Samstag, 12. November 2016

Ketten…

„Aufstehen Arya“, veranlasste mich, diesen Befehl meines Herrn eilig zu befolgen. Wenige Ehn zuvor hatte ich noch seinen Fuß auf meinem Rücken gespürt, der mich genauso auf dem weichen Fell vor dem Kamin festhielt wie die Kette, die er über Nacht zwischen meinem Kragen und dem Sklavenring befestigt und nun gelöst hatte.

„Bring mir aus der Kiste die Ketten, die ich immer nehme, um sie an den Metallreifen um deine Handgelenke und Knöchel zu befestigen, Arya.“ Auch dieser Aufforderung kam ich schnell nach, während mein Herzschlag sich sofort vor Aufregung beschleunigte.

Während der Fuß meines Herrn mich auf sein weiches Fell drückte, hatte ich auf die Frage geantwortet, was ich gerade bin: „Ich bin dir vollkommen hilflos ausgeliefert, mein Herr“. Das bin ich ihm als seine Sklavin sowieso, aber durch die Kette an meinem Kragen und seinen Fuß wurde das noch deutlicher. 

Mein Herr stellte mir noch ein paar weitere Fragen, die mir seine Macht über mich noch mehr verdeutlichten. Auf seine letzte Frage, ob ich gerne Ketten trage, konnte ich einfach nicht anders, als sie zu bejahen. Sofern er sein Eigentum in Ketten sehen möchte, ist es mir eine Ehre, sie für ihn zu tragen, genau wie andere Dinge, die mein Herr an mir sehen möchte… das kann ein Kleidungsstück sein, ein Nasenring oder eben auch Ketten.

Ohne Gegenwehr ließ ich mit demütig gesenktem Blick geschehen, dass meine Handgelenke so zusammengekettet wurden, dass ich zwar etwas unbequemer, aber dennoch meinen Aufgaben nachkommen konnte. Bei der Kette zwischen meinen Knöcheln achtete mein Herr darauf, mir gerade noch genug Spiel zu geben, um eine Treppe ohne zu stürzen benutzen zu können… große Schritte und Laufen war nicht jedoch mehr möglich.

„So, das war es erstmal.“ Kurz und sichtlich zufrieden wurde ich gemustert und dann befahl mein Herr: „Nach unten mit dir, Kajira und ausnahmsweise Nadu... keinen Mucks möchte ich von dir hören!“

Am Fuß der Treppe kniete ich neben dem wie immer schlafenden Gianni der Gnädigsten nieder. Ich behielt die Treppe nach oben aber natürlich im Auge. Doch erst einmal tat sich nichts außer ganz leise hörbarem Kratzen einer Feder und dann kam erbost: „Dämlicher Papierkram… da gibt es eine Schreiberin hier und ich muss mich trotzdem mit Soldlisten herumärgern………!“ 

Der Rest ging in undefinierbarem Brummen unter und das Kratzen klang noch ungehaltener, bis ich schließlich aufgefordert wurde „Arya! Ausgehfertig machen!“, sodass ich mich sputete, mir trotz der Ketten irgendwie schnell ein Stückchen roten Stoff überzustreifen.

Während meine Bemühungen durch die zusammengeketteten Hände ziemlich erschwert wurden, stampfte mein Herr inzwischen an mir vorbei, wartete draußen aber auf mich und als ich endlich fertig war, ging es zum Hafen. 

Ich muss gestehen, vor der Taverne, wo sich der Brauer gerade niederließ, traf ich begleitet vom leisen Klirren der Ketten zwischen meinen Knöcheln erst mit etwas Verzögerung ein und erhielt von meinem Herrn sogleich den Befehl: „Arya, beweg deinen Sklavenhintern… Essen und Trinken für Zwei!“ „Hat sie wieder etwas angestellt?“ erkundigte sich der schöne rothaarige Krieger nach meinem Gruß interessiert, während ich in die Taverne lief, sodass mein Herr bereitwillig Auskunft gab: „Nein, ich mach das nur, weil ich es kann… es zeigt ihr, dass sie eine Sklavin ist.“

Ich denke, die gegrillten Würste, die Vulospieße und auch die Pasteten fanden großen Anklang bei den beiden Männern. Hauptgespräch an diesem Abend vor der Taverne war aber natürlich der Besuch beim Landsitzkrieger und dass es wohl ganz danach aussieht, dass der Krieger am nächsten Waffentraining wieder teilnimmt. Sie sprachen aber auch über sein beeindruckendes Haus auf diesem Landsitz mit fieskaltem Wintereinbruch, das nach jeder Menge Goldmünzen roch. Insofern war die Überlegung meines Herrn durchaus nachvollziehbar und nicht so verkehrt, den Rarius vielleicht doch noch auf den Kopf zu stellen und durchzuschütteln, um sich das Einsammeln der Münzen zu erleichtern.


Ich gestehe, ich kam an diesem Abend wirklich nicht zu kurz… zum Einen steckte mir der schöne Brauer reichlich von den oberleckeren Speisen zu, nachdem mein Herr mir befohlen hatte, seinem Freund beim Essen zu dienen… ein Wunsch, dem ich nur zu gerne nachkam. Ich mag diesen meistens recht schweigsamen Krieger nämlich sehr und außerdem versuchte ich mit meinen Diensten natürlich zur Ehre meines Herrn beizutragen. Dabei durch das ständige Klirren der Ketten noch mehr daran erinnert zu werden, dass ich eine Kajira bin, ließ mein Sklavenfeuer natürlich nicht nur auf Sparflamme glimmen.

Die Berührungen meines Herrn jedoch, nachdem sich sein Freund schließlich verabschiedet hatte… naja, ich sag mal, sie hatten es in sich. Ich durfte meinem Herrn noch einen weiteren Paga servieren und glaubte wie so oft, seine musternden Blicke auf meinem Sklavenkörper spüren zu können. Nachdem er mir den Becher abgenommen hatte befahl er mir, meine Hände über den Kopf zu nehmen und sie dort zu lassen. Alleine schon sein Gefummel an dem Stoff, mit dem ich mir Mühe gegeben hatte meine Blöße zu bedecken, machte mich ganz verrückt und als der dünne Stoff dann zu Boden rutschte, war es fast um mich geschehen… doch mein Herr genehmigte sich erst einmal einen weiteren Schluck Paga.

Schmunzelnd meinte er schließlich: „Arya, da hat wohl eine Sklavin den Knoten nicht ganz richtig gemacht und nun ist der Stoff nach unten gerutscht.“ „Kann sein, dass deine Sklavin sich wegen der Ketten etwas schwer getan hat, mein Herr“, brachte ich leicht atemlos immerhin zustande, während ich inzwischen kurz davor war innerlich zu verbrennen, so lichterloh wie mein Sklavenfeuer nach einigen viel zu kurzen Berührungen meines Herrn jetzt in mir brannte. „Hehe, das könnte gut sein… das heißt also, dass die Ketten richtig sind!“

Natürlich waren die richtig, der Stahl eines Herrn auf dem Körper seiner Sklavin erinnert sie immer daran, was sie ist... egal an welcher Stelle ihres Körpers sie ihn trägt! ;-)))

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