, die für uns Rotseidene natürlich kein Problem war, da wir uns ja mit Standfestigkeiten sehr gut auskennen!^^

Freitag, 14. Februar 2014

Inferno in Jorts


Böse Vorahnungen, gepaart mit schrecklicher Angst, dass die Opferung der beiden Kailla die Priesterkönige vielleicht nicht gnädig stimmen würden, ließen mich unruhig schlafen. Trotz der Kälte im Raum schreckte ich mehrfach in der Nacht schweißgebadet auf, beruhigte mich jedoch wieder, weil es anscheinend nur Alpträume gewesen waren und meine Herrin und auch Katy leise neben mir schnarchten. 

Als der Morgen schließlich dämmerte, fühlte ich mich wie gerädert und hatte schreckliches Kopfweh. In der Hoffnung, es würde mir mit ein wenig mehr Schlaf vielleicht bald besser gehen, zog ich mir einfach das warme Fell noch einmal über den Kopf und schloss meine Augen. Während ich langsam wegdämmerte, registrierte ich noch am Rande, dass meine Herrin und Katy anscheinend bereits aufgestanden waren. Katy war bestimmt damit beschäftigt, wie von unserer Herrin befohlen die Sachen für den Notfall einzupacken, denn dafür war am Vortag leider keine Zeit mehr geblieben, weil wir einfach zu müde gewesen waren.


Während ich tief und fest meine Kopfschmerzen einfach wegschlief, haben anscheinend ein paar zaghafte Strahlen des Zentralgestirns versucht, den dicken Nebel über dem Vosk zu durchdringen. Leider mussten sie ihren offensichtlich vergeblichen Kampf mit den gleichzeitig drohend am Himmel aufziehenden Wolken verloren geben, als erste gleißende Blitze vom Himmel auf Jorts herunterschossen.


Unheimliches Fauchen und Heulen ließ mich plötzlich aus dem Schlaf hochschrecken. Da meine Herrin und Katy nicht im Haus zu finden waren, zog ich mir schnell etwas an, um sie zu suchen. Doch plötzlich erzitterte der Boden unter mir wie bei einem Erdbeben und die Fensterscheiben klirrten leise. "Nichts wie raus", dachte ich noch, als auch schon die Alarmglocke von Jorts zu hören war und laute Rufe "Feuer, Feuer!" Voller Panik sauste ich nach draußen und stieß dort fast mit dem zu euchzenden Krieger zusammen. Mit Entsetzen registrierte ich die Feuer vor dem Haus meiner Herrin und war vermutlich für einige Ihn wie gelähmt, befolgte dann aber sofort den Befehl des Rarius, ihm in die Stadt zu folgen.


Das Krachen, Zischen und Heulen verstärkte sich, wurde immer lauter und unheimlicher, je näher ich dem Marktplatz kam. Gleichzeitig bebte mehrfach erneut die Erde und ließ mich taumeln. In der Stadtmitte angekommen sah ich dann, dass fast alle Bewohner auf den Beinen waren und mindestens so in Panik wie ich, als die ersten Häuser einstürzten. Einzig die Krieger schienen der dramatischen Situation gewachsen... allen voran natürlich der Hauptmann, der nun den Herrinnen und Kajirae befahl, die Löscharbeiten einzustellen und sich in der Festung in Sicherheit zu bringen.


Nur durch Zufall wurde ich nicht von einer der zusammenbrechenden Wände des Gasthauses getroffen oder den glühenden Feuerkugeln, die von dem in Flammen stehenden Himmel ununterbrochen auf Jorts niedersausten und dabei dieses grässliche Heulen von sich gaben. Während ich noch mit großer Erleichterung registrierte, dass der Hauptmann dem zu euchzenden Krieger den Heimstein von Jorts übergab, nahm ich meine Beine in die Hand und sauste dann auch schon so schnell ich konnte Richtung Festung davon. "Hoffentlich ist meine Herrin dort bereits mit Katy in Sicherheit"...ein Wunsch, der mich wahrscheinlich noch schneller flitzen ließ.


Leider ging dieser Wunsch vorerst jedoch nicht in Erfüllung. Weder meine Herrin noch Katy waren hinter den Zinnen der dicken Festungsmauern zu entdecken. Ich sah dort zwar viele Bewohner, aber etliche wurden leider noch vermisst. Allgemein herrschte große Panik, dass es bei dieser Katastrophe möglicherweise bereits Verletzte oder sogar Tote gegeben hatte. Andererseits wussten wir aber auch, dass die jortsschen Krieger noch in der Stadt waren, um diejenigen Bewohner zu evakuieren und zur Festung zu geleiten, die sich vielleicht in ihren Häusern verkrochen hatten oder möglicherweise unter herabstürzenden Teilen ihres Hauses eingeklemmt worden waren.


Ich kann gar nicht beschreiben, wie froh ich war, als der Neunzehenkrieger und Darks Herr meine Herrin plötzlich in einer dunklen Ecke hinter den Zinnen entdeckten. Sie war glücklicherweise gesund und munter, bis auf eine kleine Gedächtnislücke, denn sie konnte nicht sagen, wie sie dort hingekommen war. Ach ja... sie hatte merkwürdigerweise keine Schuhe an, aber das war in dieser dramatischen Situation sogar ihr total unwichtig. Hauptsache, ihr war nichts passiert... was sind schon Schuhe! 


Als die Hitze der immer näher rückenden Brände kaum mehr zu ertragen war, blieb uns nichts anderes übrig, als uns schließlich hinter die dicken Mauern in den Saal der Krieger zurückzuziehen, wo es mit den vielen Menschen ganz schön eng wurde. Natürlich wollte auch ich nicht gleich in den Keller herunter, da man dort unten nichts mehr von dem Geschehen mitbekam, auch wenn meine Augen von dem dicken Qualm inzwischen heftig tränten und ich vor Husten kaum noch Luft bekam. Ich war übrigens nicht die einzige, die mittlerweile wie ein Schornsteinfeger aussah... aber Ruß habe ich ja schon immer irgendwie angezogen.


Leider war der Saal dann jedoch schlagartig nicht mehr sicher, als plötzlich gleißendblaue, gefährlich zischende Flammen in der Tür auftauchten und eine ganz schreckliche Hitze verströmten, die das Atmen kaum mehr zuließ. Einzige Rettung war nun mit vors Gesicht geschlagenen Händen der Rückzug in den dunklen Keller, um in diesen unheimlichen Flammen nicht mit lebendigem Leib zu verbrennen.


Unten in der Sicherheit des Kellergewölbes traf ich dann auch Katy wieder. Genau wie alle hier versammelten Bewohner, waren wir jedoch beide zu müde und erschöpft, um uns noch darüber zu unterhalten, wie sie es in die Festung geschafft hatte. Ich glaube außerdem, es ging nicht nur mir so, kaum noch sprechen zu können, weil mir der Hals wegen des eingeatmeten Rauchs schrecklich kratzte. Zum Glück konnte ein Schluck aus dem herumgereichten Wasserschlauch ein wenig Abhilfe schaffen.


Es wurde übrigens noch einmal richtig gruselig, als wir einen der Geheimgänge als zusätzlichen Fluchtweg erkundeten, falls es im Kellergewölbe der Festung nicht mehr sicher war, denn es war leider zu befürchten, dass das Feuer sich nach unten durchbrennen könnte.


Der schmale Gang endete schließlich in einer Höhle, die sicher groß genug war, um alle Überlebenden aufzunehmen. Doch leider entpuppte sich der Geheimweg dort als Sackgasse, denn es ging danach nicht weiter, sodass wir nun natürlich hofften, diesen Fluchtweg nicht einschlagen zu müssen.


Zurück bei den anderen in der Festung erzählte uns der rußverschmierte Hauptmann, dass die meisten Feuer inzwischen erloschen waren, bevor er dann in einer Ecke zum Glück nicht ernsthaft verletzt, jedoch vor Erschöpfung einfach einschlief. Ich kann gar nicht beschreiben, wie froh ich war, von meiner Herrin nun die Erlaubnis zu erhalten, als eine der Ersten mit nach draußen zu dürfen.


Ohje, was sich außerhalb der Festungsmauern vor meinen Augen auftat, hatte ich so natürlich nicht erwartet. Jorts Fähre lag in Schutt und Asche... sämtliche Häuser waren bis auf ein paar stehengebliebene, noch qualmende Balken einfach nicht mehr da! Um mich herum herrschte eine unheimliche Stille, denn nicht nur mir, sondern auch allen anderen blieb bei diesem Anblick anscheinend vor Entsetzen die Stimme weg.


Keine Ahnung, was in Gia vorging, der kleinen schwarzen Gianni von Shani, die zum Glück ebenfalls gerettet worden war. So bedrupst wie sie in die letzten Rauchschwaden linste, ohne auch nur ein einziges Mauzen von sich zu geben, war ihr vermutlich gerade klar geworden, dass zukünftig nicht mehr so viele Urts auf ihrem Speiseplan stehen werden... und Kerzen wohl auch nicht!


Hauptsache war jedoch, dass tatsächlich alle Bewohner bis auf ein paar kleine Blessuren fast unverletzt überlebt hatten und der Heimstein von Jorts Fähre in Sicherheit gebracht worden war. Solange Jorts seinen Heimstein hat, kann diese tolle Stadt am Vosk, in der der Pfeffer so hervorragend wächst, mit Hilfe vieler Hände bestimmt wieder aufgebaut werden. 


Natürlich wird es eine Weile dauern, bis in der kargen Schutt- und Aschewüste wieder Häuser stehen werden und manches bestimmt erst einmal sehr provisorisch sein. Zum Glück haben wir dank der Voraussicht der Krieger jedoch genug Lebensmittel in den Kellergewölben der Festung und auch sonst vieles, was für einen Neuanfang nötig ist.


Einzig unsere Wasservorräte könnten knapp werden, sodass ich hoffe, dass nach diesem Inferno nun der Spuk vielleicht vorbei ist und die Priesterkönige uns wieder gnädig gesonnen... mal abwarten. :-)))


------------------------------------------------------------------------------------
Ich hoffe, dass mir mit meinen Bildern ein kleiner Einblick gelungen ist, was gestern in Jorts los war, auch wenn ich sie fürs Blog immer stark komprimiere. Leider habe ich nur vom RP nicht allzu viel mitbekommen, weil für mich einfach zu viel Trubel war, um gleichzeitig auch noch mit der Cam unterwegs zu sein.

An dieser Stelle mal ein ganz großes DANKESCHÖN!!! von mir an alle Organisatoren und Feuerteufel... ihr habt gestern echt ein Scenario in Jorts geschaffen, das mit Sicherheit nicht nur bei mir eine Vulohaut^^ erzeugt hat und das ich in meinen vielen Jahren auf Gor noch nie erlebt habe! :-)))))

Achja, eines noch... Jorts Fähre ist weder aus SL verschwunden, noch OOC... das RP geht weiter!!!!!!!