Samstag, 31. Dezember 2016

Entfrusten dringend erforderlich!

Nachdem sich die grüne Türblockade zur Thalarionherde gesellt hatte, die nun ja nicht mehr den Namen des Schmieds trug, sondern wieder in „Grüner“ zurückbenannt worden war, war es anlässlich der Rettung des Sattlers natürlich höchste Zeit für einen Paga im Gasthaus. Platt sitzen von Kissen auf der Terrasse war allerdings nicht empfehlenswert, außer man wollte mit nassem Hinterteil die Veranlagung zu Inkontinenz verdeutlichen… die Tische waren inzwischen zwar wieder trocken, doch sämtliche Sitzgelegenheiten nach dem zum Glück nur vorübergehenden Schneeschauer des Vortags noch klitschnass.

„Sag mal, was hat die fremde Blaue denn für einen Ordnungssinn?!“ empörte sich der Schmied über ein auf dem Boden der Gasthausterrasse liegendes Dokument und hob es auf, um es meinem Herrn zu reichen. In Sachen Getränke auf dem Weg in die Küche, bekam ich leider nicht alles mit, was mein Herr ungehalten über dieses Weib grummelte, das ihm seit einiger Zeit ständig an den Hacken klebt, sobald er sein Haus verlässt. Allerdings machte er sich Luft über den Aufstand dieser Frau, als er ihre riesige Kastenflagge von ihrer Hauswand entfernt hatte, weil sie von ihr dort eigenmächtig, ohne eine Genehmigung angebracht worden war.

Die wegen dieser Freien seit Tagen eh schon oberkritische Laune meines Herrn erreichte leider einen weiteren äußerst unguten Höhepunkt, nachdem er den Inhalt des Dokuments gelesen und es wütend zusammen geknüllt hatte, um dann mit der Faust ungehalten auf den Tisch zu donnern: „Waaas 105 Kupfer? Die will 105 Kupfer für die Sache mit der Feuerversicherung… hat irgendwelche Reisen mit abgerechnet und Genehmigungen!!“ „Oha, das nenne ich mal eine Rechnung… hat sie die Reisen genau wie ihre riesige Flagge etwa auch nicht vorher beantragt und genehmigt bekommen? Das Weib wird reich durch die Stadtkasse! Hauptmann, ein Collar ist fertig, falls du eins brauchst“ lachte der Schmied und mein Herr bestätigte, er sei tatsächlich kurz davor, diese blaue Plage auf die Knie zu zwingen und der jortsschen Schreiberin zu schenken.

Während ich nun in den Genuss kam, dass mein Herr mich herrlich dicht an sich heran zog, um seinen starken Kriegerarm wundervoll besitzergreifend um mich zu legen, sodass ich mich wie eine zweite Haut an ihn anschmiegen konnte, wunderte sich der Sattler über die Nachsicht meines Herrn mit dieser Freien… übrigens eine angeblich freigelassene Sklavin, die irgendwelche Papiere darüber aber bislang schuldig geblieben ist. Die drei Männer waren sich jedenfalls einig, dass es dieses Weib überdeutlich darauf anlegt, an die Kette meines Herrn zu kommen. Tja, Pech nur für sie, je mehr sie ihn darum anbettelt, umso schlechter ist mein Herr auf diese sich so sklavenhaft benehmende Frau zu sprechen. Steuern lässt er sich von solch einem Weibsstück jedenfalls nicht.

Wobei ich dieser Blauen eigentlich sogar ein wenig dankbar bin, denn je mehr sie meinen Herrn nervt, umso mehr ist er mir zugetan und außerdem verdrückt sie sich immer sofort, sobald ich mich zu ihm geselle. „Arya, wie gut, dass du mich nicht ärgerst… schmieg dich noch dichter an mich… ich muss mich entfrusten und will mich nicht über das unmögliche Benehmen eines solchen Weibs ärgern!“ war natürlich ein Befehl, dem ich nur zu gerne nachkam. Meine Finger fanden jetzt selbstverständlich auch wie von selbst einen Weg unter das Oberteil meines Herrn, wo ich sie sanft über seinen Rücken wandern ließ, was ihm ein äußerst zufriedenes Brummen entlockte und mein Kajiraherz gleich etwas schneller schlagen ließ.

Leider drohte die Laune meines Herrn erneut zu kippen, als der Schmied eine Inventarliste ansprach, die er anfertigen wollte. Da sich der Umzug in sein neues Haus mangels Anwesenheit der zuständigen Bauaufsicht weiter verzögert, das Kontor seiner Schmiede mit den zusätzlichen Möbeln aus seinem aufgegebenen Oberstadthaus jedoch überquillt, will er in dieser Liste anscheinend festlegen, was auf seinen Landsitz soll und was in Jorts bleibt. „Warum kommt was auf deinen Landsitz? Ich dachte, wir hätten das geklärt? Spätestens wenn ich von der Spätwache zurückkomme kriegen wir das hin, Schmied!“ 

Der Schmied erweckte bei mir zwar keinen wirklich entfrusteten Eindruck, doch für meinen Herrn war das Thema erst einmal erledigt, zumal der Sattler nun mit einem weiteren Trinkspruch erneut seine Dankbarkeit über seine Rettung vor der grünen Türblockade zum Ausdruck brachte und die Sprache auf den heldenhaften Ritt des Schmieds auf Grüner kam, der seine Meinung inzwischen allerdings geändert hatte und lieber doch kein Thalarionreiter mehr werden will. ;-)

Freitag, 23. Dezember 2016

Grüne Türblockade

Auf irgendeinem Rundgang meines Herrn trafen wir auf dem Marktplatz den Sattler. Im Rahmen des dort mal wieder erforderlichen Platttretens von Pflastersteinen nutzte mein Herr die Gelegenheit, sich bei ihm wegen der Anfertigung eines neuen Sattels für sein Thalarion zu erkundigen. Ach ja… ich muss vorweg noch erwähnen, dass mein Herr sein Thalarion inzwischen auf den Namen des Schmieds umbenannt hatte, nämlich „Myrkur“, um dem Herrn damit die ihm gebührende Ehre zu erweisen. Der Schmied besitzt seit einiger Zeit nämlich ein zahmes Frettchen, das er „Kin“ nennt, also genauso wie mein Herr von den meisten Bewohnern gerufen wird. 


Aber nun zurück zum neuen Sattel… der alte war inzwischen leider etwas ramponiert und mein Herr hatte natürlich kein Interesse an einem Sturz mit möglicherweise schlimmen Folgen. Der Sattler bot an, gleich am nächsten Tag die Maße für den neuen zu nehmen, sodass mein Herr seinen grünen Myrkur zeitig am Morgen vereinbarungsgemäß vor dem Sattlerhaus anpflockte. Er kam dann aber wieder zurück nach Hause, da der Sattler zu dieser frühen Ahn noch schlief. Eine ganze Weile später befahl mein Herr mir eine Tunika überzustreifen, um ihn auf einen Rundgang zu begleiten. In der Oberstadt war wie immer alles ruhig, doch kaum waren wir vor dem großen Stadttor angekommen, als lautes, leicht panisches Gebrüll zu hören war.

„Hilfe! Hauptmann hörst du mich?! Ich komm nicht aus meinem Haus, will aber auch nicht von meinem Balkon springen und der Schmied bricht sich gleich das Genick!!“ Das klang nach unverzüglichem Handlungsbedarf und kam eindeutig vom Sattler, sodass mein Herr seine Schritte in Richtung dessen Haus nun beschleunigte… ich flitzte natürlich hinterher. Es stellte sich heraus, das Thalarion meines Herrn hatte sich zwar nicht losgerissen, sich jedoch so weit gedreht, dass es den Hauseingang komplett versperrte, denn es ist ja ein ganz schöner Koloss von nicht gerade mickrigen Ausmaßen. Der Sattler hatte beim Öffnen seiner Haustür offensichtlich erst eine grüne Wand gesehen und wohl nur knapp verhindern können, dass der grüne Myrkur seinen dicken Kopf mit den scharfen Reißzähnen hinein streckte. 

Bei unserem Eintreffen stand der Herr oben auf seinem Balkon, während der Schmied sich todesmutig auf seinen Namensvetter geschwungen hatte, um den mit lautem „hööhööööhööööö… aaaargs… ruhuuhuiiiiiig“ von der Tür weg zu lenken. Tja, ich glaube das Thalarion verstand die Befehle seines ihm unbekannten Reiters komplett anders als sie gemeint waren, denn es fing mächtig an zu bocken, sodass der Schmied vor, zurück, hin und her geworfen wurde, sich krampfhaft, allerdings nicht wirklich elegant so gerade eben aber noch oben halten konnte, während der Sattler vom Balkon aus entsetzt auf ihn herunter sah und die überflüssige Frage stellte: “Schmied, bist du verrückt? Wenn das grüne Monster jetzt zu Seite tänzelt, brauch ich eine neue Haustür!“ 

Natürlich hatte der tollkühne Reiter keine Zeit für eine Antwort, sah inzwischen auch ein wenig blass um die Nase aus, da ihm das Geschaukel offensichtlich auf den Magen schlug und legte schließlich im hohen Bogen eine Landung ins Gras hin, bei der ich wirklich um seine Knochen fürchtete. Wow… was für ein durchtrainierter Mann! Dem Schmied war nämlich zum Glück nichts passiert und der grüne Myrkur stand wieder ganz friedlich, allerdings immer noch direkt vor der Haustür des Sattlers, der vom Balkon herunter meinem Herrn nun zurief: „Hauptmann, nimm dein Ungeheuer von meiner Tür weg… ich komm wegen dieser grünen Türblockade nicht raus!“ 

„Warum das… ich habe dir doch gesagt, dass ich ihn vor deinem Haus anbinde, damit du ihn vermessen kannst, Sattler!“ erwiderte mein Herr, gab mir aber den Befehl, Myrkur los zu machen und ihn ein Stückchen zur Seite erneut anzubinden, sodass die Sattlertür nicht mehr blockiert wurde. Wie gut, dass ich das Thalarion regelmäßig versorge und es mich daher wohl ganz gut kennt. Während der Schmied voller Begeisterung über seinen Ritt, den er zwar „schlimmer als auf einer Taluna“ nannte, ihn gleichzeitig aber auch lachend als großen Spaß bezeichnete und nun überlegte, Thalarionreiter zu werden, gelang es mir tatsächlich den grünen Myrkur durch leises, beruhigendes Zureden dazu zu bewegen, ein paar Schritte zur Hausecke zu gehen, wo ich ihn dann erneut anpflockte. 


Mein Herr stimmte breit grinsend übrigens zu: „Ja Schmied, du hast das Zeug zum Thalarionreiter… vor allem das aus dem Sattel Fliegen kannst du schon!“ Lieber auf Nummer sicher gehend, sah ich dann zu, wieder ausreichend Abstand zum Thalarion zu bekommen. Der Sattler konnte seine Haustür nun zwar wieder benutzen und hatte sich draußen zu meinem Herrn gesellt, verspürte offensichtlich jedoch wenig Lust, den Bauchumfang persönlich zu messen: „Laya, hol mal mein Knotenband! Heute nimmst du das Maß, denn du bist notfalls ersetzbar… vielleicht kann Arya dir helfen?“ Klar konnte ich helfen und musste es sogar, weil mein Herr befürchtete, dass der Sattler es ihm in Rechnung stellt, wenn der grüne Myrkur Layas Hand abbeißt. Doch alles ging gut und der Anfertigung des neuen Sattels stand schließlich nichts mehr im Weg.


Merkwürdig fand ich übrigens, dass die trotz des Abwurfes vom Thalarion ursprünglich sehr gute Laune des Schmieds irgendwann kippte und er meinem Herrn schließlich wütend drohte: „Also Hauptmann… wenn deine Sklavin das Thalarion noch einmal „Myrkur“ nennt, dann nenne ich mein Frettchen wieder „Kin“ oder ich schneide ihr die Zunge heraus!“ Sofort reagierte mein Herr und rief mir zu: „Arya, wir nennen Myrkur wieder Grüner! Ich hoffe nur, er versteht das und es verwirrt ihn nicht, dass er wieder zurück benannt wurde.“ Ruhe und die vertraute Umgebung war darauf sicherlich das Beste für Grüner, sodass mein Herr sich entschloss, ihn gleich zur Herde zurück zu bringen. Außerdem war damit auch die Gefahr gebannt, dass er sich doch noch entschloss, ins Haus des Sattlers zu gehen… breit genug wäre die Doppeltür bestimmt für ihn gewesen, er hätte seinen dicken Hintern nur etwas bücken müssen! ;-)

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Ein neuer Sleenkäfig

Zu meiner riesengroßen Erleichterung gelang die mir ziemlich bevorstehende Entschuldigung beim Bauern irgendwann doch noch ohne Auffrischung der Striemen, da sie tagelang wirklich sehr deutlich zu fühlen und auf meinem nackten Hinterteil gut zu sehen gewesen waren und als mir der Herr nach einer genauen Musterung meines Allerwertesten meinen Fehler tatsächlich verzieh, plumpste wirklich ein großer Stein von meinem Kajiraherzen. Meine Knie wurden daher nicht erneut wieder ganz weich, als ich meinen Herrn zusammen mit dem Bauern und dem Schmied auf der Gasthausterrasse sitzen sah.

Meine an diesem Tag sehr gründlichen häuslichen Arbeiten hatten leider ein wenig mehr Zeit in Anspruch genommen als sonst, sodass mein Herr schon vorgegangen war und sich über mein recht spätes Eintreffen verwundert äußerte: „Arya, ich hab schon gedacht, du wärst geklaut worden!“ Hmmm, warum sollte mich jemand klauen wollen? Natürlich sagte ich dazu nichts, sondern freute mich, dass mein Herr offensichtlich auf mich gewartet hatte, um sich seinen Kalana lieber von mir bringen zu lassen, obwohl Hadi und eine fremde Reisesklavin anwesend waren.

Aber vielleicht waren die beiden Kajirae auch gerade erst im Gasthaus eingetroffen? Begrüßt wurde ich von meinem Herrn übrigens mit einem erstaunlich leichten Patscher auf mein Hinterteil, gefolgt von fast zärtlichem Streicheln seiner rauen Kriegerhand. Seine wundervollen Berührungen gingen mir natürlich durch und durch und schürten nicht nur sofort ein wenig mein ständig schwelendes Sklavenfeuer, sondern weckten erneut die schönen Erinnerungen vom Vorabend, als er sehr sanft Creme auf meine Striemen aufgetragen und einmassiert hatte.

Nicht weiter verwunderlich also, dass ich fast wie auf Wolken mit glücklichem Herzklopfen in die Gasthausküche schwebte, um ihm seinen Wein zu servieren, während er sich die Reisekajira vornahm: „Mädchen, wie heißt du denn und was kannst du?“ Den Namen dieser Ware habe ich zwar vergessen, aber sie behauptete viele Arbeiten zu können. Das war natürlich eine äußerst schwammige Antwort und forderte einen Test förmlich heraus, zumal sich ein Stück neben meinem Herrn ein großer Bücherstapel befand, der auf der Gasthausterrasse wirklich nichts zu suchen hatte. Die fremde Schreiberin hatte ihn dort deponiert und damit bei ihm für einigen Unmut gesorgt. 

Wobei er auf dieses Weib inzwischen sowieso ziemlich schlecht zu sprechen war… doch dazu später mehr. „Siehst du die Bücher hier?“ fragte er die mir unbekannte Sklavin, erhielt zur Antwort von dem Ding leider jedoch, sie könne nicht lesen. „Ich hab nicht gesagt, dass du die Bücher lesen sollst, sondern wollte wissen, ob du sie sehen kannst?“ Na, immerhin bestand sie den Sehtest im zweiten Anlauf dann doch. „Dann schaff die zur Seite… die Bücher sind im Weg und ich werfe sie ständig um!“ Tja, Pech für die Kajira, dass sie nun vorschob, Bücher wegräumen habe nie zu ihren Aufgaben gehört.

Da ihr inzwischen offensichtlich klar geworden war, wem ich gehöre, ergänzte das faule Ding noch, mein Herr habe doch mich dafür. Ohne ein weiteres Wort schob dieser die Bücher einfach unter den Tisch und die Männer waren sich einig, solch minderwertige Ware sieht man am liebsten von hinten, da sie es nicht mal verdient, Prinzessin genannt zu werden. Nachdem die 99er sich eilig entfernt hatte, ging die Hand meines Herrn wieder zu herrlich sanftem Tätscheln und Kneten meines Hinterteils über, während er den von mir servierten Kalana genoss. Schließlich erkundigte er sich bei mir, woran ich ihn noch erinnern sollte, denn auch das Erinnern gehört ja zu meinen Aufgaben. 

Das Stichwort dieses Tages lautete „Sleenkäfig“… ich glaube, ich erwähnte an anderer Stelle bereits, dass mit dem geplanten Umzug nicht nur die Gnädigste zufriedengestellt werden, sondern davon auch Fenris mit einem größeren Käfig profitieren sollte. „Arya, wie gut bist du im Verhandeln?“ verlangte mein Herr nun von mir zu wissen. Mist, was sollte ich auf diese schwierige Frage nur antworten, ohne mich selbst zu loben oder einzugestehen, dass ich wohl gelegentlich den einen oder anderen Freien fast zum Verzweifeln gebracht hatte. Außerdem ist Verhandlungsgeschick Tagesform abhängig und ganz besonders vom Verhandlungspartner… an einigen kann man sich nämlich auch die Zähne ausbeißen.

Da mein Herr offensichtlich der Meinung war, der Schmied mag mich wohl… zumindest ein wenig, verlangte er nun, dass ich mit dem Herrn über den Preis des neuen Sleenkäfigs verhandelte. Mist, ich hatte noch gar nicht richtig über eine Strategie nachgedacht, als mein Verhandlungsgegenüber auch schon unangenehm vorpreschte: „Der Käfig wird teuer... sehr teuer sogar… 3 Silber, bei dem ganzen Stahl, den ich brauchen werde!“ Mein Herr wurde zwar nicht wirklich blass um die Nase bei diesem Wucherpreis, sah aber genau wie ich auch nicht gerade begeistert aus und meinte nur, er verlasse sich auf mich.

Leider gestalteten sich die Verhandlungen anfangs ein wenig zäh, Holz war leider keine kostengünstige Alternative und der Metallhandwerker wollte weder auf die Inzahlungnahme des alten Käfigstahls eingehen, noch auf einen Umbau des jetzigen Sleenkäfigs. Wie gut, dass sich das Gespräch zwischendurch wieder um die penetrante fremde Schreiberin drehte. Über die Wichtigtuerei dieses Weibs ärgerte sich nämlich nicht nur mein Herr inzwischen ganz gewaltig. Er hatte sogar schon überlegt, die um einen Kragen bettelnde Blaue der jortsschen Schreiberin zu schenken, weil sie ständig an seinen Sandalen wie Vulokacke klebt. 

Doch jetzt wurde klar, der Schmied war noch schlechter als mein Herr auf die Eingebildete zu sprechen. Sein Schleifen einiger Klingen am Schleifstein vor der Krankenstation war der Frau angeblich zu laut gewesen, sie hatte sich nicht konzentrieren können und keine andere Möglichkeit gesehen, als die inzwischen unter den Tisch geschobenen Bücher ins Gasthaus zu schleppen… na toll, warum erdreistete sich diese heimsteinfremde Blaue überhaupt, Bücher der Stadt mit nach Hause zu nehmen… hatte die jortssche Schreiberin ihr nicht angeboten, im Zylinder der blauen Kaste zu arbeiten?

„Hoffentlich ist die Blaue im Schreiberturm, wenn ich nebenan im neuen Garten den Käfig verniete… dafür alleine würde ich einen halben Silber erlassen!“ lachte der Schmied sich ins Fäustchen. Natürlich wiederholte ich dieses Angebot schnell, um ihn beim Wort zu nehmen und versuchte noch einen Nachlass für das Alteisen zu bekommen… doch darüber ließ er nicht mit sich reden. Stattdessen brachte das Zerlegen des alten Käfigs, zur Freude der Blauen bevorzugt mit möglichst laut quietschender Säge, damit sie abgeht wie ein Zäpfchen, weitere Kupfer Preisnachlass. 

Letztendlich stimmte mein Herr außerdem zu, in der Unterstadt ein baufälliges Haus abreißen zu lassen und die beiden Männer wurden sich über einen Preis von zwei Silber für den Sleenkäfig einig… also eine ganze Silbermünze weniger, über die der Spaß mit der Blauen den Schmied jedoch hinweg trösten wird. 

Mein Herr war zufrieden mit mir und ließ mich erneut in den Genuss der erregenden Berührungen seiner Kriegerhand kommen. Er war sich übrigens einig mit dem Schmied, dass dieses anstrengende Weib kniend nichts taugt, obwohl das Gesicht der jortsschen Schreiberin bei solch einem Geschenk bestimmt äußerst sehenswert wäre. 

Als es später dann Zeit zum Aufbruch war, legte mein Herr wieder herrlich besitzergreifend seinen starken Arm um mich und warf mich einfach über seine Schulter, um mich so bis nach Hause zu transportieren und erst dort wieder abzusetzen… ein wirklich tolles Gefühl! :-)))

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Blaue Belagerung

Mein Herr wurde draußen vor der Tür schon wieder von der fremden Schreiberin belagert, seit meinem Aufenthalt auf den Feldern Gerüchten zufolge anscheinend ständig. Leider drangen jedoch nur einzelne Wortfetzen ins Haus, aus denen ich mir zusammenreimte, dass dem Weib das Haus der Krieger gezeigt wurde. Der Hinweis, es gäbe dort Arbeit, ließ mich innerlich breit grinsen, denn Arbeit verteilen kann mein Herr wirklich gut, zumal das Weib schnippisch erwiderte: „Aha, soll ich die Zellen putzen?“ Da die beiden dann anscheinend das Kriegerhaus betraten, verstand ich den Rest leider nicht. Später erfuhr ich, die Frau erhielt von meinem Herrn das Angebot, die Soldlisten der jortsschen roten Kaste zu führen, um von ihren Schulden herunter zu kommen. 

Die Fremde und ihre finanzielle Situation waren mir vollkommen egal, solange sie sich meinem Herrn nicht unterwarf… zwar wenig auf ihren Ruf bedacht, hatte sie sich dennoch in seinem Beisein anscheinend aber noch nicht betrunken, wie vor einiger Zeit eines seiner anderen um einen Kragen bettelnden Sammelstücke. Nicht egal ist mir allerdings, dass es bei meinem Herrn nur noch um Afry hier und Afry da geht und er mich nicht mehr Arya nennt, sondern ständig Afry. Ich bin zwar nur seine Sklavin, aber wie kann er mich mit dieser Fremden verwechseln!?! Egal, ich kann es nicht ändern… reagiere aber auf diesen Namen einfach nicht!

Kaum war ich fertig mit meinen häuslichen Arbeiten, beendete die Gnädigste ihr Nickerchen und ich befürchtete schon, ihr beim Ankleiden zur Hand gehen zu müssen. Doch diesmal konnte ich diese Aufgabe Sechs übertragen, war es mir doch ein sehr wichtiges Anliegen, endlich meinen Herrn zu begrüßen, den ich nach seiner Heimkehr vom Wachdienst an diesem Tag noch gar nicht gesehen hatte. Nackt wie ich war… Kleidung war mir ja immer noch verboten… flitzte ich eilig zum Nachbarhaus. So breit wie mein Herr mich angrinste, schien ihm mein Anblick zu gefallen, seiner Gesprächpartnerin offensichtlich jedoch weniger… oder deutete ich ihren Blick womöglich falsch?

Nein, ich hatte mich in der Blauen tatsächlich nicht getäuscht… sie giftete nämlich gleich: „Was willst du hier… hat dich wer gerufen, Sklavin?“ Doch als sie dann bemerkte, dass mein Herr mich schmunzelnd begrüßte, machte sie einen Rückzieher: „Ich glaube, wir verschieben das Gespräch auf ein anderes Mal, Sir.“ Übrigens ließ sie sich auch nicht mehr umstimmen, als mein Herr ihr versicherte, vor mir sprechen zu können, denn ich weiß schließlich meinen Mund zu halten. Die Blaue schob jedoch irgendeine Arbeit vor und verdrückte sich eilig, so als ob ich eine ansteckende Krankheit hätte. „Komisch, mein Herr… man könnte fast glauben die Frau läuft weg“, konnte ich mir daher nicht verkneifen. 

„Ja Afry… aber das ist nicht mein Problem. Sie ist eine freie Frau und darf gehen, wenn sie das mag“, bestätigte mein Herr und benutzte schon wieder den Namen dieser bauen Belagerung für mich und nicht Arya! Innerlich total genervt knirschend schaffte ich es zum Glück, mir nichts anmerken zu lassen, denn als Kajira kann ich nun mal nichts dagegen tun, wenn diese Frau ständig an den Hacken meines Herrn klebt. Außerdem tauchte in dieser Ihn die Händlerin auf, der mein Herr gerne vom Ergebnis seines Gesprächs mit der Wirtin über das Gasthaus berichten wollte. 

Er holte zwar schon tief Luft geholt, doch musste seine Mitteilung noch etwas warten, da nun die Gnädigste das Kriegerhaus betrat… unverschleiert! Sechs hatte versäumt, ihr beim Ankleiden einen Schleier zu reichen und fand das jetzt auch noch witzig. Anstatt der Kajira gleich für ihren Fehler eine zu langen, drehte sich die Gnädigste jedoch lediglich vorwurfsvoll zu ihr um und kramte mit hochrotem Kopf einen Ersatzschleier heraus, während mein Herr sich ungehalten und zu Recht darüber mokierte, dass Sechs sich über seine unverschleierte Gefährtin lustig machte.

„Ich denke, dafür eine Nacht im Loch tut ihr gut“, ordnete er an und Sechs wurde endlich klar, welche Ahn für sie geschlagen hatte, sodass sie sich nun hektisch stammelnd zu entschuldigen, aber auch herauszureden versuchte. Ich hielt tunlichst meine Klappe dabei, nur zu gut erinnerte ich die fiese Strafe meiner ehemaligen Herrin, als sie seinerzeit mal unverschleiert aus ihrem Haus gestürmt war und ich sie erst auf dem Marktplatz einholen konnte, um sie auf ihre fehlende Gesichtsgardine aufmerksam zu machen. Tja, es gibt eben Herrinnen und Herrinnen.

Die Gnädigste jedenfalls meinte dazu nur, sie müsse doch auch selbst aufpassen und es sei nichts passiert. Mir war natürlich sofort klar, wie immer gefiel meinem Herrn gefiel ihre Milde nicht. „Meine Gefährtin entscheidet, ob du bestraft wirst oder nicht“, klärte er Sechs noch auf, wandte sich danach aber an sein Weib: „Ich habe ja gute Laune, aber das Kichern würde ich ihr nicht durchgehen lassen, Irina!“ Erstaunlicherweise erhielt Sechs nun doch noch ihre Ohrfeige und kam mit dieser in meinen Augen äußerst glimpflichen Strafe gut davon.

Des Stehens im Kriegerhaus inzwischen müde geworden, verlagerten sich die Freien schließlich auf die Gasthausterrasse. Während ich mich mit Sechs um Getränke und Essen kümmerte, eröffnete mein Herr der Händlerin dann, dass sich die Wirtin einverstanden erklärt hatte, zusammen mit ihr das Gasthaus zu führen. Hintergrund für das gemeinsame Betreiben war nicht nur die häufige Abwesenheit der Wirtin, sondern auch der aufgelöste Gefährtenschaftsvertrag der Händlerin. 

Die Ankündigung darüber hatte ich vor kurzem bereits am Infobrett gesehen und konnte daher verstehen, dass die Freie sich ein zusätzliches Betätigungsfeld und Einkommen erhoffte, da sie für ihren Lebensunterhalt nun alleine aufkommen muss. 

Die anhängliche Blaue hatte übrigens sogar schon ein Dokument dazu aufgesetzt. Doch im Gegensatz zur Wirtin sah die Händlerin noch einigen Klärungsbedarf, weil das Schreiben teilweise sehr unklare Formulierungen enthielt, die die inzwischen wieder aufgetauchte fremde Schreiberin aber erläutern konnte. Die wundervollen Berührungen meines Herrn genießend, ging das uninteressante Gequackel der beiden Weiber logischerweise komplett an mir vorbei, zumal ich auch noch die Ehre erhielt, mich um den schönen Brauereikrieger kümmern zu dürfen und damit sowohl ihn, als auch natürlich meinen Herrn erfreute... leider aber nur freie Frauen geeignet. ;-)

Dienstag, 20. Dezember 2016

In Linie gehalten

Wegen der unangenehmen Striemen auf meinem Hinterteil hatte ich die Nacht auf dem Bauch verbracht, allerdings nicht im verhassten Käfig… mein Herr hatte mir erlaubt, auf seinem schönen weichen Fell zu schlafen. Nachdem er mit seiner Gefährtin recht zeitig zu einem Spaziergang in die Unterstadt aufgebrochen war, legte ich mich noch mehr ins Zeug, um mit meinen Arbeiten fertig zu werden. Kleidung hatte er mir übrigens solange verboten, bis ich mich erneut beim Bauern für mein Versehen bei der Bedienreihenfolge entschuldigt hatte. Meinem Herrn war es nämlich sehr wichtig, mit den roten Striemen auf meinen Pobacken zu zeigen, wie er mich für meinen Fehler bestraft hatte. 

Ich traf ihn und die Gnädigste auf der Gasthausterrasse und traute meinen Augen kaum, die seit Ewigkeiten durch ständige Abwesenheit glänzende Wirtin dort zu sehen. Durchaus verständlich also, dass meine diversen Namensänderungen an diesem Weib vorbeigegangen waren und sie mich „Dina“ nannte, was mein Herr aber sofort korrigierte. Merkwürdigerweise behauptete er, lange über einen neuen Namen für mich nachgedacht zu haben. Hmmm… hatte ich etwa nur geträumt, plötzlich zu einem mit „A“ beginnenden Namensvorschlag aufgefordert worden zu sein und mir war unkreativ wie ich bin spontan kein anderer eingefallen als „Arya“? Egal, ich bin meinem Herrn für diesen viel weicher klingenden Namen als irgendeiner mit „ita“ wirklich sehr dankbar, auch wenn es nicht mein Wunschname ist.

Der für die Gnädigste offensichtlich immer noch sehr wichtige Umzug in das ehemalige Haus des Schmieds war bei meinem Eintreffen anscheinend erneut Thema, denn sie erkundigte sich sogleich bei meinem Herrn, ob er mich über ihre Pläne bereits informiert hatte. Um vermutlich vor allem sein Weib erst mal zufrieden zu stellen, gab er mir nun den Auftrag, mich um die Bestandsaufnahme möglicherweise erforderlicher Renovierungsarbeiten zu kümmern. Damit waren allerdings nur bauseitige Schäden wie abbröckelnder Putz, Löcher in den Wänden und sowas gemeint und keine Schönheitsarbeiten wegen doofer Wandfarbe… dafür ist sich die Gnädigste anscheinend nicht zu fein und mein Herr hält sich da offensichtlich lieber heraus.

Eigentlich war ich ganz froh, um die Malerarbeiten herum zu kommen. In Anbetracht meiner unguten Erfahrungen mit Tinte wären sonst womöglich schlimmste Kollateralschäden zu befürchten. Die Frage meines Herrn nach einer Möbelbestandsaufnahme konnte ich übrigens umgehend beantworten. Da wir im jetzigen Haus wirklich alles haben, werden auch im neuen keine zusätzlichen Möbel benötigt. Er muss also nichts kaufen, außer er will seiner Gefährtin jetzt ein eigenes Zimmer einrichten. Sämtliche Überlegungen hierzu verkniff ich mir aber lieber und werde mich auch zukünftig hüten, sie ungefragt zu äußern. Einzig für Fenris legte ich mich ins Zeug… der neue Garten bietet nämlich Platz für einen deutlich größeren Sleenkäfig.

Damit war das leidige Umzugsthema zum Glück erst einmal beendet. Meinen Herrn interessierte viel mehr, ob ich unterwegs dem Bauernkrieger begegnet war, was ich in einer Mischung aus ungutem Gefühl und Erleichterung jedoch verneinen musste. Während ich mir nichts anmerken ließ und mir jeglichen Kommentar zu den widersprüchlichen Empfindungen in mir verkniff, sprach die Wirtin aus, warum der Bauer so selten in der Stadt zu sehen ist: „Der ist entweder schon wieder in den Fellen oder auf einer Reise.“ Letztendlich blieb meinem Herrn nichts anderes übrig, als diese ihm wenig gefallende Tatsache brummend hinzunehmen, denn er konnte daran ja nichts ändern.

Mit Erstaunen erfuhr ich von einem Erbe, das mein Herr sich erhofft. Anscheinend hatte er während meiner Feldarbeit eine Nachricht vom Tod des Vaters von Sechs erhalten und spekulierte nun auf dessen Geld und Landbesitz in Thentis. Seine Erbberechtigung scheint allerdings noch sehr unklar zu sein, weil Sechs inzwischen unfrei ist. Es könnte also passieren, dass das Erbe an den Heimstein des Vaters geht und mein Herr sich die Nase wischt. Ich bin jedenfalls gespannt, was die jortssche Schreiberin in Erfahrung bringen wird, die von meinem Herrn in dieser Sache beauftragt wurde tätig zu werden und das Erbe notfalls einzuklagen.

Gerne hätte ich meinem Herrn übrigens noch eine kleine Kostprobe meiner sanften Finger & Co. gegeben, mit denen ich mir als Gegenleistung die Hilfe einiger Hafenarbeiter beim Umzug erhoffte. Ich war mir sicher, so wie er mich angrinste, war er auch nicht abgeneigt, doch leider befanden wir uns nicht in der Taverne, sondern im Gasthaus und dort zusammen mit zwei freien Frauen, auf deren echauffiertes Gekreische er natürlich keinen Wert legte. Anstatt Kostprobe fragte mein Herr breit grinsend schließlich seine Gefährtin: „Irina, wollen wir nach Hause und uns dort mal etwas ansehen?“ Ich vermute, im Gegensatz zu mir hatte sein Weib keine Ahnung, worum es ging.

Und ich sollte Recht behalten. „Was willst du mir denn zeigen?“ erkundigte sie sich zuhause angekommen sofort neugierig, sodass ich von meinem Herrn den Befehl erhielt: „Arya, hol das, was du gestern nach unten gebracht hast, genauso wieder hoch, wie du es nach unten gebracht hast.“ Während ich nun auf Händen und Knien die Treppe hinunter krabbelte und mit der Gerte im Mund zurückkam, schaute die Gnädigste offensichtlich zum ersten Mal auf mein Hinterteil, entdeckte dort die Striemen und erkundigte sich nach dem Grund dafür, den mein Herr ihr zufrieden schmunzelnd mitteilte, nachdem er mir die Gerte abgenommen hatte.


„Arya dreh dich um… Irina, was meinst du, sind die Striemen aus deiner fachkundigen Sicht morgen noch gut zu sehen… oder ist eine Auffrischung nötig?“ Während ich mir vorsorglich schon mal auf die Unterlippe biss und die Luft anhielt, befühlte die Grüne meine empfindliche Haut mit den fünf vermutlich sehr deutlich sichtbaren Striemen und gab dann ihr Urteil ab: „Aii, man sieht sie noch… sind einige besonders deutliche darunter... müssen also nicht erneuert werden.“ „Arya, wenn du morgen den Bauernkrieger nicht antriffst, frischen wir das Ganze mit sechs Schlägen auf deinen Hintern wieder auf… oder sind sechs zu wenig, Irina?“

Sofort begann mein Herz vor Angst ganz wild zu klopfen und ich krallte meine Finger in das dicke Fell unter meinen Händen, weil mein Herr die Gerte deutlich hörbar durch die Luft zischen ließ. Von der Gnädigsten kam leider jedoch nur „…keine Meinung dazu“, „…deine Entscheidung“, also das übliche Blablabla, mit dem sie sich wie immer aus allem herauszuhalten versuchte. Doch mein Herr ließ noch nicht locker und versuchte es erneut: „Irina, das ist bedauerlich… ich dachte, du möchtest, dass ich die Sklaven in Linie halte und dass hier Disziplin unter den Mädchen herrscht!“

Auch mit diesen Worten erhielt er von der angeblich so nachsichtigen Freien nur weiteres, nichtssagendes Gesäusel: „Mein Gefährte, du hast viel mehr Erfahrung im Umgang mit Sklaven als ich… insofern möchte ich dazu nur sagen, es ist wichtig, dass die Sklaven spuren.“ Mittlerweile tobte in mir ein wilder Sturm kaum auszuhaltender Gefühle… schreckliche Angst vor erneuten Schlägen und riesige Enttäuschung, weil mein Herr anscheinend nicht mehr dazu stand, dass erst dann eine Auffrischung der Striemen erforderlich wird, sollten sie nicht mehr zu sehen sein, kämpften mit den heißen Wellen, die er mit seinen sanften, sehr erregenden Berührungen in meinem Sklavenkörper erzeugte.

Der Nachhilfeunterricht meines Herrn für die Gnädigste in Sachen Sklavenerziehung, Methoden und Mittel zum auf Linie halten und wie man seiner Kajira zeigt, wer das Sagen hat, ging daher verständlicherweise weitestgehend an mir vorbei, bis er die Gerte vor meinen Mund hielt und mir befahl: „Arya kehrt! Bring sie wieder weg, die brauchen wir heute nicht!“ Danach durfte ich mich wundervoll dicht neben meinen Herrn knien und mich an ihn anschmiegen, während er sichtlich zufrieden zum Ausdruck brachte, wie sehr ihm meine gute Erziehung und mein nackter Anblick gefällt und mit seiner Hand herrlich sanft durch meine Haare strich.

Montag, 19. Dezember 2016

Ein folgenschwerer Fehler

Hach… ich war echt total glücklich, dass mir der äußerst strenge Oberaufseher über diese diesmal wirklich besonders unangenehmen Felder die Heimkehr nach Hause etwas eher erlaubt hatte und ich denke, auch mein Herr freute sich darüber sehr. 

Es war Mitte der Hand, somit wie immer Waffentraining der jortsschen Krieger und mein Herr sehr zeitig Richtung Wiese aufgebrochen. Obwohl es mir meistens zwar leider nicht vergönnt ist, hoffte ich trotzdem, ihm an diesem Tag vielleicht Glück zu bringen. Als beste Voraussetzung für Schwertfuchteln ohne allzu viele Grasflecken, schien mir gute Laune bei ihm wichtig, sodass ich seine Füße zur Begrüßung besonders innig küsste, während ich mit der schönen, leider viel zu seltenen Anrede „Tal meine Arya“ belohnt wurde.

Bei meinem Eintreffen erkundigte sich der Schmied übrigens gerade, warum ihn die Gefährtin meines Herrn hatte sprechen wollen. „Ach, nur wegen deinem Haus und so. Sag ihr einfach, es ist nicht frei… das spart mir einen kaputten Rücken“, brummte mein Herr offensichtlich wenig begeistert von den Umzugsplänen der Gnädigsten, die schon lange vor sich hin schwelen und während meiner Feldarbeit anscheinend besonders heftig geworden waren. Selbstverständlich halte ich mich aus diesen Überlegungen aber komplett heraus, da sie mich natürlich nichts angehen und so wirklich nachvollziehen kann ich sie sowieso nicht. 

Naja, freie Frau eben und warum mein Herr sein Weib einfach machen lässt, ist mir durchaus klar. Ebenfalls klar ist mir, warum er auf ihre Vergesslichkeit hofft… genau wie ich übrigens, denn wer sich um das Packen und Schleppen der vielen Umzugskisten und Möbel zu kümmern hat, muss ich sicherlich nicht näher erläutern. Aber ich kann mein Kajiraschicksal nun mal nicht ändern und vergangene Zeiten mit Hilfskräften, wie beim Umzug meines verschollenen Herrn, sind leider vorbei.

Erstaunlich schnell verausgabten sich die Krieger diesmal beim Training. Der Brauereikrieger war wieder kaum zu schlagen, sodass Überlegungen aufkeimten, zukünftig das Stemmen von Fässern ins Trainingsprogramm aufzunehmen. Leider ging keiner der Rarii auf das für eine Freie wirklich ungewöhnliche Angebot der Landsitzkriegergefährtin ein, anstatt der Fässer lieber sie zu stemmen… dabei hätte ich nämlich gerne zugeschaut. Doch dieses Schauspiel war mir nicht vergönnt und das Thema wurde fallengelassen, da es die Herren zum Ausgleich von Flüssigkeitsdefiziten ins Gasthaus zog.

Dort wurde erörtert, was sämtliche Vulos inzwischen von den Dächern pfiffen… ob sich die fremde Schreiberin, die ständig in der Nähe meines Herrn zu sehen ist, an ihn heran macht. Er wies dies zwar von sich und behauptete, nur fürsorglich zu sein, sich um die Bewohner seines Heimsteins zu kümmern, gab allerdings zu, dies auch zu tun, wenn ihre Backkünste so erbärmlich sind, dass damit Fische vergiftet werden... aha, meine Befürchtungen waren also bestätigt worden.

Allerdings ließ ich mir meine Gedanken über diese Freie nicht anmerken, obwohl meine ganze Aufmerksamkeit natürlich den Informationen über dieses Weib und meinen Herrn galt, die ich nach meiner Rückkehr von den Feldern zum ersten Mal hörte. Ohne langes Tamtam, trotzdem hingebungsvoll servierte ich meinem Herrn seinen Paga, denn mangels Gasthauskajira hatte ich an diesem Tag wieder das Ganze auf der Terrasse. Danach lief ich mit meinem schweren Tablett weiter zum Brauereikrieger… ein leider folgenschwerer Fehler.

Das ungehaltene Knurren des Bauern bekam ich zwar mit, ignorierte es jedoch genauso wie seinen Hinweis: „Ich muss wohl mehr auf meinen Stand pochen.“ Leider nahm ich auch nicht wirklich wahr, dass mein Herr mich abwartend sehr genau beobachtete, während ich dem Brauereikrieger nun sein Ale servierte und mein Schicksal nahm seinen unguten Lauf. Als ich mich mit seinem Kalanakelch nämlich neben den Kriegerbauern knien wollte, wurde ich ruppig weggestoßen: „Jetzt bediene auch noch den Schmied, wenn du schon die niederen Kasten den hohen vorziehst… das nächste Mal kriegst eins hinter die Löffel, dass du bis zum Terrasseneingang kullerst!“

Ehrlich gesagt kapierte ich nichts,  der Kerl sprach in Rätseln. Der Brauereibesitzer war nicht von niederer Kaste, sondern Krieger… genau wie der Bauer. Wie gut, dass der Schmied ebenfalls nicht verstand, warum der Mann so erzürnt reagierte und nachfragte, sodass ich nun erfuhr, warum ich den Wütenden vor dem Brauer hätte bedienen müssen… der Kriegerbauer ist außer an den Tagen des Waffentrainings zwar nur selten bis nie in der Stadt zu sehen, trotzdem jedoch Stellvertreter meines Herrn und Mitglied im Stadtrat.

„Arya, entschuldige dich, dass du die Reihenfolge nicht eingehalten hast. Der Krieger mit Hof ist mein Stellvertreter und kommt vor dem Krieger mit Brauerei, auch wenn Letzterer mein Freund ist.“ Mist, meine hastig gestammelte Entschuldigung war unerwünscht, denn der oberstinkige Bauer winkte ab: „Lass gut sein Hauptmann. Ich bin wohl noch nicht lange genug da, damit man sowas weiß und geh jetzt einen Bosk töten.“ Nach diesen Worten erhob sich der Eingeschnappte und stampfte beleidigt davon, während mein Herr unheilvoll ankündigte, zuhause noch etwas mit mir klären zu wollen… aber Details dieser schmerzhaften Klärung mit der Gerte interessieren hier bestimmt niemanden.

Mittwoch, 30. November 2016

Schreibpause...

"Arya, woher weiß denn die halbe Stadt das mit den Feldern?... blöder Sklaventratsch!" wollte mein Herr spät am Abend leicht ungehalten brummend kurz vor dem Schlafen plötzlich von mir wissen. Eine Frage, die mich ziemlich erstaunte und auf die ich auch keine Antwort wusste, denn erstens hatte ich niemandem von seinen diesbezüglichen Überlegungen erzählt und zweitens hatte er doch erst kürzlich beschlossen, mich nicht auf die Felder zu schicken!

Kurz hielt ich vor Schreck die Luft an... mir kam nämlich der Gedanke, ob nicht nur die halbe Stadt, sondern womöglich auch der Aufseher keine Kenntnis von dieser Entscheidung erlangt hatte?! Entsprechend erleichtert atmete ich bei der Drohung meines Herrn in der nächsten Ehn jedoch wieder aus: "Arya, sollte der Aufseher dich abholen wollen, sagst du ihm, dass ich ihm die Nase abschneide, wenn er dich mitnimmt... die Felder fallen aus für dich!"

Leider es war spät, das tolle Fell meines Herrn wundervoll weich und ich total müde. Deswegen muss ich viel zu schnell eingeschlafen sein... blöderweise ohne einen wirklichen Plan geschmiedet zu haben, wie ich seine Drohung noch abschreckend oberfies ausschmücken konnte, damit auch wirklich klar wurde, wie ernst es meinem Herrn damit war. Tja, die Priesterkönige hatten wohl anderes im Sinn........................ 


Erholt euch eine Weile von mir, da mir RL bedingt zurzeit leider kein RP möglich ist :-(( ...aber denkt dran, Feldarbeit hin oder her, Unkraut vergeht nicht! ;-)))

Eure Dina

Sonntag, 27. November 2016

Entscheidungen

"Arya, das Opfer... grüß dich Schätzelein!" empfing mich der Brauer sichtlich begeistert, als ich am Hafen auftauchte, wo er sich mit meinem Herrn und der Gnädigsten unterhielt. Bei solch einer Begrüßung schwante mir natürlich sofort Ungutes, was sich auch leider zu bestätigen schien, denn offensichtlich fachsimpelten die drei Freien schon wieder über Opfer und ein gewisser rothaariger Herr fasste dafür gerade mich ins Auge. Puhhh, doch zum Glück ignorierte mein Herr diesen eher indirekten, dennoch auf meine Kosten gehenden Ausruf, der aber wahrscheinlich sowieso nicht ernst gemeint gewesen war. Vielleicht bekam er ihn auch nicht mit, denn nun wurden Möglichkeiten besprochen, den Priesterkönigen durch Verspeisen eines Tabuks oder Bosks zu huldigen... das leckere Fleisch sollte natürlich mit Opfer-Paga heruntergespült werden.

Mit dem Hinweis des gut aussehenden Brauereikriegers, sofern mein Herr den Bosk kauft, würde er auch bei dieser Aktion für einen hoffentlich ausbleibenden Wintereinbruch in Jorts Fähre wieder ein Paga-Fass spendieren, glaubte ich erneut den lauten Rums meiner letzten Fassopferung zu hören. Doch dann wurde das Thema fallengelassen... der Paga- und Ale-Durst der beiden Männer hatte inzwischen wohl überhandgenommen. Außerdem kam vom Stadttor lautes, ungehaltenes Gemaule: "Geh mir aus dem Weg, Rotrock!" Oha, der Schmied machte seiner immer noch miesepetrigen Laune auf meinen Herrn Luft... ließ sie erst an einer der Wachen aus und lehnte danach die Richtung Stadttor den Hang hinauf gebrüllte Einladung meines Herrn auf ein Getränk abverweigerte vor der Taverne angekommen stur meine Bedienung ab, um seine Wut am Ende des Kais zu pflegen... alleine.

Die Aussicht, zwecks Wiedergutmachung von meinem Herrn umarmt zu werden, führte schließlich dazu, dass er seinen geleerten Becher wütend in den Vosk pfefferte, den er sich zuvor in Selbstbedienung aus der Taverne geholt hatte und zu der empörten Drohung: "Versuche mich zu umarmen, dann hast du keine mehr, Hauptmann!" Auch das Angebot meines Herrn, er würde mich zwecks Umarmung auch ausleihen, da er selbst meine sanfte Anschmiegsamkeit immer sehr genießt oder der beleidigte Schmied könne ihm alternativ auch Eine reinhauen, falls das hilft und es ihm dann besser geht, war nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Doch immerhin näherte sich der Grummelnde jetzt der Sitzgruppe.

Während der nicht nachlassenden Bemühungen meines Herrn den Schmied wieder aufzubauen, nahte leider unaufhörlich die Ahn, in der die Brauereikessel immer lauter nach ihrem rothaarigen Besitzer riefen, sodass diesem irgendwann leider nichts anderes übrig blieb, als nachzugeben und sich zu verabschieden. Erstaunlicherweise wurde sein Stuhl nun tatsächlich vom Schmied eingenommen... vielleicht führt miese Stimmung im Stehen besonders schnell zu platten Füßen?

Egal, denn jetzt stellte sich heraus, die schlechte Laune rührte nicht nur vom makabren Witz meines Herrn über die angeblich auf der Suche nach dem Schmied befindlichen, schwarzkastigen Schuldeneintreiber. Mein Herr befahl mir nach dieser Erfahrung übrigens, dass ich ihn zukünftig rechtzeitig daran erinnern soll, mit dem sensiblen Schmied solche Witzchen nicht mehr zu machen.

Aber ich denke, der Metallhandwerker war auch wegen anderer Dinge nicht gerade gut drauf, was für mich durchaus nachvollziehbar war, denn er hatte mir vor längerer Zeit schonmal von seiner früheren Gefährtenschaft mit einem Nordweib erzählt, die ein unglückliches, sehr trauriges Ende genommen hatte. Wobei ich sowieso nicht verstehe, warum sich manche Männer überhaupt eine Gefährtin nehmen, außer es geht um den Nachwuchs für die Kaste, denn fürs Vergnügen gibt es doch Rotseidene! Aber das ist ein anderes Thema, denn dieses Weib des Schmieds hatte ihrem Gefährten immerhin Kinder geboren, war mit ihnen vor etlichen Märkten leider jedoch spurlos verschwunden.

Inzwischen ist märktelang jede Menge Wasser den Vosk herunter geflossen, ohne dass der Schmied auch nur ein einziges Lebenszeichen von dieser Freien erhalten hat. Nicht weiter verwunderlich und für meinen Herrn durchaus nachvollziehbar, der mit seiner ersten Gefährtin wohl Ähnliches erlebt hat, ist daher die Entscheidung des Schmieds, dieses Weib und seine Kinder als verschollen zu erklären, sein Haus in der Oberstadt aufzugeben und seinen Gefährtenvertrag vor Ablauf der vereinbarten und allgemein üblichen vier Märkte aufzulösen. Mit einem diesbezüglichen Aushang hatte er die jortssche Schreiberin beauftragt.


Doch irgendwie kam die Blaue damit nicht zu Potte und hatte sich sogar mit meinem Herrn in seiner Funktion als Ratsmitglied darüber beraten. Mist und nicht wirklich gute Laune fördernd war leider, dass die Schreiberin seitdem anscheinend tagelang nicht auffindbar im Stadtarchiv verschwunden war und der Schmied sich wohl schon mehrfach die Nase an ihrer Tür gestoßen hatte. Die Seelenblähungen der Blaukastigen, die an diesem Abend schließlich zu vorgerückter Ahn doch noch am Hafen auftauchte, ob die Auflösung einer Gefährtenschaft einfach so ohne  Wissen und Zustimmung der Gefährtin publiziert werden darf, waren mir ehrlich gesagt unverständlich.

Aber ich bin auch nur eine einfache Kajira und keine sich wegen überbetonter Gelehrigkeit selbst im Weg stehende Neuschreiberin. Für mich sind die Überlegungen der Schreiberin nicht realisierbar und daher gänzlich unlogisch, dass eine Verschollene irgendetwas zustimmen soll oder unterschreiben muss, wenn sie schlicht und einfach ihren vertraglich vereinbarten Pflichten nicht nachgekommen und der Vertrag somit nichtig ist. Auch aus Sicht meines Herrn sprach selbstverständlich nichts gegen die Entscheidung des Schmieds, seinen Gefährtenvertrag vorzeitig aufzulösen. ;-)

Sonntag, 20. November 2016

Eine glückliche Ehn…

…und eine verkürzte, weniger glückliche.

Um nicht enttäuscht zu sein, falls es doch anders kommt als geplant, mochte ich der Ankündigung meines Herrn irgendwie nicht wirklich trauen… dabei glaube ich ihm eigentlich alles. Doch an diesem Abend sah es wirklich so aus, als ob sein Vorhaben sich tatsächlich bewahrheiten sollte. Sich am Hintern kratzend brummte er nämlich meinen Namen und stellte dann zum ich weiß nicht wie vielten Mal die vollkommen überflüssige Frage, ob genügend heißes Wasser da ist für ein Bad. Selbstverständlich war das der Fall und zwar seit etlichen Hand schon, nämlich seitdem mein Herr sich zu einer eigenen Badewanne entschlossen hatte.


Kurz erkundigte ich mich allerdings trotzdem noch, ob er tatsächlich gedachte diese nun einzuweihen, erhielt jedoch zur Antwort: „Nein ich möchte zu den Monden Gors fliegen.“ Entsprechend beeilte ich mich natürlich, den großen Topf mit dem kochend heißen Wasser nach oben zu schleppen und für eine angenehme Badetemperatur kühles Wasser in die Wanne zu pumpen, während mein Herr sich mit Blick auf den Wasserdampf inzwischen zierte: „In zu heißes Wasser setze ich mich nicht… das überlasse ich Sklaven, die nicht brav sind.“ 

Letztendlich konnte ich ihn von der Wassertemperatur soweit überzeugen, dass ich tatsächlich beim Ausziehen helfen durfte… er war ernsthaft gewillt seine Anschaffung zu testen! Während ich vorsichtshalber noch eine erneute Temperaturkontrolle durchführte erkundigte ich mich, ob mein Herr traditionell zu baden gedachte. Ich glaubte zwar nicht, dass er das ganze Prozedere mit Einweichen, Ölen und allem was zu Strigil und Co. dazu gehört, über sich ergehen lassen wollte, aber wer viel fragt bekommt viel zu wissen.

„Ich werde heute verwöhnbaden, Arya. Etwas wärmer ist zwar immer gut, aber heute werde ich mich an dir wärmen.“ Oha, nach dieser Aussage gab es natürlich nichts mehr zu fragen. Ich angelte mir die bereitgelegten Badeutensilien und stieg zu meinem sich inzwischen im herrlichen Wasser räkelnden Herrn in die Wanne.


Sein Brummen klang sehr zufrieden, während ich mich erst mit dem Schwamm und schließlich mit sanft massierenden Händen ins Zeug legte, um ihn zu verwöhnen: „Arya, das ist angenehm… hätten wir schon viel früher machen sollen!“ Selbstverständlich widmete ich mich seinem Ganzkörper-Verwöhnprogramm mit aller mir zur Verfügung stehenden rotseidenen Hingabe. „Du taugst auf jeden Fall als Badesklavin, Arya… du hast gute Fingerchen“. 

Danach ging sein noch um einiges gesteigertes, äußerst wohliges Brummen schließlich in zufriedenes Stöhnen über, das nicht nur mein Sklavenfeuer entsprechend anheizte, sondern auch die Wassertemperatur… konnte ja eigentlich nicht sein, kam mir aber trotzdem so vor. Ich gebe zu, am liebsten hätte ich meinem Herrn noch ahnlang meine rotseidenen Fähigkeiten als Badesklavin gezeigt und im Gegensatz zu ihm wäre es mir dabei vollkommen egal gewesen, ob meine Finger zu Waschfrauenfingern zusammenschrumpelten. 

Am Wundervollsten fand ich natürlich seine besitzergreifende Art, mit der mein Herr mich schließlich an den Haaren packte und sich gleichzeitig hochstemmte. Damit zeigte er mir nicht nur seine Macht sondern auch, wonach ihm nun der Sinn stand, bis er schließlich vollkommen tiefenentspannt meinte: „Baden ist sehr entspannend… aber nun habe ich genug vom Wasser. Ich denke, ich genehmige mir noch einen gute Nacht Paga am Hafen!“

Nachdem mein Herr wieder angekleidet war, beeilte ich mich selbstverständlich damit, die Wanne schnell noch von kleinen, darin herumschwimmenden Hauptmännern zu reinigen, bevor ich seinen Befehl befolgte und mir eilig etwas Hübsches anzog, denn inzwischen war ungeduldiges Brummen zu hören. 

Die glückliche Ehn, die mein Herr zuhause mit seinem Eigentum in der Wanne verbracht hatte, war zwar bereits vorbei, dennoch traf er am Hafen nicht zu spät ein für eine weitere glückliche Ehn… er wurde vom Schmied nämlich auf einen Paga eingeladen. Naja, leider wurde diese Ehn zu einer sehr kurzen und endete nicht allzu glücklich.

Nachdem mein Herr den ersten Schluck seines Pagas intus hatte, nutzte er nämlich die Gelegenheit, um sich zu erkundigen: „Schmied, ich habe da etwas von der Schreiberin gehört… die will was von mir, weil du was willst… glaube ich.“ So wirklich klar war dem Herrn darauf offensichtlich nicht, worum es sich bei diesen rätselhaften Worten handelte. 

Doch letztendlich stellte sich heraus, es ging um die Auflösung seines Gefährtenvertrags, weil seine Gefährtin mit seinen Kindern seit mehr als eineinhalb Märkten verschollen ist und dass er nun beabsichtigt, sein Haus in der Oberstadt aufzugeben. Soweit war alles nachvollziehbar.

Leider erzählte der Schmied dann, dass er überlegt, zum Schutz aller Bewohner den Heimstein zu verlassen, nachdem mein Herr ihm vor kurzem doch von Kopfjägern und Schuldeneintreibern berichtet hatte, die hinter ihm her sein sollen. „Tja… also Schmied, da habe ich eine verdammt gute Nachricht für dich jetzt! Das musst du nicht machen, es waren nämlich keine Kopfgeldjäger da, dafür sehr viele Besucher, die einen Schmied gesucht haben… ich habe dich nur etwas hoch genommen!“


Ohje, nach diesen Worten meines Herrn nahm die Gesichtsfarbe des Schmieds schlagartig eine ungesunde Farbe an und der Herr sah aus, als würde er gleich platzen. Seinen Kelch auf den Boden werfend, machte er sich erbost Luft und brüllte meinen Herrn so laut an, dass man es vermutlich in Ar hören konnte: „Weißt du nicht, dass man mit sowas nicht scherzt!?!“ 

Während der Brauer umgehend sein Schild zur Abwehr etwaiger Flugobjekte zurechtrückte, ich schnell hinter meinem Herrn in Deckung ging, donnerte der Schmied weiter: „Ich überlege den Heimstein zu verlassen, um ihn zu schützen… ich habe meinen Nachlass geregelt… ich habe.........“ 

Die Aufzählung, die nun kam, war wirklich sehr lang und so wie der Schmied meinen Herrn anranzte, wurde mehr als deutlich, wie obersauer er war. Er hatte offensichtlich Null Verständnis dafür, was mein Herr als „Spaß unter Männern“ abtun wollte und knallte schließlich eine Handvoll Münzen auf den Tisch. 

„Wenn man davon ausgehen muss, dass das Leben von Freunden in Gefahr ist, hört der Spaß bei mir auf!“ Damit lief er oberstinkig Richtung Schmiede davon. 

Der Kommentar des Brauereikriegers fasste treffend zusammen: „Hmmm… das ging in die Hose, Hauptmann“.

Donnerstag, 17. November 2016

Weibergezicke

Ich glaubte falsch gehört zu haben, als ich mitbekam, dass mein Herr sein letztes Sammelstück umbenannt hatte. Na gut, ging mich nichts an, trotzdem fand ich es interessant zu erfahren, womit sich dieses Ding den neuen Namen verdient hatte. Wobei ich zufrieden registrierte, dass sie mit dem „S“ am Anfang einen Platz tiefer als zuvor mit „Rita“ gerutscht war. Es gab keinen Grund… mein Herr scheint seit dem ständigen Gemecker etlicher Bewohner über meinen Namen nur inzwischen offensichtlich die Nase voll von sämtlichen „itas“ zu haben. Keine Ahnung, was diese Sklavin wert ist, doch solange ich die Erste meines Herrn sein darf, werde ich sie weiterhin „sechs“ nennen oder nur „Kajira“.

Als es Zeit wurde zum Waffentraining aufzubrechen, kramte mein Herr aus einer der Kisten eine Kette heraus, die er unten mit dem Hinweis vor die Tür warf: „Nehmt die Kette mit zum Training“. Mir schwante sofort Ungutes, was er damit vorhaben könnte, doch ließ ich lieber nichts verlauten. Wie erwartet, nahm Sechs das Teil nicht gleich auf, sondern benötigte erst noch einen indirekten Hinweis von mir und an der Wiese angekommen, bestätigten sich dann leider meine Befürchtungen. Meine eh schon etwas angeknackste Stimmung wegen der4 Hand, dich ich demnächst auf den Feldern verbringen soll, sank von 0 auf -10. „Nun dürft ihr mir verraten, wofür ich diese Kette brauche“, verlangte mein Herr zu erfahren und das Dummchen neben mir hatte wie erwartet natürlich keinen Plan von nichts.

Leider bewahrheiteten sich meine unschönen Vorahnungen, denn mein Herr befahl das Sammelstück neben mich und kettete sie mit mir zusammen. Na toll, meine Begeisterung darüber hielt sich in Grenzen oder nee, es war nicht mal ein Hauch von Begeisterung darüber in mir zu spüren. „Arya, ihr seht gut aus, so nebeneinander“, äußerte er jedoch seine Zufriedenheit, sprach aber leider in der Mehrzahl. Auch legte er nicht nur mir eine Hand auf den Kopf, sondern gleichzeitig der anderen, was mich schlagartig irgendwie steif werden ließ. Aber ok, mein Herr war zufrieden und nur das sollte für mich zählen… ich versuchte meine Enttäuschung herunterzuschlucken. 

Allerdings ging ich unwirsch ruckend nicht gerade sanft mit dem anderen Ende der Kette um, als das Training begann und wir Platz machen mussten, wurde dann aber von Purpur abgelenkt. Die Gefährtin des Landsitzkriegers war nämlich in einer Robe aufgetaucht, die jeder Ubara alle Ehre gemacht hätte, obwohl sie doch nur eine Sängerin aus niederer Kaste ist. Neugierig musterte die Frau uns, weil Sechs ihr natürlich gänzlich unbekannt war… ich glaube, zum Waffentraining hatte mein Herr sie noch nie mitgenommen und gab ihr ja auch sonst immer irgendwelche Aufgaben in den abendlichen Ahn. Verständlich daher, dass die Freie Auskunft über ihren Namen und Zugehörigkeit verlangte. 

Als Sechs erwähnte, sie sei Fundstück Nummer 6 meines Herrn, wurde mir übrigens klar, ich muss sie gelegentlich darüber aufklären, dass sie vermutlich Nummer 60 ist oder eher noch weiter hinten liegt und von mir nur deswegen „sechs“ genannt wird, weil ich die mindestens 54 anderen den Priesterkönigen sei Dank nicht kennenlernen musste. Aber egal, die Wiese war der falsche Ort dafür und außerdem war ich inzwischen einigermaßen irritiert, dass mit der pompösen purpurfarbenen Robe offensichtlich das Erinnerungsvermögen der Ubara-Sängerin ganz gewaltig gelitten haben musste, denn auch bei unserem Besuch auf dem Landsitz vor knapp einer Hand, nannte mein Herr mich im Beisein dieser Frau schon Arya und ihr Gefährte ebenfalls. 

Naja, das Weib hatte bei all ihren Besuchen in ich weiß nicht wie vielen Märkten offensichtlich auch noch nie bemerkt, dass Jorts Fähre am Vosk liegt und einen Hafen hat, in dem Schiffe liegen, von denen sich eines jetzt kürzlich losgerissen hatte und im Hafenbecken dümpelte… aber ok, die Fähre legt doch auch nur genau daneben an. Außerdem litt die Frau anscheinend unter schlechter Laune, sodass unsere geöffneten Schenkel ein willkommenes Ventil zum Herumzicken waren. „Wieso knien hier eigentlich die Mädchen wie Bonds?!“ keifte sie plötzlich, denn natürlich war rundherum nichts außer den trainierenden Kriegern und der Natur zu sehen, was ihre Blicke magischer anzog als unsere weit geöffneten Knie… leider ein typisches feie Frauen Problem. 

Selbstverständlich begrüßte ich erst einmal den gerade eintreffenden Gefährten dieser Freien, gab ihr dann aber bereitwillig darüber Auskunft, dass wir auf Wunsch meines Herrn so knien.

Ok, Freie können sich gegenüber Sklaven herausnehmen, was sie wollen, doch was bildete sich diese Zicke in Gegenwart meines Herrn ein? Ihre ganze Körperhaltung mit den beleidigt verschränkten Armen zeigte inzwischen, welch Neid vermutlich in ihr kochte... soll sie sich doch unterwerfen! 

Leider zeigte sich nun, unter welchem Pantoffel der Landsitzkrieger offensichtlich steht. Ich knie nämlich immer so und habe es auch in Gegenwart seines Weibs schon immer getan, zuletzt sogar auf seinem Landsitz, ohne freie Frauen Gezeter und jetzt bot er an, der aufgeplusterten Wichtigtuerin eine Kurt zu leihen?! 

Es kam aber noch schlimmer. „Hauptmann, wieso befiehlst du deiner Kajira, mein Weib zu beleidigen?“ brüllte der Pantoffelheld quer über die Wiese, sodass mein Herr sein Training mit dem Kriegerbauern abbrach und sich dazu gesellte. Während etwas in mir zusammenbrach und sich gleichzeitig maßlose Enttäuschung wie eine kalte Faust um meinen Hals schnürte, hörte ich voller Entsetzen, dass mein Herr vor dieser geltungsbedürftigen Sängerin aus niederer Kaste kuschte und uns befahl, die Schenkel zu schließen. 

Aus dem Augenwinkel bemerkte ich, wie sich die Landsitz-Ubara gnädig zu einem Dank an meinen Herrn herabließ und dabei knickste, denn ich hatte mich inzwischen seitlich gedreht und versuchte die unbeschreibliche Traurigkeit in mir mit konzentriertem Zählen der vor meinen geschlossenen Knien liegenden Blätter in den Griff zu bekommen. 


Wahhh… leider musste ich mit anhören, wie mein Herr zurücksäuselte: „Bitte Sängerin, gern geschehen… das mach ich, weil ich dich mag und respektiere.“ 

Mehr gibt es dazu hier jetzt nicht zu erwähnen, denn mein Herr merkte sowieso nichts… verlor im Gasthaus weder ein Wort über meinen Minimalserve bei seinem Paga, er hat dafür ja eh nichts übrig, noch bemerkte er, dass ich dem Kriegerbauern seinen Kalana mit richtig viel Hingabe servierte und unter den anerkennenden Blicken und Gesten des Herrn dahin schmolz.

Doch was soll’s… immerhin wurde er wach, als ich ihm wegen einer in meinen Augen nicht gerechtfertigten Rüge des Pantoffelkriegers leise eine Frage stellte, die er verständlicherweise aber auf später vertagte.


Ich war wirklich sehr dankbar, dass mein Herr zuhause noch sehr ausführlich mit mir sprach und es ging mir runter wie Öl… ach menno, ich wollte gar nicht Recht bekommen!

Trotzdem freute es mich natürlich, dass mein Herr mich für würdig und intelligent genug ansah, diese Frage mit ihm zu erörtern. Eigentlich möchte ich einfach nur einen Herrn, der sich schützend vor sein Eigentum stellt und kein egal wie gut gelauntes Herrchen, das vor einer singenden Möchte gern Ubara kuscht, die plötzlich meint, sich wichtig tun zu müssen. ;-)

Mittwoch, 16. November 2016

Archontin der Stadt Jorts Fähre

Bei meiner Frage, wie fein ich mich anlässlich des Heimsteinschwurs der Schreiberin machen sollte, kam von meinem Herrn nur äußerst hilfreich „ausreichend Arya“… typisch Mann irgendwie. Aber ok, er war wohl auch viel zu sehr damit beschäftigt, die 37 Seiten seiner Rede nicht durcheinander zu bringen. Ob ihm dies gelang, bekam ich nicht mehr mit, da ich mich nun beeilte ins Gasthaus zu kommen, wo ich mich zusammen mit Laya um die Vorbereitungen für die Festivität nach dem Schwur kümmern sollte.

Tja, Laya und ich waren pünktlich, nur dieses Weib tauchte zur vereinbarten Ahn nicht auf, sodass wir einfach alles so herrichteten, wie es uns sinnvoll erschien. Die Hofkajirae tauchten zwar ebenfalls nicht auf, hatten aber wenigstens die Vorräte in der Gasthausküche aufgefüllt, sodass unserer Zubereitung der kulinarischen Leckereien nichts im Weg stand. Da leider die Lieferung des von der Schreiberin angekündigten Tischs ausblieb, bauten wir schließlich sämtliche Speisen auf einer improvisierten Tischplatte draußen auf der Terrasse zu einem großen Büffet auf. 

Wie gut, dass wenigstens der Grillwagen wie bestellt kam und ich unsere Vorbereitungen danach als beendet erklären konnte, sodass wir uns pünktlich zur Ahn des Heimsteinschwurs Richtung Ratssaal aufmachten… von der Blauen war übrigens bis zuletzt kein Rockzipfel zu sehen. Lustig fand ich, dass Laya sich erstaunt nach dem Bild auf meiner rechten Schulter erkundigte. Da es meistens von meinen langen Haaren verdeckt ist, die ich an diesem Tag seitlich über meine linke Schulter trug, hatte sie noch nie die Blume bemerkt, obwohl sie mich schon mein ganzes Leben auf Gor begleitet... mein erster Herr hatte sie nämlich persönlich entworfen.

Das Getümmel vor dem Ratssaal war bei unserem Eintreffen übrigens gewaltig, da ein Gast anscheinend unter irgendeinem Vorwand mit riesigem Gefolge aus dem Norden eingetroffen war. Zumindest reimte ich es mir so zusammen, denn ich hörte einen der Nordleute brummen, er sei eigentlich angereist, um Handel zu treiben, aber nicht um an einer Heimsteinzeremonie teilzunehmen. Ein Durchkommen in den Ratssaal war jedenfalls vorerst nicht möglich, sodass ich nur einzelne Gesprächsfetzen von drinnen mitbekam, wo mein Herr schon wieder die Anzahl der Seiten seiner Rede erwähnte.

Plötzlich hörte ich einen der Nordmänner vor den Ratssaaltüren stöhnen: „Ohje, der will eine 37seitige Rede halten… das wird bis zum Ende des Winters dauern!“ Nach einigem Zögern betraten die zahlreichen Nordleute schließlich aber doch noch den Saal und ihr Anführer sagte meinem Herrn zu: "Wir werden uns benehmen und eure Zeremonie ehren, darauf mein Wort". Laya und ich quetschten uns schnell hinterher, damit die Türen geschlossen werden konnten und niemand mehr der Rede meines Herrn entkam. Ein etwas ungehobelter Kerl meinte übrigens, es wäre doch lustig, ihn nach der ersten Seite umzuhauen, doch zum Glück schüttelte der Anführer seinen Kopf: „Ich habe mein Wort gegeben, das gilt für uns alle!“


Wie von mir vermutet, war mein Herr tatsächlich nicht nur mit der Bewachung des Heimsteins beschäftigt, sondern kramte in seinen Redepapieren und warf diverse Seiten in die Feuerschale neben sich… hatte er die 37 Seiten womöglich durcheinander gemischt? Wie gut, dass es die unzuverlässige Schreiberin wenigstens geschafft hatte, pünktlich zur Zeremonie im Ratssaal aufzutauchen. Sie schlug ihm jetzt nämlich vor: " Kintradim, ich glaube du kannst anfangen. Wer jetzt noch nicht da ist, verpasst eben deine sicher wundervolle Rede." „Wie du meinst… ich war zwar gerade noch am Aussortieren, aber wir können auch gerne anfangen“.

Damit warf er gleich noch ein paar Seiten auf einmal ins Feuer, was aber nicht bedeutete, dass er keine gute Rede hielt. Mein Herr braucht gar keine Zettel für tolle Reden… erwähnte den Anlass, warum sich alle im Ratssaal versammelt hatten, aber auch wie wichtig und einschneidend der Heimsteinschwur im Leben jedes Mittelgoreaners ist, weil man damit Teil einer Gemeinschaft wird und sich das Recht, diesen Schwur zu leisten, vorher sorgsam erworben hat. Kurz ging er noch darauf ein, wie mittellos dieses Weib seinerzeit in Jorts Fähre angekommen war und dass es ihr dank der Unterstützung des hohen Rates der Stadt gelungen ist, in die blaue Kaste der Schreiber aufgenommen zu werden.

Sogar die zappeligen Nordleute beruhigten sich etwas und hörten zu, denn diejenigen, die sich dazu nicht in der Lage sahen, hatten den Saal lieber wieder verlassen. Schließlich wanderten auch die restlichen Seiten der Rede in die Feuerschale und mein Herr erkundigte sich bei dem Weib, ob sie für ihren Schwur bereit war… war sie. „Dann schreiten wir gleich zur Tat. Du darfst zum Heimstein vortreten und sogar deine Hand darauf legen, um den Schwur zu leisten.“ Während die Frau sich nun sichtbar ehrfürchtig dem kostbaren Stein näherte, um ihn vorsichtig mit ihrer Rechten zu berühren, drohte mein Herr ihr seine schlechte Laune an, sofern sie versuchen sollte, den Stein mitzunehmen.

Die Schreiberin legte ihren Schwur mit eigenen, wirklich sehr schönen, aber dennoch ähnlichen Worten ab, wie ich sie schon unzählige Male gehört hatte. Sie brachte ihr Bemühen zum Ausdruck, Ruhm und Reichtum von Jorts Fähre zu mehren, jederzeit die Stadtgesetze zu befolgen und ihrem Heimstein keine Schande zu bereiten. Zuvor noch nie gehört hatte ich jedoch: „Ferner schwöre ich Kraft meines Amtes als Archontin der Stadt……" Hmmm… Herrschende der Stadt? Ach nee, bestimmt meinte sie sinngemäß, dass sie als einzige und somit erste Schreiberin eine führende Amtsträgerin ist. 

Na gut, passt irgendwie zu ihren ständigen Verbesserungen, dass sie eine „Schriftglehrte“ ist, bei denen mir immer Gedanken kommen… tja, die ich aber selbstverständlich nicht laut denke. Interessant fand ich übrigens die Worte, mit denen die Schreiberin ihren Schwur beendete „…als Archontin der Stadt, diese mit Tinte und Feder zu verteidigen“. Diese Aussage veranlasste einen der Thorvaldsländer in meiner Nähe nämlich leise zu brummen: "Sie sollte lieber einen Bogen nehmen, um eine Stadt zu verteidigen, mit Tinte und Feder wurde noch niemand erschlagen!" Letzteres ging allerdings im „Willkommen in Jorts Fähre“ und den allgemeinen Glückwünschen unter.


Das anschließende Festessen kam wohl bei allen Gästen gut an und ich denke, es gab niemanden, der oder die nicht restlos gesättigt bis übersättigt nach Hause ging. Der Fastentag meines Herrn hatte sich jedenfalls gelohnt und ich musste mich um sein Essen auch sowieso nicht kümmern, da er sich ahnlang getreu seinem Motto „wer mag, kann sich gerne setzen… wer schlau ist, bleibt stehen und langt selber kräftig zu so wie ich, hehe“ direkt neben dem Büffet strategisch günstig platziert hatte. Auf meinen Hinweis, dass er gar keine Kajira braucht, erwiderte er lachend: „Arya, lass es mich so sagen… was essen angeht, bin ich durchaus selbstständig!“


Die Dankbarkeit der neuen Heimsteinangehörigen kannte übrigens keine Grenzen, denn sie brachte zu vorgerückter Ahn gegenüber meinem Herrn und dem Sattler noch überdeutlich zum Ausdruck, wie sehr sie sich über Layas und meinen Einsatz gefreut hatte. Darüber freute ich mich natürlich riesig, obwohl meine Dienste für mich eine Selbstverständlichkeit gewesen sind… besonders bei einer Archontin der Stadt Jorts Fähre, denn ich möchte meinem Herrn natürlich Ehre bereiten! ;-)

Dienstag, 15. November 2016

Der Tag davor

„Arya, bei Fuß… ich werde heute im Gasthaus ein Menü aus Getränk und Imbiss zu mir zu nehmen“, eröffnete mein Herr mir und stampfte auch gleich los, sodass ich mich bemühte, wegen der immer noch zwischen meinen Knöcheln befindlichen Kette mit eiligen Trippelschritten hinterher zu kommen. Die Getränkefrage war schnell geklärt, denn mein Herr wünschte das Übliche, also Paga. Ein wenig Sorgen machte mir jedoch über den Imbiss und sein öffentlich angekündigtes Fasten, denn es war der Tag vor dem Heimsteinschwur der Schreiberin und dem anschließenden Festessen. Sein Hunger war also verständlich… oder wollte er mit dem Menüwunsch prüfen, ob ich mir seine Fasten-Ankündigung gemerkt hatte?

Während mir diverse Überlegungen durch den Kopf gingen, hantierte ich in der Gasthausküche mit dem Geschirr und fluchte zwischendurch… selbstverständlich leise… als mir… leider sehr laut… ein Topfdeckel fast auf den Fuß fiel. Das Scheppern muss jedenfalls draußen auf der Terrasse zu hören gewesen sein, denn es wurde umgehend mit der Ermahnung von meinem Herrn kommentiert: „Pass auf deine Finger auf… eine Neunfinger-Arya mag ich nämlich nicht!“ Mit dem Arrangement auf dem Teller meines Herrn schwer beschäftigt und entsprechend hochkonzentriert darauf, erwiderte ich dazu aber lieber nichts.

Inzwischen hatte ich mich nämlich entschieden, meinem Herrn zu zeigen, dass auf mein gutes Gedächtnis Verlass ist, ich mich von dem Menü- und Pagawunsch nicht irritieren lasse und seine Fastenankündigung zu respektieren weiß. Mitten auf seinem Menüteller platzierte ich also eine fastenmäßig geeignete, sehr dünne Scheibe Braten, denn mein Herr ist nun mal ein Fleischesser. Und damit dieses Bratenscheibchen nicht so verloren auf dem Teller aussah, dekorierte ich fächerförmig darum herum drei große Blätter Katch und legte auf jedes eine Kalanatraube darauf. Das sah schon mal nach sehr gut und äußerst lecker aus.

Da das Auge bekanntlich mitisst, halbierte ich als weiteres optisches Highlight zwei kleine gekochte Suls, auf die ich Kräuter streute und zusätzlich auch einige über die noch freie Fläche des Tellers, sodass dieses Arrangement nach richtig viel mehr aussah, als es eigentlich war. Außerdem verwendete ich einen fastentauglichen Trick mit dem Paga, indem ich einfach einen recht kleinen Becher nahm, den ich allerdings fast randvoll schenkte, sodass die geringere Menge nicht wirklich auffiel. Entsprechend zufrieden mit mir, balancierte ich diesen Fasten-Imbiss nebst Getränk hinaus zu meinem Herrn.

Doch irgendwie teilte er meine Begeisterung nicht, sondern zeigte mit leicht pikiertem Blick auf das Arrangement: „Arya, was sind das denn für Blätter?“ Meine Erklärung über dieses wirklich perfekt zum Fastentag passende, sehr gesunde Kohl-Salat-Gemüse, überzeugte ihn offensichtlich jedoch nicht. „Ich strenge mich sehr an, denn was tut man nicht alles… aber zu gesundes Fasten hatte ich eigentlich nicht im Sinn. Das Gesunde darfst du essen, Arya, es könnte mich womöglich überfordern!“ meinte er gutmütig lachend und zeigte erneut seine unendliche Großzügigkeit, die ich wirklich zu schätzen weiß, zumal er doch gerade erst sein Haus zur sklavenbreifreien Zone erklärt hatte!


Während ich mich nun mit Begeisterung über die leckeren Katchblätter hermachte… einziger Nachteil war, dass Einzelteile davon zwischen meinen Zähnen hängen blieben, die ich mühsam mit dem Finger herauspuhlen musste… gesellte sich der Sattler dazu und empörte sich über seine Kajira, die ihn anscheinend erst erschreckt und ihm dann auch noch widersprochen hatte. Nun erfuhr ich auch, warum mein Herr zwischendurch so abwesend gewesen war. In mir keimten nämlich schon ernste Befürchtungen, ob er womöglich doch viel zu hart fastet. 

Wie gut, dass er nun erzählte, er habe im Kopf seine Rede für den Heimsteinschwur geübt und einige Probleme mit den Seiten 7, 9, 13 und 21 gehabt sowie diversen dazwischen. Offensichtlich geschockt über den Fleiß meines Herrn, überlegte der Sattler, zur Zeremonie erst eine Ahn später dazu zu kommen, weil in seinem Alter lange Reden sehr anstrengend sind und es für die Zuschauer keine Sitzgelegenheiten gibt. Pahhh… zog der Kerl doch tatsächlich in Erwägung, den Anfang der Deluxe-Rede meines Herrn zu verpassen?! Für seine harte Vorbereitung auf das Fest nach dem Schwur durch Fasten, sprach er meinem Herrn allerdings seine Hochachtung aus. 

Interessant war zu erfahren, dass Laya ihren Herrn mit Anschleichen erschreckt hatte. Trotz des zehrenden Fastens ohne Gemüsebeilage hatte mein Herr aber selbstverständlich einen Vorschlag, wie dies zukünftig verhindert werden konnte… mit Glöckchen. Die Erörterungen der beiden Männer über den am besten geeigneten Ort dieser Maßnahme… ob an den Knöcheln oder mangels Nasenring doch lieber an den Nippelringen, die Laya in ihren wirklich sehr beeindruckenden Brüsten hat… wurde durch das Auftauchen der schriftgelehrten Schreiberin jedoch unterbrochen. 


Mein Herr eröffnete dem Weib jetzt nämlich erst einmal, dass seine Rede bereits 21 Seiten hat. "Hauptmann, ich freue mich über jedes tiefsinnige Wort von dir, dass meinen Gästen zeigt, wie wichtig dir mein Heimsteinschwur ist.“ Die Frau zog es danach übrigens vor, sich auf ein Kissen plumpsen zu lassen und einen Kräutertee zu bestellen, um bei klarem Verstand zu bleiben, da sie nach dieser Information meines Herrn natürlich unter Zugzwang mit ihrer Dankesrede an ihn war, die in ihrer Länge seiner Rede sicherlich in nichts nachstehen sollte. „Als hohe Gelehrte kann ich darauf unmöglich verzichten. Wie stünde meine Kaste da, wenn ich das täte?“ 

Ah ja, irgendwie typisch für diese Neuschreiberin, erneut ihre Gelehrigkeit zu betonen, allerdings schwieg ich dazu selbstverständlich und gab mich lieber dem Genuss der sanft meinen Schenkel knetenden Hand meines Herrn hin. Da sich im Gesicht des Sattlers bei der Aussicht, zusätzlich noch eine Dankesrede über sich ergehen lassen zu müssen, inzwischen Fassungslosigkeit ausbreitete, sah ich mich letztendlich aber doch verpflichtet, ihm den schlauen Botha-am-Mann-Trick des Brauers zu verraten, der bestimmt auch bei ahnlangen Reden hilft. 

Ich mag mich täuschen, aber als mein Herr sich schließlich dahingehend äußerte, die Schreiberin habe ihren Schwur bestimmt schon formuliert… in Jorts Fähre gibt es nämlich keinen von der Stange… wurde die Frau richtig nervös. Sie versuchte das zwar zu vertuschen, jedoch vergeblich: "Hier verfasst man den Schwur selbst? Das ist doch sehr unüblich Hauptmann! Sind dir die Worte ausgegangen und du musst darum meine Hilfe annehmen?“ Danach löcherte sie nämlich den Sattler wegen seines Schwurs vor vielen Märkten und versuchte krampfhaft zu erfahren, welche Worte er gewählt hatte. Es bestätigte sich also immer offensichtlicher, dass ihr anscheinend nichts einfiel.

Na gut, sowas kann am Tag davor wohl passieren, zumal das Weib schon ganz blass geworden war und um ihre Planungen für das Festessen fürchtete. Da ich bei den Vorbereitungen helfen sollte, hatte ich mich bei ihr natürlich erkundigt, ob die Feier in Anbetracht der zu erwartenden hohen Gästezahlen in der Arena stattfinden soll oder ob alles mangels ausreichender Anzahl von Sitzkissen auf der Gasthausterrasse im Stehen geplant ist. Aber mal sehen, soll ja auch schon mal vorgekommen sein, dass der Kajirafunk daneben lag. Möglicherweise behindern auch die Wetterverhältnisse die Anreise der zahlreichen Gäste aus halb Gor, sodass es vielleicht doch keine 300 werden… oder so. ;-)

Montag, 14. November 2016

Problemlösungen

Geknebelt und blind lauschte ich mit gespitzten Ohren, ob sich im Haus irgendetwas tat und mein Herr mich vielleicht aus meiner misslichen Lage befreien würde. Doch alles war still und ich alleine, denn er hatte ja leider erneut die Frühwache erwischt. Zwischendurch war mir allerdings so, als ob ich leise irgendwelche Roben rascheln hörte, weil vielleicht seine Gefährtin heimgekehrt war... doch dann war alles wieder still. Mir blieb nichts anderes übrig, als mich angekettet am Sklavenring mit auf den Rücken gefesselten Händen weiter in Geduld zu üben, denn meine Hilflosigkeit war der Wunsch meines Herrn. Schließlich klappte aber doch die Haustür und mein Sklavenherz begann sofort schneller zu schlagen, da nun das typische Brummen meines Herrn zu hören war: „Irina, bist du oben und ist Arya da noch angekettet?“ 

Leider passierte jedoch ehnlang nichts, sodass ich mir ein ungeduldiges Schnaufen einfach nicht mehr verkneifen konnte, was aber unten im Haus zum Glück nicht zu hören war. Schließlich raschelte es genau neben mir und dann war die Gnädigste zu hören: „Ja mein Gefährte, ist sie… soll ich sie losmachen? Sie ist auch noch geknebelt und hat ein Tuch über ihren Augen.“ Wie gut, dass inzwischen auch mein Herr vor mir stand und die beiden mich mit vereinten Kräften sowohl vom vollgesabberten und damit kein bisschen schmackhafteren Waffenputztuch in meinem Mund, als auch der Augenbinde befreiten. Meine Füße und Hände blieben allerdings gefesselt, letztere aber wieder vor meinem Bauch und mein Herr beantwortete die erstaunte Frage seiner Gefährtin damit, dass es außer seiner Lust keinen Grund für meine Ketten gab.

Wie es sich gehört, begrüßte ich die beiden und bedankte mich selbstverständlich, sauste dann aber schnell nach unten und auf einen Schluck Wasser oder Essen verzichtend gleich weiter in den Garten, um mich zu erleichtern. Na toll, mein Herr fand diese Dringlichkeit, die kurz davor gewesen war, sich zu einem Problem zu entwickeln, offensichtlich sehr witzig. „Arya hat es wohl eilig mit dem Garten“, kommentierte er nämlich lachend mein hastiges Verschwinden. Nach meiner Gartenbewässerung lief ich für eine ausgiebige Körperwäsche weiter zum Brunnen. Ich war mir nämlich sicher, dass er gewisse Spuren an seinem Eigentum weder sehen noch riechen wollte und durch das Anketten war Körperhygiene bislang verhindert worden.

Herrlich erfrischt vom kalten Brunnenwasser verrieb ich mir die auf meiner Haut glitzernden Tropfen, wurde von meinem besorgten Herrn jedoch angewiesen, mich ordentlich abzutrocknen. Leider bemerkte er danach… oder nee, eigentlich war es gut, dass ich wie immer so gar keinen Appetit auf den ekeligen Sklavenbrei hatte und nicht mehr als ungefähr drei Körner herunter bekam. „Hehe, Arya... willst du dich tot hungern? Iss eine ordentliche Portion!“ Ich druckste etwas über zu viel Wasser am Brunnen getrunken herum, denn von diesem Ekelbrei bekomm ich mit leerem Magen wirklich nichts herunter und ansonsten auch gerade nur so viel, um nicht dünner zu werden… doch das wollte ich nur ungern eingestehen. 

Vermutlich stand mir wie in einem offenem Buch ins Gesicht geschrieben, wie zuwider mir die fiese Sklavenpampe war. Mein Herr stellte mich nämlich zur Rede: „Arya, warum isst du überhaupt Brei? Hatte ich nicht gesagt, dass meine Sklaven die Reste von uns Freien bekommen?“ Ups, das hatte er in den fast vier Märkten, die ich nun schon sein Eigentum bin, tatsächlich noch nie erwähnt, allerdings habe ich auch nie danach gefragt, weil dieses Zeugs mein Hauptnahrungsmittel bei meinen früheren Besitzern gewesen war. „Nun weißt du es, Arya… und sorg dafür, dass der Brei aus meinem Haus verschwindet, denn ich mag den nicht sehen!“ Juhuuu, mein Problem mit der Sklavenpampe hatte sich schlagartig in Luft aufgelöst, sodass ich mir nun heißhungrig ein Stückchen trockenes Brot in den Mund stopfte.

„Aber wolltest du mir heute nicht eigentlich etwas zeigen, Arya?“ erkundigte sich mein Herr jetzt. Es ging um die vom Brauereikrieger vorgeschlagene Lösung für mein Problem mit dem heruntergerutschten Tuch, bei dessen Knoten ich mich wegen meiner zusammengeketteten Handgelenke etwas schwer getan hatte. Selbstverständlich wollte ich gerne vorführen, was dem Vorschlag des Herrn sehr nahe kam und flitzte daher so schnell es die Kette zwischen meinen Knöcheln zuließ nach oben, um kurz in der Truhe mit den Sklavensachen herum zu kramen, bis ich das Gesuchte fand. Das Oberteil ließ ich zwar weg, aber das aus einzelnen Stoffbahnen bestehende Röckchen schlang ich mir um die Hüften und brachte trotz meiner Fesseln einen wie ich fand sehr soliden Knoten zustande.

„Ich hoffe, der Knoten ist rutschfest?“ Natürlich bejahte ich diese Frage meines Herrn umgehend, weil ich mich schon in meinem ersten Leben mit Knoten auskannte. Allerdings war ich von dem anderen Knoten auch überzeugt gewesen, sodass ich nun doch etwas unsicher wurde und meinen Blick senkte, waren die fummelnden Finger meines Herrn womöglich doch unschuldig gewesen? „Hmm, hmm, hmm…“, brummte er, mich nachdenklich musternd. „Gibt es dazu auch ein Oberteil, Arya? Aber bei dem hast du bestimmt wieder das Kettenproblem oder?“ Ich beeilte mich auf den Vorteil hinzuweisen, dass ich das Teil nur über den Kopf ziehen musste. Doch mein Herr ließ es mich nicht mehr vorführen, sondern streckte seine Hand aus und warf es in die Ecke. 

Danach strich er meine langen Haare zurück und betrachtete mich sichtlich zufrieden: „Es ist gut so wie es ist, Arya… harta, Sandalen anziehen und dann bei Fuß!“ Auch an diesem Tag ging es vor die Hafentaverne, allerdings gelüstete es meinen Herrn nicht nach Paga, sondern diesmal bestellte er Kalana. Außerdem wollte er, dass ich dem Brauereikrieger die Knotenlösung präsentiere, denn kaum hatte ich ihm seinen Wein serviert, befahl er „Arya, führe Rock mal deinen Rock vor“ und grinste breit über dieses Wortspiel. Dass ich seinem Befehl sehr gerne nachkam, ist ja selbstverständlich und genauso, dass ich mich mächtig dabei ins Zeug legte, um meinem Herrn möglichst viel Ehre zu breiten, indem ich seinen Freund mit meinem rot berockten, aber ansonsten nackten Anblick erfreute.

Der Brauer musterte mich sichtlich angetan schmunzelnd: „Hübsch, die Farbe ist gut getroffen… bist ein Rockröckchen jetzt, Arya!“ „Ja Rock… Rotröckchen, das stimmt… Rotröckchen gefällt mir, hehe!“ lachte mein Herr den Brauereikrieger an, behauptete dann jedoch, aus Boshaftigkeit hätte ich vergessen das Oberteil anzuziehen. Während ich mich nun dicht zu dem Herrn mit den schönen roten Haaren herunter beugte, um ihm leise ins Ohr zu raunen, wer tatsächlich das Oberteil in die Ecke geworfen hatte, bestätigte der Krieger lachend erneut: „Steht dir jedenfalls gut, Arya.“


So wie mein Herr mich an diesem Tag immer wieder ansah, über meine nackte Haut streichelte oder mit seinen Fingern sanft durch meine Haare wuschelte, während er sich mit dem endlich wieder heimgekehrten Schmied unterhielt, der im Norden unterwegs gewesen war, um eine Kajira der Sklavenhändlerin zu verkaufen, und gleichzeitig dabei die Schreiberin wegen ihres kurz bevorstehenden Heimsteinschwurs nervös machte, gefiel ihm der Anblick und die Nähe seines Eigentum offensichtlich sehr. In Sachen Namensgebung wagte mein Herr übrigens nichts Neues, sondern blieb bei seinem Entschluss und nennt mich immer noch Arya… Rotröckchen findet er nämlich zu lang. ;-)