Montag, 24. März 2014

Ein Ofen namens Dina

Hach, was war ich aufgeregt! An diesem Abend sollte nämlich der Herrenabend in der Taverne stattfinden. Der Händler hatte erzählt, dass er es am Ende der Hand dort krachen lassen wollte, weil Shani aus ihrem letzten Zarturnier mindestens als Zweite, wahrscheinlich aber als Siegerin hervorgehen würde… und so war es natürlich auch. Da mit dem Sieg seiner Sklavin wieder großer Geldsegen die Taschen des Händlers füllen würde, hatte er vor kurzem sogar höchstpersönlich alle Männer in Jorts zur Feier mit freien Getränken und heißen Kajirae in die Taverne eingeladen. Meine Herrin hatte wegen ihrer frühzeitigen Abreise Richtung Landsitz davon zwar nichts mitbekommen, aber ich war mir natürlich vollkommen sicher, dass sie von mir und selbstverständlich auch von Katy erwartete, dass wir uns in der Taverne nützlich machten.

Natürlich legte ich mich für diesen tollen Anlass, nur unter Herren sein zu dürfen, noch viel mehr als sonst immer ins Zeug, um meine Schönheit gut zur Geltung zu bringen, zumal ich doch hoffte, ein ganz bestimmter Krieger würde vielleicht rechtzeitig von seiner Reise zurück sein und ebenfalls an dem Tavernenabend teilnehmen. Während ich ausgiebig badete, meine langen Haare wusch, damit sie schön glänzten, mich hinterher sorgfältig eincremte und mich zuletzt in den verführerischen Duft von ein wenig Sklavenparfüm hüllte, kreisten meine Gedanken natürlich ununterbrochen um diesen Herrn. Einzig die schrecklich schwere Frage, was ich denn bloß anziehen sollte, lenkte mich schließlich ein wenig ab und ließ mein verliebtes Kajiraherz ein wenig zur Ruhe kommen. Ok, ich gebe ja schon zu, an den einen oder anderen Herrn musste ich selbstverständlich auch denken und war daher entsprechend bemüht, mit meinen Bekleidungsüberlegungen eine kluge Wahl zu treffen.

Dass es Seiden sein mussten war schon mal klar und dass es vor allem ein Nichts aus Seide sein musste selbstverständlich auch… nur in welcher Farbe? Blau-gold für die Kastenfarben meiner Herrin oder doch lieber weiß zu Ehren des einladenden Händlers? Hmmm, so richtig entschließen konnte ich mich zu diesen Farben irgendwie nicht, denn meine Blicke wanderten immer wieder zu den roten Seiden. Rot ist nun mal meine absolute Lieblingsfarbe, war es schon immer und wird es wohl auch immer bleiben… das hat meine Herrin mir in den ganzen Jahren, denen ich ihr inzwischen gehöre, auch nie austreiben können und auch gar nicht versucht, da ihr bewusst ist, welches oft so versengende Feuer in mir brennt und für welche Kaste mein Kajiraherz schlägt. Außerdem ist sie sehr tolerant und trägt selbst ja auch nicht stur nur ihre Kastenfarben, sondern gelegentlich auch mal Rot. 

Meine Entscheidungsfindung war letztendlich also doch ganz einfach. Hinzu kam noch, dass mein geheimer Schwarm in der roten Kaste ist, auch wenn die Farben seiner Kleidung nicht darauf schließen lassen. Außerdem hatte mir vor einiger Zeit einer der Krieger ein paar Seiden geschenkt, die ich bislang noch nie in der Öffentlichkeit sondern nur ein einziges Mal in seinem Haus getragen hatte, als ich mich bei ihm mit einem Tanz für dieses schöne Geschenk bedanken durfte. Hach, dieses rote Nichts aus dünner Seide auf meiner Haut zu spüren, war einfach ein tolles Gefühl. Vor allem die kleinen, leise klingelnden Glöckchen, die zusammen mit den langen Seiden an dem dünnen Band um meine Hüften befestigt waren, ließen die Frage in mir aufkeimen, ob ich an diesem Abend vielleicht tanzen durfte… eine Überlegung, die es sofort in mir kribbeln ließ, da ich ja sehr gerne tanze, aber nur äußerst selten bis gar nicht Gelegenheit dazu bekomme.

Die Ursache für mein Kribbeln war jedoch nicht nur Vorfreude, sondern es kribbelte vor allem ganz gewaltig, weil ich schreckliche Angst hatte, zu versagen. Ich war mir fast sicher, dass Shani tanzen würde… nur ob mir nach ihr dann überhaupt noch jemand zuschauen mochte? Ich war da eher skeptisch, denn es war doch ihr Abend und mir außerdem auch nicht sicher, welchen Tanz ich darbieten sollte. Ach egal… einfach erst mal abwarten, es würde schon nicht so schlimm werden. Meinen ganzen Mut zusammennehmend, machte ich mich mit irgendwie beruhigendem, leisen Gebimmel meiner Sklavenglöckchen schließlich Richtung Taverne auf und war erstaunt, wie gut diese bei meinem Eintreffen bereits gut gefüllt war. Kein Wunder also, dass ich von vielen Männeraugen gemustert wurde, allerdings nicht wie erhofft von zwei ganz bestimmten. 

Mit großer Enttäuschung stellte ich leider fest, dass der Krieger mit den zwei Schwertern offensichtlich noch nicht von seiner Reise zurückgekehrt war. Allerding bekam ich keine Gelegenheit mehr, darüber noch lange nachzudenken. Ganz besonders intensiv musterte mich nämlich einer der Tarnkrieger und erweckte damit bei mir den Anschein, als ob er mit seinen lächelnden Larlaugen unter mein rotes Nichts aus dünnen Seiden schauen wollte, die kaum wirklich etwas von mir verbargen, sondern wie ich fand, alles nett betonten. Übrigens war das ein Blick, der mir durch und durch ging und mir absolut nicht unangenehm war, mein rotseidenes Kajiraherz aber schon wieder zu wildem Klopfen veranlasste, während ich meinen Rücken selbstverständlich schön durchdrückte, um mich diesem Krieger gut zu präsentieren.

Da alle Männer bereits mit Getränken versorgt waren, kniete ich mich erst einmal neben Lita und somit dicht neben den Tarnkrieger, wurde aber sofort zu dem Bootsbauer zitiert, weil dieser sich „grad etwas unterkühlt“ fühlte und einen Ofen benötigte… ich glaube, so oder ähnlich drückte er sich aus. Dabei war er doch eigentlich ein Nordmann! Der lachende Kommentar des Herrn mit den Larlaugen dazu war nur, dass dem Bootsbauer nun bestimmt gleich zu heiß wird. Eine Äußerung, die mich vor Freude strahlen ließ, denn ich war selbstverständlich sofort zu dem armen Frostködel hinüber gerutscht, um ihm wie gewünscht als Ofen zu dienen, indem ich mich eng an ihn schmiegte und ihm etwas rotseidene Abhilfe gegen seinen unterkühlten Zustand angedeihen ließ. Oha, ich bin mir sehr sicher, dass meine Ofenfunktionen prompt und gut funktionierten. Sie waren allerdings nicht nur bei dem Bootsbauer sehr erfolgreich, sondern auch bei mir selbst… wobei das wohl vor allem die über meinen Körper wandernden Hände des Herrn waren, die mich glühen ließen.

Genau diese Hände waren dann auch der Grund, dass ich Shanis Tanz kaum bis fast gar nicht folgen konnte. Immerhin habe ich wenigstens mitbekommen, dass sie bis auf ein paar dünne Ketten beneidenswert nackt war, denn sie führte einen Kettentanz mit entsprechendem Equipment auf, in dem es um den Stolz einer Sklavin geht, sie sich letztendlich dann aber doch einem Herrn unterwirft. Diese Darbietung brachte mich auf die Idee, sollte ich zufällig ebenfalls zum Tanzen aufgefordert werden, das Thema Hochmut, Stolz und am Ende das Erkennen eines Mädchen, dass sie eine Sklavin ist und Männer erfreuen möchte, aufzugreifen. Aber so weit war es natürlich noch nicht, da ich nun den ersten körperwarmen Paga meines Lebens servieren und dabei die sanfte Zunge des Bootsbauers auf eine wirklich erregende Art auf meiner nackten Haut spüren durfte.


Ehrlich gesagt ist auch an mir vorbeigegangen, warum mir plötzlich die Frage gestellt wurde, wie lange ich schon meiner Herrin gehöre, dass dieser Zustand langsam geändert werden sollte und warum der Bootsbauer mit meiner Herrin sprechen will. Alle meine Sinne waren nur noch auf die lustvollen Empfindungen konzentriert, die dieser Mann mit der feuchten Spur seiner Zunge in meinem inzwischen in hell lodernden Flammen stehenden Sklavenkörper hervorrief. Tja, und dann stand ich auf einmal tatsächlich auf der Tanzfläche und sämtliche Herren schauten mich an… wobei der Hauptmann natürlich über irgendetwas brummte, was ich aber nicht so genau mitbekommen habe, da ich nur noch Augen für den netten Bootsbauer hatte, für den mein Sklavenherz den ganzen Abend schon so heftig schlug.

Auch wenn bei weitem nicht alle Krieger da waren und sich leider bestätigte, dass der Krieger mit den zwei Schwertern tatsächlich nicht mehr auftauchen würde, waren sämtliche Sitzkissen um die Tanzfläche besetzt und es galt, mein Allerbestes zu geben. Ich wollte meiner Herrin natürlich Ehre bereiten, indem ich die Männer und ganz besonders nun eben den Bootsbauer erfreute. Je länger ich tanzte und meinen heißen Sklavenkörper immer erregender bewegte, umso mehr konzentrierte ich mich auf diesen Herrn, der mein Kajirablut vorher schon so in Wallungen gebracht hatte. Ich blendete die Zwischenrufe der anderen Männer über erforderliche Abkühlungen, erneutes Anheizen, das Verdampfen von Voskwasser, falls ich darin baden sollte und dass Jorts nach meinem Bad dann Gefahr läuft, plötzlich in der Tahari zu liegen und wie wichtig es ist, vorher noch etwas Wasser zu schöpfen, immer mehr aus… tanzte einfach weiter, nur für ihn… und durfte ihm hinterher dienen… allerdings nicht mit einem weiteren körperwarmen Paga. Dem Herrn war nämlich dank eines Ofens namens Dina inzwischen mehr als warm geworden!^^ ;-)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen