Freitag, 8. Mai 2015

Nur eine Vertragsunterzeichnung...

aber was für eine!

Ich gestehe, diese Vertragsunterzeichnung zweier Händler brachte mein Gorverständnis etwas ins Wanken, obwohl mir durchaus klar ist, dass genau wie auf der Erde… ich bin ja Barbarin… auch Gor von Geld regiert wird und reiche Händler ein sehr hohes Ansehen haben, niedere Kaste hin oder her. Die gestrige Vertragsunterzeichnung des ersten Händlers von Jorts Fähre und der neuen Sklavenhändlerin für eine freie Gefährtenschaft, ließ bei mir jedenfalls den Gedanken aufkeimen, die Kaiserin von China würde ihren geliebten Händler heiraten.^^

Mein Herr war ja leider zu einer längeren Wache eingeteilt worden und konnte diesem Ereignis nicht beiwohnen, sodass ich mich schließlich alleine auf den Weg in die Oberstadt machte. Leider war die Entscheidungsfindung, mit welchen Seiden ich mich diesem Anlass angemessen aufbrezeln konnte, mal wieder nicht ganz einfach und meine Haare mussten ja auch noch gewaschen werden, damit das Eigentum meines Herrn nett anzusehen war. Es war also relativ spät, als ich endlich sein Haus verließ, um zum Ratssaal zu flitzen. Mir war bei meinen Vorbereitungen zwar der Trubel am Hafen nicht entgangen, der bei mir übrigens den Eindruck erweckte, als würde der Fährmann mit seinen ständigen Fahrten das Geschäft seines Lebens machen, doch mit einer solchen Menschenmenge hatte ich dann doch nicht gerechnet… der Ratssaal war gerammelt voll.

Nun weiß ich endlich auch, wie gut die Entscheidung der Baumeister gewesen ist, nach dem Inferno und dem Neuaufbau der Stadt einen so großen Saal zu bauen. Da ich es erstens jedoch nicht mit so großen Festivitäten habe und mir zweitens diese vielen Fremden fast ein wenig Angst machten, war ich froh, den Hauptmann, seine Gefährtin, den Sattler und den Schmied zu entdecken… ohne meinen Herrn erschien mir der Platz neben dem Hauptmann nämlich ein sehr sicherer zu sein, sodass ich mich zu ihm und seiner Gefährtin schlich. Nachdem sich dann auch der Schmied durch die Menge noch etwas näher herangeschoben hatte, fühlte ich mich sogar fast wohl und konnte endlich die vielen Freien und Unfreien in Ruhe in Augenschein nehmen. Wobei man von Ruhe eigentlich nicht sprechen kann, wenn sich so viele Menschen in einem Saal aufhalten… übrigens habe ich bei 40 Personen mit dem Zählen aufgehört.

Einige Herrschaften und Kajirae ließen in mir der Eindruck entstehen, dass die Ärmsten unter Blasenproblemen litten, so unruhig wie sie ständig hin und her zappelten oder sich verrenkten, als ob sie schrecklich litten. Andere hatten offensichtlich Probleme, ihre Klappe zu halten… warum auch immer… und manche erkannte ich erst auf den zweiten Blick, weil sie z.B. plötzlich keinen Helm mehr trugen und anstatt bäuerlicher Kleidung plötzlich in feine Roben mit Umhang gekleidet waren. Apropos Umhang… auch der Hauptmann trug einen und wuschelte mir damit ab und an im Gesicht herum, wenn er sich zu seiner Gefährtin drehte. Doch das war nicht weiter schlimm, sondern im Vergleich mit den für ihn sonst typischen Kopfpatschern, die an diesem Tag erfreulicherweise ausblieben, eigentlich sowas wie Streicheleinheiten.

Die Ansprache des Kriegers ist bis auf seine erste Frage an die beiden Fastgefährten "Wollt ihr?" und den darauf offensichtlich sehr erstaunt hochruckenden Kopf des ersten Händlers wegen enormem Stimmengewirr übrigens gänzlich an mir vorbei gegangen. Der Händler hatte sich ja eigentlich gewünscht, nur den Vertrag zu unterzeichnen, ohne großes Drumherum mit Feier. Doch in Anbetracht der zahlreich angereisten Gäste, schien ihm ein einfaches Bejahen dieser Frage nun wohl doch nicht angemessen, sodass ich mich bei der nun der Vertragsunterzeichnung vorangehenden Rede ausgiebig dem Beobachten der Gäste widmen konnte und die beiden werdenden Gefährten natürlich besonders genau musterte.

Die Herrin trug nämlich ein wirklich tolles blaues Kleid in ihren Kastenfarben aus kostbarem, mit Gold besetztem Stoff, das meiner früheren Herrin mit Sicherheit auch gefallen hätte. Auch am weißen Gewand des ersten Händlers war selbstverständlich nicht mit diesem edlen Metall gespart worden. Ich glaube, er hatte sogar neue Sandalen an. Es kam mir übrigens so vor, als ob er irgendwelche Probleme mit dem langen Rock seiner werdenden Gefährtin hatte. Zumindest sah es aus meiner knienden Postion so aus, als ob er sich in der Schleppe vertüdelt hatte, denn er hielt sich während der ganzen Ansprache stets einen Schritt hinter der Sklavenhändlerin, was für einen Goreaner logischerweise total ungewöhnlich ist.

Da ich das gewaltige Gewusel nach der Vertragsunterzeichnung dazu nutzte, um mich unauffällig aus dem Staub zu machen, ausreichend Kajirae zum Bedienen beim nun folgenden Festschmaus waren schließlich vorhanden, möchte ich hier außer den folgenden Bildern noch ergänzen:

"Herzlichen Glückwunsch Herrschaften, 
mögen die Priesterkönige euren Weg stets hell erleuchten und eure Liebe ewig andauern, 
auf dass ihr euch jedes Jahr wieder dieses Versprechen gebt 
und ihr unter unter dem Schein der drei Monde noch ganz viele glückliche Jahre erlebt!"









Kommentare:

  1. Die Kaiserin von China und ihr Lieblingshändler bedanken sich für Deine Glückwünsche. ;)

    Ich bin ziemlich zuversichtlich das Deine Wünsche in Erfüllung gehen werden. Schließlich wird es eine leichte Gefährtenschaft, da der Händler nun erstmal auf eine längere Reise geht. So ist es nicht ganz unmöglich, dass diese Gefährtenschaft das erste Jahr überdauern wird.

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  2. Das liegt bestimmt daran das eine berühmte Spielerin und ein berühmter Händler und Ratsherr die Gefährtenschaft eingegangen sind.
    Das Kleid auf dem ersten Bild hätte Lady Pinion wohl sicherlich auch gefallen denke ich.

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