Donnerstag, 10. September 2015

Waffentraining mit Freie Frauen Schwemme

…und Besuchermassen auf der Gasthausterrasse mit Sitzkissengemecker.

Komisch, aber ab und an finde ich den Wachoffizier direkt sympathisch, nämlich wenn mein Herr mal keinen Wachdienst hat und auch nicht fort muss, so wie die letzten Tage. Mit seinem Aufbruch zu einer erneuten mehrtägigen Patrouille, verpufft dann allerdings jeglicher Hauch von Sympathie für den Krieger schlagartig wieder, zumal die Zeit mit meinem Herrn immer viel zu schnell vergangen ist. Diesmal verspürte er übrigens keinerlei Ambitionen, auch nur ein Stückchen seiner Nasenspitze aus der Haustür zu strecken, weil er……… Ach, ich denke, nähere Einzelheiten kann ich hier weglassen, denn dafür interessiert sich eh niemand.


Naja… oder zumindest niemand außer einer sehr freundlichen Freien, die mich heran winkte, um ein wenig mit mir zu plaudern und damit dazu beitrug, mir über den Schock durch die plötzlich auftauchenden Massen an freien Frauen hinweg zu helfen, die sich irritierenderweise an diesem Tag an der Wiese hinter dem Hof einfanden. Es war nämlich Mitte der Hand und somit Schwertfuchteln der Krieger mit diversen Grasflecken angesagt. Eigentlich wollte ich mein Augenmerk schon wieder den trainierenden Männern zuwenden, doch die nette Herrin erkundigte sich nach meinem Herrn, freute sich mit mir über seine gute Laune in den letzten Tagen und dass er seine wenige freie Zeit so gut zu nutzen weiß. 

Ich bin mir nicht sicher, ob es mein schwärmerischer Blick bei meinen schönen Erinnerungen an die Zeit mit ihm war oder meine leicht geröteten Wangen… wobei ich selbstverständlich keine Details erwähnt habe. Noch sehr gut erinnere ich von meiner früheren Herrin nämlich, dass freie Frauen solche für eine Rotseidene so intensiven Momente eh nicht nachvollziehen können. Offensichtlich war dieser Herrin meine Auskunft jedoch zu vage, denn in Anbetracht der kühler werdenden Temperaturen wollte sie noch wissen, ob wir vor dem Kaminfeuer……… Ok, ich gebe zu, ich bildete mir ihre Frage vielleicht auch nur ein, denn vermutlich können sich freie Frauen manches wirklich nicht vorstellen.


Egal, jedenfalls war die Frage der Sängerin für mich nun echt ein Problem, denn was sollte ich einem Weib erzählen, die es nicht mal schafft, einfach in die Gegend oder zu ihrem trainierenden Gefährten zu sehen, sondern immer meine gespreizten Schenkel bemerkt und mich ständig auffordert sie zu schließen? Puh, wie gut, dass mir nun ein Hinweis auf die nicht zu unterschätzende Brandgefahr bei einer Kombination aus Sklaven- UND Ofenfeuer in den Sinn kam, denn nach diesem Hinweis tat sie zumindest so, als habe sie meine Andeutungen verstanden, dass das Haus meines Herrn vermutlich aufgrund viel zu viel Hitze abgefackelt wäre, wenn wir vor einem brennenden Ofen……... Mit einem ziemlich langgezogenen „ahhhjaaa“ tat sie daher kund, sich nun lieber nicht weiter ausmalen zu wollen, was bei meinem Herrn zu so großer Entspannung und Zufriedenheit geführt hatte.

Sie ließ das Thema lieber schnell fallen, um die Blume auf meiner Schulter etwas eingehender zu betrachten. Angeblich hatte sie sie noch nie bemerkt, obwohl dieses Tattoo doch bereits fast mein ganzes Leben auf Gor schon zu mir gehört, da es doch von meinem allerersten Herrn stammt. Während die Gefährtin des Hauptmanns inzwischen auf einige Vorschläge des Hofkriegers wegen irgendwelcher Untersuchungen und Volkszählungen einging, wurde meine Aufmerksamkeit auf einen komplett schwarz gekleideten Fremden gelenkt, von dem ich in der ersten Ihn annahm, er gehöre der gefährlichen schwarzen Kaste an. Doch den Priesterkönigen sei Dank, war er Söldner und kein Assassine, außerdem offensichtlich ein recht guter Bekannter der Sängerin und ihres Gefährten, der sich wohl nicht das erste Mal über die schwarze Bekleidung dieses Freien mokierte. 


Hach, Rot ist zwar meine absolute Lieblingsfarbe, aber wenn ein schwarz gekleideter Mann nicht mit einem Mordauftrag unterwegs ist und so gut aussieht, wie der Schmied oder dieser Söldner, dann hat das schon was. Dementsprechend bemüht war ich natürlich in Erfahrung zu bringen, welches Getränk dieser Herr bevorzugte, denn er war anscheinend einer Einladung des Sängeringefährten gefolgt. Leider bekam ich bei den vielen Getränkebestellungen jedoch nicht mehr heraus, wie es zu dieser Einladung gekommen war und außerdem verabschiedete sich der Fremde auch recht bald und machte damit eines der an diesem Tag besonders heiß begehrten Sitzkissen frei, um die es wie so oft einiges Gemecker gab wegen „meins“. 

Nach Beendigung des Waffentrainings war diesmal nämlich besonders viel los auf der Gasthausterrasse und wie immer Not an Kajirae, um die vielen durstigen Kehlen zu versorgen… ich war die einzige Sklavin, die ihre Dienste anbot und auch von der Wirtin weit und breit nichts zu sehen. Doch was soll’s… ich bin stets darum bemüht, meinem Herrn möglichst große Ehre zu bereiten, indem ich mich im Gasthaus oder wo auch immer nützlich mache, wenn er mich nicht braucht. Ich durfte also sämtliche Heimsteinangehörigen, Bewohner und Gäste von Jorts alleine bedienen, die sich so zahlreich auf der Terrasse eingefunden hatten und sich die angewärmten Sitzkissen zureichten. Denn kaum verließ jemand die gesellige Runde, kam auch schon der nächste Freie hinzu. Schade nur, dass der Söldner so früh weiter reiste und ich mir jeden längeren Serve verkneifen musste, da sonst einige Herrschaften vielleicht verdurstet wären. 


Das Erste Schwert muss mir zu vorgerückter Ahn wohl angesehen haben, wie geschafft ich schließlich war, denn er nahm seinen Kalana-Kelch in die Hand und befahl mir, ihn auf seinem Rundgang Richtung Vosk zu begleiten, um ihn noch ein wenig mit meiner Gesellschaft und so zu erfreuen. ;-)

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