Freitag, 28. März 2014

Waldspaziergang

Seit Tagen schon ließ mich der Gedanke nicht los, den Wasserfall im Wald zu finden. Allerdings war ich mir noch unklar, durfte ich einen solchen Spaziergang überhaupt machen? Wen sollte ich fragen? Wer fragt bekommt zwar viel zu wissen, nur war meine Herrin immer noch auf ihrem Landsitz und der Hauptmann hatte seine doofe Spätwache. Natürlich gab es viele andere Krieger, die ich um Erlaubnis hätte fragen können, doch irgendwie waren mir deren Antworten fast klar. Mir fiel natürlich auch jemand ganz Bestimmtes ein, dem ich hätte Bescheid geben können. Doch gerade dieser Herr hatte mir ja vor einigen Tagen den Floh mit dem Wasserfall ins Ohr gesetzt, sodass ich nun gedachte, ihn mit meiner Ortskenntnis zu beeindrucken, falls ich den Wasserfall denn überhaupt finden sollte.

Da das Brot wegen der Abwesenheit meiner Herrin inzwischen den Aggregatzustand eines harten Zwiebacks erreicht hatte, gedachte ich es an die Schwimmvulos im Bach zu verfüttern. Damit hatte ich einen sehr plausiblen Grund, falls mich irgendwer zur Rede stellte, dass ich dort außerhalb der Unterstadt herumlief… dachte ich jedenfalls. Außerdem war der Hof in der Nähe, den ich notfalls auch als Ziel angeben konnte. Ich fand meinen Plan superstimmig, packte schnell das steinharte Sa-Tarna-Brot in ein Reptuch, überprüfte noch kurz den Inhalt meines kleinen Beutels mit den Münzen für Lebensmitteleinkäufe und machte mich auf den Weg zum Bach. Ach ja, vorsichtshalber hinterließ ich für meine Herrin noch eine kleine Notiz, damit sie wusste wo ich steckte. Ein schlauer Zug, denn Vorsicht ist nun mal die Mutter der Porzellankiste.


Es kam mir fast so vor, als ob die Schwimmvulos bereits auf mich gewartet hatten, denn die kleine Familie kam sofort angeschwommen, nachdem ich leise lockend gerufen hatte und die ersten Brotbrocken ins Wasser warf. Natürlich passte der Familienchef genau auf und beobachtete die Umgebung, während die anderen über das Brot herfielen, bekam von mir aber selbstverständlich auch einige dicke Stücke zugeworfen. Obwohl das Brot irgendwann alle war, blieb ich noch eine ganze Weile dort im weichen Moos am Bach sitzen und schaute zu, wie die Paddelvulos nun mit ihrer Gefiederpflege begannen. Dabei fiel mir plötzlich die leichte Strömung auf, die mich auf die Idee brachte, dem Bachlauf einfach zu folgen, um vielleicht zum Wasserfall zu gelangen.


Erwähnte ich schon, wie schlau ich manchmal bin und dass mein Plan super war? Genau, er war nämlich von Erfolg gekrönt! Ich entdeckte tatsächlich den Wasserfall. Das schon von weitem immer deutlicher werdende Rauschen, ging schließlich in lautes Getöse über und als sich der Wald plötzlich lichtete, befand ich mich einer Wand aus herabstürzenden Wassermassen gegenüber… was für ein toller Anblick! Sofort kam mir in den Sinn, wie schön es wäre, diese fantastische Aussicht zusammen mit jemand anderem zu genießen… vielleicht sogar mit jemand bestimmtem? Mal abwarten, an diesem Tag war ich alleine hier, dachte ich jedenfalls… hatte jedoch falsch gedacht.


Als ich noch etwas näher Richtung Wasserfall lief, weil ich ein flaches Felsplateau entdeckt hatte, von dem aus man die Wassermassen bestimmt noch besser sehen konnte und das von herrlich blühenden Blumen gesäumt wurde, bemerkte ich, dass ich nicht alleine hier war. Die Sängerin aus Lydius hatte offensichtlich die gleiche Idee wie ich gehabt und erfreute sich dort am Anblick dieses Naturschauspiels. Leider meinte sie nach meiner Begrüßung, dass es meiner Herrin nicht gefallen wird, mich an diesem Ort zu sehen. Sehr selbstbewusst und absolut überzeugt von meinen Worten, auch wenn ich natürlich betonte, nicht widersprechen zu wollen, gab ich darauf erst einmal von mir, dass meine Herrin bestimmt begeistert sein wird, wenn ich ihr von dieser schönen Stelle erzähle, weil ihr in dem Moment ja bewusst ist, dass ich zurückgefunden habe und mir nichts passiert war. Leider tat die Sängerin diese Argumentation jedoch mit den mir vollkommen unverständlichen Worten ab, dass ich wohl gerne Freien etwas vom Kailla erzähle.


Ok, eine Sklavin muss wissen, wann sie besser den Rückzug anzutreten hat. Dieser Zeitpunkt erschien mir nun gekommen, zumal mein Eindruck, dass die Herrin lieber alleine sein würde, sich nach und nach mehr verstärkte. Mir erschloss sich zwar nicht so ganz, warum es für mich dort gefährlicher sein sollte als für die Sängerin, doch verzichtete ich lieber darauf, dieses noch in Erfahrung zu bringen. Selbstverständlich erreichte ich wie erwartet vollkommen problemlos die Unterstadt, ohne irgendwelche gefährlichen Begegnungen. Am Hafen angekommen sah ich gerade noch, wie eine Reisegruppe auf ein Schiff ging, das auch sogleich ablegte und erfuhr von der netten Schreiberin, dass es die Zeugmeisterin in Begleitung des Lederarbeiters und zwei Kriegern gewesen war, die für irgendein Geschäft in den Norden wollten… hoffentlich kommen sie gesund und bald zurück. ;-)

Donnerstag, 27. März 2014

Trauer in Jorts

Wie immer hielt mich Mitte der Hand nichts mehr im Haus, als die Ahn des Waffentrainings nahte, vor allem, als schließlich das metallische Klingen der Schwerter an mein Ohr drang. Schnell band ich mir zu Ehren der Krieger noch das rote Tuch um, das übrigens mein Wetteinsatz bei unserer Kajirawette auf das Erste Schwert von Jorts gewesen war und das ich dann behalten durfte, weil die anderen Mädchen mit ihrem Tipp genauso daneben gelegen hatten wie ich. Dieses Tuch hatte den Vorteil, dass ich es notfalls schnell umdrehen konnte, um meine in dem tiefen, recht weiten Tunikaausschnitt sehr freizügig hervorschauenden Brüste damit zu bedecken, falls meine Herrin wider Erwarten auftauchen sollte. Wobei sich später herausstellte, dass sie diese Hand noch auf ihrem Landsitz bleibt, um sich dort weiter auszukurieren.

Ich wurde wie immer sehr überschwänglich von Lita und Dark begrüßt, erhielt von Darks Herrn aber einen ordentlichen Rüffel, weil er mich als Möchtegerntrockenpflaume bezeichnete. Wahhh… er hatte immer noch nicht verstanden, mit welcher Enttäuschung ich vor einer Hand gekämpft hatte, als ich irrtümlich glaubte, der Krieger mit den zwei Schwertern habe mich fortgeschickt, weil er mich nicht mag. In Anbetracht der ganzen Gefährtenschaften und den sich damit so ungoreanisch verändernden Männern fand ich meine verzweifelte Reaktion eigentlich nur logisch. Aber gut, ich gebe ja schon zu, dass die Trockenpflaumengefahr bei mir wohl doch nicht so wirklich besteht… fand es aber trotzdem gemein von dem Krieger, mich damit nun aufzuziehen.

Apropos… Dark und ich glauben, dass Lita ebenfalls verliebt ist. Allerdings nicht nur in ihren Herrn, sondern vor allem in den Tarnreiter, an dessen Seite sie ständig klebt, wenn der Hauptmann Dienst hat. Diese Tatsache war offensichtlich auch Dark aufgefallen. Wobei Kajirae für sowas wohl auch einen siebten Sinn haben. Besonders deutlich wurde es übrigens… nein, nicht durch Litas glühende rote Ohren… als Dark anfing, sie zu provozieren und den Tarnreiter auf allerfeinste rotseidene Kajiraart zu umgarnen begann. Sie legte darin wieder ein Talent an den Tag, für das ich sie echt bewundere, wobei mir natürlich schon immer klar gewesen ist, dass ich dieses Können wohl nie erlernen werde. Lita versuchte sich jedenfalls bei Darks Verführungsversuchen zwar nichts anmerken zu lassen, doch ihre Blicke waren sowas von eindeutig… eigentlich wie ein offenes Buch!


Meine bis dahin fast übermütige Stimmung kippte schlagartig, als mir klar wurde, dass Lita und Dark sich eigentlich nur von etwas sehr Traurigem ablenken wollten, denn sie erzählten mir nun, warum es am Vortag so merkwürdig still gewesen war. Gleichzeitig wurde das Waffentraining erstaunlich früh beendet, weil aus diesem traurigen Anlass noch eine Zeremonie auf der Wiese stattfinden sollte. Es hatten sich nämlich drei Todesfälle in Jorts ereignet. Die Ärztin war zwar noch ahnlang darum bemüht gewesen, nach den Totgeburten der beiden Kinder der zweiten Zeugmeisterin wenigstens das Leben der Herrin zu retten, hatte sich letztendlich dann aber doch dem Willen der Priesterkönige fügen und den dramatischen Kampf verloren geben müssen. Da der Gefährte in seiner Verzweiflung und Trauer über diesen unfassbaren Verlust vor Kummer Jorts anscheinend fluchtartig verlassen hatte, errichtete nun das Erste Schwert den großen Scheiterhaufen für die Bestattung der drei Leichname und schleppte dafür jede Menge dicker Baumstämme aus dem Wald und Strohbündel vom Hof an.


Wie gut, dass ich nur am Rande mitbekam, wie die Tote zusammen mit ihren beiden Kindern zur letzten Ruhe auf den riesigen Holzstapel gebettet wurde. Darks Herr hatte uns beide nämlich zuvor noch mit dem Auftrag betraut, für die tote Herrin ein Duftöl zu besorgen, das er ihr auf dem Weg zu den ewigen Stätten der Priesterkönige mitgeben wollte, sodass ich dadurch zumindest noch eine kurze Weile von meinen traurigen Gefühlen abgelenkt wurde. Allerdings gestaltete sich unser Beschaffungsauftrag arg schwierig, da wir die Händlerin leider nicht antrafen und kein solches Öl in ihren Lagerbeständen fanden. Uns blieb daher nichts anderes übrig, als an allen möglichen Flaschen zu schnuppern, bis wir uns für eine Flüssigkeit namens „Tarnreiter“ entschlossen oder hieß die anders? Egal, ihr Geruch erschien uns für diesen traurigen Anlass einigermaßen passend. Außerdem gefiel uns die rosa Farbe der Flasche, über die sich bestimmt auch die Herrin gefreut hätte. 


Von den wenigen Worten, die üblicherweise anlässlich eines so traurigen Ereignisses zum Andenken an die Tote nur gesprochen wurden, bekam ich ehrlich gesagt kaum etwas mit, da ich mich mit dem Entzünden des großen Scheiterhaufens endgültig in Tränen auflöste und wirklich froh war, das große Tuch dabei zu haben. Wobei es den Freien wohl nicht anders erging, sodass die meisten einfach nur betrübt zu Boden schauten oder mit Tränen in den Augen in die laut knisternden Flammen starrten. Ich war jedenfalls sehr dankbar dafür, in dieser bewegenden, ergreifenden Situation ganz dicht neben Dark knien zu dürfen, den tröstenden Druck ihrer warmen Hand in meiner zu spüren und mich leicht an diese liebe Kajira anlehnen zu dürfen, bis die Flammen nach und nach kleiner wurden und sich die Trauergemeinschaft langsam in ihre Häuser zurückzog, sodass ich schließlich mit dem Ersten Schwert und der Schreiberin alleine auf der Wiese war. 


Da ich es als Barbarin von der Erde eigentlich so kenne, dass nach einer Bestattung, um auf andere Gedanken zu kommen noch ein Umtrunk stattfindet oder meistens eigentlich ein Kuchenschmaus, fragte ich die beiden Herrschaften, ob ich ihnen vielleicht noch etwas servieren durfte. Mein Vorhaben, mich ein wenig zu beschäftigen und mich damit von meinen trüben Gefühlen abzulenken, klappte tatsächlich und das nicht nur bei mir. Der Krieger und seine Fastgefährtin beschlossen nämlich, sich ihre Getränke auf der Wiese servieren zu lassen und setzten sich einfach ins weiche Gras. Dann zückte der Herr die von seinem Vater geerbte alte Mundharmonika und begann darauf zu spielen… anfangs noch eine eher leise, ein wenig traurige Melodie, die jedoch nach und nach immer fröhlicher wurde. Auch wenn ein paar schiefe Töne dazwischen waren, erinnerte mich das Lied daran, dass das Leben weitergeht und die tote Herrin bestimmt gewollt hätte, dass wir unsere Emotionen möglichst schnell in den Griff bekommen und wieder positiv denken.

Angefangen mit meinem leisen Summen zu der bekannten Melodie auf der Mundharmonika, die der Herr schon öfter gespielt hatte, begann ich schließlich im Takt hin und her zu wippen, bis mich letztendlich nichts mehr auf den Knien hielt und ich zu dem lustig, flotten Rhythmus des Liedes schließlich auf der Wiese hin und her hüpfte. Selbstverständlich achtete ich darauf, die Herrin nicht zu brüskieren und zupfte immer wieder unter den belustigten Blicken des Herrn meine Tunika über meine neugierig aus dem tiefen Ausschnitt hervorlugenden Brüste. Das war jedoch ein eher überflüssiges Unterfangen, denn selbst meine langen Haare waren nicht mehr durch meinem sich irgendwann in Wohlgefallen auflösenden Haarzopf zu bändigen und flossen mir wieder als wilde Lockenmähne um die Schultern.


Ich bin mir übrigens sicher, so eifrig wie die Füße der Schreiberin unter ihrem langen Rock im Takt der Mundharmonika hervorwippten, wäre sie am Liebsten zusammen mit mir über die Wiese gehüpft. Sie war jedenfalls überhaupt nicht echauffiert über mein Tun und reichte mir amüsiert schmunzelnd ihre Wasserschale, nachdem ich schließlich ganz außer Atem wieder neben den beiden Herrschaften ins Gras gesunken war. Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass sich nicht nur meine Haare gelöst hatten und mein Plan ganz gut geklappt hat... Dank der Unterstützung des Ersten Schwertes und seiner Mundharmonika Wahrscheinlich bin nicht nur ich in gelockerter Stimmung nach Hause gelaufen. ;-)

Mittwoch, 26. März 2014

Stille

Ungewöhnlich ruhig war es, als ich auf dem großen weichen Fell meiner Besitzerin relativ spät erst wach wurde. Das einzige Geräusch waren die laut zwitschernden Vögel im Garten meiner Herrin, die ja leider immer noch auf ihrem Landsitz war und ich vermute, diese Hand dort wohl auch noch bleiben wird. Doch das ist noch nicht sicher… also mal abwarten. Mit halbem Ohr nach draußen lauschend, um ihre mögliche Rückkehr oder andernfalls einen weiteren Boten nicht zu verpassen, widmete ich mich dem Aufräumen der Kiste mit Sklavenkleidung und schmiss einige inzwischen wirklich nicht mehr tragbare Sachen weg bzw. stopfte sie in den Korb mit den Putzlappen. Keine Ahnung, wie viele Ahn inzwischen darüber verstrichen waren, jedenfalls hatte das Zentralgestirn mittlerweile seinen höchsten Punkt am Himmel wohl schon überschritten, als ich für einen kleinen Spaziergang durch die Oberstadt das Haus meiner Herrin verließ. 

Die Vögel trällerten zwar immer noch lauthals ihre gute Laune heraus, doch ansonsten wirkte alles ein wenig wie ausgestorben, auch wenn ich vom Haus des Händlers gegenüber leise Stimmen hören konnte, die eindeutig Shanis Herrn und dem Ersten Schwert zuzuordnen waren. Am Kaissabrett sah ich zwei Herren in ihr Spiel vertieft, sodass ich dort ohne lange anzuhalten leise vorbeilief, um sie nicht durch mein Grüßen unnötig und überflüssig zu stören. Außerdem hatte ich bemerkt, dass sie in einem anderen goreanischen Dialekt sprachen, mit dem ich mich etwas schwer tue, ihn zwar einigermaßen verstehen kann, aber mit dem Sprechen stehe ich ehrlich gesagt ein wenig auf Kriegsfuß. Von der Mauer aus pflückte ich mir zuvor schnell allerdings noch eine der reifen, wirklich köstlichen Larmas vom Baum… was ich ja darf, wie ich vom Hauptmann vor kurzem erfahren hatte… und trödelte dann kauend weiter zum Haus des Hauptmanns.

Ich hatte vor, vielleicht ein paar Worte mit Lita zu klöhnen, falls sie Zeit hatte. Im Vorbeischlendern hörte ich aus einigen Gebäuden zwar leises Stimmengemurmel, doch alle Gassen waren leider wie leer gefegt. Mir begegnete jedenfalls niemand, der irgendwelchen Bedarf an einer herrinlosen Kajira hatte, sodass ich das Hauptmannshaus ziemlich schnell erreichte. Doch außer Fenris war dort niemand und auf die Gesellschaft dieses alten Stinkers... so nennt ihn der Hauptmann ja immer... legte ich nun wirklich keinen gesteigerten Wert. Tja, was nun? Ich sah es als überflüssig an, noch einen Schlenker zum Ratssaal zu machen und lief weiter Richtung Unterstadt. Vielleicht konnte ich mich im Gasthaus nützlich machen oder am Hafen auf das nächste Schiff warten, mit dem möglicherweise meine Herrin ankommen würde oder womöglich ein weiterer Bote mit einer Nachricht von ihr.


Leider traf Letzteres ein und bestätigte meine Vorahnungen, auch wenn es meiner Herrin zum Glück nicht so schlecht zu gehen scheint, wie ich befürchtet hatte. Obwohl wenn ich natürlich einsah, dass die erholsame Landluft zurzeit wirklich das Beste für sie ist, fühlte ich mich an diesem Tag irgendwie ein wenig verloren im stillen Jorts, denn auf der Terrasse des Gasthauses war erstaunlicherweise ebenfalls niemand, der meine Dienste benötigte. Nanu, dabei musste die Katerstimmung doch nun wirklich vorbei sein! Ach was soll’s… einfach mal abwarten. Die Stille konnte möglicherweise auch ganz schnell in "zu laut" umschlagen, wenn plötzlich ein paar Herrschaften auftauchten und durcheinander redeten, was ja wirklich oft der Fall ist. Ich suchte mir erste einmal jedenfalls einen strategisch günstigen Platz seitlich der Mauer zur Terrasse, von dem aus ich einen guten Überblick über ein mögliches Kommen und Gehen zum Hafen, Marktplatz, Gasthaus und natürlich auch in die Oberstadt hatte.


Doch leider tat sich nichts… bis auf das laute und echt zum Pipi machen anregende Geplätscher der Zierbrunnen vor dem Haus der Likörhändlerin war es still und blieb leider auch still, meine Strategieüberlegungen waren somit gescheitert, sodass ich mich nach ein paar Träumereien und ein wenig Trübsal blasen letztendlich dann doch zum Heimgehen entschloss. Während ich noch darüber nachdachte, welche Möglichkeiten es in der Oberstadt überhaupt für mich gibt, meine Dienste anderen Freien anzubieten, denn ich kann ja nicht einfach nach dem Motto „Tal Herr/ Herrin, kann ich dir vielleicht bei irgendetwas behilflich sein?“ wie ein Hausierer an irgendwelche Türen klopfen, hörte ich es plötzlich hinter mir im weichen Gras gedämpft rascheln und ich wurde von jemandem übermütig in die Seite gepiekst.

Ich glaube, ich brauche nicht erneut wiederholen, welch einen gewaltigen Extrahüpfer mein Kajiraherz machte, als ich entdeckte, wessen Finger das gewesen war. Hinter mir stand der gutaussehende Rarius mit den zwei Schwertern, der mir seit dem Waffentraining vor zwei Hand irgendwie nicht mehr aus dem Kopf geht, auch wenn meine blauen Flecke auf Schulter und Arm von seinem unbeabsichtigten Rempler schon lange verschwunden sind. Nun war er also endlich zurück von seiner Reise und wünschte auch noch meine Begleitung auf einem Spaziergang! Ich schmolz mal wieder dahin und nehme an, hätte Lita mich in diesem Moment angeschaut, hätte sie bestimmt wieder behauptet, dass meine Ohren rot leuchten, weil ich mich so doll über den Wunsch dieses Kriegers gefreut habe. Natürlich erkundigte er sich vorher aber noch nach meiner Herrin, um sicherzustellen, dass sie mich nicht benötigte und befahl mir erst danach dann, ihm zu folgen. 


Es ging zuerst zum Hof, allerdings nicht zum Einkaufen, sondern gleich weiter zur Mühle und dann über den Bach... diesmal übrigens ohne ein unfreiwilliges Bad... im großen Bogen durch die Unterstadt auf Wegen, die ich zuvor noch nie langgelaufen war, bis wir plötzlich vor einem leerstehenden Haus auf einem Hügel standen mit einer wahnsinnig tollen Aussicht über das Vosktal, die bewaldeten Hänge der Berge und hinüber zum großen Leuchtturm. Es war unheimlich schön dort und ebenfalls sehr still. Nur die im leichten Wind leise rauschenden Baumwipfel und der eine oder andere Schrei der vor dem Leuchtturm über dem Wasser des Vosk ihre Kreise ziehenden Möwen war zu hören. Übrigens empfand ich diese Stille als schrecklich schön, da ich sie mit IHM teilen durfte. Noch viel schöner und wirklich nicht zu beschreiben war jedoch ein anderes Gefühl, nachdem der Krieger sich dicht hinter mich gestellt hatte und mich mit seinen starken Armen umschlang, während ich mich mit dem Rücken an ihn schmiegen durfte. 

Ich bin mir sicher, so fest wie er mich an sich gedrückt hat, konnte er bestimmt das wilde Klopfen meines Herzens spüren. Dann nahm er plötzlich meine Hand und zog mich ins Obergeschoss des leeren Hauses hinein… allerdings nicht, um nun von dort die Aussicht über das Tal zu genießen, sondern meine sanfte Zunge………………. ;-)))

Dienstag, 25. März 2014

Katerstimmung


Der Tag danach…also nach dem Herrenabend… begann für mich mit oberallerbester Laune, da der schöne Vorabend mich innerlich immer noch ein wenig glühen ließ, auch wenn mein allergrößter Wunsch leider nicht in Erfüllung gegangen war. Aber neuer Tag, neues Glück… mal sehn, was und vielleicht wen dieser Tag noch mit sich bringen würde? Voller Elan und Tatendrang sprang ich aus den weichen Fellen meiner Herrin, die ich immer mein Eigen nenne, wenn sie nicht zu Hause ist, wurde dann aber mit der nicht so guten Nachricht eines Boten konfrontiert, dass sie noch etwas auf ihrem Landsitz bleiben wird. Na gut, daran konnte ich nichts ändern, hatte also weiterhin eine sturmfreie Bude und komme außerdem mittlerweile ja auch sehr gut alleine klar… zumindest meistens. Logischerweise reduzierte ich meine Hausarbeiten sofort auf ein absolutes Minimum und machte mich erst einmal Richtung Terrasse auf, um ein wenig unter Leute zu kommen und mich vielleicht nützlich zu machen.

Unterwegs traf ich den Sattler, der zwar das gleiche Ziel wie ich hatte, aber irgendwie grummelig ausschaute... oder täuschte ich mich da? Egal, da Ravi anscheinend noch mit seinem Auftrag für die Tarnsättel beschäftigt war, bestellte er bereits auf dem Weg einen Paga bei mir, sodass ich nach einer kurzen Begrüßung der anderen Herren auf der Terrasse des Gasthauses, übrigens immer noch gut gelaunt, gleich weiter in die Küche hüpfen konnte und gerade noch mitbekam, dass Darks Herr sagte, man müsse wohl aufpassen, dass ich nicht abhebe… keine Ahnung was er damit gemeint hatte. Wobei ich nach dem Servieren des Pagas schon wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen war, denn meine gute Stimmung erhielt einen ersten kleinen Dämpfer, weil mir nach dem Auftauchen von Ravi selbstverständlich nichts anderes übrig blieb, als den Platz neben dem Lederarbeiter schnell wieder zu räumen.

Da neben allen Herren nun eine Sklavin kniete... die Privatkajirae natürlich bei ihren Besitzern und Lita links hinter dem Tarnkrieger, der mich immer so intensiv mustert, dass ich bei dem Blick an Larlaugen denken muss… rutschte ich etwas abseits und stellte fest, dass irgendwie eine Art Katerstimmung herrschte. Alle Männer waren ziemlich schlaff und ein wenig mundfaul drauf… wobei von manchem Herrn auch sonst eigentlich nicht allzu viel kommt. Trotzdem war es wohl nicht weiter verwunderlich, dass in mir nun ein paar Gedanken aufkeimten, die den einen oder anderen Anwesenden nicht gerade mit Ruhm bekleckerten, weil er seine Zähne nicht auseinander bekam. Sooooo viel Paga war doch gar nicht geflossen! Oder etwa doch? Hatte ich das nicht mitbekommen, weil ich zu beschäftigt gewesen war? Egal, ich hielt besser meine Klappe darüber und war froh, dass niemand meine Gedanken lesen konnte.

Wahrscheinlich verweilte ich bei diesen schwierigen Überlegungen mit meinen Blicken etwas länger auf Darks Herrn, der mich deswegen prompt zur Rede stellte. Mir war nämlich jetzt erst eingefallen, dass er am Vorabend in der Taverne nicht dabei gewesen war, also eigentlich keinen dicken Kopf haben konnte. Immer noch beeindruckt von dem Erlebten, erzählte ich ihm, dass er einiges verpasst hatte und erwähnte dabei natürlich vor allem Shanis Darbietung, zumal es wegen ihres Sieges doch eigentlich auch ihr Abend gewesen war. Wobei ich mich total gefreut habe, dass wenigstens einer der Anwesenden meinen Tanz noch nicht vergessen hatte, obwohl nun ausgiebig über die Beschaffenheit der an Shanis Kragen befestigten Kette gefrotzelt wurde, nach deren Halten drei der anwesenden Männer nun immerhin behaupten können, Shani an der Kette gehabt zu haben, wenn auch nur kurz.

Leider viel zu kurz war nach meinem Empfinden übrigens auch wieder die Stippvisite von Darks Herrn, der sich wie immer sehr früh zurückzog, mir aber erlaubte, später zu ihm in die Kriegerunterkunft nachzukommen, sobald meine Dienste in der Herberge nicht mehr benötigt wurden. Wobei ich mich dazu dann schließlich aber doch nicht mehr aufraffen konnte und stattdessen früh nach Hause trödelte, auch wenn ich damit den einzigen Lichtblick an diesem Katerstimmungsabend verpasst habe. Meine ursprünglich so gute Laune hatte sich nämlich aufgelöst und mit der Erkenntnis der herrschenden Stimmung angepasst, zukünftig irgendwelche Musterungen mit Larlblicken lieber zu ignorieren, auch wenn Lita an diesem Krieger anscheinend irgendwas findet und sich erstaunlich oft in seiner Nähe aufhält… Geschmäcker sind eben verschieden! ;-)

Montag, 24. März 2014

Ein Ofen namens Dina

Hach, was war ich aufgeregt! An diesem Abend sollte nämlich der Herrenabend in der Taverne stattfinden. Der Händler hatte erzählt, dass er es am Ende der Hand dort krachen lassen wollte, weil Shani aus ihrem letzten Zarturnier mindestens als Zweite, wahrscheinlich aber als Siegerin hervorgehen würde… und so war es natürlich auch. Da mit dem Sieg seiner Sklavin wieder großer Geldsegen die Taschen des Händlers füllen würde, hatte er vor kurzem sogar höchstpersönlich alle Männer in Jorts zur Feier mit freien Getränken und heißen Kajirae in die Taverne eingeladen. Meine Herrin hatte wegen ihrer frühzeitigen Abreise Richtung Landsitz davon zwar nichts mitbekommen, aber ich war mir natürlich vollkommen sicher, dass sie von mir und selbstverständlich auch von Katy erwartete, dass wir uns in der Taverne nützlich machten.

Natürlich legte ich mich für diesen tollen Anlass, nur unter Herren sein zu dürfen, noch viel mehr als sonst immer ins Zeug, um meine Schönheit gut zur Geltung zu bringen, zumal ich doch hoffte, ein ganz bestimmter Krieger würde vielleicht rechtzeitig von seiner Reise zurück sein und ebenfalls an dem Tavernenabend teilnehmen. Während ich ausgiebig badete, meine langen Haare wusch, damit sie schön glänzten, mich hinterher sorgfältig eincremte und mich zuletzt in den verführerischen Duft von ein wenig Sklavenparfüm hüllte, kreisten meine Gedanken natürlich ununterbrochen um diesen Herrn. Einzig die schrecklich schwere Frage, was ich denn bloß anziehen sollte, lenkte mich schließlich ein wenig ab und ließ mein verliebtes Kajiraherz ein wenig zur Ruhe kommen. Ok, ich gebe ja schon zu, an den einen oder anderen Herrn musste ich selbstverständlich auch denken und war daher entsprechend bemüht, mit meinen Bekleidungsüberlegungen eine kluge Wahl zu treffen.

Dass es Seiden sein mussten war schon mal klar und dass es vor allem ein Nichts aus Seide sein musste selbstverständlich auch… nur in welcher Farbe? Blau-gold für die Kastenfarben meiner Herrin oder doch lieber weiß zu Ehren des einladenden Händlers? Hmmm, so richtig entschließen konnte ich mich zu diesen Farben irgendwie nicht, denn meine Blicke wanderten immer wieder zu den roten Seiden. Rot ist nun mal meine absolute Lieblingsfarbe, war es schon immer und wird es wohl auch immer bleiben… das hat meine Herrin mir in den ganzen Jahren, denen ich ihr inzwischen gehöre, auch nie austreiben können und auch gar nicht versucht, da ihr bewusst ist, welches oft so versengende Feuer in mir brennt und für welche Kaste mein Kajiraherz schlägt. Außerdem ist sie sehr tolerant und trägt selbst ja auch nicht stur nur ihre Kastenfarben, sondern gelegentlich auch mal Rot. 

Meine Entscheidungsfindung war letztendlich also doch ganz einfach. Hinzu kam noch, dass mein geheimer Schwarm in der roten Kaste ist, auch wenn die Farben seiner Kleidung nicht darauf schließen lassen. Außerdem hatte mir vor einiger Zeit einer der Krieger ein paar Seiden geschenkt, die ich bislang noch nie in der Öffentlichkeit sondern nur ein einziges Mal in seinem Haus getragen hatte, als ich mich bei ihm mit einem Tanz für dieses schöne Geschenk bedanken durfte. Hach, dieses rote Nichts aus dünner Seide auf meiner Haut zu spüren, war einfach ein tolles Gefühl. Vor allem die kleinen, leise klingelnden Glöckchen, die zusammen mit den langen Seiden an dem dünnen Band um meine Hüften befestigt waren, ließen die Frage in mir aufkeimen, ob ich an diesem Abend vielleicht tanzen durfte… eine Überlegung, die es sofort in mir kribbeln ließ, da ich ja sehr gerne tanze, aber nur äußerst selten bis gar nicht Gelegenheit dazu bekomme.

Die Ursache für mein Kribbeln war jedoch nicht nur Vorfreude, sondern es kribbelte vor allem ganz gewaltig, weil ich schreckliche Angst hatte, zu versagen. Ich war mir fast sicher, dass Shani tanzen würde… nur ob mir nach ihr dann überhaupt noch jemand zuschauen mochte? Ich war da eher skeptisch, denn es war doch ihr Abend und mir außerdem auch nicht sicher, welchen Tanz ich darbieten sollte. Ach egal… einfach erst mal abwarten, es würde schon nicht so schlimm werden. Meinen ganzen Mut zusammennehmend, machte ich mich mit irgendwie beruhigendem, leisen Gebimmel meiner Sklavenglöckchen schließlich Richtung Taverne auf und war erstaunt, wie gut diese bei meinem Eintreffen bereits gut gefüllt war. Kein Wunder also, dass ich von vielen Männeraugen gemustert wurde, allerdings nicht wie erhofft von zwei ganz bestimmten. 

Mit großer Enttäuschung stellte ich leider fest, dass der Krieger mit den zwei Schwertern offensichtlich noch nicht von seiner Reise zurückgekehrt war. Allerding bekam ich keine Gelegenheit mehr, darüber noch lange nachzudenken. Ganz besonders intensiv musterte mich nämlich einer der Tarnkrieger und erweckte damit bei mir den Anschein, als ob er mit seinen lächelnden Larlaugen unter mein rotes Nichts aus dünnen Seiden schauen wollte, die kaum wirklich etwas von mir verbargen, sondern wie ich fand, alles nett betonten. Übrigens war das ein Blick, der mir durch und durch ging und mir absolut nicht unangenehm war, mein rotseidenes Kajiraherz aber schon wieder zu wildem Klopfen veranlasste, während ich meinen Rücken selbstverständlich schön durchdrückte, um mich diesem Krieger gut zu präsentieren.

Da alle Männer bereits mit Getränken versorgt waren, kniete ich mich erst einmal neben Lita und somit dicht neben den Tarnkrieger, wurde aber sofort zu dem Bootsbauer zitiert, weil dieser sich „grad etwas unterkühlt“ fühlte und einen Ofen benötigte… ich glaube, so oder ähnlich drückte er sich aus. Dabei war er doch eigentlich ein Nordmann! Der lachende Kommentar des Herrn mit den Larlaugen dazu war nur, dass dem Bootsbauer nun bestimmt gleich zu heiß wird. Eine Äußerung, die mich vor Freude strahlen ließ, denn ich war selbstverständlich sofort zu dem armen Frostködel hinüber gerutscht, um ihm wie gewünscht als Ofen zu dienen, indem ich mich eng an ihn schmiegte und ihm etwas rotseidene Abhilfe gegen seinen unterkühlten Zustand angedeihen ließ. Oha, ich bin mir sehr sicher, dass meine Ofenfunktionen prompt und gut funktionierten. Sie waren allerdings nicht nur bei dem Bootsbauer sehr erfolgreich, sondern auch bei mir selbst… wobei das wohl vor allem die über meinen Körper wandernden Hände des Herrn waren, die mich glühen ließen.

Genau diese Hände waren dann auch der Grund, dass ich Shanis Tanz kaum bis fast gar nicht folgen konnte. Immerhin habe ich wenigstens mitbekommen, dass sie bis auf ein paar dünne Ketten beneidenswert nackt war, denn sie führte einen Kettentanz mit entsprechendem Equipment auf, in dem es um den Stolz einer Sklavin geht, sie sich letztendlich dann aber doch einem Herrn unterwirft. Diese Darbietung brachte mich auf die Idee, sollte ich zufällig ebenfalls zum Tanzen aufgefordert werden, das Thema Hochmut, Stolz und am Ende das Erkennen eines Mädchen, dass sie eine Sklavin ist und Männer erfreuen möchte, aufzugreifen. Aber so weit war es natürlich noch nicht, da ich nun den ersten körperwarmen Paga meines Lebens servieren und dabei die sanfte Zunge des Bootsbauers auf eine wirklich erregende Art auf meiner nackten Haut spüren durfte.


Ehrlich gesagt ist auch an mir vorbeigegangen, warum mir plötzlich die Frage gestellt wurde, wie lange ich schon meiner Herrin gehöre, dass dieser Zustand langsam geändert werden sollte und warum der Bootsbauer mit meiner Herrin sprechen will. Alle meine Sinne waren nur noch auf die lustvollen Empfindungen konzentriert, die dieser Mann mit der feuchten Spur seiner Zunge in meinem inzwischen in hell lodernden Flammen stehenden Sklavenkörper hervorrief. Tja, und dann stand ich auf einmal tatsächlich auf der Tanzfläche und sämtliche Herren schauten mich an… wobei der Hauptmann natürlich über irgendetwas brummte, was ich aber nicht so genau mitbekommen habe, da ich nur noch Augen für den netten Bootsbauer hatte, für den mein Sklavenherz den ganzen Abend schon so heftig schlug.

Auch wenn bei weitem nicht alle Krieger da waren und sich leider bestätigte, dass der Krieger mit den zwei Schwertern tatsächlich nicht mehr auftauchen würde, waren sämtliche Sitzkissen um die Tanzfläche besetzt und es galt, mein Allerbestes zu geben. Ich wollte meiner Herrin natürlich Ehre bereiten, indem ich die Männer und ganz besonders nun eben den Bootsbauer erfreute. Je länger ich tanzte und meinen heißen Sklavenkörper immer erregender bewegte, umso mehr konzentrierte ich mich auf diesen Herrn, der mein Kajirablut vorher schon so in Wallungen gebracht hatte. Ich blendete die Zwischenrufe der anderen Männer über erforderliche Abkühlungen, erneutes Anheizen, das Verdampfen von Voskwasser, falls ich darin baden sollte und dass Jorts nach meinem Bad dann Gefahr läuft, plötzlich in der Tahari zu liegen und wie wichtig es ist, vorher noch etwas Wasser zu schöpfen, immer mehr aus… tanzte einfach weiter, nur für ihn… und durfte ihm hinterher dienen… allerdings nicht mit einem weiteren körperwarmen Paga. Dem Herrn war nämlich dank eines Ofens namens Dina inzwischen mehr als warm geworden!^^ ;-)

Freitag, 21. März 2014

Es mal so richtig krachen lassen

Während ich noch damit beschäftigt war, die Blumen meiner Herrin zu gießen, hörte ich leise von irgendwo aus der Oberstadt Stimmen, die mir jedoch fremd vorkamen, sodass ich neugierig mal um die Ecke schaute. Es passiert nämlich immer wieder mal, dass Fremde durch die Stadt irren, aber eigentlich das Gasthaus suchen, das sich ja in der Unterstadt befindet. Meine Vermutung war richtig gewesen… ein fremder Herr war mit seinen beiden Kajirae auf der Suche nach einer Ärztin. Leider war diese jedoch seit einigen Tagen schon auf Reisen und mir nicht bekannt, wann sie zurückkommt. In der Hoffnung, dem Herrn vielleicht noch genauere Auskünfte beschaffen zu können, bot ich ihm daher erst einmal an, vielleicht für ein Getränk ins Gasthaus einzukehren, was ihm nach den Anstrengungen seiner Reise offensichtlich recht gelegen kam.


Leider habe ich nicht in Erfahrung bringen können, welcher Kaste dieser Herr angehört und woher er stammt. Vielleicht kam er aus dem Norden, denn er wunderte sich, dass ich nach dem Erscheinen meiner Herrin auf der Terrasse meine Schenkel schloss. Wobei auch viele Herren in Jorts nichts auf die Befindlichkeiten freier Frauen geben und ihre Kajirae daher grundsätzlich mit weit gespreizten Beinen knien lassen. Auch dieser Herr war der Meinung, solange eine Sklavin vor einem Mann kniet, muss sie dieses im Nadu tun. Wobei er in keiner Weise beleidigt war, als ich ihm erklärte, dass meine Herrin es anders wünscht. Trotzdem war ich ganz froh, als er von diesem Thema abkam und sich nach den Zimmerpreisen im Gasthaus erkundigte, weil er sich inzwischen zur Übernachtung entschlossen hatte. Offensichtlich hatte er wohl noch nie in Kasra mit seinen Wucherpreisen übernachtet, denn er mokierte sich doch tatsächlich ein wenig über die Preise im Gasthaus von Jorts… gönnte sich dann allerdings doch ein Einzelzimmer, obwohl er im Schlafsaal 2 Kupfer hätte sparen können.

Meine Herrin war übrigens nicht auf der Terrasse geblieben, sondern hatte nur gemurmelt, ich soll mich weiter um den Gast kümmern, sie müsse noch ein wenig spazieren gehen, um ihren Kopf wieder frei zu bekommen. Natürlich irritierte mich diese ungewöhnliche Aussage kolossal, sodass ich einigermaßen froh war, als der Herr sich mit seinen Kajirae alsbald in das Gästezimmer zurückzog und ich auf die Suche nach meiner Herrin gehen konnte. Ich hatte sie nämlich Richtung Wald verschwinden sehen, leider war sie bislang aber noch nicht wieder aufgetaucht und weit und breit war kein Rockzipfel mehr von ihr zu erkennen. Auch der Sattler hatte meine Herrin leider nicht gesehen und ebenfalls nicht der gutaussehende Krieger mit den zwei Schwertern, der mein Kajiraherz übrigens schon wieder ganz wild zum Schlagen brachte, indem er mir bei der Begrüßung sehr sanft durch die Haare wuschelte. Meiner Herrin war ja wohl hoffentlich nichts passiert?

Zum Glück entdeckte ich sie dann plötzlich von der anderen Seite zurückkommend… sie hatte anscheinend einen Rundgang gemacht. Meine aufkeimende Sorge um sie war also überflüssig gewesen, zumal sie sich ja auch nie verläuft, sondern nur ab und zu ein wenig länger braucht, weil sie gerne interessantere Wege nimmt… behauptet sie jedenfalls. Leider hatte sie an diesem Tag jedoch tatsächlich ein paar Sorgen, die mit ihrer Kastentätigkeit zu tun hatten bzw. ihrem geplanten Umzug auf einen anderen Landsitz. Da sie Katy und mich in Jorts natürlich gut aufgehoben wusste, entschloss sie sich kurzerhand einen Tag früher dorthin abzureisen, um vor Ort alle erforderlichen Regelungen treffen zu können und schickte uns zurück zum Gasthaus, damit wir uns noch ein wenig nützlich machten.

Der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können, denn ich bekam dadurch mit, dass der Händler anlässlich des Finales im Zarturnier, am letzten Tag dieser Hand einen Herrenabend in der Taverne ausrichten will, d.h. freie Getränke für alle Männer und wahrscheinlich den einen oder anderen Sklaventanz. Shani bringt ihm nämlich wieder ziemlich viel Geld ein, da ihr der zweite Platz wohl bereits sicher ist, wenn ich alles richtig verstanden habe. Wobei ich eigentlich davon ausgehe, dass sie bestimmt den Sieg schafft, denn sie ist wirklich gut! Anscheinend war es ihrem Herrn sehr wichtig, die Männer sogar persönlich einzuladen… eine Geste, die bei den Anwesenden mit großer Freude aufgenommen wurde und außerdem, wer trinkt nicht gerne umsonst?

Ich hoffe nur, dass es auch ein ganz bestimmter Krieger schafft, rechtzeitig wieder zurück zu sein, da er in den nächsten Tagen leider auf einer Reise sein wird. Natürlich wäre es oberschade, wenn der Händler es in der Taverne mal so richtig krachen lässt… ich glaube, so drückte er sich wohl aus… und ausgerechnet jemand, der von sich behauptet, dass sein Pagadurst für drei zählt, wäre nicht dabei. Wobei ich mir sehr sicher bin, dass diesem Herrn sein letzter Paga vor seiner Abreise wohl besonders gut geschmeckt hat! ;-)))

Donnerstag, 20. März 2014

Kajiraschicksal

Endlich war Mitte der Hand und das übliche Waffentraining angesetzt, auf das ich mittlerweile wirklich gelauert hatte, weil ich mir insgeheim erhoffte, wenigstens dort einen gewissen Krieger und Helden meiner Träume endlich wiederzusehen. Die letzten Tage hatte ich ihn nämlich bestenfalls von weitem ein paarmal entdecken können, dabei jedoch feststellen müssen, dass er nie auch nur einen einzigen Blick in meine Richtung geworfen hatte. Kein Wunder also, dass ich vor lauter Aufregung an diesem Tag viel zu früh an der Wiese hinter dem Hof auftauchte. Das Training hatte nämlich überhaupt noch nicht angefangen und da ich von den drei dort befindlichen Kriegern lediglich mit Brummen oder knappem Nicken registriert wurde und ER sowieso nicht dabei war, verdrückte ich mich lieber noch kurz ins Gebüsch… wahrscheinlich war mir meine Aufregung ein wenig auf die Blase geschlagen.

Bei meiner Rückkehr war das Training dann inzwischen zwar in vollem Gange, nur ein ganz bestimmter Krieger leider immer noch nicht dabei. Ziemlich enttäuscht blieb mir nichts anderes übrig, als mich neben Lita zu knien, die mein Gefühlstief sofort durchschaute und sich alle erdenkliche Mühe gab, mich ein wenig aufzumuntern. Auch wenn dies nicht wirklich klappte, war ich ihr für ihre liebe Art wirklich dankbar und gab mir zusätzlich große Mühe, mich von meinen trübsinnigen Gedanken durch ein Gespräch mit der Sängerin aus Lydius abzulenken. Allerdings muss ich zugeben, dass ich der Herrin nur mit halbem Ohr zugehört habe, denn ich hoffte natürlich immer noch, dass ein weiterer Krieger, vielleicht ja mit etwas Verspätung, doch noch zum Training auftauchen würde… und so war es tatsächlich!

Ich konnte mein Glück kaum fassen, als ich plötzlich leise Schritte hinter mir hörte und mich eine männliche Stimme begrüßte, die mir nicht nur durch und durch ging, sondern mein Kajiraherz vor Freude wild klopfen ließ. Er war also doch noch gekommen, beabsichtigte allerdings nicht am Training teilzunehmen, sondern war auf der Suche nach der Schreiberin bzw. zuerst nach einer Sklavin, die ihn zur Schreibstube führen würde und schaute dabei nicht Lita, sondern tatsächlich mich an! Wie gut, dass ich schon kniete, denn andernfalls wären mir bestimmt meine Knie ganz weich geworden, weil ich unter dem lächelnden Blick des Rarius förmlich dahinschmolz. Übrigens wurde mir erneut klar, wie gut meine Herrin mich kennt. Ihre wissenden Augen zeigten mir, dass ihr anscheinend bewusst war, was mich seit Tagen innerlich glühen lässt. Meine Bitte, mich als Stadtführerin betätigen zu dürfen, wurde mir von ihr nämlich sofort gewährt.

Da ich als Führerin logischerweise vor dem Herrn gehen durfte und nicht wie sonst hinter einem Freien, gab ich mir auf dem Weg zur Schreibstube natürlich alle erdenkliche Mühe, ihm mit aufreizend wiegenden Hüften einen guten Blick auf mein Hinterteil zu bieten, indem ich zwar nicht trödelte, aber auch nicht gerade vor ihm davonrannte. Hach, wie schade, dass ich hinten keine Augen habe und ja leider nicht sehen konnte, ob meine Bemühungen von Erfolg gekrönt waren! Ich hatte dies jedoch noch nicht ganz zu Ende gedacht, als ich auch schon mit einem gutmütigen Klaps auf meinen Po belohnt wurde. Aber was für ein Mist, dass ich mich in der Oberstadt inzwischen ziemlich gut auskenne und leider sogar den direkten Weg zur Schreibstube kannte… wobei ich es mir nicht nehmen ließ, dem Krieger wenigstens kurz zu zeigen, wo meine Herrin wohnt. Wer weiß, vielleicht möchte er ihr ja mal einen Besuch abstatten? Für mein Empfinden kamen wir jedenfalls viel zu schnell bei den Türmen der hohen Kasten an, wo sich mein Glück dann leider schlagartig wendete.

Die Schreiberin war nämlich tatsächlich dort und leider auch zu sprechen. Das war jedoch nicht das Schlimmste. Nein, der Herr schickte mich nun fort, dabei wäre ich natürlich am Liebsten bei ihm geblieben. Und dann sein Blick, mit dem er die Freie anschaute… aber auch die Worte, die er ihr angeblich diktierte, ließen mich sofort das Weite suchen. Wobei mein Verlassen der Schreibstube mehr ein Instinkt zur Flucht gewesen sein muss, denn was genau ich in den Augen des Herrn gesehen hatte und die Bedeutung seiner Worte an die Herrin, das wurde mir erst hinterher klar. Gegen die nun auf mich einstürmende, grenzenlose Enttäuschung half jedenfalls kein Blick über die Oberstadt, egal wie gut die Aussicht auch war, die mir vor der Tür der Schreibstube geboten wurde. Das Bezirzen der beiden Wachen lenkte mich auch nicht wirklich von den auf mich einstürmenden Erkenntnissen ab und warum sollte mich das Lauschen des wie aus dem Nichts auftauchenden Fastgefährten der Schreiberin an der Tür zum Turm interessieren? Sowas gehört sich einfach nicht... aber egal, meine unbefriedigte Neugier war mein kleinstes Problem!

Krampfhaft gegen den in meinem Hals aufsteigenden Kloß ankämpfend und mit hängenden Schultern, als ob eine unendlich schwere Last darauf liegen würde, trottete in langsam zurück zu meiner Herrin, die ich natürlich noch mit ihrer Milch zu versorgen hatte. In meiner großen Traurigkeit eröffnete ich ihr allerdings, dass ich in Anbetracht meines großen Leids bestenfalls in der Lage bin, so gerade eben nur die üblichen zwei Löffel Honig in ihre Milch zu rühren… wofür sie durchaus Verständnis zeigte und sowieso auch keinen Extralöffel benötigte, weil sie ja keinen Liebeskummer hatte. Nicht so verständnisvoll war dagegen Darks Herr mit irgendeiner in meinen Augen total unpassenden Bemerkung über Verlust, die mir zeigte, dass er überhaupt nicht verstanden hatte, was für eine Schmach und gewaltigen Schock ich zuvor gerade kassiert hatte und dass ich bei den ganzen Gefährtenschaften besser dran wäre, wenn ich zur Trockenpflaume werde. Sämtliches Rotseidene in mir war jedenfalls wie weggeblasen. Ich fühlte mich durch und durch zur Topfsklavin degradiert und war vermutlich endlich am Boden meines Sklavendaseins angelangt. Denn war ich nicht schon öfter so genannt worden?

Tja und schließlich kam ER tatsächlich doch noch auf die Terrasse und verlangte, von „einer der Kajirae“ einen Paga serviert zu bekommen! Am Liebsten wäre ich ja sofort aufgesprungen, doch warum sollte er ausgerechnet mich damit gemeint haben, die er zuvor noch weggeschickt hatte? Ich zog es daher vor, mit tief gesenktem Kopf stumm neben meiner Herrin knien zu bleiben und rührte mich nicht. Leider war Lita jedoch damit beschäftigt, einen anderen Krieger zu bezirzen und tat so, als hätte sie nichts gehört. Wahrscheinlich wollte sie mir einfach eine Chance zukommen lassen, mich um genau diesen Krieger zu kümmern, da sie ja nicht wissen konnte, dass meine Schwärmerei für den Herrn inzwischen eine so schmerzhafte Enttäuschung erlitten hatte und ich immer noch kurz davor war, mich in Tränen aufzulösen. Und Ravi hatte selbstverständlich auch nur Augen für ihren Herrn, was ich ebenfalls verstehen konnte. Mir blieb also tatsächlich nichts anderes übrig, als mich schließlich doch um den gewünschten Paga zu kümmern.

Leider schaffte ich es nicht, so durcheinander wie ich war, mich beim Servieren des Getränks zu verstellen. Der Herr merkte jedenfalls sofort, dass irgendetwas mit mir los war und ich anders, als er mich sonst erlebt hatte. Tja, was sollte ich tun? Ich konnte ihm doch nicht einfach gestehen, was in mir vorging! Ich bin doch nur irgendeine unbedeutende Kajira… ach nee, Topfsklavin, sollte glücklich sein, wenn es ihm gut geht, sollte mich freuen, wenn er sich wofür auch immer interessiert! Sollte, sollte, sollte… pahh, ich war total unglücklich!!! Zum Glück rettete mich meine Herrin und schickte mich zum Spülen in die Küche, was ich dann auch ausgiebig tat… nämlich nicht nur das Geschirr, sondern auch sehr ausgiebig meine Augen und die Nase, denn als auch noch Lita und Ravi voller Mitgefühl bei mir auftauchten, Lita mich in den Arm nahm und Ravi mich sanft streichelte, war der Kloß in meinem Hals endgültig nicht mehr aufzuhalten und machte sich in zwei breiten Strömen dicker Tränen Luft.

Ging es mir danach eigentlich besser? Ich weiß nicht mehr so genau… jedenfalls hatte ich einige Reptücher verbraucht und ins Feuer gepfeffert, bis ich nun einen Entschluss fasste. Natürlich waren wir drei uns vollkommen einig darüber, dass ich das typische Kajiraschicksal erlitten hatte. Aber musste ich deswegen entgegen meiner Natur zur Topfsklavin werden? Nööö… es gibt doch auch noch andere Männer! Leider schmolz ich nur schon wieder leicht dahin, als der Krieger mir beim Abschied erst zuzwinkerte und mich dann auf eine Art anlächelte, die mich schon wieder schwach werden ließ… allerdings nur so lange, bis er mich meiner Herrin hinterher schickte……………. aber das musste er wohl?^^ ;-)

Mittwoch, 19. März 2014

Den Spaß überzogen?

Da meine Herrin noch mit wichtigen Arbeiten für ihre Kaste beschäftigt war, bei denen ich ihr wie immer nicht helfen konnte, ich meine Aufgaben jedoch bereits alle erledigt hatte, durfte ich zum Haus des Hauptmanns laufen, um mal nach dem kleinen Gianni zu schauen. Ich hatte Glück, denn ich traf Lita mit ihrem zu diesem Zeitpunkt offensichtlich noch recht gut gelaunten Herrn nicht nur vor der Tür, sondern bekam von ihm auch die Erlaubnis dem kleinen Viech einen Besuch abzustatten. Es lag wie immer oder schon wieder in seinem Körbchen. Sein verzücktes Schnurren zeigte mir sofort, dass es wohl auf ein paar Streicheleinheiten gewartet hatte und sie anscheinend genauso genoss, wie ich den kurzen Kajiratratsch mit Lita, bevor wir uns dann aber schließlich doch aufmachten, um ihren Herrn zu suchen. Er war inzwischen nämlich verschwunden.

Wir vermuteten ihn in der Arena oder in der Unterstadt und wollten natürlich nicht seinen Ärger riskieren, weil wir uns nicht nützlich machten, sondern lieber mit dem kleinen Fellknäuel herumkuschelten. Doch die Arena war leer, weil das Waffentraining wie immer erst Mitte der Hand stattfindet und Litas Herrn anscheinend doch nicht der Sinn nach zusätzlichem Staub und Sand zwischen den Zähnen gestanden hatte. Der Hauptmann befand sich auf dem Marktplatz, denn die Terrasse des Gasthauses war um diese frühe Zeit noch gänzlich ausgestorben, allerdings trafen nach und nach immer mehr Freie am Brunnen ein. Auch die beiden Kajirae des Händlers tauchten auf und taten sich ein wenig leid, da jede mit einer Kiste mit Melonen bepackt war, die sie einem der Krieger als Futter für seinen Affen anliefern sollten. Es war für mich natürlich keine Frage, die Erlaubnis des immer noch gut gelaunten Hauptmanns zur Besichtigung des Affen zu nutzen und den beiden Mädchen zum Haus des Kriegers zu folgen.


Welchen Grund der Rarius für den Kauf dieses Tieres gehabt hatte, erschloss sich mir übrigens immer noch nicht. Vor dem Käfig angekommen stellte ich fest, dass der große Affe mit seinen unheimlichen roten Augen immer noch nicht schön anzusehen war und sein Nutzen zumindest für mich irgendwie nicht erkennbar, denn sein Futter kostet Geld, der Käfig muss regelmäßig gereinigt werden und außerdem hat das Viech schreckliche Essmanieren, sodass ich schließlich das Weite suchte, nachdem das Tier anfing, mit matschigen Melonenstücken um sich zu werfen. Leider entbrannte mit dem Eintreffen des Affenbesitzers der bereits mit dem Kauf begonnene Streit zwischen dem Hauptmann und seinem Untergebenen erneut über den Namen, den dieser seinem Affen gegeben hatte, sodass die bis dahin immer noch gute Laune des Hauptmanns sich schlagartig verabschiedete. 

Litas Herr sah in der Namensgebung immer noch einen Affront auf seinen Rang als Hauptmann der jortsschen Wachen. Ehrlich gesagt empfand ich es ebenso und war daher nicht wirklich verwundert, dass der Hauptmann so wütend war. Übrigens war er seinerzeit auch nicht damit einverstanden gewesen, dass der Hofkrieger seinen stattlichen Bosk „El Commandante“ genannt hatte. Doch dieses Problem hatte sich mittlerweile erledigt, weil der alte Bosk mittlerweile das Zeitliche gesegnet hatte und zwischen den Zähnen von Freien gelandet war. Ich vermute, erst als der Hauptmann wutschnaubend davon stampfte, wurde dem Affenbesitzer klar, dass er den Spaß überzogen hatte. Er lief nämlich mit sehr betroffener Miene sofort hinter seinem Vorgesetzten her, um die Sache zu bereinigen. Trotzdem keimten in mir ein paar Gedanken zum übers Ziel hinausschießen, über die ich jedoch tunlichst meine Klappe gehalten habe.


Der Schreiberin war der Disput zwischen ihrem Fastgefährten und seinem Vorgesetzten anscheinend auf den Magen geschlagen, denn kaum war ihr Angebeteter davon geeilt, gelüstete es sie plötzlich nach einem Paga, ein bekanntlich sehr hochprozentiges Getränk. Doch obwohl dieser Paga vermutlich aus medizinischen Gründen wirklich seine Berechtigung für die Herrin hatte, bediente ich selbstverständlich zuerst den Krieger und legte mich dabei natürlich ordentlich ins Zeug. Es war nämlich das erste Mal, dass ich diesem Herrn servieren durfte. Daher war es mir besonders wichtig, mich ihm von meiner besten Seite zu präsentieren. Auch wenn meine rotseidenen Ambitionen in Anwesenheit einer Herrin selbstverständlich immer eine ziemliche Gratwanderung sind, zeigten mir die gierigen Blicke des Rarius, dass mein Vorhaben wohl ganz gut gelungen war und das anschließenden, wirklich große Lob der Herrin, dass ich sie nicht brüskiert hatte und sie ebenfalls sehr zufrieden mit meinen Diensten war.


Auch wenn jede Kajira immer ihr Bestes geben sollte, Freie zu erfreuen, war es trotzdem schön, dies zu hören… vor allem wenn es meine Besitzerin mitbekommt. Denn genau in diesem Moment tauchte meine Herrin auf, war nach Beendigung ihrer vielen Arbeit durch das Gehörte also schon mal bestens eingestimmt auf eine Honigmilch, die ich ihr zur Feier des Tages sogar mit Sahnemilchhäubchen und einer kleinen Malerei aus ein paar Honigspuren kredenzte. Sie war wirklich gut drauf, denn sie erlaubte mir sogar, von ihren Käsestückchen und Kalanatrauben zu naschen. Wobei ich eingestehen muss, dass ich bei aller Dankbarkeit und Ehrerbietung für meine Herrin in diesem Moment trotzdem am Liebsten mit Lita getauscht hätte, die dem Krieger nun nicht nur etwas zu Essen servierte, sondern ihm auch beim Baden dienen darf… was ich ihr aber von ganzem Herzen wirklich gönne! Zum Glück hat meine Herrin gegen solche Dienste noch nie Einwände erhoben… nur mit dem Mitfliegen auf einem Tarn war sie gestern irgendwie komisch… daran muss ich wohl noch ein wenig arbeiten! ;-)))

Dienstag, 18. März 2014

Tierisches

…und endlich bedankt.

Irgendwie habe ich gestern ganz vergessen zu erwähnen, was für Tiere der reisende Händler zum Verkauf angeboten hatte. Außer dem großen Affen, der letztendlich das Abreisen der wütenden Ärztin aus Jorts zur Folge gehabt hatte, gab es nämlich diverse Großpapageien mit wunderschönem Gefieder, ein paar kleinere bunte Vögel, mehrere Verr und zwei niedliche Giannis. Die letzteren lagen schlafend zusammengerollt in kleinen Körbchen und hatten es Ravi und mir echt angetan, weil sie einfach süüüüüüüüüß waren. Erstaunlicherweise hatte der brummende Hauptmann ebenfalls ein Herz für die kleinen flauschigen Viecher und beauftragte mich, eines für ihn zu kaufen. Wobei ich später erfuhr, dass er es wohl verschenken will.


Als Sklavin musste ich mich natürlich ganz hinten in der Schlange der Freien anstellen, sodass es einige Zeit dauerte, bis ich nach dem Affentheater endlich dran war… nämlich erst nach dem schon beschriebenen Eklat mit der Ärztin. Da der Sattler zuvor bereits das kleinere dunkle der beiden Giannis gekauft hatte, brauchte ich nicht mehr lange entscheiden, welches ich für den Hauptmann nehmen sollte. Außerdem war das graue Fellknäuel von dem Trubel geweckt worden oder hatte inzwischen ausgeschlafen und schaute mich mit seinen runden Augen so lieb an, dass ich es sowieso gewählt hätte. Bevor ich jedoch mit dem Körbchen zum Hauptmann laufen konnte, musste leider noch die Hürde des Bezahlens überwunden werden.


Man glaubt es nicht, aber genau das gestaltete sich nun sehr schwierig. Der Händler prüfte nämlich sämtliche Tarskmünzen, die ich vom Hauptmann für den Kauf erhalten hatte, akribisch genau von allen Seiten, bis er sie letztendlich nach langem Hin und Her notgedrungen doch als akzeptabel entgegennahm und ich mit dem kleinen Viech schnurstracks zum Hauptmann laufen konnte. Obwohl es inzwischen spät geworden war, war er zum Glück noch wach, sodass ich ihm das immer noch neugierig aus seinem Körbchen schauende Gianni zusammen mit dem übrig gebliebenen Geld überreichen konnte. Ich vergaß auch nicht, ihm den Kupfertarsk zurückzugeben, der eigentlich für die Bezahlung eines von ihm spendierten Kalana für den Kriegerbauern gedacht gewesen, aber wegen Rückzug des Herrn auf seinen Hof nicht mehr zum Einsatz gekommen war.


Wie immer am ersten Tag der Hand kam meine Herrin gestern von ihrem Landsitz zurück und hatte mir diesmal jede Menge von ihrer Kastenarbeit zu erzählen, bevor ich ihr zuletzt noch im Schnellverfahren von meinen Erlebnissen der letzten drei Tage berichtete. Danach war es leider schon ziemlich spät, ich an diesem Tag allerdings immer noch nicht vor der Tür gewesen, da ich vor der Ankunft meiner Herrin noch wichtige Aufgaben zu erledigen gehabt hatte. Insofern war ich froh, dass meine Herrin schnell von einer heißen Milch im Gasthaus überzeugt war. In meinen Augen war sie davon unterwegs dorthin sogar ein wenig zu überzeugt. Denn als wir auf dem Weg in die Unterstadt eine kleine Gruppe Freier trafen… darunter übrigens auch zwei Krieger… grüßte sie nur kurz und preschte leider gleich weiter. Mist, mir blieb natürlich nichts anderes übrig, als mit einem Minigruß so gerade eben die Höflichkeit zu wahren und dann hinter ihr her zu sausen.

Im Gasthaus war eine ganze Menge los und ich bei dem lauten Stimmengewirr eigentlich ganz froh darüber, dass ich mich erstmal Richtung Küche begeben konnte, denn dort war es etwas ruhiger. Allerdings war ich nicht alleine. Während ich auf das Aufkochen der Milch wartete und dabei ein wenig über den einen oder anderen Herrn nachdachte, der mir so in den Sinn kam, beobachtete ich eine kleine, sich bewegende Wölbung unter einem der Teppiche, bis schließlich eine kleine Urt unter dem Rand hervorkam und mich mit ihren dunklen Knopfaugen kurz anblinzelte, sich dann aber schnell wieder versteckte. Natürlich habe ich sie nicht verraten, sondern beim Hinausbalancieren der Milch Richtung Terrasse besonders darauf geachtet, auf keinen tierischen Knubbel zu treten. Nicht auszudenken, wenn das womöglich Gath gewesen war, die kleine Urt des zu euchzenden Kriegers.


Während ich meiner Herrin ihre Milch servierte, wurde es übrigens am Nachbartisch noch lauter. Anscheinend waren irgendwelche Pilgerinnen mit den Kriegern im Zwist, weil eine von ihnen mit Bogen bewaffnet in der Stadt aufgetaucht war und nun keine Ruhe gab, nachdem man ihr die Waffe abgenommen hatte. Aber vielleicht ging es auch um etwas ganz anderes, denn ich habe nicht so wirklich auf das Weibergezeter geachtet. Inzwischen hatte sich nämlich der Tunikaentleiher am Tisch neben meiner Herrin niedergelassen, sodass ich die gute Gelegenheit nutzte, um mich endlich noch einmal wie es sich gehört, für das Ausleihen der Tunika zu bedanken… denn ich bin ja wohlerzogen und war daher ziemlich erleichtert, das nun endlich erledigt zu haben, bevor sich die Terrasse an diesem Tag dann recht früh plötzlich leerte. 

Wie die anderen Herrschaften zog es auch meine Herrin bald nach Hause. Wobei… ein ausgiebigerer Schönheitsschlaf schadet natürlich nie, nützt aber auch nicht wirklich beim Aufstehen am Morgen… zumindest mir nicht!^^

Montag, 17. März 2014

Heiß und kalt

Nach dem Servieren des Pagas und den sanften Berührungen dieses Kriegers dabei, wurde mir natürlich noch heißer als vorher schon. Da jedoch jederzeit damit zu rechnen war, dass eine freie Frau auf der Terrasse des Gasthauses auftauchen konnte, versuchte ich mein lichterloh brennendes Sklavenfeuer selbstverständlich einigermaßen in den Griff zu bekommen. Wahrscheinlich ist mir dieser Versuch jedoch nicht allzu perfekt gelungen, denn der Herr wünschte mich weiter dicht neben sich, sodass ich einfach nicht anders konnte, als mich eng an ihn zu schmiegen. Mit großer Freude erfuhr ich von ihm schließlich, dass er vorerst nicht vorhatte weiterzureisen und sich inzwischen ein Haus in der Unterstadt gemietet hatte, wo er noch bei irgendwelchen Umräumarbeiten meine Hilfe benötigte.

Ziemlich gespannt darauf, in welches Haus er eingezogen und vor allem wie er eingerichtet war, lief ich hinter dem Krieger her. Leider ging es jedoch nicht wie von mir erhofft in sein Haus hinein, sondern erstmal zur Rückseite. Irgendein Lieferant hatte dort ein Fass deponiert, das der Herr jedoch neben seinem Eingang wünschte. Na toll, für mich war also das Fassrollen an diesem Tag noch nicht zu Ende. Diesmal ging es allerdings nicht darum, ein leeres aus dem Kontor quer durch die ganze Oberstadt zum Haus des Haupmanns für das Gammelfleisch von Fenris zu rollen, sondern ein fürchterlich schweres musste einmal ums Haus herumgerollt werden… auch zu zweit eine sehr mühsame Angelegenheit. Wobei mir der Fassinhalt mir bis zuletzt ein großes Rätsel blieb. Puhh… als diese anstrengende Arbeit endlich geschafft war, war ich es ehrlich gesagt auch und musste mir heftig atmend den Schweiß von der Stirn wischen.

Entgegen meiner Annahme, jetzt nach Hause geschickt zu werden, wurde ich nun aber doch noch ins Haus befohlen, wo ich mich neugierig umsah und mit großem Staunen die vielen Bücher entdeckte, die überall auf und um einen großen Schreibtisch herum aufgetürmt waren. Der Herr scheint offensichtlich ähnliche Veranlagungen wie meine Herrin zu haben. Allerdings bekam ich keine Gelegenheit mehr, mich lange über seine Belesenheit zu wundern, da er mich plötzlich fest an beiden Handgelenken packte, um mich gegen die raue Wand zu drücken. Ich glaube, es erübrigt sich zu beschreiben, dass es damit natürlich erneut um mich geschehen war und es trotz des kratzigen Wandputzes an der nackten Haut meines Rückens heftig in mir zu kribbeln begann. Ich konnte einfach nicht anders, ich genoss es, dem harten Griff dieses Herrn und seinen erregenden Berührungen so ausgeliefert zu sein.

Tja, dann kam es jedoch erneut anders als von mir erhofft. Meine Lust auf mehr erhielt nämlich einen Dämpfer. Auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass der Krieger kurz davor gewesen war, meinen Verführungsbemühungen doch noch nachzugeben, vor allem nachdem ich seinen Finger auf eine sehr sinnliche Art und Weise abgelutscht und umgarnt hatte, beherrschte er sich und ließ sich nicht von mir steuern… ein Umstand, der mich natürlich noch verrückter machte. Was für ein Mann! Mit dem Hinweis, es sei spät und außerdem habe er es sich stets zur Regel gemacht, fremdes Eigentum nie ohne Genehmigung des Besitzers zu benutzen, wurde ich nun tatsächlich nach Hause geschickt, wo ich nach diesem aufwühlenden Erlebnis in einen sehr unruhigen Schlaf mit den wildesten Träumen fiel.

Da ich mich am Morgen ein wenig von meinen immer noch um den Krieger kreisenden Gedanken ablenken musste, wollte ich nun als Erstes die seit meinem unfreiwilligen Bad im Bach ausgeliehene Tunika endlich zurückbringen. Ich hatte sie natürlich inzwischen längst gewaschen und sorgfältig zusammengelegt. Leider traf ich den fürsorglichen Entleiher in seinem Haus jedoch nicht an, sodass mir nichts anderes übrig blieb, als das kleine Stoffbündel auf die Stufen vor seine Tür zu legen. Da die Terrasse des Gasthauses um diese Zeit noch ausgestorben war, ich den Tunikaentleiher wie so oft natürlich beim Schwerttraining vermutete, machte ich mich auf den Weg zur Arena. Es war mir wirklich wichtig, mich noch einmal bei ihm zu bedanken. Leider lag ich mit meiner Vermutung jedoch daneben. 

Es waren der Brauereikrieger und der Hauptmann, die dort trainiert hatten und nicht der um meine Gesundheit besorgte Herr. Bei meinem Eintreffen wollten sie gerade zusammen mit der Zeugmeisterin und Lita nach Kargash aufbrechen, um vom dortigen Schmied ein Brandeisen abzuholen. Juhuuu… ich durfte mit! Meine Freude war riesig, denn ich war noch nie auf dieser Insel gewesen. Unsere bei tollem Wetter problemlos verlaufende Schiffsreise verging für mich wie im Flug, zumal ich immer wieder gerne auf dem Wasser unterwegs bin… denn ich habe es ja irgendwie mit den feuchten Elementen. Aber keine Sorge, ich bin nicht schon wieder ins Wasser gefallen. Am Schönsten fand ich übrigens das letzte Stück mit einem Segelboot, wo ich mich bei leichter Brise aufs Vordeck hocken durfte und lässig einen Fuß ins recht warme Wasser halten konnte. 


Nicht so warm oder eigentlich schon fast ein wenig frostig unterkühlt, aber dennoch nicht unfreundlich war trotz des milden Klimas dann der Empfang in Kargash, wo bis auf den Schmied und seine Gefährtin keiner der anderen Einwohner zu sehen war. Mit Erstaunen stellte ich fest, dass der Herr der langjährige Schmied aus Jorts Fähre war und erfuhr nun auch, dass er seinerzeit zwar seine Verbundenheit mit Jorts geschworen, aber offensichtlich nie einen Eid auf den Heimstein von Jorts Fähre abgelegt hatte. Kargash war anscheinend immer sein Heimstein gewesen und sollte es offensichtlich auch bleiben. Der Hauptmann versuchte seinen Freund zwar noch davon zu überzeugen, dass die neue jortssche Schmiede immer noch auf seine Rückkehr wartet und er für Jorts im Wort steht, zwar kein Krieger ist, aber immerhin eine rote Unterhose trägt, wurde von dem Schmied jedoch mit einer höflichen, aber eindeutigen Absage abgewiesen. 


Irgendwie wollte trotz des aus Jorts mitgebrachten hochprozentigen Pagas keine richtige Stimmung aufkommen. Auch wenn es zwischendurch um ein lustiges Thema ging, nämlich ob getrocknete Kaillafladen wirklich zu einem besseren Aroma von Pfeifentabak beitragen, empfand ich eine eigenartige Spannung zwischen den Freien, die mich leicht frösteln ließ. Sogar die Blicke des Schmieds, mit denen er mich musterte, waren mir entgegen meiner sonstigen Natur fast ein wenig unangenehm. Ich fühlte mich unvorteilhaft angezogen und musste mir mal wieder eine abfällige Bemerkung über meine nicht gerade dem goreanischen Schönheitsideal entsprechenden weiblichen Rundungen anhören. Nicht weiter verwunderlich also, dass ich ziemlich erleichtert war, als es endlich zurück nach Hause ging, wo mich die ausgelassene Stimmung auf der Terrasse Kargash schnell vergessen ließ.


Mist, obwohl der fürsorgliche Tunikaentleiher nun ebenfalls auftauchte, standen die Zeichen jedoch schon wieder dagegen, mich bei ihm noch einmal zu bedanken. Ein reisender Tierhändler traf ein, sodass alle Anwesenden sofort aufsprangen, um sich die zum Verkauf stehenden Tiere anzuschauen. Mir bleib daher nichts anderes übrig, als dem Herrn seinen Tee im Gewusel neben den Wagen des Händlers zu servieren… eine in meinen Augen nicht gerade geeignete Situation für einen langen hingebungsvollen Serve als Dank für eine Tunika. Leider lag ich mit dieser Einschätzung voll daneben und erntete prompt ein paar frostige Worte von dem Herrn, während er mir den Teebecher abnahm, um sogleich in Richtung eines großen Käfigs mit einem riesigen Affen zu verschwinden, um dieses Tier zum Leidwesen seiner Fastgefährtin zu kaufen.


Mit dem Erscheinen der Ärztin kippte die bis dahin lustig, ausgelassene Stimmung übrigens in frostig kalt. Sie verlangte für alle Tiere vom Händler Gesundheitszeugnisse und wollte andernfalls deren Verkauf verbieten. Obwohl der Hauptmann noch zu vermitteln versuchte, da dem Händler bei seinen früheren Besuchen weder Quarantäne- noch Gesundheitsauflagen gemacht worden waren, gab letztendlich ein Wort das andere mit dem Erfolg, dass der Affe ohne die geforderten Papiere den Besitzer wechselte. Die Grüne drohte danach wutschnaubend mit ihrem endgültigen Verlassen von Jorts Fähre und lief Richtung Hafen davon, während der Hauptmann in seinem Ärger über die Wichtigtuerei der Ärztin nach Hause stampfte… hoffentlich hat sich seine frostige Laune in den Fellen mit Lita wieder angewärmt.^^ ;-)

Samstag, 15. März 2014

Zuverlässigkeit

Tja, meine Pechsträhne hielt tatsächlich noch an, denn es war mir leider nicht vergönnt, beim Schwerttunier zuzuschauen. Hinterher erfuhr ich dann, dass mein Favorit und Titelverteidiger Dritter geworden war. Ich finde aber, auch das war ein wirklich sehr guter Platz. Immerhin lagen Lita und Shani mit ihren Wetten ebenfalls daneben, sodass ich meinen Wetteinsatz, das schöne Tuch behalten konnte... es also im Besitz meiner Herrin blieb, wollte ich natürlich sagen, auch wenn ich es seinerzeit aus dem Vosk gefischt hatte. Da meine Herrin inzwischen auf ihren Landsitz gereist war und Katy an diesem Tag nicht abkömmlich, machte ich mich alleine Richtung Kaissabrett auf, um mal zu schauen, wann das nächste Spiel mit Beteiligung eines jortsschen Bewohners stattfand. Vielleicht traf ich dort ja auch jemanden und würde die eine oder andere Neuigkeit erfahren?

Leider war der Platz vor der Anzeigetafel für das Kaissaturnier jedoch ausgestorben, sodass ich mich bald wieder auf den Rückweg machte, nachdem ich in Erfahrung gebracht hatte, dass der zu euchzende Herr am nächsten Tag spielen würde. Erneut schauten mich die reifen Larmafrüchte auf den Bäumen verlockend an… nur war ich mir immer noch nicht sicher, ob ich mir davon eine nehmen durfte. Und wen sollte ich fragen? Die angestellte Leiter und ein halb gefüllter Korb zeigten mir zwar, dass irgendjemand anscheinend schon mit der Ernte begonnen hatte… jedoch war dieser Irgendjemand weit und breit nicht zu sehen. Natürlich würde mir nie einfallen, mich einfach aus dem Korb zu bedienen, aber vielleicht konnte ich mir eine Larma selbst pflücken? Während ich mich reckte, um an eine der Köstlichkeiten heranzukommen, hörte ich plötzlich Schritte und hielt lieber schnell inne.


Es war der Hauptmann, der mir sofort unterstellte herumzulungern. Immerhin konnte ich ihn schnell davon überzeugen, dass ich nicht lungere und erfuhr dann, dass die Früchte neben den Wegen für die Öffentlichkeit sind. Inzwischen war die Sängerin aus Lydius zu uns gestoßen. Sie war anscheinend einkaufen gewesen, denn sie hatte ein Stück Speck dabei, dass sie offensichtlich an Shanis Gianni verfüttern wollte, es damit allerdings nicht besonders eilig hatte. Sie nutzte sofort die Gelegenheit, sich beim Hauptmann ausführlich nach seinem Sleen zu erkundigen. Zurzeit laufen nämlich Überlegungen, Fenris vor der Tür des Händlers zu positionieren und sich seine gute Nase zu Nutzen zu machen, um einem mysteriösen Verehrer des Händlers auf die Sprünge zu kommen, der ihm täglich Geschenke vor die Tür legt. Wobei es natürlich auch eine Frau sein kann. Die Idee mit der Installation einer Farbeimerfalle war leider nach hinten losgegangen und hatte den Händler selbst getroffen.

Da die Neugier der Sängerin nicht zu bändigen war und ihre Wissbegierde darüber, ob der Sleen des Hauptmanns beißt, wie gut er Spuren erschnüffeln kann und über ich weiß nicht was noch alles, das überhaupt kein Ende nehmen wollte, ging es schließlich zu Fenris, dem ich nun etwas Fleisch in den Käfig werfen musste, damit die Herrin ihm beim Fressen zuschauen konnte. Zum Glück schien meine Pechsträhne wirklich beendet zu sein als die Sängerin vorschlug, ob der Hauptmann ihr die Spurensuchkünste seines Sleen nicht mal an mir vorführen könnte, ich bekäme auch zehn Ehn Vorsprung. "Oh je, bitte nicht!" dachte ich noch voller Schrecken, als der Hauptmann auch schon ablehnte. Er behauptete nicht zu wissen, ob es meiner Herrin gefallen würde, wenn er Fenris hinter mir herjagt, weil der leider auch manchmal die Beute frisst, die er hetzt.

Mir fiel echt ein richtig großer Stein vom Herzen… wobei mein Kajiraherz dann sowieso auch noch einen kleinen Extrahüpfer machte, als ich plötzlich eine Stimme hinter mir hörte: „Ah, da ist ja das Mädchen.“ Es war der tolle Krieger mit den zwei Schwertern, dem ich vor einigen Tagen nach dem Waffentraining leider keinen Paga mehr hatte servieren können, weil der Hauptmann und meine Herrin mal wieder etwas über meine Kettenschwester zu besprechen hatten, während ich wie auf Kohlen daneben knien musste. Seitdem hatte ich immer wieder an diesen Herrn denken müssen und inzwischen sogar befürchtet, dass er womöglich weitergereist war. Doch nun stand dieser gutaussehende Mann vor mir und erkundigte sich besorgt sogar nach meinen blauen Flecken, auf die ich immer noch stolz war… wobei sie inzwischen leider schon ziemlich blass geworden waren.

Beschämt bekam ich nun von dem Krieger zu hören, dass er keine unzuverlässigen Sklavinnen mag, die einfach nicht auftauchen und dass er sich seinen Paga natürlich auch nicht selbst holen mag. Vermutlich waren danach nicht nur meine Ohren rot, sondern wahrscheinlich glühten auch meine Wangen, während mein Herz noch wilder klopfte. Ich versuchte dem Herrn natürlich schnell zu erklären, warum ich ihn nicht hatte bedienen können und dass ich normalerweise immer sehr zuverlässig bin, wenn meine Herrin es mir erlaubt. Selbstverständlich stellte ich mich dabei ein wenig in Positur, damit der Rarius sich wenigstens an meinen weiblichen Rundungen ein wenig erfreuen konnte… und bekam tatsächlich noch eine zweite Chance zum Servieren eines Paga! Juhuuu, ich konnte mein Glück kaum fassen. Am Liebsten hätte ich den Herrn ja gleich auf seinem Spaziergang durch die Oberstadt begleitet, doch dabei war meine Anwesenheit leider nicht erwünscht und außerdem benötigte mich der Hauptmann noch, worüber ich mich selbstverständlich ebenfalls freute.

Mist, er hatte leider sogar noch jede Menge Arbeit für mich, die mich noch eine ganze Weile vom Gasthaus fernhielt und mich immer unkonzentrierter werden ließ, da meine Gedanken inzwischen ununterbrochen um den Herrn kreisten, der vielleicht schon wieder auf seinen Paga wartete. Während es den Hauptmann in keiner Weise Richtung Gasthaus zog, schaffte ich für Fenris weiteres Futter heran und die Gruppe Freier im und vor dem Garten des Hauptmanns wurde immer größer. Zusammen mit dem Händler und der Zeugmeisterin drehten sich die Gespräche jetzt um die Finanzierung des ersten Schwertes und einen fehlenden oder doch nicht fehlenden Ratsbeschluss dazu, schließlich aber auch um ein altes Fass und Holz, das ich auf Befehl des Hauptmanns aus dem Kontor heranzuschaffen hatte. Meine Befürchtungen, möglicherweise wieder nicht rechtzeitig im Gasthaus aufzutauchen, wurden größer und größer und ich immer unkonzentrierter, sodass nicht nur der Hauptmann, sondern irgendwann auch Shani vermutete, ich hätte meine Ohren nicht gewaschen.


Doch ich erwähnte ja schon, meine Pechsträhne war vorbei. Da der Hauptmann irgendwann zur Spätwache musste, schickte er mich schließlich doch noch zum Gasthaus, damit ich mich dort nützlich mache… gab mir allerdings noch mit auf den Weg, mich nicht klauen zu lassen. Ich verstand zwar nicht, was er damit meinte, denn warum sollte mich jemand klauen, hatte aber nun wirklich keine Zeit mehr, mich noch lange danach zu erkundigen. Ich flitzte eiligst in die Unterstadt, denn es ging ja darum, jemand zu beweisen, wie zuverlässig ich bin. Tja, und mein geheimer Schwarm mit den zwei Schwertern war tatsächlich noch dort, hatte sich nicht selbst bedient und war auch noch nicht bedient worden... ICH durfte ihm dienen! :-)))

Donnerstag, 13. März 2014

Die Pechsträhne hält an

Mein Bauchgrummeln war über Nacht zum Glück wieder verschwunden. Allerdings keimte in mir nun der Gedanke, ob es möglicherweise eine weitere Erscheinung meiner derzeitigen Pechsträhne mit unfreiwilligen Bädern, Steine werfenden Spinnen, ungeahnten Windrichtungen, aufbrausenden Kriegern und meinem immer noch im Tarnturm abzuleistenden Strafdienst zu tun hatte. Da ich um das Beseitigen der Tarnkacke mit Sicherheit nicht herumkommen würde, streifte ich mir die älteste, schon ein wenig zerlöcherte Tunika über, die ich in der Kiste mit Sklavenkleidung finden konnte und machte mich auf den Weg zum Haus des Hauptmanns. Ich wollte diese doofe Arbeit endlich hinter mich bringen… am Liebsten gemeinsam mit Lita nach dem Motto „geteiltes Leid ist halbes Leid“.

Ich war übrigens ziemlich früh auf den Beinen, da ja Mitte der Hand war und später an diesem Tag noch das Waffentraining der Krieger anstand, bei dem ich auf jeden Fall zuschauen wollte und Lita als Kajira des Hauptmanns bestimmt auch. Diesmal war es mir wegen der laufenden Wetten, wer wohl das neue „erste Schwert von Jorts“ werden würde, damit natürlich noch viel wichtiger als sonst, denn ich hatte dabei ja kräftig mitgemischt und bereits mit Erlaubnis meiner Herrin ein kleines, hübsches, seinerzeit mal aus dem Vosk gefischtes Tuch als Wetteinsatz eingesetzt, auf das sie keinerlei Wert legte, obwohl es natürlich ihr gehörte. Kein Wunder also, dass ich meinen Favoriten nun unbedingt noch einmal besonders kritisch beobachten musste, denn er war bei den letzten Trainings wegen seiner Wachdienste leider nicht dabei gewesen. Falls ich also daneben lag, weil er wegen zu viel Ale möglicherweise seine gute Kondition eingebüßt hatte oder sein Rücken ihn womöglich wieder plagt, wäre mein Wetteinsatz ja leider futsch.

Mist, beim Haus des Hauptmanns angekommen sah es ganz danach aus, als ob ich den Strafdienst alleine antreten musste, denn Lita öffnete weder auf mein Klopfen und noch lautes Rufen, weil sie anscheinend nicht zu Hause war. Tja, was nun… sollte ich sie suchen oder doch lieber alleine saubermachen? Vielleicht war sie ja bereits im Tarnturm in Gange? Während ich noch darüber grübelte und mich hinter der Gartenmauer ziemlich sicher vor dem in seinem Käfig eingesperrten Fenris fühlte, nutzte ich die Gelegenheit, um den Sleen mit ein paar Faxen und Grimassen ein wenig zu unterhalten. Ich vermutete nämlich, dass sich der Stinker bestimmt zu Tode langweilte. Doch ihm schien mein Unterhaltungsprogramm nicht zuzusagen. Fenris ignorierte mich komplett, sodass mir nun nichts anderes mehr übrig blieb, als mich Richtung Tarnturm aufzumachen.

Meine Pechsträhne hielt also an. Doch welch ein unerwartetes Zwischenglück… genau in dieser Ehn tauchte Lita plötzlich auf und wuschelte mich ordentlich durch, offensichtlich ebenso erfreut wie ich, dass wir uns getroffen hatten. Sie war in der Nähe am Brunnen gewesen und hatte meine Rufe anscheinend gehört. Sofort zog sie mich dorthin mit sich, da sie selbstverständlich noch den mit der Zeugmeisterin im Gespräch befindlichen Krieger um Erlaubnis bitten musste… eine wohlerzogene Kajira entfernt sich nämlich nicht einfach ohne zu fragen. Merkwürdigerweise und für mich gänzlich unverständlich, äußerte sich die Zeugmeisterin total erstaunt über mein Antreten zum Absolvieren des Strafdienstes. Offensichtlich hatte sie nicht damit gerechnet, dass ich tun würde was mir befohlen worden war.

Keine Ahnung, warum ich einen so schlechten und ich finde unverdienten Ruf bei dieser Herrin habe. Aber vorerst war es zweitrangig, darüber nachzugrübeln, denn Lita bekam natürlich umgehend die Erlaubnis zum Abarbeiten ihrer Strafe, sodass wir uns schnell auf den Weg zum Tarnturm machten. Vorher legten wir allerdings noch einen kleinen Zwischenstopp im Haus ihres Herrn ein, um uns mit den Handschuhen zu bewaffnen, die sie extra genäht hatte, damit der ätzende Tarnmist nicht an unsere zarten Finger gelangt. Leider sahen sie nur am Ende unserer Strafarbeit nicht mehr so schön weiß aus. Aber egal, nicht auszudenken, wenn ein Herr bei einem Dienst unserer tarnmistzerfressenen Hände auf die Idee käme, es wären die rauen schwieligen Finger eines Bauarbeiters, die da über seine Haut streichen und nicht die sanften, zarten einer rotseidenen Sklavin!


Boahh… was für eine Drecksarbeit, die großen Vögel waren wirklich absolut nicht stubenrein! Besonders unter ihren Sitzstangen hatten sich richtige Berge mit ihrem Tarnkot angehäuft, den Lita nun löste, während ich den Schmutz zusammenfegte und in Eimer schaufelte, damit wir den Schiet hinterher auf dem Hof als Dünger entsorgen konnten. Eigentlich frage ich mich, wenn ein Tarn wirklich so gelehrig und schlau ist, wie man ihm nachsagt, warum man ihm nicht beibringen kann, seinen Sitzplatz im Turm zu verlassen, wenn die Überbleibsel des Futters hinten wieder herauskommen. Aber was soll’s, die Arbeit war schließlich dann doch recht schnell erledigt, sodass wir uns mit Zuschauen beim Kriegertraining belohnen konnten.


Hach… was für ein beeindruckender Anblick, so viele gestählte Krieger bei ihrem Waffentraining beobachten zu dürfen! Die Übungen fanden wegen des großen Andrangs auf der Wiese hinter dem Hof statt und nicht in der Arena, sodass es für uns Zuschauer auf dem seichten Hügel neben dem Brunnen fast wieder so war wie im alten Jorts vor der Festung. Ich konnte mich gar nicht sattsehen an den Kämpfenden, wobei ich zwei der Rarii ganz besonders mit meinen Blicken verfolgte. Der eine war natürlich der derzeitige Titelverteidiger und gleichzeitig mein Favorit als Sieger des neuen Titels „erstes Schwert von Jorts“. Tja und der andere war sein Gegner, allerdings kein Bewohner aus Jorts, der deswegen also auch nicht an dem Turnier teilnehmen wird oder falls vielleicht doch, dann wohl außer Konkurrenz.

Dieser wirklich gut aussehende Krieger, mit herrlich langen Haaren, hatte es mir sofort angetan. Er war mir am Tag zuvor schon auf der Terrasse des Gasthauses aufgefallen, hinterließ nun jedoch noch zusätzlichen Eindruck bei mir durch seine mir gänzlich unbekannte Kampftechnik mit zwei Schwertern. Wobei ich natürlich eingestehen muss, davon eigentlich keinerlei Ahnung zu haben. Trotzdem war ich fasziniert von seinen geschmeidigen, flinken Bewegungen und logischerweise hin und weg, dem Training dieser beiden tollen Männer zuschauen zu dürfen. Daher registrierte ich viel zu spät, dass sie immer dichter und dichter kamen und schließlich sogar so dicht, dass ich von dem Herrn mit den zwei Schwertern ein paar sehr heftige Hiebe einkassierte, die mich vor Schmerz laut aufschreien und den Rarius kurz innehalten ließen.

Tja, und dann kam er noch näher. Während ich nun fast dahinschmolz, betrachtete er die sich auf meinem Arm bildenden Blessuren in Form einiger blauer Flecke und erlaubte mir dann, ihm als Entschädigung nach dem Training einen Paga zu servieren… was für eine Ehre und tolle Belohnung für mich! Kein Wunder also, dass es jetzt natürlich endgültig um mich geschehen war und ich mit funkelnden Augen einfach nur noch diesen Herrn anhimmeln konnte, während ich auf das Ende des Trainings hibbelte und dabei gedankenverloren sein Geschenk, die sich immer deutlicher auf meinem Arm abzeichnenden blauen Flecke mit meinem Zeigefinger nachmalte. Zwischendurch war allerdings eine Kontrolle meiner Ohren durch Befühlen erforderlich. Lita behauptete nämlich, sie wären total rot, so als ob sie glühen. Keine Ahnung was sie damit meinte, ich fand eigentlich, sie fühlten sich ganz normal an.


Ich muss leider gestehen, dass ich viel zu spät erst das Herannahen meiner Herrin bemerkte und anfangs auch noch komplett vergaß, meine Schenkel bei ihrer Begrüßung zu schließen, was sie zum Glück jedoch nur mit einem ungehaltenen Schnauben kommentierte, da sie mal wieder sofort durchblickte, was mit mir los war und wie sehr ich innerlich glühte. Ach, waren meine Ohren deswegen vielleicht etwa doch rot? Irgendwie war es auch keine wirkliche Ablenkung für mich, mit Shani und Lita noch einmal unsere Wetteinsätze zu bekakeln und sie schließlich per Handschlag als gültig zu bestätigen. Ich kniete die ganze Zeit ein wenig wie auf Kohlen und wunderte mich eigentlich, nachdem das Training dann zu Ende war, dass das Gras unter mir noch immer grün und nicht inzwischen versengt war. Leider hatte meine Herrin es ausgerechnet an diesem Tag absolut nicht eilig, ins Gasthaus zu kommen… ihre Milch war im Vergleich zu einem Gespräch mit dem Hauptmann anscheinend vollkommen unwichtig, der mal wieder davon anfing, dass er Katy zurückkaufen möchte.

Grrrrr… ich versuchte mir zwar nichts anmerken zu lassen, aber trotz aller Verehrung für meine Herrin war es mal wieder nicht leicht für mich zu hören, dass sich ein Herr für eine andere Sklavin interessierte, während es mir nicht mal vergönnt war, einen für mich irgendwie besonderen Paga servieren zu dürfen. Und als es schließlich zu später Ahn doch noch auf die Terrasse ging, war dort leider niemand mehr... meine Pechsträhne hält anscheinend also weiter an.^^