Dienstag, 7. April 2015

Gefesselte Rutschpartie

Meine Handgelenke und Ellenbogen waren immer noch gefesselt als ich aufwachte und feststellte, dass mein Herr bereits zum Wachdienst aufgebrochen war… in diesem Fall sogar zu einer längeren Patrouille, von der ich ihn erst am nächsten Tag zurück erwartete. Mist und nun? Mit meinen auf dem Rücken gefesselten Armen, konnte ich mich kaum nützlich machen… weder zu Hause noch in der Stadt! Leise grummelnd ließ ich mich schmollend zurück auf sein schönes weiches Fell plumpsen, um es mir dort noch etwas gemütlich zu machen, soweit dies so verschnürt wie ich war überhaupt ging. Naja, so wirklich gut klappte es auch tatsächlich nicht, zumindest war Räkeln eher suboptimal, denn es gelang mir logischerweise einfach nicht alle Viere von mir zu strecken, egal sie gerne ich das jetzt getan hätte. Stattdessen wurde die Erinnerung an den letzten Abend sowas von präsent, dass es schon wieder ganz heftig in mir zu kribbeln begann und ich die Ledergurte sowieso nicht mehr loswerden wollte. Schließlich waren es Fesseln meines Herrn, die mich genauso wie sein Kragen mit Stolz erfüllten. Er hatte sie mir angelegt… einfach so, weil ihm danach gewesen war, denn ein Herr muss seiner Sklavin sein Tun nicht begründen.

Nachdem ich das Gefühl meiner Hilflosigkeit noch eine Weile ausgiebig genossen hatte, rappelte ich mich letztendlich aber trotzdem auf. Mein Magen knurrte inzwischen nämlich ganz gewaltig. In diesem Fall zeigte sich, wie praktisch es ist, dass noch genug vom Sklavenbrei vom Vortag übrig war, denn ich bekomme von dem ekeligen Zeug wirklich immer nur so viel herunter, dass das leere Gefühl im Bauch weg ist... aber das sagte ich hier bestimmt schon mehrfach. Da ich gleich nach meiner Ankunft auf diesem fremden Planeten Gor hatte lernen müssen, wie eine Kajira den Brei ohne Zuhilfenahme ihrer Hände direkt aus der Schüssel isst, war Essen also trotz der Fesseln kein Problem. Einzig mein verschmierter Mund und meine mehrfach in die Pampe eingestippte Nasenspitze, sahen wahrscheinlich trotz Abwischen in einem Reptuch immer noch nicht allzu stubenrein aus. Sonstige Körperhygiene war ohne Hände leider auch nicht möglich, sodass mir jetzt ein ausgiebiges Bad im Bach nicht verkehrt erschien.

Tja, erst nachdem ein ganzer Berg Kleidung neben der Kiste auf dem Boden ausgebreitet lag, gab ich schließlich auf. Ich hatte mich wirklich bemüht, aber ohne meine Hände benutzen zu können, war es schlicht und einfach illusorisch, mir irgendeine Tunika überzustreifen. Sollte mir auf dem Weg zum Bach oder zurück also tatsächlich eine freie Frau begegnen, musste sie mit meinem nackten Anblick eben leben oder woanders hinschauen. Wobei ich selbstverständlich nicht den Weg über den Marktplatz nahm, sondern hinter dem früheren Haus meines Herrn entlang schlich. Mein Vorhaben klappte auch wirklich bestens, denn mir begegnete tatsächlich niemand… meinem ausgiebigen Badevergnügen stand also nichts mehr im Weg. Einzig die Wassertemperatur ließ meine Zähne irgendwann dann doch leise klappern, sodass ich mich schließlich auf den Nachhauseweg machte, auf dem mir leider jedoch ein kleines Missgeschick passierte. Ich schlich natürlich den gleichen Weg wieder zurück, bedachte jedoch nicht, wie leicht nasse Füße auf Gras ausrutschen können und schlitterte plötzlich ziemlich unelegant auf meinem Hinterteil den Hang vorm Haus meines Herrn hinunter. 

Mist, dies war an sich ja schon unangenehm genug, noch schlimmer war jedoch, dass meine Rutschpartie nicht unbemerkt blieb. „Nanu, was machst du denn da?“ war die erstaunte Frage des Schmieds, vor dessen Füßen ich gelandet war. Aufgrund meiner Fesseln rappelte ich mich einigermaßen mühsam nun schnell auf, um ihn freundlich zu begrüßen. Wie nicht anders zu erwarten fiel dem Herrn natürlich sofort auf, dass ich meine Arme hinter dem Rücken hielt, sodass er mich fragte, was ich dort verstecke. Meine Erklärung, wegen meiner unfreiwilligen Rutschpartie reibe ich mir nur etwas den Po, denn so war es tatsächlich, führte dann natürlich zu einer Inspektion meiner Hinterseite und seinem Kommentar „ach… wie nett und praktisch!“, bevor dann auch schon meine Handgelenke gepackt und die Arme angehoben wurden, sodass ich mich vornüber beugen musste und nun die Hand des Schmieds sanft tätschelnd auf meinem vom Hang leicht in Mitleidenschaft gezogenen Allerwertesten spürte. Dummerweise habe ich viel zu schnell von mir gegeben, dass mir nichts weh tut und alles gut ist, sodass die Hand prompt wieder weggezogen und mir die Frage gestellt wurde, ob meine Fesseln denn bleiben sollen, denn so könne ich mich ja kaum nützlich machen.


Der Schmied hätte meine Dienste nämlich wirklich gut gebrauchen können, weil es seinem Rücken nach der Aktion mit den schweren Steinen im Wald anscheinend ziemlich schlecht ging, sodass eine Massage sanft knetender Kajirahände bestimmt genau die richtige Behandlung für ihn gewesen wäre… leider waren dafür jedoch nur Hände geeignet, die nicht gerade auf dem Rücken gefesselt sind, meine an diesem Tag also leider nicht. Auch wenn ich jeden Freien, der seinen Dolch zum Durchschneiden meiner Fesseln gezogen hätte, darauf hingewiesen hätte, dass diese der Wille meines Herrn waren und dieser Wille für mich selbstverständlich immer oberste Priorität hat, konnte ich nicht umhin, dem netten Schmied die kleine Testfrage zu stellen, ob er die Ledergurte vielleicht öffnen kann. Seine Antwort „Dina, wie viel Ehre hätte ich, wenn ich das tun würde? So leid es mir auch tut, ich werde keinen Finger rühren, denn dazu ist mir dein Herr ein zu guter Freund geworden“ bestätigte mir, er ist nicht nur sehr nett, sondern auch ein richtiger Herr mit viel Ehrgefühl! Kein Wunder also, dass ich mit der leckeren Süßigkeit im Mund, die mir der Schmied zuvor noch geschenkt hatte und vor allem nach seinem noch viel süßeren Kuss lächelnd mit meinen immer noch gefesselten Armen nach Hause lief. ;-))

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen