Donnerstag, 17. Dezember 2015

„T“ wie Topfsklavin

Da ich mich noch um den Nachschub an Feuerholz im Haus meines Herrn gekümmert hatte, erreichte ich die Trainingswiese erst einige Zeit nach ihm, als das Waffentraining der jortsschen Krieger bereits voll in Gang war und seine Tunika mit etlichen Grasflecken übersät. Thema Nr. 1 am Rand der Wiese war natürlich das schlechte Wetter. Kurz zuvor war nämlich am Hafen ein Schneeschauer niedergegangen, sodass es sich perfekt anbot, mit meiner neuen Kleidung und den Sandalen ein wenig anzugeben und das Eigentum meines Herrn dabei möglichst vorteilhaft zu präsentieren. Besonders ins Zeug legte ich mich natürlich beim Gefährten der Sängerin. Während die Herrin vermutlich nur meinen sandalten Fuß betrachtete, liftete ich die schönen weichen Felle meines Rocks äußerst großzügig, um dem Krieger zusätzlich einen guten Blick auf meinen wohlgeformten Schenkel zu ermöglichen.

Da von seiner dick eingepackten, vermummten Gefährtin im Prinzip nichts Anfeuerndes zu sehen war und die Herrin zusätzlich etwas unglücklich mit dem riesigen Umhang des Kriegers kämpfte… zumindest sah es so aus… muss es also mein Anblick gewesen sein, der die Kräfte des schon wieder über sein Alter stöhnenden Rarius dermaßen mobilisierte, dass er sich nun für eine Trainingsrunde mit meinem Herrn fit genug fühlte. Ok, ich gebe zu, der Sängeringefährte war wie immer wirklich fast unschlagbar, lag auch nur drei Mal im Gras und behauptete dann aber, das würde reichen, er käme sonst zu sehr außer Atem. Huiihh… dieser Herr und außer Atem? Nicht dem Krieger, sondern mir blieb fast die Luft weg, nachdem er mich packte, um mich so herrlich besitzergreifend zu küssen, dass ich ganz weiche Knie bekam. 

Meinem Herrn war der Kuss dieses Kriegers übrigens nicht entgangen. Breit grinsend erkundigte er sich nämlich bei ihm, ob er mich mit in die Felle nehmen möchte. „Sag mal…haben wir zu Hause schon was vor der Tür liegen?“ versicherte sich der Rarius dann jedoch vorsichtshalber bei seiner Gefährtin, deren Gedanken allerdings immer noch um seinen Umhang kreisten, denn sie erwiderte, der dicke rote Stoff sei bei dem Schietwetter nass geworden, sodass ich schnell anbot, falls mein Herr es erlaubt, würde ich für die Tür natürlich auch meinen schönen langen Fellrock zur Verfügung stellen. Tja, und weil sich der Umhang nun nicht mehr zum Wärmen eignete, bot mein Herr mich natürlich sofort als Ersatz an… einzige Bedingung war, ich sollte mich am nächsten Tag zurückgebracht werden.


Doch soweit war es noch nicht und später stellte sich heraus, dass besagter Krieger noch am gleichen Tag zurück auf seinen Landsitz reisen wollte und ihm mein Zurückbringen nicht behagte. Doch vor seiner Abreise musste selbstverständlich noch ein wenig Flüssigkeitsdefizit ausgeglichen werden… wegen Schneefalls allerdings IM Gasthaus und nicht davor auf der Terrasse. Die Gespräche drehten sich übrigens immer noch um mich… oder vielmehr um den Namen, den mein Herr mir gegeben hatte… das weiche, anschmiegsame „n“ war ja von ihm durch ein hartes „t“ ersetzt worden, als ich zu einer „ita“ wurde. Auch wenn es mir nicht leicht fällt, respektiere ich den Wunsch meines Herrn selbstverständlich, egal wie lieb ich dieses kleine „n“ immer hatte. Dumme Gehässigkeiten über meinen Namen oder auch den Nasenring versuche ich einfach von mir abprallen zu lassen und zu ignorieren. 

Trotzdem freue ich mich jedes Mal wie ein Honigkuchenkailla, wenn ich „Dina“ genannt werde oder mit Verbesserung „Dina-ita“ und dann erst „Dita“. Allen voran die Sängerin, aber auch ihr Gefährte, der beim Servieren seines Kalanas schmunzelnd behauptete, der Verlust seines Umhangs sei ein guter Tausch gegen eine feurige Kajira, und auch der Sattler waren zu meiner stummen Freude der Meinung, dass dieses „t“ nicht zu mir passt, außer mein Herr will mich zur Topfsklavin umschulen lassen. Doch das will er wohl nicht, denn er scheint inzwischen nicht nur bei Kälte mein Anschmiegen sehr zu genießen. Es war echt tolles Gefühl, als er mich im Gasthaus an sich drückte und den anderen Freien erzählte, er fände es sehr unschön, mich entsorgen zu müssen.

Nachdem sich die Sängerin und ihr Gefährte wegen des mühseligen Zurückbringens dann also ohne mich zu ihrem Landsitz auf die Reise gemacht hatten, haute mein Herr sich breit grinsend auf den Schenkel und behauptete: "Dita, ich wette, er nimmt mein großzügiges Angebot nur an, wenn seine Gefährtin nicht dabei ist. Du könntest nackt vor ihm tanzen... er würde nicht... wobei ich dich vielleicht wirklich mal wieder nackt tanzen lassen sollte!" Oha, es hatte meinem Herrn offensichtlich gefallen, als ich im Norden von den Männern in ihrer Hall aufgefordert wurde, auf dem Tisch zu tanzen und schließlich ein Kleidungsstück nach dem nächsten fallen ließ!?


Achja... bevor es meinen Herrn Richtung Oberstadt zog und letztendlich vor den bollernden Küchenofen, wo sich innerhalb wenigen Ehn, alleine schon durch das in mir brennende Feuer, feine Schweißperlen auf meiner Stirn bildeten und mein Herr hoffentlich feststellte, dass er sich meine Ausbildung zur Topfsklavin wirklich verkneifen sollte, machte er noch einen kleinen Abstecher zum Schmied, der im ekeligen Schneetreiben seinen Nachwuchs spazieren fuhr... komischerweise waren die kleinen Scheißer dabei offensichtlich ganz zufrieden. ;-)

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