Donnerstag, 30. Oktober 2014

Immer noch sturmfreie Bude

Zwei Tage ohne meinen auf einer Patrouille befindlichen Herrn hieß natürlich nicht, dass ich faul herumlungerte und fünf gerade sein ließ. Wobei ich ehrlich zugebe, dass ich meinem Schönheitsschlaf etwas länger frönte, denn es ist wirklich ein Unterschied, ob mein Herr sehr früh zu einem Rundgang oder seinem Wachdienst aufbrechen muss oder morgens alles still bleibt im Haus. Ich war jedenfalls nicht faul und nutzte seine Abwesenheit für diverse Arbeiten im Haus, versuchte mich aber auch anderweitig nützlich zu machen, sofern denn einer der Bewohner meine Dienste benötigte. Meine Versuche beim Schreiber und seiner nachhilfebedürftigen Kajira waren an beiden Tagen jedoch leider zum Scheitern verurteilt, die beiden waren offensichtlich gar nicht in der Stadt. Oder hatte mein Unterricht vielleicht dermaßen toll eingeschlagen und so viel Sklavenfeuer in dem Mädchen erweckt, dass ihr Herr nun in den Fellen alles nachholte, was er bislang vermisst hatte? Dabei kann es dann durchaus schon mal passieren, dass vor lauter Stöhnen und Keuchen das Anklopfen an der Haustür überhört wird.

Komischerweise war es gestern aber sowieso erstaunlich ruhig in Jorts, obwohl besonders Mitte der Hand sonst wegen dem Waffentraining der Krieger eigentlich immer eine Menge los ist… wahrscheinlich hatten außer meinem Herrn noch andere Rarii eine andere Aufgabe erhalten. Leider waren auch Dark und Fio mit ihren Herren nicht in der Stadt, sodass unser üblicher Kajiratratsch bedauerlicherweise ausfiel. Aber egal, meine tollen Erkenntnisse über den netten Schmied kann ich den beiden auch noch ein anderes Mal erzählen. So ganz ungelegen kam es mir sowieso nicht, auf das Schnattern mit meinen beiden Lieblingsvulos zu verzichten, denn ich hatte mir eine Überraschung für meinen Herrn überlegt, die ich noch vorbereiten wollte und die vor allem ein wenig Zeit beanspruchte. Aber mehr plaudere ich hier jetzt lieber nicht darüber aus.

Leider muss ich eingestehen, dass ich bei meinen eifrigen Vorbereitungen komplett das Essen vergaß. Wobei meine nicht gerade üppige Figur sowieso zeigt, dass mir dies bei dem ekeligen Sklavenbrei ziemlich oft passiert. Welch ein Segen der neue Larmabaum im Vorgarten tatsächlich ist, wurde mir übrigens erst gestern so richtig klar… ich muss nun nämlich für eine leckere Frucht nicht mehr in die Oberstadt laufen, um den Breipamps damit aufzubessern. Draußen unter dem Larmabaum überlegte ich mir dann jedoch spontan, dass ich auf den Brei auch eigentlich verzichten kann, wenn ich die Larma pur aß oder sogar eine mehr. Denn sollte ich nach der ersten immer noch Hunger haben, im Gras unter dem Baum lagen noch etliche, die nur darauf warteten, von mir verspeist zu werden… oder von jemand anderem.


Ich hatte nämlich nur zweimal abgebissen von meiner fruchtigsaften Köstlichkeit, als ich aus dem Augenwinkel sah, wie der Schmied die Gasthausterrasse verließ. Um mich vielleicht nützlich zu machen, hatte ich dort zuvor zwar noch die Lage gepeilt, allerdings nur von weitem und um die Ecke. Bei einem Verhältnis Freie:Unfreie von 1:1 sah ich jedenfalls keine Notwendigkeit dafür, meine Dienste ebenfalls noch anzubieten. Übrigens, so wie der Schmied bei meinem Gruß zusammenzuckte, hatte er mich unter dem Baum offensichtlich gar nicht bemerkt. Außerdem hatte ich ihn wohl aus tiefen Gedanken gerissen. Aber er hatte es wohl nicht eilig, wo auch immer hinzukommen, denn er blieb mindestens noch eine Ahn wenn nicht sogar länger vor dem Zaun stehen und unterhielt sich mit mir, während er nebenbei meine angebissene Larma verdrückte, die ich ihm großzügig gereicht hatte.

Plötzlich fiel mir jedoch siedend heiß die Überraschung für meinen Herrn wieder ein. Das nette Gespräch darüber mit dem gutaussehenden Schmied, dessen Haare inzwischen übrigens schon wieder toll gewachsen sind, hatte mich ganz schön abgelenkt, denn die Entscheidung ob es besser ist, einen ganzen Wurm in der Larma zu finden oder nur einen halben, wollte natürlich genau überlegt und vor allem besprochen werden. Doch die aus der offenen Haustür herüber wehenden leckeren Düfte intensivierten sich immer weiter und erinnerten mich schlagartig wieder daran, was noch nicht ganz fertig war. Da wir uns zuvor nicht nur über üppige Brüste unterhalten hatten, die einen Mann das morgendliche Krähen des Vulohahns auf dem Mist nicht mehr hören lassen, falls er zwischen solchen Möpsen eingeklemmt wurde, sondern auch über die geplante Überraschung für meinen Herrn, erlaubte der Schmied mir, eilig ins Haus zu flitzen, um mich dieser Aufgabe wieder zu widmen. Ob ich gerade noch rechtzeitig oder leider doch zu spät kam, erzähle ich dann aber erst morgen.  ;-))

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Segen der Priesterkönige

"Huch, was ist denn mit dem Vorgarten passiert oder träume ich etwa noch?“ waren meine ersten Gedanken, als ich die Haustür öffnete und mich im falschen Haus wähnte. Doch dann fiel mir ein, worüber mein Herr sich erst kürzlich mit mir unterhalten hatte. Nun hatte er seine Ankündigung also tatsächlich wahrgemacht, denn sein Versuch ein größeres Haus mit einer oberen Etage an möglichst zentraler Stelle in der Unterstadt zu mieten, war leider erst einmal gescheitert. Er hatte nämlich ein paar weitere Anschaffungen vor, für die im jetzigen nicht so richtig Platz ist. Außerdem wollte er nicht ständig das laute Palaver von Bewohnern hören, die sich direkt vor seinem Fenster aufhielten, sodass man drinnen jedes draußen gesprochene Wort mitbekommt. Trotzdem war ich sehr erstaunt, dass er tatsächlich einen Zaun um seinen Vorgarten hatte bauen lassen, weil ich annahm, dass dieser das Eindringen von Gesprächen ins Haus nicht verhindern wird... wobei mein Herr mir zwinkernd klar zu machen versuchte, dass der Larmabaum wohl ein Segen der Priesterkönige gewesen war, dem er nun mit dem Zaun die nötige Ehre erweisen wollte… oder so.


Besonders schön fand ich natürlich, dass er sich von dem Landschaftsgärtner vor dem Haus auch gleich ein Gestell hatte setzen lassen, an dem wilde Trauben ranken können und dass ich nun seinen Lieblingskuchen mit Früchten aus eigener Ernte backen kann. Ich will der neuen Bäckerin zwar keine Konkurrenz machen, aber ihre überteuerten Kuchenpreise beißen sich ganz gewaltig mit dem mir zur Verfügung gestellten Haushaltsgeld, auch wenn mein Herr seit dem Goldsegen nach einer kriegerischen Aktion inzwischen ziemlich wohlhabend ist. Leider hatte er… nee, die Priesterkönige waren das ja… zu meinem Bedauern auf das Anpflanzen von Gebüsch verzichtet, sodass das Aufstellen eines Badebottichs im Garten wegen möglicher öffentlicher Blicke, insbesondere der von freien Frauen, nicht möglich ist. Mist, warum müssen Herrinnen auch ausgerechnet mit der Gabe ausgestattet sein, immer genau dorthin zu schauen, wo sie lieber nicht hinschauen sollten?

Wasser auf meine Mühlen war übrigens, dass der vorbeikommende Schmied freundlich grinsend meinte, dass ein Badezuber noch fehlt. Doch auf meine kesse Erwiderung „ja Herr, genau das finde ich auch, aber ich arbeite noch daran!“ erhielt ich einen aussagekräftigen Klaps auf meinen Hinterkopf, der mich eiligst ins Haus laufen ließ, um mich schnell anzuziehen. Zum Glück ist mein Herr mit dem Zaun aber nicht zum Schrebergärtner geworden, sondern bleibt natürlich Krieger und Tanreiter, der mich nun auf seinem Rundgang mitnehmen wollte. Obwohl ich ihm nackt wohl am besten gefalle, wollte er mit meiner Nacktheit nicht noch zusätzlich bei Herrinnen wegen ihrer oben schon erwähnten Angewohnheit anecken. Aber gut, wir begegneten keiner Freien und kamen auch nur bis zur Brauerei. Der Brauereibesitzer hatte sich nämlich für seine Terrasse einen Tisch mit 4 Stühlen zugelegt, die nun mit einer Runde Paga eingeweiht werden sollten. 


Dabei war es dem Hauptmann übrigens ziemlich egal, ob der Sattler und gleichzeitig Pächter des Gasthauses über den fehlenden Umsatz sauer wird, Hauptsache der Paga ist billig und frisch vom Fass. Ich durfte die Herren natürlich bedienen und damit es beim Servieren etwas zu sehen gab, durfte ich mich gleich wieder ausziehen… das Anziehen hätte ich mir also eigentlich sparen können. Mir kamen die hohen Stühle und der noch höhere Tisch zwar etwas ungewohnt vor, doch mein Herr bekundete, wie bequem er sitzt und der Hauptmann fand die Höhe genau richtig zur Höhe eines Kajirakopfes, wenn das Mädchen neben ihm kniet. Das nun folgende Gespräch der Männer über ihre unterschiedlichen Methoden zum Motivieren von Sklavinnen ging dann etwas an mir vorbei, denn ich musste ja zusehen, dass alle ihren Paga bekamen, bevor mein Herr die Runde beizeiten wieder verließ. Wegen seines bevorstehenden zweitägigen Patrouillenflugs mit Carolus musste er nämlich noch zum Tarnturm.


Nachdem mein Herr früh am nächsten Morgen aufgebrochen war und ich alle erforderlichen Hausarbeiten erledigt hatte, verließ ich sein Haus also alleine, um mich vielleicht noch anderweitig nützlich zu machen. Doch der Schmied hielt gerade auf seiner Bank ein Nickerchen, sodass ich mich schon wieder verdrücken wollte, denn es war natürlich nicht meine Absicht, den Herrn zu wecken. Ok, das Wecken übernahm er anscheinend selbst, indem er sich plötzlich mit einem besonders herzhaft knarzenden Schnarcher selbst wachschnarchte. Ich glaube aber, er war ganz froh mich zu sehen, denn er hatte sein Tagewerk anscheinend schon fertig und kam nun zu mir, um sich nach dem Stand einer Bademöglichkeit im Garten meines Herrn zu erkundigen, der ja leider abgelehnt worden war. Komischerweise mochte der Schmied nicht, dass ich nach seiner Begrüßung weiter vor ihm kniete und befahl mir aufzustehen… aber ich kenne es ja auch von anderen Herren, dass sie selbst im weichen Gras um die Knie ihrer Kajirae besorgt sind.

Hach, der Nachbar meines Herrn ist wirklich ein sehr netter. Dark wird bestimmt total neidisch sein, wenn sie erfährt, dass ich mich so lange mit ihm unterhalten durfte, denn der Brauereikrieger zog sich bald in seine Brauerei für irgendwelchen Papierkram zurück, den er wohl schon lange vor sich hergeschoben hatte. Leider kam mir bald jedoch eine fremde Herrin in die Quere, die auf der Suche nach ihrem Eigentum den Händler zu sprechen wünschte und ausgerechnet in der Ehn auftauchte, als es besonders interessant wurde. Dadurch erfuhr ich nun leider doch nichts Genaueres mehr über die Hand, in der sieben Kajirae den Schmied erfreuen durften… Tag und Nacht! Ob es sich bei der gesuchten Sklavin um eine der Reisekajirae an der jortsschen Stadtkette handelte, bekam ich ebenfalls nicht mehr heraus, auch wenn ich die Herrin sofort in die Oberstadt zum Haus des Händlers geleitete, allerdings kurz darauf auch schon wieder zurück ins Gasthaus. Shani hatte ihr nämlich mit Bedauern aber unmissverständlich mitgeteilt, dass ihr Herr leider keine Zeit hatte.


Inzwischen waren der Sattler und gleichzeitig Pächter des Gasthauses und vor allem Ravi in der Herberge aufgetaucht. Letztere kam übrigens einige Ehn früher als ihr Herr an, da sie von ihm den Auftrag erhalten hatte, die Reste aus dem angebrochenen Pagafass zu entsorgen. Ihr Herr war gesundheitlich nämlich total neben der Spur und vor allem sehr schwer selbstmitleidend… die Details über sein theatralisches Ächzen, Stöhnen und Gejammer lass ich jetzt aber lieber weg… sodass er offensichtlich befürchtete, der am Vortag von ihm anscheinend reichlich konsumierte Paga war vergiftet gewesen. Wobei ich mich natürlich hütete zu behaupten, er hätte zu viel Paga getrunken, denn ich wollte natürlich nicht riskieren, dass sich mein Po meiner Tunikafarbe anpasst. So wie der Herr sich benahm, lag wohl tatsächlich eine Vergiftung vor und das Gift hieß in diesem Fall Alkohol… aber ich bin ja keine Ärztin und Freie haben sowieso immer Recht. Wenn sein Gianni im Kopf mit Wegschütten von Paga schneller weggeht, diesmal allerdings in die Botanik, dann sollte man den vergifteten Todkranken wohl besser in diesem Glauben lassen, der sich nach einem Becher Wasser mit gewaltigem Rumgestöhne schließlich mühsam wieder zurück nach Hause schleppte.


Da sich die Herrin inzwischen ebenfalls zurückgezogen hatte, durfte ich mich noch eine interessante Ahn mit dem schönen Schmied über eine gelbe Trockenrebe, Wasserfälle, Badegewohnheiten, Alkoholverbote und Lebertranstrafen unterhalten, nachdem ich ihm einen Kelch mit Kalana serviert hatte, den er übrigens so drehte, dass seine Lippen genau die Stelle berührten, die ich vorher an meine Hitze gedrückt hatte. Das Interessanteste kam aber am Schluss... die Priesterkönige müssen den Herrn mit einer beeindruckenden Gabe gesegnet haben. Nach meinen Schilderungen über die Auswirkungen dieser ekeligen Strafe, griff er plötzlich nach meiner Hand, um die Innenfläche genau zu betrachten, während er mit seiner Fingerspitze sanft meine Lebenslinie nachzeichnete. Schließlich eröffnete er mir lächelnd, dass ich ein langes glückliches Leben haben werde und sagte Dinge über mich, der er alle in meinen Handlinien gesehen hatte und die tatsächlich alle zutrafen… was für ein beeindruckender Schmied! Aber ich sagte ja schon, Dark wird platzen vor Neid!!! :-))

Montag, 27. Oktober 2014

Kulinarisches

Leider war ich mit meinen Hausarbeiten noch nicht ganz fertig, sodass mein Herr mal wieder vor mir sein Haus verließ. Vorher befahl er mir allerdings noch, später in die Taverne nachzukommen, sobald ich meine Aufgaben erledigt hatte. Um keine Herrinnen zu brüskieren, sollte dort nämlich der mit dem Schreiber vereinbarte Nachhilfeunterricht seiner Kajira in Sachen Sklavenfeuer stattfinden. Mein Timing war ziemlich perfekt, denn das Mädchen hatte meinen Herrn bereits mit einem Paga versorgt, sodass nun dem nächsten Wunsch meines Herrn nichts mehr im Wege stand, von dem er allerdings noch gar nicht ahnte, dass er ihn überhaupt hatte. Als Einstieg für die geplante Lektion dieser ehemaligen Freien, die sich nach dem Geschmack ihres Eigentümers viel zu verklemmt benimmt und zu wenig Sklavenfeuer zeigt, war mir nämlich spontan in den Sinn gekommen, ihr mit ein paar leckeren Kalanatrauben einige rotseidene Serviermethoden zu zeigen.

Ich war zwar nicht dabei gewesen, als sich die Kajira ihre Tunka ausgezogen hatte, versuchte nun aber vor der Umsetzung des Servierunterrichts mein Entkleiden noch als kleinen Augenschmaus für meinen Herrn zu gestalten, denn selbstverständlich wünschte er mich auch in der Taverne genau wie zuhause nackt. Während er breit grinsend beobachtete, wie ich nun den dünnen Stoff meines roten fast Nichts auf geschmeidige, besonders aufreizende Art mit reichlich Tamtam von meinen Schultern zog, bestätigten mir nicht nur seine Worte zu der Verklemmten „Ist sie nicht eine Augenweide?“, dass ihm mein rotseidenes Getue offensichtlich sehr gefiel, sondern ich wurde zusätzlich sogar noch mit einem innigen Kuss von ihm belohnt, der es in mir bis in meine Haarspitzen kribbeln ließ. Nach den Blicken der Sklavin zu urteilen, war sie nun endgültig fest entschlossen zu lernen, ihren Herrn genauso zu erfreuen, wie es mir gerade mit meinem gelungen war.

Während ich dem Mädchen nun ein wenig auf den Zahn fühlte und ihr eine ganze Flut rotseidener Tipps gab und Tricks verriet, nach deren Anwendung manche Männer nur noch mit dem anderen Gehirn denken können, zog es meinen Herrn leider nach draußen. Schade, damit fehlte uns nun unser Proband zum Testen und üben, aber es waren bis in die Taverne laute Stimmen zu hören gewesen, deren Ursache er wohl herausfinden wollte, während ich den Unterricht noch weiter fortführte. Doch nachdem der Sklavin letztendlich klar geworden war, wie viele Möglichkeiten eine Rotseidene hat, Herren zu erfreuen, war sie dermaßen zappelig die soeben gelernten Grundlagen gleich an ihrem Eigentümer auszuprobieren, dass ich sie schmunzelnd von dannen ziehen ließ… zumal ich gerne bei meinem Herrn sein wollte. Naja, ich gebe zu, ich war auch ein wenig neugie… ähmm… wissbegierig, warum er bislang nicht zurückgekommen war, hatte er doch zuvor gerade erst zum Ausdruck gebracht, wie gut ihm meine Unterrichtsmethoden gefielen.

Ich entdeckte ihn auf dem Marktplatz, hatte die Gruppe von offensichtlich sehr aufgebrachten Kriegern jedoch noch gar nicht ganz erreicht, als mein Herr mir ein mehr als deutliches Zeichen gab, zurück zu bleiben. Was den Zorn der offensichtlich reichlich wütenden Rarii entfacht hatte, erfuhr ich allerdings erst später und weiß daher, es ging um Internes der roten Kaste und eine heimsteinfremde Freie. Doch da mir darüber nichts wirklich Genaues bekannt ist, werde ich hier lieber keine weiteren Vermutungen anstellen. Gesehen habe ich jedoch, wie einer der Krieger vor Wut in einer Geschwindigkeit davon rannte, dass man meinen konnte, er löste sich förmlich in Luft auf. Dem Hauptmann war anscheinend zuvor wohl schon der Kragen geplatzt und einem anderen Herrn hatte der Ärger offensichtlich die Kehle ausgetrocknet, denn er stapfte Richtung Gasthausterrasse davon. 


Zurück blieben mein Herr und ein weiterer Tarnreiter, dessen Tarnpfeife mein Herr irritierenderweise in seiner Hand hielt… irritierend aus dem Grunde, weil er mir erklärt hatte, dass nur der Tod einem Tarnreiter die Pfeife nehmen kann. Ich vermutete daher, sie sei vielleicht aus Versehen auf den Boden gefallen. Doch als er dem Krieger nun die Tarnpfeife zurückgeben wollte, nahm der Rarius sie erstaunlicherweise nicht zurück. Ich glaube übrigens, mein Herr tat in dieser immer noch emotional sehr aufgeheizten Situation dann das einzig Richtige… er band sich die Tarnpfeife einfach an seinen Gürtel und ging nach Hause. Einmal drüber schlafen soll manchmal ja Wunder wirken und kühlt erhitze Gemüter hoffentlich auf die richtige Temperatur zum Nachdenken wieder herunter, sodass vielleicht doch nicht die gesamte jortssche Tarnstaffel durch einen kriegerischen Wutausbruch vernichtet wurde. Mal abwarten, bis sich alle ausgestunken und wieder beruhigt haben.

Ich bemühte mich natürlich sehr darum, meinen Herrn an diesem vermiesten Abend nicht unnötig in seinen Grübeleien zu stören, denn er war ja in den ganzen Ärger gar nicht richtig involviert gewesen und hatte nur versucht zu vermitteln. Daher vermied ich es auch am nächsten Morgen tunlichst, ihn auf die immer noch an seinen Gürtel gebundene Tarnpfeife anzusprechen, zumal der neue Tag nach meinem Empfinden sehr schön begann und zwar mit Einkaufen, denn die magere Zeit ist seit dem letzten Kassensturz meines Herrn ja vorbei. Als Erstes ging es zur Bäckerin, die sich allerdings auf der Trainingswiese bei den Kriegern aufhielt. Doch für ihre Kundschaft war sie natürlich sofort da und eilte zurück in ihre Bäckerei. Hach, es duftete wirklich lecker dort. Vor allem die köstlich aussehenden Kuchen hatten es mir angetan, die ich allerdings besonders kritisch beäugte, denn ich wollte unbedingt verhindern, dass mein Herr mit dem Kuchen eine Fleischzulage in Form gefräßiger, auf der klebrigen Glasur hängengebliebener Fliegen kaufte. 


Doch alles sah einwandfrei aus, nicht ein einziges Fliegenbein und auch kein Haar war zu finden, sodass ich tatsächlich auf das Handeln und Feilschen verzichtete, auch wenn mir das nicht leicht fiel, denn die Preise generell und ganz besonders die Kuchenpreise der Herrin waren mehr als heftig. Zusätzlich leidet die Bäckerin anscheinend auch noch unter einer Rechenschwäche, denn sie wollte mir doch glatt ½ Kupfer zu viel abknöpfen und tat dabei noch so, als würde sie mir einen ganzen Kupfer erlassen. Wie gut, dass ich 1 und ½ zusammenzählen kann! Aber vermutlich war der Fehler nur ein unbeabsichtigtes Versehen und dem Umstand geschuldet, dass sich plötzlich mehrere Freie vor ihren Auslagen drängten und der gutaussehende Schmied mehrfach gutgelaunt flötend vorm Haus vorbeilief. Immerhin ist es mir gelungen, dass die Bäckerin sich bereit erklärte, meinem Herrn vor dem Kauf ein Stückchen Kuchen zum Probieren anzubieten. Trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, in Zukunft werde ich Larmakuchen doch lieber selber backen.


Danach ging es kulinarisch weiter zum Bauernhof, denn mein Herr hatte mit dem Hofkrieger vor kurzem schon Sonderkonditionen für den Kauf eines Boskbratens ausgehandelt. Insbesondere bei den Wucherkuchenpreisen wollte er natürlich nicht riskieren, dass diese Abmachung in Vergessenheit gerät. Zum Glück erinnerte er sich gerade noch rechtzeitig, nämlich gleich nachdem er an die Tür des Kriegers geklopft hatte, an dessen Verbot seinen Hof ungefragt zu betreten. Allerdings wusste ich im ersten Moment nicht, ob ihn plötzlich etwas gestochen hatte, als er mit lautem „Verdammt!“ und ohne weitere Erklärungen eilig zurück bis zur Brücke über den Bach rannte. Das ausgesprochene Verbot wurde von dem anscheinend sehr gut gelaunten, anscheinend nicht nachtragenden Hofkrieger nun jedoch umgehend aufgehoben. Er erinnerte sich auch noch an den vereinbarten Preis und gab uns zusätzlich die von Hadi frisch geernteten Gemüse für den leckeren Braten kostenlos mit.

Mein Herr verstand zwar nicht, warum der Boskbraten in einem Kräuter-Wein-Gemüse-Sud noch über Nacht ruhen muss und man ihn nicht gleich zubereiten kann. Er hatte auch überhaupt keine Vorstellung davon, dass ein Braten nicht mal eben so gebraten wird, auch wenn er Braten heißt. Doch letztendlich vertraute er meinen Kochkünsten und begnügte sich mit den für diesen Tag vorgesehenen gebratenen Suls mit Vuloeiern. Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, der davor, währenddessen und nach dem Essen von mir servierte Zuhausepaga schmeckte ihm besonders gut und nach einem kurzen Test gefiel ihm vor allem, sich nicht zum Tisch vorbeugen zu müssen, sondern beim Trinken seinen Teller auf meinem Rücken abstellen zu können. 

Ein Obergenuss war zuletzt aber wohl der Kuchennachtisch, denn beim Vertilgen seines Larmakuchenstücks seufzte, keuchte und stöhnte auf eine Art und Weise…… ach egal, das interessiert hier bestimmt niemanden so genau. Der Kuchen mit dem Wucherpreis war eben ein ganz besonderer kulinarischer Genuss und ein echter Höhepunkt des Essens!^^

Freitag, 24. Oktober 2014

Kajiratratsch oder Staubdienst?

Auch am folgenden Tag verließ mein Herr das Haus sehr früh, um rechtzeitig zum Waffentraining zu erscheinen. Er benötigte mich also erstmal nicht, sodass ich mich pflichtbewusst wie ich ja nun mal bin, auf die Suche nach dem Schreiber machte, um meinen Bücherentstaubungsdienst anzutreten. Ich hatte großes Glück, denn beim Überqueren des Marktplatzes entdeckte ich den Herrn an einem der Tische auf der Terrasse des Gasthauses. Ich brauchte also gar nicht erst bis zu seinem Haus in der Oberstadt laufen, um mich zu erkundigen, wann ich denn loslegen soll. Zumindest zu diesem Zeitpunkt schien ihm mein Staubdienst jedoch nicht mehr allzu wichtig zu sein... das Gespräch mit einer Herrin wollte er dafür jedenfalls nicht unterbrechen. Mir war das mehr als recht, denn vielleicht würde es mir an diesem Tag gelingen, endlich einen kleinen Kajiratratsch mit Fio und Dark abzuhalten? Ich sah daher zu, mich aus den Augen des Herrn zu entfernen, bevor er es sich zu guter Letzt doch noch anders überlegt.

Auf dem Weg in die Oberstadt gabelte ich Feli auf, die ich trotz ihres Oberstadtverbotes erstaunlicherweise zum Mitkommen überreden konnte, sodass ich nun immerhin schon mal eine Kajira zum Tratschen gefunden hatte. Kaum hatten wir allerdings das große Stadttor passiert, zeigte sich wieder, wie praktisch meine guten Ortskenntnisse sind. Gleich an der ersten Ecke sahen wir nämlich die Krieger durch die Gassen hetzen und mussten natürlich aufpassen, nicht im Weg zu stehen oder unter unbeabsichtigten Beschuss der umherfliegenden Pfeile zu geraten. Als die Luft zwischendurch einigermaßen rein erschien, lotste ich Feli dann schnell zu einem leer stehenden Haus, von dessen Terrasse ich mir einen guten Blick über die Stadt erhoffte, denn die Stadtmauer ist während eines Kriegertrainings natürlich Tabu für uns, auch wenn wir von dort bestimmt gut hätten sehen können.

Leider hatte ich nicht gewusst, dass die Mauern dieser Terrasse so schrecklich hoch sind, sodass ich mich nun auf die Suche nach einer geeigneten Kiste begab, weil nicht mal meine Nasenspitze die Oberkante der Mauer erreichte. Logischerweise war in dem leerstehenden Haus die gesuchte Aufstiegshilfe nicht aufzutreiben, allerdings erweckte eine Tür meine Neugier, hinter der ich zu meiner Freude einen kleinen Balkon entdeckte, von dem wir immerhin in die Gasse direkt vor dem Haus einen guten Blick hatten. Die Krieger hatten ihr Training inzwischen offensichtlich zwar in einen anderen Stadtteil verlagert, meine Entdeckung des Balkons war aber trotzdem nicht vergeblich. Genau gegenüber vor der Häuserzeile erblickte ich nämlich Dark. Wild herumfuchtelnd machte ich sie auf mich aufmerksam und rief ihr zu, ob sie nicht zu uns hinüberkommen mag, wegen der hohen Brüstung aber möglichst noch eine Kiste mitbringen soll. 

Wie immer war es richtig gut, dass Dark so patent veranlagt ist und außerdem ja noch kleiner als ich, denn sie schaffte tatsächlich eine Kiste heran, sodass wir beide nun sehr gut über die Mauer schauen konnten… allerdings leider immer noch nichts vom Training unserer Herren sahen. Doch das war inzwischen auch nicht mehr so vorrangig, weil wir mittlerweile zu viert waren und daher ordentlich am Tratschen, nachdem sich auch noch Rita sich zu uns gesellt hatte. Uns war also wirklich nicht langweilig und die Zeit bis zum Ende des Kriegertrainings verging wie im Flug. Nun war also nützlich machen im Gasthaus angesagt. Auf dem Weg dorthin liefen Rita und ich jedoch am Fuß der Treppe unserer Aussichtsterrasse ausgerechnet dem Hauptmann vor die Füße, der offensichtlich auf der Suche nach einem Opfer für seinen Zorn wegen des offen stehenden Nebentors war. Uff, wir hatten jedoch Glück, denn sein Anrantzer war dann doch nicht allzu schlimm. 

Vielleicht glaubte er mir, dass wir das große und nicht das kleine Tor in die Oberstadt genommen hatten… jedenfalls ließ er uns nach dem Befehl, das Nebentor zu schließen, zum Gasthaus weiterlaufen. Ein Gutes hatte unser Verspätetes Eintreffen dort übrigens aber auch, sämtliche durstigen Krieger und anderen Herrschaften waren inzwischen nämlich von anderen Kajirae mit Getränken versorgt worden, sodass ich mich mit Rita erst einmal etwas im Hintergrund hielt. Mein Herr flog nämlich noch ein kurzes Training mit Carolus und zog mit seinem großen Tarn immer wieder meine Blicke Richtung Himmel, wenn er über der Unterstadt kreiste. Dadurch bekam ich fast nicht mit, dass mich der Schreiber plötzlich neben sich winkte… allerdings nicht wegen einer Getränkebestellung.

Nein, er wollte von mir wissen, ob ich mir zutraue, seiner Kajira ein wenig Nachhilfeunterricht zu geben… ob ihm vielleicht mein rotseidenes Benehmen gefallen und zu dieser Frage veranlasst hatte? Seine Sklavin ist zwar Goreanerin, allerdings noch nicht lange unfrei und hat daher möglicherweise noch etwas Nachholbedarf, ihr vertrocknetes Freiefrauenbenehmen endgültig abzulegen... aber mal abwarten. Ich bin zwar unendlich froh, nach so vielen Jahren nicht mehr für die Sklavenausbildung zuständig zu sein, dennoch konnte ich als jahrelange Erste einer Sklavenhändlerin natürlich nicht sagen, dass ich mir nicht zutraue, seiner Kajira das Eine oder Andere zu zeigen, vor allem wenn sich das Mädchen bemüht. Mein Herr sah das genauso und wird dadurch nun sogar noch etwas reicher, auch wenn es trotzdem wohl noch sehr lange dauern wird, bis er meinen Kaufpreis wieder drin hat. Nachdem mit dem Schreiber alles geklärt war, zog es ihn dann aber nach Hause, was mir natürlich außerordentlich gut gefiel, zumal er früh am nächsten Morgen zu einem Erkundungsflug aufbrechen musste.

Leider konnte er mich diesmal auf seinem Tarn jedoch nicht mitnehmen, sodass ich die Gelegenheit für einen ausgiebigen Hausputz nutzte. Da ich im Wischwasser keine Krümel mag, weil die so grässlich an den feuchten Fingern kleben, begann ich die Reinigung des Fußbodens mit gründlichem Ausfegen. Wie immer öffnete ich schließlich die Haustür und beförderte das zusammengekehrte Häufchen in hohem Bogen nach draußen. Mist dabei war nur, dass ich so vertieft in mein Tun war, dass ich Fios Herrn komplett übersehen habe, der direkt vor dem kleinen Weg zwischen Haustür und Marktplatz stand und sich mit dem Schmied unterhielt. Wobei er mein Missgeschick mit einem kräftigen Nieser und reichlich Herumgewedel wegen irgendwelcher Staubwolken dann auf sich beruhen ließ. Trotzdem blieb ich vorsichtig und hüllte mich vorsorglich in zurückhaltendes Schweigen, um ja nicht erneut den Zorn dieses Kriegers auf mich zu lenken. Meine Taktik war tatsächlich nicht die schlechteste, denn die beiden Herren widmeten sich weiter ihrem Gespräch und Feli trug mit ihrem Geschnatter zusätzlich dazu bei, dass ich nicht mehr bemerkt wurde und mich beizeiten dann zurückziehen durfte, um meine Hausarbeiten fortzusetzen.


Donnerstag, 23. Oktober 2014

Übung macht den Meister

Das Krieger jede freie Ehn nutzen, um ihr Können im Umgang mit Schwert oder Bogen zu trainieren, ist in der roten Kaste genauso selbstverständlich, wie die Flugübungen der Tarnreiter auf ihren großen Vögeln. Wegen möglicherweise drohender kriegerischer Auseinandersetzungen wurde für die jortsschen Krieger nun aber bereits einen Tag vor dem üblichen Waffentraining in der Mitte der Hand ein zusätzliches anberaumt, an dem mein Herr natürlich teilnahm, denn nur Übung macht den Meister. Ich erledigte schnell noch ein paar kleine, liegengebliebene Arbeiten, verließ dann aber ebenfalls sein Haus und hoffte, vielleicht Fio endlich mal wieder zu treffen, die ich eine ganze Weile schon nicht mehr gesehen hatte. Möglicherweise war inzwischen auch das andere D mit ihrem Herrn heil und gesund von seiner Erkundungsreise nach Jorts zurückgekehrt. 


Vor der Tür lief mir allerdings erst einmal Ravi fast in die Arme, die anscheinend auf der Suche nach dem Schmied war. Aufgrund der leider verwaisten Schmiedewerkstatt, nutzten wir unser unerwartetes Treffen natürlich sofort für eine unserer überaus wichtigen Nebenbeschäftigungen... den Kajirafunk. An diesem Tag kam mein Tratsch mit Ravi allerdings etwas zu kurz, denn wir hatten noch gar nicht so richtig losgelegt, als eine mir unbekannte Kajira auftauchte und sich erkundigte, worüber wir uns denn gerade unterhielten. Ich hatte das Mädchen zuvor zwar schon einmal gesehen und vermutete sie an der Stadtkette, doch so wirklich klar war mir das nicht. Daher fand ich meine Frage mehr als legitim, mich freundlich bei ihr zu erkundigen, wer sie denn sei und wem sie gehört. 

Tja, die Sklavin hatte es nicht mit den Ohren, sondern sah sich einfach nicht verpflichtet, mir die gewünschte Auskunft zu geben… ok, dann eben nicht. Natürlich hatte ich ihr nichts zu sagen, nur informiere ich auch keine mir unbekannte Kajira über Dinge, die nicht in die falschen Ohren geraten dürfen, sodass der Sklavin nichts anderes übrig blieb, als mehr oder weniger pikiert schließlich von dannen zu staksen, weil sie noch Arbeiten zu erledigen hatte. Nagut, arbeitswillig ist sie immerhin, konnte sich aber auch nicht verkneifen, Ravi und mich als Seidenraupen zu bezeichnen. 

Aber egal, solch Benehmen lass ich inzwischen einfach von mir abprallen und danke jedes Mal den Priesterkönigen, mich nicht mehr um Sklavenausbildung kümmern zu müssen. Durch das Auftauchen des Sattlers wurde ich nun sowieso abgelenkt, da ich mich für diesen interessanten Herrn so richtig rotseidenmäßig in Positur warf, was er mit sehr wohlwollenden Blicken auf meinen sich präsentierenden Sklavenkörper belohnte. Übrigens waren die Blicke von Ravi, mit denen sie mich anfunkelte, um ein Vielfaches weniger wohlwollend und überhaupt nicht seidenraupemmäßig. Aber sie hatte Glück, denn die Krieger trainierten inzwischen nicht mehr auf der Wiese, sondern in der Oberstadt und ich wollte mich nun endlich nach Fio und Dark umsehen. 

Nach einigem Suchen traf ich leider jedoch nur das andere D, die sich hinter den großen Statuen neben der Treppe zum Ratssaal vor den umherfliegenden Pfeilen der Krieger in Sicherheit gebracht hatte. Mist, ich war zu spät dran und hatte gerade erst wenige Worte mit ihr gewechselt, als das Kriegertraining auch schon beendet war und Dark von ihrem Herrn gerufen wurde. Er sollte nun anscheinend dem Rat vom Ergebnis seiner Reise berichten… leider vertraulich, sodass außer den Ratsmitgliedern niemand dabei sein durfte. Doch das fand ich nicht weiter schlimm, denn auch mein Herr wollte sein Eigentum jetzt neben sich haben, da es ihn nun nach Hause zog. Vorher bot er dem neuen Schreiber, der sich ein wenig über den Kampflärm gewundert hatte, allerdings erneut meine Dienste an, weil dies ja Bestandteil des Preises für seine Verschwiegenheit über meinen Kaufpreis gewesen war.

Wie gut, dass ich zuvor bei dem Lederarbeiter schon einen erfolgreichen Test meiner Wirkung auf Männer absolviert hatte, denn auch diesem Herrn präsentierte ich nun meinen wohlgeformten Sklavenkörper, um meinem Eigentümer möglichst viel Ehre zu bereiten. Gleichzeitig wollte ich dem Schreiber aber auch zeigen, was ihm da angeboten wurde. Mein Vorhaben klappte wohl tatsächlich ganz gut, denn so wie mich der Blaukastige musterte, schien ihm das was er sah zuzusagen. Er eröffnete meinem Herrn jedenfalls, dass er mich am folgenden Tag gut gebrauchen kann. Während ich nun das nächste Register roter Kajirakunst zog, erfuhr ich auch wofür… zum Abstauben seiner Bücher!!

Noch über meine Abstaubtechnik grübelnd, war ich auf dem Weg nach Hause vermutlich etwas abgelenkt, denn ich wünschte mir natürlich, der Herr würde jedem Staubkrümelchen verzweifelt hinterhertrauern, wenn er nach kompletter Bücherentstaubung auf mich und vor allem meinen sich vor seinem Bücherregal räkelnden Anblick verzichten muss. Ich bekam daher nur am Rande mit, dass mich einer der Krieger als Tatrix meines Herrn bezeichnete… oder hatte ich mich verhört, denn warum sollte sich mein Herr von seiner Kajira beherrschen lassen? Egal, es gab Wichtigeres… mein Herr hatte nämlich Durst auf einen Zuhausepaga! ;-)

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Rundgänge

…und was sonst noch so alles in der letzten Zeit los war.

Mein Herr war auch weiterhin sehr für Zweisamkeit und genoss sein neues Eigentum ausgiebig, was mir natürlich außerordentlich gut gefallen hat. Wir verbrachten daher in den letzten Tagen sehr viel Zeit in seinem Haus oder er flog auf Carolus mit mir zu der kleinen Insel, die er vor kurzem auf einem seiner Erkundungsflüge mit dem Tarn im Voskdelta entdeckt hatte. Trotzdem war ihm aber natürlich wichtig, nicht den Heimsteinschwur des Schmieds zu verpassen, zu dem selbstverständlich alle Heimsteinangehörigen und sonstigen Bewohner von Jorts eingeladen waren, um dieser Feierlichkeit beizuwohnen.


Der mit seinen jetzt sehr kurzen Haaren immer noch gut aussehende Schmied hatte sich zu diesem Anlass übrigens mächtig in Schale geschmissen. Leider war er zu meinem Bedauern genau wie der Lederarbeiter jedoch offensichtlich der Meinung, dass es zu einer feierlichen Heimsteinzeremonie für einen Freien angemessener ist, keine nackten Beine und Arme zuzeigen, denn er hatte sich zusätzlich noch irgendetwas Graues angezogen. Aber egal... seinen stattlichen Körperbau konnte ich trotzdem noch erkennen.


Übrigens kam mir der Lederarbeiter merkwürdig unruhig vor und erweckte den Eindruck, als wisse er nicht wohin mit seinen Händen... im Gegensatz zu uns Kajirae, die still im Hintergrund in einer Ecke knieten, wie es sich für Sklavinnen gehört, deren Herren entweder mit der Bewachung des kostbaren Heimsteins befasst sind oder eine kleine Ansprache halten müssen. Mit jedem Schritt, den der Schmied zögernd Richtung Heimstein machte, rückte der Herr näher an mich heran, was mir selbstverständlich in keiner Weise unangenehm war. Außerdem nahm ich an, es ging ihm lediglich darum, besser an den breiten Schultern des Schmieds vorbei zum Heimstein sehen zu können. Doch als ich schließlich die Hand des Sattlers auf meinem Kopf spürte, wurde mir klar, er hatte einfach nur eine Handablage gesucht und offensichtlich gefunden.

Aufmerksam der Zeremonie lauschend begann er nun allerdings meine Haare durchzuwuscheln. Dadurch wurde ich verständlicherweise dermaßen abgelenkt, dass nicht nur die Rede des Händlers, sondern auch sämtliche Worte des Schmieds ziemlich an mir vorbeigegangen sind, bis mir dummerweise auch noch eine Peinlichkeit passiert ist. Ich konnte nämlich einfach nicht verhindern, dass mir ein lautes, leider durch den gesamten Ratssaal schallendes „Auuuu“ herausrutschte, als der Herr plötzlich seine Hand von meinem Kopf nahm und mir dabei ein ganzes Büschel Haare ausriss, weil sich seine Finger anscheinend darin vertüdelt hatten. Der Blick meines Herrn in meine Richtung sprach jedenfalls Bände und ließ mich noch kleiner werden, als ich ja sowieso schon bin.


Doch zum Glück war nun allgemeines Beglückwünschen angesagt und wie immer ging es dann auf die Gasthausterrasse, wo der Schmied anlässlich seines Schwurs mehrere Fässer mit Ale, Paga und erstaunlicherweise sogar Met hatte hinschaffen lassen. Das Metfass irritierte mich etwas, denn in Jorts hat noch nie jemand Met getrunken! Naja, der Herr lebte vorher im Norden und ist von diesem süßen Lieblingsgetränk der Nordleute wohl noch nicht ganz entwöhnt… aber das wird schon noch. Essen gab es zum Bedauern einiger Rarii allerdings nicht, denn die Ansage des neuen Heimsteinangehörigen war: „Das Bisschen was wir essen, können wir auch trinken!“…oder sagte das jemand anderer? Egal, die Bäckerin hatte jedenfalls einen ganzen Korb leckere Teigtaschen dabei, sodass doch nicht nur flüssig gegessen wurde.

Nachdem mein Herr dem Heimstein zusätzlichen Geleitschutz in sein sicheres Versteck gegeben hatte, nutzte er bei seiner Ankunft im Gasthaus übrigens die Gelegenheit, sich zu dem neuen Schreiber an den Tisch zu setzen, um ihn auf die am Vortag in Auftrag gegebene Ergänzung in meinen Sklavenpapieren anzusprechen. Höchst zufrieden darüber, dass der blaukastige Herr das Dokument nicht nur wie angekündigt bereits überarbeitet, sondern sogar dabei hatte und ihm sogleich aushändigte, zog es ihn nach einem Paga und diversen Trinksprüchen auf Gor und den Heimstein von Jorts dann zu meiner Freude recht bald nach Hause. Zum Einen waren genügend andere Kajirae zum Servieren da und außerdem konnte man bei der Lautstärke der vielen umherschwirrenden Stimmen kaum sein eigenes Wort verstehen.


Es ging meinem Herrn anscheinend aber wohl vor allem darum, das Schriftstück über meinen Verkauf an geeigneter Stelle in seinem Schreibtisch abzulegen und nach so viel Geldausgeberei einen Kassensturz seines Geldbeutels vorzunehmen. Selbstverständlich war er dabei hochkonzentriert, sodass ich tunlichst meine Klappe hielt, um sein Gemurmel über hier ein Kupfer, Bits im Sinn, weitere Kupfer und viele, viele Silber nicht zu unterbrechen. Schließlich holte er mir seiner Hand fast triumphal aus, tauchte die Feder ein letztes Mal ins Tintenfass, zog einen letzten dicken Strich unter seine Zahlenkolonnen und nannte mir breit grinsend seinen Vermögensstand, der aber natürlich geheim ist und hier sowieso niemanden interessiert. Lachend tat er außerdem kund, dass die mageren Zeiten jetzt vorbei sind und ich nicht mehr so sehr mit dem Haushaltsgeld herumgeizen muss wie im vergangenen Markt, wo ich jeden Kupfer immer mehrfach umgedreht hatte, bevor ich ihn ausgab.

Es war daher auch nur logisch, dass wir in dieser Nacht beide total super schliefen und meinem mehr als gut gelaunten Herrn am nächsten Morgen nach einem weiteren Besuch dieser kleinen unbewohnten Insel und dem Genießen seines scharlachroten Eigentums war. Nicht weiter verwunderlich also, dass wir erst spät in der Nacht wieder zurück im tief schlafenden Jorts ankamen und außer den wachhabenden Kriegern niemand unsere Heimkehr mitbekam... zum Glück hatte mein Herr am nächsten Tag aber keine Frühwache. Als das Zentralgestirn schließlich hoch am Himmel stand, verließ er dann aber doch sein Haus für einen Rundgang, auf den ich ihn begleiten durfte.


Gleich vor der Haustür trafen wir auf den Brauereibesitzer, der für meinen Herrn Interessantes, für mich eher Erschreckendes vom Vortag zu berichten hatte. Es ging um Intrigen, die vermutlich ein noch intensiveres Üben der jortsschen Krieger in Sachen Waffenkunst erforderlich machen werden... wobei er nur Andeutungen von sich gab und sehr geheimnisvoll tat. Außer dass nun klar geworden war, wer anscheinend hinter der Befreiung einer gewissen Dame gesteckt hatte, die in Jorts für eine kurze Zeit ein sehr spezielles Einzelzimmer beziehen durfte, gab es noch nichts wirklich Konkretes und selbst wenn würde ich hier mit Sicherheit keine Einzelheiten darüber ausplaudern.


Der Marktplatz war übrigens wie jeden Tag von vielen jortsschen Bewohnern aller Kasten bevölkert, die ich teilweise jedoch überhaupt nicht kannte… die Spuren meines langen Hausarrests sind eben immer noch nicht verwischt. Deswegen habe ich vermutlich auch nicht verstanden, warum mein Herr beim Weitergehen von sich gab, dass eine der Herrinnen wohl ganz nett ist, denn er hatte nur zwei Sätze mit ihr gewechselt. Trotzdem war ich ziemlich erleichtert zu hören, dass sie als Gefährtin wohl nichts taugt. Lange Zeit über seine Äußerungen nachzudenken hatte ich jedoch nicht mehr und schaffte es daher auch, mir meinen sowieso nicht zustehenden Kommentar dazu zu verkneifen, weil mein Herr nun seinen Rundgang fortsetzte. Wobei ich mir jetzt übrigens gerade nicht mehr sicher bin, ob ich nicht die Rundgänge meines Herrn durcheinander bringe, auf denen ich ihn begleiten durfte... aber egal.


Einer seiner Wege führte jedenfalls auch zum Hafen, wo eine kurze rotkastige Unterredung zu den vorgenannten Dingen stattfand, in der der Hauptmann seine Untergebenen erst einmal auf den aktuellen Stand seiner Überlegungen setzte. Ein Paga auf Hauptmannskosten durfte dabei selbstverständlich nicht fehlen, denn mit ausgetrockneter Kehle redet es sich nun mal besonders schlecht. Da es sich auf einem Bein bekanntlich nicht allzu komfortabel steht und kriegerische Angelegenheiten nicht in die Öffentlichkeit gehören, verzogen sich die meisten Krieger für ein weiteres Getränk schließlich in die Taverne oder traten ihren Wachdienst an.



Doch meinem Herrn stand noch nicht der Sinn nach Taverne, weil er mitbekommen hatte, dass sich der Krieger vom Hof mit dem Händler vor dem Infobrett aufhielt und nun die Gelegenheit nutzte, sich gleich nach den Hofvorräten an Boskfleisch bzw. Schinken zu erkundigen und deren Haltbarkeit. Auch wenn er ohne zu murren einen Markt lang mehr als häufig gebratenen Fisch, eingelegten Fisch, gekochten Fisch gegessen hatte, merkte man ihm mehr als deutlich seinen Appetit auf Fleisch an, das er sich nun dank seines mehr als wohlgefüllten Geldbeutels auch tatsächlich leisten konnte.


Da der Händler und der Hofkrieger als Ratsmitglieder noch etwas Wichtiges unter vier Augen zu besprechen hatten, zog es meinen Herrn irgendwann erneut zu seinem Lieblingsstadtmauerplatz, wo er mir diverse Erklärungen zu kriegerischen und ich nenne sie mal "sehr speziellen Dingen" gab, die ich aber sozusagen auf Knopfdruck sofort wieder vergessen musste. Bei ein paar Grundlagen der Kriegsführung konnte ich mir dann jedoch einige vermutlich recht naseweise Ergänzungen aber nicht verkneifen. Doch wir waren ja alleine und niemand in Hörweite, sodass ich dann durchaus auch mal lauter denken darf…glaubte ich zumindest.

Wie so oft keimte allerdings trotzdem schon wieder eine leichte Unsicherheit in mir auf, die mir mein breit grinsender Herr  mit seiner Äußerung „Verkappte Strategieexpertin“ jedoch schnell wieder nahm. Leider nur kurzfristig, bis er überlegte, ob er mich nicht doch lieber an den Hauptmann verkaufen soll, damit der in den Genuss meiner strategischen Kenntnisse gelangt... wie gut, dass ich bei diesen Worten in seine grauen Augen schaute. Er trat nämlich gleichzeitig sehr dicht an mich heran, um mich auf eine Art und Weise zu berühren, die meine Knie ganz weich werden ließ. Gleichzeitig hauchte er mir leise ins Ohr, dass ich jetzt genug geredet hatte, denn ihm stand inzwischen... naja... der Sinn eben, nach etwas ganz anderem.

Ein Goreaner nimmt sich nun mal, wonach ihm gerade ist... und egal wo er ist……… ;-)))

Montag, 20. Oktober 2014

End of an Era

Schon vor einer Woche fehlten mir die richtigen Worte, um meine Dankbarkeit für 6 ½ Jahre an deiner Privatkette auszudrücken meine liebe Herrin. Leider hat sich dies bis heute nicht wirklich gebessert und wird es vermutlich auch nicht mehr... denn wo soll ich beginnen und wo enden, zumal ich mehr als 5 Jahre unserer gemeinsamen Zeit auf SL-Gor hier im Blog festgehalten habe? Ich glaube, sämtliche Versuche wären nur ein fader Abklatsch.    

Dennoch ist es mir sehr wichtig, hier wenigstens den Versuch zu starten, mich bei dir dafür zu bedanken… dass du mir so viele Jahre dein Vertrauen geschenkt und an mich geglaubt hast… dass ich dein Collar tragen und deine Erste sein durfte… dass du mir Schutz gegeben und immer zu mir gestanden hast… dass ich bei dir jederzeit eine Schulter zum Anlehnen gefunden habe und du für mich da warst… dass du mir so viele Ängste genommen, mich mit deiner Ermutigung und sehr viel Geduld gefördert hast......... 


Danke meine liebe, jetzt ehemalige Herrin, dass ich durch dich zu der Dina wurde, die ich heute bin, denn daran hast du einen großen Anteil... du wirst immer einen Platz in meinem Herzen behalten!!!

(Oh Mist, ich finde wirklich nicht die richtigen Worte!)

Freitag, 17. Oktober 2014

Beruhigungspaga erforderlich

Die Nacht nach diesem mich tief aufwühlenden Erlebnis, nun keine Herrin und keinen Leihherrn mehr zu haben, sondern eine ehemalige Herrin, einen Herrn und einen Kragen, auf dem nicht mehr der Name meiner Herrin, sondern der meines neuen Eigentümers steht, verlief unruhig. Übrigens glaube ich, so oft wie er sich hin und her wälzte, war auch der Schlaf meines Herrn anders als sonst… vielleicht war der Wechsel vom Besitzer zum Eigentümer auch an ihm nicht ganz spurlos vorbei gegangen? Ich wachte jedenfalls mehrfach auf und tastete glücklich nach dem neuen Schmuckstück um meinen Hals, während ich darüber nachdachte, wie schwer es mir fallen wird, meine Herrin nach so vielen, schönen Jahren nicht mehr mit „meine Herrin“ anzusprechen. Obwohl mein Kajiraherz jetzt ganz wild für einen Krieger schlägt, wird sie tief in meinem Innern nämlich immer meine Herrin bleiben, denn ich bin fest davon überzeugt, dass dort für beide Platz ist.

Nachdem mein Herr den ganzen nächsten Tag in einer wundervollen, noch viel besitzergreifenderen Art nicht von mir lassen konnte, als zuvor während des Marktes meiner Leihe, ging es gestern nun zum Waffentraining der Krieger… für mich eine perfekte Gelegenheit, das neue Metall um meinen Hals endlich ausführen zu dürfen. Allerdings wurde ich vorher noch von ihm verdonnert, nichts über meinen Kaufpreis verlauten zu lassen, was ich ihm natürlich sofort hoch und heilig versprach. Auf meinen neuen Kragen hatte ich übrigens nur einen ganz kurzen, verheultunscharfen Blick erhaschen können, während der Schmied es meinem Eigentümer mit der Gravur seines Namens überreichte und den kleinen Rasierspiegel meines Herrn wagte ich mir natürlich nicht einfach ungefragt zu schnappen.

Wobei mir das Aussehen meines Kragens auch noch nie wichtig war. Hauptsache ist doch, es gefällt meinem Herrn, wie ich damit aussehe. Daher lag es mir gänzlich fern, mich vor den anderen Mädchen am Rand der Trainingswiese wichtig zu tun, auch wenn ich mächtig stolz darauf bin, jetzt anstelle des Seils den Kragen meines Herrn tragen zu dürfen. Eine meiner beiden Lieblingstratschkajirae, nämlich die freche Dark, entdeckte übrigens genau wie ihr Herr sofort, welch neuer Schmuck mich zierte und dass das Seil um meinen Hals fehlte. Ok, ich gebe zu, ich hatte meine langen, wilden Locken extra zu einem dicken Zopf geflochten, damit mögliche interessierte Blicke auf meinen Hals nicht verhindert wurden und war dafür von meinem Herrn mit einem sehr zufriedenen, mehr als wohlwollenden Schmunzeln belohnt worden.

Dark hatte jedenfalls vollkommen richtig erkannt, dass ich nun meinem Liebesherrn gehöre. Doch ich konnte darauf nichts mehr erwidern, weil meine ganze Aufmerksamkeit nun von unseren beiden Herren gefesselt wurde. Darks Herr hatte seinen Schützling gerade dafür gelobt, dass er mich heimlich für IHN gekauft hatte, doch dieser darüber nur gut gelaunt gelacht, er möge mal auf den Namen schauen, der in dem Metall eingraviert ist. Leider begann der Mentor meines Herrn jetzt Canjellne… Canjellne zu murmeln, tat aber wenigstens so, als ob ihm der Rest dieser Aufforderung zum Duell entfallen war. Leider tönte er herum, wie einfach der Name auf meinem Kragen im Falle seines Gewinns korrigiert werden kann und bot an, im Training jetzt stückweise um mich zu kämpfen. Jedes Mal, wenn mein Herr zu Boden ging, rief er zufrieden, dass er schon wieder einen meiner Finger gewonnen hatte.

Meinen Herrn packte letztendlich die Wut über dieses Waffentraining, dass keines mehr war und auch nicht dem Verhalten eines Mentors mit seinem Schützling entsprach. Auf dem Weg zum Gasthaus keimten Gedanken in mir, ob mein Herr sich vielleicht doch lieber einen anderen Mentor hätte suchen sollen, denn dieser versuchte ihn offensichtlich loszuwerden. Aber ich bin ja nur eine Kajira und verstehe von solchen Dingen wahrscheinlich nicht genug. Daher sauste ich lieber eilig gleich weiter zum Pagafass. In meinen Augen war jetzt nämlich Beruhigung meines Herrn angesagt, also ein großer Becher seines Lieblingsgetränks, weil doch der Händler oft von einem Beruhigungspaga auf der Terrasse spricht, den er nach gewissen Ärgernissen manchmal benötigt. 


Schuldbewusst wegen dieses Streits um mich, legte ich mich natürlich mächtig ins Zeug, ihn zu erfreuen und füllte seinen Pagabecher nicht nur fast randvoll, sondern servierte ihm sein Getränk auch mit aller mir zur Verfügung stehenden scharlachroten Hingabe. Leider war ich mit meinen Bemühungen jedoch nicht wirklich erfolgreich… meine Schuldgefühle waren wohl zu offensichtlich. Doch irgendwie brachten wir uns gegenseitig auf andere Gedanken, denn mein Herr befahl mir schließlich, die von meiner Herrin über mich ausgestellten Sklavenpapiere aus ihrem Haus zu holen. Er wollte sie beim Schreiber, der sich kürzlich in Jorts niedergelassen hatte, aktualisieren lassen. Meine Herrin hatte bei den Verkaufsverhandlungen nämlich betont, dass mein neuer Eigentümer und mein jetziger Preis darin nachgetragen werden müssen.

Gut war, dass sie auch von ihrem uneingeschränkten Vertrauen in mich gesprochen hatte, denn andernfalls hätte mein Herr sich bestimmt schwer damit getan, mich diese Sklavenpapiere holen zu lassen, obwohl meine Herrin nicht zu Hause ist. Leider tat ich mich etwas schwer mit dem Finden… vielleicht weil ich das Dokument seit so vielen Märkten nicht mehr gesehen hatte. Es war übrigens auch ein eigenartiges Gefühl, mir in ihrem Haus bewusst zu werden, dass dort jetzt nicht mehr mein Zuhause ist. Dank einiger Überlegungen und konzentriertem In-mich-gehen vor dem großen Bücherregal konnte ich mich aber von meinen erneut aufkeimenden rührseligen Gedanken ablenken, sodass ich schließlich fündig wurde und wie mit einer schwer erkämpften Trophäe stolz zurück zu meinem Herrn sauste.

Oh je… wie oft habe ich jetzt vergessen „meine ehemalige Herrin“ zu sagen? Aber egal… das wird irgendwann schon noch klappen.

Während meiner Abwesenheit war das Waffentraining beendet worden, sodass sich die Gasthausterrasse mit durstigen Kriegern gefüllt hatte. Mit Erleichterung stellte ich fest, dass Fios Herr nicht darunter war, der mit seinen Gelüsten, mich zu erschlagen, bestimmt nicht zur Verbesserung der Laune meines Herrn beigetragen hätte, die anscheinend durch die Äußerungen seines Mentors schon wieder ein kritisches Tief erreicht hatte. Enttäuscht brach er das Gespräch dann aber ab, weil er nun den Schreiber aufsuchen wollte und vermutlich auch, um diesen schrecklichen Zwist mit Darks Herrn erst einmal zu verdauen. Ich verstehe ja wirklich nichts von rotkastigen Angelegenheiten und noch weniger, warum ein Mentor seinem Schützling die Kajira nicht gönnt, die der bereits seit einem Markt kaufen will, selbst in dieser langen Zeit aber nicht in die Puschen kommt, meiner Herrin konkret sein eigenes Interesse zu bekunden. Irgendwie passt es für mich nicht zusammen, dass ein Mentor hinterher dann ein Duell mit seinem Schützling anstrebt.

Aber was soll’s… ich hatte meine Sklavenpapiere gefunden und auch der Weg zum Schreiberhaus wurde sofort von Erfolg gekrönt, denn der hochkastige Herr hatte Zeit für meinen Herrn. Beim Thema Diskretion über den einzutragenden Verkaufspreis, wurde es übrigens sehr interessant und ich begann den mir bislang unbekannten Herrn nun möglichst unauffällig zu mustern. Allerdings versuchte ich mir dies nicht anmerken zu lassen und tat so, als gelte mein ganzes Interesse eigentlich dem leuchtenden Blau des Teppichs. Mir war nämlich klar, wie heikel das Vorhaben meines Herrn war, einerseits an die Ehrbarkeit des hohen Herrn zu appellieren und gleichzeitig seine sowieso schon kastenbedingte Verpflichtung zur Verschwiegenheit, um wegen meines Kaufpreises auf Nummer Sicher zu gehen, noch zusätzlich mit einigen Silber zu erhöhen.


Leider verstand der Schreiber den Wunsch meines Herrn anfangs wohl nicht so ganz oder er war noch zu sehr von dem in meinen Sklavenpapieren eingetragenen letzten Verkaufspreis geschockt, bis der Tarsk dann aber doch fiel. Wie gut, dass mein Herr daran erinnert hatte, wie teuer ein kostbarer, eigens in Ar geknüpfter, leuchtendblauer Teppich ist. Nachdem dann noch eine weitere Silbermünze den Besitzer gewechselt hatte und die Diskretion damit besiegelt war, forderte mein Herr mich nun auf, meinen jetzigen Preis zu nennen. Erstaunlich war, dass der Schreiber mich überhaupt verstand, denn in meiner gewaltigen Ehrfurcht vor so viel Gold war mein Hals wie zugeschnürt und meine Antwort daher nur ein kaum zu verstehendes Gepiepse.

Mein Herr war mit seinem Diskretions-Deal jedenfalls mehr als zufrieden und dass ich schweigen kann weiß er ja bereits… einem Zuhausepaga, veredelt mit einer Massage durch die sanft knetenden Hände seines Eigentums, stand daher nichts mehr im Wege und wirkte übrigens auch viel besser als der Beruhigungspaga im Gasthaus. :-)))

Dienstag, 14. Oktober 2014

Schnäppchen oder Wucherpreis?

„Zieh dich an Kajira, du wirst mich auf meinem Rundgang begleiten“, waren die Worte meines Herrn, kurz bevor wir sein Haus verließen. Sein Rundgang endete allerdings recht schnell am großen Stadttor, weil wir dort zu seiner großen Freude… zu meiner ja sowieso… auf meine lächelnde Herrin trafen. Da die vereinbarte Leihfrist für mich demnächst zu Ende ist, befasste sich mein Herr nämlich seit einigen Tagen mit einem bestimmten Thema noch intensiver als bereits vor knapp einem Markt, sodass ihm die Rückkehr meiner Herrin an ihren Heimstein gerade zu diesem Zeitpunkt äußerst gelegen kam. Sie war offensichtlich auf der Suche nach meinem Leihherrn gewesen, um irgendwelche Beschwerden über mich entgegen zu nehmen bzw. sich danach zu erkundigen, ob er meiner inzwischen vielleicht überdrüssig geworden war. 

Bevor nun tatsächlich wirklich eine Beschwerde kam, hörte ich mit Schmetterlingen im Bauch meinen Herrn davon sprechen, dass er sich nicht sicherer werden kann mich kaufen zu wollen, als jetzt schon, egal wieviel Zeit noch verstreichen wird. Doch Fios Herr hatte sich inzwischen mit äußerst finsterer Miene dazu gesellt, ließ seine Hand demonstrativ fest am Griff seines Schwertes ruhen und erkundigte sich nun bei meiner Eigentümerin, ob ich teuer sei oder ob er es sich leisten kann, mich zu erschlagen. Auf den ersten Teil der Frage antwortete meine Herrin sogar noch schmunzelnd: „Es gibt Leute, die würden behaupten, egal welchen Preis ich nehme, sie ist immer ein Schnäppchen“, doch bei „erschlagen“ fragte sie den Krieger natürlich nach dem Grund dafür, während ich eiligst hinter meinen Herrn rutschte, der nun ebenfalls mit seiner Rechten den Schwertgriff umfasste.

Bei einem Paga im Gasthaus war dem erbosten Krieger von einer Kajira zu Ohren gekommen, dass ich schlecht über ihn gesprochen hatte… was natürlich überhaupt nicht stimmte, denn ich hatte überhaupt nicht über diesen Rarius gesprochen! Mit irritiertem Blick fragte meine Herrin sichtlich erstaunt nach, wieso das Geschwätz einer Kajira einen Krieger dazu bringt, sie töten zu wollen und wir erfuhren nun, dass ich seine und die Ehre eines anderen Kriegers verletzt hatte… womit auch immer. Selbstverständlich muss jede Kajira mit der Willkür eines Freien rechnen, dennoch war ich über diese Behauptung mehr als fassungslos, hüllte mich aber natürlich in Schweigen, zumal meine Herrin nun noch ungläubiger erneut nachfragte: „Eine Kajira kann die Ehre eines Kriegers verletzen? Mein Guter, du scherzt… nicht einmal das Geschwätz einer freien Frau vermag dies zu tun!“

Als mein Herr nun ebenfalls nachbohrte wurde klar, dass es um mein Getuschel mit Dark über seine neue Kajira ging, die als sie noch frei war mit meinem Herrn in einer Waldhütte übernachtet hatte. Mit ihrem sklavenhaften Verhalten hatte sie anscheinend nicht allzu viel auf ihren guten Ruf gegeben und somit selbst dafür gesorgt, dass sie für ihn nicht nur als Gefährtin, sondern auch als Sklavin uninteressant geworden war. Unser Kajiratratsch über diese ehemalige Freie fand übrigens erst etliche Tage später statt, nachdem sich dieses Weib Fios Herrn bereits unterworfen hatte. Warum nun ausgerechnet eine Kajira dem Krieger von unserem Klatsch zu diesen Vorfall berichtete, ist mir gänzlich unerklärlich. Klar reden Sklavinnen über Freie, vor allem wenn Skandale zu betratschen sind, denn wie sagte Dark so treffend „Kajirafunk ist unsere Zweitbeschäftigung“. Allerdings achten wir sehr darauf, dass uns niemand von den Herrschaftenzuhört. Nun werden wir wohl zusätzlich darauf achten müssen, dass nur Sklavinnen unseres Vertrauens in Lauschweite sind.

Ach, warum lass ich mich hier so ausführlich über dieses Thema aus, wo ich doch eigentlich von einem für mich unheimlich wichtigen Erlebnis berichten möchte, das wirklich mein Innerstes tief berührt und aufgewühlt hat. Da mein Herr sich als der eigentliche Geschädigte in der vorgenannten Sache sah, die er jedoch nicht in der Öffentlichkeit vor den Torwachen ausbreiten wollte und ihm die geplante Besprechung mit meiner Herrin außerdem viel wichtiger war, schlug er vor, dass sie mit mir schon mal ins Sklavenhaus vorgehen sollte. Dort angekommen wollte meine Herrin nach einem gequälten Seufzen „Ich muss wohl irgendwo falsch abgebogen sein“ von dieser Unfassbarkeit dann auch nichts mehr hören, denn natürlich ist ihr vollkommen klar, dass Kajirae tratschen und klatschen was das Zeug hält, dabei aber tunlichst darauf achten, dass keine Freien in der Nähe sind. Zum Glück klopfte mein Herr nur wenige Ehn später bereits an die Tür des Sklavenhauses und flüsterte mir im Vorbeigehen leise zu, dass ich ihm die Daumen drücken sollte, bevor er gegenüber meiner Herrin Platz nahm.


Tja, dann war es tatsächlich soweit und ich immer nervöser von der gewaltigen Flut auf mich einstürzender Gefühle für meine Herrin und meinen Herrn, die mich fast ertrinken ließ… es ging um meinen Verkauf. Ich wurde übrigens nicht weggeschickt, sondern durfte zuhören, während mein Herr seine Gründe darlegte, warum er mich kaufen wollte. Wobei ich eingestehen muss, dass ich bei der Zubereitung der Getränke so neugierig gelauscht hatte, damit ich oben in der Privatküche meiner Herrin möglichst jedes unten im Sklavenhaus gesprochene Wort verstehen konnte, dass mir fast ihre Milch überkochte. Später dann war ich jedoch sogar kurz davor, doch lieber nach draußen zu laufen, weil ich die auf mich einstürzenden Emotionen kaum noch aushalten konnte. Aber auch eine unbedeutende Sklavin wie ich wurde letztendlich von ihrer Neugier besiegt. 

Den langen Redeschwall meines Herrn über die Zeit meiner Ausleihe kann ich hier jetzt leider nicht mehr wiedergeben, weil ich mir seine vielen wundervollen Beschreibungen aufgeregt und tief bewegt wie ich war einfach nicht alle merken konnte. Einzig seine Zusammenfassung „dieses Mädchen vervollständigt meine linke Hand, so wie mein Gladius meine rechte vervollständigt“ hat sich in mein Gedächtnis gebrannt und natürlich ein nach Meinung meines Herrn kleiner Minuspunkt… nämlich mein loses Mundwerk. Aber dafür lassen sich Maßnahmen ergreifen, meinte er großzügig. Meine Herrin fragte schließlich schmunzelnd, ob er noch weiter versuchen möchte, meinen Preis noch mehr in die Höhe zu treiben bzw. ihr in Erinnerung zu rufen, warum sie sich nicht von mir trennen möchte und ergänzte dann als weiteren Minuspunkt, dass ich noch nie besonders gut darin war Wunden zu versorgen, weil es mir sehr lange und ziemlich erfolgreich gelungen ist, mich davor zu drücken.

Sehr zutreffend erwähnte sie danach, dass es nicht gut ist, dass ich mich zwischen ihr und meinem Herrn hin und her gerissen fühle, womit sie besonders zu diesem Zeitpunkt wie immer den Nagel auf den Kopf traf und mehr als Recht hatte.. aber sie kennt mich ja auch schon seit zig Märkten und begann nun ihrerseits meine Qualitäten aufzuzählen, vor allem welch großes Vertrauen sie immer in mich gehabt hat und meinem Urteil manchmal sogar blind vertraute… außer wenn es um Männerbeine ging, die in einer roten Tunika endeten. Pahhh, sie behauptete doch tatsächlich, dass sich meine Begeisterung für die jeweiligen Eigentümer dieser Beine in der Regel angeblich recht schnell oder spätestens nach einigen Hand wieder legte. Na gut, oft stimmte das ja auch… aus welchen Gründen auch immer. Nun hatte meine Herrin allerdings festgestellt, dass inzwischen schon fast einen Markt lang das Gegenteil der Fall ist… mein Kajiraherz schlägt nämlich mehr denn je für einen ganz bestimmten Krieger und Tarnreiter.


In dieser langen Zeit war meiner Herrin klar geworden, dass sie auch weiterhin leider nur sehr begrenzt an ihrem Heimstein sein kann und ob sich das noch mal ändern wird, wissen wohl nur die Priesterkönige. So kam es, dass ich zu später Ahn am gestrigen Tag einen neuen Kragen bekam, auf dem nicht mehr der Name meiner Herrin, sondern der meines Herrn steht. Über Einzelheiten meines Verkaufs und ob Schnäppchen oder Wucherpreis werde ich hier allerdings nichts weiter verlauten lassen, nur dass eine total verheulte Dina sehr glücklich ist… La Kajira mein Herr!

Danke für alles meine liebe Herrin!!! Leider finde ich keine Worte, um das alles auszudrücken, was ich dir gerne sagen möchte… aber ich glaube, du verstehst deine Heulsuse auch ohne? *umarmt dich innig und drückt dir einfach einen besonders dicken Kuss auf*

Montag, 13. Oktober 2014

Für Kajiraohren nicht geeignet

Der Tag fing echt toll an, denn ich durfte meinen Herrn erneut auf einem Flug mit seinem Tarn begleiten. Die Verletzung von Carolus, die er sich vor kurzem durch einen Pfeil bei einem Einsatz zugezogen hatte, war nämlich endgültig verheilt. Leider war mein Herr nicht bereit gewesen, für diesen Angriff meinen Hausarrest auszusetzen und mich zusammen mit Shani und Fio mit den Bodentruppen mitzuschicken, sodass ich von der ganzen Aktion nur mitbekommen habe, was er mir bei seiner Rückkehr darüber berichtet hatte.

Hoch in der Luft auf dem Tarn meines Herrn mitfliegen zu dürfen, ist für mich jedes Mal wieder einfach ein unvergleichliches Erlebnis. Zum einen hab ich Carolus mittlerweile echt gern, auch wenn ich mir stets bewusst bin, wie gefährlich er mir werden kann, falls ihm plötzlich in den Sinn käme, in mir eine Futteralternative zu sehen. Wobei mein Herr ihm ja vor einiger Zeit in meinem Beisein auf sehr überzeugende Art klar gemacht hatte, dass ich für ihn tabu bin… und ein Tarn gehorcht natürlich seinem Reiter. Ich fand es jedenfalls wie immer richtig toll, meine Arme um meinen Herrn zu schlingen und an diesem Tag sogar ganz besonders fest, denn er absolvierte mit Carolus einen Trainingsflug, der es wirklich in sich hatte. 


Von der Plattform im Tarnturm ging es erst einmal in einem rasanten Steilflug in die Höhe, bei dem ich froh war, dass ich dank der festen Umklammerung meines Herrn nicht nach hinten herunter fiel. Als die Häuser von Jorts unter mir schließlich fast wie kleine Spielzeughäuschen aussahen, dirigierte mein Herr Carolus nach einer engen Steilkurve in einen Sturzflug, der ein Gefühl in mir erzeugte, als ob mein Magen sich gegen meine Schädeldecke drückt… wie gut, dass mein Frühstück bereits verdaut war. Die Erleichterung über meinen robusten Magen war allerdings noch nicht ganz verklungen, als es nun auch schon mit lautem Flügelschlagen des Tarn in einer Art Slalom zwischen einigen riesigen Baumwipfeln hindurch ging und ich in der Ferne die herabstürzenden Massen des Wasserfalls ausmachen konnte. 

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich vor Spannung das Atmen zumindest eine Weile komplett vergaß, als wir auf die großen Felsen neben diesem Naturschauspiel zu sausten und zwar viel zu tief. Um möglichst zu verhindern oder zumindest dafür gewappnet zu sein, dass mein Magen nun in die andere Richtung sackte, stellte ich mich auf einen erneuten steilen Anstieg ein. Meine Vorsichtsmaßnahmen waren vielleicht vorausschauend gedacht, jedoch komplett überflüssig… mein Herr lenkte seinen Tarn nämlich voller Eleganz, allerdings nicht gerade langsam durch das neben dem Wasserfall befindliche, ziemlich enge Felsentor. Ich glaube, es ist wirklich nachvollziehbar, dass ich danach einfach nicht anders konnte, als meiner Begeisterung laut jubelnd Luft zu machen… aber ich sagte ja schon, es war ein richtig toller Tag. 


Beim Tiefflug über Hafen und Unterstadt, bei dem ich übrigens etliche erstaunt zu uns emporgereckte Gesichter ausmachen konnte, entdeckte mein Herr schließlich seinen Mentor und dirigierte Carolus daher schnell zu einer Landung. Leider setzte der Tarn seinen Befehl so plötzlich um und schoss im Sturzflug senkrecht nach unten, dass ich mich schon für einen Kopfstand auf dem Straßenpflaster wappnete. Puhh… wie hatte ich nur an dieser sanften Landung direkt neben dem Haus meines Herrn zweifeln können? Carolus schaffte es nämlich wie geplant, uns mit einer Art Schubumkehr und einem kräftigen, abbremsenden Flügelschlag voller Eleganz wieder in die Horizontale zu bringen. Wobei ich mir immer noch nicht sicher bin, ob diese Landung als Demonstration von Flugkönnen wirklich so geplant gewesen war.


Über meine erneuten Magenirritationen ließ ich jedenfalls nichts verlauten und gab mich profimäßig, wie es sich für eine echte Tarnreiterkajira gehört, als ich obercool aus dem Sattel kletterte. Ich versuchte mir dabei selbstverständlich nicht anmerken zu lassen, wie weich meine Knie waren, bevor ich schnell auf selbige sank, um Darks Herrn zu begrüßen und nebenbei die schwer beeindruckten Blicke von Dark genoss, die übrigens wie ein Feiertagsvulo in feinste Seiden gekleidet war und zusätzlich jede Menge Schmuck trug. Natürlich war mir sofort klar, dass ihr Herr mit seiner ausstaffierten Kajira zeigen wollte, wie reich er ist. Vielleicht sollte der Kampf um den Platz an seiner Kette so langsam eingeläutet werden? 


Der Besuch von Darks Herrn galt tatsächlich meinem Herrn und zwar in einer für ihn sehr wichtigen und sehr ernsten Angelegenheit. Dark konnte sich natürlich trotzdem nicht verkneifen, ihren wackelnden Hintern eilig vor mir ins Haus meines Herrn zu bewegen. Dabei hätte sie sich das Drängeln wirklich sparen können, denn selbstverständlich betritt eine wohlerzogene Kajira wie ich natürlich erst als Letzte das Haus ihres Herrn, um hinter seinem Gast die Haustür zu schließen. Naja… eigentlich hatte ich von meiner liebsten, aber oberfrechen Landpomeranze auch nichts anderes erwartet. Das Leben auf einem einsam in der Provinz gelegenen Landsitz fern der bedeutendsten Stadt in der Voskregion ist selbstverständlich nicht leicht, sodass wohl einiges an Arbeit auf mich als erstes Mädchen an der Kette ihres Herrn zukommen wird, sofern er tatsächlich der Meinung ist, seine Kette hält zwei Ds aus. 


Bei dem Anliegen des Mentors meines Herrn ging es selbstverständlich nicht um das Beschlafen einer freien Frau… diese Unwichtigkeit tat er nämlich immer noch als Vuloschiss ab, sondern leider um etwas sehr Ernstes und zwar so ernst, dass er sich nicht mal setzen wollte. Es ging dabei jedoch ausgerechnet um nicht für unsere Kajiraohren geeignete Interna der roten Kaste, sodass Dark und ich wie auf Knopfdruck in der gleichen Ihn aufsprangen und das Haus verließen. Draußen bekamen wir von der Unterredung unserer Herren dann leider absolut nichts mehr mit, sie aber auch nicht unser Getratsche über das sklavenhafte Verhalten einer freien Frau, die sich damit zum Glück die Gefährtenschaft mit meinem Herrn vermiest hatte, durch ihre Unterwerfung nun aber an der Kette von Fios Herrn gelandet war. 

Natürlich war Dark voll auf meiner Seite, nachdem die Schmiedesklavin sich an unserem Gespräch über Fios neue Kettenschwester beteiligte und mir doch tatsächlich empfahl, bloß nicht so große Stücke auf meinen Herrn zu geben. Glaubte die etwa ernsthaft, ich würde die Worte meines Herrn in Frage stellen??? Aber egal, Dark und mich davon abzubringen, dass wir die besten Herren von ganz Gor haben, schafft sowieso niemand und schon gar nicht eine Kajira! ;-)))

Sonntag, 12. Oktober 2014

Wer nicht gehorcht…

Nachdem ich am nächsten Tag meine Aufgaben erledigt hatte, verließ ich eilig das Haus meines Herrn, der schon seit einiger Zeit vor der Tür war. Ich traf ihn auf dem Marktplatz, wo er sich mit Fios Herrn unterhielt, der gerade etwas über Gefährtenschaften von sich gab. Herrinnen seien lediglich Mittel zum Zweck, nämlich um Nachwuchs zu zeugen und sonst nix... Spaß im Leben und Genuss gebe es nur mit Kajirae. Dabei deutete er lächelnd auf mich, was mich sofort dazu veranlasste, meine langen Haare zurückzustreichen und mich kajiramäßig ordentlich in Positur zu knien, damit er meine wohlgeformten Rundungen betrachten konnte. Auch wenn meine Figur nicht dem goreanischen Schönheitsideal entspricht, wollte ich mich als rotseidener Besitz meines Herrn selbstverständlich gut zur Geltung bringen und hoffte, ihn und seinen Gesprächspartner damit zu erfreuen und vielleicht ein wenig zur Ehre meines Herrn beizutragen. Leider passierte mir dann jedoch mal wieder das Missgeschick.

Ich dachte mal wieder zu laut, nämlich als es darum ging, welche Arbeiten für Herrinnen geeignet sind. Die Beschäftigung einiger dieser Spezies ist in meinen Augen wirklich enorm wichtig, damit sie nicht so viel herumzetern und vor allem keine Zeit mehr haben, Kajirae zu trietzen. Zum Glück schaute mein Herr mich bei meinem Kommentar dazu jedoch lediglich grinsend an und meinte schulterzuckend zu Fios Herrn, es lohne eigentlich nicht über freie Frauen zu diskutieren. Dieser sah das übrigens genauso, zumal die Gesprächsfetzen, die von der Brauerei herüberwehten viel interessanter waren, sodass es die beiden Krieger nun dorthin zog. Der Schmied, der sich während meines Hausarrests anscheinend leider von seinen schönen langen Haaren getrennt hatte, unterhielt sich mit dem offensichtlich ziemlich empörten Brauereikrieger. Es ging anscheinend darum, dass sich die Baumeisterin wohl über den in einigen Tagen ihrer Meinung nach viel zu frühen Zeitpunkt für den Heimsteinschwur des Schmieds mokiert hatte, sodass der verärgerte Schmied nun wohl Jorts verlassen wollte.


Sämtliche Krieger versuchten ihn natürlich zum Bleiben zu überreden und der Brauereibesitzer gab sogar lachend von sich, dass er schon mal damit geliebäugelt hatte, seine Brauerei in die Oberstadt zu verlegen. Es hätte ihm wohl eine Menge Spaß bereitet, wenn der „feine“ Geruch von Maische durch die Oberstadt wabert, den er einigen hochkastigen Herrschaften und vor allem einer bestimmten Dame nicht vorenthalten wollte. Leider konnte ich erneut meine Klappe nicht halten und verteidigte jetzt mit einem ziemlich empörten Ausruf meine Herrin, nachdem der Schmied behauptet hatte, dass in der Oberstadt eh einige Dumpfnasen wohnen. Dafür bekam ich von meinem Herrn prompt eine Ohrfeige verpasst, weil er mir vor kurzem ja erst einen Vortrag gehalten hatte, dass er mein Mundwerk stumm wünscht wenn Freie sich unterhalten. Danach gab ich mich vorsichtshalber lieber erst mal dem Glühen meiner Wange hin und dem Gefühl, dass ich im Dunkeln nun bestimmt mit dem Leuchtturm konkurrieren konnte. 

„Wenigstens nicht schon wieder Hausarrest“, war mein erster Gedanke, sodass ich mich nun einigermaßen dankbar in Schweigen hüllte, um mich der intensiven Betrachtung des Schmieds zu widmen, der mit seinen kurzen Haaren wirklich total verändert aussah. Letztendlich konnten die vier Krieger den erbosten Schmied davon überzeugen, nicht auf solchen Mumpitz zu hören, der von einer freien Frau kam, die nach Meinung einiger eigentlich in einen Kragen gehört, weil sie eh nichts nützt, solange wie inzwischen schon am Badehaus gebaut wird. Außerdem kann ein Mann von einem Weib sowieso nicht beleidigt werden. Während der Schmied nun tatsächlich zum Händler lief, damit der Aushang über den Termin seines Schwurs wieder an das Informationsbrett genagelt wird, suchten einige Krieger die Terrasse auf… das Überzeugungspalaver hatte offensichtlich ihre Kehlen ausgetrocknet. Leider setzte sich meine Pechsträhne im Gasthaus jedoch fort. 


Erst fiel mir ein Trinkgefäß auf den Boden, sodass mein Herr etwas länger als sonst auf seinen Paga wartete, denn ich musste natürlich noch die Scherben aufkehren, damit sich keine Kajira daran verletzte. Tja, nervös wie ich beim Eingeständnis dieses Missgeschicks war, verschüttete ich dann auch noch einige Tropfen des Lieblingsgetränks meines Herrn, worauf er nun kühl behauptete: „Heute hast du wirklich Mut Kajira… erst dein Mundwerk... jetzt vergießt du auch noch Paga. Wenn wir zu Hause sind kannst du was erleben. Jetzt halt endlich deine Klappe und serviere!" Das ziemlich freche Benehmen einer anderen Kajira trug dann leider noch zu weiterer Verschlechterung seiner Laune bei, sodass er die Terrasse recht bald verließ und mit äußerst grummeligem Blick nach Hause lief. Dort führte er dann an und mit mir eine erste Erprobung einer Spezialöse an seinem Kronleuchter durch, die ich bislang noch gar nicht bemerkt hatte. Aber über die Details dieser… naja,ich sag mal „sehr überzeugenden“ Strafmaßnahme werde ich mich hier nicht weiter auslassen, denn die interessieren ja bestimmt niemanden… oder? Wer nicht gehorcht, darf eben fühlen.^^