Freitag, 21. März 2014

Es mal so richtig krachen lassen

Während ich noch damit beschäftigt war, die Blumen meiner Herrin zu gießen, hörte ich leise von irgendwo aus der Oberstadt Stimmen, die mir jedoch fremd vorkamen, sodass ich neugierig mal um die Ecke schaute. Es passiert nämlich immer wieder mal, dass Fremde durch die Stadt irren, aber eigentlich das Gasthaus suchen, das sich ja in der Unterstadt befindet. Meine Vermutung war richtig gewesen… ein fremder Herr war mit seinen beiden Kajirae auf der Suche nach einer Ärztin. Leider war diese jedoch seit einigen Tagen schon auf Reisen und mir nicht bekannt, wann sie zurückkommt. In der Hoffnung, dem Herrn vielleicht noch genauere Auskünfte beschaffen zu können, bot ich ihm daher erst einmal an, vielleicht für ein Getränk ins Gasthaus einzukehren, was ihm nach den Anstrengungen seiner Reise offensichtlich recht gelegen kam.


Leider habe ich nicht in Erfahrung bringen können, welcher Kaste dieser Herr angehört und woher er stammt. Vielleicht kam er aus dem Norden, denn er wunderte sich, dass ich nach dem Erscheinen meiner Herrin auf der Terrasse meine Schenkel schloss. Wobei auch viele Herren in Jorts nichts auf die Befindlichkeiten freier Frauen geben und ihre Kajirae daher grundsätzlich mit weit gespreizten Beinen knien lassen. Auch dieser Herr war der Meinung, solange eine Sklavin vor einem Mann kniet, muss sie dieses im Nadu tun. Wobei er in keiner Weise beleidigt war, als ich ihm erklärte, dass meine Herrin es anders wünscht. Trotzdem war ich ganz froh, als er von diesem Thema abkam und sich nach den Zimmerpreisen im Gasthaus erkundigte, weil er sich inzwischen zur Übernachtung entschlossen hatte. Offensichtlich hatte er wohl noch nie in Kasra mit seinen Wucherpreisen übernachtet, denn er mokierte sich doch tatsächlich ein wenig über die Preise im Gasthaus von Jorts… gönnte sich dann allerdings doch ein Einzelzimmer, obwohl er im Schlafsaal 2 Kupfer hätte sparen können.

Meine Herrin war übrigens nicht auf der Terrasse geblieben, sondern hatte nur gemurmelt, ich soll mich weiter um den Gast kümmern, sie müsse noch ein wenig spazieren gehen, um ihren Kopf wieder frei zu bekommen. Natürlich irritierte mich diese ungewöhnliche Aussage kolossal, sodass ich einigermaßen froh war, als der Herr sich mit seinen Kajirae alsbald in das Gästezimmer zurückzog und ich auf die Suche nach meiner Herrin gehen konnte. Ich hatte sie nämlich Richtung Wald verschwinden sehen, leider war sie bislang aber noch nicht wieder aufgetaucht und weit und breit war kein Rockzipfel mehr von ihr zu erkennen. Auch der Sattler hatte meine Herrin leider nicht gesehen und ebenfalls nicht der gutaussehende Krieger mit den zwei Schwertern, der mein Kajiraherz übrigens schon wieder ganz wild zum Schlagen brachte, indem er mir bei der Begrüßung sehr sanft durch die Haare wuschelte. Meiner Herrin war ja wohl hoffentlich nichts passiert?

Zum Glück entdeckte ich sie dann plötzlich von der anderen Seite zurückkommend… sie hatte anscheinend einen Rundgang gemacht. Meine aufkeimende Sorge um sie war also überflüssig gewesen, zumal sie sich ja auch nie verläuft, sondern nur ab und zu ein wenig länger braucht, weil sie gerne interessantere Wege nimmt… behauptet sie jedenfalls. Leider hatte sie an diesem Tag jedoch tatsächlich ein paar Sorgen, die mit ihrer Kastentätigkeit zu tun hatten bzw. ihrem geplanten Umzug auf einen anderen Landsitz. Da sie Katy und mich in Jorts natürlich gut aufgehoben wusste, entschloss sie sich kurzerhand einen Tag früher dorthin abzureisen, um vor Ort alle erforderlichen Regelungen treffen zu können und schickte uns zurück zum Gasthaus, damit wir uns noch ein wenig nützlich machten.

Der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können, denn ich bekam dadurch mit, dass der Händler anlässlich des Finales im Zarturnier, am letzten Tag dieser Hand einen Herrenabend in der Taverne ausrichten will, d.h. freie Getränke für alle Männer und wahrscheinlich den einen oder anderen Sklaventanz. Shani bringt ihm nämlich wieder ziemlich viel Geld ein, da ihr der zweite Platz wohl bereits sicher ist, wenn ich alles richtig verstanden habe. Wobei ich eigentlich davon ausgehe, dass sie bestimmt den Sieg schafft, denn sie ist wirklich gut! Anscheinend war es ihrem Herrn sehr wichtig, die Männer sogar persönlich einzuladen… eine Geste, die bei den Anwesenden mit großer Freude aufgenommen wurde und außerdem, wer trinkt nicht gerne umsonst?

Ich hoffe nur, dass es auch ein ganz bestimmter Krieger schafft, rechtzeitig wieder zurück zu sein, da er in den nächsten Tagen leider auf einer Reise sein wird. Natürlich wäre es oberschade, wenn der Händler es in der Taverne mal so richtig krachen lässt… ich glaube, so drückte er sich wohl aus… und ausgerechnet jemand, der von sich behauptet, dass sein Pagadurst für drei zählt, wäre nicht dabei. Wobei ich mir sehr sicher bin, dass diesem Herrn sein letzter Paga vor seiner Abreise wohl besonders gut geschmeckt hat! ;-)))

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