Donnerstag, 20. Oktober 2016

Ein Sklavenjäger

Mein Herr war anderweitig beschäftigt, sodass ich mich irgendwann alleine zu einem Rundgang aufmachte, zumal ihn auch immer interessiert zu erfahren, was in der Stadt los war. In der Oberstadt war jedenfalls alles ruhig, am Hafen und auf dem Marktplatz auch. Allerdings aus dem Gasthaus waren Stimmen zu hören, die mich veranlassten, von der Terrassenmauer aus mal die Lage zu sondieren. Ich entdeckte den Sattler mit seiner Kajira und einen Femden, die am hinteren Tisch Platz genommen hatten… Laya servierte ihnen gerade Getränke. An meinen Diensten bestand also nicht wirklich Bedarf. Ich bin zwar nicht neugierig, trotzdem interessierte mich aber natürlich, was es mit diesem Besucher auf sich hatte... woher er kam, was und wohin er wollte.

Während ich gerade darüber nachdachte, ob es vielleicht doch etwas gab, um mich nützlich zu machen oder ob ich mich lieber wieder verdrücken sollte, rief der Sattler zu mir herüber: "Lauscht du da etwa, Dita oder Bita oder Aita oder wie du heute auch heißt… ich habe nämlich den Überblick verloren und wenn das so weitergeht, werde ich dich einfach wieder Dina nennen, egal was dein Herr dazu sagt!" Diese Ankündigung gefiel mir natürlich außerordentlich gut. Auch wenn es nichts daran zu deuteln gibt, wessen Name auf meinem Kragen steht und es für eine Kajira kein „wünsch dir was“ gibt, würde es mir wirklich sehr gefallen, wenn ein weiterer Herr mich genau wie der Händler „Dina“ nennt, der sich bislang konsequent geweigert hat, das „n“ in meinem Namen gegen das „t“ auszutauschen. 

Lauschen war mir selbstverständlich gänzlich fern, denn ich hatte doch nur aus interessierter Aufmerksamkeit und Informationsbeschaffung über die Mauer geschaut. Irgendwie tat ich mich nun allerdings ziemlich schwer damit, mein interessiert-aufmerksames Lage Sondieren zu formulieren und druckste nach passenden Worten suchend etwas herum. Gleichzeitig betrat ich die Terrasse und lief langsam mit sanft wiegenden, besonders anmutigen Schritten zu den beiden Männern… ein wenig Ablenkung durch einen geschmeidigen Gang und den vorteilhaften Anblick leicht wippender Brüste konnte bestimmt nicht schaden und tat es tatsächlich nicht. Der Sattler erwartete nicht wirklich noch eine Antwort und wurde nun von dem Fremden, der sich inzwischen zu mir umgedreht hatte gefragt, ob ich ihm ebenfalls gehöre, was dieser natürlich sofort verneinte. 

Interessant war zu erfahren, dass der Gast lange im Norden in dem Dorf Axe gelebt hatte, in das ich meinen Herrn begleiten durfte, kurz nachdem er mir seinen Kragen umgelegt hatte und ich erinnere noch genau, wegen der Kälte schenkte mein Herr mir dort dicke Kleidung und Stiefel aus Fellen. Nicht so toll, sondern schrecklich fand ich, dass das Weib und die Tochter des Fremden von Nordleuten umgebracht worden waren, er seitdem nicht mehr sesshaft ist und sein Geld mit dem Zurückbringen entlaufener Kajirae verdient oder Gelegenheitsarbeiten. Der Herr erzählte noch, er gehört genau wie sein Vater der Kaste der Sklavenhändler an, obwohl er so schwarz gekleidet auch für einen Attentäter gehalten werden könnte. Auf seinen Reisen hatte sich diese Farbe für seine Kleidung jedoch als am Zweckmäßigsten herausgestellt. Der Besucher überlegte übrigens, ob er nicht irgendwo wieder sesshaft werden sollte… wegen des Schicksals seiner Familie allerdings auf keinen Fall im Norden.

Tja, und dann wandte er mir seine ganze Aufmerksamkeit zu, musterte mich eingehend mit einem Blick, der mich sofort veranlasste, etwas näher an ihn heran zu rutschen, um ihm das Eigentum meines Herrn möglichst vorteilhaft zu präsentieren. Während ich seine Blicke fast körperlich zu spüren glaubte meinte er, welch schöner Anblick ich doch bin. Natürlich legte ich mich jetzt noch mehr ins Zeug und strich meine Locken zurück, sodass der Fremde einen noch besseren Anblick meiner weiblichen Rundungen erhielt. "Siehst du Laya... nackt fällt weniger ins Auge", behauptete der Sattler und der Gast bestätigte prompt: „…verpackt sind sie manchmal schmackhafter. Man kann erahnen, was drin steckt, aber noch lange nicht alles sehen… das macht neugierig.“


„Die Verpackung soll ja vor allem Schnappatmung verhindern Herr“, versuchte ich die immer wieder auftretenden Schwierigkeiten mit freien Frauen anzudeuten. Doch blieb wohl unklar, was damit gemeint war, weil inzwischen der dünne Stoff meiner Tunika angehoben wurde. Sehr sanft streichelte die Männerhand über meinen Bauch und ließ mein Sklavenfeuer immer heller lodern, sodass ich schließlich einfach nicht anders konnte, als mich an den mich besitzergreifend heranziehenden Herrn anzuschmiegen. Zum Thema Schnappatmung stellte er jetzt übrigens fest: „Bei deinen Rundungen bekommt man die sicherlich, Kleines“ und zum Sattler gewandt ergänzte er: „Ihr habt schöne Mädchen hier.“ 

Oha, wenn meine wirklich nicht besonders üppigen Proportionen schon zu solchen Reaktionen führen, dann frage ich mich was passiert, wenn diesem Sklavenjäger eine XXXXXL Oberweite über den Weg läuft. Ok, vermutlich machte er sich nur lustig über mich, auch wenn er sehr überzeugend so tat, als gefiele ich ihm wirklich und mir zu später Ahn sogar befahl: „Berichte deinem Herrn lobend, dass du mir sehr gut gefällst und mir den Abend versüßt hast, Bita!“ ;-) 

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