Montag, 4. Mai 2015

An Eigentum erfreuen

Wie nach einem dermaßen reichhaltigen Büffet mit Kalana, Paga und Ale in Mengen nicht anders zu erwarten, war die Stadt am nächsten Tag nach der Feier anlässlich der beiden Heimsteinschwüre ziemlich leer. Natürlich liegt es mir jetzt gänzlich fern zu behaupten, die meisten Einwohner plagten sich mit dicken Köpfen, die noch nicht wieder durch die Haustüren passten oder mit vollgefutterten Bäuchen, für die jede Kleidung mit Gürtel zu eng geworden war. Doch es war wirklich auffällig nur Krieger zu sehen, die wegen ihrer Wachdienste gar nicht oder nur kurz hatten mitfeiern können. Einzig der Schmied gesellte sich auf dem Marktplatz dazu, von dem ich wusste, dass er bei diesem Fest ganz schön viel Durst gehabt hatte… immerhin war ja sein Mündel nach ihrem Heimsteinschwur einen großen Schritt weiter. Der Ärmste sah jedoch extrem blass und sehr leidend aus. Auf mich erweckte er jedenfalls den Eindruck, dass es ihm nicht gut ging und ich glaube, so wie er sein Gesicht verzog und dabei sogar leicht würgte, war in seinem Becher kein Met, sondern irgendeine Medizin. 

Aber vielleicht hatte ich mich da auch getäuscht, denn außer einer leichten Geräuschempfindlichkeit in Kombination mit extrem langsamen Kopfbewegungen, bekam ich über das Wohlergehen des Schmieds nichts Genaueres mehr heraus, da mein Herr seine Aufmerksamkeit jetzt einer mir fremden Kajira widmete. Mit Erlaubnis des Hauptmanns winkte er die Sklavin dichter zu sich heran, sodass ich sie ebenfalls neugierig mustern konnte. Auf den zweiten Blick erkannte ich das Mädchen nun auch als das neue Eigentum des Hauptmanns. Sie sah nämlich etwas anders aus als sonst, da sie einen Knebel trug, für den mein Herr sich offensichtlich sehr interessierte. Er vermutete nämlich, der Hauptmann habe „auch so ein Mundwerk zu bekämpfen“. Hmm… „auch“?!? Dabei sind meine Fortschritte im Klappe halten doch eigentlich inzwischen ziemlich gut, finde ich jedenfalls! Angeblich war die Neue jedoch in Sachen Mundwerk sehr gut erzogen, sie gefiel dem Hauptmann anscheinend wohl nur mit Knebel besser… zumindest an diesem Tag. Tja, manchmal erfreut eine Kajira ihren Herrn eben auch mit Knebel.

Merkwürdigerweise wollte der Hauptmann, dass ich seiner Sklavin irgendwelche Knebelsignale erkläre, die mir angeblich bekannt sein sollen… häh? Ich hatte keinen blassen Schimmer, wovon der Herr sprach. Während der Schmied noch irgendetwas über „nie wieder saufen und nie wieder gefährten“ brummte und mein Herr den Knebel der Hauptmannskajira inzwischen ganz genau untersuchte, wandte sich das Gespräch zum Glück dann den Vor- und Nachteilen von Knebeln zu… ohne und mit Innenleben in Form von Tüchern, Bällen zum Mundfüllen oder Ringen mit Erhalt wichtiger Funktionen. Über die Vorzüge eines Ringknebels waren sich die Männer übrigens sehr einig. Doch schließlich drängte es meinen Herrn in die Oberstadt. Er musste seine Miete zahlen, was natürlich wichtiger war, als ein Austausch über die Vorzüge unterschiedlicher Knebel. Hinterher zog es ihn nach Hause, denn er wollte endlich seine Neuanschaffung ausprobieren, die hier aber nicht weiter von Interesse ist.

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Da mein Herr sich über den Abend mit mir und besagter Anschaffung wirklich gefreut und ihn anscheinend sehr genossen hatte, war er am nächsten Tag entsprechend super gelaunt. „Ich glaube, mein Rundgang wird heute nur kurz ausfallen und du bleibst nackt, Kajira“, brummte er nach einer sehr eingehenden Musterung meines Körpers, den ich ihn natürlich so rotseiden es ging präsentierte. Zuhause muss ich nämlich wegen irgendwelcher Befindlichkeiten freier Frauen keine Kleidung tragen, die nicht wissen, dass man auch noch woanders hinschauen kann, als auf eine nackte Kajira. Nach diesem Befehl öffnete er auch sogleich die Haustür und stapfte davon, während ich übers ganze Gesicht strahlend eilig hinterher lief… ich liebe es nun mal nackt zu sein. Am Marktplatz trafen wir den Hauptmann, den Zeugmeister und eine fremde Freie, die anscheinend auf der Suche nach der Schneiderin war und meine Nacktheit erstaunlicherweise übersah. Naja, sie war anderweitig wohl auch viel zu sehr beschäftigt.


Der Hauptmann informierte die Gnädigste nämlich gerade über den Unterschied zwischen fremd und feindlich, bevor er die Begriffsstutzige zusätzlich noch aufklären musste, dass er ihr gerade eine Freundlichkeit erwiesen hatte. Doch die Frau hatte es anscheinend mit den Ohren und den Hauptmann auch noch nicht damit erleuchtet, welchem Heimstein sie angehörte und welcher Kaste. Oha, diese überall auf Gor übliche, alltägliche Frage an Fremde war für die so überaus ehrbare Freie nun anscheinend fast zu viel. Nur konnte man ja nicht sehen, ob diese Informationen vielleicht auf ihrer erlauchten Nasenspitze geschrieben standen, da die hinter einer Gesichtsgardine verborgen war… natürlich aus sehr edlem Stoff. Letztendlich erfuhren die Herren, sie hatte der Kriegerkaste angehört und war nach dem Tod ihres Gefährten in den Norden gezogen, ausgerechnet in das Dorf, in das sich der Heimsteinverbannte aus Jorts abgesetzt hatte.


Wie gut, dass die Schneiderin nun doch noch auftauchte, denn  einer der Krieger spuckte nach dieser Erklärung angewidert aus, während mein Herr abfällig etwas über das Verlassen der roten Kaste und in den Norden ziehen brummte. Andernfalls hätte sich dieses Weib bestimmt noch um ihren Kopf oder in einen Kragen geredet. Irritierend fand ich übrigens, dass der Hauptmann sich jetzt plötzlich danach erkundigte, was ich angestellt hatte. Nachdem die beiden Frauen sich Richtung Oberstadt verzogen hatten, war er nämlich näher gekommen und musterte nun interessiert meinen nackten Körper. "Nichts, aber so sieht‘s besser aus. Ich wollte sie erst auch knebeln, aber das kann ich später immer noch", war die lachende Antwort meines Herrn, bevor er sich kurz im Schritt kratzte und breit grinsend hinzufügte: "Rarii, ihr müsst mich entschuldigen. Ich glaube, ich muss das Luder da hinter mir mal wieder…..……...   Ehre und Stahl!“ 

Aus seinem „wir sehen uns vielleicht später noch zu einem Extratraining" wurde natürlich nichts mehr. Manchmal reicht einfach ein zusätzliches Training mit Privateigentum, wenn es sich beim Erfreuen so richtig ins Zeug legt! ;-)))

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