Freitag, 27. Februar 2015

Handstütze

Als ich um die Ecke der Schmiede auf den Weg zum Marktplatz einbog, sah ich gerade noch die weiße Stadtkettenkajira eilig das Weite suchen. Da ich mit dieser Sklavin eigentlich nichts weiter zu tun habe, kümmerte ich mich nicht darum, stoppte allerdings im Durchgang zwischen Schmiede und Brauerei ab, als nun der laute Ruf des Grünen „beweg gefälligst deinen Hintern hier her“ zu hören war, gefolgt von einer äußerst unwirsch gebrummten Bestätigung des Hauptmanns. Die beiden Herren standen vor dem Eingang zur Terrasse und ihre Mienen sahen nicht gerade begeistert aus, während sie der weglaufenden Weißen hinterher schauten, sodass ich mich nun lieber möglichst unauffällig an die Mauer der Brauerei drückte, um erst einmal zu sondieren, ob es für mich überhaupt empfehlenswert war, weiter zu laufen. Notfalls konnte ich mich nämlich Richtung Hafen verdrücken, da mir der große Baum auf dem Platz ein wenig Tarnung vor den Blicken der beiden ziemlich wütend aussehenden Männer verschaffte. Ich fand meine strategischen Rückzugsüberlegungen jedenfalls richtig kriegerkajiramäßg.

Die nun folgende Lektion wie sich eine Sklavin zu verhalten hat und dass sie vor allem ihre Brüste nicht festhalten muss, damit die nicht so wackeln, habe ich jedoch nur am Rande verfolgen können, weil ich mir bei der Suche nach Deckung irgendetwas schmerzhaft in meine Fußsohle getreten hatte, das dort leider steckengeblieben war. Während ich meinen Fuß nun einer Erste Hilfe Maßnahme unterzog, bekam ich daher nur am Rande mit, was die beiden Männer der aufmüpfigen Weißen in Sachen Benehmen und Grundhaltung für Kajirae beizubringen versuchten, bei dem übrigens auch der Name meiner ehemaligen Herrin fiel und ich mir ein schadenfrohes Grinsen nicht verkneifen konnte. Allerdings wurde zusätzlich ab und an auch ein mit Stinkeblick gepaartes Brummen in meine Richtung gesandt. Das ignorierte ich jedoch geflissentlich, indem ich mich gerade dann immer besonders intensiv mit meinem Fuß beschäftigte.

Leider steigerten sich nicht nur das Brummen und die Stinkeblicke des Hauptmanns, sondern nachdem die Weiße schließlich weggeschickt worden war, wurde zusätzlich auch noch der Grüne auf mich aufmerksam, während der Hauptmann nun laut zu mir herüber rief, ob ich vom Schmied eingestellt worden bin, um das Feuer in seiner Esse zu bewachen. Wie gut, dass ich mit meiner kleinen Notoperation genau in diesem Moment fertig war und nach ein paar zögernden Testschritten wohl auch wieder ganz normal laufen konnte, denn ich wollte auf keinen Fall humpelnd vor dem Grünen erscheinen… auf eine Behandlung durch irgendein von diesem Herrn hergestelltes fieses Pulver legte ich nämlich absolut keinen Wert. Aber auf die typischen Kopfditscher des Hauptmanns war ich ehrlich gesagt auch nicht besonders scharf und hielt nach einer kurzen Abschätzung der hauptmannschen Armlänge lieber eine gewisse Distanz zu ihm ein.


Wie gut, dass sich während des nun immer unangenehmer werdenden Verhörs, bei dem ich mich gewaltig ins Zeug legen musste, um glaubwürdig, aber auch ehrlich zu bleiben, mich aber auch nicht um Kopf und Kragen reden durfte, der Platz erst mit dem Händler und dann auch mit dem Sattler nebst ihren Kajirae füllte, sodass der Hauptmann nun von mir abließ, da sich das Gespräch erst einmal anderen Dingen zuwandte, wie den letzten Händlervorbereitungen für seine kurz bevorstehende Reise und die geplante Orgie. Leider erkundigte sich der Hauptmann schließlich jedoch bei mir, ob mir etwas aufgefallen ist. Natürlich war mir etwas aufgefallen… ich war bislang nämlich tatsächlich um seine unangenehmen Kopfditscher herum gekommen, was nun aber selbstverständlich umgehend nachgeholt wurde und da ich kniend offenbar genau die richtige Größe habe, kam mein Kopf schließlich in den Genuss, als Ablage und Stütze der Hauptmannshand zu dienen, die mal mehr, mal weniger stark auf meinen Kopf drückte, zwischendurch aber ab und an auch meine Haare erstaunlich sanft durchwuschelte.



Meine Aufgabe als Handstütze wurde kurz unterbrochen als ich mit der Sattlerkajira zur Anprobe eines Halsbands für das Gianni der Hauptmannsgefährtin in die Oberstadt verschwinden durfte und als es den Rarius nach einem Paga gelüstete. Es wurde allerdings ein Stehpaga, sodass ich weiter den mal mehr, mal weniger starken Druck der Hauptmannshand auf meinem Kopf spüren durfte. Wobei ihm das Getränk an diesem Tag nicht zu bekommen schien, denn kaum kniete ich wieder neben ihm, gab sein Hinterteil merkwürdige Töne von sich, die mich vorsichtshalber die Luft anhalten ließen. So ausgiebig wie sich der Hauptmann dann immer wieder an seinem Allerwertesten kratzte, hatte er sich offenbar auch schon länger nicht mehr gewaschen... ich glaube baden ist wegen zu viel Kontakt mit sanft waschenden Kajiraehänden sowieso nicht so sein Ding.

Zum Glück hat er momentan die frühe Wache und zog sich relativ zeitig zurück, sodass ich die Gelegenheit ergriff, mich ebenfalls zu verdünnisieren. Bevor mein Herr nach Hause kam, wollte ich unbedingt nämlich noch meine Haare waschen, um mögliche Spuren des Hauptmannshintern zu beseitigen, denn er hatte seine Pokratzhand zwischendurch natürlich weiterhin auf meinem Kopf abgestützt.

Kommentare:

  1. *grins* immer schön zu lesen, dass in der Heimat noch alles beim alten ist!

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  2. Soso, mein Name wurde genannt...

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