Freitag, 22. Mai 2015

Innendienst

Da mein Herr leider erneut auf einer längeren Patrouille war, schlief ich nicht nur etwas länger, sondern beeilte mich auch nicht allzu sehr mit meinen Hausarbeiten. Doch schließlich hatte ich meine Aufgaben erledigt, sodass ich mich auf den Weg zum Hafen machen konnte. Ich hoffte nämlich, mir dort durch die Gitterstäbe des Kennels gesichert, den Mamba der Sklavenhändlerin mit seinem ganzen Metall im Gesicht in Ruhe und ohne die Gefahr gebissen zu werden, noch einmal anzuschauen. Mist, ich kam wohl zu spät, denn die Herrin muss ihr Geschenk inzwischen anscheinend freigelassen haben oder der Wilde war ihr abgehauen.

Mein Rückweg führte über den Marktplatz, der bis auf das Erste Schwert ausgestorben war. Der Krieger erkundigte sich nach meinem Herrn und strich mir dann sehr sanft über mein Haar, als er merkte, wie traurig ich über den doofen Patrouillendienst war, auch wenn es darüber für mich selbstverständlich nichts zu meckern gibt. Nett fand ich übrigens, dass mir erlaubt wurde aufzustehen. Allerdings fragte ich lieber doch noch einmal nach, ob dem Herrn die Art nicht gefiel, wie ich vor ihm kniete. Da ich vor kurzem einige Weiber verärgert hatte, die nicht wussten, dass es im schönen Jorts durchaus noch anderes zu betrachten gibt, als ausgerechnet meine Hitze, wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen. Ich glaube, der Krieger murmelte etwas von Sklavinnen in Roben, was auf zumindest eine dieser Frauen vermutlich auch zutrifft.


Wie erwartet war mein Nachfragen natürlich komplett überflüssig, denn selbstverständlich fand der Krieger Gefallen an meinen weit geöffneten Schenkeln. Vermutlich wollte er einfach nur nicht so tief zu mir herunterschauen, denn er gehört zu den besonders groß gewachsenen Männern in der roten Kaste. Außerdem war er erfreut mich zu sehen, weil er sich seinen Kalana nun nicht selbst einschenken musste, den er sich im Gasthaus genehmigen wollte. Ungewöhnlich fand ich allerdings, dass der Herr drinnen Platz nahm und nicht wie die meisten Freien draußen auf der Terrasse, denn ich hatte noch nie Innendienst im Gasthaus gehabt. Kein Wunder also, dass ich natürlich vermutete, die Sitzkissen draußen sind inzwischen nicht mehr so komfortabel oder womöglich sogar schon durchgesessen. 


Der Krieger wollte anscheinend jedoch meinen Anblick genießen, während ich mich hinter dem Tresen zu schaffen machte und sich ein wenig mit mir unterhalten, da er einige Tage nicht an seinem Heimstein gewesen war. Dass an meiner Vorderseite der Stoff meines eigentlich nur Rücken und Po bedeckenden roten Kleidungsstücks etwas knapp geraten war, schien ihm offenbar sogar besonders zu gefallen. Meine Nähkünste sind leider noch nie die besten gewesen, denn komischerweise passiert es mir beim Zuschneiden immer wieder, dass ich zu viel abschneide. Wobei dieses fehlende Geschick meinen Herrn noch nie gestört hat und das Erste Schwert wie gesagt auch nicht. 


Im Gegenteil, er zog mich sogar sehr nahe zu sich heran, nachdem mein nackter Bauch und meine mit etwas Schmuck kaum bedeckte Hitze ihn auf die Idee gebracht hatten, sich seinen Kalana mit einem Tropfen „Veredelung“ servieren zu lassen. Selbstverständlich habe ich dabei mein Bestes gegeben und meinem Herrn bei diesem Innendienst im Gasthaus mit dem Erfreuen des Kriegers hoffentlich Ehre gemacht.^^

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