Dienstag, 13. Januar 2015

Gesunde Ernährung und viele Vitamine

...gepaart mit etwas Bewegung, soll nicht nur sehr gesund sein, sondern macht tatsächlich müde Krieger auch ganz schön munter. 

Wobei mein Herr am Morgen wohl schon vor mir wach gewesen sein muss... zumindest etwas, denn ich spürte plötzlich, dass er seinen unverletzten Arm um mich schlang und mich dicht an sich heranzog. Hach, was für ein tolles Gefühl, sich mit geschlossenen Augen wohlig seufzend noch einmal so herrlich eng an ihn anschmiegen zu können, während er mich sehr sanft streichelte, dann aber meine langen, vom Schlaf zerzausten Haare zurück strich und leise an meinem Ohr murmelte: "Guten Morgen meine Scharlachrote... was könnte ich denn heute frühstücken?" Oha, gegen den Hunger meines Herrn musste natürlich umgehend etwas unternommen werden. Also Schluss mit kuscheln, ich richtete mich nun eilig auf, um erst einmal aufzuzählen, was denn alles im Haus ist. War ihm eher nach einem herzhaften Frühstück oder lieber nach etwas Süßem?


Weder noch. "Hm, ich weiß nicht Kajira... irgendwie ist mir nach Obst... am liebsten hätte ich Larmas und Trauben", war nämlich seine Antwort, nach der ich nun eilig nach draußen in seinen Garten lief. Selbstverständlich sollte das Obst für sein Frühstück vom Feinsten sein... also direkt frisch vom Baum oder Rebe gepflückt. Und da die süßesten und saftigsten Larmas natürlich in oberer Baumlage wachsen, kletterte ich sogar noch auf die kleine Trittleiter und hüpfte etwas hoch, um ein paar herrlich rote Früchte zu ergattern.

Das Pflücken der Kalanatrauben gestaltete sich zum Glück um einiges einfacher, denn selbst bei meiner nicht allzu riesigen Körpergröße komme ich am Rankgitter überall an und knipste schließlich eine besonders dicke Traube mit herrlich dunklen Beeren ab. Zufrieden mit meiner Ausbeute sauste ich danach eilig wieder ins Haus, legte die Früchte schnell auf einen Teller und schnappte mir das kleine Küchenmesser um alles dann vorsichtig nach oben zu balancieren. Mein Herr lag nämlich immer noch genüsslich ausgestreckt auf seinem Schlaffell und hatte während meiner Pflückarbeiten anscheinend noch einen kleinen Nachschlag Schlaf genommen.


Wobei er wohl nicht allzu tief geschlafen haben konnte. Als ich mich ihm jetzt nämlich sehr leise auf meinen nackten Sohlen mit dem Teller näherte und neben ihm niederkniete, öffnete er zwar leicht schlaftrunken, aber sofort seine Augen wieder und klatschte sich zweimal kurz auf seinen Oberschenkel.

Das war für mich ein mehr als deutliches Zeichen, wo er mich wünschte, dem ich logischerweise umgehend nachkam. „Du darfst mit den Trauben beginnen Kajira“, ließ ich mir selbstverständlich auch nicht zweimal sagen und begann meinem Herrn die dunklen Köstlichkeiten auf eine besonders hingebungsvolle Art mit meinen weichen Lippen anzureichen, die letztendlich sämtliche Lebensgeister bei ihm ganz schnell aktivierte...

Es müssen wohl doch ein paar Vitamine zu viel gewesen sein, denn meinem schließlich komplett tiefenentspanntem Herrn fiel plötzlich etwas unheimlich Wichtiges ein, das keinen Aufschub zuließ und bei dem er mich leider auch nicht gebrauchen konnte, sodass ich mich den anstehenden Einkäufen widmete und zum Hof hinüber lief.

Der Krieger vom Hof war zwar auf einer Reise, doch konnte ich bei einer seiner Kajirae alle benötigten Lebensmittel erstehen und vorher sogar noch von den verschiedenen Käsesorten und einer der oberleckeren Würste probieren, damit die eingekauften Sachen auch wirklich dem Geschmack meines Herrn entsprechen. Da ich dummerweise meinen Einkaufskorb vergessen hatte, bekam ich von Eo einen geliehen… andernfalls wäre wohl zu befürchten gewesen, dass die Vuloeier zwischen Käse, Würsten und Fleisch bereits in meinem Tuch zu Rührei werden.


Komischerweise war Eo auf dem Hof nicht mehr zu sehen, als ich kurze Zeit später den Korb zurückbrachte, sodass ich den einfach neben der Tür abstellte. Ich entdeckte sie dann allerdings ein Stückchen weiter hinter dem Bach, wo sie an dem Verrbock des Sattlers herumzerrte, was natürlich meine Neugier erweckte. „Du dreckiges kleines Vielfraß du… gib den sofort wieder her“, zeterte sie gerade herum, da der Verrbock anscheinend in ihrem Gürtel eine Alternative zu dem Grünzeugs entdeckt hatte, das er normalerweise frisst. Zum Glück bekamen wir sie mit vereinten Kräften aber schließlich wieder frei, denn der Sattler hatte mich geschickt um sie zu holen, weil er sich während der Abwesenheit des Kriegers vom Hof ja immer um dessen Kajirae kümmert und umgekehrt.


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