Donnerstag, 11. Juni 2015

Voller Tatendrang

…war mein Herr an diesem Tag Mitte der Hand, an dem wie immer zu vorgerückter Ahn das Waffentraining der Krieger stattfinden sollte. Nachdem er von seiner Wache heimgekehrt war, setzte er sich daher auch nur kurz auf die Bank vor seinem Haus, um ein paar Worte mit mir zu sprechen, bevor es dann zur Wiese gehen sollte. Das Riesenstück seines kurz vor seiner Rückkehr gerade fertig gewordenen Lieblingskuchens, das ich schon mal vorsorglich auf einen Teller gefüllt hatte, dampfte allerdings noch zu sehr, um noch vor dem Training von ihm verspeist zu werden. In Anbetracht des strahlenden Blicks meines Herrn auf dieses Larmakuchenstück, fiel es ihm vermutlich nicht gerade leicht, diese Leckerei bis nach dem Training noch abkühlen zu lassen.

Ich war ja sowieso der Meinung, so gut in Form wie mein Herr gerade erst bei dem Sondertraining vor zwei Tagen gewesen war, brauchte er eh kein Kuchendoping, um seine Gegner im Übungskampf ins Gras beißen zu lassen und mein Herr meinte, alleine die Aussicht auf Larmakuchen würde beim Training vielleicht schon reichen. Tja, Aussicht war natürlich ein Stichwort, das mich nun veranlasste, ihm sein nacktes Eigentum besonders vorteilhaft zu präsentieren… vielleicht würde ihn mein Anblick ja zusätzlich beflügeln, auch wenn er sowieso voller Tatendrang war, weil ihn seine Tagesform beim Sondertraining nicht so zufriedengestellt hatte.

Nachdem ich den Kuchenteller wieder zurück ins Haus gebracht hatte… ich wollte selbstverständlich verhindern, dass er sich während unserer Abwesenheit durch unliebsame Einlagen und Zusätze vermehrt oder gar in Luft auflöst… kniete ich also mit besonders weit gespreizten Schenkeln vor meinem Herrn nieder, drückte meinen Rücken ordentlich durch und strich langsam meine langen Haare zurück, um meine nackten Brüste besonders gut zur Geltung zu bringen. Meinen Herrn dabei aus dunklen Augen beobachtend, glaubte ich wie immer, seine Blicke würden eine heiße, kribbelnde Spur auf meiner nackten Haut hinterlassen. Ich konnte daher einfach nicht anders, als mich schließlich vorzubeugen, um meine Lippen innig auf seinen Fußrücken zu drücken.


Doch inzwischen war leider die Ahn des Trainings und damit die Ahn zum Grünfärben von Tunikaröcken immer näher gerückt, sodass wahrscheinlich jetzt ein gewisses Handjucken in der rechten meines Herrn einsetzte und ihn nichts mehr auf seiner Bank hielt, zumal vielleicht auch die eine oder andere Stichelei bei den freundschaftlichen Kämpfen wieder gerade gerückt werden sollte. Nachdem ich mir schnell noch etwas Rotes aus der Kleiderkiste übergestreift und meine wilden Locken zu einem Zopf zusammengefummelt hatte, folgte ich ihm also eilig zur Wiese hinter dem Hof. In der Hoffnung, den wundervollen Anblick der trainierenden Krieger zusätzlich mit etwas Kajiratratsch zu krönen, kniete mich dort vor dem großen Baum neben die neue, mir bislang noch vollkommen fremde Sklavin des Hauptmanns.

Eigentlich wollte ich versuchen, das Mädchen etwas auszuhorchen… woher sie kam, wer ihr früherer Herr gewesen ist, welche Umstände sie nach Jorts gebracht hatten und, und, und… doch war die Kajira vermutlich immer noch dermaßen verschüchtert, dass ich außer „Tal“ und welchen Namen der Hauptmann ihr inzwischen gegeben hat, nichts aus ihr herausbekam. Ach doch, ihre Ohren waren anscheinend in Ordnung, denn die aufeinander treffenden Schwertklingen waren ihr zu laut, was auch wirklich nicht von der Hand zu weisen war, aber nun mal dazu gehört, wenn man die Kajira eines Kriegers ist. Letztendlich gab ich meine Bemühungen um ein Gespräch mit dieser Sklavin auf und widmete mich stattdessen stumm dem wundervollen Anblick meines trainierenden Herrn.


Er war an diesem Tag nämlich nicht nur voller Tatendrang, sondern vor allem echt in einer Obersupertopform. Immer wieder schickte er seinen Trainingsgegner ins Gras und färbte dessen Tunikarock mittelprächtig grün. Selbstverständlich verzichtete er aber darauf, den Rarius hinterher wegen der erforderlichen Reinigung seiner Kleidung zu beleidigen, denn sowas gehört sich unter Waffenbrüdern natürlich nicht, auch wenn der Rock es wirklich sehr nötig hatte. Außerdem haben Krieger eben mal bessere oder auch schlechtere Tage. Vielleicht hatte sowieso auch das hohe Gras Schuld, das schon lange nicht mehr gemäht worden war. Das Erste Schwert äußerte nämlich die Befürchtung, über uns Kajirae zu stolpern, weil er uns zwischen den langen Halmen kaum noch gesehen hatte.

Zurück zuhause, war dann natürlich erst einmal Larmakuchen und Paga angesagt, nachdem mein Herr seine Waffen abgelegt und sich den Schweiß der Übungskämpfe von der Stirn gewischt hatte. Während er genüsslich dem Kuchen schwelgte und dabei sein Schwert an der Wand betrachtete, klärte er mich mit vollem Mund auf: "Kajira, man sagt, Stahl denkt für sich selbst. Meiner scheint das heute getan zu haben... bissig gegen den einen... Aussetzer gegen den anderen!“ Hach... für mich ist mein Herr sowieso der größte, beste und schönste Herr auf ganz Gor, sodass ich mich wie immer ganz gewaltig ins Zeug legte, ihm seinen Paga auf eine möglichst rotseidene Art zu servieren… schließlich trage ich seinen Stahl!

Ein Krieger und sein Schwert, ein wenig Segen von den Priesterkönigen… an so einem Tag voller Tatendrang, da konnten Waffentraining, Larmakuchen und Paga doch bestenfalls Appetitanreger sein… oder? Naja, oder auch nicht, wenn man die Frühwache erwischt hat und sich der Vernunft geschlagen geben muss. :-(^^

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