Mittwoch, 12. Oktober 2016

Alles gegeben…

Erneut hatte ich eine Nacht auf dem weichen Fell meines Herrn verbringen dürfen. Entsprechend spät, aber auch herrlich ausgeruht wachte ich auf, stellte jedoch erstaunt fest, ich war alleine zuhause und immer noch angekettet. Lange in Geduld üben musste ich mich jedoch nicht, denn nur wenige Ehn verstrichen, bis ich unten erst die Haustür klappen hörte und dann meinen Herrn, als er Sechs befahl, mich los zu machen. Da er den Schlüssel aber wie immer eingesteckt hatte und offensichtlich auch nicht aus der Hand geben wollte, änderte er seinen Entschluss und kam persönlich nach oben. Mein Sklavenherz begann natürlich vor Freude sofort ganz wild zu klopfen.

Während ich ihn anstrahlte was das Zeug hielt, fummelte er leicht ungehalten brummend an der Kette herum, um das Schloss zu öffnen, was meiner diesmal ganz besonders innigen Begrüßung allerdings keinen Abbruch tat. „Dita, warum hast du nichts gesagt, als ich vergessen habe, dich los zu machen? Das nächste Mal sagst du Bescheid!“ Hach, ich war total glücklich, hatte ich doch angenommen, er wollte mich nicht dabei haben, weil ihm Sechs genügte und erfuhr, er hatte mit ihr nur ein wenig Zar gespielt. Selbstverständlich war es mir nun besonders wichtig, nicht nur meine Dankbarkeit für das Öffnen der Kette mit meinen weichen Lippen zum Ausdruck zu bringen, mit denen ich sehr sanft über seine Fußrücken strich, sondern auch dafür, vom Zar spielen verschont geblieben zu sein, weil das doch nicht so mein Ding ist. 


Irgendwie verständlich, weil merkwürdige Rufe zu hören waren, aber trotzdem viel zu schnell beendete mein Herr dann leider meine hingebungsvollen Beweise meiner Zuneigung und schickte mich nach unten, wo ich nach einer schnellen Gianniwäsche und einem Schluck Wasser startklar war, um meinen Herrn nach draußen zu begleiten. Tja, leider ist man erst hinterher schlauer. Die Rufe kamen nämlich nur von zwei Reisekajirae… ach nee, schlimmer... es waren zwei Reisebond! Beim Anblick der beiden sank die Laune meines Herrn daher schlagartig in die tiefsten Katakomben seines nicht vorhandenen Kellers, denn er grummelte ungehalten: „Ich mag keine Schreihälse! Wer seid ihr, was wollt ihr und beim Kur, warum macht ihr so einen tarskverdammten Lärm?!“ 

Prompt ging leider das Gejarle los, was die Laune meines Herrn kein Stück besserte, bis die eine sich dann gegen die Anrede „Kajira“ verwehrte. „Ich bin eine Bond und keine Seidenraupe!“ brachte ihn dazu, über diese lächerliche Aussage schallend zu lachen. „Und wo ist der Unterschied? Kajira heißt Sklavin. Bist du etwa keine Sklavin… vielleicht eine getarnte, hohe, freie Frau? Außerdem tragen meine Sklaven keine Seide… so weit kommt das noch!“ Pahhh, nix Tarnung, das waren tatsächlich zwei Reisekajirae aus irgendeinem unbekannten Norddorf, die angeblich auf Befehl ihres Herrn… ach nee, ihres Jarls… mal eben so durch Gor reisten, um nach einem Geschenk für eine Freie zu suchen. Geld hatten sie allerdings nicht dabei, sondern sollten nur schauen, was es wo gibt.

Na gut, vielleicht geben sie in ihrem Dorf ja weiter, herausgefunden zu haben, welch sensationell gute Brauereierzeugnisse in Jorts Fähre herstellt werden, was dort unerklärlicherweise wohl nicht bekannt war. Der Brauereibesitzer nahm sich sogar kurz noch die Zeit, seinen Odins Trunk zu empfehlen... seine Spezialität, geschmacklich extra auf den nordischen Gaumen abgestimmt. Die beiden konnten mangels Münzen zwar nichts kaufen, doch solch ein Fass anschauen wollten sie auch nicht, obwohl es von außen sehr hübsch anzusehen ist. Letztendlich ignorierten die beiden Männer die Nordkajirae und der Brauereikrieger kam auf den eigentlichen Grund seines Besuchs bei meinem Herrn zu sprechen.


„Hauptmann, wie wäre es mal wieder mit einem Spielchen? Geschäfte gehen ja augenscheinlich keine heute und in meinem Geldbeutel wäre noch Platz!“ Es folgte noch ein kurzes Verhandeln, denn um Geld wollte mein Herr eigentlich nicht Spielen, weil sein Schwertbruder ihn immer arm macht und er nicht seine Haustiere verkaufen will, doch zuletzt ließ er sich darauf ein… allerdings waren der Spieleinsatz nur Bits. Mit einem letzten Hinweis an die Reisebonds, zukünftig nicht ohne einen dicken Münzbeutel aufzutauchen, denn nicht nur die jortsschen Waren sind erstklassig, sondern auch ihre Preise, ließen die Männer die beiden stehen und gingen zum Zocken in die Brauerei. Nach solch einem Erlebnis mit Nordkajrae war nämlich entspannen angesagt… Sechs und ich durften sie dabei selbstverständlich verwöhnen.

Während der Münzstapel vor meinem Herrn nun leider kleiner und kleiner wurde, waren von den Männern die nachfolgenden oder jedenfalls so ähnliche Kommentare zu hören: „Du gehst aber ran…“, „jo“, „du Arsch“, „hehe“, „Dita, bist du mein Glückbringer“, „sorg für bessere Karten“, „Dita,streng dich mehr an“, „Ta Sardar Gor, auf gute Karten für mich“, „Dita, jetzt mach ich ihn fertig“, „siehst du, geht doch“, „mach hinne, Hauptmann“, „Holla“, „boar du Sleen“ und, und, und. Trotz Kopfpatscher, aber auch sehr sanftem Haare kraulen und innigem Anschmiegen, musste mein Herr leicht frustriert schließlich leider feststellen, der Kartenpriesterkönig war echt nicht auf seiner Seite, obwohl ich die hohen Herren im Sardar inständig darum angefleht hatte… vielleicht zu leise?

„Gut gespielt, Hauptmann! Hast alles gegeben… nämlich mir!“ lachte der Brauer zufrieden und füllte seinen Geldbeutel mit dem Gewinn, während mein Herr laut überlegte, ob er das nächste Mal die beim Spiel verlorenen Münzen bei seinem Freund von mir abarbeiten lassen kann.

Doch sein Spielgegner blieb leider hart: „Nee, musst schon Bares rüber schieben.“ „Nur Bares ist Wahres“, war meinem Herrn leider eine geläufige Aussage, allerdings war er ganz guter Dinge, seine Münzen irgendwann zurück zu gewinnen.

Der rothaarige Sieger meinte lachend noch: „So ein pralles Münzsäckchen ist ein schönes Ruhekissen… manchmal schütte ich alle in ein leeren Braukessel und nehme ein Bad darin… ist zwar etwas kühl, aber man fühlt sich gut danach, so als Münzgebadeter“ und zog sich dann zufrieden grinsend zurück um seinen Kopf auf besagtes Kissen zu betten.

Baden war für meinen Herrn übrigens das Stichwort, erneut Überlegungen wegen einer Badewanne anzustellen, da er es mit den öffentlichen Gewässern ja leider nicht so hat und die Fertigstellung des jortsschen Badehauses wohl noch bis in alle Ewigkeit auf sich warten lassen wird. Ich hatte mir wegen der Wannenaufstellung vor einiger Zeit auch schon ein paar Gedanken gemacht und war mir fast sicher, eine Möglichkeit dafür sei zu finden, obwohl das Haus meines Herrn ja spartanisch klein ist, die ich ihm nun erläuterte. Wohin dann die vielen Kisten kommen, blieb allerdings etwas unklar und war so in der Theorie auch nicht wirklich lösbar, sodass mein Herr nun beschloss: „Dann gehen wir jetzt gucken… husch, husch, ab nach Hause, Dita!“

Puhhh, es war ein ziemliches Hin- und Herrücken, aber schließlich sah es so aus, als ob eine Lösung gefunden war und der Anschaffung einer Badewannr nichts mehr im Weg stand. „Entweder in der Ecke links oder hier in der vor der Treppe könnte eine kleine Wanne bestimmt Platz finden, mein Herr… oder?“ „Ja, oder eine kleine Dita… Arme heben und Gesicht an die Wand!“

Huiihh, damit waren die Wannenüberlegungen umgehend beendet. Inzwischen die Hand meines Herrn auf meinem Hinterteil spürend, die mich sehr bestimmt weiter in Richtung der zuletzt erwähnten Ecke drückte und natürlich auch sofort mein Sklavenfeuer anheizte, lag es mir logischerweise gänzlich fern, ihn einen solchen Befehl wiederholen zu lassen. 

Und dann… naja, dann begann mein Herr auf eine wundervoll besitzergreifende Art und Weise… hmmm… wie soll ich sagen? Tja, ich erhielt von ihm eine besonders tiefgehende Lektion, also eine sehr erregende Sonderlektion, bei der es auch um zwei Buchstaben ging… das kleine „n“ und das kleine „t“... und bei der ich wirklich alles und selbstverständlich noch ein bisschen mehr gab! Denn was will eine Sklavin mehr als alles andere? Genau, ihren Herrn erfreuen! ;-)))

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