Sonntag, 16. August 2015

Eine kleine Überraschung

Während der letzten Tage musste ich immer wieder daran denken, welch lange Zeit inzwischen vergangen ist, seitdem meine ehemalige Herrin mich an meinen Herrn verliehen hatte. Hin und hergerissen von den auf mich einstürzenden Gefühlen hatte ich seinerzeit meine Tränen nicht mehr zurückhalten können, als sie auf die Fähre ging und mich am Hafen zurück ließ. Während ich ihrem Schiff traurig hinterher schaute, erfüllte mich gleichzeitig aber auch eine große Freude über ihre die Ausleihe betreffende Entscheidung, denn seit einem gewissen Klaps auf meinen Po hatte ich bereits mein Herz an meinen Entleiher verloren.

Fürsorglich wie meine Herrin immer ist, wollte sie mit der Leihe von einem Markt jedoch sicherstellen, dass nicht nur der an meinem Kauf interessierte Krieger Zeit bekam, über sein Interesse an mir nachzudenken und mich zu prüfen, sondern sie wollte ihre Erste wohl auch in guten Händen wissen. Dafür werde ich ihr immer unendlich dankbar sein und inzwischen bin ich davon überzeugt, es war der Wille der Priesterkönige, dass ich an die Kette meines Herrn kam und zur glücklichsten Kajira von ganz Gor wurde. Genau an diesen mein Leben so verändernden Tag, der mittlerweile bereits vier Märkte  zurück liegt, musste ich in den letzten Tagen sehr viel denken, da mein Herr meine Dienste aus diversen Gründen, die ich an anderer Stelle aber schon erwähnt habe, kaum bis gar nicht benötigte.

Schließlich keimte in mir die Idee für eine Überraschung, mit der ich mir erhoffte, ihm eine kleine Freude zu machen. Obwohl mangels Kreativität und zu vielen rotseidenen Gedanken, die sehr oft einen starken Hang dazu haben, sich zu verselbständigen und obwohl ich auch überhaupt keine Geschichtentänzerin bin, war mir dennoch die Idee gekommen, ausgerechnet in einem Tanz darzustellen, welche Gefühlsachterbahn seinerzeit in mir getobt hatte und wie glücklich ich seitdem an der Kette meines Herrn bin. Puhhh... ein Vorhaben, das je konkreter, auch umso schwerer wurde und daher mehrfach knapp vorm Scheitern gewesen ist. Aber aufgeben? Nee, damit hätte ich meiner früheren Herrin keine Ehre bereitet. Sie hat immer an mich geglaubt, sodass ich mir manchmal sogar Dinge zugetraut habe, die mir eigentlich so gar nicht lagen, die ich dann aber erstaunlicherweise doch irgendwie hinbekam.

Daran musste ich bei dieser mir selbst gestellten Aufgabe nun denken, als sie mir endgültig fast unlösbar erschien und ich gleichzeitig in der Kiste im Obergeschoss in den blauen Kleidungsstücken herumwühlte, die ich alle nicht mehr getragen habe, seitdem ich die Kajira eines Kriegers bin. Auch wenn ich mich immer nur schwer entscheiden kann, was ich anziehen soll, war es trotzdem eine meiner leichteren Überlegungen, meine Darbietung in blauer Tunika zu beginnen. Dabei war mir durchaus klar, dass ich mit blauer Kleidung mindestens hochgezogene Augenbrauen bei meinem Herrn verursachen würde... über seine kommentierenden Worte dazu dachte ich lieber gar nicht erst nach.

Tja, und dann versprühte er vor einigen Tagen in Sachen Durchspülungen plötzlich vorsichtigen Optimismus und verkündete, sich auf einen Rundgang durch die Stadt begeben zu wollen. Hocherfreut über seine Genesung, verplapperte ich mich vor Begeisterung leider jedoch mit einer unüberlegten Äußerung über meine Vorbereitungen. Mist, dabei hätte ich die Überraschung eigentlich noch ein wenig durchdenken und überarbeiten müssen... warum passiert es mir dummen Vulo bloß immer wieder, dass ich meinen Mund nicht halten kann? 

Mein Herr war jetzt nämlich logischerweise total neugierig geworden und behauptete einfach, sein Rundgang hätte Zeit. Gleichzeitig erinnerte er mich mit oberstrengem Blick daran, dass eine Kriegerkajira nicht kneift. Mir blieb daher nichts anderes übrig, als nach oben zur Kiste mit den vielen blauen Tuniken zu laufen, um mir eine davon eilig überzustreifen. Vorher stammelte ich allerdings schnell noch eine Entschuldigung wegen falscher Farbe und Bekleidung im Haus, denn zuhause wünscht mein Herr sein Eigentum ja immer nackt. 


Wie erwartet gingen seine Augenbrauen bei meinem Anblick auch sofort irritiert in die Höhe, als ich mit zitternden Knien wieder herunter kam, doch offensichtlich inzwischen total neugierig auf die ausgeplapperte Überraschung verkniff er sich jeglichen Kommentar. 

Dass mein vor Aufregung wild klopfendes Herz bis in meine Haarspitzen zu spüren war, brauche ich wohl nicht näher erläutern, als ich nun Aufstellung nahm und mit der kleinen Darbietung über meinen tränenverschleierten Abschied vor vier Märkten von meiner damaligen Herrin und einen schicksalsschweren Klaps begann. Selbstverständlich kam in meinem Tanz auch der wunderschöne Ausflug mit meinem Entleiher zum Wasserfall und ein ganz bestimmtes Seil vor, das ich mir nun um meine Hüften geschlungenen hatte. 

Ok, ich gebe zu, es kam wie immer oder eigentlich so, wie meine Natur nun mal ist. Unter den erst nachdenklichen, dann nach und nach immer erfreuter, aber auch gieriger werdenden Blicken meines Herrn und seinen Anfeuerungen, verselbständigte sich meine rotseidene Veranlagung von ganz alleine, je länger ich tanzte… zuletzt nackt. 

Am Ende meiner Darbietung, total aufgewühlt von den in mir tobenden Emotionen, war das heiß in mir glühende Sklavenfeuer kurz davor, mich zu verbrennen. Ich konnte einfach daher nicht anders, als mich in der Geste der Unterwerfung, mit tief gesenktem Kopf und erhobenen gekreuzten Handgelenken vor meinen Herrn zu knien und „La Kajira“ zu flehen. 


Das Seil immer noch in meinen zitternden Händen meinem Herrn entgegen streckend, wagte ich nicht ihn anzuschauen, als er sich von seinem Sitzkissen erhob. Ohje, und dann wurde mir in der nächsten Ihn klar, ich hatte alles vermasselt... Verzweiflung griff nach meinem immer noch wild klopfenden Sklavenherz. "Tja meine Sklavin... ich fürchte, da ist etwas fehlgeschlagen mit deiner kleinen Überraschung..." Er machte nun eine Pause, in der ich in meiner Panik vor dem was nun kommen würde, gar nicht mehr zu atmen wagte. Ich spürte, wie mein Herr mir das Seil sehr sanft abnahm und erhielt den Befehl, meine Arme zu senken.

Doch dann kam es ganz anders, als befürchtet und ich konnte mein Glück echt kaum fassen. Mein Herr legte es mir erneut symbolisch um den Hals und sprach mit bewegter Stimme: „Kajira, es war keine KLEINE Überraschung, du hast mir eine RIESIGE Freude gemacht. Ich nehme deine Unterwerfung an, meine Scharlachrote, du weißt, ich kann gar nicht anders“…………………… :-)))))

1 Kommentar:

  1. Du hast die Sachen nicht "irgendwie hinbekommen" sondern in der Regel mindestens gut gemacht!

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